Benjamin Dietsche, Widder Hotel
Aufgenommen: Widder Hotel, Zürich
Switzerland28 Min Das Video kommt von YouTube und lädt erst, wenn du auf Abspielen klickst.
„Ich habe damals meinen Freunden schon gesagt, eines Tages werde ich dieses Haus führen. Und heute führe ich das Widder Hotel.“
Benjamin Dietsche, 26:27
Eva Kramer spricht in der Zürcher Altstadt mit Benjamin Dietsche, General Manager des Widder Hotels. Er erzählt, wie neun mittelalterliche Häuser mit 49 unterschiedlichen Zimmern im Alltag funktionieren, warum die Widder Bar offener ist als eine klassische Hotelbar und was in den Gästebüchern aus dem Hotel-Tresor steht. Dazu die Pläne für Umbau, Café und das neue Restaurant Soi 28.
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Kernaussagen
- Neun Häuser, viele Ecken: Das Hotel besteht aus neun mittelalterlichen Häusern, teils über 700 Jahre alt, in der Widder Bar steht eine Holzsäule aus dem Jahr 1291. Operativ heisst das viele Treppengänge und Ecken, die sauber und in Schuss bleiben müssen.
- Bar ohne Hemmschwelle: In der Widder Bar mischen sich Zürcher Locals, Businessleute, Junge und Touristen, viele wissen gar nicht, dass dazu ein Hotel gehört. Dietsche hat Live-Jazz jeden zweiten Dienstag wieder eingeführt.
- Diskretion statt Promifotos: Während der Aufnahme logiert ein Topstar im Haus, Dietsche nennt keinen Namen. Die Gäste kamen über den Nebeneingang durch sein Büro, weil sie den Haupteingang nicht wollten.
- Beschwerde schnell abholen: Im Dezember, kurz nach seinem Start, wurde ein Zimmer wegen eines Heizungsfehlers nicht warm. Nach grosszügiger Reaktion liess der Gast am nächsten Tag 1000 Franken Trinkgeld da.
- Umbau unter Denkmalschutz: 30 Jahre nach der Eröffnung stehen Leitungen und Elektrizität an, die einzigartigen Zimmer bleiben aber verschieden. Mit 70 Prozent Leisure-Gästen soll das Haus gemütlicher werden, geplant sind Lounge-Charakter und ein Café.
Shownotes zur Episodeaus dem Podcast-Feed
Im Herzen der Zürcher Altstadt trifft Host Eva Kramer auf Benjamin Dietsche, General Manager des legendären Widder Hotel aus der Familie des The Living Circle.
Ein Haus, das neun historische Zunfthäuser vereint, Design und Geschichte verbindet und seit Jahrzehnten für Stil, Kultur und legendäre Nächte steht.
Gemeinsam sprechen sie über Zürcher Ikonen, die berühmte Widder Bar, prominente Gäste wie Tina Turner oder Michael Jackson und warum das Motto „Einmal Widder, immer Widder“ bis heute gilt.
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Transkript öffnenTranskript schließen28 Min · Ronald M. Arndt und Benjamin Dietsche
Automatisch transkribiert mit AssemblyAI, Sprecher automatisch zugeordnet. Nicht redigiert.
- 00:00 Eva Kramer (Host)
Grüezi und herzlich willkommen zu einer neuen Folge vom Hotel-Podcast Switzerland. Ich bin die Eva Kramer und für euch bin ich auf der Suche nach den spannendsten Hotelgeschichten, bin unterwegs in den schönsten und einzigartigsten Schweizer Hotels und spreche mit den außergewöhnlichsten Hotelpersönlichkeiten. Und heute bin ich zu Gast in der Zürcher Altstadt, nämlich an meiner Lieblingsstraße, dem Rennweg. Und hier gelegen ist das individuellste 5-Sterne-Superior-Hotel, welches 9 historische Zunfthäuser vereint. Keines der 49 Zimmer sieht gleich aus, sehen alle anders aus. Bekannt ist es für seine legendäre Hotelbar und seit vielen Jahren werden wilde Partys in der ehemaligen Hotelgarage gefeiert. Man kann also sagen, wortwörtlich, hier wird man nicht zum Hirsch, sondern zum Widder. Wir sind natürlich im Hotel Widder und neben mir sitzt Benjamin Dietsche, General Manager des Hotel Widder. Herzlich willkommen, Benjamin.
- 01:02 Benjamin Dietsche
Vielen Dank, Eva, ich freue mich hier.
- 01:04 Eva Kramer (Host)
Freut mich auch, dich heute näher kennenzulernen im Widder. Bevor wir anfangen, eine Frage habe ich sofort: Wie ist dein Sternzeichen? Bist du Widder?
- 01:15 Benjamin Dietsche
Nein, ich bin Waage. Genau, das ist das.
- 01:17 Eva Kramer (Host)
Was bist du, Waage?
- 01:18 Benjamin Dietsche
Ja.
- 01:18 Eva Kramer (Host)
Im Widder? Okay, alles klar. Nein, ich denke mir dann so, ich würde jedes Mal auf die Sternzeichen der Mitarbeiter schauen, ob sie eher zum Hotel passen. Nein, du Betreffend Hirschen und Widder: Du kommst ja vom Zermatt direkt, aus dem Cervo.
- 01:34 Benjamin Dietsche
Genau.
- 01:34 Eva Kramer (Host)
Bist jetzt dein erstes Jahr hier in Zürich. Wie ist der Wechsel gewesen? Hast du dich schon akklimatisiert?
- 01:40 Benjamin Dietsche
Ich habe mich sehr gut akklimatisiert. Ursprünglich bin ich ja aus dem urbanen Raum, bin in Basel aufgewachsen. Aus diesem Grund ist es für mich fast schon wie nach Hause kommen.
- 01:50 Eva Kramer (Host)
Also ein bisschen näher an die Heimat?
- 01:52 Benjamin Dietsche
Ein bisschen näher an die Heimat, Freundeskreis und auch die Familie. Das ist schön, wieder fast zu Hause zu sein.
- 01:58 Eva Kramer (Host)
Okay, schön. Also Widder ist ja so eine Zürcher Ikone und viele Geschichten könnte ich erzählen. Über 700 Jahre Design und Kunst, das verpflichtet ja auch. Hast du dich bereits gut hier eingelebt? Und ja, was würdest du sagen, hast du den wilden Widder bereits im Griff?
- 02:19 Benjamin Dietsche
Ja, im Griff, sofern ich das haben kann. Man hat das Leben ja nie richtig im Griff. Aber ich bin wirklich sehr gut empfangen worden von der Gruppe, auch von dem Team. Die haben auf mich gewartet. Lieblingswörter ja auch. Living Circle. Und wie du sagst, also der Rennweg ist mir auch sehr schon ans Herz gewachsen. Es gibt fast noch eine schönere Straße, die ist auf der anderen Seite. Das Hotel ist ja wirklich bestehend aus 9 Häusern und geht die Widdergasse runter, an der Bar vorbei und dann in die Augustinergasse. Und das ist ja fast, viele Zürcher sagen, das ist die schönste Gasse in Zürich, auch mit Giacometti, der die Fassaden gemalt hat.
- 02:54 Eva Kramer (Host)
Also es ist wirklich die schönste Straße. Jetzt der Charakter des Widders? Wie würdest du den beschreiben in deinen Worten? So der Widder-Vibe.
- 03:04 Benjamin Dietsche
Also es ist nicht das klassische Hotel, wie man sich das 5-Sterne-Hotel vorstellt, oder? Wo man reinkommt und man hat einen roten Teppich und dann den Concierge und dann die Rezeption und den Lift und dann kommt man hoch und dann hat man die Etagen, sondern es ist wirklich ein unscheinbares Gebilde. Es sind mehrere Gebilde, man sieht es teilweise fast nicht. Und das macht so einen speziellen Charakter. Also es spielt sich hinter den Mauern ab, es ist in der Altstadt. Extrem gut im Zentrum. Aber man hat diese verschiedenen Outlets wie die Bar, die extrem bekannt ist in Zürich.
- 03:38 Eva Kramer (Host)
Also die Widder Bar.
- 03:40 Benjamin Dietsche
Und die Gäste, die sind teilweise in der Widderbar und wissen teilweise gar nicht, dass es auch ein Hotel ist. Wenn ich sie frage, kennst du die Widder Bar? Natürlich kenne ich die. Ach, das ist auch ein Hotel.
- 03:49 Eva Kramer (Host)
Habt ihr viele, also vor allem Locals oder Touristen? Also ich meine, wie ist da so der Mix?
- 03:55 Benjamin Dietsche
In der Widderbar sind es eben Das Spannendste an der Widder Bar ist der Mix. Man hat Zürcher Locals, Businessleute, Junge, Ältere. Man hat ganze Kulturen, sehr viele Touristen, Liebhaber, Leute, die dran vorbeispazieren.
- 04:10 Eva Kramer (Host)
Whisky-Liebhaber, oder?
- 04:12 Benjamin Dietsche
Genau, das macht den Vibe. Abends haben wir Musik. Ich habe jetzt auch wieder eingeführt, dass wir jeden zweiten Dienstag Live-Jazzmusik haben. Also immer ein Tröpfchen, schön abwechselnd. Und das gibt so einen speziellen Vibe, der eben nicht die klassische Hotelbar ist, wo man zuerst am Concierge vorbei muss und schauen muss, habe ich die schönen Schuhe an und fühle ich mich da wohl.
- 04:32 Eva Kramer (Host)
Würdest du sagen, diskreter?
- 04:35 Benjamin Dietsche
Diskreter würde ich nicht sagen. Ich würde eher sagen offener. Es ist offener für alle und hat eben weniger diese Hemmschwelle.
- 04:43 Eva Kramer (Host)
Okay, schön. Jetzt, wo ist dein Lieblings-Widder-Ort? Du hast jetzt hier gesagt, das sei deine Lieblings-Widder-Suite. Kannst du uns ein bisschen mehr erzählen?
- 04:52 Benjamin Dietsche
Ja, also es ist ja so, das Widder ist wirklich extrem vielfältig. Ich bin jetzt knapp ein Jahr, noch ein paar Monate, ein Jahr hier und ich entdecke jeden Tag etwas Neues. Es bestehend aus sehr vielen historischen Gebäuden. Die sind teils über 700 Jahre alt.
- 05:07 Eva Kramer (Host)
Ja, enorm.
- 05:08 Benjamin Dietsche
In der Widderbar steht eine Holzsäule, hat man mir gesagt. Die ist, die datiert zurück ins Jahr 1291, also so alt wie die Schweizerische Eidgenossenschaft. Und da gibt es jeden Tag, lerne ich was dazu. Es ist wirklich, ich verstehe auch, wieso Till A. Theus von 1985 bis 1995 an diesem Haus gebaut hat, also während 10 Jahren. Das muss wohl sehr kostspielig gewesen sein. Aus diesem Grund, ich entdecke jeden Tag was dazu. Es sind viele Details. Es sind Details. Diese Suite hier finde ich eigentlich die schönste, weil es einfach so zeitlos ist. Also ich fühle mich hier extrem wohl. Es ist unsere Design Suite. Man hat Eames Chairs, Knoll-Ledersofas, man hat eine Terrasse, man sieht in die Altstadt, man ist mitten im Leben und trotzdem ist es dörflich und halt so schweizerisch. Und das gefällt mir sehr.
- 05:57 Eva Kramer (Host)
Also es ist alles sehr schön beim Individuellen, aber das ist eben ja auch das Schwierige, dass es nicht alles aus einem Guss kommt. Und es macht eben ja auch Das macht das Charmante aus.
- 06:06 Benjamin Dietsche
Es macht das Charmante aus. In der operativen Seite ist es natürlich dann das Schwierige, weil es auch viele Treppengänge, Ecken gibt, und das muss man alles sauber halten und vor allem auch in Schuss halten.
- 06:16 Eva Kramer (Host)
Also das heißt, die Rolle vom Widder für Zürich, habt ihr also 9 verschiedene Zunfthäuser? Vielleicht zur Erklärung, habt ihr dann, also seid ihr auch Teil von 9 Zunfthäusern, die dann hier sehr absolute 9 verschiedene, oder wie genau ist das?
- 06:38 Benjamin Dietsche
Das Haus besteht aus 9 mittelalterlichen Häusern, und das war wirklich das Handelszentrum von Zürich früher. Also hier waren Wollweber. Ein Haus heisst auch zum Bankknecht. Also hier muss wohl wirklich auch schon mit Geld oder Münzen gehandelt worden sein. Im Keller vielleicht versteckte Goldbarren? Ich sollte mal suchen. Aber was wirklich ist, es war eine Zunft. Also es waren nicht 9 Zünfte, sondern es war im Widder. Das ist übrigens dieses Gebäude hier. Das ist das Haus zum Widder. Widder, wo wir uns befinden. Deswegen ist auch unten die Boucherie Auguste, also das ist nachempfunden einer Metzgerei. Es gibt Fleischgerichte in Zürich.
- 07:13 Eva Kramer (Host)
Das heisst, es gab schon eine Metzgerei unten?
- 07:15 Benjamin Dietsche
Nein, das war die Zunft zum Widder. Und der Widder, das war die Zunft der Metzger. Also früher waren die Metzger in der Widderzunft und das ist bis heute so. Deswegen laufen die ja heute beim Sechseläuten mit der Schürze, mit der Metzgerschürze und dem Gurt und dem Beil herum. Und das war eine dieser Zünfte, die halt früher die Stadt regiert haben. Und deswegen, das ist ganz stark verankert im Haus und auch im Widder. Das ist aufgegriffen. Also die Widderzunft auch wieder da, das starke Zeichen, der starke Widder.
- 07:46 Eva Kramer (Host)
Bist du da auch immer Teil von der Zunft?
- 07:49 Benjamin Dietsche
Ja, ich bin da immer.
- 07:50 Eva Kramer (Host)
War es dein erstes Exsolut?
- 07:52 Benjamin Dietsche
Es war mein erstes Exsolut, genau. Und ich war da eingeladen. Es war ganz, ganz toll, da wirklich mit dabei zu sein und diesen Brauch kennenzulernen.
- 08:00 Eva Kramer (Host)
Schön.
- 08:00 Benjamin Dietsche
Und ich habe mich da total gefreut und mich geehrt gefühlt, dabei zu sein.
- 08:04 Eva Kramer (Host)
Sehr schön. Das Widder gehört, wie auch das Storchen, ich war ja vorher im Storchen gewesen, gehört zur Living Circle Group, und da wird ja das Wort Erleben ganz großgeschrieben. Was ist denn so das spezielle Widdererlebnis hier?
- 08:22 Benjamin Dietsche
Das spezielle Widdererlebnis, ich glaube, die Emotionen, die ihr transportieren wollt hier im Widder. Ich glaube, das Haus ist einfach so fest verankert und ein Teil von Zürich, dass man eben das, was ich vorhin schon erwähnt habe, also die Bar ist so bekannt und beliebt, dann kommt natürlich Ja, die Ikone. Und dann das August, das ist wirklich auch das Restaurant, das ist ein Tagesrestaurant. Man kommt schnell zum Lunch oder zu einem guten Abendessen. Es ist so integriert, dass es einfach schon Teil von der Stadt ist. Und wir sind weniger das steife Grand Hotel. Also man kommt rein, es ist authentisch. Wir haben langjährige Mitarbeitende, aber auch sehr viele junge. Und es soll locker zu und her gehen. Es ist eine tolle Atmosphäre.
- 09:01 Eva Kramer (Host)
Ihr habt ja auch nicht irgendwie Krawatte.
- 09:03 Benjamin Dietsche
Das haben wir nicht. Und wir kriegen in Zukunft auch ein neues Uniformset. Und da ist jetzt auch die Rolle, auch von mir als junger Gastgeber, da wieder so ein bisschen die jungen Vibes reinzukriegen. Das Widder muss da vor 30 Jahren, heute vor 30 Jahren ist es eröffnet worden quasi, und da war das total woke mit Kulturen, Kunst, die damals richtig zeitgenössisch war. Und das merkt man jetzt, dass es ein bisschen Bedarf hat wieder.
- 09:30 Eva Kramer (Host)
Aber ihr seid ja, also ich meine mit der Widdergarage, da seid ihr ja die ganze Zeit für. Kann ich da, also erzähl noch ein bisschen von der Widdergarage.
- 09:39 Benjamin Dietsche
Die Widdergarage, das ist ein Konzept, das vor ein paar Jahren ins Leben gerufen wurde. Das war eine doppelstöckige Garage unweit des Hotels, und man hat den oberen Bereich aufgelöst und hat gesagt, wir machen dann Club rein. Das war relativ einfach. Also der Garagenboden, der ist nach wie vor da, man tanzt in einer Garage. Den untersten Stock nutzen wir weiterhin als Garage, also da fahren unsere Portiers die Gästefahrzeuge rein. Es ist nur der obere Stock, und da haben wir ein wunderbares Konzept, und das hat sehr, sehr gut funktioniert. Aber auch das ist mittlerweile in die Jahre gekommen. Man hat immer ein bisschen Probleme mit der Nachbarschaft, weil es halt Wohngebiet ist.
- 10:19 Eva Kramer (Host)
Das kann ich mir vorstellen. Man hört es trotzdem.
- 10:20 Benjamin Dietsche
Man hört es. Wir sind beschränkt mit der Lautstärke und aus diesem Grund sind wir auch da in Überarbeitung und es wird bald ein neues Konzept geben.
- 10:26 Eva Kramer (Host)
Also ab 22 Uhr?
- 10:28 Benjamin Dietsche
Nein, es wird getanzt bis morgens, aber wir können nicht so laut auftreten wie das Haus nebenan. Aber das macht es irgendwie auch interessant. Ich bin jedes Mal überrascht, wie viele Junge, wie wie voll das ist und einfach wie beliebt das ist, weil man kann sprechen, es ist toll, man geht in die Widdergarage. Und ich habe viele Kollegen, die sagen, ja, die Widdergarage, das kenne ich natürlich, da war ich in meinen Teenie-Jahren und so weiter. Und wir sind aber dran, das Konzept zu überarbeiten. Also auch da, ich kann noch nicht zu viel sagen. Schade, kleiner Teaser oder so.
- 11:00 Eva Kramer (Host)
Nächstes Jahr wird spannend. Okay, sehr cool. Was würdest du sagen, sind deine 3 Top-Widder-Experiences? Wenn jetzt dein bester Freund, beste Freundin herkommt, Top-Gast, Natürlich, alle Gäste sind wichtig, aber von dir, General Manager des Hauses.
- 11:18 Benjamin Dietsche
Ja, ganz klar, wir würden in der Widderbar starten, oder? Also die Bar, entweder man kennt sie schon oder nicht. Und wenn man sie noch nicht kennt, dann wird man Fan bleiben. Man hat Klassiker-Drinks, man hat viele saisonale Drinks, es wechselt. Man hat auch sehr legendäre Drinks, die seit 30 Jahren auf der Karte sind. Und da würde ich anfangen. Dann würde ich natürlich einen Stock weiter. Nummer 1 Widderbar. Ein Stock weiter, weil das ist auch so ein bisschen lebhaft. Es geht wirklich von der Bar die Treppe hoch ins Widder Restaurant. Das haben wir bewusst offen. Dann kommen wir ins 2-Michelin-Sterne-Restaurant von Stefan Heilemann. Ein ganz toller Koch, der wirklich da sein Team— Man kommt rein, man steht direkt vor der Küchenbrigade, sieht in die Küche, man hat ein Chefstable. Man hat dann auch die beiden separaten Räume, wo man dinieren kann. Und das ist einfach hervorragend. Also ich bin da auch öfters immer am Zuschauen und er sagt immer auch schon, ah, hast du Hunger, oder, wenn ich komme? Weil er sieht immer, dass ich hungrig bin.
- 12:14 Eva Kramer (Host)
Traumjob, oder?
- 12:15 Benjamin Dietsche
Nein, es ist wirklich toll. Und ich muss sagen, seine Küche ist hervorragend und das macht Spaß, weil es eben ein junges Team ist. Er ist auch wirklich an der Front und kennt sehr viele Stammgäste und die kommen auch immer wieder. Das ist so lebhaft. Man hört unten das Bargeschäft und es ist nicht so steif. Also wir haben bewusst diesen Raum geschaffen, dass man die Bar hört und oben soll es auf hohem Niveau gastronomisch hergehen, aber eben nicht so, dass man die Gabel hört, wenn sie runterfällt. Der dritte ist natürlich die Widder-Garage nachher.
- 12:48 Eva Kramer (Host)
Klar, nachts.
- 12:49 Benjamin Dietsche
Man muss den Abend ausklingen lassen. Oder wenn man es gemütlicher möchte, man kann auch in den Garten im Sommer. Das ist wirklich ein Geheimtipp.
- 12:58 Eva Kramer (Host)
Jetzt sind wir schon bei 4.
- 13:00 Benjamin Dietsche
Ja, nee, das ist die Alternative zur Garage. Es ist die Alternative zur Garage, wenn man weniger Bumm-Bumm will. Lieber in den Garten. Der Garten ist ein Geheimtipp allgemein, weil viele Zürcher kennen den noch nicht. Und es ist eine Ruheoase. Und wir haben hier wirklich im Sommer auch schon ab morgens kann man hier frühstücken, Kaffee, Lunch nehmen oder dann eben die Drinks und abends einen leichten Dinner und ein paar Cocktails.
- 13:28 Eva Kramer (Host)
Neben George Clooney. Jetzt kommt er, oder? Oder so stelle ich mir das vor. Also gut, jetzt kommen wir zu einem Thema. Also wir haben Nur ganz kurz noch mal 3 tolle Top-Experiences bekommen vom Widder Hotel plus ein Geheimtipp, der Widdergarten. Jetzt, wenn die Hotelmauern reden könnten, dann würden sie sicher ganz viele Geschichten erzählen. Und ich bin ja hier vor allem bei dir, weil ich die spannendsten Hotelgeschichten hören möchte und herausfinden möchte. Gibt es denn so eine besondere Anekdote vom Widder, die ihr immer wieder— also zuerst fangen wir einfach an, also so eine Top-Anekdote, die ihr erzählt, ein Ritual, irgendwie eine tolle Geschichte, die wie zum Hotel einfach gehört?
- 14:20 Benjamin Dietsche
Ein Ritual habe ich jetzt persönlich noch keines, so dass ich jetzt auf den Tisch legen könnte. Ich glaube, das Haus besticht extrem dadurch, dass es schon eine Historie hat eben. Und auch, dass die Thea Theus das wirklich mit Liebe umgebaut hat und auch nach wie vor Aufträge von uns kriegt, wenn es darum geht zu optimieren oder etwas zu renovieren. Also immer wieder steht ja, sie kennt das, und sie ist wirklich die gute Seele des Hauses. Und ich glaube, so für Anekdoten müsste man fast einen Podcast machen mit, mit Jan Brugger, der ja fast 20 Jahre das Haus geführt hat. Was aber wohl unglaublich sein muss, ist, dass Das war früher wirklich ein Brand in Zürich. Und das war der Slogan: Einmal Widder, immer Widder. Es gab Gäste, die sind ins Widder gekommen und sind immer wieder gekommen. Das war wohl auch Mundpropaganda bei Promis, dass man in Zürich im Widder ist, weil es unscheinbar ist. Man ist mittendrin. Man kann einfach rauslaufen und man ist mitten drin. Man geht kurz einkaufen, es ist dörflich. Ich habe hier auch ein bisschen was mitgebracht.
- 15:26 Eva Kramer (Host)
Ich möchte auch wissen, welche Prominenz prominenten Gäste oder berühmten Gäste waren denn hier im Widder?
- 15:33 Benjamin Dietsche
Genau, also ich habe extra so ein bisschen in der Vergangenheit geschnüffelt und war vorhin noch mal im Hotel-Tresor und habe da 2 Bücher mitgebracht. Es gibt ganz viele, ich habe jetzt einfach 2 ausgesucht. Das Ding ist eben, du möchtest ja am liebsten wissen, wer heute im Haus logiert, oder? Natürlich. Und ich kann da auch sagen, lustigerweise haben wir einen Stock über uns, ist ein Topstar im Haus. Ich kann leider eben nicht sagen, wer es ist, aber ich würde sagen, es ist eine der 100 einflussreichsten Leute im Showbusiness, der bei uns ist. Aber eben, es ist Diskretion erwünscht und das möchten wir auch ermöglichen, weil das ist eben auch das, was den Widder ausmacht. Also wir möchten nicht groß Limousinen. Die sind auch angereist, lustigerweise mussten die durch einen Nebeneingang, die wollten nicht durch den Haupteingang. Ich habe ein Büro hier an der Widdergasse und da ist eine Tür. Also sie sind durch mein Büro reingekommen und das sind halt die Geschichten.
- 16:29 Eva Kramer (Host)
Da machst du natürlich gerne die Tür auf.
- 16:31 Benjamin Dietsche
Ja, da besonders gerne. Ja, man schämt sich ein bisschen durchs Büro, aber ich habe jetzt einfach mal wirklich das Buch eines ausgesucht.
- 16:39 Eva Kramer (Host)
Was haben wir denn da so?
- 16:40 Benjamin Dietsche
Das ist jetzt ein Buch, ein ziemlich altes, und wir haben ja sehr viel Kunst bei uns im Haus. Das Widder besticht ja auch. Ich bin übrigens ins Büro gekommen bei mir und dann war da ein Andy Warhol, ein Original. Ein echter? Ja, genau. Und auch der Widderkopf. Und dann haben wir als Erstes gesagt, dieses Bild darf eigentlich gar nicht in diesem Büro hängen, weil das sieht da keiner außer ich und meine Leute.
- 17:03 Eva Kramer (Host)
Deswegen haben wir das rahmen lassen und das ist jetzt in in der Lobby.
- 17:06 Benjamin Dietsche
Also es gibt da viele Kunst, die ich heute noch entdecke. Was einfach lustig ist, das ist von Bob Rauschenberg und der hat ganz viele Bilder im Haus selber. Also wir haben einen Rahmen und ich finde das so lustig, also weil ich habe jetzt ein bisschen das Originelle hier. No Better mit dem Pfeil. Also das ist wahrscheinlich schon Kunstwerk, das man heute irgendwie rahmen könnte. No Better und dann einfach sein Name Rauschenberg. Und das finde ich irgendwie lustig mit dem Pfeil. Da sieht man, es wurde kreativ Also kann ich besser werden?
- 17:36 Eva Kramer (Host)
Es kann man besser werden. Einmal wieder, immer wieder.
- 17:38 Benjamin Dietsche
Cecilia Bartoli, also aus der Klassikszene. Boris Becker. Boris Becker?
- 17:43 Eva Kramer (Host)
Wann war das?
- 17:44 Benjamin Dietsche
Kylie Minogue. Kylie Minogue 2002.
- 17:47 Eva Kramer (Host)
Okay.
- 17:48 Benjamin Dietsche
Dann hatten wir hier—
- 17:49 Eva Kramer (Host)
Oh, wer ist denn das? Das ist ja herrlich. Das ist ja ein ganzer Fundus.
- 17:53 Benjamin Dietsche
Es ist ein richtiger Fundus.
- 17:55 Eva Kramer (Host)
Ach, die Hella von Sinnen.
- 17:56 Benjamin Dietsche
Genau. Also es ist wirklich querbeet, haben wir hier alles. Und ich finde das so schön, wie das alles noch abgelegt ist. Und teilweise haben sie Bilder gemalt. Ich habe hier noch Ich habe noch mal einen Zettel reingemacht. Das ist wieder der Rauschenberg. Hier haben wir Tina Turner, ganz klar. Tina Turner, Simply the Best. Vor vielen Jahren ist sie natürlich dann auch nach Zürich gezogen. Dann haben wir hier, wen haben wir noch? Das finde ich auch toll, Michael Jackson. Einfach eins alleine. Der hatte wohl wenig Zeit, einfach seine Unterschrift. Aber das alleine zeigt doch schon Michael Jackson.
- 18:27 Eva Kramer (Host)
Michael Jackson?
- 18:28 Benjamin Dietsche
Ja, bei uns im Widder. Und dann, wer hat man noch? Jetzt muss ich das dann noch kurz aufmachen, weil ich finde das so toll. Ich könnte hier teilweise auch Stunden im Archiv verbringen, Wen hatten wir noch? Ich habe das einfach mal vorhin kurz rausgeklippt. Robin Gibb, Bee Gees.
- 18:45 Eva Kramer (Host)
Bist du jemand, der lieber auch mal ein Foto macht mit einem oder eher nicht so?
- 18:49 Benjamin Dietsche
Nein, eben gar nicht. Und das ist ja immer so, man weiß ja nicht, darf man, soll man? Ja, das ist so ein bisschen auch mein— ich glaube, das ist auch nicht mehr so zeitgemäß, weil heute die Leute suchen Diskretion, sie möchten einen Rückzug und dafür möchten wir auch stehen. Deswegen suchen sie uns auch aus, weil sie genau das eben nicht wollen. Und ich bin da eher der, der mal diskret Hallo sagt und zu Diensten ist. Aber ja, und zum Glück habe ich aber ein Team, die sagen, nein, das Buch muss mit, und die sollen da auch reinschreiben. Dann sage ich, ja, mach das, das ist gut. Aber ich bin auch froh, wenn das Team dann nicht unbedingt noch sie belästigt mit Bildern. Und weil das einfach, wir möchten nicht die Promibude sein, wo nachher dann die Groupies vor dem Haus stehen. Das sollte Das wäre nicht unser Charakter. Alles klar. Annie Leibovitz, das fand ich toll. Eine Starfotografin aus den USA, die mich sehr beeindruckt. Die hätte ich selber gerne kennengelernt. Es ist hier auch 50 Cent. Es hat wirklich sehr, sehr viele. Und ich kann sagen, also das Haus, das ist schon einiges gesehen. Und ich freue mich wirklich auf die nächsten Jahre. Und vielleicht müssen wir den Podcast irgendwie in einem Jahr noch mal machen. Vielleicht kann ich dir dann das Buch zeigen, das neueste. Ich spreche ungern über aktuelle Leute, die bei uns sind, weil es einfach—
- 20:11 Eva Kramer (Host)
Also in einem Jahr werden wir wissen, wer heute hier im Hotel war. Natürlich, ich weiß es. Ich versuche es trotzdem jedes Mal herauszufinden. Gibt es noch so eine verrückte Geschichte, die du mit einem Gast erlebt hast oder mit Mitarbeitern?
- 20:29 Benjamin Dietsche
Ja, verrückt. Also verrückt.
- 20:32 Eva Kramer (Host)
Jeder hat so eine Geschichte.
- 20:33 Benjamin Dietsche
Ich habe sehr vieles erlebt schon. Ich habe sehr vieles erlebt schon. Aber ich glaube, was spannend ist, Wir sind in einem People-Business und es gibt einfach Gäste, die sind teilweise verärgert über etwas und stehen da voller Rage. Ich habe das zum Glück in diesem Haus fast nicht. Ich bin wirklich touchwood. Also es ist ein unglaublich tolles Team, das sehr geschult ist. Nichtsdestotrotz kommt es vor, dass einer der General Managers sprechen will. Der Herr war auch total sauer. Und ich glaube, wenn man in dem Moment dem Gast irgendwie den Wind aus den Segeln holt und ihm auch das gibt, was er will, vielleicht auch ein bisschen grosszügig ist, dann holt man den Menschen ab. Und man muss es auch ziemlich schnell machen. Also einen Menschen warten lassen, der irgendwie nicht zufrieden ist, das staut an. Und das habe ich einfach in den vergangenen Jahren gelernt. Wenn man proaktiv ist bei einer Beschwerde und den Gast grosszügig abholt, dann zahlt sich das aus. Und der Gast, das war ziemlich am Anfang, das war einfach ein Fehler mit der Heizung und das Zimmer wurde nicht warm. Und da waren noch ein paar weitere Fehler.
- 21:36 Eva Kramer (Host)
Im Januar, oder?
- 21:38 Benjamin Dietsche
Das war im Dezember, da habe ich angefangen. Der war so wütend, da habe ich gedacht, ich kann ihn nicht beruhigen. Aber wir haben es hinbekommen. Am nächsten Tag hat er 1000 Franken Trinkgeld dagelassen, weil er so happy war mit der Reaktion. Das zeigt einfach, wie man einen Menschen, wenn man ihn richtig packt und ihm das gibt, was er will, dass das extrem dreht. Ich glaube, das sind die spannendsten Geschichten, die ich einfach dann irgendwie auch als Erfolg für das Team und für unsere tägliche Arbeit—
- 22:07 Eva Kramer (Host)
Auch intern weitergibst. Genau, das finde ich toll. Ich glaube, das ist der richtige Weg.
- 22:10 Benjamin Dietsche
Weg, um Dienstleistungen zu erbringen.
- 22:13 Eva Kramer (Host)
Dieses Hotel hat über 700 Jahre Geschichte. Wie schafft man das, dass ihr die ganze Zeit den Zeitgeist trefft? Also man muss ja auch mit der Zukunft gehen, also man muss ja auch immer wieder schauen, wo geht er wieder hin? Was sind so die Pläne für das Widder Hotel?
- 22:31 Benjamin Dietsche
Ich darf noch gar nicht zu viel sagen, aber ein bisschen anteasern kann ich das schon, weil wir sind wirklich in der Planung, das Hotel in ist wie gesagt 30 Jahre her. Natürlich, es wurde sehr gut unterhalten, also die Bäder wurden auch neu gemacht, aber wir sind jetzt wirklich dran, dass man auch an der Infrastruktur was machen muss. Die Leitungen, die Elektrizität, da brauchen die sein. Es wird nicht eine komplette Überholung geben des Hotels, weil die Zimmer ganz einzigartig sind. Also wir werden nicht plötzlich daherkommen, wo jedes Zimmer gleich aussieht, weil das geht schon mal gar nicht wegen dem Denkmalschutz. Wir haben Denkmalschutz, da haben wir sehr viele Auflagen, und aus diesem Grund ist es komplex.
- 23:12 Eva Kramer (Host)
Also von außen und von innen?
- 23:13 Benjamin Dietsche
Von außen und von innen. Wir werden hauptsächlich das Hotel von innen— Der Grund ist auch, das Hotel wurde damals von der UBS gebaut für ihre Banker ursprünglich. Die mussten irgendwo ihre Corporate-Leute unterbringen. Deswegen, man sieht auch im Design, wenn man reinkommt, das sieht ein bisschen aus wie eine Schalterhalle in der Bank. Den Tresen von der Rezeption, den Boden aus Stein, Stahl, sehr männlich auch. Und das Hotel hat sich in den letzten Jahren jetzt auch mit der Übergangszeit— die Bank hat sich zurückgezogen, es gehört nicht mehr der UBS. Wir haben unterdessen 70% Leisure-Gäste, Übersee auch sehr viele. Es gab einen Wechsel, und das Haus muss ein bisschen mehr Richtung Gemütlichkeit, Richtung Lounge, vielleicht ein bisschen warmere Haptik, bisschen neue Elemente, vielleicht ein Café, vielleicht ein Shop. Es darf ein bisschen mehr aus. Und das planen wir reinzubringen. Und dann natürlich andere Infrastruktur. Gewisse Zimmer haben es nötig.
- 24:14 Eva Kramer (Host)
Also ich bin sehr gespannt, was sich tun wird.
- 24:17 Benjamin Dietsche
Die nächsten Jahre werden spannend.
- 24:18 Eva Kramer (Host)
Sehr, sehr gespannt. Wenn du jetzt dir irgendwas wünschen könntest, wenn man jetzt nicht, also wenn du dir wie einfach so was herzaubern könntest, was du im Widder realisieren dürftest, neues Restaurant, neues Café, einen tollen Event, was wäre das?
- 24:33 Benjamin Dietsche
Ich glaube, die Zukunft dieser Stadthotels, der 5-Sterne-Häuser, das merkt man auch im Ausland, in Amerika sehr stark, die Lobbys, die Cafés in den Häusern, das ist da, wo man sich trifft, Geschäfte macht. Sehen und gesehen werden ist immer noch wichtig. Das ist da, wo man einfach auch zusammenkommt, Musik genießt, was isst, was trinkt. Und ich glaube, dieses, das bringt auch den Vibe ins Hotel und dieses lebendige Treiben. Das wollen wir im Widder wieder hinbringen. Es läuft schon, die Bar und so weiter, aber wir wollen noch bisschen mehr zum Treffpunkt in der Stadt werden, in der Innenstadt, und deswegen planen wir sicher ein Café, ein bisschen mehr Gemütlichkeit im Haus.
- 25:13 Eva Kramer (Host)
Sehr spannend. Das ist ja auch so ein bisschen dieser Zermatter Vibe, den du dann wahrscheinlich mitbringst vom Thermeau. Da ist es ja auch so mit ins Widder. Also ich bin gespannt, in welche Richtung das Widder gehen wird in den nächsten Jahren. Jetzt eine der Signature-Fragen vom Hotel Podcast Switzerland ist unter anderem, welche Welcher Song sollte auf der Hotel Widder Soundtrack-Liste sein?
- 25:37 Benjamin Dietsche
Ja, Eva, ich kann dir leider den Namen dieses Songs nicht sagen, weil ich suche danach seit Jahren. Ich habe damals, ich war Lehrling oder ich war am Anfang meiner Hotelfachschule, ich war schon damals sehr begeistert von den Swiss Deluxe Hotels, war da immer auf den Websites unterwegs. Und das Widder Hotel hatte damals wirklich die modernste Webseite. Man muss sich das vorstellen, das war eine erste Webseite, die interaktiv war, mit Holz war die so, und dann konnte man dran Aufklicken aufs Menü, dann ist das Holz aufgegangen, Miniatur.
- 26:06 Eva Kramer (Host)
Da gab es einen Song dazu.
- 26:07 Benjamin Dietsche
Im Background lief dann ein Jazzsong. Das war ein ganz banaler Song, aber der hat so gut gepasst. Der hat mich richtig abgeholt und bestärkt. Ich kann mich erinnern, ich habe den sogar irgendwie kopiert, also recordet mit meinem ersten iPod. Ich habe den wiedergefunden auf meinem PC.
- 26:27 Eva Kramer (Host)
Hättest du den noch?
- 26:27 Benjamin Dietsche
Ich habe den Namen nicht. Vielleicht können wir den irgendwann mal wieder einspeichern oder ich kann dir den schicken. Es ist ganz banal, aber es hat mich sehr geprägt damals. Und was auch lustig ist, die Pointe davon: Ich habe damals meinen Freunden schon gesagt, eines Tages werde ich dieses Haus führen. Und heute führe ich das Widder Hotel.
- 26:45 Eva Kramer (Host)
Das spricht absolut für dich, Benjamin. Unglaublich. Also wirklich Wahnsinn. Ich wünsche dir alles Gute jetzt für Upcoming. Vielleicht Werbung noch ein bisschen für das Widder Upcoming Events jetzt gerade noch in diesem Jahr.
- 26:59 Benjamin Dietsche
Also was sicher spannend ist: Wir haben am November haben wir wieder den Winterwundergarten offen, Raclette in unseren Gondeln. Es gibt auch Glühwein im Garten und so weiter. Was ganz spannend ist ab diesem Winter: Wir kriegen ein neues kleines Restaurant, Soi 28.
- 27:16 Eva Kramer (Host)
Also Pop-up?
- 27:17 Benjamin Dietsche
Das ist ein fixes Restaurant von Stefan Heilemann, ein zweites Restaurant. Es ist klein, 22 Plätze. Es gibt thailändisch-asiatischen Streetfood, einfach zum Mitnehmen, aber auch vor Ort. Das gibt es eben in der Stunde in dem Restaurant, wo wir jetzt ein Eis essen gehen zusammen.
- 27:32 Eva Kramer (Host)
Sehr schön, da freue ich mich. Also vielen herzlichen Dank, lieber Benjamin, für deine Zeit, für diese Episode. Freut mich sehr, mehr über das Widder zu erfahren, nächstes, also in den kommenden Monaten, Jahren, wie sich alles entwickeln wird. Viel Erfolg und herzlichen Dank fürs Zuhören und Zuschauen. Die nächste Podcastfolge ist bereits in Planung und ich freue mich dann wieder bei euch zu sein. Also vielen Dank.
- 27:55 Benjamin Dietsche
Vielen Dank, Yvonne.
- 27:56 Eva Kramer (Host)
Tschüss, macht's gut.
- 27:57 Benjamin Dietsche
Tschüss.