Das große "Traube Group" Update 2023
Aufgenommen: Hotel Traube Tonbach, Baiersbronn
Germany48 Min Das Video kommt von YouTube und lädt erst, wenn du auf Abspielen klickst.
„Beim Brand konnte man doch danach relativ schnell auch agieren, und das war der große Unterschied, was für mich gefühlt Corona schlimmer gemacht hat als den Brand.“
Matthias und Sebastian Finkbeiner, 13:21
Matthias und Sebastian Finkbeiner, achte Generation der Traube Tonbach, sprechen mit Ronald M. Arndt über die Nacht des 5. Januar 2020, als das Stammhaus brannte, und über die Entscheidung, sofort wieder aufzubauen, um die Teams von Schwarzwaldstube, Köhlerstube und Bauernstube zu halten. Sie erzählen, wie in 16 Wochen das Temporaire aus Überseecontainern und einer Halle auf dem Parkhaus entstand und warum Corona für sie schwerer war als der Brand. Außerdem geht es um das neue Stammhaus in moderner Zeitlosigkeit und um die Traube Group, die im kommenden Jahr über 600 Mitarbeiter zählt.
Die Audiodatei kommt beim Abspielen von Spotify for Creators. Vorher wird nichts geladen.
Kernaussagen
- Teams nicht verlieren: Der schnelle Entschluss zum Wiederaufbau kam aus dem Zwang: Die Mitarbeiter von Schwarzwaldstube, Köhlerstube und Bauernstube hatten über Nacht keinen Arbeitsplatz mehr. Matthias Finkbeiner sagt, diese Top-Teams wollten sie auf keinen Fall verlieren, also musste eine Möglichkeit her, die vier Räume wieder zu gestalten.
- 16 Wochen Kraftakt: Planung, Genehmigung und Bau des Temporaire liefen in 16 Wochen, mit freitragender Halle aus Holland, Räum- und Hygienekonzept und zwei gegeneinandergestellten Überseecontainern als Küche. Die Baugenehmigung kam in vier Wochen, die für das neue Stammhaus in drei Monaten.
- Corona statt Brand: Matthias Finkbeiner beschreibt Corona als anstrengender als den Brand: Beim Brand konnte man Telefonate führen, Ideen schmieden und unternehmerisch agieren, bei Corona nur auf Hilfen warten, Umsätze hochrechnen und reagieren.
- 4400 Pakete, kein Lohn: Im Lockdown packte das Team in rund zehn Tagen 4400 Pakete, über 1000 davon ein Menü für eigene Gäste. Sebastian Finkbeiner rechnet vor: Wareneinsatz zählt nicht als Fixkosten und wird nicht erstattet, Umsätze werden aber abgezogen, jedes verschickte Paket kostete sie damit Geld.
- Traube Group als HR-Idee: Die Gruppe reicht vom Schlosshotel Monrepos über das neue Schloss in Meersburg und Betriebsgastronomien in Stuttgart, Regensburg und Karlsruhe bis zum VIP-Catering im BBBank Wildpark. In jedem Betrieb sitzt ein ehemaliger Traubianer in der Leitung, im kommenden Jahr sind es über 600 Mitarbeiter.
Shownotes zur Episodeaus dem Podcast-Feed
Erst kürzlich erobert die „Schwarzwaldstube“ Platz 1 der französischen La Liste. Ein riesiger Erfolg nach drei Jahren im Ausnahmezustand.
Am 5. Januar 2020 gerät das Stammhaus des Hotel Traube Tonbach aus dem Jahre 1789 in Brand. Die Existenz scheint dahin.
Am 24. Mai 2020 öffnet das „Temporaire“ seine Pforten im früheren und heutigen Parkhaus. Hoffnung keimt auf, gefolgt vom ersten Lockdown.
Wie hält man das durch, Matthias und Sebastian Finkbeiner? Und wie finden sich Torsten Michel, Florian Stolte und ihre Teams in der neuen Umgebung zurecht?
Mittlerweile sind die Weichen für die Zukunft gestellt. An alter Stelle steht ein neues Haupthaus, modern und zeitlos zugleich.
Die Traube Group wächst und zählt im kommenden Jahr über 600 Mitarbeitende. Viel zu tun für die 8. Generation, eine Legende lebt.
Keine Episode verpassen
Folge HOTEL-PODCAST dort, wo du sowieso hörst. Neue Episoden aus sechs Ländern kommen dann ganz von selbst. Oder tritt unserer WhatsApp-Community bei, um über alle Neuigkeiten auf dem Laufenden zu bleiben.
Weitere Episoden
Alle EpisodenTranskript
Transkript öffnenTranskript schließen48 Min · Ronald M. Arndt und Matthias und Sebastian Finkbeiner
Automatisch transkribiert mit AssemblyAI, Sprecher automatisch zugeordnet. Nicht redigiert.
- 00:03 Ronald M. Arndt
Ich habe es mal wieder geschafft in die Traube Tonbach. Lang, lang ist es her, denn früher, als meine Mutter mal irgendwas Besonderes erreicht hatte, da haben wir uns einen Mietwagen geholt aus Stuttgart und sind hier den Berg hochgefahren. Das war das letzte Mal. Und natürlich sah es auch, da kommen wir dann nachher noch drauf zu sprechen, letztes Mal, als ich da war, mag dann auch 30 Jahre her sein, anders aus. Ganz klar.
- 00:31 Sebastian Finkbeiner
Alles klar.
- 00:36 Ronald M. Arndt
Ja, bei Ihnen hat sich innerhalb der letzten 30 Jahre, vor allem die letzten 3 Jahre, sehr, sehr viel getan.
- 00:44 Matthias Finkbeiner
Zwangsläufig.
- 00:45 Ronald M. Arndt
Das ist richtig.
- 00:47 Sebastian Finkbeiner
Ja, gut, die letzten 3 Jahre waren wahrscheinlich die einschneidendsten Jahre, also für mich persönlich auf jeden Fall hier in Thonbach. Gut, wenn man natürlich—
- 00:58 Ronald M. Arndt
war das vorher immer alles heile Welt?
- 00:59 Sebastian Finkbeiner
Das natürlich nicht. Aber wenn man in den elterlichen Betrieb kommt, ist es natürlich schon eine Zeit, sagen wir mal persönlich, aber für die anderen wahrscheinlich gar nicht so. Aber jetzt, dass im Januar 2020 da unten das große Feuer, Ratlosigkeit, dann relativ schnell die ersten Corona-Auswirkungen, ab März der Lockdown und dann ja zweieinhalb Jahre Ausnahmezustand oder zwei Dreivierteljahre Ausnahmezustand und ja, Jetzt zum Glück wieder etwas ruhiger.
- 01:32 Ronald M. Arndt
Also das könntest du schon sagen, 2023 ist es wieder ein bisschen ruhiger, oder? Nein, wir haben natürlich andere Themen mittlerweile wieder auf der Agenda.
- 01:41 Sebastian Finkbeiner
Die Themen gehen nicht aus.
- 01:43 Ronald M. Arndt
Kommen wir mal auf die nächsten Themen der heutigen Zeit, sage ich mal, ein bisschen später noch zu sprechen. Es war eine große Veränderung für euch, es war der 5. Januar 2020 und Man weiß ja, so Erlebnisse, Ereignisse, sage ich mal, die einen einfach auch irgendwo schockieren, wo man persönlichen Bezug dazu hat, da weiß man immer, wo man gerade zu diesem Zeitpunkt war. Und ich hatte in der Tat, es war für mich immer ein persönlicher Bezug, auch wenn wir wahrscheinlich nur einmal hier waren bei euch, aber wo ich eben am 5. Januar stand, in der Nähe vom Radio bei mir in Stuttgart, und da kam dann eben die Nachricht, dass es in der Traube Tonbach eben einen Brand gab. Ja, Hotel-Podcast ist auch dafür da, um natürlich die eine oder andere persönliche Frage zu stellen. Wie hat das bei euch, so eine Familie, dann die Runde gemacht? Wohnt ihr alle hier in der Nähe auch oder hat man es gesehen?
- 02:41 Matthias Finkbeiner
Das war nachts um 3, da steht man normal nirgends. Da haben wir uns gegenseitig halt angerufen und War dann Sebastian wohnt ein bisschen näher, ich wohne ein bisschen weiter weg, war dann jeder so schnell wie möglich einfach da. Also mich hat meine Mutter angerufen, die ganz in der Nähe vom Haus wohnt und die das schon aus dem Fenster gesehen hat.
- 03:02 Sebastian Finkbeiner
Bei mir war es tatsächlich so, dass die Brandmeldeanlage bei mir auf dem Telefon angerufen hat. Das ist einfach durch die Nähe hier, die ruft regelmäßig nachts an und dann meistens kann man es per Telefon dann auch schon wieder relativieren. In dem Fall habe ich dann in der Bar angerufen. Das war nämlich der Sonntagmorgen, also der letzte Samstagabend von dem langen Weihnachts-, Silvester-, Frühjahrsurlaub, von den Ferien. Da steckt das einem in den Knochen, da ist man nicht so fit morgens. Und dann habe ich an der Bar angerufen, beim Bernhard Stöhr damals noch, unserem Barkeeper, und ja, habe gesagt, Geh du mal schauen. Wenn nichts ist, ruf bitte auch nicht noch mal an. Und dann hat er noch mal angerufen und dann bist du natürlich schon halb im Bett gestanden und dann hat er gesagt, da musst du kommen. Raucht und qualmt. Und wie gesagt, dann haben wir, ich weiß nicht mehr, wie die Kette gelaufen ist, oder das ging dann auch relativ schnell. Meine Eltern wurden von den Nachbarn dann direkt angerufen, weil man das direkt schon auch gesehen hat. Das geht ja dann schnell.
- 04:15 Ronald M. Arndt
Ja, vom Joerg Boeckeler darf ich Ihnen an der Stelle einen kleinen Gruß ausrichten. Er war einer, ich glaube, bei euch sind es mittlerweile so 80 Azubis, oder nee, natürlich mehr als Azubis in der Küche der Traube Tonbach, die über die Jahre 80 Sterne des Michelin gesammelt haben.
- 04:31 Sebastian Finkbeiner
Genau so.
- 04:32 Ronald M. Arndt
Joerg Boeckeler war es, ist kein Michelin-Stern, ist jetzt mittlerweile CEO von Dorint Hotels. Und bei ihm war ich letztens in Köln. Aber er meinte so völlig unabhängig, was ich da gelernt habe, das war das Fundament von allem, was dann bei ihm später kam. Hohe Servicekultur, Gastfokus, großartige Kulinarik. Und für mich Anlass genug, um einfach noch mal mich hier anzumelden zum Hotel-Podcast, um mal so einzuholen, wie es bei euch gerade läuft und was los ist. Jetzt weiß ich nicht, ja, es kam damals die Meldung raus, da ist was passiert in der Traube Tonbach. Irgendwann kam dann die Meldung, das temporär hat eröffnet. Was ich aber jetzt so eine Recherche vorab eben, ja, gab es viele Momente, zur Kenntnis genommen habe, mit welcher Entschlossenheit ihr, glaube, innerhalb von einer Woche einfach schon gesagt habt, jetzt hier wird wieder aufgebaut. Also es gibt einfach gar keine Diskussion. Das ist auch der Neustart von was, von einer neuen Ära.
- 05:35 Matthias Finkbeiner
Das ist ja, das hat sich so als schneller Entschluss Ja, hat sich das rumgesprochen, aber uns war sofort eben auch klar, das hat ja einen Grund, warum man so einen Entschluss schnell fällt, dass es gar nicht anders geht. Weil man muss sich bedenken, es ist einmal der Ausfall des Umsatzes der Restaurants, die sich da unten befunden haben, aber was noch akuter ist, ist die ganzen Kollegen zu halten, die ganzen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Schwarzwaldstube, Köhlerstube, Bauernstube dort immer gearbeitet haben und dann über Nacht keinen Arbeitsplatz mehr hatten. Und uns war klar, dieses Team wollen wir nicht verlieren. Also muss uns eine Möglichkeit einfallen, um die 4 Räume wieder zu gestalten, in der die Arbeit wieder gemacht werden kann. Also es war natürlich auch aus dem Zwang der Situation heraus. Wir wollen ja nicht diese Top-Teams verlieren, auf gar keinen Fall. Und das war unser Hauptantriebsfeder in dem Moment oder in der Zeit.
- 06:37 Ronald M. Arndt
Nee, nee, absolut nachvollziehbar. Und da hat man auch nicht drüber nachdenken können, haben wir jetzt gerade in dem Moment diese Power, um das anzugehen, sondern das musste man einfach machen. Das musste man machen.
- 06:46 Sebastian Finkbeiner
Also wir haben, gab es da dann in der Brandnacht natürlich langjährige Mitarbeiter, die auf uns zugekommen sind, wir untereinander, aber auch die hier vom Personal aus, die Auszubildenden, die alle gelaufen gekommen sind und große Fragezeichen mitgebracht haben. Und dann muss man auch so ein bisschen souverän wirken, auch wenn man es wirklich gerade nicht ist. Und es war klar, natürlich, die Traube, die funktioniert nur mit dem Stammhaus und der damit verbundenen Kulinarik, den besternten À-la-carte-Restaurants. Aber wie Matthias das gesagt hat, zweieinhalb Jahre, die so was mindestens braucht, und wir wussten ja gar nicht, wie schnell wir können, dürfen und wie das wird. Diese Teams, wenn die auseinanderbrechen, das kriegt man nicht wieder zusammengesetzt. In der jetzigen Zeit ja schon gar nicht. Und selbst wenn die Protagonisten, Herr Michel, Herr Stolte, Herr Gaas, die ganz Langjährigen oder eben auch die Abteilungsleiter drüben geblieben wären, wenn das Team nicht eingespielt ist, dann ist es ganz, ganz schwierig. Und das aufzubauen, ja, das wäre nicht gegangen. Und deswegen hat man dann ja relativ schnell eigentlich gesagt, irgendeine Lösung werden wir finden. Und da waren ganz viele Ideen im Raum, also was wir alles besprochen hatten. Machen wir eine Welttournee und gehen jeden Monat in eine andere Stadt, Pop-up-Restaurants, gehen wir unten zu den Tennisplätzen, nehmen wir eine Halle in Baiersbronn. Die Gespräche waren ja alle da und es war halt alles nicht machbar. Und dann ist zum Glück ein großes Küchenplanungsbüro, mit dem wir schon länger zusammenarbeiten, auf die Idee gekommen. Der hat gesagt, hier Leute, wenn die irgendwo eine Kantine im bestehenden Raum umbauen, dann bauen die die meistens auf dem Parkplatz mit so Überseecontainer und eine Halle. Überseecontainer, Halle, ob das was wird? Aber das ist dann im Endeffekt geworden, weil wir haben halt schnell eine Lösung gebraucht. Und dass das so stark wird, wie es am Ende war, das wussten wir gar nicht, als wir diesen Weg eingeschlagen haben. Da waren wir dann alle doch sehr happy.
- 08:54 Ronald M. Arndt
Also ich bin auch gerade natürlich bei der Anfahrt hier an eurem alten Parkhaus, aber jetzt natürlich nicht nur Parkhaus, sondern am Temporär vorbei. Und es ist wirklich ein Zeitzeugnis, wie es da steht, wie so ein Ja, das ist jetzt aber wieder ein Parkhaus. Wieder ein Parkhaus, genau. Aber das temporär steht ja noch dran.
- 09:09 Matthias Finkbeiner
Das temporär, das lassen wir da erstmal auch dran.
- 09:11 Ronald M. Arndt
Es gibt keinen Grund, als einfach als Hommage an die Zeit oder zur Verarbeitung des Ganzen.
- 09:17 Matthias Finkbeiner
Einfach, einfach weil uns das temporär doch ja auch geholfen hat. Das hat uns geholfen weiterzumachen, bevor jetzt das neue Haus entstanden ist, hat es uns geholfen. Also kann man das zumindest mal eine Zeit sicher noch dran lassen. Aber das Ganze ist jetzt wieder rückgebaut zu dem ganz exakt gleich, was es vorher war, nämlich ein Parkhaus, weil das brauchen wir hier im Tal. Wir brauchen hier Parkplätze und das ist es jetzt wieder. Und eigentlich erinnert gar nichts mehr daran, außer die Beschriftung, die noch dran ist an dem Parkhaus.
- 09:47 Ronald M. Arndt
Also um es noch mal kurz zu verorten: Am 5. Januar 2020 hat es gebrannt. Am 24. Mai, also paar Wochen später, wenige Monate später, habt ihr es temporär eröffnet. Witzigerweise noch das Lieblingsdatum meiner Frau und mir. Hätte ich das gewusst, wäre ich gleich vorbeigekommen. Und es temporär lief bis März 2022.
- 10:15 Sebastian Finkbeiner
Genau. Also das ist natürlich ein echter Kraftakt gewesen. Und wenn man die Daten so hört, ja, das sind halt Daten. Aber wenn man überlegt, wir hatten keine Ahnung, in so einem Container zu arbeiten, ja, für Herrn Michel, muss man sich erst mal überwinden, so einen Container als Küche zu nehmen. Dann muss mussten wir die mal an anderer Stelle angucken, wie das denn ist. Haben die Firmen da gehabt. Dann muss man einen Bauantrag für so was natürlich gestalten. Das ist eine freitragende Halle aus Holland. Die hat die Schneelast aus dem Schwarzwald nicht drauf. Das heißt, da muss ein Räumkonzept gemacht werden, Hygienekonzept. Das ist ja auf 2 Etagen gewesen. Das heißt unten Sozialräume, Duschen, WCs, Umkleiden für die Mitarbeiter, Kühlhäuser, also Kühlräume, Tiefkühlraum, die Patisserie, die, die Schwarzgeschirrspüle war alles unten, ein Fahrstuhl eingebaut in Form von so einer Hebebühne, die das Ganze hoch und runter verbunden hat. Und dann im hinteren Teil diese Container, einfach 2 Überseecontainer gegeneinandergestellt, Kochblock reingesetzt und das zweimal, Toiletten für die Gäste und dann diesen Raum vorne dran. Das muss erst mal so geplant werden, dass das da alles passt, dass die Statik passt. Dann muss genehmigt werden und dann muss gebaut werden. Und 16 Wochen für diese 3 Schritte. Da war richtig Druck auf dem Kessel. Also das ging Tag und Nacht. Und das sage ich jetzt nicht, weil wir so stolz auf uns sind, sondern weil wir echt dankbar und demütig sind, wie sich alle da reingehängt haben, weil sowohl für das Temporär als auch für das Stammhaus eine Baugenehmigung, halber roter Punkt für 3 Jahre, trotzdem mit Hygiene, Brandschutz, Panikkonzepten und allem in 4 Wochen. Für ein temporäres und für ein neues Stammhaus in 3 Monaten, da haben sich wirklich alle richtig aus dem Fenster gelehnt. Und Sie kennen das selber, eine Baugenehmigung nach 3 Monaten, wenn man Glück hat, kriegt man eigentlich einen Brief, wo drinsteht, Ihr Baugesuch ist eingegangen und wir kümmern uns jetzt drum. Und da haben wirklich alle mitgezogen. Die Handwerker haben ihre Kapazitäten freigeschaufelt. Also ich bin mir sicher, dass das eine oder andere verschoben wurde deswegen, damit man wirklich an einem Strang ziehen konnte und das Ding da hinstellen Und deswegen, ja, also das wirklich zu betonen, die Geschwindigkeit, das hat uns alle wirklich bewegt, wie da alle mitgezogen haben. Ja, das war wirklich schön.
- 12:45 Ronald M. Arndt
Und ich erwische mich ja jetzt manchmal immer mehr dabei, diese ganze Corona-Zeit und wie da alles so war, das zu vergessen. Und das gab es eben damals auch noch. Also das Temporär war am 24. Mai eröffnet worden. Natürlich setzte die Planung etc. alles viel früher ein. Und in der Zwischenzeit ging es da los in Wuhan mit irgendeiner komischen Lungenkrankheit. Das heißt, dass es so zwei Fronten eigentlich gab, die auf dich zugekommen sind, oder auf euch, auf sie als Familie. Ja, wo die Mitarbeiter die nächsten Fragen, die nächsten Fragezeichen—
- 13:21 Matthias Finkbeiner
da kamen die ersten nächsten Fragezeichen, aber es war natürlich anders als beim Brand. Jeder konnte sich über die Medien soweit möglich informieren, also da kam dann doch weniger Fragen als uns. An uns als generell Fragen an die Gesellschaft, an das Leben als solches. Wie geht das jetzt weiter? Also hier wurden uns zwar Fragen gestellt, aber wir konnten von uns aus dann mit gutem Gewissen sagen, Leute, so genau wissen wir das auch noch nicht, weil jeder im Fernsehen sehen konnte, es ist überhaupt noch gar nichts klar. Also wir konnten natürlich auch nicht das wissen, ohne zu lügen, und das haben wir natürlich auch nicht gemacht. Also da haben wir wesentlich öfter gesagt, wir wissen es auch nicht genau, wie lange das jetzt geht, wann wir wieder normal arbeiten können, wann sich das normalisiert. Beim Brand waren wir da mehr gefordert, weil da konnten nur wir und die technischen Begebenheiten Entscheidungen treffen. Und das war bei Corona etwas anders. Und Corona war, so habe ich es jedenfalls erfunden, von daher anstrengender, weil man viel mehr von den äußeren Einflüssen abhängig war. Man konnte die Faktor selber gar nichts tun. Beim Brand konnten wir zumindest die ersten Telefonate führen, die ersten Ideen schmieden, die ersten, also es von selber aktiv werden, unternehmerisch aktiv werden. Das ging bei Corona natürlich überhaupt nicht. Musste jeder Kollege mit uns warten. Wann kommen die Hilfen? Kommen sie überhaupt? In welcher Höhe kommen die Hilfen? In welcher Staffelung kommen die Hilfen? Und wie sieht es alles aus? Hat sich ja dann auch immer wieder zwischenrein geändert und dann ging, kam die Anweisung, und dann musste man ganz, ganz viel rechnen, Umsätze hochrechnen, einschicken. Aber man konnte nur reagieren, das möchte ich eigentlich damit sagen. Beim Brand konnte man doch danach relativ schnell auch agieren, und das war der große Unterschied, was für mich gefühlt Corona schlimmer gemacht hat als den Brand.
- 15:17 Ronald M. Arndt
Ja, und wenn ich das noch recht in Erinnerung habe und was ich aus der Ferne so beobachten konnte, dass das temporär am Ende sogar fürs Packen von irgendwelchen Weihnachtskartons herhalten musste. Ja, ja, ja. Dann während der Corona-Zeit, während dem Lockdown, wo die ganzen Mitarbeiter auf einmal im Keller der Tiefgarage standen, so gesehen.
- 15:35 Sebastian Finkbeiner
Genau, genau, genau. Ja, ja, da haben wir innerhalb von, ja, es waren glaube ich 10 Tage, die wir dort gepackt haben. Wir haben einen tollen Auftrag gekriegt und das waren am Ende dann 4400 Pakete, die wir verschickt haben. Es war für die Mitarbeiter ein toller Grund, einfach mal aus dieser Kurzarbeit, die wir ja in der Gastronomie, Hotellerie nie gekannt haben und hoffentlich auch nie wieder kennenlernen müssen, untätig rumzusitzen. Das hat da wirklich alle genervt. Und damit hat man eben die Möglichkeit, wenigstens mal für, für 2 Wochen oder so wieder, wieder richtig ans Werk zu gehen und zu kochen und Ja, waren auch alle mit Freude dabei.
- 16:21 Ronald M. Arndt
Verdient haben sie wahrscheinlich nichts mit, weil das nachher wieder mit den Hilfen—
- 16:24 Sebastian Finkbeiner
Da wird es dann technisch. Also wir haben dann, wir haben dann, wir haben dann danach wollten wir so ein schönes Ding draus machen. Und das hat mich persönlich furchtbar enttäuscht, dass da nicht drauf eingegangen wurde. Wir wollten für unsere Gäste einfach einmal im Monat ein Menü packen und verschicken und alle 14 Tage. Die Nachfrage war da. Einmal haben wir es gemacht. Das waren über 1000 Pakete, die nur unsere Gäste einfach ja bestellt haben, damit man da zu Hause wenigstens mal einen schönen Abend verbringen kann. Wareneinsätze sind keine Fixkosten, werden nicht erstattet, aber Umsätze abgezogen. Jedes Paket, was wir verschickt haben, hat uns quasi was gekostet. So ist es halt. Aber das unternehmerische Handeln in so einem Moment, wenn wirklich die, die, die, der Bedarf zu Hause ist, endlich mal wieder was Gescheites zu essen. Die Leute ja auch ein bisschen in eine, also in eine Depression verfallen sind, weil es ja wirklich karg war alles und man so hätte was Schönes machen können und die Mitarbeiter wollten und dass so was dann nicht berechnet wird. Da muss ich schon sagen, das ist wirklich, da bin ich heute noch, ich sage immer, in der Kürze der Zeit so was zu entscheiden. Also ich möchte ganz sicher nicht in den Schuhen der Politiker stecken, die zu der Zeit diese Entscheidungen, die Landräte, die am Anfang eigentlich alleingelassen entscheiden mussten, mache ich das Schwimmbad zu oder was auch immer, Eishalle auf, zu, diese Entscheidung zu treffen und mit den Konsequenzen leben zu müssen. Einmal bin ich großzügig und habe das Risiko, gesundheitliche Schäden zu verursachen, oder mache ich die Wirtschaft und die Bevölkerung unglücklich? Und dann ging das ja nach oben weiter. Also ich möchte da nicht in den Schuhen drinstecken, aber man hätte in der Zwischenzeit doch mal auch nachrechnen können, welches Engagement man hätte belohnen sollen. Und das ist leider nicht passiert.
- 18:20 Ronald M. Arndt
Der Iserlohe, also Gesellschafter der Rindhotel, haben wir letztens erst getroffen. Und wer kennt den nicht? Der kämpft ja heute noch für ihn und für die Branche. Also von daher jetzt am Beispiel hier der Weihnachtspackerei. Das sind Dinge, die Muss man vielleicht irgendwann mal vergessen, was—
- 18:36 Sebastian Finkbeiner
Aber das sind, glaube ich, wenn man da zurückblickt und diese Tragweite dieser ganzen Geschichte Revue passieren lässt, die kleineren Auswüchse. Da ist, glaube ich, noch viel Schlimmeres passiert.
- 18:50 Ronald M. Arndt
So, jetzt steht ja das Stammhaus schon hier auf der anderen Straßenseite, ersetzt eben das Bild, das auch ich hatte aus der Kindheit natürlich. Und deswegen habe ich mich einfach so sehr gefreut heute auf unseren Hotel-Podcast. Die 8. Generation sitzt mir hier gegenüber, aber schon mit dem temporär. Da zog eine ganz neue Architektur auch ein, auch wenn es erst alles nur temporär war. Aber kam da zumindest schon mal so ein bisschen so ein Gefühl auf, ja, wir verjüngen uns noch mal, das ist ein Schritt irgendwo dann doch Richtung Moderne? Den wir irgendwie irgendwann hätten, wir hätten irgendwann eine Antwort darauf haben müssen als 8.
- 19:34 Matthias Finkbeiner
Generation. Also zunächst muss man sagen, dass das temporär so in seiner Form, wie es dann entstanden ist, gar nicht anders ging. Also man konnte dort jetzt keine schwere Holzdecke aufbauen. Das war einfach den Gegebenheiten geschuldet, dass es modern aussah. Diese Hallenbauweise gibt einfach nichts anderes her, was aber überhaupt nicht schlimm ist. Wir haben dann schöne Kunst reingehängt, schönen Teppichboden gehabt, das Ganze modern.
- 20:01 Ronald M. Arndt
Gestaltet.
- 20:01 Matthias Finkbeiner
Ging gar nicht anders, weil es nicht anders ging. Im Stammhaus war es was anderes, da war es eine bewusste Entscheidung, in die Moderne zu gehen, in die moderne Zeitlosigkeit, so würden wir es eher beschreiben, weil wir in der Architektur, wie sie jetzt entstanden ist, drin sehen, dass man das auch noch in 40 Jahren sehen kann. Das ist ja einmal das eine, in den Zeitgeist bauen, Bewusstsein, dass der Zeitgeist in 10, 15 Jahren ein anderer ist, oder zu bauen mit einem Bewusstsein, dass es für viele Generationen halten soll. Gehen wir jetzt mal davon aus. Und das würde ich eher sowas in diese Richtung beschreiben, also eher eine Zeitlosigkeit, die natürlich jetzt vor allen Dingen in der Spiegelung des alten Stammhauses sehr modern anfühlt, aber von uns bewusst aus diesen Gründen gewählt wurde. Man kann in dieser etwas zurückhaltenden Art des Bauens, kann man natürlich auch im Interior Design dann nachher vieles machen und auch über die Jahre einiges verändern. Und da gibt es jetzt den nötigen Raum dafür. In den neuen Hallen gibt's den nötigen Raum, dass man auch in Zukunft durch kleine Dinge, durch Zusätze, einfach was Schönes in den Raum stellen, viele Dinge modern halten kann, ohne groß was verändern zu müssen. Und daher kam eigentlich die Entscheidung, nicht das Alte nachzubauen.
- 21:30 Sebastian Finkbeiner
Mhm, es wäre auch sicher nicht echt, wenn man das Alte nachbaut. Das wäre Fake, das ist von früher. Also wenn man das heute so baut, wie es keiner heute so bauen würde, es ist für Die Gäste, die natürlich da drin viele, viele schöne Momente erlebt haben. Manche haben gesagt, das war mein Wohnzimmer. Auch feste oder wichtige Daten dort verbracht haben. Klar, wenn das wegfällt und was wirklich ganz anderes entsteht, dann ist das ein Schnitt. Den kleinen Schock, den muss man natürlich verkraften. Geht auch oder ging jedem so, der ein erstes Mal Da war der, alle geschluckt. Dann aber natürlich muss man es auf sich wirken lassen. Und es haben dann auch wirklich alle akzeptiert. Also ich kenne niemanden, wirklich gar niemanden, der jetzt noch sagt, das hätte man anders machen sollen. Weil wie gesagt, das muss zeitlos sein und nichts Fakes bauen. Also die in altem Stil nachzubauen, das wäre ja nur verglichen worden. Da war der Kachelofen so und da ist der Kachelofen so. Und wenn man heute keinen Kachelofen mehr baut, Dann baut man keinen mehr. Und deswegen haben wir im Hier und Jetzt gebaut. Und ich glaube, das spiegelt schon auch wieder den Schritt wider, den wir schon viel früher gegangen sind, also diesen Prozess, der schon viel früher eingeleitet wurde. Wenn wir was in der Traube neu machen, dann ist es modern, dann ist es immer im Hier und Jetzt. Das hat im Schwimmbad angefangen, das kennen wir noch als Kind. Schwere Vorhänge mit, mit, mit Quasten und schwarzem, schwerem Holz und, und ja, Vogelpapageienkäfige waren da und große Pflanzen. Kübel und es war halt sehr barock. Und jetzt ist es in eine Leichtigkeit gegangen, in was eben ein Spa heutzutage braucht. Und so gehen wir jeden Schritt. Und drüben ist es natürlich schon eine große Maßnahme auf einmal gewesen. Also diese Summe, die dort in 2 Jahren verbaut wurde, reicht uns sonst eigentlich für 10 Jahre Beschäftigung. Aber das ging ja natürlich nicht anders. Und deswegen ist es doch so ein klarer Schnitt. Aber es ist für die Zukunft einfach das einzig Richtige gewesen.
- 23:34 Ronald M. Arndt
Eigentlich genauso, wie Sie gerade sagten. Reicht für die nächsten 10 Jahre. Aber ihr habt euch auch so in sehr kurzer Zeit irgendwo so schon Vermächtnis geschaffen in den jungen Jahren, wo jetzt in der Verantwortung steht in der 8. Generation. Und wie der Matthias ja gerade meinte, das zu schaffen, zeitlos zu bauen, also immer diesen Bezug dann doch eher zum Schwarzwald zu haben, was auf Ewigkeiten einfach auch aktuell, interessant und spannend bleibt. Früher hat man Kirchen gebaut, heute baut man einfach tolle Restaurants und Hotels.
- 24:09 Matthias Finkbeiner
Es werden die Gäste entscheiden, ob es zeitlos ist, ob es den Geschmack auf die nächste Zeit doch trifft. Aber wir sind fest davon überzeugt, wir haben auch ganz bewusst traditionelle Bauformen in die moderne Architektur mit einfließen lassen. Wenn man nämlich genau mal hinläuft an das neue Stammhaus, sieht man zum Beispiel eine Lehmstampfmauer. Das ist eine ganz alte Schwarzwälder Art des Bauens. Gibt sicher in anderen Regionen Deutschlands auch. Ich weiß nicht, ob das rein jetzt Patent im Schwarzwald liegt, aber so hat man früher gebaut. Und dann sieht man auch die Holzschindeln, die man, die man ja sogar noch weiter sehen kann als die, als die Lehmstoffe, die Lehmmand, die natürlich auch eine Art des Bauens sind, die aus den vergangenen Tagen kommt. Und wir haben noch das große Glück gehabt, jemanden zu finden, der das noch kann. Und so hat man in die Moderne die alte Baukunst schon einfließen lassen. Also wenn man genau durch dieses Haus läuft, erkennt man die Hommage an das Alte. Nur es komplett wieder so aufzubauen, wie es war, hätte man auch Möglichkeiten gefunden. Aber das war eben die ganz bewusste Entscheidung, das nicht zu tun. Sondern das so zu machen, wie wir es jetzt gemacht haben, das war eigentlich unser Wunsch nachher. Aber die Ideen waren natürlich alle vorher da. Das muss man klar sagen. Über Ideen, mehrere Ideen, viele Ideen kommt man irgendwann zu einer Entscheidung. Zu der Entscheidung kommt man nicht einfach so.
- 25:44 Ronald M. Arndt
Ja, ich würde sagen, dann nächstes Jahr, wenn ich wiederkomme, dann setzen wir uns mal ins neue Stammhaus. Sehr gerne. Heute sind wir hier in einer Familiensuite. Auf der anderen Straßenseite im Hotelbereich, eben hier in der Traube Thurnbach. Seid ihr denn wirklich auch so im Hotel damals groß geworden? Das heißt, hat man jeden Tag hier irgendwo durch die Gänge rennend verbracht und zwischendurch irgendwann die Hausaufgaben am Küchentisch gemacht?
- 26:07 Sebastian Finkbeiner
Würde man sich so denken. Also auch mit unseren Kindern, das Leben in einem Hotel, das ist sicher spannend. Aber zum hier Aufwachsen im Hotel ist es, glaube ich, nicht förderlich, wenn Kinder mit Zimmerservice Großer Poolfläche und unendlich Schokoladeneis groß werden.
- 26:28 Ronald M. Arndt
Ich hatte schon Podcasts, wo der Hotelier im Hotel geboren wurde.
- 26:33 Sebastian Finkbeiner
Das ist auch früher so gewesen. Mein Vater wurde auch im Hotel geboren und sein Großonkel hatte hier, da ist es jetzt das Zimmer 300, eine Wohnung gehabt. Aber ja, man möchte doch als Familie auch ein paar private Momente, besonders mit den Kindern. Deswegen, wir sind 3 Kilometer Entfernung aufgewachsen und genau an der Stelle lebe ich jetzt auch. Und da hat man ein bisschen Abstand.
- 27:01 Ronald M. Arndt
Ja, da muss ich mich gerade an den ersten Podcast, Hotel-Podcast überhaupt erinnern mit Franz Keller, Winzer. Also beim Hotel-Podcast hat die Nummer Episode Nummer 2 bekommen später aus taktischen Gründen. Aber da war das so, wenn da ein Kind unterwegs war, dann haben sich die Männer alle irgendwo in einer Stube zusammengetan, gesoffen. Und der Franz musste damals mit 15 Jahren dann den Arzt dann abends wieder besoffen nach Hause fahren. Liegt schon ein Weilchen zurück, die Episode, aber durchaus unterhaltsam.
- 27:30 Sebastian Finkbeiner
Auch die Ärzte sind vernünftig geworden.
- 27:32 Ronald M. Arndt
Auch die. Gut, Juli 2021 habt ihr das Richtfest vom Stammhaus gefeiert. Hat auch hier wieder nur 18 Monate, sagst du so leicht, wieder nur 18 Monate gedauert. In der Kürze habt ihr so viele tolle Ideen einfließen lassen, eben es auch vor allem ganz anders zu machen. Also gefällt mir. Als Architekturfreund muss ich sagen, auch sehr gut, diese, diese Verschachtelung, diese Unabhängigkeit. Und im April '22 wurde es dann eröffnet, 18 Uhr ging es glaube ich los.
- 28:04 Sebastian Finkbeiner
Da kamen die Gäste, also das war, das war stressig, denke ich mal. Stichtag ist immer stressig, aber das war wirklich so. Wir haben eine Woche vorher angefangen zu kochen, aber da stand, da war war der Kochtopf auf dem Herd und hat geblubbert, und nebendran stand der Elektriker mit dem Kopf in der Lüftungsdecke. Das war, das ging eine Woche so, und ging auch noch ein bisschen in die Eröffnungsphase rein, dass die restlichen Arbeiten gemacht wurden. Aber die Kürze der Zeit, das ist natürlich einmal die, die gestalterische, der gestalterische Teil von so einem Haus, der viele Entscheidungen und, und, und, und Hirnung braucht. Aber der technische Aspekt, das ist ja nur ein Drittel öffentlich und zwei Drittel des Gebäudes sind tatsächlich Küchen, Vorbereitungsküchen, Technik. Da wirklich auf den allerneuesten Stand der Zeit, und zwar für die nächsten Jahrzehnte maßgebend, dass dort alle Techniken untergebracht sind, die ein modernes Restaurant braucht, dass man die zusammenbringt, dass man unterscheiden kann, welche Technik bringt es, welche Brauchen wir nicht. Das war also im gleichen Maße aufwendig. Und wie gesagt, die Partner, die wir dazu hatten, alle haben da alles möglich gemacht. Das war ja auch noch Corona, wo das eine oder andere und Chips gab es ja für gar nichts. Also die Platinen für unsere Fahrstühle, weiß ich, die hat der Architekt nachts eingeschlossen, weil er genau gewusst hat, dass das so was, so was kann jeder gebrauchen. Und das dann hinzukriegen, genehmigt zu bekommen und zu machen. Das war, das war schon sehr spannend.
- 29:44 Ronald M. Arndt
Und für die Teams und eure beiden Sterneköche Florian Stolte und Thorsten Michel sicherlich auch dann ein wichtiger Zeitpunkt, oder sage ich mal.
- 29:54 Sebastian Finkbeiner
Also bei Planung waren die natürlich voll dabei. Ja klar, natürlich, natürlich.
- 29:58 Ronald M. Arndt
Die müssen dann wieder in die normale Küche, sage ich mal, zu haben.
- 30:01 Matthias Finkbeiner
Man darf sich jetzt nicht vorstellen, dass die alle Ideen nur von uns kamen. Wir haben es von Beginn an schon beim Temporär. Ganz stark vorgezogen, das in der großen Runde zu diskutieren, die Ideen und die Vorstellungen. Und da kam auch ganz viel von unseren Leuten, die ja auch den Job schon lange bei uns machen und, und ganz stark auch wissen, worauf es ankommt. Also, das war eine ganz, ganz große Teamleistung, und wir sind jedem Einzelnen des Teams dankbar, dass er sich eingebracht hat, dass er eine Meinung hatte. Weil ganz alleine hätten wir das auch nicht gestemmt. Allein die Entscheidungen, die zu treffen sind, da haben wir uns tatsächlich von unseren Leuten, von unseren guten Leuten, ja, jedes Mal auch rückversichert. Passt das? Könnt ihr so arbeiten? Wollen wir das so machen? Wie viele Kühlhäuser braucht ihr? Wie sollen die Herde sein? Wie machen wir die, die, den, den, den operativen Ablauf, die, die Laufstraßen, der Servicemitarbeiter und, und, und. Also das ist nicht alles nur auf unserem Mist gewachsen, sondern von ganz, ganz guten Leuten, die viele, viele Jahre bei uns gearbeitet haben und arbeiten, die da Unterstützung geholfen haben. Und natürlich, die endgültige Entscheidung, die lag immer dann bei uns, aber nicht eine war nicht abgesprochen und nicht reflektiert mit unseren Leuten. Muss man ganz klar an dieser Stelle, passt glaube ich ganz gut, auch sagen.
- 31:27 Ronald M. Arndt
Also damals, nehme ich mal so an, war die Entscheidungsfindung bei euch in der Familie, ja, Immer noch mit euren Eltern Renate und Heiner. Haben die sich jetzt mittlerweile ein bisschen zurückgenommen oder hat sich da jetzt die letzten 1, 2, 3 Jahre nichts geändert?
- 31:43 Sebastian Finkbeiner
Das ist ein Prozess, der fortlaufend ist. Immer mehr, immer mehr. Natürlich, natürlich. Muss auch so sein. Wobei man sagen muss, Matthias und ich sind hier ja nicht angetreten, um zu zweit das hinzubekommen, was der Vater früher alleine geschafft hat. Damit kommen wir nicht durch. Und damit wollen wir uns auch nicht selber zufriedengeben. Und entstehen ja tolle neue Projekte. Die Traube Group, ein eher ein, ein, ein, eine Idee eher auf Seiten des HR, also des Personalwesens.
- 32:17 Ronald M. Arndt
Ich komme ursprünglich aus Bietigheim-Bissingen und in Morippo, aber da wart ihr noch nicht an Bord, habe ich mal einen Tag zum Probearbeiten gearbeitet. Die schwarze Weste hängt heute noch bei mir im alten Kinderzimmer meiner Eltern.
- 32:29 Matthias Finkbeiner
Ah, schön.
- 32:29 Ronald M. Arndt
Ja, die hat nie wieder einer gewollt, aber es hat auch keiner mehr bei mir angerufen, ob ich noch mal kommen will. Also wenn ihr die wieder braucht, die haben es dann wahrscheinlich übernommen.
- 32:39 Matthias Finkbeiner
Ja, das Moropo war unser zweites Projekt, das wir angegangen sind.
- 32:44 Ronald M. Arndt
2011 schon, ne? 2011 schon. Liegt schon ein Weilchen zurück.
- 32:47 Matthias Finkbeiner
Liegt schon ein Weilchen zurück, genau. Und so hat sich die Gruppe immer vergrößert. Das ist auch sag mal, Teil der, ja, der, das, das ist so auch, auch ein großer Teil der Legacy, wenn man so nehmen will, von Sebastian und mir bisher. Wir sind ja auch noch jung. Die Traube, die Entstehung der Traube Group ist, ist für uns ganz toll und wichtig. Und das kleine Geheimnis dahinter, an jedem unserer Betriebe arbeiten ehemalige Traubianer in der Leitungsposition. Also man nennt es so Betriebsleiter, in Marburg jetzt ein Hoteldirektor. Das sind alles Leute, die schon mal die Traube-Luft geschnuppert haben und unsere Philosophie verstehen. Und das ist eben ein ganz tolles Asset, das wir haben. Wir haben ein großes Netzwerk an Ehemaligen, das wir da aktiviert haben, um uns da zu unterstützen.
- 33:47 Ronald M. Arndt
Ja, ja, die 80 Michelin-Sterne haben wir schon vorher aufgezählt, wovon der Joerg Boeckeler leider keinen abbekommen hat, soweit ich weiß. Aber wie würden Sie das bezeichnen? Also es geht ja nicht drum, irgendwie das Gestern und Heute zu vergleichen, aber dieser Move, dieser Strategieansatz, größer denken, ist ja absolut falsch. Mir fällt's— ich komme jetzt nicht auf eine—
- 34:11 Sebastian Finkbeiner
diversifizieren, diversifizieren.
- 34:14 Ronald M. Arndt
Geht's um Risiko oder geht's um Geht es um einfach Opportunitäten. Ja, das ist einfach eine Möglichkeit am Ende.
- 34:20 Sebastian Finkbeiner
Also wie gesagt, zu zweit das weitermachen, was die Generation vorher gemacht hat.
- 34:27 Ronald M. Arndt
Und auch das, was man gut kann, einfach weitertragen.
- 34:31 Sebastian Finkbeiner
Weitertragen, genau. Und wie gesagt, die Möglichkeiten nutzen an verschiedenster Stelle. Was sich durch die Traube Group immer durchzieht, ist, egal wo wir tätig sind, muss es was Gutes zum Essen und zum Trinken geben. Und das mögen wir am besten, das können wir am besten. Und das gibt es an vielen Stellen. Und das ist ja einmal Morepo sogar als Hotel, aber eben doch anders, weil es doch einen anderen Markt bedient. Geschäftsreisende und Kongresse, natürlich auch private Gäste oder private Feiern an den Wochenenden, aber eben doch andere Spitzenzeiten. Dann das neue Schloss in Meersburg am Bodensee, eine Eventlocation ohne Übernachtung. Dann die Betriebsgastronomien, die Kantinen, jetzt 2 in Stuttgart, eine in Regensburg. Im November macht eine in Karlsruhe auf. Nächstes, ja, spätes Frühjahr, Sommer, je nachdem wie da der Baufortschritt ist, eine dritte in Stuttgart. Und als jüngstes Kind ja der BBBank Wildpark, das Stadion in Karlsruhe, was wir im VIP-Bereich, im Hospitality-Bereich dort becatern dürfen. War gestern ganz spannend. Jetzt weiß ich nicht, ist der Podcast zeitlich oder können wir ganz aktuell reden? Gestern war Schalke da, 1680 Gäste, die gleichzeitig da einen schönen Menü bekommen haben auf verschiedenen Ebenen.
- 36:03 Ronald M. Arndt
Hat auch nicht geholfen, glaube ich.
- 36:04 Sebastian Finkbeiner
Doch, natürlich, Karlsruhe hat 3:0 gewonnen. Also es war ja für Schalke, weil ja, wir sind ja froh, dass Karlsruhe gewonnen hat. Schalke hat das Problem.
- 36:16 Ronald M. Arndt
Ja, genau, das habe ich mitbekommen. Und so aktuell sind wir auch mit Ihrem Hotel-Podcast. Okay, ich meine, immer in diesem Zusammenhang generell Hotellerie und noch viel mehr Familienunternehmen, Familienhotels, ist ja immer dieses Personalthema so ein bisschen auch Ja, das große Projekt, was man jetzt nicht in einer Reihe mit Brand und Corona nennen kann, aber irgendwo irgendwann kommt es da.
- 36:37 Matthias Finkbeiner
Das Thema haben alle. Also das Thema haben wir alle.
- 36:39 Ronald M. Arndt
Und das ist jetzt aber schon mal spannender.
- 36:41 Matthias Finkbeiner
Ja, aber für uns ist es auch, ja, muss man ehrlich sagen, bei all dem Gejammer, was man immer darüber hört, auch spannend gewesen. Wir sind ganz neue Wege gegangen, und zwar außereuropäische Wege. Wir haben ganz tolle Leute aus Tunesien, Ägypten, Ägypten für uns gewinnen können, sind dort auf Hotelfachschulen zugegangen, ganz aktiv. Also ja, langjährige Leute von uns sind dorthin gefahren, haben, haben ja mit den jungen Leuten gesprochen, haben für uns Werbung gemacht, warum nicht mal nach Deutschland kommen, einige Zeit arbeiten, was dazulernen vielleicht. Und ja, für die ist das ja ein Move, ein Push für ihre Karriere. Sie können bei uns nach wie vor sehr viel lernen, fachlich lernen, und somit können wir gar nicht so jammern über den Personalmangel. Wir haben früh agiert und sind sehr dankbar um die Leute, die wir aus dem außereuropäischen Ausland bekommen, um die europäischen Mitarbeiter, die deutschen Mitarbeiter zu unterstützen. Was heißt zu unterstützen? Sie sind absolut auf einem Level mit unseren Leuten. Einziges Thema ist natürlich die Sprache, darf man nicht drum rumreden. Da muss man sich reinhängen, Sprachkurse anbieten, Prüfungen machen und da auch ja ein bisschen drauf bestehen, dass das auch besucht wird, diese Schulungen, weil klar ist, die Gäste sind das inzwischen auch gewohnt, dass man auch mal Englisch spricht oder Französisch. Das ist gar nicht das, aber es kommt natürlich durch die Sprachbarriere, kommt es auch so im Arbeitsprozess zu Missverständnissen, die dann zu Situationen führen, dass der Gast vielleicht mal ein anderes Gericht bekommt, als er bestellt hat und Kleinigkeiten. Aber das kann man doch dann durch Schulungen sehr stark auch verändern. Und von daher sind wir sehr dankbar und können eigentlich nicht behaupten, dass es uns ganz schlecht geht. Natürlich ist es sehr schwer geworden, brauchen wir nicht drumherum reden. Das hat nichts mehr mit der Situation früher zu tun, dass sich die Bewerbungen gestapelt haben. Das ist lange nicht mehr so. Aber da glaube ich, das kann jeder einzelne Kollege zumindest in Deutschland bestätigen.
- 38:52 Ronald M. Arndt
Aber mir wird die Dimension, die Logik hinter der Traube Group immer, immer klarer. Denn auch sowas, selbst der Begriff Traube Group, wenn ich mit dem im Ausland unterwegs bin und sage, hier, ich habe einen Standort da und da und da, wir machen das und das, das ist natürlich pures, pures HR-Marketing, ne.
- 39:09 Matthias Finkbeiner
Wir können viele verschiedene Wege, Karrieremöglichkeiten zur Verfügung stellen, und wir können vor allem auf auf individuelle Lebenssituationen der Mitarbeiter reagieren.
- 39:24 Sebastian Finkbeiner
Also das, das sage ich mal, der häufigste Weg ist ja, dass jemand eine Hotelküchenerfahrung hinter sich oder Restaurationsküchenerfahrung gesammelt hat und dann junger Familienvater ist und die Arbeitszeiten eben nicht mehr passen für einen gewissen Zeitraum und man dann eben reagieren kann. Und so sind dann einige in unsere Betriebsgastronomien gegangen, wo natürlich Montag bis Freitag, zwar sehr früh, das muss man auch immer können. Also das muss man auch können, um 6 Uhr morgens anzufangen. Und aber eben wie gesagt Wochenende, Weihnachten, Ostern dann frei zu haben. Und da kann man auf die gewissen Bedürfnisse von Mitarbeitern eben eingehen. Und da kriegen wir natürlich auch einen sehr guten Ruf oder ein sehr gutes Miteinander mit unseren Mitarbeitern, was sich nach außen trägt, eben zustande. Und ich glaube, ja, das als Traube Group so zu leben, das ist für uns eigentlich ein sehr, sehr guter Weg, der sich nützlich gemacht hat. Und am besten sieht man es daran, wie Matthias das gesagt hat, wenn viele, viele Ehemalige zu uns zurückkommen und hier dann, nachdem sie weltweit Erfahrung gesammelt haben, hier tatsächlich auch einen festen Punkt suchen, wo sie bleiben wollen. Das ist für uns eigentlich das größte Lob, weil wenn einer freiwillig zurückkehrt, das ist das größte Kompliment.
- 40:49 Ronald M. Arndt
Und da noch in einem Betrieb nach Wahl, wo er eben gerade reinpasst, sich austoben kann. Und irgendwo spielt ja auch da rein, noch mal mehr Mitunternehmer sein. Weil je mehr ihr da an Standorten, an Produkten habt etc., desto mehr Identifikation noch mal am Ende mit dem Traube-Produkt.
- 41:09 Sebastian Finkbeiner
Das stimmt, ja. Müssen alle autark laufen natürlich. Also es ist nicht so, dass wir aushelfen, wenn jetzt ein Heimspiel ist, was ausgebucht ist, ist ganz klar. Aber auf einer täglichen Basis dürfen die Betriebe sich nicht gegenseitig schwächen und die Leute da abziehen. Die sind alle sehr autark, aber sie identifizieren sich alle mit der Traube Tonbach. Und es gibt natürlich auch so einen gewissen Schub, immer so eine Extrameile zu laufen, gerade wenn es um die Kulinarik geht, zu zeigen, da steht Traube drauf, da ist Traube drin. Also müssen wir auch was Besonderes draus machen.
- 41:43 Ronald M. Arndt
Wo haben Sie sich oder wo holen Sie sich so diese neuen Ansätze her, diese Impulse?
- 41:50 Sebastian Finkbeiner
Das wächst von einem aufs andere und das sind Offenheit. Ich würde sagen Offenheit, Offenheit für Neues ist, glaube ich, unsere Philosophie, weil irgendwann standen wir alle vor der Situation, ja, wir haben ein paar Caterings gemacht, dann kam die Idee, das neue Schloss in Meersburg als Festevent Eventlocation zu pachten, ein Schritt 1, ein zweites Hotel zu übernehmen mit damals 88 Mitarbeitern, ein Riesenschritt, dann das Traube-Produkt in die Betriebsgastronomie zu übersetzen und da dann seinen Namen draufzuschreiben. Das hat natürlich bei den altvorderen und langjährigen Mitarbeitern ein bisschen Überwindungsarbeit gekostet, dass die da sagen, ja, das machen wir. Weil wir wirklich auch so kochen, wie wir das, wo wir auch da Traube Thonbach draufschreiben können. Und ja, das ist die Offenheit für Neues, die Möglichkeiten uns gegeben haben, aber eben mit einer ganz klaren Strategie. Wir können außen nur glänzen, wenn die Traube Thonbach, das Mutterschiff, eben gesund dasteht. Wir können unterstützen und können auch den Namen, sage ich mal, dort woanders unterbringen. Aber der Name ist eben nicht nur Marketing, sondern der verpflichtet ab Tag 1 der Eröffnung und garantiert dem, der dort dann hinkommt, ein gewisses Qualitätsmaß. Aber es verlangt es uns halt auch ab, wenn wir es draufschreiben. Und ja, ich denke mal, mit der Offenheit für Neues sind wir jetzt gegangen. Die Diversifikation hat sich als Riesenvorteil für uns entpuppt. Corona, bestes Beispiel, aber eben auch wirtschaftliche Veränderungen. Mal ist die private Hotellerie, war früher zugemacht, die, sage ich mal, Kongresshotellerie später, aber dafür auch versetzt wieder aufgemacht. Und ich glaube, diese Diversifikation hat uns in der Zeit doch öfters mal den Allerwertesten gerettet oder zumindest das Leben sehr viel leichter gemacht.
- 43:56 Ronald M. Arndt
Ja, ja, 1789 ging es damals los, ja, der Französischen Revolution, und irgendwie Es macht richtig Spaß, da Ihnen zuzuhören und an die nächsten über 230 Jahre zu denken. Wer weiß, was da noch alles möglich ist mit so viel auch neuer Energie, ganz klar, neuen Impulsen. Gibt es so was, wo er sagt, hier 2024, da freuen wir uns jetzt schon drauf?
- 44:20 Matthias Finkbeiner
Also was man dazu sagen kann, wenn man jetzt zum Schluss noch einen Zukunftsausblick machen will: Wir haben natürlich nicht nur ein Stammhaus, wir haben auch hier unser Haupthaus, in dem eben die meisten unserer Zimmer der Gäste sind. Und auch hier wollen wir technisch eingreifen im Zuge von Umbauten in den nächsten Jahren. Also ich denke 2024, habe ich jetzt mal, Sie sagten 2024, da ist mal der Hauptbeginn der Planungen. Ob wir dann mit 2024 mit den ersten Baumaßnahmen schon beginnen, wissen wir noch nicht. Die Planungen in so einem alten Gebäude, das Haupthaus ist ja noch sehr alt, sind natürlich sehr komplex statischer Natur, technischer Natur, Leitungen, Stromleitungen, Wasserleitungen und, und, und. Das muss sehr gut geplant sein, aber da haben wir einiges vor, noch zu investieren und auch ja so umzubauen, dass auch hier wie unten der Gast einen neuen Geist spürt, der aber immer der alten Tradition, die wir hier im Haus haben, gerecht wird. Das ist uns ganz wichtig. Aber das ist so das, was, wenn nichts anderes Größeres passiert, auf uns noch zukommt. Und das ist etwas, auf das wir uns auch sehr freuen. Die Planungen sind gestartet, die Architekten sind ausgewählt, die sind schon fest am Ideenschmieden. Architektensichtideen und uns demnächst die ersten Vorschläge, die ersten grundsätzlichen Vorschläge vorzustellen. Da freuen wir uns drauf. Also das ist so eine, ja, Mammutaufgabe, die noch auf uns zukommt, aber eine schöne auch.
- 46:08 Sebastian Finkbeiner
Und wie vorher erwähnt, haben wir noch 2 Betriebsöffnungen, einmal im Dezember, Ende Dezember können wir schon mal 2024 dazuwurschteln, und dann eben im späten Frühjahr. Und ja, das sind zwar gewohnte Konzepte, die wir dort eröffnen, also nichts ganz Neues für uns, aber neue Köpfe, neue Mitarbeiter, neue tolle Leute, die mit eigenen Ideen uns dann auch wieder vorantreiben. Und ja, wenn wir die beiden Betriebe dann eröffnet haben, werden wir nächstes Jahr dann über 600 Mitarbeiter insgesamt haben. Und für uns eben ein schöner Weg, der uns sehr, sehr zuversichtlich macht, Einfach, dass wir hier in der Traube uns weiterentwickeln können, die ganzen Umbaumaßnahmen umsetzen können, aber eben auch in der Traube Group immer ein bisschen wachsen.
- 46:56 Ronald M. Arndt
Super, ausgezeichnet, tolle Ideen, vieles passiert. Was in der Zukunft noch?
- 47:04 Matthias Finkbeiner
Ja, einfach kommen Sie nächstes Jahr wieder, dann erzählen wir Ihnen bestimmt mal wieder was Neues.
- 47:10 Ronald M. Arndt
Verteilt auf starke Schultern. Hat viel zusammen erlebt. Wer weiß, soll jetzt nichts noch Großes passieren in der Zukunft. Schlimmer wird's nicht mehr. Aber dafür wünsche ich alles Gute und ich freue mich schon aufs nächste Jahr. Ja, und dass ich es mal wieder hier zu euch in die Traube Thunbach geschafft habe.
- 47:29 Matthias Finkbeiner
Immer herzlich willkommen.
- 47:30 Ronald M. Arndt
War lange mein Ziel, hat ein Weilchen gedauert im Hotel-Podcast, aber ich habe es geschafft. Vielen, vielen Dank. Danke Ihnen. Danke.
- 47:36 Sebastian Finkbeiner
Ciao.
- 47:37 Ronald M. Arndt
Tschüss.