Florian Mayer, Familux Resorts
Aufgenommen: Dachsteinkönig, Gosau
Germany37 Min Das Video kommt von YouTube und lädt erst, wenn du auf Abspielen klickst.
„Da sind wir jetzt bei einem Baubudget von über 40 Millionen Euro angelangt. Das wird normalerweise ausreichen, um ein großes Hotel neu auf die Wiese zu klatschen, aber wir renovieren dafür.“
Florian Mayer, 05:52
Florian Mayer führt den Dachsteinkönig in Gosau seit einigen Monaten wieder selbst und erzählt Ronald M. Arndt, was bei Familux gerade gebaut wird: 11 Luxuschalets in Gosau, über 40 Millionen Euro Umbaubudget für Oberjoch 2026 und ein À-la-carte-Konzept mit Mike Süsser. Neue Projekte an der Nordsee, in Südtirol und in der Schweiz hängen alle an derselben Hürde, nämlich mindestens 25.000 Quadratmeter Grundfläche. Außerdem erklärt er, warum der Grand Green in Thüringen im dritten Jahr das wirtschaftlich stärkste Haus der Gruppe ist.
Die Audiodatei kommt beim Abspielen von Spotify for Creators. Vorher wird nichts geladen.
Kernaussagen
- 25.000 Quadratmeter Minimum: Ein Familux-Haus braucht mindestens 25.000 Quadratmeter gewidmete Fläche und 120 Zimmer und mehr. Deshalb scheitern viele Projekte, und aus bestehenden Hotels lässt sich das Konzept kaum machen: In Oberjoch wurden 2011 aus 245 Zimmern 143.
- Mehr Platz, weniger Betten: In Gosau wird auf einer zweiten Fläche von 25.000 Quadratmetern gebaut, zu den 480 Betten kommen nur 62 dazu. Dafür 11 Luxuschalets, größerer Pool mit Schwimmteich, Familiensauna, doppeltes Skidepot und ein À-la-carte-Restaurant mit Mike Süsser.
- 40 Millionen für Oberjoch: 2026 ist das Jahr von Oberjoch: fast ein halbes Jahr geschlossen, Baubudget über 40 Millionen Euro für 15 Chalets, doppelte Wasserwelt, neuen F&B-Bereich, Lobby und Außenspielplatz.
- Thüringen funktioniert: Der Grand Green in Oberhof, über 70 Millionen Euro Investition, wird im dritten Jahr das wirtschaftlich stärkste Haus der Gruppe, heuer mit rund 90 Prozent Auslastung. Der Januar bleibt der schwächste Monat, weil das Skigebiet nicht zieht, der Grund für den Erfolg ist die kurze Anreise.
- Retail, Fashion, Crowdinvest: Die Shops in den Hotels werden den Pächtern abgenommen und selbst betrieben, dazu kommen eine erste Familux-Fashionlinie und neue Uniformen für 180 Mitarbeiter. Über Familux Invest sollen Stammgäste investieren können, die zwei Katamarane in Kroatien verdienen kaum Geld, helfen aber Marke und Recruiting.
Keine Episode verpassen
Folge HOTEL-PODCAST dort, wo du sowieso hörst. Neue Episoden aus sechs Ländern kommen dann ganz von selbst. Oder tritt unserer WhatsApp-Community bei, um über alle Neuigkeiten auf dem Laufenden zu bleiben.
Weitere Episoden
Alle EpisodenTranskript
Transkript öffnenTranskript schließen37 Min · Ronald M. Arndt und Florian Mayer
Automatisch transkribiert mit AssemblyAI, Sprecher automatisch zugeordnet. Nicht redigiert.
- 00:00 Ronald M. Arndt
Ja, lieber Florian, ich habe mal nachgeschaut. Ich glaube, es war im Juli, August letzten Jahres, dass wir uns das letzte Mal getroffen haben zum Hotel-Podcast, und war auch hier in Gosau im Dachsteinkönig. Schön, dass ich wieder da sein darf und einfach mal nachhorche, was sich bei euch gerade so tut, was Neues ansteht, wie weit die Pläne vorangeschritten sind. Aber es ist Samstagnachmittag und Du bist auch hier. So viel zu tun, oder?
- 00:29 Florian Mayer
Ja, eigentlich viel zu tun. Also zuerst mal herzlich willkommen zurück bei uns.
- 00:33 Ronald M. Arndt
Danke dir.
- 00:34 Florian Mayer
Im schönen Salzkammergut. Ja, viel zu tun. Leite gerade den Dachstein-König seit ein paar Monaten wieder selbst.
- 00:44 Ronald M. Arndt
Hast du ja damals schon gemacht, wenn das nicht alle wissen. Warst du hier im Dachstein-König lange der Leiter? Ja, damals.
- 00:50 Florian Mayer
Also ich habe den Dachstein-König eröffnet. Das war im Jahr 2000. 2016, habe ihn dann 3 Jahre selbst geführt, dann wieder abgegeben. Und jetzt habe ich auch kurz bei einem Direktorenwechsel gesagt, ich übernehme wieder kurzfristig, bis wir einen tollen Kandidaten haben, der unser größtes Haus in Österreich wieder weiterführen darf. Und bis der da ist, dann mache ich das gerne und hoffentlich auch gut selbst.
- 01:16 Ronald M. Arndt
Ja, das heißt größtes Haus. Insgesamt sind es ja nach wie vor 4. Da hat sich jetzt das letzte gute halbe Jahr nichts getan, 2 in Österreich, 2 in Deutschland. Aber steht schon ein 5. aus? Kann man schon was sagen?
- 01:30 Florian Mayer
Also ein Thema bei unserem Konzept geht es ja nicht, dass die irgendwie wie die, wie die, in Österreich sagt man, die Schwammerl aus dem Boden sprießen. Das geht nicht. Wir brauchen unbedingt, also bei uns, wir brauchen extrem viel Fläche, wir brauchen viel korrekt Gebiet mit dem Baugrund für unser Vorhaben. Takeovers, bestehende Konzepte, die wo wir ein Familux-Haus machen, das ist ja fast unmöglich. Wir haben das einmal gemacht mit Oberjoch im Jahr 2011, da war halt extrem viel Kubatur, Hardware vorhanden. Wir haben da auch aus 245 Zimmern 143 gemacht, damit das Ganze auch Sinn macht. Denke an ein separates Kinderzimmer und extrem viel Indoorplatz und Raum, die einfach unser Konzept braucht und benötigt. Und so geht das kaum, dass man aus bestehenden alten, neuen Hotels ein Familux macht, das geht nicht. Deswegen ist für uns nur spannend neue Grundstücke, und wir brauchen halt mindestens 25.000 Quadratmeter, dass wir unser Konzept hier entfalten können. Und das ist dann auch der Grund, dass Development bei uns einfach sehr langsam gehen muss. Schnell geht sowas nicht.
- 02:49 Ronald M. Arndt
Das muss man sich wirklich mal anschauen, was so ein Familux-Resort ausmacht, weil wenn du sagst Dimension, das steckt ja wirklich ordentlich was dahinter. Die Fläche. Ich glaube, in Oberhof 2 Rutschen ewig lang und so weiter. Indoor-Fußballplatz, Sporthalle, genauso wie hier auch. Also schon ein kleines Disneyland eigentlich, ne?
- 03:10 Florian Mayer
Ja, also es ist ja auch so, wir wollen da unbedingt auch ein ganz tolles Urlaubserlebnis bieten und das wetterunabhängig. Und da profilieren wir uns gerade im November oder in den Nebensaisonen in Österreich, wenn einfach der Bordstein hochgeklappt wird und kein Tourist mehr zu sehen ist, haben wir volle Häuser, weil die Gäste wissen, egal wie das Wetter ist oder wird, hier komme ich auf meine Kosten als Kind oder auch als Erwachsener.
- 03:37 Ronald M. Arndt
Ja, vielleicht bleiben wir gerade mal in Oberjoch im Allgäu. Hast ja gesagt, das war damals ein Bestandshaus, das ihr übernommen habt, aber ich glaube, da stehen auf jeden Fall Erweiterungen an. Also bisschen Fläche habt ihr noch gefunden.
- 03:49 Florian Mayer
Wir haben ein bisschen Fläche finden müssen nach ganz vielen Gesprächen, und das ist halt extrem hart und bitter, wenn du an einem Ort bist, da ist es dann total schwer, dich weiterzuentwickeln, oder du musst um jeden Quadratmeter bitten und betteln.
- 04:02 Ronald M. Arndt
Der wird doch immer teurer, wahrscheinlich, ne, von Jahr zu Jahr.
- 04:05 Florian Mayer
Ich schweife da ganz kurz zum Dachsteinkönig, weil da steht der jetzt in den Planungen für den Zubau. Wir haben, also nicht wir, sondern das waren halt meine Vorfahren, die Entwicklungsgesellschaft davor, oder mein Vater, wir haben die gleiche Fläche, auf der der Dachsteinkönig jetzt steht, 25.000 Quadratmeter, damals schon vorgesorgt, gekauft, korrekt gewidmet mit noch mal 25.000 Quadratmetern. Quadratmeter, die wir heuer bebauen wollen. Also wir stehen jetzt auf 480 Betten und auf die gleiche Fläche bauen wir lediglich 62. Und das ist eine Kennzahl, die, die soll das zusammenfassen, was unser Besinnen ist mit Familux für die Zukunft. Wir wollen jetzt nicht unbedingt überall noch die Betten reinzwingen, sondern wir wollen unseren Standpunkt einfach noch ausbauen für unsere Gäste, noch viel mehr Raum, Platz, Infrastruktur und Erlebnis schaffen. Jetzt nicht unbedingt noch viel, viel mehr Gäste in die 4 reinquetschen, sondern ganz viel, ganz wenige Wände und ganz viel Platz dafür, für wirklich wenige Gäste. Aber so geht dann natürlich auch der Preis nach oben.
- 05:15 Ronald M. Arndt
Aber das ist dann wirklich eine neue Größe für ein Familux Resort, weil ich glaube, ihr habt da so 100, 105 aktuell Zimmer.
- 05:22 Florian Mayer
Zimmer, wir haben jetzt in Oberhof auch eine ähnliche Größe, gell? Nein, also wir haben jetzt im Dachsteinkönig 105 Zimmer und 12 Chalets ist gleich 117 Keys. Ein Oberhof, der Grand Green, das Gleiche. Und hier kommen mit einem relativ großen Bauvorhaben nur 11 Chalets dazu.
- 05:42 Ronald M. Arndt
Okay.
- 05:42 Florian Mayer
Und ganz viel Infrastruktur.
- 05:43 Ronald M. Arndt
Okay, also gar keine, gar keine Zimmer. Nein, kein Zimmer. 11 Chalets kommen dazu. Verstehe.
- 05:47 Florian Mayer
Okay. Aber ist zu verstehen wie eine Chalet-Einheit. Aber jetzt wieder zurück ins Allgäu.
- 05:51 Ronald M. Arndt
Machen wir.
- 05:52 Florian Mayer
Nach Bayern. Unser, unser, ja, das, das 2011 dazugekommen ist, da haben wir uns relativ schwer getan, in den letzten Jahren zu investieren, weiterzuentwickeln und haben da jetzt sehr viel Zeit, Platz, Geld auf die Seite gelegt, um da einen Frontalangriff zu machen. Und der wird halt über fast ein halbes Jahr gehen, wo das Hotel geschlossen sein muss. Und wir haben da jetzt auch einen Verzug gehabt von einem Jahr. Und im nächsten Jahr 2026, das wird das Jahr von Oberjoch sein. Da wird extrem viel und groß investiert. Nur 15 neue Chalets, aber da extrem viel Platz. Die Wasserwelt wird verdoppelt, natürlich eine weitere Wasserrutsche, extrem viel Platz für unsere Gäste. Der ganze F&B-Bereich wird erneuert, der ganze Ankunftslobbybereich wird erneuert bis Außenspielplatz, alles neu. Und da sind wir jetzt bei einem Budget von, Baubudget von über 40 Millionen Euro angelangt. Und das wird normalerweise ausreichen, um ein großes Hotel neu auf die Wiese zu klatschen, aber wir renovieren dafür ist. Und das ist halt schon ein Thema, für das eigentlich Familux steht, und das soll eigentlich die Qualität, die Gäste bei uns finden, noch mal unterstreichen.
- 07:16 Ronald M. Arndt
Kommen die Chalets? Weil da kommen Chalets zu, im Oberjoch hier auch, im Dachsteinkönig. Zieht das Thema so, Chalets?
- 07:24 Florian Mayer
Ja, Chalets zieht sehr. Ich kann jetzt gar nicht sagen, ob das wirtschaftlich jetzt da Sinn macht. Natürlich, die Raten sind doppelt oder dreifach, aber jeder Gast hat hier sein eigenes Haus mit mit seinen 4 Wänden, eigener Zugang, was man bewirtschaften, beheizen muss, bauen muss. Auch im Bau kostet das ein Vielfaches mehr. Ob das jetzt rentabler ist für den Hotelier? Ich weiß es nicht, aber ich glaube nicht. Aber unsere Zielgruppe, die möchte das. Die finden das richtig gut. Wir haben es abgeschafft, mit Familux einfach die einkommensstärksten Familien abzuholen, denen ein Angebot zu bieten mit unserem Konzept. Und da zieht natürlich ein eigenes Haus direkt am Hotelgelände, mit dem Vorteil, dass du das ganze Hotelinfrastruktur nützen kannst, dich aber dann in ein eigenes Haus, das jeglichen Luxus mit sich bringt, zurückziehen kannst. Das, das zieht schon. Und man hat leider nur mehr ganz selten die Möglichkeit, Chalets zu bauen, weil Chalets ist ja quasi schon ein Unwort geworden in den letzten Jahren, gerade in Tirol, da wo wir herkommen. Da darfst du das Thema gar nicht mehr Chalets gar nicht ansprechen, sonst würde da alles von Behördenseite her unmöglich gemacht. Hier geht es noch, das nutzen wir aus, da ist es noch erlaubt, weil es einfach hier noch funktioniert.
- 08:52 Ronald M. Arndt
Jetzt kommen aber ja auch nicht nur Chalets dazu, sondern auch, glaube ich, Häuser für Mitarbeiter, habe ich gelesen.
- 08:56 Florian Mayer
Ja.
- 08:57 Ronald M. Arndt
Und Einheimische, stand zumindest so mal irgendwo im Artikel.
- 09:01 Florian Mayer
Ja, das war der Deal. Wir bauen große Häuser.
- 09:03 Ronald M. Arndt
Das ist ja ein Deal am Ende, das macht das Ganze ja auch attraktiv für alle Seiten, für alle Parteien.
- 09:08 Florian Mayer
Wir dürfen schnell, günstig und ideal gelegen tolle Mitarbeiterhäuser bauen, aber die Dachgeschosse sind vorbehalten für Einheimische. Wenn die das nicht mieten, dann dürfen wir es mieten. Das war einer der Deals.
- 09:25 Ronald M. Arndt
Ja, 40 Millionen in Oberjoch. Ich glaube, damals im Grand Green waren es 70 ungefähr. Du hast gerade schon gesagt, da bauen andere ein oder auch mehr Hotels für das Geld. Wie lange braucht es denn aber, also das ist jetzt eine Hypothese, also schauen wir ein bisschen in die Zukunft, um auch in Oberhof wieder anzugreifen, dass man da wieder renovieren muss, um dieses Level einfach an Qualität dann zu halten?
- 09:48 Florian Mayer
2 Jahre nachher, also wir sind jetzt ins 3. Jahr gegangen und Oberhof wird jetzt in seinem 3. Jahr unser wirtschaftlich stärkstes Hotel. Das sprengt da wirklich jeden Rahmen, jedes Budget, das wir jemals für dieses Haus geschrieben haben, was uns natürlich sehr freut, aber anders als andere gesagt haben. Ja, natürlich. Also wer den Mut hat, über 70 Millionen Euro in Ostdeutschland, sorry dafür, wenn man da jetzt noch Vergleiche ziehen möchte oder eine Grenze aufbauen möchte, zu investieren und meint, man findet die Zielgruppe, die gewillt ist, 5-Sterne-Familienurlaub dort zu verbringen in Thüringen, die haben alle gesagt, nein, geht nicht. Aber jetzt, 3 Jahre später, kann ich da wirklich mit Stolz zur Brust behaupten, natürlich, das funktioniert. Als erwartet extrem schwacher Winter, weil einfach das Thema Skigebiet nicht zieht. Und wir, wir sind halt da mit unserem Tiroler Ansinnen und Erwartungen von Skigebiets-Saisonspreisen reingegangen. Das hat nicht funktioniert. Der Januar ist und bleibt unser schwächster Monat, aber alles andere rundherum funktioniert wahnsinnig. Wir haben dort kurze Aufenthaltsdauer, also kürzere Aufenthaltsdauer als in den anderen Hotels, aber Heuer 90% Auslastung werden es werden, bei wirklich einer super Rentabilität. Und das geht halt, das Geheimnis ist die kurze Anreise. Kurze Anreise für Familien, die sich so was leisten können, die sagen, hey, von halbe Stunde bis 2 Stunden oder 3 Stunden, ich fahre dahin, ich habe wetterunabhängig, habe ich einen tollen Familienurlaub. Ich kann relaxen, meine Frau ist happy, die Kinder sind umsorgt, die sehe ich kaum. Im Urlaub, wenn man das möchte. Man kann aber auch genauso mit der Familie gemeinsam einen tollen Urlaub haben. Die kommen da auf ihre Kosten und das zeigt sich jetzt, dass das absolut der richtige Griff damals war. Und wir haben dort, auf deine Frage zurückzukommen, eineinhalb Jahre nach Eröffnung das ganze vierte Obergeschoss ausgebaut, das damals quasi in Vorbehalt war für die Zukunft, haben wir gleich mit Infrastruktur vollgepackt. Da ist jetzt noch ein bisschen Raum für noch ein paar exklusive Suiten, das wäre auch mal Thema, das wäre ja sofort angehen würden, wenn wir das so machen würden.
- 12:12 Ronald M. Arndt
Also im Haupthaus sozusagen, weil auch da gibt es ja Chalets, da noch mal Suiten reinzupacken.
- 12:17 Florian Mayer
Ja, und gerade heute ein tolles Gespräch gehabt für einen tollen Ausbau in einem Wald und also Waldschule und Waldspielplatz, noch ganz viel Infrastrukturerweiterung vor dem Hotel.
- 12:29 Ronald M. Arndt
Als ich damals das erste Mal von Familux gehört habe, habe ich mich auch mit meinem Kumpel und unseren Kindern in einem Chalet in Oberhof eingemietet. Und war natürlich auch, habe mir auch die Frage gestellt, wer kommt da so hin? Aber der Blick in die Tiefgarage hat es dann relativ schnell beantwortet, weil du sagst, ja, kurze Anreise, mitten in der Natur. Und da sind einfach Hamburger, Bremer, Münchner, einfach ganz viele Familien, nicht nur aus Schwaben, sondern natürlich auch aus Norddeutschland, die es nicht weit haben, ja, in die Natur zu kommen. Ja, springen wir wieder hier nach Gosau zurück ins schöne Salzkammergut. Damals im Podcast haben wir aufgenommen vor der Bergkulisse. Ist ja hier der Blick direkt aufs Dachsteingebirge, heißt es, glaube ich.
- 13:11 Florian Mayer
Das ist der Gosaukamm. Manche denken, das ist der Dachstein. Gosau ist die Gemeinde, die am nächsten am Dachstein ist, aber man sieht sie nicht. Man sieht den Dachsteingipfel nicht von hier.
- 13:21 Ronald M. Arndt
Na ja, in dem Podcast hast du auf jeden Fall gesagt, immer schön, also ungefähr, Fuß auf dem Gas. Aber das macht dich trotzdem alles sehr unaufgeregt, sondern das ist ja Da ist ja wirklich nichts übereilt, aber es macht einfach Spaß, ne, die Sache so weiterzuentwickeln. Wenn man irgendwann mal rausgefunden hat, und das habt ihr ja, das ist unser Markt, das sind unsere Kunden, und die erreichen wir bestens.
- 13:44 Florian Mayer
Ja, das stimmt. Also wir machen das jetzt in zweiter Generation. Julian und ich haben quasi vor 2 Jahren das Unternehmen mit mittlerweile 780 Mitarbeitern übernommen, und wir haben da auch irrsinnig Glück, dass unsere Eltern da uns da richtig viel gegeben und vorgelebt haben, aber auch Glück, dass wir eine super Ausbildung genossen haben, genau in diesem Feld. Und jetzt haben wir auch super Glück, dass wir beide Eltern geworden sind und Julia mit Zwillingen und ich, meine Tochter ist schon 4 Jahre.
- 14:14 Ronald M. Arndt
Es wurden Zwillinge bei ihm.
- 14:15 Florian Mayer
Es wurden Zwillinge.
- 14:16 Ronald M. Arndt
Das war beim Podcast noch.
- 14:17 Florian Mayer
Zwillinge bekommen. Und da sieht man halt das ganze Thema, unser Konzept noch mal mit ganz anderen Augen. Und dann sieht man auch, was wichtig ist, auf was man verzichten kann. Und man realisiert dann auch für sich selbst, Hey, das macht ja Sinn, was wir da machen. Und da kann man total viel mitentwickeln und anders machen und noch viel abgestimmter sein auf seine Zielgruppe, wenn man im gleichen Boot sitzt.
- 14:43 Ronald M. Arndt
Ja, also auf jeden Fall an der Stelle noch mal zu empfehlen, der Podcast, weil da hat man auch so über die anstehende Geburt gesprochen und er meinte, er hat in seiner Jugend so viele Windeln gewechselt damals in dem Kidsclub oder wie es halt damals hieß, also dass er da auch in eine gewisse Routine natürlich zurückkommt. Aber gut, mit Zwillingen braucht man das vielleicht auch. Die gewisse Expertise. Ja, Darstein König Gosau. Was kann man hier noch?
- 15:08 Florian Mayer
Also ja, der Fuß bleibt am Gas. Der Darstein König ist jetzt 8 Jahre alt geworden. Wir haben das Achtjährige gefeiert. Ich rede da immer noch von unserem neuesten Baby, aber mittlerweile hat er auch seine Patina. Und wenn das halt so ist, dass da in einem Jahr 160.000 Nächtigungen durchlaufen durch ein Haus, das hinterlässt Spuren. Es wird ständig viel also erneuert und renoviert, und zum ersten Mal wird jetzt auch sehr gut und clever erweitert. Das ist jetzt auch gut geplant gewesen, und es geht halt wieder noch mal in das Thema viel mehr Platz, Raum, Luxus, Infrastruktur für weniger Gäste. Natürlich, Preise müssen hochgehen, das muss jemand bezahlen, aber wir wollen uns hier einfach noch etwas abheben vom Markt, von unserer Gefolgschaft. Ich denke, mit Familux, wir haben es geschafft, dass wir so roundabout schon die Speerspitze sind für Premium-Familienurlaub in Europa. Haben auch hinter uns, ich glaube, es sind 760 familienfreundliche Hotels, die es gibt im DACH-Raum, und die sehen halt alle rauf zu Familux. Und da wollen wir, das Gute ist, und das ist auch der O-Ton, der mich in diesen Tagen ein bisschen antreibt, wir haben 1994 angefangen loszulaufen. Ich denke immer im Sinne unserer Spezialisierung, man kann nur in eine Richtung laufen, und wir sind '94, sind wir losgelaufen. Laufen, immer unserer Spezialisierung hinterher. Und viele andere, die sehen halt natürlich, okay, Familux ist erfolgreich, die laufen jetzt auch los, laufen uns hinterher. Und wir wollen halt davonlaufen und probieren da halt immer mehr noch dieses, uns ein bisschen abzuheben.
- 16:57 Ronald M. Arndt
Ja, sagst du, sind 30 Jahre, seitdem deine Eltern hier, eure Eltern Andrea und Ernst gestartet haben in Lermoos. Und da relativ früh eben diese Spezialisierung gefunden haben.
- 17:08 Florian Mayer
Ja, und ja, kurz zusammengefasst, was passiert hier in Gosau Ende des Jahres? Baubeginn, 11 Chalets, noch eine Spur exklusiver, als wir das kennen. Im Grand Green haben wir diesen Test gewagt, 10 Chalets plus ein Luxuschalet. Luxuschalet, wie kann ich das verstehen? Noch ein bisschen mehr, 25% mehr Platz, kleines Büro, Fitnessmöglichkeiten mit, mit Waha, mit Kühlton und so weiter. Sauna, Kamin, wie man das kennt, plus beheizter Außen-Edelstahlpool, abgedeckt. Und das zieht schon. Und für uns war das so ein Thema, wo wir gedacht haben, okay, das kostet richtig viel Geld, wird sich das auch rentieren? Ja, das tut es. Und jetzt bauen wir hier 11 Luxuschalets, planen da auch alle mit eigenem Außen-Jacuzzi oder Pool. Plus der Pool wird erweitert, Strömungskanal, Familien-Jacuzzi, großer Schwimmteich, Sandstrand, große Familiensauna mitten im Pool, im Teich drinnen. Die Erwachsenensauna wird vergrößert. Skidepot wird ums Doppelte erweitert. Jeder familieneigene Spind. Der Fitnessbereich wird um ein Drittel vergrößert. Yogabereich dazu vom Keller direkt raus in die Natur. Und Highlight natürlich ein separates À-la-carte-Restaurant in Kooperation mit Mike Süßer. Tolles Konzept. Wir quatschen schon ein Jahr. Quatschen ist untertrieben. Es sind tolle Agenturen, Teams, Leute, die am Tisch sitzen, die sagen, okay, was für ein Konzept muss es haben, dass ein Gast gewillt ist, bei der Familux-Kulinarik noch mal in die Tasche zu greifen für ein Extra? Das muss schon was Spezielles sein. Und da haben wir jetzt was Tolles in petto, wo die Erwachsenen voll auf ihre Kosten kommen, aber genauso die Kinder abgeholt werden mit einem Erlebnis-Dining-Konzept. Und das soll alles dann im Frühjahr fertig werden. Und dieses Erlebnis-Dining-Konzept mit Mike Süßer, das soll dann auch mitwandern nach Oberjoch und in die Alpenrose und dann am Schluss natürlich auch ins Grand Green oder auch bei Neuentwicklungen gleich mit am Start sein. Und ich kann es jetzt auch schon verraten, auch frisch aus der Trickkiste, wir haben uns jetzt auch entschieden, die ganzen Shops in den Hotels peu à peu wieder von den Pächtern oder von den Mietern zurückzunehmen, selber zu betreiben, eigenes Familux-Retail-Konzept, mehr Brand, mehr Merchandise, mehr Qualität, unsere Mitarbeiter, die das dann betreiben. Und jetzt zu viert macht es dann auch Sinn, wenn man denkt hier an zentralen Einkauf, zentrales Lager, zentraler Onlineshop, solche Sachen. Und hätten wir nicht genug zu tun, aber uns fällt halt immer so ein Ding ein, was man noch machen kann.
- 19:56 Ronald M. Arndt
Ja, aber du hast gerade Mike Süßer erwähnt, und natürlich habt ihr auch Leute einfach, die ihr von extern reinholt und dann lange und gut an euch bindet. Und Mike Süßer war unser erster Gast damals im Podcast Chaos und Kekse, den wir zusammen gemacht haben. Da saßen wir hier am Dachsteinkönig, wahrscheinlich sogar im gleichen Chalet, das Feuer war an. Und genau, wer ihn noch nicht kennt, aber die meisten werden ihn kennen, muss da mal bei Chaos und Kekse Episode Nummer 1 auf jeden Fall reinschauen. Und du sagst ja, ne, also vor einem Jahr habt ihr angefangen, so ein bisschen intensiver zu sprechen und Und das war genau die Zeit, als wir uns hier eben dann auch getroffen haben. So, Wachstum ist das eine. Ihr habt eine weitere spannende Person ins Unternehmen reingeholt, das ist die Beatrice Sommer. Und ich glaube, die bringt bei euch ganz gut in Zukunft Wachstum und Nachhaltigkeit zusammen. Denn nur Wachstum ist ja auch so ein bisschen eigentlich nicht mal Famelux.
- 20:51 Florian Mayer
Ja, ja, zur Beatrice, ganz spannender Job. Natürlich gab es am Anfang die Diskussion, gerade mit den älteren Generationen, die wir gern mit einladen zum Mitreden, die aber so nicht mehr mitentscheiden dürfen. Aber wir natürlich gern die Eltern konsultieren.
- 21:12 Ronald M. Arndt
Oder was heißt dürfen? Wie ist das?
- 21:14 Florian Mayer
Wir holen uns das Feedback gerne ab, aber bei der Entscheidung ist es dann doch der Julian und ich, die dann sagen, okay, hey, hier geht es um die nächsten 30 Jahre.
- 21:23 Ronald M. Arndt
Das ist dann unser Unser Problem ist ja manchmal so ein Streitpunkt in Familienunternehmen, dass die ältere Generation gar nicht loslassen will oder auf dem Papier zumindest nicht loslassen möchte.
- 21:33 Florian Mayer
Aber wir haben das gut geregelt. Die sagen auch dann für sich, hey, das ist mein Tipp, wir können das, das würde ich tun, aber du musst mit den Konsequenzen leben und du entscheidest das. Und zur Entscheidung kommen die dann auch nie. Die sagen, das ist mein Tipp dafür, so hätte ich das gemacht. Und wir nehmen das auf und behirnen das Ganze und entscheiden dann, wie wir meinen, es wäre korrekt. Und natürlich auch bei einer so wichtigen Position oder bei so einer exotischen Position, Director of Growth and ESG, ist das auch ein Thema, wo halt— ich hoffe, die hören nicht zu, die Pensionisten— vielleicht keinen Anhaltspunkt zu diesem Thema haben. Aber natürlich, Growth, Entwicklung, ESG ist ein Thema für die Zukunft. Und so brauchten wir unbedingt einen Profi im Unternehmen, der uns hier begleitet mit den ganzen ESG-Themen, die hier sind, aber die ganze Flutwelle, die noch auf uns zukommt, da brauchen wir einen Profi dahinter. Und natürlich auch das Thema Wachstum, das soll gleichermaßen dementsprechend abgebildet werden.
- 22:41 Ronald M. Arndt
Ja, sie hat gerade angefangen, wäre eigentlich auch mal eine spannende Gesprächspartnerin hier für unsere kleine Reihe mit Familux. Aber da geben wir noch ein paar Monate, um reinzukommen. Ja, reisen wir weiter. Wir waren in Oberjoch, wir waren in Thüringen, wir sind hier in Gosau. Ort des Ursprungs war in Lermoos in der schönen Alpenrose, die ich natürlich auch schon kenne. Was habt ihr da vor? Wo steht ihr gerade?
- 23:08 Florian Mayer
Ja, wie es bei den Mayers üblich ist, da wird gerade umgebaut.
- 23:12 Ronald M. Arndt
Ist ja auch unheimlich gewachsen die letzten 30 Jahre. Ja, das kann man da ja ganz schön nachverfolgen, wenn man so die Architektur sieht.
- 23:18 Florian Mayer
Ja, das ist also da, wo wir herkommen, wo wir angefangen haben zu laufen, loszulaufen. Da hat das ganze Thema begonnen, haben da auch viele Bereiche—
- 23:27 Ronald M. Arndt
Habe ich nicht deine Eltern auch am Lift da unten noch kennengelernt?
- 23:30 Florian Mayer
Nein, die haben sich im Skigebiet kennengelernt.
- 23:31 Ronald M. Arndt
Im Skigebiet, ja, genau.
- 23:36 Florian Mayer
Ja, die Alpenrose, da passiert viel. Also wir zeichnen jetzt auf Mitte März. Nächste Woche wird die Alpenrose geschlossen für 10 Wochen. Es wird ein ganzer Trakt mit 22 Zimmern grundrenoviert, aufgehübscht, besser gemacht, noch mehr Spezialisierung. Wing auf Familienbett, 2,70 Meter breit. Aber auch Wink zu ESG.
- 24:01 Ronald M. Arndt
Das hätte ich heute Nacht gebraucht.
- 24:03 Florian Mayer
Ja, ich auch. ESG, aber auch Klimaanlage, solche Themen sind da neu. Und dann ganz viel Hirn, Hirnschmalz, Geld in das Thema F&B. Café neu, Bar neu, alles sehr modern, aber trotzdem nicht den Tiroler Charme verlieren. Der ganze Untergrund wird neu, Behandlungsräume, Spa, Details, wo die Sauna, ich glaube, die 25 Jahre alt dort. Viele Gäste lieben das, Charme, aber Feuerwehrbeschau und solche Sachen, die finden das nicht mehr so cool. Und deswegen wird der ganze Bereich da unten aktuell grunderneuert, um halt die, die, die, die Säulen von Familux zu festigen, wo Kulinarik und auch Spa absolut dazugehört. Da machen wir unseren neuen Spa-Leitbetrieb auf. Also das Kernthema Spa, was auch wichtige Säule von Familux ist, wird da ganz neu definiert.
- 25:04 Ronald M. Arndt
Ja, jetzt habt ihr eine Riesen-Community natürlich an Gästen, die immer wieder kommen, und das wahrscheinlich auf Jahrzehnte, weil dann geht es über die nächste Generation über, und dann hast du am Ende hier, habt ihr oft 3 Generationen, ne? Also ja, also genauso dürfte ja die Durchschnittsfamilie, sage ich mal, hier fast anreisen. Ja, stimmt, richtig.
- 25:23 Florian Mayer
Ja, genau, als Familie deine Großeltern mit im Haus hast in ihrem eigenen Zimmer.
- 25:30 Ronald M. Arndt
Also diese Fans kann man natürlich und muss man bei Laune halten, indem man die bestehenden Standorte ja immer wieder updatet und ab und an auch was Neues dazu kommt. Das eine. Aber, und das kam auch in unserem Sommer-Podcast letztes Jahr ja auf, natürlich kommen da auch mal wieder Ideen rein. Hey, liebe Familie Mayer, wie wäre es denn hier oder dort mit einem Familux-Resort? Was ist da so ein bisschen der letzte spannende Tipp oder die Anfrage gewesen, wo du gesagt hast, da habt ihr eigentlich recht?
- 26:00 Florian Mayer
Also die Gäste, die uns hier in den Alpen besuchen, die sagen, oh bitte, wir brauchen Familux am Meer. Und ja, wie meint ihr Meer? Ja, einmal warm, einmal kalt.
- 26:11 Ronald M. Arndt
Okay.
- 26:13 Florian Mayer
Und das haben wir, das hören wir schon seit 15 Jahren. Es ist auch nichts Neues. Und wir sind an der Nordsee, an der Ostsee immer noch am Schauen. Es werden Projekte geboren, die meist scheitern an dem Größenbedarf, den wir haben, weil wir sagen, okay, wenn wir Familux machen mit dem ganzen Pipapo Infrastruktur, es braucht mindestens 100 Zimmer, und da macht es aber noch keinen Spaß. Wir brauchen 120 und mehr, und dann landen wir bei 25.000 Quadratmeter Grundfläche mit der hoffentlich korrekten Widmung, dass man das auch machen darf. Da scheitert es total oft. Haben aktuell wieder, das ist jetzt weniger als ein Monat alt, vom ganzen Norden Deutschlands kurz vor Dänemark ist wieder was reingekommen, was jetzt extrem vielversprechend aussieht. Für dieses Projekt Familux im Norden. Familux im Süden, wo schon was draufsteht, oder wo erstmal die Fläche da ist? Okay, wo ist eine Fläche da? Ist direkt am Meer. Okay, richtig, richtig cool. Und auch die passende Größe. Und ist auch für uns was Spannendes, neue Märkte, Dänemark, Schweden und so weiter. Schon cool. Und natürlich auch für die ganzen Familux-Fans aus dem Norden, die sagen, ihr Mayers, jetzt muss ich da wieder 12 Stunden von Hamburg zu euch fahren. Ja, Familux, warmes Meer, da hat sich eigentlich relativ wenig geändert. Griechenland ist noch ein Thema. Ab und zu poppen immer ganz spannende Kleinigkeiten auf wie Malediven oder auch Saudi-Arabien, die unheimlich viel in Tourismus investieren und wir uns die Sachen, da haben wir jetzt nichts. Also ich muss jetzt wirklich zugeben, ich habe jetzt wirklich wenig Bock in meinem Job und in meinem Job als Jungvater, da viel Zeit im Flugzeug zu verbringen. Aber wir sehen uns natürlich die Sachen schon an.
- 28:01 Ronald M. Arndt
Aber Saudi hat noch nicht angefragt? Doch. Nein, generell. Ja, gibt es schon Saudi.
- 28:06 Florian Mayer
Die haben schon angefragt, aber das ist jetzt nicht ein Thema, wo wir jetzt sofort draufspringen. Dolomiten, Italien, also für uns Südtirol, Dolomiten, aber 100% italienischer Markt. Das ist auch kurz vor Abschluss. Es ist noch keine Unterschrift drunter, aber ist das neue Projekt, wo wir am weitesten fortgeschritten sind, haben da auch schon richtig viel Arbeit und Geld reingesteckt in Architekturpläne, tolle Gespräche, tolle Partner auch vor Ort. Und das wäre quasi das, was vielleicht in den nächsten Monaten dann schon fixiert werden kann.
- 28:44 Ronald M. Arndt
Du hast vorher gesagt, dieses Level von Familienurlaub, das findet sich in Europa kein zweites Mal. Also es war nicht DACH damals gemeint, die DACH-Region, sondern auch Italien und Griechenland etc. Gibt es da keine vergleichbaren Konzepte, Wettbewerber?
- 29:01 Florian Mayer
Nur Familie mit Kindern Premium, es gibt da schon ein paar große, die das sehr gut machen, aber die machen das alle für alle. Also die laufen in alle Richtungen los, machen da Familie mit Kind, machen sie gut, aber gleichzeitig machen wir noch ein bisschen Wellness und Couples und Medical. Und da gibt es einen Clash immer, wenn die Zielgruppen aufeinandertreffen. Irgendwo im Resort zu laut, zu leise, funktioniert nicht. Und du kannst ja deine Infrastruktur nicht so abstimmen, dass du jeden abholen kannst.
- 29:35 Ronald M. Arndt
Schweiz?
- 29:36 Florian Mayer
Ja, Schweiz. 2 Projekte noch. Eines, also Schweiz ist C. Schweiz ist C. Wir sind da extrem weit für uns. Wäre das in Österreich, würde es schon stehen. Aber Schweiz.
- 29:49 Ronald M. Arndt
Was sind da die, warum C?
- 29:51 Florian Mayer
Ich sage nur Thema Volksentscheid. Jedes große Hotelprojekt, da muss die Bevölkerung dafür stimmen.
- 29:58 Ronald M. Arndt
Die wünschen sich halt wirklich mal einen Schweizer da noch vor Ort.
- 30:02 Florian Mayer
Ja, soweit sind wir ja noch gar nicht da in Lenzerheide. Da sind wir weit. Wenn es kommt, dann kommt es mit Familux. Aber da ist noch das Thema Volksentscheid ausstehend und Kramodaner Das wäre für uns ein reiner Managementvertrag. Sind wir noch in guten Gesprächen.
- 30:25 Ronald M. Arndt
Okay, so, jetzt muss das Ganze ja auch, wir haben von den Summen ja vorher ein bisschen gesprochen, finanziert werden, so ein Wachstum. Gibt es da Überlegungen, wie man da die weiteren Jahre fortfährt?
- 30:38 Florian Mayer
Also ja, wir Mayer sind mal beschäftigt, die ganzen Renovierungen und Zubauten in unseren eigenen bestehenden Häusern irgendwie zu managen und zu finanzieren. Natürlich braucht man Partner, wenn man dann so groß wachsen möchte. Wir haben da Gott sei Dank ein paar richtig gute Partnerfirmen, auch so vermögende Einzelpersonen, die uns hier unterstützen. Wir haben da auch gerade das Thema, also wir sind in den finalen Zügen, ich weiß gar nicht, ob es jetzt schon offiziell ist, aber ich hau das mal so raus, mit dem Thema Crowdinvestment. Familux Invest, das ist ein Baby von Julian, der da dran arbeitet, wo wir einfach unsere Gäste, Stammgäste die Möglichkeit bieten, in Familux zu investieren.
- 31:22 Ronald M. Arndt
Genau, das haben wir damals im Sommer schon angesprochen. Schön, dass es jetzt kurz vor Vollzug ist.
- 31:27 Florian Mayer
Ich weiß nicht, ob es schon raus ist, aber es kommt.
- 31:29 Ronald M. Arndt
Das zeigt ja auch einmal mehr hier in unseren Formaten, mit welcher, das ist ja, wie es dann auch wirklich vorwärts geht, ja, dass man die weitere Entwicklung eben aufzeichnet. Super. Und abschließend muss man erwähnen, haben wir noch unsere Yachten. Das ist jetzt natürlich Kein Hafen voller Yachten, Familux-Yachten, aber eine Sache, die halt immer wieder auch einfach lustig ist, gut ankommt.
- 31:48 Florian Mayer
Ja, es ist lustig. Ich meine, das ist mein Baby. Wir haben das vor 4 Jahren gestartet. Es wächst Gott sei Dank jedes Jahr mehr. Jedes Jahr wird es stärker. Ich muss auch, ich gebe da auch ganz offen zu, wir verdienen da wenige Euros mit. Wir machen jetzt ja keinen Verlust, aber eine Cashcow ist das nicht. Das ist extrem viel Verantwortung, die wir da tragen. Es ist extrem viel Arbeit. Wir machen das ja alles mit unseren Mitarbeitern. Wir müssen die planen, wir müssen die finden, wir müssen die ausbilden, wir müssen die nach Kroatien bringen. Wenn was nicht funktioniert, brauchen wir Ersatz. Das Gleiche ist mit den Lebensmitteln. Natürlich probieren wir ganz viel regional zu kaufen, aber Familux-Gäste, die haben dann schon ihre Ansprüche.
- 32:31 Ronald M. Arndt
Da kommt der Mike Süßer auch ans Ende seines Lateins.
- 32:34 Florian Mayer
Ja, aber der ist auch involviert bei der Gestaltung des Menüs. Aber halt, es muss auch sehr viel von speziellen Lebensmitteln, nehmen wir hier von Gosau mit nach Kroatien. Und das Ganze, das ganze Thema Logistik, das ist irre. Und aber warum machen wir das? Wir werden das auch weiterhin machen. Wir sind auch gewachsen. Wir machen das jetzt schon mit 2 großen Katamaranen. Das ist einfach für unsere Marke, tut das unheimlich gut. Mir war wichtig, dass wir auf dem exklusivsten Familienurlaub, den man vermeintlich in Europa haben kann, so sein eigener Segelkatamaran mit großen Kabinen, vielen großen Kabinen, eigene Crew und das alles auch noch noch bezahlbar, dass da Familux draufsteht. Das ist unser Ansinnen, und das haben wir geschafft. Aber genauso machen wir das für unsere Mitarbeiter, dass wir am Arbeitsmarkt einfach dafür profilieren können, dass Mitarbeiter von allen Abteilungen sich da bewerben können, dort arbeiten können und quasi in Arbeitszeit barfuß und in Shorts jeden Tag in einer anderen Bucht oder Marina aufwachen, dafür natürlich viel, viel Verantwortung tragen. Das ist ein ganzes, ein teamisches Arbeiten mit, mit wenigen Leuten auf dem kleinen Schiff, großen Schiff, aber das ist schon ein Erlebnis und das tut uns gut. Und die Leute, die dort vor Ort an Bord für uns arbeiten, die machen das auch jedes Jahr wieder, weil das schon toller Ausgleich ist in seiner Arbeitszeit.
- 33:57 Ronald M. Arndt
Ja, es war extrem schön wieder zu hören von so jungen Unternehmern auch, weil ihr seid beide unter 40, Julian und du, mit welcher Positivität und Umsetzungswille und am Ende auch die Ergebnisse, ihr da voranschreitet. Wenn du jetzt eine Sache nennen müsstest, die dich trotzdem so jeden Tag von Neuem herausfordert in deinem aktuellen, was würdest du da sagen?
- 34:23 Florian Mayer
Also aktuell sehe ich mich, trage ich meine Hoteldirektorschuhe im Dachstein-König. Ist ja bei unserer Größe mit 480 Betten, 190 Mitarbeitern, du bist halt hier quasi wie Bürgermeister von einem kleinen Ort, aber gleichzeitig bist du auch Feuerwehr und du bist der Arzt und du bist alles. Und jeder Tag hier ist da wirklich anders. Es ist, wenn du, das Wichtigste ist, du musst gern mit Leuten arbeiten können. Wenn du das kannst, dann ist das a walk in the park. Und dann macht es richtig Spaß, wenn man das kann. Aber jeder Tag ist ja absolut anders und jeden Tag passiert halt irgendwas. Gute Sachen, schlechte Sachen, herausfordernde Sachen, wunderschöne Sachen. Jeden Tag passiert halt was und du gehst halt dann jeden Tag schon nach Hause und denkst, eigentlich hätte ich mir jeden Tag ein Bier verdient.
- 35:14 Ronald M. Arndt
Super. In dem Sinne, dann weiß ich ja nicht, ob jetzt Wochenende dann ist heute Abend oder ob es dann morgen auch noch mal für dich weitergeht. Es ist Wochenende. Dann lass doch das.
- 35:23 Florian Mayer
Aber ich habe noch 2 Dinge, die ich—
- 35:24 Ronald M. Arndt
Mach, mach, mach.
- 35:26 Florian Mayer
Was passiert so bei Familux?
- 35:28 Ronald M. Arndt
Ich wollte dich ins Wochenende entlassen, weißt du, Florian?
- 35:30 Florian Mayer
Nein, 2 coole Sachen. Zum Anziehen. Erstens, unsere erste Familux Fashionlinie ist draußen mit einem tollen Partner aus Deutschland, also tolle Sachen zum Anziehen für Kinder in unseren Shops. Und das war auch der Grundstein, warum wir gesagt haben, hey, hey, wir müssen das Thema Retail neu machen, aber auch die finalen Schritte von unserem Thema Mitarbeiterkleidung. Und dann, wenn man denkt, okay, Mitarbeiterkleidung ist easy, aber denkt das mal für 9 Abteilungen, 4 4 Hotels, also übergreifend 180 Mitarbeiter. Wir machen in einem Monat, rüsten wir alle Hotels gleichzeitig um. Und das kann man ja machen, man kann das ja planen, designen, umsetzen. Und dann stelle ich dir die Frage, was machst du mit dem alten Zeug?
- 36:16 Ronald M. Arndt
Und wie triffst du den Geschmack von allen?
- 36:18 Florian Mayer
Ja, wird auch nicht so sein. Und das steht uns jetzt im März noch bevor. Also Familux Fashion, neue Uniform für unsere Mitarbeiter. Das Projekt ging 2 Jahre und das wird jetzt umgesetzt. Ja, freue ich mich schon drauf.
- 36:34 Ronald M. Arndt
Es bleibt spannend für alle Seiten, auch für uns natürlich und unsere Zuhörer, Zuschauer, da dranzubleiben. Ja, und dann würde ich, ja, sage ich einfach mal danke. Alles Gute für eure Teams, für eure Familien, für die Eltern, für die jungen Familien. Du hast ja schon erwähnt, da ist ja auch ordentlich was los zu Hause. Und bis zum nächsten Mal, Florian.
- 36:57 Florian Mayer
Ja, bis zum nächsten Mal. Vielen Dank. Vielen Dank, Connor.
- 36:59 Ronald M. Arndt
Danke, ciao.
- 36:59 Florian Mayer
Ciao.