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Germany · Episode #109 · 28.06.2024 · 27 Min

Burak Ünver, Titanic Hotels

Burak ÜnverTitanic Hotels
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Aufgenommen: Titanic Hotel Chausseestraße, Berlin

Standbild aus der Episode mit Burak Ünver Germany27 Min

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„Unser Ziel sollte sein, diese türkische Gastfreundschaft mit deutscher Professionalität zu verbinden.“

Burak Ünver, 12:21

Burak Ünver ist seit Anfang Juni zurück bei den Titanic Hotels, nach vier Jahren als General Manager am Gendarmenmarkt und einigen Jahren außerhalb der Gruppe. Er erklärt, wie die Familie Aygün neben ihren eigenen Häusern jetzt auch über Pacht wächst: Hannover, Leipzig und die Motorworld Spandau sind unterschrieben, München, Bremen und Frankfurt in Verhandlung. Dazu die Herkunft des Namens Titanic und ein Zwischenfazit zum EM-Geschäft in Berlin.

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Kernaussagen

  1. Wachstum über Pacht: Drei der vier Berliner Hotels sind Eigentum, das erste Pachtobjekt in der Kleiststraße kam während der Pandemie dazu. Weil das System Pacht funktioniert, hat die Familie entschieden, auch mit Pachtobjekten weiterzuwachsen.
  2. Drei Marken im Angebot: Ünver geht mit Titanic Comfort als 3-Sterne-Marke, einer 4-Sterne-Marke und einer neuen Long-Stay-Marke in Gespräche mit Bauherren. So kann die Gruppe auch größere Projekte mit 20.000 bis 40.000 BGF bedienen.
  3. Pipeline nach zwei Wochen: Unterschrieben sind Hannover, Leipzig und die Motorworld Spandau in Containerbauweise, verhandelt wird in München, Bremen und Frankfurt. Von den laufenden Projekten sind rund 60 Prozent Neubau und 40 Prozent Conversions.
  4. EM unter den Erwartungen: Für die Berliner Hotellerie lag die EM weit unter den Erwartungen, besonders zwischen den Spieltagen. Außerhalb dieses Monats läuft das Geschäft gut, einige Häuser haben die 2019er-Zahlen erreicht.
  5. Eigenes Geld im Resort: In das Cullinan in Belek hat die Familie einen dreistelligen Millionenbetrag selbst investiert. Ein zweites Cullinan entsteht gerade in Bodrum.
Shownotes zur Episodeaus dem Podcast-Feed

Kick-off für Burak Ünver bei den Titanic Hotels. Nur einen halben Monat später haben wir ihn jetzt in Berlin besucht.

Die Geschichte von Aytaç Aygün und seiner Familie liest sich wie in Tausendundeine Nacht, aber woher kommt der Name „Titanic“ eigentlich?

Sind neben Berlin noch weitere deutsche Städte im Visier und wo hat das Unternehmen dreistellige Millionenbeträge aus eigener Tasche investiert?

Real Talk vom Feinsten über seine türkischen Wurzeln und warum genau diese in der Hotellerie von entscheidendem Vorteil sein können.

Auch zieht er ein Zwischenfazit zum bisherigen Geschäft rund um die UEFA EURO 2024, dann verabschiede ich mich in Hamam und Sauna.

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Transkript

Transkript öffnenTranskript schließen27 Min · Ronald M. Arndt und Burak Ünver

Automatisch transkribiert mit AssemblyAI, Sprecher automatisch zugeordnet. Nicht redigiert.

  1. 00:00
    Ronald M. Arndt

    Ja, mein Lieber Burak Ünver, herzlich willkommen.

  2. 00:04
    Burak Ünver

    Danke.

  3. 00:04
    Ronald M. Arndt

    Im Hotel-Podcast mal wieder. Das letzte Mal haben wir uns in München getroffen.

  4. 00:10
    Burak Ünver

    Ja, ist auch nicht mehr lange her.

  5. 00:12
    Ronald M. Arndt

    Jetzt auch wieder nicht mehr lange hin. Genau. Und herzlich willkommen bei den Titanic Hotels. Danke. Und dann nicht nur herzlich willkommen, sondern herzlich willkommen zurück, oder?

  6. 00:21
    Burak Ünver

    Ja, das stimmt. Das ist so wie Homecoming für mich.

  7. 00:24
    Ronald M. Arndt

    Ist doch immer ein gutes Zeichen.

  8. 00:26
    Burak Ünver

    Ja, absolut. Absolut. Ich war 2015 bis 2019 bei der Titanic-Familie, damals als General Manager für das Haus am Gendarmenmarkt. Dann, wie du weißt, war ich als Geschäftsführer für SmartMans tätig, für SmartMans Business und für SmartMans Students. Bis vor kurzem, jetzt Anfang Juni, bin ich wieder bei der Titanic-Gruppe.

  9. 00:55
    Ronald M. Arndt

    Und das große Schiff hat, seitdem du weg warst, noch weitere Häfen angesteuert.

  10. 01:04
    Burak Ünver

    Absolut.

  11. 01:05
    Ronald M. Arndt

    Und ich kann mir nur vorstellen, dass du zurückgeholt wurdest, um eben die Expansion auch noch weiter mit voranzutreiben.

  12. 01:13
    Burak Ünver

    Richtig. Also wir haben, die Familie Arndt, Titanic Group, hat insgesamt 4 Hotels in Berlin. 3 Hotels sind in Eigentum. Die Familie hat viele eigene Hotels dann gebaut und betreibt auch diese Hotels erfolgreich. In der Türkei haben wir noch 8 Stück, da geht es ja mehr auch in Richtung Luxury Resorts. Eins wird auch da jetzt gerade gebaut in Bodrum, Kalinin. Und während der Pandemie haben wir unser erstes Haus als Pachtobjekt in Berlin erworben. Das ist eine Kleistraße in Kurfürstendamm. Und als Titanic Group haben wir auch dann gesehen, also neben unseren eigenen Häusern, die wir selber betreiben, funktioniert auch das System Pacht. Und so hat die Familie die Entscheidung getroffen, auch mit Pachtobjekte weiterzuwachsen. Und ja, dann gibt es natürlich, es sind Familienbetriebe, gibt es natürlich viel auch um Vertrauen. Und diese Vertrauensbasis ist da. Und deswegen haben die Herrschaften mich gefragt, Burak, komm, wir wollen jetzt mal dann wachsen, wenn möglich dann noch mehr und schneller. Hast du Lust? Und so sind wir wieder zusammengekommen.

  13. 02:42
    Ronald M. Arndt

    Das ist sicherlich Bei den Titanic Hotels auch sehr besonders, wie du gerade angesprochen hast, dass da eine Familie und sogar eine große Familie natürlich auch dahinter steht. Das sind, glaube ich, 6 Brüder, die ja auch wieder mittlerweile Kinder haben und die auch wahrscheinlich zum Großteil oder alle im Unternehmen tätig sein werden.

  14. 03:04
    Burak Ünver

    Ja, absolut.

  15. 03:04
    Ronald M. Arndt

    Aytac haben wir vorher getroffen, gesprochen. Stimme war noch etwas lädiert. Ja, von gestern Abend noch. Aufgrund des gestrigen Sieges. Absolut. Aber natürlich wird das auch irgendwann mal sehr interessant sein, im Hotel-Podcast so ein bisschen noch mal auf diese Familienthematik einzugehen und wie man es überhaupt schafft, als eine solch große Familie über so viele Jahre— und ich glaube, das erste Hotel öffnete, glaube ich, 1993— dann auch einfach nachweislich und nachhaltig erfolgreich zu sein.

  16. 03:34
    Burak Ünver

    Ja, absolut. Also dazu gehören natürlich auch mal die richtigen Strukturen. Also wie du erwähnt hast, auch die zweite Generation ist erfolgreich integriert worden in in das Familiengeschäft und Business, sowohl in der Türkei als auch hier in Deutschland.

  17. 03:54
    Ronald M. Arndt

    Auch das eine Besonderheit. Es gibt da so einen Familienzweig, der in der Türkei eben ist, und da, wie du gerade schon gesagt hast, auch, ja, muss mal kurz nachschauen, Antalya ist damals das erste 5-Sterne-Resort mit jetzt 653 Zimmern entstanden, eben betreibt und ihr hier in Berlin eigentlich den gleichen Erfolg dann eben noch mal dupliziert.

  18. 04:22
    Burak Ünver

    Absolut.

  19. 04:24
    Ronald M. Arndt

    Ja, komm, was steht jetzt für dich gerade für den Rest des Jahres so auf dem Plan?

  20. 04:30
    Burak Ünver

    Ja, einiges, Gott sei Dank. Also wir haben bereits einige Objekte, die wir unterschrieben haben, also ein Haus in Hannover, ein anderes Haus in Leipzig, und momentan verhandeln wir weitere Objekte in München, in Bremen, in Frankfurt. Also unser Ziel ist, mit unserer Marke, also sowohl mit Titanic Comfort, das ist unsere Economy-Marke, die 3-Sterne-Marke, als auch mit die Vier-Sterne-Marke, aber auch mit einer neuen Long-Stay-Marke wollen wir wachsen. Und das finde ich dann auch sehr, sehr spannend aus der Betreiberseite, wenn wir, sage ich mal, uns Projekte anschauen oder mit Projektentwicklern oder Bauherren ins Gespräch dann gehen, können wir eine sehr interessante Palette an Produkten dann anbieten. Oder wir können an größere Objekte, größere Projekte mit 20.000, 30.000, 40.000 BGF auch dann mit unseren unterschiedlichen Brands reingehen, was uns natürlich auch dann sehr attraktiv für Investoren und für einige Projektentwickler macht.

  21. 06:04
    Ronald M. Arndt

    Also du hast einige Städte gerade genannt, habe ich so gar nicht erwartet.

  22. 06:08
    Burak Ünver

    Berlin habe ich vergessen. Wir haben in Berlin auch dann noch ein paar in petto. Also was in Presse war, das kann ich ja auch dann sagen. Spandauer Motorworld war auch schon in der Presse, da haben wir auch mal bereits einen Vertrag unterschrieben.

  23. 06:23
    Ronald M. Arndt

    Da sind glaube ich auch Service Apartments mit verbunden, oder Service Hotels? Ein Teil, genau.

  24. 06:29
    Burak Ünver

    Also das wird auch ein Mix sein, wobei Großteil der Einheiten sind auf Short Stay und einige Service Apartments werden auch dabei sein.

  25. 06:45
    Ronald M. Arndt

    Und eine ganz besondere Bauweise, glaube ich.

  26. 06:47
    Burak Ünver

    Richtig, genau, Containerbauweise. Da bin ich auch dann gespannt. Da habe ich bisher damit nichts zu tun gehabt. Das werden wir auch mal dann sehen. Für uns ist auch mal was Neues. Also es sind sehr spannende Projekte. In Hannover zum Beispiel haben wir auch Service Apartments Thema und Es kann sein, also viel darf ich jetzt nicht sagen. Ich meine, wir reden ja dann unter uns dann.

  27. 07:13
    Ronald M. Arndt

    Das Problem an diesem Hotel-Podcast, da rutscht da manchmal was raus, was man gar nicht— und nachher muss ich aufpassen.

  28. 07:19
    Burak Ünver

    Kannst du das dann schneiden?

  29. 07:20
    Ronald M. Arndt

    Nein, nein, nein, das ist ja alles ungeschnitten, unscripted.

  30. 07:23
    Burak Ünver

    Aber wir können ja parallel, weißt du, wir können hoffentlich bald mit einem neuen Objekt in Berlin noch dann überraschen. Werden wir sehen. Also das ist in der Branche passiert natürlich viel. Und Berlin, das ist unsere Heimat sowieso, und da werden auch noch einiges kommen.

  31. 07:53
    Ronald M. Arndt

    Also damit ist die Frage beantwortet. Ganz langweilig wird es hier nicht bis Ende des Jahres. Und zur Motorworld an sich habe ich ja eine besondere Verbindung, auch als Stuttgarter. Denn als damals so die erste Motorworld überhaupt eröffnete, das war in Böblingen bei Stuttgart, da habe ich halt auch natürlich schon Stuttgart gewohnt und habe ich in der Presse drüber gelesen, was da eben jemand vorhat. Und es ist bis heute ein Familienunternehmen und auch da die Expansion eben.

  32. 08:17
    Burak Ünver

    Ich hoffe, läuft gut.

  33. 08:19
    Ronald M. Arndt

    Ja, läuft gut. Den Hotelier Simeon Schadt kenne ich seit von Anfang an, der da mit seinem V8-Hotel unterwegs war und so. Und dann auch da zu sehen, ne, über die verschiedensten Standorte, Köln war ja dann und München jetzt hier, also toll, und wir auch hier, dann zwei Familien zu einem Ende zusammenkommen mit euch und eben den Motorworld-Eigentümern. Ausgezeichnet.

  34. 08:45
    Burak Ünver

    Also tolles Projekt, ich freue mich. Also ich bin auch dann wie wahrscheinlich 90% der Männer so ein bisschen autoaffin.

  35. 08:55
    Ronald M. Arndt

    Ich glaube, in Köln ist die Sammlung vom Schumi irgendwie mit integriert. Mal gucken, was hier in Spandau passiert.

  36. 09:01
    Burak Ünver

    Ich war leider noch nicht da. Die Familie Aygün hat sich natürlich auch dann schon die bestehenden Projekte angeschaut und die waren Feuer und Flamme, die sind immer noch, was diese Kombination betrifft.

  37. 09:13
    Ronald M. Arndt

    Hat es für dich einen besonderen Reiz, für ein Familienunternehmen wie das von der Familie Aygün zu arbeiten?

  38. 09:20
    Burak Ünver

    Ja, auf jeden Fall. Also das eine ist das Thema natürlich die Roots. Ich komme ja auch aus der Türkei. Und die Familie Aygün hat ihren Ursprung auch in der Türkei. Das ist schon natürlich eine Herzenssache, auf jeden Fall. Und ich kenne ja auch die Familie schon seit mittlerweile 10 Jahren. Auch wenn dazwischen beruflich eine Pause war, privat waren wir immer gebunden. Wir haben uns immer mal hier und da gesehen und gesprochen und angerufen. Waren wir immer in Kontakt. Ich war auch immer bei den Herrschaften gerne essen gegangen, tue ich auch immer noch.

  39. 10:05
    Ronald M. Arndt

    Ich schlafe ja heute auch nicht nur hier in der Chausseestraße, sondern essen gehe ich auch noch.

  40. 10:09
    Burak Ünver

    Unbedingt. Also wie gesagt, das haben wir schon besprochen, das darfst du nicht verpassen.

  41. 10:14
    Ronald M. Arndt

    Verbindung gecheckt.

  42. 10:16
    Burak Ünver

    Ich habe ja, ich habe so einen Besuch aus der Türkei gehabt, sogar diejenigen, die aus der Türkei kommen, sagen, so, ich muss unbedingt mal in den Hassel dann essen gehen. Also das ist eine Institution, also kann ich wirklich wärmstens empfehlen. Aber also hier in der Chausseestraße ist auch ein ganz besonderes Haus. Du bist zum ersten Mal hier, glaube ich.

  43. 10:40
    Ronald M. Arndt

    Zum ersten Mal, ja. Und ich freue mich natürlich, endlich mal hier zu sein.

  44. 10:43
    Burak Ünver

    Ach, wir müssen nachher uns alles dann anschauen. Also das ist ein einzigartiges Haus. In Berlin. Wir haben hier fast 400 Zimmer. Wir haben hier einen riesengroßen Konferenzbereich, also einen Ballsaal, der ist 1200 Quadratmeter groß. Ein Spa-Bereich, der sucht seinesgleichen. Hoffentlich hast du auch dann Zeit, das dir anzuschauen. Türkische Hammams, Swimmingpool, Saunen und Fitnesscenter.

  45. 11:14
    Ronald M. Arndt

    Da muss ich halt morgen noch ein paar Termine absagen.

  46. 11:16
    Burak Ünver

    Kann ich empfehlen.

  47. 11:20
    Ronald M. Arndt

    Und also alleine, ich mache die Termine hier, ja, in Hammam.

  48. 11:24
    Burak Ünver

    Und wir haben dann hier sogar in unserem Fitness- und Spa-Bereich 800 externe Mitglieder. Okay, es ist riesig, das musst du dir unbedingt anschauen. Also ein tolles, tolles Produkt.

  49. 11:37
    Ronald M. Arndt

    Ja, jetzt hast du gerade angesprochen, du hast auch türkische Wurzeln. Was Gibt es da Unterschiede in der Kultur, in der unternehmerischen, oder für was steht so?

  50. 11:49
    Burak Ünver

    Doch, auf jeden Fall.

  51. 11:52
    Ronald M. Arndt

    Also auch mal ganz spannend, eigentlich da einzutauchen. Das meine, sage ich, das habe ich heute Morgen noch ein anderes Interview mit dem Simon.

  52. 12:01
    Burak Ünver

    Ach so, hast du mit Simon?

  53. 12:03
    Ronald M. Arndt

    Nee, nee, das habe ich heute Morgen gesehen, im Netz gefunden, mir angeschaut. Und da ging es natürlich schon so ein bisschen um die Um diesen Händlerstolz, ja, generell, dass man sich einfach als, ja, halt diese Händlertradition hier irgendwo auch lebt.

  54. 12:21
    Burak Ünver

    Du, das ist, ich meine, wir sind natürlich, die Roots der Familie kommt aus der Gastronomie, und das hat durchaus Vorteile, weil auch diese Gastfreundschaft wird ja überall dann gelebt, so ein bisschen Hands-on und Gastfreundschaft. Und ich habe das meinen Mitarbeitern früher immer gesagt, als ich als General Manager tätig war. Unser Ziel sollte sein, diese türkische Gastfreundschaft mit deutscher Professionalität zu verbinden. Und genau da sehen wir auch unsere Stärken. Ich meine, wahrscheinlich hier 80% der Deutschen haben mal hier und da in der Türkei Urlaub gemacht. Und wenn man fragt, ja okay, warum Türkei? Klar, Preis-Leistungs-Verhältnis kommt, aber auch mal dieser Service, diese Gastfreundschaft, was man dort erlebt, erlebt man glaube ich auch in kaum einer anderen Ecke der Welt. Und wir wollen hier unseren Gästen genau diese traditionelle Gastfreundschaft weitergeben, aber mit natürlich einem professionellen Touch in unserer Arbeitsweise.

  55. 13:36
    Ronald M. Arndt

    Ja, das kam auf jeden Fall im Interview zum Ausdruck, wie viel ihm einfach daran liegt, und natürlich auch wieder aus der Gastronomiebrille heraus, dass einfach jeder Gast da glücklich, wenn es dann das Restaurant war, aber genauso beim Hotel, eben rausgeht.

  56. 13:52
    Burak Ünver

    Absolut, absolut. Und diesen gastronomischen Background sieht man ja auch in einigen Hotels. Hier in der Chausséestraße haben wir Pascarella, ein italienisches Restaurant, einen Hustler Burger haben wir, Am Gendarmenmarkt unser Beef Grill Club. Diese vielfältige Gastronomie ist auch auf jeden Fall eines der Merkmale von unseren Hotels. Ich meine, du wirst ja morgen auch dann hoffentlich hier frühstücken. Dafür findest du Zeit nach der Sauna oder vorher, weiß ich nicht. Ein tolles Frühstücksbuffet in allen unseren Häusern, auch in Unsere 3-Sterne-Komforthäuser, da gehe ich auch dann sehr gerne frühstücken. Also so diese gastronomische Hingabe, Background, das ist auch eine der USPs von unseren Häusern, auf jeden Fall.

  57. 14:44
    Ronald M. Arndt

    Müssen wir auf jeden Fall noch mal schnell klären, wo der Name Titanic überhaupt herkommt.

  58. 14:49
    Burak Ünver

    Ja, also das ist, gibt's natürlich dann auch da unterschiedliche Geschichten. Ich erzähl dir Eine davon, wo ich dann sage, okay, das wird höchstwahrscheinlich sein. Die Herrschaften haben damals, also das erste Hotel war in Istanbul tatsächlich, mit den Hotels in Istanbul angefangen, nicht in Berlin und nicht in Antalya. Und damals haben die Hotels AYG Hotels geheißen, von den ersten 3 Buchstaben von der Familie geheißen. Und das erste Resort- und Luxushotelprojekt war in Antalya. Und damals gab es auch eine Ausschreibung und ein Architekturbüro hat diese Ausschreibung gewonnen, zusammen mit der eigenen Familie. Und die haben ein Hotel geplant, was schiffförmig ist und war. Ich glaube auch, ich weiß es nicht, aber siebenstöckig oder so, glaube ich. Und, by the way, das kann man immer noch, wenn man mit dem Flugzeug nach Antalya kommt und landet, dann sieht man das Hotel immer noch. Auf jeden Fall, dann hat ein Architekturbüro das Ausschreiben gewonnen und es stand schon fest, okay, wir bauen das jetzt, das schiffförmige Hotel. Ja gut, aber es war ja immer noch dann am Anfang dann AYG Hotel, sollte das heißen. Dann kommt jetzt mal eine Geschichte. Dann sagt dann einer der Familienmitglieder, landet in Antalya und steigt in ein Taxi. Und dann sagt er, ich möchte dann zum neuen schiffförmigen Hotel fahren. Und dann sagt der Taxifahrer, ach, zum Titanic. Da sagt er, nee, das heißt doch gar nicht Titanic. Da sagt er, wir sagen aber alle Titanic dazu, weil das dann für die Einheimischen Das war ein Zeichen von Luxus. Das Schiff und Luxusschiff fahren, Titanic. Und dann haben die Herrschaften auch dann gesagt, ja, eigentlich, warum nicht? Ist ein interessanter Name, dann nehmen wir das. Und war vielleicht auch mal ein bisschen Trotz zu zeigen, okay, wir schaffen das. Vielleicht dieses bekannte Titanic ist untergegangen, aber es sind jetzt schon so viele Jahre, wir sind immer noch dann erfolgreich dann dabei. Und ich sage immer, Name ist immer ein sehr guter Icebreaker. Also das kann man ja überall, bleibt in Erinnerung.

  59. 17:25
    Ronald M. Arndt

    Schon zweites Mal im Hotel-Podcast, dass ein Taxifahrer den Namen am Ende gefunden hat, den bei Flemings. Flemings auch sehr ähnlich, als ich beim Rapport-Man damals war.

  60. 17:35
    Burak Ünver

    Super. Ja, dann braucht man dann halt eigentlich dann mehr Taxifahrer.

  61. 17:41
    Ronald M. Arndt

    Ja, ich habe unten natürlich vorher schon beim Reingehen den EM- Spielplan gesehen und eure tolle Bar. Was kann man insgesamt so sagen? Ich bin ja jetzt nicht während der EM hier in Berlin, nur heute.

  62. 17:56
    Burak Ünver

    Ja, also was die türkische Nationalmannschaft betrifft, läuft es bisher ja gut. Wir haben das Achtelfinale erreicht. Man kann das allerdings—

  63. 18:04
    Ronald M. Arndt

    nächste Woche bin ich übrigens in Wien und da spielen dann die Österreicher.

  64. 18:10
    Burak Ünver

    Ach so, ja, stimmt, Österreich gegen Türkei am Montag, oder? Am Dienstag in Leipzig findet das Spiel statt, richtig.

  65. 18:18
    Ronald M. Arndt

    In Wien auch einiges auf der Straße los, je nach Ausgang. Ich weiß nicht, ob ich das sagen kann, das ist meine zweite Wahlheimat.

  66. 18:24
    Burak Ünver

    Ich habe ja 12 Jahre in Wien gelebt und gearbeitet. Mein ältester Sohn ist in Wien geboren. Also insofern ist er auch, finde ich, sehr sympathisch natürlich. Aber gut, ist ja klar, für wen ich dann nächste Woche Dienstag sein werde. Aber auf jeden Fall, also vor allem Berliner Hotellerie, ich kann jetzt von den anderen Standorten nicht viel erzählen, habe mich auch da mit Kollegen ausgetauscht. EM für die Hotellerie ist weit unter den Erwartungen für die Hotels in Berlin. Das kann unterschiedliche Gründe haben. Ob das dann halt— man kann auch weiter in die Tiefe gehen. Ist genug Werbung gemacht worden? Hat man wirklich dann dafür gesorgt als Stadt Berlin, um Menschen tatsächlich dann hier in diese Stadt zu ziehen?

  67. 19:19
    Ronald M. Arndt

    Also Menschen, die nicht mal ins Stadion gehen, sondern einfach mal sich vor Ort aufhalten.

  68. 19:24
    Burak Ünver

    Also was wir dann sehr stark beobachten, ist, an Spieltagen vielleicht passiert einiges, auch nicht so, wie wir uns das erwartet haben. Aber zwischen den Spielzeiten, was passiert da? Also sowohl unsere als auch von den anderen Hoteliers in Berlin waren die Erwartungen an die EM viel höher. Das wurde uns aber auch so verkauft, muss man sagen. Ja, EM, das wird ja super. Aber am Ende des Tages, ich weiß nicht, wann wir wieder so eine riesengroße Sportveranstaltung in Berlin, in Deutschland haben werden. Aber wir müssen uns auf jeden Fall, haben eine so eine Liste von Learnings, was wir hier gelernt haben, wie man das nicht machen sollte.

  69. 20:15
    Ronald M. Arndt

    Woher kommt dann so allgemein der Optimismus? Weil du es vorher angesprochen, wo überall noch ein Titanic Hotel entstehen soll bis hin zu Longstay.

  70. 20:23
    Burak Ünver

    Ja, es ist Gott sei Dank EM dauert nur einen Monat. Also was außerhalb diesen einen Monat, wo wir halt unsere Erwartungen nicht erfüllt haben, läuft das Geschäft hervorragend. Also wir haben in einigen unserer Häuser schon 2019er-Zahlen erreicht. Unsere Durchschnittsrate ist enorm gut gestiegen. Und wir sehen ja auch, dass unsere Marken, ob das dann Comfort ist mit Budget-Segment, Hier unser Convention House in der Chaussée und unser Luxus-5-Sterne-Haus im Gendarmenmarkt. Also in allen Bereichen haben wir uns dann gesteigert, die Zahlen gesteigert, unsere Strukturen haben wir dementsprechend auch angepasst, sodass wir uns auch mal wiederum bereit fühlen für diese Art von Expansion, dass wir dann sagen können, okay, Unsere Häuser laufen, unsere zentralen Strukturen müssen wir weiterbauen natürlich. Also die sind jetzt mal für die bestehenden Häuser sind gut, aber wir sind auch dann gerade dabei, dementsprechend notwendige Positionen für die Expansion auch dann noch zu schaffen und die Strukturen zu zentralisieren. Weil wie gesagt, wir haben momentan nur Häuser in Berlin. Was passiert, wenn wir das ein Haus in München haben, Hannover haben. Also diese zentralen und dezentralen Strukturen passen wir jetzt an. Aber unsere Zahlen geben uns, verstärken uns dann auch in unserer Entscheidung weiterzuwachsen und auch die Resonanz von anderer Seite. Also Ronald, ich bin seit zweieinhalb Wochen hier und war schon in glaube ich, 3 oder 4 Verhandlungen und in diverse Standortbesichtigungen. Und es kommen auch dann wirklich täglich neue Anfragen für neue Projekte.

  71. 22:35
    Ronald M. Arndt

    So, das heißt auch Bestandshäuser, unterschiedlich.

  72. 22:38
    Burak Ünver

    Also es gibt Bestandshäuser tatsächlich, man glaubt es nicht, aber es gibt auch neue Projekte, also die Es wird wieder gebaut, es wird wenigstens geplant zu bauen. Also von den Projekten, die wir momentan verhandeln, würde ich mal sagen, so sogar 60% neue Projekte und 40% Conversions. Und das ist unterschiedlich, von Bürohäusern typisch bis hin zu Bestandshotelübernahme, Sanierung und Übernahme. Oder diese bekannten Einkaufszentren. Und also die Palette ist wirklich sehr unterschiedlich, aber wir merken auf der Betreiberseite schon eine Bewegung.

  73. 23:30
    Ronald M. Arndt

    Also du bist erst einen guten halben Monat da, aber auch bei allem, was du hier so aufführst, was sich tut, hat man schon das Gefühl, dass das Schiff, die Titanic, gerade erst den Hafen verlassen hat.

  74. 23:40
    Burak Ünver

    Absolut, ja, spannend.

  75. 23:42
    Ronald M. Arndt

    Und dann mit dieser Familie im Hintergrund. Aber ist schon so, dass es da eine Türkei, dass die Unternehmungen so ein bisschen separat voneinander gesehen werden, was in der Türkei passiert und hier?

  76. 23:55
    Burak Ünver

    Oder setzt man sich schon auch, also das sind ja ganz professionelle Strukturen gebaut worden. Also es gibt ja zum Beispiel ein Executive Board Berlin, es gibt ein Executive Board in der Türkei, es gibt aber auch ein Board für die gesamte Titanic Zone. Das heißt, in Doing, also in täglicher Operation, natürlich sind die Länder in dem Fall separat, aber es ist weiterhin eine Marke, es ist eine Familie und ein Unternehmen. So, das heißt, die Entscheidungen wie, okay, wo investieren wir, wo gehen wir mit unserer Marke, das wird natürlich dann gemeinsam entschieden.

  77. 24:42
    Ronald M. Arndt

    Okay, also alles andere als wie bei Aldi, wo man dann Aldi Nord und Aldi Süd hat. Nein, also immer mehr Titanic, immer mehr eine mega Geschichte. Zum einen, was hier natürlich aufgebaut wurde aus dem Nichts heraus, ja, das Ganze als Familienunternehmen. Geschafft zu haben mit, vorhin haben wir es gesagt, 6 Brüdern, ja, und jeder findet so seinen Platz und alle wollen, ja. Ich glaube, der Simon hat auch gesagt, dass es einfach wie so 5 Finger an einer Hand sind, die zusammenarbeiten. Das fand ich auch ein ganz schönes Zitat.

  78. 25:16
    Burak Ünver

    Ja, wenn man dieses eine Hand hat, kann ja nichts passieren. Das ist ja, oder um so ein Beispiel zu nennen, unseren Also zurzeit noch neuestes Investment, was wir aufgemacht haben, war Cullinan in Belek. Und dort hat die Familie einen dreistelligen Millionenbetrag selber investiert. Also dass man dann weiß, was dahinter steckt. Und da ist eine riesengroße Maschinerie dahinter. Wir bauen jetzt mal das zweite Cullinan in Bodrum gerade. Das wird auch ein Ultra-Luxury-Resort sein. Also das ist nicht nur so, man hat ja manchmal dann Wünsche und Pläne, aber man hat ja nicht unbedingt das nötige Kleingeld dann dafür. Also dahinter steckt natürlich auch ein sehr powervolles Unternehmen, eine sehr powervolle Familie dahinter.

  79. 26:16
    Ronald M. Arndt

    Ja, super. Mich freut es immens, dich, aber auch vor allem jetzt die Marke Titanic endlich mal hier an Bord zu haben beim Hotel-Podcast, vor allem auch dranzubleiben.

  80. 26:25
    Burak Ünver

    War bisher noch nicht.

  81. 26:26
    Ronald M. Arndt

    War noch nicht?

  82. 26:26
    Burak Ünver

    Das kann ja nicht sein.

  83. 26:28
    Ronald M. Arndt

    Wir haben auf dich gewartet, Burak. Aber jetzt bleiben wir dran und dann hören wir uns doch bald wieder.

  84. 26:36
    Burak Ünver

    Super, danke. Und jetzt ab in die Sauna.

  85. 26:38
    Ronald M. Arndt

    Jetzt ab in die Sauna. Danke dir.

  86. 26:40
    Burak Ünver

    Alles Gute weiterhin. Danke, ciao.