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Germany · Episode #42 · 07.11.2022 · 27 Min

Der Baumeister und seine Wohnzimmer

Daniel Schneidermonoplan
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Aufgenommen: AMERON Zürich Bellerive au Lac, Zürich

Standbild aus der Episode mit Daniel Schneider Germany27 Min

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„Ich glaube fest daran, dass man in Krisen auch den Mut haben muss zu investieren und sich zu positionieren, um dann nach der Krise ready to go zu sein.“

Daniel Schneider, 14:10

Daniel Schneider, Architekt und Mitgründer von monoplan, trifft Ronald M. Arndt im Fumoir des AMERON in Zürich, einem Haus, das sein Büro umgebaut hat. Er erzählt, wie er aus einer Not heraus mit einem Praktikanten und einem Klappstuhl gründete, über eine Anfrage vom Bürgenstock, die ihn in die Hotellerie brachte, und über den Weg von der Architektur zu Interieur, Branding und Development. Dazu: warum der Druck zur Nachhaltigkeit von der Investorenseite kommt und was sein Verein Beyond Now daran ändern soll.

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Kernaussagen

  1. Aus der Not selbstständig: Schneider arbeitete nach dem Studium einige Jahre angestellt und machte sich dann aus einer Not heraus selbstständig, mit einem Praktikanten und einem Klappstuhl. Nach 14 Jahren waren es 65 Leute an drei Standorten.
  2. Hotellerie über den Bürgenstock: Die ersten zwei Jahre machte er Wohnungsbau am See. Eine Anfrage vom Bürgenstock, den er während des Telefonats googelte, brachte ihm einen gewonnenen Wettbewerb und fast acht Jahre Bauen auf dem Berg.
  3. Alles aus einer Hand: monoplan deckt Generalplanung, Architektur und Interieurdesign ab, entwickelt Brands und hat ein eigenes Development-Team aus zwei Hotelfachleuten, von der Development-Kalkulation über die P&L bis zum Pre-Opening.
  4. Nachhaltigkeit ganzheitlich: Er gründete den Verein Beyond Now als persönliches Anliegen, um Bau, Planung und Betrieb zusammen zu denken. Deckt man nur einen Teil ab, nennt er das eine Alibiübung.
  5. Investoren geben vor: Den Anstoß zu Carbon-Footprint und Ratings erwartet er von der Investorenseite, wie schon bei BIM. Die eigene Branche sieht er nicht als Treiber für Erneuerung.
Shownotes zur Episodeaus dem Podcast-Feed

Auch wenn Daniel Schneider sich nur ungern in den eigenen Hotels aufhält, mit mir ging es scheinbar doch: im Fumoir des AMERON Zürich Bellerive au Lac.

Heute unterhält sein Unternehmen monoplan drei Standorte. In Zürich und Frankfurt am Main, aber auch Athen. Gestartet wurde vor 14 Jahren aus der Not, mit Klappstuhl und einem Praktikanten. Dafür ging es schnell bergauf, am Ende wurden es ganze acht Jahre auf dem Bürgenstock.

Dinge bis zum Ende zu denken mag im Trend zu liegen, Nachhaltigkeit im Hotelbau allemal. Ist das der eigentliche Grund, warum in dem 4-Sterne-Superior-Hotel heutzutage keine Maserati mehr angepriesen werden?

Dass Daniel die Dinge gerne ganzheitlich angeht, zeigen einmal mehr die Initiative Beyond Now, aber auch der Swiss Hospitality Investment Club.

Ich freue mich schon sehr darauf, mit ihm sein nächstes Wohnzimmer zu besuchen.

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Automatisch transkribiert mit AssemblyAI, Sprecher automatisch zugeordnet. Nicht redigiert.

  1. 00:07
    Ronald M. Arndt

    Ja, dann sind wir ja schon irgendwie in deinem Wohnzimmer heute hier in Zürich, oder? Kann man schon sagen. Oder wie viele Wohnzimmer hast du?

  2. 00:12
    Daniel Schneider

    Also mittlerweile in Zürich einige.

  3. 00:14
    Ronald M. Arndt

    Okay.

  4. 00:14
    Daniel Schneider

    Wobei das Lustige ist, ganz offen gesprochen, ich bin privat nie in meinen Hotels.

  5. 00:18
    Ronald M. Arndt

    Okay.

  6. 00:19
    Daniel Schneider

    Das ist fast eine Ehre, dass ich mit dir heute hier bin, in der Cigar Lounge vom Amoron in Zürich, weil—

  7. 00:23
    Ronald M. Arndt

    War ja sonst nichts mehr frei, ja? Nur noch der Fumoir.

  8. 00:28
    Daniel Schneider

    Das stimmt, wobei es ein cooler Raum ist. Keine klassische so Chesterfield-Englisch-Dunkellounge, sondern bewusst floraler. Ich würde fast sagen femininer. Aber das Interessante ist, dass wir, oder ich, sehr gerne in Hotels bin, aber nicht so gerne in denen, die ich gemacht habe. Also da kenne ich auch jeden Fehler und jedes Problem.

  9. 00:46
    Ronald M. Arndt

    Deswegen, ja, ich kann mir auch vorstellen, dass so ein Hotel nach Übergabe ein Jahr später auch nicht mehr hundertprozentig das ist, dass es mal war.

  10. 00:55
    Daniel Schneider

    Ja, es fängt beim Personal an. Meistens hast du dann ein Opening-Team, Ich glaube, mittlerweile ist glaube ich fast niemand mehr da von denen. Und es ist schon so, das ist wie so ein, vielleicht auch wie ein Kind, du hast ja auch zwei wie ich, die man dann irgendwann in die Freiheit entlässt so ungefähr. Und dann machen die auch ein bisschen, was sie wollen. Und nicht jede Sache, ich sage mal, wenn ich so durchlaufe, manche Dekosachen oder so, okay, sage ich nichts. Und ist halt so, unser Job ist dann zu Ende und andere übernehmen dann den Job.

  11. 01:21
    Ronald M. Arndt

    Okay, also in Zürich schon ein paar, aber bei euch ging es die letzten Jahre richtig voran. Und ihr seid seit 14 Jahren, glaube ich, im Markt mit Monoplan.

  12. 01:29
    Daniel Schneider

    Genau, wir haben Monoplan jetzt im Herbst 15-jähriges oder 14-jähriges, 14 Jahre, genau, gegründet mit einem Praktikanten und einem Klappstuhl vor 14 Jahren. Und mittlerweile sind wir insgesamt 65 an 3 Standorten.

  13. 01:42
    Ronald M. Arndt

    Also dann nehme ich mal an, nicht lange nach dem Studium eigentlich, ne?

  14. 01:46
    Daniel Schneider

    Ich habe noch ein paar Jahre gearbeitet nach dem Studium, war in Zürich und in Brasilien Und habe mich dann eigentlich zuerst aus einer Not heraus selbstständig gemacht und dachte, ich fange jetzt mal an und dann suche ich mir wieder einen Job. Und dann bin ich selbstständig geblieben.

  15. 02:00
    Ronald M. Arndt

    Ja, super. Und da ging es gleich auf Hotels oder?

  16. 02:03
    Daniel Schneider

    Nein, gar nicht mal am Anfang. Die ersten 2 Jahre habe ich Wohnungsbau vor allem hier am See gemacht. Es war dann aber so, dass mein ehemaliger Studienkollege und jetziger Geschäftspartner Philipp Wohlfahrt, der hatte lustigerweise als erstes Projekt ein Personalhaus Und er war auch selbstständig, aber als Einzelfirma, so wie ich. Und ich habe eher so High-End-Wohnungsbau gemacht und hatte dann aber auch eine Hotelanfrage. Und das ist für Schweizer vielleicht unvorstellbar, aber ich habe dann eine Anfrage aus dem Bürgenstock gehabt. Und ich weiß noch, ich kannte den Bürgenstock gar nicht. Ich habe dann während des Telefonats schnell gegoogelt, was das eigentlich ist und wo. Und so bin ich dann eigentlich zur Hotellerie gekommen, weil wir dann eingeladen waren zu einem Wettbewerb und den haben wir gewonnen. Das war so der Start.

  17. 02:46
    Ronald M. Arndt

    Und dann hast du gedacht, auch nett hier, ne?

  18. 02:48
    Daniel Schneider

    Ja, ja, lustigerweise, wir haben dann fast 8 Jahre auf diesem Berg gebaut und viele Projekte und haben damit eigentlich dann, also viele erzählen, das ist irgendwie geplant, das war nicht geplant, haben dann aber so als Schweizer Firma, und ich bin ja kein originär Schweizer, sondern ein Zugezogener aus dem nördlichen Kanton Deutschland, und habe dann daraus auch eine Stärke gemacht, dass wir gesagt haben, wir sind Schweizer Firma, aber mit internationalem Team und haben so halt angefangen, Hotels und Hospitality zu unserem Kerngeschäft zu machen.

  19. 03:17
    Ronald M. Arndt

    Stark.

  20. 03:18
    Daniel Schneider

    Nicht aus einer Not geboren, aber aus einer Opportunität.

  21. 03:21
    Ronald M. Arndt

    So, in Frankfurt bist du ja geboren, glaube ich, groß geworden, und dann zum Studium nach Braunschweig. Ja, war Braunschweig damals eine angesagte Adresse für Architektur, oder?

  22. 03:29
    Daniel Schneider

    Ja, hat einen sehr guten Ruf als technische Universität. Das war aber auch so eine Mischung aus Verlegenheit und Opportunität. Ich habe dann damals mir mehrere Standorte angeguckt, Weimar zum Beispiel auch, weil das einen guten Ruf hat, aber das war als Frankfurter Ich habe da eine Nacht übernachtet und bin geflohen danach. Es ist eine wunderschöne Stadt, aber abends um 9, das war Anfang der 90er, da war gar nichts. Und Berlin hätte ich gerne gemacht, aber hat nicht so eine gute Uni. Und dann war Braunschweig irgendwie so zwischen Hamburg und Berlin, die ich beide cool fand. Braunschweig ist jetzt nicht die most sexiest town in Germany, aber eine sehr gute Uni.

  23. 04:04
    Ronald M. Arndt

    Jetzt haben wir dein Wohnzimmer hier, in dem wir heute Abend sind. Wir starten jetzt eine kleine Serie und ziehen durch deine Wohnzimmer die nächsten Monate. Ich bin ja jetzt auch öfters in Zürich. Machen wir. Nennen wir es noch beim Namen: das Ameron Belrive Olac. Wunderschön gelegen. Ich darf ja auch hier nächtigen, freue mich sehr. Ich habe dich auch das erste Mal hier genau im Ameron gesehen. Da haben wir uns noch nicht ausgetauscht, aber es war letztes Jahr, soweit ich weiß und mich erinnern kann, als du hier— lange nach der Übergabe war es ja nicht— aber durchs Haus geführt hast.

  24. 04:38
    Daniel Schneider

    Wobei lustigerweise, das ist das erste und einzige Hotel, was ich fertiggestellt habe. Und danach haben wir es wieder abgeschlossen, weil wir haben, das muss man sagen, diesen Umbau begonnen mit Covid. Und das war eine große Challenge, muss ich dir gestehen, für uns in jeder Hinsicht. Haben aber fristgerecht fertiggestellt, aber quasi in der Lockdown-Phase. Und dann haben wir wirklich das Hotel übergeben und danach haben wir den Lichtschalter wieder ausgestellt für, ich glaube, 3 oder 4 Monate. Und das war, habe ich auch vorher noch nie gehabt.

  25. 05:14
    Ronald M. Arndt

    Ja, Ameron, zur Althoff-Gruppe gehöre ich. Ist es euer erstes Ameron bislang?

  26. 05:22
    Daniel Schneider

    Wir haben, wir durften für die Althoff-Gruppe das gerade jetzt eröffnete Urban Loft in Berlin übrigens planen.

  27. 05:29
    Ronald M. Arndt

    Auch von euch? Super.

  28. 05:30
    Daniel Schneider

    Das ist auch von uns. Ja, ist glaube ich sehr cool geworden, ganz anders.

  29. 05:32
    Ronald M. Arndt

    Was ganz anderes. Ja, ich kenne die Bilder.

  30. 05:34
    Daniel Schneider

    Dürfen jetzt auch das Ameron in Luzern für die Althoff-Gruppe neu positionieren, umbauen und neu gestalten. Und das war unser erstes und auch unser erster Auftrag und war eine spannende Geschichte. Kann ich ja aus dem Nähkästchen plaudern, weil ursprünglich hätte es gar kein Amoron werden sollen. Das war ja eigentlich ein Steigenberger. Und dann ist der Eigentümer, es gehört letztendlich der Amag-Gruppe, kleinerer Autoimporteur in der Schweiz.

  31. 06:00
    Ronald M. Arndt

    Sprichst du jetzt von dem Haus hier oder von dem Haus hier?

  32. 06:03
    Daniel Schneider

    Genau. Und ursprünglich hätte das ein Maserati-Hotel werden sollen. Spannenderweise, weil AMAG auch Generalimporteur oder Importeur von Maserati war. Und wir hatten damals dieses Konzept entwickelt zusammen mit dem Herrn Marchione von Maserati, dem auch präsentiert. Der ist dann aber leider verstorben und mit dem ist auch das Projekt gestorben. Und dann hat der Bauherr gesagt, okay, jetzt müssen wir ein neues Brand haben. Und so ist dann ein Ameron daraus geworden. Spannende Geschichte. Wir hätten auch gerne ein Maserati-Hotel gebaut, muss ich gestehen. Es wäre eine spannende Aufgabe. Aber wir sind sehr happy, das Amoron hier gebaut zu haben.

  33. 06:37
    Ronald M. Arndt

    Jetzt weiß ich ja, ihr seid Architekten, das heißt, es geht um die Architektur. Ihr seid auch Innendesigner und ihr kümmert euch ums Branding. Also eigentlich könnte ja jemand, der eine Idee hat von einem neuen Hotel oder eine neue Brand, neue Kette, da wirklich bei euch so ein All-in-One-Paket, also One-Stop-Shop, One-Stop-Shop, sagt ihr.

  34. 06:55
    Daniel Schneider

    Ist auch richtig Idee. Also haben uns auch weiterhin nicht zu Ende gedacht, habe ich irgendwo gelesen. Ja, genau. Genau, was mir auch sehr gut gefällt. Hochbauarchitekt, Diplomingenieur, habe aber parallel noch BWL studiert und Politik und Geschichte und so ein paar Sachen und komme eher so aus dieser Projektentwicklerschiene, lustigerweise, wo ich also die Zahlen und Konzepte verheiratet habe. Haben mittlerweile aber auch eine große Interieurabteilung von 13, 14 Leuten, ich weiß gar nicht genau wie viel, und haben auch angefangen, Branding zu entwickeln. Sprich Hoteliers, die vielleicht noch keine Idee hatten, wie sie ihr Hotel konzipieren, positionieren wollen, die zu begleiten. Haben aber auch schon Brands entwickelt im Auftrag und mit Dritten. Das ist ein kleiner Bereich, macht aber sehr viel Spaß. Und am Ende ist die Idee, dass wir im Hospitality-Bereich eigentlich ein Gesamtdienstleistungsanbieter sind. Also Generalplaner, Architekt, Interieurdesign, aber wir können auch alles darüber hinaus theoretisch darstellen. Ich glaube, da sind wir einer der wenigen. Wir haben ein eigenes Development-Team, was aus 2 ehemaligen Hotelfachleuten besteht, also von Hilton und Thomas Cook. Und somit können wir auch diese Schiene abdecken, sozusagen von der Development-Kalkulation über eine P&L-Usali bis zum Pre-Opening.

  35. 08:04
    Ronald M. Arndt

    Spannend. Ich glaube, im Mai habe ich geschlafen in Neckarvillen in Frankfurt, also in deiner Heimatstadt. Irre ich mich, oder gab es da schon so verbindende Elemente zum Ameron hier?

  36. 08:16
    Daniel Schneider

    Es ist gut, es gibt natürlich, es gibt bei jedem Brand ja so eine Art von DNA.

  37. 08:20
    Ronald M. Arndt

    Das ist schon auch so, auch letztendlich muss aber nicht heißen, dass ihr jetzt auch bei Neckarvillen mitgemacht habt.

  38. 08:24
    Daniel Schneider

    Nein, haben wir nicht.

  39. 08:25
    Ronald M. Arndt

    Habt ihr nicht? Okay. Nein, aber natürlich ist ein schönes Gebäude, ja, die alte, alte Bank, glaube ich, ja.

  40. 08:31
    Daniel Schneider

    Mega. Ja, das ist aber, und die Aufgabe ist ja für uns, wir bauen uns ja nicht ein Hotel, bau ich ja nicht für mich, sondern für den Gast. Und wenn es zu einer Kette oder einem Brand gehört, ist ja die Aufgabe, dass es auch irgendwie eine gewisse Konsistenz und Wiedererkennungswert hat. Somit musst du dich ja schon auch am Bestand irgendwie oder am Look and Feel orientieren und trotzdem aber was Einzigartiges, was an diesem Ort besonders passt, auch generieren. Und das ehrlich gesagt immer Challenge auch.

  41. 08:57
    Ronald M. Arndt

    Das ist euch hier sehr gut gelungen, um noch mal hier am, im Belle Rive vor Lack zu bleiben. Ich glaube 1920er Jahre, aus den, also 100 Jahre altes Gebäude ungefähr, hat ein paar Bauphasen wie jedes Gebäude hinter sich und vor sich.

  42. 09:11
    Daniel Schneider

    Wurde vor 25, 30 Jahren kernsaniert und grundlegend erneuert, und wir haben auf der Basis dann quasi das up to date gebracht.

  43. 09:20
    Ronald M. Arndt

    Okay, dann Autohaus, jetzt Hotel.

  44. 09:22
    Daniel Schneider

    Ja, das war hier eigentlich im Autohaus, ja.

  45. 09:25
    Ronald M. Arndt

    Die Geschichte haben wir schon ein bisschen skizziert, Maserati, dann doch nicht Maserati. Ist das mittlerweile so, dass eher Gebäude umgenutzt werden und die dann zu einem Kunden werden, oder geht's bei euch eher um Neubauprojekte?

  46. 09:44
    Daniel Schneider

    Du musst jetzt gucken, also die Zeit hat sich krass geändert. Vor Covid muss man wirklich sagen, das können wahrscheinlich alle bestätigen, da gab es ja wie eine Eine Rallye. Also wir haben ja jedes Gebäude, was Büro war und leer war, haben wir, wenn es geht, in Hotels konvertiert. Also wir haben hier das Motel One, 400 Zimmer, das war ein Bürogebäude, haben wir komplett umgebaut in Hotel. Das Ruby am Bahnhof war Büro und Gasthaus und Kino, haben wir umgebaut in Hotel. Also da haben wir ganz viele sehr schöne Projekte europaweit, aber auch vor allem in der Schweiz gemacht. Was glaube ich auch städtebaulich interessant ist, weil Es gab einen großen Effekt, dass viele große Konzerne wie die Banken etc. ihre Büroflächen konsolidiert haben. Und dann sind an guten Lagen einfach freie Flächen entstanden. Und die haben wir, glaube ich, mit solchen Produkten wiederbelebt, weil da ist eine Gastronomie drin, da sind Menschen, die übernachten da und das gibt für den Stadtteil oder fürs Quartier auch wieder Leben. So, Neubau ja, aber wenn an der Peripherie eher oder ich sage mal irgendwo in eher touristischen Destinationen. In der Innenstadt, wo der Quadratmeter Gebäudevolumen so teuer ist, gerade in Zürich, das ist nicht die günstigste Stadt, ganz wenig Neubau. Und da muss man einfach ehrlich sein, ein Hotel ist nicht die ertragsstärkste Anlageklasse. Sie ist aber eigentlich vor Corona noch stärker natürlich auch durchaus interessanter gewesen als Single-Tenant-Use. Das war durchaus und ist durchaus eine spannende Umnutzungsopportunität. Wobei jetzt seit Covid natürlich muss man sagen, ist eher zum Teil so, ist, ich habe jetzt schon Projekte auf dem Tisch, die haben wir mal als Hotel konzipiert oder beraten oder so, und jetzt werden die umgenutzt in Long-Stay-Apartments, Wohnungen, Co-Living, Coworking. Also ich glaube, diese reinen Single-Use, one, ein Nutzen, ein Hotel, momentan eher vielleicht diversifizieren, vielleicht das ein bisschen runterbrechen. Und ich, die Zeiten, wir haben hier 400, 450 Zimmerhotels Ist die Frage, ob das noch opportun ist, ob in Zukunft nicht das eher ein bisschen kleinteiliger wird.

  47. 11:51
    Ronald M. Arndt

    Ihr habt sogar einen Standort in Griechenland. Was tut sich da?

  48. 11:54
    Daniel Schneider

    Das ist eine ganz spannende Geschichte, sage ich euch im Nachhinein. Also das weißt du ja auch erst im Nachgang. Jetzt könnte ich natürlich die Geschichte erzählen, dass es von langer Hand geplant war und wir schon immer auf das Thema Ferienhotellerie gesetzt hätten. Wobei, also es ist so, die Geschichte ist ursprünglich so, dass in der Finanzkrise Wir sehr viel Arbeit hatten und wachsen mussten. Und wir konnten organisch gar nicht so schnell in Zürich wachsen. Und da wir global tätig sind und auch in Europa, hatten wir immer ein Problem, dass wir in der Schweiz leider, das kennen alle meine Schweizer Kollegen, immer eigentlich zu teuer waren im europäischen Vergleich. Und dann einen Standort in Deutschland, was wir mittlerweile zwar auch haben, wäre eigentlich immer noch nicht ausreichend gewesen, weil das bringt mir nicht so viel als Vorteil. Somit war die Überlegung: Okay, wo gehen wir als Nächstes hin? Und dann hatte ich einfach im Team 3 Griechen schon und einen Deutschgriechen. Und so ist dann zuerst ein Joint Venture entstanden mit einem griechischen Büro, die wir trainiert haben. Das war aber schon vor, ich glaube, 8 Jahren haben wir angefangen damit. Und mittlerweile ist es aber Monoplan Hellas, eine Tochter, eine 100-prozentige Tochter der Monoplan Schweiz AG mit Monoplan-Mitarbeitern. Insgesamt haben wir, glaube ich, 18 in Griechenland. Und 2019, als noch kein Covid am Horizont war, haben wir damals schon das eigentlich geahnt, was dann auch gekommen ist, nur aus anderen Gründen. Ich habe gesagt, also das kann so nicht weitergehen mit der Stadthotellerie. Ich sehe ja meistens auf der Investorenseite, was für Pachten und was für Verträge gemacht wurden. Und damals habe ich dann gesagt, okay, was ist der nächste logische Schritt? Das muss eigentlich wieder Ferienhotellerie sein. Und haben damals dann uns den Lars von Thomas Cook geholt als absoluten Ferienhotellerie-Experten. Kein Architekt, sondern gelernter Hotel-Developer, und haben angefangen, stark ins Leisure- und Tourismus- und Feriendestinationssegment zu investieren. Und momentan ist natürlich so, dass wir die ganzen Projekte in dem Mittelmeerraum aus Griechenland raus betreuen. Wir machen gerade ein tolles 5-Sterne-Resort auf Milos. Natürlich ist die Bezahlung auch eine andere, das kann ich nicht vergleichen mit dem Schweizer. Ja, das muss man einfach anerkennen, dass die Welt halt global jeweils so tickt, wie es geht. Also das ist einfach so, du musst dich auch den Regeln anpassen.

  49. 14:09
    Ronald M. Arndt

    Wer nicht wagt, nicht gewinnt.

  50. 14:10
    Daniel Schneider

    Genau, ist einfach so. Aber wir wachsen momentan auch stark. Wir haben stark ausgebaut in Covid-Zeit, unser Team in Athen, aber auch den Frankfurter Standort. Haben gleichzeitig, muss man sagen, fast leider auch Zürich ein schönes neues Büro Vielleicht bist du am Freitag auch dabei beim Barbecue. Im Nachgang war das jetzt super. Ich sag's ganz offen, vor einem Jahr habe ich mich zwischenzeitlich dafür verflucht, weil so ein Büro in Zürich— wir haben 1200 Quadratmeter mit eigener Lobby und Loungebereichen und so weiter und Showroom— das kostet leider auch 2 Franken 75, was jetzt nicht das beste Timing war, gebe ich zu. Aber ich glaube fest daran, dass man in Krisen auch den Mut haben muss zu investieren und sich zu positionieren, um dann nach der Krise ready to go zu sein.

  51. 14:54
    Ronald M. Arndt

    Ganz genau. Ja, Thema Nachhaltigkeit, sehr im Trend gerade. Was kann da, was tut sich da gerade in Hotellerie? Was ist da ein bisschen der Ausblick vom Fachmann?

  52. 15:05
    Daniel Schneider

    Also ich glaube, das ist natürlich ein großes, großes Thema, schon ewig gewesen, aber auch natürlich viel Augenwischerei gewesen. Ist ein Thema, glaube ich, was uns allen jetzt auch aus verschiedenen Gründen bewusst geworden ist, dass das etwas ist, was wir nicht weiter oder länger auf die lange Bank schieben Und da ist die Frage ja, was für Angebote können wir der Branche machen? Unsere Branche leider ist ja nicht die innovativste und, sage ich mal, aus sich selbst heraus die treibende Kraft für Erneuerung und nachhaltige Planung, Betreiben von Hotels etc. Das heißt, wir haben eher immer stärker auf Druck von außen reagiert. Und wir sind jetzt sehr stark daran zu überlegen, was kann das heißen? Wir haben dieses Jahr einen Verein gegründet. Das ist ausnahmsweise keine geschäftliche Idee, sondern ein persönliches Anliegen von mir. Der Verein heißt Beyond Now. Also nach dem Jetzt sozusagen. Da versuchen wir eigentlich alle Stakeholder der Branche irgendwie auf einer Art von Plattform zu vereinen, mit der Idee, wirklich gesamtheitlich Nachhaltigkeit zu begreifen. Was denn das Problem ist? Das Problem heute ist, dass wir ganz viele segmentierte Nachhaltigkeitsansätze haben, aber keinen wirklich umfassenden. Wir können Betrieb, Bau, Planung, aber ganz selten ist es übergreifend. Und das ist glaube ich etwas, sprichst du von Hotelspezifischen Projekten?

  53. 16:23
    Ronald M. Arndt

    Genau.

  54. 16:24
    Daniel Schneider

    Und mein Anliegen oder meine treibende, der treibende Antrieb für mich ist, dass ich sage, es muss eigentlich ein gesamtheitliches Denken geben, was ja auch zur Philosophie unserer Firma übrigens passt, aber es ist ein Nebeneffekt vielleicht, weil oft wird eben nur der Bau, keine Ahnung, BGNB oder wie, was, Leads oder dieses Ganze, und später der Betrieb. Genau, oder es wird nur der Betrieb angeschaut, aber spielt keine Rolle, wie du gebaut hast. Und das kannst du fortsetzen theoretisch an die Planung, Entwicklung etc. Und da zu wagen, von der Produktion bis zum Betrieb mal einen Bogen zu spannen, ich weiß, das ist sehr anspruchsvoll. Das versuchen wir aktuell und versuchen da auch, bin ich immer offen für Leute, die Interesse haben, Leute zu gewinnen als offene Plattform. Hier vielleicht einen Beitrag zu leisten, wie sowas von A bis Z, also als wirklicher Kreislauf funktionieren könnte. Das treibt mich an, weil ansonsten glaube ich, wird es zu kurz greifen und ist meiner Meinung nach eine Alibiübung, wenn du nur einen Teil abdeckst.

  55. 17:25
    Ronald M. Arndt

    Ja, es gibt ja mittlerweile schöne Beispiele, wie so ein Gebäude auch ganz komplett begrünt sein kann.

  56. 17:32
    Daniel Schneider

    Auch das, ja.

  57. 17:32
    Ronald M. Arndt

    Also gerade in Stuttgart ist das entstanden, ich glaube, Familie Porsche hat das gebaut. Spektakulär, also alleine schon im Vorbeigehen. Köhlbogen, Düsseldorf, so eine Buchenhecke in der Hölle, habe ich mal irgendwo gesehen. Aber das würde immer bedeuten, da muss der Bauherr sich für entscheiden.

  58. 17:51
    Daniel Schneider

    Aber ich glaube, das muss man mal aufpassen.

  59. 17:53
    Ronald M. Arndt

    Das ist natürlich auch schön und schick, zieht das vielleicht auch an, das meine ich.

  60. 17:57
    Daniel Schneider

    Ob das Gebäude wirklich nachhaltig ist, ist nämlich eine andere Frage. Das ist ein bisschen grüner, das ist schon mal was Positives vielleicht. Ich glaube, das wird auch da, unsere Branche wird nicht, weil wir in der Hotellerie sagen, wir wollen jetzt irgendwie nachhaltig werden, sondern ich glaube, es wird aus der Investorenseite kommen. Ich glaube, in Zukunft wird es ganz schwierig sein, erstmal Taxonomie etc., muss man mal schauen, aber generell wirst du irgendwie deinen Carbon-Footprint oder deinen Energie-Footprint oder was dann später kommen wird, auf dem Radar haben müssen oder sogar da bestimmte Ratings oder was auch immer erfüllen müssen. Ansonsten wirst du nicht investieren. Und somit wird es dann andersrum gehen, dass die Investoren wahrscheinlich wie meistens vorgeben werden, was ihre Erwartungshaltung ist. Ich kann jetzt ein Beispiel zur Digitalisierung bringen. Als wir angefangen haben, in BIM also zu investieren, war das so, dass die erst vor allem, weil die großen Investoren angefangen haben zu sagen, das ist eine Voraussetzung. Sprich, wenn du einen Auftrag von uns willst, musst du das können. Das Projekt wird so geplant. Und das heißt, auch da sind auch wir Architekten nicht der Treiber gewesen, sondern eigentlich unsere Auftraggeber. Und dann musst du irgendwann auf diesen Zug aufspringen und dann musst du versuchen, daraus auch ein Business zu machen und das vielleicht proaktiv voranzutreiben.

  61. 19:08
    Ronald M. Arndt

    Was du jetzt tust mit deiner Plattform.

  62. 19:09
    Daniel Schneider

    Ja, aber ich möchte betonen, dieser Verein ist losgelöst. Das ist ausnahmsweise mal auch ein Anliegen, weil ich habe Kinder so wie du. Mein Sohn sagt mir heute schon, Papa, ihr seid schuld, Komma, das. Ist vielleicht ein bisschen übertrieben. Ich finde es auch gut, dass er so denkt übrigens. Ich glaube, das ist wichtig und richtig.

  63. 19:31
    Ronald M. Arndt

    Aber es ist halt schon stadtbildprägend, mit den großen Volumina, sage ich mal, die so ein Hotel einnimmt.

  64. 19:38
    Daniel Schneider

    Ich meine klar, die Einfamilienhäuser und so sind auch relevant, aber wir mit den gewerblichen Nutzungen, mit so ganzen Gebäuden, also sowas wie Krankenhäuser, Hotels, da ist halt auch Fleisch am Knochen. Wenn wir vielleicht uns bewegen und etwas ändern, dann hat es glaube ich auch einen Impact. Mehr als wenn ich jetzt auf mein privates Dach noch 2 Solarpaneele draufklebe, so ungefähr.

  65. 19:57
    Ronald M. Arndt

    Ist halt auch Trendsetter, ganz einfach.

  66. 19:59
    Daniel Schneider

    Ja, ich glaube auch, Trend ist auch wichtig. Ja, ich glaube, dass auch ein Bedürfnis ist. Ich glaube auch, Kunden werden in Zukunft, das war auch noch wichtig, nicht nur die Investoren, auch unsere Gäste, auch die Gäste nach dem Hotel, die werden in Zukunft stärker danach fragen, ja, wie ist das Hotel eigentlich geheizt und gekühlt? Ist es Gas? Und woher kommt das Gas vielleicht so? Sondern wie auch immer.

  67. 20:18
    Ronald M. Arndt

    Oder ist es gar CO2-neutral?

  68. 20:20
    Daniel Schneider

    Ja, wie auch immer, es wird ein größeres Thema sein für die Gäste und auch für die Hotelmarken oder Brands, sich zu differenzieren.

  69. 20:28
    Ronald M. Arndt

    Als Teil der Story, ganz genau.

  70. 20:29
    Daniel Schneider

    Und da auch wieder, sage ich immer, nicht erst auf Nachfrage und unter Druck, sondern versuch doch mal proaktiv zu denken. Das ist schwierig genug in unserer Branche. Wir sind nicht die Agilsten, leider.

  71. 20:40
    Ronald M. Arndt

    Nicht Unternehmer zu sein, kannst du dir gar nicht mehr vorstellen, wahrscheinlich.

  72. 20:43
    Daniel Schneider

    Lustig.

  73. 20:44
    Ronald M. Arndt

    Ja, nee, also das wusstest du früh, oder?

  74. 20:48
    Daniel Schneider

    Na gut, ich habe—

  75. 20:48
    Ronald M. Arndt

    ich meine, du sagst ja vorher, aus der Not ein bisschen heraus gegründet.

  76. 20:52
    Daniel Schneider

    Lustigerweise, ich habe studiert Architektur Vollzeit und noch parallel im Büro gearbeitet und habe dann aber relativ schnell lustigerweise gemerkt, dass es spannend ist im Büro. Die meisten Architekten haben keine Ahnung von Ökonomie und Betriebswirtschaft. Das ist ein bisschen handgestrickt und so, die wurschteln sich schon irgendwie durch, aber ich fand es damals fast erschreckend, Und im Studium ist es kein Thema. Und dann habe ich wirklich damals, also ein bewusster Entscheid, ich studiere parallel, war ich der erste Student an der Uni, 2 Vollzeitstudiengänge.

  77. 21:22
    Ronald M. Arndt

    Du hast ja vorher aufgezählt Geschichte und—

  78. 21:23
    Daniel Schneider

    Ja, das waren noch Nebenfächer. Das hat mich interessiert.

  79. 21:26
    Ronald M. Arndt

    Hast du dann besonders großes Fassungsvermögen gehabt oben oder?

  80. 21:29
    Daniel Schneider

    Nein, ich glaube, das ist wie alles im Leben.

  81. 21:32
    Ronald M. Arndt

    Oder warst du langweilig im Braunschweig? Warst dann doch langweilig wahrscheinlich.

  82. 21:36
    Daniel Schneider

    Ja, nee, wir hatten eine super coole Zeit. Meine 2 Geschäftspartner sind Beides Studienkollegen.

  83. 21:40
    Ronald M. Arndt

    Nein, der eine kam doch aus dem Südwesten, aus meiner Ecke. Er aus Mannheim, korrekt.

  84. 21:48
    Daniel Schneider

    Ja, der Witz ist, wir kommen beide, alle 3 aus dem Südwesten, genau, SWR. Und wir haben eine, wir haben eine Beteiligungsgesellschaft, die heißt SWR Beteiligungen, Schneider Wohlfahrt drin. Aber es ist auch SWR wie die Region, aus der wir kommen. Also Schneider Wohlfahrt drin ist unser Nachname.

  85. 22:03
    Ronald M. Arndt

    Gesucht und gefunden.

  86. 22:03
    Daniel Schneider

    Ja, das hat ganz gut gepasst. Und wir haben damals im Studium schon gesagt, komm, wir machen, wenn wir mal groß sind, machen wir eine gemeinsame Firma.

  87. 22:09
    Ronald M. Arndt

    Ist ja die beste Voraussetzung, sich da ohne Hintergrund oder Hintergedanken, sage ich mal, kennenzulernen, lieben zu lernen und dann eventuell was zusammen zu machen.

  88. 22:19
    Daniel Schneider

    Also man muss mit jedem Freund auch Geschäfte machen, aber mit den zweien muss ich sagen, es ist ein Geschenk. Also muss ich dir wirklich sagen, das ist eine Bereicherung und wir ergänzen uns auch perfekt. Aber was ich sagen wollte, ist, dass Ich glaube, es gibt diesen Spruch: Mach, was du liebst, und lieb, was du machst. In Englisch klingt es ein bisschen cooler. Und das war auch bei mir, glaube ich, so. Also ich habe diese Parallelität nur geschafft und gemacht, weil ich Spaß dran hatte. Also mir hat es Spaß gemacht, das sage ich dir ganz ehrlich. Ich weiß es heute noch im Studium. Ich habe also ein Diplomingenieurstudium gehabt, das war so relativ technisch auch zum Teil, und dann in einem Politikstudium mit den ganz anderen Charakteren über ich weiß nicht was zu diskutieren, das fand ich total bereichernd.

  89. 23:03
    Ronald M. Arndt

    Es hat mir Spaß gemacht.

  90. 23:04
    Daniel Schneider

    Ich habe also, es war für mich kein Druck, sondern ich habe das halt hinbekommen, weil es mir Spaß gemacht hat.

  91. 23:09
    Ronald M. Arndt

    Und ich, es hat ja auch wieder Kraft gegeben oder Inspiration und einfach Power.

  92. 23:13
    Daniel Schneider

    Und es liegt mir. Ich fand das spannend. Ich glaube, unser Job hat auch viel mit Gesellschaft und Gesellschaftsentwicklung zu tun und somit.

  93. 23:20
    Ronald M. Arndt

    Das ist ganzheitlicher gesehen einfach schon damals.

  94. 23:22
    Daniel Schneider

    BWL, muss ich gestehen, das war dann eher ein rationaler Entscheid, wobei ich mich da stark auf Marketing und Unternehmensführung schon spezialisiert habe nach dem Grundstudium. Also das ganze Blöde da an Buchhaltung, Accounting, das habe ich alles abgehakt, so schnell es geht. Meine 4,0 gerade noch irgendwie geschrieben. Und dann habe ich mich auf Marketing und Unternehmensführung spezialisiert. Und das sind Themen, damit konnte ich was anfangen bis heute. Das hat was mir auch gebracht letztendlich.

  95. 23:49
    Ronald M. Arndt

    Ja, ich war ja auch mal eine Woche im Praktikum Berufsorientierung, hieß das damals in Stuttgart, aber als Schüler noch, beim Bene Schönpartner. War eine spannende Woche, aber da wurde mir dann immer von den angestellten Architekten geraten, es nicht zu machen, weil wenn du keine Eltern hast, die schon ein Büro haben, dann wird es schwierig, da irgendwie Fuß zu fassen. Aber vielleicht auch genau deswegen, weil die einfach vielleicht zum Großteil ein bisschen engstirnig und auch wenig unternehmerisch unterwegs waren.

  96. 24:17
    Daniel Schneider

    Also ich habe das nie so geplant, dass Also ich habe nie geplant, selbstständig zu werden. Ich fand Architektur spannend. Ich wollte zuerst Gärtner werden mal oder Schreiner. Und dann habe ich Zivildienst gemacht, Zivi. Und dann habe ich da gemerkt, das glaube ich langt mir nicht. Und habe mich dann entschieden, zuerst wollte ich Landschaftsarchitektur studieren und dachte dann aber, nee, ich bin clever und mache Architektur als Übergeordnetes. Und dann kann ich immer noch schauen. Und im Nachhinein war das total richtig.

  97. 24:40
    Ronald M. Arndt

    Jetzt machst du das, was du liebst, weil du hast doch Interior Design integriert, unter anderem.

  98. 24:45
    Daniel Schneider

    Ja, wobei ich bin kein Interior Designer, aber ich habe ein tolles Interior Designerteam.

  99. 24:50
    Ronald M. Arndt

    Ja, das sieht man dann am Ende, am Endprodukt natürlich auch.

  100. 24:52
    Daniel Schneider

    Ja, also schau, auch da muss man sagen, zu Ende gedacht ist natürlich das Produkt, das bin ja nicht ich, das ist ein großes Team. Da gibt's die Anna Kaltwasser, die Sarah Reuss und andere, die hier aus unserem Team toll, toll, toll entworfen haben. Meine Aufgabe ist gewesen, hier die Strategie und den konzeptionellen Faden zu spinnen. Aber ich sage ganz offen, die Farbe und die Details macht unser Team. Das ist nicht meine Aufgabe.

  101. 25:16
    Ronald M. Arndt

    Aber gut getroffen. Wie du schon gesagt hast, man kann es als weiblich bezeichnen, aber es ist auf jeden Fall ein einladender Fumoir, der mit so alten, konservativen, traditionellen Fimoirs nichts zu tun hat. Was natürlich zur Folge hat, dass auch sich mal vielleicht auch die Damen, die halt mit Rauchen überhaupt nichts zu tun haben, hier reinführen.

  102. 25:34
    Daniel Schneider

    Also meine Frau wird sicher hier auch mit uns Zeit verbringen, wenn sie da wäre.

  103. 25:37
    Ronald M. Arndt

    Aber sie ist jetzt— und doch sitzen wir hier alleine. Aber es hat natürlich damit zu tun, dass wir hier aufzeichnen. Genau. Ja, cool.

  104. 25:45
    Daniel Schneider

    Sonst, du, morgen haben wir unseren tollen Event.

  105. 25:47
    Ronald M. Arndt

    Ja, das auch deine Finger drin, ne?

  106. 25:49
    Daniel Schneider

    Ja, das war auch eine spannende Frage.

  107. 25:52
    Ronald M. Arndt

    Langer Titel, ne?

  108. 25:54
    Daniel Schneider

    Swiss Hospitality Investment Club. Genau. Ja, aber bewusst. Wir beide haben vorhin schon drüber geredet, es gibt wahnsinnig viele Veranstaltungen Und man wird ja irgendwann auch ein bisschen müde auf immer die gleichen Veranstaltungen. Und da ist die Idee, ein neues Format mal zu generieren, was auch ein bisschen mehr Spaß macht. Ich sage immer, wir sind in der Hospitality-Branche, und dann kann es ja nicht sein, dass wir wie ein Apothekerkongress daherkommen. Nichts gegen Apotheker übrigens, sondern da muss ja eigentlich doch, finde ich, ein anderer Anspruch herrschen.

  109. 26:22
    Ronald M. Arndt

    Eigentlich ja.

  110. 26:22
    Daniel Schneider

    Das fehlt oft.

  111. 26:23
    Ronald M. Arndt

    Das stimmt.

  112. 26:24
    Daniel Schneider

    Und das versuchen wir jetzt mal auszuprobieren, ob es klappt.

  113. 26:28
    Ronald M. Arndt

    Könnte was werden. Ja, also freue mich sehr drauf.

  114. 26:31
    Daniel Schneider

    Ich auch.

  115. 26:32
    Ronald M. Arndt

    Daniel Schneider, herzlichen Dank und freue mich schon, uns nächste Woche auf Wohnzimmerland kennenzulernen. Auf jeden Fall. Merci.

  116. 26:38
    Daniel Schneider

    Danke.