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Germany · Episode #94 · 11.11.2023 · 63 Min

Das große "Lindner Hotel Group" Update 2023

Arno SchwalieLindner Hotel Group
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Aufgenommen: Düsseldorf

Standbild aus der Episode mit Arno Schwalie Germany63 Min

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„Das Nachhaltigste, was es gibt auf diesem Planeten, ist erstmal profitabel zu wirtschaften. Dann hat man danach Geld für Innovation, man hat dann Geld für Weiterentwicklung.“

Arno Schwalie, 37:32

Arno Schwalie, CEO der Lindner Hotel Group, zieht im Gespräch mit Ronald M. Arndt Zwischenbilanz: sechs neue Unterschriften in 18 Monaten, mehr als in fast den zehn Jahren davor zusammen, und eine Hyatt-Partnerschaft, die im Dezember unterschrieben und bis Juli technisch integriert wurde. Er erklärt, warum JDV by Hyatt einen neuen Blueprint für die Häuser braucht, was er im Back of the House automatisieren will und warum für ihn profitables Wirtschaften die Grundlage für Innovation und bessere Bezahlung ist.

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Kernaussagen

  1. Vier Aufträge der Familie: Die Einstellungsgespräche mit der Familie Lindner drehten sich um vier Punkte: die Firma international aufstellen, das Wachstum in beiden Marken ankurbeln, die Marke Lindner entstauben und die Profitabilität steigern. Den Change-Prozess legt Schwalie auf 36 Monate an.
  2. Wachstum angeschoben: In 18 Monaten kamen sechs neue Unterschriften zusammen, mehr als in fast den zehn Jahren davor kumuliert, darunter Standorte in Berlin und Hamburg sowie ein Haus in Boltenhagen, das von der TUI übernommen wurde.
  3. Hyatt als Türöffner: Die Partnerschaft wurde im Dezember unterschrieben, bis Juli waren die Systeme integriert. Über World of Hyatt mit 35 Millionen Mitgliedern, GDS, OTA und Direktbuchung laufen in einem Großteil der Häuser 50 bis 60 Prozent des Geschäfts.
  4. Automatisieren, wo es keiner merkt: Alles im Back of the House ohne Mehrwert für Gast und Mitarbeiter will Schwalie automatisieren. Statt Leute im Callcenter will er sie an der Rezeption, weil Gäste Joy of Life im Haus erleben und nicht im Buchungsprozess.
  5. Profitabilität vor allem: Für Schwalie ist profitables Wirtschaften die Voraussetzung für Rendite, FF&E-Rücklagen, Innovation und bessere Bezahlung. Von der Politik erwartet er nur vernünftige Rahmenbedingungen, keine Subventionen.
Shownotes zur Episodeaus dem Podcast-Feed

Eins ist klar: am Ziel sieht sich Arno Schwalie, CEO der Lindner Hotel Group, noch lange nicht.

Mit welchen Erwartungen hat ihn das Familienunternehmen nach Düsseldorf geholt, was wurde bislang erreicht und wie stellt er sich den weiteren gemeinsamen Weg vor? Dies und mehr hat er jetzt HOTEL-PODCAST.COM im großen Jahresupdate verraten.

Zu großer Veränderung führt zweifelsohne die noch junge Zusammenarbeit mit der Hyatt Hotels Corporation, welche schon jetzt erste Früchte trägt und noch sehr zur Lebensfreude aller beitragen soll.

Reicht das damit verbundene Wachstum aber aus, und das über das nächste Jahrzehnt hinaus? Oder braucht es am Ende gar eine dritte Marke neben den Lindner Hotels & Resorts und me and all hotels, was abermals viel Mut bedeuten würde?

Für den leidenschaftlichen Sportler und Freund angelsächsischem Unternehmer-Spirits ist dabei absolut klar: „Anstrengungslosen Wohlstand gibt es nicht“ und Politik einzig dafür da, um bestmögliche Rahmenbedingungen zu schaffen.

Und was immer auch kommt: "Kommunikation steht am Ende über allem".

HOTEL-PODCAST.COM und seine offiziellen Partner J.J. Darboven und DAZN wünschen hierfür alles erdenklich Gute!

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Automatisch transkribiert mit AssemblyAI, Sprecher automatisch zugeordnet. Nicht redigiert.

  1. 00:06
    Ronald M. Arndt

    Ja, das war schon mal spannend zu hören, Arno, wo dein doch besonderer Name herkommt, Schwalie. Und du hast gerade gesagt, das kommt von Chevalier, also vom französischen Ritter.

  2. 00:19
    Arno Schwalie

    Genau, das ist der Ursprung des Namens, geht zurück auf 17., 18. Jahrhundert. Da kommen meine Vorfahren, kommen aus dem Elsass, und deshalb wurde über die letzten Jahrhunderte dieser Name auch eingedeutscht.

  3. 00:32
    Ronald M. Arndt

    Und selbst aus dem Französischen Arnaud kann man noch ein Arno mit O machen?

  4. 00:36
    Arno Schwalie

    Nein, das glaube ich nicht. Ich glaube, der Name, der war einfach der Favorit meiner Mama.

  5. 00:41
    Ronald M. Arndt

    Und ja, und groß geworden bist du natürlich nicht im Elsass, da kommen die Vorfahren her, sondern in—

  6. 00:49
    Arno Schwalie

    Aufgewachsen bin ich in Waldgreiburg am Inn in Oberbayern. Und da habe ich die, ja, meinen größten Teil meiner Kindheit und meine Jugend verbracht, bin dann mit knapp 17 Jahren nach Augsburg gegangen, weil ich ein Angebot hatte vom FC Augsburg zum Fußballspielen in die A-Jugend, A-Junioren des FC Augsburg. Das war so dann ein wichtiger Schritt in meinem Leben, der relativ jung stattgefunden hat.

  7. 01:20
    Ronald M. Arndt

    Das hast du dann auch gemacht?

  8. 01:21
    Arno Schwalie

    Das habe ich dann auch gemacht. Ich habe das Angebot dann auch angenommen und glücklicherweise sind wir dann ein Jahr später deutscher A-Juniorenmeister geworden mit dem FC Augsburg. Im Finale gegen den 1. FC Kaiserslautern im Rosenau-Stadion vor knapp 14.000 Zuschauern. Es war ein absolutes Highlight und einschneidendes Erlebnis natürlich im Leben eines jungen Sportlers.

  9. 01:45
    Ronald M. Arndt

    Das heißt, in dir steckt eine Menge Sportsgeist, auch seit jungen Jahren. In der Familie Lindner auch. Wir sehen jetzt zwar hier in Düsseldorf Flugzeuge, denn der Otto Lindner war eben Pilot. Aber auch Schwimmer oder Sportschwimmer gar.

  10. 02:01
    Arno Schwalie

    Ja, genau. Also ich fühle mich natürlich im Kreise dieser Familie auch sehr wohl, weil die alle diesen Performance-Spirit haben. Ich glaube, in der Familie haben alle Wasserball gespielt, teilweise sehr, sehr erfolgreich. Nicht nur der Otto fliegt, sondern ich glaube auch Joerg und Otto, der Sohn vom Otto, dem Founder der Firma, der fliegt auch und hat einen Pilotenschein. Und das sind sehr sportlich tätige Leute. Nach wie vor, spielen auch teilweise noch in Traditionsmannschaften Wasserball gemeinsam. Und sowohl ich wie auch der Frank Lindner, der mein Vorstandskollege ist, aber auch die Steffi Brandes, wir kommen natürlich alle aus dem Leistungssport und diesen Spirit versuchen wir natürlich auch in die Organisation zu bringen.

  11. 02:50
    Ronald M. Arndt

    Jetzt sitzen wir beide heute beim Hotel-Podcast nicht im Flugzeug, aber auch hoch über den Dächern in Düsseldorf. Wahnsinnsausblick, ganz klar. Klar, hier sind wir erst so im Arbeitsbereich der Skylounge, aber was ich da hinten schon einsehen konnte gerade, ist ja wirklich wunderbar schön. Wann— Fußball haben wir gerade schon besprochen— bleiben wir kurz noch mal bei dir als Person, bevor es dann mit Lindner Hotels& Resorts weitergeht. Wann kam dann der Schritt in die Hotellerie für dich?

  12. 03:22
    Arno Schwalie

    Also der Schritt in die Hotellerie kam Über Umwege. Ich bin im Alter von 30, 31 dem Klaus Sendlinger nach längerer Zeit wieder mal begegnet, der mir die Möglichkeit eröffnet hat, bei Design Hotels als Manager Strategy and Development anzufangen. Und den Klaus kannte ich seit dem Anfang der 90er Jahre noch aus der Augsburger Zeit. Wir sind alles so eine Augsburger Community gewesen. Und ich habe hin und wieder immer an Bars gearbeitet. Ich habe nicht nur Fußball gespielt, sondern war dann auch Barkeeper. Und ich habe nebenbei auch Events, Raves, Partys veranstaltet. Und ich war immer sehr, sehr gerne in der Gastronomie. Ich war immer gerne am Menschen. Und ich habe mir— hat es wahnsinnig viel Spaß gemacht, mit Menschen, für Menschen was zu machen. Das war immer meine Leidenschaft. Meine zweite oder dritte große Leidenschaft neben der Gastronomie und dem Fußball war das Design und die Architektur. Und natürlich, wie, wie jeder junge Mensch, ich war wahnsinnig gern auf Reisen. Und als ich das Angebot vom Klaus bekommen habe, nach Beendigung meines Studiums dabei eben auch anzufangen, war das für mich so die logische Konsequenz von all dem, was ich die letzten 10, 15 Jahre gemacht habe, und konnte da in der, in der Hotellerie auch all das finden, was, was meine Passion ist, ja. Und dann mit mit meinem BWL-Studium natürlich auch, sage jetzt mal, das Handwerkszeug auch mitzubringen, um ihm helfen, auch so eine Firma wie Designotest dann auch wirklich groß und erfolgreich zu machen.

  13. 04:59
    Ronald M. Arndt

    Es wurde am Ende 9 Jahre, bevor es dann zu Radisson ging und von Radisson dann zu einem, ja, zu der größten Pflegeheimkette eigentlich, wo ich mir jetzt gerade nicht sicher bin, wie man es richtig ausspricht. Die kommen aus Frankreich.

  14. 05:13
    Arno Schwalie

    Spricht man Korian aus.

  15. 05:14
    Ronald M. Arndt

    Korian, okay. Genau, und jetzt seit natürlich schon mehr als einem Jahr hier in Düsseldorf. Wohnsitz hast du ja in München weiterhin. Seitdem ist viel passiert.

  16. 05:28
    Arno Schwalie

    Seitdem ist tatsächlich viel passiert und ich fühle mich hier unglaublich wohl in Düsseldorf. Nicht nur in der Konstellation hier mit der Lindner-Familie, sondern auch die Stadt, die liegt mir sehr, hat einen hohen Freizeitwert, ist auch eine, wie ich finde, ästhetisch echt sehr, sehr schöne Stadt mit einer tollen Infrastruktur. Und hier bei Lindner gibt es natürlich auch viel zu tun. Nach der Corona-Zeit, glaube ich, haben alle Hotelgesellschaften dieser Welt sich selber so ein bisschen auf den Prüfstand gestellt und reflektiert, wo wollen wir denn hin, wo müssen wir denn hin, was muss denn passieren, damit wir die nächsten 10, 15 Jahre auch noch eine Daseinsberechtigung haben. Und das haben wir natürlich auch getan. Und dabei sind natürlich immens große Aufgabenpakete rausgekommen, um die wir uns peu à peu peu à peu kümmern. Ja, ich sag mal, die, die zentrale Aufgabenstellung auch nach meinen, ja, Einstellungsgesprächen mit, mit den, mit der Familie waren in erster Linie, die Firma international aufzustellen. Das war ein großer Need. Das Zweite war wieder, das Wachstum anzukurbeln, und zwar nicht nur innerhalb von der Marke Me and All, sondern auch innerhalb der, der Lindner Hotels und Resorts. Das Dritte war wirklich, die Marke Lindner wieder aus dem aus der Vergangenheit wieder in die Zukunft zu bringen, sie, möchte man sagen, ein bisschen zu entstauben, sie frischer, jünger zu machen und auch zeitgemäßer zu machen. Und in der logischen Konsequenz bedeutet das dann natürlich auch, dass man die Mitarbeiter mitnimmt auf einen Change-Prozess. Und am Ende des Tages ist das, was wir uns alle natürlich wünschen, ist auch eine Steigerung der Profitabilität, dass die Generationen, die jetzt auch nachfolgen innerhalb der Familie, auch noch länger was von von der Lindner Hotel Group haben.

  17. 07:20
    Ronald M. Arndt

    Also die Ziele hast du ja gerade schon vorgegeben, sage ich mal. In welchem Zeitfenster steckt man sich die so?

  18. 07:26
    Arno Schwalie

    Also ich sag mal, klar, es gibt dann Unterschritte, aber ja, es gibt Unterschritte, aber so ein Zeitrahmen, der ist eher wie eine Sequenz zu sehen. Ich mache mal ein Beispiel. Also so eine Marke, Corporate Identity und Corporate Design neu zu definieren, das dauert vielleicht ein halbes, dreiviertel Jahr, bis man sie dann implementiert hat. Bis man den Spirit dieser Marke dann auch in, in die Köpfe der Mitarbeiter, in, in die Seele des Unternehmens bekommt, dauert's dann vielleicht noch mal 24 Monate. Also es ist schon ein Prozess, der auf 36 Monate angelegt ist. Wachstum haben wir ja in den letzten 18 Monaten, seit ich dabei bin, haben wir jetzt ja 6 neue Unterschriften gemacht. Das war mehr als die, die letzten, fast die letzten 10 Jahre kumuliert. Das kann man auch natürlich auch durch die Partnerschaften Hyatt, kam da auch, auch, ich sag mal, da gingen Türen auf, die davor immer geschlossen waren, auch in der, in der Wahrnehmung.

  19. 08:26
    Ronald M. Arndt

    Verhältnismäßig kurzen Zeitraum.

  20. 08:28
    Arno Schwalie

    Auch in dem verhältnismäßig kurzen Zeitraum. Ich muss sagen, ich habe auch ein extrem starkes Team, sehr erfahrene, sehr erfahrene und auch sehr, sehr fleißige Leute im Development. Aber dahinter gehört natürlich auf der einen Seite volle Unterstützung des Aufsichtsrats, auf der anderen Seite natürlich auch volles Engagement des Vorstands. Ich selber leite den Development-Bereich, oder bzw. der liegt in meiner Obhut. Und wir haben es vor allem auch geschafft, an Standorte zu gehen, die für mich essenziell sind, um eine Marke zu bauen. Ja, wenn ich nach Berlin und Hamburg kann mit einer Marke, mit mir und all, ist es was anderes, wie wenn ich in Mainz, Hannover und Kiel, mit allem Respekt an die Städte, aber 3,5 Millionen, 2 Millionen Einwohner versus 300.000 und 500.000 ist halt eine ganz andere Hausnummer. Und auch sind das die Städte, wo ich sag mal der internationale globale Reisende auch zu Hause ist. Und da sind wir sehr stolz drauf. Natürlich freuen wir uns auch wahnsinnig über Lübeck, eine wunderschöne Stadt im Norden, aber auch über Boltenhagen, dass wir es geschafft haben, mit Lindner Hotels& Resorts First Line Beach direkt an der Marina mit eigenem Strand ein tolles Hotel von der TUI zu übernehmen.

  21. 09:37
    Ronald M. Arndt

    Wenn du sagst Internationalisierung als eines der Ziele, dann sprichst du vom Klientel, das internationaler werden soll, oder gar Die Properties?

  22. 09:46
    Arno Schwalie

    Guter Punkt, sowohl als auch. Auf der einen Seite wollen wir mit unseren Marken auch international wachsen. Ich sag mal, alles, was im, nicht nur im deutschsprachigen Raum, aber auch in den angrenzenden Ländern, Benelux, aber auch Osteuropa, spannende Länder wie Polen, Ungarn, Serbien, Italien. Ja, da ist zwar der Jörg mit der 1218 auch mit seinem Haus auf Sardinien im Seven Pines, aber wir sind da noch nicht, nach Italien zu gehen, in die Schweiz noch intensiver zu gehen, aber auch nach Frankreich, Spanien, wirklich ein paar Länder noch mitzunehmen, wo der Deutsche auch per se immer hinreist. Und auf der anderen Seite ist Internationalisierung für mich auch damit verbunden, dass ich ein wesentlich internationaleres Klientel gerne hätte. Ja, ich sag, alleine abhängig zu sein vom deutschen Markt ist auf Dauer zu wenig. Wir möchten natürlich wesentlich mehr geografischen Mix mit dabei haben. Wir wollen Engländer, wir wollen natürlich auch die Franzosen, wir wollen aber die Amerikaner, wir wollen die Asiaten und die Leute aus dem Middle East, natürlich mit einer anderen Spending Power auch zum Teil kommen und ein anderes Gefühl mitbringen, was Ausgaben und für Hotelübernachtungen und auch gastronomische Dienstleistungen anbelangt.

  23. 11:12
    Ronald M. Arndt

    Wie kann ich mir das praktisch vorstellen? Also die Raten sind ja nachher dieselben, ob der Deutsche da kommt oder—

  24. 11:18
    Arno Schwalie

    Naja, die Raten sind nicht unbedingt dieselben. Wir sehen schon, dass alles, was aus der World of Hyatt jetzt kommt, durch die Partnerschaft von Hyatt kommt natürlich auch zu einer höheren Rate. Das sind auch Direktbuchungen, Bucher. Das sind natürlich aber auch Bucher, die kommen und ihre Punkte einlösen. Also wir haben da den ganzen Mix. Aber man sieht durchaus, dass in manchen Destinationen der Anteil von amerikanischen Reisenden oder Reisenden, die jetzt aus dem Mittleren Osten kommen, mit einer anderen Spending Power auch bereit sind, also über die Aufenthaltsdauer nicht nur mehr auszugeben, sondern auch Leistungen wahrzunehmen, die, wo ein Deutscher vielleicht schnell mal am Abend rausspringt ins nächste Restaurant, für 12€ zum Essen geht, anstatt bei uns vielleicht für 30€ zu konsumieren. Da sind, da sind die internationalen Gäste auch anders, anders kultiviert. Und die, die Ratensensibilität ist natürlich auf der ganzen Welt vorhanden, aber sie ist natürlich im deutschsprachigen extrem Ausgeprägt, ausgeprägt, ganz genau.

  25. 12:28
    Ronald M. Arndt

    Ja, genau, also wurde schon viel drüber gesprochen, viel drüber geschrieben, was, sage ich mal, seit gut einem Jahr— ich glaube, wann war das, im März letzten Jahres, dass du dazu gekommen bist mit Hyatt. Wie gesagt, das haben wir abgearbeitet. Dann im Juni der 50. Geburtstag.

  26. 12:51
    Arno Schwalie

    Ganz genau.

  27. 12:56
    Ronald M. Arndt

    Jetzt will ich nicht sagen, wir sind alle gespannt und hungrig nach weiteren großen News von Lindner. Wo könnte uns so die Reise hinführen?

  28. 13:06
    Arno Schwalie

    Die Reise führt mit Sicherheit, die geht weiter. Also wir sind ja auch noch nicht da angekommen. Wir haben vieles auf den Weg gebracht und eingeleitet, aber dieser Transformationsprozess. Man kann ja so eine Partnerschaft mit Hyatt, die wurde letztes Jahr unterschrieben im Dezember, wir haben bis zum Juli die Systeme integriert. Jetzt geht es in erster Linie darum, auch für unsere ganzen Verkaufsmannschaften, das ganze Commercial Team im Sales, im Marketing, im Revenue Management zu lernen, in dieser Hyatt-Welt auch klarzukommen. Ja, natürlich sind viele Themen ganz anders aufgestellt. Da geht es nicht darum, nicht nur darum, wie man Revenue Management und Segmentierung macht, sondern auch der Umgang mit OTAs. Auf einmal gehen ganz neue Fenster auf, was die Corporate Accounts anbelangt. Ja, man hat Zugang zu Accounts, die immer geschlossen waren, weil das Volumen nie da war. Das heißt, das alles zu bespielen, das wird, und nicht nur zu bespielen, sondern auch zu perfektionieren, das wird das ganze nächste Jahr mit Sicherheit noch noch benötigen. Darüber hinaus müssen wir uns auch dem höheren Anspruch der Gäste auch entgegenstellen. Das heißt, wir müssen unsere Mitarbeiter auch trainieren und entwickeln, von der Servicekultur hin zu einer echten Taking Care of People. Also wir müssen den Leuten wirklich noch mal ein anderes Level an Service, was nicht unbedingt mehr Service bedeutet, aber es ist eine andere Haltung, es ist auch eine andere Agilität im Umgang Umgang mit den Kunden. Und da müssen wir noch an uns arbeiten. Ich glaube, das ist was, was den ganzen deutschen Mittelstand betrifft nach den Corona-Jahren, auch wieder die Mitarbeiter zu finden, die überhaupt Lust haben, diesen Job zu machen. Auf der anderen Seite aber auch die Mitarbeiter zu finden, die die Extrameile gehen und die dann entsprechend auch ans Unternehmen zu binden und mit denen weiterzuarbeiten, die weiterzuentwickeln. Das ist noch ein großer Prozess im Laufe des nächsten Jahres. Und das andere ist, unseren Wachstum, und unseren Wachstum wirklich weiter, weiter anzuschieben. Das wird uns die nächsten, im nächsten Jahr sehr, sehr intensiv beschäftigen. Und zu justieren, Feinjustierung aller Themen, die wir dieses Jahr angestoßen haben. Und noch mal, ich kann es nur betonen, also es, den Schritt zu machen, in so eine Partnerschaft zu gehen, aber dann diese Partnerschaft auch zu leben, erfolgreich zu leben, das ist schon, das ist ein Weg, der, ich habe immer gesagt, der wird 12 bis 18 Monate dauern.

  29. 15:43
    Ronald M. Arndt

    Wenn du sagst, muss natürlich, also die Arbeit beginnt ja jetzt erst, sage ich mal, und jeder muss sich da irgendwie anpassen oder auch weiterentwickeln, vor allem hast du gesagt. Wie kann man sich das vorstellen? Kriegt man dann so ein Buch von Hyatt da auf den Tisch gelegt mit so ein paar Standards und Also es gibt eine Reihe nach zu etablieren, oder?

  30. 16:05
    Arno Schwalie

    Ja, also es ist auf der einen Seite kommen natürlich—

  31. 16:09
    Ronald M. Arndt

    um das kurze Wort zu fallen— Joie de Vivre steht hinter diesem JTV, was man auch gar nicht so wahrnimmt, aber so eine schöne—

  32. 16:16
    Arno Schwalie

    Joie de Vivre heißt Joy of Life, ja, Lebensfreude. Ich finde es auch, ist ein großartiges Leitziel, ist eine Marke, die Hyatt glaube ich auch erworben hat in den letzten Jahren. Ursprünglich gegründet in der Bay Area von Chip Conley, also einer echten Legende im Bereich, im Bereich der, der, ja, Boutique-Hotellerie oder der Andersdenken-Hotellerie in den 80er Jahren bereits gewesen. Wir fühlen uns in der Marke natürlich sehr, sehr wohl, aber das heißt für uns natürlich auch ein Change of Mindset, ja. Also Lebensfreude generell mal auszustrahlen ist eine innere Haltung, und damit geht glaube ich sehr, sehr viel los. Und das ich, ich fordere das auch ein. Und das, wir haben einige Mitarbeiter, wir haben es gerade vorher erlebt, definitiv, großes Lob an der Stelle, die, die absolut genau diese Lebensfreude ausdrücken. Wir haben aber auch einige, die über, über die Jahre einen Job als Job gesehen haben, ja, wo wir mit ihnen daran arbeiten müssen. Man muss denen ja aber auch was vorleben. Und deshalb gute Frage, also gibt's dann Katalog? Natürlich gibt's keinen Katalog, Und diesen Blueprint, den müssen wir auch neu definieren. Warum ist der so schwierig? Wir geben ja die Marken Lindner nicht auf, wir geben auch die Marke Me and All nicht auf. Wir sind nach wie vor Lindner, wir sind nach wie vor Me and All. Wir finden uns aber in der JDV-Welt wieder.

  33. 17:37
    Ronald M. Arndt

    35 Millionen Mitglieder, glaube ich, im World of Hyatt.

  34. 17:40
    Arno Schwalie

    World of Hyatt hat 35 Millionen Mitglieder, die alle mit einer gewissen Erwartungshaltung kommen. Und denen muss man natürlich im JDV-Spirit begegnen. Das heißt, was wir heute machen, wir definieren sozusagen, also wir schärfen das, wofür Lindner steht. Wir beziehen all die, die Faktoren mit ein, die die Marke JDV vorgibt, sowohl in der Hardware wie auch in der Software, und bauen daraus sozusagen unseren neuen Blueprint. Und dieser Blueprint der auf der einen Seite die Definition unserer Werte beinhaltet, aber auch die Standard Operating Procedures und die Abläufe mit sich bringt. Und diesen Blueprint, den werden wir im nächsten Jahr peu à peu etablieren, in den Häusern etablieren. Genau, genau. Viele Häuser sind bereits von Haus aus, das war ja so wichtig, diesen Match zu finden, wer ist jetzt jetzt die richtige Marke, die zu Lindner passt. Viele Häuser haben natürlich diesen Spirit schon, andere müssen noch daran arbeiten, ja. Und das wird uns im nächsten Jahr sehr, sehr intensiv beschäftigen. Das ist immer das, was ich sage, das ist unterhalb der Spitze des Eisbergs, ja, die 90%, die unter Wasser liegen. Daran müssen wir jetzt arbeiten. Das ist die harte Arbeit, und die wird uns, die wird uns im kompletten nächsten Jahr noch beschäftigen.

  35. 19:01
    Ronald M. Arndt

    Du hast schon den deutschen Mittelstand erwähnt und Ich bin ein großer Fan von Lindner, eben genau deshalb, weil hier ein deutscher Mittelstand agiert in der Hotellerie, inhabergeführt, familiengeführt. Zuletzt war ich ja bei Joerg Boeckeler und Dorint, wo man eine ähnliche Story haben. Und du hast von Wachstum gesprochen, das ist einfach notwendig. Joerg sprach immer von kontrolliertem Wachstum, bei dir habe ich mal in der ARD gesehen, von qualitativem Wachstum. Gelesen. Anders geht es ja nicht. Freust du dich denn dennoch jetzt auch im Zusammenhang mit den Amerikanern, da ein bisschen mehr noch amerikanischen Spirit, Unternehmerspirit etc., neue Impulse mit reinzubekommen? Ja, einfach auch gedanklichen Austausch.

  36. 19:50
    Arno Schwalie

    Ja, es ist auf der einen Seite über die DACH-Region hinaus.

  37. 19:54
    Ronald M. Arndt

    Du bist ja ein weitgereister Mann.

  38. 19:56
    Arno Schwalie

    Ich bin weitgereister Mann und ich bin auch oft den Staaten. Mich hat vor allem auch das Thema Lifelong Learning immer, immer sehr beschäftigt, und ich war viel im Angelsächsischen, auch was die Weiterbildung anbelangt. Und was mich an den Angelsächsischen immer beeindruckt hat, ist so dieser, dieser Pionierspirit, dieser Durst nach Innovation, aber auch Durst nach Erfolg. Und es ist da nicht verpönt, profitabel zu sein. Das ist da nicht verpönt, erfolgreich zu sein. Und man muss Erfolg auch nicht unbedingt zügeln, ja, sondern man kann den Erfolg dort auch zelebrieren. Ja, das fand ich immer spannend. Ich bin aber auch ein sehr großer Fan der sozialen Marktwirtschaft, und in der befinden wir uns natürlich in Deutschland. Da befindet sich auch, ich sag mal, der deutsche Mittelstand, sei es in der Hotellerie, aber natürlich in der Automobilindustrie, in allen Industrien eigentlich. Mit, mit fast 4 Millionen Unternehmen, die wir hier in Deutschland haben, ist der deutsche Mittelstand eigentlich das, das Herzstück Deutschlands. Ja, die Dinge aber zu kombinieren und sie weiterzuentwickeln, das ist das, was mich so fasziniert. Auf der einen Seite den, den familiären Spirit zu haben, aber, und dieses große Aber ist ganz wichtig, die Automatisierung und die Professionalisierung der Backend-Prozesse. Die muss man zulassen. Und da sind wir Deutsche natürlich oft auch so ein bisschen gefangen, wenn ich diese ganzen Debatten mit den OTAs höre. OTAs sind hier, um zu bleiben. Sie sind auch wichtig. Aber wie die Oma schon sagt, die Dosis macht das Gift. Wenn ich 80% Abhängigkeit von einem OTA habe, dann habe ich ein Problem. Wenn ich in manchen Destinationen zwischen 25 und 30% OTA-Geschäft habe, Und das ist mein Channel-Mix, und der macht Sinn, weil ich habe eine hohe Rate, die ohne Humaninteraktion kommt, last minute, und mir hilft, mein Yield-Management nach vorne zu bringen. Dann ist ein OTA für mich welcome, absolutely welcome, und ist ein Teil meines Distributionsmixes. Ich kann aber auch gleichzeitig durch eine wesentlich bessere Technologie mein Direktgeschäft steigern. Auch da ohne große Humaninteraktion. Und ich glaube, es ist ganz wichtig zu verstehen, warum sind wir eigentlich in der Hotellerie. Also wir sind in der Hotellerie, weil wir Spaß am Umgang mit Menschen haben, nicht weil wir es geil finden, Distributionsprozesse zu optimieren. Mir ist es doch am Ende des Tages egal, ob ein Roboterarm dem Koch den Teller reicht, der dann bei mir auf dem Tisch landet, oder ob ein Roboter, ein Algorithmus mir die beste Zimmerrate zur Verfügung stellt. Mir ist es aber nicht egal, wenn ich in ein Hotel reinkomme und ich nicht freundlich begrüßt werde, wenn ich an der Bar keinen Austausch habe oder im Spa-Bereich niemand ist. Das ist mir nicht egal, weil da ist das, was wir in der Hotellerie als, als, als, ja, dem Gastgeber Joy of Life Da erlebe ich Joy of Life und nicht im Buchungsprozess. Deshalb versuche ich alles, was Back of the House läuft, was keinen signifikanten Mehrwert hat für meinen Gast, aber auch nicht einen signifikanten Wert für meine Mitarbeiter hat, idealerweise zu automatisieren. Und da sind die Amis einfach viel weiter als wir, weil sie diese Prozesse viel frühzeitiger angegangen sind. Da spielen Daten in erster Linie ja eine Rolle als Ressource. Bei uns ist Daten in erster Linie immer, I need to protect them.

  39. 23:35
    Ronald M. Arndt

    Bleib weg mit deinen Daten.

  40. 23:37
    Arno Schwalie

    Bleib weg, keine Daten. Und ich teile ja nichts mit dir. Aber dann teilen sie ihr gesamtes Kinderalbum, findet sich dann auf Facebook. Aber um Gottes Namen, ja, meine Telefonnummer. Nein, nein, ich werde dir auch nicht erzählen, ob ich jetzt lieber Federkissen oder oder Kunststoffkissen haben möchten. Nee, nee, nee. Aber da ist in Amerika und auch gut im Asiatischen aus anderen Gründen, aber in den Vereinigten Staaten ist man da einfach weiter. Und ich glaube an das Thema Technologie als wirklich Unterstützung, um Humanprozesse noch besser zu machen, um die humane Interaktion noch besser zu machen. Ich glaube aber auf der anderen Seite natürlich auch an den an den Spirit, der im Angelsächsischen, vor allem im Amerikanischen, sehr stark vertreten ist, dieses Winning. Und da muss ich sagen, da lernen wir auch viel davon. Und das hilft uns bei Lindner unglaublich, die Kombination aus diesem Mittelständischen und dem Systemischen, Internationalen, die Dinge nur über einen Ja, so übereinander zu bekommen, dass es für alle funktioniert, das ist jetzt die große Herausforderung. Das ist auch die Innovation. Das hat keiner in dieser Größenordnung noch gemacht. Da trauen wir uns ran und das werden wir auch hinbekommen mit dem Team.

  41. 24:56
    Ronald M. Arndt

    Genau, was jetzt fehlte bei deinen Lobworten auf die Amerikaner, war der Mut. Also explizit, das ist gerade am Ende noch gesagt, hat noch keiner gemacht. Das machen wir jetzt. Ja, und sich so einen Partner auch von der Größe Größe natürlich mit ins Haus zu holen, in die Familie irgendwo auch mitzuholen, macht natürlich auch noch mal mutiger, ja, gibt Stärke im Rücken, ja.

  42. 25:18
    Arno Schwalie

    Ja, wobei ich muss immer sagen, ich bin, ich bin immer jemand, der nie ein Risiko scheut, aber im Vorfeld sich sehr, sehr genau überlegt, ob das jetzt Sinn macht oder nicht, und sich auch benchmarkt und entsprechend auch mit, also abgesehen von der Zahlen- und Datenbasis, die wir im Vorfeld bearbeitet haben, natürlich auch den Wettbewerb mal angeschaut. Wir haben uns nicht nur Hyatt angeschaut, wir haben uns die Wettbewerber auch angeschaut, haben gesagt, wer passt denn am besten zu uns von der Kultur her, wer passt denn am besten von uns auch, weil wir vielleicht komplementär sind, wo haben wir vor allem auch Executive Exposure. Wir wissen alle, Wenn man, wenn man, wenn man mit der, mit der Familie oder mit den Top-Executives spricht, hat man auch eine andere Wertschätzung innerhalb der Company. Dementsprechend ist auch dann die Integrationsleistung eine ganz andere, wie wenn man im Mittelmanagement landet. Und all diese Themen haben für uns natürlich schon eine große Rolle gespielt. Wir haben uns schon sicher gefühlt, also wir sind jetzt nicht blind in diese Hyatt-Partnerschaft rein. Aber natürlich war es mutig, weil man hat viele Standorte, die sind neu. No-Brainer, ja, wo ich sage Antwerpen, Prag, Wien, da ist die Marke Lindner als eine rein deutsche Marke vielleicht gar nicht so stark vertreten. Wir haben da Häuser, die natürlich sofort den Impact bekommen, aber wir haben Häuser wie Oberstaufen oder Wiesensee, wo vielleicht der Hyatt-Gast als solches per se nicht hingehen möchte, weil das ein sehr lokaler Einzugsbereich ist, wo wir natürlich daran arbeiten müssen, diese Bekanntschaft auch zu steigern. Also ja, wir haben es bis dato noch überhaupt nicht bereut, ganz im Gegenteil. Aber ich kann auch sagen, das ist nach wie vor eine unfassbare Arbeit, die jeden Tag vor uns liegt.

  43. 27:06
    Ronald M. Arndt

    Ja, aber zu differenzieren zwischen den Prozessen, die man automatisieren kann, die im Hintergrund laufen, die der Gast gar nicht sieht, und den Prozessen, wo es einfach am Ende um den Gastgeber geht, da erstmal zu differenzieren, das zu verstehen, so zu denken, das finde ich einfach der richtige Weg. Und ob das jetzt das Beispiel war mit dem Koch, mit dem Roboterarm, ja, weil das macht erstmal keinem, tut erstmal keinem weh.

  44. 27:30
    Arno Schwalie

    Wenn der Roboter die Zwiebel schneidet und die Karotten vorbereitet und der Roboterarm entnimmt die aus einem Kühllager und dieses Kühllager ist an eine Bestellungssoftware angeschlossen, die Bestellungssoftware ist an mein CRS angeschlossen, weil ich sofort weiß, welche Kunden ich in den nächsten Wochen im Haus habe und wo die herkommen und was die gern essen wollen, dann ist es ein durchgängiger Prozess, der heute in vielen Industrien bereits funktioniert. Beispiel Amazon. Ist übrigens auch was, was ich meinen Mitarbeitern immer sage. Habt ihr schon mal bei Amazon angerufen? Warum rufen uns die Kunden nach wie vor an? Ja, ich verstehe es an Häusern wie im Nürburgring, wo es wirklich kompliziert ist, aber ein Haus, wo ich 6 Zimmerkategorien habt, das mitten in der Stadt ist, wo eigentlich alles wunderbar— warum ruft jemand bei mir an? Das sind 4 Klicks, ja. Und wir müssen vom Spirit her dahin kommen, dass er sagt, ich brauche niemanden im Callcenter, sondern ich hätte viel lieber jemand vorne an der Rezeption am Einchecken, am Hallo sagen, einfach Wärme entgegenzubringen, Gastfreundschaft entgegenzubringen. Und da müssen wir hinkommen, da kommen wir auch hin.

  45. 28:34
    Ronald M. Arndt

    Ja, ja, ja, ja, smart. Da einfach denken. Ganz genau. Das zweite Beispiel war natürlich das Thema Distribution, wo du sagst, das ist schon so ein Ballast, sage ich mal. Das können Amerikaner vielleicht im Allgemeinen auch besser oder ganz gut zumindest. Hyatt kann es auf jeden Fall. Und das habe ich jetzt so verstanden, dass eben die Distribution, die Buchungsmöglichkeiten, sage ich mal, ab sofort oder jetzt schon über Hyatt eben laufen.

  46. 28:57
    Arno Schwalie

    Ja, die unterschiedlichen Kanäle, einmal das Direktgeschäft auf unserer Webseite, das heißt, der Book-Now-Button ist sozusagen sofort in der Hyatt-Welt verankert. Dann gibt es die World of Hyatt, das ist das Loyalitätsprogramm, wo die auch ihre Punkte sammeln, ist wie beim Miles& More bei der Lufthansa. Dann gibt es das Global Distribution System, wo viele der Corporate Clients drüber buchen, also die klassischen GDS. Und dann hast du das, das Online Travel Agents. Und selbst in der Welt der Online Travel Agents, wenn internationale Kunden nach Boltenhagen reisen oder auch nach Hamburg reisen oder nach Antwerpen reisen und sie noch nie davor was von Lindner gehört haben, aber sie aufgrund der Bilder und des Preises von dem Produkt angezogen sind, das Endorsement über JDV by Hyatt gibt ihnen noch mal die Sicherheit, auch da die Buchung zu tätigen. Also es ist immer so schon noch mal ein, ein, ein, ein, ein, ja, ein Vertrauens- eine vertrauensbildende Maßnahme, mit so einer Kette zu arbeiten, auch bei einer Klientel, die einen, die einen, oder vor allem bei einer Klientel, die einen nicht unbedingt immer kennt, aber bereit ist, auch entsprechend was Neues auszuprobieren. Und allein diese 4 Kanäle, also World of Hyatt, Hotel direkt, OTA, GDS, spielen in, in Großteil unserer Hotels mindestens mindestens 50 bis 60% des Geschäfts mittlerweile rein. Und der Rest ist nach wie vor Mais, ja, wo man natürlich die Interaktion hat im Meeting-Events-Conference-Geschäft. Da ist es natürlich etwas komplexer. Ich bin gespannt, wann man da auch die Lösungen in der Form hinbekommt, dass man sagt, es sind 4 Klicks. Aber so eine Hochzeit zu planen oder auch ein PwC-Onboarding-Event mit 250 Mitarbeitern ist natürlich komplexer, verstehe ich auch. Und ich verstehe es auch, wenn Leute nach wie vor einfach für sich entscheiden, übers Telefon zu buchen. Aber wir müssen natürlich all das reduzieren, weil das ist die Humaninteraktion, die nicht unbedingt einen Mehrwert im Gasterlebnis schafft. Und da wollen wir nach unten. Ich weiß, dass da einhergehende Distributionskosten, das ist ganz klar. Aber wenn man den Mix richtig aufbaut, macht, dann lohnt sich das natürlich. Wir haben uns da natürlich sehr viele Gedanken auch gemacht und rauf und runter gerechnet.

  47. 31:22
    Ronald M. Arndt

    Ein bisschen was muss es auch kosten.

  48. 31:24
    Arno Schwalie

    Das kostet nach wie vor, also Distribution kostet Geld.

  49. 31:27
    Ronald M. Arndt

    Die Länge der Partnerschaft.

  50. 31:29
    Arno Schwalie

    Absolut, die Länge der Partnerschaft. Und natürlich kostet das auch Geld, aber wir haben uns beide sehr, sehr viel davon erhofft, sowohl was die Topline anbelangt wie auch die Einsparungspotenziale und das geht es jetzt auch zu prüfen und zu beweisen.

  51. 31:49
    Ronald M. Arndt

    Klingt absolut so, als wenn du da wirklich, wie du es vorher schon gesagt hast, in so deinem Traum— tolle Positionen davor schon gehabt, aber jetzt einfach wo angekommen bist, sage ich mal, wo du ganz viel eben einfließen lassen kannst.

  52. 32:04
    Arno Schwalie

    Ja, die Erfahrung der letzten Jahren, die Gestaltungsmöglichkeiten, die Gestaltungsmöglichkeiten, die Gestaltungsmöglichkeiten, die sind auch deshalb nur so gut gegeben, weil ich ein sehr enges und vertrauensvolles Verhältnis auch habe zur Familie, zu unserem Aufsichtsrat, weil der Aufsichtsrat auch diesen Weg von Anfang an auch gesehen hat und unterstützt hat, muss ich auch sagen. Die Zusammenarbeit mit Joerg Lindner, mit Marc Lindner, mit Dirk Lindner, aber auch im Team mit Frank. Das funktioniert, das funktioniert auch soweit sehr, sehr gut und ist sehr unterstützend. Und wir ziehen alle. Ich meine, der Frank wird in den nächsten, in den nächsten 2 Jahren eine Riesenaufgabenstellung haben, weil wir auch durch die Property Improvement Plans gehen müssen. Hyatt hat einen gewissen Standard uns auch vorausgegeben oder angefordert. Diesen Standard werden wir in den nächsten Jahren auch als solcher in der Hardware implementieren müssen. Da sind wir natürlich mit den Interior Designern und Architekten in allen Häusern in der Planungsphase. Das ist ja auch was, was sehr, sehr viel Zeit und auch finanzielle Ressourcen in Anspruch nehmen wird. Und ja, also das geht nur zusammen. Und natürlich sage jetzt mal, ich bin nur so gut, wie das Team am Ende des Tages auch performt. Und wir haben tolle Leute, wir wollen auch noch weiter tolle Leute mit an Bord nehmen, die diesen Spirit eben auch lieben. Also die Leute, die in den 2010er Jahren vielleicht bei Lindner waren, für die ist es vielleicht ein bisschen schwieriger, weil das natürlich eine andere Dynamik auch hat und weil es auch englischsprachiger wird und technologischer wird und es vor allem in der Tiefe wesentlich transparenter auch wird. Das heißt, man stellt sich da auch auf den Prüfstand. Aber wir haben unfassbar viele tolle Menschen in der Organisation, die diesen Weg ja auch mitbestreiten, und das funktioniert nur zusammen.

  53. 34:09
    Ronald M. Arndt

    Wie viele Menschen arbeiten so summa summarum?

  54. 34:12
    Arno Schwalie

    Wir sind heute irgendwo in der Größenordnung 1500, 1600 Mitarbeiter. Wir haben natürlich einige vakante Positionen, aber ja, sowas in der Größenordnung. Und mit den 32 Häusern, die wir haben, ist es, ich sag mal, die Lindner Häuser sind natürlich aufgrund der Gastronomie und der Meeting- und Eventflächen ein bisschen besser bestückt. Und die Mian Hall Häuser, die haben so in der Größenordnung 22, 25, 27 Mitarbeiter. Und so ein Lindner Hotel, je nach Größe, mehr was zwischen 45 und 75 Mitarbeiter.

  55. 34:47
    Ronald M. Arndt

    Gibt es bei euch irgendwie so ein Format, sage ich mal, wo sich der CEO in der Gänze an die Mitarbeiter ab und an richtet, um so ein bisschen seine Gedanken zu teilen?

  56. 34:56
    Arno Schwalie

    Ja, natürlich.

  57. 34:56
    Ronald M. Arndt

    Also wir haben, da gab es jetzt eben zwei große Momente, das war das Rebranding, das war die Hyatt-Sache.

  58. 35:02
    Arno Schwalie

    Ja, also das, wir haben ja nicht über eine E-Mail kommuniziert, natürlich nicht. Jahr im November damit angefangen, auch das erste JAMs-Meeting zu machen, nach mehreren Jahren wieder. Das ist ein Format. Das andere Format war das Hyatt Onboarding. Also JAMs-Meeting ging über 2 Tage, Hyatt Onboarding ging über 2 Tage. Das war im April diesen Jahres. Wir haben jetzt im November unser nächstes JAM-Meeting im Nürburgring. Wir werden mit dem Großteil der JAMs nach Orlandorf fliegen zum Hyatt Global Summit, wo 1200 GMs aus der ganzen Welt da sind. Das macht Hyatt auch nur alle 3 bis 4 Jahre. Und wir haben natürlich, wir nutzen die Möglichkeit, über Teams-Calls auch an unsere, an unsere GMs ranzutreten. Wir machen Visits. Also ich bin auch vor allem am Anfang regelmäßig draußen gewesen, um ein Gefühl zu bekommen. Ich habe alle Häuser besucht. Stefanie Brandl ist, hat alle Häuser besucht. Wir haben natürlich über die Area-Vice-President-Struktur auch die Brückenköpfe in die Organisation. Aber der letzte, die letzte große Interaktion war genau hier in diesem Raum über 2 Wochen, wo wir jeden einzelnen GM eingeladen haben, in Sessions von 2 bis 3 Stunden das Budget fürs nächste Jahr zu präsentieren. Und das waren Diskussionen beziehungsweise gemeinschaftliche Arbeitssessions. Ich hatte nicht nur die GMs dabei, sondern auch die ganzen Fachbereichsleiter: Finanzen, Sales, Marketing, Revenue Management, die Technik, HR, waren alle mit am Tisch gesessen zusammen mit unseren Vorständen. Und wir haben mit jedem einzelnen Haus das Budget fürs nächste Jahr besprochen und natürlich jedem auch mit auf den Weg gegeben, was unsere Erwartungshaltung ist. Also ich glaube, Kommunikation ist vor allem im Change-Prozess unfassbar wichtig. Man kann darin, man kann viel, viel wettmachen, man kann auch viele Leute mitnehmen, man kann aber auch vieles versäumen. Also es ist nie perfekt, aber es ist immer besser. Wie meine Kollegin Stefanie Brandes immer so schön sagt, redenden Menschen kann geholfen werden. Und das, das versuchen wir auch in der Form zu leben.

  59. 37:18
    Ronald M. Arndt

    Jetzt haben wir schon den Typ Familienunternehmen gelobt. Denkst du trotzdem manchmal, ja, war schon bei Radisson oder bei so einem riesigen Konzern, manches leichter? Wo liegen so die Limits?

  60. 37:32
    Arno Schwalie

    Ja klar, natürlich. Also Familienkonzern, da menschelt es halt immer. Und bei so was, bei so einem, ja, Ja, sag mal, so ein Konzern wie, wie Radisson oder dann später auch bei Codian, das war eine eingeschliffene Maschine. Ja, also da hat sich auch jeder, der sozusagen ins, ins Unternehmen reingekommen ist und auch Tag für Tag in sein Büro gekommen ist, da ist das Ego genau im Aufzug stecken geblieben. Und dann sind die Menschen einfach als Corporate Citizens reingekommen mit einer sehr klaren Aufgabe, Aufgabenstellung und Zielstellung und mit einem anderen Spirit teilweise, wie man sie im Familienunternehmen hat, wo man ja, wo die menschlichen Beziehungen 15, 20, 30 Jahre, man kannte bereits den Vater, man kannte bereits so viele andere Mitarbeiter, jetzt kommt hier neues Management, ja, was wollen die denn überhaupt von uns? Und da waren die, das sind die natürlich auch in der hierarchischen Denke, aber auch im Pflichtbewusstsein und im Respekt gegenüber Autoritäten anders aufgestellt, was alles sein Für und Wider hat. Also ich möchte weder das eine noch das andere loben oder schlecht machen. Ich finde mich immer in einem neuen Kontext wieder und meine Aufgabe Aufgabenstellung als, als CEO, als Vorstand ist es, gemäß des Kontextes eben auch zu managen und in meinen eigenen Werkzeugkasten reinzulangen und zu sagen, okay, wie muss ich denn mit diesen und diesen Menschen umgehen und wo muss ich nachjustieren und wo ist es wunderbar so, wie es ist. Und da scheue ich mich nicht davor, aber ein, ja, so ein, so Konzern ist grundsätzlich schon mal anders aufgestellt, weil Shareholder Value im Vordergrund steht. Und Shareholder Value hat eine ganz klare Zielerfüllungskaskade hinterlegt mit ganz klaren Boni, die dahinter stecken, und Zielsetzungen. Und diese Ziele werden knallhart eingefordert. Und da müssen sich die Mitarbeiter bei uns jetzt zum Teil auch noch mal dran gewöhnen. Aber meine, das Nachhaltigste, was es gibt auf diesem Planeten, ist erstmal profitabel zu wirtschaften. Ja, dann hat man danach Geld für Innovation, man hat dann Geld für Weiterentwicklung, man hat vor allem Geld, Mitarbeiter besser zu bezahlen, und man hat auch Reserven. Was die Hotellerie wirklich nicht gut macht und nicht gut gemacht hat, bis auf ganz wenige Ausnahmen— ich glaube, Motel One gehören dazu— aber diese, diese Renovierung schleifen alle sich 7 bis 10 Jahre zu machen, kannst du auch nur, wenn du deine FF&E-Rücklagen wirklich vernünftig anlegst und wenn du so wirtschaftest, dass du nicht, ich sag mal, auf Pump lebst. Und deshalb sage ich immer, das Allernachhaltigste, was wir machen können, ist profitabel zu arbeiten, weil dann können wir sowohl unsere Gesellschafter eine Rendite ausbezahlen, wir können Rücklagen bilden und wir können weiter in Innovation investieren. Das war immer meine Zielsetzung.

  61. 40:44
    Ronald M. Arndt

    Das heißt, zukünftiges Wachstum und Profitabilität kommt in Zukunft aus diesen beiden Marken heraus, die uns bekannt sind?

  62. 40:51
    Arno Schwalie

    Bis dato ja, absolut. Also das sind die beiden Marken. Wir haben die Me'n'All, wir haben Lindner. Wir wollen das Wachstum ankurbeln, wir wollen aber natürlich auch das Portfolio so aufstellen, dass es grundsätzlich profitabel ist. Ob da jetzt eine weitere Marke hinzukommt oder nicht, das wird sich in den nächsten, in den nächsten Monaten auch entscheiden. Ich meine, es ist ja kein Geheimnis, dass wir jetzt mit der 1218 das zweite Jahr in Folge auf dem gleichen Stand aufgetreten sind. Wir sind hier in 3,8 Kilometer Luftlinie. Die 1218 hat da drüben ein entsprechendes Headquarter. Wir haben hier ein Headquarter. Die machen natürlich viel mehr als nur Hotel Operations. Wir machen Hotel Operations. Joint Forces kann man sich sehr, sehr gut vorstellen. Ich glaube, das würde auf, auf, ja, kurz-, mittelfristiger Sicht mit Sicherheit auch Sinn machen, weil man kann sich da gegenseitig unterstützen. Die sind bei Hyatt, wir sind bei Hyatt. Also da kann es durchaus sein, dass wir dann noch enger zusammenarbeiten. Und ich würde es natürlich auch begrüßen. Man muss man muss nur den richtigen Zeitpunkt, den richtigen Weg finden und alle wieder an einen Tisch holen in so einer Familie. Ja, und ich glaube, das ist, ich glaube, das ist das, was uns am meisten gelungen ist, auch über die letzten 18 Monate, ist Brücken zu bauen. Und ich glaube, jeder, der mich kennt, egal ob es ja meine theoretischen Wettbewerber sind oder ob es Familie ist, ich versuche immer Brücken Brücken zu bauen, weil ich glaube, dass man, dass man, ich meine, es ist, A, ist der Markt groß genug für alle, und B, ist dieser Austausch wahnsinnig wichtig. Ich glaube nicht, dass wir, wir machen jetzt keine Raketenwissenschaft, also trotzdem wesentlich besser, sich auszutauschen und auch zusammen an einem Strang zu ziehen, auch wenn man im Wettbewerb steht.

  63. 42:46
    Ronald M. Arndt

    Habe ich erst gestern wieder irgendwo gelesen, also das ist einfach der klügste Weg, ist auch mit dem Wettbewerb da natürlich jetzt nicht wirklich eng zu kooperieren, aber einfach ein gutes Miteinander, einen guten Austausch miteinander zu pflegen.

  64. 42:58
    Arno Schwalie

    Und ich schätze, wir haben tolle Kollegen, ob es jetzt ein Pawlitzki ist oder ein Boeckeler oder auch der David Edmemann von Novum. Es sind wirklich viele tolle Kollegen, auch ein Oliver Bonke bei Steigenberger. Man kennt sich ja, man kennt sich ja über Jahre auch. Und ich bin regelmäßig auch mit den, mit den, mit den Kollegen im Austausch. Natürlich mache ich das noch viel intensiver auch mit, mit, mit den Hyatt Senior Leader, sowohl in Chicago wie auch in Zürich. Aber ich tausche mich auch immer wieder gerne und freue mich auch, wenn ich die sehe auf, auf irgendwelchen Konferenzen. Also da gibt's bei mir weder Groll noch irgendwie einen großen, großen Wettbewerb. Ganz im Gegenteil, wir tauschen uns offen und ehrlich aus, und das ist, das finde ich Das finde ich gerade das Tolle am Mittelstand.

  65. 43:44
    Ronald M. Arndt

    Und es gibt ja auch genügend Gründe, immer wieder. Jetzt haben wir gerade wieder die Mehrwertsteuer-Diskussion, die uns noch bis Ende des Jahres zumindest begleiten wird.

  66. 43:51
    Arno Schwalie

    Weißt du da mehr als ich?

  67. 43:53
    Ronald M. Arndt

    Na ja gut, Dirk Iserlohe war jetzt zuletzt bei der EXPO REAL wieder im Podcast, übrigens auch der Timo Patte, mein letzter Gast in dieser kleinen Serie, wo ich dann bei euch noch mal am Stand vorbeigekommen bin, bevor ihr dann da zugemacht habt. Das war am Freitagnachmittag. Aber ich glaube nicht, dass ich da jetzt Stand heute mehr weiß als du.

  68. 44:13
    Arno Schwalie

    Ich auch nicht.

  69. 44:14
    Ronald M. Arndt

    Aber ich meine nur, diesen Schulterschluss, der macht halt da absolut Sinn. Der Schulterschluss macht Sinn innerhalb der Branche, innerhalb des Mittelstands, um sich da nicht komplett an der Nase herumführen zu lassen.

  70. 44:23
    Arno Schwalie

    Ja, wir sollten gut beraten sein, da dementsprechend eine klare Position zu haben. Ich glaube, das ist wichtig. Ich bin nur ein Mensch, da auch wieder, ich glaube, das angelsächsische oder amerikanische System wieder mal irgendwie zu befürworten. Ich habe dann, ich verlasse mich da lieber auf den Markt, sagen wir es mal so. Ich bin, ich habe da kein zu großes Vertrauen, weder in unsere Lobbyisten noch in unsere Politik. Wir müssen in erster Linie Lösungen finden für für den Umgang, auch wenn es dann wieder 19% sind.

  71. 45:09
    Ronald M. Arndt

    Also ja, natürlich, hope for the best, prepare for the worst.

  72. 45:13
    Arno Schwalie

    Und wir können uns nicht darauf verlassen, dass die Politik für uns die Dinge regelt. Davon bin ich nicht überzeugt. Und ich freue mich, wenn die Politik es hinbekommt, Rahmenbedingungen Dinge zu schaffen, die einigermaßen ja vertretbar sind, aber dass die für mich eine Lanze brechen, also auch hier wieder bin ich gespannt, die amerikanische, da bin ich amerikanische Blickwinkel, glaube auch, dass jeder einfach auch selbst Glückesschmied ist, um den Unternehmergeist zu fördern. Und ich glaube, wir müssen, wir müssen eher daran arbeiten, mit, mit den Gästen unser Angebot zu strukturieren und so plausibel zu verkaufen, dass sich das darüber ja auch refinanzieren lässt. Freue mich trotzdem über 7%.

  73. 45:59
    Ronald M. Arndt

    Lass mal hier ein bisschen rauszoomen auf Deutschland. Und Max Lusche war letztens auch wieder da im Hotel-Podcast. Der hat jetzt ein etwas negatives, oder ich weiß nicht, so mega optimistisch, was auch gerade so ein Unternehmergeist davor anging. Aber was bleibt da? Also ich als Familienunternehmer oder Familienmitunternehmer bleibt ja auch keine andere Wahl. Der Max ist dann noch mal in einer anderen Situation.

  74. 46:23
    Arno Schwalie

    Ja, der ist, Max übrigens auch ein ganz toller Kollege, ich schätze ihn sehr. Ich habe seinen Werdegang die letzten 10 Jahre beobachtet und super Typ, keine Frage. Es ist, es ist glaube ich einfach im Augenblick Kritik an Deutschland zu üben und ich finde mich so oft auch in dieser Falle wieder, wo ich mir denke, meine Güte, Herrn. Also Züge sind nicht mehr pünktlich, ist alles dreckig, und die Rahmenbedingungen funktionieren nicht, nichts funktioniert mehr, die Leute wollen nicht mehr arbeiten und, und, und. Ich glaube, vieles wird auch medial so gepusht und ist so präsent in unseren Augen.

  75. 47:02
    Ronald M. Arndt

    Mit welchem Ziel wird das medial gepusht?

  76. 47:04
    Arno Schwalie

    Das, ich glaube, in erster Linie mit Empörung erreicht man viele Klicks, und ich glaube, empörte Menschen sind auch um besser zu manipulieren und konsumieren auch noch mal anders. Ich glaube, wir sollten immer wieder mal reflektieren, dass es uns hier schon sehr, sehr gut geht, dass wir hier wesentlich bessere Bedingungen haben als die meisten Menschen auf dieser Welt, dass wir immer noch die viertgrößte Wirtschaftsnation der Welt sind, dass wir vor allem auch in der Hotellerie sowohl was das Thema Inbound, aber also Outbound, aber auch Inbound anbelangt natürlich einen sehr, sehr guten großen Markt vor uns haben. Wir müssen uns aber, glaube ich, auf eine Sache besinnen, und die ist mir ganz wichtig. Also den anstrengungslosen Wohlstand, den gibt es nicht. Und alle jungen Generationen, die vielleicht noch nie dafür kämpfen mussten, wie vielleicht die älteren Generation X oder die Boomers vor allem, die echt viel, viel Anstrengungen und auch Opfer bringen mussten, damit wir alle da sind, wo wir heute sind. Die sollten, die sollten mal reflektieren. Und ich glaube, dass Deutschland ein Land ist, das— also mir hat es ganz viel geboten. Ich komme aus sehr einfachen Verhältnissen, zwar aus einem intellektuellen Haushalt, aber wirklich alles weit entfernt von wohlhabend, ganz weit entfernt. Und ich kann nur sagen, mit Fleiß, Ehrlichkeit und Mut kann man in diesem Land nach wie vor wahnsinnig viel erreichen und erreicht man auch. Also gibt es unzählige Beispiele. Und ich glaube auch, dass dieser deutsche Spirit und dieser Aufbruchgeist in eine neue Ära, der muss auch wieder durch die jungen Leute und durch die Köpfe der jungen Leute gehen. Ich bin Vertreter davon. Ich bin auch ein Freund der Innovation. Ich glaube, Innovation birgt mit sich, dass viele junge Leute auch mitmachen wollen, dass die Leute sagen, ja klar, jetzt so einen Laden einfach noch mal effizienter zu machen ist das eine, aber wenn da was Neues entsteht, ich möchte Teil von diesem Neuen sein, ich möchte auch Teil von der Erfolgsstory sein. Und ich glaube, wir müssen das viel mehr nach vorne tragen. Und Max auch wie ich, ich meine, Max war auch in Harvard, Ich war Inhaber, jetzt kann ich sagen, mei, ist alles großartig, fantastisch, wie die das machen. Und warum sind da bei 70, 80 Teilnehmern kein einziger Deutscher? Ja, es sind Chinesen, Afrikaner, Südamerikaner, sind viele, viele Leute auch aus dem Mittleren Osten, aber es sind so wenige Europäer. Und da merkt man schon, dass wir sehr, sehr stark mit uns selber beschäftigt sind im Augenblick. Aber das, was man dort lernt, das kann man ja hier mitnehmen. Und ich glaube, sowohl Max wie auch ich haben hier auch eine Verantwortung, positiv zu denken.

  77. 49:57
    Ronald M. Arndt

    Wollte ich gerade sagen, wer zieht am Ende die jungen Menschen auch mit?

  78. 50:00
    Arno Schwalie

    Wir haben eine Verantwortung, positiv zu denken. Und ich bin immer, ich bin ein sehr optimistischer Mensch, ohne jetzt naiv zu werden. Aber man muss die Gegebenheiten, die wir haben, am Schopfe packen und auch die Chancen, die wir haben, einfach annehmen und bereit sein für Veränderung, ja, und die Veränderung auch positiv anzugehen. Und dafür stehe ich und versuche das auch immer wieder zu verkörpern und freue mich über jeden, der mitmacht.

  79. 50:31
    Ronald M. Arndt

    Ja, ja, aber das ist einfach eine— ich glaube, da kann die ganze Branche für sehr dankbar sein, für solche Typen, die da einfach diese Positivität, diesen Mut, jetzt haben wir schon alles da in dem Zusammenhang erwähnt, einfach verkörpern. Am Ende sind es ja immer Einzelpersonen, die einfach so die viele oder die Masse mitziehen können und auf neue Wege mitnehmen können, was ja am Ende auch wieder die Amerikaner einfach sehr gut können mit ihren verschiedenen Unternehmerpersönlichkeiten. Ist das dann nicht ein bisschen untypisch für den deutschen Mittelstand? Oder ich komme aus dem Stuttgarter Umfeld, oder halt einfach bescheiden bist.

  80. 51:06
    Arno Schwalie

    Und ich glaube, Bescheidenheit ist auch immer wichtig.

  81. 51:09
    Ronald M. Arndt

    Bescheidenheit und Demut ist wichtig.

  82. 51:11
    Arno Schwalie

    Demut ist wichtig, aber auch gleichzeitig, man muss ja schauen, was mir wichtig ist, nach vorne zu gehen und mutig zu sein und auch mal was zu riskieren. Und ich weiß, es ist vor allem schwer in einem Umfeld, wo man für Risiken, die man in Kauf nimmt, und wenn es da mal nicht so läuft, eher bestraft wird. Das ist vielleicht dem Amerikanischen auch noch mal anders, anders aufgebaut. Aber man darf ja nicht vergessen, dass die mutigen Menschen sind ja meistens in die Staaten dann auch gezogen. Also dieser ganze Spirit dieses Landes basiert natürlich auf so einem Pioniergeist. Und sind natürlich auch viele hingeflüchtet, die hier nicht gewollt wurden oder nicht willkommen waren, die da drüben unfassbar erfolgreich geworden sind, weil dieses Land eben die Möglichkeiten bietet. Aber ich möchte die USA auch keineswegs verherrlichen. Das ist nicht meine Intention. Aber ich glaube, es sind sehr, sehr viele Themen, oder es ist dieser Spirit, den wir uns wieder mal aneignen könnten. Es ist hier nicht nur alles Krieg und Mangel an Rohstoffen und teure Energiepreise und Inflation sondern es ist hier nach wie vor einer der besten Plätze auf dieser ganzen Welt, wo man in Sicherheit mit einer guten medizinischen Versorgung, mit vielen Möglichkeiten, mit einem Grundeinkommen, das sehr hoch ist, mit einem GDP per capita unter den Top 10 weltweit. Und in diesem Umfeld mit sehr viel Bildung müssten wir versuchen, auch uns nicht auf die Politik zu verlassen, sondern als Unternehmer und CEOs und Führungskräfte, was daraus zu machen. Ja, die Politik wird's für uns niemals richten. Ich bin froh, wenn die Politik imstande ist, die Rahmenbedingungen einigermaßen vernünftig zu gestalten. Selbst damit sind sie überfordert. Sie werden uns aber niemals die Innovationskraft vermitteln. Sie werden uns auch niemals— wir brauchen auch keine Subventionen. Wir müssen nur imstande sein, unsere Geschäfte vernünftig auszuüben. Ja, Zugang Zugang zu Ressourcen zu haben, die bezahlbar sind. Das sind Menschen und Energie in erster Linie. Und vor allem auch ein unbürokratischeres Umfeld zu haben, um erfolgreich zu agieren.

  83. 53:26
    Ronald M. Arndt

    Also das Leben nicht schwerer machen, als es für einen Unternehmer schon ist. Ich meine, du lebst es vor, ihr lebt es vor bei Lindner, einfach das Beste aus den verschiedenen Welten ja hier an einem Ort zusammenzuführen. Es einen können die Amerikaner besser, andere könnt ihr besser. Und dann steht doch da eigentlich einer erfolgreichen Zukunft nichts mehr entgegen. Und die Dauerbrenner hast du gerade mal aufgezählt: Energie- und Personalmangel und Inflation etc. Ich glaube, du warst letztens wieder in New York, auch bei Skift Forum. Sprich, solche Themen sind doch gar nicht auf der Bühne.

  84. 53:59
    Arno Schwalie

    Natürlich sind die großen Führungskräfte, waren Christina Setta, CEO von Hilton, auf der Bühne. Da war der Chesky auf der Bühne von Airbnb. Da waren die CEOs von Booking, von Expedia, von Amadeus. Da war Marco Blamesian, der CEO von Hyatt. Die sehen durchaus die Brennpunkte auf der Welt. Die sind da nicht naiv. Die sehen aber auf der anderen Seite auch die unfassbaren Chancen und Möglichkeiten. Die Airline-Industrie, da habe ich mich mit Carsten Spohr auch drüber unterhalten, die, die sind im Endless Summer. Das heißt, der Sommer war immer die heißeste Saison. Die kommen nicht mal nach mit Piloten, mit Fliegern, mit Ersatzteilen. Die ziehen die letzten Maschinen irgendwo raus, weil die Nachfrage so riesig ist. Das ist ja ein wahnsinniger Hunger. Viele Menschen haben auch ein Nachholbedürfnis Und viele sagen auch, wow, was ist, wenn die nächste Pandemie kommt? Lass mich doch lieber leben, lass mich reisen, lass mich die Welt erleben. Und darauf bauen die Amerikaner um, und darauf baut auch Skift auf, zu sagen, ja, die Herausforderung von neuen Technologien ist da, wir haben aber auch eine steigende Awareness, was das Thema Nachhaltigkeit anbelangt, aber wir haben vor allem auch eine unfassbar große Nachfrage. Wir haben aber auch vor allem ein Mittelsegment, das in Afrika, in Indien, in China— wir sprechen davon 3 Milliarden Menschen— die Zimmerpreise von 60, 80, 90 zahlen können, wo es eine unfassbare, ein unfassbares Segment gibt, das heute noch nicht bedient wird. Also die haben vor allem dieses Mid-Segment für sich entdeckt als einen riesigen Wachstumsmarkt. Und die haben, die packen die Chancen jetzt am Schopfe. Ich meine, wir sehen es ja auch mit Choice und Wyndham. Ja, ich meine, die sind gerade dabei, die größte Hotelkompanie der Welt zu werden im Franchise-Bereich, nutzen die Skaleneffekte, Automatisierung, Digitalisierung, Purchase Buying Power. Aber auch gleichzeitig sprechen die über einen wachsenden Demand, und diesen Demand packen die am Schopf und sagen, wir gehen da voll rein, wir wollen da die Ersten sein, wir nutzen die Möglichkeit. Wo wir uns heute noch im Kreis drehen und sagen, oh, wie wird es vielleicht mal, und ja, die Energiekosten sind natürlich gestiegen, wir finden ja kein Personal. Und das sage ich auch jedem GM, ich habe noch nie einen guten GM gefunden, der keine Leute hatte. Es liegt ja immer, die letzten Menschen, die ich eingestellt habe, waren nicht über Headhunter, deswegen kam aus meinem Netzwerk, weil ich natürlich mich auch kümmere darum und den Leuten auch jetzt mal Chancen aufzeige und sie gerne an meiner Seite habe und ihnen versuche zu verkaufen, was wir alles tun und vorhaben. Und das muss jeder Einzelne tun. Man kann sich nicht zurücklegen, eine Anzeige auf Indeed platzieren und sagen, da kommt jetzt keiner. Und die kündigen, ja klar, wenn du dem 4-mal hintereinander das Wochenende als Schicht gibst, denkt er sich auch, Warum, warum soll ich jetzt hier den Hampelmann spielen, während alle anderen irgendwie am Wochenende feiern? Weißt, das ist, das ist, das ist schon viel eigen, selbstgemacht. Und deshalb, Haltung und Spirit hat mich auf, auf dieser Skift Conference, die ja auch nicht nur Hotel ist, sondern wirklich auch Travel im Allgemeinen beleuchtet, Geschäftszweige, die ja in sich ja verzahnt sind, das hat mir sehr, sehr gut gefallen. Und Und ich habe diesen gesamten, also da war keine einzige Persönlichkeit jetzt dabei, die gesagt hat, boah, das, ja, schauen wir mal. Sondern die waren alle irgendwie sehr, sehr positiv. Fand ich toll.

  85. 57:43
    Ronald M. Arndt

    Auf unseren Hotel-Podcast folgt dann bald noch ein Podcast mit dem Champ, sein Nickname, von Dusit.

  86. 57:52
    Arno Schwalie

    Großartiger Mensch.

  87. 57:53
    Ronald M. Arndt

    Mega Kerl, auch erst 37.

  88. 57:57
    Arno Schwalie

    Lustigerweise, also ich kenne natürlich seinen Papa sehr gut, den Janine Donavanic, ist ein sehr bekannter Hotelier und ein hoch angesehener Mensch in Asien, war glaube ich auch mal Vorsitzender der asiatischen Hotelgemeinschaft, glaube ich, und ist wie gesagt Besitzer von Doosit Hotels. Und der Champ, meine erste Begegnung mit dem Champ war bei Design Hotels, müsste mittlerweile fast 15 Jahre zurückliegen. Da war er kurzzeitig mal Praktikant bei uns. Und ja, und ich habe in England studiert, hospitiert hat er, glaube ich, hat kein richtiges Praktikum gemacht, aber mal bei uns hospitiert bei Design Hotels. Damals noch in der Strahlauer Allee in Berlin. Mein Office war direkt am Office von Universal Studios, und ich kann mich noch genau an diesen Tag erinnern, wo er in mein Büro reingelaufen ist, und ich fand ihn großartig. Also, ist ein absolut gewinnender Typ, mag ich sehr, sehr gerne.

  89. 59:07
    Ronald M. Arndt

    Super. Du, heute war sehr, sehr viel Positivität. Lass uns einfach die Möglichkeiten, Opportunities, die wir haben, unternehmerisch heller erscheinen als alle Sorgen, statt die da vor uns herschieben. Dieses Jahr war das große Jubiläum bei Lindner. Wenn ich so frech sein darf, du hast nächstes Jahr ein großes Jubiläum.

  90. 59:26
    Arno Schwalie

    Ich persönlich? Ich werde nächstes Jahr 50, ja, das stimmt.

  91. 59:32
    Ronald M. Arndt

    Und wie hält sich der Arno eigentlich so mit all seinen Tätigkeiten fit? Ist es weiterhin Fußball? Da noch abschließende persönliche Frage zu stellen? Ja, es gibt ja so einen Ausgleich, den ja jeder eigentlich braucht.

  92. 59:43
    Arno Schwalie

    Ja, absolut. Also ich versuche nach wie vor Fußball zu spielen. Ich sage Betonung auf ich versuche, weil meine Gelenke machen das nicht mehr so mit, knicke immer wieder mal um. Das letzte große Game hatte ich gegen den FC Bayern, mit ein paar ehemaligen Bayern-Spielern. Das war ein Benefizspiel mit den Bananenflankern am Tegernsee im Juni. Da durfte ich mit Lothar Matthäus und Pizarro und Ailton und solche Konsorten zusammenspielen. Und das war kein langer, kein langes Intermezzo, weil ich hatte relativ schnell auch Schwierigkeiten wieder mit den Gelenken. Deshalb ist es für mich leider immer falsch gehoben. Ja, ich genau, ich habe die, ich habe tatsächlich relativ schnell die Hand gehoben. Das heißt, ich würde wahnsinnig gerne Fußball spielen, und ich spiele mit meinem Sohn ab und zu, der spielt in der C-Jugend in der Bayernliga. Aber ich merke, dass ich da, also das, was ich im Kopf habe, nicht mehr umsetzen kann und mache aber dreimal die Woche Sport. Also ich gehe einmal laufen, ich gehe einmal schwimmen und ich gehe einmal in die Eisen. Also das ist für mich so das Mindeste und am Wochenende mal mit dem Hund auch längere Runden spazieren. Also dreimal die Woche brauche ich den Sport mindestens. Das sind dann auch entsprechende Entfernungen oder auch, sage ich mal, eine Stunde, eine Stunde 20 ist dann jede Session auch, um, um, um, um der Körper, ja, der Körper benötigt das bei mir. Und das ist vor allem auch für die Birne so wichtig, weil ich reise auch wahnsinnig viel und esse und trinke auch sehr gerne auch in Gesellschaft mit den entsprechenden Leuten. Und im Winter ist es Skifahren. Ja, im Winter ist es Skifahren. Da versuche ich mindestens 20 Tage im Jahr auf den Brettern zu stehen. Ja, also das ist so mein—

  93. 1:01:41
    Ronald M. Arndt

    Danke, dass wir auch da noch mal einen Einblick bekommen haben. Auch da vorbildlich, oder einfach mal, was heißt vorbildlich, aber eine gewisse Inspiration. War mir eine große Freude. Ich würde sagen, lass dich wieder an die Arbeit. Danke für den Zwischenstand. Es wird nur ein Zwischenstand sein. Viel wurde umgedreht und angestoßen, sage ich mal. Und umso mehr freuen wir uns einfach dann auf 2024 und dass ihr mit dem, was ihr angepackt habt, dann auch einfach glücklich und erfolgreich werdet. Und ich nehme es mal raus, mich für dann Ende nächsten Jahres wieder anzumelden für ein kleines Update.

  94. 1:02:17
    Arno Schwalie

    Sehr gerne, du bist hier immer willkommen. Vielen Dank, dass es geklappt hat. Das war jetzt glaube ich der zweite oder dritte Anlauf. Wir haben es jetzt, wir haben es geschafft.

  95. 1:02:26
    Ronald M. Arndt

    Und wir wollen die Deutsche Bahn nicht, haben wir vorher gesagt, nein, nein, nein, wir wollen niemanden diskreditieren. Doch beim letzten Termin falsch dran schuld.

  96. 1:02:34
    Arno Schwalie

    Wir wollen niemanden diskreditieren.

  97. 1:02:36
    Ronald M. Arndt

    Wir arbeiten mit dem, was uns vorliegt. Vorliegt. Ganz genau.

  98. 1:02:39
    Arno Schwalie

    Also vielen Dank, hat echt sau viel Spaß gemacht und jederzeit wieder gerne. Ich stehe dir jederzeit zur Verfügung.

  99. 1:02:45
    Ronald M. Arndt

    Danke, Arno.

  100. 1:02:45
    Arno Schwalie

    Dankeschön.

  101. 1:02:46
    Ronald M. Arndt

    Alles Gute, bis dann. Ciao.