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Germany · Episode #106 · 11.06.2024 · 36 Min

Matthias Niemeyer & Dr. Thomas Leib, MM:NT Berlin Lab

Matthias Niemeyer & Dr. Thomas LeibMM:NT Berlin Lab
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Aufgenommen: MM:NT Berlin Lab, Berlin

Standbild aus der Episode mit Matthias Niemeyer & Dr. Thomas Leib Germany36 Min

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„An der Projektentwicklungsfront geht im Moment wenig, will nicht sagen nichts, aber wenig. Aber natürlich, Bestand ist in jedem Fall die Zukunft.“

Matthias Niemeyer & Dr. Thomas Leib, 26:30

Ronald M. Arndt spricht beim ersten Coffee Talk im MM:NT Berlin Lab mit Matthias Niemeyer (Adina Europa) und Dr. Thomas Leib (Häfele Hospitality Solutions). Aus einer Fläche, in der dreimal ein Friseur und zuletzt ein Brautmodenladen scheiterten, sind auf 250 Quadratmetern sechs Testzimmer geworden, durch die in zwei Monaten über 150 vorausgewählte Gäste gelaufen sind. Es geht um das Testverfahren mit Video und Sprachaufnahmen, Zimmer ohne Fenster, den Preistest und den Start des Regelbetriebs am 1. Juli.

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Kernaussagen

  1. Lab aus Leerstand: Niemeyer bekam die Fläche über Jahre nicht dauerhaft vermietet, dreimal ein Friseur, zuletzt ein Brautmodenladen. Daraus wurden auf 250 Quadratmetern erst sieben, dann sechs Zimmer, die Marke MM:NT kam zum Schluss dazu.
  2. Über 150 Testgäste: In gut zwei Monaten laufen über 150 vorausgewählte Gäste durch die sechs Zimmer, rund 30 Prozent davon aus Europa. Sie filmen sich beim Auspacken und diktieren ihre ersten Eindrücke, betreut von einer externen Produkt- und Projektmanagerin.
  3. Auch der Preis wird getestet: Die Positionierung am Markt steht noch nicht fest. Gäste werden gefragt, was sie in Kenntnis des Berliner Marktes für das Zimmer zahlen würden, getestet werden außerdem fehlende Fernseher und drei Zimmer ohne Fenster.
  4. Regelbetrieb ohne Booking: Ab 1. Juli läuft der Regelbetrieb non-staffed und rein digital, mit dem Hotel nebenan als Support, angelegt auf fünf Jahre plus Option auf fünf weitere. Statt 25 Prozent Provision an Booking setzt Niemeyer auf Word of Mouth, Social Media und TikTok, als einziger OTA ist Airbnb vorgesehen.
  5. Häfele will früher dabei sein: Häfele hat 2022 die Einheit Hospitality Solutions gegründet, die Zimmer und öffentliche Bereiche beplant. Ziel ist die Rolle des Fachplaners beim Bauherrn statt der eines Ausstatters, der erst nach Vertragsabschluss dazukommt.
Shownotes zur Episodeaus dem Podcast-Feed

Es ist Zeit für Experimente! So geschehen im Rahmen unseres ersten COFFEE TALK im MM:NT Berlin Lab.

Matthias Niemeyer (Managing Director von Adina Europe) und Dr. Thomas Leib (Head of Häfele Hospitality Solutions) geben Einblicke in das wohl weltweit einzigartige Testlabor seiner Art.

Was ist passiert, seitdem der Hotelexperte und Sibylle Thierer (Verwaltungsratsvorsitzende der Häfele SE & Co KG) erstmals ihre Köpfe zusammensteckten?

Fakt ist, dass in der ehemals als Friseursalon und Brautmodengeschäft genutzten Fläche am Hackeschen Markt noch nie Übernachtungsgäste empfangen wurden. Heute passiert dies wie von selbst, LIKE MAGIC sei Dank.

Dieser Tage endet die gut zweimonatige Testphase, aber wie lief diese im Detail ab und was erwartet nun den zahlenden Gast in einem der sechs auf Effizienz und nachhaltigem Wohlbefinden getrimmten Zimmern?

Einiges entstammt aus der Feder des Familienunternehmens aus dem Schwarzwald, welches seit 2022 die altbekannten Produkte mit weiteren Leistungen wie eben Design verbindet. Ziel: in der Planungsphase von Hotelmarken bereits von Anfang an dabei zu sein. Aber auch ACME sowie BWM Architects & Designers kamen zum Zug.

Innenstädte unterliegen zweifellos einem großen Wandel, viele Fragen sind noch unbeantwortet. Das MM:NT liefert erste Antworten, vielleicht sogar eines Tages weltweit?

Auf jeden Fall hat der erste COFFEE TALK große Freude bereitet, ein großes Dankeschön an alle Gäste vor Ort. Wir freuen uns schon sehr aufs nächste Mal.

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Transkript

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Automatisch transkribiert mit AssemblyAI, Sprecher automatisch zugeordnet. Nicht redigiert.

  1. 00:00
    Ronald M. Arndt

    Testen wir mal. Wir sind ja hier in einem echten Lab, im MM:NT Berlin Lab, und was wir heute vorhaben, ist auch was Neues, ein sogenannter Coffee Talk. Kaffee und Kuchen stehen bereit. Wir starten jetzt mit dem Talk. Was haben wir vor? Wir wollen in, schauen wir mal, einer halben Stunde, 45 Minuten, so ein bisschen mal die MM:NT Story nacherzählen. Noch ist sie ja lang nicht auserzählt, sondern sondern gerade erst begonnen. Aber es kam natürlich schon einiges an Material zusammen und es ist Zeit, die einfach mal festzuhalten. Und ich begrüße hier neben mir den Matthias Niemeyer, unser Mithausherr, kann ich schon sagen, ja, von Adina Europa. Da bist du im Development tätig und verantwortest das in Europa. Und Thomas und den Doktor möchte ich auch eigentlich nicht vergessen. Dr. Thomas Leib von Hefele Hospitality Solutions. Hallo, hi hi! Und mein Name ist Ronald Arndt mit LikeMagic. Wir sind hier auch Partner im Lab, sind wir für den Bereich der Digitalisierung verantwortlich, und vielleicht kommen wir auch da nachher noch kurz drauf zu sprechen. Ja, nach dem Talk haben wir noch Zeit für ein paar schöne Momente zusammen bis ungefähr 17 Uhr. Das schon mal für alle. Und dann legen wir los. MM:NT Berlin Lab, war erst der Gedanke eines Labs oder war erst der Gedanke einer Marke wie das MM:NT? Kann man das so ein bisschen rückverfolgen, Matthias?

  2. 01:40
    Matthias Niemeyer

    Weder noch, um die Frage zu beantworten. Zuerst hatten wir im Kopf, dass wir ein neues Konzept brauchten neben Adina. Adina ist ja ein hochwertiges Apartment-Hotel-Konzept zu besichtigen nebenan. Und wir haben halt festgestellt, wir sind da schon, was Invest, was Flächenverbrauch angeht, am oberen Rand und hatten halt die Idee, das war zu der Zeit, als Motel One groß rauskam, wir brauchen irgendwas darunter, was auch flächeneffizient ist, was eher Midscale ist, was trotzdem aber noch als Apartmentkonzept taugt. An Marke haben wir damals noch nicht gedacht und an Lab auch noch nicht. Und ja, mit der Beschäftigung mit dem Thema wurde es dann halt konkreter und ich hatte die schöne Aufgabe, diese Fläche oft vergeblich zu vermieten. Da war Da war dreimal ein Friseur drin, die alle gescheitert sind. Dann war zuletzt ein Brautmodenladen drin. Die sind dann auch ausgezogen in eine größere Fläche und ich hatte einfach keine Lust mehr und habe gesagt, das wäre doch was Schönes, wo wir dieses Konzept mal ausprobieren können auf 250 Quadratmeter mit dann am Anfang 7, dann zum Schluss 6 Zimmern. So sind wir auf die Lab-Idee gekommen und die Marke war dann mehr oder weniger ein Beifang, wenn du so willst. Die kam ganz zum Schluss.

  3. 03:11
    Ronald M. Arndt

    Ja, dann stellt sich ja für mich die Frage, warum ja ein Schwabe— wisst ihr nicht, müssen wir ehrlich sein, streitet er ab— aber der Thomas von Hefele aus Nagold im Schwarzwald jetzt bei uns ist und wie das zustande gekommen ist. Ja, das wäre spannend jetzt zu wissen.

  4. 03:28
    Dr. Thomas Leib

    Also meine Reise bei Hefele begann ja vor 2 Jahren, das Thema Roundabout Service, 2 Jahren das Thema Moment Lab. Geht ja schon ein bisschen länger. Da könnte Matthias bestimmt noch eine bessere Anekdote liefern. Das fing ja an mit sicher einem Gespräch von unserer ehemaligen Vorstandsvorsitzenden, Frau Thierer, die heute jetzt Vorsitzende des Verwaltungsrates ist. Da haben sich Matthias, ihr beide habt euch zusammengesetzt und habt visionär gedacht.

  5. 03:59
    Matthias Niemeyer

    So würde man es heute darstellen.

  6. 04:02
    Dr. Thomas Leib

    Und ja, warum macht das Hefele im Prinzip? Wir haben natürlich unser Interesse, ist natürlich das, dass wir auch als, sagen wir mal, Ausstatter, als Beschlagshersteller, Beschlagshändler, wir Interesse haben, natürlich unsere Produkte auch irgendwo in einem realen Kontext zu platzieren und auch die Rückmeldungen daraus wieder zu bekommen, um unsere Produkte ja und unsere Leistungen kontinuierlich weiterzuentwickeln.

  7. 04:33
    Ronald M. Arndt

    Genau. Und was finden wir heute vor? Sind 6 Zimmer?

  8. 04:38
    Matthias Niemeyer

    Ja, jetzt finden wir tatsächlich ein Lab vor. Und was heißt Lab in diesem Zusammenhang? Völlig richtig, was Thomas sagt. Wir wollen Dinge ausprobieren. Wir wollen sie im Live-Test ausprobieren. Und was Frau Thiera damals besonders angesprochen hat, war die Idee, mit echten vorausgewählten Testgästen auch zu starten, als eben Teil dieser Guest Journey, um wirklich rauszufinden, ja, sind wir auf dem richtigen Weg? Wir haben eine Idee von unseren Gästen. Was wollen die wirklich im Detail? Und das passiert ja jetzt halt gerade in diesen 6 Zimmern in der Testphase, die gerade läuft, dass eben jeder, der hier als vorausgewählter Gast übernachtet, eben eine umfangreiche Testjourney durchläuft. Von, ich filme mich beim Auspacken oder ich diktiere sofort meine ersten Eindrücke etc. Und daraus erhoffen wir uns dann natürlich ein Produkt, was wahrscheinlich ein bisschen anders aussieht, aber was dann eben doch zielgerichtet für diese Gäste dann funktioniert. Und das war das, was eben Frau Thiera dann auch letztendlich mit an Bord gebracht hat.

  9. 05:53
    Ronald M. Arndt

    Das heißt, wir nähern uns dem Ende der Testphase. Wie lange hat sie dann insgesamt angedauert?

  10. 05:59
    Matthias Niemeyer

    Gut 2 Monate.

  11. 06:00
    Ronald M. Arndt

    Und wie viele Gäste sind Sie auf Feedback losgeworden?

  12. 06:03
    Matthias Niemeyer

    Wir werden über 150 dann hier auf diesen 6 Zimmern durchgeschleust haben.

  13. 06:08
    Ronald M. Arndt

    Und kannst du zu sagen, wer die wie ausgewählt hat?

  14. 06:12
    Matthias Niemeyer

    Ja, wir haben mit einer externen Produkt- und Projektmanagerin gearbeitet, die schon für Hoxton gearbeitet hat. Das war eine Idee meiner ehemaligen Kollegin, die nicht mehr da ist, und war ein echter Goldgriff. Sie hat das alles betreut und ja, durch Social Media auch relativ schnell dann umgesetzt, auch durchaus europaweit. Also wir haben jetzt nicht nur deutsche Gäste hier, sondern eben auch, glaube, 30% europäische Gäste und auch sogar ein paar Overseas.

  15. 06:47
    Ronald M. Arndt

    Und so von der Altersstruktur her?

  16. 06:50
    Matthias Niemeyer

    Es wird ja ein jüngeres Produkt, wie man sieht. Adina ist eher Mainstream, auch was die Altersstruktur angeht, und das hier sind die Gäste von morgen, die ja auch nicht jünger werden. Und letztlich fangen wir jetzt mal an und nehmen sie dann als Mid-Twenties oder Anfang 30 dann mit auf die Reise. So würde ich mal die Altersgruppe klassifizieren.

  17. 07:17
    Ronald M. Arndt

    Thomas, kannst du zum Testverfahren an sich vielleicht ein bisschen was sagen als Herr Doktor hier in der Runde?

  18. 07:25
    Dr. Thomas Leib

    Na gut, ich meine, wie der Matthias es schon anklingen hat lassen, es ist ein sehr kompliziertes oder komplexes Testverfahren, wo man eben nicht nur jetzt die üblichen Multiple-Choice-Fragen hat, sondern wirklich mit Videobeschreibungen sehr tief reingeht, wo es eine Mischung gibt aus qualitativen und quantitativen Daten. Und das in Summe ist natürlich sehr wertvoll, wenn man auch letzten Endes mal Rückmeldung bekommt von den wirklichen Gästen, die dann zu gestellten Fragen auch mal per Sprachnachricht oder Sprachaufnahme dann aus ihrer eigenen Sicht erzählen, was funktioniert im Zimmer, was ist wird vielleicht anders gesehen. Da lassen sich dann schon gute Ableitungen von treffen.

  19. 08:15
    Matthias Niemeyer

    Was vermisse ich? Es gibt keine Fernseher, es gibt in 3 Zimmern keine Fenster.

  20. 08:21
    Ronald M. Arndt

    Das vermisst du persönlich oder?

  21. 08:23
    Matthias Niemeyer

    In Deutschland schwierig durchzusetzen.

  22. 08:24
    Ronald M. Arndt

    Oder ist eben der Unterschied hier im Lab?

  23. 08:26
    Matthias Niemeyer

    Wir wollen ja europäisch und weltweit denken. Also es werden auch ein paar Dinge schmerzhaft getestet, um mal zu sehen, wie ist die Reaktion Kommt man damit durch?

  24. 08:36
    Ronald M. Arndt

    Also das ist dein— genau, das interessiert dich, wie spricht der Gast drüber, wenn er hier auf einmal ins Zimmer reingeht, eben ohne Fenster?

  25. 08:42
    Matthias Niemeyer

    Genau, und bisher sind die Erfahrungen durchaus positiv.

  26. 08:46
    Ronald M. Arndt

    Okay, welche weiteren Rückschlüsse lassen sich in so einem Testverfahren noch ziehen? Also klar, wie fühle ich mich im Raum, wie funktioniert ein Möbelstück, wie wirkt das Design auf mich?

  27. 09:03
    Dr. Thomas Leib

    Testverfahren betrifft ja oder beobachtet im Prinzip die gesamte Reise, die ein Gast durchlebt. Das geht ja los im Prinzip letzten Endes bei der Buchung. Wie kann ich mit meinem Handheld das Zimmer buchen? Wie komme ich hier in das Gebäude hinein? Wie bewege ich mich digital in diesem Gebäude? Welche zusätzlichen Leistungen kann ich hier erwarten? Das heißt, der Gast wird ja heutzutage mehr und mehr zum Ja, ist so schön, Co-Creator einer Experience. Das heißt, man individualisiert Aufenthalte hier und wir gehen dann einfach sehr tief hinein. Also es ist jetzt einmal diese digitale Reise, dann ist es natürlich atmosphärische Themen, die da beleuchtet werden, aber es geht dann bis in die letzten Instanzen, in die Konstruktion von Möbeln, von wie ist eine Dusche gestaltet und so weiter. Also wir gehen, es ist ein sehr, sehr umfassendes intensives Testverfahren, was wir da haben.

  28. 09:56
    Ronald M. Arndt

    Nachher besteht die Möglichkeit, natürlich mal durch die Zimmer auch durchzugehen, ganz klar. Vielleicht können wir das jetzt vorab schon mal gedanklich schnell machen.

  29. 10:05
    Matthias Niemeyer

    Wer war da noch so, was uns hier erwartet, was uns, was uns erwartet? Vielleicht noch abschließend zu dem Thema, wir, wir testen auch Preis, also das ist sicherlich auch ein, ein wichtiger Aspekt. Also wir wissen noch nicht, wie dieses Produkt dann am Markt preislich positioniert wird. Auch das ist Teil des Tests, wie viel würden Sie in Kenntnis des Berliner Marktes für dieses Zimmer zahlen wollen? Mal sehen, was dabei rauskommt. Ja, was erwartet uns hier? 3 Zimmertypen in 3 verschiedenen Designs. Es gibt Little, Middle und Big, ganz, ganz simpel. Die Little-Zimmer sind zwischen 11 und 13 Quadratmeter groß, haben logischerweise keine Kitchenette. Das haben wir auch wir selbst nicht untergebracht. Dafür gibt es aber eine sogenannte Podlounge. Also diese kleinen Zimmer nennen wir auch Pods, haben aber jeweils ein sehr luxuriöses Bad. Und die Pods haben Zugang zur sogenannten Podlounge und da findet man dann eben auch eine Küche unter. Das macht es dann eben auch für die kleinen Zimmer dann doch zu einem Apartmentprodukt. Ein bisschen ein Co-Living-Gedanke, den wir hier reingebracht haben. Die Mittelzimmer sind so ein bisschen wie Student Housing, 18, 20 Quadratmeter groß, und das eine große Apartment ist ein 4-Bett-Apartment auf 24 Quadratmeter. Wir haben 2 Designer reingebracht, einmal ACMI aus London und einmal BWM aus Wien. ACMI hat 4 Zimmer gemacht, BWM hat eins gemacht, und das Hefele Design Team hat hat. Das hat auch einen Pod kreiert. Genau. Und dann natürlich diese Lounge, zu der wir vielleicht noch kommen.

  30. 11:54
    Ronald M. Arndt

    Ja, können wir gerne jetzt machen. Was ist vorgesehen oder was passiert hier schon während der Testphase? Was hast du beobachten können?

  31. 12:01
    Matthias Niemeyer

    Ich hoffe, dass es als wohnlich empfunden wird. Also ich empfinde es zumindest so, was Atmosphäre, Farben und so weiter angeht. Diese Boxen, da hinten und auch da um die Ecke haben zweierlei Hintergrund. Einmal Storage von Gepäck, wenn man zu früh kommt und nicht einchecken kann oder nach Checkout, dass man seine Koffer da lassen kann. Und mit dem LikeMagic-System hat man eben auch direkten Zugang zu seiner Box. In diese offenen Fächer kann man sich Sachen liefern lassen. Und um die Ecke, das sind sogenannte Upgrade-Boxes, was Thomas schon sagte, wo man eben— die Zimmer sind relativ einfach gehalten, wo man sich Dinge dazu buchen kann, einen Hochleistungsföhn oder eine kleine Kaffeemaschine etc. Auch Teil des Tests. Genau.

  32. 12:57
    Ronald M. Arndt

    Haben wir noch was vergessen, oder? Die Bar, ganz wichtig, ganz genau. Aber da steht ja auch dran, It's not the moment.

  33. 13:07
    Dr. Thomas Leib

    Not yet the moment. Ja, wir haben natürlich auch über, also die Bar kann man natürlich auch bedienen, auch digital über Handy kann man sich dort auch ab einer gewissen Uhrzeit, ich glaube es ist 17 Uhr, ich sehe gerade 17 bis 11 Uhr, kann man sich auch sein eigenes Bier oder sein Glas Wein zapfen. Auch das haben wir letzten Endes auf den digitalen Weg gebracht und hier einfach mal ausprobiert. Gibt es ja schon viele vielfach ähnliche Konzepte von anderen Marken, die auch in diese Richtung weisen.

  34. 13:37
    Ronald M. Arndt

    Wie schon gesagt, die Testphase, die muss ja auch irgendwann enden, und es geht über in den nächsten Schritt mit dann wirklich auch zahlenden Gästen. Und der Matthias hat ja gesagt, irgendwann muss man wissen, was wird am Ende auch gezahlt. Gibt es da schon einen zeitlichen Horizont für?

  35. 13:57
    Matthias Niemeyer

    Ja, wir wollen ab 1. Juli dann mit dem Regelbetrieb starten. Ich denke, dass das macht es dann eben auch zu was Besonderem. Viele Hotelgesellschaften haben irgendwelche Labs im Keller, nehme ich mal an, um neue Marken zu testen, neue Konzepte zu testen. Aber normalerweise wird das eben nicht der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Wir gehen halt hier den anderen Weg und sagen, also wir stellen das durchaus danach auch noch auf die Bühne und hoffen und gehen auch davon aus, dass es ein erfolgreicher Regelbetrieb wird. Non-staffed natürlich bei 6 Zimmern, aber so ist es ja auch aufgesetzt. Rein digital mit einem Hotel im Rücken natürlich als Support. Ja, und hoffen, dass da auch ein kleiner Profit dabei rauskommt. Angelegt ist es jetzt erstmal auf 5 Jahre mit der Option, auf weitere 5 Jahre.

  36. 14:53
    Ronald M. Arndt

    Okay, 5 Jahre. Das heißt, diese Zimmer dann können ganz normal über die gängigen Portale oder Booking zumindest und wie die Webseite gebucht werden?

  37. 15:03
    Matthias Niemeyer

    Nee, also wir wollen nicht noch auch noch 25% an Booking zahlen oder, oder X. Nee, nee, also wir hoffen mal, dass es Word-to-Mouth, Social Media, TikTok wird sicherlich relativ eine große Rolle spielen. Und der einzige quasi OTA, mit dem wir zusammenarbeiten wollen, ist Airbnb.

  38. 15:23
    Ronald M. Arndt

    Finde ich gut. Jetzt hast du gesagt, andere Hotelgesellschaften haben irgendwie vielleicht so ein Lab im Keller. Die Asli Kutluçan, die ich hier vor ein paar Wochen ja erst getroffen hatte und bei Adina europaweit in der Verantwortung steht, meinte, es ist das einzige Hotel-Lab der Welt. Ich habe auch noch mal gegoogelt, aber jetzt auch nicht viel gefunden oder gar nichts.

  39. 15:42
    Matthias Niemeyer

    Ich auch nicht. Also so hoch hätte ich jetzt nicht gegriffen. Damit kam jetzt die Kollegen aus Australien um die Ecke und sagen, das ist weltweit einmalig. Na gut, wenn ihr meint.

  40. 15:53
    Ronald M. Arndt

    Hat sich auch für die, ja, so eine Information zu bekommen, hat sich auch die Reise für die Kollegen aus Australien gelohnt. Und können wir vielleicht auch kurz noch mal anteasern, Adina ist ja Teil der TFE Hotels, eben mit Hauptsitz in Australien.

  41. 16:07
    Matthias Niemeyer

    TFE als Kunstname aus Toga, der australischen Mutter, und Far East als Beteiligung, 50% Beteiligung in Singapur. Genau, und Adina ist unsere, ja, unsere Arbeitsmarke, mit der wir bisher hier in Europa vertreten sind, und die kriegt jetzt eben Zuwachs.

  42. 16:26
    Ronald M. Arndt

    Ja, jetzt kann ich mir vorstellen, dass es ja auch Sinn macht, noch so gewissermaßen am dann auch zahlenden Kunden dranzubleiben, ja, und den nicht einfach hier wohnen zu lassen und nichts mehr über den Aufenthalt zu erfahren. Kannst du dir vorstellen, dass es da noch mal so eine Testphase light dann doch gibt, oder?

  43. 16:42
    Dr. Thomas Leib

    Naja, wenn man hier die Chance hat, ein Lab auch weiter zu betreiben. Jetzt gibt es ja immer die Perspektive der Marke von Matthias, und es gibt natürlich auch immer die Perspektive jetzt von uns, von Haefele. Es ist natürlich für uns ganz wichtig, dass wir kontinuierlich in den Jahren, in denen wir vielleicht nicht verheiratet sind, aber verlobt sind sozusagen, dass wir da die Daten abgreifen. Ja, und nichts ist besser als mit wirklich realen Gästen, also Gäste, die jetzt vielleicht auch nicht durch ein Testverfahren geprimt sind, sondern die einfach ganz unvoreingenommen hier ein Zimmer buchen und die mal interviewt beiläufig. Das bietet sich ja hier in so einem Kontext an, in so einer sehr gemütlichen Atmosphäre, dass man die einfach mal interviewt. Wie findest du das? Wie findest du jenes? Und wir sind natürlich von Haeffele sehr daran interessiert, auch weiter zukünftig Dinge zu testen. Das heißt, das wird nicht dabei bleiben, wie es jetzt, wie man es jetzt heute sieht, und in 5 Jahren stellen wir dann fest, ja, das damals, was wir da eingebaut haben, war schön, sondern es soll ja kontinuierlich Innovation hier passieren. Ja, also man wird also die Daten sehr genau angucken, die wir jetzt gewonnen haben oder noch gewinnen. Wir werden die Daten, die dann zukünftig durch die Realzeit- die zahlenden Gäste dann bekommen, ebenfalls analysieren, zurückspielen in unsere Forschung und Entwicklung, Produkte anpassen, neue Dinge testen. Das ist also dieser dynamische Prozess, ist schon uns ganz wichtig. Vielleicht noch eine Anmerkung zu dem Entstehungsprozess: Wir haben ja, es war ein dynamischer Prozess, und parallel dazu hat ja Haeffele auch eine Einheit installiert. Also Haeffele war ja immer schon bekannt für in der Hospitality-Welt und darüber hinaus für Produkte etc. Wir haben natürlich hier jetzt in 2022 eine Einheit gegründet, die Häusler Hospitality Solutions, die sich jetzt auch letzten Endes dahingehend verschrieben hat, diese Produkte und Leistungen natürlich auch mit Design zu verbinden. Also es ist eine Planungseinheit, die durchaus in der Lage ist, Zimmerkonzepte, Zimmer und öffentliche Bereiche zu beplanen. Aufgesetzt natürlich auf dem Produktleistungsspektrum vom Hefele. Und das wollen wir natürlich auch mit diesem Lab in die Welt raustragen. Das ist ganz klar. Und da hilft uns natürlich ein solches, ja, eine solche Unternehmung ganz gewaltig.

  44. 19:04
    Ronald M. Arndt

    Vielleicht will sich der Christian Reitzke mal langsam auf den Weg machen hier vor, denn interessant wäre von ihm zu hören, was sich denn in Zimmer Nummer 3, so viel Zeit muss sein, da abspielt. Vielleicht da noch mal ein paar Worte dazu. Christian, grüße dich.

  45. 19:16
    Dr. Thomas Leib

    Hallo.

  46. 19:18
    Christian Reitzke

    Ja, also ich bin ja seit fast einer der mit am längsten dabei ist außer Matthias und habe natürlich diese ganze Phase auch mit betreut und auch das Thema, dass wir immer bestrebt waren zu überlegen, okay, wie können wir denn Zimmer für den Gast, aber auch für den Betreiber möglichst effizient gestalten und auch schauen, okay, Also klar, das Gästeerlebnis ist wichtig, aber auch, wie ist der Raum effizient zu putzen? Gibt es möglichst wenig Putzkanten, möglichst wenig Gegenstände, die stören? Wie kann ich auch hingehen und für das Housekeeping das Bespannen des Bettes vereinfachen? Weil wir haben kleine Räume und am effizientesten ist es dann eben, dass das Bett vor Stirnseite steht, und das gibt natürlich dem Housekeeping gewisse Herausforderungen. Mit, da auch quasi ja die Arbeit leicht durchzuführen. Und da findet man ganz leicht und gerne, aber vor allen Dingen erstmal leicht. Das können wir beeinflussen. Das Gerne ist immer ein bisschen persönlich, aber da finden wir natürlich ganz viele Produkte und auch Ideen von Helfele jetzt, die genau ja auf dieses Ziel hinarbeiten. Ja, und wo wir auch einfach bewusst Funktionen testen, die ja getestet werden, um zu schauen, okay, kann man so was auch später verkaufen? Aber wirklich auf dieses Thema hin, dass es leicht zu händeln ist, bis hin aber auch, dass es leicht zu bauen ist. Also wir haben das vorhin gesagt, wir sind hier in einem, eigentlich in einer Umnutzung ganz klassischerweise, und wir glauben auch, dass dieses Umnutzungsthema immer mehr am Markt Relevanz bekommt. Und dann ist natürlich eben die Frage, wie kann ich denn auch auf eine möglichst einfache Art und Weise Box-in-Box-Systeme bauen? Wie kann ich hingehen und sagen, das macht auch Spaß und ist leicht, eben diese Umnutzung auch hinsichtlich der Gestaltung von Gästezimmern auch voranzutreiben? Und auch dort gibt es Lösungen von Hefel, die eher im Hintergrund passieren, also die sind erstmal nicht offensichtlich, aber da gibt es Systeme, die auch dieses Bauen der Räume dann erleichtern. Und das ist natürlich für uns auch eben das Thema zu sagen, ja, wie einfach ist das und dann eben auch wie kosteneffizient kann man hinterher dann auch so eine Umnutzung gestalten.

  47. 21:38
    Ronald M. Arndt

    Gibt es noch Bereiche oder Themen, wo du sagst, die müssen zwingend noch dann die nächsten 5 Jahre auch mal mit reingebracht und weiter auch einmal angetestet werden?

  48. 21:47
    Christian Reitzke

    Ja, also wir sind natürlich, also ich bin ja eher für das digitale zuständig und das ist natürlich auch leichter, digitale Themen umzusetzen und zu verändern in diesen 5 Jahren. Also wir werden wahrscheinlich nicht im 3-Monats-Rhythmus Zimmer umbauen. Das wird nicht passieren. Nicht ausgeschlossen, aber eben nicht in dieser Schnelligkeit. Und natürlich ist für mich beim Thema Vernetzung, also wir sind ja hier digital first, ist natürlich eben das Bestreben auch immer wieder neue Funktionalitäten hier reinzubringen. Also wir wir werden hier Schließsystemsteuerung mit Lichtsteuerung und App-Steuerung, damit gehen wir hier an den Start. Aber perspektivisch 5 Jahre ist digital ein sehr langer Zeitraum und ich hoffe, dass wir da ganz viele neue Funktionalitäten, die wir uns auch zusammen überlegen, einfach hier immer wieder testen können. Von Sensorsteuerung über ja wirklich Drittanbieter, die mit eingebunden werden, die das Gästeerlebnis dann auch steigern. Und da freue ich mich drauf, dass wir hier die Chance auch haben, das einfach über diesen langen Zeitraum auch zu testen und wie da gerade angesprochen wurde, auch über diese Testingverfahren und über die Gäste tatsächlich auch da die Rückmeldung zu bekommen, wie das ankommt.

  49. 23:00
    Ronald M. Arndt

    Und wie du sagst, selbst im Digitalen kann da so viel passieren in 5 Jahren. Wer weiß, ob wir in 5 Jahren überhaupt noch ein Smartphone mit uns rumtragen. Oder dann schon wieder ganz andere Lösungen brauchen, um hier ins Haus reinzukommen.

  50. 23:11
    Christian Reitzke

    Aber hier wird man es vielleicht als Erstes erleben.

  51. 23:12
    Ronald M. Arndt

    Aber hier wird man es, das ist dann sicher, genau, das muss dann so und so wird es dann sein, dass man es hier schon weiß, bevor es dann irgendwann zum Problem wird für viele andere. Vermisst du noch was in deinem Lab oder sagst du, das wird mich schon noch interessieren?

  52. 23:30
    Matthias Niemeyer

    Erstmal nicht, also wir schauen mal, wie das Feedback ist. Dann werden wir schon mal ein bisschen klarer. Nein, ich denke, wir sind so sehr happy mit dem, was jetzt hier umgesetzt wurde.

  53. 23:42
    Ronald M. Arndt

    Oder ist jetzt vorgesehen, nach der ersten Testphase, bevor es dann weitergeht in Phase 2 mit bezahlenden Kunden, schon direkt—

  54. 23:50
    Matthias Niemeyer

    ja, es wird ein paar kleinere Anpassungen vorzunehmen. Klein, aber Wasser sollte nicht ins Zimmer laufen und solche Basics werden wir schon—

  55. 23:59
    Ronald M. Arndt

    das ist immer wieder eine klassische Hotellerie. Da müssen wir gar nicht im Lab sein. Okay, super. Ja, dann danke ich dir, Christian.

  56. 24:10
    Christian Reitzke

    Sehr gerne.

  57. 24:10
    Ronald M. Arndt

    Holen wir Thomas wieder mit in die Runde. Die zahlenden Kunden, da haben wir schon drüber gesprochen, dass die natürlich auch begleitet werden. Da wollen wir auch eben weiter lernen. Von welchem zeitlichen Horizont sprechen wir dann? Sind es dann bis Ende der 5 Jahre, oder?

  58. 24:36
    Dr. Thomas Leib

    Wir starten jetzt, wie gesagt, wie der Matthias gesagt hat, im Regelbetrieb am 1. Juli. Okay, und dann erstmal die ersten 5 Jahre so los, die wir da zusammen voranmarschieren und die Kunden empfangen und sicherlich das eine oder andere dann auch in diesem Zeitraum verändern werden.

  59. 24:50
    Matthias Niemeyer

    Okay, und was passiert parallel bei Moment, Adina, Parallel für beide Partner, deshalb machen wir das ja, hoffentlich viele Projekte. Also ich meine, für Hefele, so hat man mal angefangen, sind wir der Betakunde. Und so wird man jetzt eben natürlich möglicherweise mit ganz anderem Design, ganz anderem Ansatz auf die Suche gehen. Und ich hoffe mal, es sind jetzt auch einige potenzielle Kunden schon da. Für uns gilt natürlich, dass Deshalb dann eben natürlich auch eine Marke on top, dass wir jetzt eben rausgehen und für Moment Bestandsprojekte, Bestandsobjekte suchen und damit wachsen wollen europaweit und sogar global. Also das war der positive Nebeneffekt, auch wenn am Anfang die Australier nur mit dem Kopf geschüttelt haben und gesagt haben, 11-Quadratmeter-Zimmer, nein, nein, so was werden wir hier ganz bestimmt bestimmt nicht machen, hat sich das jetzt komplett gedreht und man ist auch in Australien, Neuseeland und auch bei den Partnern in Singapur jetzt auch schon auf der Suche nach Projekten. Also der Ansatz ist auch da gleich global dann zu starten.

  60. 26:07
    Ronald M. Arndt

    Mal schauen. Also ein Zimmer mit Strandblick, aber ohne Fenster. Künstlern werden. Ja, du kommst ja aus der Welt Development, ja, und wir wissen es, aber vielleicht kannst du noch mal ein paar Worte zu sagen, wie sieht's da gerade aus? Also das Thema Conversion, ist das—

  61. 26:30
    Matthias Niemeyer

    na ja, also alle, die jetzt ein bisschen Zeitung lesen, wissen, dass Bauen im Moment sicherlich auf allen Ebenen schwierig ist, mit deutlich höheren Zinsen als in der Vergangenheit, mit viel zu viel Regulatorik und natürlich auch entsprechend immer noch teuren Grundstücken. Also an der Projektentwicklungsfront geht im Moment wenig, will nicht sagen nichts, aber wenig. Aber natürlich, Bestand ist in jedem Fall die Zukunft. Es gibt so viele Gebäude, die leer stehen in guten Lagen, siehe jetzt das das ganze Kaufhof, Karstadt, die ganzen Bürogebäude, älteren Bürogebäude, die eben einfach nicht mehr vermietbar sind in der modernen Bürowelt. Ich hoffe mal nicht, dass das jetzt alles Hotels werden. Das wird uns als Betreiber dann auch nicht gefallen. Aber ja, also das ist zumindest für dieses Produkt, für diese Marke auf jeden Fall der ganz klare Fokus. Wobei wir Neubau nicht ausschließen, aber erstmal wirklich sekundär.

  62. 27:38
    Ronald M. Arndt

    Gibt es an dieser Stelle Fragen?

  63. 27:39
    Dennis Schenkel (Gast im Publikum)

    Ich bin Dennis Schenkel, ich bin Chief Operating Officer bei HOMARIS. Wir sind auch Betreiber von Service Apartments in Deutschland, momentan auch stark am Expandieren. Was mich speziell interessieren würde bei dem Kreieren dieser 6 Apartments sozusagen: Sind Sie da mit einer klaren Budgetvorstellung reingegangen, die auch das matcht, was dann danach kommt, nämlich das Produkt auch wirklich an den Mann zu bringen?

  64. 28:04
    Matthias Niemeyer

    Nein, nein, sind wir nicht. Wir sind natürlich mit dem Konzept reingegangen, was Zimmergröße angeht, was die Idee angeht, so simpel wie möglich. Aber wir haben jetzt nicht schon auf den Fliesenpreis geguckt, dass der kompatibel ist mit echten Projekten. Das ist jetzt die Phase danach. Aber wenn wir wissen, kommt es an und Und b) wenn wir dann mal den Entwickler am Tisch haben, sagen, okay, jetzt lass uns mal gemeinsam Value Engineering machen und sagen, also das ist die Optik, die wir gerne haben, aber die handgeschöpften und handglasierten Fliesen in Zimmer 4, sind wir uns einig, werden wir uns nicht leisten können, und lass uns mal gucken, was es da jetzt an Alternativen gibt.

  65. 28:49
    Dennis Schenkel (Gast im Publikum)

    Okay, die zweite Frage, wenn ich schon hier vorne stehe. Sie haben es auch schon angesprochen, das Thema Genehmigungssituation bei Zimmern ohne Fenstern. Das würde mich natürlich wahnsinnig interessieren. Ich glaube, das ist fast allen ein Begriff, dass das nicht ganz so einfach ist, gerade in Deutschland nicht. War das schon Verhandlungsmasse gegenüber den Behörden, dass das hier ein Testobjekt ist? Ließen die sich da auch nochmal mit sich anders reden oder ist das— wie sind Sie da vorangegangen, wenn man darüber reden darf?

  66. 29:14
    Matthias Niemeyer

    Also eigentlich dürfte es die hier nicht geben. Es ist auch tatsächlich jetzt nur in der Testphase möglich. Es ist so aufgesetzt, dass das Fenster quasi geschlossen ist, aber dann auch wieder geöffnet werden kann. Also diese 3 Zimmer haben ein Fenster. Es war schon Diskussion, diese indirekte Belichtung, ob das genehmigungsfähig ist in Berlin. Sobald ein Bad in einem Raum steht, in dem auch geschlafen wird, ist es ein Aufenthaltsraum und muss damit auch die entsprechende Belichtung haben. Es gibt ein paar Ausnahmen in Deutschland, aber das ist natürlich eher eine Idee für London und Konsorten, wo so was ja durchaus, ich will nicht sagen gang und gäbe ist, aber es gibt ein 700-Einheiten-fensterloses Hotel am Piccadilly Circus und da haben wir so ein bisschen unsere Inspiration her. Es ist auch nur ein Add-on, also es ist jetzt nicht Kern dieses Konzepts, Konzepts, aber wir wollten es mal ausprobieren.

  67. 30:13
    Dennis Schenkel (Gast im Publikum)

    Super, vielen Dank.

  68. 30:15
    Ronald M. Arndt

    Danke dir. Wir kennen uns ja auch schon ein bisschen länger und es fällt immer wieder das Thema Modulbau. Vielleicht sagst du da mal was dazu aus Sicht von Hefele.

  69. 30:29
    Dr. Thomas Leib

    Ja, es ist ein Thema, mit dem wir uns sehr eng beschäftigen. Jetzt nicht nur produktbezogen, sondern eben auch in unserer Einheit, wo man Wir sprechen ja jetzt hier eben gerade schon wieder auch die Flächen in Innenstädten. Es werden gewisse Flächen frei. Jeder kennt ja große Shoppinghäuser, wie es auch Matthias schon anklingen hat lassen, und wie kriege ich da unkompliziert Einheiten hinein, um eigentlich die Innenstädte letzten Endes wieder zu beleben? Und das ist das große Problem in den Innenstädten heutzutage, wo wo sich, ich kenne es aus meiner Heimatstadt Erlangen, wo man sich schon sehr intensiv damit beschäftigt.

  70. 31:06
    Ronald M. Arndt

    Schwaben, oder?

  71. 31:07
    Dr. Thomas Leib

    Nein, nicht ganz. Es bleibt Bayern. Knapp daneben aber.

  72. 31:12
    Ronald M. Arndt

    Knapp daneben.

  73. 31:13
    Dr. Thomas Leib

    Nein, wo man sich natürlich intensiv beschäftigen muss damit, wie verändern sich die Innenstädte. Und ich glaube, da haben wir einfach in Deutschland zunehmend ein Problem. Wie kriegt man das belebt? Wie kriegt man das sinnvoll belebt? Die üblichen Verdächtigen ziehen sich zurück, weil Mieten einfach zu teuer werden. Und ich glaube, auf diesen großen Flächen, die auch nicht immer beleuchtet sind ideal, kann man mit dem Thema auch Modulbau, jetzt mal gedacht Haus in Haus, durchaus Lösungen schaffen. Und vielleicht wird sich die eine oder andere Gemeinde dann auch mal umstellen, was das Thema fensterlose Einheiten angeht. Also irgendwo unterliegen wir ja allen Zwängen und diese Themen, ja, wie heißt es so schön, steter Tropfen höhlt den Stein. Irgendwann muss sich da was tun.

  74. 31:56
    Ronald M. Arndt

    Also Hefele Hospitality Solutions ist ja noch eine junge Marke, Einheit, ja, hier in der korrekten Sprache zu bleiben. Das hier in Berlin, Moment, ist natürlich ein Aufschlag, ein großer. Toll. Seid ihr gerade noch an anderen spannenden Dingen dran, oder wo, welche Richtung geht die Suche? Weil auch da kann man sich natürlich dann Erst melden, wenn man weiß, was ihr so vorhabt.

  75. 32:21
    Dr. Thomas Leib

    Wir sind an anderen spannenden Dingen dran, haben durchaus auch noch andere Projekte. Unser Ziel ist es, also warum hat Hefele das überhaupt gemacht? Weil wir natürlich sehr früh im Gestehungsprozess von Immobilienprojekten dabei sein wollten. Nicht erst, wenn ein Projekt vertraglich gesichert war und es auf dem Markt kommuniziert war, wo man dann eigentlich quasi eine Ausstatterrolle einnimmt. Sondern wir wollten natürlich eine Einheit schaffen, die beim Bauherren, beim Investor eine größere Relevanz einnimmt, also quasi als ein größerer Fachplaner, wo wir beratend unterwegs sein dürfen und dann eben aber auch mit den Produkten reinkommen. Das schaffen wir halt einfach über das Thema Planungsleistung, und da gibt es sehr spannende Ansätze, wo wir auch bei anderen Marken in der frühen Entwicklungsphase mit drinnen sind, aber unsere Aufsetzpunkte sind sehr individuell. Also der eine Betreiber, der hat ein favorisiertes Interior-Design-Büro, da können wir genauso andocken, sehr individualisiert, wie bei jemandem, der eben so was nicht hat. Und das macht uns eigentlich gerade in den Thema Bauablauf und Produktauswahl und eben unserem Claim bei Helfende, mehr Leben pro Quadratmeter im Endeffekt, maximizing value of space, wie es so schön heißt, das macht uns interessant. Das kann auch nicht jeder, weil wir eben planungstechnisch jetzt eben nicht nur Räume schön machen, sondern wir gehen eben sehr tief rein. Christian Reitze hat es ja auch schon angedeutet, Lichtplanung, Vernetzungsplanung, diese ganzen Themen, die eigentlich zukünftig immer relevanter werden.

  76. 34:07
    Ronald M. Arndt

    Ja, da ist über die Jahre viel zusammengekommen bei Hefele. Also Licht, wie du sagst, dürfte auch schon 7, 8 Jahre sicherlich her sein, ein paar Tage her sein. Ganz spannend. Dann würde ich sagen, tauchen wir mal ein ins Produkt, in die 6 Zimmertypen. Dafür seid ihr auch heute alle da. Um mal die Gästereise durchzulaufen, digital wie physisch. Kuchen haben wir auch noch ein bisschen hier bei unserem ersten Coffee Talk. Ganz vielen Dank schon mal für euer Kommen.

  77. 34:41
    Matthias Niemeyer

    Und genau, der junge Mann, der da hinten so lässig am Türrahmen lehnt, Yannick, unser Head of Operations, kann auch jede Frage hoffentlich beantworten.

  78. 34:53
    Ronald M. Arndt

    Ja, Yannick Entsch ist eigentlich hier der Der, der Herbergsvater. Ja, fühlt sich, fühlt sich, fühlt sich ja ein bisschen, bisschen zumindest so an, muss ich schon sagen. Ja, also ganz lieben Dank, dass du hier heute auch so unterstützt hast.

  79. 35:07
    Dr. Thomas Leib

    Ja, vielleicht noch von unserer Seite, ich wollte jetzt nicht vorweggreifen, aber das ist jetzt diese Veranstaltung hier und dieser Podcast jetzt mal ein Auftakt. Ich glaube, weiß nicht, ob du noch was dazu sagen, dass wir das nicht vergessen.

  80. 35:19
    Ronald M. Arndt

    Nee, das hätte ich nicht vergessen, vor allem weil es jetzt schon beim Auftakt so großen Spaß gemacht hat. Also lasst hier das MM:NT nutzen als Plattform, um spannende Leute zusammenzubringen, um Ideen zusammenzubringen, um vor allem, wie es so ein Lab halt an sich hat, auch nach vorne zu schauen. Das tut uns allen gut, das tut uns in Deutschland gut. Ja, wer weiß, vielleicht entstehen da noch Ideen, die wir dann gemeinsam oder ein Einzelner für sich dann umsetzen kann.

  81. 35:48
    Matthias Niemeyer

    Genau, passt ja dann auch zur Marke. Das vielleicht noch abschließend von meiner Seite: MM:NT soll für Moment in Time stehen und deshalb eben auch die Ziffern, die so ein bisschen wie eine Uhr wirken, dass wir eben hoffentlich hier viele schöne Erlebnisse haben zu verschiedenen Zeiten.

  82. 36:06
    Ronald M. Arndt

    Schöne Momente oder natürlich in so einem Rahmen auch mal die Zeit stehen lassen können. Das ist, finde ich, heutzutage auch nicht so selbstverständlich, dass man einfach mal sich kurz beruhigt und ja, bisschen die Gedanken schweifen lässt. Herzlichen Dank euch beiden für die Teilnahme.

  83. 36:20
    Matthias Niemeyer

    Hat Spaß gemacht.

  84. 36:21
    Ronald M. Arndt

    Und in die große Runde, danke sehr.