Moritz Schleich & Isabell Fuss, Independent Hotel Show Munich
Aufgenommen: Independent Hotel Show Munich, München
Germany23 Min Das Video kommt von YouTube und lädt erst, wenn du auf Abspielen klickst.
„Wir haben hier eine Innovationskraft in den kleinen Marken, in den individuellen Betreibern, und die dürfen wir auch sichtbar machen.“
Moritz Schleich & Isabell Fuss, 20:25
Moritz Schleich, Projektleiter der Independent Hotel Show Munich, und Isabell Fuss, Ambassadorin der Messe, ziehen am Ende des ersten Messetags Bilanz. 1400 Besucher an einem Tag, Aussteller, die direkt für die nächste Ausgabe verlängern, und der Plan, auf 200 Aussteller und 3.500 Besucher zu kommen. Dazu: wie Moritz über das DJ-Pult in die Projektleitung kam, warum der Content wieder deutsch wurde und was Isabell an jungen Marken als Innovationstreiber sieht.
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Kernaussagen
- Quereinstieg über das DJ-Pult: Eine Mitarbeiterin der Presseagentur Wilde & Partner rief Moritz nach Jahren ohne Kontakt an und fragte, ob er auf einer Hotelmesse auflegen kann. Danach kam die Frage nach einer Projektleitung aus München, er meldete sich selbst und stieg im Februar ein.
- Zahlen vom ersten Tag: 1400 Besucher an einem Tag, Neuaussteller, die noch während der Messe Verträge unterschreiben, und 1000 Quadratmeter mehr Fläche als Ziel. Für die nächste Ausgabe peilt Moritz 200 Aussteller und 3.500 Besucher an, bei weiterhin drei Stages.
- Zielgruppe und Flächenregel: Die Messe richtet sich an unabhängige, familiengeführte Hoteliers im DACH-Raum plus Südtirol sowie an Designer und Architekten. Diese Zielgruppe zahlt keinen Eintritt, und für Tech sind maximal 30 bis 33 Prozent der Ausstellungsfläche vorgesehen.
- Deutsch statt englischlastig: Bei der ersten Ausgabe war das Programm aus der Herkunft von Montgomery heraus stark englisch, das Feedback der Hoteliers war klar: deutscher Content, deutsche Ansprechpartner. Isabell will trotzdem englischsprachige Marken auf die Bühne holen, Moritz schlägt dafür eine International Stage vor.
- Kleine Marken, große Innovation: Isabell sieht die jungen Konzepte und individuellen Betreiber als Innovationstreiber, auf die die großen Ketten schauen. Für die Messe fehlen ihr Hotelkooperationen mit Special Rates für Speaker, dazu mehr Side Events und ein Pre-Event am Vorabend.
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Transkript öffnenTranskript schließen23 Min · Ronald M. Arndt und Moritz Schleich & Isabell Fuss
Automatisch transkribiert mit AssemblyAI, Sprecher automatisch zugeordnet. Nicht redigiert.
- 00:00 Katharina Beatriz Varga
Ja, wir sind auch gespannt, was passiert. Vor allem, was passiert ist bisher, sind wir eigentlich gespannt, oder?
- 00:09 Ronald M. Arndt
Ja, ich war ja letztes Jahr dabei. Auch da haben wir schon einen Hotel-Podcast live auf der Bühne aufgeführt, Katharina. Und ich mag mich zu erinnern, da hat man sogar eine Decke über uns gelegt.
- 00:19 Katharina Beatriz Varga
Ja, eine Mühldorfer Decke und uns ist echt immer wärmer geworden. Aber es war sehr schön und kuschelig.
- 00:23 Ronald M. Arndt
Jetzt die große Frage: Was hat Moritz letztes Jahr gemacht? Als wir einen Live-Podcast auf der Bühne aufgeführt haben?
- 00:29 Moritz Schleich
Ich glaube, ich war an dem Tag noch gar nicht da, sondern ich bin irgendwann später erst dazugekommen und habe dann aufgelegt. Das war ja meine Leidenschaft damals.
- 00:38 Ronald M. Arndt
Aufgelegt heißt?
- 00:39 Moritz Schleich
Als DJ. Das war ein sehr lustiges Erlebnis, und zwar die Presseagentur Wilde & Partner. Eine Mitarbeiterin dort, die es auch nicht mehr da gibt, die hat plötzlich aus dem Nichts nach 6 Jahren Funkstille angerufen und meinte so: Moritz, Ich habe da was, da musst du jetzt hin. Das ist so eine Hotelmesse, kannst du da auflegen?
- 01:02 Ronald M. Arndt
Ach, du bist wirklich ganz spontan als DJ damals zur Hotelshow?
- 01:05 Moritz Schleich
Ja, und ich habe zu Isabell, nicht zu Isabell, jetzt bin ich schon durcheinander, damals zu der Mitarbeiterin gesagt, so, na ja, also seit 5, 6 Jahren lege ich gar nicht mehr auf, mache ich gar nicht mehr so, aber komm, das Projekt finde ich spannend, ich gehe da einfach mal hin. Und dann bin ich dahin gegangen und dann habe ich die mein wunderbares England-Team mal kennengelernt, und die waren dann alle ein bisschen verzweifelt, weil sie alle kein Deutsch konnten. Und dann haben wir das ganz gut gewuppt, und danach kam die Anfrage: Sag mal, kennst du jemanden, der die Projektleitung für nächstes Jahr machen könnte? Weil wir bräuchten ein Gesicht aus München, jemand, der Lust hat, was zu machen drauf. Und dann habe ich gesagt: Na ja, 3 Jahre Projektleitung bei der Messe München früher gemacht, eigene Agentur, Startup. Ich finde es immer so ein Startup-Feeling, junge neue Projekte, super gerne schießen aus dem Boden und müssen irgendwie wachsen. Dann ist mir schon der ein oder andere Name wie Isabell eingefallen, die ich da gerne mit dabei hätte fürs nächste Jahr, und dann habe ich gesagt, wir machen es. Und seit Februar diesen Jahres bin ich dabei, und es ist das erste Mal, dass ich sitze, und das erste Mal, dass ich gerade rede, ganz entspannt, weil ich komme einfach nicht durch. Also ich bin so überwältigt, und es ist so schön, diesen ersten Tag so so positiven Vibe, Stimmung hier zu erleben, sowohl die Aussteller als auch die Hoteliers. Jeder sagt, ey Moritz, super cool, macht richtig Spaß. Ja, und mich kennen mehr, als dass ich sie wiedererkenne, und das ist mir immer richtig unangenehm, weil normalerweise kann ich mir schon den Namen dann immer so ein bisschen merken, aber hier kommt immer, hi Moritz, und ich weiß es nicht.
- 02:34 Katharina Beatriz Varga
Ich denke einfach, hallo zurück, und das passt.
- 02:38 Moritz Schleich
Lächle dann immer freundlich und dann Kommt was, ja.
- 02:42 Ronald M. Arndt
Genau, wir haben uns kennengelernt auch bei einem Hotel-Podcast. Der war nicht live, sondern da lagen wir zusammen in einem Bett hier in einem Münchner Hotel. Das dürfte auch so Anfang des Jahres gewesen sein.
- 02:50 Moritz Schleich
Ja, da war ich ganz frisch dabei. Es war sehr spontan, sehr cool, in einem Bett einen kleinen Hotel-Podcast aufzunehmen. Und ich habe die erste Vision mal dargestellt, die mir so vorschwebt bis zum heutigen Tag, was ich so erreichen will.
- 03:04 Ronald M. Arndt
Genau, ich habe noch mal nachgeschaut, das war Episode 146, den man eben als Hotel-Podcast sich gerne mal reinziehen kann. So, jetzt sind wir am Ende des ersten Tages fast angekommen. Es kommt ja noch ein bisschen was nachher, aber du sitzt das erste Mal. Kannst du schon so ein bisschen eine kleine Zwischenbilanz ziehen?
- 03:23 Moritz Schleich
Ja, nächstes Jahr wieder. Ja, definitiv noch größer. Noch mal 1000 Quadratmeter mehr.
- 03:29 Katharina Beatriz Varga
Es ist ja dieses Jahr schon größer als letztes Jahr.
- 03:32 Moritz Schleich
Ja, aber wir sind die, also die Nachfrage an auch Neuausstellern, was wir heute schon unter Vertrag genommen haben und was Also es ist überwältigend. Ich habe das nicht erwartet und dementsprechend ist es ja noch mal größer, vielleicht auch die Stage noch mal ein bisschen größer, bisschen mehr Sitzplätze, das auch alles. Also das komplette Kongresskonzept sozusagen ein bisschen auch erweitern, auch noch mal namhaftere Speaker, schon mit einigen Sponsoren gesprochen, die die nächsten Jahre mit unter Vertrag kommen wollen. Also erster Tag phänomenal, ich bin einfach wirklich überwältigt.
- 04:05 Katharina Beatriz Varga
Wie oft fallen die Vergleiche mit Amsterdam und Miami? Also musst du da irgendwie Kennst du die anderen Messen? Musst du da was erzählen? Musst du was erklären? Also wie ist da—
- 04:15 Moritz Schleich
Ja, also außer Miami kenne ich alle, aber Miami ist für die meisten nicht so interessant, weil es auf der anderen Seite des Atlantiks ist. Und Amsterdam war ich dieses Jahr, das war dann meine erste Messe, da war ich ganz frisch 5 Wochen dabei, die habe ich mir angeguckt. Und London war jetzt direkt nach dem Oktoberfest, habe ich auch gesehen, ist ja so ungefähr die Ursprungsmesse seit 2012. Ja, ich würde mal sagen, ich muss es erklären, aber viele wissen es auch. Und 2 Jahre noch und dann sind wir so groß wie London. Und wir haben Amsterdam jetzt schon überholt. Ambitious, Moritz.
- 04:50 Katharina Beatriz Varga
Und die Brücke zu Isabell ist ja auch an deine DJ-Historie geknüpft.
- 04:55 Moritz Schleich
Ja, ich habe auf der Hochzeit aufgelegt.
- 04:56 Katharina Beatriz Varga
Wir haben da was gehört.
- 04:59 Moritz Schleich
Ja, ist auch jetzt, glaube ich, so ein paar Jahre her. 7 Jahre, siehste, habe ich im Kopf. 7 Jahre, dass ich dort aufgelegt habe damals, weil ich mit ihrem Mann ganz gut befreundet war, weil es der gleiche Freundeskreis war, und seitdem irgendwie nicht aus den Augen verloren und so immer Ruby verfolgt. Haben uns so auch Glück gehabt, in schönen Ruby Hotels zu übernachten, empfehle ich bis heute immer noch. Und dann habe ich einfach, als ich da diese Idee hatte letztes Jahr und im Dezember, Januar die Verträge waren und wir, glaube ich, November, also Dezember, November schon mal gesprochen hatten, war schon die Idee, Isabell muss an meiner Seite sein, ich brauche sie als Ambassadorin, und jetzt ist sie bei mir an der Seite und ich bin total happy.
- 05:39 Katharina Beatriz Varga
Isabell, du bist als, der Wahnsinnstitel, Ambassadorin hier auf der Messe unterwegs, und ich meine, es gibt ja nichts Schöneres eigentlich, als dann dein Gesicht auch hier in Verbindung mit der Independent Hotel Show zu sehen. Wie erlebst du das, auch zum ersten Mal, oder, aus der Position heraus?
- 05:59 Isabell Fuss
Ja, ja, überhaupt zum ersten Mal, weil letztes Jahr war ich nicht hier. Und als mich Moritz das erste Mal angeschrieben hat, irgendwann Ende letzten Jahres, war es so, du, ich schlitter da gerade in so eine Sache rein, ich brauche mal ein bisschen Hotel-Background. Und ja, dann haben wir immer mehr gesprochen und irgendwann hat sich rauskristallisiert, was es hier überhaupt ist, was es werden soll, wo Moritz auch hin will mit dem Event. Und ich finde es sehr, sehr schön, sehr, sehr inspirierend, heute hier zu sein, es auch mal zu sehen, wie es hier live ist. Über das, was wir jetzt monatelang gesprochen haben. Wir haben sehr viel Effort gegeben in den ganzen Content, der hier auf der Bühne ist, in die Speaker, in die ganze Auswahl von all dem. Und es ist schön, heute zu sehen, wie es funktioniert. Und die Stages sind gut besucht und wir haben das Gefühl, das funktioniert ganz gut.
- 06:50 Moritz Schleich
Muss ja auch so ein bisschen dazu sagen, dass ich ja gar keine Ahnung habe von Hoteldasein und vom Hotelthema. Das heißt, ich bin da reingerutscht und habe mir gedacht, na ja, ich kenne so den ein oder anderen.
- 07:00 Katharina Beatriz Varga
Wie soll das ohne Isabell funktionieren?
- 07:03 Moritz Schleich
Ich habe gedacht, so, Isabell kennt sich halt aus, Isabell kennt alle, also brauche ich sie an meiner Seite. Das war einfach so der einfache Grund. Und ja, auch bei Emanuel, wir kennen uns auch schon sehr, sehr lange und er ist ein sehr enger Freund von uns beiden, der bei mir auch im Advisory Board auch mit dabei ist, hat 2 Hotels in München, Haus im Tal zum Beispiel, habe ich halt auch gefragt. Und so entwickelt man sich irgendwie weiter und ich finde es immer spannend, in neue Themen reinzukommen und auch der ganze Hotelmarkt, der ganze Real-Estate-Markt dort unglaublich spannend. Jetzt war ich auf vielen Veranstaltungen schon, Und höre auch immer wieder die eine oder andere Folge, weil da bildet man sich nämlich auch weiter.
- 07:34 Ronald M. Arndt
Das soll so sein, genau. Was hast du jetzt über die Independent Hotels aus dem DACH-Raum gelernt die letzten Monate? Wie hast du sie kennengelernt?
- 07:45 Moritz Schleich
Ich sag's mal positiv, die Jungen, die nachfolgen, die verstehen das Konzept, die kommen auch, die wollen nachkommen, und man merkt hier in insgesamt auch irgendwie diesen Change. Also die sind nicht mehr alle im Anzug mit Krawatte, die alten weißen Männer, sondern es kommt jetzt die nächste Generation und es gehen die jungen Hotelinhaber halt her und wir versuchen halt neue Konzepte umzusetzen, innovative Konzepte umzusetzen, und das merkt man halt auch bei den ganzen Ausstellern. Also die haben hier keine Fließbandproduktion, die kreieren jeden einzelnen Tisch zum Beispiel speziell für das Hotel. Und das zeichnet das Ganze aus, und dieser Aspekt ist unglaublich wertvoll.
- 08:25 Ronald M. Arndt
Also es geht auch darum zu motivieren, ja, die nächste Generation zu motivieren, hier einen Spirit, sage ich mal, zu verkörpern, um da anzuknüpfen, was die Eltern ja oftmals eben aufgebaut haben.
- 08:36 Moritz Schleich
Definitiv, also merke ich einfach, wie wichtig, aber auch habe ich auch gemerkt, wie wichtig ein Side-Event ist oder wie wichtig danach eine Party mit viel Alkohol ist, weil die braucht auch man immer zum Netzwerken, und das ist unglaublich wichtiger Teil. Dementsprechend freue ich mich, dass wir den nach der Awardverleihung auch noch haben und dass wir diese 4 Awards dieses Jahr wieder vergeben dürfen, ist auch wunderschön. Da freue ich mich jetzt auch gleich drauf.
- 09:00 Katharina Beatriz Varga
Und wenn du sagst nächstes Jahr wieder, was dürfen wir, also erwarten wäre jetzt das falsche Wort, aber womit dürfen wir rechnen oder womit dürfen wir uns überraschen lassen von euch beiden? Also ist es für dich auch nächstes Jahr wieder, Isabell, oder sagst du, Moritz, ganz ehrlich, es war nett, aber—
- 09:17 Moritz Schleich
Das ist super. Das kannst du jetzt nämlich gleich mal fragen. Ist das nächstes Jahr noch mal?
- 09:23 Isabell Fuss
Kommt drauf an. Nein, ich denke, wir sind hier— Moritz und ich haben noch sehr viele Ideen, was man machen kann. Und es wäre fast schade, wenn wir das jetzt mit diesem Mal beenden. Also von meiner Seite aus, was ich nächstes Jahr gerne mehr sehen würde, sind Side Events. Da glaube ich, können wir noch ein bisschen mehr machen. Vielleicht auch so ein Pre-Event. Viele reisen am Vorabend schon an. Der Termin wird sich nächstes Jahr verschieben auf September, das ist noch mal was anderes. Dann vom Content, wenn wir uns den Content-Bereich anschauen, da waren wir schon gut, aber ich glaube, da können wir auch noch mal hier und da eine Stellschraube drehen, vielleicht noch mal mehr Fokus setzen bei der ein oder anderen Stage. Ich würde gerne noch ein bisschen mehr out of the box gehen. Ich hatte heute in einem Panel von mir Helen dabei, die aus dem Luxury Retail kam. Das war auch unglaublich spannend, einfach mal so eine Transfer, zum Transferpanel zu haben und unterschiedliche Perspektiven zu sehen. Und was wir dringend brauchen, das greife ich jetzt vorweg, Moritz, aber wir brauchen Hotelkooperationen. Das kann nicht sein, wir sind eine Hotelshow, wir haben keine einzige Hotelkooperation. Also wenn das jetzt Hoteliers hören, gerne mal auf uns zukommen. Wir bräuchten ein paar Special Rates für die Speaker, damit wir das noch mal stärker positionieren können.
- 10:37 Moritz Schleich
Viel hinzufügen kann ich gar nicht mehr. Ich sage immer so, das ist typisch ein bisschen deutsch, man schaut sich erstmal vorsichtig an, keiner will sofort eine Kooperation eingehen. Ich glaube, jetzt nach dem zweiten Jahr fällt uns das leichter, das werden wir auch definitiv machen. Und das, was ich einfach auch mag und was ich umsetzen darf, Gott sei Dank auch aus London raus, ich darf so ein bisschen meinen eigenen Weg auch gehen und ich bin gerne visionär, ich bin gerne innovativ unterwegs, out of the box ist unglaublich wichtig in dieser Branche. Deswegen auch mehr auf Side-Events noch mal gehen, auch vielleicht während des Jahres die IHM vor allem noch mal mehr in den Vordergrund rücken bei anderen Veranstaltungen. Und dann werden wir nächstes Jahr vielleicht, ich sag, ich würde es mal bei 3 Stages lassen, ehrlicherweise, aber dafür noch mal größere, da noch mal bessere, bekanntere Speaker, noch mal anderen Content, ja, und peil mal die 200 Aussteller an und 3.500 Besucher, dann bin ich sehr happy für nächstes Jahr.
- 11:30 Ronald M. Arndt
Was darf man unter Side-Event verstehen? Also geht's da eher auch um Community Building?
- 11:34 Moritz Schleich
Ja, es geht total um Community Building. Also da ist mir unglaublich wichtig, es gibt sehr viele schöne Beispiele auch neben der EXPO REAL, was ich jetzt gerade zum Beispiel gesehen habe, wie viele schöne Side-Events stattgefunden haben, auch von Veranstaltern, die nicht auf der EXPO REAL selbst ausstellen, aber die einfach dort ihre Community pflegen. Und sowas haben wir noch gar nicht gemacht. Also dafür ist das halbe Jahr für mich auch zu kurz gewesen, um das gleich zu machen. Aber für nächstes Jahr mal in Berlin was gemeinsam machen, mal in München was noch mal auf die Beine zu stellen, Vielleicht auch in Hamburg, Leipzig, mal gucken. Auf jeden Fall da noch mal ein bisschen größer zu sein.
- 12:06 Katharina Beatriz Varga
Bei wie vielen Besuchern sind wir heute? Weißt du das schon?
- 12:09 Moritz Schleich
Ja, wir sind heute bei 1400 Besuchern gelandet an einem Tag, was wir niemals erwartet hätten, und das ist schon unglaublich. Es ist hier drüben ein bisschen ruhiger, weil ich habe die Security ja auch erst ab mittags ein bisschen gebrieft, dass so wie es geplant war, da der Eingang, da der Ausgang ist. Viele laufen halt dort wieder zurück, was ich schade finde, weil hier unglaublich viele schöne Stände auch sind. Auch viele neue Partner mit an Bord sind, und das funktioniert ganz gut. Und Feedback kriege ich eigentlich nur Positives.
- 12:36 Ronald M. Arndt
Jetzt haben wir vom Programm gesprochen, von Ausstellern, von einer Vision aufs nächste Jahr. Wenn du jetzt die Hotel Show hier in München noch mal einem klassischen Hotelier erklären müsstest in einer Minute, worauf steht man da drauf?
- 12:48 Moritz Schleich
Ich würde dann immer dafür anfangen, dass ich sage, wir haben eine ganz spezielle Zielgruppe. Die Zielgruppe sind vor allem die unabhängigen Hoteliers. Das sind halt familiengeführte Hoteliers, Unser Zielraum ist der deutschsprachige DACH-Raum plus Südtirol. Südtirol kommt nächstes Jahr mit an Bord, da freue ich mich sehr drauf. Die Kooperation, die besteht jetzt seit Kurzem. Der Markt ist unglaublich stark im unabhängigen Hotelleriebereich. Ich war da jetzt vor 2 Wochen erst in Bozen, das war brutal, war ich total begeistert. Die kommen jetzt auch noch hier rüber, Verbindung ist ja ganz gut. Und Designer und Architekten sind auch unsere Zielgruppe, und ich habe hier sehr viele Aussteller, die sagen, Ja, ich bin auf vielen Messen, aber hier dieses Interieur, dieses Design, das finde ich gar nicht mal woanders, das ist hier einzigartig. Und die ganze Zielgruppe kommt auch noch kostenlos auf die Messe, das heißt, sie müssen nichts zahlen außer ihre Reisekosten, Übernachtungskosten, die kriegen alles hier for free. Und auf der anderen Seite bietet sich hier ein Raum zum Netzwerken, zum Lernen auf den Stages und aber auch für neue Produkte sich anzugucken, und das halt wirklich von Gym über Mobiliar hin zur Tech, ist halt alles dabei. Wir werden auch im Tech-Bereich nicht größer werden. Also da ist unser Ziel immer, maximal 30 bis 33% der Ausstellungsfläche dafür zu verwenden. Es gibt nächstes Jahr eine Tech-Area, dass wir das auch ein bisschen mehr komprimieren, und dann wollen wir allen anderen Ausstellern die Möglichkeit bieten, sich dort auch noch zu vergrößern.
- 14:12 Ronald M. Arndt
Ja, und am Ende darf man nicht vergessen, dass die besten Ideen auch erstmal durch den initialen Austausch entstehen. Ja, das kann im Text sein, aber natürlich auch am Ende In puncto Ausstattung, ja, vollkommen.
- 14:23 Moritz Schleich
Also das Netzwerken, das Austauschen miteinander, das Rumschauen, was der Wettbewerber macht, entwickelt sich jeder weiter.
- 14:29 Ronald M. Arndt
Genau. Jetzt durftest du die letzten Monate ja mit fast jedem Lieferanten zumindest gesprochen haben, der hier und heute ausstellt, auch mit den meisten Hoteliers. Gab es da trotzdem mal so eine Herausforderung, wo du gesagt hast, hey, jetzt Jetzt weiß ich gerade auch nicht weiter, mit oder ohne Isabell.
- 14:51 Moritz Schleich
Ja, Content, Speaker lag komplett bei Nicole und Isabell, muss man einfach sagen. Also Nicole von der PHG, die es einfach super gemanagt hat, strukturiert hat. Isabell, die mit ihrem Netzwerk da geholfen hat. Aber auch, ich muss auch dazu sagen, auch unser Advisory Board hat sehr, sehr stark funktioniert. Ich war sehr, sehr begeistert dieses Jahr. Ich habe alle möglichen Leute angeschrieben und am Ende waren wir 16 oder 17 im Advisory Board, die alle irgendwie einen Input gegeben haben, wir dann auch mit ihrem Netzwerk geholfen haben, was ich wunderschön fand. Und meine Herausforderung war, ich habe noch nie ein CRM-System davor benutzt. Und das war dieses Jahr dann die Herausforderung, dass plötzlich meine Sales-Managerin, die eigentlich Deutsch spricht, gegangen ist im Mai. Und dann hieß es plötzlich, ja, Moritz, jetzt musst du Sales auch noch machen. Und dann habe ich mir das CRM-System noch beigebracht, was wir benutzen, und habe halt angefangen, auch zu verkaufen. Weswegen es umso schöner noch jetzt ist, aber umso schwieriger, dass mich nicht nur die Hoteliers und Speaker kennen, sondern halt auch alle Aussteller. Das heißt, ich bin halt irgendwie so schon so eine Art One-Man-Show und jetzt kennt man mich halt von beiden Seiten.
- 15:53 Katharina Beatriz Varga
Ja, und du bist ja auch der Einzige, der Deutsch spricht, oder?
- 15:56 Moritz Schleich
Ja, das ist auch noch die Sache, by the way.
- 16:00 Ronald M. Arndt
Nicht nur Deutsch, sondern wahrscheinlich auch Bayerisch, denn du bist ja aus München.
- 16:02 Moritz Schleich
Bayerisch nicht, nee, Bayerisch kann ich nicht. Ich bin brav Hochdeutsch, meine Mutter kommt aus der Nähe von Hannover, ich wurde ganz knallhart hochdeutsch erzogen.
- 16:09 Ronald M. Arndt
Alles klar, aber wir dürfen annehmen, dass die Hotel Show auch die nächsten Jahre in München bleibt?
- 16:13 Moritz Schleich
Die wird in München bleiben. Also das ist definitiv der richtige Ort dafür. Weiter als zum Weißwurstäquator kommt man nicht in Deutschland. Die Nordlichter kommen nicht nach München. Also da dauert es noch ein bisschen, bis halt die Bekanntheit so ist. Aber mir ist der Alpenraum auch viel lieber.
- 16:29 Ronald M. Arndt
Genau, also auch für strategischen, ein besserer Standort geht da nicht. Wenn die Hotelshow, ich meine, du kommst ja aus dem Musikbusiness als DJ früher, wenn die Hotelshow ein Beat wäre, Gibt's da so ein bisschen, welche Richtung würde es gehen?
- 16:44 Moritz Schleich
Ich glaube, der Beat war mal, also ich erzähl's ja mal, also ich würde mal sagen, es war mal David Guetta mit 130 BPM, dann ist es mal gesunken auf, sage ich mal, Taylor Swift und 118 BPM, wo sie mal ein bisschen shaket hatte, und dann jetzt gehen wir langsam wieder auf die 125 BPM mit Purple Disco Machine.
- 17:06 Ronald M. Arndt
Siehst du das auch so, Isabell?
- 17:09 Isabell Fuss
Du hast den DJ gefragt nach einer Musikfrage, da kann ich ja schlecht was anderes antworten. Aber ich wollte noch was ergänzen. Also zum einen muss ich sagen, das Thema, was Moritz gerade angesprochen hatte, wir hatten echt ein super cooles Team für Speaker-Anfragen, Netzwerk aufmachen. Also da waren wir wirklich super breit aufgestellt, das hat extrem geholfen. Und da war auch jeder, jeder hat die Vision gesehen und hat wirklich sehr viel reingegeben. Was ich ja gerne machen würde, aber da sind wir noch so ein bisschen auseinander, englischsprachigen Content würde ich eigentlich auch ganz gerne mal auf die Bühne bringen, weil es gibt schon, und ihr wisst es ja in der Branche, wir haben ganz tolle Marken, ganz tolle Konzepte auch da draußen, wo wir halt mit Deutschsprache schon limitiert sind, die teilweise im deutschsprachigen Raum ja aber auch schon aktiv sind. Also ich würde mich da trauen, mal sowas einzustreuen, da diskutieren wir noch drüber. Aber ja, ich glaube, die Spielwiese ist noch groß. Hast du da auch noch was dazu zu sagen?
- 18:09 Moritz Schleich
Dazu ist ja nur zu sagen, dass wir letztes Jahr sehr englischlastig waren, einfach schon aus der Herkunft von Montgomery, und das Feedback der Hoteliers war, das muss mehr Deutsch werden. Also es war das A und O, was wir gehört haben, feedbackmäßig Deutsch, Deutsch, Deutsch. Wir sind hier in Deutschland, ich möchte deutschen Content haben, ich möchte deutsche Ansprechpartner haben. Deswegen haben wir es komplett wieder gewechselt. Deswegen bin ich jetzt auch da. Aber ich würde dir recht geben und würde einfach nächstes Jahr vielleicht auch eine International Stage oder so machen, wo halt der englische Content ist. Dann haben wir einmal ein bisschen mehr den deutschen Content, da sind die zufrieden, und dann haben wir den internationalen Content. Dann haben wir auch beides abgedeckt.
- 18:44 Ronald M. Arndt
Ja, und Isabell, mit deiner neuen Unternehmung zusammen mit dem Julian, Companion, bist du ja näher an der Hotellerie dran als je zuvor. Welche Bedeutung hat für dich die unabhängige Hotellerie?
- 18:57 Isabell Fuss
Ja, eine sehr, sehr große natürlich, weil als wir mit Wooby gestartet sind, waren wir ja auch mal klein, haben hier in München angefangen, wurden dann irgendwann internationaler Player, aber am Anfang war das ja nicht so. Und deswegen finde ich es natürlich sehr, sehr schön, mit jungen Marken auch zusammenzuarbeiten. Das machen wir jetzt auch mit Compendium stark. Als wir jetzt auf der EXPO REAL waren, haben wir, waren wir schon überrascht, wie viele visionäre Betreiber unterwegs sind, die ihre Marken jetzt in ganz Europa expandieren wollen oder teilweise auch vielleicht in Deutschland nur expandieren wollen, aber die wirklich ready sind, um den nächsten Schritt zu gehen. Und da würde ich auch hier ganz gerne noch ein paar mehr Marken sehen wollen tatsächlich, weil es ist unglaublich spannend. Moritz hatte vorhin angesprochen, die Zielgruppe ist so der Privathotelier. Was wir nicht außer Acht lassen dürfen, was da natürlich auch reinfällt, sind junge Marken, die vielleicht ein, zwei Häuser haben. Also eigentlich ist die Zielgruppe ja, sind alle Betreiber jenseits der großen Ketten, kann man sagen. Marriott ist auch da heute und die sehen wir natürlich auch gerne, auch die haben ihre Collection Brands und andere großen Marken auch. Das kann auch noch mal interessant sein als Kooperation für den ein oder anderen Privathotelier. Aber ganz grundsätzlich bewegen wir uns außerhalb der großen Markenwelt, aber alle Konzepte und alle Marken, die es da so gibt, würden wir gerne mit reinholen.
- 20:14 Ronald M. Arndt
Und wahrscheinlich können mittlerweile die Großen den Kleinen wieder in manchen Dingen was abschauen, ne?
- 20:21 Isabell Fuss
Ja, ja, absolut.
- 20:21 Ronald M. Arndt
Also hin zu mehr Gastlichkeit, Persönlichkeit.
- 20:25 Isabell Fuss
Nee, absolut. Also die, die, die kleinen Marken, sage ich jetzt mal, oder die, die jungen Konzepte, die sind ja der Innovationstreiber der Branche. Das ist so. Also nicht umsonst haben wir gerade so einen Konsolidierungstrend gesehen, dass alle Lifestyle-Brands vom Markt weggekauft wurden, weil die Großen natürlich auf die Kleineren schauen. Und deswegen umso mehr, wir haben hier eine Innovationskraft in den kleinen Marken, in den individuellen Betreibern, und die dürfen wir auch sichtbar machen.
- 20:54 Moritz Schleich
Da hat die Expertin gesprochen, da sage ich jetzt nichts mehr.
- 20:58 Ronald M. Arndt
Siehst du, unter den Hoteliers eher so ein Miteinander oder ein Gegeneinander? Gibt's das so ein bisschen?
- 21:05 Moritz Schleich
Boah, mehr, das ist schwierig, aber eher ein Miteinander. Ja, definitiv. Ja, sehe ich auch so. Also Markus, wie gesagt, Marriott und so weiter, habe ich Hotel Forum jetzt erst kennengelernt und so, und Wahnsinnsmensch.
- 21:18 Isabell Fuss
Wahnsinns-Know-how-Erfahrung.
- 21:19 Moritz Schleich
Ja, da war einfach, bin ich einfach begeistert. Also da, die Großen können, von den Großen kann man immer lernen, und wenn die Großen den Kleinen was weitergeben, dann ist es eigentlich immer was Positives. Und das machen wir genauso, also auch bei den Messen. Ich bin jetzt in der Absprache mit der Intergastre, ich bin mit der Absprache mit der Internorga, es ist so schön, mit der ITB bin ich auch in Absprache. Es ist, alle öffnen sich, alle wollen ein Miteinander und wollen versuchen, eigentlich was voneinander zu haben, aber auch was zu geben. Und wenn das so bleibt und wenn wir das in Deutschland so weiter aufrechterhalten, dann glaube ich, dass viele Messen noch mal wachsen können oder auch noch mal einen Change erleben. Und dass wir jetzt schon dazugehören, dass die Großen, sage ich mal, auf uns schauen und mit uns mal gerne kooperieren wollen, finde ich einfach, zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.
- 22:02 Katharina Beatriz Varga
Ja, und vor allem, wenn jeder mitmacht, das Wissen zu sammeln und wieder zu teilen, haben wir ja alle was davon. Und dann können die Independent Hotels von den Ketten und andersrum ja auch viel mitnehmen.
- 22:13 Moritz Schleich
Also das ist ja unglaublich. Nee, also es ist ein Miteinander. Es haben jetzt alle uns, also mich haben heute alle besucht. Wir haben einen Austausch getätigt, wir haben miteinander gesprochen, wir haben uns überlegt, was können wir machen, was können wir auch anders machen, wo liegen noch die Pain Points. Und das hilft uns unglaublich. Und dann habe ich noch sozusagen die Ambassador an der Seite, und damit entwickeln wir uns auf jeden Fall in die richtige Richtung.
- 22:35 Katharina Beatriz Varga
Dann weiter in die richtige Richtung, würde ich sagen.
- 22:38 Moritz Schleich
Ja, vielen Dank. Hoffe nächstes Jahr dann wieder.
- 22:41 Ronald M. Arndt
Sehr gerne nächstes Jahr wieder. Wir können auch die Diskussion, ich fand die gerade spannend, die wir losgelegt haben rund um Miteinander und wie besser miteinander Innovationen voranzutreiben, fortführen. Wir sind hier noch ums Eck bei Lighthouse am Stand gleich, bevor es dann um Viertel nach 5, glaube ich, weitergeht.
- 22:57 Moritz Schleich
17 Uhr geht's weiter.
- 22:58 Ronald M. Arndt
17 Uhr schon weitergeht mit den Awards.
- 23:00 Moritz Schleich
Ja, halbe Stunde Awards und dann Drinks.
- 23:03 Ronald M. Arndt
Super. Dann ganz lieben Dank.
- 23:05 Katharina Beatriz Varga
Vielen Dank.
- 23:06 Ronald M. Arndt
Und dem ganzen Team dahinter Glückwunsch, dass du, dass ihr das hier ein zweites Mal schon so auf die Beine stellt. Bis bald.
- 23:15 Moritz Schleich
Dankeschön.
- 23:17 Katharina Beatriz Varga
Danke auch an das Publikum.