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Germany · Episode #41 · 31.10.2022 · 25 Min

Mit Teamgeist zum Erfolg

Max C. LuscherB&B Hotels
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Aufgenommen: B&B Hotels, Hochheim am Main

Standbild aus der Episode mit Max C. Luscher Germany25 Min

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„Es steht eine ganze Mannschaft hier dahinter und ich bin ein einfacher Arbeiter im Weinberg des Herrn.“

Max C. Luscher, 24:10

Max C. Luscher, CEO für Zentral- und Nordeuropa bei B&B Hotels, empfängt Ronald M. Arndt am Freitagnachmittag in Hochheim am Main. Er erklärt, wie die Kette über Übernahmen nach UK geht, warum Deutschland und Österreich bis 2030 auf 400 Hotels kommen sollen und wie B&B die Profitabilität trotz Kostensteigerungen von 30 bis 35 Prozent gehalten hat. Dazu kommen die Tour de France als Werbeplattform und der Weg von Angestellten zu Unternehmern im eigenen Hotel.

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Kernaussagen

  1. UK über Übernahmen: In Großbritannien sind 100 Hotels angekündigt, der Einstieg läuft über die Übernahme bestehender Häuser, weil man damit schneller Cash Break-Even ist. Dafür hat Luscher zwei Developer vor Ort und stellt einen Operations and Opening Manager ein.
  2. 400 Hotels bis 2030: Deutschland und Österreich liegen zusammen bei rund 170 bis 180 Hotels, bis 2030 sollen es 400 sein. Die Teams sind auf eine Schlagzahl von 20 bis 25 Hotels pro Jahr ausgelegt.
  3. Profitabilität gehalten: Trotz Kostensteigerungen von 20 bis 35 Prozent und 50 Prozent bei F&B hat B&B die Profitabilität gehalten, über Zuwächse in der Auslastung und starke Zuwächse im Zimmerpreis.
  4. Schwenk auf B2B: Der Vertrieb lief früher fast ausschließlich über die eigene Webseite und B2C. Mit dem härteren Wettbewerb kam der Schwenk auf B2B plus B2C, für Luscher die strategische Reserve, die sich in der Krise ausgezahlt hat.
  5. Hotelbeirat und Rollouts: Entscheidungen wie das nachhaltige Frühstück oder Ökostrom in allen Hotels werden zentral initiiert, in der Umsetzung aber mit den Managed Managern gemacht. Dafür gibt es einen Hotelbeirat, geführt von Michael Mücke, ex Accor.
Shownotes zur Episodeaus dem Podcast-Feed

Freitagabend in Hochheim am Main. Und Max C. Luscher in bester Laune.

Liegt’s etwa an der bekannten Rheingauer Weinlage „Hochheimer Hölle?“ Wohl eher an der puren Leidenschaft, mit welcher er die B&B Hotels zusammen mit seinem Team nach vorne bringt.

Wie aber baut man solche „Winning Teams“, welche es gelernt haben, aus Krisen meist gestärkt hervorzugehen?

Im Vereinigten Königreich gibt der CEO für Zentral- und Nordeuropa den Startschuss für die ersten 100 Hotels, natürlich auch hier mit nachhaltigem Frühstück und Ökostrom. Wo aber stehen die Vorbereitungen derzeit?

Länderübergreifend zählt die Economy-Hotelkette französischen Ursprungs bereits mehr als 660 Hotels. Allein in Deutschland und Österreich werden jedes Jahr weitere 20-25 neue Hotels mit dem Doppel-B realisiert.

Die B&B Hotels zeichnen definitiv eine gewisse Siegermentalität aus, ob bei der eigenen Equipe bei der Tour de France oder den Aufstiegsmöglichkeiten vom Buchhalter zum Hotelunternehmer.

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Transkript

Transkript öffnenTranskript schließen25 Min · Ronald M. Arndt und Max C. Luscher

Automatisch transkribiert mit AssemblyAI, Sprecher automatisch zugeordnet. Nicht redigiert.

  1. 00:07
    Ronald M. Arndt

    Max C. Luscher, schönen guten Abend.

  2. 00:10
    Max C. Luscher

    Ja, guten Nachmittag, guten Abend, herzlich willkommen in unseren heiligen Hallen. Ist ja ein ehrenwerter Besuch am Freitagnachmittag.

  3. 00:17
    Ronald M. Arndt

    Was jetzt, Nachmittag oder Abend für dich?

  4. 00:19
    Max C. Luscher

    Na, der für den Sport ist ja viel beschäftigter Mann, wollte ich gerade sagen.

  5. 00:22
    Ronald M. Arndt

    Der Tag fängt doch jetzt—

  6. 00:23
    Max C. Luscher

    ich mache jetzt erstmal Mittagspause.

  7. 00:25
    Ronald M. Arndt

    Mittagspause, aber deine Frau hat gerade schon angerufen. Und hat nach einem guten Wein gefragt zum Kochen. Von daher hast du dich verraten.

  8. 00:31
    Max C. Luscher

    Sogar nach einem schlechten Wein zum Kochen.

  9. 00:33
    Ronald M. Arndt

    Auch ein Max Luscher geht Freitagabend irgendwann mal nach Hause.

  10. 00:37
    Max C. Luscher

    Auch ich habe ein Zuhause, das ist richtig.

  11. 00:38
    Ronald M. Arndt

    Aber es steht viel, viel an bei B&B.

  12. 00:41
    Max C. Luscher

    Ja, bei uns wird es nicht langweilig.

  13. 00:43
    Ronald M. Arndt

    Bei euch wird es nicht langweilig.

  14. 00:44
    Max C. Luscher

    Nein, wir leben aber einfach davon, dass wir uns immer weiterentwickeln, dass wir einfach auch unseren Mitarbeitern Chancen und Projekte bieten, die sie woanders so vielleicht gar nicht machen können. Dieses Jahr steht groß natürlich unter der Recovery nach Corona, aber auch ESG, CSR. Wir haben ausgerollt ein nachhaltiges Frühstück in allen Hotels, Ökostrom in allen Hotels.

  15. 01:04
    Ronald M. Arndt

    Wenn du sagst in allen Hotels, dann wirklich in allen Hotels?

  16. 01:07
    Max C. Luscher

    Ja, in allen Hotels. Rollen jetzt aus E-Charger in alle Hotels. Hat jetzt angefangen, Rahmenvertrag unterschrieben. Wir zertifizieren ab Montag unser Portfolio nach den sogenannten Global Tourism Council Standards. Also uns wird es nicht langweilig und nebenher noch ein bisschen Wachstum. Okay. Neue Länder, haben die Pläne für UK annonciert, dass wir 100 Hotels in UK eröffnen wollen. Haben gerade in Polen ein Hotel unterschrieben. Ich unterschreibe nächste Woche 2 Mietverträge in Deutschland, einen Mietvertrag für Dänemark, einen für Österreich. Es wird nicht langweilig.

  17. 01:42
    Ronald M. Arndt

    Super, viel unterschreiben, der Max. An der Stelle vielen Dank für den Wein.

  18. 01:46
    Max C. Luscher

    Ja, dafür haben wir uns auch eine Flasche Rotwein zubereitet, muss ich sagen. Die hole ich nachher noch.

  19. 01:51
    Ronald M. Arndt

    Okay, das nimmt der Schwabe natürlich mit.

  20. 01:53
    Max C. Luscher

    Ja, mit einem Geschenk der Gaul schaut man dann ins Maul, aber der schmeckt sogar gut.

  21. 01:56
    Ronald M. Arndt

    Vielleicht hast du einen Säckle für mich mit B&B drauf dann.

  22. 01:59
    Max C. Luscher

    Finde ich bestimmt irgendwo.

  23. 02:00
    Ronald M. Arndt

    Kann ich es besser tragen. Ich glaube, wir haben uns auch übers Thema Wein so ein bisschen kennengelernt, mal bei einer Veranstaltung in Frankfurt. Da sind wir zum einen draufgekommen, dass du auch aus Stuttgart oder in Stuttgart mal eine Ausbildung gemacht hast.

  24. 02:12
    Max C. Luscher

    Ich bin sogar aus Stuttgart und habe dort eine Ausbildung gemacht. Ich könnte auch Schwäbisch sprechen, will bloß niemand.

  25. 02:16
    Ronald M. Arndt

    Das habe ich letztens gemacht mit Philipp Ibrahim vom Student Hotel in Berlin. Äußerst lustige Folge, weil eben zum Großteil auf Schwäbisch.

  26. 02:24
    Max C. Luscher

    Aber das müssen wir nicht wiederholen.

  27. 02:26
    Ronald M. Arndt

    Müssen wir jetzt nicht wiederholen. Und als wir uns letztes Mal getroffen hatten, ich erinnere mich, da war deine Eintracht Frankfurt noch nicht Europa-League-Sieger. Ja, jetzt haben wir es geschafft.

  28. 02:39
    Max C. Luscher

    Und Achtung, jetzt kommt's: Das nächste Spiel im DFB-Pokal ist gegen die Stuttgarter Kickers.

  29. 02:43
    Ronald M. Arndt

    Ah, genau, das war doch deine Mannschaft. Genau, Stuttgarter Kickers.

  30. 02:48
    Max C. Luscher

    Ich weiß gar nicht, für wen ich sein soll.

  31. 02:50
    Ronald M. Arndt

    Wo du noch gesagt hast damals, bei denen ist halt nicht Europa League, sondern eher Ober League angesagt.

  32. 02:55
    Max C. Luscher

    Genau, sind aber Tabellenführer gerade.

  33. 02:58
    Ronald M. Arndt

    Ja, ja, ja, es muss ja wieder, muss ja wieder vorwärts gehen.

  34. 03:00
    Max C. Luscher

    Ja, aus der 5. in die 4. Liga.

  35. 03:01
    Ronald M. Arndt

    5. aus der 4. Liga, super. Ach, du bist sogar aus Stuttgart?

  36. 03:05
    Max C. Luscher

    Ich bin geboren in Stuttgart, sogar in Stuttgart selber, bin dann außerhalb aufgewachsen, erst in der Nähe von Walderstadt, Walderstadt-Merklingen, und habe dann meine Jugend in Stuttgart-Plieningen verbracht. Okay, ganz fantastisch.

  37. 03:19
    Ronald M. Arndt

    Ja, dann haben wir da gewisse Parallelen. Und die Einladung auf den Weinberg, die steht ja auch noch aus, die Weinberghütte.

  38. 03:25
    Max C. Luscher

    Mittlerweile stehen die Schuhe schon parat.

  39. 03:27
    Ronald M. Arndt

    Ja, genau. Und du kannst ja nachher mitkommen eigentlich. Ich bin dann auf dem Heimweg wieder. Aber nee, die Frau ist ja am Kochen.

  40. 03:32
    Max C. Luscher

    Ja, ich war jetzt 3 Wochen lang nicht zu Hause, 4 Wochen lang eigentlich nicht zu Hause. Insofern wäre das beim nächsten Mal.

  41. 03:38
    Ronald M. Arndt

    Okay, vielleicht mal ein kleiner Rückblick, bevor es in den Feierabend geht, auf das Jahr 2022 bei B&B. Du bist ja CEO für Zentraleuropa und Nordeuropa. Vielleicht ganz kurz, welche Länder gehören dazu?

  42. 03:54
    Max C. Luscher

    Also gehört natürlich, größtes Land ist Deutschland mit fast 160, 170 Hotels. Ich habe die Zahl derzeit mir nicht gemerkt. Wie gesagt, ich war 4 Wochen nicht da, da ändert sich viel. Österreich, Tschechische Republik, Polen, Niederlande und Dänemark gehören dazu. Plus wir haben jetzt die Pläne für UK, ist aber noch ein ganz einfaches Land, denn da haben wir noch kein Hotel.

  43. 04:15
    Ronald M. Arndt

    Okay, aber hast du ja gerade schon gesagt, da geht es jetzt auch ans Eingemachte, wird angegriffen.

  44. 04:19
    Max C. Luscher

    Da arbeiten wir schon an Übernahmen, dass wir da möglichst schnell operativ werden.

  45. 04:24
    Ronald M. Arndt

    Okay, also Übernahmen heißt Takeover, übernehmt bestehende Hotels. Korrekt. Und das ist dann, wenn man so ein neues Land reingeht, wahrscheinlich eher der Schritt Nummer 1.

  46. 04:31
    Max C. Luscher

    Also rein finanziell ist halt, man ist schneller Cash Break-Even. Insofern ist es gut, weil Neubau dauert einfach eine gewisse Zeit. Plus es ist sowieso auch die, die Zeichen der Zeit stehen auf eher Übernahmen. Neubau ist schwieriger geworden. Wir unterzeichnen zwar noch viel im Neubau, Aber ist natürlich auch teurer geworden. Wir kriegen es gut hin, weil wir unsere Umsätze steigern konnten, also können wir auch mehr Miete bezahlen. Aber wir haben das schon strategisch quasi am Horizont gesehen, haben vor 3 Jahren angefangen, unsere Teams aufzubauen, die M&A-Teams, haben auch jüngst noch mal einen Kollegen dazugenommen, Fabian Schweiger von der Invesco Real Estate, und gehen da in die Vollen.

  47. 05:05
    Ronald M. Arndt

    Und da ist dann auch immer einer vor Ort unterwegs, oder wie kann ich mir das vorstellen, so ein Hotelier, der jetzt ein eigenes Privathotel betrieben hatte, oder vielleicht auch eine andere Marke, Wie wird der auf B&B aufmerksam?

  48. 05:17
    Max C. Luscher

    Im konkreten Fall ist es in UK so, wir haben einen sehr, sehr erfahrenen Projektentwickler von einem Wettbewerber abgeworben. Dazu haben wir noch einen zweiten Kollegen eingestellt. Das heißt, wir haben 2 Developer on the ground und eben wenn wir bestehende Hotels übernehmen, dann ist da Personal schon vorhanden. Zusätzlich stellen wir aber jetzt noch einen Operations and Opening Manager ein, um auch die operativen Prozesse abbilden zu können. Und der Rest ist dann halt über Markte, über Netzwerk an die Projekte ranzukommen. Gast zu geben.

  49. 05:48
    Ronald M. Arndt

    Okay, B&B ist ja schon riesig, muss man sagen, mit 600, glaube ich, Hotels.

  50. 05:52
    Max C. Luscher

    Über 600.

  51. 05:53
    Ronald M. Arndt

    Über 600.

  52. 05:54
    Max C. Luscher

    Okay, viel zu klein. Mühsam ernährt sich das Kleine.

  53. 05:57
    Ronald M. Arndt

    Ja, viel zu klein. Also was ist so die große Vision von B&B?

  54. 06:01
    Max C. Luscher

    Und also habt ihr die irgendwo niedergeschrieben? Ja klar, die Vision für Deutschland und Österreich ist zusammen bis 2030 auf 400 Hotels zu kommen. Wir sind jetzt so bei rund 170, 180 für beide Länder. Das klingt natürlich jetzt nach sehr viel, haben aber auch wirklich die Teams so aufgebaut, aufgebaut, dass wir wirklich auf eine Schlagzahl von 20 bis 25 Hotels pro Jahr kommen können. Und wenn man dann die Mathematik mal rechnen lässt, dann kommt man Richtung 350 plus. Wenn wir hinterher 360 machen, dann ist es kein Beinbruch, sondern ziemlich gut. Wir wollen, wir wollen schauen, dass wir jetzt in der Konsolidierungsphase des Marktes aktiv sind.

  55. 06:38
    Ronald M. Arndt

    Okay, jetzt hast du ja vorher gesagt, es gibt jetzt also eine neue Art von Frühstück. In allen Hotels und die Ladestation in allen Hotels. Werden da die Unternehmer, die Hoteliers von euch mit eingebunden in so eine Entscheidung, was als Nächstes kommt, oder müssen die immer mitgehen, in Anführungszeichen?

  56. 06:56
    Max C. Luscher

    Nein, also die Hotelmanager bei uns sind eingebunden. Wir haben extra einen Hotelbeirat gegründet, der geführt wird von einem sehr erfahrenen Hotelier, von Michael Mücke, ex Accor, auch bekannt. Wo wir quasi ein Gremium gegründet haben, das uns berät, mich berät an der Stelle. Es sind natürlich viele Dinge, die wir durchaus hier zentral, ich sag mal, initiieren, aber dann auf jeden Fall in der Umsetzung Mended Manager dazunehmen. Wie geht ein Rollout am besten? Was macht am meisten Sinn, um auf die Marktveränderungen auch zu reagieren?

  57. 07:32
    Ronald M. Arndt

    Okay. Ich kann mir vorstellen, jetzt auch mit dem ganzen Thema des vermehrten Homeoffice, dass auch Büroflächen mehr und mehr frei werden. Ist das auch was für euch oder sind es immer bestehende Hotels oder Neubauten?

  58. 07:43
    Max C. Luscher

    Definitiv, wir schauen uns sehr leerstehende Büroflächen an. Da zeigt aber einfach so ein bisschen die Erfahrung, dass das länger dauert, bis diese Flächen frei werden. Also die Vermieter haben da aus Bewertungsgesichtspunkt nicht den größten Druck, sind meistens auch nicht ganz so schnell, die Asset Manager.

  59. 07:59
    Ronald M. Arndt

    Was heißt denn nicht den größten Druck? Weil die Mietverträge noch lange weiterlaufen?

  60. 08:03
    Max C. Luscher

    Naja, selbst wenn ein Mietvertrag ausgelaufen ist und es leer ist, dann gibt einfach die deutsche Bewertungstechnik her, dass man quasi marktübergreifend übliche Mieten unterstellen kann. Insofern sinkt nicht sofort der Gebäudewert. Aber wenn der einfach, ich sag mal, wenn ein Jahr lang die Immobilie leer stand, dann kommt auch der beste Bilanzprüfer mal her und sagt, Freunde, ist das denn wirklich realistisch hier? Und dann wird man offen. Und gerade im Zuge auch von ESG, wo einfach viele Gebäudethemen sowieso angegangen werden müssen, haben wir natürlich gute Chancen, wenn wir mit unserem Konzept kommen.

  61. 08:33
    Ronald M. Arndt

    Stimmt. Ja, ich glaube, auch beim letzten, bei beiden Kennenlernungen von der Tour de France gesprochen, muss an der Stelle gesagt sein, ihr seid ja wirklich eines der offiziellen Tour de France Teams.

  62. 08:46
    Max C. Luscher

    Diesmal wieder kein Etappensieg.

  63. 08:47
    Ronald M. Arndt

    Wieder kein Etappensieg, weil dich gerade nicht noch mitkitzeln.

  64. 08:51
    Max C. Luscher

    Ich wurde schon gefragt, ob ich selber mitfahren soll, aber ich werde garantiert kein Etappensieger. Das Fahrrad für mich muss noch geschweißt werden.

  65. 08:57
    Ronald M. Arndt

    Der Max, der Kletterer. Wie groß bist du eigentlich?

  66. 08:59
    Max C. Luscher

    2,03 Meter.

  67. 08:59
    Ronald M. Arndt

    2,03 Meter, ne? Ich habe vorher schon gedacht bei der Kameraeinstellung, Diesmal muss ich nur gucken, ob der Max richtig sitzt und noch im Video ist, nicht ich. Ich habe auch, wie groß bin ich, 1,94 m, aber das war dann mit deiner Größe abgegolten.

  68. 09:10
    Max C. Luscher

    Ja, nein, das ist, ich habe mich in mein Schicksal mit meiner Größe gefügt und aufs Rennrad passe ich nicht mehr.

  69. 09:17
    Ronald M. Arndt

    Okay, aber für mich als Tour de France Liebhaber seit über 22 Jahren dabei, gibt's da, bleibt ihr dabei als Team?

  70. 09:24
    Max C. Luscher

    Ja, nee, wir bleiben auf jeden Fall dabei. Wir haben ja dieses Team, ich sag mal, wirklich mit groß gemacht mit dem Sponsoring, dass wir wirklich auch in diese Pro oder World Series heißt reinkommen, also in die Tour de France Liga quasi. War jetzt ein bisschen Pech dabei dieses Jahr, aber nächstes Jahr ist wirklich Plan, einen Etappensieg zu holen. Die Teammanager sind auch dabei, die Mannschaft wirklich noch mal nachhaltig aufzustellen fürs nächste Jahr. Ist natürlich ein Riesenwerbeeffekt. Tour de France ist die größte Sportveranstaltung der Welt mit einer super Coverage in dem Heimatmarkt Frankreich. Ist es natürlich ein Riesenfeedback, hat uns richtig geholfen, top of mind nach vorne zu kommen.

  71. 10:00
    Ronald M. Arndt

    In Frankreich?

  72. 10:01
    Max C. Luscher

    In Frankreich. Auch in Deutschland sieht man da gute Punkte, aber auch da wollen wir nächstes Jahr noch mal nachlegen mit einer großen Werbekampagne. Man sieht, wir haben eigentlich nie in Werbung investiert, außer damals die Boris-Becker-Clips.

  73. 10:12
    Ronald M. Arndt

    Ist ja auch ein bisschen untypisch, denke ich mal, für eine Budget-Economy-Unternehmung.

  74. 10:17
    Max C. Luscher

    Ja, es ist eigentlich untypisch für Hotelketten generell, für Hotelketten in Summe. Man sieht so ein bisschen ein paar internationale amerikanische Großkonzerne hier oder da mal ein bisschen was machen, aber wirklich strukturierte Werbung im eigentlichen Sinne wird selten gemacht, sondern eher im Rahmen der Transaktion, also der Gast möchte buchen, und da muss man Werbung machen. Aber wir wollen einfach wirklich in dieses Top-of-Mind rein, wenn man an eine günstige, gute Übernachtung denkt, dass man an B&B denkt, weil es einfach auch nachhaltig Vertriebskosten senkt.

  75. 10:45
    Ronald M. Arndt

    Ja, wobei ich da sogar eigentlich zwei Seiten oder zwei Adressaten sehe. Das sind zum einen natürlich die Fans und die potenziellen Hotelgäste, aber es sind auch die Unternehmer oder Entrepreneure, wie du sie nennst, glaube ich, die ein Hotel dann mal betreiben.

  76. 10:57
    Max C. Luscher

    Ja, definitiv.

  77. 10:58
    Ronald M. Arndt

    Also da hat man eine Riesenidentifikation, man weiß, aha, eigenes Tour de France Team, irgendwie doch eine sehr coole Marke. Über all das, was ich schon weiß, darüber hinaus?

  78. 11:06
    Max C. Luscher

    Nein, absolut. Wir haben auch gesehen, jetzt gerade über Corona, das war jetzt, ich sage mal, kein Zuckerschlecken, weder für uns noch für die lokalen Mended Manager an der Stelle. Wir haben das aber gut gemeinsam hinbekommen, weil wir sehr partnerschaftlich aufgestellt sind und haben auch in der Krisenzeit wirklich ganz viele neue Partner gefunden, die zu uns gekommen sind. Wir haben jetzt Leute, die ziehen um aus der Schweiz nach Dänemark, um für uns Hotels zu eröffnen. Wir haben Leute, die aus Norddeutschland nach Süddeutschland gehen.

  79. 11:32
    Ronald M. Arndt

    Das heißt, die sind auch schon mit mehr als einem Hotel dabei?

  80. 11:35
    Max C. Luscher

    Ganz neue, mit mehr als einem, alles dabei. Also da ist wirklich, und wirklich ganz viele neue Mitarbeiter, also Kollegen bekommen vor Ort, Manded Manager, die wirklich sagen, sie wollen raus aus ihrem alten Job, weil sie nicht mehr als Angestellte arbeiten wollen. Sie wollen sich selbst verwirklichen. Ich beobachte die ganze Zeit die Fliege, die hat auch schon Wochenende.

  81. 11:56
    Ronald M. Arndt

    Die übernimmt hier den Wir sind tierfreundlich, deswegen, die Fliege nicht erledigt. Okay, ihr habt sogar Schafe auf der Weinflasche, sehe ich.

  82. 12:06
    Max C. Luscher

    Ja, genau, das ist unser Schlaf hier, unser Maskottchen. Das ist marketingtechnisch so ein bisschen in den Hintergrund getreten.

  83. 12:11
    Ronald M. Arndt

    Da habt ihr richtig was rausgehauen, marketingtechnisch richtig.

  84. 12:15
    Max C. Luscher

    Aber vielleicht in der Zukunft wieder stärker.

  85. 12:18
    Ronald M. Arndt

    Okay, die Unternehmer, nicht nur die Unternehmer, ihr auch und alle anderen Hoteliers sind natürlich jetzt sagen wir mal, 20 schönen Themen, Tour de France, mit einem Herbst und einem Winter konfrontiert. Was kommuniziert da der Max in Richtung Unternehmer?

  86. 12:36
    Max C. Luscher

    Also was ich kommuniziere, ist, dass eigentlich eine Krise, auch wenn sie wirklich überhaupt keinen Spaß macht oder machen wird, mit einer Rezession, die durchaus kommen wird, das sieht man ja schon, wie sich die Lage verschlechtert hat, eigentlich das Produkt B&B mittel- und langfristig wieder als Gewinner aus der Krise kommen wird. Ich habe dafür ja auch in der Vergangenheit immer Shelter am Markt mir eingeholt und das mache ich auch gerne diesmal. Auch jetzt, wenn wieder ein Downturn ist, werden wir das gut hinbekommen. Warum? Wir sind wahrscheinlich die einzige Hotelkette in Deutschland, Europa, die es geschafft hat, die Profitabilität einigermaßen zu halten trotz der hohen Inflation. Wir sehen Kostensteigerungen überall in 20, 25, 30, 35 Prozent. Ja, F&B-Kosten, habe ich heute Morgen gelesen, 50 Prozent nach oben gegangen und trotzdem haben wir es geschafft, die Profitabilität zu halten. Wir haben Zuwächse in der Auslastung, starke Zuwächse im Zimmerpreis, sind da wirklich bestens aufgestellt. Und wir werden auch in der nächsten Krise, wenn sie denn kommt, sehr partnerschaftlich mit unseren Partnern umgehen. Wir werden da keinen hängen lassen, wir werden das gemeinsam hinbekommen. Und ja, wenn es eng wird, trennt sich auch die Spreu vom Weizen. So wird's auch im Hotelmarkt sein.

  87. 13:49
    Ronald M. Arndt

    Gerade hast du auch schon mal ein bisschen Vertrieb angesprochen. Der erfolgt ja, erfolgt in erster Linie oder ausschließlich über eure Webseite?

  88. 13:59
    Max C. Luscher

    In erster Linie. Also wir hatten einen fast ausschließlichen Vertrieb in der Vergangenheit, wo die Märkte auch noch nicht so hart umkämpft waren, wo man im Budgetsegment wirklich auch ein neues Feld bestellt hat und dann die Gäste quasi von alleine kamen. Jetzt mit einem verstärkten Wettbewerb, ich meine, die Development Pipeline, die die letzten 2 Jahre realisiert wurde in Deutschland, ist natürlich unglaublich groß. Wir haben mal eine Analyse gemacht, irgendwie die Top 3 oder 4 deutschen Großstädte zusammen haben mehr neue Hotels eröffnet wie ganz Frankreich. Ja, also das ist wirklich absurd teilweise. Und noch absurder, wenn ich das sage als Vertreter der Kette, die mit am schnellsten wächst. Ja, also sprich, da ist viel auf den Markt gekommen, da muss man um den Kunden dann kämpfen. Das war aber dann auch so ein bisschen die strategische Reserve, wo wir sagen konnten, wir schwingen jetzt von einem B2C-Fokus auf B2B und B2C-Fokus. Das hat sich eben ausgezahlt in der Krise, weil wir eben wirklich fantastische Umsatzzuwächse verzeichnen konnten und somit den ganzen Laden profitabel halten konnten. Selbst mit einer Verteuerung des Gaspreises, Energiepreise, Kostensteigerung von wie gesagt ja 30, 35% haben wir das wirklich sehr, sehr gut hinbekommen. Und wenn es jetzt eben noch härter wird, werden wir sehr glimpflich davonkommen. Werden viele Gäste wieder aus dem 4-Sterne- in 3-Sterne-, 2-Sterne-Hotel traden an der Stelle. Weniger Geld für die Reise ausgeben, eben weniger auch fürs Hotel ausgeben. Das ist dann eben bei uns an der Stelle das, was wir machen können.

  89. 15:27
    Ronald M. Arndt

    Okay. Fällt mir gerade ein, dass ich mal Richard David Precht bis auf sein Zimmer im B&B-Hotel geleiten durfte.

  90. 15:34
    Max C. Luscher

    Der übernachtet bei uns.

  91. 15:35
    Ronald M. Arndt

    Fernsehphilosoph, ja, der übernachtet bei euch. Wobei es auch sein kann, dass an dem Abend eine Veranstaltung war, wo ich ihn kennengelernt habe, wo wir ein paar Weinchen zusammen getrunken haben. Und er nicht mehr heimgefunden hat. Vielleicht hat der Veranstalter auch für ihn gebucht.

  92. 15:46
    Max C. Luscher

    Ja, das kann gut sein. Aber wir haben ja viele Prominente. Also zum Beispiel ist Tim Raue öfters bei uns zu Gast. Der findet es ein ganz gutes Produkt, wenn er unterwegs ist, Freunde zu besuchen in der Republik, weil er halt sagt, warum sollte ich in ein 3- oder 4-Sterne-Hotel gehen, wenn ich nur sowieso 6, 7 Stunden abends schlafe? Und das kann ich bei uns richtig gut. Ich glaube, wir haben viele Celebrities, die einfach die Gunst der Stunde nutzen. Ich habe hier sogar auf dem Tisch liegen, wir hatten zu unserem Jahrestag in Köln Luna da, diese holländisch-spanische Sängerin bei Lando.

  93. 16:17
    Ronald M. Arndt

    Ich singe es jetzt nicht nach.

  94. 16:21
    Max C. Luscher

    Die hat bei uns gesungen in Köln, das war eine Riesenshow. Also die hat wirklich einen abgefeiert vom Allerfeinsten. Habe dann mich bereit erklärt, da noch Späßchen mitzumachen, habe sie auf den Schultern rumgetragen, habe heute noch Rückenschmerzen davon. Also nicht, weil sie zu schwer ist, sondern Weil ich zu wenig Sport mache. Und die hat vor kurzem bei uns übernachtet und hat extra dann noch mal Kärtchen dagelassen mit Autogrammkarte und Dankeschön hin und her. Ich glaube, wir haben eine gute Kundschaft.

  95. 16:47
    Ronald M. Arndt

    Ich glaube auch, dass du in der Lage bist, Leute ganz gut und schnell für dich zu begeistern, oder?

  96. 16:52
    Max C. Luscher

    Das mögen andere Leute beurteilen, aber ich mache meinen Job sehr gerne.

  97. 16:55
    Ronald M. Arndt

    Ja, aber ich habe mal irgendwo gehört und gesehen, du baust Winning Teams. Das hat mir gut gefallen.

  98. 17:00
    Max C. Luscher

    Das ist, ich glaube, ich meine, wir haben doch alle die Herausforderung, dass wir alle so ein bisschen nach dem Sinnhaften suchen. Was es ist. Und ehrlicherweise kann man jetzt lange überlegen, was ist denn die Sinnhaftigkeit, wenn ich als Buchhalter irgendwo arbeite, im Empfang irgendwo arbeite, hin und her. Ich glaube, Sinnhaftigkeit beginnt einfach daran, dass die Arbeit erstmal Spaß machen sollte. Das können wir natürlich niemandem garantieren, und Spaß haben, Verzeihung, bedeutet natürlich nicht, dass—

  99. 17:27
    Ronald M. Arndt

    ich sehe gerade deine Tasse hier, Harry und Meghan 2018, gab's mal damals im Angebot, nur 1,99 statt 4 Pfund. Warum?

  100. 17:35
    Max C. Luscher

    Du hast noch die Queen gesehen, dass du von den beiden Also sprich, wir können natürlich Spaß nicht garantieren, aber wenn es Probleme gibt, kann man Probleme lösen miteinander. Es geht um respektvollen Umgang, es geht darum, empathisch mit den Leuten umzugehen. Es geht aber auch darum, wirklich sich Ziele zu setzen, ehrgeizige Ziele zu setzen und hart und mit Engagement an diesen Zielen zu arbeiten. Warum? Leute mit Talent kommen sonst nicht zu einem. Wenn man sich hinstellt und sagt, Ja, wir sind eine Hotelkette und wir suchen Leute. Dann kommen die Leute nicht, die man haben will. Wenn man aber sagt, Freunde, hier sind wir, das sind hier unsere Werte, das ist unsere Vision, das wollen wir erreichen.

  101. 18:14
    Ronald M. Arndt

    Das ist das Geschäftsmodell, was jetzt über 600 Mal irgendwie funktioniert.

  102. 18:19
    Max C. Luscher

    Willst du Teil des B-Teams sein, musst du zu uns kommen.

  103. 18:22
    Ronald M. Arndt

    Dabei ist die zweite Krise auch zwuppen und so weiter.

  104. 18:25
    Max C. Luscher

    Ja, einfach wer was erleben will, wer vorankommen will in seiner Karriere, wer trainiert werden will, wer Erfahrung der Verantwortung übernehmen will.

  105. 18:33
    Ronald M. Arndt

    Habe ich so natürlich eigentlich noch nie mit verbunden, aber irgendwo, wie du es schon sagtest, der Buchhalter, ihr macht da Leute, die dazu in der Lage sind und die auch Lust drauf haben, zum Unternehmer. Und das ist ja jetzt kein Kleinunternehmer, sage ich mal, deren Haus.

  106. 18:46
    Max C. Luscher

    Okay, also wir wollen, dass die Leute wirklich wie ein Unternehmer im Unternehmen denken, Entrepreneurship, sich beteiligen, wenn Probleme sind, mit offenem Visier die anzusprechen, gemeinsam zu lösen. Wir sind da weit von perfekt entfernt. Wir haben Baustellen noch und nöcher überall. Aber wir gehen die an. Wir haben beispielsweise gerade Ende nächster Woche wieder Strategietage, wo wir mit dem ganzen Leadership zusammenstehen, wo wir eben gerade auf diese ganzen Themen noch mal fokussieren, wirklich weiteres Change Management einleiten werden, dann auch mit Coaches das begleiten. Ich glaube, wir müssen uns ständig weiterwandeln. Wir müssen uns immer wieder neu erfinden. Wir müssen nach vorne schauen, mit offenem Visier, mit Spaß dabei. Und ich stehe jeden Morgen gerne auf, kann kaum warten, bis ich hier im Büro sein darf. Ich kann jetzt nicht sagen, dass ich ungern abends dann nach Hause gehe, sondern das mache ich auch sehr gerne.

  107. 19:34
    Ronald M. Arndt

    Schön.

  108. 19:34
    Max C. Luscher

    Aber jetzt gerade Beispiel auf der EXPO REAL, wir waren da mit einem Team, Mannstärke fast 15, 20 Leute unterwegs. Das war einfach richtig, sorry, geil zu sehen, wie die reingehauen haben, Spaß haben, gefühlt jeden, der am Stand vorbei ist, abgefangen, in Gespräch verwickelt. Wie viele Leute auf einen zukommen und auch sagen, hey, ich habe von euch gehört, ich will mit euch ein Projekt entwickeln. Allein die Wahrnehmung unserer Marke, wenn ich vergleiche vor rund 7 Jahren, als ich angefangen habe, was das Team erreicht hat mittlerweile. Damals wurden wir wahrgenommen als, ach ja, euch gibt's ja auch, aber euch kennt man nicht, weiß nicht, was ihr tut, ihr mit euren 30, 40 Hotels. Waren zwar schon 70, 80 damals, aber sei es drum. Und jetzt eigentlich in den Gesprächen heißt immer, wenn man irgendwas diskutiert, ach Max, Ihr habt doch gar keine Sorgen, ihr schwebt schon oben drüber, gebt weiter Vollgas, ihr habt das alles endoptimiert, ihr habt Leute, die wir alle gerne in unseren Reihen hätten, aber wir kriegen sie nicht abgeworben und es macht Spaß.

  109. 20:36
    Ronald M. Arndt

    Wir sind hier in Hochheim, richtig?

  110. 20:39
    Max C. Luscher

    Hochheim am Main.

  111. 20:39
    Ronald M. Arndt

    Am Main, das ist ja fast ein Zungenbrecher.

  112. 20:42
    Max C. Luscher

    Es heißt sehr bekannt für die Hochheimer Hölle, du als Weinkeller kennst die.

  113. 20:47
    Ronald M. Arndt

    Bei meinem nächsten Besuch lerne ich die dann kennen.

  114. 20:50
    Max C. Luscher

    Ja, da gibt es auch den Königin-Viktoria-Berg in der Nähe, Monopollage, hat das Weingut Flick, wo Königin Viktoria also mal—

  115. 20:57
    Ronald M. Arndt

    Also Navi hat es fast nicht erkannt vorher.

  116. 20:59
    Max C. Luscher

    Die meisten fahren nach Hofheim am Main, das ist aber der falsche Ort, da gibt es keinen Wein.

  117. 21:04
    Ronald M. Arndt

    Okay, na, wir sind rechtzeitig da gewesen. Du hast ja gesagt, vor 7 Jahren habt ihr begonnen und ihr legt da ein Tempo hin wie wenige erwartet haben. Jetzt bin ich mir sicher, dass du hier in Hofheim am Main—

  118. 21:22
    Max C. Luscher

    Hochheim am Main.

  119. 21:23
    Ronald M. Arndt

    Ach, Hochheim am Main. Deine—

  120. 21:25
    Max C. Luscher

    Ich sollte das Schwein anrufen.

  121. 21:27
    Ronald M. Arndt

    Genau. Und Doppelpass, ne? Gibt's das noch? Im Doppelpass?

  122. 21:31
    Max C. Luscher

    Ich schaue schon seit früh kein Fernsehen.

  123. 21:33
    Ronald M. Arndt

    Ich hatte früher sogar so ein Doppelpass-Schwein, echtes, zu Hause. Ich weiß gar nicht, muss noch im Kinderzimmer liegen von früher.

  124. 21:38
    Max C. Luscher

    Wenn Uli Hoeneß dann von der Seite anruft.

  125. 21:41
    Ronald M. Arndt

    Genau. Nein. Aber wie viel Kultur, Spirit, weißt du, geht hier von— ich keine Ahnung, wo wir sind— von hier aus, oder wird von hier aus aufgebaut? Weil es gibt natürlich, die Marke kommt ja ursprünglich aus Frankreich, wurde in Brest gegründet, und da ist das Headquarters, nehme ich mal an. Aber ich sag mal, mit den Franzosen, ich habe selbst in Frankreich gelebt und studiert, aber Meine Frau ist Französin. Weiß ich auch, aber damit holst du jetzt keinen deutschen Buchhalter hinterm Ofen vor.

  126. 22:15
    Max C. Luscher

    Nein, das ist ganz richtig. Ich glaube, wir haben sehr früh erkannt, und das haben wir auch richtig gemacht, dass lokal Erfolg etwas Lokales ist. Es sind die Leute hier, die den Job machen, die das Projekt unterschreiben, die ein Projekt abliefern, die eine Marketingkampagne aufsetzen, die eine neue Webseite kreieren. Das sind lokaler Erfolg. Man muss eben auch das Produkt—

  127. 22:38
    Ronald M. Arndt

    die Franzosen zentralisieren ja auch gerne. Aber auch schon mal gehört, habe ich erfahren.

  128. 22:45
    Max C. Luscher

    Ich meine, ist ja auch, wenn man mal die Unternehmensgeschichte von uns anschaut, ist es so, wir waren früher super autark hier in Deutschland und haben es eben so geschafft, genauso wie die Italiener in Italien italienisch zu sein, haben wir es geschafft, in Deutschland deutsch zu sein. Dass wir als immer größer werdende Gruppe auch immer mehr miteinander kooperieren, ist ja logisch, dass wir ich sag mal, einen gleichen Markenauftritt mehr hinbekommen, dass wir vielleicht beim Produkt ein paar Dinge vereinheitlichen, solange sie denn okay sind. Aber das ist ja auch irgendwo die Herausforderung und auch das Umfeld, wo Leute arbeiten wollen. Also wenn ich wirklich internationale Top-Talente anwerben möchte, dann muss ich auch internationales Arbeiten ermöglichen. Ich muss ja auch vom Mindset her die Leute vorbereiten, dass Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien nicht genug ist, sondern wir müssen nach Belgien gehen, wir müssen in die Niederlande gehen, wir müssen nach UK gehen. Das kriege ich nur hin, wenn dieses Mindset da ist dafür. Und das haben wir, glaube ich, gut hinbekommen. Wir haben alle unsere Herausforderungen wie immer. Ich glaube, es gibt immer Herausforderungen in allen Konstellationen, die es zu lösen gibt. Aber wir haben da eine super Mannschaft, ein super Leadership-Team, die da wirklich mit Herz und Verstand an die Sache gehen. Und es macht Spaß.

  129. 23:55
    Ronald M. Arndt

    Super. Du, das ist so eine spannende Geschichte. Also wirklich auch eine Unternehmergeschichte, immer von hier ausgehend.

  130. 24:02
    Max C. Luscher

    Aus Hochheim am Main.

  131. 24:03
    Ronald M. Arndt

    Aus Hochheim am Main, ganz genau.

  132. 24:06
    Max C. Luscher

    Wobei das ein Pfälzer Wein ist, eigentlich muss man Hochheim sagen.

  133. 24:08
    Ronald M. Arndt

    Aber am Ende steht halt doch wieder ein Schwabe dahinter.

  134. 24:10
    Max C. Luscher

    Nein, es steht eine ganze Mannschaft hier dahinter und ich bin ein einfacher Arbeiter im Weinberg des Herrn.

  135. 24:16
    Ronald M. Arndt

    Okay, das klingt gut. David, damit würde ich sagen, starten wir ins Wochenende.

  136. 24:22
    Max C. Luscher

    Vielen Dank für deinen Besuch, hat mich wirklich sehr gefreut.

  137. 24:24
    Ronald M. Arndt

    Danke dir, Max. Bei eurem Tempo freue ich mich auf ein baldiges Update. Spätestens dann in 2023.

  138. 24:31
    Max C. Luscher

    Nein, sehr gerne. Pack auf jeden Fall das Flash Levoi ein.

  139. 24:34
    Ronald M. Arndt

    Das Flash Levoi packe ich ein. Rot nicht vergessen.

  140. 24:36
    Max C. Luscher

    Ja, genau. Ist aber kein Trollinger.

  141. 24:38
    Ronald M. Arndt

    Und das Säckle halt noch.

  142. 24:40
    Max C. Luscher

    Genau.

  143. 24:40
    Ronald M. Arndt

    Wäre mir auch noch wichtig. Herzlichen Dank, dass du da warst. Danke dir, Max. Bis zum nächsten Mal. Danke. Au revoir.