Die magische Zukunft von Stay Kooook und woher der Name eigentlich kommt
Aufgenommen: Stay Kooook Bern Wankdorf, Bern
Germany19 Min Das Video kommt von YouTube und lädt erst, wenn du auf Abspielen klickst.
„Wir betreiben ein 62-Zimmer-Haus hier in Bern. Mit 2,4 FTEs, also sehr, sehr lean.“
Kevin Cocco, 13:55
Kevin Cocco ist Product Owner für die digitale Gästereise von Stay Kooook. Ronald M. Arndt besucht ihn im ersten Haus der Marke in Bern Wankdorf: 62 Zimmer, keine Rezeption, betrieben mit 2,4 FTEs. Cocco erklärt, warum die SV die Plattform dahinter selbst gebaut hat und sie unter dem internen Namen Magic an andere Hotels verkauft.
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Kernaussagen
- 62 Zimmer, 2,4 FTEs: Das Haus in Bern läuft ohne Rezeption mit 2,4 FTEs. Der Bedarf an digitalen Lösungen kam aus Eigennutz, nicht aus einem Budget für Innovation.
- Plattform selbst gebaut: Die zugekauften Cloud-Services ließen sich nicht steuern, es fehlte das Ownership über die Prozesse. Also baute die SV eine eigene Plattform, intern Projekt Magic, von Check-in bis Checkout vollautomatisiert.
- Daten müssen Vorteil bringen: Wer bei einem Aufenthalt jeden Abend ein Bier trinkt, findet beim nächsten Besuch ein Sixpack im Kühlschrank. Cocco sagt, die Einwilligung fällt höher aus, wenn die Daten dem Gast einen Vorteil bringen.
- Community braucht nur Raum: Community lässt sich nicht kreieren, sie wächst von selbst, wenn man den Raum bietet. Im Stockwerk über dem Eingang spielen Gäste Billard, kochen und frühstücken am langen Tisch, eine Lobby braucht das Konzept nicht.
- Vier Os im Namen: Die vier Os stehen für die Mitarbeiter und die Gäste, beide stehen im Fokus der digitalen Lösung. Dass die Domain frei war, war auch wichtig.
Shownotes zur Episodeaus dem Podcast-Feed
Wankdorf? Da war doch was. Richtig, hier wurde die Deutsche Fußballmannschaft im Jahre 1954 zum ersten Mal Weltmeister.
Heute steht hier aber auch das erste Haus namens „Stay Kooook“, über dessen Herkunft Kevin Cocco im Hotel-Podcast aufklärt.
Und schon bald geht es für die zur SV Group, welche bis vor zwei Jahren eher als Franchisenehmer für Marken von Marriott wie beispielsweise Moxy in Erscheinung getreten ist, in Nürnberg, Leipzig und Hamburg zur Sache.
Selbstverständlich weiterhin mit digital durchoptimierter Customer Journey, was Stay Kooook früh erkannt hat. Aber woher kommt die Inspiration um eben solche immer „geiler“ zu machen wie Kevin es nennt und was wird in nächster Zeit so „Magic“?
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Transkript öffnenTranskript schließen19 Min · Ronald M. Arndt und Kevin Cocco
Automatisch transkribiert mit AssemblyAI, Sprecher automatisch zugeordnet. Nicht redigiert.
- 00:06 Ronald M. Arndt
Kevin Cocco, ich freue mich, ja, ich habe es doch noch hier ins StayCook geschafft zu euch. Mit der Zimmerreservierung hat es nicht geklappt, da wart ihr schon ausgebucht. Freut mich auch für euch, gar keine Frage.
- 00:18 Kevin Cocco
Wir sind gut gebucht und herzlich willkommen trotzdem, dass du es hierhin geschafft hast. Ja, ich glaube, ein andermal sehr, sehr gerne wieder.
- 00:28 Ronald M. Arndt
Ja, also ein Deutscher mal wieder zurück in Wankdorf. Bernd Wankdorf, vielen bekannt natürlich von der WM 1954. Bezeichnet man in Deutschland glaube ich auch als die Geburtsstunde der Bundesrepublik, weil es so eine gewaltige Emotion damals ausgelöst hat, das 3:2 über Ungarn mit Fritz Walter, Sepp Herberger. Natürlich lange vor meiner Zeit, aber auch lange vor meiner Zeit. So viel jünger als ich?
- 00:55 Kevin Cocco
Das weiß ich nicht allerdings, aber ich bin jünger als— ich bin kein 54er Jahrgang.
- 01:03 Ronald M. Arndt
Du bist ja auch nicht für die ganz alten Themen zuständig bei StayCook, sondern für das Digitale.
- 01:10 Kevin Cocco
Ich bin Product Owner für die digitale Guest Journey von StayCook. StayCook ist ein sehr junges, neues Konzept von der SWA-Gruppe. Gemeinschaftsgastronom aus der Schweiz, aber auch in Deutschland und Österreich tätig. Hat auch unter anderem ein Hotelgeschäftszweig. Mehrheitlich sind das Marriott-Franchise-Konzepte, Moxy, Residence Inn etc. Und wir haben dann gedacht vor 4 Jahren, lass uns doch unser eigenes Konzept entwickeln. Das haben wir gemacht, getan. 2 Jahre später, sprich 2020, haben wir das StayCook hier, das erste in Bern, lanciert.
- 01:55 Ronald M. Arndt
Also wirklich das erste Haus damals für StayCook.
- 01:56 Kevin Cocco
Das allererste Haus für StayCook. Und sehr früh haben wir erkannt, dass wir eigentlich eine digitale Gästereise wollen, sehr viele administrative Prozesse digitalisieren wollen. Aber nicht nur das, sondern wirklich entlang der Customer Journey eine, ja, lass uns sagen, eine geile Experience zu bieten.
- 02:16 Ronald M. Arndt
Und da bist du zufrieden, oder gibt es noch Geht da noch viel?
- 02:20 Kevin Cocco
Es geht immer, es geht immer mehr, es geht immer mehr. Aber ich glaube, und das hat es auch gezeigt, StayCook hat, oder die digitale Gästereise von StayCook hat mehrere Awards jetzt auch schon entgegennehmen dürfen. Und es fühlt sich cool an. Ich hoffe, du kannst das dann auch mal durchspielen und einfach erleben, weil es ist was anderes, wenn das—
- 02:41 Ronald M. Arndt
das war schon mal ganz gut.
- 02:42 Kevin Cocco
Genau, WhatsApp ist eigentlich unser meistgenutzter Channel, und das ist auch was, was was wir unseren Gästen bieten. Sie entscheiden, wie sie mit uns kommunizieren, und möglichst natürlich über die gewohnten Channels.
- 02:57 Ronald M. Arndt
Super, okay, genau. Und wo holt sich einer wie du so die Inspiration her? Also du sagst, es geht noch viel, aber womit vergleichst du dich? Womit vergleichst du das, was du bei StayCooked hier schon geschafft hast? Schaut man da viel im Ausland, oder gibt es da so internationale Benchmarks, oder Genau, also auf jeden Fall.
- 03:16 Kevin Cocco
Und ich glaube, jetzt auch, wenn wir darüber sprechen, kann ich auch kurz mal das Intro zu mir machen, weil ich habe einen Background nicht aus der Hospitality. Ich komme aus der Medienbranche, Medienwelt, Werbung und Data-Driven Marketing, digitales Marketing, und habe für größere Unternehmen in der Schweiz gearbeitet. Konzerne wie Tamedia und Ringier, Scout24, also alles digitale Themen, auch in diesem Bereich aufgewachsen und durfte dann eben, oder habe mich entschieden, vor 2 Jahren zur SV zu kommen. Und ich glaube dadurch, ich sage immer, die Hotellerie war eine der ersten Branchen, die digital gegangen ist.
- 04:05 Ronald M. Arndt
Tatsächlich?
- 04:06 Kevin Cocco
Ja, weil sie mussten das Buchen, Booking.com, all diese Themen, oder das Verkaufen von der Verfügbarkeit, das ging sehr viel früh online, auch die Fluggesellschaften ja genauso. Dann ist aber wenig passiert in dieser Zeit in der Entwicklung, in der digitalen, bis hierhin. Und das merkt man und spürt man jetzt auch in den letzten 2 Jahren durch Corona, ist ein riesen digitaler Push entstanden, viele Start-ups raufgekommen. Und ja, genauso noch mal lange Rede kurzer Sinn, ich glaube durch meine Erfahrung in anderen Branchen, wo die Entwicklung sehr stark war, sehr schnell war, und in dieser Zwischenzeit eigentlich auch viel Entwicklung passiert ist, hatte ich eine Außensicht, eine komplette Außensicht. Ich kam dahin—
- 04:52 Ronald M. Arndt
Ich treffe natürlich viele, die schon ihr Leben lang in der Hotellerie arbeiten.
- 04:54 Kevin Cocco
Genau.
- 04:55 Ronald M. Arndt
Und du bist jetzt einer der ersten, die da irgendwie so reingerutscht sind und es, glaube ich, nicht bereut. Genau, und ich glaube absolut.
- 05:03 Kevin Cocco
Ich meine, da hat es so viel Platz für Innovation gehabt. Und auch wie wir bei der SV eigentlich das Thema Innovation treiben, das passiert. Ganz auch natürlich. Und ja, da in dieser Branche passiert echt ganz viel in dieser digitalen Entwicklung. Und ich habe mich sehr gefreut, dass ich auch über verschiedene Branchen oder auch mit meiner Erfahrung aus der Werbebranche ganz viel auch Inputs reinbringen konnte und Technologien und Innovationen da reinbringen konnte. Die einfach auch anders, anders, anders gedacht war, anders angewendet, dann einfach für die Hospitality nicht.
- 05:47 Ronald M. Arndt
Okay. Und jetzt habt ihr wie viele Häuser schon bei StayCook?
- 05:53 Kevin Cocco
Also unterschrieben sind jetzt weitere 6 in Schweiz und Deutschland.
- 06:00 Ronald M. Arndt
Okay, genau. Wo geht es in Deutschland weiter?
- 06:03 Kevin Cocco
In Nürnberg. Nürnberg als Erstes. Leipzig kommt, Hamburg kommt. Ja, da können wir ja. Ja, genau, da kommen ein paar Standorte. Ziemlich zentral auch. Und das Konzept ist ziemlich oder sehr flexibel, dadurch dass es keine Lobby braucht, keine Eingangsfläche.
- 06:24 Ronald M. Arndt
Ich bin mit dem Aufzug hochgefahren, gerade in den ersten Stock, und bin eigentlich direkt im Wohnzimmer gelandet. Man sieht da hinten Gäste, die Billard spielen, die anderen trinken Kaffee. Da hinten meine ich sogar ein paar Spielsachen für Das war jetzt falsch formuliert, nicht Spielsachen für Erwachsene zu erkennen, sondern lustige Dinge, alte Telefone etc. Ja, genau, also mitten im Wohnzimmer dann Schaukel irgendwie.
- 06:50 Kevin Cocco
Ja, genau, das ist der Raum, wo eigentlich die Gäste zusammenkommen, die Community wächst, die sich entwickelt.
- 06:57 Ronald M. Arndt
Und das ist eine Community, entwickelt sich, meinst du auch? Das heißt, Leute, die hier wohnen, finden dort—
- 07:03 Kevin Cocco
du kannst keine Community kannst du nicht, die kreierst du, indem du, sagen wir, den Raum ihnen bietest. Aber die Community wächst automatisch von selbst. Du brauchst nur den Raum zu geben. Und wer gießt die Blumen? Wer gießt die Blumen? Aktuell ist es wirklich auch das Konzept so, dass dieses Blumenhaus, das hat ja verschiedene, verschiedene eigentlich Blümchen. Das Konzept ist ein Long-Stay-Konzept. Und das, dieses Blumenhaus, also das Konzept ist so, dass du als Gast dir so eine Blume holst und so deinen Raum individuell gestaltest und dieser Blume auch schaust. Genau, deinem Zimmer, deinem Studio, wie es hier bei uns heißt. Und du bist ja auch für eine längere Zeit da, dann sollst du dir einerseits eben das Zimmer schön einrichten können mit einer Pflanze und sollst dir auch schauen, Und sollst schauen, dass die gedeiht. Und wenn du das nicht tust, nehmen wir es dir wieder weg über das Housekeeping, wenn wir sehen, dass die Pflanze stirbt.
- 08:07 Ronald M. Arndt
Ich will damit nicht sagen, dass ich da die eine oder andere Blume erkenne, nach der lange mal keiner geschaut hat. Aber die Idee, Konzept ist mir klar. Ausgezeichnet. Das klingt aber alles sehr, sehr spannend hier. Also meine Buchung kommt. Das heißt aber, Ich hätte auch die Möglichkeit, mal nur 1, 2 oder 3 Nächte hier. Du sagst Longstay, aber man kann auch mal—
- 08:29 Kevin Cocco
Absolut. Ich glaube, wir haben mitten in der Pandemie das Konzept eröffnet und eben das Konzept hier jetzt, das erste StayCub war nur mit Studios, also Longzeitkonzept eigentlich. Mittlerweile haben wir aber auch Shortstay. Das nächste Haus wird eröffnet in der Stadt Bern, Metropol, Bern Metropol. Das ist dann auch mit Shortstay-Zimmern. Aber genau, genau, das ist, das ist eigentlich Longstay. Du kannst aber nichtsdestotrotz natürlich auch 2 Nächte bleiben, eine Nacht bleiben. Aktuell eben, da wir es mitten in der Pandemie eröffnet haben, war das auch der größere Teil, müssen wir natürlich ganz klar sagen. Wir haben ein paar Longstay-Gäste und wir sind aktuell auch sehr gut gebucht, eben mit den 90% Auslastung, wo wir gerade fahren in den letzten paar Monaten. Haben wir doch schon ein paar Longstay-Gäste, fühlen sich ganz gut, ganz, ganz wohl hier bei uns. Aber ja, ein Großteil ist natürlich Shortstay.
- 09:29 Ronald M. Arndt
StayCook, wer hat sich den Namen einfallen lassen?
- 09:34 Kevin Cocco
Ich wusste, dass die Frage kommt.
- 09:37 Ronald M. Arndt
Genau, ich habe jetzt schon wieder keine Ahnung. Ich habe es gerade gelesen, aber wie viele Oster jetzt drin verbaut sind?
- 09:41 Kevin Cocco
Ja, 4 sind es aktuell.
- 09:43 Ronald M. Arndt
Genau, hoffentlich nicht.
- 09:46 Kevin Cocco
Es soll dabei bleiben. Nein, genau, das war natürlich eine Marketingkonzeption.
- 09:51 Ronald M. Arndt
Die Domain war noch frei.
- 09:53 Kevin Cocco
Genau, die Domain war frei, das war wichtig. Und ja, es gibt, es gibt eine Geschichte dahinter, wirklich. Die Os widerspiegeln einerseits die Mitarbeiter, andererseits die Gäste, was eigentlich unser Hauptfokus ist, auch mit der digitalen Lösung. Wir fokussieren uns auf Gäste, aber auch auf die Mitarbeiter, die eigentlich sehr effizient auch mit coolem Tooling Support leisten können müssen und effizient sein müssen mit diesem Tooling. Deshalb diese, diese O's, diese—
- 10:29 Ronald M. Arndt
aber da meinst du jetzt den Dienst am Kunden, Service, oder?
- 10:33 Kevin Cocco
Genau, okay, absolut. Ja, wir haben Technologie auch selbst entwickelt, eine Plattform selbst entwickelt, die die sehr viele Daten zusammenzieht und auch eben unter anderem—
- 10:47 Ronald M. Arndt
was können das für Daten sein?
- 10:50 Kevin Cocco
Personenbezogene Daten, Transaktionsdaten, Konsumationsdaten. Hast du ein Bier getrunken? Warst du 2 Wochen da und hast jeden Feierabend dir ein Bier gegönnt hier bei uns in dem Backyard, im Kühlschrank, dich dabei bedient? Wenn du ein zweites Mal kommst, dann erkennt, und da erkennt das System über künstliche Intelligenz, dass genügend Bier im Kühlschrank ist. Genau. Und sieht, okay, das letzte Mal, als du da warst, warst du 6 Tage hier, hast jeden Abend ein Bier dir gegönnt. Dann stellen wir dir ein Sixpack Bier in den Kühlschrank mit der Message, hey, enjoy it! Letztes Mal hast du ja gerne mal ein Bier getrunken.
- 11:31 Ronald M. Arndt
Muss ich jetzt dafür explizit, dass ihr meinen Bierkonsum speichert, irgendwo eine Einwilligung geben, oder wie läuft das?
- 11:37 Kevin Cocco
Absolut, absolut. Und das entscheidest du auch. Großes Thema ist Datenschutz, ist ein großes Thema auch bei uns, und da sind wir auch voll transparent. Auf der Gästereise entscheidest du auch genau über solche Dinge. Du kannst sagen, will ich das oder will ich das nicht. Dass wir dir aber, das ist, das ist auch der Fokus, wir arbeiten mit diesen Daten nur, um dir bessere Experience zu bieten. Und dir einen Vorteil zu geben. Und in meiner Erfahrung auch über die vergangenen Jahre ist es wirklich so, wenn du diese Daten nutzt, um einen Vorteil für den Gast rauszuschlagen oder für den User, dann ist die Einwilligung viel, viel höher. Und da machen wir auch entsprechend ganz transparent aufmerksam.
- 12:23 Ronald M. Arndt
Also nochmal, wenn du das klar transparent erklärst, wofür die zur Verwendung kommen und für was eben auch nicht.
- 12:27 Kevin Cocco
Gegebenenfalls, okay, da sind wir absolut transparent und zeigen Ihnen auf, was wir damit machen und was wir damit machen könnten, um Ihnen bessere Experience zu bieten. Und so interagieren wir auch aktuell mit Gästen, um die Weiterentwicklung auch anzutreiben. Wir fragen, wo, was sie für Bedürfnisse haben.
- 12:49 Ronald M. Arndt
Spannend ist ja natürlich, dass ich dann auch mal im StayCook in Nürnberg genauso mein Sixpack vorfinden kann, wenn ich davor in Bern mal war.
- 12:56 Kevin Cocco
Das soll auch sein. Und du sollst auch in Nürnberg als Ronald erkannt werden, weil du ja schon da warst. Und wir wissen ja, wer du bist. Also wieso dich nicht beim Namen nennen? Und wieso nicht wissen, wenn du schon in Zürich warst oder in Bern oder in Nürnberg, in einem StayCook, dann sollst du genau die gleichen Präferenzen auch da haben können. Dein weiches Kissen, alle diese Informationen, die sind zentral auf einer Plattform, und unsere Mitarbeiter können damit arbeiten.
- 13:32 Ronald M. Arndt
Das klingt alles mega innovativ. Also noch mal die Frage vom Eingehen: Wo kommt die Innovation her? Wo gibt es andere Branchen, sage ich mal, wo man sich so ein bisschen Ideen abguckt? Oder du bist ja, du kommst ja aus einer anderen Branche, wie du gesagt hast. Welches ist vielleicht die Branche, die da am ehesten der Treiber ist und wo man sich was abschauen kann?
- 13:55 Kevin Cocco
Das ist schwierig. Ich würde gar nicht überhaupt sagen, dass du dich auf eine Branche fokussieren musst. Ich glaube, du musst dich auch auf deine Branche fokussieren. Das ist ganz wichtig, glaube ich, am Ende des Tages, weil du bist hier in der Gastronomie. Oder in der Hospitality, und du bist da sehr, sehr persönlich auch. Nichtsdestotrotz gibt es natürlich verschiedene innovative Lösungen, Technologien, die du einfach auch für deine Anwendung nutzen kannst und übernehmen kannst von verschiedenen Branchen. Und da gibt es viele. Im datengetriebenen Segment ist es natürlich auch die Medienbranche in dieser Richtung, in dieser Hinsicht mit Data-Driven, das ganze Marketing-Thema. Da ist natürlich sehr, sehr viel Knowledge hinten ran mit der Thematik Customer Data Platforms und, und, und. Aber es gibt natürlich auch andere Innovationen wie Hardware, Kühlschränke, wo wir innoviert haben als SV Gruppe, wo wir auch ein Konzept haben, Kühlschranken smarten, wo du auch über eine digitale Plattform dir die Produkte beziehen kannst. Ich glaube, da musst du wirklich über den Rand schauen. In verschiedene Branchen und dir da einfach für deine Anwendungen die perfekten Sachen rauspicken oder die besten Sachen rauspicken. Aber ich glaube, du hast gefragt, wo kommt das her? Aus Eigennutz. Eigentlich aus Eigennutz ist das passiert. Wir haben dieses Produkt für das StayCook entwickelt und auch die digitale Lösung und haben ziemlich schnell gemerkt, Es war ja nicht so, dass wir gesagt haben, hey, wir haben da Millionen auf der Seite und haben zu viel Zeit, also investiert jetzt mal das Geld und die Ressourcen in was Innovatives. Das war nicht der Fall, sondern wir hatten eigentlich ein tolles Konzept mit StayCook, ein neuartiges Konzept, zugeschnitten auf die Bedürfnisse von neuen Gästen, ohne Rezeption. Wir betreiben ein 62-Zimmer-Haus hier in Bern. Mit 2,4 FTEs, okay, also sehr, sehr lean. Ja, und dadurch war das getrieben, dass wir, oder war das Bedürfnis hier, dass wir digitale Lösungen brauchen, die einfach auch das Administrative abnimmt und die diese Effizienz hinbringt.
- 16:21 Ronald M. Arndt
Okay.
- 16:22 Kevin Cocco
Und wir haben zuerst natürlich nicht einfach gesagt, wir bauen da was selbst, Zuerst haben wir geschaut, am Markt gibt es was. Und das ist ja in diesen 2 Jahren, ist ja ganz viel passiert. Gibt es da verschiedene Technologien, Startups? Und ja, die gab es. Und wir haben die auch zusammen, auch alle diese Cloud-Services, die haben wir zusammengenommen und versucht, eine digitale Lösung hinzubekommen, eine digitale Landschaft. Es hat nur nicht funktioniert, wie wir wollten. Wir hatten kein Ownership über die Prozesse und wir hatten auch keine Möglichkeit, in irgendwie da einzugreifen. Wir waren lost und deshalb haben wir gesagt, okay, dann lasst uns das selbst entwickeln. Da haben wir eine Plattform gebaut, die eigentlich all diese innovativen Lösungen steuert. Da war eigentlich das Projekt Magic, wie es intern heißt, geboren. Und dann haben wir eigentlich sehr nutzerzentriert diese digitale Plattform entwickelt. Von Check-in bis Checkout ist alles vollautomatisiert. Gäste kommen und gehen, als wären sie hier zu Hause. Und du siehst es eben, sie spielen da Billard, sie sitzen am Tisch, frühstücken zusammen, kennen sich nicht, lernen sich kennen.
- 17:33 Ronald M. Arndt
Hier alles da an dem langen Tisch hinten statt, passiert alles hier.
- 17:37 Kevin Cocco
Da ist auch eine große Küche, auch wenn jeder in seinem Studio eine Küche hat, wird hier viel gekocht, auch am Abend. Genau, wir haben dann gemerkt, dass das Stay relativ schnell, oder als SV-Gruppe, wir sind nicht die einzigen mit diesem Need. Andere Hotels haben genauso einen Need. Und deshalb, genau deshalb sind wir ganz schnell darauf gekommen, auch dass wir dieses Produkt, das wir da entwickelt haben, auch anderen anbieten wollen. Gesagt, getan. Seit 4 Monaten sind wir eigentlich mit dem Produkt Magic am Markt und verkaufen das jetzt auch weiter anderen anderen Hotelkonzepten aus der Espa-Gruppe heraus.
- 18:17 Ronald M. Arndt
Und das ist dann interessant auch für Individualhotels unter Umständen.
- 18:21 Kevin Cocco
Für alle Arten von Hotels, auch in die Richtung Service Apartments, was ja das eigentlich auch in dieser Art ist. Und genau, das ist sehr, sehr cool, eine Welle, die wir gerade reiten.
- 18:34 Ronald M. Arndt
Wo kriege ich da mehr Informationen?
- 18:37 Kevin Cocco
Aktuell ist es, wir sind gerade voll im Branding. Wir haben noch keinen Brand, haben aber schon verkauft. Das ist echt cool. Wir agieren jetzt als Corporate.
- 18:46 Ronald M. Arndt
Klingt ja auch gut.
- 18:47 Kevin Cocco
Es kommt gut genug.
- 18:49 Ronald M. Arndt
Genau, wie auch ungesehen.
- 18:51 Kevin Cocco
Wir fungieren jetzt als Corporate Venture, aber sind gerade dran, eine eigene Legal Entity aufzubauen, Brand. Und dann gehen wir voll in diesen Markt rein.
- 19:02 Ronald M. Arndt
Okay, du, ich freue mich ja wahnsinnig auf die Customer Journey irgendwann.
- 19:07 Kevin Cocco
Sehr gerne.
- 19:07 Ronald M. Arndt
Aufs Sixpack.
- 19:08 Kevin Cocco
Aufs Sixpack, auf deine Präferenzen.
- 19:13 Ronald M. Arndt
Und bedanke mich für dieses tolle Gespräch.
- 19:15 Kevin Cocco
Ja, vielen, vielen Dank dir.
- 19:16 Ronald M. Arndt
Danke dir.
- 19:16 Kevin Cocco
Warst du hier. Danke.