Marcus Smola, BWH Hotels
Aufgenommen: BWH Hotels Central Europe, Eschborn
Germany53 Min Das Video kommt von YouTube und lädt erst, wenn du auf Abspielen klickst.
„Wenn heute ein Booking-Problem besteht, ist es ein BWH-Problem. Früher war es das Hotel allein und das hat sich gedreht.“
Marcus Smola, 24:04
Marcus Smola, Geschäftsführer von BWH Hotels Central Europe, ist zum zweiten Mal bei HOTEL-PODCAST. Er erklärt, wie der Zusammenschluss selbstständiger Hoteliers funktioniert, warum zwei Drittel des Logis-Umsatzes über die Kanäle der Gruppe laufen und weshalb BWH Häuser an Investoren und Kommunen verliert, obwohl die Hoteliers zufrieden sind. Dazu kommen der Schliffkopf als Soft Brand, die grüne Zertifizierung aller Hotels bis Ende 2026 und sein Weg über die Kasernenwache in die Hotellerie.
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Kernaussagen
- Zwei Drittel über Kanäle: BWH kanalisiert zwei Drittel des Logis-Umsatzes eines angeschlossenen Hotels über eigene Kanäle, Booking läuft über die Gruppe. Über fünf Jahre ist dieser Anteil um rund 10 Prozent gewachsen.
- Abgänge ohne Unzufriedenheit: Hotels verlassen die Gruppe, weil Betriebe verkauft oder übernommen werden, nicht aus Unzufriedenheit. In vier bis fünf Jahren gingen 10 bis 15 Häuser als Flüchtlingsunterkünfte an Kommunen, die zu 100 Prozent für fünf Jahre pachteten.
- Soft Brand Schliffkopf: Der Schliffkopf behält seinen Namen und läuft als Member of BW Signature Collection. Der Betreiber Elos führt bereits ein zweites Haus in Freudenstadt mit BWH.
- Zertifizierung bis Ende 26: Alle Best Western Hotels weltweit sollen sich bis Ende 2026 von einer Green Certification zertifizieren lassen. Den Druck dafür brachte Europa nach Nordamerika, nicht umgekehrt.
- Demokratisch organisiert: Vertragsrelevante Entscheidungen wie höhere Beiträge brauchen das Go der Hotels. Die eingesammelten Beiträge gehen zu 100 Prozent in Maßnahmen für die Häuser, ohne Gewinnorientierung.
Shownotes zur Episodeaus dem Podcast-Feed
Wir freuen uns, Marcus Smola und die BWH Hotels Central Europe bereits zum zweiten Mal auf HOTEL-PODCAST.COM begrüßen zu dürfen!
Nicht nur Marcus Smola hat einen Großteil seiner beruflichen Laufbahn dem Unternehmen aus Eschborn bei Frankfurt am Main gewidmet – auch viele Hotels sind seit Generationen eng mit BWH Hotels verbunden.
Doch was macht diese Partnerschaft so besonders? Warum lohnt es sich für viele Hoteliers, sich anzuschließen, Synergien zu nutzen und gemeinsam zu wachsen?
Ein aktuelles Beispiel ist das Wellness- & Nationalpark Hotel Schliffkopf in Baiersbronn im Schwarzwald. Schon bald werden auch hier voraussichtlich zwei Drittel des Geschäftsvolumens über die von BWH Hotels betreuten Kanäle generiert.
Weniger bekannt ist, dass hinter diesem Erfolgsmodell die DEHAG Hospitality Group steht – ein Unternehmen, zu dem unter anderem auch die progros GmbH gehört.
Besonders spannend: Beim Thema Nachhaltigkeit treiben ausgerechnet die europäischen Lizenznehmer der bereits 1946 in den USA gegründeten Hotelmarke das Thema weltweit voran. Und bald auch verstärkt in der Schweiz – denn mit der Eröffnung eines eigenen Büros sollen dort künftig unabhängig geführte Hotels gezielt unterstützt werden.
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Transkript öffnenTranskript schließen53 Min · Ronald M. Arndt und Marcus Smola
Automatisch transkribiert mit AssemblyAI, Sprecher automatisch zugeordnet. Nicht redigiert.
- 00:00 Ronald M. Arndt
Ja, Marcus, du hast es gerade gesagt, wir haben überlegt, wann war der letzte Podcast, Hotel-Podcast mit uns beiden? Der war auf jeden Fall nicht hier in Eschborn, sondern der war in der Villa Stockholm und muss schon knapp 2 Jahre her sein, glaube ich.
- 00:13 Marcus Smola
Ja, ehrlich, also ich denke auch irgendwie Anfang '23. Also es war nach der Pandemie.
- 00:19 Ronald M. Arndt
Das ist ja eine Zeitangabe. Wir saßen wieder eng beieinander.
- 00:23 Marcus Smola
Vor und nach der Pandemie. Und ja, wir waren in Hanau damals in der Wiederaufstockung.
- 00:28 Ronald M. Arndt
Ja, und es ist auf jeden Fall eine Empfehlung an der Stelle, da noch mal reinzuhören, weil da haben wir auch drüber gesprochen, wie der Marcus damals in die Hotellerie gefunden hat durch nächtliche Spaziergänge, unter anderem.
- 00:40 Marcus Smola
Ja, das stimmt. Damals in der Kaserne in Hannover, hinter einem Hotel stand und ins Hotel geschaut habe. Ja, genau.
- 00:47 unklar
Kannst du das noch mal zusammenfassen für heute, damit unsere Zuhörer nicht so weit zurückscrollen müssen? Also die Folge ist natürlich auf jeden Fall empfehlbar. Empfehlbar zu empfehlen, aber ja, gerne.
- 00:59 Marcus Smola
Also es war damals wirklich, was mache ich denn beruflich? Und so 2, 3 Ideen gehabt, und dann war ich bei der Bundeswehr. Und während der Bundeswehr, das war eine Kaserne, wir mussten unendlich viel Wache laufen nachts, also durch die Kaserne. Und dann musstest du an einem bestimmten Punkt immer anhalten und dann 10 Minuten warten und dann weiterlaufen. Und einer dieser Punkte war direkt hinter einem Holiday Inn Hotel. Also da war der Zaun der Kaserne und danach kam das Hotel, und da konnte man so durch die Vorhänge reinschauen in die Lobby, hat so ein bisschen das Leben mitbekommen. Und das war so der Kick zu sagen, das könnte meine Berufswahl sein, weil genau in der Zeit so nach dem Abi, Bundeswehr, musste ich entscheiden, was ich mache. Und das kombiniert mit einem Ferienjob, den ich irgendwann mal vorher schon gemacht hatte in einem großen Hotel. Ja, so kam es dann. Das war dann der Weg.
- 01:44 unklar
Das war kurz entschlossen eigentlich, ne?
- 01:46 Marcus Smola
Ja, klingt jetzt ein bisschen kürzer, glaube ich, als es dann war wahrscheinlich. Aber es war so der Kick.
- 01:51 Ronald M. Arndt
Draußen war es kalt, innen war es drin. Also manchmal sind Dinge auch so einfach.
- 01:55 Marcus Smola
Ja, das hat sich Hat sich da nicht erfüllt, aber gut.
- 02:01 Ronald M. Arndt
Ja, schauen wir mal ein bisschen in die nähere Vergangenheit der BWH Hotels. Da bist du jetzt auch schon seit—
- 02:10 unklar
Wie lange bist du schon dabei?
- 02:11 Ronald M. Arndt
2008, glaube ich, ne?
- 02:13 unklar
Haben wir gestern Abend über nachgedacht.
- 02:14 Marcus Smola
Ja, seit '99 schon. Also ich bin 2008 Geschäftsführer geworden. So war das, ja. Angefangen jetzt vor knapp 26 Jahren. Im April sind es 26 Jahre. Also schon ziemlich lang für unsere Branche, ne. Aber gut, ist so.
- 02:28 unklar
Und für den Blick durch den Zaun ist das schon ziemlich lange.
- 02:31 Marcus Smola
Ja klar, absolut. Also das, und ich war davor mal 10 Jahre bei Steigenberger. Also ich habe mittlerweile so meine Jahre bei 2 Companies verbracht. Also für unsere Branche ja eigentlich eher unaufgeregt, muss man sagen.
- 02:44 Ronald M. Arndt
Wer so lange dabei ist dann bei einem Unternehmen und vor allem bei einer Idee, der muss ja was ganz Besonderes eigentlich für die Idee auch empfinden. Was, für was steht da in deinen Augen BWH?
- 02:56 Marcus Smola
Ja, ich finde das wirklich dieses Modell, das das Best Western darstellt, also dieser Zusammenschluss von individuellen Unternehmern, die gemeinsam versuchen, Dinge einfacher zu erreichen, erfolgreicher zu sein, also Synergien zu bündeln, aber dabei eben selbstständig bleiben und einzeln bleiben, dass das per se spannend ist. Und in dieser Rolle begleiten wir eben so einen Unternehmer über viele, viele Jahre und lange Zeit, teilweise über Generationen hinweg. Weg und sind quasi Teil eines Lebens. Das kann man ja wirklich so sagen. Und das ist echt spannend. Da bestehen natürlich dann Verbindungen und Verhältnisse, die weit über das rein Geschäftliche hinausgehen. Da kennst du die Kinder, irgendwann werden die Kinder Geschäftsführer und so Sachen.
- 03:39 unklar
Also das ist wirklich— das wollte ich gerade sagen, die Generationswechsel hast du dann auch schon miterlebt.
- 03:43 Marcus Smola
Und das ist super reizvoll. Also das ist wirklich mehr als einfach nur einen Job machen und dann, sondern es hat viel mit auch mit emotionalen Bindungen zu tun. Und das finde ich da alles, und das gefällt mir gut.
- 03:54 Ronald M. Arndt
Und ich glaube, damals im Podcast haben wir sogar genannt, gemeinsam mehr erreichen, was ja dann eine schöne Klammer war dafür.
- 04:01 Marcus Smola
Weil genau das ist die Idee, ne. Also die trifft wahrscheinlich nicht nur auf uns zu, aber hier ist es eben Teil des Geschäftsmodells und funktioniert eben gut.
- 04:10 Ronald M. Arndt
Oft ist ja so, dass Krisen oder große Probleme auch die Leute in der Gesellschaft zusammenschweißen. War das für dich so über die ganzen Jahre und Jahrzehnte, muss man ja sagen, Ja, gab es da mal enger und weiter auseinander, auch innerhalb der BWH-Familie?
- 04:25 Marcus Smola
Also es entsteht automatisch eine Bindung, ist ja klar, du rutschst da näher zusammen, und je länger du dich kennst und je enger du zusammenarbeitest und dann auch mal Erfolge oder Misserfolge miteinander, ne, also so in dem normalen Geschäftsablauf. Aber wo wir es halt jetzt gemerkt haben, war während der Pandemie, oder wie eng die aneinandergerückt sind. Und da geht es gar nicht nur mit wir mit den Hotels, sondern auch die Hotels untereinander, die sich auch schon viele Jahre kennen und austauschen und Und da war es gut zu wissen, da sind ein paar andere, denen es nicht besser geht, aber die im gleichen Boot sitzen. Also da war es echt deutlich zu spüren, dass so eine Gemeinschaft auch echten Wert hat.
- 04:59 unklar
Eine eigene Selbsthilfegruppe, die auch richtig gut tut, weil sich jeder automatisch versteht. Also es sitzen ja alle im gleichen Boot.
- 05:07 Marcus Smola
Exakt. Alle in einem schwierigen Boot.
- 05:11 unklar
Und steuern aber zusammen.
- 05:12 Marcus Smola
Aber steuern, versuchen es irgendwie gemeinsam. So, und dann tut es einfach gut. Das geht uns ja auch so, oder? Wenn wir irgendein Problem haben, dann machen wir es nicht mit uns aus, sondern kennen irgendjemand, der uns— und das war da echt deutlich zu spüren, ne.
- 05:24 Ronald M. Arndt
Und eine Familie freut sich ja auch immer über Nachwuchs, und auch da tut sich ja bei euch natürlich jedes Jahr wieder was.
- 05:33 Marcus Smola
Also du redest von Hotels jetzt, nicht von dir, Markus?
- 05:38 Ronald M. Arndt
Außer du hast jetzt hier die Big News noch zu verkünden.
- 05:41 Marcus Smola
Ja, Gott sei Dank durch. Nein, natürlich ist für eine Gruppe wie uns das essenziell wichtig, dass wir dass wir auch wachsen, ne? Weil das Modell, das wir haben, ist, wir sammeln Geld ein von denen, die bei uns sind, und das investieren wir zu 100% in Maßnahmen, die das Hotel erfolgreicher macht. Also eine null-profitorientierte Arbeitsweise, das ist ein bisschen genossenschaftlich. Und je mehr wir dabei haben, desto mehr Power können wir entwickeln. Und wir verlieren natürlich auch über die Jahre Hotels, oder? Und dann braucht es eben auch Neue. Aber es geht eben auch darum, das Portfolio attraktiver zu machen, also Destinationen zu besetzen, wo wir heute nicht sind, Regionen zu finden, die wir unseren Gästen dann zusätzlich anbieten können. Und auch das macht ja eine Marke attraktiver für die, die mit uns zusammenarbeiten.
- 06:29 unklar
Wie hoch ist denn die Fluktuation bei euch? Also jetzt so von der Dynamik her, wenn du sagst Kommen und Gehen, weil eigentlich klingt es ja als eine ziemlich konstante Gemeinschaft oder eine Community schon fast bei Best Western.
- 06:41 Marcus Smola
Ja, das ist es, das ist es auch zum großen Teil. Und das gilt auch weltweit übrigens, ne, nicht nur hier in unserer Region, sondern eben auch in anderen Ländern. Allerdings gibt's immer Zeiten, wo es mehr und wo es weniger herausfordernd ist, sagen wir es mal so. Also in guten Zeiten, wenn den Hotels es gut geht, dann ist die Nachfrage nach Dienstleistungen, die wir erbringen, weniger hoch, ne. Das ist, vergleiche das immer mit, du gehst ja auch nicht zum Arzt, wenn du krank, nicht krank bist, so, das ist so.
- 07:08 unklar
Wenn es dann Freunde braucht man ja auch eigentlich meistens, wenn es einem nicht so gut geht.
- 07:13 Marcus Smola
Wenn es ganz zusammenbricht, so wie jetzt während der Pandemie, dann ist natürlich auch das schwierig. Aber wenn es eben so ein bisschen schwierig ist, dann ist die Nachfrage bei uns am höchsten. Allerdings ist dieser Markt jetzt, und das hat sich gerade in den letzten 2 Jahren nach der Pandemie auch ein Stückchen entwickelt, muss ich sagen, enorm in Bewegung, was Übernahmen von Hotels angeht. So, und jetzt haben wir Unternehmer, die durch eine schwierige Zeit gegangen sind in der Pandemie, die auch finanzielle Reserven aufgebraucht haben, die Kredite bedienen müssen, die unter Umständen jetzt auch wieder renovieren müssen. Dann sind Kosten gestiegen, und also das Leben ist nicht einfach. Und wenn dann jemand kommt und sagt, du, ich würde dir dein Hotel kaufen, abkaufen, oder ich übernehme deinen Betrieb, und du hast jetzt nicht direkt eine Nachfolgeregelung irgendwie so, dann passiert's jetzt momentan, das ist das, was wir jetzt gerade eben erleben, relativ häufig, dass Hotels von uns gehen, weil sie übernommen werden. Und da ist extrem viel Bewegung drin im Markt. Und momentan verlieren wir von anderen Ketten oder Gruppen, oder in die komplette Individualität? Ja, komplett. Also das sind Gruppen wie B&B zum Beispiel, die ein tolles Geschäftsmodell haben, aber die eben auch einen Finanzinvestor im Hintergrund haben und sagen, so, ich kaufe jetzt diesen Betrieb und mache ihn dann zu einem B&B. Und dann hat das mit uns dann logischerweise nichts mehr zu tun. So, und diese Bewegung ist jetzt gerade zu spüren. Parallel haben wir bestimmt über die letzten naja, sagen wir mal 4, 5 Jahre 10, 15 Hotels verloren, die Flüchtlingsunterkünfte wurden, in denen also der, der die Kommune das Hotel gepachtet hat für 5 Jahre zu 100%. So, und das ist für einen Unternehmer oder Eigentümer von dem Hotel natürlich dann auch eine attraktive Variante. So, und so haben wir eben Hotels verloren, und momentan mehr, als es eigentlich so der Durchschnitt war vor der Pandemie. Und da müssen wir eben gucken, dass wir das irgendwie wieder ausgleichen.
- 09:02 unklar
Also das ist nicht dann, dass ihr das für euer Marketing auch nutzen könnt, dass ein Best Western ein Flüchtlingshotel wird, sondern das geht dann komplett an die Kommune? Komplett.
- 09:11 Ronald M. Arndt
Okay, da bleibt doch nichts mehr drin groß, ne?
- 09:13 Marcus Smola
Ja, der Name, ja, das kommt drauf an, wie das, aber in der Regel machen die das komplett leer und machen was Neues rein, und irgendwann in 5 Jahren renovieren sie es wieder, und dann kann es wieder an den Start. Aber das hat mit uns und unserem Vertrieb natürlich gar nichts mehr zu tun. So, und so ist die Hotellerie jetzt gerade so ein bisschen in Bewegung, in Dingen, die eigentlich, also was uns angeht, ja, uns nicht helfen, aber die halt nun mal jetzt gerade so passieren, oder. Und das Blöde ist ja dabei, dass wir eigentlich einen extrem guten Job machen könnten und das trotzdem passiert. Also die gehen nicht, weil sie unzufrieden sind, sondern die gehen, weil es einfach jetzt andere Optionen gibt oder solche Entwicklungen eben jetzt gerade da sind.
- 09:51 unklar
Andere finanzielle Alternativen, das ist ja auch immer sehr attraktiv und eben nachvollziehbar.
- 09:57 Marcus Smola
Ich würde es wahrscheinlich genauso machen.
- 09:59 unklar
Wie groß ist denn euer Team von BWH?
- 10:02 Marcus Smola
Also wir sind bei BWH insgesamt 80, 85 Mitarbeiter für die Region, wir nennen das Central Europe, das ist Deutschland, Österreich, Schweiz und ein paar osteuropäische Länder. Und wir sind ja eingegliedert in das Konstrukt der DH Hospitality Group, also eine Holding, eine Muttergesellschaft von mehreren Unternehmen. Da ist BWH eine davon, die Procos, eine der führenden Einkaufscompanies in unserer Branche. Wir haben eine kleine Firma, heißt All Invoz, ein Kreditorenmanagement-Anbieter, und wir haben eine kleine Unternehmensberatung für die Hotellerie. Also diese 4 machen die DEHAG zu so einem Volldienstleister, und dort sind wir insgesamt ungefähr 150. Also BWH ist ungefähr die Hälfte davon und die anderen aber noch mal so viele.
- 10:52 Ronald M. Arndt
Ja, bei all den Nachrichten, dass auch Hotels abwandern, kamen auch wieder tolle Häuser dazu letztes Jahr. Gerade Dezember, gute Dinge, absolut. Ja, ging es in Schwarzwald auf über 1000 Meter, glaube ich, mit dem Hotel Schliffkopf.
- 11:07 Marcus Smola
Ja, also wirklich schön, dass du es ansprichst. Wirklich allein von der Lage her schon irgendwie besonders, ne? Da ist wirklich nichts drumherum außer Natur und Landschaft und dort direkt an der—
- 11:18 unklar
kein Handyempfang.
- 11:20 Marcus Smola
Doch, das haben wir irgendwie hingekriegt. Handyempfang gibt's mittlerweile, glaube ich. Ist dieses, ist der Schiffkopf zu uns gekommen, mit dem wir jetzt gerade die Zusammenarbeit starten. Und da freuen wir uns sehr drauf, weil wie gesagt, der Betreiber, der mit uns dort arbeitet, bereits Partner ist von uns und auch früher schon woanders war. Und so hat er jetzt in Freudenstadt, und es ist ja gar nicht so weit weg, der Schiffkopf, ganz in der Nähe auch ein zweites Haus noch mit uns.
- 11:44 Ronald M. Arndt
Ja, also eine schöne Geschichte wiederum ist, dass der eine Betreiber eben dann auch im zweiten und dritten Haus kommt. Ich glaube, in Dresden habt ihr eröffnet letztes Jahr, Regensburg.
- 11:53 Marcus Smola
Hast sehr gut nachgelesen. Ja, wir haben letztes Jahr 14 Hotels aufgenommen, und das ist wieder so das Niveau, wo wir auch vor der Pandemie mal waren. Und auch 14 mit unterschiedlichen Unternehmern, also nicht eine Gruppe, die 14 Hotels mit uns macht, sondern das ist auch eine schöne Entwicklung, also schön breit aufgestellt. Und da ist wirklich quer von bis alles dabei, von Städten zu eben der Schliffkopf, ein Resort-Hotel. Das ist schön, ja, das war in der Beziehung war es ein gutes Jahr letztes Jahr.
- 12:21 Ronald M. Arndt
Also von Stadt über Natur, Familie, denke ich auch eine einmalige Sache noch mal, dass ja auch innerhalb der BWH verschiedene, können wir auch kurz drauf zu sprechen kommen, ja verschiedene Marken bedient.
- 12:33 unklar
Ganz anderes Produkt mal.
- 12:35 Marcus Smola
Exakt, und dort am Schliffkopf ist es auch ein, also wir haben ja diese zwei Modelle, entweder das Hotel kommt zu uns, wird ein Wir nennen das Full Brand. Das Hotel wird aus dem Hotel XY, wird das Best Western Hotel XY oder das Best Western Plus XY, je nach Kategorie, oder eine Soft Brand, oder eben eine Soft Brand. Das heißt, Hotel bleibt in seinem Hotelnamen, der Schliffkopf, und wird ein Member of, in dem Fall BW Signature Collection. Also wir nehmen es in eine Collection hinein und vertreiben es eben dann dort genauso wie alle anderen auch, aber vom Namen nach außen, von der Brand Identity bleibt es eben Schliffkopf. Das ist eine ganz gute Kombination und für den Schlüffkopf, der ja durchaus einen Namen hat, eine passende Partnerschaft. Vielleicht passender, als da jetzt draus einen Westwestern-Schlüffkopf zu machen.
- 13:24 Ronald M. Arndt
Ja, und Hotels dieser Art gibt es ja noch ein paar in Europa, in eurem Raum.
- 13:31 unklar
Vor allem der Schwarzwald ist ja auch vielleicht ein interessanter Markt, sage ich, wenn man das jetzt Markt nennen kann.
- 13:38 Marcus Smola
Aber ja, schon. Also generell, also ich finde, wir machen ungefähr so 35, 40% unseres Umsatzes mit, mit Leuten, die freiwillig im Hotel wohnen, also die Urlaub machen oder entweder eine Städtereise oder eben eine Woche im Schwarzwald. Das heißt also, ein gutes Drittel ist das mittlerweile. Und es hat natürlich auch was mit dem Hotelportfolio zu tun, ist ja klar, ne. Also, und das heißt so, dieser Feriengast, den wir dann suchen und bearbeiten für die Hotels, die bei uns sind, hat dann eben auch mittlerweile einen festen Platz in dem, was wir tun. Nicht erst seit gestern, es geht schon eine ganze Weile so. Aber wir stellen eben fest, dass wir gerade auch in diesem Segment heute marketingtechnisch deutlich gezielter arbeiten können für ein Hotel, als das noch vor 20 Jahren der Fall war, wo man in der Westdeutschen Anzeige geschaltet hat am Wochenende, und dann haben wir gehofft, dass sich irgendeiner rührt. Das geht heute ja aufgrund der Elektronik und Direktmarketing und E-Commerce deutlich besser. Und dann ist natürlich der Nutzen für ein Ferienhotel aus so einer Partnerschaft auch deutlich höher.
- 14:35 Ronald M. Arndt
Du hast gerade schon ein paar Punkte erwähnt, Onlinevertrieb etc. Ja, fass mal so in Kürze zusammen, von was ein Schliffkopf da jetzt in der Zusammenarbeit von Tag 1 profitieren kann.
- 14:45 Marcus Smola
Weißt du, für so ein Hotel, das ja dann doch weiß, wie man Hotel macht, also ein tolles Produkt ist, hast du gesagt, nicht nur ein Hotel, sondern auch Freudenstadt, ne, Elos heißt der Betreiber, sondern jetzt noch ein Betreiber, der, der aber der natürlich in Baiersbronn sitzt oder am Schliffkopf sitzt in dem Fall. Und das, was wir dazu steuern können, und das sehen wir auch in der Zusammenarbeit in unserer Aufgabe, wenn das Hotel den regionalen Markt bedient, da ist es zu Hause, da hat es einen Namen, da ist es irgendwie bekannt, und wir bringen es aber überregional, national, oder wenn die Märkte eben da sind, auch international. Und das hat was mit Reichweite zu tun, logischerweise. So, und da können wir natürlich viel Schwung mit dahinter bringen, und das merkst du dann auch relativ schnell. Also das dauert nicht lange, bis dann so die ersten Nachfragen dann auch bestehen. Und dann kommt's drauf an, ist das jetzt ein Ferienhotel, suchen wir Feriengäste, suchen wir Tagungsgäste, suchen wir eine Gruppenreise oder eben Geschäftsreisen, je nachdem, wo das, wo das Hotel eben sitzt. So, und Was das Zweite, was uns dabei hilft, ist eben das, unser Loyalty-Programm, das mittlerweile über 60 Millionen Mitglieder hat, denen wir das—
- 15:51 unklar
60 Millionen seid ihr schon?
- 15:52 Marcus Smola
Ja, tatsächlich ist das enorm gewachsen. Also im Jahr großer Wachstum auf ein Land bezogen.
- 15:58 Ronald M. Arndt
Auf ein Land bezogen.
- 16:00 Marcus Smola
Und da können wir eben helfen. Und das sind dann die ersten Nachfragen, die dann kommen, die dann auch merken, oh, ich bin jetzt hier Mitglied, da gibt es ein neues Hotel, wenn es für mich passt. Also das sind so die, wir verschaffen dem Hotel eine Reichweite und das eben auf verschiedenen Wegen. Also wenn wir mit Tagungskunden sprechen, ist das oftmals ein persönlicher Austausch. Im Einzelreisebereich ist es immer mehr auch Elektronik und E-Commerce und eben Advertisings irgendwo im Netz, oder? Und das machen wir für die Hotels. Und in der Regel können wir das ja effizienter, auch ein Stück professioneller aufgrund von Technik und Know-how und Kosten. Das ist für ein einzelnes Haus in der Regel immer nur begrenzt machbar, oder? Und da ergänzen wir das eben, was das Hotel macht, auch wenn es schon so einen festen Platz hat wie der Schliffkopf, ergänzen wir es trotzdem um Maßnahmen, die die alleine so gar nicht machen können. Nicht weil die nicht clever genug sind, sondern weil es einfach gar nicht geht.
- 16:57 unklar
Musstet ihr im Schliffkopf viel von den Best Western Standards einbauen oder konntet ihr da relativ viel einfach übernehmen?
- 17:05 Marcus Smola
Wir konnten da relativ viel übernehmen. Also dadurch, dass wir ja verschiedene Kategorien haben, wo wir das Hotel bei uns mit einbauen können, können wir uns auch ein Stück danach richten. Es gibt immer so ein paar Sachen, die so ein bisschen typisch sind für so eine Gruppe, oder die dann so ein normales Hotel dann oftmals auch nicht hat. Aber das ist auch keine Investition von immensen Höhen. Aber so eine kleine Anpassung gibt es immer irgendwo, die aber gar nicht unbedingt negativ aufstoßen, sondern dem Hotel ja vielleicht auch gut. Exakt, ja, genau. Und das war da auch so, aber in einem überschaubaren Maß.
- 17:38 Ronald M. Arndt
Ja, die weltweiten Qualitätsstandards ist natürlich eine Sache, für die ihr steht. Wie sieht denn so ein Aufeinanderzugehen aus? Also wenn die Zusammenarbeit jetzt besiegelt wurde zwischen dem Hotel, Individualhotel und euch, wie sieht da der Abgleich aus? Wie sieht das?
- 17:55 Marcus Smola
Weißt du, meistens gleichen wir es schon ab, bevor wir es besiegeln, weil es muss ja jeder wissen, was auf einen zukommt, oder? Also wenn so die Gespräche beginnen, dann ist ein Teil, dass wir uns das Hotel anschauen und dann auch gemeinsam diskutieren, in welche Richtung soll das denn hier gehen? Was sind denn eure Pläne für dieses Haus? Bleibt das jetzt so, wie es ist für die nächsten Jahre, oder wollt ihr es auch entwickeln? Und Welche unserer Kategorien oder Marken passt denn dann da am idealsten drauf, um ein gutes wirtschaftliches Verhältnis herzukriegen? Macht ja keinen Sinn, dass ein Hotel enorm viel Geld investieren muss, wenn es nicht auch entweder die Rendite damit erwirtschaften kann. Also das ist der eine Teil, dass wir das Hotel prüfen und das abstimmen. Und der zweite Teil ist eben gemeinsam zu überlegen, wo können wir denn ergänzen? Also das ist keine Verkaufs— Story oder Show, sondern es ist tatsächlich, wo stehst du heute, was machen wir, wo lässt sich das miteinander verknüpfen. Und wenn wir das gut tun, also von beiden Seiten, von Betreiberseite und von unserer Seite gut analysieren und gut vorbereiten, dann funktioniert es hinterher auch. Und wenn wir dann irgendwie sagen, das passt aufeinander in vielen Dingen, es gefällt mir, wie ihr das macht, dann besiegeln wir es und dann integrieren wir das Hotel. Dann geht es relativ schnell auch, weil es muss dann in die Systeme und dann wird es relativ schnell distribuiert und so die ersten Erfolge kommen dann relativ flott. Nachdem wir es besiegelt haben.
- 19:18 Ronald M. Arndt
Kann mir vorstellen, dass der Mensch da einen hohen Stellenwert hat, ne, weil diese Zusammenarbeit, ja, jetzt natürlich das People's Business noch mal anders festgeschrieben.
- 19:27 Marcus Smola
Ja, und jetzt stell dir vor, du hast ein Hotel, oder, und egal wie professionell das betrieben wird, dann kommt dann irgend so eine Gruppe, die natürlich ein paar Standards mit dem Rücken hat und die dann auch mitbringt, und das muss aufeinander gehen, und da kannst du nicht einfach nur sagen, hier, friss oder stirb, sondern das ist ein enges Zusammensitzen, auch, auch kennenlernen und auch spüren. Und ja, und wenn man, wie gesagt, wenn wir das gut machen, dann funktioniert es dann auch. Dann erwacht hinterher nicht irgendwann mal einer von uns und sagt, ja, hätte ich das mal gewusst. So, und das haben wir über die Jahre gelernt, wie das funktionieren kann, oder?
- 19:57 unklar
Und auch die Flexibilität, die ihr mitbringt, ist ja grundsätzlich schon ein guter Start für so eine Partnerschaft.
- 20:03 Marcus Smola
Okay, es gibt nicht nur one size fits all, da hast du recht, nur es gibt eben verschiedene Modelle, verschiedene Marken, wie man zusammenarbeiten kann. Also im Grunde haben wir für jeden etwas. Klingt so ein bisschen pauschal, aber es ist tatsächlich so. Also dieses Softbrand und Fullbrand, aber daneben auch von 4 Sterne plus bis runter auf 3, oder? Da gibt's sogar jetzt mit unserer Zusammenarbeit mit World Hotels noch eine Lösung, die mit Best Western relativ wenig zu tun hat nach außen, so vom Branding her und vom Auftritt. Und das machen wir eben, um möglichst eine große Zielgruppe anzusprechen, weil die Maßnahme im Hintergrund dann und das, was Effizienz bringt und Power entwickelt, das ist ja dann für jeden wieder das Gleiche. Also Also das wiederholt sich ja dann, und da können wir eben auch zugunsten aller eben auch einen Schub entwickeln.
- 20:51 Ronald M. Arndt
World Hotels kam ja, glaube ich, 2019 dazu. Wie hat sich das entwickelt, das Thema?
- 20:57 Marcus Smola
Ja, World Hotels ist jetzt mittlerweile, das haben wir gut zusammengekriegt. Jetzt hat ein Moment gedauert, da kam natürlich die Pandemie dazwischen. 2019 war das, hat Best Western in Nordamerika die deutsche Firma World Hotels gekauft, und wir haben dann eben hier in unserer Region auch diese Marken von World Hotels Hotels mit vertrieben. Und da gab es natürlich erst mal auch eine Unruhe, das ist ja ganz klar, wenn so was aufeinander kommt. Und genau in dieser Zeit fiel dann die Pandemie und keiner hat mehr was gemacht. Und dann hat es eben länger gedauert als gedacht. Jetzt mittlerweile haben wir das aber gut aufgesetzt. Die sind fester Teil von all dem, was wir tun, sowohl emotional als auch sachlich und fachlich, oder? Und laufen jetzt als einer unserer Markenangebote mit, so wie alle anderen auch. Und überall da, wo es eben ein eine gute Lösung ist und der Hotelier sich dafür entscheidet, oder wir gemeinsam sagen, das könnte gut passen, dann haben wir da jetzt ein Angebot mehr. Also das ist jetzt durch mittlerweile und funktioniert gut.
- 21:57 Ronald M. Arndt
Ja, wenn sich jemand mit BWH beschäftigt und dann irgendwo auch schnell zum Begriff Best Western kommt, dann dürfte sich die Frage stellen, wo kommt es überhaupt her, Best Western?
- 22:06 Marcus Smola
Das ist eine gute Frage.
- 22:08 unklar
Kommt es aus Amerika?
- 22:09 Marcus Smola
Aber kommt natürlich, kommt natürlich aus Amerika. Ja, also Klingt, Spaß beiseite, das ist natürlich eine, also das Western ist geboren und kreiert worden in Nordamerika, damals von einem Hotelier. Und wir feiern nächstes Jahr unser 80-jähriges Jubiläum. Also 1946 hat er das gegründet, hatte die Idee, ich bin ja ein Hotelier und ich bin alleine, es wäre doch schön, ich habe ein paar andere, die mit mir das Gleiche machen. Hat sich Gleichgesinnte gesucht auf einer gleichen Kategorie und die haben sich zusammengeschlossen. Und die waren damals alle im Westen der USA und haben dann gedacht, sie sind die Besten im Westen. Und so war dann Best Western gar nicht so weit, aber so ist es entstanden. Es gab dann später noch Best Eastern an der Ostküste, witzigerweise, und dann irgendwann sind die zusammengekommen und Best Western ist der Name, der sich dann durchgesetzt hat und auch dann internationalisiert wurde. Und heute ist das Modell eigentlich das Gleiche von der Idee. Lass uns zusammenkommen und gemeinsam die Dinge machen, um erfolgreicher zu sein wie damals. Bisschen schneller, bisschen größer, moderner, mehr Technik, vielleicht auch deutlich wichtiger heute in dieser Welt. Aber es ist weiterhin ein Zusammenschluss gleichgesinnter Hoteliers mit einem hohen Maß an Mitbestimmungsrecht, die daran glauben, die Sachen gemeinsam zu machen und sich dann für unsere Idee entscheiden.
- 23:28 Ronald M. Arndt
Also an der Idee selbst hat sich eigentlich nichts geändert. Genau, gemeinsam sind wir eben stärker als alleine. Aber die Wichtigkeit durfte eben Wahrscheinlich über die Jahre noch mal, noch mal was zugenommen haben.
- 23:40 Marcus Smola
Enorm, enorm zugenommen, ne, könnt ihr euch vorstellen. Also wir kanalisieren heute mittlerweile 2 Drittel des Geschäfts, des Logi-Umsatzes über einen unserer Kanäle. Also 2 Drittel eines Hotels läuft mittlerweile über irgendetwas, was wir bedienen oder mit dem Hotel gemeinsam machen oder was wir managen oder was wir auch akquirieren und generieren.
- 23:59 Ronald M. Arndt
Also wir haben mittlerweile die Verantwortung, kommt über die, die Kooperation?
- 24:04 Marcus Smola
Ja, kommt natürlich über Kanäle. Also wir kanalisieren zum Beispiel Booking über uns. Jetzt wäre wahrscheinlich Booking auch zu einem großen Teil in dem Hotel mit oder ohne uns, aber es wird über uns eben jetzt gemanagt. Und wenn heute ein Booking-Problem besteht, ist es ein BWH-Problem. Früher war es das Hotel allein und das hat sich gedreht. Aber es macht extrem viel Sinn, dass diese Kanäle alle über eine Strecke kanalisiert werden. Hat was mit Preisstrategie zu tun, mit Ratenparität auch und solchen Dingen. Und das ist enorm gewachsen. Also das ist über die letzten, würde sagen, 5 Jahre um locker 10% gewachsen, dieser Anteil, und der wird weiter wachsen, logischerweise, ne, weil elektronische Buchung und der Weg über diese Kanäle wird zunehmen und das direkt im Hotel wird eben abnehmen. Und somit wächst unsere Verantwortung da den Hotels gegenüber auch, oder? Und deswegen ist es heute wichtiger, so einen Partner zu haben. Wir sind ja nur einer davon, aber sich eben solchen Anschluss zu suchen, wichtiger in Bezug auf der Großteil des Geschäftes läuft mittlerweile eben über diese Wege und nicht mehr bei mir direkt im Hotel.
- 25:09 Ronald M. Arndt
Wenn ich jetzt auf Booking, weil wir gerade das Beispiel genannt haben, mir ein Hotel im Schwarzwald suche und bei, beim Schliffkopf steht eben dabei, dass es ein BW Signature House ist, auch schon Beschreibung bei Booking, das dürfte ja definitiv einen Unterschied machen.
- 25:27 Marcus Smola
Ja, das ist natürlich einer der Vorteile, ne. Also wenn sich ein Hotel für uns entscheidet, und bei Marken, wenn sie die Fullbrand-Lösung haben, dann sind sie eben bei Booking als Best Western gelistet. Und ich frage mich dann immer, wenn einer in Chicago in Booking ein Hotel sucht im Schwarzwald, ja, und dann kann er vorkommen, Hotels auf, und es taucht eben ein Best Western Hotel auf, dann hat natürlich Marke einen Einfluss auf die Buchungsentscheidung, ne. Und diese Collection ist eben so eine etwas abgeschwächte Form davon, aber ganz bewusst steht ja dabei Member of, um eben eben diesen Wert damit zu transportieren, und das funktioniert gut. Ja, das ist einer der Gründe und einer der Vorteile dafür, gerade in so Portalen, die eben alle Hotels zeigen. Alles, was in der Destination da ist, steht bei Booking, und dann spielt es schon eine Rolle.
- 26:14 Ronald M. Arndt
Nebst den Dienstleistungen, die ihr für die Hotels natürlich anbietet, in welcher Art und Weise bringt ihr die Hoteliers auch mal zusammen das Jahr über?
- 26:24 unklar
Also so dieses, dieses, da gibt's doch die ganz bekannte Best Western einmal im Jahr.
- 26:30 Marcus Smola
Ja, genau, die gibt's, du hast recht. Ja, ja, wir machen das natürlich so wahrscheinlich, wie das viele andere auch machen. Also es gibt einmal eine große Tagung, wo die alle einladen über 2, 3 Tage, wo die zusammenkommen und wo, wo dieses Socializing auch eine Rolle spielt. Also natürlich hat da viel Fachliches einen Vorrang und viel Kommunikation und Diskussionen und Vorträge und Mitnehmen und Wissen. Aber es ist ganz bewusst auch ein Platz da, dass die sich treffen und austauschen können, weil auch das hat am Ende des Tages einen Wert für denjenigen, der ein Hotel betreibt. Und das machen wir einmal im großen Kreis, und dann gehen wir einmal durch alle Regionen, und ich glaube 7 oder 8 Regionen, wo wir die Hotels zu kleinen Runden einladen und die auch bewusst nutzen für Diskussion. Also wenn wir Dinge entwickeln wollen, ob wir da am richtigen Weg sind, holen wir uns da das Wissen. Ab und, und tauschen uns aus dazu. Und jetzt vorhin schon mal gesagt, wir sind eine relativ demokratisch organisierte Firma. Für vertragliche Entscheidungen, also die vertragsrelevant sind, zum Beispiel höhere Beiträge, müssen die Hotels das Go geben. Und immer wenn das stattfindet, diskutieren wir es logischerweise vorher sehr intensiv, und das findet auch in diesen kleineren Runden statt. So, und dieses Jahr leisten wir uns noch mal einen größeren Luxus. Wir machen das erste Mal seit, ich glaube, knapp 30 Jahren mal wieder eine European Convention. Das heißt, alle Länderorganisationen in Europa laden ihre Hoteliers ein. Das wird Ende März, Anfang April auf Mallorca sein, und da bringen wir eben mal die Größe zusammen. Also 1200 Teilnehmer werden wir dort haben, alles Hoteliers, alle Gleichgesinnten.
- 28:05 unklar
Also die Insel ist voll?
- 28:07 Marcus Smola
Das wird voll, und das, da versprechen wir uns echt viel, viel Nutzen, also Wissen auch, aber eben auch viel, viel, ja, Austausch und untereinander. Also spielt eine Rolle, ganz klar.
- 28:18 Ronald M. Arndt
Ja, aber genau da liegt doch noch mal unglaublicher Mehrwert, ne? Einfach auch europaweit.
- 28:22 Marcus Smola
Ich glaube auch, dass das viele beeindrucken wird. Wir leben ja dann doch in unserer Region hier, und wenn wir uns dann treffen, sind wir 200, 250 Leute, die da zusammenkommen. Dort sind es 1200, und dieses BWH ist schon eine große Organisation weltweit. Ich bin immer extrem beeindruckt, wenn wir nehmen einmal im Jahr teil an der North American Convention. Da sind dann 3.500 dann in einem Raum und essen zusammen zu Abend. Das ist dann schon wirklich beeindruckend. Die machen also einmal im Jahr ihre Convention, und dadurch, dass Best Western oder BWH in Nordamerika so groß ist, sind das eben so viele Teilnehmer. Und dann ist so die richtige Größe spürbar von dieser Gruppe. Da ist schon toll.
- 29:05 unklar
Und wie läuft sowas dann ab? Also ist das dann nur mit internen Themen belegt, so eine Tagung, oder habt ihr da auch mal externe Themen, die interessieren und vorgestellt werden oder auch präsentiert werden?
- 29:16 Marcus Smola
Ja, beides, ne?
- 29:16 unklar
Beides.
- 29:17 Marcus Smola
Ja, ja, es ist schon logischerweise eine wichtige Information, wichtige Gelegenheit, intern upzudaten und unsere Strategien, unsere Planungen zu machen, aber eben auch die Themen, die uns beschäftigen von außen, von Fachleuten bewusst mal über den Tellerrand hinaus anzuschauen. Ja, die Chance nutzen wir, und das ist auch wichtig. Also nicht nur unser eigenes Süppchen, sondern gerade von außen mal Input zu kriegen.
- 29:42 Ronald M. Arndt
Jetzt seid ihr weitestgehend losgelöst von Amerikanern, aber dennoch gibt es wahrscheinlich so ein paar Punkte, wo du sagst, genau diesen Spirit bin ich froh drum, dass der ab und an überschwappt.
- 29:53 Marcus Smola
Ja, wir sind tatsächlich organisatorisch losgelöst. Wir haben eine Art Masterlizenzvertrag hier für die Region Deutschland, Österreich, Schweiz und diese Länder, die in Osteuropa noch dabei sind. Und wir können das hier machen auf eigene Rechnung und auch nach eigenem Gutdünken. Aber eingebettet in einen Rahmen unter bestimmten Kriterien, denen wir auch folgen müssen. Ziele, die wir gemeinsam vereinbaren, dass sich die Gruppe eben auch weltweit entsprechend entwickelt. So, und diesen Vertrag haben wir mit der Organisation in Nordamerika, der Eigentümerin der Marke. Und das ist gut. Der wird in 10-jährigen Abständen verlängert, manchmal einen Ticken früher auch, je nachdem, wie die Situation auch ist. Aber normalerweise laufen die Verträge 10 Jahre, geben uns also die Sicherheit, geben jedem Hotel, das angeschlossen ist, eine langfristige Sicherheit. Und es ist eben dann auch eine Planbarkeit, ne. Das ist nicht so, dass wir was machen und dann nach 3 Jahren fangen wir schon wieder an und drehen es rum. Und das funktioniert sehr gut, hat natürlich auch viel damit zu tun, wie wir miteinander da umgehen können, ne. Und da ist Amerika schon auch, also in unserer Form, hilfreich, weil sie einfach groß sind. Also weil einfach viele Dinge, die die da drüben machen, effizienter machbar sind. Und wenn wir sie dann mitnutzen können, dann natürlich für jedes Hotel hier auf der Seite der Welt auch effizient machbar ist. Und das ist gut. Also da ist Größe wirklich, size matters, ist manchmal schon wirklich hilfreich, gerade in so einer Organisation, wo wir, na ja, mit Partnern Verhandlungen führen, Konditionen erreichen müssen, Reichweite erzielen müssen, oder? Und da kann man schon in so einer großen Gruppe viel machen.
- 31:28 unklar
Ist das auch eine Two-Way-Road?
- 31:29 Marcus Smola
Also bekommst du irgendwie mit, dass auch die amerikanischen Kollegen irgendwie Inspiration aus Europa Ja, ja, ja, also fairerweise, es ist nicht so, die Amerikaner sagen, wo es langgeht, sondern es ist durchaus eine Diskussion. Für die ist es wichtig, dass das auch hier gut funktioniert, weil natürlich auch deren Hotels davon profitieren, wenn diese Marke hier erlebbar ist. Jeder Gast, der hier ein Best Western erleben kann, kann es unter Umständen dann da drüben auch buchen. Und so ist es eben natürlich ein gegenseitiges Miteinander. Deswegen ist es enorm wichtig, dass das international gut funktioniert, auch aus Sicht der Amerikaner. Ja, unbedingt.
- 32:07 Ronald M. Arndt
Kann man der Hospitality auch sagen, dass der Amerikaner oder die Amerikaner und der Markt da immer ein paar Jahre voraus sind?
- 32:13 Marcus Smola
Ja, das ist eine gute Frage.
- 32:14 Ronald M. Arndt
Antworten auf Trends haben, die wir heute noch gar nicht so—
- 32:17 Marcus Smola
Das ist echt eine coole Frage, die immer mal wieder gestellt wird. Und in ganz vielen Entwicklungen in der Vergangenheit ist das so gewesen, also dass Dinge da drüben entwickelt wurden und die dann hierher geschwappt sind, die die sich dann auch hier durchgesetzt haben. Das muss man schon so anerkennen, wobei ich weiß gar nicht, ob man es anerkennen muss. Es ist einfach so, es ist auch gut so, also es ist in Ordnung. Wichtig ist, glaube ich, dabei, dass die Dinge, die in Amerika entwickelt werden, dann auch ein Stück adaptiert werden, dass sie hier wirklich passen, weil da gibt's dann schon Unterschiede, ne. Also Gästeverhalten hier, Gästewünsche, auch Standards in den Hotels, gibt Sachen, die sind in Amerika gang und gäbe und muss überall sein. Aber hier braucht sie nicht unbedingt jeder in jedem Hotel. Und diese Dinge müssen wir eben miteinander abstimmen und müssen dann eben die adaptieren, müssen das so nehmen, dass es hier passt. Aber viele der Dinge, die hier jetzt so stattfinden oder hier so implementiert werden, waren meistens vorher schon in Amerika. Ja, das muss man sagen, das ist da schon führend.
- 33:16 unklar
So digitale Trends zum Beispiel, so Artificial Intelligence, und ja, zum Beispiel, dass das von drüben, dass das drüben schon einfach mehr umgesetzt ist oder standardisierter ist als bei uns, diese Angst noch immer besteht?
- 33:30 Marcus Smola
Ja, ich, also gerade Technologie ist oftmals von dort entwickelt oder ist zumindest da drüben schon da. Und wenn es dann hierher schwappt, können wir uns da mit denen gut austauschen. Also Technologie ist relativ oft der Fall, finde ich. Für uns ganz klar beeindruckend ist das Thema Loyalty-Programm, oder? Also das ist hier, da sind wir hier in Kinderschuhen immer noch, obwohl es ja jetzt hier schon viele Jahre da ist im Vergleich zu was da drüben passiert in puncto Umsatz. Wie viel Umsatz wird heute mit Loyalty irgendwie verbunden, ne? Oder generell das Markenthema, ne? Also da drüben sind 80% der Hotels Marken, gebrandete Markenhotels, und 20 ohne. Und hier ist es fast andersrum, ne? Hier ist der individuelle No-Name-Hotelier mit seinem Namen, gar nicht negativ, sondern so, also nicht gebrandet, ist deutlich in der Überzahl. Und auch das ist etwas, was von drüben da hierher schwappt. Aber es heißt ja nicht, dass alles dann hier rüberkommen muss, sondern aber es gibt es eben da drüben. Man kann dann eben gucken, dass man es adaptiert.
- 34:31 Ronald M. Arndt
Wie sieht es in puncto Nachhaltigkeitsinitiativen aus in USA?
- 34:36 unklar
Das ist zum Beispiel ein großes Thema dort.
- 34:39 Marcus Smola
Cool, dass du es ansprichst, weil das ist zum Beispiel was, wo wir das Schiff ein bisschen rumdrehen, wo der Druck von hier deutlich größer ist nach da drüben. Und wo die heute Dinge von uns lernen können, über die die noch gar nicht nachgedacht haben.
- 34:54 unklar
Wollen sie es auch? Sie können es auch?
- 34:55 Marcus Smola
Ja, ich glaube ja auch, sie wollen auch mittlerweile in kleinen Schritten so in unserer Wahrnehmung. Also wenn du—
- 35:02 unklar
man hört ja auch einfach viel, ja, die lachen sich in den Ärmel, was wir hier in diesem Thema veranstalten.
- 35:07 Marcus Smola
Also das ist ja erstmal so der persönliche Eindruck. Wenn wir nach Amerika gehen, in ein in ein Einkaufscenter, in irgend so ein Outlet-Center, und dann gibt es meistens irgend so ein Food Court. Und wenn du da was isst an so verschiedenen Stationen und hinterher schmeißt du alles zusammen in ein, da musst du dich wirklich fragen, was machen wir hier für einen Aufwand? Aber fairerweise, es ist, die sind heute deutlich weiter, als das noch war vor 2, 3 Jahren. Also die bewegen sich schon in diese Richtung, sind aber noch weit hinter dem, was wir tun.
- 35:35 unklar
Aber sehr langsam.
- 35:36 Marcus Smola
Aber wir haben jetzt ein Commitment geschlossen, zuerst hier in Europa oder sagen wir mal außerhalb Nordamerikas, aber jetzt auch in Nordamerika, dass sich alle Hotels Hotels weltweit bei Best Western bis Ende '26 zertifizieren lassen von einer Green Certification. Also gibt es ja verschiedene Anbieter weltweit, die müssen bestimmte Kriterien erfüllen. Das heißt also, jedes Hotel unterläuft jetzt in den nächsten 2 Jahren, so es nicht schon eine hat, eine solche Zertifizierung. Und diese Zertifizierung sagt ja einmal, du musst da und da, du musst das und das beachten, aber es schafft vor allen Dingen Bewusstsein. Für das, sich in diese Richtung irgendwie zu verhalten. Und das, glaube ich, ist ein wichtiger Schritt.
- 36:17 unklar
Also vor allem das über alle Märkte auszurollen, ist ja eine Sprache, das bringt euch ja nur weiter.
- 36:23 Marcus Smola
Ja, es ist einfach, wie, ich meine, es wird von Kundenseite gefordert auch, oder das ist natürlich auch Druck dahinter, aber es hat auch viel was mit zu tun, es ist jetzt Zeit, das zu tun. Und die weltweite Diskussion findet ja auch in Amerika statt, und wir haben da, finde ich, ein tolles Zeichen jetzt gesetzt. Also auch die Amerikaner haben dann gesagt, wir machen das auch, wir zertifizieren unsere Hotels bis Ende '26.
- 36:46 Ronald M. Arndt
Ins Thema Basketball seid ihr eingestiegen letztes Jahr.
- 36:49 Marcus Smola
Ja, Basketball ist echt ehrlich so ein bisschen ein erster Schritt in dieses Sportsponsoring.
- 36:55 Ronald M. Arndt
Nie zuvor, glaube ich, Sportsponsoring.
- 36:58 Marcus Smola
Ja, zumindest nicht in dem Maße. Also wir haben viele Hotels, die lokal da sich irgendwo engagieren, je nachdem. Aber so als Gruppe, als Brand zu sagen, wir machen das auf dem Niveau, ist das tatsächlich das erste Mal. Und jetzt machen wir das seit einem guten halben Jahr etwa. Wir haben da im Mai angefangen, dann haben wir Olympia noch mitnehmen können und jetzt haben wir das auch ein Stückchen strukturiert und organisiert und so und sind bis dahin total, total wirklich happy und glücklicher damit.
- 37:25 unklar
Also spürt ihr schon was?
- 37:27 Marcus Smola
Ja, sagen wir so, wir spüren was damit, dass die Zusammenarbeit funktioniert extrem gut. Und wir haben damals genau überlegt, in welchen Sport gehen wir, oder? Und man kann das gut analysieren. Welche Zielgruppe haben wir? Was wollen wir eigentlich erreichen und welche Sportart mit der jeweiligen Zielgruppe passt da ganz gut dazu. Und das haben wir gut nebeneinandergelegt. Und zum Schluss kam dann raus: Handball, Basketball oder Volleyball. Handball war aber schon belegt, gibt eine andere Hotelgruppe, die eben Handball sponsert.
- 37:55 unklar
Ja, das machen wir auch. Jung sponsert auch Handball.
- 37:58 Marcus Smola
Ja, okay, also da gab es aber schon einen Hotelpartner. Und Volleyball war dann im Vergleich zum Basketball irgendwie für uns angenehmer oder näher dran, auch so ein bisschen die weltweite Präsenz von Basketball gerade in USA ist natürlich deutlich höher als die amerikanische Verbindung, ist ja auch relativ stark zum Basketball. So, und jetzt haben wir heute eben da Zusammenarbeit und können eben Marke nach vorne, können Awareness, und das ist ja der Hauptgrund. Aber, und das ist eben das Spannende an dieser Zusammenarbeit mit dem Basketballbund hier in Deutschland, das Ganze runterbrechen eben auf kleinere Einheiten. Also jedes Hotel vor Ort kann theoretisch etwas anfangen mit Basketball, entweder mit einem Verein vor Ort oder mit Turnieren, die veranstaltet werden, kann sich dort engagieren. Und für uns war es ja wichtig, dass es nicht nur ein High-Level-Sponsoring ist, sondern dass wir es eben runtertragen können in die, ja, bis in die kleinste Einheit eines Hotels. Und das lässt sich echt gut an. Ja, ist cool. Weil du gefragt hast, spürt ihr es schon? Wir haben da jetzt keine Größen, die wir irgendwie messen können. Dafür ist es jetzt noch zu früh.
- 38:59 unklar
Genau, ja, das habe ich mir fast gedacht.
- 39:01 Marcus Smola
Man braucht halt mal ein Jahr, ein, zwei, die da laufen. Wir haben jetzt eine dreijährige Partnerschaft vereinbart mit denen, und dann werden wir das logischerweise auch messen.
- 39:08 unklar
Talking about people's business, Marcus, zu dir persönlich. Du hast ja eine ganz starke Verbindung zur Musik. Ich glaube, du auch, Ronald, oder? Wir durften beide schon in den Genuss kommen, dir zuzuhören am Keyboard. Du schreibst ja auch die Texte selber, richtig?
- 39:22 Marcus Smola
Ja, das wäre jetzt ein bisschen übertrieben, aber manche habe ich jetzt auch schon gemacht. Das stimmt schon. Also zunächst, Musik spielt eine große Rolle, das stimmt.
- 39:29 unklar
Woher kommt das?
- 39:30 Marcus Smola
Mein Vater ist extrem engagiert in der Musik als Hobby. Er hätte es gerne beruflich gemacht.
- 39:37 unklar
Mit der Stimme muss man halt auch singen, Marcus. Das geht ja gar nicht anders.
- 39:40 Marcus Smola
Ich weiß nicht so genau, aber also der hat mir das quasi in die Wiege gelegt. Er hat sehr viel Musik gemacht mit Orchestern, mit Chören, spielt verschiedene Instrumente. Und dann waren wir 3 Kinder und war es klar, jedes Kind muss auch ein Instrument lernen. Und dann gab es am Anfang eine Blockflöte, so wie das eben ist. Und dann haben wir alle Klavier gelernt. Meine Schwestern haben dann, ich habe 2 Schwestern, die haben dann hinterher Oboe und Querflöte gespielt und ich bin beim Klavier geblieben. Also das war der Einstieg und dann musste ich das natürlich machen.
- 40:13 unklar
Also ich habe es nicht geschafft. Ich habe einen musikalischen Bruder. Bei mir hat das mit der Musik und mit dem Notenlesen leider nicht funktioniert.
- 40:20 Marcus Smola
Ich bin sicher, du hättest es auch gemacht. Du hättest es garantiert auch verstanden irgendwann. Ist ja kein Hexenwerk, aber du musst dann eben dranbleiben. So, und das ist die Herausforderung, die dann Eltern haben. Weil kein Kind kommt von der Schule nach Hause und sagt: Juppidu, wo ist Klavier? Ich will üben. Oder gib mir meine Geige, ich will jetzt üben. Das passiert in 100 Fällen einmal. Und so war es bei mir auch. Natürlich hatte ich keine Lust Klavier zu üben. Aber ich musste und ich musste. Und warum? Mein Vater wollte mir ermöglichen, das beruflich zu machen, so wie er das gerne gemacht hätte. Und du kannst eben nicht mit 18 sagen, ich werde Flötist, gib mir mal eine Flöte, oder ich werde Pianist, gib mir mal ein Klavier jetzt. Und dann, das musst du halt deutlich früher anfangen. So war es bei mir auch. Und dann habe ich eben viel, viel Klavier geübt und irgendwann dann, als klar war, das wird es nicht mehr, so entscheidest du das, 14, 15, 16, was ja klar, dann machst du was anderes. Dann habe ich dann auch aufgehört. Ich glaube sogar, mit der Bundeswehrzeit habe ich dann auch diesen Unterricht auch aufgehört. Aber heute bin ich ihm unendlich dankbar.
- 41:16 unklar
War auch an dem Zaun, wie du das entschieden hast aufzuhören.
- 41:21 Marcus Smola
Kannst ja nicht, wenn du in der Kaserne bist und es steht ein Klavier, kannst du ja nicht üben. Irgendwann hört es halt auf. Ist ja auch gut so. Man muss ja auch nicht bis— Aber heute bin ich mir extrem dankbar, dass er mich da so lange getrieben hat und das eben auch ermöglicht hat. Und ich habe jetzt heute selbst 2 Söhne, die auch beide durch dieses, na ja, quälen ist vielleicht das falsche Wort, aber durch diese Zeit gegangen sind und wo wir auch immer schieben mussten und die heute sitzen irgendwann mal und können alleine ihre Lieder spielen und haben da Spaß dran. Aber diesen Weg musst du halt gehen. Und das habe ich gemacht. Heute bin ich ihm dankbar. Und jetzt zu deinen Texten. Und dann heute mache ich es eigentlich relativ selten noch privat, weil einfach die Zeit fehlt. Aber ich baue es irgendwann mal irgendwo hier und da beruflich ein. Also habe viel Spaß, wenn ich Vorträge halten kann und zwischendurch dann auch mal ein Liedchen singe. Das habe ich ein paar Mal gemacht. Und dann, als diese Pandemie so blöd lief und viel diskutiert wurde, Politik viel gesagt hat, was wir machen müssen, und aber nichts gemacht wurde, und dann hatte ich irgendwann das Gefühl, na jetzt komm. Und das war eine spontane Idee zu Hause in der Pandemiezeit. Und dann habe ich einen Text geschrieben mit damals einem Inhalt, der darum gefleht hat, bitte helft uns in unserer Branchenzeit, also für unsere Branche in der Zeit. Und dann habe ich gedacht, jetzt nehme ich das mal auf mit dem Handy und probiere mal, wie das wird, und habe das aufgenommen. Und da saß ich dann mit irgend so einem Hoodie zu Hause, also wenig vorbereitet, und habe das dann meiner, unserer Pressechefin geschickt.
- 42:54 unklar
Kann das was?
- 42:55 Marcus Smola
Macht das Sinn? Soll ich das mal machen? Und da hat die gesagt, nimm genau das, nimm genau das. Nicht noch dreimal aufnehmen, feinschleifen, zusammenschneiden. Nimm genau das. Und das habe ich dann gemacht. Und dann habe ich irgendwie gelernt, wie Social Media geht. Das war irgendwie eine ganz gute Erfahrung, weil es haben viele Leute— vielleicht war es auch die richtige Zeit.
- 43:11 unklar
Bist du immer gleich ordentlich reingesprungen in den Social-Media-Feld.
- 43:14 Marcus Smola
Vielleicht war es auch die richtige Zeit. Jedem ging es nicht gut. Jedem habe ich aus dem Herzen gesungen da mit diesem Text damals und so. Und dann habe ich noch 2, 3 Mal hinterher weitergemacht. Aber das war es dann auch. Also alles gut. Ich schreibe keine Lieder selbst heute. Das war damals zu der Zeit ganz passend.
- 43:30 Ronald M. Arndt
Ihr steht in eurer Region ja weit über 200 Hotels, 230 ungefähr, vor. Politik hast du gerade erwähnt. Inwieweit kann und muss denn die Politik in der nächsten Zeit sich bewegen?
- 43:46 Marcus Smola
Ja, also ich glaube, es gibt ja keine Branche in diesem Land, die jetzt nicht sagen, wir müssen irgendwas ändern. Also wirtschaftliche Entwicklung und so, das betrifft ja alle gleich. Jetzt gibt es für uns natürlich ein paar spezifische Dinge, die wir als Verband, als Branche auch äußern und ja versuchen, eben da unseren Einfluss drauf zu nehmen. Ich engagiere mich ja auch im Hotelverband, der ja eng mit dem DEHOGA auch zusammenarbeitet, wo wir deutlich geäußert haben, was eben die wichtigen Dinge sind, die für diese Branche wichtig sind. Es hat was mit Entbürokratisierung zu tun. Es betrifft aber viele andere auch. Aber bis wir heute jemanden bei uns einstellen können, der bei uns arbeiten darf, der aus irgendeinem anderen Land hierher kommt, das ist ein ewig langer Weg und die Not ist so groß. Also warum machen wir das nicht einfacher? Wir haben das Mehrwertsteuerthema auf Speisen, das wurde ja gesenkt, Gott sei Dank, während der Pandemiezeit, ist jetzt wieder zurückgedreht worden und wir halten es für notwendig, dass es wieder auf 7% zurückgeht, wieder gesenkt wird. Logis ist ja auf 7% schon seit 2010. 10 oder 11, also relativ lange schon, oder Logis, also 7%, aber eben im Vergleich zu anderen Ländern sind wir mit der Mehrwertsteuer einfach zu hoch besteuert, und das hat natürlich einen Nachteil, und Essen wird teurer. Und jetzt wird sowieso Essen teurer aufgrund der Energie, die teurer wird, Personal wird teurer, und so kostet eben die Pizza heute nicht mehr 9, sondern vielleicht 12 Euro, oder Schnitzel mittlerweile 30, weil es gar nicht anders geht wirtschaftlich.
- 45:18 Ronald M. Arndt
So, und es geht ja nicht mal nur darum, die eigene Marge zu erhöhen, sondern vor allem auch den Preispunkt für den Endkunden, ne?
- 45:25 Marcus Smola
Die eigene Marge, die generell auch für den Kunden, aber vor allen Dingen jetzt in dieser Zeit auch, in der ja Energie und Personal deutlich teurer geworden ist und die bürokratischen Hürden höher geworden sind, dem Hotelier ein Stück mehr Spielraum zu geben, das ist schon wichtig. Und so, und das wäre eine Lösung, zumal auch dieses ja, diese steuerlichen Regelungen rund um das Thema Essen ja komplett unterschiedlich sind und keiner versteht sie wirklich. Und sie sind auch nicht nachvollziehbar, gar nicht mal nur für uns als Branche, sondern eben auch, also wenn ich was mitnehme bei McDonald's, sage ich, sind 7%, wenn ich es dort esse, sind es, also wenn ich in den Supermarkt gehe und kaufe was, was da in der Auslage liegt, sind es 7%, wenn ich das mit nach Hause nehme, verarbeite, in irgendeinem Salat, sind es 19%. Also da jetzt einen klaren Weg ist auch eine solche Forderung. So gibt es eben ein paar, und wir hoffen uns, dass es da jetzt eben durch eine neue Regierung, die auch einen Zopf abschneidet, unabhängig welche Partei das jetzt war, ja, dass da einfach auch Wege geöffnet werden für bessere Regelungen.
- 46:35 Ronald M. Arndt
Schafft es eigentlich auch, Menschen zum Hotelier zu machen, der davor noch gar nichts mit der Branche zu tun hatte?
- 46:43 Marcus Smola
Du meinst, ob die Branche schafft, oder ob die BWH auch, ne?
- 46:47 Ronald M. Arndt
Gibt's ja Initiativen, Ja, oder gibt's ein Programm bei BWH für Quereinsteiger?
- 46:52 Marcus Smola
Also aus der Not heraus ist die Anzahl der Quereinsteiger höher geworden. Also die Zeiten, wo wir sagen, wir brauchen einen ausgebildeten Hotelfachmann, den wir jetzt im Restaurantservice—
- 47:03 Ronald M. Arndt
ich meine auch Unternehmer, ne, also ja, ein Hotel jetzt sich vielleicht zutraut, mit euch zusammen einen Betrieb aufzueröffnen.
- 47:10 Marcus Smola
Alleine setzt man nicht. Die, die, die, die, also bei den Mitarbeitern auf jeden Fall ganz klar, und auch mit guten Erfahrungen, also Es ist ja auch die Frage, ob ein freundlicher Quereinsteiger der bessere Kellner ist als ein ausgebildeter Müffelmann. Aber da auf jeden Fall ganz klar. So was, das Engagement in einem Hotel, also sagen wir mal, es kommt einer, der keine Ahnung hat davon, ich pachte jetzt mal ein Hotel und mache Hotel, so nach dem Motto, ich habe schon mal im Urlaub im Hotel gewohnt und jetzt mache ich es mal selbst, so ein Kinderspiel. Das halte ich für schwierig. Und da kriegt den noch keiner von uns irgendwie dorthin. Das ist natürlich alles kein Hexenwerk und alles erlernbar, aber es ist es ist schon auch im Detail ein Job, über den man viel wissen muss und man Dinge gut entscheiden muss.
- 47:51 unklar
Und 2, 3 Mal Urlaub gemacht zu haben im Hotel, das finde ich auch immer lustig, wenn der Hotelgast, der halt meint, aus der reinen Gästesicht, ich habe schon so oft in Hotels gewohnt, da operative Tipps zu geben oder so. Das ist immer, ja, okay, danke, ich höre mal kurz zu und das war's dann auch.
- 48:09 Marcus Smola
Ja, so, und die, und die, so diese Mär, wer nichts wird, wird Wirt, der, das also auch, ist ja auch schon alt, ein Spruch, ein Alter, der ja nie wirklich reell war, das muss man ja auch sagen.
- 48:22 Ronald M. Arndt
Gibt es in eurem Portfolio unter den Marken noch, ist da noch irgendwo Platz für Konzepte, die du gerne bedienen möchtest, aber die noch nicht abgedeckt werden über die Marke?
- 48:33 Marcus Smola
Also auch das glaube ich, wenn du, wir haben ja wie viele andere Gruppen auch die Anzahl der Marken über die letzten 10 Jahre deutlich angehoben, um eben genau diese Nischenmärkte und auch die sich verändernde Hotelwelt— also es ist deutlich weniger standardisiert als früher, ne. Also früher gab es Standards und die gab es 2, 3 Marken und so. Heute durch diese ganzen Boutique- und Einzellösungen und auch die auch schön sind und die Nachfrage auch deutlich gestiegen ist, macht das total viel Sinn. Also bin schon oft gefragt worden, muss das denn wirklich sein, und vergleiche das dann immer ganz gern mit, mit, mit der Automobillandschaft, weißt du. Es ist lange, lange her, dass irgendwann mal einer gesagt hat, wir machen ein SUV. Und heute hat jeder ein SUV, und nicht nur einen, sondern einen kleinen, mittleren, großen und einen ganz großen. So, und da muss ja ein Bedarf dafür da sein. So ist es gleich wie bei uns. Allerdings muss man jetzt auch mal fragen, wenn man das so versucht hat zu entwickeln, welche entwickeln sich denn wirklich gut und wo macht's vielleicht auch Sinn, wieder einen Schritt zurückzugehen, also das Markenportfolio auch mal wieder clean zu machen. Wir sind gerade in dem Prozess, ohne zu wissen, schon, was da am Ende des Tages bei rauskommt. Man muss dann schon auch gucken, dass wir, und das ist natürlich eine Aufgabe für so eine Gruppe, wenn eine Marke gelauncht wurde, dass sie sich dann auch entwickelt, dass sie eine Bedeutung gewinnt in der Gruppe und eben auch am Markt eine Bekanntheit entwickelt. Und das muss man eben kritisch anschauen. Das, was für uns jetzt gerade so, so neu auf dem Tisch liegt und was wir jetzt versuchen auch zu implementieren, ist eine Marke im Long-Stay-Segment. Wir haben dort 3 sogar, wobei wir eine hier für den Markt für, für richtig erachten, heißt @home. Bei Best Western. Ganz witzig, also @, dieses @-Zeichen, und daneben @Home. Und das hier ist ja so für hier die, die, die, ja, nicht ganz Basic, aber auch nicht Luxus-Longstay-Hotellerie ein ganz gutes Produkt. Das versuchen wir jetzt gerade zu— das fehlt uns hier noch so im Portfolio. Also die klassischen Service Apartments, Service Apartments, ja, Zimmer mit einer Möglichkeit, auch was herzurichten, kleinen Store unten in der, in der Lobby, oder ansonsten weitgehend, aber schon wo jemand ist, also nicht einfach nur völlig anonym, keiner da, sondern da ist schon auch jemand im Hotel, aber eben in diese Richtung. Ja, genau, das entwickeln wir jetzt gerade und versuchen es eben auch hier am Markt zu platzieren. Ansonsten sind wir so ganz gut aufgestellt, was so, ich habe ja vorhin schon mal gesagt, 19 Marken habt ihr, glaube ich, ja, weltweit sind es 19, wir verwenden hier 15 nur, aber du kannst in allen Kategorien sowohl Softbrand als auch Fullbrand über World Hotels sogar noch ein bisschen boutiqueiger. Und wir haben da eigentlich ein ganz gutes Angebot, das wir jetzt mit Leben füllen.
- 51:07 Ronald M. Arndt
Wenn man so die Länder vergleicht, wo ihr aktiv seid hier in Central Europe, wo ist gerade am meisten Bedarf? Wo tut sich am meisten?
- 51:14 Marcus Smola
Also Bedarf, Hotels zu entwickeln, sehen wir vor allen Dingen natürlich auch in Deutschland, aber außerhalb Deutschlands. Die sind, weil die Länder einfach kleiner sind und auch die Anzahl der Hotels dort kleiner sind, oder? Wir investieren momentan viel Zeit und auch Geld mit eigenen Mitarbeitern in der Schweiz.
- 51:32 Ronald M. Arndt
Ja, da ist ein eigenes Büro, glaube ich, ne?
- 51:35 Marcus Smola
Wir haben jetzt einen Mitarbeiter, der dort platziert ist, weil wir gelernt haben, es ist einfacher, in der Schweiz sich zu entwickeln, wenn du jemanden in der Schweiz hast. Und die Hotellerie ist dort auch noch deutlich privater geprägt, als das hier der Fall ist, also ganz vielen, vielen Stellen auch aus verschiedenen Gründen. So, und wir würden gerne auch in der Schweiz gerne wachsen, und wir würden gerne auch wachsen in Tschechien, in der Slowakei, in Slowenien. Wo wir ja durchaus auch die wichtigen Standorte noch nicht ausreichend besetzt haben. Also das ist schon auch ein Fokus. Aber natürlich, ich habe es vorhin erzählt, wir verlieren auch in Deutschland Hotels, und die gilt es dann natürlich zu besetzen. Also jetzt einen Schwerpunkt auszurufen, das wäre falsch. Aber da, wo wir es uns gerne wünschen, das sind diese Länder, die ich gerade genannt habe.
- 52:21 unklar
Gemeinsam die Welt besser machen, ich glaube, das können wir als Fokus und am Ende von unserem Podcast irgendwie zusammenfassen. Also es war sehr interessant mit dir, Marcus. Vielen Dank für deine Zeit.
- 52:32 Marcus Smola
Danke euch. Ja, und ich finde, die Welt besser machen ist echt ein cooles Motto, oder? In vielerlei Hinsicht. Und wenn uns das gelingt, dann kann man stolz sein. Da kann man echt stolz sein. Ja, egal wo wir das machen. Und wenn es uns gelingt, in dem, für die wir arbeiten, oder das, was wir jetzt besprochen haben mit den Hotels, die sich da uns anvertrauen, dann ist, dann haben wir unser Ziel auch erfüllt, weil das ist der Grund, warum die bei uns sind. Deren wirtschaftliche Welt vielleicht auch hier und da die persönliche Welt, die emotionale und die sachliche besser zu machen. Wenn es uns gelingt, haben wir alles richtig gemacht.
- 53:05 Ronald M. Arndt
Sehr schön. Dir, euch hier in Eschborn, aber natürlich den ganzen Hoteliers alles, alles Gute weiterhin. Wir freuen uns auf den nächsten Besuch. Jetzt haben wir gehört, das geht mittlerweile sogar bis nach Mallorca. Von daher mal gucken, wo wir dich wieder treffen.
- 53:21 Marcus Smola
Das Gleiche wünsche ich euch. Vielen Dank, dass ihr da wart.
- 53:23 unklar
Danke, Marcus.
- 53:24 Marcus Smola
Danke.