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South Tyrol · Episode #6 · 13.07.2026 · 39 Min

Eva Zelger, Brigitte Zelger & Daniel Mahlknecht, Green Luxury Hotel Pfösl

Eva Zelger, Brigitte Zelger & Daniel MahlknechtGreen Luxury Hotel Pfösl
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Aufgenommen: Green Luxury Hotel Pfösl, Deutschnofen

Standbild aus der Episode mit Eva Zelger, Brigitte Zelger & Daniel Mahlknecht South Tyrol39 Min

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„Luxus ist für uns nicht die Quantität, sondern die Qualität. Weniger Dinge, aber echte.“

Eva Zelger, Brigitte Zelger & Daniel Mahlknecht, 20:23

Eva und Brigitte Zelger und Daniel Mahlknecht führen das Pfösl in Deutschnofen in dritter Generation. Sie erzählen Ronald M. Arndt, wie sie sich zwei Jahre lang auf den großen Umbau 2017 vorbereitet haben, warum am Buffet kein Orangensaft steht und was sie unter Green Luxury verstehen. Dazu kommen regionale Kreisläufe im Eggental, das Regenerationsprogramm mit vier Säulen und die Frage, ob die fünf Kinder einsteigen.

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Kernaussagen

  1. Zwei Jahre Vorbereitung: Vor dem Umbau 2017 arbeiteten die drei rund zwei Jahre an der Philosophie, brachten sie zu Papier und schrieben danach einen Architekturwettbewerb aus. Daniel Mahlknecht stieg 2017 ein, nach 20 Jahren in einem anderen Beruf.
  2. Evolution statt Revolution: Daniel Mahlknecht sagte, am Pfösl wolle man keine Revolutionen anzetteln, unternehmerisch und auch nicht für die Gäste. Nach dem Umbau zog die Familie eine zweite Führungsebene ein und holte sich Hilfe bei der Organisation.
  3. Regional und saisonal: Am Buffet gibt es keinen Orangensaft, keine Erdbeeren im Winter und keine Bananen. Frisch gepressten Orangensaft bekommen Gäste auf Bestellung, und der Chefkoch bringt Produkte dann auf den Tisch, wenn sie am besten sind.
  4. Vier Säulen Regeneration: Vor sechs, sieben Jahren entwickelte die Familie mit einem Kollegen ein Regenerationsprogramm aus vier Säulen: gesunde Ernährung, körperliche Fitness, mentale Balance und Freude am Schönen.
  5. Nachfolge ohne Druck: Die fünf Kinder sind aus dem Teenageralter heraus, ein Sohn arbeitet an der Rezeption mit. Die Eltern machen keinen Druck, würden sich über eine vierte Generation aber freuen.
Shownotes zur Episodeaus dem Podcast-Feed

Wie gelingt es, ein familiengeführtes Hotel über Generationen hinweg weiterzuentwickeln, ohne dabei die eigenen Werte aus den Augen zu verlieren?

In dieser Episode des HOTEL-PODCAST SOUTH TYROL sprechen wir mit Eva und Brigitte Zelger sowie Daniel Mahlknecht vom Green Luxury Hotel Pfösl in Deutschnofen über den Wandel vom traditionellen Familienbetrieb zu einem der konsequentesten Nachhaltigkeitshotels der Alpen.

Im Mittelpunkt stehen die Themen Green Luxury, Regeneration, Architektur, regionale Kreisläufe und die Frage, wie sich Gastfreundschaft neu definieren lässt.

Die drei Gastgeber erzählen, warum sie bewusst auf Evolution statt Revolution setzen, weshalb Qualität wichtiger ist als Quantität und wie aus einer klaren Philosophie langfristig genau die Gäste entstehen, die ihre Werte teilen.

Außerdem geht es um die Entwicklung des Tourismus in Südtirol, die Zusammenarbeit mit regionalen Produzenten, den Einfluss von Architektur und Design auf das Gästeerlebnis sowie um die Herausforderungen eines familiengeführten Betriebs im Spannungsfeld zwischen Tradition und Innovation.

Eine inspirierende Episode über Unternehmertum, Nachhaltigkeit und die Kraft eines klaren Wertekompasses.

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Transkript

Transkript öffnenTranskript schließen39 Min · Ronald M. Arndt und Eva Zelger, Brigitte Zelger & Daniel Mahlknecht

Automatisch transkribiert mit AssemblyAI, Sprecher automatisch zugeordnet. Nicht redigiert.

  1. 00:00
    Ronald M. Arndt

    Ja, guten Morgen, Brigitte. Guten Morgen, Eva. Guten Morgen, Daniel. Wisst ihr was? Ich habe mir hier meinen ganz persönlichen Lieblingsort bei euch ausgesucht. Vielleicht könnt ihr kurz schon mal eingehend sagen, wo wir sitzen heute Morgen. Ist ja auch, wer möchte.

  2. 00:18
    Eva Zelger

    Ja, wir sitzen hier direkt unter der uralten Scheune, die unsere Ururgroßmutter gebaut hat. Also Brigittes und meines. Und ja, mit dem wunderschönen Ausblick auf die Dolomiten.

  3. 00:33
    Daniel Mahlknecht

    Genau.

  4. 00:33
    Ronald M. Arndt

    Und nicht nur das, nicht nur der schöne Ausblick auf die Dolomiten, sondern man sieht natürlich auch das Hotel, die Suiten, den Kräutergarten, wo wir auch gleich noch mal drauf zu sprechen kommen. Habt ihr jeweils so einen Lieblingsort oder kann man das so pauschal gar nicht sagen? Gibt es da einen?

  5. 00:48
    Brigitte Zelger

    Ja, mein Lieblingsort ist hier an den Kräuterbeeten. Wenn ich Zeit habe, dann komme ich her, halte mich auf, arbeite ein bisschen im Beet, in der Erde oder in den Gärten, in den Äckern, ja, und beim Wandern.

  6. 01:01
    Ronald M. Arndt

    Ja, Daniel?

  7. 01:03
    Daniel Mahlknecht

    Ja, wenn ich mal Ruhe haben will—

  8. 01:05
    Ronald M. Arndt

    Nicht der Weinkeller, ja?

  9. 01:06
    Daniel Mahlknecht

    Nein, nein. Nur zu ganz bestimmten Angelegenheiten. Na, mein Lieblingsort ist eigentlich unsere Alpine Lounge. Und wenn ich mal richtig Ruhe haben will, gemütlich einen Kaffee trinken will, Sachen nachdenken will, dann setze ich mich dorthin. Und ja, schöner Ort, ruhiger Ort, guter Ausblick.

  10. 01:27
    Eva Zelger

    Ja, also mein Lieblingsort ist der Wald, aber hier beim Pfösl finde ich jeden Ort, also jeden Platz sehr schön, weil einfach diese Weitläufigkeit, dieses, ja, der Innenhof, das Grün, diese Natur, die einem so berauscht, und natürlich auch im Saunabereich. Also es ist rundherum, gibt es viele Lieblingsplätze.

  11. 01:46
    Ronald M. Arndt

    Gar kein Anfang, gar kein Ende, ja, sondern du sagst gerade Wald, Wiesen. Also wie weit reicht das? Also schon weitläufig noch, ne?

  12. 01:56
    Daniel Mahlknecht

    Ja, wir haben hier rund ums Haus haben wir circa 35 Hektar an Wiesen und Wäldern. Ja, und diese und auch das Hochplateau natürlich ist von Vorteil. Wir haben einen wunderschönen Ausblick, eigentlich 360-Grad-Ausblick und überall, wo man sich hier hinstellt, kann man es genießen und das hören wir auch von unseren Gästen an.

  13. 02:19
    Ronald M. Arndt

    Ja, man hat die Ruhe auf der einen Seite, aber man hat auch solche Flächen wie hier, denn hier kann man sich wunderbar abends hinsetzen und dann noch ein paar andere Gäste kennenlernen, was mir auch besonders gut gefällt. Ja, du hast es gerade schon gesagt, ihr beide seid Geschwister. Das heißt, ihr seid hier im Pfösl groß geworden, oder?

  14. 02:41
    Eva Zelger

    Auch.

  15. 02:42
    Ronald M. Arndt

    Also groß geworden als Kind, hier auf die Welt gekommen in der Gegend?

  16. 02:46
    Eva Zelger

    Ja.

  17. 02:46
    Ronald M. Arndt

    Wie sah es damals aus? Was haben die Eltern damals hier gemacht?

  18. 02:50
    Brigitte Zelger

    Ja, es war natürlich viel einfacher, viel kleiner. Aber die Geschichte reicht ja schon viel länger zurück, bis auf 1510, wo die erste Nennung war. Und da gibt es ein Bildstöckchen auf dem Pföslgrund. Danach dieses alte Backhaus hier gleich hinten. Das ist von 1730. Und da backen wir einmal in der Woche am Donnerstag frisches Brot.

  19. 03:14
    Ronald M. Arndt

    Ihr seid groß geworden hier in einem Gasthaus und die Eltern haben sich dann entschlossen, schon relativ bald ein 4-Sterne-Haus draus zu machen. Also das heißt, der Mut, das Ganze weiterzuentwickeln über die Jahre, kommt von Eltern.

  20. 03:26
    Eva Zelger

    Aber ja, wir waren allerdings schon erwachsen zu der Zeit. Also Brigitte war damals im Studium, wenn ich mich nicht irre, in den 90er Jahren. Und ich war schon hier. Ich war schon zu Hause und habe ja schon mithelfen dürfen. Aber das war noch die Aktion, die letzte große unserer Eltern damals. Die letzte große, das heißt Umbau und eben von 3 auf 4 Sterne zu gehen. Und wie anfangs oder vorhin schon besprochen, ist alles ein Prozess. Man macht etwas und das, und es passiert dann etwas. Also jede Entscheidung, jeder Umbau, Alles tun verändert Dinge und die gehen nicht von heute auf morgen und mit dem Umbau allein ist es nicht getan, sondern dann beginnt ja ein neuer Abschnitt.

  21. 04:22
    Ronald M. Arndt

    2017 war dann auch ein neuer Abschnitt. Daniel, ich glaube, wann bist auch du ungefähr wirklich eingestiegen in das Projekt?

  22. 04:30
    Daniel Mahlknecht

    Ja, genau. Also 2017 war sicher der größte oder die größte Erweiterung, der größte Umbau, seit es Pfösl gibt. Und wir haben uns darauf wirklich sehr, sehr intensiv vorbereitet. Wir haben ungefähr 2 Jahre vorher schon über Philosophie geredet. Wie können wir die schärfen? Was können wir verändern? Was macht uns aus? Wie möchten wir es haben? Und wie soll Pfösl auch in 10, 15, 20 Jahren aussehen? Ja, wir haben uns darauf vorbereitet. Wir haben alles Mögliche gemacht, das auch zu Papier gebracht und haben haben dann einen Architekturwettbewerb gestartet und unser Architektenbüro dann ausgewählt und den Umbau durchgezogen. Und 2017 war auch für mich ein besonderes Jahr, weil ich damals in den Betrieb eingestiegen bin. Ich habe 20 Jahre was ganz anderes gemacht und deshalb war es eine spannende Zeit. Aber wie schon vorhin Eva gesagt hat, wir dachten, damit wäre es getan und wir wären ein tolles Hotel. Aber dann fing die Arbeit erst wirklich an, vor allem an der Software, Mitarbeiter vor allem. Neue Organisation, Mitarbeiter, alles etwas größer und, und, und, und, und.

  23. 05:46
    Ronald M. Arndt

    Also ja, ja, wie groß war der Sprung?

  24. 05:48
    Daniel Mahlknecht

    Also wir dachten, es wäre ein Klacks, aber der Sprung war relativ groß, jetzt rückblickend, weil einfach, ja, wir mussten uns anders orientieren. Wir haben damals eine zweite Führungsebene eingezogen, wir haben natürlich Mitarbeiterzahl erhöhen müssen, aber wir dachten, das ging ja alles so nebenbei, wie halt immer, wie es schon vorher über mehrere Generationen gelaufen ist. Aber nein, das war dann schon etwas heftiger. Aber wir haben uns dann auch Hilfe geholt, haben uns da reingefuchst und ja, das weiterentwickelt. Und mittlerweile können wir sagen, ich glaube, wir haben es jetzt im Griff.

  25. 06:29
    Eva Zelger

    Das haben wir schon länger, aber es läuft gut, oder?

  26. 06:35
    Brigitte Zelger

    Ja, und es entwickelt sich ganz viel, und das ist schön. Ich glaube, im Arbeiten oder im Tun, wir sind 3 verschiedene Menschen, Wir sind 3 verschiedene Charaktere und jeder bringt so seine Ideen mit. Und ich glaube, das inspiriert uns auch immer wieder, jeden Tag auch Sachen umzusetzen, Sachen weiterzubringen. Und gemeinsam mit unseren Mitarbeitern haben wir ganz, ja, ein tolles Tun.

  27. 07:00
    Daniel Mahlknecht

    Ja, und man kann auch sagen, die Basisarbeit, die wir damals geleistet haben, auch wenn sie lange gedauert hat und aufwendig war, das sind Also diese Arbeit von damals, die ist, das ist nach wie vor heute Leitplanken, an denen wir uns sehr, sehr gut orientieren können und die wir Jahr für Jahr immer wieder verfeinern in allen möglichen Spektren des Unternehmens.

  28. 07:25
    Ronald M. Arndt

    Haben sich die Gäste auch mitentwickeln müssen oder wart ihr ein bisschen Vorreiter, weil ihr seid wirklich mit dieser Naturnähe auch groß geworden mit den Werten?

  29. 07:34
    Brigitte Zelger

    Ja, also natürlich, so wie auch in der unternehmerischen Laufbahn, war das natürlich auch bei den Gästen ein Umschwung. Also wir haben damals die Preise natürlich angehoben und neue Gäste angesprochen. Die alten Gäste natürlich sind teilweise auch weggebrochen. Aber vor allem, wenn wir dann nach Corona uns für einen wirklich besonders achtsamen und verantwortungsbewussten entschieden haben und wir drei hinter diesem Weg mit beiden Beinen ganz dahinter gestanden haben, hat sich bei uns sehr viel verändert. Also wir haben natürlich auch das in der Kommunikation so verankert, dass wir viele Sachen nicht mehr möchten, dass wir Verantwortung übernehmen möchten gegenüber Menschen, gegenüber Ressourcen, gegenüber allen Sachen, die wir einfach jeden Tag entscheiden. Und das hat natürlich die Gästeschicht verändert. Jetzt können wir schon mit Stolz sagen, haben wir die richtigen Gäste gefunden. Seit 1, 2 Jahren hat sich das super entwickelt. Gäste, die das Pfösl suchen, sind im Pfösl zufrieden. Und das ist eine ganz große Genugtuung, weil wir endlich das geschafft haben, was wir jetzt seit 10 Jahren eigentlich jeden Tag auf dem Papier lesen. Und warum geht das nicht? Und hier geht es nicht und da geht es nicht. Und aber ich glaube, jetzt sind wir an einem guten Punkt angekommen. Natürlich waren wir damals Vorreiter im Thema Nachhaltigkeit oder in dieser Verantwortung übernehmen, und da haben die Gäste das noch als Verzicht gesehen. Heute gibt's Verlust, Verzicht, Angst. Urlaub ist ja ganz was anderes. Aber jetzt haben wir es wirklich geschafft, dass viele Menschen genau solche Urlaubsemotionen, Erlebnisse suchen, und wir können dabei sein.

  30. 09:30
    Eva Zelger

    Und es sind, darf ich noch hinzufügen, es sind ganz viele alte Stammgäste, teilweise noch von unseren Eltern, immer noch da. Also es ist nicht ein großer Umbruch gewesen, sondern ja, ein mittelgroßer, nennen wir es mal so, oder?

  31. 09:47
    Daniel Mahlknecht

    Ja, es war generell eine Evolution. Also wir möchten hier beim Pfösl keine Revolutionen anzetteln, unternehmerische, und auch nicht für unsere Gäste, sondern wir möchten uns, das heißt, aus der Geschichte lernen, den Umgang mit der Natur weiter pflegen, achtsam mit allem umgehen, was uns umgibt. Seit Corona mittlerweile haben wir auch verstanden, wir müssen uns wieder fürs Dorf öffnen. Also das sind viele, viele Aspekte, die wir mit einbeziehen müssen, aber immer evolutionär und nicht große Katz. Wir sind ja auch hier 3 Familien, die hier am Ort leben. Und auch das heißt, wir möchten das Unternehmen und unsere Familien, dass das alles gut zusammenpasst, dass es alles homogen ist, dass wir uns wohlfühlen. Und wenn wir es so machen, wie wir es gerne hätten, dann hoffen wir auch, dass es unsere Gäste lieben.

  32. 10:41
    Ronald M. Arndt

    Also mir als Gast ist natürlich aufgefallen, mit welcher Konsequenz ihr hier rangeht. Und so gibt es beispielsweise morgens beim Frühstück keinen Orangensaft. Ist das wahr oder habe ich nur nicht gefunden?

  33. 10:53
    Brigitte Zelger

    Es gibt keinen am Buffet.

  34. 10:56
    Ronald M. Arndt

    Was sagst du?

  35. 10:57
    Brigitte Zelger

    Es gibt keinen am Buffet.

  36. 10:59
    Eva Zelger

    Gäste können ihn bestellen.

  37. 10:59
    Brigitte Zelger

    Wir haben, wir Wir haben welchen da. Wir haben das eigentlich schon seit sehr langer Zeit. Keine Erdbeeren im Winter, keine Bananen, keine Themen, weil wir einfach regional, saisonal die Themen oder die Produkte auf den Tisch bringen möchten, um auch die Gäste ein bisschen zu inspirieren, dass wir nicht zu jeder Zeit alles verfügbar haben und auch nicht immer alles hier haben. Orangensaft gerne morgen früh bestellen. Wir haben frisch gepressten Orangensaft.

  38. 11:30
    Ronald M. Arndt

    Auch die Auswahl, die Auswahl an anderen Säften war groß genug. Und genau das, du hast inspiriert, ihr habt inspiriert. Ja, das ist ja.

  39. 11:38
    Eva Zelger

    Und also angefangen haben wir schon sehr früh damit, denn zum Beispiel die Erdbeeren im Winter, die schmecken ja gar nicht. Und das war eigentlich, oder auch die Tomate im Winter. Also wir haben es mittlerweile mit unseren Mitarbeitern, vor allen Dingen auch mit unserem Chefkoch geschafft, die Produkte den Menschen dann zu bringen, wenn sie am besten sind. Und also einmal wurden wir zu einem Interview eingeladen und mir kam das dann so, und das ist auch das, was wir alle drei wollen. Wir wollen den Gästen das geben, was wir lieben und nicht das, was Südtirol sonst ja alles produziert, sondern das, was wir gern haben, möchten wir euch geben. Die Besonderheiten vom Platz.

  40. 12:24
    Ronald M. Arndt

    Ja, und somit gibt es einen großen Wandel im Angebot zwischen Winter und Sommer. Du hast es gerade schon gesagt, die Erdbeeren.

  41. 12:28
    Eva Zelger

    Ganz genau.

  42. 12:30
    Daniel Mahlknecht

    Natürlich hat uns dabei auch, oder unterstützt uns dabei unser Chefkoch immens. Der tickt genauso wie wir. Da haben wir wirklich Glück. Und ja, der zieht uns dann auch jetzt schon fast weiter und hat viele Ideen. Und das passt einfach 100% zu unserem Konzept.

  43. 12:53
    Ronald M. Arndt

    Jetzt hast du es vorher schon gesagt, Architekturwettbewerb, denn hier wurde ja nicht nur einfach angebaut, sondern es wurde ja wirklich genial für Designliebhaber erweitert. War das auch immer schon Teil eurer DNA, aber diese Designaffinität?

  44. 13:12
    Daniel Mahlknecht

    Nein.

  45. 13:12
    Ronald M. Arndt

    Oder verrätst du uns jetzt gleich, dass du 20 Jahre Architekt warst? Nein, nein, nein, nein, nein.

  46. 13:17
    Daniel Mahlknecht

    Das nicht. Nein, also Pfösl ist wie ganz, ganz viele Südtiroler Betriebe aus einem Bauernhof heraus, oder wie viele Südtiroler Gastbetriebe aus einem Bauernhof heraus entstanden. Und natürlich, damals war Design, Architektur kein Thema. Man hat es einfach gemacht. Es war die Aufbruchsstimmung, man hat es gemacht. Und Pfösl, wir führen das jetzt in dritter Generation, und da wurde über 2, 3 Generationen jetzt immer wieder dazugebaut. Weil man das musste, weil Bedarf da war. Und das ist wie eine Zwiebelschale, links, rechts, oben, unten, dann wieder links. Und entsprechend hat es dann auch ausgesehen. Jetzt nicht negativ gemeint, aber wir waren dann auch mal im lokalen Fernsehsender als Negativbeispiel drinnen. Und wir haben uns dann gesagt, nein, also das, so kann das nicht gehen. Wenn wir mal was anderes machen, dann müssen wir das korrigieren oder möchten das. Korrigieren. Wir möchten es anders haben. Und daraus auch die Idee, ja, Architekturwettbewerb und so weiter. Aber es hängt auch damit zusammen, wir 3 haben gerne schöne Dinge, und wir glauben auch, dass schöne Dinge dem Gast Wohlbefinden produzieren und dem Gast auch, ja, was geben. Aus dem ist eine gute Kombination, aus dem sich das dann halt alles ergeben hat jetzt.

  47. 14:37
    Eva Zelger

    Ja, wir wissen, dass Nicht wir glauben.

  48. 14:39
    Ronald M. Arndt

    Ihr wisst das.

  49. 14:40
    Eva Zelger

    Ja, das spüren wir selber. Schönheit oder ja, Schönheit, vor allen Dingen die Schönheit der Natur abzuschauen und mit der zu arbeiten. Ich glaube, das ist ein ganz spannendes Thema, dem wir uns tagtäglich widmen dürfen.

  50. 14:56
    Daniel Mahlknecht

    Ein Punkt natürlich war auch, Pfösl befindet sich hier jetzt am Eingang vom Dorf. Alle fahren vorbei. Wir sind hier eigentlich wie auf dem Präsentierteller. Auch das war natürlich ausschlaggebend dafür, dass wir gesagt haben, also wenn wir was machen, dann sollte das schon auch reinpassen, qualitativ reinpassen.

  51. 15:21
    Ronald M. Arndt

    Ja, mein Lieblingsort, wie gesagt, was man aber hier nicht sieht, ist natürlich der ganze Außenbereich, der Infinity Pool. Aber das ist der Eingang vom Dorf, ne? Da bin ich auch gestern hergewandert von St. Helena. Und was man sieht, ist dieser überhängende Infinity Pool ohne jegliche Stütze.

  52. 15:40
    Daniel Mahlknecht

    Das war die Idee von unseren Architekten und wir haben es nicht geschafft, dem Gerd diese Idee auszureden. Na ja, ist einer unserer tollen Punkte, wird viel genutzt.

  53. 15:53
    Ronald M. Arndt

    Kommt ihr selbst auch ab und an in Genuss der ganzen Landschaft hier auf der anderen Haussite? Oder muss man da besonders früh aufstehen?

  54. 16:01
    Eva Zelger

    Ich glaube, ich bin da besonders fleißig. Oder ich nehme mir am meisten Zeit, würde ich mal sagen. Also ich gehe gerne ins Schwimmbad, ich nutze die Sauna, ich gehe in die Yogastunden. Ja, doch, also nicht nur als Qualitätsprüfung, sondern weil es mir einfach Spaß macht.

  55. 16:17
    Ronald M. Arndt

    Und Gast, als Gastgeberin mittendrin, wunderbar. Jetzt habt ihr vorher schon Südtirol angesprochen. Entwickelt sich Südtirol eurer Meinung nach in die richtige Richtung? Gibt es auch so 2, 3 Sachen, die man einfach mal ansprechen darf und muss?

  56. 16:34
    Eva Zelger

    Welche magst du?

  57. 16:36
    Brigitte Zelger

    Ja, Südtirol hat sich, oder über die man spricht unter Hoteliersunternehmern, kompliziertes Thema. Ja, Südtirol hat sich natürlich in den letzten 20 Jahren sehr stark entwickelt, sehr gut entwickelt, und ich glaube, das ist auch auf unsere Mentalität zurückzuführen. Wir sind immer, oder waren immer, eine Minderheit und mussten uns immer Entwickeln, schnell sein, agil sein, weiterdenken, offen sein. Und so hat sich Südtirol auch gut entwickelt, also würde ich mal sagen. Wir haben sehr, sehr schöne Hotels, aber es hat sich in allen Richtungen entwickelt, nicht nur in der Hotellerie, in allen Richtungen der Hospitality, von Privatzimmervermietung über Urlaub auf dem Bauernhof. Also das Gesamtprodukt hat eine ganz, ganz tolle Qualität. Gekriegt, muss man sagen. Natürlich dem angebunden auch die ganze Weinwirtschaft, auch die ganzen Qualitätsprodukte. Und was mir besonders gefällt derzeit, ist dieses Umdenken auch in Richtung Zusammenarbeit zwischen Tourismus und Landwirtschaft. Also ich glaube, da haben wir ganz, ganz tolle Sachen erreicht, wenn es auch noch nicht alle verstanden haben. Aber ich glaube auch durch, durch einige Betriebe, die vorangehen und diese regionalen Kreisläufe wieder stärken, wieder ins Leben rufen. Hat auch unser Landesrat erst letzte Woche bei der BIM auch angesprochen, wo er gesagt hat, das ist noch ein großes Thema, was wir noch viel, viel besser unseren Gästen auch präsentieren können. Also wenn wir da noch neue Möglichkeiten des Anbaus in der Landwirtschaft ein bisschen herauskitzeln, das ist ja unsere Aufgabe. Wenn wir das vorgeben, dann machen die Bauern auch tolle Sachen. Und wir haben es hier im Eggental wirklich geschafft, und darauf sind wir wirklich stolz, dass wir diese regionalen Kreisläufe toll unterstützen, dass wir auf Augenhöhe mit der Landwirtschaft kommunizieren und ganz, ganz viele Betriebe jetzt auch ein Umdenken angegangen sind und Produkte für uns produzieren. Und was kann es Schöneres geben, als wenn man Hand in Hand geht und gemeinsam weiterentwickelt?

  58. 18:52
    Daniel Mahlknecht

    Wir verfolgen diese Entwicklung natürlich ganz genau und sind sehr sensibel auf alles, was rundherum passiert. Aber wir glauben, dass unser Produkt oder die Art und Weise, wie wir das machen, ein möglicher Weg ist, das hinzukriegen. Tourismus, achtsamer Umgang eben mit unseren Nachbarn, die Wertschöpfung im Ort zu behalten, den Gästen was zu geben, wo sie auch inspiriert werden und wo sie auch sehen, wie könnte man das machen, damit man heute achtsam, nachhaltig mit allem umgeht. Ja, wir versuchen das vorzuleben. Das ist einer unserer ganz, ganz wichtigen Punkte in unserer Unternehmensphilosophie. Möchten auch inspirieren, möchten Beispiele mitgeben, auch wenn es manchmal nur ganz, ganz kleine Dinge sind, und hoffen dadurch ja, denn die ganze Thematik, die uns heute beschäftigt mit Klimawandel, Overtourism und, und, und, und, und, nicht in den Griff zu bekommen, aber, aber was dazu zu tun, damit es funktionieren kann, zu gestalten, genau, positiv mitgestalten.

  59. 20:10
    Ronald M. Arndt

    Oder nennt euch ein Green Luxury Hotel. Ist das auch ein Trend? Das ist die Zukunft, grün, nachhaltig und Luxus. Ist Luxus am Ende vielleicht auch das?

  60. 20:23
    Eva Zelger

    Ich glaube, oder nein, ich weiß, weil ich war ja dabei, haben uns sehr viel mit Luxus in den letzten Jahren auseinandergesetzt. Und wir haben sehr früh dann schon, und auch da waren wir bestimmt Vorreiter, oder sind wir noch, mit Ja, was ist Luxus für uns? Und Luxus ist für uns nicht die Quantität, sondern die Qualität. Weniger Dinge, aber echte. Ja, reduzieren, entschleunigen. Nicht nur beim Essen, nicht nur beim Trinken, sondern auch beim, ja, den Tag gestalten, die Aktivitäten nutzen und Ja, das ist, glaube ich, der neue Luxus für den Gast im Pfösl. Entschleunigen, entspannen, regenerieren, neue Kraft schöpfen.

  61. 21:19
    Ronald M. Arndt

    Dieses Regenerieren habe ich jetzt schon oft gelesen und gehört, auch auf dem kleinen Kärtchen, was Sie hier bei meiner Ankunft geschrieben haben. Kraft tanken, regenerieren, genießen. Regeneration, das ist—

  62. 21:31
    Daniel Mahlknecht

    Ja, Regeneration ist einer unserer ganz, ganz wesentlichen Teile unserer Unternehmensphilosophie. Ist zwar ein etwas Veraltetes Wort, aber sehr wichtig. Aber extrem wichtig. Wir haben vor 6, 7 Jahren mit einem Kollegen, Freund, unser Regenerationsprogramm entwickelt, das 4 Säulen hat. Einmal die gesunde Ernährung, die körperliche Fitness oder Weiterentwicklung und mentale Balance. Und auf der anderen Seite eben die Freude am Schönen. Das sind 4 Punkte, die dazu beitragen, dass ich Energie tanke. Also das Wesentliche ist für uns im Urlaub, Energie zu tanken, wieder rauszugehen. Ob das jetzt, ob ich Energie verliere, familiär, unternehmerisch oder, oder jeder hat mal sowas. Aber wenn er zu uns kommt, dann sollte er wieder Kraft tanken. Und das ist ganz, ganz, ganz ein wesentlicher Punkt. Wir haben ihn damals mit Regeneration zusammengefasst. Mittlerweile geht es ja auch weiter mit Longevity und, und, und, und, und. Aber wir möchten auch noch mal zurückzukommen auf die Frage von von vorhin eben alles, was wir tun, mit Tiefgang, soweit es möglich ist, unseren Gästen weitergeben, mit Qualität. Und das ist eigentlich, und das verbunden mit Achtsamkeit und Nachhaltigkeit, hat dazu geführt, dass wir uns dann Green Luxury zu diesem Namen entschieden haben.

  63. 23:02
    Ronald M. Arndt

    Gibt es auch ab und an mal noch Ideen von, von Gästen? Hast vorher gesagt, viele, die sogar damals schon bei den Eltern da waren, oder als es noch nicht den großen Umbau gab 2017, ganz viel neu dazugekommen sind. Bringen die Sie auch ab und an so in die Weiterentwicklung ein mit, mit Ideen?

  64. 23:19
    Daniel Mahlknecht

    Ja, ich denke schon.

  65. 23:20
    Ronald M. Arndt

    Es kann auch Spaß machen, ne?

  66. 23:22
    Daniel Mahlknecht

    2 Frauen, also da muss ich schon Gas geben, dass ich dich, dass ich mich da einbringen kann.

  67. 23:29
    Ronald M. Arndt

    Ja, ja, aber gästeseitig Aber Sachen für Gäste, Gäste, natürlich.

  68. 23:37
    Eva Zelger

    Viele Gäste bringen ihre Wünsche und auch Anregungen dar und das wird alles besprochen, es wird diskutiert und ja, natürlich wird das, das ist immer ein Prozess, es ist ein Miteinander. Das muss ja unseren Gästen letztendlich gefallen, das Produkt.

  69. 23:56
    Daniel Mahlknecht

    Absolut. Also wir merken ja die, ihr seid ja sehr nah dran an dem Ganzen.

  70. 24:00
    Ronald M. Arndt

    Ja, wir sind gemerkt, habt ihr das?

  71. 24:01
    Daniel Mahlknecht

    Ja, wir Wir sind am Puls der Gäste und klar müssen wir uns nach den Gästen richten. Aber auf der anderen Seite haben auch wir unsere Vorstellungen und wir versuchen das dann so gut wie möglich hinzukriegen, dass wir sagen, ja, hier wäre zwar die Nachfrage extrem, aber das passt nicht mehr in unsere Philosophie. Und wie ich schon vorhin gesagt habe, wir haben da unsere Leitplanken und die helfen uns sehr, da zu unterscheiden. Wir sind da auch relativ spitz mittlerweile. Und wir merken auch, dass immer mehr, dass sich, wie soll ich sagen, dass wir immer mehr Gäste haben, die genau zu uns passen. Und das macht schon wirklich Spaß.

  72. 24:52
    Ronald M. Arndt

    Ich habe gestern eine relativ große Gruppe von euch, da dürften auch Kollegen aus dem Team dabei gewesen sein, vom Acker rüberlaufen sehen. Das ist auch Teil des Ganzen.

  73. 25:03
    Brigitte Zelger

    Ja, das ist ein Gemeinschaftsprojekt. Also in unserer, das ist eigentlich eine Passion, die wir alle teilen. Und wir möchten dadurch nicht nur den Gästen zeigen, dass wir so nah an der Natur leben, sondern dass die Natur uns wirklich ganz viel schenkt und dass wir auch hier wieder wirklich unsere echte Gastfreundschaft mit Gästen teilen. Gerade in diesen Zeiten, wo ganz viele Menschen alleine sind, wo sie sich vereinzelt irgendwo aufhalten und irgendwo an ihrem PC hängen, können wir vielleicht durch unsere ganzen Kräuterbeete, durch unsere, durch diesen Acker die Menschen wieder ein bisschen näher an die Natur führen. Und da ist auch wieder der Punkt, Begriff für mich immer. Green Luxury ist einfach mit der Natur leben, arbeiten und davon auch was nehmen, aber halt immer achtsam. Also das ist jetzt natürlich ein kleines Projekt mit unserem Acker, aber wir haben unsere Kollegen, Partner, Bauern, die uns täglich frisches Gemüse liefern. Hier bauen wir ganz viele Blumen an im Acker für die Deko, für jeden Tag was Frisches in der Vase, aber auch Gemüse. In den 3 Hochbeeten haben wir ganz besondere Themen, wo wir Brotkräuter für unseren Brotbackkurs anbauen, Salz, also alle möglichen Thymian-, Oreganosorten, Duftkräuter und natürlich ganz viele Blumen und Blüten, die dann auf dem Teller in der Küche für unsere Teesorten beim Frühstück, aber auch zum Räuchern in der Sauna. Also es zieht sich überall der grüne Faden durch. Der natürliche. Und das darf sich jeder von unserem Team an den Beeten, an den Äckern bedienen. Und das ist das Schöne, das ist ein tolles Gemeinschaftsprojekt.

  74. 26:58
    Ronald M. Arndt

    Ja, auf die Aufgüsse heute Abend freue ich mich schon wieder in der Sauna. Und jetzt gerade so zum Acker rüberschauen, dahinter habt ihr auch neu gebaut, auch 2017, oder? Spektakulär, die 3.

  75. 27:10
    Daniel Mahlknecht

    Ah ja, die 3 Lofts, ja. Da haben wir 2024 Ah ja, okay, relativ frisch. Ja, wir hatten im Stammhaus, hatten wir sehr, sehr alte Zimmer, die renovierungsbedürftig waren, einfach auch technisch renovierungsbedürftig waren. Und natürlich sind die Standards von vor 20 Jahren nicht mehr die, die wir heute anlegen müssen. Deswegen haben einige Zimmer verloren und dadurch haben wir eben die 3 Lofts dazu gebaut. Schönes Teil.

  76. 27:38
    Ronald M. Arndt

    Hier können sich dann Familien kleine Gruppen einfinden, die nicht ganz nur alleine sein möchten, sondern aber auch so ein bisschen unterstützen.

  77. 27:47
    Eva Zelger

    Paare natürlich.

  78. 27:47
    Ronald M. Arndt

    Paare, ja.

  79. 27:48
    Eva Zelger

    Es ist für alle so gestaltet, dass jeder seinen Platz findet, sei es in den Lofts wie auch in den Chalets.

  80. 27:58
    Ronald M. Arndt

    Und gibt es noch mal so ein Projekt auch für die Zukunft, wo ihr sagt, das könnte man heute schon mal leicht ansprechen?

  81. 28:07
    Eva Zelger

    Anteasern.

  82. 28:08
    Daniel Mahlknecht

    Ja, ich denke schon.

  83. 28:11
    Ronald M. Arndt

    Viele Projekte, davon gehe ich aus.

  84. 28:14
    Daniel Mahlknecht

    Wie gesagt, das Hotel ist in dritter Generation, dementsprechend kommen Teile auch wieder in— müssen wir Teile in Pension schicken, sagen wir mal so. Und ein Teil davon ist natürlich unsere Sauna. Wir sind auch Mitglied bei der Belvita-Gruppe und da sind die Standards extrem hoch und Deswegen ist unser neues Projekt eben, die Sauna zu erneuern. Und ja, das, wir sind da gerade wirklich mittendrin. Wird ganz eine spannende Geschichte, ganz coole Sache.

  85. 28:50
    Eva Zelger

    Und ja, für alle, die das sehen wollten, ab Juni 2027 wird das Projekt fertig sein.

  86. 29:00
    Ronald M. Arndt

    Ja, ich muss da erstmal zusammenschauen, aber neben der Außensauna gibt es so einen kleinen Bereich, das sind Blutegel da drin.

  87. 29:06
    Eva Zelger

    Ja, nein, das sind Kaulquappen.

  88. 29:08
    Ronald M. Arndt

    Ach, Kaulquappen, okay.

  89. 29:09
    Eva Zelger

    Kleine Frösche.

  90. 29:10
    Ronald M. Arndt

    Kleine Frösche. Ja, genau. Ich habe schon gewartet, dass die sich irgendwie an meine, an mein Bein ranheften, aber es ist nichts passiert. Hat auch kein Bild vor Augen.

  91. 29:17
    Eva Zelger

    Das ist aber immer wieder das Thema Natur, Entschuldigung, ne. Das wirkt, also diese Themen kommen dann auf den Tisch. Was machen wir mit denen? Wir haben einen Sommer, haben wir die mal alle rausgefischt und in den, in den Teich ganz unten, in den Nachbarteich getragen, aber das Das ist halt auch Natur und unsere Gäste wundern sich manchmal, aber finden es dann ganz toll. Also diese Frösche, die verschwinden dann auch alle, die bleiben nicht alle hier beim Pfösl, die suchen sich ein ruhigeres Plätzchen. Aber ja.

  92. 29:51
    Ronald M. Arndt

    Du hast von, Brigitte, von Kräutern, von Blumen gesprochen. War das immer so auch schon deins, also seit Kindheitstagen?

  93. 29:59
    Brigitte Zelger

    Ich glaube ja, nicht immer, aber ich habe so in den letzten 10 Jahren diese Passion entwickelt. Ich bin seit jeher gerne in der Natur unterwegs, ich wandere sehr gerne, ich bin gern auf Bergen unterwegs, also gerne draußen. Das Thema mit der ganzen Kräutergeschichte war eigentlich eine spontane Aktion. Eine Mitarbeiterin von uns, die Bernadette, hat sich zu einem Kräuterkurs angemeldet. Wir haben vorher, die Eva und ich, über Vitalpina einige Ausbildungen gemacht oder so Fortbildungen, Workshops zum Thema Kräuter, und das hat mich alles sehr interessiert. Und dann habe ich zur Bernadette gesagt, weißt du was, ich mache das jetzt auch mit. Und so haben wir zu zweit diese Ausbildung gemacht zur Kräuterexpertin, und das war also für mich was sehr Besonderes, sehr anspruchsvoll, auch sehr intensiv vom Lernen her. Aber ich habe sehr viel lernen dürfen damals, vor allem aber verstehen dürfen, wie die ganze Pflanzen- und Naturwelt funktioniert. Welche Familien es bei Pflanzen gibt, wie man was mit sich zusammen gut verträgt, was sich nicht verträgt. Ich habe über Bäume gelernt, ich habe über Wildsträucher gelernt, ich habe über Heilpflanzen gelernt. Und das ist natürlich, also ich habe jetzt einfach Freude mit allem, was grün ist, was draußen ist. Und da kann ich etwas weitergeben, aber vor allem tut es mir selber gut. Und mit Gästen kann ich natürlich auch bestimmte Sachen angehen. Ich kann es erklären und das macht toll Spaß.

  94. 31:38
    Ronald M. Arndt

    Ja, also ich bin wirklich sehr viel in Hotels unterwegs, in tollen Häusern, aber ich muss sagen, hier habe ich ja eigentlich so gut wie noch niemanden mit Handy rumlaufen sehen. Ja, woran liegt das? Wahrscheinlich auch an der, an den Inspirationsquellen, ne, die man hier überall antrifft.

  95. 31:58
    Eva Zelger

    Ja, bestimmt. Das ist etwas Schönes. Also freut mich, wenn wenn unsere Gäste sich mal richtig erholen können. Und dazu gehört halt auch der Verzicht oder der freiwillige Verzicht noch besser auf alle digitalen Medien. Das wissen wir.

  96. 32:15
    Ronald M. Arndt

    Brigitte hat gesagt, weg vom Computer. Und was ist dann eben das Beste, was man machen kann, ist Bewegung. Ja, du wanderst gerne, hast du gesagt. Und habt ihr hier allerhand auch mit im Programm?

  97. 32:27
    Brigitte Zelger

    Ja, wir haben ein sehr tolles Aktivprogramm. Wir haben jeden Tag geführte Wanderung, wir haben ein Mountainbike-Programm, eine tolle Mountainbike-Schule, wir haben die Golfplätze in unmittelbarer Nähe. Also unser Gebiet hier, das Eggental, vor allem aber Deutschenhofen, liegt besonders schön in der Sonne. Wir haben ganz viel Flächen, sehr weite Flächen, viele Wandermöglichkeiten. Aber was wir feststellen in den letzten Jahren vor allem, also vor geführte Touren, geführte Veranstaltungen, auch Wander— geführte Wandertouren. Das kommt immer mehr. Und wie ich es auch letzte Woche wieder immer wieder gehört habe, es— die Gäste suchen wieder Gemeinschaft, suchen wieder Anschluss, suchen wieder andere Menschen, um zu sprechen. Das Thema der Sozialisierung, also ich glaube, da sind wir auch auf einem guten Weg. Aber da haben wir jetzt schon wieder ein paar neue Ideen dazu, auch weil wir schon der Meinung sind, dass genau so so ein bisschen wieder sich zusammensetzen. Haben wir auch letzte Woche in unserer Taste Local Woche gesehen, wenn sich Gäste an einer Theke treffen und gemeinsam plaudern, sich wieder ein bisschen nicht nur zu zweit am Tisch sitzen, sondern vielleicht wieder ein bisschen finden. Dort wollen wir schon noch ein paar Sachen dazu nehmen, aber vor allem eben sie rausführen in die Natur und das alles erleben lassen.

  98. 33:55
    Daniel Mahlknecht

    Ja, und ein Aspekt ist sicher auch, wir merken, dass Gäste immer mehr auch Angebote annehmen, wo sie interaktiv mit dabei sind. Zum Beispiel bei unserer Schwitzhütte mitten im Wald oder beim Brotbacken, das wöchentliche, das wir schon seit 15 Jahren machen, oder beim Brotbackkurs oder bei unserer Eselwanderung, wo sie die Tiere hier durch die Umgebung führen können. Also Oder wir hatten eben bei der Slow and Local Taste Woche letzte Woche, da hat man unseren Bäcker da, der Schüttelbrot gezeigt hat, wie man Schüttelbrot macht und der dann Gäste schütteln hat lassen. Also tolle, tolle Geschichten und das bleibt halt. Oder man sieht das, wenn man die Produkte kauft, dann setzt man sich nicht direkt damit auseinander, aber vielleicht wenn man im Urlaub mal Kontakt mit sowas hat, dann hat man wieder ganz einen anderen Zugang.

  99. 34:48
    Brigitte Zelger

    Dazu?

  100. 34:49
    Eva Zelger

    Wertschätzung, Dankbarkeit.

  101. 34:52
    Ronald M. Arndt

    Aber auch Dinge, die man kennt, Bereich Bewegung, Yoga bietet ihr vor Ort an. Jetzt habe ich mir die Frage gestellt, wenn ich euch so zuhöre, kommt es nicht alles dem Thema Longevity, Bewegung, Ernährung, Spiritualität irgendwie sehr nah schon? Seid ihr da nicht auch schon wieder irgendwie 10 Jahre voraus?

  102. 35:13
    Eva Zelger

    Ja, das ist bestimmt, oder das Das sind die Hauptbestandteile von einem langen, gesunden Leben. Longevity in aller Munde heutzutage. Und ja, wir legen da schon sehr viele Jahre großen Wert drauf: gesunde Ernährung, Bewegung, mentale Balance und ja, gut schlafen. Also das ist die Folge von den ersten dreien. Also man muss nicht alles Mögliche erfinden, um gut zu schlafen. Wenn man sich gut ernährt, sich ordentlich bewegt und auf den Körper, den Geist und die Seele hört, dann schläft man auch gut. Das ist Longevity, ja, auf alle Fälle.

  103. 35:55
    Ronald M. Arndt

    Darf ich die Frage stellen, ob ihr all das auf die nächste Generation schon übertragen konntet? Ist die auch so?

  104. 36:03
    Daniel Mahlknecht

    Also, die nächste Generation ist in den Startlöchern. Wir haben 3 Jungs. Brigitte hat eine Tochter und einen Sohn, sind beide noch in der Findungsphase, sagen wir mal so. Die sind jetzt ja fast aus dem— ja, alle 5, Entschuldigung, alle 5 wollte ich sagen, sind aus dem Teenageralter, kann man sagen, jetzt raus. Aber klar, müssen sich noch Gedanken machen, wo möchte ich hin, was ist meine Leidenschaft. Sie müssen viel ausprobieren. Ja, ein Sohn von uns ist mittlerweile an der Rezeption. Arbeitet dort schon mit. Aber wie gesagt, die sind noch sehr jung und ja, können sich, können sich darauf vorbereiten. Wir hätten natürlich Riesenfreude, wenn sie dann als vierte Generation einsteigen würden, aber wir machen da absolut keinen Druck. Wir kennen das ja auch aus unserer Erfahrung. Wir haben vorher Erfahrung gesammelt, sind herumgereist, haben verschiedenste Sachen gemacht und sind dann irgendwann draufgekommen, dass dass das, was wir jetzt machen, der richtige Weg ist. Und diese Erfahrung müssen unsere, unsere Kinder natürlich auch noch machen. Aber wenn sie dann einsteigen, hätten wir schon eine Riesenfreude.

  105. 37:14
    Eva Zelger

    Und auf alle Fälle sind alle 5 immer sehr gerne da. Ja, auch in der Freizeit.

  106. 37:21
    Brigitte Zelger

    Ja, ist einfach ein schöner Platz. Und ich sage es immer wieder, wenn man hier geboren ist, hier leben darf, dann ist man einfach ja Das gibt schon ganz viel Kraft und die spüren unsere Kinder auch.

  107. 37:36
    Ronald M. Arndt

    Ja, es ist wunderbar, wie ihr diesen Platz hier nicht nur weiterentwickelt, sondern eben auch der Öffentlichkeit, euren Gästen zur Verfügung stellt. Und dazu natürlich noch anschließend eure Einstellung, eure Werte, eure Vision. Das schwappt über. Also ganz, ganz lieben Dank dafür. Danke auch für den heutigen Hotel-Podcast. Gerne. Und ja, ich habe es heute Morgen auch wieder beobachtet, mit eurem Team da vorne in der Ecke zusammensitzen. Ist das auch so eine tägliche?

  108. 38:08
    Daniel Mahlknecht

    Nein, wir haben mit unseren Führungskräften, haben wir wöchentlich eine Besprechung, wo wir kurz und knackig die wichtigsten Sachen durchmachen. Und damit das dann auch funktioniert, machen wir manchmal auch eine Belüftung Und das heißt, unsere Besprechung, unser Treffen, wenn es so schön ist, auch außen und nicht nur immer im Sitzungssaal.

  109. 38:31
    Ronald M. Arndt

    Super, dann ganz lieben Dank euch dreien und alles Gute.

  110. 38:34
    Eva Zelger

    Danke dir.

  111. 38:34
    Ronald M. Arndt

    Für die nächsten Projekte.

  112. 38:36
    Brigitte Zelger

    Danke, Ronald.

  113. 38:37
    Eva Zelger

    Danke.