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Germany · Episode #132 · 29.12.2024 · 34 Min

Gabriela Bašovska, Hyatt Hotels

Gabriela BašovskaHyatt Hotels · Wien
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Aufgenommen: Park Hyatt Vienna, Wien

Standbild aus der Episode mit Gabriela Bašovska Germany34 Min

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„Wenn wir ein schlechtes Hotel aufmachen, dann wissen es alle. Und wir haben nicht den Luxus, uns hinter 1000 Hotels zu verstecken in Europa.“

Gabriela Bašovska, 10:12

Gabriela Bašovska verantwortet bei Hyatt das Development für Northern Europe, gemeinsam mit ihrer Kollegin Briana Swift. Im Gespräch mit Ronald M. Arndt und Katharina Beatriz Varga in der Royal Penthouse Suite des Park Hyatt Vienna erklärt sie, warum Hyatt keine Pachtverträge unterschreibt und in Nordeuropa deshalb auf Franchise, Softbrands und Zukäufe wie me and all und The Standard setzt. Dazu kommen ihre Haltung zum Wort Lifestyle und das, was sie aus Montenegro in die Hotellerie mitgenommen hat.

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Kernaussagen

  1. Franchise statt Pacht: Hyatt unterschreibt keine Pachtverträge, befindet sich in Nordeuropa aber in einem Pachtterritorium. Deshalb wächst das Unternehmen dort über Franchise, mehr als 50 Prozent der Zimmer in der Pipeline sind Franchise-Verträge.
  2. Marke me and all: Eine Stadt wie Ulm wäre für Hyatt nicht denkbar, weil es für Eigentümer und Developer zu teuer wäre. Mit der neu akquirierten Marke me and all kann Bašovska solche Märkte in Deutschland besetzen und White Spots schließen.
  3. Zwei Leute, 14 Länder: Northern Europe umfasst DACH, Benelux und Skandinavien von Island bis Finnland. Bašovska betreut die Region gemeinsam mit Briana Swift in London, bei 13 bis 14 Ländern zu zweit arbeiten sie wenig proaktiv und schauen sich jeden Standort einzeln an.
  4. Softbrands in Skandinavien: In Stockholm sind drei Hotels mit Guest Hotels und Story Hotels als Softbrands angebunden, in Göteborg wurde gerade ein Hyatt Place unterzeichnet, das im März oder April eröffnen soll. Wenn ein Eigentümer schon eine Marke kreiert hat, will Hyatt diese Identität ergänzen statt wegnehmen.
  5. Emotion vor Transaktion: Hyatt hat 1.355 Hotels und 52 Millionen World of Hyatt Loyalty Members, bei anderen ist es das Fünffache. Für Bašovska stand im Portfolio immer eher die Emotion als die Transaktion im Vordergrund.
Shownotes zur Episodeaus dem Podcast-Feed

Zum Jahresausklang haben wir es uns auf beeindruckenden 820 Quadratmetern gemütlich gemacht.

Gabriela Basovska empfängt uns in der Royal Penthouse Suite des Park Hyatt Vienna.

In diesem exklusiven Rahmen sprechen wir über die Vision der Gründerfamilie Pritzker, die mit einem bescheidenen Motel namens „Hyatt“ begann und heute eine weltweite Hotelikone prägt.

Gabriela teilt mit uns ihre besondere Wertschätzung für ihr berufliches Umfeld und was es für sie so einzigartig macht.

Im Gespräch geht es um das Thema „Leben“ – den Menschen im Mittelpunkt und den Tourismus als Spielplatz für Geist und Seele. Eine kritische Reflexion über den Begriff „Lifestyle“ wird aufgeworfen, und wie das kürzlich von Hyatt übernommene Unternehmen Standard International hier neue Impulse setzt.

Ein spannender Gedanke: „Wenn wir ein Hotel eröffnen, wissen es alle. Wir haben nicht den Luxus, uns hinter tausenden anderen Hotels zu verstecken.“ Dieser Anspruch und die damit verbundene Herausforderung prägen den Charakter von Hyatt.

Mit der Marke me and all eröffnen sich zudem neue Perspektiven. Vielleicht gibt es ja bald ein Hotel in Kopenhagen?

Vielen Dank für die wunderbare Zeit in Wien – wir hoffen auf ein baldiges Wiedersehen!

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Transkript

Transkript öffnenTranskript schließen34 Min · Ronald M. Arndt und Gabriela Bašovska

Automatisch transkribiert mit AssemblyAI, Sprecher automatisch zugeordnet. Nicht redigiert.

  1. 00:00
    Ronald M. Arndt

    Ja, Katharina.

  2. 00:01
    Katharina Beatriz Varga

    Ja, Ronald, wo sind wir denn jetzt gelandet?

  3. 00:03
    Ronald M. Arndt

    2-wöchiger Aufenthalt leider schon rum hier in der Royal Penthouse Suite im Park Hyatt Vienna.

  4. 00:12
    Katharina Beatriz Varga

    Ja, Park Hyatt Vienna, das ist wichtig.

  5. 00:15
    Ronald M. Arndt

    War schön, ne? War schön. Wir haben uns fast nicht gesehen die 2 Wochen über.

  6. 00:17
    Katharina Beatriz Varga

    Ja, weil diese Suite ist so groß. Aber brauchen wir uns ja nicht sehen, wir können es ja hören.

  7. 00:21
    Ronald M. Arndt

    Für jeden gut 400 Quadratmeter von uns beiden.

  8. 00:25
    Katharina Beatriz Varga

    Pro Person?

  9. 00:25
    Ronald M. Arndt

    Pro Person.

  10. 00:26
    Katharina Beatriz Varga

    Gut, dass wir nur zu zweit waren. Stell dir mal vor, wir müssten die aufteilen.

  11. 00:28
    Ronald M. Arndt

    Ja.

  12. 00:31
    Katharina Beatriz Varga

    Gabi, herzlich willkommen.

  13. 00:33
    Gabriela Bašovska

    Dankeschön.

  14. 00:35
    Katharina Beatriz Varga

    2 mal 400 Quadratmeter sind 800?

  15. 00:39
    Ronald M. Arndt

    Noch ein bisschen mehr, 820.

  16. 00:41
    Gabriela Bašovska

    Ich passe dann auf die 20 rein.

  17. 00:44
    Katharina Beatriz Varga

    Wir nehmen dich auf die 20 mit.

  18. 00:47
    Gabriela Bašovska

    Das ist sehr lieb.

  19. 00:48
    Ronald M. Arndt

    Als Untermieterin. Extraklasse, gar keine Frage. Hyatt. Steht für Extraklasse, oder für was steht Hyatt in deinen Augen?

  20. 01:00
    Gabriela Bašovska

    Ich würde sagen, Hyatt in meinen Augen steht für nicht nur Extraklasse. Ich glaube, alle wir, auch so wie die Kollegen, liefern immer Extraklasse. Aber es geht um Leben, Leben in den Hotels, Lebensstil, Lebensweise, um die Menschen, die da sind, um Menschenleben, weil all das macht halt auch Hyatt aus, weil ohne, ohne dem Leben sind wir auch nicht da.

  21. 01:30
    Ronald M. Arndt

    Eine Menge Leben und sehr gute Küche haben wir heute Mittag wieder erleben dürfen. Für mich gab es eine Bouillabaisse.

  22. 01:38
    Gabriela Bašovska

    Sag nicht, was wir gegessen haben.

  23. 01:40
    Katharina Beatriz Varga

    Wir haben die Kinderportion Wiener Schnitzel bekommen. Das ist doch so.

  24. 01:44
    Gabriela Bašovska

    Ja, hat er extra betont, wie er das Tellerchen gebracht hat für die kleinen Mädels.

  25. 01:50
    Ronald M. Arndt

    Wann bist du nach Wien gekommen, Gabi?

  26. 01:53
    Gabriela Bašovska

    Ich durfte meine Reise in Wien mit 11 Jahren starten, also jetzt ist es ja schon einige Jahre her. 2003 bin ich nach Wien gekommen, habe Wien kennengelernt und lieben gelernt. Damals konnte ich auch noch kein Deutsch, also war das wirklich eine sehr interessante Reise für mich. Weil ich die Menschen wirklich von Grund auf, die Wiener oder die Wahlwiener und Wienerinnen, und halt einfach an ihrem Leben teilnehmen. Und ich muss ehrlich sagen, ich habe wirklich ein großes Glück gehabt, weil mein Freundeskreis oder halt meine besten Freundinnen, die habe ich heute immer noch nach 21 Jahren.

  27. 02:43
    Ronald M. Arndt

    Und Das ist ein kleiner Exkurs. Das sind Leute, die du damals kennengelernt hast, als du hergekommen bist?

  28. 02:50
    Gabriela Bašovska

    Genau, ja. Ich konnte nicht mal so wirklich Deutsch, also ich habe das Wichtigste mit Händen und Füßen verstanden. Aber das meine ich ja, wenn man empathisch ist und Menschen verstehen will, man versteht sich auch, wenn man nicht die gleiche Sprache spricht. Und ich glaube, das beweist es halt, dass man nach 21 Jahren noch immer so befreundet ist wie damals. Also das ist auch, glaube ich, selten, weil oft sind so die Schulfreundschaften, also die Schulfreundschaften bleiben dann hier und da, aber ich glaube, im Leben lebt man sich halt auch oft auseinander, vor allem glaube ich so auf Unizeit, dann jeder will auch was anderes machen.

  29. 03:28
    Katharina Beatriz Varga

    Aber so viele Menschen kommen und gehen im Leben, und die, die dann wirklich bleiben, das sind ja auch wirklich ja die Besonderen.

  30. 03:36
    Gabriela Bašovska

    Ja, ich hatte das Glück, dass viele auch geblieben sind, dass nicht viel Gehen war, es war immer Dasein. Und wenn man halt gemeinsam groß wird, Ich glaube, es gibt da niemanden wirklich außer deine Eltern, die dich so gut kennen. Und dann macht das Leben immer noch mehr Spaß, wenn man ja nicht nur gemeinsam groß wird, sondern auch alt wird.

  31. 03:55
    Ronald M. Arndt

    Jetzt ist dein Lebensmittelpunkt schon längere Zeit in Wien und trotzdem bist du viel unterwegs, denn bei Hyatt verantwortest du mit den Development-Bereich für Northern Europe. Northern Europe steht bei euch für welche Länder?

  32. 04:10
    Gabriela Bašovska

    Wir haben das so aufgeteilt, dass bei uns eben Northern Europe DACH, Benelux und Skandinavien ist, also die Nordics, alles von Island bis Finnland. Den Bereich betreue ich gemeinsam mit meiner Kollegin Brianna Swift. Sie sitzt in London zu Hause, ich in meiner Homebase Wien. Und wir haben eben noch andere Kollegen, die sich um Südeuropa, UK/Ireland und Osteuropa kümmern. Und alle, wir alle reporten an Felicity Black-Roberts, unser Senior Vice President für Development EMEA.

  33. 04:39
    Ronald M. Arndt

    Ja, vielleicht gibt es noch einen kleinen Einblick, wie Hyatt hier in Vienna, wie er immer gerne sagt, nicht Wien, vertreten ist, denn es ist ja nicht nur das Park Hyatt, sondern wir haben ein Haus am Belvedere.

  34. 04:54
    Gabriela Bašovska

    Also das war ja ein Teil der Quartier-Belvedere-Entwicklung und natürlich mit dem schönen Ausblick auf das Schloss Belvedere und in der Nähe vom Hauptbahnhof. Unsere tolle Marke Andaz die wir damals mit der Signa in Wien natürlich aufgebaut haben, also das Hotel. Und da ist— hier sind wir im Luxury-Bereich. Park Hyatt ist unsere Nummer 1 5-Sterne-Marke, sage ich mal. Wir haben da noch ein paar, die sich mit anderen Gästensegmenten beschäftigen, und Anders ist auch im 5-Sterne-Bereich, aber eher in diesem Lifestyle, sage ich mal. Also das Wort ist nicht so mein Lieblingswort, aber es bewegt sich mehr in dem Lifestyle-Bereich, im verspielten Bereich, und ist nicht so, also gibt nicht so die Vorgaben wie zum Beispiel ein Park Hyatt.

  35. 05:50
    Katharina Beatriz Varga

    Ja, Lifestyle ist ja mittlerweile alles, oder? Ein Müsliriegel kann ja schon Lifestyle sein.

  36. 05:54
    Gabriela Bašovska

    Ja, und es ist halt so subjektiv, weil dein Lifestyle ist eventuell nicht mein Lifestyle, aber das heißt nicht, dass du halt keinen Lifestyle hast. Nein, das ist viel besser in der Provence. Nein, aber ich finde, Lifestyle ist einfach so, heute wird das, ich sage jetzt mal, ich auch, ja, also nicht, ich zeige nie mit den Fingern auf die anderen, aber es ist halt auch so, dass alles, was ein bisschen bunt ist, ein bisschen F&B hat und nicht quasi ein klassisches weißes Tischtuch aufgelegt ist, ist dann Lifestyle, ja, was auch gut ist, ja, weil Menschen sich einfach in ganz vielen Produkten ausleben können, ob es also Food and Beverage oder Hotels oder einfach klassische Restaurants und Bars. Und früher, glaube ich, gab es das nicht so in der Form. Und jetzt kann man wirklich, also es gibt Momente, wo man nicht mal weiß, wo man eigentlich hin soll und was man noch ausprobieren soll. Man ist, glaube ich, als Konsument doch relativ überfordert manchmal.

  37. 06:56
    Ronald M. Arndt

    Wir haben uns heute Mittag schon ein bisschen zum Ursprung von Hyatt unterhalten, denn da steckt ja und steht dahinter weiterhin eine Familie. Genau, was Besonderes ist.

  38. 07:06
    Gabriela Bašovska

    Ja, also bei uns ist eben dieser familiäre, also familiäre und Familiengedanke sehr stark drinnen. Die Pritzker Familie eben aus den USA mit den Ursprüngen aus Europa, die auch also mit unserem Headquarter jetzt in Chicago damals Jay Pritzker in den Ende 50er Jahren das Hyatt Motel gekauft hat und der Hyatt-Name eigentlich ein anderer herträgt, aber wir haben das eben übernommen und und dann mit der Marke uns alles aufgebaut. Und alle diese Marken, also wie Park Hyatt, Grand Hyatt, die wurden dann eben in den 80er Jahren am Markt gelauncht. Und man hat einfach wirklich, sage ich mal, man ist stetig gewachsen. Und es war nicht, die Strategie war nie Wachsen um jeden Preis. Für die Familie war das sehr wichtig, dass sie dahinter stehen und dass sie, sage ich mal, gezielte Öffnungen machen, ebenso wie das Regency, also Hyatt Regency Atlanta mit dem ikonischen Gebäude, dann eben der erste Launch in Hongkong mit dem Hyatt Regency. Also es wurden wirklich gezielte Eröffnungen gemacht und oft auch viel im Eigentum.

  39. 08:19
    Katharina Beatriz Varga

    Ja, du klingst ja, und hast das auch beim Mittagessen selber erwähnt, du bist ja erst seit kurz über oder ein bisschen mehr als einem Jahr bist du bei Hyatt, fühlst dich aber schon viel länger zugehörig zu der Hyatt-Familie. Woran liegt denn das?

  40. 08:35
    Gabriela Bašovska

    Also es liegt daran, das ist dieses klassische, ja, mein Team ist toll, ja, ich fühle mich wirklich in einer Familie.

  41. 08:44
    Katharina Beatriz Varga

    Nein, es ist wirklich so.

  42. 08:45
    Gabriela Bašovska

    Ja, nein, ich sage immer, ich wurde Hyattized und also auch vor Hyatt, also vor meiner Zeit bei Hyatt habe ich ja mit Hyatt zu tun gehabt, wie ich in der Beratung war, und da haben wir uns irgendwie lieben gelernt, sage ich mal. Es hat einfach menschlich so gut gepasst, dass wir das auch beruflich verbinden Und dann habe ich mich eben letztes Jahr entschieden, auch diesen Schritt zu gehen und ein Teil der kleinen Hyatt-Familie auch zu werden.

  43. 09:16
    Katharina Beatriz Varga

    Wenn du das auch so von außen beobachten konntest und die Einblicke bekommen hast, die du bekommen hast, um das auch zu bewerten, ob das auch zu dir passt, ist ja eigentlich eine wunderbare Sache, sich zu finden.

  44. 09:31
    Gabriela Bašovska

    Ja, das Menschliche ist halt das Wichtigste.

  45. 09:34
    Katharina Beatriz Varga

    Ich glaube, das steht auch im Vordergrund, hast du erwähnt.

  46. 09:37
    Gabriela Bašovska

    Ja, und ich glaube, für mich eben privat und beruflich ist einfach, ich finde, nicht viele Menschen können das zuhören. Und ich glaube, ich habe es vorher eben schon erwähnt, dieses halt, hört man zu, um zu antworten, oder hört man zu, um wirklich auf diesen Menschen einzugehen und zu verstehen? Ist man empathisch? Und wenn man Menschen versteht, und ich glaube, mich hat Hyatt verstanden und ich habe sie verstanden, und so konnten wir einfach auf einer Ebene auch aufeinander eingehen und die Bedürfnisse von uns quasi decken.

  47. 10:12
    Ronald M. Arndt

    Auch ja, du meintest ja, wie bewusst Hyatt immer gewachsen ist. Das heißt, was habt ihr so für Ideen, Visionen, vielleicht auch Ziele für Hyatt in deiner Region Nordeuropa?

  48. 10:30
    Gabriela Bašovska

    Also meine Region, ich sage immer unsere Region, Ist sehr spannend, weil wir als Hyatt, also so wie alle wissen, ja keine Pachtverträge unterzeichnen und wir uns in einem Pachtterritorium befinden in Nordeuropa, einfach aus auch Finanzierungsstrukturen. Das ist einfach so gegeben. Aber unsere Definitivstrategie ist, im Franchise auch mehr zu wachsen. Natürlich, Management ist unser Core Business und ist das, was wir machen und am besten können. Aber wir haben einfach eben 2017 damals noch über Franchising nicht wirklich aktiv nachgedacht. Und dann kam das erste Projekt halt in Europa, wo wir das Franchise-Thema angegangen sind und auch langsam jetzt wirklich die Strukturen dafür aufgebaut haben, was die anderen eben schon lange gemacht haben in Europa. Also wir haben es auch in den Staaten gemacht, aber einfach in Europa nicht. Ist jetzt bei uns auch stark im Fokus. Wir haben wirklich gute Partner, mit denen wir zusammenarbeiten und unser Portfolio auch erweitern. Wir haben auch wirklich mehr als 50% der Zimmer in der Pipeline sind Franchise, also Franchise-Verträge, und wir haben ganz starke, tolle Partner, mit denen wir noch weiter wachsen können, und natürlich freuen uns, wenn wir mit neuen Partnern, die wir vielleicht noch nicht kennen, auch diese Möglichkeiten gemeinsam erforschen können und Und für uns, wie gesagt, wir wachsen bewusst. Wir machen nicht jedes Projekt, weil wir das nicht können. Uns geht es auch wirklich darum, Mehrwert zu schaffen. Und also Bren und ich, und ich wissen einfach, wo wir Mehrwert schaffen können. Und wir haben einfach nicht den Luxus, uns hinter— wenn wir ein schlechtes Hotel aufmachen, dann wissen es alle. Und wir haben nicht den Luxus, uns hinter 1000 Hotels zu verstecken in Europa. Und wir wollen wirklich auch in bestimmten Märkten bestimmte Marke platzieren, wo wir auch sehen, dass wir diese Raten aufrufen können. Und natürlich, ich glaube, viele und ihr habt das auch in den Nachrichten gelesen, wir haben einiges dazugekauft in den letzten Jahren, aber auch dieses Jahr unsere Affiliation mit Lindner, die 2022 quasi mal gestartet ist. Und dann Juni '23 waren alle Hotels in unseren Systemen drinnen. Hat auch, sage ich mal, gefruchtet. Wir haben also neben der tollen Kollaboration mit Lindner Hotels& Resorts und deren Teams konnten wir auch dann die Marke Me& All akquirieren dieses Jahr, was für uns ganz viele Möglichkeiten aufmacht, vor allem eben in unserer Region, also in Northern Europe, also unsere, Brianna's und meine. Weil früher konnten wir einfach mit Hyatt bestimmte Märkte, zum Beispiel in Deutschland, nicht mal anschauen. Ja, also eine Stadt wie Ulm wäre für Hyatt einfach nicht denkbar, nicht weil wir nicht dorthin wollen, sondern weil wir einfach zu teuer sind und das sich dann einfach für einen Eigentümer oder Investor und Developer nicht rechnet. Und Me and All ist einfach eine tolle Marke, mit der wir viele Märkte bespielen können, eben in einem Land wie Deutschland, das für uns auch neben Schweiz und Österreich im DACH-Raum sehr, sehr wichtig ist. Und wir glauben, dass wir da ganz viele White Spots, die wir haben, wo wir nicht präsent sind, schließen können noch.

  49. 14:03
    Katharina Beatriz Varga

    Mit was für Kriterien geht ihr an neue Standorte?

  50. 14:07
    Gabriela Bašovska

    Also neue Standorte sind ja für uns, ich muss ehrlich sagen, wir sind dann weniger proaktiv noch, weil das Team ist ja auch nicht so groß.

  51. 14:17
    Katharina Beatriz Varga

    Ich glaube, das ist gerade zu zweit, oder?

  52. 14:19
    Gabriela Bašovska

    Genau, ja. Und wir haben ja, was sind das, 13, 14 Länder zu zweit und und dann ist man halt auch unterwegs, und dann gibt's die Konferenzen. Wir haben jetzt 3 Tage oder zweieinhalb Tage in Wien eben die Konferenz gemeinsam gemacht, und dann ist halt die halbe Woche weg. Aber weil wir am Sonntag schon angefangen haben, gell? Stimmt, aber nicht gearbeitet. Und es ist einfach so, dass wir, egal welchen Standort, uns sehr individuell anschauen. Ich finde, jeder Standort kann was und bietet was. Vielleicht ist einfach Hyatt nicht der richtige Partner, und ich möchte mir auch wirklich jedes Projekt anschauen. Ich bin auch ein sehr visueller Mensch, der gerne auch Sachen angreift oder halt greifbar gerne vor den Augen hat, und schaue mir wirklich, wenn es ein bestehendes Gebäude ist, an. Und ich will auch wirklich diesen Standort verstehen. Wo ist es? Was ist da rundherum? Wie kann man das bespielen? Wie kann man den Mikrostandort aufwerten? Welche Marke würde da weil im Exposé oder auf einer E-Mail ist es so schwer, einfach finde ich, finde ich, ein Projekt so wiederzugeben auch. Und ja, es ist eigentlich sehr individuell und basierend eben auf den Gebäudekriterien und was das Gebäude hergibt, haben wir eben ja heutzutage ein breites Markenportfolio, wo meistens immer was dabei ist, was, was ein Fit wäre für für das Projekt halt, ob Neubau oder Conversion.

  53. 15:48
    Ronald M. Arndt

    Wie viele Marken sind das ungefähr?

  54. 15:51
    Gabriela Bašovska

    Lustigerweise, ich glaube 2017 oder so waren es noch 12, 13. Jetzt sind wir bei, es sind ja noch nicht alle integriert, also 29 Status quo jetzt. Wir haben ja das Standard Hotels auch dazu gekauft mit Ende Oktober, also offiziell.

  55. 16:06
    Katharina Beatriz Varga

    Ja, das ist ja ganz frisch mit Standard.

  56. 16:08
    Gabriela Bašovska

    Genau, da sind wir gerade eben im Merger quasi, sage ich mal, irgendwo drinnen. Also auch personaltechnisch, weil es ist diese Lifestyle-Kultur, die sie leben. Ich finde persönlich als Gabi die Marke einfach toll und ich bin sehr glücklich, dass wir diesen Schritt gemacht haben, weil es einfach ganz viele Türen für uns öffnet. Und ich glaube, dass wir einfach von den Standart Teams so viel lernen können und sie auch von uns, wo sie uns auch challengen können als Firma und wir sie auch, dass man auch wirklich querdenkt und sich halt einfach an den Arm nimmt und und gemeinsam Sachen angeht, vor allem auch Märkte, die wir vielleicht nicht so gut gekannt haben und die sich angeschaut haben, oder einfach auch menschlich Tipps bekommt und Feedback bekommt und einfach lernt. Voll, und das, das wird Spaß machen. Also da sind wir gerade dabei und das ist eben noch ganz frisch, aber es wird jetzt bei uns eben diese Lifestyle Division dann auch geben, wo wir bestimmte Marken drunter geben. Das wird dann eben zeitnah alles announced und Amma wird, also der CEO, wird dann bleiben von The Standard und die Lifestyle Division dann auch leiten, was auch gut ist, weil ich meine, die Kollegen haben es ja auch gut gemacht.

  57. 17:27
    Katharina Beatriz Varga

    Ja, wo ihr auch auf eine Expertise zurückgreifen könnt, die es ja bei Hyatt in der Form noch nicht so gibt.

  58. 17:33
    Gabriela Bašovska

    Also genau, also ich meine, wir haben jetzt einige Marken dazugekauft in den letzten, was sind das jetzt, 8, 9 Jahren oder 7 Jahren, also auch 2018 mit Two Roads Vitality, dann eben Dream Hotel Group, dann haben wir die digitale Plattform Mr.& Mrs. Smith gekauft, wir haben Apple Leisure Group gekauft, Me& All, The Standard. Wir denken uns halt einfach, ich glaube, warum das Rad neu erfinden, wenn die anderen eh schon das so gut machen? Da ist besser einfach, dass man auf die Expertise zurückgreift, ja, und einfach einen Knowledge Transfer halt aufbaut.

  59. 18:10
    Katharina Beatriz Varga

    So ist es.

  60. 18:11
    Ronald M. Arndt

    Es ist auch immer ganz schön für uns zu erfahren, was mit so einem Berufsbild dann am Ende verbunden ist. Und bei dir kann ich mir vorstellen, du bist viel unterwegs und deine Freundschaften musst du trotzdem pflegen. Wie kriegt man das gut hin?

  61. 18:26
    Gabriela Bašovska

    It's all about the balance. Ja, ich bin relativ viel unterwegs. Wenn es nicht jede Woche ist, dann ist es wirklich alle 2 Wochen. Vor allem diese Hochsaison, sage ich immer, zwischen September und Dezember und dann von Jänner bis Juni ist relativ intensiv. Es sind ja auch so viele Konferenzen und Veranstaltungen, wo man sein soll oder sein muss, wie man es nimmt.

  62. 18:54
    Ronald M. Arndt

    Und wie meinst du das, beides, oder soll und muss, oder?

  63. 18:58
    Gabriela Bašovska

    Na ja, oft, ich sage jetzt mal, in meinem Alter.

  64. 19:01
    Ronald M. Arndt

    Wie viel geht da übers Face-to-Face auch in deinem Business?

  65. 19:05
    Gabriela Bašovska

    Ich finde, das Menschliche ist das Wichtigste. Ich bin da ein bisschen eine alte Seele und nicht so noch digitalisiert in meinem Kopf.

  66. 19:13
    Katharina Beatriz Varga

    Ja, und eine Zettelwirtschaft habe ich vorhin auch wahrgenommen beim Mittagessen, wie du davon erzählt hast.

  67. 19:19
    Gabriela Bašovska

    Ich lass mir meine Notizbücher und meine Zettel nicht wegnehmen. Und für mich ist das einfach ganz wichtig, die Beziehungen zu Menschen natürlich nicht nur aufzubauen, aber auch beizubehalten. Und ich glaube, ich habe es bis jetzt gut geschafft, einfach wenn man mal irgendwie um 21 Uhr landet, dann kommt man halt direkt vom Flughafen irgendwohin. Es geht sich alles aus, wenn man will. Ich lebe immer nach dem, für mich sind, also nicht, dass jetzt meine Freunde nur mein Leben sind, aber sie bereichern mein Leben. Und ich glaube, dieser Austausch ist etwas, was nicht energieraubend ist, sondern was mich aufladet. Und ich verbringe so gerne Zeit mit ihnen, dass wenn ich die Zeit habe, mache ich sehen wir auch.

  68. 20:05
    Ronald M. Arndt

    Wenn wir schon gerade im privaten Umfeld bei dir sind, gibt es so eine Stadt, Destination, Region, wo du sagst, da müsste unbedingt mal was aus unserer Markenwelt hin?

  69. 20:16
    Gabriela Bašovska

    Wo wir noch nicht präsent sind?

  70. 20:21
    Ronald M. Arndt

    Kann auch über deine Region hinaus sein.

  71. 20:23
    Gabriela Bašovska

    Ich finde, also in meiner Region, ich würde gerne nach Kopenhagen. Da sind wir noch nicht präsent und arbeiten seit ganz vielen Jahren dran. Also Nordics generell. In Deutschland sind wir ein alter Hase mit dem Hyatt Regency in Köln seit den 80er Jahren. Ich glaube, da kennt uns jeder relativ gut. Da und über meine Region, also wenn man eben in Americas und Asia Pacific schaut, sind wir auch, glaube ich, relativ gut repräsentiert. Aber wo ich selber noch nicht war, in welchem Hotel, und wo ich gerne hinfahren würde, ist unbedingt das Park Hyatt in Tokio. Lost in translation.

  72. 21:05
    Ronald M. Arndt

    Okay. Ja, vielleicht noch mal kurz zu den Nordics. Ist ja wirklich eine spannende Region, auch im Bereich Development. Das hast du selber gesagt.

  73. 21:12
    Katharina Beatriz Varga

    Keine einfache Region.

  74. 21:13
    Ronald M. Arndt

    Keine einfache. Und sie sagt auch schon lange an Kopenhagen dran, aber es hat noch nicht geklappt. Wie ist da dein Blick auf die Nordics-Region? Was verbindest du damit? Da gibt es auch nicht so viele Kettenhotels wie in Skandinavien. Gib uns da einen kleinen Einblick.

  75. 21:27
    Gabriela Bašovska

    Also die Nordics sind ein sehr spannender Markt, vor allem weil es so lokal dominiert ist. Es gibt ein paar Player, die, die drinnen sind, so wie eben Minor Hotel Group, also NH Hotels, Radisson, Marriott, Scandic, Strawberry Hotel Group, also mit den Choice Hotels. Also ich habe gelernt, wenn man im Pitch mit Strawberry ist, dann meistens verliert man immer. Aber bei uns ist halt eben auch das Thema, dass wir eben keine Pachten unterzeichnen und oft einfach das uns zum Verhängnis wird. Wir arbeiten dran. Also wir haben ja zu den Nordics, was auch noch nicht offiziell jetzt announced wurde, das kann ich vielleicht als Teaser sagen. Genau, wir haben, also meine Kollegin hat vor 2 Wochen, glaube ich, eben ein Hyatt Place in Göteborg unterzeichnet. Das wird dann, es ist gerade ein laufendes Hotel, es wird umgebrandet und dann im März, April sollte es Hyatt eröffnen. Wir haben tolle Partner in Schweden, also wir haben ja in Stockholm 3 Hotels mit Guest Hotels und dann mit Story Hotels, und da sind wir sehr glücklich, dass wir unsere Softbrands platzieren konnten. Und da sehen wir einfach, was für einen Mehrwert wir schaffen bei den verschiedenen, auch so Einzelhotels, ohne mit einer harten Marke drinnen zu sein.

  76. 22:51
    Ronald M. Arndt

    Also oft, weil Softbrands so ein Weg, um irgendwie in mal einen Fuß in die Tür zu kriegen, oder?

  77. 22:56
    Gabriela Bašovska

    Ja, es hat sich einfach— natürlich waren das halt schon bestehende Hotels und bestehende Gebäude, und da wollen wir einfach keine Identität wegnehmen. Also man muss, wenn jemand schon eine Marke kreiert hat und mit Emotion und Herz und Blut drinnen steckt als Eigentümer, sollte man das nicht wegnehmen, sondern ergänzen, meiner Meinung nach. Und ich glaube, das haben wir wirklich gut gemacht, eben mit JDW by Hyatt, mit den Story Hotels und Hotel Arisenis. Unbound Collection, also im 5-Sterne-Bereich. Da sind wir sowieso in Europa mit den, sage ich mal, historischen, legendären Gebäuden wie Hotel Martinez in Cannes, Hotel du Palais in Biarritz oder Hotel de l'Hyvre in Paris und Paris Jutwar in Budapest. Also sind wirklich so einzelne tolle, tolle Hotels, die schon wirklich lange am Markt sind und ihren Job toll machen. Wir sagen, sage ich mal, es sind einfach nur die, die ihnen noch mehr Schauraum geben und sie, sage ich mal, auf der Weltmappe platzieren, wo sie auch in unsere Distributions- und Sales-Kanäle rein können.

  78. 24:06
    Ronald M. Arndt

    Gibt es Momente in deiner Arbeit oder auch im Austausch mit Kollegen, wo dieser amerikanische Ursprung, Unternehmer-Drive oder was immer damit verbunden ist, so ein bisschen durchkommt?

  79. 24:19
    Gabriela Bašovska

    Ja, also ich glaube eben, die— wir haben ja vorher über die Familie Pritzker gesprochen, und ich glaube, was sie ganz toll gemacht haben, ist, dass sie immer dieses Familienbild im Unternehmen beibehalten wollten und das alles sehr hierarchisch, sehr flach ist. Das sieht man schon durch im ganzen Unternehmen. Also ich kann relativ schnell unseren Group President erreichen oder verschiedene Leute, die über mir sind.

  80. 24:50
    Katharina Beatriz Varga

    Das spiegelt sich ja auch wieder in dem Umgang miteinander.

  81. 24:52
    Gabriela Bašovska

    Ja, und auch unsere Kultur.

  82. 24:55
    Ronald M. Arndt

    Ist das dann eher amerikanisch oder ist das eher Familienunternehmen oder beides so ein bisschen?

  83. 24:58
    Katharina Beatriz Varga

    Ich glaube, das ist eine Kombination.

  84. 25:00
    Gabriela Bašovska

    Es ist eine Kombination. Ich glaube eben, die Familie sind ja, sage ich mal, ursprünglich irgendwo Europäer, aber halt auch lange in den Staaten. Aber ich glaube, das ist etwas, das lebst du entweder oder das lebst du nicht. Also ich glaube, das ist auch regionübergreifend oder länderkontinental übergreifend. Was bist du für ein Mensch? Was ist dir wichtig? Bist du bewusst in Sachen drinnen? Geht es dir halt mehr um Transaktionen? Geht es dir wirklich ums Business oder willst du wirklich Wert schaffen? Und ich glaube, das haben wir eh kurz angesprochen in den letzten Stunden, dass bei Hyatt, und das sieht man halt einfach am Portfolio, eher die Emotion als die Transaktion im Vordergrund war. Und wir haben ja, wir sind bei den Großen dabei, wir spielen bei den Großen dabei, aber wir haben trotzdem nur 1.355 Hotels Status quo, wahrscheinlich mit mehr Wachstum. Wir haben nur 52 Millionen World of Hyatt Loyalty Members, wo die anderen halt das Fünffache eventuell haben.

  85. 26:06
    Katharina Beatriz Varga

    Aber in eurer Welt, für euch passt das ja.

  86. 26:08
    Gabriela Bašovska

    Ja, also unser Markenportfolio ist auch so, wir bespielen ein ganz anderes Gästesegment mit unseren Marken. Also wir haben ja bis vor ein paar Jahren nicht mal an Upper Midscale oder Ähnliches gedacht. Ja, also es war wirklich Luxury bis Upscale mit Hyatt Place, was in den 2000ern, 2006 dazugekommen ist. Aber da war es eher, um diesen Select-Service-Markt beizubehalten. Und dieses Markenportfolio, und das gilt glaube ich für alle, ist, dass zum Beispiel in den Staaten oder in Asien auch die Hotels wirklich anders sind, weil Es geht ja auch ums Kulturelle und wie man dieses Kulturelle in den Marken bespielt, weil oft, ja okay, eine Marke ist Hyatt Place oder Hyatt Centric und Hyatt Regency, aber du ziehst ja ganz andere Gästesegmente an. Also es muss ja Sinn machen, was du machst und wie du halt diese Marke oder dieses Gebäude halt kulturell in diese Stadt einbringst, weil das Park Hyatt wäre das nicht, dann nicht das Park Hyatt in Wien, wenn die Locals nicht da sitzen. Also wir haben vorher Essen— Moment mal, nicht Park Hyatt in Wien, Ja, Park Hyatt in Wien, aber Park Hyatt Vienna.

  87. 27:15
    Katharina Beatriz Varga

    Okay, so geht's dann.

  88. 27:17
    Gabriela Bašovska

    Ja, ja, jetzt korrigierst du mich schon.

  89. 27:19
    Katharina Beatriz Varga

    Ich habe aufgepasst.

  90. 27:21
    Gabriela Bašovska

    Sehr gut. Nein, aber das Park Hyatt in Wien hat wirklich, glaube ich, ist einfach wirklich ein Erfolg, weil wir uns komplett in die Locals, also halt in die lokale Mentalität integriert haben, weil wir zugehört haben, weil wir sehen, was jetzt der Mikrostandort braucht und will und wo man viel auch glaube ich, auch im Restaurant ohne viel Schnickschnack. Das gibt einfach das Gebäude her, aber dass man wirklich einen guten Service, gutes Essen, bodenständiges Essen einfach liefern kann.

  91. 27:56
    Katharina Beatriz Varga

    Wir haben uns ja vorher schon verlaufen hier in dieser Royal Penthouse Suite. Wir haben eigentlich nur die Toilette gesucht und sind auf dem Flur draußen gelandet.

  92. 28:09
    Gabriela Bašovska

    So schnell geht's.

  93. 28:11
    Ronald M. Arndt

    Aber hier sind keine Locals, die sich einmieten, das ist klar.

  94. 28:15
    Katharina Beatriz Varga

    Nicht mehr.

  95. 28:15
    Ronald M. Arndt

    Also nur wir und keine Locals.

  96. 28:18
    Katharina Beatriz Varga

    Aber hier in der Suite wartet ihr Gäste, die, glaube ich, 3 Jahre hier waren, oder? Dauerhaft.

  97. 28:26
    Gabriela Bašovska

    Genau. Also ich will jetzt nichts Falsches sagen, aber etwas um die Zeit, sonst müssen wir die Kollegen unten fragen. Aber das war eben eine Familie, die nicht aus Europa war, die hier eben über die Covid-Zeit, sage ich mal so, hier gehaust hat. Ich meine, es gibt schlechtere Orte zu schlafen mit den 2 Terrassen und weiß nicht wie vielen Bädern und Badezimmern. Und es macht, glaube ich, sicher Spaß, hier zu wohnen.

  98. 28:55
    Katharina Beatriz Varga

    Und die haben sich auch wiedergefunden und sind ausgezogen. Die haben sich nicht verloren in der Zeit.

  99. 28:59
    Gabriela Bašovska

    Ja, anscheinend. Also ich hoffe, sie sind gut nach Hause gekommen.

  100. 29:04
    Katharina Beatriz Varga

    Kommt einer plötzlich da raus. Oh, hallo.

  101. 29:06
    Ronald M. Arndt

    Genau, hier ist der Ausgang.

  102. 29:10
    Katharina Beatriz Varga

    Gabi, für dich war immer schon die Hotellerie und der Tourismus ein Teil von dir. Du bist ja, hast du beim Mittagessen auch erzählt, schon mit dem Thema eigentlich groß geworden. Für dich gab es nie was anderes. Und jetzt bist du bei Hyatt gelandet. Was war denn vorher? Also was hat dich so geprägt in deiner Kindheit, in diesem Bereich bleiben zu wollen?

  103. 29:35
    Gabriela Bašovska

    Also ich komme erstens aus dem Balkan, wo Essen und Trinken und Schlafen die 3 essenziellen Sachen, also wirklich im Vordergrund stehen. Und wenn man sagt, man hat ein bisschen Hunger, sieht das ganz anders aus als in Westeuropa. Und das Leben dreht sich nur um Essen und Trinken. Die Lebensqualität, genau, ja, Faktoren, die man muss aufpassen, aber es macht wirklich Spaß und Für mich, was mich geprägt hat oder immer geprägt hat, sind halt die Menschen. Weil deshalb, also lebend halt in Montenegro, bis ich 11 war, Tourismus ist die Haupteinnahmequelle für das Land. Ich komme, also meine Mutter kommt auch von der Küste, also ich war wirklich so mittendrin in dieses, so wie in der Côte d'Azur, wenn du halt von April bis Oktober ist die Hölle los und dann ist der Winter tot. Aber es macht einfach so viel Spaß, du siehst so viele Menschen, du lernst Menschen aus Amerika kennen, aus Indien, aus Österreich, aus Deutschland. Und diese, das ist eine Bereicherung einfach, mit all diesen Menschen zu sprechen, zu sehen einfach, wie, wie sie sich benehmen, wie sie sich kleiden, wie sie sprechen, wie sie, ja, wie sie einfach leben dann als Touristen an einem Ort. Und ich glaube, das hat mich irgendwo geprägt. Aber ich muss auch ehrlicherweise, wir machen intern einen, also intern im Freundeskreis einen Spaß, weil wir haben der Caro, meiner guten Freundin, also ihrer Schwester, nicht alles nachgemacht. Und dann nach dem Gymnasium, sie hat sich entschieden, eben die Tourismusschule zu besuchen in Wien, dann mit 15, wo wir halt nicht wirklich darüber nachgedacht haben. Und wir haben ja einfach alles nachgemacht. Und ich muss ehrlich sagen, ich glaube, das war auch ein großer Schritt. Also sage ich immer danke, Caro, dass ich jetzt in der Hotellerie noch immer bin. Aber dann halt auch mit der Uni Tourismus, Hotellerie und Modul in Wien und mit den ganzen Praktika Ich weiß auch nicht warum, aber ich glaube, wer einmal in dieser Welt ist, da kommt man nicht raus.

  104. 31:38
    Katharina Beatriz Varga

    Ja, du sprichst mir auch aus der Seele. Da haben uns sehr viele Gemeinsamkeiten gefunden in den letzten Stunden, was Menschen ausmacht, was Menschen verstehen ausmacht, auch das Zuhören, die kulturellen Unterschiede kennenzulernen, die Chance zu haben, so ein Leben zu führen, das alles kennenzulernen und das dann im Erwachsenenalter halt wirklich richtig einordnen zu können. Das ist ja, mit jedem Menschen umzugehen, Ist eine Kunst.

  105. 32:03
    Gabriela Bašovska

    Und ich finde halt einfach, ich sage jetzt mal Tourismus, nicht nur Hotellerie oder Gastronomie, aber es ist wirklich so wie ein Spielplatz für den Geist und für die Seele. Weil du weißt nicht, wir sind jetzt, es ist egal, ob das Park Hyatt ist oder ein Hyatt Place ist, du gehst durch den Korridor, denkst dir, wow, ein tolles Bild, eine tolle Vase, eine tolle Blume, ich weiß nicht, egal was es ist, du wirst inspiriert einfach, du wirst inspiriert von Menschen, wie sie mit dir umgehen, wie nett sie sind, wie freundlich sie sind, wenn dich jemand anlächelt, das ist was ganz anderes, als würdest du jetzt alleine in irgendeinem Zimmer sitzen. Und also das Essen, ja, du siehst, es ist was schön angerichtet, es macht alles einfach Spaß. Und natürlich haben wir, glaube ich, in unserer Industrie mit so vielen kreativen Menschen, weil in der Hotellerie ist ja nicht so, dass du dann nur mit Hoteliers zusammen bist, ja, also wir sitzen jetzt auch, sage ich mal, ein bisschen quer durch die Nacht hier zusammen, aber auch die letzten Tage, also du hast von Technikern, von, ja, Digital Experts, von, ich weiß nicht, von jeder einzelnen Branche, die auch quer involviert sind mit uns, weil wir funktionieren nur einfach alle zusammen.

  106. 33:12
    Katharina Beatriz Varga

    Ja, das stimmt.

  107. 33:15
    Ronald M. Arndt

    Ja, schöner kann man es nicht beschreiben, glaube ich. Und wir bleiben dran an der Gabi, an Hyatt, was noch so kommt, aber immer im Hotel-Podcast, wie wir hoffen, denn das ist ja wirklich die Branche, die dich gefunden hat, die du gefunden hast, Und ja, von unserer Seite weiterhin alles, alles Gute und Liebe und verbreiten weiterhin Good News. Good News.

  108. 33:36
    Gabriela Bašovska

    Danke, danke, dass ihr in Wien wart. Danke, dass ihr im Park Hyatt Vienna wart, und ich freue mich schon auf, auf die nächste Folge.

  109. 33:43
    Katharina Beatriz Varga

    Ja, sehr schön.

  110. 33:45
    Ronald M. Arndt

    Ciao.