Von kleinen und großen Jubiläen
Aufgenommen: Hotel Bareiss, Baiersbronn
Germany60 Min Das Video kommt von YouTube und lädt erst, wenn du auf Abspielen klickst.
„Manche sind so getrieben, die können gar nicht innehalten. Die werden aber viel verpassen in ihrem Leben.“
Hannes Bareiss, 35:03
Ronald M. Arndt sitzt mit Hannes Bareiss in der Hermine-Bareiss-Stube im Hotel Bareiss in Baiersbronn und spricht über die Jubiläen des Hauses, über Kochlehre im Colombi Hotel, Stationen bei Alain Ducasse und Éric Fréchon in Paris sowie an der Rezeption in London. Bareiss erklärt, wie das Ferienhotel Familien und Gourmetgäste unter einen Hut bringt, warum die Bareiss Akademie in der alten Mitteltaler Grundschule nur eigene Leute schult und wie er mit Energiekrise, fehlenden Fachkräften und der Generation Z umgeht. Dazu kommt sein Herzprojekt: die neue Aquakulturanlage Forellenhof Buhlbach.
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Kernaussagen
- Dreiergespann im Jour fixe: Größere Entscheidungen bespricht Hannes Bareiss zuerst mit seiner Frau Britta und dann im Dreiergespann mit seinem Vater Hermann. Dafür gibt es jede Woche einen Jour fixe.
- Akademie im alten Schulhaus: Die Bareiss Akademie sitzt in der gekauften alten Mitteltaler Grundschule direkt neben dem Hotel. Auszubildende durchlaufen im Sommer zwei Wochen Berufseinführung, geschult werden nur eigene Mitarbeiter, Fachkräfte und Führungskräfte.
- Generation Z erklären: Bareiss sagt, autoritär funktioniere es bei der Generation Z nicht: viel erklären, drei-, vier-, fünfmal, dreimal die Augen zumachen. Gleichzeitig stelle das Unternehmen das Aufgebaute nicht leichtfertig zur Disposition und zeige klare Kante.
- Eigene Forellenzucht: Nach dem Kauf des Forellenhofs 2016 und der Eröffnung der Gastronomie 2018 entstand die Aquakulturanlage Forellenhof Buhlbach mit vier Fließkanälen als Kreislaufanlage. Darin wachsen 35.000 Regenbogenforellen, 20.000 Saiblingseier werden erbrütet, drei Fischwirte sind angestellt.
- 440 auf der Lohnliste: Im Bareiss arbeiten rund 300 Vollzeitkräfte, nach Köpfen und Lohnzetteln sind es 440. Auszeichnungen und Jubiläen versteht Bareiss als Anerkennung für die Leistung der Mitarbeiter.
Shownotes zur Episodeaus dem Podcast-Feed
Episode #50 des Hotel-Podcast führt uns ins Hotel Bareiss nach Baiersbronn. Mit einem Empfang, wie er herzlicher nicht hätte sein können.
Schließlich gibt es mit Hannes Bareiss gleich eine ganze Reihe an kleinen und großen Jubiläen zu feiern. Nehmen Sie gerne mit uns Platz, Prost!
In guter Laune kehren wir zu den Anfängen der Gastfreundschaft innerhalb der Familie zurück, werfen einen Blick auf heute, aber auch die nahe und ferne Zukunft des Luxushotels im Schwarzwald.
Was ein Platz in der über 400 „Bareissianer“ starken Familie rund um das Dreiergespann mit Vater Hermann, Hannes und seiner Gattin Britta bedeuten kann, zeigt einmal mehr der außergewöhnliche Lebensweg von Claus-Peter Lumpp. Seit 2007 verteidigt er Jahr für Jahr drei Sterne und erhielt vor 40 Jahren den wohl gemeinten Ratschlag, doch mal im Hotel Bareiss nach einer Ausbildungsstelle nachzufragen.
Selbst hat Hannes Bareiss im Colombi Hotel in Freiburg gelernt, verfeinert hat er seine Kochkunst bei Alain Ducasse und Éric Fréchon in Paris. Zum Studium ging er ins österreichische Innsbruck, in London sammelte er weitere Erfahrungen im Umgang mit den Gästen an der Rezeption.
Wie aber findet er seine innere Balance als Unternehmer und was erwartet er von der viel zitierten Generation Z als Arbeitgeber? Und welcher ganz bestimmte Aufkleber fehlt Alexander Aisenbrey auf seinem Reisegepäck?
Es war ein großer kulinarischer Feiertag. „Chapeau!“ und bis zum nächsten Jubiläum im Hotel-Podcast!
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Transkript öffnenTranskript schließen60 Min · Ronald M. Arndt und Hannes Bareiss
Automatisch transkribiert mit AssemblyAI, Sprecher automatisch zugeordnet. Nicht redigiert.
- 00:03 Ronald M. Arndt
Wir haben jetzt gerade noch drüber gesprochen, haben jetzt schon Abend oder ist morgen oder Mittag, eigentlich egal, weil zu feiern gibt es immer was. Und vor allem dieses Jahr bei euch, aber auch im Kleinen bei mir und bei uns beim Hotel-Podcast. Auf eure Jubiläen kommen wir gleich mal noch zu sprechen. Beim Hotel-Podcast befinden wir uns jetzt in der Aufzeichnung von Episode Nummer 50. Also doch ein kleines Jubiläum vom Hotel-Podcast. Und ehrlich gesagt, Hannes, war es auch immer ein bisschen, aber ein bisschen ist untertrieben, mein Traum, Episode Nummer 50 bei dir im Bareiss hier in Baiersbronn aufzeichnen zu dürfen.
- 00:45 Hannes Bareiss
Okay, wow, das schmeichelt jetzt aber.
- 00:49 Ronald M. Arndt
Prima, du hast den Tisch reichlich gedeckt, ja, oder auch decken lassen, nehme ich mal an. Vielen, vielen Dank dafür und vielen Dank, dass ich heute mit dem Hotel-Podcast hier bei dir sein darf.
- 01:00 Hannes Bareiss
Gerne, ich freue mich.
- 01:00 Ronald M. Arndt
Würde ich sagen, jetzt stoßen wir mal an. Genau, ich mache das.
- 01:04 Hannes Bareiss
Jubiläum, zum Wohl!
- 01:06 Ronald M. Arndt
So, vielen Dank dir.
- 01:08 Hannes Bareiss
Prost!
- 01:13 Ronald M. Arndt
Auch da schmecke ich den guten Tropfen raus, denn ich habe ja immerhin 2 Jahre in der Champagne gelebt.
- 01:18 Hannes Bareiss
Ah ja, okay.
- 01:18 Ronald M. Arndt
In Reims, vor 19 Jahren. Bin ich dahin gezogen, bedingt durchs Studium.
- 01:22 Hannes Bareiss
Gute Wahl.
- 01:23 Ronald M. Arndt
Gute Wahl. Und der glückliche Umstand war natürlich der, dass eigentlich nicht nur der Ball, sondern auch alle möglichen jährlichen Balls und alle möglichen Veranstaltungen immer in den Champagnerhäusern stattgefunden haben, weil die waren interessiert, Abgänger von unserer Universität eben bei sich dann irgendwie anzustellen oder zumindest nur als Praktikanten.
- 01:40 Hannes Bareiss
Genau. Und dann konnte ich mich so durchtesten, durchtrinken, durchtrinken und Ja, ist eine schöne Sache.
- 01:47 Ronald M. Arndt
Der Kreis schließt sich jetzt hier.
- 01:49 Hannes Bareiss
Prima. Ja, schön. Also herzlichen Glückwunsch von mir zum 50. Podcast. Also das ist eine Ehre, dass ich jetzt hier das mit dir machen darf als 50. Teilnehmer sozusagen mit dem Bareiss.
- 02:04 Ronald M. Arndt
Also das ist doch schön.
- 02:05 Hannes Bareiss
Und du hast ja das Bareiss jetzt schon ein bisschen gesehen und kennenlernen dürfen.
- 02:12 Ronald M. Arndt
Und ja, zu Land und zu Wasser habe ich es kennenlernen dürfen mit meiner Familie zusammen. Schön. Und da ging es ja dann gestern Abend weiter mit dem kulinarischen Ferientag, wie es ja bei euch heißt, im Restaurant. Und natürlich, und das habe ich natürlich vorab auch schon mal gehört, dass das Frühstück auch nicht so schlecht sein soll im Bareiss. Und ja, das hat sich dann doch heute Morgen auch bestätigt.
- 02:36 Hannes Bareiss
Ja, da legen wir viel Wert drauf. Das ist ein großes Profil von uns, eine Philosophie seit vielen Jahren, Jahrzehnten. Meine Familie und ich, wir essen selber gerne und Das hat sich in den Jahrzehnten auch so immer, ich sag mal, gesteigert, auch ein Stück weit wurde immer profilierter, und man hat die Gastronomie in Bareiss dann dahin entwickelt, dass wir eben auch tolles kulinarisches Angebot für unsere Gäste haben, weil wir selber in den Ferien auch gut essen wollen. Das gehört einfach dazu, und es ist ein starkes Profil geworden, und deshalb kommen auch viele Gäste ins Bareiss, um eben hier sich zu entspannen einerseits, aber auch gut gut zu essen. Und man weiß ja, Liebe geht durch den Magen. Und ja, und das kann man hier erleben, definitiv.
- 03:26 Ronald M. Arndt
Und jetzt kann ich mir vorstellen, ihr seid ja auch ab und an unterwegs als Familie. Du hast 3 Kinder, genau, die Hanna, Heidi und der Henning, ja, die letzten Jahre auf die Welt gekommen sind mit deiner Frau Britta zusammen.
- 03:39 Hannes Bareiss
Hat sich viel getan.
- 03:40 Ronald M. Arndt
Ja, und auch das möchte ich dir an der Stelle schon mal weitergeben. Ich habe unten im Schwimmbad noch mal das Wort allein gesehen und das hat einfach mich so ein bisschen ruhig gestimmt, dass ihr ein 3-Generationen-Haus seid. Und das ist jetzt nichts, was man direkt mit einem 5-Sterne-Superior von einem Namen und einer Tradition eines Bareiss eigentlich jetzt erst mal erwartet. Ja, das kam der Gedanke auf, dass es doch ein Familienressort irgendwo auch ist.
- 04:09 Hannes Bareiss
Ja, also wir haben schon gegenseitige Rücksichtnahme.
- 04:12 Ronald M. Arndt
Da wird ja auch darauf hingewiesen, dass sich einfach jeder wohlfühlt, dass dann niemand übertreibt, über die Stränge schlägt.
- 04:16 Hannes Bareiss
Ja, das bedeutet immer einen gewissen Kompromiss oder kann man sagen Spagat. Aber das Bareiss hat sich ja entwickelt und ist ja gewachsen. Und wir haben schon vor der Jahrtausendwende auch schon auf Familien gesetzt.
- 04:35 Ronald M. Arndt
Also vor deiner persönlichen Familienplanung auch.
- 04:38 Hannes Bareiss
Ja, genau.
- 04:39 Ronald M. Arndt
Und die Britta war, glaube ich, vor der Jahrtausendwende auch noch nicht in dein Leben getreten.
- 04:42 Hannes Bareiss
Nee, das noch nicht. Ja, und damit waren wir erfolgreich. Es ist ein reinrassiges Ferienhotel und in die Ferien geht man eben mit der ganzen Familie, auch mit den Kindern. Und so haben wir unsere Kinderhäuser hier installiert, die Villa Kunterbunt, die Villa Sternenstaub, das Kinderdörfle, das Spielehaus, den Erlebnisspielplatz im Waldpark. Und jetzt zuletzt haben wir einen Streichelzoo mit Hasen, mit Ziegen, mit 3 Ponys und haben jetzt noch ein deutsches Reitpony, also ein größeres Pferd mit einem Reitplatz gebaut. Da geben wir auch Reitunterricht und das kommt an wie Bombe. Aber es ist im Hotel natürlich schon so, dass das einen gewissen Spagat bedeutet. Also man braucht für alle auch ein gewisses Angebot. Man muss auch gucken, wo kann man das ein bisschen entzerren? Und es bedeutet auch einen Kompromiss. Aber unsere, unser Gästeklientel macht es sehr gerne mit und wir schaffen das sehr gut über die Software, das zu steuern. Und wenn dann doch das eine oder andere Kind mal quietscht, dann muss man halt sagen, das ist ja auch Zukunftsmusik, und da sind dann alle auch sehr sympathisch. Und wer das gar nicht will, dann muss man in ein Adults-only-Hotel gehen, aber da fehlt halt auch irgendwas, da fehlt dann irgendwie die Sympathie. Und wir setzen da drauf, und das ist sehr erfolgreich.
- 06:09 Ronald M. Arndt
Muss an der Stelle auch sagen, Kompromiss in beide Richtungen. Genau, Kompromiss. Wenn eine Familie auf 2 oder 3 Generationen, die fühlt sich jetzt einfach auch nicht wohl, wenn sie so in einem ganz stillen, schweigeklosterartigen Restaurant sitzt, wo kein Leben ist.
- 06:25 Hannes Bareiss
Genau, es muss halt gut organisiert sein.
- 06:27 Ronald M. Arndt
Richtig, hast du ja gerade schon gesagt, wird gesteuert. Also wir saßen gestern Abend neben einem französischen Ehepaar, da war der erste Satz: Schön, dass ihr mit der ganzen Familie da seid. Wir haben unsere beiden Mädels, die jetzt 46 und 50 Jahre alt sind, Früher auch immer schon von der ersten Minute an dabei gehabt und so weiter und so fort. Also besser hätte es nicht losgehen können. Und es war aber nicht der erste Moment, sondern eigentlich ging es los, als ich hier in die— vors Hotel fuhr mit dem Auto und der Shimo mir gleich aber deutlich gemacht hat, dass ich doch bitte bis ganz vorne durchfahren soll. Super nett, wie er uns hier empfangen hat. Und dann ging es ja weiter, sind wir reingekommen, da war der Kai Schmalzried, der übrigens ein Genau, gehört zur Familie.
- 07:08 Hannes Bareiss
Also wir sind Familienunternehmen und da arbeitet im Grunde die ganze Familie mit. Und Kai ist mein Großcousin, kann man sagen, und der macht das ganz hervorragend als Gastgeber. Und so auch meine Frau, die natürlich auch ein bisschen Spagat hat, die ist viel mit den Kindern beschäftigt, aber sie bereichert natürlich das Bareiss auch durch ihre, ja, durch ihren femininen Input in allen Dingen und hat auch übrigens im Bareiss gelernt. Das ist eine echte Bareissianerin, und ich hätte keine bessere Frau finden können für unsere Kinder, aber auch für das Bareiss. Und die Gäste lieben sie, und das ist ganz toll.
- 07:49 Ronald M. Arndt
In welchem— der Hotel-Podcast ist ja manchmal ein bisschen direkt— in welchem Lehrjahr ist sie dir ins Auge gefallen?
- 07:54 Hannes Bareiss
Das war deutlich nach der Lehre. Es ist ja schon lange her, aber ich erinnere mich noch gut. Und sie hat da schon studiert, und ich habe auch studiert, und dann kam man ins Gespräch, und dann hat es gefunkt. Und zum Glück, ja. Und dann habt ihr euch auf die gemeinsame Bareiss-Vergangenheit als Bareissianer doch einigen können. Ja, sie liebt das Hotel auch und lebt es auch voll mit. Also genauso wie ich, kein bisschen weniger. Und das hat mich auch gleich von Anfang an so fasziniert. Und deswegen habe ich die Richtige gefunden.
- 08:35 Ronald M. Arndt
Genau, da hast du auf jeden Fall die richtige First Lady gefunden. Ich kenne sie auch, habe sie auch zusammen mit euren 3 Kids erlebt und euch als Familie. Also einfach nur schön.
- 08:47 Hannes Bareiss
Ja, genau.
- 08:48 Ronald M. Arndt
Habe ja auch eine kleine Familie, stehe da jetzt bei 2, aber so wie ihr einfach zusammen auftretet, das ist einfach eine wunderschöne, wunderschöne Sache. Vorbildhaft ist ja das Falsche, aber ja, so kann es auch funktionieren.
- 09:02 Hannes Bareiss
Genau, ja, wir machen das mit den Mitarbeitern zusammen. Wir haben da einen ganz engen Draht. Und auch der Erfolg des Bareiss ist ja der Erfolg der Mitarbeiter, ne, das ist ja ganz klar. Wir geben natürlich hier und da die Marschrichtung vor, aber die Philosophie im Bareiss steht seit vielen Jahren. Und wir tun alles für unsere Gäste, wir lieben unsere Gäste, aber wir tun auch alles für die Mitarbeiter. Also das ist uns auch ganz wichtig. Und auch Auszeichnungen oder Jubiläen, was auch immer wir, was auch immer wir bekommen, da sind wir sehr stolz und glücklich drüber. Aber es ist eine Anerkennung für die Leistung der Mitarbeiter, die seit Jahrzehnten bringen. Und das feiern wir dann schon auch mit den Mitarbeitern.
- 09:44 Ronald M. Arndt
Alle sind mit dem Herzen dabei. Das ist ja auch so ein bisschen der Leitspruch, sage ich mal. Die Klammer für alle. Ja, also ich will nicht mal sagen nur für die Mitarbeiter und für die Familie, sondern eigentlich auch für die Gäste. Denn ich war jetzt auch schon natürlich in vielen Häusern unterwegs, aber auch hier, wie die Gäste wirklich zum Großteil mit dem Lächeln und auf deine Leute zugehen oder ihnen den Vortritt lassen, wenn da jemand mit dem Tablett den Gang runterrennt. Das hat einfach Stil. Ich glaube, hier bei euch wird das Wort eine gute Kinderstube oft verwendet. Und so klappt ein Zusammenleben. Man mag es ja hier in einem Haus, aber irgendwo auch in der Gesellschaft am Ende.
- 10:28 Hannes Bareiss
Ja klar. Also unsere Gäste sind ja auch sehr gebildet. Die haben gute Manieren, haben Anstand, haben einen hohen—
- 10:36 Ronald M. Arndt
Bin ich ja froh, dass ich heute überhaupt vorbeikommen durfte.
- 10:38 Hannes Bareiss
Ja, ja, du, also habe ich mich irgendwie qualifiziert. Das gilt für dich genauso. Ja klar. Und dann gilt es natürlich auch, die Gäste zu umsorgen, zu hofieren und auch ein bisschen Gentleman zu sein, ganz klar. Und ja, die gute Kinderstube, die, die sollte vorhanden sein. Aber wir machen natürlich schon auch knigge Schulungen. Wir machen Etikette, wie spricht man mit dem Gast, Wie geht man da um? Man lässt dem Gast immer den Vortritt, man hebt die Tür auf. Das sind Kleinigkeiten, die eigentlich selbstverständlich sind, aber die natürlich auch irgendwo ein bisschen verschwinden. Und wir merken das zum Beispiel, das Grüßen ist ja auch so eine Sache. Geh doch mal durch eine Uni heutzutage, durch eine Schule. Die dort Arbeitenden in der Uni, die schleichen an dir vorbei und sagen Hallo. Jetzt möchte es niemand zu nahe treten. In der Schule ist es genau das Gleiche. Also wer bringt denen noch bei, der tageszeitgemäß zu grüßen. Guten Morgen, guten Tag, guten Abend. Und hier im Süden, grüß Gott. Das gehört sich halt so.
- 11:43 Ronald M. Arndt
Und wie war das bei dir an der Uni früher? Du hast gesagt Studium vorher.
- 11:48 Hannes Bareiss
Ja, das war ein Tourismusstudium und mit Fach, also ein BWL-Studium mit Fachrichtung Tourismus. So muss ich sagen, so ist es auch richtig. Und das waren schon Hotelleute, die dort gearbeitet haben, und auch die mit einer Ausbildung schon. Genau, die, die Professoren haben auch teilweise eine Ausbildung in der Hotellerie gehabt, haben in Hotels gearbeitet oder haben Beratungsfirmen, und die waren dann natürlich schon top unterwegs.
- 12:15 Ronald M. Arndt
Darf ich kurz fragen, wo das war?
- 12:16 Hannes Bareiss
Das war in Innsbruck im MCI.
- 12:18 Ronald M. Arndt
Okay, ja, und früher war ich natürlich auch, also ich war immer an Hotels interessiert, nachher hat's mich dann studienbedingt über ein BWL-Studium nach Frankreich verschlagen, was mir auch in vielen Dingen einfach mich weitergebracht hat, sage ich mal, aber Ich habe mir da auch den ein oder anderen Studiengang natürlich vorab angeschaut. Und okay, ja, ja, das waren, das war eine tolle Zeit.
- 12:39 Hannes Bareiss
In Innsbruck war das für, für einen Studenten natürlich großartig, ne, tolle Region, viel Freizeit wert, und das hatte eine gute Qualität, und es hat einfach Riesenspaß gemacht. Ja, es verging viel zu schnell, aber es hat ja alles seine Zeit, und es war für mich dann auch wichtig, wieder hier zurückzukehren. Ich war dann 30, ja, und obwohl ich bin nie sitzen geblieben in der Schule, aber ich habe mit 20, hatte ich dann so das Abitur.
- 13:08 Ronald M. Arndt
Ich bin einmal sitzen geblieben.
- 13:10 Hannes Bareiss
Ja, okay, gut, das habe ich vermieden, weil ich hatte so viel gute und nette Freunde, dass ich gesagt habe, das muss so weiterlaufen. Und na ja, dann kam ja Bundeswehr und dann kam eine Kochlehre im Colombi Hotel in Freiburg, was mich bis heute sehr geprägt hat. Und dann war ich in Paris in 2 Sternerestaurants als Koch tätig.
- 13:38 Ronald M. Arndt
Das war— sind das heute noch angesagte Adressen, oder?
- 13:40 Hannes Bareiss
Ja, also das eine war bei Alain Ducasse im Plaza Athénée, im 3-Sterne-Restaurant. Das gibt es so aber nicht mehr. Und das andere war bei Éric Fréchon im Le Bristol. Die haben dann 3 Sterne bekommen, als ich dann irgendwann weg war. Also da kann man drüber nachdenken.
- 14:04 Ronald M. Arndt
Und als die gute Kinderschube auch da dann einkehrte, als Hannes weg war, als ich weg war, genau, da drin war die Suppe nicht mehr versalzen, so ungefähr. Ja, manche Dinge laufen in Frankreich auch anders. Ich habe, wie gesagt, die 2 Jahre in Frankreich studiert, habe aber auch 2018, 2019, 2 Jahre noch mal extra in Provence gelebt und gearbeitet. Also kann man jetzt auch nicht alles vergleichen.
- 14:25 Hannes Bareiss
Das sind natürlich noch ein bisschen andere Strukturen. Das war spannend zu sehen und Paris natürlich zu erleben und das Savoir-vivre aufzusaugen. Wobei ich dann nach London gegangen bin und sagen muss, ich hätte da ein bisschen Sorge, ob das in London so gut weitergeht mit dem Leben um das Arbeiten herum. Und das hat mich sehr gewundert, denn dort war es grandios in London. Also das war ganz tolle Zeit. Da habe ich allerdings dann nicht mehr in der Küche gearbeitet, sondern an der Rezeption, ein bisschen im Housekeeping, und habe dann das Geld kassiert von den Hotelgästen. Das muss man ja auch machen können. Und genau, das war auch eine schöne Zeit. Also in so zwei Metropolen arbeiten, das möchte ich nicht missen. Wobei jetzt auf dem Land bin ich sehr glücklich. Weil wir hier auch einen tollen Freizeitwert haben und ich meine Hobbys hier natürlich auch ausleben kann. Besser als in einer Großstadt.
- 15:25 Ronald M. Arndt
Zu deinen Hobbys gehört, glaube ich, die Jagd. Genau. Und möchtest du uns noch ein zweites verraten oder reicht dir das erst mal aus, um deine freie Zeit zu füllen?
- 15:34 Hannes Bareiss
Na ja, das reicht schon ziemlich aus mit den Kindern. Das ist ein Hobby und das ist eine Leidenschaft. Das mache ich seit über 20 Jahren. Dazu gehört natürlich noch ein bisschen das Angeln auch. Wir haben auch ein eigenes Fischgewässer. Ist auch eine tolle Sache, ein bisschen Forellenangeln. Das werde ich auch meinen Kindern beibringen. Das ist so eine tolle Verbindung zur Natur. Einerseits, man versteht die Natur, und andererseits ist man halt ja darüber hinaus auch in guter Gesellschaft. Und es kommt noch was auf den Tisch, und das ist auch immer schön. Also wenn man dann beim Angeln war oder beim Jagen und man bringt was nach Hause und Und dann schließt sich der Kreis und man kann dann auch toll kochen. Also das mache ich immer noch sehr gerne für die Familie.
- 16:19 Ronald M. Arndt
Da sieht man, wie sich dann Arbeit auch schnell lohnen kann, dass man erst was tun muss.
- 16:24 Hannes Bareiss
Genau. Ja, also natürlich koche ich nicht alles privat, was wir hier so jagen in meinen 2 eigenen Revieren. Aber das kommt alles ins Hotel und wird hier verarbeitet. Bei Klaus-Peter Lump im 3-Sterne-Restaurant gibt es dann den Rehrücken aus der Bareiss-Jagd.
- 16:38 Ronald M. Arndt
Einer unserer Jubilare.
- 16:40 Hannes Bareiss
Ja, damit wären wir beim nächsten Jubiläum.
- 16:43 Ronald M. Arndt
Ja, wenn wir jetzt alle durchgehen, dann ist die Batterie hier leer vom Aufnahmegerät.
- 16:49 Hannes Bareiss
Aber da sind wir stolz drauf. Natürlich, der Herr Löb ist seit—
- 16:51 Ronald M. Arndt
Nein, nein, das war jetzt falsch platziert, der Spaß. Aber natürlich 30 Jahre.
- 16:57 Hannes Bareiss
30 Jahre, das ist einzigartig. Ganz einfach. 30 Jahre diese Leistung und seit 2007 den dritten Stern. Jeden Tag beginnt es bei der Stunde null. Jeden Tag Spitzenleistung. Zu bringen, die 3 Sterne zu verteidigen. Das ist einzigartig, das ist bemerkenswert und großer, großen, großen Respekt vor Klaus-Peter Lump, aber auch vor Thomas Brand im Restaurant und unserem Sommelier Theoman Metzger und natürlich dem gesamten Team. Das ist die Speerspitze, die kulinarische im Bareiss. Und damit sollen aber alle anderen nicht ausgenommen sein, denn alle anderen auch, die in Küche, Service, Housekeeping und wo arbeiten, geben auch jeden Tag ihr Bestes mit Leidenschaft. Und auch davor größten Respekt natürlich, sonst würden wir nicht da stehen, wo wir hier wären jetzt mit dem Bareiss.
- 17:52 Ronald M. Arndt
Ja, definitiv. Und das waren jetzt die Menschen hinterm Restaurant Bareiss, das mit den 3 Sternen prämiert ist. Aber das Restaurant an sich hat ja auch das 40. Jubiläum, soweit ich weiß.
- 18:03 Hannes Bareiss
Ja, seit 40 Jahren. Das war weitsichtsreich, Mein Vater hat damals erkannt, dass es für das Bareiss als Resort, als Ferienhotel, aber das auch in Deutschland ist, möglich ist und wichtig ist, ein Gourmetrestaurant zu etablieren. Und das hat er konsequent vorangetrieben, mit wahnsinnig viel Herzblut und Engagement. Und da profitieren wir alle jetzt natürlich davon. Klar, die Gäste, die Mitarbeiter, aber jetzt meine Familie, meine Frau und ich auch. Und wir wollen das auch so mit dem Ehrgeiz und in der Qualität in die Zukunft führen.
- 18:43 Ronald M. Arndt
Ich glaube, dein Vater war so 28 ungefähr, als er das Haus übernommen hat von deiner Oma. Genau, das war die Hermine. Wir sitzen auch hier in der Hermine-Bareiss-Stube. Ja, du warst, das war so 1973. Du warst 30, hast du vorher erwähnt.
- 19:01 Hannes Bareiss
Ich war 30, als ich zurückkam.
- 19:05 Ronald M. Arndt
Und wie ist aber der Hannes hier groß geworden? Bist du im Hotel groß geworden? Was war das damals für ein Leben?
- 19:12 Hannes Bareiss
Ja, also ich war schon sehr viel im Hotel.
- 19:15 Ronald M. Arndt
Ist dein Vater auch mit dir angeln gegangen? Hat er dir verschiedene Sachen noch in der Natur gezeigt?
- 19:19 Hannes Bareiss
Genau, das haben wir auch gemacht. Aber das waren mehr meine Großeltern. Mein Vater hat natürlich viel arbeiten müssen. Und hatte nicht immer so viel Zeit, wie man sich heute auch richtigerweise nimmt für die Kinder, für die Familie. Aber damals war alles im Aufbau, das muss man auch sehen. Und das war eine andere Zeit, also da gar keine Kritik. Aber wir waren oft bei meiner Großmutter, bei meinem Onkel. Mein Opa war auch Jäger und Angler, und da haben wir das eigentlich so aufgesaugt.
- 19:49 Ronald M. Arndt
Das war nicht die Hermine, die Großmutter, sondern das war mütterlicherseits.
- 19:52 Hannes Bareiss
Ja, genau. Und, und daher kam dann auch die Leidenschaft, ne. Aber ich bin hier am Hotel schon auch groß geworden, und es war für mich immer faszinierend. Das war immer schön, das war immer positiv besetzt, und es war immer die heile Welt natürlich hier. Alle waren glücklich, alle waren freundlich, alles war schön. Es ist natürlich für ein Kind, und auch für meine Kinder, die, die können es natürlich nicht ganz richtig einordnen, Und man musste sicher auch ein bisschen dosieren, ja, weil sie bekommen, man bekommt ja hier alles, wenn man den Wunsch äußert, dann ist ja immer alles möglich. Es war aber auch so, dass ich schon in der 5. Klasse im Gymnasium, also nach der Grundschule, ins Internat gekommen bin, in den Südschwarzwald, in ein Jesuitenkolleg. Und das war da schon sehr spartanisch auch. Da habe ich 9 Jahre dann gelebt, durfte einmal zwischen den Ferien nach Hause. Ansonsten war auch eigentlich keine Möglichkeit, nach Hause zu kommen. Das war anfangs in einem großen Schlafsaal, da waren 30 Kinder, und dann ging um, weiß ich nicht, um 7 Uhr abends oder um 8 Uhr abends ging das Licht aus, und dann musste man ruhig sein und schlafen, egal was war, ob man Heimweh hatte, ob man irgendwas hatte, dann war Ruhe. Ansonsten gab es Ärger.
- 21:16 Ronald M. Arndt
Das hat schon auch geprägt, mit 10, 11 Jahren.
- 21:18 Hannes Bareiss
Genau, in der 5. Klasse. Ich hatte auch mal zwischendurch einen Durchhänger und hatte eine schwere Zeit, aber ich musste das immer alles so mit mir selber dann ausmachen und musste da selber durch, auch durch die Pubertät. Da war halt meine Eltern nicht da, meine Mutter auch nicht da, und ja, da hat man deswegen natürlich auch mal hier und da bisschen Blödsinn gemacht. Aber am Ende prägt es natürlich auch, dass man selber die Dinge in die Hand nimmt und selber auch mit sich klarkommt und seine Probleme löst. Aber ich bin meinen Eltern trotzdem dankbar, dass ich dort war. Tolle Freunde, und es war eine prägende Zeit, und es hat mich sicher, hat mir sicher auch viel weitergebracht. Aber ich würde das mit meinen Kindern nicht machen. Ist eine andere Zeit heute. Wobei es auch dort anders ist. Es ist dort auf jeden Fall jetzt nicht mehr so ganz spartanisch und streng. Aber gut, hat alles seine Zeit.
- 22:09 Ronald M. Arndt
Okay, lass mal so stehen, weil ich meine, hat natürlich auch viele unschöne Dinge gehört.
- 22:14 Hannes Bareiss
So, ja, genau. Aber das war bei uns dann in meiner Zeit tatsächlich nicht so, das kann ich nicht bestätigen. Aber ja, leider war es woanders so. Da gibt's, da gibt's nur wenige Ausnahmen, wo es, wo es, wo es nicht passiert ist, wo nichts passiert ist. Aber es ist auch sicherlich nicht bei allen so gewesen, sondern das lief ja alles so ein bisschen unterschwellig ab. Aber nee, bei uns war zum Glück alles gut. Also da kann ich nichts Schlechtes sagen. Und grundsätzlich war das in diesem Jesuiteninternat— und die Jesuiten sind, es ist schon toller Orden und das sind tolle Leute, aber es gibt halt auch schwarze Schafe. Und ja, ist ein anderes Kapitel, wollen wir nicht näher drauf eingehen.
- 22:56 Ronald M. Arndt
Nein, nein, aber vielleicht wäre noch eine meiner Fragen gewesen, ob das so langsam, sage ich mal, in diese Rolle, die du jetzt hier inne hast, reingewachsen bist. Aber ich glaube, mit der, mit dem Fundament, wie du auch vorher schon gesagt hast, muss das Leben schon sehr früh in jungen Jahren selbst in die Hand nehmen. Ja, da ist man irgendwo auch abgehärtet und einfach eine Denke dermaßen lösungsorientiert, ja, also die Verantwortung irgendwo schultern kann, wie das ja auch wirklich nicht jeder kann. 2010 bist du ja schon in die Geschäftsleitung rein. Genau. Ich glaube, du bist jetzt 42.
- 23:29 Hannes Bareiss
Genau richtig, also jetzt wissen es alle.
- 23:31 Ronald M. Arndt
Jetzt wissen es alle. Ja, aber selbst wenn ich etwas eitelere Damen im Hotelpodcast habe, die wollen mir am Anfang nicht verraten und am Ende lassen sie das Alter selber raus.
- 23:42 Hannes Bareiss
Ja, da habe ich kein Problem damit. Also es war so, dass ich als Kind, und als ich mich dafür entschieden habe, ich möchte unbedingt Hotel machen, das hast du als Kind entschieden? Ja, schon, mein Vater war immer ein Vorbild für mich und ich habe natürlich auch immer nur das Gute gesehen und wusste ja dann nie, was auf mich zukommt, was alles noch an Pflichten und an Dingen damit verbunden ist. Das ist ja, denke ich, in jedem Beruf so und bei jedem Unternehmer so. Also man ist nicht nur immer auf der Sonnenseite, alles auf der Sonnenseite. Aber ich habe mich dann schon recht früh entschieden, jawohl, ich möchte auch eine Kochlehre machen und möchte es dann von der Pike auf lernen. Und als ich dann hierher gekommen bin, war natürlich schon die Frage, wie macht man das richtig, dass man eben auch die Wertschätzung und auch den Rückhalt der Mitarbeiter, auch der langjährigen Mitarbeiter, auch der deutlich älteren Mitarbeiter bekommt. Das war immer ein großes Thema bei mir, und da bin ich schon auch mit großem Respekt und ganz behutsam rangegangen, aber auch mit dem nötigen Selbstbewusstsein, weil irgendwie muss man ja dann schon, muss man dann schon seinen Mann stehen. Und aber es, es war immer auf der positiven Seite, und deswegen hat es gut geklappt. Ich kannte manche schon von Kind auf, manche Restaurantleiter, und das, oder sonstige Mitarbeiter, ja, das hat sehr gut geklappt. Und es war auch richtig, dann gleich recht schnell in die Geschäftsleitung zu kommen. Aber ich wusste da dann erst, als ich hier war, so richtig, was da alles auf mich einprasselt. Ja, und mit der Zeit wächst man dann auch mit den, mit den Herausforderungen, mit den Problemen, mit, mit, mit allem und nimmt es dann an. Und die Erfahrung macht dann auch viel. Also muss ich sagen, es fällt mir jetzt natürlich viel, viel leichter, Dinge einzuschätzen, Entscheidungen zu treffen als jetzt vor 12 Jahren. Und trotzdem ist keine Entscheidung leichtfertig und mal eben so schnell gefällt. Es gibt natürlich Dinge, die man schnell aus dem Bauch raus intuitiv aus der Erfahrung heraus, aus der gelernten, weiß. Aber andere Dinge, die, die überlegt man sich schon länger, die diskutiere ich gerne mit meiner Frau. Dann auch im Dreiergespann mit meinem Vater. Wir machen jede Woche einen Jour fixe, okay, machen wir es uns nicht einfach. Und das haben wir noch nie gemacht, und das hat eigentlich auch immer gut geklappt und den Erfolg gebracht.
- 26:24 Ronald M. Arndt
Jetzt habe ich trotzdem Gläschen Champagner, versucht noch mal ein bisschen zu rechnen, ob ich meins hinbekommen zu haben. Vor 30 Jahren hat der Klaus-Peter Lump hier gestartet, du warst vor 30 Jahren 12, und er war erst 15 Jahre alt. Weil wenn die Legende stimmt, dann hatte er damals nicht so recht Ahnung, was er denn machen kann. Gerüchtlich, weiß ich jetzt nicht, habe ich mich jetzt verrechnet? Nee, nee, stimmt nicht, Quatsch. Da habe ich mich sehr stark verrechnet, weil ich habe mir gerade das Bild vorgestellt. Nein, nein, stimmt nicht, definitiv falsch.
- 26:57 Hannes Bareiss
Er hat früh seine Lehre begonnen.
- 26:59 Ronald M. Arndt
Genau, mit 15 Lehre begonnen und hat vom Arbeitsamt den Tipp bekommen, doch mal beim Bareiss vorzusprechen, weil er nicht so recht wusste, was er machen sollte. Und da hätte man ihm gesagt, da kannst du einfach nichts falsch machen beim Bareiss, geh mal hin.
- 27:12 Hannes Bareiss
Ja, das hoffe ich, dass das Arbeitsamt immer noch so sagt. Ja, ja, ist eine tolle, tolle Geschichte. Er ist uns treu geblieben bis zum heutigen Tag und er ist für uns auch ein Partner.
- 27:26 Ronald M. Arndt
Ja, ist eine richtige Erfolgsstory fürs Arbeitsamt. Eigentlich. Ihr könnt welche rausholen.
- 27:30 Hannes Bareiss
Ja, ja, genau. Aber das ist nicht die einzige Erfolgsstory. Also tatsächlich, was die Mitarbeiter angeht. Also wir haben auch viele Mitarbeiter, die wirklich seit Jahrzehnten hier sind und fest verwurzelt sind, jetzt auch hier in Middeltal, in der Region mit dem Bareiss auch. Und dass wir ihren eigenen Betrieb machen.
- 27:49 Ronald M. Arndt
Und nein, das ist so, das Gefühl habe ich als euer Gast. Jeder hier Jeden hier empfinde ich als Gastgeber.
- 27:58 Hannes Bareiss
Ja, das ist schön.
- 27:59 Ronald M. Arndt
Jeder ist hier ein, ein, ein, ein, ein, ein, ihr sagt ja immer Bareissianer, auf mich ist jeder ein Hannes Bareiss oder ein Hermann Bareiss oder eine Britta Bareiss.
- 28:08 Hannes Bareiss
Ja, unsere Auszubildenden, die natürlich jetzt erst am Anfang ihrer Karriere stehen, können aber auch als Gastgeber schon auftreten in einem kleineren Rahmen und es wächst dann und Das ist eine schöne Sache, also das wollen wir auch so. Das ist auch das Sympathische. Klar, die jungen Leute, die gerade die Auszubildenden sind, natürlich noch nicht geprägt, und da, das ist einfach so sympathisch, ja, auch für die Gäste, wenn, wenn sie mit den jungen Leuten da sprechen, ist erfrischend. Und wenn da mal ein kleines Fehlerchen hier oder da passiert, dann ist es nicht das Entscheidende. Das Entscheidende ist die Einstellung und die Herzlichkeit zum Gast und die Zuwendung. Und da sind wir auf einem sehr guten Weg.
- 28:47 Ronald M. Arndt
Ihr seid auf einem guten Weg und der ist auch für die Zukunft geebnet, denn es gibt die Bareiss Akademie seit 2016.
- 28:54 Hannes Bareiss
Genau.
- 28:55 Ronald M. Arndt
Wo, da fehlt mir so ein bisschen der, der Umblick, der Rundumblick, aber wo ihr es vielleicht macht wie niemand anderes, dass ihr einfach junge Leute jeden Sommer von Neuem in der Bareiss Akademie begrüßt. Ja, um dann hier eben die Ausbildung aufzunehmen.
- 29:15 Hannes Bareiss
Ja, also das ist das Schöne, vielleicht noch einmal ins Wort. Ja, gerne.
- 29:19 Ronald M. Arndt
Angesiedelt in der früheren Schule hier vor Ort, wo eben dein Vater schon die Schulbank gedrückt hat.
- 29:27 Hannes Bareiss
Genau, ja, die alte Middeltaler Grundschule. Ja, das war ein Glück, dass wir die Schule, die alte Schule kaufen konnten, weil sie auch direkt neben dem Hotel liegt und jetzt mittlerweile zum Hotel, zum Hotelareal natürlich auch dazugehört. Also klar, das Thema war dann schon uns klar, was wir wollten, als wir die Schule gekauft haben. Wir wollten dort auch die Bareiss Akademie in einem Gebäude da tatsächlich installieren. Und wir machen dann immer die Berufseinführung gerade für die Auszubildenden. Im Sommer, wo sie 2 Wochen die Bareiss Akademie durchlaufen und wo sie dann wirklich alle möglichen Schulungen bekommen. Aber auch unterjährig, nicht nur für die Auszubildenden, sondern auch für die Fachkräfte und teilweise für die Führungskräfte. Train-the-Trainer-Schulungen machen wir natürlich auch, findet dann, finden dann Theorieschulungen dort statt. Das ist auf die Bareissianer, das Angebot beschränkt. Also wir machen, nehmen jetzt keine Schüler von extern. Ich irgendwie. Aber, aber wir schulen dort eben unsere bareisspezifischen Dienstleistungen. Jedes Hotel hat ja eigene Abläufe und eigene Qualität und eigene Standards, und darauf trimmen wir und schulen wir unsere Mitarbeiter. Das gehört eben auch dazu, denn ohne Schulen, Zeigen, Beibringen, Erklären geht's ja nicht. Also das muss auch Es ist auch sehr viel erlerntes Wissen, aber bis hin zu Kniggeschulungen. Und dann ist das Bareiss ja jetzt mittlerweile ein großes Resort mit ganz vielen Angeboten und einem Riesenfacettenreichtum. Den muss man erst mal wissen. Und der Gast fragt natürlich alles. Wann ist die Wanderhütte auf? Wie komme ich dahin? Was verkaufen Sie in Ihrer Shoppingpassage? Wo kann ich eine Beauty-and-Spa-Anwendung buchen, welche Wassertemperatur haben die Pools, wo kann ich Ihre Forellen aus der eigenen Zucht kaufen und wie alt ist eigentlich der Herr Bareiss. Ja, und dann fragen die alles.
- 31:40 Ronald M. Arndt
Du jetzt oder du oder er?
- 31:41 Hannes Bareiss
Ja, ja, die fragen natürlich, die Damen fragen auch mal gern nach meinem Vater.
- 31:45 Ronald M. Arndt
Aber dann Regel nach dir, wie alt ist der Hannes?
- 31:49 Hannes Bareiss
Weniger nach mir, weniger nach mir.
- 31:52 Ronald M. Arndt
Und hat die Twitter bestimmt damals auch gefragt.
- 31:55 Hannes Bareiss
Ja, sehr, sehr erkundigen sich natürlich viel nach der Familie. Wir, wir sind auch sehr präsent hier, ganz klar. Und unsere Stammgäste, und davon haben wir eben sehr viele, das ist ja auch unser Kapital, denen stehen wir sehr nahe. Und wir mögen uns gegenseitig, ja. Und Aber die neuen Mitarbeiter, die werden auch manchmal von den Stammgästen geschult, dass die Stammgäste sagen, na ja, aber das und das müssen Sie auch wissen. Und man muss auch die Stammgäste kennenlernen. Also das ist auch eine schöne Sache, wenn man die immer wieder sieht, da ist man auch natürlich stolz drauf.
- 32:31 Ronald M. Arndt
Deine Großmutter Hermine hat mal gesagt, es gibt kein Nein für den Gast. Aber irgendwo hat es auch seine Grenzen, oder? Dieses Nein. Ja, aber erlebt ihr das wahrscheinlich weniger hier? Bei so einer hohen Anzahl an Stammgästen, da sind ja weniger Ausreißer dabei.
- 32:44 Hannes Bareiss
Diesen Spruch, diese Philosophie, die besteht nach wie vor. Und man muss es aber ein Stück weit im übertragenen Sinne— wir können natürlich auch nicht den Gästen den Mond hier auf die Erde holen.
- 32:59 Ronald M. Arndt
Oder den Sonnenschein jeden Tag hier im Schwarzwald.
- 33:01 Hannes Bareiss
Ja, also alle, die totalen Wünsche können wir in allen Hinsichten nicht so immer erfüllen, aber immer eine Alternative. Und die Gäste merken, dass es uns wichtig ist, dass wir ein Angebot suchen, eine Alternative, und dass wir sie verwöhnen wollen. Und das ist damit gemeint. Also ganz wortwörtlich, es gibt kein Nein für den Gast. Natürlich gibt es auch Momente, wo man Nein sagen muss und wo man dann vielleicht nicht immer ein direktes Nein, sondern sagt, ah, das haben wir jetzt leider nicht, aber wir können Ihnen das und das anbieten, oder wir können Ihnen das besorgen in 2, 3 Tagen. Oder also, das ist, der Gast spürt dann, okay, wir bemühen uns, wir wollen alles rausholen für ihn, und wir gehen die, ja, ist ein bisschen abgedroschen, die Extrameile. Ja, das darf man schon fast gar nicht mehr sagen, weil das mittlerweile alle benutzen, aber die gehen wir schon. Und die macht uns auch Freude. Und wenn dann die Gäste glücklich sind und zufrieden sind, dann kommt es ja auch auf uns zurück. Mein Vater sagt immer, das strahlt auf einen zurück. Wenn man gibt, dann strahlt es auf einen zurück. Und damit hat er vollkommen recht.
- 34:10 Ronald M. Arndt
Jetzt hast du mir hier ein persönliches Wort bei unserer Anreise hinterlassen, und da steht: Glücklich ist, wer zu genießen versteht. Also da sind wir schon mal richtig hier. Ja. Und in allen Dingen seine Balance findet. Das kann man sich denken, aber man muss es manchmal noch mal lesen oder hören, wie ich das jetzt eben gestern gemacht habe. Seine Balance findet, also beruflich wie privat, in allen Dingen.
- 34:34 Hannes Bareiss
Ja, es gibt ja Menschen, wenn ich da kurz was kommentieren darf, es gibt ja Menschen, die, die haben immer Sorge, dass sie was verpassen, oder die haben immer Sorgen, ich bin jetzt hier, ich könnte aber auch da und da sein, vielleicht ist es da noch besser, oder, oder Und sie verpassen, den Moment zu genießen. Ich bin jetzt hier irgendwo auf einem Konzert. Vielleicht hätte ich noch einen besseren Sitzplatz bekommen können als den hier.
- 35:01 Ronald M. Arndt
Und hoffentlich kriege ich alles aufs Smartphone drauf.
- 35:03 Hannes Bareiss
Das ist ganz schlecht. Also natürlich muss man auch mal sagen, jetzt ist der Moment da. Es ist superschön. Alles passt. Ich bin glücklich. Ich genieße jetzt einfach. Und darüber mache ich mir schon oft Gedanken. Genießen kann auch nicht jeder. Manche sind so getrieben, die können gar nicht innehalten. Die werden aber viel verpassen in ihrem Leben. Und Genuss, wir machen viel Genuss im kulinarischen Sinne, ja, aber wir verwöhnen die Gäste in aller Hinsicht und einfach sagen, ich bin jetzt für mich am richtigen Ort zur richtigen Zeit. Das darf man schon öfters mal sagen und auch genießen. Ich glaube, wir beide sind hier auch gerade ganz gut am richtigen Ort mit dem Glas Champagner und Christstollen. Also greift zu, ja, das gehört auch zum Genießen dazu. Und genau, und dabei findet man vielleicht auch seine innere Balance dann eher mal wieder, als wenn man immer getrieben ist und denkt, es könnte noch besser gehen, wo könnte es noch besser sein. Und deswegen sind auch oftmals die Mitarbeiter, die bei uns wirklich sagen, ich bin happy, ich bin hier, ich habe hier alles, Ich habe einen tollen Job, ich kann hier eine Familie gründen, ich kann hier auf lange Zeit wirken und auch ernten dann von meinem Wirken. Die sind auch glücklich, die haben auch eine Balance gefunden, wie andere vielleicht, die immer denken, ich muss da jetzt nicht, um die Karriere aufzubauen, sondern ich muss immer wieder meinen Arbeitgeber wechseln, also immer wieder was Neues. Ich weiß nicht, ob das das Richtige ist.
- 36:33 Ronald M. Arndt
Ja, wo du es gerade sagst, ich glaube, genießen kann man aber auch einem Kind anerziehen, ist falsches Wort, aber vorleben.
- 36:42 Hannes Bareiss
Mach dir das mal vor.
- 36:43 Ronald M. Arndt
Und dass man eher noch mal vor— und also genießen muss man und kann man auch lernen. Es gibt auch Menschen, die einfach sich das selbst nicht gönnen zu genießen. Ja, also der Gedanke kam mir gerade so. Ja, Balance, meines Erachtens wieder wildere Zeiten gerade, gab sicherlich schon mal ruhigere. Wo steht der Hannes da gerade als Unternehmer? Ja, ich meine, glaube 2011 habt ihr schon mal Blockheizkraftwerk hier.
- 37:12 Hannes Bareiss
Genau, die Energiekrise ist für uns eine Riesenherausforderung, für die ganze Branche, für die Kollegen.
- 37:17 Ronald M. Arndt
Jetzt mache ich dir das mal nachher mit dem Christstollen.
- 37:19 Hannes Bareiss
Herrlicher Christstollen.
- 37:20 Ronald M. Arndt
Dann habe ich halt morgen mal Frühstücksbuffet, glaube ich.
- 37:22 Hannes Bareiss
Ja, du kannst dir das noch mal gönnen hier, du bist gut in Form. Also, wir haben einerseits in der Branche jetzt die Energiekrise, ja, das kann man betriebswirtschaftlich hinbekommen. Und wenn man in den letzten Jahren auch gut gearbeitet hat und gute Qualität hat, kann man sicher auch das entsprechend durch, ja, durch eine Preispolitik, durch höhere Preise abfedern, abmildern, und kann dann sein, sein betriebswirtschaftliches Ergebnis halten. Andererseits haben wir aber auch natürlich gerade eine Mitarbeiterkrise, die schon lange anhält und auch weitergehen wird. Wir haben einfach zu wenig Fachkräfte, zu wenig Lehrlinge in der Branche, und das ist wirklich ganz schwer. Und auch, ja gut, nicht nur in unserer Branche, aber es trifft uns hart in der Gastbranche.
- 38:31 Ronald M. Arndt
Also wenn man von dem Standard natürlich kommt, den ihr habt, ja, jetzt sind wir noch ein bisschen, da darf sich nicht wahnsinnig viel verändern in der Struktur.
- 38:40 Hannes Bareiss
Jetzt sind wir noch ein bisschen auf der Insel der Glückseligen. Ich möchte es aber auch nicht zu positiv zeichnen. Wir sind eine bekannte Arbeitgebermarke, wir machen sehr viel für unsere Mitarbeiter. Und wir haben einen großen Ausbildungserfolg, sind bekannt für die Aus- und Weiterbildung. Deswegen haben wir noch ordentlich viele Bewerbungen und auch gute Bewerbungen. Und trotzdem haben wir hier und da Vakanzen. Das ist einfach so. Das möchte ich auch nicht, das möchte ich auch nicht, ja, verstecken. Aber es gibt natürlich auch andere Betriebe, die vielleicht sehr gut sind, noch nicht so lange am Markt sind, noch nicht so einen hohen Bekanntheitsgrad haben, und die müssen ihr Angebot reduzieren. Die haben supertolle Ideen, die haben ein tolles Konzept, aber sie finden einfach zu wenig Mitarbeiter. Und das ist wirklich schade. Also der Nährboden in Deutschland für die Gastbranche ist nicht einfach. Wir haben ja auch viele Rahmenbedingungen, die uns da hier und da beschränken, ne, mit Arbeitsschutzgesetz mit sonstigen Auflagen, was alles richtig ist, aber es verschärft natürlich auch noch mal die Situation. Und dann haben wir eine ganz spannende Situation mit der Generation Z. Also hier bin ich mal gespannt. Ja, hier ist es natürlich so, dass es eine Herausforderung ist, die diese Generation zu überzeugen. Man muss viel erklären, man muss sie mitnehmen, man muss sie an die Hand nehmen. Sie hinterfragen alles, sie sind auch hier und da skeptisch, sind aber nicht pauschal schlecht. Man kann sie auch, man kann sie auch für sich gewinnen und man kann sie, sie arbeiten schon auch. Auch da gibt es dann vielleicht ein bisschen die extreme Generation Z, die ja natürlich nicht so viel Wert legen vielleicht auf Arbeit, weiß ich nicht, der Freizeitwert oder die Freizeit ist primär wichtiger geworden.
- 40:44 Ronald M. Arndt
Aber wo soll denn da der Lebensunterhalt herkommen, wenn man nicht arbeitet?
- 40:46 Hannes Bareiss
Ja, das ist natürlich auch eine gelernte, man bekommt alles, man hat alles von den Eltern bekommen, alles ist möglich und man kann von einer gewissen Substanz leben und dass man jetzt wirklich Ich höre oft, ja, ich habe jetzt mal gekündigt und dann schauen wir mal, wo es weitergeht. Da gucke ich dann immer meine Frau an und die schüttelt sofort den Kopf und sagt, das geht ja gar nicht. Wir hatten immer ein paar Tage maximal zwischen der einen und der anderen Stelle, also, und haben noch auf dem Boden geschlafen in der Wohnung auf einer Matratze und haben die während dem Arbeiten eingerichtet. Jetzt braucht man bald ein Jahr Sabbatical, um dann einen kleinen Umzug von A nach B zu machen. Das kann man jetzt kritisieren. Die Antwort ist auch kein autoritärer Führungsstil. Ich kenne auch nicht ganz 100% die Patentantwort darauf. Aber klar ist, dass wir anders umgehen müssen mit der Generation. Aber es ist so, dass das die Sache auch noch mal etwas schwerer macht. Wir haben sehr viele junge Leute, die der Generation Z angehören. Und hier, ja, suchen wir den besten Weg, sie für das Bareiss zu motivieren und zu gewinnen. Damit sind wir auch erfolgreich, aber wir müssen auch da noch besser werden. Also darauf müssen wir uns einstellen. Das ist von allen Führungskräften und von allen Trainern auch ein längerer Weg, den wir da gehen müssen. Also das ist eine Umstellung einfach, ja. Die kann man nicht von einem auf den anderen Tag machen. Da müssen wir auch lernen, welche Reaktion zeigen die auf welche, auf welche, auf welches Verhalten von uns. Und auf jeden Fall, autoritär geht es nicht. Also das ist schon klar. Viel erklären, viel zeigen, viel mitnehmen, 3-mal, 4-mal, 5-mal erklären, 3-mal die Augen zumachen, vielleicht auch. Aber es gibt schon Grenzen, ganz klar. Also alles kann ein Unternehmen auch nicht. Ein Unternehmen hat auch eine Geschichte. Es gibt viele, die dieses Unternehmen, die Leistungen hier aufgebaut haben. Das darf man auch nicht mit Füßen treten, diese Qualität. Und alles, was wir aufgebaut haben, das stellen wir nicht zur Disposition leichtfertig. Und auch das muss man dieser Generation sagen. Denn die, die vorher hart gearbeitet haben dafür, dass wir jetzt so tolle Mitarbeiterbereiche haben, dass wir so gut dastehen und dass wir denen alles bieten können, was sie jetzt bekommen, das müssen die schon auch wissen. Das kommt nicht von irgendwoher. Dafür haben viele, viele vor ihnen hart gearbeitet. Und das, also so sehe ich das, ja. Also wir dürfen uns da nicht gänzlich, die Unternehmen dürfen sich auch nicht gänzlich, sagen wir mal, die Flügel hängen lassen und sich unterwerfen, sondern man muss da schon auch hier und da klare Kante zeigen einfach. Und sie werden das verstehen, wenn man es erklärt. Nur Kopfschütteln bringt nichts, da kommt nichts bei an.
- 43:57 Ronald M. Arndt
Ja, ich überlege mir gerade, wie das so in der Praxis aussehen kann. Aber klar, wenn so ein Klaus-Peter Lump seine Geschichte erzählt, vom Arbeitsamt mit 15 hier in die Lehre gegangen, dann ist das, glaube ich, die Art von Geschichte und Story, um da im Neudeutschen zu bleiben, die eventuell dann doch auch bei der jungen Generation ankommt, um mal zu kapieren, dass Lebenswege eben auch so aussehen können. Wenn einem Jugendlichen so eine Art, so ein Lebensweg nicht nicht bislang nicht bekannt war. Ja, ja. Und ich glaube, das andere ist eindrücklich zu machen, wie es jetzt zu diesem Familien— zu dem Familien— nee, zu dem Resort— ich habe es noch Familienresort gerade vorgesetzt— zu dem Resort im Schwarzwald, dem Bareiss, überhaupt kam. Ja, das alles peu à peu ging und wie eben die Hermine damals begonnen hat mit, mit dem Gasthof.
- 44:55 Hannes Bareiss
Ja, ja, eben. Ja, ja, das stimmt.
- 44:57 Ronald M. Arndt
Und habt ihr mit der Akademie ja eine Grundlage, um eben auf all die Fragen entsprechend Antworten zu suchen. Aber ich höre raus, dass das eine deiner Hauptherausforderungen ist und bleibt und auch über die nächsten Jahre bleiben wird.
- 45:13 Hannes Bareiss
Das ist es ja. Also es sind viele Disziplinen, die wir hier—
- 45:16 Ronald M. Arndt
das Nächste ist ja dann, dass man eventuell ja auch, sag mal, ein bisschen über die Landesgrenzen hinausschauen muss, um an gute Mitarbeiter wieder ranzukommen, geht nicht anders.
- 45:28 Hannes Bareiss
Dann mit den eigenen jungen Leuten aus Deutschland werden wir es nicht hinbekommen in der Branche. Und in Deutschland, in der Industrie und im Handwerk und überall, muss man auch so sagen. Von daher ist die Frage, wie gut integriert man die, wie gut hat man Schulungskonzepte, wie kann man seine Systeme so umstellen, dass man die gut integrieren kann, dass sie schnell mitarbeiten können, Das sind wir auch dran, das machen wir auch. Und es bereichert ja auch ein bisschen den Mitarbeiterkreis, wenn andere Kulturen hier arbeiten. Aber ganz klar ist, wir brauchen natürlich schon in der komplexen Welt auch gerade unsere Gastronomie, brauchen wir schon auch deutschsprachige Mitarbeiter oder die gut Deutsch können. Wir brauchen auch lernen, wir brauchen auch französischsprachige Mitarbeiter, Englischsprachige Mitarbeiter. Aber wir haben einen sehr guten Mitarbeiter im Service, der aus Marokko kommt, schon einige Zeit bei uns ist. Er spricht auch fließend Französisch, spricht auch sehr, sehr gut Deutsch, also ohne Verständigungsprobleme. Und das hat dann auch wieder einen Vorteil. Das ist dann, Franzosen freuen sich, wenn sie Französisch sprechen können und einen tollen Ansprechpartner haben. Also wir müssen schon schon nicht nur im europäischen Ausland, sondern auch im nichteuropäischen Ausland Mitarbeiter anwerben. Und ja, da haben wir noch nicht das perfekte Einwanderungsgesetz, glaube ich, gefunden dafür. Da tun sich einige schwer damit. Klar, man will auch nicht die Pforten einfach nur öffnen, da bin ich auch nicht dafür.
- 47:09 Ronald M. Arndt
Aber nein, nein, also wenn es komplex Es ist komplex, und wenn auch die jetzige ältere Generation und dann auch wir irgendwann, sage ich mal, eben dieses Angebot weiter, weiter wahrnehmen möchten, dann muss man da einfach den, den Unterbau weiter an dem arbeiten. Alexander Eisenbrei, der auch im Hotel-Podcast schon war und ich immer wieder spreche, und ich letztens am Flughafen wieder getroffen hatte, da war gerade mit Fairtrade-Hotels unterwegs, Ja, der ist unterwegs im asiatischen Raum, und wir haben uns auch schon kurz zu dem Thema unterhalten eben. Ich weiß gerade nicht mehr, welches Land das war, aber so weit muss man mittlerweile gehen. Ja, und großen Respekt natürlich an der Stelle für den Einsatz, den er da bringt, der am Ende der ganzen Branche zuteil wird.
- 48:00 Hannes Bareiss
Ja, also er ist übrigens auch im Vorstand des FHG. Ich bin ja, musst jetzt auch Vorsitzender des FHG. Das ist für die, die es nicht kennen, hast den Gastgeber des Erbprinzes abgelöst. Ja, ein Nachwuchsförderverein. Also wir engagieren uns für eine Top-Ausbildung in der Hotellerie und Gastronomie, haben um die 60 Mitgliedsbetriebe, nur Top-Häuser in Baden-Württemberg und teilweise auch außerhalb von Baden-Württemberg. Das Tantris in München ist zum Beispiel auch Mitglied.
- 48:33 Ronald M. Arndt
Also außerhalb, die hat man noch reingenommen, ne?
- 48:34 Hannes Bareiss
Ja, ja, die, genau. Und die Schüler gehen in Bad Überkingen auf die Schule, eine Top-Landesberufsschule, und dort können sie dann eine Zusatzqualifikation zum Küchen- und Restaurantmanager machen in Bad Überkingen, und danach können sie nach Ravensburg ein duales Studium machen. Das sind dann Top-Leute, die wir da ausbilden, von der Pike auf, also erst eine Lehre und dann ein duales Studium. Und ja, so versuchen wir natürlich auch, den Nachwuchs heranzuziehen. Ja, und da engagiere ich mich mit ein paar anderen Vorstandskollegen und eben auch Hotelierkollegen hier aus Baden-Württemberg. Ist eine schöne Sache. Mein Vater hat das vor 30 Jahren gegründet. Auch sehr weitsichtig und mit auch ein paar Hotelkollegen. Danach war dann Bernhard Zepp Vorstand und jetzt ist es wieder zurückgekommen ins Bareiss. Ja, also so, da ist übrigens wie gesagt Alexander Eisenbrei auch im Vorstand und nimmt auch den FHG immer in sein Gepäck, wenn er irgendwo unterwegs ist und promotet auch den FHG.
- 49:46 Ronald M. Arndt
Toll, den Aufkleber habe ich noch nicht auf dem Koffer gesehen.
- 49:50 Hannes Bareiss
Der kommt noch, ich sag's dir.
- 49:51 Ronald M. Arndt
Der muss unbedingt drauf. Ganz genau. Ja, komm, lass doch noch mal einen kleinen Blick auf das bevorstehende Jahr 2023 werfen.
- 50:00 Hannes Bareiss
Gerne.
- 50:01 Ronald M. Arndt
Dieses Jahr hat sich ja wieder viel getan bei euch und es weitet sich ja aus, das Ressort. Die Fischzucht in Aquakultur war, glaubst du, eines der letzten ganz großen Projekte?
- 50:11 Hannes Bareiss
Ja, das Das ist eine ganz tolle Sache. Das ist ein Herzprojekt von mir, natürlich auch meiner Familie, aber da bin ich jetzt so ein bisschen federführend, was die Fischzucht angeht. Und naja, da vielleicht, wenn ich—
- 50:27 Ronald M. Arndt
bitte, bitte, bitte. Noch haben wir Batterie auf dem Aufnahmegerät.
- 50:30 Hannes Bareiss
Ja, noch haben wir 2, 3 Sätze dazu. Ja, wir haben 2016 den Forellenhof gekauft. Damals hieß es noch Fischerstüble, war eine kleine Gastronomie, und es hat ein Ehepaar gemacht. Er hat die Fischzucht gemacht als Ein-Mann-Betrieb, und sie hat diese kleine Gastronomie gemacht, wo man dann auch mal Forelle und ein paar Wienerle und Wurstsalat essen konnte. So, aber traumhaft gelegen im Landschaftsschutzgebiet am Rande des Nationalparks, im Nachbarort hier Also 7, 8 Kilometer entfernt. Und da hat sich die Gelegenheit geboten und wir haben das kaufen können, haben dann eine tolle Gastronomie, den Forellenhof, dort installiert mit 2 Gaststuben, insgesamt 80 Sitzplätze innen und circa 70 außen mit Forellenspezialitäten. Das ist dann 2018 ans Netz gegangen und dann war uns aber klar, ja, wir müssen auch die Fischzucht irgendwann neu machen, die ist auch in die Jahre gekommen, und haben dann lange geguckt und überlegt, was wäre jetzt richtig, haben uns ein bisschen Zeit gelassen, weil das Thema ist auch sehr komplex. Und jetzt hat sich ein sehr nachhaltiges und tolles Projekt daraus entwickelt, und wir konnten jetzt dieses Jahr im Oktober die Einweihung unserer neuen Aquakulturanlage Forellenhof Buhlbach feiern. Das ist eine sehr innovative Anlage, eine Forellen- in Form einer Fließkanal-Kreislaufanlage.
- 52:00 Ronald M. Arndt
Also ich habe die Bilder schon mal gesehen, ich schaue es mir nachher noch mal direkt an.
- 52:02 Hannes Bareiss
Genau, das sind also 4 Fließkanäle, wo das Quellwasser sozusagen eingespeist wird, und dann läuft es durch ein eigenes Technikgebäude, durch eine Wasseraufbereitung, und wird dann wieder zurückgeführt. Und der Clou der Sache ist, dass wir natürlich das Wasser mehrfach nutzen können, also es ist ressourcenschonend, und Wir sind klimaresilient. Das heißt, es war in den letzten Jahren so, dass wir doch auch sehr große Trockenphasen hatten, und das funktioniert natürlich nicht, wenn man da Tausende von Fischen in der Anlage hat und plötzlich hat man noch die Hälfte an Wasser, dann wird das ein Problem. Und mit der Anlage können wir fast autark, auch wenn mal das Wasser extrem reduziert ist, können wir die Anlage weiterfahren und diese Zeit überbrücken. Und das wird schon, denke ich, auch Schule machen. Sehr innovativ. Die meisten Fließkanalanlagen sind halt als Durchflussanlagen, Wasser oben rein, Wasser unten raus. Und wir haben das mit der Kreislaufanlage jetzt so gemacht. Das ist eine Outdooranlage, ein eigenes Bruthaus ist dabei. Das sind jetzt gerade 35.000 Regenbogenforellen, die haben jetzt so 2, 2,5 Zentimeter. Dann sind jetzt vor 2 Wochen 20.000 Saiblingseier gekommen, die jetzt erbrütet werden. Und dann nimmt es so seinen Kreislauf. Und wir haben jetzt eigene Fische aus der eigenen Zucht.
- 53:25 Ronald M. Arndt
Ein Kreislauf, der auch dann natürlich bis ins Restaurant hier führt.
- 53:28 Hannes Bareiss
Ja, bis zu Klaus-Peter Lump in alle Gastronomieebenen führen wir das ein. Also da profitieren alle unsere Gäste davon. Wir machen auch Kaviar, wir machen kaltgeräucherte Spezialitäten, wir machen heißgeräucherte, wir räuchern circa 800 bis 1000 Forellen pro Woche. Also das ist schon ein stattlicher Betrieb. Wir haben jetzt 3 Fischwirte angestellt und noch ein paar Aushilfen. Also da geht es schon zur Sache.
- 53:52 Ronald M. Arndt
Stark.
- 53:53 Hannes Bareiss
Ist sehr sehenswert, wenn man da ist, dann sieht man die Fischzucht und man hat das Erlebnis direkt. Man kann mit dem Produzenten sprechen, ist alles top transparent. Und wir arbeiten da nur mit mit Quellwasser und mit Futter. Also da kommt nichts anderes dazu, keine Medikamente, keine, kein gar nichts.
- 54:12 Ronald M. Arndt
Antibiotika und was man so alles kennt.
- 54:13 Hannes Bareiss
Nein, nein, das ist alles nichts, würde auch gar nichts bringen. Also wenn man so kranke Fische hat, dann muss man eh aufhören. Nee, das ist wirklich toll. Und wenn man hier im Bareiss ist oder in Baiersbronn im Nordschwarzwald, muss man das mal sehen. Lohnt sich eine Einkehr sehr. Das war jetzt ein bisschen Schleichwerbung natürlich, aber nein, nein, nein, nein.
- 54:30 Ronald M. Arndt
Wir wollen ja, wir wollen ja wissen, was treibt ihn gerade um, den Hannes? Was hat ihn dieses Jahr umgetrieben?
- 54:36 Hannes Bareiss
Und es geht auch weiter.
- 54:37 Ronald M. Arndt
Kleines Sneak Preview auf 2023.
- 54:40 Hannes Bareiss
Na ja, 2023 werden wir ein paar Dinge hier im Hotel verbessern. Wir werden in der Logis, also bei den Zimmern, ein paar Dinge umgestalten, hier und da ein paar Facelifts machen. Wir werden in unserer Shoppingpassage was machen. Und wir werden noch ein kleines Highlight für unsere Gäste als Aufenthaltsraum noch installieren. Also das sicher auch, unser Streichelzoo wird sich noch weiterentwickeln. Wir suchen noch ein schönes Pferd, ein 5. Also da können sich die Kinder dann auch wieder drauf freuen. Das ist dann auch ein Highlight. Und wir bereiten nächstes Jahr, bereiten wir einen etwas größeren Umbau vor von, von Zimmern noch mal. Also wir, wir sind immer dran, das Bareiss zu verbessern, ja, und haben jetzt auch neue Architekten, mit denen wir arbeiten. Und da hat jetzt die Zusammenarbeit begonnen, das ist eine spannende Sache, da sind wir sehr positiv.
- 55:45 Ronald M. Arndt
Also auch Architekten, die jetzt vielleicht das erste Mal so diesen Gesamtüberblick haben? Genau, Marke kann man ja sagen, Bareiss, Tradition und Transformation, die Zukunft.
- 55:56 Hannes Bareiss
Da haben wir Pläne für die nächsten 30 Jahre, die dann immer wieder prioritär geordnet werden müssen. Sind sie noch relevant oder ist was anderes jetzt doch wichtiger? Und dann muss man ein bisschen gucken, was gibt es für Trends, will man die mitmachen oder guckt man da lieber zu und die verschwinden schnell wieder. Solche Dinge muss man gut beobachten, muss auch ein Ohr am Gast haben. Aber wir bereiten und planen einiges vor, sodass das Bareiss auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleibt. Da haben wir große Sachen vor und ich denke, dass auch unsere Stammgäste da mitmachen werden. Wir wollen das so behutsam machen, dass man jetzt nicht plötzlich kommt und sagt, wo bin ich denn jetzt? Das Bareiss ist ja gar nicht mehr das Bareiss. So war das nie. Wir haben uns immer stetig weiterentwickelt, haben auch unseren Stil, unsere Architektur, unseren Landhausstil. Der lässt sich auch anpassen an zeitgemäße Wünsche und Architektur. Aber es bleibt ein Landhausstil. Es bleibt gemütlich bei uns. Es bleibt mit echten Materialien. Es bleibt warm und schön und nicht modern und puristisch. Wir sind ja auch ein Hotel hier auf dem Land im Schwarzwald. Wir haben auch in den Restaurants einen offenen Kamin. Wir haben Suiten mit offenem Kamin. Das ist das, was die Leute auch suchen bei uns. Gerade jetzt in der Weihnachtszeit ist es doch wunderschön.
- 57:28 Ronald M. Arndt
Absolut. Nein, man spürt es in jeder Ecke, in jedem Winkel hier. Und ja, es geht nicht nur von deiner Mannschaft aus, sondern natürlich auch das Haus Bareiss an sich. Dann wünsche ich dir, Hannes, als Hannes, dir und Britta als Paar und als Familie, euch als Dreigestirn, dann nehmen wir den Hermann noch dazu, ja, eine gute Zeit weiterhin, einen optimistischen Blick auf die Zukunft. Viele gute Ideen und Kraft. Und nicht zu vergessen natürlich allen Bareissianern, dass die hier weiter mit so viel Freude, und man muss es wirklich sagen, Stolz eben bei der Sache sind. Und ja, um da die Herausforderung der Zukunft zu bewältigen, natürlich auch viele, viele noch, die von außen kommen, es erkennen, was man hier in Bareiss alles auch haben kann. Und du hast es vorher auch so schön gesagt, man hier einfach auch sein, sein Leben, seine Existenz einfach ums Bareiss drumherum irgendwo ja auch aufbauen kann. Genau, also gibt schlechtere Orte, muss ich doch definitiv sagen.
- 58:34 Hannes Bareiss
Vielen Dank, das waren jetzt auch zum Schluss lobende Worte.
- 58:37 Ronald M. Arndt
Ja, die hätte ich schon am Anfang bringen können, Hannes, aber das habe ich dich erstmal sprechen lassen.
- 58:41 Hannes Bareiss
Freut alle Bareissianer, alle, die das hören, freut das. Wir sind stolz auf unsere Mitarbeiter.
- 58:46 Ronald M. Arndt
Und hast du ja, das haben wir gar nicht gesagt, knapp 300.
- 58:48 Hannes Bareiss
Genau, ja, das darf man nicht vergessen, ca. 300 Vollzeit- mit dabei sein. Aber das sind Köpfe oder Lohnzettel, sind das 440. Ja, also das ist bemerkenswert.
- 59:00 Ronald M. Arndt
Also gestern Abend hatte ich den Eindruck, bei jedem, den ich da gesehen habe, dass ich den in dem Moment das erste Mal gesehen habe, weil einfach so viele natürlich unterwegs und am Gast sind. Wuselt richtig.
- 59:12 Hannes Bareiss
Und ja, schön. Also vielen Dank, dass wir den Podcast zusammen gemacht haben. Es hat Spaß gemacht.
- 59:18 Ronald M. Arndt
Das war doch—
- 59:18 Hannes Bareiss
ich hoffe, ich habe ein paar interessante Sachen sagen können. War sehr sympathisch. Und jetzt erstmal hier die beiden Teller noch leer. Das machen wir.
- 59:26 Ronald M. Arndt
Müssen wir nochmal die Champagnergläser aufmachen.
- 59:27 Hannes Bareiss
Das ist ja nicht jede Gelegenheit am Mikrofon, dass wir uns dann immer mit vollem Mund ansprechen. Aber wir lassen es jetzt noch ein bisschen ausklingen und genießen es noch ein bisschen und genießen den Moment.
- 59:36 Ronald M. Arndt
Vielen Dank für diese Jubiläumsepisode Nummer 50. Und ich kündige mich schon mal an für die Episode Nummer 100.
- 59:43 Hannes Bareiss
Super, da freuen wir uns drauf. Bis dahin wird auch einiges passieren.
- 59:46 Ronald M. Arndt
Genau. So machen wir das.
- 59:48 Hannes Bareiss
Eine schöne Weihnachtszeit.
- 59:49 Ronald M. Arndt
Dir auch. Danke.
- 59:50 Hannes Bareiss
Danke.