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Germany · Episode #95 · 16.11.2023 · 46 Min

Das große "The Chocolate on the Pillow Group" Update 2023

Erik FlorvaagThe Chocolate on the Pillow Group
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Aufgenommen: Zentrale The Chocolate on the Pillow Group, Köln

Standbild aus der Episode mit Erik Florvaag Germany46 Min

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„Aber das wird jetzt ein brutaler Bereinigungsprozess sein im Markt.“

Erik Florvaag, 41:07

Erik Florvaag, als CEO bei der The Chocolate on the Pillow Group, erklärt Ronald M. Arndt, wie aus einer Befragung aller Mitarbeiter und Workshops mit rund 20 Leuten der neue Markenname und der Slogan Magie der kleinen Dinge entstanden sind. Er spricht über den Check-in-Avatar Fritz, die drei Franchise-Säulen IHG, Marriott und Accor, das erste Tribe in Deutschland in Baden-Baden und das Hoxton für Hamburg. Für den Markt erwartet er einen brutalen Bereinigungsprozess, die Hotellerie als Assetklasse sieht er besser dastehen als andere Nutzungsarten.

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Kernaussagen

  1. Marke aus Mitarbeiterbefragung: Alle Mitarbeiter des Unternehmens mit über 700 Beschäftigten wurden befragt, dazu externe Partner. Markenkern und Name entstanden in Workshops mit um die 20 Mitarbeitern, die sich zur Verschwiegenheit verpflichteten.
  2. Fritz checkt ein: Ein Avatar namens Fritz übernimmt den Check-in, weil Florvaag die üblichen Kiosk-Systeme für zu nüchtern hält. Die Lösung soll so gut es geht in alle Hotels kommen, denn die Marken-Apps erreichen nur einen Teil der Gäste.
  3. Drei Franchise-Säulen: Die Gruppe konzentriert sich auf IHG, Marriott und Accor, wobei Accor der größte Teil ist. In Baden-Baden eröffnet das erste Tribe in Deutschland, für Hamburg ist ein Hoxton geplant.
  4. Wachstum ohne Zielzahl: Florvaag nennt bewusst keine Zielzahl von 100 bis 400 Häusern. Er will Projekte, die in die Struktur passen und bei denen die Gruppe in der Wertschöpfungskette von Planung bis Betrieb Mehrwert liefert.
  5. Markt in der Bereinigung: Zinsumfeld und hohe Baukosten bremsen die Projektentwicklung, die Auslastung liegt noch unter Vor-Covid-Level. Florvaag rechnet mit einem harten Bereinigungsprozess und einem Einpendeln ab '25.
Shownotes zur Episodeaus dem Podcast-Feed

Erik Florvaag und die The Chocolate on the Pillow Group entdecken seit diesem Jahr die Magie der kleinen Dinge.

Was steckt dahinter und wie bereitet man Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf eine solch grundlegende Transformation vor?

In der Kölner Zentrale ist man bereits weit gekommen. Schließlich treffen Gäste hier nicht nur auf den neuesten Teamzuwachs namens Fritz, sondern nehmen die neue Marke umgehend war.

Der seit 2020 tätige CEO setzt dabei stets auf hanseatische Kaufmannstugenden, hat aber auch sichtlich Spaß daran, neue Dinge auszuprobieren.

Welche Projekte stehen als Nächstes an und was kann er über die bisherige Zusammenarbeit mit Ennismore berichten?

Die Branche sieht er in einem brutalen Bereinigungsprozess, die Asset-Klasse der Hotellerie allgemein im Aufwind.

HOTEL-PODCAST.COM und seine offiziellen Partner J.J. Darboven und DAZN wünschen für den weiteren Weg alles erdenklich Gute!

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Transkript

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Automatisch transkribiert mit AssemblyAI, Sprecher automatisch zugeordnet. Nicht redigiert.

  1. 00:07
    Ronald M. Arndt

    Erik Florvaag, herzlich willkommen im Hotel-Podcast. Freue mich.

  2. 00:11
    Erik Florvaag

    Schön, dass du da bist, Ronald.

  3. 00:12
    Ronald M. Arndt

    Freut mich sehr. Weißt du eigentlich, dass an mir so ein alter Schokoladenmacher verloren gegangen ist? Bis vor wenigen Minuten wusste ich es nicht, aber die Geschichte dauert sogar mehr als 8 Jahre. Ich habe anderthalb, 8 Jahre Pralinen gemacht. Also mit Geschäftspartnern natürlich zusammen. Und der Ur-Uropa war früher mal der königliche Hoflieferant von Württemberg. Also in mir steckt auf jeden Fall eine Menge Schokolade.

  4. 00:35
    Erik Florvaag

    Das ist super und passt ja sehr gut dann auch zu uns. Und insofern sollte dir auch unser Name hoffentlich gut gefallen.

  5. 00:43
    Ronald M. Arndt

    Ihr seid ja erst vor kurzem damit raus. Ihr habt eine neue Marke geschaffen, The Chocolate on the Pillow Group. Herzlichen Glückwunsch! Finde ich was, was einfach einen erstmal flasht und umhaut und anders ist. Ja, kommt man nicht dran vorbei.

  6. 01:00
    Erik Florvaag

    Absolut. Das war auch—

  7. 01:01
    Ronald M. Arndt

    oder hast du schon genug von der Schokolade?

  8. 01:02
    Erik Florvaag

    Nee, absolut. Ich meine, Schokolade gibt's ja, wie du am besten beurteilen kannst, in allen Facetten und Variationen. Insofern, nein, sind wir auch schon ja froh und stolz auf, auf das, was wir jetzt geschaffen haben. Wir stehen da natürlich auch noch am, am Anfang, aber die Intention dahinter war auch, etwas zu schaffen, was besonders ist, was anders ist und was vielleicht nicht im Moment im Markt so, so, so da ist, und denke, dass wir das sehr gut geschafft haben.

  9. 01:30
    Ronald M. Arndt

    Da habt ihr auf jeden Fall so die üblichen Pfade mit verlassen, ja, und das ist ja meistens ein ganz guter, ganz guter Hinweis, sage ich mal, eine ganz gute Idee, ne?

  10. 01:38
    Erik Florvaag

    Absolut, die Dinge anders zu machen, genau, anders zu machen oder einfach mal neue Wege zu entdecken. Ich glaube, das ist auch der Anspruch, den wir hier bei uns haben, auch, auch versuchen, die Dinge auch mit einer gewissen Qualität zu tun. Ich glaube, Die Geste, die ja hinter dem Namen steckt, steht ja auch dafür. Und das ist schon hier der Anspruch, den wir haben. Und man muss vielleicht nicht immer alles anders machen. Vielleicht kann man auch bestehende Dinge einfach noch mal ein Stück weit besser machen und aber trotzdem offen zu sein, auch andere Wege zu gehen. Und ich glaube, dass ja, dafür steht der Name ganz, ganz gut.

  11. 02:13
    Ronald M. Arndt

    Und das Schöne ist ja, dass man zum Leitgedanken, Leitmotiv eigentlich Ja, da kann man eigentlich in allen Bereichen eines Unternehmens, ja, ich glaube, dass das Dinge noch mal anders und besser machen.

  12. 02:24
    Erik Florvaag

    Das Storytelling dahinter ist, ist ja schier grenzenlos. Also man kann ja sehr, sehr, sehr, sehr viel daraus machen. Man kann Geschichten erzählen, man kann— letztlich geht es, geht es wirklich um, um die Schokolade, oder es geht ja vielmehr um die Geste. Wir sagen auch, der, der Slogan dahinter, die Magie der kleinen Dinge, das ist das, was wir ein bisschen wieder in den Vordergrund stellen wollen. Und das ist ja nicht unbedingt nur der Betthupferl auf dem Kissen, sondern vieles, vieles andere. Und das, glaube ich, ist eigentlich nur ein Synonym für vieles, vieles mehr. Und das wollen wir damit eigentlich zum Ausdruck bringen.

  13. 03:00
    Ronald M. Arndt

    Wie lange vor der Öffentlichkeit haben die Mitarbeiter, sage ich mal, davon erfahren?

  14. 03:06
    Erik Florvaag

    Unterschiedlich. Also der Prozess war schon so, dass wir alle Mitarbeiter eingeladen haben, daran teilzuhaben, und alle Mitarbeiter wurden befragt. Wir haben das dann natürlich, ich meine, wir haben jetzt über 700 Mitarbeiter im Unternehmen, mussten das natürlich ein Stück weit abschichten und haben auch Externe befragt, die mit uns auch viel zu tun haben, Positive wie vielleicht auch eher Kritischere, und haben dann aber in einer etwas kleineren Runde, das waren um die 20 Mitarbeiter, haben wir Workshops gemacht, wo auch so der Markenkern, Markenarchitektur, also es ist ja auch nicht nur einfach der Platte Name erarbeitet wurden. Und da war das schon ein sehr enger Kreis. Und dieser enge Kreis, wie gesagt, um die 20 Personen, wussten den Namen seit— jetzt muss ich überlegen— es war Mitte Dezember, 14. oder 15. Dezember rum. Haben uns auch alle zur Verschwiegenheit da verschrieben. Und das hat auch, muss ich sagen, geklappt. Ich hatte größte Bedenken, dass das nicht klappt. Und dann im Endeffekt, der Launch ging dann an alle Mitarbeiter, einen Tag, bevor es dann auch die Öffentlichkeit erfahren hat. Das war dann im Mai kurz vorm IGF in Berlin.

  15. 04:21
    Ronald M. Arndt

    Ja, richtig, genau, das war so der Zeitpunkt, genau, wo ich ja auch vor Ort war. Also das Thema Schokolade, war das schon vielleicht länger im Hinterkopf, unabhängig vom Namen, dass man damit was machen kann?

  16. 04:37
    Erik Florvaag

    Überhaupt nicht.

  17. 04:37
    Ronald M. Arndt

    Überhaupt nicht?

  18. 04:38
    Erik Florvaag

    Überhaupt nicht.

  19. 04:38
    Ronald M. Arndt

    Also das ist am Ende die Magie der kleinen Dinge, das ist die Geste der Schokolade.

  20. 04:42
    Erik Florvaag

    Ja, also der Prozess war schon so, also das fing dann an, dass man erstmal natürlich das Unternehmen vorstellt, die Vision, wie sieht das Unternehmen aus, wie sind wir strukturiert, was ist vielleicht auch der Background des Unternehmens, wer ist Eigentümer des Unternehmens. Das hat auch natürlich eine große Rolle gespielt. Und am Ende ging es darum, dass wir für uns Werte definiert haben. Ich glaube, dass wir auch geschaut haben, wofür, für wen und wofür machen wir das überhaupt? Ich glaube, das war auch ganz wichtig. Da, da haben wir jetzt die wesentlichen Stakeholder oder Empfänger sind externe Partner, sei es Zulieferer, Investoren, was auch immer. Aber der, der wesentliche Part war natürlich auch der Mitarbeiter. Und das, also das zu definieren und aus dieser Wertefindung und dieser Vision, will ich jetzt mal sagen, die wir fürs Unternehmen irgendwo erarbeitet haben, ist das dann entstanden. Also es stand nicht irgendwie im Vordergrund, dass wir irgendwie eine, eine Geste oder so. Also es kam sehr schnell raus, dass wir— ich habe immer wieder das Wort Handschlagsmentalität fallen lassen.

  21. 05:43
    Ronald M. Arndt

    Und so ein bisschen, weil du deinen Hintergrund, also das ist ja Handschlagsmentalität, ist was aus dem hanseatischen Raum kommend, so ein bisschen, ist richtig.

  22. 05:51
    Erik Florvaag

    Ich selber bin kein Hanseat, schätze aber die hanseatischen Tugenden sehr. Jetzt könnte ich sagen, dass das vielleicht einer der Gesellschafter, Kurt Zech, glaube ich, ein sehr, sehr bekannter, ein Bremer, ein Hanseat ist, und aber keine Schokolade produziert, sondern viel mit Stein und Kohle zu tun hat. Ja, ja, genau, genau. Obwohl, ihm würde ich auch zutrauen, dass er vielleicht noch irgendwo Schokolade produziert, ohne dass ich es wahrscheinlich weiß, weil er ja sehr umtriebig ist. Aber nein, Spaß beiseite. Also ich glaube, diese, diese Tugenden des hanseatischen Kaufmanns, das hört sich jetzt sehr oldschool und langweilig an, sind aber etwas sehr Tolles, glaube ich. Und, oder was, das glaube ich, bin ich absolut von überzeugt. Und diese Kultur und diese Werte wollten wir hier reinbringen und hatte das auch schon mal an anderer Stelle auch in der Öffentlichkeit mal gesagt, dass das mein Eindruck war, dass diese Tugenden und Werte gehen immer mehr verloren in der heutigen Zeit, was ich persönlich sehr, sehr schade finde. Ich bin jetzt auch, würde mich auch immer noch zu einem jüngeren Jahrgang zählen und finde eigentlich, dass man da auch schon so drauf wieder achten sollte. Und gerade dieser Handschlag, wenn wir sagen, wir machen das jetzt so einem Geschäftspartner gegenüber, dann machen wir das auch so und wollen uns da gar nicht so sehr hinter Gremien verstecken und dergleichen, was immer wieder vorkommt. Und das war einer der Punkte, die mir sehr, sehr wichtig waren, dass man diese menschliche Nähe— ich stehe zu meinem Wort— auch so eine gewisse Persönlichkeit dahinter, dieser persönliche Spirit. Und das waren so die, ich sage mal, die Werte: Vertrauen, Handschlagsmentalität, Hanseatisch. Das waren so einige, der auch oft genannt, auch von vielen, vielen Mitarbeitern, was ich sehr schön fand, dass auch die Mitarbeiter auch in den Hotels, also es waren jetzt nicht nur die Mitarbeiter in der Zentrale, die das irgendwie so gesagt haben, sondern eigentlich alle, und das ganze Unternehmen, war das eigentlich schon die Dinge, so, so Werte, die genannt wurden. Handschlag, also Handschlagsmentalität, auch Hands-on-Mentalität und, und bisschen Macher. Und, und das ist eigentlich, dann waren so die, die Wörter, die dann immer wieder in dem Kontext gefallen sind und woraus das dann entstanden ist.

  23. 07:59
    Ronald M. Arndt

    Mhm, im 1:1-Verhältnis, sage ich mal, da sehe ich die Handschlagsmentalität noch oft. Aber das Gefühl ist halt, dass halt in, bei anderen Dingen viele Leute einfach mittlerweile involviert sind und da die Möglichkeit der Verbindlichkeit zwischen zwei Menschen halt gar nicht mehr so möglich ist, ne. Liegt's daran, oder ist es gesellschaftlich irgendwie?

  24. 08:19
    Erik Florvaag

    Ich glaube, es ist beides, ja. Die Dinge werden immer komplexer, komplizierter, also es reden immer mehr Leute mit, und, und das ist irgendwo, ich sag mal, dem muss man sich auch natürlich stellen. Aber am Ende ist es vielleicht auch die Verantwortung und die Aufgabe des Managements, dafür Sorge zu tragen, dass man diese Kultur immer noch, noch da reinkriegt. Und ich glaube, das macht am Ende agile Führung, so unter das würde ich das subsumieren, dann aus. Ja, ich glaube, man muss Menschen dahin auch, ich sag mal so, befähigen, dass sie das auch, dass man ihnen auch, ich sag mal, den Rahmen absteckt, in dem sie agieren können, und dass man auch den Leuten Vertrauen gibt. Genau, und das ist am Ende, glaube ich, die Verantwortung, die man als Führungskraft dann am Ende hat.

  25. 09:04
    Ronald M. Arndt

    30 Jahre ist ja das Unternehmen so. Sage ich mal, schon, glaube, 1994 gab es so die ersten. Ich habe den Zeitstrahl irgendwo gesehen und ich meine, er reichte zurück bis 1994. In der Zeit hat sich natürlich viel getan. Die Aktivität, wie kann man die beschreiben? Als Multi-Brand-Operator oder wie würdest du jetzt sagen?

  26. 09:25
    Erik Florvaag

    Ja, also die Geschichte, die ursprüngliche Geschichte der GoHotel, so muss man ja zurückgehen, war, dass das Unternehmen Betreiber von Deutsche Post Wohnheim war. Also es war eine Beteiligung der Deutschen Post. Und wurde dann 2000, weit vor meiner Zeit, 2005, 2006 verkauft an einen Private-Equity-Investor, der daraus dann die Gotheller, da ist auch der Name dann irgendwann entstanden, dann erworben hat, das Unternehmen entwickelt hat. Und dann wurde erstmal geschaut, okay, welche, welche Häuser eignen sich überhaupt als Hotel. Das waren dann am Ende, sind das heute noch 2 Häuser bei uns, die diese Historie haben. Also es ist wirklich auch nicht mehr, nicht mehr viel darf. Also ich würde sagen, wir haben nichts mehr mit der Deutschen Post zu tun an, an, an der Stelle. Und das Unternehmen hat sich dann ja weiterentwickelt, zunächst als mit einer Eigenmarke, und wurde dann 2000— also wir haben es ja übernommen zum März 2020 und seitens Gesellschafter Artemis Real Estate. Und dann hat sich eigentlich erst dieses ganze Franchisethema, Multibrand, so entwickelt. Und bei Wir haben jetzt seit 3 Jahren sehr viel an Strukturen, Prozessen gearbeitet und das Unternehmen jetzt so langsam— also man ist nie fertig und man hat immer—

  27. 10:43
    Ronald M. Arndt

    geht gerade erst los, ne?

  28. 10:44
    Erik Florvaag

    Genau, eigentlich geht's gerade erst los. Und aber wir haben die letzten 3 Jahre neben der Bewältigung der Pandemie, so würde ich es jetzt mal nennen, und sehr, sehr vielen Openings— also wir haben 10 Häuser in den letzten, in dieser Zeit auch eröffnet. Und übernommen, teilweise auch Häuser, die vielleicht nicht mehr ins Portfolio passen, auch, auch abgegeben. Also da gehen wir auch sehr stringent vor, dass wir sagen, okay, was passt, was passt nicht. Und, und da muss man auch gucken, wo, wo allokiert man seine Kapazitäten rein. Und ja, das ist jetzt die Reise, die wir jetzt gerade seit 3 Jahren sehr, sehr intensiv machen. Großes Thema, was jetzt auch natürlich vor uns steht, ist noch ganze Digitalisierung, IT. Also wir wollen da in die Prozesse noch tiefer, noch tiefer reingehen. Aber haben wir da auch schon in den letzten 3 Jahren sehr viel, sehr viel erreicht.

  29. 11:29
    Ronald M. Arndt

    Da ist halt der Fritz zu nennen, ja, das war jetzt sicherlich so euer—

  30. 11:33
    Erik Florvaag

    genau, der Fritz ist jetzt der, der jüngste Streich, der jüngste Streich, genau, dass wir da Hauptprojekt vielleicht für dieses Jahr, ja, also schon auf jeden Fall, also nach außen hin definitiv eins der, der, der, der größten Projekte, auch durch einen netten Zufall entstandene Idee, also vielleicht auch eine verrückte Idee gehabt, und bislang das Feedback war auch überraschend, überraschend überraschend gut und freuen uns, dass der Fritz, ein Avatar, der die Gäste jetzt eincheckt, da diesen vermeintlich langweiligen Check-in-Prozess— und das waren so bislang die Systeme, die es so in dem Bereich des Kiosk-Check-ins oder digitalen Check-ins gab, doch sehr, sehr nüchtern, langweilig sind und eigentlich diese Experience ein bisschen kaputt machen. Ist jetzt vielleicht ein bisschen zu viel gesprochen, aber Das wollten wir irgendwie ein bisschen amüsanter machen, auflockern. Und da ist Fritz. Ich weiß nicht, ob du ihn am Eingang hier entdeckt hast.

  31. 12:30
    Ronald M. Arndt

    Schon Hallo gesagt.

  32. 12:31
    Erik Florvaag

    Hatte ich schon Hallo gesagt? Das schon ein wenig zuverlässiger Mann.

  33. 12:34
    Ronald M. Arndt

    Auf jeden Fall.

  34. 12:35
    Erik Florvaag

    Ja, absolut. Ich glaube, der wird keiner Gewerkschaft beitreten und wird nie krank. Und nein, aber er ist glaube ich schon etwas, was die Experience einfach ein bisschen besser macht. Und auch da sind wir am Anfang und die Möglichkeiten, die man mit Fritz und dieser Plattform hat, sind wirklich riesig groß. Wir haben da viele, viele Ideen und wollen das dann auch sukzessive jetzt weiterentwickeln.

  35. 12:58
    Ronald M. Arndt

    Okay, jetzt haben wir schon gut angefangen, so ein bisschen euren Hintergrund zu entflechten. Zech haben wir genannt, Artinvest, das war dein Background, bevor du dann hier eben 2020 als CEO durchgestartet bist und jetzt erst richtig noch mal durchstartest. Ihr seid, wie viele Marken habt ihr? Also du hast gesagt, Gothell, ja, das ist die Eigenmarke, und dann habt ihr natürlich doch ein paar Marken im Franchise, ne?

  36. 13:24
    Erik Florvaag

    Genau, also wir haben, wir konzentrieren uns auf, auf 3 Säulen im Franchise. Das ist IHG, Marriott und Accor. Mhm. Accor ist aktuell der größte, der größte Teil. Haben in diesen aktuell in den Marken, bei IHG ist es Holiday Inn Express und Holiday Inn, bei Marriott sind aktuell, ist es aktuell Moxy als Marke, und bei Accor haben wir die komplette Ibis-Familie, Novotel. Wir werden jetzt das erste Tribe in Deutschland in Baden-Baden eröffnen im Oktober.

  37. 13:56
    Ronald M. Arndt

    Und war ich kürzlich erst bei eurem Nachbar, genau, beim Rumors war ich. Rumors, genau, genau, habe schon Bilder gesehen noch.

  38. 14:04
    Erik Florvaag

    Genau, das wird glaube ich ein schönes, schönes Produkt und da freuen wir uns auch sehr drauf. Und dann haben wir ein, werden wir Hoxton nach Hamburg bringen, was ja auch noch dann mehr oder weniger zu Accor gehört, bzw. Endesmore.

  39. 14:17
    Ronald M. Arndt

    Ja.

  40. 14:18
    Erik Florvaag

    Und das ist schon im Moment das Setting, in dem wir uns tummeln. Ich sage immer so, ja, man hat, wir haben Zugriff auf 100 Marken. Ob man das dann am Ende alle Marken braucht, sei mal dahingestellt. Aber ich denke, in diesem, in dem Segment, in dem wir uns bewegen, fühlen wir uns damit jetzt auch ganz wohl.

  41. 14:34
    Ronald M. Arndt

    Aber es ist auch Pionierarbeit mit Tribe.

  42. 14:37
    Erik Florvaag

    Absolut. Also wir sind ja der erste Site-Hogsten. Genau, das war das Hogsten, hatten wir schon angefangen zu verhandeln. Da war Endlessmore noch gar nicht so richtig bei Accor und das war auch in einer ganz spannenden Phase und auch noch ein bisschen Druck im Projekt. Und wir sind offen für Neues. Ich glaube, das ist auch die, die entspricht auch der DNA, die, die von der Artenwest irgendwo kommt und die ich natürlich auch aufgesaugt habe und versuche auch hier irgendwie zu weiterzuleben. Und wir haben damals das erste Ruby in Deutschland gemacht auf Seiten der Artenwest und waren damals auch immer auch im institutionellen Fondsgeschäft da auch, glaube ich, sehr innovativ, haben auch sehr opportunistische Projekte gemacht, was bei institutionellen Investoren auch nicht damals, nicht noch überhaupt nicht en vogue war, und haben da relativ viel Pionierarbeit gemacht und machen das jetzt hier weiter. Ja, das ist eigentlich so, macht ja auch Spaß, neue Dinge auszuprobieren, und ja, sind da eigentlich auch guter Dinge und dann auch überzeugt, dass das an den jeweiligen Standorten jetzt, wenn ich jetzt mal Hoxton Hamburg und Triebheim Baden nenne, waren wir auch von dem Setting überzeugt und sehen da auch das Risiko überschaubar ein.

  43. 15:45
    Ronald M. Arndt

    Sag mal ein bisschen was zu Tribe, zur Marke. Was erwartet uns da in Baden-Baden für ein Produkt?

  44. 15:51
    Erik Florvaag

    Was erwartet uns für ein Produkt? Auf jeden Fall ein lifestyleigeres Produkt, ein sehr individuelles Produkt. Das ist jetzt nicht irgendwie standardisiert, sondern hat einen hohen Designanspruch, die Zimmer qualitativ sehr hochwertig gemacht. Vielleicht natürlich von der Größe der Zimmer her ist es eher effizient. Also insofern ist das schon, man kann es jetzt nicht in Sterne, also man kann diese Marken nicht mehr in Sterne clustern. Ich glaube, das ist klar. Ich sage immer, es ist von der Positionierung her, wenn man sich jetzt mal den Hotelmarkt Baden-Baden anschaut, ist es das erste Haus, was über die Accor-Distribution läuft. Ich glaube, das ist ein großer Vorteil und hat uns auch dann dazu bewogen, die Marke dort zu platzieren.

  45. 16:34
    Ronald M. Arndt

    Freut sich auch Accor, so gesehen.

  46. 16:36
    Erik Florvaag

    Absolut, ja, absolut. Und jetzt von, wenn man sich den lokalen Hotelmarkt anschaut, ist es glaube ich eine Positionierung, dass eben das Rumors, was ja Autograph Collection ist, erwähnt, was ja auch eher live für den, doch wenn ich das sagen darf, mondänen Markt in Baden-Baden ja schon ein sehr lifestyleiges Upscale-Produkt ist, positionieren wir uns schon deutlich darunter, haben aber auch ein hochwertiges Zimmerprodukt, so dass wir uns schon auch jetzt über vielleicht einem Holiday Inn Express, was noch da ist und so, da auch schon deutlich drüber positionieren werden, obgleich die Zimmer vielleicht nicht viel größer sind. Und deswegen glaube ich auch, dass wir da jetzt eine Nische bespielen werden, die, die im Moment noch nicht vorhanden ist. Also schon eher Lifestyle, aber affordable Lifestyle. Und deswegen sind wir da sehr zuversichtlich, dass das sehr gut funktionieren wird.

  47. 17:25
    Ronald M. Arndt

    Okay, nee, also scheint gut reinzupassen in den Markt. Freue ich mich drauf.

  48. 17:29
    Erik Florvaag

    Bist herzlich eingeladen.

  49. 17:30
    Ronald M. Arndt

    Ja, gerne. Werden ein bisschen porträtieren über den Hotel-Podcast. Ist auch mal eine eine Idee, nicht, gar nicht so weit von Stuttgart auch zu erreichen. Kommen wir noch mal kurz auf wieder eure neue Brand, The Chocolate on the Pillow, zu sprechen. Wir haben gerade schon bisschen auf die Auswirkungen, sind wir zur Sprache gekommen, Mitarbeiter, ja. Wie sind die Auswirkungen auf die Partner? Du hast es erwähnt, du hast es anklingen lassen. Spürt man da sofort einen Effekt? Was Was ist euer Ziel über Partner? Ihr müsst ja an Investoren rankommen, ihr müsst an Objekte rankommen. Hat man da sofort irgendwie eine andere Awareness noch mal? Hilft in allen Bereichen eigentlich, ne, so ein Schritt.

  50. 18:17
    Erik Florvaag

    Also man hat schon eine höhere Awareness, das, das muss ich an der Stelle schon sagen.

  51. 18:21
    Ronald M. Arndt

    Was auch, arbeitet doch hier Mensch mit Mensch, ne?

  52. 18:23
    Erik Florvaag

    Und ja, absolut. Ich, ich glaube, viele Ich meine, die deutsche Hotel-Community oder insbesondere die jetzt mal Investment-Community gesprochen, sind, ich würde mal sagen, zwischen 100 und 200 Personen. Da kennt natürlich jeder jeden und es ist ja immer so, ich sage mal manchmal so, das große Klassentreffen, wenn man dann auf den Veranstaltungen ist. Und was auch sehr schön ist, was auch absolut für die Branche spricht, dass man auch so ein, ja, irgendwie so ein gutes Miteinander hat. Und das ist natürlich, jeder hat das schon irgendwie sehr positiv wahrgenommen und Es war natürlich so dieses Thema GoHotel Group, die, wie das Unternehmen ja vorher hatte, halt nicht diese Awareness. Und viele haben das dann nicht verstanden. Es war dann oft so, ja, wie wird es denn überhaupt ausgesprochen und wofür steht ihr denn? Und ach ja, ihr macht jetzt Franchise. Okay, ja, wusste ich ja gar nicht so. Und das waren ja auch diese in den ersten anderthalb Jahren, 2 Jahre war das ja schon auch so, was man gespürt hat. Das ist dieser, es ist eigentlich dieser strategische Fit passt nicht so hundertprozentig. Und deswegen würde ich sagen, jetzt ist schon die Awareness da. Ich glaube, die Marktteilnehmer, die uns kennen und so ein bisschen die Story auch dahinter kennen, können das glaube ich sehr gut jetzt einordnen und sagen auch, dass das passt. Ich meine, jeder schmunzelt über den Namen, aber im positiven Sinne. Es ist ja positiv belegt und insofern ist das, ist es glaube ich sehr positiv angekommen oder zumindest bei mir sehr positiv angekommen und was auch schön ist. Und gegenüber den Mitarbeitern, ich glaube, das ist ein großes Thema, sind wir, ist die Aufgabe wesentlich größer. Und das muss man auch schon sagen, weil man natürlich im, jetzt gegenüber den Partnern und Investmentmarkt ist es natürlich so, dass man irgendwie, da hat man direkt diesen, ich nenn es mal diesen B2B-Weg.

  53. 20:08
    Ronald M. Arndt

    Ja.

  54. 20:09
    Erik Florvaag

    Und bei den Mitarbeitern ist es natürlich eher so, da muss man auch ein Stück weit differenzieren, dass man einmal sagt, die Mitarbeiter, die vielleicht in Zentralfunktionen sind, Da geht das deutlich schneller und deutlich leichter. Und wir sind dann ja auch zeitgleich hier in unsere neuen Räumlichkeiten umgezogen. Man hat direkt hier die Farben der neuen Marke auch in den Räumen integriert. Und das war natürlich dann, das war wirklich zeitlich 2 Wochen, also eigentlich bekannt werden und Umzug. Also es war auch schon alles irgendwie so eingetaktet und da war das, ging das jetzt relativ gut. Ja, das muss man schon sagen. Und dann am Ende in den Hotels hat man ja schon das Thema, dass man mit den Marken Also wir haben auch die Erlebnisse gehabt, dass Mitarbeiter in Hotels sich für Stellen in der Zentrale beworben hatten, wussten gar nicht, dass sie für dieses Unternehmen arbeiten. Also ich glaube, das Problem haben viele, viele der White-Label- und Multi-Brand-Operator, und das ist natürlich ein dickes Brett, was wir da—

  55. 21:05
    Ronald M. Arndt

    Schier unlösbar, ne? So ein bisschen.

  56. 21:07
    Erik Florvaag

    Es ist eine große Aufgabe, aber wir haben da jetzt auch schon einen ganz klaren Fahrplan, wie wir das auch aufbrechen wollen. Wir sind in der Planung, eigene Mitarbeiter-Corners in den Hotels zu machen. Wir werden auch in allen unseren Hotels ein Operated by oder Member of the Chocolate on the Pillow Group und wollen das natürlich auch. Die Schokolade gehört dann natürlich auch irgendwo aufs Kopfkissen.

  57. 21:32
    Ronald M. Arndt

    Also könnt ihr die Schokolade überall aufs Bett legen?

  58. 21:35
    Erik Florvaag

    Ja, da sind wir gerade in der Konzeption, Planung. Genau, also das gehört ja dann auch irgendwo dazu. Das ist ja das Mindeste. Das, also wir sind dabei, die Mitarbeiter auch über Kommunikationsplattformen da auch wirklich, dass man eine eigene Identität aufbaut, weil das ist, glaube ich, auch da drückt der Schuh, ja, gerade in diesen Mitarbeiterfindungsthemen. Und da sind wir auch, muss man auch sagen, jetzt am Anfang, und das wird jetzt sukzessive gehen, sukzessive vorangehen. Und da arbeiten wir dran mit unterschiedlichen Konzepten, aber die Liste der Themen, und Ideen, die wir da haben, und der Ansätze, die ist sehr lang. Und das wird jetzt in den nächsten Monaten, Jahren wird das immer weiter ausgerollt werden und sind da aber guter Dinge, dass wir jetzt so eine starke Marke oben haben, dass das die Mitarbeiter auch am Ende sehen.

  59. 22:23
    Ronald M. Arndt

    Ihr habt eine extrem tiefe Wertschöpfung von der Planung, Bau, Inneneinrichtung bis zum Betrieb, sage ich mal, des Hotels. Wie viele von diesen Playern in dieser Kategorie gibt es eigentlich so in der DACH-Region? Sind es dann doch mehr, als man denkt, wenn man sich jetzt mit dem Thema gar nicht so beschäftigt? Oder sagst du, das ist eigentlich genau—

  60. 22:47
    Erik Florvaag

    ist schon ziemlich unik.

  61. 22:48
    Ronald M. Arndt

    Also unser Ding halt.

  62. 22:49
    Erik Florvaag

    Ich überlege gerade, also es gibt natürlich— muss es niemand nennen, aber bitte, muss es niemand nennen, aber nein, aber es gibt natürlich schon Marktteilnehmer, die einzelne Teile können. Und bespielen. Ich glaube aber, in der Variantenvielfalt und in diesen Möglichkeiten fällt mir keine ein spontan. Also das ist natürlich in diesem, in diesem Konstrukt mit Artenwest, Zech und so, also wüsste ich jetzt niemanden, der mir da spontan— nee, fällt mir keiner ein. Und das ist ja auch so, wie wir uns am Markt jetzt platzieren, dass wir am Ende ist vielleicht auch die Magie der kleinen Dinge, so kann man es dann vielleicht weiterspinnen, einem Investor zum Beispiel sagen, wir können tailor-made Lösungen anbieten. Ja, es gibt Investoren, die vielleicht nicht die Baukompetenz haben oder die Projektentwicklungskompetenz wie eine Artinvest, und wir können dann natürlich auch sagen, okay, sag mir lieber Investor, was du brauchst, wir können das dann entsprechend strukturieren, und wir haben Zugriff auf Innenarchitektur, auf Innenausbau. Das ist, also das ist am Ende so, wie, wie, wie braucht der Kunde es, ja. Und das ist so die Idee dahinter, dass wir, deswegen sagen wir auch nicht, wir wollen jetzt irgendwie, haben jetzt nicht Wachstumsziele 100, 200, 300, 400, wie, wie manch anderer das tut, sondern dass wir wirklich sagen, okay, wir wollen Projekte, die Sinn machen für uns und wo wir einfach auch Mehrwert in dieser Wertschöpfungskette liefern. Da sind wir stark drin, und das ist so, wie wir uns positionieren. Und, das Da fällt mir eigentlich so in der Form keiner ein.

  63. 24:23
    Ronald M. Arndt

    Ich glaube, du kamst vor 10 Jahren ungefähr als Investmentmanager zur Artinvest. Ging es da direkt um Hotels, oder? Ja, okay.

  64. 24:31
    Erik Florvaag

    Bei mir, also ich habe immer mit Hotels zu tun gehabt, primär auf der Eigentümerseite. Angefangen sehr, sehr viel Finanzierung, Finanzierungsthemen gemacht, und dann bei der Artinvest war es wirklich der Anfang. Es gab einen ersten Hotelfonds, wo Eigenkapital bei Institutionellen platziert war, im dreistelligen Millionenbereich. Also es war auch schon ein guter, guter Topf. Und dann war es wirklich dann der Start eigentlich des Hotelbereichs bei der, bei der Artinvest dann. Und dann was Ankauf, am Anfang hat man so irgendwie alles, alles gemacht, Finanzierung, Ankauf, Asset Management. Und dann natürlich mit dem wachsenden Portfolio war dann bei mir schon der Schwerpunkt immer mehr auf, auf den, auf den Ankaufsthemen. Und nachher auch dann, ich würde jetzt mal sagen, jetzt vielleicht bisschen zu hoch tragen, so Entwicklung neuer Geschäftsfelder, dieses Hotelbetriebsthema, dem habe ich mich dann auch sehr stark angenommen und bin dann ja am Ende dann auch jetzt hier, wo ich bin.

  65. 25:23
    Ronald M. Arndt

    Jetzt haben wir von Tribe, von Hoxton gesprochen, als neue Häuser, sage ich mal, die ihr eröffnet. Wie geht es mit GoHotel weiter? Gibt es da auch schon—

  66. 25:32
    Erik Florvaag

    Gibt viele Ideen.

  67. 25:33
    Ronald M. Arndt

    Ideen?

  68. 25:34
    Erik Florvaag

    Natürlich gibt es Ideen. Leider noch keine Idee wirklich spruchreif. Also es gibt unterschiedliche Ansätze. Ich meine, Fritz, Fritz, unser Check-in-Avatar, zeigt, zeigt, Fritz entscheidet, ja, Fritz entscheidet. Nein, wir stecken natürlich auch da Entwicklungskosten und sowas rein. Ich glaube, dass der Vorteil an, an dieser Eigenmarke ist, dass man das auch ein Stück weit als natürlich auch als, als Plattform sehen kann, um auch neue Dinge, neue Wege zu gehen. Und ich glaube, wenn man so viele Franchise-Partner auch hat wie wir, dass man den Franchise-Partnern auch zeigt, was ist möglich. Ich meine, wir können viel leichter und schneller entwickeln und Das ist ja auch unsere Idee, ist ja schon auch den Check-in als Beispiel auch in alle Hotels reinzubringen, so gut es geht.

  69. 26:20
    Ronald M. Arndt

    Ähnlich wie mit der Schokolade. Wenn ich erstmal die Schokolade auf dem Kissen habe bei Accor, dann vielleicht auch irgendwann den Platz.

  70. 26:26
    Erik Florvaag

    Genau. Ich glaube, ich hoffe, dass jetzt viele—

  71. 26:28
    Ronald M. Arndt

    Stelle ich mir nicht so einfach vor.

  72. 26:29
    Erik Florvaag

    Nee, einfach ist es nicht. Aber ich meine, wir stellen uns der Herausforderung und wir sehen dort einfach auch einen guten Türöffner für einen weiteren Geschäftszweig einfach. Ja, ich meine, es muss ein Mehrwert für alle Beteiligten da sein und ich glaube, dass wir da schon was Gutes kreiert haben in dem Bereich. Ich glaube, das ist halt wichtig, dass wir auch als Operator sagen, okay, ich nehme jetzt nicht den Katalog der Markenstandards und setze den um und lehne mich zurück, jetzt mal salopp formuliert, sondern dass wir auch wirklich sagen, okay, wo sind in den Konzepten Stärken, wo sind Schwächen, wie können wir es optimieren, warum geht die Marke jetzt so und so vor, wenn wir sagen, okay, das macht vielleicht mehr Sinn. Also da auch wieder das Beispiel des Check-ins. Die großen Marken wollen die Gäste über ihre Kundenbindungsprogramme, über die Apps, sei es jetzt Marriott Bonvoy, Accor All oder IHG Rewards, wollen die Gäste digital über ihre Apps reinkriegen. Sag ich als Franchisenehmer, ja, verstehe ich, hat auch seine Berechtigung, aber 90% meiner Gäste, also die Zahl ist jetzt ins Blaue mal reingesprochen, haben ja gar nicht diese App. Und damit kriege ich als Franchisenehmer ein Problem. Dann muss ich mit den Mitarbeitern, die ich sowieso nicht mehr habe, also nicht mehr kriege auf dem Markt, muss ich ja die anderen 90% dann irgendwie wieder analog einchecken. Das kann ja nicht der Weg der Digitalisierung sein an der Stelle. Und da versuchen wir jetzt mit guten Lösungen, ich sag mal, die Lösungen müssen gut sein, ansonsten kommt man auch nicht in so einen Zertifizierungsprozess rein, müssen wir auch die Wege finden, die uns auch in den Kosten, in den Themen, die wir haben, dann auch entlasten. Und das ist der Weg, den wir hier gehen. Und ich glaube, das spricht dann auch am Ende für eine operative Kompetenz oder vielleicht auch Exzellenz, dass man sagt, okay, wir gehen unseren eigenen Weg. Und dafür eignet sich natürlich so eine Marke, dass wir sagen, okay, wir testen Dinge, wir probieren Dinge, haben das auch schon, machen das auch schon in anderen Bereichen, ja, digitale Gäste mal per Upselling, was ist Revenue Management Tools, also die Liste CRM. Also da gibt's viele, viele Themen, an denen wir auch uns probieren und versuchen und dann auch sagen, okay, lass uns doch den Weg gehen. Und am Ende ist es schon die Vision bei uns, möglichst zu, so gut es geht, in diesem Korsett der Marken zu streamlinen, zu standardisieren und da auch eine eigene, eigentlich ein eigenes auch digitales Setup zu haben. Und deswegen, da eignet sich die Eigenmarke perfekt für, da auch selber seine, seinen Weg zu gehen. Ich meine, wir haben über StayCook eben mal kurz gesprochen. Ich meine, SV hat eine Eigenmarke auch kreiert, um das ja auch so ein Stück weit zu schaffen. Und da wird ja auch ein Beat Kuhn auch wissen, warum er das getan hat.

  73. 29:05
    Ronald M. Arndt

    Ja, dem ist so. Du hast glaube von 700 knapp Mitarbeitern gesprochen. Hier scheint sich ja, und es tut sich unheimlich viel, also eine Zentrale in Köln. Was habt ihr hier so ungefähr an Leuten vor Ort? Also der Zentrale zugewiesen sind immer so roundabout noch ein paar Büroflächen hin frei da gegenüber?

  74. 29:25
    Erik Florvaag

    Gerade noch Fenster, Fenster, haben die Kollegen von Artemis schon alles vermietet. Also da werden wir keinen Tisch mehr finden. Aber nein, wir haben hier noch, haben hier noch Platz. Und es ist so, dass wir haben rund 50 Mitarbeiter der Zentrale mal förmlich zugewiesen, ist aber so, dass ich würde jetzt sagen, dauerhaft hier in Köln ansässig sind 25 bis 30. Ich meine, das gesamte Operations-Team ist da mit drin, die auch on the road sind. Technik, Revenue Management sitzt auch nicht zentral hier bei uns in Köln, und deswegen ist das immer so hier dauerhaft 30. Aber es ist auch, der Trend wird dahingehen, noch weiter zu zentralisieren.

  75. 30:05
    Ronald M. Arndt

    Und zentralisieren, ja, absolut, absolut. Ja, du hast vorher gesagt, ihr habt mit Accor schon gesprochen, da gab es noch gar nicht irgendwie die Verbindung zu Ennismore. War das richtig? Weiß nicht, wie lange das her ist, da die Verbindung, das Joint Venture.

  76. 30:18
    Erik Florvaag

    Ja, also wir haben, wir hatten das Hamburger Projekt Projekt, stand irgendwann in der Presse, dass Accor bei NSM einsteigt. Und als ich das gelesen habe, gab es einen ganz schnellen Anruf beim damals Herrn Jannik Wagner, und noch ist jetzt mittlerweile ja nicht mehr im Development bei Accor, und sondern ist da ja gewechselt intern, und dem Timo Wilms. Und habe dann gesagt, ja, wir müssen dann Hoxton machen, das ist, und dann, ja, wir können noch gar nicht, das ist doch noch gar nicht vollzogen, und wir haben jetzt eh noch Cartel. Und ich sehe, ja, wir müssen da jetzt dran arbeiten. Und hatten dann eine Deadline. Und es war wirklich, glaube, das Closing, ich weiß nicht mehr ganz genau, es war glaube ich 2 Wochen vor unserer Unterschrift war erst das Closing, hatten aber parallel schon alles mit Ennismore im Hintergrund verhandelt. Das war auch schon ja eigentlich eine coole Sache, dass das, wie das dann funktioniert hat.

  77. 31:00
    Ronald M. Arndt

    Ich habe bislang noch keine Einblicke, tiefere Einblicke in Ennismore gehabt. Du kannst auch nicht alles verraten, aber was, was hat Ennismore Accor gebracht? So, was, was glaubst du, was ist, oder was sind das für, was sind das für Leute, sage ich mal? Wo unterscheiden die sich?

  78. 31:14
    Erik Florvaag

    Was ist Also ich glaube, das hat Accor extrem viel gebracht und fand, das war einer der besten Moves, die Accor in den letzten Jahren gemacht hat, dort einzusteigen. Accor hat so den Ruf, dass sie ja kein, dass sie eigentlich nur Ibis können, so ganz, ganz böse formuliert, was auch nicht stimmt an der Stelle. Aber ich glaube einfach, dass Accor mit Endesmore eine wirklich tolle Lifestyle-Kompetenz sich ins Haus geholt hat. Und wir merken das jetzt gerade auch in der Planung für Hamburg. Wir hatten allein diese Woche hatten wir hier nochmal Interior-Design-Termin und auch das ganze Thema F&B-Konzept, also mit diesem Carte-Blanche-F&B-Studio, was auch Endesmo hat. Das sind schon extremst gute Leute, die dort sind und da glaube ich auch die, die richtig guten Konzepte machen. Also wenn man sieht, wie die das, wie die da herangehen und wie das aufgesetzt ist, das wird Accor sehr, sehr viel bringen. Klar, jetzt 10 to 5 Hours noch mit dazu integriert, muss man in dem Kontext auch auf jeden Fall erwähnen. Das ist schon, glaube ich, ein sehr guter Move gewesen. Macht auch Spaß. Also ist halt, das war so ein bisschen die, die, es ist, macht doch einfach Spaß. Interessant, wie die, die Lifestyle, die Lifestyle-Hotellerie an diese Dinge herangeht und so. Das ist halt ein bisschen was anderes, als wenn man so Cookie-Cutting macht, und muss man sich manchmal auch einfach drauf einlassen. Ist auch nicht immer leicht, aber es macht sehr, sehr viel Spaß. Das ist toll zu sehen, wie sich so ein Projekt dann eigentlich von der Idee entwickelt über die ganzen Jahre. Eröffnung ist dann irgendwie '26 geplant, jetzt unterschrieben, ich glaube, vor nicht ganz 2 Jahren. Also es ist dann ja schon eine sehr lange Projektdauer und einfach schön zu sehen, wie das dann kommt.

  79. 32:55
    Ronald M. Arndt

    Gibt's so Standorte, Destinationen, wo ihr sagt, wir wollen da rein, wir wollen da präsent sein mit unseren verschiedenen Marken, aber woanders gar nicht? Gibt es so ein bisschen eine Stoßrichtung?

  80. 33:07
    Erik Florvaag

    Also die grundlegende Strategie ist Fokus auf DACH, also Deutschland, Österreich, Schweiz. Es gibt noch einige Standorte, die wir gerne bespielen wollen. Ich glaube, die, die, ich sage jetzt mal bewusst damals, die GoHotel hatte ein sehr gutes, also hat ein sehr, sehr gutes Portfolio in vielen starken Sekundär- und Tertiärstandorten. Also Würzburg, Koblenz, da sind wirklich auch sehr gute profitable Hotels durchaus dabei. Und jetzt seit der Übernahme und der weiteren Entwicklung haben wir das Portfolio jetzt schon auch Richtung, stärker Richtung A-Destinationen entwickelt. Wir haben jetzt hier nebenan unser, unser, eines von unseren 2 Moxie, dann ein weiteres Moxie hier auch in Köln am Airport, also A-Stadt Köln. Dann haben wir jetzt 3 Häuser In Düsseldorf. Wir haben jetzt letztes Jahr in München eröffnet, also da geht der Trend hin. Hoxton in Hamburg, dann fehlt natürlich noch Berlin auf der Landkarte, da würden wir gerne was machen und wollen aber immer es ausgewogen halten. Ich glaube, das ist auch ein Learning aus Covid und der Zeit, dass je heterogener das Portfolio ist und ausbalancierter, desto eher kann man auch mal die Saisonalitäten abfedern. Wir sehen jetzt aktuell, ich meine Baden-Baden ist jetzt auch, hatten wir gerade schon drüber gesprochen, ist ja auch eher ein leisure-getriebener Standort, der uns auch in einer vielleicht in der Sommersaison, wo die Business-Hotels eher schwächer sind, dann wiederum auch hilft. Und wir haben das Gleiche, wir haben ein Double Brand in Bayreuth und da sehen wir das auch. Bayreuth ist jetzt eher, ja, nicht, ich würde jetzt mal sagen, nicht der allerstärkste Hotelmarkt. Im Sommer durch Festspiele und so weiter läuft Bayreuth, also in diesen Sommersaisons hilft uns Bayreuth dann wiederum immens. Ja, ist dann in anderen Monaten wieder ein bisschen schwächer, da können aber dann die Messestandorte wieder, wieder das auch ein bisschen ausgleichen. So schauen wir schon. Wir haben schon auch ein Portfoliomanagement, wo wir genau schauen, okay, wie wollen wir weiter wachsen. Wir haben jetzt in Köln und Düsseldorf 2 oder 3 Häuser, Novotel, Ibis, Moxie, an Airports. Würden wir uns jetzt noch ein 300-, 400-Zimmer-Hotel an einem Airport reinlegen? Eher wahrscheinlich aktuell nicht. Ja, wenn wir das wieder ein bisschen anders allokieren, dann da kann man das wieder in Erwägung ziehen. Und so, ja, schauen wir schon Schritt für Schritt. Und wie gesagt, ich habe gesagt Schweiz. Ich meine, es gibt natürlich, was jetzt in dem Portfolio glaube ich noch fehlt und es glaube ich noch runder macht, sind wirklich Destinationen Zürich, Wien, Berlin. Das fehlt noch, da arbeiten wir dran. Und so wollen wir es dann ausbalancieren. Würden wir Resort-Hotels zum Beispiel machen? Aktuell, ich glaube, leisure-getriebene Standorte ja, wie jetzt in Baden-Baden. Reine Resort-Hotels für den Moment, eher schwieriger, ne? Muss wieder mehr, also auch eine Inhouse-Kompetenz aufbauen und so weiter.

  81. 35:54
    Ronald M. Arndt

    Ja, so ein Punkt jetzt, weil du, dein Hintergrund ist ja die Immobilienwirtschaft an sich. Wer kümmert sich bei euch ums Hotelbetrieb an sich? Und wie habt ihr da ein bisschen, da wo kommt da Know-how her?

  82. 36:06
    Erik Florvaag

    Ja, also neben mir ist ja der Jens Lehmann auch noch Geschäftsführer, und ja, ich nenne ihn immer Mr. GoHotel, seit auch 2005, 2006 hier Unternehmen, also auch schon sehr, sehr lange dabei und Vollbluthotelier. Und also das ist, ich bin da so ein bisschen der Einzige, der so vielleicht da immer mit, also ich verstehe auch schon die operativen Themen, aber bin jetzt da nicht der Operations-Mann, sondern das macht der Jens auch sehr gut und das wird auch so bleiben.

  83. 36:39
    Ronald M. Arndt

    Also Fritz, haben wir vorher schon gesagt, ist ein bisschen Speerspitze der Digitalisierungsoffensive. Ja, ja. Was könnte so das nächste große Thema sein, auch hier wieder in Verbindung mit der neuen Brand? Wo wollt ihr auf jeden Fall einfach auch besser werden, exzellenter werden? Sind wahrscheinlich Thema Mitarbeiterfindung, Bindung, Entwicklung, ne? Ja, also ist natürlich, das ist jetzt naheliegend eigentlich, ne? Also mit so einer Brand, mit diesem, diesem Rückenwind.

  84. 37:09
    Erik Florvaag

    Genau, also das neben, neben dem Partner, der Partneransprache Ja, also am Ende, hast ja vorher schon gesagt, so ein bisschen, wie kriegen wir es rein in die, genau, also das ist glaube ich jetzt auch diese, diese, diese, ich meine, wir haben jetzt eine tolle Plattform, Plattform geschaffen und wir müssen jetzt die Plattform weiter, weiter ausarbeiten. Und das ist also ein ganz großer Fokus, ist natürlich das, das Mitarbeiterthema. Wir hatten eben über Zentralisierung gesprochen, da gibt es auch viele, viele Themen. An denen wir arbeiten werden, was wir auch im nächsten Jahr angehen möchten, ist der Bereich F&B. Also wir suchen, suchen eigentlich eine zentrale F&B-Kompetenz hier im Unternehmen, um auch dieses ganze F&B-Thema zu streamlinen. Da liegen auch riesige Hebel in der Organisation. Also jetzt mal angefangen über Procurement, über da auch eine Standardisierung, über auch Dann die Entwicklung von Konzepten, die man auch zentral vielleicht entwickelt, gerade auch für die, ich glaube, gerade für Economy- und Limited-Service-Hotels ist da ein Thema, das noch stärker wirklich und auch dadurch auch profitabler und effizienter zu führen. Das ist ein großes Thema. Und ja, ansonsten, das ist jetzt mal die Hauptthemen, neben auch weiterem Wachstum, was auch dazu gehört.

  85. 38:27
    Ronald M. Arndt

    Wie schaut's da aus? Development.

  86. 38:29
    Erik Florvaag

    Also klar, da ist ja, die Zeiten sind jetzt gerade nicht, Zeiten nicht ganz so rosig, soll ich genau, also ich sage hier, mein Development-Kollegen sage ich schon immer, jetzt nicht bitte sehr, zaubert mal, wo ist die Magie raus? Genau, hol mal die Magie raus. Und nein, also ich glaube, im Moment ist nicht die Zeit, ihr könnt es doch, ihr nicht, andere nicht. Nein, Spaß, also die Zeit ist gerade nicht irgendwie hinter Projektentwicklung herzulaufen. Und wenn wir uns mit Projektentwicklung beschäftigen, dann schauen wir uns die Partner ganz genau an, Und die Realisierungswahrscheinlichkeit der Projekte ist einfach abzuwägen. Ich glaube, das bringt weder dem Entwickler noch uns etwas, wenn wir da jetzt viel Arbeit in Projekte investieren, wo wir sagen, wir wissen gar nicht, wie soll sich das rechnen. Ich glaube, das ist vielleicht auch ein Vorteil, den wir haben. Wir können es, glaube ich, ganz gut einschätzen, ob sich auch ein Immobilienprojekt wirtschaftlich rechnen lässt. Und man sieht ja auch hier mit der Miete, wenn ich jetzt weiß, ich rede das mit einem Designersbauer, oder ich ich kann nur 500€ pro Zimmer pro Monat Miete erwirtschaften, dann weiß ich, dass er es dafür niemals gebaut kriegt. Ja, also das ist glaube ich so, da sind wir sehr, sehr vorsichtig aktuell unterwegs. Und ich meine, wie gefühlt jeder, der aktuell wachsen will in unserer, in unserer Branche, wir gucken nach Bestandshäusern, haben da auch ein paar Sachen am, am Köcheln, am Köcheln, und auch hoffentlich ein Projekt, was wir demnächst jetzt auch bekannt geben können. Und Wie gesagt, aber es ist, wie auch irgendwie gesagt, sondern Schritt für Schritt. Und es ist nicht jetzt, dass wir irgendwie sagen, jetzt 50, 60 Häuser oder sowas. Das ist, es spricht dann auch irgendwie nicht der Magie der kleinen Dinge. Und da wollen wir behutsam, so wie, dass es auch in die Struktur reinpasst.

  87. 40:07
    Ronald M. Arndt

    Ja, also ich muss es immer wieder auch die Frage stellen, um auch immer wieder neue Zuhörerinnen, Zuhörer dazukommen in den Hotelpodcast. Und ja, muss man vielleicht immer wieder ein bisschen auch einen Schritt zurückmachen. Development, ja, ist gerade so ein bisschen der Stock in der Speiche für alle. Was sind die Lösungen kurzfristig, mittelfristig? Was muss sich dann wieder einfach ändern, anpassen, regulieren, damit es im Alter—

  88. 40:32
    Erik Florvaag

    also im Altbestand, im Alter, im Alter, im Alter, ich glaube, im Alter, im alten Tempo, das wird es nicht in der Form, glaube ich, nicht mehr geben. Ja, ich meine, es sind ja viele Faktoren. Es ist das Zinsumfeld, was jetzt mal gerade im Immobilienbereich im Besonderen der, der jetzt der wirkliche Treiber ist.

  89. 40:53
    Ronald M. Arndt

    Und nicht Mädchenrechnung geht halt nicht mehr auf gerade.

  90. 40:57
    Erik Florvaag

    Genau, geht nicht mehr auf. Ich meine, die Baukosten sind hoch, immer noch hoch. Ja, das wird jetzt vielleicht, ob sie wirklich so stark sinken werden, wie manche hoffen, das glaube ich nicht persönlich.

  91. 41:05
    Ronald M. Arndt

    Andere Parameter spielen ja auch noch eine Rolle.

  92. 41:07
    Erik Florvaag

    Es ist natürlich an sich komplett, ich meine, da sehen wir auch in der operativen Hotellerie, der sich wirklich komplett auch verändernde Arbeitsmarkt. Ich meine, Homeoffice Homeoffice ist wieder ein bisschen zurückläufig. Ja, die Hotels laufen wieder, aber es ist schon noch die Nachfrage ist, also auslastungsmäßig sind wir noch nicht auf einem Vor-Covid-Level. Das ist glaube ich auch so ehrlich müssen wir zueinander sein. Wir können das jetzt mit Preisen, mit auch die Inflation da teilweise ganz gut reinnehmen und das kompensiert das vielleicht das auch. Aber ich glaube auch jetzt der Büromarkt ändert sich gerade ganz stark. Bürovermietung ist auch schwierig und das heißt, da ist jetzt erstmal, ich würde sagen, die nächsten ein, anderthalb Jahren mal mindestens noch Also ich gehe eher davon aus, '25 wird sich vielleicht mal wieder einpendeln. Also ich, die Volkswirtschaft lehrt uns ja, Angebot und Nachfrage treffen sich irgendwann immer. Aber das wird jetzt ein schon, glaube, brutaler Bereinigungsprozess sein im Markt. Ich meine, man liest es täglich, dass jetzt auch die, die Bauträger, Projektentwickler in Schwierigkeiten kommen. Und das wird jetzt noch ein bisschen so bleiben. Die Banken werden restriktiver, Zinsumfeld, und das wird jetzt noch mal ziemlich ruckeln im Markt. Aber irgendwann wird's auch wieder weitergehen. Und ich bin guter Dinge, dass die Hotellerie, die in Corona sehr schnell sehr totgesagt wurde, sich eigentlich zunehmend berappelt hat. Und ich will jetzt nicht sagen, im Moment als Gewinner dasteht, aber zumindest als eine Assetklasse, die durchaus die Krise jetzt mal hinter sich gelassen hat und glaube ich besser dasteht als manch andere Nutzungsart. Ich glaube, es ist wichtig für die Branche auch in Gänze.

  93. 42:36
    Ronald M. Arndt

    Du hast ja vorher von Fonds gesprochen. Bei Artinvest ist es einfach eine Art der Finanzierung über die Fonds. Genau, also legt ihr direkt eigenständig auf, oder?

  94. 42:48
    Erik Florvaag

    Genau, also die Artinvest hat eine eigene Fondsgesellschaft, so gesehen, dass die Artinvest Real Estate Funds, die agieren, haben eine Zulassung von der BaFin, und die Kollegen von der Funds akquirieren oder sind Treuhänder und akquirieren Gelder von institutionellen Investoren. Versorgungswerke, Pensionskassen, Stiftungen und dergleichen.

  95. 43:09
    Ronald M. Arndt

    Die gehen nur in Hotelprojekte oder wird dann noch über alle Assetklassen hinweg?

  96. 43:12
    Erik Florvaag

    Also ich weiß, ich kenne die genaue Zahl der Sondervermögen, so nennt sich das dann, kenne ich mittlerweile, müssten es waren mal um die 20, ich kenne die aktuelle Zahl nicht. Und die Gelder werden dann eingesammelt und für die kann, ist dann quasi die Artemis Real Estate Management, ist dann als Asset Manager dann beauftragt, dann Projekte zu akquirieren, die Projekte zu entwickeln und so weiter und so fort. Und Und ich glaube, das auch, was damals sehr innovativer ist, und das spricht ja auch für die, für das Konstrukt dann dahinter, dass die Artemis auch immer bereit war, mit eigenem Geld auch in die Projekte reinzugehen, gerade bei Projektentwicklung, wenn institutionelles Kapital noch— eigenes Geld, was dann auf der einen direkt wieder von Zech auch kam, oder von allen Gesellschaftern, von der Gesellschaft, also Zech, und dann auch den, genau, den, den Gründern Markus Wiedemann, Rüger von Stengel damals. Und das sind ja noch, und ist ja nicht, ist ja nicht nur Herr Zech, sondern das ist ja eigentlich, Herr Zech ist natürlich irgendwo der, der Anteilseigner oder Mehrheitsanteilseigner, aber es sind eigentlich primär der Markus Wiedemann, Feldern Spieß heute, die da auch die aktive Rolle haben. Und das war damals immer das Besondere, dass man dann auch die Möglichkeit hatte, mit eigenem Geld sich auch zu beteiligen, was absolut auch eine vertrauensbildende Maßnahme war.

  97. 44:26
    Ronald M. Arndt

    Absolut, haben wir gut hinbekommen, oder?

  98. 44:29
    Erik Florvaag

    Wenn du das sagst.

  99. 44:30
    Ronald M. Arndt

    Ja, also ich habe viel, viel dazugelernt, Erik.

  100. 44:33
    Erik Florvaag

    Ja, das freut mich sehr zu hören.

  101. 44:34
    Ronald M. Arndt

    Und macht Spaß gemacht, macht richtig Appetit, kann man jetzt sagen, in dem Kontext auf, auf mehr, auf alles, was kommt. Dieser unternehmerische Drive einfach.

  102. 44:44
    Erik Florvaag

    Ja, Langeweile, ja gut, das ist, das geht nicht nur um Alter, sondern das ist natürlich auch, nee, also ich glaube, dieser, diese, dieser unternehmerische Drive fängt wirklich an, wenn man auch die alle Personen Kennt ein Vorbild, oder? Ich glaube, alle, die man da, weil auch die, ich sag mal jetzt nicht die Namen, Markus Wiedemann, Kurt Sech, die haben da alle, Peter Eberts im Hotelbereich natürlich, Fabian Spieß, also jeder, der da aktiv ist, das ist eine DNA, die sich von oben bis unten durchzieht. Und das ist dieses, und das war die DNA oder ist die DNA der Artinvest, auch dieses Unternehmertum den Mitarbeitern auch irgendwie mitzugeben und Das ist schon eine tolle Sache und macht dann auch einfach Spaß. Also langweilig wird es nie.

  103. 45:27
    Ronald M. Arndt

    Und dann am Ende halt den hanseatischen Kaufmann vor Augen.

  104. 45:31
    Erik Florvaag

    So, genau, das damit gepaart, und das ist dann schon toll.

  105. 45:35
    Ronald M. Arndt

    Also es gibt Themen ohne Ende. Ich komme auf jeden Fall vorbei zu einem Update zu gegebener Zeit.

  106. 45:40
    Erik Florvaag

    Bist immer herzlich willkommen.

  107. 45:42
    Ronald M. Arndt

    Jetzt ist 2023, gucken wir mal, was 2024 dann bei euch Sache ist. Und da freue ich mich heute schon drauf, Erik.

  108. 45:48
    Erik Florvaag

    Super, ich freue mich auch. Ronald, vielen Dank für deinen Besuch hier in Köln.

  109. 45:51
    Ronald M. Arndt

    Alte Tradition folgend ist es jetzt Zeit für ein Kölsch. Auf die Uhr gucken wir nicht, aber das machen wir jetzt mal auf, gell? Das machen wir.

  110. 45:58
    Erik Florvaag

    Wir haben kurz nach 4, also kein Bier vor 4.

  111. 46:00
    Ronald M. Arndt

    Auf deine Uhr kurz. Guck mal schön ins Mikrofon.

  112. 46:08
    Erik Florvaag

    Also danke noch mal, bis zum nächsten Mal. Danke dir.