Suche
Germany · Episode #110 · 12.07.2024 · 80 Min

Das große "Familux Resorts" Update 2024

Florian & Julian MayerFamilux Resorts
Episode hören80 Min Läuft weiter, während du auf der Seite stöberst

Aufgenommen: Dachsteinkönig, Gosau

Standbild aus der Episode mit Florian & Julian Mayer Germany80 Min

Das Video kommt von YouTube und lädt erst, wenn du auf Abspielen klickst.

„Ich weiß, ich werde kein besseres und glücklicheres Leben haben, wenn wir jetzt 20 Hotels haben als jetzt mit 4.“

Florian & Julian Mayer, 1:18:32

Florian und Julian Mayer führen die Familux Resorts in zweiter Generation, vier Häuser in Österreich und Deutschland. Im Gespräch am Dachsteinkönig in Gosau erklären sie, wofür fast 60 Millionen Euro in drei Bestandshäuser gehen, warum das nächste Resort in der Schweiz entstehen soll und wieso es kein Head Office gibt. Mit dabei ist Sonja, mit der Ronald den Familux-Podcast Chaos und Kekse macht.

Die Audiodatei kommt beim Abspielen von Spotify for Creators. Vorher wird nichts geladen.

Kernaussagen

  1. Fast 60 Millionen Euro: In die drei Bestandshotels Alpenrose, Oberjoch und Dachsteinkönig fließen in den nächsten zweieinhalb Jahren fast 60 Millionen Euro. In der Alpenrose beginnt es im November 2024 mit gut einem Viertel aller Zimmer.
  2. Nächstes Resort Schweiz: Julian arbeitet an Projekten in Norditalien, der Schweiz und Norddeutschland. Wenn er wetten müsste, kommt das nächste Familux in der Schweiz, weil viele Schweizer Gäste sagen, dass ihnen das Konzept daheim fehlt.
  3. Kein Head Office: Zentralisiert sind nur die beiden Reservierungsabteilungen für Deutschland und Österreich, alle anderen sitzen in den Resorts. Marketing, Finanzen und Verkauf arbeiten von Gosau oder Lermoos aus.
  4. Ein Gast, ein Konzept: Entschieden wird nur für Familie Müller mit zwei Kindern, nicht für Bus-, Business- oder Pärchengäste. Passt eine Entscheidung in der Alpenrose, lässt sie sich in den anderen drei Hotels wiederholen.
  5. 120 aus der Region: Von 180 Mitarbeitern am Dachsteinkönig kommen 120 aus der Region. Florian hat es mit jedem probiert, auch mit Leuten, die vorher nie ein Hotel von innen gesehen hatten.
Shownotes zur Episodeaus dem Podcast-Feed

Vor der herrlichen Kulisse des Dachsteingebirges begrüßen wir dieses Mal Florian und Julian Mayer, die Köpfe hinter den Familux Resorts.

Im Jahre 1988 legten ihre Eltern, Ernst und Andrea Mayer, den Grundstein für die heutige Erfolgsgeschichte als Pioniere der Familienhotellerie.

In der nunmehr zweiten Generation zählt das Unternehmen insgesamt vier Standorte in Österreich und Deutschland. Und wohin geht es als Nächstes?

Begonnen hat alles mit einer kleinen Pension in Lermoos und viel Arbeit, sieben Tage pro Woche. Freundschaften hielten damals selten länger als sieben Tage.

Seitdem wurde das Konzept Jahr für Jahr weiter perfektioniert, dabei geht immer alles vom Gast aus. Die Geschwindigkeit bleibt hoch, ein Ausruhen auf dem Erschaffenen kam für die Brüder nie in Frage.

Was bedeutet dies konkret und was dürfen Gäste und Geschäftspartner bereits in den nächsten gut zwei Jahren erwarten? Hört oder schaut rein, es wird spannend!

Keine Episode verpassen

Folge HOTEL-PODCAST dort, wo du sowieso hörst. Neue Episoden aus sechs Ländern kommen dann ganz von selbst. Oder tritt unserer WhatsApp-Community bei, um über alle Neuigkeiten auf dem Laufenden zu bleiben.

Weitere Episoden

Alle Episoden

Transkript

Transkript öffnenTranskript schließen80 Min · Ronald M. Arndt und Florian & Julian Mayer

Automatisch transkribiert mit AssemblyAI, Sprecher automatisch zugeordnet. Nicht redigiert.

  1. 00:00
    Ronald M. Arndt

    So, herzlich willkommen im Hotel-Podcast. Ich habe es mal wieder geschafft, nach Österreich zu kommen. Genauer gesagt nach Gosau. Wo ist Gosau? Das dürft ihr mir beantworten.

  2. 00:10
    Florian Mayer

    Das ist die Mitte von Österreich. Genau, die geografische Mitte von Österreich im wunderschönen Salzkammergut. Kulturhauptstadt 2024.

  3. 00:19
    Ronald M. Arndt

    Ah, und da sind wir mittendrin. Super.

  4. 00:22
    Julian Mayer

    Nicht zu verwechseln mit Oberösterreich, nicht in Salzburg, aber im Salzkammergut.

  5. 00:28
    Ronald M. Arndt

    Und ihr beide, Julian und Florian, seid aber nicht in Gosau groß geworden, sondern die Geschichte von Familux reicht etwas weiter zurück und hat ihre Wurzeln in Tirol, in Lehamo, in der schönen Zugspitzarena.

  6. 00:44
    Julian Mayer

    Genau, die Wurzeln, alles hat ja begonnen mit der Alpenrose in Tirol, unser Stammhaus, das in den späten 80er, ja frühen 90er Jahren dann von unseren Eltern so langsam übernommen wurden. Und dann wurde zuerst das Haus immer weiter ausgebaut, bis der Platz ausgegangen ist, das Konzept verfeinert. Und dann sind wir zuerst über die Grenzen gewachsen und dann auch über die Landesgrenzen in Österreich und dann noch mal über die Landesgrenzen in Deutschland.

  7. 01:14
    Ronald M. Arndt

    Und um genau das einfach mal noch so ein bisschen Revue passieren zu lassen, was sich dann seitdem getan hat, da werden wir gleich die Sonja noch dazuholen, mit der wir auch, oder ich zusammen, euren hauseigenen Podcast Chaos und Kekse mache. Das heißt hier an der Stelle, liebe Hotel-Podcast-Zuhörerinnen und Zuhörer, Zuschauer, nicht wundern, da haben wir eine kleine Deckung drin, bevor wir dann nachher wieder noch mal ein bisschen auf Hotel-Podcast-spezifische Themen zurückspringen. Hast du ein nutzloses Talent?

  8. 01:45
    Julian Mayer

    Einradfahren.

  9. 01:46
    Ronald M. Arndt

    Einradfahren, Kanada.

  10. 01:48
    Florian Mayer

    Sehr gut.

  11. 01:48
    Ronald M. Arndt

    Ist eigentlich auch ganz cool, die Konstellation mit 2 Brüdern. Und jetzt noch mal ein bisschen: Was bedeutet Glück für dich?

  12. 02:00
    Florian Mayer

    Sorglosigkeit.

  13. 02:01
    Ronald M. Arndt

    Sorglosigkeit, okay. Und das Peinlichste, komm, hau es raus, über deinen Bruder.

  14. 02:07
    Julian Mayer

    Weiß ich nicht, also es gibt vieles. Ich weiß nicht, wo die Schmerzgrenze ist.

  15. 02:14
    Ronald M. Arndt

    Gut, haben wir es nicht vergessen, kommen wir nachher noch mal drauf. So, jetzt für dich. Ähnliche Frage: Welches Land, welche Stadt möchtest du unbedingt mal noch besuchen?

  16. 02:26
    Julian Mayer

    Wo ich noch nicht war, wo ich zurzeit viel drüber nachdenke, ist Japan und Tokio.

  17. 02:31
    Ronald M. Arndt

    Wenn du eine Zeitmaschine hättest, welche Epoche? Würde mich interessieren. Also rückwärts.

  18. 02:38
    Julian Mayer

    Rückwärts, ja. Vorwärts wäre schwierig. Wenn ich jetzt drüber nachdenke, fällt mir auf die Schnelle eigentlich nichts wirklich ein. Vielleicht die 60er, 70er, aber da kann ich jetzt auch nur—

  19. 02:49
    Ronald M. Arndt

    Nicht zu Sonnenkönig zurück, sondern 60er, 70er, um mal zu gucken, wie—

  20. 02:53
    Julian Mayer

    Auch nur, weil wenn ich daran denke, coole Outfits, coole Partys.

  21. 02:57
    Ronald M. Arndt

    Mal gucken, wie die Eltern und so, die Generation drauf war. Heimliche Laster, es reicht auch eines.

  22. 03:05
    Julian Mayer

    Ja, nicht so heimlich, aber Schokolade.

  23. 03:09
    Ronald M. Arndt

    Schokolade. So, jetzt noch 2. Was möchtest du noch unbedingt lernen?

  24. 03:15
    Julian Mayer

    Ich möchte gerne noch mal ein Instrument lernen.

  25. 03:19
    Ronald M. Arndt

    Und kleine lustige Frage zum Abschluss: Du musst einen Wachsmalstift essen. Das kann hier vorkommen bei Familux. Blau. Wenn ja, welche Farbe? Blau, ausgezeichnet.

  26. 03:32
    Julian Mayer

    Schmeckt für mich nach Heidelbeere, hoffentlich.

  27. 03:34
    Ronald M. Arndt

    Okay, gut, das werde ich nachher direkt mal ausprobieren im Kids Club. Das erste Mal hier ohne Kinder, ist ja ganz verrückt für mich, ja, zum Podcast. Ist eigentlich gar nicht erlaubt, aber ich Ausnahmsweise. Ausnahmsweise, aber Fußball habe ich gestern Abend auf jeden Fall mitgeschaut. So, ihr seid 2 Brüder in der vollen Verantwortung. Klar, die Familux-Familie, die ist ja groß, die umfasst ja knapp 700 Menschen.

  28. 04:00
    Julian Mayer

    Verrückt. Korrekt, ja.

  29. 04:01
    Ronald M. Arndt

    Wie habt ihr beiden so die Aufgaben unter euch aufgeteilt?

  30. 04:08
    Julian Mayer

    Fange ich zuerst an. Oder ich erkläre es für beide von uns. Florian hat ja sehr lange für Hilton gearbeitet, deswegen natürlich ist bei ihm die ganze operative Sache gebündelt, auch die Hauptverantwortung für die vielen Mitarbeiter. Und alles, was sozusagen das nicht ist und mehr oder weniger nicht im Hintergrund läuft, aber was noch mitlaufen muss, ist Verkauf, Marketing, Finanzierung, also Finanzensachen. Und auch die Entwicklung von neuen Resorts liegt bei mir. Da ist mein Hintergrund mehr in dieser Richtung. Wir waren zwar beide in der Hotelfachschule, Florian hat danach, wie gesagt, mehr die operative Schiene eingeschlagen, ich war mehr auf der anderen Schiene, auch viel im Immobiliengeschäft unterwegs.

  31. 04:54
    Sonja

    Florian, du warst lange in Dubai, oder?

  32. 04:56
    Florian Mayer

    Genau.

  33. 04:57
    Sonja

    6 Jahre?

  34. 04:59
    Florian Mayer

    Geplant waren damals eigentlich, ich darf da ein bisschen länger ausholen, geplant war also Julian und ich haben beide die gleiche Hotelfachschule in Innsbruck in Tirol absolviert. Und geplant war eigentlich eine kurze Zeit ins Ausland, wo auch noch nicht klar war, wohin sich meine Reise bewegen soll. Und dachte dann so, jetzt muss ich mal weg, komme aus dem damals sehr kalten Tirol, das war zwar im Herbst, wollte Dahin, wo es warm ist und auch was da der letzte Schrei in der Hotellerie war. Damals kam das Burj Al Arab und das Jumeirah Beach Hotel, wo wir natürlich, die Europäer, ganz neidisch hingeschaut haben, was mit Geld alles möglich ist. Und so kam eigentlich Dubai kurzfristig auf den Plan. Habe dann meine Koffer gepackt, bin runtergeflogen, habe eine super coole Anstellung nach ganz vielen Bewerbungsversuchen bekommen bei Hilton und relativ unten in der Hierarchie. Und aus den geplanten 18 Monaten, wo ich ja auch meinen Koffer dementsprechend gepackt habe, nur für 18 Monate wegzugehen, sind fast 9 Jahre geworden.

  35. 06:12
    Sonja

    9 Jahre.

  36. 06:13
    Florian Mayer

    9 Jahre. Und wo ist man dann am Schluss? Da findet man sich da unten, ja, nach 9 Jahren, unten wird man nie Einheimischer sein, aber du bist halt dann einer von diesen Expats, die dahin gehören. Und das war dann schon mit allem, was dazugehört, mit Wohnung, Auto, Freundin, internationale Karrierepläne, sehr viele Möglichkeiten, die man nach so einer langen Zeit in einem so großen Konzern hat. International, da war die Welt schon offen, aber es war dann auch, es muss auch Schicksal gewesen sein, dass dann irgendwann doch der Anruf vom Vater kam und gesagt hat, kennst du Gosau? Nein. Wir könnten dort ein Hotel eröffnen. Aha, spannend. Aber wenn wir das machen, dann musst du zurückkommen. Und dann nach relativ wenig Überlegung, obwohl natürlich die internationale Perspektive schon groß war, ging es natürlich zurück in die Heimat. Und so kam mein 18-Monats-Koffer in einen großen Cargocontainer mit viel anderem Zeug und alles ging wieder nach Lermoos und danach nach Gosau. Und ich kam auch nach Gosau, kurz um das Hotel zu eröffnen, Und jetzt sind es 8 Jahre geworden. Schicksal.

  37. 07:33
    Julian Mayer

    Weiß jemand nicht, wie man backen soll.

  38. 07:36
    Ronald M. Arndt

    Aber ihr seid beide, wie du gesagt hast, an der gleichen Hotelfachschule gewesen. Das heißt, das war für euch schon immer klar, oder das wolltet ihr auch gerne machen, weil die Familie eben in der Hotellerie tätig war.

  39. 07:47
    Julian Mayer

    Es war immer klar für uns, aber es waren beide, wie gesagt, beide in der gleichen Schule. Wir haben das von vielen Kollegen und Freunden mitbekommen, dass vieles nicht klar war, beziehungsweise dass die in diese Rolle gezwungen wurden. Die waren natürlich dementsprechend glücklich, wo sie waren, aber diese Themen hat es bei uns eigentlich nie gegeben. Es war ein wenig Druck da, aber sagen wir so, der natürliche Druck. Man sieht, was man da immer hat, man sieht, was man machen kann, aber es war jetzt nicht ein offensiver Druck von den Eltern, dass es wirklich gemacht werden muss, und deswegen glaube ich, funktioniert es auch. Es sind viele unserer Schulkollegen auch nicht mehr in der Branche. Weil wenn man da reingezwungen wird und sich nicht glücklich fühlt, dann bleibt man auch nicht lange drinnen.

  40. 08:30
    Ronald M. Arndt

    Wie alt wart ihr damals so ungefähr, als es mit Lermoos losging? Das war ja so Pension Alpenrose.

  41. 08:37
    Julian Mayer

    Also bei mir genau, wo ich geboren war, 1990.

  42. 08:40
    Florian Mayer

    Bei mir viereinhalb Jahre früher. Damals wurde noch gebändelt. Gestartet hat die Familie Mayer in jetzt unserer Generation. 1986 bin ich auf die Welt gekommen. Mein Vater war Skilehrer, sehr guter Skilehrer, einer der wenigen staatlich geprüften am Arlberg in Lech mit sehr vielen Stammkunden und Ausflügen nach Kanada, wo er gute Skifahrer noch besser gemacht hat und begleitet hat. Hat er dort meine Mutter kennengelernt am Arlberg. Sie war Kassiererin an der Liftstation, also bei den Bergbahnen. Dann wurde geheiratet, kam ich dazu und dann wurde gependelt. Im Sommer ging es in die Alpenrose zu meinen Großeltern.

  43. 09:24
    Ronald M. Arndt

    Kannst du mir jetzt nochmal erklären, pendeln heißt?

  44. 09:27
    Florian Mayer

    Pendeln ist hin und her fahren.

  45. 09:30
    Ronald M. Arndt

    Pendeln, pendeln, jetzt.

  46. 09:32
    Florian Mayer

    Ja, ja, ja.

  47. 09:32
    Ronald M. Arndt

    Anbandeln oder so gerade gedacht. Pendeln, ja, okay.

  48. 09:37
    Florian Mayer

    Im Sommer in der Alpenrose, damals kleines, muss jetzt sagen, Pensionen, Fremdenheimen mit ganz wenigen Gästebetten. Und im Winter waren beide natürlich auf Saison am Arlberg. Ich bin da immer mit, hatten dort eine kleine Wohnung. Und dann aber, wo der Julian auf die Welt gekommen ist, dann war auch die Entscheidung: Pendeln wir weiter oder machen wir uns sesshaft? Und dann wurde das ganze Jahr in Lermoos gelebt. Und mein Vater hatte da auch immer den Antrieb, wenn man was macht, dann macht man das ordentlich. Und man probiert zu wachsen. Und dann mit 1990 war eigentlich der Start von unserer, zu dem, wo wir jetzt heute sitzen und zurückblicken können.

  49. 10:25
    Ronald M. Arndt

    Und von da an heißt das Ganze auch schon Familux, oder wann kam da der Markenname?

  50. 10:30
    Julian Mayer

    Nein, nein, nein, die Spezialisierung zum reinen Familien- und Kinderhotel hat noch ein paar Jahre benötigt. Wie gesagt, die Alpenrose hatte damals wenige Zimmer, ganz wenige Betten und musste natürlich über viele, viele Jahre— ich habe fast keinen November oder Dezember gekannt, wo nicht der Bagger vor der Tür war— musste natürlich wachsen auf die 100 oder bald über 100 Zimmer, 101 Zimmer, was die Alpenrose jetzt dann schlussendlich hatte. Und da fing das an und sagen wir so, die Schritte Richtung Was jetzt Familux ist und was dann weiteres Wachstum war, war mehr oder weniger der Ehrgeiz unserer Eltern und dass rund um die Alpenrose sprichwörtlich einfach der Platz ausgegangen ist.

  51. 11:19
    Sonja

    Aber ihr seid ja auch in Lehmus dann beide aufgewachsen. Ich kenne auch eine ganz spannende Geschichte von eurer Mama. Die hat mir mal erzählt, sie hat immer natürlich mitgearbeitet und der Florian war damals im Maxi-Cosi, hat sie gesagt, der ist da neben der Bar gestanden und sie hat gekellnert. Und ich glaube, ihr seid ja als Kinder auch immer quasi im Hotel groß geworden, oder? Und da immer unterwegs gewesen und habt da ein bisschen mitlaufen dürfen schon. Also ein Traum von jedem Kind wahrscheinlich.

  52. 11:47
    Florian Mayer

    Ja, das ist so ein Thema, das stimmt. Wir früher, das ging ja nicht anders. Die Almose hatte damals eine kleine Hand von Mitarbeitern. Die Eltern haben früh bis spät, 7 Tage die Woche mitgearbeitet, das Unternehmen aufgebaut, und da war man als Kleinkind immer mit dabei. Und so hat sich das aber auch entwickelt. Man ist gewachsen, immer im Betrieb. Die Alpenrose war, wenn nicht umgebaut wurde, das ganze Jahr geöffnet. Man hatte viele Freundschaften, die dauerten meist 5 bis 7 Tage.

  53. 12:21
    Ronald M. Arndt

    Ja, genau.

  54. 12:22
    Florian Mayer

    Und kamen einmal oder zweimal im Jahr wieder vorbei. Und man hat, man ist da im Hotel, im Geschehen, später im Kids Club aufgewachsen. Natürlich auch mit seinen ganzen Vor- und Nachteilen. Aber wer denkt, das ist ein Privileg oder es ist schön, im Hotel zu leben oder aufzuwachsen, dann muss ich das verneinen.

  55. 12:48
    Sonja

    Ist nicht immer so, ja. Das glaube ich auch.

  56. 12:51
    Ronald M. Arndt

    Und Gosau war dann Standort Nummer 3, genau.

  57. 12:57
    Sonja

    Wie seid ihr auf die Idee gekommen, in Gosau ein Hotel zu bauen? Du hast vorhin gesagt, dein Vater hat angerufen und hat gesagt, da gibt es ein neues Projekt. Also der hat den Standort gefunden, oder?

  58. 13:10
    Julian Mayer

    Ja, das, sagen wir so, der Standort hat nicht er gefunden, sondern eher andersrum. Der Standort hat uns gefunden, und das war auch in der Vergangenheit so, dass dass man gewachsen ist, wenn sozusagen die Möglichkeiten offen gestanden sind und man einen mehr oder weniger schon dazu gezwungen hat. Es war hier ein anderes Hotelprojekt vor uns geplant, das ist irgendwie nicht zustande gekommen, oder die Beteiligten waren alle nicht so glücklich, und dann ist ein Herr des Entwicklungsteams auf die Suche gegangen und ist bei uns fündig geworden und hat dann mit uns weitergemacht, und wir haben dann den Spieß ein bisschen umgedreht, unser Konzept erklärt. Wir brauchen viel mehr Fläche, das Haus muss viel größer werden. Haben dann auch sozusagen den Hauptanteil dieser Entwicklungsgesellschaft übernommen, weil als Betreiber hätten wir eigentlich nur einen Minimalanteil halten sollen in der alten Konstellation. Aber somit haben wir dann den Löwenanteil übernommen und sozusagen auch die ganze Konzeptentwicklung in unsere Richtung gedreht.

  59. 14:13
    Sonja

    Gut, dass es so passiert ist. Also ich selber bin ja aus Gosau und ich kenne auch Gosau vor dem Dachsteinkönig und es ist schon ein sehr verschlafenes Örtchen gewesen mit recht wenig Infrastruktur und das hat schon so ein Hotel gebraucht. Also es war schon gut und es bringt auch wieder ganz viele andere Gäste in die Region, also auch Nicht-Familien profitieren natürlich jetzt, ja, also wir profitieren natürlich alle. Vom Tourismus, und es ist auch in der Region, da kann ich glaube ich für alle sprechen, sehr gut angenommen, das Haus. Also da wissen wir, es muss nicht immer so gut funktionieren, aber in Gosau, da hat der Dachsteinkönig einen super guten Ruf, und da sind schon alle recht froh, dass es den gibt. Und auch die, die vorher gesagt haben, wer soll nach Gosau fahren und vielleicht noch so viel Geld zahlen, ein 5-Sterne-Hotel in Gosau, das ist unmöglich, Ja, ihr habt gezeigt, dass es sehr wohl möglich ist und sehr gelungen auf jeden Fall.

  60. 15:10
    Ronald M. Arndt

    Die Frage habe ich gestern einem Taxifahrer gestellt, der mich in Salzburg hier am Flughafen abgeholt hat und eben auch aus Gosau kam. Was macht denn das aus einem Ort, wenn da so ein großer Familux kommt? Und hat auch in die Richtung sehr positiv eben beantwortet. Bringt eine Menge Arbeit rein, aber natürlich auch auch umsetze, weil eben so viel Programm, das wissen wir ja, und die Zuhörer von Chaos und Kekse wissen es auf jeden Fall, so viel Drumherum auch einfach geboten ist, wo der Ort und Unternehmer davon partizipieren. Aber Hindernisse gibt es sicherlich auch, gerade wenn man so was baut. Das letzte Projekt, was ja noch gar nicht alt ist, The Grand Green in Oberhof, Thüringen. Ist jetzt seit wann eröffnet?

  61. 15:58
    Julian Mayer

    Seit Oktober 2022.

  62. 16:00
    Ronald M. Arndt

    Und wie lange ist da so ungefähr die Phase vom Tag, wo man weiß, aha, da könnte man was machen, da wartet auch noch ein Ort drauf, wachgeküsst zu werden, bis dann die Eröffnung ist?

  63. 16:11
    Sonja

    Das ist jetzt das Grand-Green-er blödes Beispiel wahrscheinlich.

  64. 16:14
    Julian Mayer

    Das ist das Grand-Green-er schlechtes Beispiel, weil wir arbeiten an anderen Projekten schon viel länger und die sind immer noch nicht da, beziehungsweise Normalerweise würde ich sagen, bei einem Hotel in dieser Größe braucht es 10 Jahre Vorlaufzeit.

  65. 16:28
    Ronald M. Arndt

    Okay.

  66. 16:29
    Julian Mayer

    Und das war hier in Gosau vielleicht nicht ganz 10 Jahre. Ich glaube, wo die Ersten angefangen haben daran zu denken, waren sicher 8 Jahre, bevor dann das Hotel eröffnet hat. In Oberhof war das Ganze schneller, weil zum einen der Wille in der Community, also in der Stadt Oberhof und auch in der Politik da war. Etwas zu tun und auch der Wille von unserer Seite da war. Wir hatten Zeit, Kapazität und Lust, und deswegen ist es dann relativ schnell gegangen. Was das Ganze dann doch ein bisschen verlangsamt hat, waren die ganzen Themen rund um Corona, Ukraine-Krieg, Lieferprobleme, sehr kalte Winter, und das hat uns dann doch noch mal eineinhalb Jahre zurückgeworfen. Aber sonst wäre es sicher eine Rekordentwicklung geworden.

  67. 17:17
    Ronald M. Arndt

    Und ich kenne jetzt alle Häuser bis auf Oberjoch und war ja auch zuletzt in Lermoos. Und was mir gefällt, ist ja, ihr schafft es ja in der Tat einfach, diesen Look and Feel durchzuziehen von Haus zu Haus. Also selbst in der Alpenrose erkenne ich Elemente, die ich schon in Oberhof dann damals beim ersten privaten Aufenthalt kennengelernt habe.

  68. 17:40
    Julian Mayer

    Ja, sagen wir so, das ist nicht unser Bestreben, dass jedes Hotel gleich aussieht. Es sind natürlich Manche Sachen, wo wir sehen, die funktionieren sehr gut, die gibt es nur in dieser einen Variante, die finden sich dann natürlich auch in den anderen Hotels. Und wie du sagst, der Feel muss der gleiche sein. Also das Feeling ist für uns, dass wir uns um die Kinder kümmern, das Konzept passt und die Eltern auch entspannen können. Und das ist das Feeling, wo wir eine Konsistenz in allen Häusern liefern wollen. Aber von der Architektur, vom Interieur etc. und von der Von der Story soll jedes Hotel wirklich personalisiert sein und dort daheim sein, wo es ist. Also Alpenrose Tirol und Thüringen in Oberhof haben da schon große Unterschiede, wie sich das anfühlt. Ja, wie es aussieht und anfühlt. Ja, okay.

  69. 18:27
    Sonja

    Und für nächstes Jahr 2025, da ist ja viel los bei Familux. Da gibt es ja ein großes Umbaujahr, möchte ich jetzt nicht sagen, aber es ist schon einiges geplant, oder?

  70. 18:41
    Florian Mayer

    Ja, da ist einiges geplant. Das hat sich jetzt eigentlich durch Fügung von den Umbaumaßnahmen und von den geplanten Sachen in den Hotels, trifft sich das so, dass das alles nächstes Jahr und im Folgejahr passieren soll. Aber natürlich möchten wir auch nebenbei schon auch ein Zeichen setzen, dass ja, es ist eine neue Generation da. Und es ist auch mit uns eine Generation, die anders als viele andere sich nicht auf dem ausruhen wollen, was geschaffen wurde, und einfach mal so weitermachen. Oder im schlimmsten Fall das einfach nur zu konsumieren, zu genießen und dann wieder abzuhauen oder abzustoßen. Wir wollen das eigentlich ganz anders. Wir wollen das Gegenteil. Wir wollen das, was uns anvertraut und gegeben wurde, wollen wir weiterentwickeln. Wir wollen aus unserem Familux-Produkt, wollen das verfeinern, noch ein bisschen näher runterfiltern zu unserer Zielgruppe, wollen in allen Ecken und Enden, was Familux ausmacht, für Groß, für Klein, für alle gemeinsam, wollen wir noch besser werden, wollen die Ansprüche, die sich stetig ändernden Ansprüche von Familien in der Zukunft, auf die wollen wir näher eingehen, wollen natürlich das ganze Thema Digitalisierung, Nachhaltigkeit mitnehmen, wollen in der Dienstleistung, in der Software besser werden, noch viel mehr bieten, aber auch das Riesenthema Hardware, da ist extrem viel geplant und die Umbaumaßnahmen in der Hardware sollen genau das, was ich eben beschrieben habe, einfach treffen. Mehr Platz, mehr Luxus, viel mehr Entspannung für alle. Und das wirklich fast gleichzeitig innerhalb von eineinhalb Jahren in Oberjoch, in Gosau, in der Alpenrose. Da muss ich leider den Grand Green Oberhof ausnehmen, wurde erst neu gebaut und wir haben vor wenigen Monaten trotzdem noch die ganze, also nicht die halbe, vierte Etage noch eröffnet, was so kurzfristig gar nicht geplant war. Und hier nochmal kurz nach Eröffnung absolut einen draufgesetzt. Auch in Oberhof gibt es Pläne für die Zukunft, aber lassen wir mal die Zukunft in 3 Jahren und weiter dann sein.

  71. 21:05
    Sonja

    Speziell am Beispiel Dachsteinkönig, was ist geplant oder was steht an nächstes Jahr?

  72. 21:16
    Florian Mayer

    Wir konnten uns ja, und das ist eigentlich für uns für jeden Hotelbau enorm wichtig. Wir konnten uns damals mit dem Start vom Dachsteinkönig Gott sei Dank relativ— was heißt Gott sei Dank— wir waren damals so clever und haben uns viel Baugrund mit der dementsprechenden Widmung noch gesichert. Das sind Sachen, die gehen einfach nicht mehr, wenn du schon mal hier bist, wenn du schon läufst und du hast Bestreben, dich zu erweitern. Dann werden dir halt von allen Seiten Steine in den Weg gelegt, dass so was nicht geht. Wir konnten damals 2013/2014, wo wir den Dachsteinkönig gegründet haben, konnten wir uns noch extrem viel Baugrund sichern direkt am Hotel und möchten den jetzt aber auch dementsprechend bewirtschaften und bespielen. Hatten jetzt dann 8 Jahre Zeit, uns zu überlegen, was braucht Familux, was brauchen wir, was braucht der Dachsteinkönig, und die Sachen wollen wir dann in in Zement gießen. Das heißt zusätzliche neue Chalets, noch eine Stufe mehr an Luxus und Platz. Wir planen das auch, sage jetzt absichtlich planen, weil ich nichts versprechen möchte. Alle davon, wie gesagt, mit mehr Platz, aber auch mit schönem Outdoor, mit tollen eigenen Pools oder Jacuzzis.

  73. 22:37
    Sonja

    Am Beispiel vom Grand Green wahrscheinlich, weil es ja auch super angenommen wird.

  74. 22:41
    Florian Mayer

    Weil es toll angenommen wird und weil wir halt jetzt gemerkt haben, wir schaffen es mit Familux hier eine Zielgruppe abzuholen, denen ein Angebot zu liefern, was sonst keiner in Europa kann und wo man sonst über See fliegen muss oder nach Malediven oder Dubai, um dort einfach den perfekten Luxusurlaub finden zu können. Und den Gästen, die dorthin fliegen, denen würden wir gerne etwas Wegstrecke abnehmen und denen bei uns Angebot schaffen. Das heißt ja, tolle Unterkunft, die Wassermöglichkeiten werden vergrößert, Outdoorpool, Innenpool, Jacuzzis. Öffentliche, also für alle Gäste, zweite neue Wasserrutsche, Schwimmteich, Yoga-Fitness wird zusammengelegt und vergrößert. Wir planen eine neue Panorama-Outdoor-Sauna und Highlight, ein eigenes separates À-la-carte-Restaurant, um für unsere Gäste einfach eine Alternative zu unserem hervorragenden Buffet bieten zu können.

  75. 23:43
    Ronald M. Arndt

    Kann ich bestätigen, jawohl. Ja, es klingt so ein bisschen nach Walt Disney manchmal, aber klar, ja, es ist einfach der ultimative Familienurlaub, der da am Ende bei rauskommt.

  76. 23:55
    Julian Mayer

    Für uns war wichtig, und man sagt es ja in Österreich auch ganz oft, wieso gibt es da einige so erfolgreiche Hotels in Tirol, in Salzburg, auch in Südtirol und auch in Bayern? Es sind meist familiengeführte, und die haben alle eines gemeinsam: Die verändern sich stetig, die erweitern, die optimieren. Da, wie vorhin gesagt, da rollt der Bagger einmal im Jahr an. Und da war einfach für uns die Sache, das war uns sehr wichtig, dass wir das beibehalten können und uns sozusagen nicht nur auf das Wachstum konzentrieren, weil viele machen nur das Wachstum und vergessen auf die Bestandsbetriebe. Und auch was Florian erwähnt hat, dass wir uns sozusagen jetzt nicht ausruhen auf das, was wir übernehmen durften. Und deswegen investieren wir jetzt in den, ich nenne es, in den 3 Bestandshotels. Wobei wir sozusagen The Grand Green da ausklammern, weil es noch brandneu ist. Fast 60 Millionen Euro in den nächsten zweieinhalb Jahren, was eigentlich fast dann ja ziemlich nah an einer Hotelneubau ankommt.

  77. 24:53
    Ronald M. Arndt

    Und da, da alleine die Weiterentwicklung 60 Millionen Euro.

  78. 24:57
    Julian Mayer

    Genau, ja. Und wir haben es jetzt nicht ganz genau gesagt, die Alpenrose fängt ja schon heuer an, 2024, im November bis Weihnachten. Und da renovieren wir ja gut ein Viertel aller Zimmer, komplett neue Familiensuiten.

  79. 25:11
    Ronald M. Arndt

    Und die Zuversicht, die kommt einfach aus der Erkenntnis, hast du ja gerade schon gesagt, es macht so niemand in Europa. Aber ihr seid natürlich auch, ja, was natürlich auch so ein bisschen geprägt, ne, als Familienunternehmer. Ja, sagen wir so, viel Know-how ist natürlich da ohne Ende da, über 2 Generationen hinweg. Dann einfach ein riesiges Team. Wie viele Mitarbeiter kümmern sich denn eher so um diese Themen und sind eben nicht operativ im Hotel tätig?

  80. 25:42
    Julian Mayer

    Sehr wenige.

  81. 25:43
    Ronald M. Arndt

    Sehr wenige, ne?

  82. 25:44
    Florian Mayer

    Die sitzen hier am Tisch. Das ist cool bei uns, dass wir so schlank sind und sein dürfen und das auch bleiben wollen. Ich kenne das ja auch ganz anders und ich kenne das auch nicht nur von Hilton und von TUI, ich kenne das auch von Mitteleuropa, wo halt so Konzerne einfach so aufgeblasen wurden und wo die linke Hand nicht mehr weiß, was die rechte tut, und auch die linke die rechte Hand fragen muss, darf ich das überhaupt? Und das ist das Coole an uns, wir machen das einfach, wir dürfen es machen und wir machen es einfach, machen aber auch Fehler und die hoffentlich nur einmal, aber das gehört auch dazu, dass man eben Fehler macht, hoffentlich mit wenig Auswirkungen, aber auch ja, die passieren.

  83. 26:25
    Sonja

    Also das kann ich als Mitarbeiter auch so bestätigen, wir haben ja doch recht kurze Kommunikationswege immer, und ich kenne das auch. Meine Schwester zum Beispiel, die arbeitet in einem größeren Konzern, und die ist immer ganz verwundert, wenn ich ihr irgendwas von der Arbeit erzähle. Die sagt, was, das geht einfach so? Bei der braucht alles meist viel, viel mehr Vorlaufzeit, viel mehr Abklärungen, viel mehr Zwischenschritte. Das haben wir eigentlich alles nicht, weil wir sehr direkte Kommunikationswege haben, und wahrscheinlich geht dann auch alles immer so schnell, weil wir genau das nicht haben.

  84. 26:57
    Julian Mayer

    Genau, und das ist, wenn es ein Außenstehender betrachten würde, würde er sich denken, das ist mir zu viel Risiko, habt ihr das analysiert etc.? Wir sind sozusagen mit dieser Arbeitsweise aufgewachsen, wir kennen es gar nicht anders. Man kann natürlich mal innehalten und sagen, ist die Geschwindigkeit schon gut, aber ja, das Erfolgsrezept hat bis jetzt funktioniert. Wir wissen, was das Konzept braucht. Wo es hingehen kann, was die Gäste wollen. Und ich glaube, solange wir in etwas investieren, was den Gästen gut tut, wird es auch aufgehen. Da kann man eigentlich ganz schwer falsch liegen.

  85. 27:34
    Ronald M. Arndt

    Und diese Führungsidee, sage ich mal, wie du jetzt auch gerade noch mal bestätigt hast, Sonja, das macht ja am Ende auch einfach starke Mitarbeiter. Ein starkes Team formt ein starkes Team. Diese Motivation, diese Eigenverantwortung.

  86. 27:48
    Sonja

    Die haben wir bestimmt, ja.

  87. 27:49
    Ronald M. Arndt

    Die habt ihr. Das heißt, die Häuser, die verwalten, das ist das falsche Wort, aber die führen sich auch so ein bisschen eigenständig. Da gibt es nicht irgendwie die Zentrale irgendwo.

  88. 28:07
    Julian Mayer

    Nein, die Zentrale gibt es definitiv nicht. Das Einzige, was bei uns ein wenig zentralisiert ist, oder eigentlich, man kann es zentralisiert nicht auf einer Location, aber in Arbeitskraft gebündelt sind die Reservierungsabteilungen. Da haben wir ja nicht eine, sondern zwei getrennte, einmal Deutschland, einmal Österreich, obwohl die auch im Team sehr viel zusammenarbeiten. Der Rest ist aber in den Resorts situiert. Das heißt, wenn das Headquarter, das es nicht gibt, abbrennen würde, würde es der Dachsteinkönig, die Alpenrose oder der Grand Green nicht spüren. Ich und der Flo jetzt uns entscheiden, dass wir einen Monat nichts tun, merkt das der Gast nicht.

  89. 28:49
    Florian Mayer

    Aber es wäre dann Stillstand. Jeder bekommt zu essen, jeder hat ein sauberes Bett, aber von der Entwicklung her für Mitarbeiter und auch für Gäste wäre dann einfach Stillstand.

  90. 29:01
    Sonja

    Das passt nicht zu euch, gell? Also ihr führt da, glaube ich, den Gedanken auch von eurem Vater ein bisschen weiter. Mit dem habe ich auch mal ein ganz spannendes Interview geführt. Dürfen fürs FamiliLife Magazin, und er hat auch gesagt, sie waren immer schon Pioniere, also die Familie Mayer waren immer so die Ersten, die irgendwas ausprobiert haben, also auch schon früher. Da lebt ihr jetzt eigentlich den Gedanken wahrscheinlich vom Vater weiter, der auch schon recht ähnlich gedacht hat und auch sich gerne an neue Sachen herangewagt hat, oder?

  91. 29:32
    Florian Mayer

    Ja, wenn wir das nicht machen, dann macht es ein anderer. Und deswegen wollen wir schneller sein, professioneller sein und auch ein bisschen durchdachter. Das ist ein bisschen ein Widerspruch zum Schnellen, aber trotzdem die Erfahrung mitzunehmen, die man halt eben gelernt hat von unserer internationalen Karriere, aber auch ganz viel von den Eltern.

  92. 29:53
    Julian Mayer

    Ja, wir haben in der Familie mal, das war glaube ich in den Ausläufern von Corona, mal besprochen, dass vielleicht dieser Seitentanz mit dem Risiko, mal überdacht werden sollte und wir vielleicht nicht immer den Testpilotenhelm aufhaben sollten. Und dann haben wir uns auch mal versucht, daran zu halten. Das hat dann ganze 4 Wochen oder knapp einen Monat funktioniert, und dann ist man halt wieder ungeduldig geworden. Ich will jetzt nicht warten, bis der Anbieter von XYZ-Service mir berichtet, wie der Test mit dem Hotel geklappt hat, sondern ich will das jetzt testen und ich will 4 Monate später wissen, ob es ob es funktioniert oder nicht, und dann, wenn es nicht, dann hauen wir es halt wieder raus. Aber ich will jetzt nicht eineinhalb Jahre warten und dann nicht mehr der First Mover sein. Und das ist bei uns, ja, es ist einfach, wir leben das immer schon so, und ich bin auch persönlich viel zu ungeduldig, dass ich dann nicht, sobald ich eine Idee habe, sofort damit anfange.

  93. 30:47
    Florian Mayer

    Diese Freiheit, die wir hatten und auch uns jetzt selbst haben, gemacht haben, die sind eben, das ist das Gas in unserer Flamme. Und wenn man da den Gashahn etwas zudreht, dann wird die Flamme kleiner. Nicht, dass sie jetzt verlischt, aber die brennt dann nicht mehr so. Und wir haben da alle Hähne offen und es brennt lichterloh.

  94. 31:12
    Sonja

    Hat sich bei dir, Florian, irgendwas verändert mit der Geburt von der Lenia, mit deiner Tochter? Hast du dann manche Dinge im Hotel anders gesehen oder vielleicht auch praktischer gesehen? Irgendwo, wo du sagst, vorher ist es mehr Fokus auf Styling oder so gewesen im Hotel, jetzt ist es mehr, wie viele Eltern denken, auch oft einfach, das ist praktisch und schaut vielleicht gut aus. Hat sich bei dir irgendwas verändert mit der Geburt von der Lenya?

  95. 31:39
    Florian Mayer

    Ja, also da hat sich, also da verändert sich bei der Geburt vom ersten Kind, es verändert sich alles und das Leben, das man davor hatte, ist weg. Das existiert einfach nicht mehr, weil deine persönlichen Bedürfnisse nicht mehr im Vordergrund stehen, sondern Bedürfnisse von etwas Neuem, Kleinem, aber auch von dem Gemeinsamen, von der Familie. Und auf die hat man dann Rücksicht zu nehmen. Und so verändert sich nicht nur das Leben, sondern auch das Urlaubsverhalten. Und wenn du mich vor 3 Jahren gefragt hättest, lieber Florian, wo machst du gerne Urlaub? Da wäre das Letzte, was ich gesagt hätte, in einem Kinderhotel. Weil ich konnte mich einfach nicht mit meinem Hauptprodukt, mit meinem Brotberuf identifizieren, weil die Ansprüche, die ich damals hatte, überhaupt nicht getroffen wurden. Und das war alles das Gegenteil von einem schönen Urlaub, den ich gern hätte. Und jetzt natürlich mit einem Kind, das man von Baby großzieht, und die Leni, die ist jetzt dreieinhalb, da versteht man dann das, was wir die letzten 30 Jahre gemacht haben und aktuell machen. Ach, das macht ja doch Sinn. Das ist doch wichtig, dass es da eine Windelstation gibt und dass man 24/7 Zugang hat zu lapidar Heißwasser, aber auch das ganze Thema Babybrei und alles, was dazugehört. Das versteht man dann. Und dann natürlich, so ein Kind, das hilft einem dann schon, das Produkt weiterzuentwickeln. Und auch die Bedürfnisse von einer Familie mit einem Kleinkind, die versteht man dann und weiß auch, was dazugehört. Und in Argumenten mit meinen Eltern oder mit Abteilungsleitern oder mit Direktoren, dann sage ich am Schluss schon, ich will das jetzt so, weil ich bin Zielgruppe und ich weiß das.

  96. 33:31
    Sonja

    Wie geht es dir da, Julian? Du bist ja noch nicht Papa.

  97. 33:34
    Julian Mayer

    Noch nicht, nein, wir haben noch ungefähr, was sind es, 10 Wochen heute, dann ist es bei uns auch soweit, aber ja, was war die Frage noch? Also wenn wir kurz auf den Urlaub hingehen, ist bei uns fast ganz strikt Adults-only-Betriebe, weil das einfach— ich lebe das in der Arbeit vor, ein Konzept für einen Gast und keine Gemischtwarenhandelbetriebe bitte. Und da passe ich auch in das Adults-only-Konzept und nicht in das Kinder- und Familienhotel. Finde ich auch nicht gut, wenn Familienhotels Singles oder Pärchen akzeptieren, weil die passen einfach nicht. Nicht rein, aber ja, wird sich alles ändern ab Juli.

  98. 34:15
    Sonja

    Und bist du schon aufgeregt?

  99. 34:17
    Julian Mayer

    Ja, wie kann man nicht sein? Ich habe wahrscheinlich ein bisschen mehr Erfahrung wie sonstige werdende Väter. Ich sitze ja in der Alpenrose, dort ist mein Büro, habe immer ungefähr 150 bis 200 Kinder im Haus um mich herum, habe auch früher in in der Schulzeit noch, also Gymnasium, ein paar Sommer im Kids Club ausgeholfen, weiß, wie man Windeln wechselt, weiß, wie man das tut.

  100. 34:44
    Sonja

    Gut vorbereitet.

  101. 34:46
    Julian Mayer

    Ja, hab so ein bisschen da einen Crashkurs gemacht, auch wenn es jetzt schon wahrscheinlich 15 Jahre her ist. Aber ja, natürlich ist man aufgeregt, man hat Angst, aber man hat schon andere Dinge geschafft und das werden wir auch gut über die Runden bringen.

  102. 34:58
    Sonja

    Aber du kannst jetzt noch 10 Wochen auch üben im Kids Club. Genau, nochmal einen kurzen Crashkurs machen.

  103. 35:03
    Julian Mayer

    Nochmal kurz eine Stage machen, ja.

  104. 35:05
    Ronald M. Arndt

    Ja, Glückwunsch an der Stelle, dass da dann der zweite Mitarbeiter, die zweite Mitarbeiterin kommt, die dann auch aktiv am Produkt, wie die Leni eben schon, mitarbeiten können. Fokusgruppe, absolut.

  105. 35:18
    Sonja

    Euer Vater hat ja damals bei dem Familielife-Interview, was ich schon erwähnt habe, gesagt, warum er dann auch den Dachsteinkönig gebaut hat oder auch in weiterer Folge jetzt das Grand Green geplant war oder überhaupt ein zweites Hotel nach der Alpenrose geplant war. Er hat gesagt, jetzt hat er zwei Kinder, Und er war einer, der konnte nie gut teilen, und er wollte das seinen Jungs auch nicht zumuten, sich ein Hotel später mal teilen zu müssen. Und das war der Grund, warum er das Oberjoch dann auch dazu gekauft hat. Wie geht es da euch? Also ihr denkt, es ist nach diesen 4 Hotels noch ein weiteres geplant? Du hast vorhin, Julian, schon weitere Projekte erwähnt. Wo wäre so ein Ort, wo ihr sagt, da könnte man vielleicht noch ein Hotel bauen?

  106. 36:00
    Ronald M. Arndt

    Das hängt ja mit der Kinderplanung zusammen.

  107. 36:01
    Sonja

    Da wäre es noch gut.

  108. 36:02
    Ronald M. Arndt

    Wenn man der Tradition folgt.

  109. 36:04
    Sonja

    Stimmt. Aber gibt es so einen Ort, wo man sagt, da Da würde jetzt noch ein Familux Resort fehlen?

  110. 36:10
    Julian Mayer

    Ja, also ja, wir planen noch weiter zu wachsen. Natürlich hat mein Vater damals mit dem zweiten Hotel andere Motivationen gehabt. Mittlerweile haben wir genug Selbstvertrauen, dass wir sehen, dass das Konzept funktioniert. Das hat hier in Gosau funktioniert, das funktioniert sehr gut in Thüringen, wo viele gesagt haben, dass sie sich das nicht vorstellen können. Und ja, uns hat da schon der Ehrgeiz gepackt, dass wir sozusagen unser Konzept noch an andere Orte bringen. Und wir machen uns das Leben da relativ einfach. Wir überlegen nicht lang, wo wir hingehen, sondern wir sprechen mit unseren Gästen und die sagen, wir würden gern nicht so weit anreisen, könnt ihr nicht hier und hier dort was machen, oder da wäre eigentlich auch ganz was Tolles. Und deswegen konzentrieren wir uns jetzt mit den nächsten Projekten auf die Schweiz. Wir haben sehr viele Schweizer Gäste. Das Konzept Kinder- und Familienhotel gibt es in der Schweiz so wie es ihn in Österreich und in Deutschland gibt, noch nicht, also noch nicht so weit verbreitet. Das heißt, der Markt ist da noch relativ weit offen, und schauen uns dann auch andere Themen an. Natürlich mit Deutschland als unser größter Quellmarkt fragen uns sehr viele unserer Gäste, dass wir bitte doch uns auch den Norden anschauen sollen. Dann haben unsere Gäste aus Berlin und Hamburg eine kürzere Anreise, und Ostsee und Nordsee ist natürlich auch als Destination, vor allem in den letzten Jahren, natürlich absolute Boomtime da oben, aber natürlich auch bei unseren Gästen sehr beliebt. Und die sagen, wir fahren schon an die Ostsee, aber wir vermissen euer Konzept da oben.

  111. 37:39
    Ronald M. Arndt

    Und wie würde man dann da agieren, wenn der Gast sagt, kommt mal an die Ostsee, bringt auch gleich ein Kunststück mit, oder?

  112. 37:47
    Julian Mayer

    Ja, gibt es auch, gibt es auch, gibt es auch, aber du kennst die, oder Du kennst, ihr kennt alle und vor allem unsere Gäste und Hörer die Größe von unserem Konzept. Das heißt, das 0815-Hotelgrundstück passt für uns nicht. Wir brauchen da ein Grundstück, was meistens 3- bis 4-mal so groß ist wie das, was am Markt ist. Und das heißt, da kommen wir auf die 10 Jahre zurück, die so eine Hotelentwicklung braucht, weil meistens müssen wir mit einem Grundstück beginnen, was nicht als Hotelgrundstück gewidmet ist, sondern reguliert ist, und dann erst durch den ganzen Regulierungsprozess durchgehen, deswegen dauert es so lange. Und ja, aber die Anregung kommt von einem Gast, dann fangen wir uns zu interessieren an, und dann fangen wir an, uns umzuhören, umzuschauen, mit Beratern, Maklern, Gemeinden, Ländern zu sprechen. Und wenn die mit uns auf den Zug aufspringen, dann wird es schon um einiges leichter. Weil wenn eine Gemeinde sagt, ja, das kann sie sich gut vorstellen, das wäre doch eine tolle Addition zu ihrem Ort etc. und dann uns noch bei der Vermittlung von Grundstücken hilft und natürlich auch dann bei der Regulierung dieses Grundstücks, dann geht es schon einfacher.

  113. 38:56
    Sonja

    Und es braucht ja auch immer Investoren, oder? Also das könnt ihr ja wahrscheinlich nicht alles alleine stemmen dann, wenn ihr sagt, jetzt auch die 60 Millionen, die in die 3 Häuser investiert werden wieder und noch neue Projekte. Da braucht es wahrscheinlich auch Fremdleistungen, oder?

  114. 39:15
    Julian Mayer

    Die braucht es sicherlich. Wir hatten gestern wieder ein Gespräch mit einer Bank, aber der größten Bank, die uns finanziert, und die ist natürlich immer mit dem Gros mit dabei. Und es gibt aber auch kleinere Investoren, die sozusagen mit uns als Eigentümer mitwirken. Sind eine Handvoll Es sind Gäste von uns, die das Konzept schätzen und kennen. Es sind auch bekannte Lieferanten etc., aber den Großteil stemmen wir als Familie Mayer immer selbst und nehmen dann kleinere Anteile mit dazu. Und wie gesagt, unsere Gäste würden gerne auch mitgehen, gerne vielleicht auch in kleineren Anteilen, und das haben wir jetzt noch nicht ganz geprüft. Hotelierkollegen aus Österreich machen das ja im Rahmen von Crowdfunding schon sehr erfolgreich. Wir haben uns das auch überlegt, aber haben jetzt noch keine vertieften Gespräche mit Gästen geführt, ob sie sich das auch vorstellen können, ob da überhaupt Interesse besteht, dass sie sozusagen bei einem Projekt auch als Kleininvestor mitmachen.

  115. 40:20
    Sonja

    Aber für euch wäre das auf jeden Fall eine Option, Crowdfunding?

  116. 40:23
    Julian Mayer

    Das wäre auf alle Fälle eine Option, ist für ein Hotel ganz interessant, weil du kriegst natürlich ganz viel Input von deiner Zielgruppe, was dann auch bei dir Investor ist, Du kannst in ganz anderen Gesprächen und Kommunikationen mit dem Gast haben, bindest den Gast natürlich auch dahingehend ein bisschen an dich, weil er will natürlich, dass das Konzept auch funktioniert. Das heißt, er wird da selbst Urlaub machen, er wird seinen Freunden davon erzählen und er wird es auch in die Welt hinaustragen. Aber ja, wie gesagt, die Idee ist bei uns noch in den Kinderschuhen. Am Markt wird es schon sehr oft gemacht. Und sobald das nächste Projekt wirklich konkret ansteht, werden wir uns das auch genau überlegen und dann mal mit mehreren Gästen sprechen, ob sie sich das vorstellen können.

  117. 41:07
    Ronald M. Arndt

    Es muss Anfang April gewesen sein, bin ich durch Instagram durch und da stand der Florian vor so einem großen Ozeandampfer. Da habe ich gedacht, oh, jetzt sind sie wirklich verrückt geworden. Hatte den 1. April als Kalendertag nicht im Auge. Meine Frau schafft es auch jedes Jahr, mich aufs Neue zu verarschen. Aber das sind schon— so weit seid ihr noch nicht.

  118. 41:28
    Florian Mayer

    So weit sind wir noch nicht, aber Hyatt gibt es schon. Ja, Hyatt gibt es schon. Es gibt schon ein Klein und Familux. Ich glaube, das würde nicht Sinn machen, dass wir unsere Zielgruppe auf so einem Riesenteil auf so wenig Platz einsperren. Das ist nicht Familux. Und dann noch das Thema Nachhaltigkeit. Das sind wir nicht, das wollen wir nicht sein.

  119. 41:52
    Ronald M. Arndt

    Dennoch haben wir vorher schon gesprochen, dass die Entwicklungsphasen eines neuen Hauses lange, lange andauern. Das heißt, es tut sich ja da was im Hintergrund. Kann man schon so ein bisschen sagen, wo es eventuell als Erstes fertig werden könnte?

  120. 42:07
    Julian Mayer

    Genau, ja, ich kann ja ein bisschen erzählen, wo ich sehr viel Arbeitszeit reinstecke, sagen wir so, sind die In Geografie gesprochen ist Norditalien, das heißt Südtirol, Trentino, Gardasee, genauso die Schweiz, wie vorhin erwähnt, und Norddeutschland. Und natürlich bei solchen Projekten auf diesen 10 Jahren kann sehr viel passieren, und ein Hotel ist nicht wirklich eröffnet, bis der erste Gast angereist ist. Das heißt, es kann auch auf den letzten Metern was passieren, wie man in Oberhof gesehen hat. Aber wenn ich darauf wetten würde, würde ich sagen, das nächste Familux kommt in der Schweiz.

  121. 42:47
    Ronald M. Arndt

    Ja, ich kenne den Schweizer Markt ja auch etwas und kann es mir da in der Tat, wie vorher schon erläutert, sehr, sehr gut vorstellen, dass ihr da auch da entsprechend den Durchbruch direkt schon wieder schafft.

  122. 42:59
    Julian Mayer

    Ja, ich habe da große Zuversicht, weil wir haben ja speziell ein Alpenrosé in Oberjoch mit nur ungefähr 3 bis 3,5 Stunden Anfahrt nach Zürich, sehr viele Schweizer Gäste, die uns auch alle sagen, das Konzept fehlt. Sie würden viel lieber in der Schweiz bleiben. Schweizer sind halt mal so, die sind da sehr gerne daheim, ist auch nichts falsch dabei. Und wenn uns das so viele Gäste schon sagen und uns die Möglichkeit dann irgendwann offensteht, dann wäre es ein großer Fehler, wenn wir es nicht machen würden, weil irgendwann macht es ein anderer und dann sind wir die Beleidigten.

  123. 43:32
    Ronald M. Arndt

    Ich möchte nochmal aufs Familienunternehmen zurückkommen und ich denke auch hier bei Chaos und Kekse Bei euren Gästen im Allgemeinen sind einfach, wissen wir ja, viele Unternehmer und Familienunternehmer auch dabei. Auf was muss man sich so als Bruderpaar da einigen? Also beide Vollgas, ist klar. Habt ihr da einfach Glück, dass ihr da ähnlich tickt? Oder gibt es manchmal Momente, wo noch ein Dritter schlichten muss?

  124. 43:58
    Florian Mayer

    Gleiche Ausbildung, schulisch, Ausbildung auch von Elternseits. Wir sind schon verschieden, grundsätzlich sehr ähnlich. Wichtig ist, wir wollen beide das Gleiche, und jeder hat sich da zurechtgefunden, was er am besten kann, und kommt da auch dem anderen nicht in die Quere. Und wenn es da irgendwo Grenzen gibt, dann hat auch der immer recht, wo das in seinem Kompetenzzentrum liegt und der die meiste Ahnung davon hat. Funktioniert eigentlich sehr gut.

  125. 44:28
    Julian Mayer

    Genau, vielen Konflikten geht man aus dem Weg. Da wir uns sozusagen sehr gut die Arbeit aufgeteilt haben. Wir haben also sozusagen bis nach der Schule, ich war ja dann auch kurz in Dubai, aber nur 18 Monate, danach haben sich die Wege und die Interessen in der gleichen Industrie ein bisschen geändert, was uns natürlich jetzt voll in die Karten spielt, weil ich weiß, Operative ist der Flo der Experte, das lasse ich ihn entscheiden, er muss auch die Entscheidung und die Verantwortung dann dafür tragen. Bei allen anderen Sachen, Entwicklung, Marketing, Finanzen, denkt er das Gleiche über mich. Das ist deine Expertise, du machst die Entscheidung und du musst auch damit dann leben. Und ja, das Ziel ist das Gleiche, die Arbeitsmoral auch, und so arbeiten wir parallel dorthin. Ich sehe das in anderen Familienunternehmen, wenn da auch Geschwister dann in zweiter oder dritter Generation zum Zug kommen und beide genau das Gleiche machen wollen, dann ist Konflikt eigentlich vorprogrammiert. Weil wenn beide dann über das Gleiche entscheiden, dann ist es glaube ich in den äußersten Fällen nicht so, dass wirklich die Entscheidung ident sein würde. Und dann ist einfach so viel Diskussions- und Konfliktpotenzial. Und was natürlich bei uns auch ein bisschen hilft, wir wohnen nicht im gleichen Haus. Also wir haben eine geografische Distanz von circa 3 Autostunden, was natürlich auch hilft. Wir sprechen natürlich täglich, mehrmals täglich, vor allem jetzt über Teams die ganze Zeit, aber es hilft natürlich auch, dass man dann nicht im Büro auch aufeinandersitzt.

  126. 46:04
    Ronald M. Arndt

    Eure Häuser sind ja immer durchweg ausgebucht, kann man schon so sagen. Egal wo ich bin, die Tiefgarage ist voll. Was ist denn aber neben dem super Produkt noch so vielleicht Marketing- Hack Nummer 1? Was glaubst du?

  127. 46:22
    Julian Mayer

    Marketing-Hack Nummer 1?

  128. 46:23
    Ronald M. Arndt

    Was funktioniert einfach gut um die Geschichte von Familux?

  129. 46:27
    Julian Mayer

    Also ich glaube, unser Marketing-Hack Nummer 1 sind unsere Gäste. Und das ist eigentlich jetzt, ja, es ist Marketing-Hack, es ist aber auch der Konzept-Hack, ist einfach, dass wir, wir haben die rote Linie, das machen wir, und wir gehen der entlang, und wir gehen nicht links, und wir gehen nicht rechts, und wir müssen eigentlich nur, wir müssen nur an, sagen wir so, die Familie Müller denken mit 2 Kindern. Wenn unsere Entscheidung für die gut ist, wird sich Familie Müller freuen, ist es die richtige Entscheidung. Wir haben den großen Luxus, was natürlich viele alle als auch Risiko sehen, wir arbeiten nur für diesen einen Gast, für diesen einen, in diesem einen Konzept. Wir müssen nicht nachdenken, was der Busgast macht, was das Pärchen macht, was das, sagen wir so, das pensionierte Pärchen macht, was Gruppen machen, was Businessgäste machen. Wir müssen uns nur auf diesen einen Gast konzentrieren und das ist natürlich bei uns in der Entscheidungsfindung ultimativ einfach. Andere Gäste müssen da ja, aber wenn ich das jetzt mache, dann habe ich den Leisure-Gast bevorteilt und dann stirbt mir der Businessgast unter der Woche. Gibt es bei uns nicht. Wenn es für Frau und Herr Müller und die 2 Kinder passt, dann ist es eine gute Entscheidung und dann können wir das eigentlich in 4 Hotels replizieren. Deswegen können wir uns auch in der Gruppe, die es nicht gibt, also in diesem Head Office, was wir gesagt haben, das es nicht gibt, so viele Entscheidungen einfach sparen und so viele Wege und so viel Arbeit sparen, weil wir machen eine Entscheidung, wir wissen, wenn sie in der Alpenrose passt, dann passt sie in anderen 3 Hotels auch.

  130. 47:55
    Sonja

    Wir testen ja dann gerne auch so Sachen, also der Florian kommt ab und zu mit so Ideen in mein Büro und sagt, lass uns das im Dachstein König mal testen, Und dann testen wir das, da sehen wir dann, funktioniert, funktioniert nicht, und entweder wir weiten das dann aus auf alle 4 Häuser oder eben nicht. Also wir waren oft das Versuchskaninchen, inzwischen ist auch das Grain Green oft das Versuchskaninchen, aber—

  131. 48:18
    Ronald M. Arndt

    Was habt ihr zuletzt getestet, Sonja?

  132. 48:20
    Sonja

    Was haben wir getestet? Also was nicht gut funktioniert hat leider, war unser toller Schnullerbaum. Wir hatten damit einen tollen Workshop mit mit Stammgästen, mit Influencern, mit, wer war noch dabei, Mitarbeitern. Und da haben wir so einen Workshop gemacht, einfach was könnte man in der Zukunft eigentlich einführen, was wäre toll. Da haben wir ein paar auf den Tisch zusammengebracht und da war dann eine Idee der Schnullerbaum, weil ganz viele Familien das Problem haben, die Kinder kommen nicht vom Schnuller weg und immer bist du als Mama oder Papa Da übelt er dir, wenn du den einfach wegnimmst. Jetzt haben wir gesagt, okay, gib doch den Schnuller dem Maskottchen, dem Godai, und lass den Schnuller im Urlaub und fahr nach Hause und du bist schnullerfrei. Aber es wurde leider nicht so gut angenommen, wie wir es gehofft hätten.

  133. 49:13
    Ronald M. Arndt

    So kann man sich natürlich auch die nächste Generation an Gästen kaputt machen, wenn die mit so einem Horrorerlebnis dann von Familux abreisen.

  134. 49:21
    Sonja

    Das hoffen wir mal nicht.

  135. 49:23
    Ronald M. Arndt

    Aber ihr habt es ja nicht umgesetzt. So, ich komme wieder auf meinen lieben Taxifahrer zurück. War echt eine schöne Fahrt gestern Abend, der gesagt hat, ja, und du auch, ne, das auch vorher gesagt, Sonja, wie du dich gefreut hast, dass hier in deinem Gosau Familux baut.

  136. 49:41
    Sonja

    Ja, stimmt. Also Hotellerie war für mich nie interessant, und dann war hier Riesenbaustelle, und ich glaube 500 Bauarbeiter, die da gleichzeitig gearbeitet haben, und ich habe gemerkt, okay, da entsteht irgendwas Großes. Das ist spannend. Und inzwischen gibt es ja bei uns 34 verschiedene Berufe, also im Grunde ist wahrscheinlich unter einem Dach für fast jeden was dabei, sei es der Tischler, der Elektriker, der Tierpfleger, Rezeptionist, Koch, also bei uns sind einfach 34 verschiedene Berufe vereint und ist schon echt spannend, ja.

  137. 50:16
    Ronald M. Arndt

    So kommen ja dann wirklich auch mittelständische Unternehmen in einen Ort, wo man vielleicht auch schon irgendwann sagen könnte, ja, da passiert es in Zukunft nicht mehr so viel, weil die Wirtschaft eher, ja, ja, also Gosau, die Menschen sich in andere Richtungen entwickeln, ne? Ist es so?

  138. 50:34
    Sonja

    Definitiv. Gosau war sehr verschlafen und jetzt einfach für die Mitarbeiter, ich glaube, wir haben inzwischen 183 Urlaubsverschönerer, so wie wir immer gerne sagen, ja, gehört bestimmt viel dazu. Wir haben auch viele aus der, oder großteils eigentlich Mitarbeiter aus der Region gewinnen können. Ich glaube, der Profi ist da eh der Florian. Benefits gibt es viele und es wird wahrscheinlich immer schwieriger, Mitarbeiter zu finden, aber noch gelingt es ganz gut in der Familux Gruppe.

  139. 51:07
    Florian Mayer

    Das war damals schon unser Anspruch und ich wusste ja mehr oder weniger, was auf die Branche auf uns zukommt mit dem Thema Mitarbeiter. Und natürlich gibt es die Floskel, Mitarbeiter sind unser größtes Kapital. Das stimmt aber auch so. Aber das ist noch viel, viel mehr. Ohne Mitarbeiter geht hier gar nichts. Und ohne gute Mitarbeiter können wir auch nicht gut sein. Und so war der Anspruch, mein persönlicher damals zu Baustart, wir müssen hier neue Wege beschreiten. Wir müssen hier einfach das ganze Thema umdenken. Und so hatten wir das Glück damals, das wirklich vom Plan auf anders zu machen. Wir waren offen, wir haben alle eingeladen. Uns war es extrem wichtig, dass wir mit allen ein super Verhältnis haben. Mit dem direkten Nachbarn, mit dem Nachbarn dahinter, mit der örtlichen Gemeindepolitik, mit der Bundeslandspolitik, dass wir einfach hier stets offene Türen finden und alle ins Haus holen. Und wir hatten an kurz vor Eröffnung auch einen Tag der offenen Tür, wo wir alle eingeladen haben, ganz Großer, und diese Menschenmassen, das war unvorstellbar, die haben uns die Tür eingerennt. Und natürlich, das war spannend für uns, dass da so viel Interesse ist, und mir war es wichtig, zum einen aus wirtschaftlichen Gründen, weil wir eben nur ein sehr kleines Mitarbeiterhaus haben, so viele Mitarbeiter aus der Region zu motivieren, hier den Beruf oder diese Branche mal zu probieren. Und wir haben es wirklich mit jedem Mitarbeiter probiert, die noch nie ein Hotel von innen gesehen haben, die noch nie mit dem Beruf was zu tun hatten, haben wir es probiert. In den meisten Fällen ging das gut, in anderen Fällen haben wir alle wieder was gelernt und das ging nicht gut, ist aber auch kein Problem. Aber das hat dann schon funktioniert und Diese Kennzahl, 120 Mitarbeiter aus der Region von 180, das ist unerreichbar. Und da werden wir von allen absolut beneidet, dass wir so was damals geschafft haben und davon jetzt noch zehren und das jetzt auch noch dementsprechend pflegen und noch weiter ausbauen müssen. Weil das gehört ja auch zur Authentizität eines Konzeptes, dass hier ja ganz viele Einheimische die Gastfreundschaft versprühen.

  140. 53:25
    Sonja

    Ich sage immer ganz gern unseren Gästen bei der Hausführung, und vielleicht klingt es immer ein bisschen krass, aber ich sage es unseren Gästen ganz oft, für die Familie Mayer sind oft die Mitarbeiter wichtiger als die Gäste selbst, weil der Mitarbeiter einfach schwieriger zu finden ist als der Gast. Und was man schon bemerkt, wenn es gibt, und das ist zum Glück ein sehr, sehr kleiner Bruchteil unserer Gäste, aber es gibt auch die, die vielleicht die Mitarbeiter schlecht behandeln. Und was passiert dann? Die landen auf der Blacklist, die dürfen nicht mehr buchen. Das sind Einzelfälle und wahrscheinlich eine Familie im Jahr, wo das passiert, aber das gibt dem Mitarbeiter dann auch schon ein gutes Gefühl, wenn man weiß, okay, denen ist schon wichtig, dass ich hier arbeite, und da bist du nicht nur eine Nummer, wie es vielleicht in vielen Konzernen doch noch der Fall ist. Und das spricht sich dann natürlich rum. Also wir haben ja auch ein Benefit zum Beispiel, wo du deinem besten Freund erzählst, wie toll es hier ist, und wenn der dann auch hier arbeitet, bekommst du einen Bonus. Und das nutzen, glaube ich, auch ganz viele. Und das ist die beste Werbung, wenn du dem besten Freund, dem glaubst du wahrscheinlich mehr als dem Inserat irgendwo online.

  141. 54:35
    Ronald M. Arndt

    Ja klar, also Personalmangel allgemein, Personalmangel in der Hotellerie ist das große Thema. Und solche Benefits, und habt ihr einige, die Tagen auch, wie du gerade sagst, so zum Storytelling rund ums Thema Mitarbeiterfindung nach Hawaii.

  142. 54:53
    Julian Mayer

    Ja, ich glaube, neben den unzähligen Benefits, wo Florian sicher stundenlang drüber referieren könnte, ist für uns auch immer ganz wichtig gewesen, dass man unseren Mitarbeitern und Teamkollegen wirklich Perspektive bieten kann. Deswegen war von Anfang an klar, wo zum Beispiel das König eröffnet war, wo der Florian sozusagen noch im Direktionssessel gesessen ist, dass sozusagen diese Rolle für ihn befristet ist, damit jeder darunter in zweiter und dritter Reihe weiß, da ist nicht irgendwo ein unsichtbarer Glasboden eingebaut, sondern ich kann auch bis ganz nach oben aufsteigen oder auch noch weiter. Weil Sonja ist ja auch ein tolles Beispiel dazu. Wir hatten, wir haben es jetzt schon ein paar Mal Ein paar Mal berührt das Thema, wo habt ihr euer Gruppenbüro, wo sitzen die ganzen Leute, und die sitzen bei uns in den Ressorts. Ich meine, es war schon nach dem Dachstein König und vor Oberhof, wo wir mit dem Gedanken gespielt haben, oder es wurde einfach von außen gesagt, ihr müsst jetzt irgendwo ein Büro aufsperren, irgendwo muss die Finanz sitzen, irgendwo muss die Reservierung sitzen. Wir haben uns Gebäude und Flächen in Salzburg, Linz und München angeschaut, Und dann ist Gott sei Dank Corona gekommen. Alle Menschen haben gelernt, Videokonferenzen und Teams zu verwenden. Und wir haben für uns dann die beste Ausrede gefunden überhaupt und gesagt, nein, wir lassen die Leute in den Resorts. Unser Marketingteam sitzt, da kannst du dann mehr darüber erzählen, verteilt in allen 4 Resorts.

  143. 56:22
    Sonja

    Genau, Oberjoch nicht.

  144. 56:25
    Julian Mayer

    Ja, stimmt, in Oberjoch derzeit nicht. Aber die sitzen in den Resorts. Die spüren ihre Kollegen, die spüren das Konzept und die spüren den Gast und arbeiten online perfekt miteinander. Und das ist für uns auch ganz wichtig, dass sozusagen Gosau— wenn du jetzt Marketingmanager von einem großen Hotelunternehmen werden willst, dann musst du nicht nach Salzburg, dann musst du nicht nach München ziehen, du kannst auch zu Hause bleiben. Das ist jetzt nicht nur Marketing, das sind genauso die Finanzen, das ist die Reservierung und Verkauf und auch andere Themen. Du kannst in deinem Hotel bis sozusagen in diese Gruppenebene, was bei uns, wie gesagt, dünn besiedelt ist, aber du kannst da auch ohne Probleme aufsteigen und das in einem, ich sage jetzt bewusst nicht Kuhdorf, aber in einem—

  145. 57:08
    Sonja

    Aber doch!

  146. 57:09
    Ronald M. Arndt

    Das kann nur Sonja so bestätigen.

  147. 57:12
    Sonja

    Ja, ich kann das bestätigen.

  148. 57:15
    Julian Mayer

    Lermos ist ja auch nicht viel anders, ist ein bisschen touristischer, aber auch— Ja, ein Kuhdorf.

  149. 57:22
    Ronald M. Arndt

    So, jetzt gönnen wir uns doch noch mal die Frage vom Axel Schmidt, unserem letzten Gast bei Chaos und Kekse, der Weltbäcker. Wo war der? Der war in Hermos. Metalbäcker, Heavy Metal, der offizielle Wackenbäcker. Genau, der hat eine Frage an den nächsten Gast gestellt, das seid jetzt eben ihr, und wir hören mal rein.

  150. 57:42
    Florian Mayer

    Also, nachdem ich ja weiß, dass ich eine Frage stellen darf, habe ich die heute Morgen beim Frühstückstisch gestellt meinen Kids, und die sind natürlich nicht, also die sind ja der Horizont, Open Mind, also die sind ja sowieso nicht begrenzt auf irgendwelchen Pomp und Mammon. Deswegen war da die Frage: Papa, frag doch mal, gibt es eigentlich Außerirdische irgendwo? Was glaubt denn ihr?

  151. 58:11
    Ronald M. Arndt

    Was würde Leni sagen? Kann sie schon mit mit Außerirdischen was anfangen? Gibt es irgendwo Außerirdische? Jetzt haben wir so viel Business gesprochen.

  152. 58:20
    Florian Mayer

    Das ist noch ein Prinzessinnen-Thema. Die ist noch da. Um das zu beantworten: Man weiß es nicht, ob es die gibt. Mittlerweile würde ich persönlich sagen, ich hoffe, es gibt sie, dass wir auf der Welt doch wieder was Vernünftiges zu tun haben und doch wieder etwas Spannendes, ein gemeinsames Ziel haben. Genau, dass vielleicht der ein oder andere Staatschef dann doch andere Perspektiven, Ziele oder Sachen hat, mit denen er sich zu befassen hat, als ständig unter unfassbarem Leid seine Grenzen zu verschieben. Und wir da als Menschheit wieder ein Thema haben, wo wir dann gemeinsam uns in Ehrfurcht darauf freuen können oder vorbereiten können.

  153. 59:09
    Ronald M. Arndt

    Gemeinsam. Ja, würde aber auch bedeuten, dass man natürlich vielleicht noch auf anderen Planeten auch noch ein Familux irgendwo mal finden kann und dafür eben auch die Zielgruppe schon noch existiert.

  154. 59:18
    Florian Mayer

    Ja, was für den Fachkräftemangel.

  155. 59:20
    Ronald M. Arndt

    Oder der Fachroboter habe ich ja schon irgendwo gesehen mal, ja, aber sehr dezent, sehr zurückhaltend.

  156. 59:27
    Sonja

    Julian, siehst du das ähnlich wie dein Bruder?

  157. 59:30
    Julian Mayer

    Ähnlich, aber vielleicht noch extremer und drastischer. Also ich glaube, es wäre ganz falsch zu behaupten, dass es es nicht gibt. Wir kennen den kleinsten Teil des Universums, und dass da jetzt sich jemand hinstellen trauen würde und sagt, das kann es nicht geben, das ist, glaube ich, wäre ein fataler Fehler. Natürlich nicht irgendwo im näheren Umkreis das kleine grüne Männchen, das runterschaut auf uns hier auf der Dasternkönig-Terrasse, aber dass es da draußen Dass es Leben gibt, ich glaube, das darf man gar nicht abstreiten.

  158. 1:00:03
    Sonja

    Das kleine grüne Männchen gibt es jetzt gerade im The Grand Green, da haben wir ja gerade unseren neuen, die 4. Etage eröffnet. Da sind überall die Aliens unterwegs tatsächlich.

  159. 1:00:14
    Ronald M. Arndt

    So, habt ihr eine Frage für den nächsten Gast?

  160. 1:00:16
    Julian Mayer

    Ich glaube, Florian hat sich eine ausgedacht.

  161. 1:00:20
    Ronald M. Arndt

    Ja, er möchte die Tradition nicht unterbrechen. Gast für Episode Nummer 7.

  162. 1:00:27
    Florian Mayer

    Ich habe mir vorher eine Frage ausgedacht, oder wir haben uns ein bisschen beraten, aber mittlerweile ist mir ohne Absprache was Besseres eingefallen, wo ich meine, es ist was Besseres. Wenn der nächste Gast wieder zurückgeht in den Kindergarten, was würde er anders machen danach, wissend, was kommt?

  163. 1:00:49
    Ronald M. Arndt

    Ja, vielen, vielen Dank.

  164. 1:00:52
    Sonja

    Superspannend. Was mir jetzt noch fehlt, das peinlichste Erlebnis vom Florian. Das wollen wir jetzt nicht vergessen. Das haben wir vorhin so unbeantwortet gelassen, die Frage.

  165. 1:01:02
    Ronald M. Arndt

    Hast du die nicht vorbereitet?

  166. 1:01:05
    Florian Mayer

    Mein peinliches Erlebnis meiner Eltern war, wo ich einmal in jungen Jahren verloren gegangen bin. Das ganze Hotel hat mich gesucht. Das ist oft passiert und ich habe es wirklich geschafft, einen halben Tag unter einem Tisch, unter der Tischdecke im Restaurant zu schlafen, und jeder hat mich gesucht. Das war jetzt peinlich für meine Eltern. Ich komme ungeschoren davon.

  167. 1:01:30
    Sonja

    Vielen Dank dafür.

  168. 1:01:32
    Ronald M. Arndt

    Ja, da haben wir doch auf ganz tolle, spannende, unterhaltsame Weise heute mal wieder erfahren dürfen, was sich gerade so tut, was natürlich alles schon an Wegstrecke auch zurückgelegt wurde. Seit eurem ersten Lebensjahr.

  169. 1:01:47
    Sonja

    Wie die Meiers denken.

  170. 1:01:49
    Ronald M. Arndt

    Danke, Sonja, hat auch wieder mit dir zusammen großen Spaß gemacht. Ja, eine super Episode wieder geworden von Chaos und Kekse. Schön, dass ihr mal dabei wart als Eigentümer eben von Familux. So ein Podcast Chaos und Kekse, die Idee kam letztes Jahr bei euch auf? Gab es die schon lange? Einfach mal die Marketingbrille kurz anziehen. Kurz wieder abziehen bei dir.

  171. 1:02:14
    Julian Mayer

    Ja, das sagen wir so, es war Teil einer strategischen Entscheidung, ein Wunsch von uns, dass wir sozusagen auch im Marketing einen Mehrwert für die Gäste liefern wollen. Das heißt, wir gehen vom klassischen, hier ist unsere Anzeige im Magazin XY, sondern hier ist Content-Marketing. Deswegen auch unser eigenes Magazin, wo man sehr wenig Werbung von uns drin drin findet, aber natürlich uns im Content erleben und wiedererleben kann. Wir sprechen dort rein über Familien und auch das Gleiche jetzt im Podcast. Das heißt, wir sprechen mit meist Eltern, wir sprechen über Familienthemen, wir sprechen über Familienunternehmen und ja, das Thema Familux schwingt mit, aber es ist keine Familux-Werbeveranstaltung.

  172. 1:03:02
    Ronald M. Arndt

    Jetzt habt ihr ja vorher schon gesagt, dass ihr viel online arbeitet, auch euer Austausch zueinander über Teams erfolgt. Ich kann es mir aber nicht vorstellen, dass es auch reicht. Man hat ja dann doch Führungskräfte und Ideen entstehen ja am besten immer noch, glaube ich, wenn man sich trifft. Gibt es da nicht so irgendwelche Rhythmen, Zyklen?

  173. 1:03:22
    Florian Mayer

    Ja, das stimmt schon. Also gerade mit Covid hat sich da extrem viel geändert und das ist ja auch ein wirtschaftlicher Vorteil, wenn man das ganze Head Office ins Netz verlegt. Wir als junges, in unserer Generation junges Familienunternehmen total digitalisiert sind, aber total viel extrem kurze Wege haben, wie wir kommunizieren. Da geht ganz viel über kurze SMS, WhatsApp, Anrufe, sonst fixe, sure fix über Microsoft Teams. Und wir probieren es dann aber trotzdem ein paar Mal im Jahr, dass wir alle zusammenholen. Um da persönlich gemeinsam nicht nur zu arbeiten, aber auch persönlich eine gute Zeit zu haben. Ich stecke jetzt gerade in der Planung für nächsten Donnerstag. Da geht es mit all unseren Küchenchefs für einen Klausurtag nach Salzburg. Es sieht so aus, die kommen alle von Oberjoch, von Oberhof, von der Alpenrose zu uns nach Gosau in den Dachstein König, werden hier einquartiert. Dann fahren wir mit einem Hotelbus nach Salzburg, gehen dort extrem gut frühstücken, haben da überall einen Blick hinter die Kulissen. Dann eine kurze Food-Trend-Tour durch die Fußgängerzone, verschiedene Konzepte, um das mitzunehmen, wahrzunehmen, was ist trendy, was mag unsere Zielgruppe, was ist wichtig. So geht es den ganzen Tag durch. Besuchen verschiedene Restaurants, reden mit Michelin-Küchenchefs, über die Menüs, über die Zubereitungsarten sehen und probieren, ganz viel. Und abends geht es in Gosau in eine kleine Hütte mit viel Speck und Bier. Sind ja alles Männer, unsere Küchenchefs. Mir ist es wichtig, dass die untereinander nicht nur klarkommen, sondern auch die kurzen Wege, die wir vorleben, untereinander genauso pflegen. Und wenn jemand was braucht, Rezept, Mitarbeiterrat, dass man den einfach schnell anrufen kann, weil man zu dem eben eine gute freundschaftliche Bindung hat. Und das stärken wir.

  174. 1:05:27
    Ronald M. Arndt

    Das gehört auch dazu, ne?

  175. 1:05:28
    Florian Mayer

    Ja, stärken wir mit solchen Tagen.

  176. 1:05:30
    Ronald M. Arndt

    Auch wirklich aufeinander Lust haben. Freundschaftliche Verbindung sagst du sogar.

  177. 1:05:33
    Florian Mayer

    Das ist wichtig.

  178. 1:05:36
    Ronald M. Arndt

    Und euer, habt ihr so einen klassischen Arbeitstag, ihr beide?

  179. 1:05:41
    Julian Mayer

    Klassischen Arbeitstag gibt es nicht.

  180. 1:05:42
    Ronald M. Arndt

    Den gibt es nicht, ne?

  181. 1:05:43
    Julian Mayer

    Nein, deswegen ist es ja auch so interessant. Es gibt, wie Florian gesagt hat, natürlich die Fixtermine, aber wie erwähnt, wir haben für uns die glückliche Position in unserem beiden Schaffungsfeld, dass wir eigentlich konstant am Weiterentwickeln der Marke und des Konzepts sind und deswegen sehr viele Sachen ausprobieren und ausprobieren müssen und dürfen. Und deswegen ist eigentlich jedes Projekt anders und jeder Tag anders. Und es sieht Gott sei Dank immer anders aus und es wird nie langweilig.

  182. 1:06:18
    Florian Mayer

    Wir sind ja auch extrem viel unterwegs in den 4 Häusern und die 2 Familux-Yachten in Kroatien. Und bei mir ist es auch wirklich so, bis auf die Urlaubszeit habe ich in den letzten 2 Jahren nicht länger als 3 Nächte im gleichen Bett geschlafen. Viel Fahrerei und auch sehr viel Hingabe zum Beruf.

  183. 1:06:42
    Ronald M. Arndt

    Und Momente, wo man mal kurz durchatmet oder natürlich auch sich Inspiration holt, wie sehen die bei euch aus?

  184. 1:06:52
    Florian Mayer

    Die gibt es schon, die nimmt man sich, die hat man sich zu nehmen. Auch wir haben Freizeit.

  185. 1:06:59
    Ronald M. Arndt

    Familie hast du ja auch.

  186. 1:07:01
    Florian Mayer

    Das Gute ist, bei mir gibt es ja in meinem ganzen Leben nur Alles, was mit Familie zu tun hat, privat und auch beruflich. Und da muss ich sagen, ich darf das vermischen, ich vermische das auch sehr gerne und bin da gerade im Thema Familienurlaub, da bin ich schon eher ein Besessener, der da probiert, die Zeit zu nützen, um das auch alles mitzunehmen. Das heißt, wenn es bei mir mit der Familie in den Urlaub geht, dann werden da so viele Konzepte, Hotels, Hotelbetten gesehen, getestet, fotografiert, schaue, was los ist am Markt, um das dann alles mitzunehmen und auch mit meinen Mitarbeitern und Führungskräften zu teilen.

  187. 1:07:47
    Julian Mayer

    Auch oft zum Leiden der Frau, weil es geht dann schon in Extreme, dass man 3 Hotels in 7 Tagen macht. Ja, das ist natürlich dann nicht der entspannte Urlaub. Es ist natürlich für uns als Mayer ist immer extrem spannend, neue Konzepte, viele Fotos, viele Ideen mitbringen, viele Fehler sehen, die wir vielleicht auslassen können. Aber der klassische Erholungsurlaub ist es nicht.

  188. 1:08:09
    Ronald M. Arndt

    Aber das ist bei mir natürlich genauso. Ich werde auch ab und an gefragt, wie kommst du da auf so viel Material rund um Hotel-Podcast, jede Woche eine neue Episode? Aber klar, da passiert viel im Familienurlaub, 2 Nächte hier, 2 Nächte da, und dann geht's wieder weiter. Ich möchte noch mal auf die Finanzierungsmöglichkeiten zurückkommen. Crowdfunding war ja so ein Thema. Wenn da Geld zusammenkommt, in welcher Art und Weise, dann wird in den Bau, ins Gebäude gemeinschaftlich investiert, oder gibt es da noch mal eine—

  189. 1:08:41
    Julian Mayer

    Genau, das sind klassische Miteigentümer der Immobilie, auch der Betriebsgesellschaft. Wir arbeiten ja mit Managementverträgen. Das heißt, Immobilie und Betrieb ist bei uns meist in der gleichen Gesellschaft, und da nehmen wir Co-Investoren und Eigentümer mit auf. Sind meist uns Bekannte, da haben wir eine große Handvoll Menschen und Firmen, die da gerne mit uns mitarbeiten. Aber der Hauptanteil, die Majority, liegt immer bei den Mayers. Das heißt, wir verlangen das auch von unseren unseren Co-Investoren mit ab, dass das, wenn ein Konzept so leben muss wie Familux, wo stetig daran gearbeitet, ausgebaut und optimiert werden muss, dann müssen wir uns auch, dann müssen wir auch die Entscheidungsfreiheit, also die Mehrheit am Gebäude an sich, ja, okay, die Entscheidungsfreiheit, weil nachher dann zu sagen, ich stecke hier noch mal x Millionen rein in die Weiterentwicklung, ja, ist nicht so ganz einfach. Deswegen werden bei uns Also wenn man sie wieder Investoren nennt, auch mit diesem Kriterium ausgewählt, dass die wissen, wo die Reise hingeht, dass wir nicht stillstehen und dass sozusagen mit dem Erstinvest ist es nicht getan, da kommt sicher was nach und das nicht erst nach 20 Jahren, sondern wahrscheinlich schon nach 4, nach 5 oder nach 6 Jahren. Und jetzt wie hier im Dachsteinkönig erst nach 8 Jahren, aber da kommt jetzt ein großer Entwicklungsschritt und das haben die, die mit im Boot sind, die wissen, Die wissen, wo die rein müssen.

  190. 1:10:07
    Ronald M. Arndt

    Die wissen, was kommt.

  191. 1:10:08
    Julian Mayer

    Die haben die Route geplant bekommen.

  192. 1:10:14
    Ronald M. Arndt

    Ja, jetzt seid ihr sicherlich Nummer 1 in Europa. Gibt es weltweit, sage ich mal, sind euch da schon mal Marken begegnet, die es ähnlich gut machen?

  193. 1:10:25
    Florian Mayer

    Ausschließlich für Familien mit Kindern im Premiumsegment? Nein.

  194. 1:10:30
    Ronald M. Arndt

    Verrückt.

  195. 1:10:30
    Julian Mayer

    Nein, ist Es ist verrückt, wenn man sich das anschaut, weil wir, es ist ja kein Geheimnis, dass das Konzept gut funktioniert, so wie du sagst, die Tiefgaragen sind meistens voll.

  196. 1:10:42
    Ronald M. Arndt

    Ich muss ehrlich sein, bei meinem ersten Aufenthalt in Oberhof, da bin ich ganz gespannt nochmal in die Tiefgarage gegangen, um auch zu schauen, wo die so herkommen, die Leute.

  197. 1:10:51
    Julian Mayer

    Aber ja, das Konzept, ich habe es einmal versucht, ein bisschen zu analysieren. Es gibt schon ein paar Barriers of Entry to the Market, wenn man es jetzt auf Englisch sagt. Also das, was jetzt zum Beispiel jetzt die großen amerikanischen Hotelkonzerne davon abhält, dies zu tun, das ist zum einen das unglaubliche Risiko im Investment. Es ist ein Riesengebäude, sind Tausende von Quadratmetern, es ist das Doppelte, was die gewohnt sind zum Verbauen, natürlich da. Es gibt das Risiko, dass man sich wirklich nur auf eine Zielgruppe spezialisiert spezialisiert. Jede Bank wird hinterfragen, hey, was ist, wenn die Zielgruppe ausbleibt, was macht ihr dann? Wir sind in dieser komfortablen Position, dass wir das seit 30 Jahren nicht anders kennen. Deswegen, wir haben mit dem Risiko leben gelernt und wir sind jetzt ganz bequem damit. Und dann Nummer 3 sind die vielen, vielen Kinder. Wir haben durchschnittlich im Darstellkönig um die 200 Kinder im Haus. Da muss natürlich auch, da ist die Verantwortung von Hotellerie ganz eine andere. Da würde sich jetzt, glaube ich, eine große Marke wie Marriott gar nicht dran trauen wollen, weil sie sagen, so, der hat jetzt 3 Gründe genannt, wieso das ein Riesenrisiko ist, wieso sollten wir das uns antun? Und ich glaube, da muss die Opportunity, die sie anschauen, schon eine ganz brutale Rentabilität oder was sonst auch aufweisen, dass sie sich das überhaupt überlegen. Das Gute ist, wir sind damit aufgewachsen, wir kennen es gar nicht anders.

  198. 1:12:17
    Florian Mayer

    Also unsere Eltern haben damals 1994 diesen Schritt wagen müssen, mit dem Riesenrisiko und auch mit der Aktion: Meine lieben Stammgäste, vielen Dank, dass ihr uns jetzt 20 Jahre beehrt habt, aber ab morgen dürft ihr alle nicht mehr kommen. Ihr habt keine Kinder, wir machen jetzt Familie mit Kindern. Und das ist ein Thema, wo auch international die, die entweder sie müssen sich oder sie wollen sich absichern mit anderen Zielgruppen. Und das Das vermischt sich einfach schlecht und bei uns mit unserem unvermischten Sirup funktioniert es ganz gut, weil eben die Generation vor uns diesen Schritt schon für uns erledigt hat.

  199. 1:12:59
    Ronald M. Arndt

    Jetzt investiert ihr natürlich nicht immer nur in noch weitere Attraktionen oder neue Chalets hier in Gosau, sondern so ein Haus muss natürlich auch instand gehalten werden durch die hohe und aufgrund der hohen Anzahl an Kindern. Ich habe allein diese Eismaschine da vor Augen, die ich nicht wusste abzustellen bei meinem ersten Aufenthalt. Das heißt, sie lief immer weiter und weiter und weiter. Dann musste ich mit meinen 2 kleinen Kindern da auf dem Sofa das Eis schlotzen. Und wie geht man damit um?

  200. 1:13:29
    Julian Mayer

    Ja, da kommt natürlich sehr viel Know-how und Erfahrung von den letzten vielen Jahren rein. Was für Maschinen wählt man aus? Was für Materialien? Materialien sind ganz wichtig. Weil es macht einen großen Unterschied, ob ein Hotelzimmer von durchschnittlich 1,4 Personen bewohnt wird oder wie bei uns von 3,5 oder 3,6, und das mit einer Auslastung von gefühlt 30,0. Gefühlt schicken wir das Doppelte oder das Dreifache von Menschen durch ein Hotelzimmer, wie das andere Konzepte gewohnt sind, und da sind natürlich die Materialien ganz wichtig und die Pflege und die Instandhaltung. Natürlich, aber wir haben das gelernt. Für uns ist es jetzt ein natürlicher Ablauf. Andere Hoteliers und Entwickler werden dann natürlich ganz schnell damit überfordert. Ist natürlich für uns auch eine Riesenaufgabe gewesen, dieses ganze Know-how, was in den Köpfen der Mayers steckt, mal niederzuschreiben, weil wenn man wachsen will, muss man das auch jemandem erklären, der das dann für einen umsetzen kann, weil sonst kann man immer nur mit einer angezogener Handbremse wachsen, weil man kann das ja nicht schlecht jemandem abgeben, muss es selber machen.

  201. 1:14:36
    Ronald M. Arndt

    Weiterempfehlung, haben wir vorher schon gesagt, ist das eine Instrument, sage ich mal, das immer wieder neue Gäste auch bringt. Aber ich denke auch gerne an mein Kennenlernen mit Mike Süßer zurück, der ja bekannter Koch ist und Fernsehkoch ist und hier auch jetzt längerfristig erstmal mitwirkt.

  202. 1:14:56
    Florian Mayer

    Auch neue Marketingwege, neue Wege, die wir beschreiten. Unter anderem die Kooperation mit Marc Süßer, wo wir gemeinsam die Kulinarik in den Familux Resorts auf das nächste Level heben möchten und natürlich das auch nicht nur für die Gäste, auch am Arbeitsmarkt ausnutzen möchten. Marc Süßer, einer von uns. Das spielt sich aber auch weiter. Mit Felix Neureuther haben wir eine neue Kooperation mit seinem Beweg dich schlau. Programm für den Kids Club. Und so fallen uns eigentlich jährlich neue Ideen ein. Ich muss auch sagen, Familux Yachts, das ist jetzt da kein großes Geschäft für uns. Ja, das trägt sich von alleine, aber der Grund, warum wir das machen oder machen dürfen, das ist Marketing. Marketing, weil es uns wichtig ist, dass am exklusivsten Familienurlaub deine eigene Yacht in den Buchten der Adria, dass da Familux draufsteht. Und aber auch, dass wir es unseren Mitarbeitern, unseren 700 Mitarbeitern anbieten können, in deiner Arbeitszeit braungebrannt barfuß mit kurzer Hose für nur eine Familie verantwortlich zu sein. Dieses Familux-Yachtsprogramm, das ist für uns extrem viel Arbeit, ist viel Risiko, aber das ist Werbung.

  203. 1:16:13
    Ronald M. Arndt

    Ja, aber mit jedem, mit dem ich über Familux spreche, heißt es immer, gell, die haben auch Yachten. Genau dieser Mechanismus, ja, der da funktioniert.

  204. 1:16:22
    Julian Mayer

    Aber ja, das kommt auf die gleiche Spitze hin wie unser Magazin und der Podcast, wie die Eingangsfrage. Das klassische Marketing ist uns einfach viel zu langweilig. Deswegen machen wir die Kooperation mit Mike Süßer, mit der Felix-Neureuther-Stiftung, weil da ziehen wir auch was für die Betriebe heraus. Da haben wir was davon, da haben die Mitarbeiter was davon. Mit Felix Neureuther und seiner Beweg dich schlau Stiftung gestalten wir unsere ganze Activity, also die Aktivitäten im Kids Club, also wo man sich bewegt. Das ist alles dort, das ist Know-how, da weiß der Gast, hey, die haben das nicht nur irgendwo aufgelesen, da ist ein bisschen was auch dahinter. Und machen natürlich auf beiden Seiten Cross-Marketing, wir mit Felix und Felix mit uns.

  205. 1:17:06
    Ronald M. Arndt

    Wie weit reicht jetzt so die Planung bei euch? Also Investitionsvolumen haben wir ja für das nächste Jahr schon in der Höhe erfahren. Dann gibt es immer viele Projekte, die parallel entstehen, aber wo ist so der Zeitstrahl? Hat er dann doch irgendwo mal ein Ende, oder gibt es einfach eine Vision?

  206. 1:17:30
    Florian Mayer

    2015 bin ich 50 und dann war's das.

  207. 1:17:35
    Julian Mayer

    Nein, es gibt eine Vision und wie gesagt, wir beide arbeiten mit Vollgas darauf hin und wir schauen, wie weit wir kommen. Also wir zielen mal sehr hoch und haben die Motivation und ganz in unseren Händen ist es ja nicht immer, wenn ein Projekt aufgehen soll, aber wir arbeiten mal sehr hart. Und wir glauben, wir arbeiten härter daran wie manch anderer, und wieso es dann nicht aufgehen soll, das weiß ich nicht. Aber wie gesagt, wir schränken uns da nicht ein, und wir haben auch das Ziel hin nach oben nicht abgekauft. Das heißt, wenn wir sagen, Hotel Nummer 6, jetzt hören wir auf, das wäre ja auch blöd, weil das kann ja auch schon in 3 Jahren passieren. Was tun wir dann?

  208. 1:18:14
    Florian Mayer

    Dann kommt ein anderer und macht die 7. Ja, genau.

  209. 1:18:17
    Julian Mayer

    Aber ja, Vorreiter sein, weiterhin Vollgas, und wir haben die rote Linie im Konzept und auch auch in der Weiterentwicklung, was wir noch tun wollen und wie weit wir wachsen wollen und wohin wir wachsen wollen. Aber dem sind keine Grenzen gesetzt.

  210. 1:18:32
    Florian Mayer

    Wohlwissend eigentlich, dass— und das ist aber auch ein Thema, das habe ich mit mir— ich weiß, ich werde kein besseres und glücklicheres Leben haben, wenn wir jetzt 20 Hotels haben als jetzt mit 4. Das wird einfach nicht besser, sondern das liegt dann schon an mir, diese ganze Reiserei und und Kontrolle und Weiterentwicklung. Das bringt dann auch schon sein Thema familiär mit sich, aber solange wir dürfen von unseren Familien aus, wollen wir das auch.

  211. 1:19:01
    Ronald M. Arndt

    Erinnert mich so ein bisschen an Sirocco Forte, der einfach auch die ganze Zeit unterwegs ist.

  212. 1:19:08
    Florian Mayer

    Guter Vergleich, danke.

  213. 1:19:14
    Ronald M. Arndt

    Ja, aber gehört dazu, ne? Ist am Ende Gerade erst natürlich ein Familienunternehmen, so eine Marke ist mit den Menschen verbunden wie eben bei anderen großen Gesellschaften nicht. So, mein Vorschlag, das ging heute schön in die Tiefe, vielen Dank für das Update 2024 im Hotel-Podcast. Ja, wir machen das Gleiche 2025 wieder und von dann an jährlich. Und erzählen gibt es glaube ich immer genug.

  214. 1:19:43
    Julian Mayer

    Gibt sicherlich genug. Hoffentlich dann, nein, nächstes Jahr können wir dann sicher über konkrete neue Projekte sprechen.

  215. 1:19:49
    Ronald M. Arndt

    Super, ich freue mich drauf. Julian, Florian Mayer, alles Gute und bis bald.

  216. 1:19:55
    Florian Mayer

    Vielen Dank, schön, dass du bei uns zu Gast warst.