Daniela Schade & Martin Kemmer, Hey Lou HOTELS, Teil 1
Aufgenommen: Hey Lou Hotel Karlsruhe, Karlsruhe
Germany45 Min Das Video kommt von YouTube und lädt erst, wenn du auf Abspielen klickst.
„Das ist eine Lösung für den Fachkräftemangel: Wir brauchen keine Fachkräfte, wir brauchen Gastgeber, und wir brauchen nicht mehr ganz so viele davon.“
Daniela Schade & Martin Kemmer, 24:27
Daniela Schade und Martin Kemmer sprechen in Karlsruhe über das erste Jahr der Marke Hey Lou HOTELS: Launch in Monheim im April 2024, danach alle Häuser auf Standards, Technologie und KI umgestellt, das letzte im Dezember. Schade erklärt, warum sie nach Accor und H World kein weiteres Konzernumfeld wollte, Kemmer, wie die Marke vom Gast aus entstand, als System-Economy-Hotel mit Welcome Desk statt Rezeption. Dazu kommen Zahlen aus dem Betrieb: deutlich unter 10 FTE pro Haus, KI-gestützte Schichtplanung und ein Avatar-Projekt, das kurz vor Einführung gestoppt wurde.
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Kernaussagen
- Eigene Marke statt Franchise: Das Unternehmen ist aus dem Franchise ausgestiegen, weil sich viele Dinge unter den vorgegebenen Konzepten nicht umsetzen ließen. Angefangen haben sie im September 23, gelauncht wurde im April 2024, während Schade im Konzern anderthalb Jahre für eine Markeneinführung kennt.
- Hotel als Hygieneprodukt: In den Gästeanalysen zeigte sich, dass viele Gäste das Hotel als Hygieneprodukt sehen: Es muss funktionieren, ohne Zeit zu kosten. 41 Prozent der Gäste checken nach Kemmers Aussage zwischen Veranstaltung und Abend-Calls ein.
- Unter 10 FTE: Kemmer nennt das als Antwort auf den Fachkräftemangel: Für alle Hotels brauche es deutlich unter 10 FTE und Gastgeber statt Fachkräfte, bei höherer Gästezufriedenheit. Die KI arbeitet mit dem Revenue Management System zusammen und schreibt die Schichthüllen aus den erwarteten Anreisen.
- Avatar wieder abgeschaltet: Am Welcome Desk hat das Team mit Avataren gearbeitet und ist kurz vor der Einführung zurückgegangen. Kemmer spricht von einem mittleren sechsstelligen Betrag, weil der Avatar bei täglicher Nutzung schnell öde wird.
- C- und D-Standorte: Kemmer sucht Städte zwischen 50.000 und 150.000 Einwohnern, die hotelseitig noch nicht belegt sind, und nennt Nördlingen und Monheim am Rhein als Beispiele. Das Haus in Karlsruhe mit 158 Zimmern passt nach seiner Aussage an 90 Prozent der für Hey Lou interessanten Standorte.
Shownotes zur Episodeaus dem Podcast-Feed
Zum ersten Geburtstag der von der Place Value GmbH gegründeten Marke haben wir gleich zwei Episoden für euch vorbereitet:
Teil 1 ist ab sofort im neuen Hey Lou HOTELS-Channel auf HOTEL-PODCAST.COM verfügbar – aufgenommen direkt vor Ort im Haus in Karlsruhe. Teil 2 folgt bereits am Freitag – mit News, die spannender kaum sein könnten!
In dieser ersten Episode blicken wir zurück auf die Anfänge: Warum verlässt Daniela Schade, eine Top-Managerin mit Stationen bei Accor und H World International das Konzernumfeld, um Teil eines unternehmerischen Projekts zu werden?
Welche Vision hat sie überzeugt – und mit welchen Worten hat das Gründerteam um Martin Kemmer sie begeistert?
Außerdem werfen wir einen genaueren Blick auf das innovative, nachhaltige System-Economy-Hotelkonzept, das gemeinsam mit dem Team entwickelt wurde – ausschließlich für den Gast.
Und auch das Thema Künstliche Intelligenz spielt dabei eine zentrale Rolle: Lou’s neue Welt denkt Hospitality neu – und digital.
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Transkript öffnenTranskript schließen45 Min · Ronald M. Arndt und Daniela Schade & Martin Kemmer
Automatisch transkribiert mit AssemblyAI, Sprecher automatisch zugeordnet. Nicht redigiert.
- 00:00 unklar
Es ist also klar, dass der Martin den technischen Begriff verwendet. Herzlich willkommen!
- 00:06 Ronald M. Arndt
Herzlich willkommen! Hey Lou, da sind wir heute. Aber eigentlich muss man sagen Happy Birthday, Lou! Denn ein Jahr ist es jetzt her.
- 00:14 unklar
Und ihr könnt es selber kaum glauben, oder?
- 00:16 Martin Kemmer
Es ist erst ein Jahr her. Es fühlt sich viel länger an, muss ich ja ehrlicherweise sagen.
- 00:20 unklar
Ja, für dich ist es viel länger.
- 00:21 Martin Kemmer
Ja, es ist erst ein Jahr her, Daniela, dass wir das gemacht haben. Und bevor wir in die Geschichte hineingehen, vielleicht ein paar Geburtstagsworte von dir zu dieser tollen neuen Marke.
- 00:31 Daniela Schade
Ja, Happy Birthday, Hey Lou! Ich meine, ihr habt es gerade selber gesagt, wir waren selber erstaunt, dass es wirklich ein Jahr her ist. Aber genau im April 2024 haben wir die Marke in Monheim in unserem Hotel dort gelauncht mit einer ganz großen Eröffnungsfeier.
- 00:48 unklar
Ja, da war ich dabei.
- 00:48 Daniela Schade
Da warst du dabei.
- 00:49 unklar
Das war wirklich schön und auch sehr überraschend, wie überlegt und detailliert und ihr beide auch auf der Bühne Ihr seid halt auch echt ein Dreamteam.
- 01:00 Daniela Schade
Technik trifft Marketing und Sales.
- 01:03 Martin Kemmer
Jetzt werden wir ja ganz rot. Also ich meine, so ein Podcast, das sollte vielleicht nicht sein, dass wir so rot werden.
- 01:08 unklar
Ihr müsstet eigentlich türkis werden.
- 01:09 Martin Kemmer
Genau, wir müssten einfach—
- 01:10 Daniela Schade
Ich bin türkis. Ich habe ihn ja schon sozusagen in den Hey Lou Farben zum Geburtstag angezogen. Ja, und ich meine, wenn du dir anguckst, was halt dann in dem Jahr auch passiert ist, weil ich meine, Monheim war halt der Start für Hey Lou. Das war sozusagen unsere Geburtsstunde und wir haben dann jetzt im letzten Jahr komplett einmal dann alle Häuser auf die Marke umgebrandet, auf die Standards umgebrandet, auf die Technologien umgebrandet, die KI überall eingeführt. Das klingt hier so leicht erzählt, aber das war ein ziemlicher Akt, das zu machen. Hat wahnsinnig viel Spaß gemacht, aber wir waren im Dezember mit dem letzten Haus fertig.
- 01:48 unklar
Ich habe dich auch erlebt in der Zeit vorher, Daniela. Es war schon auch aufregend, dich so zu sehen.
- 01:52 Daniela Schade
Genau, wie ein kleiner aufgezogener Duracell-Hase. Genau.
- 01:55 Martin Kemmer
Ja, also man muss sich erst mal bedanken bei unseren Kunden, die das mitgemacht haben, bei unseren Mitarbeitern, die es ermöglicht haben. Und überhaupt beim ganzen Team, dass wir das aufbauen konnten, weil du hast es ja gesagt, es ist eine sehr durchdachte Marke, es ist eine sehr KI-getriebene Marke. Und als wir begonnen haben, diese Personas zu bauen und diese Geschichte von Hey Lou zu entwickeln, das war eine Zeit, das war noch nicht ChatGPT first und alle wussten, was das ist. Wir mussten erstmal erklären, was bedeutet das eigentlich.
- 02:28 Daniela Schade
Ja gut, wir hatten ja auch eine Persona, Martin hatte seine Ideen, wo gehen sollte, in der Tat. Ich weiß, lass mich nur nächstes ganz kurz einschieben. Du hast mir erklärt im Oktober 22, als wir das erste Mal gesprochen haben, also ich habe angefangen im Februar 23, als wir gesprochen haben, erklärte mir Martin also, wie das Reisen so in den nächsten Jahren sein wird. Ja, und ich habe nur gedacht, Hilfe, das kann nicht wahr sein. Und wir sind heute da. Also man sieht auch diese Zeitfenster, die sind winzig. Und ich glaube, das ist das, was du gerade sagen wolltest mit den Personas. Die wir dann gebaut haben für die Marke, als wir die Marke erstellt haben.
- 03:06 Martin Kemmer
Ja, es war jetzt witzig, weil wir natürlich in der Vorbereitung zu dem Podcast mal so ein bisschen in die Vergangenheit gegangen sind, wie man das ja so macht, um sich so vorzubereiten. Und wir haben dann Egon rausgekramt, Egon, unseren 58-jährigen Gast, der aus der Zukunft angereist kommt. Man muss sagen, der ist 2021/22 entwickelt worden, der Egon als Persona. Und diese Persona reiste schon AI-gestützt mit sehr viel Unterstützung. Das Itinerary oder die Reiseplanung wurde von der KI übernommen, der Kalender wurde automatisiert. Wir haben es hier auch für Karlsruhe gemacht, hier ist die Messe direkt nebenan, und wir haben halt gesagt, okay, Egon reist hier an, weil er eine Messe, weil er persönliche Kontakte pflegen möchte. Nichts anderes macht er, alles andere macht die KI für ihn. Und heute, fast forward 2025, sind wir nahezu genau da, wo diese Zukunftsperson war, und noch nicht mal 4 Jahre her, und man konnte sich kaum vorstellen, dass das die Realität wird. Und dafür ist KI oder die Marke Hey Lou mit ganz viel KI gestartet und lernt jeden Tag dazu. Und ich würde jetzt sagen, ich weiß, man sollte dann immer sagen, alles funktioniert super perfekt am Anfang, aber wir kommen jetzt so langsam dazu, dass unser kleines Kind hier das Laufen gelernt hat und jetzt sicher laufen kann, noch nicht rennen, wenn man das so möchte. Und halt jeden Tag dazulernt. Und diese Entwicklungsschritte, die sind gigantisch. Und insofern möchte ich noch mal unseren Kunden danken, unseren Mitarbeitern danken, auch für das Verständnis, weil in der KI-Entwicklung oder gerade in so einer Entwicklung nicht alles geht glatt. Aber das war jetzt einfach mal so Revue passieren lassen. Vielleicht wird man ja, wenn man älter wird, auch immer ein bisschen schwermütig, und an so einem Geburtstag darf man das ja mal sagen.
- 04:57 Daniela Schade
Ja, aber vielleicht, du hast ein gutes Stichwort gebracht, Martin, mit dem Thema auch ein Dank an die Mitarbeiter. Wir haben unsere Mitarbeiter wirklich ja komplett mitgenommen in in dem Prozess. Du weißt ja, dass wir früher mit unseren Hotels anders hießen. Wir waren ja im Franchise, sind da raus. Wir sind auch, wir haben uns auch ganz bewusst dafür entschieden, weil viele Dinge, die wir hier in der Marke Hey Lou umsetzen, konnten wir einfach unter den Konzepten nicht machen oder unter den Franchise-Konzepten, die dann vorgegeben werden. Und das gibt uns jetzt die Freiheit. Deswegen war es uns auch relativ schnell klar, als wir die Strategie in '23 zu dieser Marke aufgesetzt haben, dass wir gesagt haben, Wir brauchen eine eigene Marke, wir brauchen was ganz Neues, was ganz Frisches. Da können wir keinen Bestandsnamen nehmen, was wir ja zwischendurch auch mal hatten. Und so ist dann die Marke entstanden, aufgebaut worden. Martin hat hier gerade schon von den Personas gesprochen, wo wir neben klassischen Personas, die man so hat in der Markenentwicklung, natürlich auch eben eine KI-Persona hatten. Und wir haben, und deswegen wollte ich das sagen, die Mitarbeiter, unsere ganzen Kolleginnen und Kollegen aus der Hauptverwaltung, aus den Hotels wirklich komplett mitgenommen und haben in Arbeitsgruppen, vor allem hier gerade in Karlsruhe zum Beispiel, wo wir jetzt heute sind, einen Designworkshop gemacht, wo es einfach darum ging, was soll die Marke sein, was soll die Marke ausdrücken, welche Werte soll die Marke tragen, und haben das alles entwickelt bis hin zum Thema Markenkern. Also so eine Markenentwicklung ist ja wirklich ein langer Prozess, und auch da, Klammer auf, kann unsere Agentur, die uns begleitet hat, ein Lied singen. Ich kenne es aus Konzernen, da braucht man anderthalb Jahre, um eine Marke einzuführen, wenn nicht sogar noch mehr. Wir haben das gemacht und haben angefangen im September '23. Und wie ihr wisst, im April '24 haben wir die Marke gelauncht. Also auch das war wirklich D-Zug-Express- oder ICE-Tempo und Sprint. Das war echt der Sprint. Aber was ich glaube, was auch sehr gut geholfen hat, eben dass wir die Kollegen dabei hatten. Wir hatten operative Teams, die hier mitgearbeitet haben. Wir haben Hauptverwaltungsteams gehabt, die mitgearbeitet haben. Und das sieht man und spürt man, glaube ich, auch, dass die zum Beispiel— ich nehme jetzt mal ein Beispiel: Eine Mitarbeiterin hat gesagt, Wahnsinn, ich habe an diesem Namen mitgearbeitet und jedes Mal, wenn ich den Namen angucke und morgens ins Hotel gehe, habe ich das Gefühl, ich habe daran was getan. Und das ist eine bessere Identifikation mit einer Marke, kannst du gar nicht bekommen.
- 07:29 Martin Kemmer
Aber du hast ein gutes Stichwort reingeworfen: Sprint. Jetzt hast du das aus der Sicht gemeint, schnell. Aber natürlich haben wir auch ganz viel aus dem IT-Bereich genommen und Auch die Sprinttechniken, wie man es im Projektmanagement bei IT-Projekten kennt, auch die haben wir angewandt. Und wenn man noch mal ein Stück zurückgeht, ja, es hört sich immer so einfach an, das in der kurzen Zeit ist eine ganze Menge Vorarbeit. Also wir kommen ja aus dem Hotelbereich, wir sind ja White-Label-mäßig gestartet, wir sind IT-mäßig, und auch in der Vorbereitung noch mal, wir haben den ersten Design-Thinking-Workshop schon vor knapp 8 Jahren mal gemacht, damals mit IBM Watson. Das war noch nicht so weit. Und jetzt heute, ein paar Jahre später, funktioniert relativ viel dieser Modelle sehr, sehr, sehr gut und können auch gemacht werden. Und ich muss sagen, auch das kann man mal ausprobieren. An diejenigen, die uns da draußen zuhören: Macht mal Design Thinking Workshops mit Leuten, die normalerweise keinen Design Thinking Workshop machen, die das noch nie gehört haben. Oder macht mal Sprints mit Leuten, die das nicht kennen. Ihr werdet erstaunt sein, was für tolle Ergebnisse dabei rauskommen. Und ich bin da wirklich stolz drauf, was das Team hier für die Marke Hey Lou gemacht hat und wie das entstanden ist.
- 08:48 Ronald M. Arndt
Ja, Daniela, du hast gerade schon gesagt, du hast einen Konzernhintergrund, Accor lange Zeit, H World damals, Deutsche Hospitality. Hat dich genau so ein unternehmerisches Projekt an der Seite vom Gründer auch besonders gereizt?
- 09:02 Daniela Schade
Ja, ja, das war Der Grund, warum ich auch gesagt habe, nein, bitte kein weiterer Konzern mehr. Nicht, dass ich die Konzernwelt schlecht finde, ganz im Gegenteil. Ich glaube, ich kann ganz viel oder habe ganz viel hier auch mitgebracht, weil es gibt ganz viele tolle Sachen, die man dort lernt und auch anwenden kann später. Aber was für mich das Interessante einfach an der Geschichte war, ist die, du hast ein Gesamtkonzept. Du gestaltest etwas von Anfang an, das heißt wirklich von dem Thema, dass wir zusammensaßen und über die Vision nachgedacht haben. Wo wollen wir eigentlich hin? Weil ich meine, da gab es diverse Gedanken, aber das alles mal auch, ich nenne es immer, an den Füßen nach unten zu ziehen, auf dem Boden. Das war eine spannende Sache. Dann im Prinzip die Strategie wirklich komplett mit aufzubauen, zu überlegen, die ganzen Mitarbeiter Mitarbeitenden mit zu involvieren. Du hast halt ein gesamtes Konzept und du siehst dann hinterher ein fertiges Produkt und bist echt stolz, wenn du sagst, guck mal, ja, das ist irgendwie mit aus deiner Feder entstanden. Und das ist der Unterschied eben in einem kleinen agilen Unternehmen. Du hast eben alles von Anfang bis Ende wirklich in deiner Verantwortung. Und das ist der Unterschied zum Konzern, wo du für Teilbereiche immer zuständig bist, es sei denn, du bist der CEO von einem Konzern, okay. Dann ist es noch mal anders.
- 10:29 Ronald M. Arndt
Ja, ich glaube, das ist ein ganz spannendes Zusammenspiel. Wie du gesagt hast, die Learning aus dem Konzern, die Erfahrung, und dann den Gründer mit ganz vielen Ideen und dem technischen Hintergrund auch in erster Linie wieder auf den Boden zu holen, ab und an.
- 10:41 Daniela Schade
Ich nenne das immer, Martin, du musst mir jetzt verzeihen, wenn ich das sage, aber wir sagen immer, Martin sitzt manchmal in seinem Raumschiff und ist schon Galaxien weiter entfernt von der Technik. Und ich bin immer, also ich war in meinem Leben noch nie für Bremsen bekannt in den Tätigkeiten, die ich gemacht habe, aber ich sage immer, in diesem Unternehmen bin ich der Bremser, weil ich immer versuche, so, stopp, stopp, stopp, stopp, stopp, stopp, stopp, wir müssen jetzt erstmal wieder gucken, dass wir den Rest der Mannschaft mitnehmen. Und ich glaube, die Kombi ist ziemlich gut.
- 11:10 unklar
Ja, Martin, du bist ja immer 8 Jahre weiter im Kopf gefühlt als der Rest, oder Daniela?
- 11:16 Martin Kemmer
Ist immer ganz schwierig, wenn man da selber drin ist. Also ja, ich meine, ich sag's immer bei meinen Kindern, meine Kinder sind AI-Natives. Mein Sohn ist jetzt 13 Jahre alt, wird demnächst 14 Jahre alt. Ich glaube, der hat noch keinen Tag seines Lebens erlebt, ohne dass er mit einer AI zu tun hatte. Also wir hatten schon die Vorgänger von der Alexa und so weiter zu Hause. Und also meine Kinder kennen es gar nicht anders, als mit KI zu leben.
- 11:46 Daniela Schade
Also für mich war alles Neuland. Was heißt nicht alles Neuland?
- 11:49 unklar
Ja, da kann ich mich noch erinnern, wie du angefangen hast.
- 11:52 Daniela Schade
Und ich muss so lachen, weil ich meine, man kann ganz, ganz viel lernen. Ich, wie gesagt, ich bin immer so ein bisschen die Persona, wenn du es jetzt mal in der Marketingsprache sprichst, die einfach irgendwie vielleicht noch nicht ganz mit KI aufgewachsen ist, sondern einfach das lernt. Mir macht sehr viel Spaß, es zu lernen, und ich muss wirklich lachen, wenn Martin mir mittlerweile sagt, dass ich im Markt als KI-Expertin gelte, wo ich immer sage, naja, weiß ich nicht. Also ich verstehe mittlerweile, glaube ich, ganz gut was davon, aber als Expertin würde ich mich nicht bezeichnen. Dafür gibt's dann Martin.
- 12:26 unklar
Aber dafür ergänzt ihr euch auch so gut. Aber auch Stichwort Agilität, Stichwort Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Teamspirit, das sind ja alles Begriffe, die bei Hey Lou in der Geschichte eine echt große Rolle spielen. Lass uns noch mal auf diese Geschichte eingehen. Also wie ist denn diese, ja, Idee denn entstanden?
- 12:49 Martin Kemmer
Vielleicht male ich als Erstes mal das Bild, welches wir immer starten, wenn wir Projektmanagement, Agilität, hast du angesprochen, ich sage immer, wir bauen, wir hauen einen Pflock irgendwo rein, Dieser Pflock, den nehmen wir einfach mal, ist eine Setzung, den setzen wir irgendwo, dann spannen wir von diesem Pflock eine Linie, dann setzen wir einen zweiten Pflock, und dann sagen wir, okay, im rechten Winkel davon gehen wir jetzt weiter, haben wir den dritten Pflock drin, wieder im rechten Winkel haben wir den vierten Pflock, dann merken wir, der erste Pflock war nicht ganz richtig, den müssen wir noch mal umsetzen. Und genau das ist Agilität. Man muss irgendwo anfangen und dann immer wieder von diesen Punkten, wo man mal nach Zahlen, wo man sozusagen ist, weitergehen. Und genau diese Geschichte, wie hat es angefangen, man muss da customer-centric denken. Das haben wir jetzt noch gar nicht benannt, weil wir haben unseren Kunden angeschaut. Wir haben auch überlegt, was ist unserem Kunden wirklich wertvoll. Und wir haben ja noch ein anderes Unternehmen, das heißt die PlaceValue. Dort ist es der Claim: Deine Zeit, unser Wert. Das ist auch noch mal eine ganz wichtige Geschichte, weil wir haben in den Analysen unserer Gäste festgestellt, dass die meisten oder viele unserer Gäste das Hotel als Hygieneprodukt sehen. Also sie kommen nicht wegen des Hotels, sondern das Hotel muss funktionieren. Man darf keine Zeit verlieren im Hotel. Darum geht es. Man möchte einen schnellen, reibungslosen Aufenthalt haben, weil wir kennen das inzwischen alle. Man ist auf so einer Messe, die Messe oder die Veranstaltung geht bis 16, 17 Uhr. Wann hat man die Teams- oder Zoom-Konferenzen? Um 17:10 Uhr bis 17:40 Uhr die erste und von 17:45 Uhr bis 18:30 Uhr sich die nächste. Dazwischen muss man einchecken und dann sich um 10 oder um 19 Uhr wieder sein. Das machen 41% unserer Gäste so. Und deswegen ist dieses Customer-Centric in dem Fall nicht, ich muss irgendwie mein Handy so halten und auf stumm drücken, damit ich mich kurz einchecken kann, weil ich in der Konferenz drin bin, sondern ich will reibungslos dadurch laufen. Ich will in der Konferenz bleiben. Ich habe meine Zeit und ich brauche dann nicht. Wohingegen, wenn ich dann Zeit habe abends für ein Bier, dann kann ich an die Bar gehen, dann kann ich mit den Leuten reden. Und das ist das, das ist wirklicher Mehrwert. Und so ist die Marke Hey Lou entstanden als Marke für den Kunden, für den Kunden, der in einem System-Economy-Hotel sein möchte und sagt, ich brauche einen sehr guten Standard, nicht mehr, nicht weniger, und möchte ausgeschlafen, ausgeruht auf meine Veranstaltung gehen. Und die meisten Gäste, die wir gefragt haben, was macht ihr im Hotel? Ja, sie schlafen im Hotel, mehr machen sie nicht, weil der Inhalt, wie gesagt, die Veranstaltungen sind. Und wenn man da so anfängt nachzudenken, wenn man so anfängt, eine Marke zu bauen, wirklich vom Kunden aus gesehen und nicht, was wir denken, was der Kunde will, sondern wirklich hinschaut, was der Kunde möchte, dann entsteht ein ganz, ganz klares Bild. Und so haben wir diese Marke positioniert. Und da muss man ehrlicherweise sagen, wenn man diese Sachen kombiniert, auf deine Frage hin, Daniela, Konzern, mäßig, vermarktentechnisch, wir mit dem IT-Know-how, unsere Mitarbeiter, die jeden Tag im Gastkontakt stehen und gemeinsam etwas entwickeln, gemeinsam etwas sein wollen, wo wir sind, dann vereint man sich auch hinter so einer Marke und streitet da gemeinsam für, um sie toll entstehen zu lassen. Und ich hoffe, deine Frage ein wenig beantwortet zu haben, auch wenn ich ein so ein bisschen ausgeschweift bin.
- 16:21 unklar
Wunderbar, das lieben wir im Podcast, genau das.
- 16:25 Daniela Schade
Aber ich glaube, was auch ganz wichtig ist, vielleicht noch dazu zur Marke noch mal: Am Ende gibt es ja im Hotelbereich, wenn du dir schaust, die 2 großen Trends, das Thema Luxury Lifestyle, das war ja jetzt auch wieder gerade in Berlin auf dem IHIF, und du hast auf der anderen Seite das Thema Economy. So, Economy ist aber in den letzten Jahren, wenn man das mal betrachtet, extrem, streckt sich extrem in Richtung Premium in ganz vielen Bereichen, egal ob du das an Ausstattung festmachst, ob du das an Bonusprogrammen, Loyalty-Programmen, was es da alles an Zusatzdingen gibt, wo wir als bei der Entstehung der Marke uns auch gefragt haben, braucht der Kunde das wirklich, wenn er ein Economy-Produkt bucht, oder hat er nicht einfach ein Geschäftsmeeting, was Martin gerade gesagt hat, ich bin auf der Messe, ich will meinen Termin machen und ich will nichts hören und nichts sehen, oder ich bin privat hier, weil Tante Erna Geburtstag hat und da will ich aber auch nicht, dass das Hotel mir in den Vordergrund rutscht, sondern das soll angenehm, bequem, einfach, digital sein. Wenn ich einfach meine, ich meine ich Simplistik. Da ist, glaube ich, das englische Wort das schönere. Es muss schnell, es muss zack, zack gehen. Es darf mich nicht groß aufhalten. So, und diese Art von Bequemlichkeit, nenne ich es jetzt mal, das haben wir im Auge gehabt, als wir diese Marke aufgebaut haben. Also dieses wirklich digital, agil, schnell, ja, und trotzdem ist der Mitarbeiter da. Wir sagen ja menschlich, digital, genial, willkommen und bequem. Genau, wir sagen ja menschlich, also der Mensch kommt immer noch zuerst, digital, ja, warum? Weil die digitale Geschichte eben dir den gesamten reibungslosen Ablauf ermöglicht, und da sage ich auch gleich noch was von reibungslosem Ablauf, und genial, ja, weil genial Weil das macht es wirklich einfach. Wir haben, das ist das Schöne, wir haben 90% wirklich ganz positives Gästefeedback, gerade zu solchen Dingen, die sagen, cool, ja, geht einfach durch. Ich gehe an so einen Welcome Desk, ich gehe ran, habe online schon eingecheckt, tippe meinen Namen ein, zack, zack, zack, bin in 30 Sekunden weg. Also ich muss dir, glaube ich, nicht sagen oder dir nicht sagen, wie oft wir schon in großen Hotels standen oder auch in kleinen Hotels standen, spielt gar keine Rolle, und 20 Minuten an der Rezeption inklusive Wartezeit und noch länger verbracht haben, um Formulare auszufüllen, Sachen doppelt einzutragen, wo du sagst, ah ja, ja, ja, ja, das habe ich doch schon da angegeben und das habe ich schon da gemacht. Und wieso muss ich jetzt warten, weil nur 2 Kollegen an der Rezeption stehen?
- 19:09 unklar
Oder der digitale Check-in vorher gar nicht funktioniert.
- 19:11 Daniela Schade
Oder der digitale Check-in nicht. Oder es gibt einen digitalen Check-in, weil auch das ist übrigens ein Thema. Online-Check-in ist nicht gleich Online-Check-in. Ja, wenn ich am Online-Check-in stehe und keine Ahnung, 20 Zeilen ausfüllen muss über 3 Seiten hinweg, dann ist das für mich zwar ein Online-Check-in, weil ich es direkt am Tablet mache, aber am Ende des Tages ist es nicht super schnell. Digital heißt für mich, es muss wirklich zack, zack, zack gehen. Ja, ich muss nicht mal mehr mein Handy unters Ohr klemmen, sondern leg's einfach nur kurz ab, mach das, zack, bin weg. So, und das ist der Unterschied von Hey Lou.
- 19:46 Martin Kemmer
Intelligent einfach, genau das ist ja das Stichwort, was wir gerade auch mal diskutiert haben. Wenn man das über die gesamte Zeit, also deine Zeit unser Wert und intelligent einfach, wenn man diese beiden Punkte immer wieder bei jedem Prozessdenken oben da hat und sieht, es muss einfach sein, es muss funktionieren. Wir hatten eben gerade, du hattest das so schön gesagt, man muss die Formulare nicht ausfüllen. Kleinigkeiten, man muss die Dinge so bauen, dass sie sowohl fürs iPhone wie auch für Android die Sachen vorausgefüllt sind, sodass sich richtig die Formulare füllen. Das ist wirklich Gastfreundlichkeit. Erlebnis am Gast und für den Gast gedacht, weil der möchte einfach die Sachen haben. Und wir haben in der Hotellerie ganz viele Sachen, die wir aus Legacy-Systemen mitnehmen, die heute keiner mehr braucht. Und da muss man sich einfach mal trauen, die auch wegzulassen, einfach wirklich wegzulassen.
- 20:37 Daniela Schade
Siehe Rezeption.
- 20:39 Martin Kemmer
Siehe Rezeption.
- 20:39 Daniela Schade
Brauchst du eine Rezeption? Brauchst du einen Desk, der dich vom Kunden sozusagen abhält? Nein, das ist ein Relikt aus der Historie.
- 20:47 Ronald M. Arndt
Jetzt haben wir viel über den Gast gesprochen, und ich werde dann auch mal einchecken und mir diese Gästereise dann auch anschauen. Freue mich schon drauf. Aber natürlich ändert eine solche Haltung und Innovation auch das Leben des Mitarbeiters ungemein.
- 21:03 Martin Kemmer
Ja, also der ändert sich fundamental. Beginnt schon damit, jeder unserer Mitarbeiter hat sein eigenes Handy, sein Diensthandy. Also bei uns gibt es nicht, such dir mal aus, Laptop oder Handy, oder vielleicht kriegt irgendjemand mal dort einen, sondern jeder hat sein Handy. Sein Handy ist der Schlüssel zu allem. Zwei-Faktor-Authentifizierung, aber auch POS, also Point of Sale, also Kasse, all das ist da drin. Und für den Mitarbeiter macht es das auch viel, viel einfacher, weil auch seine Checklisten sind da drin und er kann an dem Gerät, mit dem Gerät arbeiten. Und wenn man sich auch dort wieder— wir haben eben Gast-Centric, wir schauen uns den Gast an, jetzt gucken wir mal Employee-Centric, wir schauen uns den Mitarbeiter an. Und wir hatten schon moderne Systeme, Und auch ich gehöre zu der Generation, die nicht alles immer auf dem Handy macht, sondern ich nutze gerne den Laptop. Aber ich habe mir unsere jüngeren Kolleginnen und Kollegen angeschaut. Wo bedienen die denn das PMS am liebsten drin? Die zicken ihr Handy und gehen da rein und machen das da. Und ich versuche das zu machen. Ich weiß nicht, ob das rüberkommt. Ich kann nicht mal so schnell meinen Daumen bewegen, wie die Leute tippen können. Ich weiß gar nicht, wie das geht. Aber das gehört auch dazu, dass man für die Generation, die damit aufgewachsen ist, für die jungen Menschen ein Produkt oder ein Arbeitsumfeld kreiert, welches für sie funktioniert, und dazu gehört das Handy.
- 22:26 Daniela Schade
Was übrigens auch erstaunlicherweise in der Hotellerie immer noch nicht wirklich angekommen ist, weil beim einzelnen Mitarbeiter, weil du gerade ja gefragt hast, was macht das mit Mitarbeitern, die sind am allerwenigsten digitalisiert. Viele haben noch nicht mal eigene E-Mail-Adressen. Wie gesagt, wir haben auch das Thema Smartphone, wir haben eigene E-Mail-Adressen, wir haben das eigene Smartphone, eben um den Mitarbeiter hier in dieses Thema Digitalisierung wirklich komplett einzubinden. Und wir auch noch mal, die Angst ist sicherlich da bei vielen zu sagen, um Gottes Willen, kann ich das? Ja, wir schulen die ganzen Kolleginnen und Kollegen auch entsprechend mit Online-Schulungen. Wir haben zum Beispiel sehr lange Onboardings. Wenn bei uns jemand anfängt, dann haben wir wirklich ein Onboarding, was den Mitarbeiter durch alle Bereiche mitnimmt. Und wir haben eben auch hinterher diese Checklisten. Du hast, Martin, du hast es gerade angesprochen, wo man auch relativ schnell sieht, was sind denn meine Tasks und habe ich die alle erledigt? Ja, also Digitalisierung kann für den Mitarbeiter auch eine ganz tolle Sache sein. Und ich nehme jetzt mal so andere Beispiele, die ich noch aus meiner Hotelzeit kenne, aber schon von vor vielen Jahren, als ich noch aktiv im Hotel war. Da hast du teilweise Listen übertragen und Sachen händisch gemacht. Und wir wissen selber, dass bei uns in der Hotellerie Systeme oft nicht miteinander verbunden sind. Das heißt, du hast immer wieder Bruchstellen und du musst als Mitarbeiter immer wieder Dinge teilweise händisch machen, Ja, und es gibt so unendlich viele Tätigkeiten, wo man heute sagt, muss das noch ein Mensch machen oder möchte das ein Mensch tatsächlich machen? Ja, ich nehme mal ein anderes Beispiel aus dem Housekeeping. Wer möchte denn heute noch Wäsche zählen? Ist das ein toller Job? Nein, ist es nicht. So, und all diese Sachen kannst du wirklich durch dieses Thema Digitalisierung ganz wunderbar abgeben an intelligente Systeme, sodass letztlich am Ende der Mitarbeiter dafür da ist, die Zeit am Gast zu verwenden.
- 24:24 Ronald M. Arndt
Ja, also bin ich drauf gestoßen. Ich glaube, die Bettwäsche habt ihr gechippt, ne?
- 24:27 Martin Kemmer
Die ist gechippt, ja. Aber nochmals, Mitarbeiter, auch das ist in der Hotellerie ja gar nicht so standardmäßig, dass man 14 Tage vorher seinen Dienstplan bekommt. Bei uns, die KI arbeitet mit dem RMS-System, also Revenue Management System, zusammen, um die Dienstpläne zu machen, zu schreiben, also Dienst-, die Schichthüllen, um genau zu sein, zu schreiben. Und diese Schichthüllen entstehen anhand des Bedarfs, also der Anreisen, die erwartet werden. Das heißt, wir wissen das schon ziemlich genau, schon Monate vorher, aber gerade 14 Tage, 3 Wochen vorher. Die KI kann sehr, sehr genau abschätzen, wie viel Schichthöhlen brauche ich, und diese Schichthöhlen werden gegeben, und dann wird es automatisch verteilt, die Dienstpläne. Tauschen kann natürlich jeder, aber auch das ist wieder sehr fair und für alle ersichtlich und planbar. Bei uns, das ist halt auch noch mal ganz wichtig, ich glaube, das ist, das wird immer vergessen, dass solche Kleinigkeiten wie, ich weiß genau, wann ich arbeiten muss, ich weiß genau, wann ich meine Urlaube nehmen muss oder haben kann. Also wir haben Urlaubszeiten, wo die Leute wirklich Urlaubsfenster, wo wir sagen, da wäre es sinnvoll, dass der Urlaub ist. Natürlich müssen wir da auch immer auf die Schulferien achten. Mitarbeiter von uns haben viele Kinder, das ist so. Und wenn man das aber ordentlich plant, dann ist das der Arbeitsablauf viel schöner, viel besser, viel reibungsloser und Das darf man auch nicht sagen. Wir kommen, und das ist eine Lösung für den Fachkräftemangel, wir kommen, wir brauchen keine Fachkräfte, wir brauchen Gastgeber, und wir brauchen nicht mehr ganz so viele davon, sondern wir brauchen da wirklich für all unsere Hotels jetzt deutlich unter 10 FTE, und die sind auch noch glücklicher und die Gästezufriedenheit ist höher. Also ich glaube, das ist so eine Win-win-win-Situation, und das ist das, was man anstreben muss.
- 26:12 Ronald M. Arndt
Also die dritte Perspektive neben zufriedenen Gästen und Mitarbeitern sind natürlich die Betreiber, ist der Unternehmer, ne?
- 26:18 Martin Kemmer
Das ist ja dann auch Ihr— Win habe ich da dazu gesucht.
- 26:20 unklar
Genau, das ist bei euch eh dabei.
- 26:23 Ronald M. Arndt
Wenn die Effizienz, sage ich mal, dann allen Bereichen eben so hoch ist, dann funktioniert es eben auch, ne?
- 26:29 Daniela Schade
Das ist ja, glaube ich, auch gerade jetzt bei uns das Konzept, vom Konzept her das Spannende, dass wir Hoteleigentümer, Hotelbetreiber sind. Und ich sage immer, ich bin in der IT-Bude gelandet. Genau, und das halt quasi unter einem Dach vereinen Und da kommt natürlich das raus, was Martin gesagt hat, mit dem Win-win-win, weil natürlich er als Unternehmer natürlich auch immer den, den, ich sage mal, die Effizienzsteigerung im eigenen Unternehmen natürlich vor Augen hat. Klar, logisch.
- 26:58 Ronald M. Arndt
System Economy, ne, das ist so ein bisschen, darauf bin ich gestoßen. Ist es ein Begriff, der in der Branche üblich ist oder auch von anderen verwendet wird, oder habt ihr das Ding geschaffen?
- 27:09 Martin Kemmer
Also ich wünschte, er würde von der Branche verwendet werden, und manchmal nutzen die Leute auch das Wort Systema, aber nein, in der Hotellerie ist das nicht. In der Systemgastronomie, da gibt es das ganz klar. Und wir hatten eben das auch schon angesprochen mit Win-win-win-Situation, und als Familienunternehmer, ich mache das hier mit meinen beiden Brüdern und der Daniela zusammen, wir sind hier ein tolles Viererteam, probieren wir ganz viel aus. Und ganz wichtig für ein Objekt, und wir reden bei einem Hotelobjekt immer über eine Spezialimmobilie, das darf man einfach nicht vergessen. Und so eine Spezialimmobilie funktioniert nur über den Ertragswert. Das heißt, da muss man schon die systemischen Komponenten denken, also System Economy Hotel, und dann die ganzen Abläufe optimieren. Und wenn man sich da auch wieder die Smart Cameras nimmt, und das kommt noch aus dem Jahr, das ist schon 2017, 2016 haben wir das gemacht, dass wir zum ersten Mal diese Smart Cameras angesetzt haben und unterschiedliche Farben den Mitarbeitern, Gästen und so weiter gegeben, also nur Metadaten. Und dann haben wir einfach mal die Laufwege der Mitarbeiter aneinandergereiht, und dann kann ich sagen, 12 Meter Laufweg sind 4 FTE, Arbeitstage, äquivalent im Jahr, weil jeder muss darüber laufen. Und wenn man sowas optimiert und dann systemisch das alles plant, dann funktioniert das Produkt auch sehr gut. Manchmal muss der Gast dann halt ein Stückchen um die Bar drumherum laufen, aber ich glaube, dass den Gast das weniger stört, als wenn der Mitarbeiter schlechte Laune hat. Weil, also ich meine, ich habe immer gemütliche Schuhe an, aber ich sehe ja manchmal die Damen, was sie für Schuhe anhaben. Mit solchen Dingern könnte ich nicht rumlaufen und vor allem nicht stundenlang stehen. Und genau das ist der Punkt. Wenn man da ein bisschen da noch was einspart, hat man auch da auch wieder glücklichere Mitarbeiter, die da an der Rezeption oder an dem Welcome Desk stehen können und dort einfach effizient funktionieren können und glücklich auch nach Hause gehen können, weil das ist auch ein ganz wichtiger Teil an der Geschichte.
- 29:14 Ronald M. Arndt
Aktuell zählt ihr 7 Hotels bei Hey Lou und habt jetzt so ein tolles System hier gebaut. Da kann ich mir vorstellen, dass sich da auch relativ bald mal andere Partner, potenzielle Partner für interessieren.
- 29:27 Martin Kemmer
Ja, auf jeden Fall. Wir sitzen jetzt hier in einem Gebäude, was in BIM geplant ist, als digitaler Zwilling vorhanden ist und für den seriellen Bau vorgesehen ist. Leider Gottes hat die Politik noch nicht das ganz realisiert. Also ich meine, hier für Karlsruhe im Rheingraben mit Erdbebengebiet ist dieses Gebäude in Ordnung, aber ich kann es jetzt nicht einfach nach Hessen transferieren oder nach Rheinland-Pfalz, weil andere Regeln. Also ich, da ist mein Appell wirklich an die Politik, den seriellen Bau auch zu ermöglichen, damit man genau solche Themen machen kann. Natürlich kann man unser Konzept auch woanders reinsetzen, aber wir reden überall die Probleme im Bau, wir reden über die Kostensteigerung, wir reden darüber, was nicht funktioniert, und da wäre eine ganz einfache Lösung, ohne dass die Qualität nach unten gehen würde, wenn man den seriellen Bau einfach ermöglichen und so solche Produkte immer wieder, genau wie dieses Objekt hier steht mit 158 Zimmern, passt es an 90% der Standorte, die für Hey Lou interessant sind, ganz genauso. Und im Übrigen ist es dann auch sehr flächeneffizient und sehr grün, wenn man Dinge nicht ständig neu und teuer zerlegt und jede Lücke ausnutzt, sondern halt einen Standard mit fertigen Bauteilen, die auch ausgeglichen werden können, also hohen Standardisierungsgrad bauen kann. Und das kann man dann multiplizieren. Und ja, das ist gelebte Nachhaltigkeit und gelebtes Unternehmertum.
- 30:55 unklar
Was sind denn Top-Standorte für euch?
- 30:58 Martin Kemmer
Also ich bin ein großer Freund von den sogenannten C- und D-Standorten, also Städte über zwischen 50.000 und 150.000 Einwohnern, die von der Hotellerie-Seite her noch nicht so belegt sind, weil viele Standorte auch hier ein Messestandort, aber auch kleinere Messestandorte, die brauchen gute Systemhotels, weil die sind nicht vorhanden, und deswegen funktionieren viele Veranstaltungen nicht. Also ich sehe da schon noch sehr, sehr viel Potenzial in dem Markt, und ich weiß, alle tummeln sich immer auf den Top-7-Städten, die finde ich gar nicht so spannend persönlich gesehen, und ich habe lieber ein Produkt in Nördlingen, was eine sehr kleine Stadt ist, und habe dort ein tolles Kundenumfeld, oder in Monheim am Rhein zwischen Leverkusen Leverkusen, und oder neben Leverkusen zwischen Düsseldorf und Köln. Das sind tolle Standorte, tolle Lagen für uns. Also wir gehen gerne in C- und D-Lagen, wenn man das im Immobilienbereich sich anschaut, und dort aber in 1A-Standorte von der Location her gesehen.
- 32:08 Daniela Schade
Und wir werden mit Sicherheit, weil das war ja auch deine Frage, ja natürlich organisches Wachstum ist auch geplant, aber es war jetzt erstmal wichtig, unsere bestehenden Häuser wirklich auf den Standard zu bringen, die wir haben. Wir haben sogar am Anfang auch ganz bewusst Häuser rausgenommen. Wir hatten mal mehr Häuser, haben aber im Rahmen dessen eben auch gesagt, nein, die passen einfach auch nicht in dieses Thema System Economy Hotelkonzept oder sind schon so, dass sie einfach auch nicht mehr digitalisiert werden können in der richtigen Art und Weise. Und deswegen sind wir am Anfang sogar ein bisschen zurück zurückgegangen. So, und das wird sich aber mit Sicherheit ändern in der Zukunft.
- 32:49 unklar
Das ist ja auch eines deiner Lieblingswörter, Daniela, Fokus.
- 32:54 Daniela Schade
Fokus, genau, und Veränderung sowieso, weil Veränderung, ich meine ganz ehrlich, Veränderung heute, guck doch mal an, kein Mensch war, es geht nicht mehr ohne Change. Ich meine, bei aller Liebe, das gehört zu unserem täglich Brot in Anführungszeichen, und wer das heute auch in der Hotellerie ignoriert, dass die Dinge kommen, wie sie kommen, und, und dass du dich darauf einstellen musst und dass du auch Konzepte finden musst und auch bestehende Konzepte überarbeiten musst und aktiv mitgestalten musst. Ganz ehrlich, der, der, der, ich weiß es nicht, der wird ein Problem bekommen mittelfristig. Und es ist auch nicht immer so einfach bei uns. Also ich meine, Martin hat vorher, wir haben das Thema Welcome Desk angesprochen, wir haben das Thema, du kannst gerne, Martin, auch gleich noch mal was zum Thema Agenten sagen, das ist auch was Hübsches, ist ja im Moment auch in aller Munde. Aber wir machen auch unsere Erfahrungen, unsere Fehler, wir gehen manchmal 3 Schritte vor und auch wieder 2 Beispiel am Welcome Desk, da haben wir auch am Anfang versucht, mit Avataren zu arbeiten und haben dann gesagt, nee, das ist es nicht. Und kurz vor Einführung sind wir wieder zurückgegangen, wo ich so gedacht habe, nee, aber das ist einfach, das ist agil, das ist schnell. Das ist aber auch in dem Moment erkennen, es funktioniert nicht, dann mache ich was anderes.
- 34:09 Martin Kemmer
Ja, also du hast jetzt ganz viele Prinzipien mit reingeschmissen. Also ja, wir nutzen relativ viele MVPs, Minimal Viable Products, testen Dinge aus. Merken dann auch, funktioniert nicht. Try often, fail early, ziehe den Stecker. Jetzt der Avatar, das war ein schmerzhafter Stecker, das war ein mittlerer sechsstelliger Betrag, den wir da einfach mal in die Mülltonne investiert haben. Aber wir haben gemerkt, es ist nicht das, was funktioniert, weil er ist toll, wenn man ihn einmal benutzt, er ist toll, wenn man ihn zweimal nutzt. Wenn man ihn aber im täglichen Leben häufiger benutzt, wird das Ding ziemlich schnell ziemlich öde. Es geht nicht auf die Gastgeschwindigkeit ein und so weiter. Diese Lessons Learned, die muss man machen. Und natürlich, du hast jetzt noch ein zweites Prinzip angehört: Jeder Mitarbeiter der bei uns anfängt, bekommt das Buch Good to Great oder Der Weg zu den Besten von Jim Collins geschenkt. Und da gibt es das Igelprinzip, also wo liegt unsere wahre Passion, wo ist unser wirtschaftlicher Motor und worin können wir die Besten werden. Und der Schnittmenge dieser 3, das ist das Igelprinzip, da bewegt man sich. Und das war ein ganz schmerzhafter Prozess für einige, auch für uns, zu Moment mal, sei ehrlich zu dir selbst. Wir haben jetzt mit 7 Hey Lous gestartet. Warum mit 7? Wir hatten mehr. Nein, wir machen nicht einfach alles, sondern eine Marke muss ein Erlebnis sein und Marke muss kein Label sein. Also was ich niemals machen möchte, wofür Daniela absolut steht, ist, dass wir hier eine Marke schaffen, ein Markenerlebnis für den Kunden und nicht ein Label. Wir klatschen nicht einfach nur irgendwas oben drauf und nennen das irgendwie. Da gibt es ja so die ein oder andere Marke, die das ganz gerne macht und dann plötzlich da ist. Bei uns soll der Kunde sein Erlebnis haben, und genau das, es funktioniert, und das von Friedrichshafen bis Hildesheim, von Monheim bis Piding. Das ist die große Herausforderung und die große Chance, wenn man diese Kontinuität in den Markt trägt, und das lieben, so wie wir es sehen, unsere Kunden.
- 36:08 unklar
Das ist ja auch genau der Unterschied zwischen einer Product Brand und einer Corporate Brand. Also, ihr lebt ja die Corporate Brand von vorne bis hinten.
- 36:17 Ronald M. Arndt
Ja, also du hast gerade schon das Stichwort Agenten reingeworfen. Was kommt da so die nächsten Jahre noch?
- 36:24 unklar
Also erzählt mal.
- 36:27 Daniela Schade
Den gebe ich an Martin, wollte ich gerade sagen, weil das ist, glaube ich, wirklich ein spannendes Thema, aber auch etwas, was die Hotellerie übrigens ziemlich revolutionieren wird.
- 36:36 Martin Kemmer
Ja, also wir haben einige Agenten jetzt schon im Einsatz. Also wir waren einer der ersten, die den Agentforce Salesforce-Agenten getestet und am Laufen gehabt haben. Wir hatten im November letzten Jahres, also November '24 war das, einen Hackathon mit Salesforce zusammen und haben dort versucht, diesen Agenten wirklich für die breite Masse zu ermöglichen. Weil ich denke auch, dass das ist das, was Daniela gerade angerissen hat, dass die Agentic AI die Demokratisierung des Services sein wird, weil viele Dinge, die früher nur hochspezialisierte, sehr teure Fachkräfte für ein sehr geringes Publikum haben machen können, kann jetzt mit einer Agentic AI praktisch jedes Unternehmen— natürlich ist es nicht ganz so einfach, es ist definitiv nicht Plug-and-Play— machen. Und auch da wieder sind wir gerade am Entwickeln, wir lernen dort auch, wir haben da auch unsere ein, zwei schlechten Erfahrungen gemacht. Auch da mit dem Kunden muss man da höllisch aufpassen. Ich sage nur, was manche Leute nachts um 3 Uhr im Hotelzimmer eingeben, ist nicht unbedingt das, was eigentlich an so Agenten rangehen sollte. Aber wenn wir den Teil mal weglassen, muss ich sagen, wir sind inzwischen sehr, sehr gut mit den Guardrails, also den Leitplanken, wie das auf Deutsch heißt, für die Agenten, weil die sollen nicht halluzinieren, die sollen Fakten geben, sie sollen Antworten geben, aber nur in einem bestimmten Rahmen. Und unsere Agenten, die wir jetzt am Laufen haben, am Anfang war es ein Agent, dann haben wir mehrere gebaut, jetzt sind wir wieder da, dass wir mehrere Agenten haben, aber einen Orchestrierungsagenten, der oben drüber das koordiniert. Wir bauen praktisch eine ganze Governance oder eine ganze Mitarbeiterstruktur in Agenten auf, mit zig spezialisierten Agenten, die dann wie gesagt orchestriert werden. Und der Lackmustest wird dann kommen, wenn wir den zu Peakzeiten einsetzen, weil da kann er sehr schön hoch skalieren. Und du hast vorhin den Mitarbeiter angesprochen. Jeder Mitarbeiter mit AI ist besser als ohne AI. Hört sich einfach und logisch an. Man sollte sich das mal kurz auf der Zunge zergehen lassen. Und unsere Mitarbeiter sind die größten Fans. Wir haben auch Roboter. Am Anfang, ja, natürlich ist immer ein bisschen Angst da. Mittlerweile streiten sie sich um Lou, weil wir haben nicht genügend Lous hier, und die fahren so im Durchschnitt 25 Kilometer die Woche. Und das ist natürlich eine ganze Menge Laufweg, die man sich spart. Und insbesondere das Frühstück funktioniert viel reibungsloser, wenn der Essenswagen praktisch oder der Geschirrwagen einem rumfährt. Die Gäste stellen das gerne rein und ich glaube, Lou schnurrt auch ganz wenig. Aber Daniela, da kannst du sicher noch mal ein bisschen was zu erzählen, weil ich glaube, unser Lou schnurrt ein wenig. Ja, schnurrt, schnurrt, schnurrt.
- 39:36 Daniela Schade
Ja, na ja, gut. Ich meine, du kannst natürlich bei allen Robotern oder bei aller KI, du kannst überall wunderbar Gamification mit reinbringen. Das ist ja auch ganz schön und es ist ja wirklich toll und das ist übrigens auch vom Konzept her dieses wieder menschlich und digital zusammenbringen, weil die Lou fährt die Speisen an den Tisch und dann wird es vom Kollegen genommen oder von der Kollegin und an den Tisch serviert. So, und dann hast du eben genau diesen Bezug und Lou klimpert dann natürlich mit den Augen und hat dann noch ein nettes kleines Katzengesicht. Wir wissen ja vom Internet, dass Katzen ganz besonders gut laufen und deswegen sind natürlich die Gäste dann immer, streicheln Lou und keine Ahnung, machen Fotos. Aber auch das gehört heute mit dazu. Ja, ich meine, so ein Foto mit einer Lou dann in Social Media, dass Gäste das posten, das ist für einen Hotelier genauso wichtig mittlerweile für das Thema Präsenz.
- 40:34 unklar
Ich glaube, dann können wir sagen, cheers to Hey Lou, oder?
- 40:38 Ronald M. Arndt
Ja, mich würde interessieren, wo der Name Lou herkommt. Kann man so ein bisschen zurückverfolgen, oder?
- 40:44 Martin Kemmer
Ja, jetzt fangen wir doch mal ganz kurz an. Hey Siri. So, jetzt sind alle schon mal, die diesen Podcast hören und ein Apple-Gerät haben, wurde aktiviert, wenn man die Stimmaktivierung nicht aktiviert hat.
- 40:56 Ronald M. Arndt
Jetzt ist gleich die Kamera aus.
- 40:57 Martin Kemmer
Ja, also wahrscheinlich hast du deine Kamera hoffentlich mit deiner Stimme synchronisiert. Insofern sollte das nicht passieren, dass ich dieser Stimme— Aufnehmen tun wir hier über das andere Gerät. Genau, das ist es. Also wir haben uns überlegt damals, ich habe ja vorhin gesagt, als wir unsere Personas gemacht haben, haben wir überlegt, wie kann man eine Hotelmarke nehmen, die eben genau das symbolisiert, was der Mensch dann erleben wird. Und genau das ist ja das jetzt, was mit Hey Lou, also das Hey, das Aktivierungswort, und Lou, der Brand Name. Und wir haben gesagt, wir brauchen ein Internet-Smiley und eine Persona, die einfach für jeden passt. Und dafür war Lou genau das Richtige.
- 41:43 Daniela Schade
Ich meine, Lou ist ja auch, ich meine, Lou kannst du männlich, weiblich, sächlich, du kannst Lou für alles verwenden. Lou ist also sehr, sehr, sehr vielfältig einsetzbar und das Hey hat Martin gerade gesagt, zeigt einfach das Thema digital und es hat uns von vornherein gefallen und dann als wir im Aussuchen der Namen und unserer Bildmarke dann auch noch dieses lachende Gesicht gesehen haben, ihr habt vielleicht gesehen, das ist eben ein L, ein O und ein U und das ist unser Smiley, dann war es und das Zwinkern kannst du natürlich dann wunderbar noch animieren und da war es glaube ich um uns geschehen, als wir das gesehen haben, und haben gesagt, das ist es, und genauso setzen wir es um. Genau, das ist jetzt—
- 42:24 Ronald M. Arndt
passt Hey auch sehr gut zum Thema Gastlichkeit.
- 42:27 Daniela Schade
Wir sprechen ja auch unsere Gäste so an, dass wir sagen Hey, und dann— und das haben auch unsere Kolleginnen und Kollegen übrigens ganz, ganz gut adaptiert. Finde ich auch sehr, sehr schön.
- 42:39 Martin Kemmer
Und man muss natürlich auch sagen, ich höre immer, was der Gast so möchte und was nicht funktioniert. Und da ist mir jetzt gerade noch mal, als du erzählt hast, die Geschichte von unserem Welcome Desk mit der Lou eingefallen. Es hieß so, ja, der Welcome Desk wird nicht funktionieren, und ich kriege Fotos zugeschickt vom Aufbau eines Welcome Desks, wo der Techniker unten drunter noch am Verkabeln ist. Ich glaube, du hast das Foto schon mal gesehen, wo der Techniker noch unten drunter am Verkabeln ist und der Gast oben sich schon eincheckt. Also dazu, wir sollten unseren Gästen auch mal ein bisschen was zutrauen, das funktioniert schon. Und ich habe auch schon die ersten Gäste gesehen, so funktioniert es leider noch nicht, dass sie einfach Hey Lou in ihr Handy gesprochen haben. Nein, das funktioniert noch nicht, so groß sind wir noch nicht.
- 43:21 unklar
Der Schritt, Martin.
- 43:24 Martin Kemmer
Ja, eins nach dem anderen. Genau, jetzt fangen wir erstmal an.
- 43:26 Daniela Schade
Martin braucht Ziele nach vorne.
- 43:29 Ronald M. Arndt
Diese Hochzeit hier aus digitaler Welt und traditioneller Gastlichkeit, wie sie jetzt bei euch bei Hey Lou vereint ist, auf jeden Fall, da müssen wir uns noch mal zusammensetzen, glaube ich.
- 43:45 Martin Kemmer
Also gerne. Ich habe ja schon gemerkt, ihr beide seid ganz interessiert daran, was für eine Technik noch im Hintergrund läuft. Ich glaube, heute wird das ein bisschen den Zeitrahmen sprengen, dass wir uns da noch mal angucken, aber wenn ihr da Lust und Zeit habt, gibt es sicherlich eine Möglichkeit. Müssen wir sehen, wann wir den Termin finden. Und vielleicht ist das für eure Audience auch interessant. Mal sehen, was die so voten werden, eure und unsere Audience, was die so voten werden. Vielleicht sind sie ja interessiert daran, ein bisschen mehr über die Technik zu erfahren, und dann suchen wir das. Also Daniela, ich melde dich jetzt freiwillig dazu mit, auch gerne mal noch mal.
- 44:19 Daniela Schade
Ich bin ja KI-Expertin, also von dem her haben wir ja schon gelernt. Also von dem her kann ich dann auch ein bisschen, ich erzähle dann ein bisschen was über die Ergebnisse, was die tatsächliche Technisierung dann auch bringt, weil das will man ja auch sehen, ne? Ich meine, das ist ja meistens so, dass dann hast du ja Effizienzsteigerungen und die drücken sich ja in Zahlen aus. Ja, super. Die präsentiere ich dann.
- 44:37 Ronald M. Arndt
Ja, dann ganz lieben Dank.
- 44:39 unklar
Freuen wir uns drauf.
- 44:39 Ronald M. Arndt
Ihr macht euch nachher wieder auf den Heimweg nach Grünwald, glaube ich, bei München. Da ist der Hauptsitz von Hey Lou.
- 44:48 Martin Kemmer
Ja, aber Hey Lou ist gerne in jeder Stadt zu Hause. Also wir kommen auch noch mehr Städte.
- 44:55 unklar
Sehr schön, dann willkommen!
- 44:57 Ronald M. Arndt
Und wir bleiben dran mit dem Hotel-Podcast. Dankeschön euch beiden!
- 45:00 Daniela Schade
Ja, vielen Dank euch beiden, und hat viel Spaß gemacht, ganz toll. Danke, danke!