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Germany · Episode #22 · 29.04.2022 · 30 Min

Mein märchenhafter Besuch im familiengeführten Marburger Hof

Michaela RichterHotel Marburger Hof
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Aufgenommen: Hotel Marburger Hof, Marburg

Standbild aus der Episode mit Michaela Richter Germany30 Min

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„Das hat mich richtig alarmiert, weil wenn der Einkaufsverband schon empfiehlt, eventuell Zimmer als Lager zu benutzen, dann scheint mir die Sache wirklich ernst zu sein.“

Michaela Richter, 23:43

Michaela Richter führt das Hotel Marburger Hof in zweiter Generation, 94 Zimmer in zwei Gebäuden, gekauft von ihren Eltern 1959. Sie ist im Haus groß geworden, zog nach dem Abitur weg, arbeitete in Frankfurt in einer Agentur für Veranstaltungen im Bankenbereich und entschied sich erst mit Anfang 40 für das Hotel. Im Gespräch mit Ronald M. Arndt geht es um die Geschichte des Hauses, die Freiheit ihres 18-jährigen Sohnes bei der Berufswahl und die Beschaffungslage im Frühjahr 2022.

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Kernaussagen

  1. Einstieg mit Anfang 40: Richter ging nach dem Abitur weg, war ein halbes Jahr auf einer Schule in der Schweiz, studierte und arbeitete danach in Frankfurt für eine Agentur, die Veranstaltungen im Bankenbereich organisierte. Den Weg zurück ins Hotel empfand sie lange als zugemauert, erst mit Anfang 40 sagte sie, das könnte interessant sein.
  2. Nachfolge ohne Druck: Ihr Sohn ist 18 und überlegt noch. Sie will ihn so erziehen, dass er alle Möglichkeiten hat, und sagt, wer unglücklich ist und das nur macht, weil die Eltern es wollten, sollte es lieber lassen.
  3. Gründung nach dem Krieg: Der Vater kam aus Schlesien, wo die Großeltern Bauden im Riesengebirge hatten, und stand nach Gefangenschaft ohne Mittel da. Er machte die Hotelfachschule Heidelberg und arbeitete abends im Schwarzen Bock in Wiesbaden, führte mit der Mutter fünf Jahre einen Pachtbetrieb und kaufte 1959 in Marburg.
  4. Zimmer als Lager: Der Einkaufsverband progros empfahl im Frühjahr 2022, Lager für Lebensmittel und Non-Food anzulegen, notfalls ein oder zwei Zimmer dafür zu nutzen. Das Haus wird komplett mit Gas beheizt, für Solarpaneele fehlt die Dachfläche.
  5. Langjähriges Team: Die Abteilungsleiter sind seit 13, 14, 15 Jahren im Haus. Gegen die finanziellen Mittel von Kettenhotels kann sie nicht anstinken, Freundlichkeit der Mitarbeiter kostet nichts und ist ihr das Wichtigste.
Shownotes zur Episodeaus dem Podcast-Feed

Irgendwie hatte ich eine Vorahnung als meine beiden Söhne den Frühstücksaal eroberten. Denn Michaela Richter, die Inhaberin des Hotel Marburger Hof, saß an diesem Morgen nicht nur selbst an einem der Tische, sondern hat hier gar viele Stunden ihrer Kindheit verbracht.

Als jüngste von drei Kindern übernahm sie erst mit Anfang 40 das Ruder, würde aber auch ihrem Sohn jederzeit die Wahl des Berufs frei überlassen. Ihr Vater stammte aus einer Gastgeberfamilie, musste sich aber völlig mittellos nach Flucht und Kriegsgefangenschaft eine neue Existenz aufbauen. Immer an seiner Seite die Mutter der heutigen Geschäftsführerin.

Was bedeutet es aber, ein familiengeführtes Stadthotel in zweiter Generation (und unter den aktuellen politischen Entwicklungen) zu führen? Und warum ist Marburg immer eine Reise wert? Dies und mehr in der neuesten Episode des Hotel-Podcasts.

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Transkript

Transkript öffnenTranskript schließen30 Min · Ronald M. Arndt und Michaela Richter

Automatisch transkribiert mit AssemblyAI, Sprecher automatisch zugeordnet. Nicht redigiert.

  1. 00:07
    Ronald M. Arndt

    Michaela Richter, herzlichen Dank, dass Sie hier mein Gast sind im Hotel-Podcast im Marburger Hof. Ja, ich bin in Marburg nicht alleine, habe ja meine ganze Familie im Schlepptau. Sie haben es heute Morgen vielleicht schon gesehen. Ich war dann ganz überrascht, als wir uns gerade kennengelernt haben. Oh, die Dame saß doch im Frühstücksraum, als meine Kids darum gerannt sind. Das hat sie hoffentlich keinen allzu schlechten Eindruck. Aber im Augenwinkel haben sie uns bestimmt gesehen.

  2. 00:32
    Michaela Richter

    Ja, ich habe sie gesehen mit den 2 kleinen Kindern, natürlich.

  3. 00:37
    Ronald M. Arndt

    Ja, ja, also das Frühstücksbuffet kam schon mal sehr gut an, ja, aber auch die Nacht war ausgezeichnet. Wir haben eine Familiensuite, ein Familienzimmer, wo es sich schier verläuft. Also vielen, vielen Dank. Und mein Sohn meinte dann gleich, weil ja da so ein paar Überraschungen dann doch versteckt waren für die Kinder, Es ist gut, dass das Hotel an die Kinder denkt. Ja, also sehen Sie, da wird das Lob direkt schon in jungen Jahren weitergegeben. Das freut mich und möchte ich Ihnen an der Stelle natürlich auch nicht vorenthalten.

  4. 01:06
    Michaela Richter

    Ja, das freut mich sehr. Das freut mich sehr. Das sind unsere zukünftigen Gäste, kann ich nur sagen.

  5. 01:12
    Ronald M. Arndt

    Ja, also wird er nicht vergessen und wird nicht das letzte Mal sein.

  6. 01:16
    Michaela Richter

    Und der Dank ist natürlich meinerseits, dass Sie mir die Gelegenheit geben, an Ihrem Podcast teilzuhaben. Vielen Dank.

  7. 01:24
    Ronald M. Arndt

    Mein persönliches Interesse ist einfach unheimlich groß an der privat geführten Hotellerie.

  8. 01:29
    Michaela Richter

    Okay.

  9. 01:31
    Ronald M. Arndt

    Und schon im Logo vom Marburger Hof ist ja zu sehen, familiengeführt seit 1959. Das Wort familiengeführt allein, das emotionalisiert mich irgendwie, finde ich schön. Also Unternehmen, Familie und dann eine Jahreszahl, die so weit ja doch schon zurückliegt, 59, über 60 Jahre. Nehme ich an, ohne zu frech zu sein, zweite Generation?

  10. 01:54
    Michaela Richter

    Ja, das ist richtig.

  11. 01:57
    Ronald M. Arndt

    Sprich, die Familie Richter hat 1959 hier den Grundstein gelegt, oder war das früher schon ein Hotel in der Größe?

  12. 02:05
    Michaela Richter

    Das war früher schon ein Hotel, nicht in der Größe, aber das ist ursprünglich mal als Hotel sogar erbaut worden.

  13. 02:14
    Ronald M. Arndt

    Stimmt, ich habe heute Morgen beim Frühstück ja hier so ein kleines Bildchen gesehen. Wir sind ja in der Elisabethstraße, Elisabethkirche ist unweit entfernt, und da ist ja ein Bild. 1834 wurde hier schon ein Gasthof Weiß, dem heutigen Marburger Hof, erbaut.

  14. 02:31
    Michaela Richter

    Genau, genau.

  15. 02:32
    Ronald M. Arndt

    Sprich, Gäste, die ersten Gäste sind 1834 hier an Ort und Stelle eingekehrt, aber kleiner.

  16. 02:39
    Michaela Richter

    Kleiner auf jeden Fall, aber die Geschichte ist insofern ganz interessant, weil der Herr Weiß der hat gewusst praktisch, dass in Marburg irgendwann ein Bahnhof entstehen soll.

  17. 02:55
    Ronald M. Arndt

    Ein was bitte?

  18. 02:56
    Michaela Richter

    Ein Bahnhof. Ein Bahnhof. Dass man einen Bahnhof bauen wird. Und der Herr Weiß, der muss sehr geschäftstüchtig gewesen sein und der hat sich darum gekümmert und hat dann hier einen Bauantrag gestellt, beziehungsweise ursprünglich sollte der Bahnhof ganz woanders entstehen.

  19. 03:16
    Ronald M. Arndt

    Okay.

  20. 03:16
    Michaela Richter

    Und der Bahnhof ist also jetzt von uns unserem Haus 10 Minuten entfernt, also ganz locker fußläufig. Und ursprünglich war der woanders geplant und dann hat der Herr Weiß zuerst den Bauantrag dort gestellt, ganz in der Nähe des Geländes, wo der Bahnhof erstellt werden sollte. Und dann hat man ihm das abgelehnt und der Bahnhof kam auch nicht dorthin. Und dann gab es eben neue Pläne, den Bahnhof dort zu erbauen, wo er jetzt heute ist. Und dann hat der Herr Weiß wieder einen Bauantrag gestellt, hier die Elisabethstraße. Und somit sind wir dann am heutigen Standort, wo Herr Weiß schon den Bauantrag gestellt hatte etc. und sich davon natürlich ein gutes Geschäft erhofft hatte.

  21. 04:04
    Ronald M. Arndt

    Also wir lernen daraus, schon vor knapp 200 Jahren war es kompliziert mit den Bauanträgen. Richtig, richtig.

  22. 04:12
    Michaela Richter

    Und es gab mit Sicherheit irgendwelche Informationen, die unter der Hand durchgesickert sind etc., weil der hat das Haus eben erbaut, bevor der Bahnhof überhaupt erbaut wurde. Der kam dann später.

  23. 04:26
    Ronald M. Arndt

    Spannend.

  24. 04:27
    Michaela Richter

    Ja.

  25. 04:27
    Ronald M. Arndt

    Und wurde es später noch mal schwierig mit Bauanträgen im weiteren Verlauf? Ja. Nein, nein, ich sehe, also es sticht ja ins Auge, es ist ja hier alles niegelnagelneu. Aber ich glaube, Umbauten, Renovationen, Renovierungen, die bezogen sich eher so auf den inneren Bereich, ne? Aber angebaut habt ihr jetzt nicht groß die letzten Jahre?

  26. 04:47
    Michaela Richter

    Angebaut haben wir nicht groß.

  27. 04:50
    Ronald M. Arndt

    Die Eltern, also ist ja auch mit 94 Zimmern glaube ich schon ein recht großes Haus, muss man sagen, ne?

  28. 04:53
    Michaela Richter

    Wenn Mittlere Größe, denke ich, für ein privates Hotel. Die Eltern haben zwischen 1976 und '78 eben ein zweites Gebäude erbaut, das ist ein paar Meter von hier entfernt. Und mit diesem Gebäude zusammen haben wir dann die 94 Zimmer. Ja.

  29. 05:16
    Ronald M. Arndt

    Ich hatte letztens einen Gast im Hotel-Podcast, der ist sogar in seinem Hotel geboren. Habe ich dann Spaß gemacht. Gut, dass noch ein Zimmer frei war. Eben weil auch familiengeführt und mehrere Generationen zurückliegend. Das heißt, Sie sind aber zumindest im Hotel groß geworden.

  30. 05:35
    Michaela Richter

    Ja, ich bin im Hotel groß geworden.

  31. 05:39
    Ronald M. Arndt

    Das sind zwei Seiten der Medaille, oder wie kann ich da den Gesichtsausdruck gerade werten?

  32. 05:45
    Michaela Richter

    Nein, nein, ich wollte das einfach sagen. Wir sind 3 Kinder. Meine Eltern hatten 3 Kinder. Ich bin die Jüngste von den dreien. Und ich bin hier im Haus auch getauft worden.

  33. 05:55
    Ronald M. Arndt

    Ja, sehen Sie, nicht geboren, aber getauft.

  34. 05:59
    Michaela Richter

    Und ja, und es hat sich halt unser ganzes Leben als Kinder und Jugendliche eben immer um das Hotel gedreht. Es wurde also eben immer das Privatleben darum, darum herum gebaut sozusagen.

  35. 06:15
    Ronald M. Arndt

    Ja, verstehe.

  36. 06:16
    Michaela Richter

    Aber es ist Ja, einerseits ein lachendes, andererseits ein weinendes Auge. Das ist natürlich nicht vergleichbar mit jemandem, der jetzt eine Familie hat und von 8 bis 17 Uhr arbeitet und dann nach Hause kommt etc. Aber es hat auch seine Vorteile. Also, und man ist halt auf der anderen Seite vielleicht ein bisschen freier als jemand anderes und es hat immer zwei Seiten.

  37. 06:46
    Ronald M. Arndt

    Freier als Kind, meinen Sie? Weil die Eltern immer beschäftigt waren, oder?

  38. 06:49
    Michaela Richter

    Ja, auch als Kind. Genau, genau.

  39. 06:52
    Ronald M. Arndt

    Die Spielwiese war bedeutend größer wie als Kind.

  40. 06:54
    Michaela Richter

    Auf jeden Fall.

  41. 06:55
    Ronald M. Arndt

    Einfamilienhäuschen, oder?

  42. 06:56
    Michaela Richter

    Ja, ja.

  43. 06:56
    Ronald M. Arndt

    Okay.

  44. 06:57
    Michaela Richter

    Richtig, richtig. Ist auch manchmal so im Kindesalter für Freunde etc. interessant. Ja, die finden das gerne ganz interessant, hier mal so durchs Haus zu schleichen etc. Oder wir feierten dann auch den Geburtstag meines Sohnes, da wurde der so 10 oder 12, und dann hatten wir eine Torte und der hat also die Kerzen dann ausgeblasen und das war direkt unter dem Brandmelder. Und dann kriegte er Besuch von der Feuerwehr et cetera. Und ich kann Ihnen sagen, die Kinder, die fanden das richtig aufregend.

  45. 07:37
    Ronald M. Arndt

    Okay.

  46. 07:38
    Michaela Richter

    Ja.

  47. 07:39
    Ronald M. Arndt

    Einen Sohn haben Sie dann, oder?

  48. 07:40
    Michaela Richter

    Einen Sohn haben wir, ja. Genau. Der ist heute 18 Jahre alt.

  49. 07:44
    Ronald M. Arndt

    Und überlegt noch, ob er im Haus bleibt?

  50. 07:47
    Michaela Richter

    Der überlegt noch und der überlegt natürlich auch zu Recht, weil ich bin kein Freund davon, jetzt Kinder unbedingt in diese Form zu drücken. Also es gibt immer Möglichkeiten für Kinder, auch was anderes zu tun. Die Welt ist offen und man muss es wollen. Es muss, man muss es wollen, man muss einen inneren Bezug dazu haben, einen Grund, das zu tun, weil ansonsten macht es keinen Sinn. Also jemand, der das betreibt und dabei unglücklich ist und das nur macht, weil die Eltern das so wollten, der finde ich, sollte es lieber lassen. Nicht jeder möchte Unternehmer sein, nicht jeder möchte das.

  51. 08:33
    Ronald M. Arndt

    Es geht ja nicht nur ums Hotel, es geht ja generell ums Unternehmertum erstmal.

  52. 08:36
    Michaela Richter

    Natürlich.

  53. 08:36
    Ronald M. Arndt

    Und dann um das Familienunternehmen, das ist noch mal was ganz anderes.

  54. 08:40
    Michaela Richter

    Ja, ja. Also das finde ich schon ganz wichtig, dass die Kinder, das Kind, die Kinder, je nachdem, das auch wollen. Das ist mir auch ein Anliegen, da die, auch meinen Sohn möglichst frei dahingehend zu erziehen, dass er alle Möglichkeiten hat.

  55. 09:03
    Ronald M. Arndt

    In welchem Alter war das bei Ihnen so? War bei Ihnen der Zeitpunkt der Entscheidung, wo man so ein bisschen erstmal sagen musste, okay, es geht in Richtung Hotellerie, oder war das lange schon klar? Oder gab es da andere Berufsbilder, die von Interesse waren noch?

  56. 09:20
    Michaela Richter

    Das war überhaupt gar nicht klar. Das war, ich habe mich dazu sehr spät entschieden. Es war gar nicht unbedingt so von mir aus angedacht, und ich bin da zuerst gekommen, in Anführungsstrichen wie die Jungfrau zum Kinde. Und das war mit Anfang 40, wo ich das gesagt habe, so, das könnte interessant sein.

  57. 09:47
    Ronald M. Arndt

    Okay. Das heißt, da gab es ein paar Jahre, wo Sie gar nicht Seite an Seite mit Ihren Eltern gearbeitet haben im Haus, oder?

  58. 09:54
    Michaela Richter

    Ja, genau. Genau. Wo ich überhaupt davon auch nicht unbedingt was wissen wollte und wo ich diesen Weg eigentlich als zugemauert empfunden habe.

  59. 10:10
    Ronald M. Arndt

    Okay, zugemauert in welcher Form?

  60. 10:14
    Michaela Richter

    Ja, also um den Weg zurückzugehen.

  61. 10:17
    Ronald M. Arndt

    Ah, okay.

  62. 10:18
    Michaela Richter

    Also sagen wir es mal so, damit es verständlicher wird. Also ich komme aus Marburg, bin nicht hier geboren, aber getauft und, also im Haus geboren, aber in Marburg schon und habe hier Abitur gemacht und bin dann nach dem Abitur weggezogen Ja, habe dann, war dann erst mal ein halbes Jahr in der Schweiz auf einer Schule und danach bin ich dann zum Studium gegangen und war dann 4 Jahre beschäftigt eigentlich und habe dann später eben in Frankfurt nach dem Studium in Frankfurt lange gearbeitet, unter anderem in der Veranstaltungsbranche, also für eine Agentur. Wir haben Veranstaltungen organisiert, hauptsächlich im Bankenbereich, eigentlich ausschließlich im Bankenbereich. Und später ist dann mein Sohn eben geboren und dann war irgendwann so die Frage, ja, was machen wir jetzt?

  63. 11:23
    Ronald M. Arndt

    Also war da die Frage eigentlich dann auch da, wo wird er groß, der Sohn, oder waren Sie noch in Frankfurt?

  64. 11:28
    Michaela Richter

    Da waren wir noch in Frankfurt. Und mein Mann und ich, wir haben uns die Aufgabe geteilt. Also mein Mann hat abends gearbeitet, ich habe tagsüber gearbeitet und so haben wir uns dann die Klinke in die Hand gegeben, so wie viele Paare sich heute irgendwie arrangieren. Ganz einfach. Und also so einfach ist es nicht, aber so war das. Und dann war eben die Frage, wo wird der groß, der Sohn? Und das war sicherlich, wird er in Frankfurt groß oder gehen wir doch zurück nach Marburg? Und meine Mutter hat mir dann damals eigentlich die Tür wieder geöffnet und dann sind wir nach Marburg gegangen, weil ich dachte, oder wir dachten, Mensch, gerade mit dem Kind ist es doch schöner, vielleicht in einer kleineren Stadt zu leben etc. Das waren so die Beweggründe. Es war also nicht erstmal das Hotel und Familienbetrieb und so. Das stand für mich damals nicht so im Vordergrund.

  65. 12:35
    Ronald M. Arndt

    Oder die damals frischgebackene Oma hat sich halt auch gewünscht vielleicht, dass—

  66. 12:40
    Michaela Richter

    Das stimmt. Das stimmt.

  67. 12:42
    Ronald M. Arndt

    Aber so kann es und so soll es ja auch eigentlich sein.

  68. 12:45
    Michaela Richter

    Ja, das ist richtig.

  69. 12:47
    Ronald M. Arndt

    Und Ihre Eltern, die haben dann immer zusammen im und am Hotel gearbeitet oder?

  70. 12:56
    Michaela Richter

    Ja, ja, die—

  71. 12:57
    Ronald M. Arndt

    War das so ein richtiges Hoteliers-Ehepaar, wie man es sich vorstellt?

  72. 13:00
    Michaela Richter

    Ja, das war so ein Hoteliers-Ehepaar, auf jeden Fall. Die Eltern, also mein Vater kam aus Schlesien und war dann so ein, war dann eben im Zweiten Weltkrieg auch als Mann, war er eingezogen et cetera. Und kam dann, und die Eltern von meinem Vater, die hatten Hotels oder wie man dort sagt, Bauden im Riesengebirge. Das heißt also, die haben so das Hotel, das Gastwirt, das Bewirten, das kommt aus dieser Richtung, ja.

  73. 13:43
    Ronald M. Arndt

    Aber mussten alles zurücklassen, gehe ich mal davon aus.

  74. 13:46
    Michaela Richter

    Die mussten dann alles zurücklassen. Also die Oma ist dann geflohen mit ihrer Mutter damals. Und kam dann hier in den Westen. Und der Vater war in Gefangenschaft und wurde dann irgendwann auch entlassen. Und dann war die Frage einfach: Was macht er? Was macht er? Und er hatte, weil das war, das Hotel war alles weg, die Existenz war weg.

  75. 14:10
    Ronald M. Arndt

    Die Existenz, oder jegliche Mittel eigentlich.

  76. 14:12
    Michaela Richter

    Die jeglichen Mittel, ja.

  77. 14:14
    Ronald M. Arndt

    Leider eine aktuelle Sache jetzt wieder.

  78. 14:16
    Michaela Richter

    Ja, richtig. Richtig. Es war alles weg und dann, ja, was macht er? Und dann hat er sich besonnen, hat gesagt, das Einzige, was ich kann, ist Hotel. Aber es nutzt mir nichts zu sagen, ich bin der Sohn von dem und der oder von dem und dem. Nutzt ihm gar nichts. Und dann hat er damals, hat er dann angefangen, die Hotel— also angefangen und beendet Hotelfachschule Heidelberg. Machen. Die Hotelfachschule Heidelberg war ausgelagert. Die waren irgendwo, ich weiß nicht genau, also bitte. Die waren auf jeden Fall ausgelagert und er hat dann abends gearbeitet. Der hat dann im Schwarzen Bock in Wiesbaden gearbeitet und ist dann tagsüber auf die Hotelfachschule gegangen. Und das ging, glaube ich, 2 Jahre und das hat er geschafft, hat er alles beendet und danach war er eben in verschiedenen Positionen tätig. Und seine letzte Position war dann in Gelsenkirchen in einem Hotel. Und dort hat er die Mutter kennengelernt, die da so eine Art Hospitation gemacht hat. Und dann haben die beiden sich kennen und lieben gelernt und haben dann beschlossen, sie wollen zusammen sich selbstständig machen. Das war so etwas, so hat die Mutter das auch später immer wieder erzählt, was so in den beiden brannte. Wir wollen unabhängig sein, wir wollen unser eigenes Hotel machen.

  79. 15:46
    Ronald M. Arndt

    Kamen auch beide aus dem Bereich, wunderbar.

  80. 15:49
    Michaela Richter

    Genau. Und dann hatten sie erst einen Pachtbetrieb geführt und da haben sie nach 5 Jahren gesagt, nee, also Pächter wollen sie nicht weiter sein, sondern sie möchten sich was kaufen. Und das haben sie dann 1959 sich hier in Marburg sich verwirklicht.

  81. 16:07
    Ronald M. Arndt

    Stark.

  82. 16:08
    Michaela Richter

    Ja.

  83. 16:10
    Ronald M. Arndt

    Ja, einer muss den Grundstein legen.

  84. 16:11
    Michaela Richter

    Einer muss den Grundstein legen. Genau. Und auch dieses Brennen, die haben dafür gebrannt, die wollten das, die wollten Unternehmer sein, die wollten sich nicht unbedingt von jedem was sagen lassen etc. Und das war, glaube ich, deren Motivation.

  85. 16:30
    Ronald M. Arndt

    Und die Aufgabenbereiche, wie waren die damals schon aufgeteilt?

  86. 16:33
    Michaela Richter

    Oh, ganz einfach. Der Vater war zuständig für die Rezeption, für das Kaufmännische, für alles, was darum ging, fürs Gebäude etc. Und die Mutter hat sich um das Innendrin gekümmert. Frühstück, Wäscherei hatten wir damals noch, alle diese Dinge, Organisation, Housekeeping. Ja.

  87. 17:00
    Ronald M. Arndt

    Super.

  88. 17:00
    Michaela Richter

    Also das gab es so, wir Kinder wurden dann so groß so an der Kaffeemaschine, ja, praktisch. Also weil Kaffee war halt damals teuer, wird ja jetzt wieder teuer, ja. Und dann war für die Eltern, war das ganz wichtig, also bloß nichts verschwenden, ja. War natürlich auch Kriegsgeneration. Das heißt also, die Mutter stand immer an der Kaffeemaschine und hat, damals gab es noch die Kännchen, wissen Sie? Ich weiß nicht, ob Sie das kennen. Das kennen Sie bestimmt nicht mehr, Sie sind so jung. Auf jeden Fall, die hat dann die Kännchen abgezapft und so und wir haben dann—

  89. 17:41
    Ronald M. Arndt

    Ich habe gedacht, die hat das Kaffeepulver noch irgendwie wieder zusammen—

  90. 17:44
    Michaela Richter

    Nee, nee, nee, nee, so nicht, so nicht. Aber sie hat halt genau geschaut, dass da nichts verschwendet wird.

  91. 17:50
    Ronald M. Arndt

    Dass da nicht immer zu viel drin bleibt.

  92. 17:51
    Michaela Richter

    Genau, damit die erst mal gelehrt werden. Und ich kriegte dann, hatte dann so einen Wagen, ja, so einen kleinen Wagen, in dem stand ich dann und guckte und direkt neben der Kaffeemaschine und guckte dann so als dreijähriges Kind ungefähr der Mutter beim Kaffee zapfen. So, ja, also so viel dazu.

  93. 18:14
    Ronald M. Arndt

    Super.

  94. 18:14
    Michaela Richter

    Ja, weil dann, ja, so war das halt. Heute läuft das ein bisschen anders, ja, aber gut, das waren die Zeiten alles zu seiner Zeit.

  95. 18:26
    Ronald M. Arndt

    Sie haben hier ganz tolle Gerätschaften. Ich habe morgens schon gesehen, aber auch eine Sache, da wird eben nicht verschwendet, ein Butterautomat, wo man Teller runter tut und dann drückt, fliegt die Butter raus direkt auf den Teller. Kein Müll, geht nichts kaputt, immer frisch, ausgezeichnet. Nie gesehen. Zeigt aber einmal mehr einfach auch die Innovationsfreude, die mir auffällt. Also beginnend auf der Webseite, solche Sachen, ja, der Austausch, den ich bislang hatte mit Ihrer Mitarbeiterin, Frau Krämer, ja, toll. Und da stehen, glaube ich, die Zeichen ganz gut, um so ein Hotel auch wieder in die nächste Generation überführen zu können oder einfach die Geschichte weiterzuspinnen.

  96. 19:10
    Michaela Richter

    Auf jeden Fall.

  97. 19:11
    Ronald M. Arndt

    Super.

  98. 19:12
    Michaela Richter

    Also ich denke, wir müssen alle irgendwo versuchen, am Ball zu bleiben. Also wir können ja auf Tauchstation gehen und jahrelang gar nichts machen. Wir müssen schon irgendwo so ein bisschen dabei bleiben und versuchen zu spüren, wo ist der Zahn der Zeit? Was können wir machen? Wir haben sicherlich nicht die finanziellen Mittel, die jetzt zum Beispiel Kettenhotels haben etc., aber wir können halt in anderen Sachen punkten.

  99. 19:48
    Ronald M. Arndt

    Das tun Sie. Beginnend beim Check-in, also wirklich die Mannschaft, großes Lob hier auch nochmal an der Stelle von mir. Check-in, Rezeption, Frühstück heute Morgen, dann auf den Gängen heute Morgen, also alle, die ich kennengelernt habe, Ganz tolle Menschen und stark. Also Marburger Hof ist mehr als hier das Haus, sondern die ganze Mannschaft hinter, die ich jetzt kennengelernt hatte. Macht richtig Freude, bei Ihnen zu Gast zu sein.

  100. 20:16
    Michaela Richter

    Danke sehr.

  101. 20:18
    Ronald M. Arndt

    Also, aber das lebt ja auch jemand vor, wie ich—

  102. 20:22
    Michaela Richter

    Ist mir auch ein Anliegen, weil ich denke, es kann immer Sachen geben und wir machen— es gibt immer was, was schiefläuft, dies, das, jenes. Wo Menschen arbeiten, kann immer was passieren. Und wir wissen auch, wir haben noch sehr viel Lernpotenzial etc. Aber die, und sie können mal Pech haben mit dem Zimmer etc. Aber das Wichtigste ist mir, dass die, dass das Personal, dass die Mitarbeiter, dass die freundlich sind, weil das Das kostet nichts, ja, und das ist wichtig. Ich habe Mitarbeiter, zum Beispiel die Abteilungsleiter, die sind alle schon 13, 14, 15 Jahre da, ja, und das ist mir wichtig. Man kann jetzt natürlich sagen, okay, wenn es einen Wechsel gibt, dann kommt was Neues rein. Das ist auch so, das ist auch gut so, aber es muss sich auch in Grenzen halten. Ich finde immer, der Mix macht es, dass man so die die Tradition hat, Leute, die Bescheid wissen seit vielen Jahren, und andere, die vielleicht, wie gesagt, was Neues auch mitbringen.

  103. 21:34
    Ronald M. Arndt

    Jetzt müssen Sie mir auf jeden Fall noch ein paar Tipps geben für meinen Nachmittag heute mit meiner Familie in Marburg. Die Stadt wird 800 Jahre alt. Spricht für sich. Klar, wir haben hier eine Altstadt nicht weit weg, hier einfach nur die Straße hoch, dann ist man direkt in der Altstadt mit wunderbaren Fachwerkhäusern. Dann hat mein Sohn gestern schon einen Froschkönig entdeckt und eine kleine Geschichte dazu vorgelesen bekommen. Was ist Marburg noch? Ich stelle mich jetzt ein bisschen dümmer, als ich bin.

  104. 22:10
    Michaela Richter

    Ja gut, Marburg hat natürlich auch eine tolle Umgebung. Marburg liegt total im Grünen. Sie waren also schon in der Altstadt, also muss ich Ihnen zur Altstadt nichts mehr erzählen. Ich weiß nicht, ob Sie bis zum Schloss gegangen sind.

  105. 22:26
    Ronald M. Arndt

    Nein, das hat jetzt nicht mehr gereicht gestern.

  106. 22:28
    Michaela Richter

    Gut, das können Sie machen, ist halt ein bisschen anstrengend.

  107. 22:33
    Ronald M. Arndt

    Okay.

  108. 22:34
    Michaela Richter

    Ja, aber ansonsten würde ich Ihnen auch empfehlen, dass Sie so ein bisschen, dass Sie vielleicht das Auto nehmen, dass Sie an den Spiegelslustturm fahren, der ist auf der anderen Seite.

  109. 22:44
    Ronald M. Arndt

    Den habe ich schon umherfahren gesehen, ne? So ein, ja, ja.

  110. 22:47
    Michaela Richter

    Ja, der ist so ein so ein Herz angebracht. Da können, haben Sie einen wunderbaren Blick auf die ganze Stadt, ja. Da gibt es auch einen Kaffee drin, können Sie, und Sie können rundherum ein bisschen wandern, ja. Ansonsten gibt es auch noch ein paar Ausflugslokale hier links und rechts, die ich Ihnen gerne empfehlen kann.

  111. 23:08
    Ronald M. Arndt

    Ich glaube, der Turm ist gut. Ich meine, da gibt es sogar einen Spielplatz in der Nähe, also von daher.

  112. 23:11
    Michaela Richter

    Genau, genau. Der Turm ist wirklich schön. Und wir haben wunderbares klares Wetter, also Sie können es schön sehen, also es wäre eigentlich ja schön.

  113. 23:21
    Ronald M. Arndt

    Gut.

  114. 23:21
    Michaela Richter

    Und ist auch keine lange Fahrt, fahren Sie 10 Minuten hin maximal.

  115. 23:25
    Ronald M. Arndt

    Und das Wetter spielt auch definitiv mit.

  116. 23:26
    Michaela Richter

    Genau, ist alles klar.

  117. 23:28
    Ronald M. Arndt

    Kommen wir noch mal aufs Hotel zurück. Welche Herausforderungen sind denn so die Hauptherausforderungen, die gerade so in Ihrem Unternehmerleben da sein, Sie konfrontieren?

  118. 23:43
    Michaela Richter

    Tja, Hauptherausforderung, das ist jetzt natürlich eine Frage heute im März 2022. Ich denke, die Hauptherausforderung, die uns jetzt in der Branche alle trifft, ist jetzt, dass wir noch mit den Ausläufern von Corona zu tun haben. Wir wissen noch nicht, wie es im Herbst weitergehen wird, was da passiert. Man sagt uns ja schon, dass da die nächste Welle kommt. Ja, und das sind natürlich, das ist der ganze Beschaffungsmarkt, was momentan passiert. Die Preise steigen täglich, wöchentlich. Das trifft uns alle. Also unser Einkaufsverband, wir sind bei der ProGross, hat uns jetzt vor ein paar Tagen angeschrieben. Dass sie empfehlen, dass wir Lager für alle Arten von Waren anlegen, also sowohl Lebensmittel als auch Non-Food, dass wir, wenn wir keine Kapazitäten haben, dass wir sogar ein, zwei Zimmer als Lager benutzen für Dinge, weil jetzt alles teurer werden wird und zwar weiter ansteigend, ja, ohne Aussicht auf Besserung. Das muss ich Ihnen ehrlich sagen, das hat mich richtig alarmiert, weil wenn der Einkaufsverband schon empfiehlt, eventuell Zimmer als Lager zu benutzen, dann scheint mir die Sache wirklich ernst zu sein. Und das denke ich, das ist jetzt eine der größten Herausforderungen, dass wir alle, dass wir, also mein Betrieb hier, erstmal dieses Jahr 2022 gut übersteht und ja, in Hoffnung auf 2023. Ansonsten—

  119. 25:43
    Ronald M. Arndt

    Das sind ja alles Faktoren, die man nicht groß beeinflussen kann.

  120. 25:47
    Michaela Richter

    Wir können das jetzt gar nicht beeinflussen. Wir können uns nur versuchen vorzubereiten, aber das geht natürlich auch nur bedingt. Also jetzt, unser Haus wird komplett mit Gas beheizt. Jetzt zu sagen, wir machen jetzt ab morgen irgendwie alles mit Solarpaneelen, das funktioniert nicht. So viel Dachflächen haben wir gar nicht. Und alle diese, also und gerade Heizung etc., Erdwärme, ja, müssen wir gucken. Aber diese Dinge gehen nicht von jetzt auf gleich. Also da Das ist sicherlich eine große Herausforderung jetzt für mich und für dieses Haus, wie das jetzt alles weitergeht. Beschaffungssituation, also von A bis Z praktisch, von Energiebeschaffung bis zur Lebensmittelbeschaffung.

  121. 26:46
    Ronald M. Arndt

    Und dann sind Sie ein Stadthotel, ganz klar. Da gibt es ja nochmal eine Besonderheit oder was vielen natürlich ein bisschen schwieriger fällt aktuell. Aber natürlich durch die touristische Attraktivität von Marburg sind Sie nicht nur auf Geschäftskunden, von Geschäftskunden abhängig, oder? Nein, das ist ein ganz gesundes Verhältnis.

  122. 27:07
    Michaela Richter

    Vor Corona war die Relation, kann man sagen, fifty-fifty. Dann kam Corona, dann war es immer phasenweise, je nachdem in welcher Beschränkungsphase wir uns befunden haben, entweder mehr Geschäftsreisende. Wir hatten auch Zeiten, wo wir nur von Montag bis Freitag aufgemacht haben oder eben mehr Privatreisende. Und wir stellen fest, das ist auch etwas, was manche Institute vorhergesagt haben, die Privatreisen kommen jetzt wieder. Drin. Die nächsten Wochenenden sind wir ganz gut besucht, können wir uns also in keinster Art und Weise beschweren etc. Aber was uns jetzt noch fehlt, das sind die Geschäftsreisenden, zum vollen Glück, weil das dauert einfach länger.

  123. 28:02
    Ronald M. Arndt

    Habe ich da richtig gelesen, dass sogar BioNTech irgendwie sich in Marburg—

  124. 28:06
    Michaela Richter

    BioNTech hat hier einen Standort.

  125. 28:10
    Ronald M. Arndt

    Also sie sind schon da?

  126. 28:11
    Michaela Richter

    Die sind schon da. BioNTech produziert hier Impfungen am Standort, weil Marburg ist ja, hat ja die Geschichte mit Emil von Behring, der hier an Impfstoffen geforscht hat, und deshalb ist so ziemlich die einzige Industrie, die Marburg hat, ist Pharmaindustrie, und hier am Standort sind immer Impfstoffe produziert worden. Und BioNTech hat von GSK eine Impfstoff- Straße gekauft und sie produzieren dort oben.

  127. 28:40
    Ronald M. Arndt

    Okay, alles klar. Ja, was mir jetzt gerade einfällt, auf Ihrer Webseite, wenn man sich da mal ein bisschen umschaut, da gibt es ja einen Bereich Arrangements oder Angebote, und da haben Sie sich ja wirklich einen Kopf gemacht mit Ihrem Team, und da gibt es sogar für Familien Arrangements für unterschiedliche Längen, Aufenthaltslängen, 3 Tage, 5, 7, glaube sogar 10 Tage mit Empfehlungen. Also man sieht auch da wieder die Leidenschaft für den privaten Gast, ja, und ja, das einfach ihre Stadt Marburg hier in vollen Zügen einfach gerne präsentieren, ja. Und in dem Sinne freue ich mich, Frau Richter, auf meinen Nachmittag heute, ja, den werde ich heute hier privat verbringen, wie gesagt. Ich glaube, wir fahren zu dem Turm raus mit der Familie und bedanke mich, dass wir uns hier heute mal persönlich kennenlernen durften. Ja, denkt, das war ein Auftakt. Ich komme mal wieder. Dann hoffe ich, dass wir nur positive Themen zu besprechen haben und positive Herausforderungen. Aber so ist das Leben einfach auch.

  128. 29:49
    Michaela Richter

    Ja, ja, Frau Richter, Herr Arndt, vielen herzlichen Dank und Ihnen alles, alles Gute für den Podcast und für Ihre weitere berufliche Zukunft.

  129. 29:59
    Ronald M. Arndt

    Danke sehr, hat mich sehr gefreut. Merci.

  130. 30:01
    Michaela Richter

    Danke fürs nette Gespräch.