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Switzerland · Episode #2 · 31.08.2025 · 34 Min

Anja Kramarz & Verena Kern Nyberg, Alma Hotel

Anja Kramarz & Verena Kern NybergAlma Hotel · Zürich
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Aufgenommen: Alma Hotel, Zürich

Standbild aus der Episode mit Anja Kramarz & Verena Kern Nyberg Switzerland34 Min

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„Wir versuchen wirklich zu stehen für eine Wirtschaft, die den Menschen dient und nicht umgekehrt.“

Anja Kramarz & Verena Kern Nyberg, 07:49

Eva Kramer ist im Alma Hotel im Zürcher Seefeld zu Gast. Verena Kern Nyberg, Commercial Director, und Anja Kramarz, Operational Director, erzählen, wie die Sinn & Gewinn Hotels mit unternehmerischen Mitteln soziale Ziele erreichen und warum sie die Führung der Gruppe als Co-Direktion nach Fachbereichen aufgeteilt haben. Dazu kommen Nachhaltigkeit mit Labels wie Green Key, der Rückzieher bei den Digital Keys und ein Gast, der sein Bett in den Gang stellte.

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Kernaussagen

  1. Co-Direktion nach Fachbereichen: Verena Kern Nyberg und Anja Kramarz führen die Gruppe gemeinsam, mit klar aufgeteilten Fachbereichen statt gegenseitiger Stellvertretung. Vorbereitet haben sie das mit dem Verwaltungsrat und einem Living Case von Studierenden der EHL in Lausanne; zum Zeitpunkt der Aufnahme lief das Modell seit acht Monaten.
  2. Nachhaltigkeit wird zertifiziert: Die Hotels sind Mitglied bei People and Planet First, Good Market und Sense Swiss und stecken mitten in der Green Key Zertifizierung für alle drei Betriebe in der Stadt Zürich. Begründung von Kern Nyberg: Gäste erwarten, dass man es stichhaltig beweist und nicht nur Punkte auf der Website aufführt.
  3. Rollback bei Digital Keys: Das Alma stellte von physischen Schlüsseln auf Digital Keys übers Handy um. Das kam bei den Gästen nicht an, Fragen waren leerer Akku und Verlust des Handys. Jetzt gibt es wieder einen Schlüsselanhänger mit elektronischer Schlüsselmarke, der Digital Key läuft parallel weiter.
  4. Haus für die Nachbarschaft: Das Wellnessangebot richtet sich fast ausschließlich an die lokale Bevölkerung. Anja Kramarz erzählt, dass Seefelder ihre Besucher im Alma einquartieren oder ihr Zuhause gegen ein Hotelzimmer tauschen.
  5. Gruppe wächst weiter: Zu den drei Zürcher Häusern Alma Hotel, Hotel Martha und Josephine's Guesthouse kommt eine Pension in Lausanne, die als Maison Emily neu eröffnet wird, dazu ein Engagement in Basel. Der Wunsch der beiden: eine Dependance im Seefeld, um das Alma zu verdoppeln.
Shownotes zur Episodeaus dem Podcast-Feed

Die zweite Episode von HOTEL-PODCAST.COM SWITZERLAND ist da, aufgenommen im Alma Hotel in Zürich aus der Familie der Sinn & Gewinn Hotels.

Host Eva Kramer spricht mit Anja Kramarz und Verena Kern Nyberg über eine Erfolgsgeschichte, die vor fast 25 Jahren begann und seitdem soziale Ziele mit unternehmerischem Handeln verbindet.

Neben Nachhaltigkeit stehen besonders Women Empowerment und das Modell der Ko-Direktion im Mittelpunkt. Außerdem geht es um die Frage, wie sich High Tech und High Touch im Hotelalltag kombinieren lassen.

Das Alma liegt im Zürcher Quartier Seefeld, nur wenige Schritte vom See entfernt. Mit seinen Jugendstil-Zimmern, die nach Blumen benannt sind, zählt es zu den Top 3 Star Hotels of Switzerland.

Und wie geht die Reise weiter, vielleicht nach Lausanne oder Basel? Das gesamte REALTALK NETWORK ist gespannt.

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Transkript

Transkript öffnenTranskript schließen34 Min · Ronald M. Arndt und Anja Kramarz & Verena Kern Nyberg

Automatisch transkribiert mit AssemblyAI, Sprecher automatisch zugeordnet. Nicht redigiert.

  1. 00:00
    Eva Kramer

    Grüezi und herzlich willkommen zu einer neuen Folge vom Hotel-Podcast Switzerland. Ich bin die Eva Kramer und ich berichte aus den Schweizer einzigartigsten Hotels, plaudere mit den charismatischsten Hotelpersönlichkeiten der Schweiz und bin ständig auf der Suche nach den spannendsten Hotelgeschichten. Ja, und heute sind wir in Zürich, nämlich in Seefeld, in einem meiner Lieblingshotels, dem Hotel Alma, einen Katzensprung entfernt vom Zürichsee. Und hier werden Hotelzimmer nach Blumen benannt. Es ist eines der Top-3-Sterne-Hotels der ganzen Schweiz und Nachhaltigkeit und Frauenempowerment werden hier ganz großgeschrieben. Neben mir sitzen die beiden Powerhäuser der Sinn und Gewinn Hotelgruppe, weil das Hotel Alma gehört zu dieser Gruppe. Verena Kern Nyberg und Anja Kramarz. Hallo, herzlich willkommen!

  2. 01:01
    Anja Kramarz

    Hallo, dankeschön.

  3. 01:02
    Eva Kramer

    Verena, wir kennen uns ja schon ziemlich lange, doch einige paar Jahre. Du bist der Commercial Director und rockst hier schon seit 12, fast 13 Jahren die, nicht nur das Hotel Alma, sondern die Sinn und Gewinn Hotelgruppe und bist Vorstandsmitglied der Zürcher Hotelier, des Zürcher Hoteliervereins, richtig? Vorstand bei Campagna Basel, Verwaltungsrätin im Seminarhotel Rigi Weggis, weil sonst wäre Verena langweilig, oder? Anja Kramarz. Anja, ich muss ganz kurz unsere Kennenlernstory erzählen. Anja kenne ich seit, ich würde sagen, 3 Jahren, und wir haben uns einfach kennengelernt auf natürliche Art und Weise, nämlich die Chemie und der Vibe hat gestimmt, als wir uns an einem riesigen Zürich-Tourismus-Event getroffen haben mit über 200 Leuten. Wir waren beide in so einem Leopardenkleid unterwegs und ja, es hat gerade gematcht, sagen wir so. Du bist Operational Director und gehst hier steil seit 6 Jahren, bist ja, hilfst nebenbei bei der Weinhandlung deiner Mutter aus, ne, Vittino, auch in Seefeld gelegen, bist auch noch Prüfungsexpertin für Hotelkommunikationsfachlernende und auch Expertin der Berufsprüfung der Chef der Rezeption. Das heißt, keiner, der in der Hotellerie an die Rezeption will oder in die Branche will, kommt an Anja vorbei. Jetzt habe ich aber jetzt genug geredet erstmal. Erzählt uns mehr über euer Hotel Alma.

  4. 02:50
    Verena Kern Nyberg

    Ja, das Alma Hotel ist gleichzeitig unser ältester und unser jüngster Betrieb. Hier in dem Haus, in dem Gemäuer, wo wir uns befinden, ging vor fast 25 Jahren die Geschichte der Sinn-und-Gewinn-Hotels los. Und zwischenzeitlich gibt es nicht nur das eine Hotel, sondern wie du erwähnt hast, mehrere. Sind 3 in Zürich: das Alma Hotel, das Hotel Martha und Josephine's Guesthouse. Irgendwann haben wir dann auch den Sprung über den Röstigwagen gewagt und dann eine Pension in Lausanne übernommen, die darauf wartet, von uns als Maison Emily neu wieder eröffnet zu werden. Da sind wir jetzt gerade in der coolsten Phase.

  5. 03:29
    Eva Kramer

    Ja, also die Familie wächst.

  6. 03:30
    Verena Kern Nyberg

    Die Familie, kann man so sagen, die Familie wächst. Wir werden demnächst auch nach Basel wachsen. Und das älteste und das jüngste Haus deswegen, weil wir hier vor gut 3 Jahren einen Neustart gemacht haben mit dem Alma Hotel. Früher hieß es ganz lang Ladies First Design Hotel und wir haben dann die Corona-Pandemie genutzt, um uns hier neu zu erfinden. Ja, eine ruhige Phase. Leider ohne Gäste. Und wir haben gefunden, ja, wir stellen uns jetzt gut auf für—

  7. 04:06
    Eva Kramer

    also das Rebranding war mit Corona? Ja, kam so, genau.

  8. 04:11
    Verena Kern Nyberg

    Wir haben das Rebranding wirklich während Corona in Angriff genommen, weil wir gefunden haben, okay, es steht was an für das Haus, und wann, wenn nicht jetzt? Wenn jetzt wirklich sozusagen alles stillsteht, dann können wir jetzt genauso gut auch gerade, ja, zusammenpacken.

  9. 04:29
    Eva Kramer

    Schön. Für was steht dich, bei dir, für was steht Hotel Alma?

  10. 04:35
    Anja Kramarz

    Ja, du hast es vorher schon gesagt, ein ganz wichtiger Wert. Ah, ich sollte Schweizerdeutsch sprechen.

  11. 04:39
    Eva Kramer

    Nein, Schweizerdeutsch, bitte Schweizerdeutsch. Ja, also hier muss keiner, wir sind natürlich Hotel-Podcast-Hotelleren, nur weil ich eine Schweizer Deutsche bin und Hochdeutsch rede, bitte redet Schweizerdeutsch.

  12. 04:49
    Anja Kramarz

    Dann mache ich doch da einfach mal kaputte Schweizerisch.

  13. 04:52
    Eva Kramer

    Ja, gerne.

  14. 04:55
    Anja Kramarz

    Du hast es vorher schon angesprochen, Nachhaltigkeit ist ein ganz wichtiger Wert ist. Und wir sind ja doch in einer sehr netten Boutique-Umfeld da, und darum sagen wir auch immer gerne Nachhaltigkeit Seefeld-Style. Das ist so unser Konzept, aber nicht irgendwie mit dem erhobenen Daumen, sondern viel eher im Sinne von, die Gäste sind da, sie leben und geniessen den Moment, und wir kümmern uns schon gut ums Morgen. Das ist schon wieder der Ansatz. Und das Haus macht sicher aus, der Villencharakter, den wir da haben, mit all diesen schiefen Türen und Fensterrahmen, mit Aber das ist ja der Charme, so ein bisschen Schiefes ist der Charme, oder? Den Nutknochen der Paketbeutel zum Beispiel. Und das kombiniert mit dem doch eher modernen Interieur, was wir da haben, so die kleinen Aufmerksamkeiten, wo man aus dem Geiste kommt, das macht das Haus da für mich aus.

  15. 05:52
    Eva Kramer

    Was sind denn eure Lieblingsplätze im Alma Hotel? Also jeder hat ja so, ich weiß nicht, ein Lieblingszimmer oder eine Ecke.

  16. 06:03
    Verena Kern Nyberg

    Also bei mir ist es nicht nur ein Lieblingsort, sondern ein Lieblingsort verbunden mit einer Lieblingsjahreszeit, nämlich Ende Mai im Rosengarten, wo die Rosen blühen.

  17. 06:12
    Eva Kramer

    Toll.

  18. 06:13
    Verena Kern Nyberg

    Das ist ein bisschen kitschig, weil es sieht so wunderschön aus und es riecht auch wirklich dann so wunderbar danach. Und was dann so die Realität zurück ins Bild bringt, die braucht es ja auch. Es hat dann halt auch ein bisschen Blattläuse, mit denen man den Rosen Aber ich finde, das gehört dazu, dass wir da—

  19. 06:30
    Eva Kramer

    Läuse? Hatte jemand schon Läuse dann?

  20. 06:33
    Verena Kern Nyberg

    Nein, nein, nein.

  21. 06:33
    Eva Kramer

    Mit Läuse. Also Rosengarten, wunderbar. Was habt ihr denn für Rosen eigentlich? Wisst ihr, was für eine Art von Rosen?

  22. 06:43
    Verena Kern Nyberg

    Nee, das kann ich dir leider nicht sagen.

  23. 06:44
    Eva Kramer

    Okay, gut. Also nee, ich bin— ich habe nur so einen kleinen Rosenarten-Fetisch.

  24. 06:49
    Verena Kern Nyberg

    Die haben ja auch immer so schöne Namen, wenn man sie weiß, gell? Ja, aber die Rosen waren schon vorher so.

  25. 06:54
    Eva Kramer

    Ja, ich habe eine ganz schöne, so rosa, welche?

  26. 06:59
    Verena Kern Nyberg

    Weiß, gelb und rosa.

  27. 07:00
    Eva Kramer

    Alles wunderschön. Sehr schön. Jeder redet heutzutage vom Longevity-Trend. Das bedeutet, und ich finde, den kann man eben sehr gut auch auf Hotels anwenden, nämlich viele Hotels sind ja von außen, können sie sehr schön sein. Das heißt irgendwie schönes Interior Design, schön renoviert. Und von innen kann man eben als Hotel, je nachdem was man für Werte hat, auch schöner oder nicht so schön aussehen. Ich finde, ihr seid von außen und von innen wunderschön, nämlich ihr habt unglaubliche Werte, die ihr vertretet: Empowerment, Nachhaltigkeit. Was könnt ihr, ja, gibt es da irgendwie eine Geschichte dazu, warum, wie das sich entwickelt hat?

  28. 07:49
    Verena Kern Nyberg

    Wir heißen ja Sinn und Gewinn Hotels und das ist bei uns auch wirklich Programm. Unser Leitspruch ist, mit unternehmerischen Mitteln soziale Ziele erreichen. Wir machen das seit bald 25 Jahren. Wir stehen für Berufsintegration für Frauen, die zu vulnerablen Gruppen gehören oder ein bisschen Anschub oder Unterstützung brauchen. Wir haben uns dieses Jahr neu konzentriert auf Lernende. Dazu kann Anja vielleicht nachher noch näher was sagen. Und wir versuchen wirklich zu stehen für eine Wirtschaft, die den Menschen dient und nicht umgekehrt.

  29. 08:30
    Eva Kramer

    Mega, magst du noch?

  30. 08:32
    Anja Kramarz

    Ja klar, gerne.

  31. 08:34
    Eva Kramer

    Also ich glaube, ihr habt viel zu erzählen.

  32. 08:36
    Anja Kramarz

    Ja, wir haben tatsächlich viel zu erzählen. Nachhaltigkeit, wie gesagt, ich nehme den Rudi-Vater gerne wieder auf, ist etwas, was wir seit 25 Jahren aufbauen im Unternehmen. Es ist nicht so, dass wir das letzte Jahr neu erfunden haben. Was aber sicher gerade aktuell sehr wichtig ist, dass man eben nicht nur nachhaltig unterwegs ist und sich engagiert, sondern dass man es eben auch so wie verifizieren lässt, also irgendwie bestätigen lässt, und dass man es auch entsprechend kommuniziert. Und wir machen sehr viel, das ist tatsächlich so, auch mit dem—

  33. 09:06
    Eva Kramer

    Sie reden nicht nur, Sie machen Nachhaltigkeit. Nein, das ist ein Unterschied, oder?

  34. 09:11
    Anja Kramarz

    Ja klar, unter anderem mit dem Ausbildungsbetrieb, wo wir dran sind, wo wir jungen Talenten Möglichkeiten geben, sich in dieser spannenden Branche zu entwickeln und anzukommen, mit dieser 360-Grad-Lehre von den Hotelkommunikationsfachleuten, wo sie in unserem Umfeld, was natürlich besonders wohlwollend ist, aber auch besonders vielseitig, sich entwickeln können. Das ist uns sehr wichtig, um da einen Beitrag zu leisten in der Zukunft.

  35. 09:35
    Eva Kramer

    Ja, sehr inspirierend auch für andere Schweizer Hotelbetriebe. An dieser Stelle, weil wir gerade beim Thema sind, auch Frauen-Empowerment, möchte ich ganz kurz das Wort an Andrin Willi richten. Ich war ja beim, bei eurem Event der 150 besten Hotels und da hat der Andrin gesagt, sag mal, falls jemand einen Betrieb kennt, und das sage ich jetzt, also Verena hat extra gesagt, ups, Verena hat extra gesagt, ich soll dringend sagen, dass es jetzt von mir auskommt und nicht von Ihnen natürlich. Du hast gesagt, wenn jemand einen Betrieb kennt, den er noch nicht angeschaut hat, der noch nicht hier drin ist im Buch und sich unbedingt anschauen soll, dann bitte, das ist der Aufruf, bitte schau dir das Alma Hotel an. An dieser Stelle Also ich nerve dich ja auch gerne, Andreen, das weißt du ja mittlerweile. Die Hotel-Tester-Liste, es besteht bis jetzt noch nur aus Männern und ich möchte einfach hier noch mal einen kleinen Anstoß geben dafür, dass nächstes Jahr an diesem Event wir sicher Frauen auch im Hotel-Tester-Team dabei haben werden und vielleicht auch das Alma Hotel. Gut, so viel dazu. Jetzt ihr an der Reihe. Seid Pionierinnen, finde ich, als Co-Direktions-Führungsmodell, welches ihr ja gerade ausprobiert. Oder kann ich noch ausprobieren sagen? So, da war es wieder. Nein, ich finde es einfach super, wie ihr das öffnet. Das heißt, ihr führt gemeinsam die Gruppe. Das ist nicht nur ein GM, der alles macht, sondern ihr habt es wirklich so aufgeteilt. Funktioniert das Modell?

  36. 11:28
    Verena Kern Nyberg

    Also das Modell funktioniert. Ja, das Modell funktioniert. Wir haben uns auch wirklich sehr damit auseinandergesetzt, bevor wir das— also wir haben das nicht so handstreichartig einfach eingeführt aufgrund des Wachstums unserer Gruppe. Ich habe es vorher erwähnt, es sind 3 Betriebe in Zürich, einer in Lausanne, der jetzt sehr viel Energie braucht, weil er bald in die Umbauphase geht, das zusätzliche Engagement in Basel. Der Betrieb ist gewachsen, wir haben ständig gebaut und umgebaut, und es Sachen aufgebaut. Was wir aber nie angefasst oder umgebaut haben, war das Organigramm. Und mir ist irgendwann bewusst geworden, dass ich für mein Gespür und für mein Wohlbefinden bei der Arbeit zu viel am Priorisieren war, zu viel am Überlegen, wo brennt es am meisten, was muss ich jetzt anpacken. Und dann sind auch Dinge liegen geblieben, Projekte liegen geblieben, die ich gern angepackt hätte. Und Das war dann der Zeitpunkt, wo ich gefunden habe, okay, vielleicht ist es jetzt der gute Moment zum Bereiche aufteilen, Anja mehr Verantwortung übergeben. Sie ist ja auch schon seit 6 Jahren im Betrieb. Es war klar, dass sie das kann und dass ich das gern mit ihr teilen möchte. Wir haben sehr früh den Verwaltungsrat ins Boot genommen und ihnen von dieser Idee mit ihnen geteilt. Wir haben auch ein Studierendenprojekt gemacht mit der EHL in Lausanne, wo wo wir das als Living Case über dieses Führungsmodell— ja, genau, wir haben Studenten, Studierende ins Boot geholt, die haben das als Living Case ausgearbeitet, wie wir das aufgleisen könnten, wie wir das auch intern kommunikativ begleiten können, weil es ja doch auch eine gewisse Abstimmung braucht, damit am Ende alle dahinter stehen und verstehen, wer ist jetzt für was zuständig, zu wem gehe ich mit welcher Frage, wen muss ich bei welchem, bei welcher Idee konsultieren. Und das heißt, wir haben das wirklich sorgfältig vorbereitet, und ich glaube, das ist auch einer der Gründe, warum es gut funktioniert. Wir sind jetzt, also wir haben Anfang des Jahres mit dem Modell gestartet, also seit 8 Monaten jetzt. Und also für mich fühlt sich sehr, sehr gut an.

  37. 13:39
    Anja Kramarz

    Ja, und ich denke, es gibt ja auch verschiedene Möglichkeiten, wie man so eine Co-Direktion kann organisieren. Es gibt auch Co-Direktionen, die sich gegenseitig stellvertreten. Da haben wir jetzt ganz anderes Modell gewählt. Wir haben wirklich die Fachbereiche untereinander aufgeteilt, am Anfang auch ein bisschen überraschend neu untereinander aufgeteilt. Auch wir haben uns müssen daran gewöhnen, an die neue Situation und das neue Gerüst. Aber ich glaube, das ist mitunter ein Erfolgsfaktor, dass man diese fachliche Separierung hat und dann so einen kollaborativen Peer-Austausch auf Augenhöhe hat. Und ich glaube, das ist wirklich ein grosser Teil vom Erfolgsrezept, wieso das so gut funktioniert.

  38. 14:15
    Eva Kramer

    Sehr lässig, weil ich finde nämlich, dieses Modell Co-Direktion öffnet auch viele Türen für auch Eltern oder Mütter, die dann Kinder kriegen, Hoteldirektorinnen mit Kindern und dann irgendwie wissen, wie mache ich das jetzt mit geringem Pensum, dass man das eben auch zu zweit stemmen kann als Co-Direktion und eben nicht nur alleine. Also ich finde es eine sehr gute Sache. Ich finde es inspirierend. Vielen Dank, dass ihr da vorangeht und Türen öffnet für andere Schweizer Hotels. Gibt es sonst weitere Initiativen? Ihr habt also Swiss-tainable, ihr seid jetzt bei Planet and People und People Planet First.

  39. 15:01
    Anja Kramarz

    Genau, sorry, ja, das ist ein Netzwerk oder Plattform, wo Unternehmen sichtbar macht, wo Menschen und Umwelt über den Profit stellen. Das ist das eine. Dann das andere, was du sicher auch gesehen hast, ist Good Market. Das ist wie ein Online-Marketplace, der kuratiert ist, der einfach Unternehmen in den Vordergrund stellt, die sich nachhaltig engagieren. Dann sind wir seit Neuem auch Mitglied von Sense Swiss, also für Social Entrepreneurship, wo wir unterwegs sind. Und ja, mehr kommt. Wir sind mitten in der Green Key Zertifizierung, ein sehr praxisorientiertes und international anerkanntes Label, das wir noch dieses Jahr hoffen, dass wir das noch übernehmen können für alle 3 Betriebe in der Stadt Zürich.

  40. 15:43
    Eva Kramer

    Also es läuft einiges.

  41. 15:45
    Verena Kern Nyberg

    Ja, also für uns war das eben auch wichtig. Das hast du vorher schon gesagt, da hake ich gerne noch mal ein. Wir sind seit Anbeginn, seit es diese Betriebe gibt, sind wir sehr nachhaltig unterwegs. Und für uns war es klar, dass wir jetzt an einem Zeitpunkt angekommen sind, wo auch die die Kundinnen und Kunden, unsere Gäste erwarten, dass man nicht nur davon redet und irgendwelche Punkte auf der Website aufführt, sondern man muss es wirklich stichhaltig auch beweisen können. Das war uns wirklich ein Anliegen, dass wir da jetzt mit Green Key, mit People and Planet First, der Mitgliedschaft bei Swiss Social Entrepreneurs, dass wir da wirklich Flagge zeigen und ja auch irgendwo so die Früchte unserer langen Arbeit ernten, weil wir sind wirklich seit 25 Jahren nachhaltig unterwegs und ja, das wollen wir jetzt auch wirklich zertifiziert haben. Das kann jetzt auch belohnt werden.

  42. 16:35
    Eva Kramer

    Ja, genug über die guten Taten geredet. Ich packe jetzt hier so das imaginäre Nähkästchen aus. Und zwar erzählt uns so eure Lieblingshotel-Alma-Hotel-Stories. Und zwar gerne auch die, die wirklich, also die nicht die normalen Hotel-Stories, sondern die, ihr wisst schon. Erzähl mal, ich bin auf der Suche nach den spannendsten Hotelstorys. Was könnt ihr denn so berichten? Ich weiß, dass jeder Hotelmanager kann wenigstens eine verrückte Geschichte erzählen.

  43. 17:13
    Anja Kramarz

    Du kannst doch schweizerische Neutralität und Diskretion, oder?

  44. 17:17
    Eva Kramer

    Nee, nee, nee, nee, nee. Hotel-Podcast Switzerland. Ein bisschen so aus der Nase ziehen. Eine einzige Story.

  45. 17:24
    Verena Kern Nyberg

    Also ich kann eine Story teilen. Das war eine sehr kuriose Situation. Recht früh am Morgen, Dialog zwischen zwei Mitarbeiterinnen aus der Hauswirtschaft. Fragt die eine die andere: Seid ihr gestern mit der Grundreinigung im Zimmer XY nicht fertig geworden? Und die andere fragt: Wieso? Ja, also da steht das Zimmer auf dem Gang, nicht das Zimmer, da steht das Bett, steht auf dem Gang.

  46. 17:52
    Eva Kramer

    Das Bett?

  47. 17:52
    Verena Kern Nyberg

    Das Bett.

  48. 17:53
    Eva Kramer

    Das ganze Bett?

  49. 17:54
    Verena Kern Nyberg

    Das ganze Bett, das Bettgestell und die Matratze. Standen auf dem Gang und dann wurde die Verwirrung noch größer, weil das Zimmer belegt war die Nacht. Und am Ende hat sich herausgestellt, dass der Gast zwar schon vor Anreise gemeldet hatte, dass er allergisch ist auf Betten, aber wir hatten interpretiert, dass er gerne eine antiallergische Bettwäsche hätte und antiallergisches Kopfkissen und Duvet. Das haben wir natürlich alles vorbereitet, aber der Gast fühlte sich wirklich allergisch gegen Betten und hat deswegen das Bett einfach rausgestellt. Ich weiß bis heute nicht, wie Unglaublich! Dass der Gast es alleine geschafft hat, ein 1,40 Meter breites Grand-Lit durch eine normale Zimmertüre rauszubringen und das einfach in den Gang zu stellen. Er musste es im Gang auch an die Wand lehnen, also auch aufrecht, weil es war zu groß, um es in den Gang einfach so zu stellen. Und das ist bis heute wirklich eine der schrägsten Geschichten, die ich erlebt habe. Der Gast, der allergisch war gegen das Bett und es deswegen vor die Zimmertüre geräumt hat.

  50. 18:51
    Eva Kramer

    Wo hat er geschlafen?

  51. 18:52
    Verena Kern Nyberg

    Er hat bei der Rezeption tatsächlich um 5 zusätzliche Badetücher erfragt und sich hingelegt. Ich habe das nicht persönlich kontrolliert. Ich gehe davon aus, wir haben uns das so rekonstruiert, dass er sich mit den Badetüchern ein Foto gebaut hat und das Bett deswegen gehen konnte.

  52. 19:11
    Eva Kramer

    Ja, für was braucht ein Hotel ein Hotelbett, wenn er solche Gäste hat wie ihr? Gut, super. Also das ist eine sehr gute Story. Ja, ist auch ein Markt. Ja, gut. Was spielt denn so, ich meine, all das Alma Hotel, die 40 besten Hotelgeschichten, genau, das ist eine davon, ja, Nummer 1. Was für eine Rolle spielt ihr in Zürcher Seefeld? Weil ihr seid ja doch, also ihr bietet ziemlich viel auch für die Locals hier an, für die Seefelder.

  53. 19:49
    Anja Kramarz

    Ja, also ich meine, wir sind schon ziemlich lange da, wir gehören zum Inventar von Seefeld, oder? Das ist sicher ein wichtiger Teil.

  54. 19:56
    Eva Kramer

    Was war das denn vorher eigentlich? Das Alma Hotel, war es schon immer ein Hotel?

  55. 20:01
    Verena Kern Nyberg

    Also back in the days, es war eine Pension für Mädchen und junge Frauen, die vom damaligen Verein Freundinnen junger Mädchen geführt wurde. Also schon ganz, ganz lang.

  56. 20:12
    Eva Kramer

    Ja, ja, sorry, ich habe dir einfach ins Wort geschnitten.

  57. 20:16
    Anja Kramarz

    Forever Seefeld, oder? Wir sind schon seit Ewigkeiten da. Ja, und natürlich sind wir gut vernetzt. Wir haben Kooperationen mit dem Amalfi da gerade auf der anderen Seite. Wir versuchen, wann immer möglich, lokal zu beziehen. Wir die kaufen unsere Blumenstrüsse gerade auf der anderen Strüsse— Strasse-Seite.

  58. 20:35
    Eva Kramer

    Sehr gut.

  59. 20:36
    Anja Kramarz

    Und ja, dadurch, dass wir das Wellnessangebot haben, was sich ja fast ausschliesslich wirklich an die lokale Bevölkerung richtet, ist es auch ein Treffpunkt der Leute. Und etwas, was ich vom Schönsten finde, ist, dass Leute, die im Seefeld wohnen, auch ihre Freunde, die oft nach Zürich kommen, bei uns einquartieren oder sogar auch mal ihr Zuhause gegen unsere Hotelzimmer tauschen, wenn sie gerade nicht zu Hause sein können, und dann bei uns residieren.

  60. 20:59
    Eva Kramer

    Die schönste Liebeserklärung. Tatsächlich, ich gehöre auch dazu. Das heißt, wenn Freunde mich fragen, sag mal du, ich muss nicht ins 5-Sterne-Hotel, lowkey, wo kann ich denn, was ist denn das beste Hotel, wo würdest du mich denn weiterempfehlen? Und dann gibt es einen Anruf bei euch. Ja, eure Top 3 Hotel-Experiences, also was ihr euren besten Gästen empfehlt oder auch den, also allen Gästen natürlich, jeder Gast ist der Beste, aber welche 3 Erfahrungen Experiences sollte man hier machen?

  61. 21:37
    Verena Kern Nyberg

    Also meine Nummer 1 ist ganz klar, dass man als Gast hier im Alma Hotel nicht nur sein eigenes Hotelzimmer genießen soll, sondern auch die vielen tollen Außenräume, die wir haben. Ich habe vorher schon meinen Lieblingsort, den Rosengarten, erwähnt. Der ist natürlich nicht nur Ende Mai schön, sondern immer so schön. Wir haben eine wunderbare Dachterrasse mit Blick über die Stadt, über den See bis zu den Bergen, wenn das Wetter entsprechend ist. Wir haben eine Veranda auf die, auf die Mainaustraße raus. Wir haben so wirklich Und nicht nur Außenräume, sondern auch die tolle Lobby hier. Unser Frühstücksraum ist eben nicht nur ein Frühstücksraum, sondern wir laden die Gäste auch wirklich ein, da Zeit zu verbringen. Wir haben sogar eine Gästeküche, wo Gäste mit einer voll ausgestatteten Küche sich selbst Essen zubereiten können oder Takeaway-Essen auf einem schönen normalen Teller mit Besteck essen können. Also ich lade die Gäste wirklich ein, so das ganze Haus in Besitz zu nehmen und nicht nur ihr eigenes Zimmer.

  62. 22:28
    Anja Kramarz

    Und unsere besten Gäste sind halt auch viel beschäftigt, muss man sagen. Wir haben Berghotelliers, die da ihre Zürich-Dependance haben, wenn sie Freunde treffen. Wir haben Businessleute, die jede Woche kommen. Wir haben Kunstschaffende, die es als Rückzugsort brauchen, die wollen nicht noch irgendwohin. Und wenn, was sehr beliebt ist, der See ist so nah. Im Sommer haben wir immer Badetaschen griffbereit für die, die nicht daran gedacht haben, und einfach einen Sprung schnell in den See zu jeder Tageszeit, auch ohne dass man in ein Bad gehen muss. Das ist für vor allem ausländische Reisende immer wieder eine grosse Überraschung, ist sicher für ist völlig normal, für viele noch eine Art Geheimtipp.

  63. 23:03
    Eva Kramer

    Sehr gut. Schauen wir ein bisschen in die Zukunft. Wie modern seid ihr denn eigentlich? Also in Zeiten von KI und automatischen Check-ins, braucht es überhaupt noch Mitarbeiter? Also in diesen Zeiten, wie, also wie modern, oder wo sagt ihr so, habt ihr noch so ein bisschen Aufholbedarf, und wo sagt ihr, nee, da sind wir real und wir brauchen dieses künstliche Zeugs nicht.

  64. 23:30
    Verena Kern Nyberg

    Also wir haben die Chance genutzt, als wir das Alma Hotel konzipiert haben, um uns auf eine ziemlich smarte Art und Weise meiner Meinung nach zu digitalisieren. Ich sage immer gern Hightech und Hightouch. Meiner Meinung nach braucht es in so einem Betrieb wie hier Mitarbeitende. Es gibt sicher auch tolle Betriebe, die ohne Mitarbeitende funktionieren, wo Mitarbeitende nur remote da sind. Bei uns sitzt noch jemand an der Rezeption, auch wenn man rein theoretisch das bei uns völlig digital machen könnte.

  65. 24:02
    Eva Kramer

    Und willst du? Wer ist so der Tech-Profi bei euch? Okay, na ja, dann.

  66. 24:11
    Verena Kern Nyberg

    Ich weiß nicht, ob du trotzdem noch was dazu sagen möchtest. Weil also sie mit ihrem Team an der Rezeption damals, sie mussten eine Sache auffangen, die wir technologisch gerne umgesetzt hätten, wo wir das Einzige, wo ich wirklich sagen muss, da haben wir irgendwie wie eine Hechtrolle rückwärts gemacht. Ja, eine Hechtrolle rückwärts.

  67. 24:33
    Eva Kramer

    Das muss man auch können. Ja, ist nicht einfach.

  68. 24:36
    Verena Kern Nyberg

    Wir haben, glaube ich, da zu früh zu viel gewollt. Wir wollten weg von physischen Schlüsseln und haben auf Digital Keys umgestellt.

  69. 24:43
    Eva Kramer

    Ah, übers Handy?

  70. 24:44
    Verena Kern Nyberg

    Nein, übers Handy. Also wenn du bei uns Gast bist, dann hast du auf deinem Handy den Schlüssel für dein Zimmer und das funktioniert genau, also nicht genau gleich, wenn jetzt da jemand zuhört, der sich da auskennt, aber es ist eigentlich wie eine Karte, die man ans Schloss hält. Man hält stattdessen aber das Handy hin und swipet und dann geht die Tür auf.

  71. 25:06
    Eva Kramer

    Und das war's?

  72. 25:08
    Verena Kern Nyberg

    Das ist nicht angekommen bei unseren Gästen. Was mache ich, wenn ich das Handy verliere? Was mache ich, wenn die Batterie leer ist? Man kann auch einen Schlüssel verlieren. Aber wir haben festgestellt, das Vertrauen in diese Idee ist nicht da. Und dann haben wir einen kompletten Hechtrolle rückwärts Rollback gemacht und haben jetzt Back to the Roots. Wir haben jetzt einen hübschen Schlüsselanhänger mit einer Schlüsselmarke, so einer elektronischen Schlüsselmarke dran und das geben wir den Gästen jetzt als Schlüssel. Und der Digital Key funktioniert natürlich immer noch. Das heißt, wenn jemand diesen Schlüssel verliert, hat er immer noch den Digital Key im Handy.

  73. 25:41
    Eva Kramer

    Doppelt hält besser. Wie wird man denn eigentlich Operational and Commercial Director? Wie ist euer Werdegang und wie könnt ihr jetzt junge Zuschauer begeistern für die Hotellerie? Was braucht es da?

  74. 25:57
    Anja Kramarz

    Ja, also zum Werdegang: Mich hat es nach dem Abschluss von der Schweizerischen Hotelfachschule in Luzern direkt in die Luxushotellerie verschlagen. Also das ist das Older Grand, als Management Assistant. Ich durfte dort nicht nur Verwaltungsratssitzungsprotokolle schreiben, sondern auch Stars und Sternchen aus Musik- und Filmbranche betreuen. Das war eine super Mischung aus Hotelmanagement und Hollywood. Ich habe danach dann so meine Liebe für Hotelprojekte entdeckt: Konzipieren, Rebranding, Laufrichtungen in Back-of-House-Areas planen und so. Total spannend. Ich hatte dann noch mal einen kurzen Ausflug in die Berg- und Saisonhotellerie, wieder mit Weg zurück nach Zürich gefunden und bin dort über den Einstieg als Resident Manager im Hotel Marta in diese spannende Reise gestartet, die bis heute anhält und mich hierhin gebracht hat.

  75. 26:51
    Eva Kramer

    Da ging es dann los. Das Schöne an kleineren Hotels ist ja, dass man so viel für vieles eigentlich zuständig ist, also für sehr viele Bereiche. Ja, irgendwas, was sollten die jungen Leute von heute wissen? Also ist es ideal, ich meine, du bist QV-Expertin für die HOKOs, also Hotelkommunikationsfachlernenden. Was kann man danach machen, wenn man jetzt sich für, wenn jetzt ein 17-Jähriger sagt, hey, das mache ich jetzt, und, oder 16-Jährige, wie alt man dann ist, was kann man danach? Gerade startet man, was würdest du empfehlen?

  76. 27:27
    Anja Kramarz

    Erstmal an der Rezeption anfangen, im Housekeeping, Oder man kann ja so vieles, das ist ja das Tolle, oder? Gerade in dieser Lehre lernt man alles einmal, wirklich durch die ganze Hotellerie durch. Und man hat die einzigartige Möglichkeit, sich zu präsentieren und wirklich etwas, um eine positive Erlebnis für andere Leute beizutragen. Das finde ich etwas vom Wertvollsten. Und nachher kann man eigentlich alles machen. Man kann an die Rezeption gehen, man kann ins Marketing gehen, man kann in die Events gehen. Logischerweise kann man auch aus der Branche rausgehen, sehr vielseitig, Sorge bestehen. Aber es gibt viele gute Gründe, um auch in der Branche zu bleiben, weil man genau eben auch sich weiterentwickeln und aufsteigen, nicht erst nach 10, 15 Jahren Berufserfahrung, sondern auch ein bisschen zeitnäher. Ich glaube, das ist wichtig, Perspektiven schaffen, auch für junge Leute. Und es ist eine spannende Branche, und es gibt auch Betriebe, wo man noch Privatleben und Schaffen miteinander vereinbaren kann, auch in der Hotellerie.

  77. 28:19
    Eva Kramer

    Auf jeden Fall.

  78. 28:20
    Verena Kern Nyberg

    Ja, das, also ich möchte da gerne anschliessen, wenn jemand Lust hat, darauf eine Ausbildung in der Hotellerie zu machen, unbedingt einfach machen, denn Ich finde, es ist so eine tolle Branche, man hat so ein lebendiges Arbeitsumfeld. Du hast vorher gesagt, man muss nicht nur in kleinen Betrieben, finde ich übrigens, man muss irgendwann ab einer gewissen Stufe für die Verantwortung, ist man wie so als kleines Universalgenie, finde ich, unterwegs in der Hotelbranche. Deswegen ist es so ein Vielseitigkeits—

  79. 28:48
    Eva Kramer

    Fürs Leben, gell?

  80. 28:49
    Verena Kern Nyberg

    Ja, auch fürs Leben, auch fürs Leben. Und deswegen finde ich, nicht irgendwelchen Unkenrufen glauben, Hotellerie oder Gastronomie, das das macht dich nicht glücklich. Einfach ausprobieren, weil wie Anja es auch gesagt hat, welche Lebensläufe sind heute noch linear? Die Branche, in der man startet, das muss nicht die sein, wo man in 5 oder in 15 Jahren sich befindet. Ich bin jetzt mein ganzes Leben in der Hotellerie und aber es ist sehr vielseitig.

  81. 29:16
    Eva Kramer

    Also man kann wirklich total, total alle, also man ist nicht gerade festgefahren in dem Sinne. So, ja, an dieser Stelle lassen wir die Jugend mal träumen von der Zukunft und da möchte ich jetzt auch anfangen mit euch ganz kurz, oder das mache ich immer gerne, so überlegen, wenn jetzt alles möglich wäre im Alma Hotel, gäbe es irgendwas, was ihr jetzt so, wenn ihr jetzt so zaubern könntet, was ihr noch gerne hier machen würdet? Oder Event oder irgendein, ich weiß es nicht, irgendwas, was ihr gerne umbauen würdet, oder egal was?

  82. 29:50
    Anja Kramarz

    Ja, umbauen oder anbauen ist eigentlich Stichwort. Wir würden wahnsinnig gerne das Alma verdoppeln, respektive eine Dependance da im Seefeld finden, weil wir merken, unser Konzept funktioniert, und wir haben noch Ressourcen, um noch ein paar 3 Zimmer, zusätzlich 2 Betriebe. Also wenn du keinen Typ hast für irgendeine Bossen, die Location.

  83. 30:10
    Eva Kramer

    Alma Hotel mal 2, das ist der Traum. Nein, absolut.

  84. 30:14
    Verena Kern Nyberg

    Ich habe auch noch einen Traum: immer Sonne auf der Dachterrasse bei angenehmen 23 bis 25 Grad.

  85. 30:20
    Eva Kramer

    Ja, das wäre auch gut.

  86. 30:21
    Verena Kern Nyberg

    Das wäre ja, das wäre ein guter Traum. Der Traumtraum.

  87. 30:26
    Eva Kramer

    In den letzten 2 Wochen war das ja eher, ja, guter, ja, sehr gut. Gut, jetzt, ich finde es immer interessant zu wissen von den Hoteliers, Hotelières, wenn sie jetzt, ich meine, ihr seid die ganze Zeit im Hotel hier und manchmal denkt man sich so, hört man ja Musik und man hat so einen gewissen Vibe. Jedes Hotel hat einen Vibe und auch für mich jetzt, also ich denke dann so an einen Song oder einen Soundtrack. Was für ein Song beschreibt denn das Alma Hotel am besten für euch?

  88. 31:08
    Anja Kramarz

    Also, wir schätzen ja dieses grosse Engagement bezüglich dieser Frage.

  89. 31:13
    Eva Kramer

    Ich mache einen Soundtrack für Hotels.

  90. 31:17
    Anja Kramarz

    Und ja, also mir kommt in den Sinn Sunny von Boney M. Oh ja, Sunny!

  91. 31:24
    Verena Kern Nyberg

    Ja, wie die hier zu meinem Dachterrasse. Haben wir das abgesprochen?

  92. 31:29
    Anja Kramarz

    Irgendwie, es ist so ein bisschen Feelgood, es ist so ein bisschen Retro, es ist trotzdem so ein bisschen für alle verständlich, ein einfacher Refrain, wo einfach alle mitsingen können. Es funktioniert für alle Generationen und es macht gute Laune.

  93. 31:45
    Eva Kramer

    Ja, passt, passt, oder nehmen wir? Nehmen wir, ist eingecheckt. Ja, zum Abschluss, Upcoming Events, was steht so an?

  94. 31:56
    Anja Kramarz

    Ja, so vieles. Also solange das Wetter noch mitspielt, natürlich Yoga auf der Dachterrasse, punktuell auch möglich in Kombination mit Brunch. Wenn es dann kühler wird, dann ziehen sie sich zurück in den Ruheraum vom Wellnessbereich. Für den Herbst würden wir gerne Lesung auf Beinen stellen, da sind wir noch unterwegs. Und wenn man schon das Wort Weihnachten benutzen darf, Salon du Noël, ein wunderschöner kleiner Weihnachtsmarkt hier im dir. So viel für das Jahr.

  95. 32:23
    Eva Kramer

    Ja, dann läuft ja einiges.

  96. 32:24
    Verena Kern Nyberg

    Ich schließe an. Ich habe ein-, zweimal schon erwähnt, seit fast 25 Jahren. Nächstes Jahr machen wir die 25 Jahre voll und natürlich, natürlich haben wir ein Vierteljahrhundert dann auf dem Kerbholz und das lassen wir natürlich nicht so einfach vorbeigehen. Und wir haben für ganz viele, für ganz viele Gruppen, für Stammgäste, für unsere Mitarbeiterinnen, für Menschen, die wichtig waren in der Entstehung der Sinn und Gewinn Hotels planen wir jetzt schon eine Abfolge von Feuerwerken. Ja, also keine echten Feuerwerke.

  97. 32:58
    Eva Kramer

    Hier geht's dann ab 2026 richtig los hier mit Party Safari im Alma Hotel.

  98. 33:06
    Verena Kern Nyberg

    Für alle Sinn und Gewinn Hotels.

  99. 33:08
    Eva Kramer

    Für was?

  100. 33:09
    Verena Kern Nyberg

    Für alle Sinn und Gewinn Hotels.

  101. 33:10
    Eva Kramer

    Ah, für alle Sinn und Gewinn Hotels.

  102. 33:12
    Verena Kern Nyberg

    Das Alma Hotel ist ja der Ursprungsort, das gibt's jetzt dann seit 25 Jahren unter 2 verschiedenen Namen.

  103. 33:18
    Eva Kramer

    Das heißt, ihr rockt dann in allen Das will ich noch nicht verraten. Bleibt spannend.

  104. 33:23
    Verena Kern Nyberg

    Es bleibt sehr, sehr cool.

  105. 33:25
    Eva Kramer

    An dieser Stelle herzlichen Dank, liebe Verena, liebe Anja. Wir sind am Ende angekommen. Ja, ich danke euch. Ich wünsche euch weiterhin viel Erfolg für die Zukunft und ich bin ja, ich freue mich, mehr zu erfahren über eure Birthday Party und was da sonst noch alles an, wie sagt man, Labels dazu kommt. Ich freue mich. Herzlichen Dank. Vielen Dank fürs Zuhören und Zuschauen. Beim Hotel-Podcast Switzerland. Der nächste ist bereits in Planung. Ich freue mich. Bis dahin, tschüss!