Besuch bei der Präsidentin von Hotellerie Bern+ Mittelland im Hotel Savoy
Aufgenommen: Hotel Savoy, Bern
Germany17 Min Das Video kommt von YouTube und lädt erst, wenn du auf Abspielen klickst.
„Ich habe mit 10 gesagt, ich will Hoteldirektorin werden, warum auch immer. Das war so eine Eingebung.“
Corina Gilgen, 06:06
Corina Gilgen leitet das Hotel Savoy in Bern, ein Vier-Sterne-Garni mit 63 Zimmern und einer Suite, und ist Präsidentin von Hotellerie Bern+ Mittelland mit rund 90 Mitgliedern. Sie nennt die Themen, die den Verband beschäftigen: Covid und die Zeit danach, den Wechsel vom Business- zum Leisure-Gast, Digitalisierung sowie Fachkräfte- und Nachwuchsmangel. Dazu erzählt sie, wie sie als Kind einer Lehrerfamilie mit 10 Jahren Hoteldirektorin werden wollte und über eine Kochlehre einstieg, und gibt Ronald M. Arndt ihre Tipps für Bern.
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Kernaussagen
- 90 Mitglieder, gleiche Sorgen: Hotellerie Bern+ Mittelland hat rund 90 Mitglieder, über 30 davon in der Stadt Bern. Die großen Themen sind Covid und seine Auswirkungen, Digitalisierung sowie Fachkräfte- und Nachwuchsmangel.
- Vom Business zum Leisure: Die Berner Stadthotellerie war sehr auf den Business-Gast fokussiert. Gilgen sagt, man habe umdenken müssen und werde weiter umdenken müssen, welches Angebot es für den Leisure-Gast braucht.
- Mitarbeitende sind zurückgegangen: Viele Mitarbeitende aus Deutschland, Portugal und Österreich sind durch die Krise in ihre Heimatländer zurückgegangen. Ob sie wiederkommen, ist offen.
- Einstieg über die Kochlehre: Sie kommt aus einer Lehrerfamilie und wollte mit 10 Jahren Hoteldirektorin werden. Sie schnupperte in Service, Küche und Housekeeping, begann eine Kochlehre und machte danach die Hotelfachschule.
- Das Team ist Gastgeber: Im Garni-Hotel ohne eigenes Restaurant kann sie öfter am Abend zu Hause sein. Jeder im Team ist befähigt, den Gast willkommen zu heißen und selbst zu entscheiden.
Shownotes zur Episodeaus dem Podcast-Feed
Zusammen mit Daniel Plancic von der SHS Academy zieht Ronald M. Arndt einen Nachmittag lang durch Bern. Bei Corina Gilgen machen wir ganz zu Beginn spontan Halt. Nicht nur als Direktorin des Hotel Savoy in Bern bekannt, kommt sie insbesondere auch als Präsidentin der Hotellerie Bern+ Mittelland zu Wort. Und natürlich treibt derzeit auch die zirka 90 Mitglieder die Frage um, wie man sich auf die Zeit nach Corona bestmöglich einstellen könnte. Bereits mit 10 Jahren wusste Corina Gilgen, dass sie eines Tages Hoteldirektorin werden wollte und startet ihre Karriere schließlich in der Küche. Heute gibt die Tochter eines Lehrer-Ehepaars den Zuhörerinnen und Zuhörern des Hotel-Podcast Nachhilfe in Sachen Geographie, vor allem aber persönliche Geheimtipps für Sommer wie Winter beim nächsten Aufenthalt in der Schweizer Bundeshauptstadt.
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Transkript öffnenTranskript schließen17 Min · Ronald M. Arndt und Corina Gilgen
Automatisch transkribiert mit AssemblyAI, Sprecher automatisch zugeordnet. Nicht redigiert.
- 00:07 Ronald M. Arndt
Ich habe mir einen kurzfristigen Besuch bei Ihnen erlaubt, hier in Bern. Also in Bern bin ich jetzt nicht ganz so kurzfristig, sondern habe mich ja mit Daniel Plancic von der SHS Academy verabredet. Aber hier jetzt im Savoy haben wir kurz Halt gemacht und Daniel meinte, komm, lass doch bei der Corina Gilgen mal reinschauen. Vielen Dank für die Möglichkeit und vielen Dank für das spontane Kennenlernen zwischen uns beiden.
- 00:32 Corina Gilgen
Ja, gern geschehen und herzlich willkommen.
- 00:35 Ronald M. Arndt
Sie haben mir gleich ein Zimmer rausgesucht, um den Podcast, den Hotel-Podcast aufzuzeichnen. Wie viele Zimmer hat das Haus, Savoy?
- 00:43 Corina Gilgen
Wir haben 63 Zimmer und eine Suite.
- 00:45 Ronald M. Arndt
Okay, gehört damit zu den kleineren, größeren oder mittelgroßen Hotels in Bad Saarow? Ja, ich würde sagen mittelgroß. Und ist ein 4-Sterne-Hotel, oder? Ja, es ist ein 4-Sterne-Garni-Hotel. Super. Ja, Sie sind ja nicht nur als Direktorin vom Hotel Savoy hier in Bern bekannt oder haben da einen Namen, sondern Sie sind auch Präsidentin der Hotellerie Bern und Mittelland.
- 01:12 Corina Gilgen
Korrekt, ja.
- 01:13 Ronald M. Arndt
Ja, da kann so ein Stuttgarter, so ein Deutscher wie ich noch gar nicht viel mit anfangen. Mittelland, das ist ein großer Radius noch mal um Bern drumherum, oder was ist das?
- 01:22 Corina Gilgen
Ja, groß. Ist einfach die Stadt Bern als Haupt, dann wurde das Emmental gehört dazu, das Bielerseeland, dann Solothurn gehört dazu.
- 01:35 Ronald M. Arndt
Bis runter nach Spiez auch und die Gegend?
- 01:37 Corina Gilgen
Nein, nicht. Das ist dann schon zum Oberland. Ab Solothurn ist dann das Oberland. Genau, ja.
- 01:43 Ronald M. Arndt
Ich arbeite an meinen Geografiekenntnissen.
- 01:44 Corina Gilgen
Ja, das ist kein Problem.
- 01:46 Ronald M. Arndt
Ich war ja heute Morgen schon in Spiez, deswegen hatte ich es gerade. Aber Alles klar. Okay. Und der Vereinigung Hotellerie Bern und Mittelland gehören wie viele Hotels an?
- 01:59 Corina Gilgen
Wir haben ungefähr 90 Mitglieder.
- 02:02 Ronald M. Arndt
90 Mitglieder? Okay. Und wo drückt gerade der Schuh? Was sind gerade so die großen Themen? Eins kann ich mir vorstellen. Gibt es noch ein zweites?
- 02:11 Corina Gilgen
Ja, es sind so die, die eigentlich immer auch, ich glaube, in anderen Städten genau die gleichen sind. Ist sicher eben Covid und die Auswirkungen. Im Moment wieder eine sehr schwierige Zeit, über den Winter noch mal. Dann die Frage: Was kommt danach? Sicher ein bisschen der Switch vom Business Travel zum Leisure Travel. Was mache ich als Hotel? Was habe ich für ein Angebot auch für den Leisure-Gast? Wir waren gerade in der Start-Hotellerie sehr auf den Business-Gast fokussiert. Da haben wir sicher mussten wir umdenken, da werden wir auch in Zukunft umdenken müssen. Dann ein Thema, das Mais Corporate. Wann kommt es zurück? Wie kommt es zurück? Da wird es sicher eine Veränderung geben. Die einen sagen, ganz extrem, die anderen sagen, ach, so schlimm wird das gar nicht. Wir wissen es nicht. Aber ein Thema. Die Digitalisierung ist sicher schon lange ein Thema in der Stadt. Glaube ich, wo wir auch viele Kettenhotellerie haben, sind wir da relativ gut aufgestellt, aber immer noch sicher nicht da, wo wir sein könnten oder noch hinwollen. Und dann ein grosses Thema, das vorher schon ein Thema war und sich jetzt noch verstärkt hat, ist sicher der Fachkräftemangel und Nachwuchsmangel.
- 03:34 Ronald M. Arndt
Da habe ich immer so das Gefühl, dass es in der Schweiz noch besser aussieht als in Deutschland. Aber wahrscheinlich jetzt mittlerweile auch nicht mehr.
- 03:43 Corina Gilgen
Fachkräfte. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich weiß nicht, wie dramatisch oder wie schlimm es in Deutschland ist.
- 03:48 Ronald M. Arndt
Es gibt eine grosse Abwanderung in alle Branchen rein. Es gab einen grossen Discounter, der da Spässchen mitgemacht hat, dass man eben vielleicht nicht mehr in der Bar stehen sollte, sondern woanders eben. Aber hat es jetzt auch die Schweiz erreicht?
- 04:01 Corina Gilgen
Ich denke ja. Und was wir merken, eben gerade wenn Sie sagen, die Abwanderung von, also in Deutschland von der Branche weg, das haben wir auch. Was wir auch merken, ist sicher, dass wir vorher relativ viel viele auch Mitarbeitende aus anderen Ländern, aus den umliegenden Ländern hatten, aus Deutschland, auch Portugal, Österreich, und viele jetzt auch zurückgegangen sind durch die Krise. Und die Frage ist, kommen die nachher wieder oder kommen die nicht mehr? Also das ist sicher auch noch etwas.
- 04:32 Ronald M. Arndt
Aber sind die zurückgegangen, weil es Reisebeschränkungen gab und man eben dann eher bei der Familie sein wollte, oder? Was meinst du, André?
- 04:41 Corina Gilgen
Ich glaube, das sind viele verschiedene Faktoren. Der Rückreisewandel auch mit Deutschland zum Beispiel, den gab es ja schon vor der Krise. Also der hat sich wahrscheinlich noch akzentuiert. Das war jetzt ein Fremdwort, das lasse ich dann. Verstärkt. Aber ja, ich glaube auch, dass in gewissen Ländern auch etwas gegangen ist in der letzten Zeit. Und vielleicht ist man auch durch Covid bewusster geworden, dass man näher bei der Familie sein will. Ich glaube, das sind verschiedene Faktoren, die da zusammenkommen.
- 05:15 Ronald M. Arndt
Also eine der sehr spannenden Fragen im Hotel-Podcast ist immer: Wie hat denn jemand überhaupt mal den Weg in die Hotellerie gefunden? Da gibt es ja die lustigsten Geschichten. Ich meine, ich interessiere mich auch für die Hotels, seit ich Kind bin. Bin früher schon, wenn ich mit meinen Eltern unterwegs war, in jedes Hotel, in die schönen natürlich nur, reingemarschiert an die Rezeption, habe nach einem Prospekt gefragt. Internet gab es ja in der Form noch gar nicht, oder ich hatte zumindest keins. Und ja, seitdem begeistere ich mich für Hotellobbys und das ganze Hotel und die Menschen dahinter. Ich habe auch jeden Direktor immer schon früh sprechen wollen, mit 10, 11, 12 Jahren. Das habe ich mir so ein bisschen zum Beruf gemacht. Also bin da schon weit gekommen. Aber bei Ihnen, wie war das? Womit ging es los in der Hotellerie? Erste Erfahrungen? Wie sind Sie da reingerutscht?
- 05:58 Corina Gilgen
Ja, ich weiß es nicht.
- 05:59 Ronald M. Arndt
Wir wollen auch motivieren. Wir wollen auch junge Leute motivieren, sich die Branche zumindest mal anzuschauen, die ja so viel verspricht.
- 06:06 Corina Gilgen
Ja, ich weiß nicht, wie das bei mir passiert ist. Ich komme aus einer Lehrerfamilie, von dem her war das nicht so vorgegeben eigentlich. Nein, ich hatte keine Vorgaben von den Eltern, aber für mich war der Lehrerberuf schon etwas, was ich auch merke, was mir Freude macht, etwas weiterzugeben. Und das kann man natürlich auch in anderen Branchen. Das habe ich dann in den letzten Jahren auch gemerkt. Ich habe mit 10 gesagt, ich will Hoteldirektorin werden, warum auch immer. Das war Das war so eine Eingebung. Ich habe dann überlegt, ich kann ja nicht sofort Hoteldirektorin werden, schön wär's. Nein, wäre schade, würde viel fehlen. Ich habe dann mit einer Kochlehre begonnen, habe verschiedene Orte geschnuppert: im Service, in der Küche, im Housekeeping. Und habe dann gemerkt, Kochen ist meine Leidenschaft und da könnte ich mir einen Einstieg vorstellen. So bin ich über die Kochlehre eigentlich— und einen sehr guten Küchenchef, die Freude und die Leidenschaft weitergeben konnte von unserem Beruf. Und das hat mir so den Einstieg erleichtert. Die Freude konnte ich halten bis Ende der Lehre und ist geblieben. Genau. Und dann Hotelfachschule gemacht und viel verschiedene Orte in der Schweiz gearbeitet, Rezeption, Service, also wirklich so eigentlich die klassische Step-by-Step weitergemacht und so dann irgendwann mit 5 35 dann die Hoteldirektorin geworden, die ich wohl werden wollte. Genau, ja.
- 07:40 Ronald M. Arndt
Das heißt, viele Orte, sagen Sie, in der Schweiz, das heißt nicht immer nur Stadt, sondern auch Berge.
- 07:46 Corina Gilgen
Ja, ich bin in den Bergen aufgewachsen, und von dem her gesehen sind mir die Berge fast näher als die Stadt. Aber ja, ich war auch in Zürich, Basel, aber dann auch in den Berggebieten Berner Oberland, St. Moritz, Laax, Wo war ich noch? Dann auch kleinere Orte wie Macklingen, wo man genau ein oder zwei Hotels hat.
- 08:09 Ronald M. Arndt
Heute lerne ich aber echt eine Menge hinzufügen.
- 08:11 Corina Gilgen
Schweizer Geografie.
- 08:12 Ronald M. Arndt
Schweizer Geografie.
- 08:13 Corina Gilgen
Ja, genau.
- 08:14 Ronald M. Arndt
Kriege ich wieder eine Menge mit hier aus dem Podcast.
- 08:15 Corina Gilgen
Ja, ist ein kleines Land, aber hat viele schöne Ecken.
- 08:18 Ronald M. Arndt
Super. Auch ein Ziel des Hotel-Podcasts. Natürlich so ein bisschen, ich meine, der wird ja in erster Linie noch in Deutschland gehört. Wir wollen auch hier in der Schweiz ein bisschen an Zuhörern gewinnen. Aber eine Möglichkeit. Heute sind wir in der Berner Stadthotellerie angelangt, ja, auch ein, ein Novum. Aber noch mal, um auf den Hotelverband Hotellerie zurückzukommen, bei all den Problemen, Herausforderungen, die Sie genannt haben, wie arbeitet man dann unter diesen 90 Hotels zusammen? Gibt's da so regelmäßige Plattformen, oder trifft man sich, trifft man sich aktuell mehr online, gibt's Arbeitskreise? Wie kann ich mir das vorstellen? Wie man die gebündelten Kräfte nutzt?
- 09:00 Corina Gilgen
Also wir haben verschiedene verschiedene... Thema Weiterbildung, wo Sie vorhin sagten. Ja, genau. Zum einen ist natürlich gerade, was so nationale Themen sind, wie die Weiterbildung, Nachwuchs, das macht unser Nationalverband zusammen auch mit Gastro und der Gastroformation. Dann gibt es noch verschiedene an den Hotelfachschulen und verschiedene weitere, die da drin das machen. Was wir vor allem sehr grönlandisch Wir sind so das Bindeglied zum nationalen Verband. Unser Ziel ist es, nahe an den Mitgliedern zu sein, auch deren Sorgen abzuholen und einzunehmen, schauen, können wir kantonal etwas machen, an der Politik dranzusein, den Austausch mit der Politik, schauen, dass die Rahmenbedingungen für unsere Branche so gut wie möglich sind. Und ja, Steuern ist manchmal schwierig in der Politik, aber doch da Einfluss nehmen zu können und unsere Stellungnahmen auch abzugeben und dann Austausch zu pflegen. Unter den Hoteliers haben wir zum einen eine Generalversammlung, wo man sich trifft, dann so ein, zwei Get-togethers zwischen einem Jahr, so manchmal mit einem Vortrag, manchmal einfach so, dass man zusammen einen Aperitif trinkt und sich so austauscht. Ich denke, das ist auch sehr wichtig. Und wir sind noch an ein, zwei Formaten dran, vielleicht mal noch die Jüngeren mal ein bisschen mehr entzogen.
- 10:26 Ronald M. Arndt
Das wäre jetzt meine nächste Frage gewesen, wie ist so die Altersstruktur? Ja, ich war gestern in Interlaken im Hotel Bellevue. 2, die beiden, das muss man, kann ich das jetzt sagen? Das haben sie im Podcast gestern selbst auch erwähnt, die heiraten jetzt nächste Woche. Ja, richtiges Hoteliers-Ehepaar mit nicht mal 30 Jahren. Habt ihr da in der Richtung auch ein paar Mitglieder oder ist es jetzt ein Thema für die Zukunft, wo man sagt, komm?
- 10:52 Corina Gilgen
Also ich wüsste jetzt gar nicht von einem neuen Hotelierpaar, das sich verheiratet. Nein, aber ich muss sagen, ich kann jetzt vor allem Stadt Bern, wo wir doch über 30 Mitglieder haben, also ein grosser Teil, es hat junge Direktoren und Direktorinnen hier. Die Durchmischung ist wie überall, ein bisschen von allem. Aber jetzt so ein Ehepaar, das kann ich gerade nicht sagen, nein.
- 11:24 Ronald M. Arndt
Jetzt haben wir so eine Vorstellung, kleines oder grösseres Hotel. Als Ehepaar zusammenzuführen.
- 11:30 Corina Gilgen
Ja, wenn man das will.
- 11:32 Ronald M. Arndt
Genau, wenn man es will. Aber ich meine, ich bin jetzt wenig in der operativen Ebene tätig, aber ich stelle es mir dann doch auch manchmal vielleicht leichter vor. Oder ist es, wie ist es denn, das Arbeiten in so einem Hotel? Geht es da nicht auch mal spät oder öfters spät in den Abend rein? Oder hat sich auch das jetzt gerade so ein bisschen gewandelt? Wie ist da?
- 11:51 Corina Gilgen
Ich denke, das kommt ganz drauf an, wie, was ist es für ein Hotel. Ich bin hier in einem Garni-Hotel, wir haben kein eigenes Restaurant. Das heißt, ich kann doch öfters mal am Abend zu Hause sein, habe mein Team. Das ist mir auch wichtig, halt eben nicht ich bin die Gastgeberin, sondern mein Team. Wir sind zusammen Gastgeber und jeder ist befähigt dazu, den Gast willkommen zu heißen und ihm den besten Aufenthalt zu geben.
- 12:19 Ronald M. Arndt
Jeder darf auch mal Entscheidungen fällen.
- 12:21 Corina Gilgen
Absolut, unbedingt, unbedingt. Das ist wichtig, weil alleine kann ich nichts machen. Ohne mein Team bin ich nichts. Ja, das geht nicht. Es gibt aber auch andere Betriebe, die Seminare haben, die Events haben, die einen großen Restaurantteil haben, eine Bar haben. Ich glaube, dort ist es schon so, dass man halt öfters auch mal am Abend dort ist und dafür mal am Morgen zu Hause bleibt, mal ausschlafen kann. Hat auch seine Vorteile.
- 12:46 Ronald M. Arndt
Genau, wunderbar. Ja, das war jetzt sehr, sehr nett. Ja, spontan. Gut, vielen, vielen Dank.
- 12:53 Corina Gilgen
Dann darf ich noch spontan einen Werbespot für Bern machen. Nicht für mein Hotel, aber für Bern. Und eben, wenn das ja hauptsächlich in Deutschland gehört wird, aber auch in der Schweiz ist das immer wieder gut, wenn man das sagt. Also die schönste Stadt, Sie können jetzt auch ein paar Tipps geben, mindestens in der Schweiz, ich würde fast noch sagen ein bisschen über die Grenze raus, ist natürlich Bern. Und wer sich das noch nicht angeschaut hat, sollte unbedingt, vor allem im Sommer. Also Sie müssen im Sommer wiederkommen. Da haben wir die Aare. Da gehen wir Aareschwimmen. Das heisst, Sie steigen oberhalb von der Stadt in die Aare ein und lassen sich dann gemütlich mit den Kollegen runtertreiben. Dann steigen Sie aus und dann gibt es irgendwo sicher ein Pop-up, wo Sie ein feines Berner Bier trinken können. Das ist so das Berner Lebensgefühl. Das ist so Gemütlichkeit. Wir geniessen es sehr hier in Bern. Es ist eine wunderschöne Stadt, ist sehr grün. Lebendig, hat viele junge, neue Restaurantideen, tolle Bars und Pop-ups, aber auch schönere Hotels natürlich, muss ich auch sagen. Nicht nur unseres, sondern wirklich auch schöne Hotels, die renoviert wurden in den letzten Jahren, wo man gemütlich seine Zeit verbringen kann. Und man ist dann hier auch, man kann auch zum Beispiel sagen, man bleibt eine Woche in Bern, mit dem ÖV eine Stunde ist man in Zürich, in Basel und in Lausanne. Man kann sich dann auch die ganze Schweiz eigentlich von Bern aus anschauen und ist eigentlich am Hotspot hier.
- 14:32 Ronald M. Arndt
Und es ist die Bundeshauptstadt. Bundeshauptstadt, genau. Wer das noch nicht weiß. Ja, so gut sind meine Geografiekennnisse dann doch.
- 14:41 Corina Gilgen
Doch, okay, super, dann bin ich froh.
- 14:43 Ronald M. Arndt
So, ich springe jetzt aber nicht in die Aare rein.
- 14:45 Corina Gilgen
Nein.
- 14:46 Ronald M. Arndt
Bier nehme ich vielleicht doch trotzdem mit.
- 14:48 Corina Gilgen
Gut.
- 14:48 Ronald M. Arndt
Bin im Winter da. Wenn ich jetzt aus dem Savoy nachher rauslaufe, welche 3 Sehenswürdigkeiten sollten heute noch auf meine Bern-Liste?
- 14:57 Corina Gilgen
Für mich ein absolutes Must ist, die Altstadt anzuschauen, durch die Altstadt zu flanieren. Wir haben eine der grössten Einkaufsmeilen hier in Bern, die auch teilweise überdacht ist. Ich habe gesehen, jetzt ist zwar wieder die Sonne, die ein bisschen kommt, aber wenn es zwischendurch tröpfelt, hat man immer einen trockenen Kopf. Es gibt ganz viele schöne alte Häuser und kleine Geschäfte, wo man Sachen findet, die man nicht überall findet. Dann das Bundeshaus. Ich glaube, das ist schon etwas, was man gesehen haben sollte. Man kann auch eine Führung machen, sehr spannend. Dann lernen Sie noch ein bisschen über die Schweizer Politik und Geschichte etwas, was ja auch spannend ist, oder? Und dann würde ich wahrscheinlich noch empfehlen, ins Museum für Kommunikation zu gehen.
- 15:47 Ronald M. Arndt
Das ist jetzt mal ein ungewöhnlicher Tipp. Hat das persönliche Vorliebe, oder?
- 15:51 Corina Gilgen
Nicht nur, aber ich finde, Bern hat ganz viele tolle Museen. Das ist nur eines davon. Mir gefällt es, ins Museum zu gehen und dann auch mal was anzufassen und was zu lernen und mal was anderes als nur ein Bild zu sehen. Da ist das Museum für Kommunikation sehr toll und sehr spannend.
- 16:13 Ronald M. Arndt
Das klingt spannend.
- 16:14 Corina Gilgen
Ja.
- 16:15 Ronald M. Arndt
Allmählich verstehe ich auch, warum man doch mal eine ganze Woche in Bern bleiben kann. Absolut.
- 16:21 Corina Gilgen
Also ich könnte jetzt da noch weitere zählen.
- 16:23 Ronald M. Arndt
Das war ja, wie gesagt, ich wiederhole mich spontan heute. Ich würde mich freuen auf ein Wiedersehen. Und dann können wir auch so ein bisschen einfach noch mal in die Tiefe gehen, was man hier intern alles anzuschauen hat. Corina Gilgen, ganz, ganz lieben Dank.
- 16:39 Corina Gilgen
Danke auch vielmals für den Besuch. Und ich möchte dann gerne wissen, was Sie noch gesehen haben im Laden.
- 16:45 Ronald M. Arndt
Das mache ich.
- 16:46 Corina Gilgen
Ihre Tipps. Danke auch vielmals.