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Germany · Episode #118 · 22.09.2024 · 36 Min

Florian Wichelmann, Nena Apartments

Florian WichelmannNena Apartments
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Aufgenommen: Nena Apartments Metropolpark, Berlin

Standbild aus der Episode mit Florian Wichelmann Germany36 Min

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„900 Wohnungen operativ anzumieten ist wirklich nicht klug.“

Florian Wichelmann, 05:29

Ronald M. Arndt und Katharina Beatriz Varga sind bei Florian Wichelmann in einem Nena Apartment in einem denkmalgeschützten Gebäude in Berlin. Er erzählt, wie aus einem gescheiterten Restaurant und einer WG in Friedrichshain eine Kette mit elf offenen Häusern wurde, warum 900 angemietete Wohnungen operativ nicht funktionierten und wieso er bis Silvester 20 Häuser auf dem Papier haben wollte. Dazu erklärt er, was ihn am Hostelmarkt reizt und warum er Büro-Konversionen kritisch sieht.

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Kernaussagen

  1. 20 Häuser bis Silvester: Elf Häuser waren offen, drei im Bau, sechs Verträge sollten bis Weihnachten dazukommen. Im Management waren 600 und noch ein paar Apartments.
  2. 900 Wohnungen waren zu viel: Bis 2019 hatte die Firma 900 Wohnungen in Berlin angemietet, mit 70 bis 75 Mitarbeitern und ohne Investor. Operativ war das nicht händelbar, danach ging es raus aus dem Wohnen ins Gewerbe und von Einzelwohnungen zu ganzen Gebäuden.
  3. Platz im Hostelmarkt: 80 Prozent des Hostelmarkts werden von Jugendherbergen dominiert. Bei 35 bis 40 Euro pro Nacht statt der 18 Euro aus der Jugendherberge stimmt die Marge, und der Gast zahlt nicht die 200 Euro, die ein Apartment in guten Zeiten kostet.
  4. Inhabergeführt ohne Investor: Die Betreibergesellschaft ist investorenfrei, die Standorte gehören ihr nicht. Wichelmann sieht bei Apartmentbetreibern mehr Investorenkapital als in der Hotellerie und dadurch mehr Druck zu hohen Umsätzen und Shortstay.
  5. Lage und Architektur bleiben: Möbel, Name, Betreiber und Finanzierung lassen sich austauschen. Die Lagenauswahl des Projektentwicklers und die Arbeit des Architekten bleiben, deshalb investiert Nena viel Zeit in Planung und Einrichtung.
Shownotes zur Episodeaus dem Podcast-Feed

Florian Wichelmann hat ein Ziel: 20 Häuser bis Ende des Jahres.

Soeben erst eröffnete das neueste Haus von Nena in München. Kurz zuvor waren Katharina und Ronald zu Gast in Berlin.

Fast hätten wir uns auf dem neuen Nena Hausboot getroffen, doch dieses war dann doch ausgebucht. Am Ende ging es in die Nena Apartments Metropolpark in bester Lage im angesagten Bezirk Mitte.

Seit 2009 ist Florian unternehmerisch aktiv und hat darüber viel zu erzählen. Was treibt ihn an und was findet er eigentlich an Hostels so spannend?

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Automatisch transkribiert mit AssemblyAI, Sprecher automatisch zugeordnet. Nicht redigiert.

  1. 00:00
    Ronald M. Arndt

    Ja, wir freuen uns mal wieder in einem Apartment zu sein, in einem Nena-Apartment, heute bei Florian Wichelmann.

  2. 00:07
    Florian Wichelmann

    Grüß dich! Muss ich reinsprechen, Entschuldigung, wäre besser. Hallo Ronald, grüße dich!

  3. 00:11
    Ronald M. Arndt

    Schönen guten Tag! Katharina ist wieder mit an Bord.

  4. 00:14
    Katharina Beatriz Varga

    Hallo! Tolles Gebäude, Florian, also wirklich, wir waren sehr beeindruckt schon vom Eingang, von der Fassade, aber so easy war das ja nicht, ne?

  5. 00:24
    Florian Wichelmann

    Mit der Fassade war glaube ich noch alles in Ordnung, die steht einfach unter Denkmal und das bedeutet, die steht da seit 140 Jahren so und deswegen ist sie auch so schön.

  6. 00:31
    Katharina Beatriz Varga

    Ich meine jetzt die mobile Nutzung.

  7. 00:34
    Florian Wichelmann

    Genau, genau. Also ist schon speziell. Was hier ein Thema ist, ich will das nicht so sehr ins Kritische, ins Negative sprechen, weil das Ergebnis sind am Ende wirklich schöne Apartments, die wir toll finden und die super gut funktionieren. Aber es ist einfach ein großes altes Gebäude mitten in Berlin und das ist unter Denkmal. Und wenn du als Betreiber in einem denkmalgeschützten Gebäude unterwegs bist, dann gibt es viele Anforderungen. Das wird jeder Betreiber bestätigen können, der normalerweise im Neubau zu Hause ist. Man kriegt sein Konzept nicht passt genau in ein Denkmalgebäude rein. Und dann gibt es immer wieder ein paar Themen mit der Sanierung, mit der Instandhaltung. Alles handhabbar, alles machbar. Es erfordert, würde ich sagen, einfach ein bisschen mehr Liebe, bisschen mehr Aufmerksamkeit, bisschen mehr Pflege und dann funktioniert es aber auch.

  8. 01:17
    Ronald M. Arndt

    Entstanden ist Nena in Kreuzberg, ne?

  9. 01:21
    Florian Wichelmann

    Genau, genau. Ja, wir haben— warum in Kreuzberg? Also ich persönlich bin 2001 nach Berlin gezogen.

  10. 01:30
    Katharina Beatriz Varga

    Bist du kein gebürtiger Berliner?

  11. 01:31
    Florian Wichelmann

    Ich glaube, es gibt niemanden, der gebürtig ist. Es soll welche geben. In den Krankenhäusern hört man immer wieder von den Geburten. Aber außer meinen Kindern kenne ich, glaube ich, niemanden, der in Berlin geboren ist. Nee, Spaß beiseite. Nach Berlin gekommen und dann habe ich, glaube ich, 2 Jahre in Neukölln. Aber ich war dann von 2003 an ungefähr in Kreuzberg bis 2020, also 17 Jahre Kreuzberg und irgendwie war immer alles in Kreuzberg. Und dann hatte ich auch meine Wohnung da logischerweise und gegenüber von der Wohnung, wo wir dann in der Phase, wo wir mit der Firma angefangen haben, war eine Anzeige für eine große Bürofläche und die haben wir dann angemietet 2013 und da haben wir dann die Firma aufgebaut, angefangen und dann kamen irgendwie auch die Mitarbeiter aus Kreuzberg und deswegen ist alles so Kreuzberg-durchtränkt und ich finde es auch nach wie vor cool und ich finde auch, der Geist von Kreuzberg ist ein bisschen in den Konzepten drin. Also wir versuchen schon in den Häusern, wenn wir sie planen oder neu angehen, dass das Interieur jetzt nicht irgendwie nach, ich Ich will jetzt keine anderen Ketten nennen, aber es ist kein— wir haben keinen Teppich, wir haben kein 5-Sterne-Hotel-Gefühl, wir haben rough, wir haben Beton, wir haben industrial, wir haben— ich will nicht sagen, ja, abgefuckt wäre ein völlig falsches Wort, aber wir haben eine junge Zielgruppe und ich fühle mich mehr nach Kreuzberg als nach Charlottenburg. Vielleicht kann man das so sagen. Oder es ist mehr Berlin als Bogenhausen, sowas.

  12. 02:53
    Ronald M. Arndt

    Irgendwann ging es nach Bochum und jetzt ganz kürzlich nach München nochmal.

  13. 02:57
    Florian Wichelmann

    Wie man jetzt von Berlin nach Bochum kommt, das ist auch eine große Brücke.

  14. 03:01
    Katharina Beatriz Varga

    Das hätte ich jetzt auch gefragt. Ja, ja, ja.

  15. 03:04
    Ronald M. Arndt

    Wer weiß, wo noch hin will. Das wäre dann die nächste Frage.

  16. 03:07
    Florian Wichelmann

    Was gibt's denn noch mit B? Also Bonn? Bonn kam noch nie ein Angebot, muss ich sagen. Ich habe in Bonn mal ein Praktikum gemacht vor vielen Jahren. Das ist eine tolle Stadt, also ich fand es ganz schön, aber in Bonn kam noch kein Projekt. Wie kam es nach Bochum? Ich bin irgendwie vor vielen Jahren über ein paar Kontakte an einen Projektentwickler gekommen, mit dem viele gute Gespräche gehabt. Der hatte das Projekt in Bochum und hatte uns das angeboten. Und ich fand die Economics gut, ich fand die Lage in Bochum gut und wir hatten einfach Lust, das zu machen. Und ganz ehrlich, warum nicht? Warum Warum guckt man nicht nach Essen? Warum guckt man nicht nach Dortmund? Warum nicht nach Bielefeld zum Beispiel oder solche Städte? Die funktionieren natürlich auch.

  17. 03:44
    Katharina Beatriz Varga

    Vor allem, es fehlt ja dort auch meistens an Accommodations.

  18. 03:46
    Florian Wichelmann

    Absolut. Und wenn das Projekt an sich gesund und gut ist, dann guckt man sich das an. So, und dann, wir hatten einfach die Lust, dass man rausgeht aus Berlin und es funktionierte. Und dann haben wir uns dafür entschieden und bislang bin ich völlig zufrieden. Und ich kenne auch, also kennt ihr ja auch die anderen Ketten, da werden noch mehr Standorte in Bochum dazukommen. Nö, es ist toll. Ich finde es positiv. Und München? Genauso. Es sind leicht andere Economics, kann man sich vorstellen. Na klar, hat man auch andere Pachten, andere Ausstattung, aber auch andere Vermietpreise. München war auch eine lange Entwicklung. Die 2 Häuser, die wir jetzt vorletztes Wochenende, Ende Juli aufgemacht haben, beide haben auch echt eine lange Bauzeit gehabt, über 3,5 Jahre, weil auch Corona mit reinspielte. Das eine Haus an der Theresienwiese direkt gelegen, tolle Lage, tolle Apartments. Und das andere Haus am Ostbahnhof ist ein bisschen größer, Finde ich eine fantastische Architektur, das Gebäude, und bislang vom Betrieb her völlig zufriedenstellend, völlig angenehm. Also da werden wir hoffentlich eine gute Zeit vor uns haben.

  19. 04:46
    Ronald M. Arndt

    Wenn du alle Apartments zusammenrechnest, kommst du jetzt auf ungefähr—

  20. 04:51
    Florian Wichelmann

    boah, ich weiß das immer nicht, paar, also under Management sozusagen 600 noch was, und dann haben wir noch eine, also wir haben, ich zähle das eher so, wir haben jetzt 11 Häuser, offen. Wir haben jetzt noch 3 Häuser, die im Bau sind. Da sind wir bei 14 und es gibt 6 Verträge, die wir jetzt bis Weihnachten noch schließen wollen. Das ist so meine Deadline, dass wir bis Silvester, sage ich mal, die 20 Häuser auf dem Papier haben und dann gucken wir weiter.

  21. 05:17
    Ronald M. Arndt

    Und damals in Kreuzberg, was war der Auslöser fürs erste Apartment? Wie bist du so in die Szene reingerutscht?

  22. 05:23
    Florian Wichelmann

    Ach ja, wie ist man rein— also jetzt könnte ich ganz, ganz tief ausholen.

  23. 05:28
    Katharina Beatriz Varga

    Ja, mach gerne.

  24. 05:29
    Florian Wichelmann

    Wie viel Zeit haben wir denn? Du musst um Viertel vor 13 los. Ganz, ganz tief ausgeholt. Also ich nehme Unternehmerisch tätig seit 2009 und dann habe ich mit einem Partner zusammen, haben wir ein Restaurant gehabt und wir wollten eine große Kette machen, weil wir der Meinung sind, also wenn schon, dann werden wir das neue Vapiano. Das wurden wir sehr deutlich nicht, weil das Restaurant nach wenigen Monaten einfach, es ging einfach überhaupt nicht mehr. Mein Partner ist dann nach München gegangen. Ich habe das dann noch im Prinzip zugemacht und also war völlige Pleite. Dann haben wir aus den Reststücken ein zweites Restaurant, habe ich gemacht, ein ganz kleines, war ein Lieferdienst. Das funktioniert ein bisschen besser, konnte damit ehrlich gesagt die doch recht sportlichen Verbindlichkeiten nach und nach bedienen. Und dann habe ich, bin ich an ein Grundstück gekommen durch Kontakte, und das habe ich an jemanden vermittelt. So, und da habe ich dann durchaus ein bisschen Geld verdient. Und dann kam ich irgendwie in die Immobilienbranche rein, und dann habe ich mit dem gleichen Partner von dem Restaurant, auch wenn das wirklich finanziell problematisch war damals, aber wir sind enge Freunde geblieben, auch heute noch, haben wir dann die Firma gegründet 2013, haben eine Wohnung angemietet mit 3 Zimmern in der Paul-Heise-Straße 11 in Friedrichshain. Friedrichshain-Prenzlauer Berg an der Grenze ziemlich genau und haben eine WG gemacht. Und dann anmieten, vermieten, machst du 200, 300 € Marge. Also alles nett, aber natürlich wird man davon nicht reich. Und dann kamen viele WGs dazu. Dann haben wir viele Ferienwohnungen übernehmen können. Dann haben wir viele Service Apartments, haben wir es genannt. Und bis vor Corona, so 2019, hatten wir 900 Wohnungen in der Stadt angemietet. Wir haben das komplett ohne Investor gemacht und haben das ganze Chaos selber aufgebaut und das Chaos selber verschuldet quasi. Und 900 Wohnungen operativ anzumieten ist wirklich nicht klug, das zu machen.

  25. 07:04
    Katharina Beatriz Varga

    Wir wiederholen die Zahl nochmal: 900 Wohnungen.

  26. 07:09
    Florian Wichelmann

    Ich kann euch sagen, wir hatten täglich Kontakt mit der Zweckentfremdungsklärungsstelle am Magdalenenplatz mit der Frau Punikau. Ich hatte einen eigenen Mitarbeiter, der immer die ganzen vielen gelben Briefe aufgemacht hat. Wir haben unsere Untermietverträge dann eingescannt zurückgeschickt. Wir haben jedes Verfahren gewonnen. Aber wir haben dieses Zweckentfremdungsverbotsgesetz 2014, 1. April kam das, glaube ich, doch sehr deutlich mitgestaltet am Ende des Tages. Und ja, es waren 900 Wohnungen. Es hat ja auch was Gutes gehabt. Wir hatten die 70, 75 Mitarbeiter und durchaus was aufgebaut, aber es war einfach, es war nicht händelbar operativ, ja, und schon gar nicht, wenn man irgendwie das aus dem Stammkapital macht. Dann habe ich angefangen, die wieder zurückzuverhandeln und die Wohnungen zurückzugeben und aufzugeben, und dann haben wir gesagt, wir gehen aus dem Wohnen raus ins Gewerbe. Das ist der erste Schritt. Ich glaube, das machen viele Betreiber. Und der zweite Schritt ist, dass wir dann von einzelnen Wohnungen hinkommen, weggehen und hinkommen zu ganzen Gebäuden. Normalen Standorten. Das ist eine Genesis, glaube ich, die viele Betreiber mitmachen am Ende, dass die meistens im Gewerbe sich platzieren und eher auf Neubauten sind und auf Single-Tenant-Use. Und das haben wir dann auch gemacht. Und jetzt der Hund macht sich bemerkbar. Und ja, dann kamen die einzelnen Häuser, dann kam Corona, was auch noch mal wirklich krass war. Erinnere mich zu genau dran. Einen Freitag stand ich im Innenhof bei dem Büro und haben doch viele Mitarbeiter dann in die Kurzarbeit schicken müssen oder uns ganz trennen müssen von den 70 Mitarbeitern. Am Ende waren wir bei 10, 12, waren wirklich down, muss ich sagen. Aber es ging dann irgendwie wieder los und ging weiter, und wir haben wieder schön aufgebaut. Und jetzt stehen wir wirklich, wirklich viel, viel stärker da als vorher. Das sowieso, aber stehen gut da. 85 Mitarbeiter, jetzt haben wir die Standorte offen. Und also das hat uns, dieser Turn, den wir durch Corona hinlegen konnten, muss ich sagen, war unternehmerisch sicherlich die größte Herausforderung, hat aber gut funktioniert. Das würde ich schon so stehen lassen.

  27. 08:59
    Katharina Beatriz Varga

    Also du bist über die Gastronomie dann im Prinzip in die Immobilie, Department gekommen. Aber davor hast du, bist du Koch? Bist du?

  28. 09:09
    Florian Wichelmann

    Nee, gar nicht.

  29. 09:10
    Katharina Beatriz Varga

    Über die Gastronomie, da kommst du ja auch nicht einfach so, ich mache mal ein Restaurant auf.

  30. 09:15
    Florian Wichelmann

    Nee, das war eine Mischung aus Größenwahn und Dummheit, muss ich sagen. Also kochen kann ich nicht wirklich.

  31. 09:22
    Katharina Beatriz Varga

    Da gehört eine ganze Menge Mut dazu.

  32. 09:24
    Florian Wichelmann

    Ja, ich glaube, das ist Also ich muss gestehen, ich habe das Gefühl, dass es jetzt gut läuft. Und der Grund, warum es gut läuft, ist, und ich vergleiche das mit vielen anderen Start-ups, die ich sehe, oder Unternehmergeschichten, oder ich weiß nicht, wie viele Unternehmerbiografien ich gelesen habe. Ich habe das Gefühl, es gibt verschiedene Faktoren, aber ein Faktor ist immer mit dabei bei jemandem, wo es dann läuft, und das ist einfach Beharrlichkeit. Das ist am Ball bleiben. Und man muss eingestehen, es dauert einfach. Es ist so. Und dass das jemand von 0 auf 100 durch die Decke geht und riesenerfolgreich ist, das kommt vor, aber das ist einfach immer nur das eine leuchtende Beispiel. Bei den meisten ist das nicht so. Und es dauert viele Jahre, bis du eine Kompetenz aufbaust, bis du Kontakte aufbaust, bis du deine Firma ordentlich beieinander hast. Und ich habe nichts mit Gastronomie zu tun. Ich habe auch ursprünglich nichts mit Immobilien zu tun. Ich habe Politikwissenschaft studiert, also ein Fach, bei dem man viel reden lernt, aber bestimmt wenig machen. Und aber das, was ich immer als Antrieb hatte: Ich möchte unternehmerisch tätig sein. Es geht mir wirklich darum, eine Firma, ein Unternehmen aufzubauen. Es geht mir nicht darum, das meiste Geld zu verdienen, den Exit zu machen oder irgendwie, ich weiß es nicht, ganz groß in der Presse zu stehen. Ich möchte unternehmerisch tätig sein und deswegen machen wir die Apartments, deswegen haben wir eine Hostelkette mit Nena Hostels, deswegen haben wir das Hausboot gemacht und wollen da tätig werden. Und ich hoffe, dass ich genug Zeit habe, um wirklich viele Projekte anzufassen, also ernsthaft. Und das unternehmerisch Tätige, das ist der rote Faden. Und mit Gastronomie war eine Fehlentscheidung.

  33. 10:47
    Katharina Beatriz Varga

    Auch die muss man treffen.

  34. 10:48
    Ronald M. Arndt

    Ja, ja klar.

  35. 10:49
    Katharina Beatriz Varga

    Oder aus denen—

  36. 10:50
    Florian Wichelmann

    Es gibt auch noch andere Firmen, die ich versucht habe, was auch Fehlentscheidungen waren. Also das gehört dann auch dazu. Onlinehandel hatte ich mal einen Webshop, das ging so lala. Und jetzt glaube ich gerade, ist es ganz okay.

  37. 11:00
    Katharina Beatriz Varga

    Bist du auf dem richtigen Weg?

  38. 11:02
    Florian Wichelmann

    Ich hoffe, ich hoffe ja.

  39. 11:04
    Ronald M. Arndt

    Kann ich bestätigen. Ich habe mir auch so das eine andere schon probiert, habe mit Maßhemden angefangen mit 19 Jahren knapp, durfte dann derzeit—

  40. 11:11
    Florian Wichelmann

    19 ist früh, das ist schon gut.

  41. 11:13
    Ronald M. Arndt

    19 direkt im Studium, dann viel Zeit in China verbringen bei einem Schneider.

  42. 11:17
    Florian Wichelmann

    Okay, nicht schlecht. Also Genau, und aber mit 19 anfangen, super. Ich meine, da hast du einfach dann noch mal im Vergleich zu anderen 10, 15 Jahre unternehmerischen Vorsprung. Und jetzt gar nicht, dass du dann noch mehr Kapital gesammelt hast oder dass du mehr Erfahrung gesammelt hast. Das ist schon gut.

  43. 11:31
    Katharina Beatriz Varga

    Ja, und vor allem die persönliche Entwicklung ja dann mitspielt in diese Zeit, klar. Und dann auch die Sichtweise einfach oftmals gesünder wird, eine andere wird, eine realistischere wird, aber die Erfahrungswerte halt auch schon da sind. Das ist schon super.

  44. 11:45
    Ronald M. Arndt

    Plus bereit zu sein, sich immer wieder neu zu sortieren, zu gucken, was kann man, was ist da.

  45. 11:50
    Florian Wichelmann

    Ich meine, es ist nicht immer alles Gold, was glänzt. Ich glaube, im Nachhinein hätte ich aus heutiger Sicht einige Standorte, einige Projekte nicht gemacht, die wir gemacht haben. Bin heute, heute bin ich aber froh, dass wir die haben. Und damals war das vielleicht ein bisschen eine wagemutige Entscheidung, weil man ist natürlich viel risikoaffiner, wenn es losgeht, wenn man nicht weiß, worauf man sich einlässt und viele Verträge unterschrieben hat, würde ich heute nicht mehr machen, weil ich denke, kann das denn wirklich und so. Am Ende irgendwie funktioniert es dann ja doch, muss man auch sagen.

  46. 12:16
    Ronald M. Arndt

    Wie sieht der Markt rund um die Service Apartments heutzutage aus aus deiner Sicht?

  47. 12:23
    Florian Wichelmann

    Boah, könnte ich auch ganz lange ausholen. Ich versuche es mal ein bisschen kürzer zu machen. Wie sieht der Markt aus? Mein Gefühl ist, dass— also ich kann den Hund vom Tisch wegnehmen, wenn du das nicht magst. Genau, wir behalten es mal im Auge. Ja, also mein Gefühl ist, dass Service Apartments so ein bisschen in den 10er Jahren entstanden sind, dass das vielleicht aus dem Wohnraumproblem, aus dem Wohnraummangel kam und vielleicht dann auch investorenseitig getrieben wurde durch durch eine höhere Miete, die man im Service Apartment bekommen hat, weil man durch die Mietpreisbremse und durch den Mietendeckel gewisse Restriktionen im normalen Mietmarkt hatte. Und dann waren viele Verträge über 3 Monate oder 6-Monatsverträge in den möblierten Wohnungen, und da kommt das glaube ich her. Mittlerweile ist mein Eindruck, weil das eine sehr, sehr kommerzielle Branche ist, das lautet gleich noch mal, dass man weniger im Wohnen sich platziert, sondern dass die meisten Betreiber zunehmend in den Hotelmarkt reinlugen und dass die Konkurrenz eigentlich eher in der Hotellerie ist, sprich, dass man von dem Longstay zunehmend zu Shortstay-Aufenthaltsdauern kommt. Da mag jeder Betreiber andere Durchschnittszahlen haben, aber mein Gefühl ist, es gibt 2, 3 Ketten, die ich kenne, die wirklich sich Longstay platzieren, und der überwiegende Teil ist Shortstay.

  48. 13:34
    Katharina Beatriz Varga

    Immer noch ein Trend, den du bei Nena auch beobachtest, dass es mehr Shortstay-Gäste sind?

  49. 13:42
    Florian Wichelmann

    Ja und nein. Also im Grundsatz hängt das im Wesentlichen erstmal davon ab, in welcher Lage man sich befindet. Also Bochum ist jetzt nicht der Tourismusstandort, da haben wir dann sicherlich längere Aufenthaltsdauern. Und in München am Ostbahnhof ist es auch länger als jetzt in der Theresienwiese. Also das ist da so der hauptsächlich treibende Faktor. Aber ich glaube, dass die Projekte, die man sich anfasst und anguckt, monetär mittlerweile in einer solchen Größenordnung sind, dass die Pachten so hoch sind, dass man das fast nur mit Short Stay beantworten kann, weil da einfach der Umsatz relevant höher ist. Wenn vielleicht die Operations auch viel stärker sind. Warum kommerziell getrieben? Weil ich glaube, das wisst ihr wahrscheinlich besser als ich, weil ich den Hotelmarkt da nicht so kenne, aber wenn man das klassische, die klassische Struktur sieht von einer Besitzgesellschaft und einer Betriebsgesellschaft, also ein Owner-Operator-Modell, dann hat man ja meistens auf der Owner-Seite Investoren, Kapitalgesellschaften, Investmentgesellschaften, Bestandshalter auch. Aber auf der Betreiberseite ist es sicherlich in der Hotellerie oft auch familienorientiert oder dass die Familie beides zusammen besitzt, das Haus und den Betrieb. Bei den Service-Apartments-Betreibern in unserer Branche habe ich das Gefühl, dass die meisten Apartmentbetreiber auch investorengesteuert sind und dass es wenige, die inhabergeführt Betriebe sind. Und deshalb hat das Kapital sicherlich auf der Betreiberseite noch mal einen ganz anderen Druck und ein ganz anderes Interesse, als wenn es inhabergeführt ist und vielleicht ein bisschen mehr Kontinuität und Zeit mit sich bringt. Und das führt im Ergebnis dazu, dass man dann schneller auf wahnsinnig hohe Umsätze schielen muss und sich dann eher dem Short-Sale zuwendet. Vielleicht ist die Marge geringer, vielleicht ist Es dauert länger, bis man wirklich ins Geld reinkommt, vielleicht ist die Abnutzung höher, aber kurzfristig hast du einen höheren Umsatz. Und das ist sicherlich getrieben durch das Kapital, was auf der Betreiberseite stärker investiert ist, glaube ich, als es in der Hotellerie immer der Fall ist. Das wäre jetzt meine These. Werden ganz viele Leute sagen, der hat überhaupt keine Ahnung, aber das wäre mein Eindruck, wenn du danach fragst.

  50. 15:37
    Katharina Beatriz Varga

    Und Nena ist ja Owner-Operator. Oder wie arbeitet ihr?

  51. 15:42
    Florian Wichelmann

    Nee, wir sind also die Betreibergesellschaft, die ist inhabergeführt, also investorenfrei. Owner Also auf der Besitzgesellschaftsebene sind wir nicht, also uns gehören die Standorte nicht. Würde ich wahnsinnig gerne dahin kommen, dass wir es auch hinkriegen, aber das ist natürlich schon ein Rieseninvestment, was da gewuppt werden muss. Aber ja, mal gucken, was noch die nächsten Jahre passiert.

  52. 16:03
    Katharina Beatriz Varga

    Wer weiß?

  53. 16:04
    Florian Wichelmann

    Absolut, absolut.

  54. 16:06
    Ronald M. Arndt

    Genau, jetzt sind wir die Apartments ein bisschen durchgegangen. Hostels hast du schon erwähnt. Was steckt da dahinter?

  55. 16:11
    Florian Wichelmann

    Ach, da steckte der Gedanke dahinter, dass ich seit Ewigkeiten mal ein Hostel betreiben wollte. Ich weiß noch, dass ich—

  56. 16:16
    Ronald M. Arndt

    Auch cool, oder?

  57. 16:18
    Florian Wichelmann

    Ja, 2014, 2015, 2016 hatten wir die Invalidenstraße 100, ein schreckliches Gebäude. Sorry, wenn das jetzt irgendjemand hört, aber es ist so. Und direkt daneben war ein kleines Hostel und ich habe immer so neidisch drauf geschielt irgendwie, dass sie dann Hostel betreiben können. Aus heutiger Sicht finde ich das auch nicht mehr so spannend, das Gebäude, aber ich fand den Markt ganz interessant und da kam das her. Und dann gab es einfach ein Projekt im Wedding, wo ich rangekommen bin an das Grundstück und dann konnte ich den Investor dafür gewinnen und dann wurde das gebaut und dann haben wir jetzt das Hostel seit 2 Jahren in Betrieb und es funktioniert auch. Es sind nun mal leicht andere Economics als bei den Apartments, weil es viel mehr F&B mit sich bringt und viel mehr Operations, aber auch eine andere Zielgruppe. Und ich finde es irgendwie ganz cool, muss ich sagen, weil ich das total logisch finde, dass der Hostelmarkt noch viel Platz hat. Du hast vielleicht, keine Ahnung, wie viele Ketten in der Hotellerie kennst du? 500 wahrscheinlich, übertrieben gesagt. Wie viele Ketten beim Service Apartment kennst du? Wahrscheinlich ewig viele. Wie viele Ketten im Hostelbereich kennst du? 1, 2, 3, 4, nicht so wahnsinnig viele, weil es hört irgendwann schneller auf. 80% vom Hostelmarkt dominiert sind von den Jugendherbergen. Mehrbettzimmer sind Jugendherbergen. Und deswegen habe ich das Gefühl, dass da noch Platz ist. Und das war mal ein Gedanke. Dann sind die Zahlen spannende Zahlen, wie ich finde. Und was ich auch finde, ist, dass die Hotellerie und auch die Apartments, die werden von den ADRs steigen, die es wird immer teurer. Dieses Bild, dass man den jungen, hippen Digital Native bei sich hat, das mag stattfinden, aber auch dort ist das Budget begrenzt. Und wenn ich überlege, dass wir ein Zimmer mittlerweile ja, keine Ahnung, in guten Zeiten kostet das Apartment hier 200 Euro die Nacht. Das kann sich der besagte Digital Native nicht immer leisten. Wenn du aber im Hostelbereich ein wirklich modernes, cooles, citynahes, attraktives Betreibermodell anbietest mit einer tollen Einrichtung, mit vielleicht sogar ein bisschen Privatsphäre in den Mehrbettzimmern schaffen kannst und dort nicht die 18 Euro aus der Jugendherberge verlangst, sondern 35, 40 Euro, dann ist das für deine Marge als Betreiber super. Aber vor allem ist es auch für den Kunden ein fantastisches Angebot, weil du dann genau den Kunden—

  58. 18:25
    Katharina Beatriz Varga

    Du hast ja total den Added Value.

  59. 18:26
    Florian Wichelmann

    Genau, du hast die Community vor Ort, du hast den Kunden vor Ort, das matcht, das passt sehr gut. Und er hat eben die 40 Euro und er hat nicht die 200 Euro. Und da sehe ich einen Markt. Und deswegen haben wir das angefasst. Das erste Hostel ist seit 2 Jahren, wie gesagt, offen. 2 weitere Hostels sind unterschrieben und im Bau gerade. Und ich sehe da ein echtes Potenzial.

  60. 18:44
    Katharina Beatriz Varga

    Isst der den Teppich?

  61. 18:45
    Florian Wichelmann

    Ja, der knabbert so ein bisschen, aber—

  62. 18:47
    Katharina Beatriz Varga

    Der Hund isst den Teppich, während wir uns unterhalten.

  63. 18:50
    Florian Wichelmann

    Essen hoffentlich nicht, ich höre nur Knabbern. Aber wenn man dann nachher die Fasern bei dir hat, ja, ja, das muss ich, da muss ich durch.

  64. 18:56
    Ronald M. Arndt

    Aber Immobilie unterscheidet sich natürlich auch grundlegend, oder? Größe, Vorteil, Nachteil?

  65. 19:03
    Florian Wichelmann

    Also ich, wie soll ich es beantworten? Grundlegend, wenn es, ich glaube gar nicht so wahnsinnig stark. Die Zimmer mögen andere Grundrisse haben. Du hast aber die gleiche Anzahl an Nasszellen wie in der Hotellerie, pro Zimmer eine. Du kannst aber auch mit Gemeinschaftsnasszellen arbeiten. Du hast sogar vielleicht ein bisschen mehr technische Anforderungen, weil du mehr Luftwechsel im Raum brauchst. Wenn 6 Personen auf 24 Quadratmeter übernachten, dann brauchst du mehr Lüftung. Ansonsten ist es gar nicht so wahnsinnig Unterschied. Du hast natürlich eine andere Abnutzung, das ist klar, und du musst— du hast natürlich im Hostelbereich viele Großgruppen und viele Klassen, und da musst du dann auch vom F&B her in der Lage sein, dass das Frühstück für große Gruppen wirklich zeitgleich gemacht wird.

  66. 19:42
    Katharina Beatriz Varga

    Ich glaube, das ist da ein bisschen Die auch zu anderen Zeiten, zu unterschiedlichen Zeiten vielleicht sogar anzubieten.

  67. 19:49
    Florian Wichelmann

    Das auch, aber ich glaube, das kommt dann stoßweise quasi. Also das musst du im Kreuz haben und du musst für Klassen attraktiv sein. Das ist schon das Thema, weil das macht einfach den Großteil aus für Großgruppen.

  68. 19:59
    Ronald M. Arndt

    Hast du dich da irgendwo auf deinen Reisen inspirieren lassen, was Hostelketten angeht und so?

  69. 20:05
    Florian Wichelmann

    Nee, gar nicht.

  70. 20:06
    Ronald M. Arndt

    Ich meine, es heißt ja Nena Hostels.

  71. 20:07
    Florian Wichelmann

    Ja, ja, ja, aber gar nicht irgendwie. Ach, was heißt so viel?

  72. 20:11
    Ronald M. Arndt

    Weil Deutschland, wie du sagtest, Jugendherbergen dominieren den Markt.

  73. 20:14
    Florian Wichelmann

    Wollte gerade sagen, wo willst du dich da inspirieren lassen? Man recherchiert schon so ein bisschen für die neuen Hostels, wie man das FF&E macht und welche Konzepte in den Zimmern man machen kann. So ein paar Ideen kann man sich natürlich abkupfern. So viele andere Häuser sehe ich da noch nicht offen.

  74. 20:27
    Katharina Beatriz Varga

    Deswegen doch keine YouTube-Tutorials dazu.

  75. 20:30
    Florian Wichelmann

    Also absolut nicht. Auch nicht bei TikTok.

  76. 20:33
    Ronald M. Arndt

    Vielleicht bald ein Hotel-Podcast dazu.

  77. 20:36
    Florian Wichelmann

    Können wir auch mal machen. Ja, nee, ich glaube, da ist noch eine Lücke. Es ist natürlich gefährlich, wenn man denkt, da ist eine Lücke und ich bin der Einzige, der sie gesehen hat. Vielleicht gibt es einen Grund dafür, dass es eine Lücke ist, weil da ist vielleicht einfach nichts. Kann ja auch sein. Aber wir fassen es mal an und das werden wir schon alles gut hinkriegen.

  78. 20:50
    Ronald M. Arndt

    Jetzt machst du nicht den Eindruck, hast du ja auch vorher schon gesagt, dass du getrieben bist von jemandem. Also zumindest hast du keine Investoren mit an Bord, und trotzdem hast du sicherlich eine Vision irgendwie in Form von einer Zahl oder Standorten, Städte. Nee, gar nicht.

  79. 21:08
    Florian Wichelmann

    Warum? Also nee, überhaupt nicht, weil was würde mir das bringen, wenn ich sage, ich möchte unbedingt Ja, guck mal, da ist irgendwas los. Was wird das bringen, wenn ich jetzt sage, ich möchte unbedingt so und so viele Standorte aufhaben, weil wenn die offen sind, dann kommen neue Ideen? Nee, die einzige Vision, die ich habe, ist, dass ich so viel Freiheit genieße, dass man Dinge anfassen kann, die Spaß machen. Und ich bin fest davon überzeugt, wenn du etwas anfasst, was dir Spaß macht, dann machst du es besser. Ist eigentlich ein Allgemeinplatz, ja, dann machst du es besser, als wenn du es machen musst. Und unternehmerisch tätig zu sein, ist das Beste, was passieren kann. Also ich meine, wie viel Glück kann man haben, das machen zu dürfen? Und ich habe da jetzt kein Ziel vor Augen. Also wenn es— ich weiß es nicht, wenn das mit den Hostels nicht funktioniert, oder wenn das mit dem Lake Loft, mit den Hausbooten nicht funktioniert, dann verkauft man die oder schließt man die. Aber dann hört man ja nicht auf, dann hat man immer noch 40, 50 Jahre zu leben und dann macht man weiter und fasst was Neues an. Also ich könnte dir kein Ziel sagen.

  80. 21:58
    Ronald M. Arndt

    Du hast vorher gesagt, dass du so ein bisschen Angst hast, dass dir die Zeit reicht.

  81. 22:03
    Florian Wichelmann

    Deswegen rede ich auch so schnell.

  82. 22:04
    Ronald M. Arndt

    Das eine oder andere auszuprobieren, fände ich auch gut.

  83. 22:06
    Florian Wichelmann

    Ja klar, ich will jetzt nicht sagen, dass man irgendwie auf der Suche nach Alternativen ist. Ja, aber ja, ich weiß nicht. Ich hatte immer gedacht, so als das anfing, so mit 28 meinte mein Kumpel, der Fabian, mit dem ich das Restaurant gemacht habe und der auch noch bei Nena Mitgesellschafter ist, der meinte zu mir, ey Scheiße, Flo, wir sind 28, wir haben nur 10 Jahre. In diesen 10 Jahren müssen wir, also mit 38 bist du müde, hast keine Kraft mehr. Das dachten wir wirklich. So, und jetzt denke ich so, jetzt bin ich 43, jetzt denke ich so, scheiße, ich habe nur noch 7 Jahre, mit 50 habe ich keine Power mehr. Also keine Ahnung, es wird schon noch ein paar Jahre halten.

  84. 22:41
    Ronald M. Arndt

    Familie hast du?

  85. 22:42
    Florian Wichelmann

    2 Kinder.

  86. 22:43
    Ronald M. Arndt

    Genau.

  87. 22:43
    Florian Wichelmann

    Und eine Frau, klar.

  88. 22:45
    Katharina Beatriz Varga

    Wie alt sind die?

  89. 22:47
    Florian Wichelmann

    4 und 6. Die 6-Jährige ist jetzt ein paar Tage in der Schule, ist cool, und der 4-Jährige ist noch in seiner eigenen Welt.

  90. 22:53
    Katharina Beatriz Varga

    Neuer Lebensabschnitt?

  91. 22:54
    Florian Wichelmann

    Ja, total klar. Aber also das ist eine Menge Energie, was man sieht. Neuer Lebensabschnitt ist auch, muss ich sagen, mit dem Hund. Der bringt auch noch mal ein bisschen Aufmerksamkeit mit sich, die man investiert. Ja, aber die beiden halten einen gut auf Trab.

  92. 23:10
    Ronald M. Arndt

    Und der Name Nena, wo kommt der her?

  93. 23:13
    Florian Wichelmann

    Wir hießen ja früher Orbis Apartments, das war die Orbis-Gruppe. Wir hatten auch eine Hausverwaltung gekauft, hatten die integriert, haben eine Baufirma gemacht, Orbis Bau, Orbis Hausverwaltung und so. Und dann haben wir das alles nach und nach auflösen müssen, beziehungsweise die Baufirma gibt es noch, die Hausverwaltung habe ich verkauft. Und aus den Orbis Apartments ist dann über die Corona-Jahre, weil ich dann den Fabian, wir haben die Gesellschafteranteile ein bisschen dann gewechselt, weil ich gesagt habe, ich mache es jetzt weiter, Da wollte ich dem Kind einfach einen neuen Namen geben, weil es ein bisschen Neustartgefühl war. Und wir hatten uns viele Namen überlegt und mit der Agentur gesprochen und viele Namen und keiner funktionierte. Und meine Tochter Marlene kam in den Konferenzraum, die war ein Jahr alt damals und konnte den Namen nie aussprechen, sagte immer so Ninda, Ninda. Und da meinte wirklich der Bernhard damals, der Mitarbeiter, der hat dann gesagt, dann machen wir doch Nena Apartments. Und das fanden wir irgendwie alles cool, weil das kurz ist. Nena, 4 Buchstaben, ist ein kurzer Name. Wir fanden ihn irgendwie sympathisch und wir dachten auch bei der Sängerin dran, ob man nicht—

  94. 24:08
    Katharina Beatriz Varga

    Ja, ich wollte gerade sagen, ist der nicht geschützt oder so?

  95. 24:10
    Florian Wichelmann

    Nee, also wir dürfen keine Musik machen, das wäre jetzt nicht erlaubt, aber ansonsten haben wir alles. Also sie müsste uns jetzt fragen, sozusagen. Wir haben alle anderen Kategorien besetzt.

  96. 24:20
    Katharina Beatriz Varga

    Wenn sie Apartments eröffnen wollen würde, ging das nicht?

  97. 24:22
    Florian Wichelmann

    Ich würde mich tierisch darüber freuen, wenn sie anruft, also ernsthaft. Aber gibt es auch nette Stories zu, aber nee, das ist jetzt unseres. Genau, aber ich fände es super, wenn sie das jetzt hört. Also wir machen total gerne was zusammen. Ich finde die Musik super. Auf jeder unserer Eröffnungsfeiern läuft 99 Luftballons. Das ist immer gut. Und ich glaube, ob man jetzt die Musik mag oder nicht, ist ganz egal. Aber rational gesprochen glaube ich, dass jeder was damit verbindet und man es kennt. Und ob es positiv oder negativ ist, egal, aber es löst eine Emotion aus und Leute erinnern sich vielleicht noch 1% mehr dran. Ansonsten bin ich, was den Namen angeht, also ich glaube, dass das Produkt das Relevante ist und der Standort das Relevante ist. Und es würde am Ende des Tages vielleicht auch mit einem anderen Namen funktionieren, aber wir fanden den sympathisch, fanden ihn gut und haben den jetzt als Namen, als Brand für die Kette gemacht.

  98. 25:09
    Katharina Beatriz Varga

    Wir veröffentlichen den Podcast in so viele Richtungen, dass Nena dann bei jeder Eröffnungsfeier von einem neuen Nena Apartment auftritt oder 99 Luftballons singt.

  99. 25:21
    Florian Wichelmann

    Total gerne, total gerne.

  100. 25:23
    Katharina Beatriz Varga

    Ja, jetzt haben wir ein kleines—

  101. 25:24
    Florian Wichelmann

    wir machen zum Beispiel nur Apartmenthäuser auf mit 99 Apartments. Das ist Versuchen wir. Okay, das ist Quatsch, stimmt nicht, aber finde ich eine gute Idee.

  102. 25:32
    Ronald M. Arndt

    Lass uns ein bisschen auf die verbindenden Elemente eingehen zwischen den verschiedenen Nena-Apartment-Häusern. Industrial hast gesagt, kein Teppichboden prinzipiell.

  103. 25:43
    Florian Wichelmann

    Genau.

  104. 25:44
    Ronald M. Arndt

    In puncto Nachhaltigkeit habe ich relativ viel über euch nachgelesen.

  105. 25:50
    Florian Wichelmann

    Lass uns ein bisschen eintauchen in die Nena-DNA-Welt. Ja, wie kann ich sagen, also es ist ja doch erstmal stark dadurch bedingt, wie der Bauherr das Gebäude plant. Und deswegen, was die Nachhaltigkeit angeht, wir haben Green-Lease-Verträge, wir versuchen selber, unsere Mitarbeiter oder das, was wir liefern vom F&E bzw. von den Verbrauchsmaterialien, dass das nachhaltig orientiert ist. Aber das Gebäude selber bauen wir nicht, das baut der Bauherr. Ich kann nur sagen, welche Häuser uns interessieren. Also uns interessiert nicht die ökonomisch höchst attraktive 300-Apartment- Bettenburg, aber was uns interessiert, die architektonisch spektakuläre Immobilie, die wir jetzt in der Levelingstraße halt in München haben, und dass das Ganze architektonisch nicht nur im Äußeren an der Fassade, sondern auch im Inneren Anspruch hat. Ich glaube, das macht sich langfristig dann bezahlt. Wir geben sehr, sehr viel Geld fürs F&E aus, also die Zuschüsse, die man bekommt, die reichen bei uns nie aus. Wir legen immer noch relevant drauf, weil ich glaube, dass es dann langlebiger ist, aber eben irgendwie, es macht auch einfach mehr Spaß. Wir tauchen auch wirklich tief ein und also dass man jetzt seitens der Geschäftsführung, ich habe noch einen Geschäftsführungskollegen, den Carsten, dass wir uns so, so tief damit beschäftigen, das machen vielleicht andere, würde ich denken, nicht. Das klingt nach Mikromanagement, aber wir haben da wirklich Spaß dran und suchen das alles wirklich händisch selber aus und investieren da sehr viel Kopf rein. Und wenn am Ende ein schönes Produkt bei rauskommt, dann wird das sich auch à la longue bezahlt machen. Da bin ich ganz sicher. Es gibt, du kannst alles austauschen, wenn ein Haus nicht funktioniert. Du kannst die Möbel rauswerfen, Du kannst den Namen ändern, du kannst den Betreiber rauswerfen, du kannst die Finanzierung ändern, ist alles Papierwerk. 2 Dinge kannst du nicht verändern: Das ist die Arbeit von dem Projektentwickler, die Lagenauswahl. Die Lage ist einfach da. Und die Arbeit von dem Architekten, da müsstest du das Gebäude abreißen, das passiert auch selten. Das heißt, das Haus von der Fassade, von der Struktur ist nicht veränderbar. Wenn aber die Lobby und die Fassade schon mal gut geplant und was Spektakuläres hermacht und wenn dann auch die Räume gut geplant sind, dann ist es langlebig und da investieren wir sehr viel Zeit und Köpfchen.

  106. 27:55
    Ronald M. Arndt

    Wie kommt man in der Regel zu einem neuen Haus? Also wir jetzt in München, ist das, musst es nicht verraten, aber ja, ich würde, da gibt es nur den schönen Begriff des Networkens.

  107. 28:06
    Florian Wichelmann

    Also ich glaube nicht, dass wir da anders sind als andere Betreiber. Wir bemühen uns massiv darum, das machen alle gefühlt. Ich habe mal eine Zeit lang darüber Liste geführt, aber das habe ich sein gelassen. Sind am Tag so 4 bis 5 Exposés, die wir zugeschickt bekommen. Man tummelt sich auf der Messe, man, wenn man erstmal mit einem Entwickler ein Haus gemacht hat, und das ist schon wirklich sehr intensive Zusammenarbeit. Zusammenarbeit. Du bist 3, 4 Jahre lang mit hohen Zahlen versehen eng mit dem Geschäftspartner zusammen. Und wenn das funktioniert, dann sind beide bestrebt, dass man noch ein zweites und drittes und viertes macht. Und dann baut sich einfach über die Jahre ein Netzwerk auf. Also das passt schon. Also 4 bis 5 Projekte am Tag. Heute Vormittag hatte ich 2 Gespräche. Das kommt schon neu rein. Und mittlerweile ist man so picky geworden, dass man das meiste absagt. Aber ich glaube, das ganz gut.

  108. 28:54
    Ronald M. Arndt

    Wäre es nicht die Immo-Welt geworden damals, was hättest du dir noch vorstellen können?

  109. 28:59
    Florian Wichelmann

    Nach Musik, Restaurant, Musik. Seid froh, dass ich das nie gemacht habe. Musik. Wenn ich jetzt überlege, dann warst du ja immer, also ja, ich war Bundestag, war auf, ich war, ich habe Politik studiert, dann habe ich im Bundestag gearbeitet, im Abgeordnetenbüro, dann war ich bei einer Unternehmensberatung so für ein Jahr und dann dann fing es mit Selbstständigkeitssachen an, mit den ganzen Themen. Was sonst geworden wäre? Keine Ahnung. Ich kann es echt nicht sagen. Also irgendwas, wo man, ich habe glaube ich wirklich ein Autoritätenproblem. Also irgendwo angestellt zu arbeiten oder für jemanden irgendwie, das funktioniert glaube ich nicht so. Ich habe vor 2 Wochen die Prüfung für den, also die Führerscheinprüfung fürs Boot gemacht, den Motorsportschein. Und ich glaube, ich wäre echt fast durchgefallen bei der Prüfung mit dem, ist nicht so schwer, aber da hat der Prüfer so 2, 3 Sprüche und da konnte ich gar nicht drauf. Und das war wirklich knapp. Und wenn ich da durchgefallen wäre, das wäre peinlich, weil das war nicht komplex. Aber nee, dass ich irgendwo angestellt arbeite, das ist irgendwie, weiß ich nicht, nicht meine Welt.

  110. 29:59
    Ronald M. Arndt

    So die 2 größten Herausforderungen deiner unternehmerischen Laufbahn war sicherlich damals das Thema mit dem Restaurant und dann wieder Corona, ne? Mit den—

  111. 30:06
    Florian Wichelmann

    ja, Corona war ich nur total nervös, da war ich aufgeregt, da hatte ich aber keine Angst. Und bei dem Restaurant, da hatte ich, weiß ich gar nicht, also das war, das ging schief und das waren hohe Verbindlichkeiten. Das habe ich damals gar nicht so gespürt, dass das kritisch war, die Situation, weil man das nicht wusste einfach. Aber da hatte ich eher die Sorge, okay, wie geht es eigentlich weiter? Dass das kritisch war, ist mir erst im Nachhinein so, hui, das war schon echt eine taffe Zeit. Ja, so, und da hatte ich—

  112. 30:35
    Katharina Beatriz Varga

    Ist eigentlich gut, dass dir das erst im Nachhinein aufgefallen ist, sonst hättest du ja vorher mit viel zu viel Angst oder ohne Mut an das Projekt herangegangen.

  113. 30:42
    Ronald M. Arndt

    Ja, das kann ja auch den Mut brechen irgendwie, dass man eben dann nicht mehr weitermacht.

  114. 30:45
    Florian Wichelmann

    Absolut, absolut. Also das war das Glück des Dummen sozusagen.

  115. 30:50
    Katharina Beatriz Varga

    Und das Learning ist ja dann auch wesentlich realistischer. Wenn du danach drauf kommst.

  116. 30:54
    Florian Wichelmann

    Und bei Corona war ich einfach nur nervös, weil ich das Gefühl hatte, also als Corona anfing, kam ja sehr schnell, das werdet ihr auch noch wissen, die Scholz-Pressekonferenz, wo er gesagt hat, wir legen die Bazooka auf den Tisch. Und da gab es erstmal wahnsinnig große Konjunkturpakete, die gemacht wurden, und viel Geld, was an die Kommunen auch ging. Und da dachte ich so irgendwie, wahrscheinlich jeder Bürgermeister, der zu viel Geld in der Hand hatte, wird total nervös sein, wird sich denken, okay, das ist jetzt meine Phase, ich bin derjenige, der die Kohle hat, der investieren kann. Was mache ich jetzt? Ich muss es vernünftig anlegen. Und ich hatte das Gefühl, okay, was sind jetzt die richtigen Hebel, die ich mache? Wie kriege ich es hin? Wie kann ich mit— was muss ich machen, um an die Überbrückungshilfe ranzukommen? Was, was, was ist jetzt gerade anders als in anderen Situationen? Wie kann ich die Firma— und ich will nicht sagen, dass es kritisch war, aber es war chaotisch vorher mit den 900 Wohnungen. Was mache ich jetzt hier? Ist das der Moment, wo ich verkaufen muss, damit ich einen Investor reinhole, damit wir dann weitermachen? Ist das der kluge Schritt? Ist der kluge Schritt, dass ich mit allen 900 100, also viel waren es nicht, irgendwie 700 Eigentümern spreche und, und überlege. Und das war eher eine Nervosität, ob das der richtige Schritt ist. Ich hatte überhaupt keine Sorge, dass wir das nicht gelöst bekommen, weil am Ende kriegst du alles gelöst. Und das hat dann auch so ein Jahr gedauert, würde ich sagen, und dann hatten wir so die Strategie klar, und dann, dann ging das auch.

  117. 32:10
    Ronald M. Arndt

    Ja, so ist es. Und generell, was zu den Märkten angeht, rund um Service Apartments, da kann man auch positiv in die Zukunft schauen.

  118. 32:18
    Florian Wichelmann

    Warum nicht?

  119. 32:19
    Ronald M. Arndt

    Warum nicht?

  120. 32:19
    Florian Wichelmann

    Warum nicht? Also ich sehe das nur, ich sehe das total positiv. Ich sehe, dass es, dass viele ehemalige Wohnprojekte vielleicht für Service Apartments angeboten werden. Ich sehe, dass Hotelprojekte für Service Apartments angeboten werden. Ich sehe, dass es immer mehr Betreiber gibt, immer mehr Nachfrage gibt. Der Markt wächst und wächst und wächst. Das wird auch bedeuten, dass das Angebot mitwächst und man immer schönere Immobilien, immer schönere Projekte gibt. Und jetzt mal unabhängig von dem Markt ist mein Gefühl, dass die Projekte, die auf uns zukommen, einfach auch immer geiler werden. Und da sehe ich viel, viel Möglichkeiten, dass man tolle Standorte kreieren kann in den nächsten Jahren. Also, und ich glaube, dass die Branche da noch weiter wachsen wird, weil der Kunde das Produkt Apartment schätzt, weil es ja auch einen Grund hat, dass so viele Gäste bei uns und bei den anderen absteigen. Gäste wollen nicht immer nur für eine Nacht bleiben, wollen vielleicht auch mal ein bisschen länger bleiben. Die wollen dann auch nicht unbedingt das reine Hotelangebot haben, sondern wollen vielleicht auch die Küche nutzen und ein bisschen mehr Räumlichkeit nutzen. Für mich ist das Apartment-Konzept nicht nur die Definition, dass da eine Pantry drin ist, wo man sich eine Nespresso-Kapsel reinwirft, sondern die Apartments sind größer als Hotelzimmer, haben eine höhere Aufenthaltsqualität und das hat ja auch seine Wertigkeit, ja. Und ich glaube, dass da immer noch immer mehr Zielgruppen dann noch dazukommen werden. Das denke ich schon.

  121. 33:38
    Katharina Beatriz Varga

    Naja, und Conversions können ja auch total toll erfüllt werden mit—

  122. 33:41
    Florian Wichelmann

    Das sehe ich ganz kritisch. Das sehe ich ganz kritisch. Also wenn du mit Conversion Bestandsgebäude meinst.

  123. 33:46
    Katharina Beatriz Varga

    Genau, weil, naja, okay, ja, Conversion ist ja nicht gleich Conversion, aber jetzt Renovierung von Bestandsgebäuden, das ist ja eine Art von Conversion.

  124. 33:58
    Florian Wichelmann

    Hängt vom Gebäude ab, und da gab es ja auch schon viele Termine und Gespräche zu. Es gab eine Schwemme, ist mein Eindruck, letztes Jahr Oktober, November, Dezember von Büroobjekten, die auf den Markt gekommen sind, die konvertiert werden sollten in Apartments, weil der Büromarkt am Boden lag oder vielleicht auch noch liegt, und die Überlegung Ja, mit dem Apartments ist doch super. Fassadenraster passt so ungefähr 2,5 bis 3 Meter Breite. Machen wir schnell Apartments rein, haben wir schnell Cashflow, funktioniert. Und dann hat man sich das auch alles angeschaut, weil die Bestandsgebäude wirklich tolle Lagen mit sich bringen. Fand ich schon viele spannend, aber nicht eines dieser Projekte hat funktioniert bislang. Und ich habe auch nicht— wahrscheinlich ist es irgendwo unterschrieben worden und man sieht dann erst in nächster Zeit, aber ich habe noch nicht viele Eröffnungen dahingehend mitbekommen, weil es dann eben doch nicht so einfach ist, weil die Fassadenraster dann doch nicht funktionieren, weil die Gebäudetiefe überhaupt nicht funktionieren, weil man das nahezu entkernen muss, weil du an die NF ran musst, weil du ganz viele Stränge ziehen musst, weil der Bauer plötzlich Kosten hat, die so hoch sind, dass es ja in einer wahnsinnig hohen Pacht resultiert, dass es sich für den Betreiber nur auf Biegen und Brechen irgendwie rechnet. Ja, deswegen die Konversion von Büro hin zu Apartments, weiß ich nicht. Ich gucke mir gerne nach wie vor jedes, jedes an, aber ich habe noch keins gesehen, was funktioniert.

  125. 35:10
    Ronald M. Arndt

    Ja, ich würde sagen, wir bleiben mit dir an all diesen Themen dran. Wir sind gespannt, wie es sich weiterentwickelt. Viel Erfolg jetzt.

  126. 35:18
    Florian Wichelmann

    Beim nächsten Mal auf dem Hausboot.

  127. 35:19
    Ronald M. Arndt

    Das hatten wir ja auch geplant. Ich bin auch froh, dass wir jetzt hier gewesen sind, aber Hausboot steht aus noch.

  128. 35:26
    Florian Wichelmann

    Da kam leider eine Buchung dazwischen.

  129. 35:29
    Katharina Beatriz Varga

    Das ist ja nur gut für euch.

  130. 35:31
    Florian Wichelmann

    Absolut, absolut.

  131. 35:32
    Katharina Beatriz Varga

    Damit haben wir jetzt auch einen Grund, noch eine Folge aufzunehmen auf dem Hausboot.

  132. 35:36
    Florian Wichelmann

    Das machen wir und dann wird das blockiert. Wir sind an einer Marina dran, dass wir die übernehmen können und dass wir eine Meerelei Liegeplätze. Man wird mit den Hausbooten jetzt nicht, das ist kein Milliardengeschäft, ja, aber es ist irgendwie ganz, ganz eine gute Erweiterung, weil es sich auch um Wohnraum handelt am Ende des Tages. Und das sind keine kleinen Boote, sondern haben auch durchaus ihre 60 Quadratmeter unten plus oben. Und dann hast du ungefähr so eine Mikro-Apartment-Struktur wie in unseren Apartments. Und ja, das finde ich, also macht uns allen wahnsinnig Spaß, das Thema.

  133. 36:04
    Ronald M. Arndt

    Sehr schön. Machen wir eine kleine Hausbootführung mit Kamera etc.

  134. 36:08
    Florian Wichelmann

    Ja, wir fahren vor allen Dingen ein bisschen weiter.

  135. 36:11
    Ronald M. Arndt

    Ja, genau. Super, freue mich schon drauf.

  136. 36:13
    Florian Wichelmann

    So machen wir es.

  137. 36:14
    Ronald M. Arndt

    Florian, lieben Dank, Florian, von unserer Seite.

  138. 36:16
    Florian Wichelmann

    Und vielen Dank für euren Besuch und viel Erfolg weiterhin.

  139. 36:19
    Katharina Beatriz Varga

    Tolles Konzept.

  140. 36:20
    Florian Wichelmann

    Vielen Dank.

  141. 36:21
    Ronald M. Arndt

    Danke.