Benjamin Adrion, Viva con Agua & Villa Viva
Hotel: Villa Viva Hamburg, Hamburg
South Tyrol21 Min Das Video kommt von YouTube und lädt erst, wenn du auf Abspielen klickst.
„Persönlich habe ich das alles aufgebaut, mir gehört nirgends ein einziges Prozent.“
Benjamin Adrion, 02:14
Benjamin Adrion, Gründer von Viva con Agua und der Villa Viva, spricht mit Ronald M. Arndt vor dem BEAM Summit in Bozen über die drei Häuser in Kapstadt, Hamburg und Berlin. Er erzählt offen, wie der hohe Fremdkapitalanteil in Hamburg zu finanziellem Druck geführt hat und wie Nachfinanzierung und Betreiberwechsel zu Blue & Red Water das Projekt stabilisiert haben. Dazu: warum ihm selbst kein Prozent gehört und was ein Haus zum sozialen Hub macht.
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Kernaussagen
- Kein eigener Anteil: Adrion hat die Villa Vivas aufgebaut, hält aber selbst kein Prozent. Der Eigenkapitalanteil kommt von Social Shareholdern, unter anderem Jan Delay, Bela B. und Tim Mälzer.
- Wenig Eigenkapital als Falle: Weniger Eigenkapital bedeutete mehr Anteile für die Gemeinnützigkeit, deshalb startete Hamburg mit hohem Fremdkapitalanteil. Im Nachhinein war die Belastung zu hoch, die Auslastung lag hoch, die Raten aber unter Plan.
- Nachfinanzierung und neuer Betreiber: Mit der Bank gab es eine Nachfinanzierung für die nächsten fünf Jahre. Gleichzeitig kam ein Betreiberwechsel von Heimathafen Hotels zu Blue & Red Water, weil Heimathafen in Berlin nicht mitgehen wollte.
- Reihenfolge der Häuser: Die erste Villa Viva eröffnete im Oktober 2021 in Kapstadt, Hamburg folgte im November 2023, Berlin am Holzmarkt ist für 2027 geplant.
- Kein Wachstumsdruck: Es gibt keinen geplanten Exit und keinen Börsengang. Nach Berlin wäre weiteres Wachstum möglich, aber nur wenn es passt.
Shownotes zur Episodeaus dem Podcast-Feed
Im HOTEL-PODCAST SOUTH TYROL spricht Benjamin Adrion, Gründer von Viva con Agua und Villa Viva über Social Hospitality, mutige Hotelkonzepte und warum Orte mit Haltung wichtiger denn je sind. Wer ihn persönlich kennenleren möchte, sollte jetzt noch schnell etwas Platz im Terminkalender freischaufeln und kommende Woche Dienstag und Mittwoch zum BEAM Summit nach Bozen in Südtirol reisen. Alle Infos und Tickets gibt's unter: https://beam.fierabolzano.it/de/
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Transkript
Transkript öffnenTranskript schließen21 Min · Ronald M. Arndt und Benjamin Adrion
Automatisch transkribiert mit AssemblyAI, Sprecher automatisch zugeordnet. Nicht redigiert.
- 00:00 Ronald M. Arndt
Ja, damit kommen wir zum dritten Teil unseres kleinen Warm-ups zum BEAM Hospitality Gamechanger Summit, und ich freue mich, Benny, dich heute begrüßen zu dürfen. Hallo!
- 00:09 Benjamin Adrion
Ja, moin moin, hallo!
- 00:12 Ronald M. Arndt
Was sagst du zum VfB, Benny?
- 00:15 Benjamin Adrion
Champions League, würde ich sagen, DFB-Pokalfinale, was soll man noch mehr sagen? Und auf jeden Fall auch so gut aufgestellt wie selten, was das Team angeht, aus meiner Sicht, vom Vorstandsvorsitzenden über den Trainer bis hin zu einer sehr sympathischen Mannschaft.
- 00:29 Ronald M. Arndt
Viel Potenzial für die Zukunft, für die Super, ja, darum soll es heute nicht gehen, auch nicht nächste Woche am 19. und 20. Mai in Bozen. Aber ich musste dich fragen, denn ich komme auch selbst aus Stuttgart und habe bei der Vorbereitung festgestellt, dass du 1981 hier geboren bist.
- 00:46 Benjamin Adrion
Absolut, Stuttgart-Bad Cannstatt, da kommen viele Weltmarken her und unter anderem auch ich.
- 00:56 Ronald M. Arndt
Ja, es ging ja wirklich in der Tat fußballerisch los bei dir bis zum VfB, ja, darf man namentlich auch hier noch mal nennen.
- 01:05 Benjamin Adrion
Ja, ja, viele Jahre ja gespielt beim VfB Stuttgart, 9 Jahre lang dahin gegangen. Ich glaube, bis heute der Ort, wo ich am längsten am Stück quasi jeden Tag hingegangen bin oder fast jeden Tag, aber die ganze Jugend da verbracht und dann über die Amateure auch mal kurz den Profivertrag dort unterschrieben unter Felix Magath. Und ja, von daher bin ich da groß geworden. Das war meine Heimat. Und das ist auch gut so.
- 01:32 Ronald M. Arndt
Und heute trifft man dich zumeist in welcher Stadt an in Deutschland?
- 01:36 Benjamin Adrion
Na, im Moment bin ich natürlich viel in Hamburg und dann eben jetzt auch in Berlin immer mehr. Also mit den beiden Villa Vivas Hamburg und Berlin ist da jetzt momentan mein Schwerpunkt regional verankert. Aber Kapstadt gehört auch mittlerweile, ist auch zu einem Zuhause geworden für mich, für uns als Familie. Und mit der Villa Viva Kapstadt und Viva con Agua in Südafrika auch ein Ort, an dem ich viel Zeit verbringen will. Und komme auch gerade aus Südafrika, bin jetzt am Donnerstag wieder zurückgekommen. Von daher irgendwie zwischen, im Moment zwischen Kapstadt, Berlin und Hamburg.
- 02:14 Ronald M. Arndt
Und damit hast du schon verraten, was du auch innerhalb der Hospitality machst, ja? Denn Viva con Agua war sicherlich der Grundstein von allem, können wir gleich noch mal drauf zu sprechen kommen. Aber die Villa Viva in Hamburg, gab's die erste, richtig? Und jetzt ist es 2.0.
- 02:28 Benjamin Adrion
Ja, nicht ganz richtig. Die erste war in Kapstadt tatsächlich. Also während wir, also wenn man ganz genau hinguckt, ist das Projekt Villa Viva in Hamburg entstanden. Dort hatten wir spontan die Möglichkeit, viele Jahre jetzt schon her, 8 Jahre, 9 Jahre her, dass wir über die Stadt Hamburg die Möglichkeit bekommen haben, hier eine Villa Viva zu entwickeln, auch ein Haus, ein Hochhaus zu bauen, mehrheitlich gemeinnützig, ohne Spendengelder dafür einzusetzen, natürlich, aber wirklich ein Ort für die Vision von Viva con Agua, ja, all in for water, hier zu realisieren. Und es war dann aber, wenn man genau hinguckt, so, dass 2019, als dann hier die Finanzierung eigentlich gestellt war, war ja klar, es dauert noch 3, 4 Jahre, bis die Villa Viva in Hamburg fertiggestellt sein wird. Und damals sind wir dann mit der Familie in Kapstadt gelandet und mit Covid dann auch dort geblieben. Und in der Zeit ja eigentlich während Covid, muss man sagen, haben wir dann die Villa Viva in Kapstadt erworben und umgebaut und geöffnet, während in Hamburg noch im Bau war. Also das heißt, die erste Villa Viva wurde in Kapstadt eröffnet im Oktober 2021, und dann im November 2023 ist Hamburg gestartet, und jetzt, so wie es aussieht, in einem Jahr 2027 dann Berlin. Also was die Eröffnung angeht, kommt der Start aus Südafrika, und dann Hamburg und dann Berlin. Aber natürlich die grundlegende Idee und die Möglichkeit reinzustarten in diese Plattform, die war schon auch in Hamburg. Also so ehrlich muss man sein. Aber ich mag es sehr gerne, dass man das wirklich auch die ersten Jahre eigentlich, die Villa Viva Kapstadt, ich sag mal, den Ton gesetzt hat, auch für das Feeling, für das Gefühl, für die Atmosphäre, für die Art und Weise auch gute Benchmarks gesetzt hat. Um einfach auch zu zeigen, es ist kein klassisches Hotelkonzept, wie wir das vielleicht von anderen Hotels sonst so kennen, sondern es ist eher eine internationale Plattform, die auch anders funktioniert, wo es auch nicht jedes Mal darum geht, profitmaximiert irgendwelche Investoren zu bedienen. Persönlich habe ich das alles aufgebaut, mir gehört nirgends ein einziges Prozent. Das ist also eine andere Denke, ist eine andere Herangehensweise, und ich finde, mit einer Villa Viva in Kapstadt als Auftakt, jeder, der schon mal da war, der weiß, dass es auch um andere Werte geht, auch jenseits der finanziellen Werte, wenn auch natürlich ökonomische Nachhaltigkeit auch bei uns sehr wichtig ist, klaro.
- 05:03 Ronald M. Arndt
Ja, und ob du es glaubst oder nicht, ich habe schon mal in der von Barbara Schöneberger, glaube ich, gestalteten Suite geschlafen in Hamburg. Dann kann an der Stelle auf jeden Fall die Villa Viva in Hamburg auch als Gast wärmstens weiterempfehlen. Und bis heute klingt so was nach in meinem Ohr. Da gab es eine Dame an der Rezeption, ich bin abends halb 12 oder so, 12 Uhr, Mitternacht angekommen. Und als ich dann schon auf dem Weg war aufs Zimmer, ruft sie hinterher, wenn du nicht schlafen kannst, komm runter, dann mache ich dir einen Tee.
- 05:34 Benjamin Adrion
Sehr gut, ja. Also sowieso Einschlaftee, Einschlaftee, genau. Das klingt nach Villa Viva, so verstehen wir uns, so wollen wir einfach, ja, ein familiäres Umfeld prägen, wie immer. Wir wollen Leute hier einladen in unser Zuhause, in das Zuhause auch von Viva con Agua, Die Büros von dem Verein sind ja auch hier im Haus. Es ist ja nicht nur ein Hotel, es gibt da auch Restaurant, es gibt auch eine tolle Bar mit wunderbarem Ausblick über die Stadt. Es gibt eben auch die Büros und die Konferenzetage, sodass eben auch viele Unternehmen hier zusammenkommen, ganz viele Events auch für Hamburger und Hamburgerinnen. Und somit ist es eigentlich so ein Hub, wie so ein sozialer Hub, wo verschiedene Dinge zusammenkommen, ja, und nicht nur ein anonymes Hotel mit irgendwelchen professionellen Leuten, die da ein- und auschecken, sondern professionell wollen wir zwar auch sein, aber eben auch ganz wichtig, dass Menschen, die bei uns sind, sich entspannen können, dass sie mal kurz in einer freundlichen und freundvollen Atmosphäre sein können und vielleicht auch dem Wahnsinn, der da draußen in der Welt passiert, mal für einen Moment entkommen, um einfach ja sich zu entspannen und eine gute Zeit zu haben. Das ist uns ganz wichtig.
- 06:52 Ronald M. Arndt
Ja, und einen ebensolchen Hub hat die Messe Bozen geschaffen mit dem BEAM Summit nächste Woche Dienstag und Mittwoch für das erste Mal. Benny, dass du zu BEAM reist?
- 07:04 Benjamin Adrion
Ja, zum ersten Mal. Ich wollte letztes Jahr schon kommen, es war dann leider aufgrund eines privaten Todesfalls, mein Schwiegervater ist letztes Jahr leider verstorben kurz vor der Messe, und deswegen war es mir dann nicht möglich, nicht möglich zu kommen. Aber es war dann klar, wir holen es dieses Jahr nach, und passt jetzt ja noch ein bisschen besser, weil einfach auch dann wir jetzt in die letzten 12 Monate vor Eröffnung der Villa Viva am Holzmarkt in Berlin eingetreten sind und dementsprechend ja auch in Hamburg eine sehr, sehr schwierige Phase im letzten Jahr überstehen konnten und wirklich jetzt mit einer neuen Aufstellung und einer neuen Ausrichtung und einem, ja, einem Durchbruch, einem Neuanfang jetzt wirklich sagen können, dass wir sehr optimistisch in die Zukunft gucken, und das werden wir dann nächste Woche auch soweit kundtun.
- 07:52 Ronald M. Arndt
Unterm Strich könnte man sagen, dass eure Idee, eure Vorhaben eines Social Guest House funktioniert, sprich auch nachhaltig funktionieren.
- 08:00 Benjamin Adrion
So sieht es im Moment aus. Wie gesagt, ist für mich auch zum ersten Mal, dass ich das erlebe, was wir hier machen. Und es gab, es war nicht ohne Herausforderungen. Wir haben in einer ganz anderen Zeit das Projekt gerade in Hamburg auch gestartet, an einer Zeit, da gab es kein Covid, da gab es keine Ukraine, da gab es keinen Iran, da gab es keinen Donald Trump, da gab es, da gab es Genau, und auch keine AfD mit 28% in der Bundestagsvorhersage und so weiter. Also es war eine andere Welt, auch was die Finanzierungsgrundlagen angeht. Wir haben mit sehr wenig Eigenkapital das Projekt in Hamburg gestartet, weil unsere Freunde der Umweltbank damals auch verstanden haben, wenig Eigenkapital bedeutet mehr Anteile für die Gemeinnützigkeit. Der Eigenkapitalanteil kommt ja immer bei uns von Social Shareholdern, teilweise auch namhaften, Jan Delay, Bela B., Tim Mälzer und andere. Und es war aber immer klar, wir brauchen eigentlich eine Bank, die viel Fremdkapital uns gibt, damit wir viele Anteile in Händen der Gemeinnützigkeit haben können, auch von der Immobilie, und wirklich einen Ort schaffen, der gewidmet ist den gemeinnützigen Zielen und nicht den nochmal Profitinteressen von irgendwelchen Investmentbanken, Hedgefonds oder Versicherungsgesellschaften, die normalerweise die Hochhäuser in unseren Städten besitzen. Nun ja, das ist uns damals gelungen, haben sich alle gefreut, jippie, wir brauchen sehr wenig Eigenkapital. Und im Nachhinein stellt sich halt dann raus, okay, es war zu wenig Eigenkapital, also der Fremdkapitalanteil ist einfach einen Ticken zu hoch, die Belastung ist ein bisschen zu hoch, der Markt hat sich auch verändert. Wir haben eine hohe Auslastung von Tag 1, die Raten aber nicht ganz da, wo wir sie uns gewünscht hatten. Und das hat einfach dazu geführt, dass das aufgrund der grundlegenden Finanzierung wir einfach unter einen finanziellen Druck gekommen sind, der dann auch nicht gesund ist, diese entspannte Atmosphäre, von der ich gerade gesprochen habe, dann auch insgesamt herzustellen. Und das ist uns jetzt gelungen, dann noch mal eine Nachfinanzierung zu machen, auch noch mal mit der Bank noch mal zu sprechen, dass wir für die nächsten 5 Jahre hier noch mal eine Lösung finden, die uns ein wenig entlastet. Und gleichzeitig haben wir dann eben auch uns von unseren Partnern der ersten Stunde, Heimathafen, Hotels, die das ja alles mit aufgebaut haben, wo wir sehr dankbar sind, die aber in Berlin jetzt nicht mitmachen wollen wollten zu dem Zeitpunkt. Haben wir dann auch da noch mal einen Betreiberwechsel gemacht im gleichen Zuge, wenn man so will. Und so haben wir es eben jetzt geschafft, dass wir auf der Finanzierungsseite es besser eingestellt haben und auch auf der Managementseite dann eben eine Einheitlichkeit herstellen und Synergieeffekte zwischen Hamburg und Berlin. Und diese beiden, sage ich mal, Hauptpositionen struktureller Veränderung da, führt dazu, dass wir uns jetzt gut gewappnet fühlen und das auch jetzt zum ersten Mal es uns eben gelingt, dass wir die Ziele, die wir uns gesteckt haben, auch in Bezug auf Budget jetzt dieses Jahr erreichen. Und das ist ja erfreulich. Und in Berlin haben wir vieles gelernt schon, deswegen gehen wir davon aus, dass wir in Berlin da vielleicht diese Anfangsschwierigkeiten nicht in dem gleichen Maße sehen werden. Kapstadt läuft gut und deswegen sind wir guter Dinge. Ich bin definitiv fest davon überzeugt, dass diese Art von Orten, die wir schaffen, geschafft haben und schaffen werden, dass sie gebraucht werden in unserer heutigen Zeit. Orte, wo Menschen mit einer Intention auch sich verbinden können, die über ihr eigenes Wohl hinausgeht, wo sie sich entspannen können mit guter Musik, mit Dingen, die ihnen gut tun, und ja, einfach Orte, wo Menschen zusammenkommen und sich inspirieren lassen, auch vielleicht für eine positive Haltung und eine Zuversicht für die Zukunft. Das, glaube ich, ist wichtiger denn je, und dementsprechend ist es an der Zeit, auch diese Plattform weiter auszubauen. Und natürlich ist es dann nicht einfach, wenn man mit solchen äußeren Faktoren auch konfrontiert wird, wie wir in den letzten Jahren das dann erlebt haben, alle miteinander. Nichtsdestotrotz geben wir jeden Tag alles und unser Herzblut und unsere, ja, unseren gemeinsamen Effort, unseren gemeinsamen Einsatz da rein, dass das auch langfristig funktioniert. 3 ist eine Party. Es gibt bei uns nicht den Druck darüber hinaus unbedingt wahnsinnig weiter zu wachsen. Es gibt niemanden, der einen Exit plant oder irgendwie einen Börsengang oder sowas. Diese Logik gibt es bei uns so nicht. Und gleichzeitig sind wir natürlich auch offen zu sagen, wenn es stimmig ist und wenn die Dinge dann zusammenpassen, dann wären wir auch bereit, darüber hinaus die Plattform weiter wachsen zu lassen, national und international. Let's see what happens. Ist erstmal Berlin dran und dann gucken wir weiter.
- 12:44 Ronald M. Arndt
Ja, auf jeden Fall habt ihr jetzt sehr spannende Partner mit an Bord. Dennis Meyer war vor ein paar Monaten im Podcast, oder Wochen, ich weiß schon gar nicht mehr, im deutschen Hotel-Podcast, und war eben da auch ganz stolz, schon über Berlin und natürlich aus letzter Entwicklung von Hamburg zu berichten.
- 13:00 Benjamin Adrion
Absolut, natürlich auch mit Professor Dr. Stefan Gerhardt, mit Ronja, auch mit insgesamt der ganzen Familie, auch Blue& Red Water insgesamt, haben wir da jetzt einfach nicht nur namentlich, ja, mit Blue& Red Water, sondern auch, was die Kompetenz angeht, genau auch die Partner, die wir brauchen in der Stadthotellerie. Heimathafen war insgesamt ein guter Match, und der Schwerpunkt von Heimathafen ist an der Küste, eher im Tourismusbereich und nicht so sehr im Businessbereich. Und gerade in der Stadt, vor allem in Hamburg, aber auch in Berlin, wollen wir eben auch ganz klar gut positioniert sein für den Business Traveler generell. Und da ist jetzt dann Blue& Red mit ihrer Erfahrung natürlich genau der richtige Partner. Und ich kann das auch immer wieder nur wiederholen: Zusammenarbeit nicht nur mit Dennis Meyer, auch mit vor allem, klaro, mit Professor Dr. Stephan Gerhard, ist natürlich so, in jedem Termin, in jedem Meeting, in jedem Zusammensein lernt man was. Ja, also es ist ja jedes Mal so, dass man von dieser Erfahrung, dass die abstrahlt, dass man von ihr profitiert, dass Wenn man selber, und es gab ja dann auch Phasen, wo ich letztes Jahr vor allem, ja, das war stressig, schlaflose Nächte. Es war auch die Frage, klappt das jetzt oder wo führt es hin? Und wenn es nicht klappt, was heißt das für das Gesamtkonstrukt Viva con Agua? Also schon ja auch irgendwie diese Sorgen, die jetzt so ein Neuling wie ich sich dann ja auch macht in so einer Phase. Und gerade in so einer Zeit dann jemanden wie Herrn Gebhard an meiner Seite zu haben, an unserer Seite zu haben, der uns auch einfach die Sicherheit vermittelt, das auch mal von außen zu betrachten und sagen, Leute, ihr macht schon ganz viel richtig. Ja, jetzt müssen wir noch gucken, dass es finanziell auch funktioniert, aber grundsätzlich habt ihr schon vieles richtig gemacht. Wenn im Jahr 1 die Auslastung bei 77% ist, schon im Jahr 24, dann sieht man schon, was es für ein Potenzial hat. Und das hat mir nicht nur fachlich, sondern auch emotional sehr, sehr geholfen. Und da bin ich wirklich froh, dass wir da jetzt aus dem Vollen schöpfen können gemeinsam. Und da fühle ich mich auch ganz gespannt, wie alles weitergeht.
- 15:13 Ronald M. Arndt
Super, wir auch. Sprung nach Südtirol. Hast du eine Verbindung zu Südtirol familiär?
- 15:20 Benjamin Adrion
Gar nicht mal so, gar nicht mal bislang nicht. Ich habe auch noch gar nicht, kenne die Region auch noch gar nicht so viel und gut. Kommt zwar aus dem Süden, aber war jetzt in Südtirol noch gar nicht so oft, soweit ich mich entsinnen kann. Dementsprechend freue ich mich sehr. Bozen, zum ersten Mal in Bozen auch, und freue mich. Habe 2 Übernachtungen und hoffe, dass ich auch mal dann vielleicht Zeit habe, ein wenig zu schlendern und zu gucken.
- 15:52 Ronald M. Arndt
Ich war vor ein paar Wochen erst in Bozen für den Südtiroler Hotel-Podcast, freue mich jetzt eben wieder da zu sein. Jahreszeit ist perfekt gewählt. Im Mai.
- 16:01 Benjamin Adrion
Ich hoffe, wir haben gutes Wetter. Toi, toi, toi.
- 16:02 Ronald M. Arndt
Hoffe ich auch. Wenn ich hier gerade ein Stück aus dem Fenster schaue, regnet es. Aber das muss ich jetzt nicht auf nächste Woche in Wurzel wortwörtlich nehmen.
- 16:09 Benjamin Adrion
Kann diese Woche alles abregnen.
- 16:12 Ronald M. Arndt
Mit welcher Motivation gehst du— ich glaube, Mittwoch bist du dran, Benny. Ja. Mit welcher Motivation gehst du deinen Vortrag rein?
- 16:22 Benjamin Adrion
Ach, ich bin ja jetzt einfach ganz, ganz beobachtet es ja jetzt auch einfach nur, wie wir natürlich jetzt plötzlich auch so sprechfähig werden in so einem Hospitality-Kontext. Ist ja was ganz Neues. Also tatsächlich, wenn ich, ist mir irgendwann aufgefallen, dass meine Familie väterlicherseits mal, also mein Urgroßvater vor allem, und dann damals eine Pension mit einem Restaurant im Erdgeschoss in Stuttgart betrieben hat. Also Das ist mir jetzt erst dann im Laufe der Zeit aufgefallen. Moment mal, ich komme ja sogar teilweise aus einer Gastronomenfamilie, ja, also von daher. Nichtsdestotrotz habe ich niemals damit gerechnet, dass ich dann persönlich mal drin beschäftigt sein werde, und dass es jetzt so ist, ist interessant. Und jetzt auch wirklich auf einer Bühne zu stehen und darüber zu erzählen. Die Motivation ist vor allem eins: zu zeigen, es geht auch radikal anders noch mal, ja, also schon auch natürlich am Markt unterwegs zu sein, im Compset zu bestehen, insgesamt zu schauen, dass man bei den Raten mithalten kann, dass man vom Service und vom Angebot— natürlich sind wir in dem Markt unterwegs. Trotzdem sind wir in dem Markt noch mal in vielerlei Hinsicht, was die fundamentalen Grundlagen angeht, noch mal ganz anders positioniert. Ich sage jetzt mal wie alle anderen. Und das auch dann noch mal zu teilen als ein innovativer Ansatz, das finde ich spannend. Natürlich um Leute zu inspirieren, aber auch, um von anderen, die Sachen in die gleiche Richtung machen, zu lernen. Da sind wir nicht die einzigen, die irgendwie nachhaltig sind oder so, ne. Also ich glaube, aber jetzt auch, wenn ich mir die Masterclasses angucke, da geht's dann auch um Raum und die Resonanz und was macht die mit Menschen und so weiter und so fort. Also da auch ganz viel noch mal selber zu lernen, auch zu schauen, wo geht die Branche hin und wie können wir dafür sorgen, dass wir jetzt wo wir neu anfangen, auch von Anfang an edgy sind und bleiben. Und natürlich ist es auch so mal interessant, jetzt in dieser Branche dann zu gucken, was für zusätzliche Möglichkeiten entstehen da, was für Gespräche, was für Leute lernt man kennen und was für Möglichkeiten entstehen daraus. Wir sind immer schon mit Viva con Agua ja immer so ein bisschen so Trüffelschweine für so Dinge, die sich so ergeben, ja, wo niemand vorher mit gerechnet hat, und ein Gespräch später ist es plötzlich eine neue Welt. Und da bin ich schon auch offen zu gucken, was es da so zu entdecken gibt in der Community in Bozen dann.
- 18:52 Ronald M. Arndt
Ja, ich glaube, dafür ist genau so ein kleines, aber feines Format wie eben die BEAM, die jetzt im dritten Jahr stattfindet, schon genau die richtige Plattform in einem super Umfeld, gar keine Frage. Also wo auch einfach die Motivierten dann am Ende auch hinreisen, und das nicht nur aus Südtirol, sondern eben auch aus Österreich, aus Deutschland, aus der Schweiz. Freue ich mich sehr drauf, auf diese Internationalität am Ende auch. Und ich glaube, Südtirol, ich meine, Südtirol steht, haben wir auch in den letzten Episoden hier beim Südtirol Hotel Podcast gehört, natürlich auch sehr für Unternehmertum. Ein Großteil der Hotels befindet sich weiterhin in familiengeführter Hand, aber auch für Nachhaltigkeit, für Landwirtschaft. Und ich glaube, da wirst du schon auf den einen oder anderen noch mal treffen, der eben genau Gleichgesinntes mit dir.
- 19:40 Benjamin Adrion
Da freue ich mich sehr drauf.
- 19:43 Ronald M. Arndt
Ja, dann, lieber Benny, freue ich mich. Vielleicht will ja noch mal jemand von uns in Zug mit einsteigen, wenn es dann am Montag wahrscheinlich auch für dich wahrscheinlich auch über München nach Bozen runtergeht.
- 19:59 Benjamin Adrion
Genau, ich werde am Dienstag anreisen, tatsächlich. Genau, ich werde am Dienstagabend, werde ich dann da sein und ja, freue mich, wenn wir uns sehen, und freue mich dann auch auch auf, ja, alle Begegnungen. Kommt auf mich zu, wenn es irgendjemand da draußen jetzt hört. Ich freue mich, freue mich auf, auf alles, was da kommt, und bin offen für alle Gespräche. Freue mich dann auf die Synergien.
- 20:24 Ronald M. Arndt
Danke, wir sind gespannt und wünschen dem Team von der BEAM weiterhin alles Gute für die Vorbereitung. Und dann bis nächste Woche.
- 20:31 Benjamin Adrion
Ciao, liebe Grüße, dankeschön.