Die Glücksritter aus Durbach im Schwarzwald
Aufgenommen: Ritter Durbach, Durbach
Germany26 Min Das Video kommt von YouTube und lädt erst, wenn du auf Abspielen klickst.
„Wenn Sie in Summe 19 Millionen investiert haben und da steht nicht irgendwie ein Investor dahinter, sondern das sind Darlehen, die sie bedienen, dann können sie schon mal nachts unruhig schlafen.“
Dominic Müller, 11:20
Dominic Müller führt mit seiner Frau Ilka den Ritter in Durbach im Schwarzwald. Er erzählt Ronald M. Arndt von seinem Weg aus Düsseldorf über Schloss Fuschl, Hamburg, Burma und Rügen in die Selbstständigkeit, von 19 Millionen Euro Investition ohne Investor und von 160 Mitarbeitenden. Dazu erklärt er die Marke The Meaning Hotel und das Restaurantkonzept [maki:‘dan], das die Zahlen mehr als verdreifacht hat.
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Kernaussagen
- Schildrecht im Grundbuch: Seit 1656 hat der Ritter das ewige Schildrecht, es steht laut Müller heute noch im Grundbuch. Auch wenn die Konzession entzogen würde, dürfte das Haus alkoholische Getränke verkaufen.
- 19 Millionen ohne Investor: Müller hat in Summe 19 Millionen investiert, dahinter steht kein Investor, sondern Bankverbindlichkeiten und Darlehen. Den Kapitaldienst kann er nur mit den Mitarbeitenden leisten.
- Publikum von 16 bis 106: Das Haus wurde bewusst als sanierungsbedürftiges Objekt übernommen, um dem Traditionshaus eine eigene Marke aufzulegen. Müller sagt, der Spagat von jungen Pärchen bis zu älteren Gästen gelinge und sichere die Zukunft des Hauses und der Mitarbeitenden.
- The Meaning Hotel: Aus drei Tagen in der Hütte am Bodensee entstand die Marke The Meaning Hotel mit einer Plattform von 60 bis 80 Coaches, Therapeuten und Psychologen. Ilka Müller vermittelt als Meaning Concierge, Dominic Müller ließ sich selbst zum Master of Coaching ausbilden.
- [maki:'dan] statt Sternemenü: Nach zehn Jahren Sterneküche im Wilden Ritter traute sich im Restaurant niemand mehr zu husten. Das neue Konzept hat keine Menüvorgaben, nur Zwischengerichte, Brot wird bestellt und bezahlt, die Zahlen haben sich mehr als verdreifacht.
Shownotes zur Episodeaus dem Podcast-Feed
Im Hause von Ilka und Dominic Müller ließe sich so gut wie jede Krise überstehen. Vorausgesetzt man liebt guten Wein, von dem es in Durbach zu genügend gibt. Schließlich verfügt der Ritter in Durbach bereits seit dem Jahre 1656 über so genanntes ewiges Schildrecht. Egal was kommt, hier fließt der edle Tropfen weiter.
Mit 13 Jahren verdient Dominic Müller sein erstes Geld mit Catering in der Nachbarschaft. Parallel zum Abitur ist der Rheinländer stellvertretender Geschäftsführer einer Cocktailbar und absolviert anschließend eine Ausbildung im Österreichischen Schloss Fuschl nahe Salzburg.
In Hamburg lernt er seine heutige Frau kennen. Nur kurze Zeit später machen sich die Beiden auf den Weg nach Burma, wo sie eine andere Welt erwartet. Zurück in Deutschland, folgt ein Zwischenstopp auf der Insel Rügen und der Schritt in die Selbstständigkeit im Jahre 2008.
Ein paar Jahre und 19 Millionen Euro später, ist der heutige Ritter weit mehr als Hotel und Restaurant. So warten eigene Oldtimer darauf, durch den idyllischen Schwarzwald gelenkt zu werden, aber auch das [maki:'dan] geht kulinarisch völlig neue Wege. Warum dabei aber sogar Wein gepanscht wird? Ich erfreue mich erstmal an meinem Glas von Alexander Laible.
Die besten Ideen kommen Dominic Müller in einer Hütte am Bodensee, welche auch den rund 160 Mitarbeitenden zur Verfügung steht. Warum aber gerade das Hotel Ritter dabei ist, ganz neu an Bedeutung zu gewinnen und was verbirgt sich hinter dem Begriff "The Meaning Hotel"?
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Transkript
Transkript öffnenTranskript schließen26 Min · Ronald M. Arndt und Dominic Müller
Automatisch transkribiert mit AssemblyAI, Sprecher automatisch zugeordnet. Nicht redigiert.
- 00:07 Ronald M. Arndt
Dominic Müller, schönen guten Abend.
- 00:09 Dominic Müller
Ja, freut mich, hallo.
- 00:10 Ronald M. Arndt
Jetzt haben Sie gerade gesagt, Sie servieren. Was meinen Sie damit? Da haben Sie immer so aufgezählt, was Sie schon alles gemacht haben in Ihrem Leben, und ich habe dann gesagt, na, das kriegen wir jetzt aber nicht alles unter im Hotel-Podcast, aber da werde ich mir einfach mal so die Sachen, die ich mir jetzt noch merken konnte überhaupt, rauspicken.
- 00:28 Dominic Müller
Ja, sehr gerne.
- 00:31 Ronald M. Arndt
Als ich vorhin mein Auto hier in den Hof gefahren habe und angefangen habe auszuladen, da wurde ich ja fast überfahren. Da kam ein Oldtimer nach dem anderen um die Ecke und ist in die Tiefgarage rein. Was ist da heute los?
- 00:43 Dominic Müller
Ja, wir haben heute jetzt explizit die Donau-Masters da. Das ist ein Verein, der alljährlich Veranstaltungen macht. Dieses Jahr sind sie halt bei uns zu Gast, weil wir uns halt auch einen Ruf erarbeitet haben. Wir haben 2 Rallyes, die wir wirklich selber veranstalten. Und zwar das eine ist sehr ungewöhnlich: eine Winterrallye, eine Winter-Oldtimer-Rallye, die sogar sozusagen in der deutschen Bundesliga der Oldtimer-Rallyes, nämlich der Deutschen Classic Serie, mitfährt. Ganz kurz: Es gibt so 750 Veranstaltungen, nur 8 bis 9 sind Teil dieser Deutschen Classic Serie. Wir haben Miet-Oldtimer. Das heißt, wenn solch jetzt jemand ausfällt, haben wir auch einen Trailer, bringen unseren Oldtimer dahin. Der Gast kann weiterfahren, wir nehmen den defekten Oldtimer mit, können ihn reparieren.
- 01:27 Ronald M. Arndt
Alles Sommer-Oldtimer oder auch Winter-Oldtimer?
- 01:30 Dominic Müller
In dem Fall sind das alles Sommer-Oldtimer, weil da auch natürlich entsprechend die Nachfrage ist. Aber auch ganz vermeintlich normale Gäste lieben es einfach, hier ganz kurz mal punktuell in diese Welt einzutauchen, einzusteigen und einen Oldtimer zu fahren von uns.
- 01:46 Ronald M. Arndt
Ausgezeichnet. Eine lange, lange Tradition hat der Ritter Durbach, in dem wir uns hier befinden.
- 01:53 Dominic Müller
Das ist richtig, ja.
- 01:57 Ronald M. Arndt
1656, also noch mal älter als jeder Oldtimer, den man sich hier vorstellen kann.
- 02:01 Dominic Müller
Ja, eigentlich sogar ist das Haus sogar älter, man weiß nicht genau wie lange, aber seit 1656 haben wir das ewige Schildrecht.
- 02:08 Ronald M. Arndt
Okay.
- 02:09 Dominic Müller
Und es steht wirklich heute noch im Grundbuch. Ich weiß noch, als der Notar das übertragen hat. Das bedeutet, wir dürfen ein Schild rausstellen, alkoholische Getränke verkaufen, sozusagen die Versorgung ist gesichert. Selbst wenn uns die Konzession entzogen wird, haben wir immer noch das ewige Schildrecht und können uns darauf berufen. Und das ist nicht ganz wichtig, im höchst prämierten Weinort Deutschlands, nämlich in Durbach.
- 02:28 Ronald M. Arndt
Klingt krisensicher.
- 02:30 Dominic Müller
Absolut, wenigstens in dem Fall.
- 02:32 Ronald M. Arndt
Aber bei mir bricht erstmal so schnell keine Krise aus. Was habe ich hier im Glas?
- 02:37 Dominic Müller
Sehr zum Wohle. Einen schönen Weißburgunder von Alexander Leible in dem Fall. Einer der Starwinzer hier aus Durbach. Wir haben 13 Weingüter und eine Winzergenossenschaft. Es ist sehr, sehr schwierig, in Durbach schlechten Wein zu trinken. Es gibt ihn, aber ich verrate nicht wo.
- 02:53 Ronald M. Arndt
Wissen Sie mir auch gar nicht. Nachdem wir das Mikro ausgemacht haben, auch nicht verraten. Will ich gar nicht wissen. Bei uns wird der Wein ja auch immer besser. Ich komme aus der Stuttgarter Gegend.
- 03:04 Dominic Müller
Aber ja, absolut. Also gibt es tolle Weingüter. Deswegen reagiere ich so ganz entspannt. Absolut stehe ich voll dahinter. Ja, ich bin ja sozusagen neutral. Ich bin ja Rheinländer.
- 03:15 Ronald M. Arndt
Wollte ich gerade sagen. Also von Wein verstehen Sie ja eigentlich mal gar nichts.
- 03:18 Dominic Müller
Das stimmt nicht. Ich bin Sohn eines Moselländers und meine Freunde haben immer gescherzt, okay, bei der einen Mutterbrust kam eben Altbier und bei der anderen kam Riesling. Schon mit 13 Jahren wurde ich zur Weinprobe mitgeschliffen. Das ist mir aber nicht schwergefallen. Es hat mir große Freude bereitet und ich bin heute auch noch ein großer Moselfan. Auf jeden Fall.
- 03:37 Ronald M. Arndt
Düsseldorf, ne?
- 03:39 Dominic Müller
Genau, gebürtiger Düsseldorfer.
- 03:40 Ronald M. Arndt
Da durfte ich ja letztens erst mal 3 Tage auf der ProWein verbringen mit meinem besten Freund aus Aix-en-Provence, der da Wein anbaut.
- 03:47 Dominic Müller
Ja, schön.
- 03:48 Ronald M. Arndt
Hat man sich 3 Jahre nicht gesehen. COVID-bedingt, coronabedingt. Und dann verkaufen wir zusammen 3 Tage lang Roséwein in Düsseldorf.
- 03:57 Dominic Müller
Perfekt. Und das in Düsseldorf in der Alpenregion.
- 03:59 Ronald M. Arndt
Abends ging es dann weiter natürlich mit dem Altbier. Ein Fest, ein Fest. Ja, in Düsseldorf ging es los und dann folgten aber Stationen in Deutschland, im Ausland. Vielleicht da mal kurz was zu, Herr Müller.
- 04:14 Dominic Müller
Ich mache es schnell. Also in Österreich im Hotel Schloss Fuschl die Ausbildung gemacht, ganz klassisch direkt nach dem Abitur, dann in der Schweiz studiert. Dann wollte ich eigentlich nach Asien, da musste aber unbedingt noch Hamburg dazwischen, auch eine Neueröffnung. Das war wie so ein positiver Fluch, nämlich das Park Hyatt auf der Möckebergstraße, was ich jetzt gerade gelesen habe, was leider schließt, um nämlich meine Frau kennenzulernen. Und dann sind wir klassisch abgeworben worden nach Burma, nach Südostasien, haben da 2 Hotels, auch ja, das eine ist die Eröffnungsphase, konzeptionell, das andere wirklich operativ geführt. Also 600 Meter von diesem Hotel hat Rudyard Kipling das Dschungelbuch geschrieben. Da kann man sich ungefähr vorstellen, wie es aussah. Wir haben Menschen in offenen Strohhütten Englischunterricht und Deutschunterricht gegeben. Es war super spannend, aber wir haben auch viel von diesen Menschen gelernt. Und natürlich das Ganze in einer Militärjunta. Und da weiß man auch und lernt man, dass man unbedingt unterscheiden muss zwischen dem, wie ein Land regiert wird und was es für Menschen hat. Die Menschen waren fantastisch, ganz ursprünglich, eine fantastische, natürliche Gastfreundschaft, ganz hohen Respekt vor dem Alter unter anderem. War eine sehr erfüllte Zeit, aber da wir beide große Familientiere sind, sind wir nach 3 Jahren dann wieder zurück.
- 05:32 Ronald M. Arndt
Das heißt, Sie haben Ihre Frau in Hamburg kennengelernt und dann die erste gemeinsame Station war direkt Roma? Das heißt, dass da beide Abenteuerlust haben, war schnell klar.
- 05:43 Dominic Müller
Um aus dem Nähkästchen zu plaudern, wir waren gerade mal 2 Monate zusammen und meine Frau hat ein tolles Angebot aus London und sie hat gesagt, okay, wenn das hier eine Zukunft haben soll, dann gehe ich mit. Und dann sind wir nach Rügen, auch wieder Hoteleröffnung. Dort waren wir 4 Jahre, dort haben wir auch dann geheiratet. Unsere erste Tochter kam dort zur Welt. Wir sind die gelebte Wiedervereinigung. Die erste Tochter ist ein Ossi, die zweite Tochter ist ein Wessi. Und ja, dann haben wir uns halt entschieden, uns selbstständig zu machen, auch weil wir eben genau unseren Kindern auch einen Hafen bieten wollten und uns auch nicht alle 3, 4 Jahre verändern wollten.
- 06:17 Ronald M. Arndt
Den Hafen haben Sie gefunden. Genau, 2008 war das dann, glaube ich. Genau. Und seitdem hat sich eine Menge getan.
- 06:26 Dominic Müller
Ja, Gott sei Dank.
- 06:27 Ronald M. Arndt
Wo standen Sie damals hier im Ritter Dobach?
- 06:29 Dominic Müller
Ja, also erstmal war das ein sanierungsbedürftiges Objekt, aber das war auch Absicht, das wussten wir, um auch diesem Traditionshaus ein Stück weit trotz allem unsere Marke aufzulegen. Wir wollten nicht einfach nur eine Tradition fortführen, sondern unser Ziel war, diesen Ritter behutsam ins 21. Jahrhundert zu bringen. Ich wage zu behaupten, dass uns das auch gelungen ist. Wir bekommen das insofern bestätigt, dass wir ein Publikum haben, ich sag mal, von 16 bis 106. Junges Pärchen zum ersten Mal Wellnessurlaub ist hier, aber eben auch ältere Leute. Und dieser Spagat gelingt uns wirklich gut, denn wir sind im Schwarzwald und der Schwarzwald erlebt eine Renaissance. Das ist gut so, aber es gibt eben auch Traditionshäuser, die unbedingt darüber nachdenken müssen, wie denn ihr Klientel jetzt gerade eigentlich ausschaut und ob es dieses Klientel in 20 Jahren noch gibt. Und genau diese Frage haben wir für uns beantwortet und haben uns immer auch auf jüngere Menschen und Gäste konzentriert. Und das sichert uns und den Mitarbeitern auch die Zukunft.
- 07:28 Ronald M. Arndt
Sind die Töchter schon irgendwie aktiv im Haus? Ja, die sind ja immer so. Wir können nachher noch mal drauf— Wie kamen Sie denn eigentlich in die Hotellerie? Ziehen wir mal die Frage vor.
- 07:37 Dominic Müller
Wie kam ich? Ich habe mit 13 angefangen, schon in der Nachbarschaft Caterings zu organisieren. Einfach mein Taschengeld aufgebessert und habe nie einen Stundenlohn vereinbart, sondern habe immer gesagt, Mensch, so wie Sie zufrieden waren. Und habe mich natürlich besonders um Gastgeber gekümmert und bin großzügig entlohnt worden. Das war wirklich klasse. Und da habe ich gemerkt, dass mir das aufrichtig Spaß macht. War dann parallel zum Abitur stellvertretender Geschäftsführer in einer Cocktailbar direkt in der Seitenstraße von der Königsallee, die damals sehr angesagt war, das Green. Und da habe ich gesagt, okay, also was machst du jetzt? Und um ganz ehrlich zu sein, ich konnte vieles, aber nichts richtig. Also ich konnte Klavier spielen, Trompete spielen, singen, schauspielen. Ich habe Lautsprecher gebaut, damit auch mein Taschengeld verdient, also technikaffin. Und da habe ich gesagt, was machst du damit? Und dann habe ich mich für die Hotellerie entschieden, weil man eigentlich, und davon profitiere ich heute noch, wenn man all genau diese Talente, also Entertainment, Menschenliebe, Empathie, Technikverständnis genau hier in diesem Beruf einbringen kann. Und die Interaktion macht einfach viel Spaß. Früher habe ich mich sehr auf die Gäste konzentriert, habe es der Gäste willen gemacht. Das hat sich, habe ich gemerkt, stark verändert. Wenn ich aus dem Urlaub zurückkomme, freue ich mich auf meine Mitarbeiter. Ich mache es eigentlich für und mit den Mitarbeitern und das ist eigentlich das Wertvollste daran. Und deswegen habe ich mich für die Branche entschieden. Und dann, ja, dann hat man halt doch irgendwo so seine eigenen Vorstellungen und will es einem selber vielleicht auch beweisen. Vielleicht auch anderen, wer weiß. Und daraus ist der Gedanke der Selbstständigkeit entstanden. Und dann muss man auch die Frau haben, die es mitmacht, die es mitträgt. Auch das ist keine Selbstverständlichkeit. Da bin ich sehr dankbar, dass meine Frau Ilka das auch mitmacht und sie aber, Gott sei Dank, natürlich auch aus der Branche kommt.
- 09:21 Ronald M. Arndt
Ja, ja, natürlich.
- 09:23 Dominic Müller
Und zu den Kindern. Also die Große ist 16 Jahre, die hat schon in allen Bereichen mal mitgeholfen oder fast allen Bereichen, ob das jetzt oben auf dem Schloss war, im Service oder im Spa-Bereich. Aber sie ist nicht regelmäßig im Haus. Wir wollen auch ganz bewusst die Kinder nicht dazu zwingen. Die sollen ihr eigenes Geld verdienen. Das tun sie auch. Aber die Große arbeitet zum Beispiel im Pferdestall, um ihre Reitstunden zu verdienen. Das soll alles nicht in den Schoß fallen. Aber sie sollen das machen, was ihnen Freude bereitet. Und wir werden alles andere tun, als sie irgendwie zu verpflichten, hier unseren Lebenstraum fortzuführen. Denn sie sollen unbedingt ihren eigenen Lebenstraum fortführen. Ist ja auch klar, dass ich nicht in dem gut bin, was mir keine Freude bereitet. Und ich glaube, daran gibt es auch Häuser, die daran gescheitert sind, dass die nächste Generation dazu verpflichtet wurde, eine Tradition fortzuführen. Aber das hat ihnen gar keine Freude bereitet. Also waren sie wahrscheinlich auch nicht gut in dem, was sie gemacht haben. Und das wollen wir vermeiden. Wenn einer der Töchter sagt, ich habe da Lust zu, ich will das, ich habe eine Idee. Wie man so schön sagt, be my guest. Aber wenn die was anderes machen, dann ist es auch völlig okay.
- 10:34 Ronald M. Arndt
Okay, schön. 160 Mitarbeiter haben Sie im Haus?
- 10:37 Dominic Müller
Auch das, ja. Allerdings wirklich mit allen. Wir haben über 20 Auszubildende, da sind wir sehr stolz drauf, mit Teilzeitaushilfen und natürlich Festangestellten. Das ist mit Standort, also jeder Standort Durbach mit Schloss Stauffenberg. Und dann haben wir noch ein Objekt am Bodensee, das sind noch mal 30 Mitarbeiter, reine Gastronomie. Ja, das ist schon für mich eine sehr große Verantwortung. Also lässt einen hier und da auch schon mal ins Grübeln kommen, wie die Zukunft so aussieht.
- 11:05 Ronald M. Arndt
Ja, in Bezug auf Mitarbeiter.
- 11:10 Dominic Müller
Ja, in Bezug darauf, genau, finden, Mitarbeiter finden. Exakt.
- 11:16 Ronald M. Arndt
Oder ist das erst mal gar nicht so wichtig, wenn die Grundeinstellung passt?
- 11:20 Dominic Müller
Also ich glaube, bei 160 Mitarbeitern hat man immer ein Grundsummen, auch wenn wir Gott sei Dank eine sehr niedrige Fluktuation haben, weil die Mitarbeiter sich einfach wohlfühlen, weil wir auch viel für sie machen, bis zum Ferienhaus, was wir für sie haben, was wirklich ein tolles Haus direkt am Pfänder am Bodensee ist, und wirklich eine Unternehmenskultur entwickelt haben. Aber eins ist ja auch ganz klar, mache gar kein Geheimnis draus, wenn Sie in Summe 19 Millionen investiert haben und da steht nicht irgendwie ein Investor dahinter oder so, sondern das sind Bankverbindlichkeiten, das sind Darlehen, die sie bedienen, dann können sie schon mal nachts unruhig schlafen. Denn 19 Millionen Kapitaldienst kann ich nicht selber erwirtschaften, also alleine als Einzelperson, ist ganz klar. Und ich brauche diese Mitarbeiter, damit ich diesen Kapitaldienst leisten kann. Die wollen ihr Gehalt, das steht ihnen zu, mehr als das. Und gleichzeitig muss ich natürlich etwas übrig haben, um diesen Kapitaldienst auch zu leisten. Und wenn dann, wenn man dann auf diesen Fachkräftemangel generell in der Branche schaut, dann schaut man auch mit Sorge darauf, auf jeden Fall. Also, und da müssen wir uns einfach auch vorbereiten, aufstellen. Das tun wir jetzt schon seit mehreren Jahren, um uns vielleicht hier und da auch ein bisschen abzusetzen. Wir haben uns mehrfach zertifizieren lassen, einmal überhaupt als Arbeitgeber, dann noch als Ausbildungsbetrieb, aber eben auch für unsere Nachhaltigkeit im Hause. Und dann lehnen wir uns nicht zurück, sondern da schöpft man halt viele, viele Ideen draus. Was kann man noch machen? Wie können wir uns da noch professionalisieren? Und sind gerade in einem ganz, ganz interessanten Prozess, eine, ja, eigentlich eine neue Führungskultur hier im Hause, Unternehmenskultur zu entwickeln. Ich sehe das sehr positiv. Ich hoffe, dass es genauso positiv auch angenommen wird. Und ja, schauen wir mal, wo die Reise so hingeht.
- 13:05 Ronald M. Arndt
Holt man sich da externe Beratung auch noch mal ins Haus, um so was zu entwickeln, oder wo kommt die Inspiration her?
- 13:10 Dominic Müller
Also teils ja, teils nein.
- 13:12 Ronald M. Arndt
Das Inhaberehepaar, sage ich mal, so eine große Mannschaft vorsteht.
- 13:14 Dominic Müller
Ja, also klingt jetzt ein bisschen blöd, so nach dem Motto, als würden wir uns nicht extern beraten lassen. Wir lassen uns auch extern beraten, aber eher im finanziellen Bereich. Wir entwickeln viel aus dem Team heraus, aus der Abteilungsleiterrunde heraus. Wir haben eine wirklich sehr gut aufgestellte HR-Abteilung. Wir halten Augen und Ohren auf, aber es gibt auch mal diesen Rückzugsort, wo ich mich wirklich komplett rausnehme für mehrere Tage und mich ausmoderiere. Und dann haben immer die Mitarbeiter positiv schon Angst, weil sie sagen, mit welchen Ideen kommt er jetzt zurück?
- 13:51 Ronald M. Arndt
Ist aber nicht der Bodensee.
- 13:52 Dominic Müller
Doch, doch, auch das. Genau, das ist die Hütte am Bodensee. Und ja, man versucht, also ich glaube wirklich daran, Stillstand ist eigentlich Rückgang. Wir brauchen Antworten. Es hilft nichts, jetzt rumzuheulen, den Kopf in den Sand zu stecken. Ich bin ganz ehrlich, mir liegt auch die Krise. Ich finde die, ich liebe die Herausforderungen. Und bei uns ist eben nicht 25% der Belegschaft abgehauen, sondern wir haben vielleicht 2, 3 Abgänge gehabt. Wenn man aber schaut über 2 Jahre, ist das eine ganz normale Fluktuation. Bei anderen ist die Fluktuation viel höher. Also das ist ein normaler Prozess. Da sind wir auch ein Stück weit stolz drauf. Und dann kommen diese Ideen auf den Tisch und die werden gemeinschaftlich im Team besprochen, entwickelt. Und da sitzt auch nicht nur HR am Tisch, da sitzt auch der technische Leiter am Tisch. Das wird diskutiert, erörtert und dann wird irgendwann entschieden und gesagt, so machen wir es jetzt.
- 14:49 Ronald M. Arndt
Also ich glaube, da steckt noch viel mehr drin und könnte noch mehr draus entstehen. Ja, wenn ich jetzt so überlege, was Was für Gedanken?
- 14:59 Dominic Müller
Ich will nicht so lange, einfach wenn Sie Fragen kriegen, eine Antwort. Ich will nur nicht zu ausführlich werden und langweilen.
- 15:07 Ronald M. Arndt
Ich habe ohnehin keine Ahnung mehr. Bei mir ist Viertel vor eins. Mein Sohn hat gestern, hat gestern mit der Uhr rumgespielt beim Abendessen. Aber müssen natürlich schon ein bisschen gucken. Alles gut. Aber es entsteht noch mal was. Aus diesen ganzen Überlegungen kommt noch mal irgendwann. Da komme ich noch mal vorbei. Ja, da kürzen wir ab.
- 15:25 Dominic Müller
Aber ja, also wenn ich, soll ich schon über die Zukunft ein bisschen sprechen? Also es kam eigentlich, war das zuerst sogar, nämlich in dieser Hütte 3 Tage. Und ich habe mir genau überlegt, okay, soll es eigentlich so weitergehen? Wir sind, wir sind nicht das klassische Urlaubshotel, wir sind ein Kurztrip-Hotel. Die Leute entscheiden sich für ein Wochenende oder für 3, 4 Tage. Mal eine Auszeit zu nehmen. Und ich sage jetzt mal etwas überzogen polemisch, der Klassiker ist aus dem Büroturm in Frankfurt, meist noch zu spät, Frau, Kinder warten, zack ins Auto, der arme Kerl ist voll gestresst, fährt hierher, hat vielleicht noch Stau gehabt, hofft, dass er noch seinen Tisch am Freitagabend hat, checkt ein, direkt ins Restaurant. Dann hat er den Samstag, der Samstag muss für alles herhalten, für Straßburg, für Wellness, für Wandern, für Wein und abends für ein anständiges Abendessen. Am Sonntag Rückfahrt und am Montag wundert er sich, warum er total kaputt ist. Will sagen, ist ja nicht nachhaltig.
- 16:26 Ronald M. Arndt
Jetzt haben Sie aber die 1200 Quadratmeter Spa vergessen, oder?
- 16:28 Dominic Müller
Ne, die waren am Sonntag schon eingebaut. Und ist das eigentlich nachhaltig? Bringt das den Menschen eigentlich was? Bringt Ihnen das weiter? Und wir möchten Thema Nachhaltigkeit den Gästen einfach auch länger nachhaltiger etwas mit auf den Weg geben. Und dabei ist eine Marke entstanden, die wir entwickeln, die nennt sich The Meaning Hotel. The Meaning im Sinne von Sinnhaftigkeit, von Bedeutung. Und dort haben wir eine Plattform von 60 bis 80 Coaches. Coach ist aber nur der Oberbegriff. Das sind Therapeuten, das sind ausgebildete Psychologen, das sind Coaches, das sind Unternehmensberater. Und ich sag mal, sowohl im Business als auch im privaten Bereich von spirituell bis wirklich Zahlen, Daten, Fakten, ist alles dabei. Männlich, weiblich, auch da wieder von 16 bis 106. Also der eine hat von mir aus wirklich ein ernsthaftes Problem in der Pubertät, in der Jugend, und kriegt einen entsprechenden Jugendcoach, wird vielleicht von seinen Eltern begleitet. Der andere hat ein Business-Thema, Thema Karriere, oder eine Kickoff-Veranstaltung für eine Mannschaft, die ein neues Projekt hat. Oder jemand geht in die, in die, in den Ruhestand und weiß nicht mit dem Ruhestand etwas anzufangen. Er wird nicht mehr gebraucht. So was da alles so aufkommt. Und für diese Themen und Ansätze haben wir immer entsprechend Coaches zur Verfügung. Und vermittelt wird das also neben der Plattform, das ist digital, aber vermittelt wird es durch meine Frau, die wirklich das Bindeglied ist. Wir nennen sie auch sozusagen den Meaning Concierge, die Coach und Coachee zusammen Das heißt, wenn man sich nicht ganz sicher ist, sie kennt alle wirklich persönlich, haben da echtes Auswahlverfahren im Prinzip. Wir nehmen da nicht jeden. Also da gibt es Leute, die haben mal einen Samstagnachmittagkurs belegt und nennen sich jetzt Coach. Ich habe mich dafür auch speziell während der Corona-Zeit ausbilden lassen. Ich bin Master of Coaching, habe also Einzel-, Team-, Business- und dann den Masterlehrgang gemacht nach der St. Galler Methode, um einfach auch die Spreu vom Weizen trennen zu können. Und dann wird die Verbindung hergestellt. Und natürlich ist es so, es hat auch für uns als Hotel eine Nachhaltigkeit, weil die Gäste natürlich gerne wiederkommen, weil sie sagen, Mensch, das war ein Erfolgserlebnis. Thema Bewertung, Thema Loyalität.
- 18:41 Ronald M. Arndt
Und in der Regel auch alleine dann wiederkommen, oder? Also losgelöst vom Familienwochenende des Frankfurter Bankers, da ist auch mal unter der Woche.
- 18:49 Dominic Müller
Genau, genau. Und das war das Wichtige. Also wir werden ja häufig auf diese Ultramarei Aber auch da sage ich mal ganz polemisch, Oldtimer sind alte Männer, sind Wochenende und Sommer. Aber die Woche hat 7 Tage und sie hat auch einen Winter. Und dort wollen wir den Leuten eben, und auch uns als Hotel, eine absolut ausgeglichenere Belegung dadurch generieren. Ich hoffe, es gelingt uns. Es ist noch ganz am Anfang, aber das, was da jetzt schon zurückkommt, ist hochinteressant. Also wird zahlreiche Retreats dazu geben und und so weiter. Ein bisschen Entwicklungsarbeit machen wir noch. Wir wollen im September wirklich dann damit auch entsprechend groß rauskommen. Der Film ist schon fertig, wir hatten auch schon die Auftaktveranstaltung, aber ganz bewusst so in der Sommerpause ist das nicht so geschickt, damit jetzt rauszugehen.
- 19:34 Ronald M. Arndt
Da freue ich mich sehr drauf. Machen wir einen separaten Podcast noch mal dazu.
- 19:37 Dominic Müller
Gerne, gerne, gerne.
- 19:39 Ronald M. Arndt
Ein Hotel-Podcast, genau, nur zu dem Thema.
- 19:41 Dominic Müller
Und vielleicht noch ergänzend, weil wir eben das Thema Personalführung hatten, Da ging es auch um Nachhaltigkeit. Und aus dieser Marke The Meaning Hotel ist dann The Meaning Company geworden. Und da geht es um Unternehmenskultur. Und da haben wir ganz klar gesagt, wir können ja nicht Unternehmenskultur anderen Menschen vermitteln, wenn wir es nicht selber im Unternehmen auch leben und umsetzen. Und da sind wir ein Stück weit Versuchskaninchen, haben verschiedene Module entwickelt, auch aus dem HR heraus, auch natürlich aus meiner Ausbildung als Coach heraus. Hatten jetzt gerade diese Woche ganz interessanten Prozess, aber das sprengt den Rahmen, wo wir einfach mal wieder Kommunikation zwischen Abteilungsleitern hergestellt haben. Kommunikationsbasis, auch Kommunikationsregeln. Was ist, was bedeutet denn Ehrlichkeit? Was bedeutet denn auch mal Kritik anzunehmen, ohne sie persönlich zu nehmen? Bis dann wirklich auch ganz praxisorientiert Kommunikationskanäle. Also mit welchen Systemen arbeite ich intern? Muss das Signal WhatsApp, Hotelkit, Asana als Projektsoftware sein, sondern gibt es auch bestimmte Stellen, an denen ich reduzieren kann und dadurch eben effizienter werde. Also auch ganz klar in die Praxis.
- 20:51 Ronald M. Arndt
Okay. Meine Leute und ich, wir nehmen heute noch Platz im Makidan.
- 20:56 Dominic Müller
Genau.
- 20:58 Ronald M. Arndt
Woher kam da die Inspiration? Ganz neues Konzept.
- 21:02 Dominic Müller
Auch aus dem Team heraus, ganz klar, bin ich auch stolz drauf, wurde aus dem Team heraus entwickelt. Wir haben 10 Jahre lang im Wilden Ritter Sternekoch, gehörten immer zu den Top 100 in Deutschland und haben uns aber dabei erwischt, dass die Menschen sich nicht getraut haben, im Restaurant zu husten, so nach dem Motto.
- 21:21 Ronald M. Arndt
Da hatte ich schon ein bisschen Angst heute Abend, weil ich ja 2 Kinder dabei habe und einen schlecht erzogenen Kumpel.
- 21:27 Dominic Müller
Aber wenn wir dann sehen—
- 21:28 Ronald M. Arndt
der aus dem Schwarzwald kommt.
- 21:30 Dominic Müller
Okay, ich werde den Tisch stornieren. Kommt in der Schwarzwälder Schafferhose. Ja, und das ist nicht die Gastlichkeit, die wir eigentlich so verstehen. Die Leute sollen ja nicht Angst haben. Es gab auch eine hohe Schwellenangst, auch hier vom regionalen Publikum. Und diese Schwellenangst wollten wir nehmen, aber keine Einbußen in der Qualität. Und mein Lieblingsspruch ist: Menü nur tischweise. Da kriege ich wirklich einen Föhn, weil ich sage: Okay, jetzt sind wir wirklich am Ende. Wer ist denn jetzt hier der König? Ist es der Gast oder ist es der Koch? Und entweder bringe ich die PS auf den Teller oder nicht. Aber wenn ich dann sehe, dass der Gast betteln muss, um ein Gericht auszutauschen, das ist der vollkommen verkehrte Ansatz. Und dann haben wir ein Konzept entwickelt, was eben überhaupt keine Menüvorgaben hat. Es sind alles Zwischengerichte, damit die Leute viel, viel aussuchen und wählen können. Plötzlich kommt einfach am Bauchladen an den Tisch, da kommen ein bisschen Gerichte drauf, die stehen gar nicht auf der Karte. Wir panschen sogar Wein. Ich habe eigentlich gedacht, dass ich geteert und gefedert auf einer Eisenbahnschiene zum Weinfest in Durbach getragen werde. Aber am Ende des Tages machen die Winzer das ja auch. Sie kreieren auch Cuvées. Und wir machen das nur bei einem Gericht, und zwar beim Käse, zum Beispiel bei den Reifestufen. Und da wollen wir auch ein Erlebnis vermitteln, denn kein Wein der Welt schafft vom Frischkäse bis zum 24- Monate gereift, und kommt die, das schafft kein Wein. Und es kommt ein kleines Holzgestell, sind kleine Reagenzgläser drin, man hat einen Basiswein, ich nehme jetzt zum Beispiel mal Weißburgunder, und man füllt den punktuell immer weiter auf, zum Beispiel jetzt mit einem Gewürztraminer, damit man eben die Würzigkeit des Käses mitnimmt. Und plötzlich verstehen die Gäste, ach so, deswegen entsteht solch ein Cuvée, das ist Sinn und Zweck der Geschichte. Und die Die gehen natürlich mit einem Strahlen aus dem Restaurant und fahren nach Hause und erklären, dass sie gestern selber im Restaurant ein Cuvée hergestellt haben. Und das kommt super gut an. Wir verzichten aber auch auf solche Dinge wie Amuse-Gueule oder unaufgefordert wird Brot eingestellt. Bei uns wird es explizit bestellt und muss auch explizit bezahlt werden. Das ist auch das Thema Nachhaltigkeit. Wir haben wahnsinnig viel Brot weggeschmissen. Meine Frau selber muss sich glutenfrei ernähren. Viele sagen abends keine Kohlenhydrate. Und wenn es aber dann bestellt wird, dann ist es eben Demeter, Sauerteig, Roggen, super knusprig und wird frisch gebacken. Und da haben wir eben viele Dinge verändert. Und um eine lange Geschichte kurz zu machen, haben wir die Zahlen mehr als verdreifacht, auf das wir sehr stolz sind. Haben auch den Newcomer Award gewonnen vom Top Hotel und noch ein paar andere Auszeichnungen. Die will ich hier gar nicht aufführen. Und Ja, der Name Makkidan ist irreführend. Er klingt asiatisch, ist aber eigentlich persisch. Kommt nämlich von Metze, das Pendant sozusagen zu Tapas. Und Metze kommt vom Begriff Mazidan und wird Makkidan ausgesprochen. Bis dahin war uns das damals noch egal, aber als wir in die Übersetzung geschaut haben, da stand Gastlichkeit, Köstlichkeiten, Geselligkeit. Und achten Sie mal auf die 3 Faktoren, die werden Sie heute Abend erleben, da bin ich mir ganz sicher.
- 24:31 Ronald M. Arndt
Kann es kaum abwarten.
- 24:32 Dominic Müller
Und dafür machen wir auch Gastronomie. Und es gibt kein Wort auf der Welt, das diese 3 Begriffe miteinander vereint. Und deswegen war es dann gesetzt.
- 24:41 Ronald M. Arndt
Herr Müller, hier steckt so viel drin. In Ihnen an erster Stelle, in Ihrem Kopf, in Ihrem, in Ihnen als Gastgeber-Ehepaar, unter Ihnen Ihren 160 Glücksrittern, nennen Sie Ihre Mannschaft ja auch. Und am Ende im ganzen Haus. Ich freue mich wirklich sehr, dass wir uns heute kennengelernt haben und dass ich mal so einen ersten Eindruck gewinnen konnte. Und natürlich auch die Zuhörerschaft des Hotel-Podcasts, was hier in Durbach so abgeht. Ja, und ja, freue mich, wenn es dann weitergeht mit dem Meaning Hotel und der Meaning Company.
- 25:22 Dominic Müller
Das setzen wir uns mal zusammen. Vielen Dank für Ihr Interesse.
- 25:25 Ronald M. Arndt
Freut mich sehr. Alles Gute, und ich mache mich auf den Weg. Ins Makidon.
- 25:29 Dominic Müller
Perfekt, merci.
- 25:31 Ronald M. Arndt
Dankeschön. Danke.