Britta Beringer, Steigenberger Hotel & Resort Camp de Mar
Aufgenommen: Steigenberger Hotel & Resort Camp de Mar, Camp de Mar
Germany44 Min Das Video kommt von YouTube und lädt erst, wenn du auf Abspielen klickst.
„Wir haben fast so 45, 50% Stammgästeanteil hier im Haus. Das ist wirklich brutal.“
Britta Beringer, 12:37
Katharina Beatriz Varga ist für die erste Aufnahme auf Mallorca im Steigenberger Camp de Mar. General Managerin Britta Beringer kam am 1. Oktober 1999 auf die Insel, machte hier ihre fünfte Hoteleröffnung und blieb ein Vierteljahrhundert. Sie erzählt von der Baustelle, die das Team als Hausbesetzer sichern musste, von fast 50 Prozent Stammgästen und von rund 50 Mitarbeitenden, die zwischen 15 und 25 Jahren im Haus sind.
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Kernaussagen
- Fünfte Eröffnung, dann geblieben: Beringer kam am 1. Oktober 1999 nach Mallorca, Camp de Mar war nach Mexiko, Schweiz, Fuerteventura und Ägypten ihre fünfte Hoteleröffnung. Geplant waren drei Jahre, den Posten als General Managerin übernahm sie in 2022.
- Fast jeder zweite Stammgast: Der Stammgästeanteil liegt bei fast 45 bis 50 Prozent, Familien kommen über Generationen wieder. Beringer führt das auf Haus, Lage und Atmosphäre zurück, nicht auf die Marke, auf die das Haus in 2015 unter Management von RIMC wechselte.
- 50 Mitarbeiter, 15 Jahre plus: Rund 50 Mitarbeitende sind zwischen 15 und 25 Jahren im Haus, quer durch Housekeeping, Restaurant, Rezeption, Technik und Verwaltung. Im Winter zählt das Team etwa 90 Personen, im Sommer etwa 130.
- 164 Zimmer, eine Kategorie: Alle 164 Zimmer sind um die 45 Quadratmeter groß und gleich ausgestattet, unterschieden wird nur nach Blick auf Golf, Pool oder Meer. Das nimmt Druck aus dem Verkauf.
- Familienhotel und Winterbetrieb: Während viele Fünf-Sterne-Häuser auf der Insel auf Adults only gingen, blieb Camp de Mar Familienhotel, mit bis zu 80 Kindern in den Ferien und Kinderclub von 10 bis 18 Uhr. Als einziges Haus im Ort bleibt es auch den Winter über offen.
Shownotes zur Episodeaus dem Podcast-Feed
Die Welt von HOTEL-PODCAST.COM wächst um ein weiteres spannendes Ziel: Katharina hat sich auf den Weg nach Mallorca gemacht!
Hier empfängt uns Britta Beringer im Steigenberger Hotel & Resort Camp de Mar – eine Gastgeberin wie aus dem Bilderbuch.
Seit über 25 Jahren ist sie vor Ort und hat in dieser Zeit zahlreiche prominente Gäste willkommen geheißen: Claudia Schiffer, Boris Becker, Udo Lindenberg, Franz Beckenbauer, Pierce Brosnan, Königin Silvia von Schweden und sogar die Klitschko-Brüder waren bereits zu Besuch. Und ja – selbst Pippi Langstrumpf soll hier auf ihrer Reise durch die Lieblingsinsel der Deutschen Halt gemacht haben.
Ein Erfolgsgeheimnis? Die entspannte und familiäre Atmosphäre an der Südwestküste Mallorcas, die oft drei Generationen zu einem gemeinsamen Hotelaufenthalt vereint. Fast die Hälfte der Gäste sind Stammgäste, und auch das Team spiegelt diese Kontinuität wider: Rund 50 Mitarbeitende sind bereits seit 15 bis 25 Jahren Teil der Hotel-Familie.
Ein echtes Alleinstellungsmerkmal: Das Hotel ist ganzjährig geöffnet – und damit ein besonders spannender Standort innerhalb der Hamburger RIMC Hotels & Resorts Group.
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Transkript öffnenTranskript schließen44 Min · Ronald M. Arndt und Britta Beringer
Automatisch transkribiert mit AssemblyAI, Sprecher automatisch zugeordnet. Nicht redigiert.
- 00:00 Katharina Beatriz Varga
Britta Beringer, die General Managerin von dem Steigenberger Camp de Mar hier in Camp de Mar auf Mallorca. Es ist wunderschön. Wir haben gerade eine Hausführung gemacht und jetzt, wie, du bist ja schon ewig hier. Also es ist ja eigentlich schon dein Zuhause geworden.
- 00:18 Britta Beringer
Ja, und nicht nur gefühlt, sondern ganz echt ein Vierteljahrhundert, ne? Also 25 Jahre jetzt sogar schon im 26. Jahr. Im letzten Jahrhundert bin ich angekommen auf der Insel. Hört sich immer gut an, im letzten Jahrhundert, also 1999.
- 00:34 Katharina Beatriz Varga
Und die Mitarbeiterin Nummer 1 in diesem Haus?
- 00:37 Britta Beringer
Na ja, 3, 4 oder 5, weil unser erster General Manager, der war schon vor mir da.
- 00:42 Katharina Beatriz Varga
Ja, aber der zählt ja nicht so wirklich.
- 00:43 Britta Beringer
Der zählt nicht mehr so wirklich. Aber hat auch seine Spuren hinterlassen und das ganze Haus positiv geprägt. Also von daher, ja, nee, aber Genau, 1. Oktober 1999, frisch angekommen hier auf der Insel. Und eigentlich wollten wir auch das Haus damals eröffnen zum Millenniumswechsel. So war das eigentlich geplant. 1999/2000, riesengroße Party. Und ja, ich hatte vorher, das hier war meine 5. Hoteleröffnung, also Opening richtig from scratch.
- 01:23 Katharina Beatriz Varga
Wo waren die 4 vorher?
- 01:25 Britta Beringer
Mexiko, Schweiz, Fuerteventura. Ägypten. Genau. Und na ja, dann bin ich im Oktober hier angekommen. Dann habe ich die Baustelle gesehen und habe so gedacht, das wird nichts. Und ja, so war es dann auch. Also es hat sich wirklich noch lange in die Länge gezogen. Wir haben das Haus immer wieder voll gebucht, belegt, haben immer wieder ausgebucht, weil Schwierigkeiten beim Bau, Genehmigungen, viele Sachen waren und sind damals auch in Spanien nicht ganz so einfach. Aber Ich glaube, nirgendwo auf der Welt ist es einfach, wenn es um Baugenehmigungen, Endabnahmen und so weiter geht.
- 02:06 Katharina Beatriz Varga
Ja, und das heißt ja eigentlich, wenn man in Deutschland gebaut hat, kann man überall bauen, aber nicht, wenn man überall gebaut hat, kann man noch lange nicht in Deutschland bauen.
- 02:14 Britta Beringer
Also nee, nee, es ist schwierig, es ist überall schwierig. Also es war in der Schweiz auch schwierig und es war in Mexiko schwierig und es war in Ägypten schwierig. Und das, also man kann es eigentlich nicht so verallgemeinern. Das ist immer so, so, ich sag mal, was man immer so gerne sagt, na ja, so Spanien mañana, was ja eigentlich Quatsch ist. Also ist es überall schwierig geworden.
- 02:32 Katharina Beatriz Varga
Ja, Mariana, kann man auf der ganzen Welt sagen.
- 02:34 Britta Beringer
Kann man auf der ganzen Welt sagen. Absolut. Absolut.
- 02:37 Katharina Beatriz Varga
Und Britta, damals war es ja noch in Dürren und du warst da verantwortlich für Sales und Marketing, richtig?
- 02:42 Britta Beringer
Na ja, eigentlich habe ich gestartet im Frontoffice. Frontoffice, Reservations, Groups, Events. Den ganzen Bereich hatte ich so ein bisschen unter mir und habe so auch das Opening gemacht. Und der eigentliche Plan war dann mal so wie immer nach 3 Jahren oder so dann auch mal wieder zu wechseln. Na ja, aus den 3 sind dann 25, respektive jetzt schon 26 geworden. Und ja, genau. Und die Insel hat mir gut gefallen und ein Mann hat mir gut gefallen. Und dann, dann kamen noch Kinder dazu und dann habe ich ein bisschen den Bereich gewechselt. Und dann, als meine Tochter geboren wurde, bin ich dann aus dem, ein bisschen aus der operativen, so Daily Business zurückgegangen, mehr in den Vertrieb, Verkauf, weil das konnte man dann auch immer noch ganz gut aus dem Homeoffice steuern. Weil einen Check-in nimmt man sich nicht so leicht mit nach Hause. Und genau, und dann war es Sales, Marketing, Revenue, der ganze Bereich. Das habe ich auch sehr, sehr lange gemacht. Und ja, und dann ein bisschen in 2000 im Endeffekt, da manche haben Covid bekommen und ich habe den General-Manager-Posten bekommen.
- 03:57 Katharina Beatriz Varga
Besser als Covid. Also ich glaube, du hast alles richtig gemacht.
- 04:00 Britta Beringer
Besser als Covid. Nein, es hat sich so ergeben in dem Und für mich eigentlich auch ein ganz, ganz wichtiger Schritt, weil, weil ja, ich sage immer so ein bisschen von mir, ich bin so Hotellerie aus Leidenschaft einfach.
- 04:13 Katharina Beatriz Varga
Das merkt man dir auch komplett an.
- 04:14 Britta Beringer
Ich mag es, am Gast zu sein. Ich mag die Gäste betreuen. Ich mag, dass unsere Gäste glücklich sind. Und wenn es Probleme gibt oder auch keine Probleme gibt, dass man einfach so gesehen wird. Das ist für mich ganz, ganz wichtig. Und klar, mit Kindern ist es manchmal schwierig und deswegen wollte ich auch nie so in der Zeit so richtig voll raus, weil ich weiß, Wenn ich es richtig mache, dann mache ich es richtig. Und dann bin ich auch 12 Stunden hier im Haus und nehme alles voll. Vollzeit-Hotellerie. Und na ja, und eben in 2022, da waren meine Kinder dann auch schon so, dass sie auch happy waren, dass ich nicht mehr zu Hause war oder so oft zu Hause war.
- 04:52 Katharina Beatriz Varga
Wie viele Kinder sind es denn? 2.
- 04:54 Britta Beringer
Genau. Und ja, und dann habe ich gesagt, na okay, dann mache ich das jetzt. Und war auch eine Familienentscheidung. Also wenn die Familie nicht dahinter steht und einem ein bisschen die Schultern freihält mit dem Daily Business, dann ist es schwierig. Aber das war total, total in Ordnung und ich bin auch froh, dass ich es gemacht habe.
- 05:16 Katharina Beatriz Varga
Ja, das glaube ich dir. Man merkt es dir wirklich an, von Head to Toe, wie man so schön sagt.
- 05:21 Britta Beringer
Ja, genau.
- 05:22 Katharina Beatriz Varga
Kannst du dich denn an irgendeine besondere Geschichte erinnern während der Bauzeit? Also du hast es ja alles mitbekommen.
- 05:30 Britta Beringer
Na ja, irgendwie.
- 05:31 Katharina Beatriz Varga
Also gibt es heute irgendwas, wo du dich noch immer dran erinnerst und sagst, boah, das war Unglaublich.
- 05:37 Britta Beringer
Also das war, das war eigentlich ja, wir waren denn, das muss so 2000 dann gewesen sein oder kurz danach. Also ich glaube, wir waren schon in 2000, da gab es einen Wechsel von der, von der Baugesellschaft. Also da gab es viel hin und her und die einen haben es nicht richtig gemacht, wie das dann immer ist. Und dann wurde die mitten im Bau, die, die Baugesellschaft gewechselt und die, die, die angefangen haben, waren da natürlich nicht so mit einverstanden, logischerweise. Und da haben wir denn damals mit unserem damaligen Direktor, F&B-Manager, Verwaltungsleiter, Cheftechniker und ich, wir haben das Hotel besetzt. Wir haben, es war ja voll Baustelle, wir haben hier in so halb, halb, unterhalb fertigen Zimmern gehaust, sage ich jetzt mal, im Restaurant Mallorquin für uns abends gekocht und Karten gespielt, weil eben hier jemand drin wohnen musste, damit die, die vorhergehende Baugesellschaft das Haus nicht zumacht und sozusagen den Zugang gewährt. Sobald jemand drin wohnt, können sie das nicht tun. Und da waren wir hier die Hausbesetzer, also die Okupas. Das ist ja ein spannendes Thema, auch aktuell auf Mallorca, die Okupas, die dann einfach in die Häuser reingehen. So, ich glaube, wie in Deutschland auch nur Leute, die einfach Häuser besetzen. Ja, so waren wir dann auch schon in 99 hier die Hotelbesetzer.
- 06:59 Katharina Beatriz Varga
Also das passiert hier auf der Insel tatsächlich auch?
- 07:01 Britta Beringer
Ja, ja, ja, ja, ist ein Riesenthema, ist ein Riesenthema, eben weil viel Wohnraum fehlt auf der Insel für alle. Für die Einheimischen, für die Mitarbeiter, die kommen vom Festland, vom Ausland, eben die Mieten werden immer unbezahlbarer, weil eben doch viel in Ferienvermietung investiert wird. Und ja, da ist es leider, muss man so sagen, so, dass das beobachtet wird, welche Häuser eben doch länger oder Wohnungen leer stehen und dass da einfach dann Hausbesitzer, Wohnungsbesitzer einziehen. Und das ist hier in Spanien eine sehr komplizierte Sache, weil man muss wirklich gerichtlich beweisen, dass die, die eingezogen sind, da auch, sage ich jetzt mal, nicht rechtens eingezogen sind.
- 07:48 Katharina Beatriz Varga
Und also es ist auch eben nicht einfach, die wieder rauszukriegen.
- 07:51 Britta Beringer
Polizei rufen und sagen, hier ist jemand drin, bitte, bitte rausschmeißen. Nee, das macht doch vielen Hausbesitzern hier auf Mallorca ein bisschen Angst. Aber ja, es ist wirklich auch ein Thema, aber eben mit viel auch politischem Hintergrund.
- 08:08 Katharina Beatriz Varga
Ja, klar.
- 08:11 Britta Beringer
Genau, aber so waren wir die Hausbesitzer. Das war so das Opening. Und dann hat man natürlich in 2001, als wir dann das wirklich echte Opening hatten, hatten wir hier eine Mega-Party. Also Planet Mallorca hieß es, ein bisschen kommt vom Planet Hollywood, Planet Mallorca. Und da waren aus Deutschland alle möglichen Stars und Promis eingeladen. Claudia Schiffer hat hier die Opening-Rede mit Boris Becker gemacht und der Johannes B. Kerner war hier und die haben das Ganze moderiert. Das war 4 Tage wirklich Party von morgens bis abends.
- 08:47 Katharina Beatriz Varga
Und 4 Tage Opening ist auch schön.
- 08:50 Britta Beringer
Es war wirklich echt spannend. Die Köche haben unten in der Tiefgarage gekocht und vorbereitet und das Restaurant, was du vorhin gesehen hast, die Terrasse ist umgestaltet worden in eine Pasha-Diskothek. Und es war, es war Vollpower hier, aber es war toll. Also es war wirklich super. Von Udo Lindenberg über die Fußballer, über Beckenbauer. Es war Toller Event.
- 09:15 Katharina Beatriz Varga
Und die haben das dann auch mitgenommen, oder? Dass hier so ein tolles Hotel aufgemacht hat.
- 09:18 Britta Beringer
Absolut, absolut. Also wir sind doch wirklich so, ich sage mal, unter den Prominenten auch wirklich ein recht beliebtes Hotel.
- 09:26 Katharina Beatriz Varga
Sind das auch Gäste nach wie vor, die du aufgezählt hast?
- 09:29 Britta Beringer
Ja, ja, ja. Weil ich sage mal, viele schätzen hier einfach, dass man doch irgendwie ein bisschen inkognito ist und auch nicht viel angesprochen wird. Also auch weder von den Mitarbeitern noch von den anderen Hausgästen. Also wenn jetzt wirklich Prominente hier im Haus sind, wird es— da muss sich keiner verstecken oder vergraben oder unter, unter mit der Sonnenbrille oder mit dem Hut kommen. Und weil wirklich auch unsere, unsere Hausgäste sind so dezent, dass sie einfach respektieren, jeder ist im Urlaub und möchte seine Ruhe haben. Und da wird keiner irgendwie angeredet von der Seite oder Autogramm oder wie auch immer, was, was da so passieren kann. Und deswegen haben wir wirklich doch jedes Jahr immer wieder viele, viele Prominente aus allen Bereichen, Politik, Fernsehen, Showbusiness, was auch immer. Die wirklich dann auch hier zum Urlaub kommen.
- 10:21 Katharina Beatriz Varga
Ja, und es ist ja auch sehr schön, wie sich das verläuft. Also auch die Public Spaces sind ja sehr eigentlich großzügig, aber gleichzeitig kann man sich zurückziehen. Also es ist ja nicht alles komplett offen, sondern du kannst dich sehr schön zurückziehen und hast eben dieses gute Verhältnis auch zwischen Public Spaces und den Zimmern. Und zu den Zimmern, Es sind wie viele?
- 10:46 Britta Beringer
164 haben wir hier im Haus. Und mir ist was Besonderes aufgefallen vorhin bei der Führung. Genau, das wirklich Schöne ist, dass eigentlich alle Zimmer gleich sind, sage ich jetzt mal so.
- 10:58 Katharina Beatriz Varga
Das ist sehr speziell.
- 10:59 Britta Beringer
Von der Form, Farbe, Größe, Form, Schönheit, Innenausstattung, alle um die 45 Quadratmeter mit einer ganz tollen Terrasse, mit einem Chaise-Lounge drauf, mit einem tollen mallorquinischen Tisch und Stühlen. Und wir unterscheiden eigentlich nur in die Blickrichtung, also entweder die Zimmer zur Golfseite, zur Poolseite oder zur Meerseite. Und da entscheidet einfach jeder, welchen Blick er lieber hat. Aber das Zimmer an sich, und das ist einfach toll für den Verkauf, für ich will nur das Zimmer oder das Zimmer haben, das bleibt uns so ein bisschen damit erspart. Wobei natürlich wir unheimlich viele Stammgäste hier im Haus haben und jeder dann auch innerhalb der Zimmer wieder seine Lieblingszimmer hat. Das ist natürlich ganz, ganz klar.
- 11:42 Katharina Beatriz Varga
Ja, aber es gibt nicht diesen typischen Gang mit links, rechts die Zimmer?
- 11:44 Britta Beringer
Sondern die Zimmer sind alle nach außen gerichtet, genau, frontgerichtet, alle super Tageslicht und Terrassen und schöne, schöne Blickrichtung. Also was wir hier im Haus nicht haben, sind diese typischen, so kenne ich nur aus der Stadthotellerie, diese typischen Busfahrerzimmer haben wir die früher immer genannt.
- 12:04 Katharina Beatriz Varga
Busfahrerzimmer?
- 12:06 Britta Beringer
Wo der Busfahrer reinkommt?
- 12:07 Katharina Beatriz Varga
Die Gänge mit den vielen Fenstern?
- 12:09 Britta Beringer
Nee, aber das kleinste und schlechteste Zimmer, mit allem Respekt dieser Welt, ohne Diskriminierung, hat dann immer der, der Busfahrer bekommen. Und deswegen ist so ein Spruch, den wir einfach immer haben: Wir haben keine Busfahrerzimmer. So ein bisschen unter uns.
- 12:26 Katharina Beatriz Varga
Aber auch eure Gäste, also haben sich die zu früher, wie es noch ein Dorint war und wie ihr aufgemacht habt, habt ihr noch immer die gleichen Gäste hier im Haus, jetzt wo es ein Steigenberger ist? Die Stammgäste?
- 12:37 Britta Beringer
Das ist unglaublich. Also wir haben fast so 45, 50% Stammgästeanteil hier im Haus. Das ist wirklich brutal.
- 12:45 Katharina Beatriz Varga
Das liegt ja auch viel an dir wahrscheinlich.
- 12:46 Britta Beringer
Nein, nein, nein, nein, nein, nicht. Also Also da kommen ganz viele Faktoren zusammen. Einmal, das ist einfach, das Haus hat so eine Atmosphäre und das merke ich auch immer wieder, so wie gerade auch bei dem Rundgang, den wir vorher zusammen gemacht haben. Das Haus hat einfach eine Seele und eine Atmosphäre und das finde ich immer so ein bisschen schade. Ich mag auch tolle, tolle neue Hotels und super Design und tolle Ideen. Aber was mir oft bei Hotels so ein bisschen fehlt, ist, dass die alle so gleich aussehen. Die sind alle weiß, die sind alle mit viel, viel Glas und, und großen Bali-Betten und Grautönen und irgendwie sehen sie alle gleich aus. Die können in New York stehen, in Rom, in Amsterdam, sonst wo und du weißt eigentlich gar nicht, wo du bist. Und klar, manche sagen eben, ja, das Haus ist natürlich auch schon in die Jahre gekommen. Klar, 24 Jahre Operations ist eine Zeit.
- 13:39 Katharina Beatriz Varga
Und ihr habt nicht renoviert in den 24 Jahren?
- 13:41 Britta Beringer
Doch, doch, doch, selbstverständlich.
- 13:42 Katharina Beatriz Varga
Also schon, klar, natürlich.
- 13:45 Britta Beringer
Aber alles, also die Zimmer sind neu gemacht worden, die Konferenzbereiche, die Restaurants.
- 13:50 Katharina Beatriz Varga
So, aber Step by Step. Also wenn ich jetzt mal nicht renoviert, sondern Step by Step auch immer wieder Soft Refurbishment und alles immer wieder.
- 13:57 Britta Beringer
Front of the House, Back of the House, in allen Bereichen. Aber eben einfach dieses ein bisschen dieser mallorquinische Herrenhausstil, den man so, auch wenn man auf den Plaza or Zub reinkommt, eben doch hier die Lobby und das ist das, was die Gäste auch unheimlich schön finden oder zumindest unsere Gäste schön finden. Das ist immer so ein ganz tolles Kompliment, hat mal ein Gast gemacht und hat gesagt, das ist wie nach Hause kommen bei euch. Und ich finde, das ist so was, was so eine Grundaussage ist, die ist einfach toll. Und eben die Lage vom Hotel. Klar, 15 Jahre waren wir drin. 2015 sind wir dann auf Steigenberger gewechselt, unterm Management von RIMC. Aber die Gäste, die zu uns kommen, kommen auch wegen der Lage, wegen des Hauses, wegen der Annehmlichkeit eben. Du hast ja gesehen, wir liegen direkt eingebettet in den Golf Andalusia. Wir haben es 200 Meter bis runter in die schöne Bucht von Camp de Mar. Camp de Mar ist ein super übersichtlicher Ort. Also es ist jetzt, es ist schon, wir haben 5 Hotels hier in Camp de Mar, aber es ist nicht so touristisch, wie man jetzt so Mallorca so im Kopf hat. Die Lage ist top. Du bist in 20 Minuten im Einkaufszentrum. Und ein toller Garten, die Anbindung zur Driving Range. Also es gibt so viele, viele Sachen, wo die Gäste, glaube ich, gar nicht so mit der Marke gegangen sind, sondern einfach auch mit dem Haus gegangen sind, haben gesagt, das ist unser Haus. Und es gibt so viele Gäste, wo heutzutage die damals Kinder, die ich auch gesehen habe, die jetzt eben 20, 25 Jahre älter sind, mit ihren eigenen Kindern kommen und Oma und Opa, die damals unsere Gäste waren, also wirklich ganze Familien, die immer noch so in den Konstellationen kommen und immer noch unsere Gäste sind. Also wirklich, das ist wirklich eine tolle Geschichte. Und Leute, die zum 20. Mal hier sind und Auch natürlich viel geprägt durch unsere Mitarbeiter, sage ich jetzt mal. Wir haben, wir haben von den 100—
- 15:58 Katharina Beatriz Varga
Im Vorgespräch hast du das erwähnt mit den Mitarbeitern, dass die auch schon so lange hier sind, dass teilweise 25-Jährige Anniversary feiern.
- 16:04 Britta Beringer
Ja, genau. Also jetzt dieses Jahr feiern 4 Leute auch nach, die jetzt auch 25 Jahre da sind. Und so roundabout 50 unserer Mitarbeiter sind alle zwischen 15 und 25 Jahre hier im Haus. Und das ist natürlich, sage ich jetzt mal ganz ehrlich, heutzutage der größte Schatz, den man haben kann, weil bei der Mitarbeiterfluktuation, auch gerade in unserer Branche oder überhaupt, überhaupt jemanden zu finden, weltweit in allen Branchen Mitarbeiter zu finden, können wir uns da wirklich glücklich schätzen, dass wir so viele Mitarbeiter haben, die uns auch all die Jahre einfach treu geblieben sind. Und die sind in allen Bereichen, also im Housekeeping, im Restaurant, an der Rezeption, die Kofferträger, Technik, Verwaltung. Einkäufer. Also es ist wirklich einmal querbeet durch von Mitarbeitern, die schon so lange bei uns sind.
- 16:57 Katharina Beatriz Varga
Und auch gemischte Nationalitäten hast du erwähnt, gell?
- 17:00 Britta Beringer
Absolut. Also eben von, weiß gar nicht, das habe ich noch nie durchgezählt, wie viele Nationalitäten wir eigentlich hier im Haus haben. Aber ich würde jetzt mal sagen, bestimmt 12, 13, 14 unterschiedliche Nationalitäten locker.
- 17:14 Katharina Beatriz Varga
Wie groß ist denn das Team insgesamt?
- 17:16 Britta Beringer
Na, das variiert so ein bisschen zwischen der Winter- und der Sommersaison. Also so im Winter sind wir so roundabout 90 Mitarbeiter und im Sommer so 130. Ja klar, da kommen dann Pool mit, wenn der aufgemacht wird, ganze Poolmitarbeiter, dann mehr Lebensretter, der Kinderclub, was wir vorhin gesprochen hatten.
- 17:38 Katharina Beatriz Varga
Ja, auf den wollte ich auch noch zu sprechen kommen. Aber ihr habt ja auch relativ speziell hier für ein Hotel 365 Tage im Jahr offen. Also ihr macht ja nicht zu im Winter. Ist das hier in Camp de Mar üblich? Haben die anderen 4 Hotels auch das ganze Jahr offen?
- 17:55 Britta Beringer
Wir sind die einzigen wirklich, die hier den ganzen Winter auch offen haben. Für mich einfach viel schöner, die Operation so durchzuziehen. Also eben in Covid-Zeiten haben wir oft das Haus öffnen und schließen müssen, leider. In Betrieben, wo ich vorher unterwegs war, auch in Schweiz und so weiter, da hast du die typischen Saison- Saisonbetriebe, wo es dann immer zugeht und wieder aufgeht. Also ich finde es auch so fürs Team, für die Gemeinschaft ist so dieses Öffnen, Schließen, Öffnen, Schließen, Teamwechsels nicht so besonders positiv.
- 18:31 Katharina Beatriz Varga
Ja, es ist einfach eine operative Challenge.
- 18:35 Britta Beringer
Operative Challenge, genau. Und ja, aber wie gesagt, durch den Winter durch, Weihnachten, also für mich eigentlich ganz ehrlich die schönste Zeit eigentlich immer November, Dezember, Januar, weil das auch leider, und da muss ich wirklich sagen leider, dass viele Touristen und Gäste den Winter total unterschätzen auf Mallorca. Die meisten sagen immer, ja, auf die Kanaren, Wettersicherheit. Also ich bin jetzt seit 25 Jahren hier. An Weihnachten hatten wir immer, immer und immer 20 Grad Tagestemperaturen. Man sitzt im T-Shirt draußen. Klar, die Nächte werden kühler, da geht es runter auf 9 Grad.
- 19:12 Katharina Beatriz Varga
Aber es ist ja auch angenehm.
- 19:13 Britta Beringer
Aber es ist ja auch überhaupt gar kein Problem. Die Zimmer haben Heizung, man hat eine tolle Sauna, Innenschwimmbad und so weiter. Die Luft ist fantastisch, die Insel ist nicht so voll. Man kann einfach alles genießen. Man kann wandern, man kann am Meer, man hat die Strände für sich alleine. Wenn die Leute immer sagen, wo gibt es denn mal eine einsame Bucht? Dann sage ich immer, ja, dann kommt im November oder im Dezember, da sind alle Buchten ganz alleine für euch da.
- 19:39 Katharina Beatriz Varga
Ja, pass auf, nach dem Podcast ist das Hotel im November voll.
- 19:42 Britta Beringer
Ja gut, Weihnachten und Silvester natürlich, da ist automatisch voll, aber wirklich. Es ist wirklich schade und dafür kämpft die Insel ja auch wirklich, seitdem ich hier angekommen bin, seit 25 Jahren, diese Destationalisierung, dass man eben von dieser Hauptsaison, dieses Juli, August, wo einfach die Insel in allen Facetten an ihre Grenzen schlägt.
- 20:08 Katharina Beatriz Varga
Ich war mal im Mai hier und da war auch, also dieser Ballermann, der war ja zu und das war wirklich total schön.
- 20:17 Britta Beringer
Also ja, also man muss wirklich, und eben dann dieses Wetter, gut, dann hat es mal einen Tag, wo es regnet, aber das ist wirklich durch diese Insellage, es ist immer irgendein Wind da, der das Wetter wieder weiterschiebt. Also man, diese, so eine Woche Dauerregen kennen wir gar nicht. Und du siehst ja selber, diese Woche ist auch nicht so toll angesagt, und heute ist trotzdem schon Sonnenschein und wir haben 17 Grad. Und also Ja, eben das ist ein bisschen schade, dass die Leute so Mallorca einfach noch nicht so als Winterdestination auserkoren haben, was ich einfach wirklich nur jedem empfehlen kann. Und der, der hier war, hat auch gesagt, mein Gott, das ist schön und die Zeit super, wir müssen wiederkommen. Und aus dem Grund haben natürlich auch nicht so viele Hotels offen. Und ja, wir sind da so ein bisschen dann die Einzelkämpfer in Camp de Mar, was aber vollkommen okay ist. Also wir, der Golfclubs Campino, wir haben alle offen und die Gäste, die hier sind, sind glücklich. Die wissen, dass du Genau.
- 21:17 Katharina Beatriz Varga
Ja, und jetzt noch mal zu dem Kinderclub. Also ich muss ja wirklich bestätigen, man kommt hier rein und es fühlt sich so heimelig an. Es ist so gemütlich, es ist warm, die Atmosphäre ist total freundlich. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass hier dann Kinder im Haus herumlaufen. Aber du hast vorher auch eine ganz impressionante Zahl genannt, wie viele Kinder hier auch teilweise sind von Familien.
- 21:41 Britta Beringer
Absolut, absolut. Also erst mal hast du ja die Zimmer gesehen, dass die wirklich super groß sind mit ihren 45 Quadratmetern und wir passen bis zu, also 2 Erwachsene, 2 Kinder bis zu 12 Jahren in den Zimmern zu. Wir haben eine super Schlafsofa da drin, wo eben 2 Kinder wirklich gemütlich drauf schlafen können. Und das macht es natürlich auch für Familien ganz interessant, auch die Strandnähe einfach, ne. Und ja, in Ostern, Sommerferien haben wir ja bis zu 80 Kinder hier im Haus. Wir haben Kinderclub mit 2 Betreuerinnen zu Schulferienzeiten, die sind von 10 bis 18 Uhr, machen die Programm für die Kids. Und doch, das Also eben die Anlage, es verläuft sich auch unheimlich viel hier. Man hat auch, selbst wenn wir so 350 Gäste haben und davon 80 Kinder, hat man nie, nie das Gefühl hier, man ist auf so einer überlaufenen Anlage. Überhaupt nicht. Also es verteilt sich wirklich. Und dann eben die einen gehen zum Strand, die anderen liegen am Pool, die nächsten sind in Palma zum Shoppen oder zum Kinderprogramm im Aqualand oder wie auch immer.
- 22:48 Katharina Beatriz Varga
Ja, das macht das Ganze ja auch sehr sympathisch, dass es nicht ein Adults-only-Hotel ist.
- 22:53 Britta Beringer
Weil ja ganz, ganz, ganz viele Hotels haben auf der Insel auf Adults-only gegangen und finde ich auch vollkommen korrekt, weil eben manche, die sehr stressige Berufe haben oder die vielleicht auch eben als Lehrer tätig sind und das ganze Jahr Kinder um sich rum haben, sagen, einmal 14 Tage lang meine Ruhe haben, abschalten. Und deswegen glaube ich, ist es auch absolut gut, diese Klassifizierung zu haben, dass man sagt, eben wenn man ein bestimmtes Produkt sucht, dann hat man genügend Auswahl hier auf der Insel. Eben viele der 5-Sterne-Kollegen sind auf Adults Only gegangen und wir haben gesagt, nee, also wir bleiben Familienhotel, wir bleiben einfach ein Familienhotel. Und das wird auch wirklich von unseren Gästen super positiv angenommen.
- 23:38 Katharina Beatriz Varga
Und Britta, wie ist es denn, ein Hotel auf einer Insel zu führen? Ich meine, du hast ja auch, ich sage jetzt mal, Festlanderfahrung. Dich hat es aber ja nie wieder auch in deinen Geburtsort Berlin zurückgezogen, hast du mir auch erzählt.
- 23:49 Britta Beringer
War ja auch wie eine Insel.
- 23:50 Katharina Beatriz Varga
War ja auch wie eine Insel. Schweiz ist eigentlich auch wie eine Insel. Aber das ist, glaube ich, schon eine andere Herausforderung, oder? An welchen Stellen oder wo würdest du sagen, hast du Unterschiede bemerkt, oder?
- 24:05 Britta Beringer
Also eigentlich muss ich jetzt ganz, ganz, ganz, ganz ehrlich sagen, also eben so ein bisschen aus Berlin kommend und damals auch noch mit Mauer, hatten wir ja auch so eine bestimmte Insellage, wo man so nicht raus konnte. Oder durch den langen, langen Trajekt der DDR zu fahren, bis man dann mal in Westdeutschland war. Das war so alles so Ausdrücke, manchmal hat man die auch noch so im Kopf. Aber nein, also ganz ehrlich, die Insel, also einmal für einen selbst persönlich. Jeder weiß es, egal ob man in München, in Köln, in Düsseldorf oder sonst wo wohnt, man hat immer einen bestimmten Einzugsradius. Man hat seine Arbeit, man hat sein, da wo man wohnt, man hat seine Freunde und bewegt sich so aus 20 Kilometern meistens. Meistens oft nicht aus.
- 24:47 Katharina Beatriz Varga
St. Kitts oder im Kölner Veedel.
- 24:50 Britta Beringer
Egal, also egal. Und ja, ich meine, die Insel, das längste Stück hier von Camp de Mar ist so ein bisschen nach Canyamel. Das ist die weiteste Strecke zu fahren und da ist man gut 1 Stunde 50 Minuten unterwegs. So einmal quer rüber über die Insel. Überleg mal jetzt in Deutschland 1 Stunde 50, da bist du Einmal von Berlin auf der einen Seite, auf der anderen Seite. Ja, also, oder auch in München bist du ja auch mal. Also das heißt im Endeffekt, also für einen selbst, oder mir ist es niemals so vorgekommen, dass ich auf einer Insel wohne. Überhaupt nicht, weil man hat, man hat die, gut, die Flug— man kann mit dem Auto jetzt nicht 5 Stunden irgendwo hinfahren. Gut, aber wie oft macht man das, wenn man, wenn man woanders wohnt? Und hier hat man eben die Fähren, hier hat man die, die Flieger, wo man ja auch wirklich durch die Fluganbindung, egal zu welcher Jahreszeit, schnell von der Insel rauf und runter ist.
- 25:46 Katharina Beatriz Varga
Also es ist ja auch nicht weit zum Flughafen.
- 25:48 Britta Beringer
Nein, das sind alles keine Einschränkungen. Ich sag mal, die einzigen Sachen, ja, die so ein bisschen, wo man merkt, dass man doch einfach vom Transport her abhängig ist, ist so ein bisschen die Versorgung. Also das eben gerade jetzt so, wo leider im letzten September ja diese schweren Katastrophen da in Valencia passiert sind und eben auch viele der großen Lebensmittelketten ihre Hauptlager in Valencia zu sitzen haben, waren auf einmal unsere Supermärkte hier leer. Und dann bin ich so rein und habe gesagt, warum sind denn die Supermärkte leer? Valencia hat nicht geliefert. Ja klar, ja okay, da merkt man dann erstmal so, wie abhängig man ist, ne. Oder zu Covid-Zeiten, dass eben die Schiffe, wo die ganze Belieferung drauf war, nicht angekommen sind. Klar, so bei Bestellung eben, man hat nicht diese Riesenlager wie vielleicht auf der Insel, dass man sagt, okay, hier in der Nähe von Barcelona kriege ich jetzt nichts, dann gehe ich noch hoch nach Tarragona und suche mir da, was weiß ich, die Möbel oder den Teppichboden oder so. Also da ist man hier auf der Insel schon ein bisschen eingeschränkt. Aber das ist jetzt, sage ich mal, wirklich—
- 26:57 Katharina Beatriz Varga
Das ist jetzt nicht so eine Everyday-Einschränkung, dass du dir—
- 27:01 Britta Beringer
Das kann ich wirklich nicht sagen. Das kann ich wirklich nicht sagen. Also, oder zumindest in all den Jahren hatte ich nie die Sensation und auch nicht in der Führung jetzt des Hotels oder Überhaupt nicht.
- 27:15 Katharina Beatriz Varga
Kannst du dir denn noch überhaupt eine andere Station vorstellen?
- 27:20 Britta Beringer
Ich sage immer, sag niemals nie. Also eigentlich nicht nach all den Jahren, weil Mallorca ist wirklich eine tolle Destination. Man hat alles. Also auch so im Vergleich zu anderen Destinations, wo ich vorher war. In Mexiko hat mir so ein bisschen die Jahreszeiten gefehlt, weil da war es einfach immer nur heiß und Sommer, obwohl ich auch fast 6 Jahre da gelebt und gearbeitet habe. Und das auch mit meine schönsten Jahre waren, muss man wirklich sagen. Einfach Menschenerfahrungen, ganz, ganz viele tolle Geschichten. Aber dass man eben hier wirklich auch eine Art Winter hat, einen Frühling, einen Herbst, einen Sommer. Also das weiß ich schon sehr zu schätzen. Einfach auch die schnelle Anbindung an Deutschland oder überhaupt Europa, was von Übersee immer ein bisschen schwieriger war, mal so schnell nach Hause zu fliegen, um Mama zu besuchen oder so Geschichten. Einfach Mallorca übersichtlich ist für mich. Also es ist klar, haben wir auch Kriminalität und solche Geschichten, aber es ist nicht so, es ist nicht so, so stark. Es ist gepflegt, die Straßen sind gepflegt, es ist nicht schmutzig. Die Inselregierung tut auch viel dafür. Es wird viel verbessert, es wird viel ausgebaut. Auch die Touristensteuer, die ja auch hier von den Gästen bezahlt wird, wird wirklich für tolle Projekte genutzt. Es werden Fahrradwege gebaut, es wird das gemacht, Das wird die Strandpromenaden restauriert, renoviert.
- 28:47 Katharina Beatriz Varga
Also die kümmern sich um ihre Insel.
- 28:49 Britta Beringer
Sie kümmern sich wirklich um ihre Insel. Das muss, das muss man wirklich sagen. Und dadurch ist einfach der Lebensraum einfach fantastisch. Und was mich über all die Jahre geprägt hat, ist einfach das gute Wetter. Also ohne das gute Wetter, glaube ich, das macht so einen Seelenfrieden. Also egal, ob man viel arbeiten muss oder lange im Hotel ist, aber wenn man auch abends um 8 oder 9 noch rauskommt, ist es schönes Wetter. Man kann sich irgendwo hinsetzen, man kann einen Sundowner trinken, guckt 5 Minuten aufs Meer und dann ist alles wieder gut. Und ich glaube, das ist einfach nicht mit Geld bezahlbar, dieses, dieses, dieses Ambiente.
- 29:24 Katharina Beatriz Varga
Und ich war hier morgens jetzt zweimal joggen am Meer. Also das gibt dir ja auch ein ganz anderes Lebensgefühl, also andere Lebensfreude.
- 29:33 Britta Beringer
Und, und, und, und viele sagen auch immer von, von Bekannten, du weißt es gar nicht mehr zu schätzen oder so. Aber das stimmt überhaupt nicht. Also es gibt morgens, wenn ich aus Palma hier angefahren komme, gibt es so einen Punkt, da fahre ich immer über so einen Hügel rüber. Und da gucke ich immer noch mal ganz explizit und direkt aufs Meer. Und jeden Morgen fahre ich da lang und denke so, mei, ist das schön. Und man weiß es noch zu schätzen. Also auf alle Fälle, wie das Ambiente ist und wie einfach wirklich Lebensqualität.
- 30:05 Katharina Beatriz Varga
Und du bist ja auch durch und durch Resort-Hotelier, oder?
- 30:09 Britta Beringer
Also wenn ich mich richtig erinnere, im letzten Jahrhundert, im letzten Jahrhundert habe ich mal in der Stadthotellerie ganz, ganz klassisch angefangen. In Berlin, so wie man das macht, so eben Ausbildung zur Hotelfachfrau. Und das hat aber nicht lange gehalten. Nee, also in der beruflichen Bahn, irgendwie hat es mich immer ins Ausland gezogen. Und eigentlich wollte ich zuerst nach, zuerst wollte ich Italienisch lernen, und Italienisch fand ich toll.
- 30:39 Katharina Beatriz Varga
Also sehr sexy Sprache, das muss man der Sprache schon lassen.
- 30:43 Britta Beringer
Obwohl Spanisch hat ja auch sein Leben drin. Und dann weiß ich noch ganz genau, dann habe ich gearbeitet, hatte Spätdienst, dann bin ich in meine Stammkneipe da abends in Berlin, wo sich dann alle Hoteliers getroffen haben. Und dann sagte die Barkeeperin zu mir, Italien, wir sind in Italien, wer spricht denn auf der Welt Italienisch? Und dann nur die Italiener. Du musst Spanisch lernen, das spricht ganz Südamerika und die halbe Welt und Amerika auch und alle sprechen Spanisch. Und dann habe ich mir dann auch gedacht, wie ich Spanisch gelernt habe. Und da habe ich gedacht, stimmt, irgendwie der Ansatz ist nicht schlecht. Und dann war ich wirklich 14 Tage später in Málaga auf der Sprachenschule und habe mit Spanisch angefangen. Also eine Nacht, eine Kneipe, eine Barkeeperin hat mein ganzes geändert, indem ich anstelle Italienisch Spanisch gelernt habe. Und seitdem bin ich eigentlich, das war '89, da war ich in Málaga, genau '89, als der Mauerfall war, also kurz danach. Also ich war schon in Málaga und dann ist die Mauer gefallen und seitdem bin ich nicht wieder zurück in Deutschland gewesen. Also schon zu Besuch, aber nie mehr arbeiten oder leben oder so, denn da Spanisch hat dann irgendwie meine Weg geprägt.
- 31:53 Katharina Beatriz Varga
Und das ist auch schwierig. Ich habe auch lange im Ausland gelebt und es ist, kann ich aus eigener Erfahrung sagen, es ist nicht einfach, wieder nach Mitteleuropa oder Deutschland, in meinem Fall Österreich, Deutschland, dann zurückzugehen. Das ist wirklich eine andere Mentalität und das ist noch mal ein ganz neues Wiedereinleben, auch wenn du es kennst von vorher.
- 32:11 Britta Beringer
Du hast dich so adaptiert von der Mentalität außerhalb von, ja, ja, also diese Kombination einfach eben Mentalität der Menschen und, und, und ich liebe einfach die Südländer in ihrer Art. Deswegen, manchmal bin ich auch so, so, so sauer, wenn eben, was ich vorhin gesagt habe, so dieses Mañana, das ist eigentlich Blödsinn. Ja, das ist so ein typisches Klischee, was da irgendwie besteht, weil—
- 32:34 Katharina Beatriz Varga
na ja, aber es steht ja auch für eine gewisse Lockerheit und eine Flexibilität. Das ist ja eigentlich positiv.
- 32:39 Britta Beringer
Das ist positiv, dass die Leute einfach entspannter sind und freundlicher und hilfsbereiter. Wer hilft dir schon im Supermarkt beim Einpacken der Tüten hier? Egal ob du in Mercadona oder Eroski oder sonst wohin gehst, die Verkäuferin an der Kasse hilft hilft dir immer beim Einpacken, immer. Also das sind so Zwischenmenschlichkeiten und die, weiß ich nicht, die machen das Leben einfach ein bisschen runder, ein bisschen schöner, ein bisschen netter, ein bisschen, man spricht miteinander irgendwie. Also, und das mag ich auch irgendwie immer, wenn ich mal Deutschland, Österreich, Schweiz so zu Besuch fahre oder Meetings habe, so nach 2, 3 Tagen denke ich immer, reicht's ja auch wieder zurück.
- 33:24 Katharina Beatriz Varga
Britta, du hast in unserem Vorgespräch auch deine Höhen und Tiefen in der ganzen Zeit hier auf der Insel erwähnt. Also es gab einmal eine Katastrophe, aber du hattest auch erwähnt, dass du dir ein paar schöne Geschichten und lustige Anekdoten überlegen möchtest, die du uns erzählen kannst. Fangen wir mal bei der Katastrophe an.
- 33:42 Britta Beringer
Ja, das war wirklich nicht so schön. Das war in 2013, wo die Insel hier wirklich ihren schlimmsten und schwersten Waldbrand erlebt hat. Und genau in Andratx hier hinter uns, der ja fast 5 6 Tage lang ging, bis man ihn überhaupt löschen konnte. 2500 Hektar Land wurden zerstört. Viele, viele Villen sind davon auch betroffen gewesen. Also Villen, Fincas, die jetzt in den Bergen sind. Also das war, das war wirklich Tag und Nacht Einsätze, die hier geflogen wurden von den, von den Piloten, um Wasser aus dem Meer zu holen. Und selbst unser Pool wurde hier benutzt, dass die Hubschrauber kamen, eben Wasser aus dem Pool genommen haben und dann nach Andratx geflogen sind, weil dafür müssen wir uns ja genau das Dafür müssen wir uns, oder Hotels mit Pools, oder jetzt der Golf de Andratx, der auch seinen See unten hat. Wir stellen denen in solchen Notkatastrophen eben auch das Wasser mit zur Verfügung. Also das war wirklich, das war wirklich, glaube ich, in all den Jahren so das Schlimmste, was ich erlebt habe.
- 34:48 Katharina Beatriz Varga
Es ist aber auch wirklich schlimm. Also das kann man sich ja nicht vorstellen.
- 34:53 Britta Beringer
Alle Katastrophen, egal ob es Regen oder Waldbrände oder Feuer oder so sind, sind schrecklich. Aber das war wirklich doch schon echt einschneidend.
- 35:05 Katharina Beatriz Varga
Jetzt wechseln wir mal zu den lustigen Anekdoten.
- 35:08 Britta Beringer
Ja, genau, das ist so ein bisschen ein Sprung, ja, ein Themenwechsel. Ja, aber klar, ich sag mal so, erleben tut ihr wahrscheinlich jeden Tag hier. Wollte ich gerade sagen, darum ist man auch in der Hotellerie, weil einem, ich glaube, da, wenn man sich da mal irgendwann hinsetzt und anfängt, seine Memoiren zu schreiben, dann wird es ein ganz volles Buch mit lustigen, nicht lustigen Geschichten. Aber klar, manche, manche Sachen, klar, wir haben ja, was ich auch anfangs gesagt habe, dass eben doch viele, viele Prominente auch hier bei uns im Haus gewohnt haben, man dann natürlich auch den persönlichen Kontakt hat und da auch die unterschiedlichsten Charaktere erlebt hat in der Zeit. Eben auch tolle Geschichten, nette Menschen wirklich hautnah. Also hier ist auch vor, weiß gar nicht, 2008, 2009, 2010, so in dem Dreh, ist hier auch dieser Film The Long Way Down mit Pierce Brosnan gedreht worden. War natürlich Pierce Brosnan hier im Hotel. Toller Mann, toller Mann.
- 36:08 Katharina Beatriz Varga
Super.
- 36:09 Britta Beringer
Ich kann meinen Neid, weiß mein Mann, weiß mein Mann.
- 36:12 Katharina Beatriz Varga
Meinen Neid kann ich jetzt auch gerade nicht genug ausdrücken.
- 36:16 Britta Beringer
Nee, das war, das war schon wirklich, wirklich echt schön und eben tolle Geschichten jetzt auch gerade vor kurzem. Das war vor 2 Jahren, da hatten wir hier ein Get-together. Tolle Geschichte von Pippi Langstrumpf, von Tommy und Annika. Und das war, das war so für mich so eine Herzensangelegenheit, weil Klar, das ist natürlich genau meine Generation. Pippi Langstrumpf habe ich rauf und runter geguckt und dann kommt die hier echt reingelaufen und so was von nett. Und die Annika, ja, auch natürlich haben sie mittlerweile alle ihr Alter und sind im Rentenalter.
- 36:50 Katharina Beatriz Varga
Ich wollte gerade fragen, wie alt sind denn die mittlerweile?
- 36:52 Britta Beringer
Ich denke, die sind so alle so um die 65, roundabout 62 und auch Tommy. Also selbst Tommy erkennt man heute noch. Und dann saßen wir da auf der Terrasse und haben wirklich gelacht und ich kam mir vor wie im Pippi-Langstrumpf-Film. Wirklich, das war, das war unglaublich. Aber das sind so schöne Momente, die man dann einfach miterleben kann. Oder dann hatten wir hier auch—
- 37:14 Katharina Beatriz Varga
auf der eigenen Festplatte speichern, das bleibt dann.
- 37:17 Britta Beringer
Ja, genau. Oder solche Geschichten. Dann hatten wir Chris de Burgh hier im Haus, der hat ein Konzert hier in Andratx gegeben. Und klar, dann—
- 37:27 Katharina Beatriz Varga
wo bleibt der? Im Steigenberger?
- 37:28 Britta Beringer
Na ja, man ist dann, muss man auch ganz ehrlich sagen, auch wenn man alter Hase ist in der Branche, man ist dann trotzdem schon so ein bisschen nervös. Auch wenn so wirklich echt prominente Prominente kommen. Man bereitet sich vor. Und dies und das. Und dann klar wusste ich natürlich, der kommt mit der Limousine und dies und das. Und dann habe ich draußen gestanden und schon auf ihn gewartet, um ihn herzlich zu begrüßen und so weiter. Und dann geht die Tür auf und anstelle, dass ich ihn begrüße, fängt er an, mir ein Lied zu singen. Lady in Red und trällert mir Lady in Red vor meinen Kopf.
- 38:00 Katharina Beatriz Varga
In dem Moment war Pierce Brosnan völlig egal.
- 38:02 Britta Beringer
Aber sowas von nett. Und dann haben wir noch einen ganz netten Hausrundgang gemacht und haben uns hingesetzt und also wirklich sowas von sympathisch. Und von so Momenten lebt man natürlich. Und auch hatte ich mir auch vorher überlegt, was sind auch lustige Geschichten? Also die, die da, wo wir uns, mein Assistent, der Joerg Scheele, der auch unser Guest Relations Manager ist, ganz, ganz toller Mann, kommt auch super bei den Gästen an, herzlich. Und also ich glaube, wir leben da das richtige Spirit. Wir haben zu Besuch bekommen die Königin von Schweden, Silvia. Die kam hier auf die Insel zu so einer Taufe in einer Kathedrale, auch mit ihrer Tochter Victoria und der ganze Staat drumherum. Und dann, also ich war total nervös, weil ich habe immer gesagt, wie rede ich die jetzt an? Majestät, Hoheit, Königliche Hoheit Silvia, wie sagt man das? Und dann weiß ich noch, dann haben der Joerg Schiele und ich hinten im Büro gestanden, bevor sie angereist ist, und glaube, haben eine halbe Stunde lang diesen Knicks geübt, wie man die begrüßt. Und ich immer bei ihm und er bei mir. Und immer Königliche Hoheit. Na klar, ihre Tochter Silvia ist Königliche Hoheit und sie ist Majestät. Majestät, Königliche Hoheit. Und dann noch, wie man die Hand hält und so, wie man das hier aus dem spanischen Fernsehen sieht, wenn Felipe und Letizia ihre Aufwartung machen. Also wir standen da und haben wirklich geübt und ich war so nervös, um da irgendwas falsch zu machen. Ja, und dann kommt Silvia in ihrer Limousine angefahren, steigt aus und hatte in ihrer einen Hand eine Handtasche und in der anderen Hand ihren Laptop und hat nur gesagt, hallo, und ist weitergelaufen. Die spricht ja auch Deutsch. Genau. Und wir hatten gar keine Chance, irgendwie ihr die Hand zu küssen, zu nehmen, unseren Hofknicks zu machen. Und wir waren beide so perplex. Auch eine ganz nette Frau.
- 40:08 Katharina Beatriz Varga
Warten Sie mal, wir haben es geübt.
- 40:09 Britta Beringer
Kommen Sie noch mal zurück. Ganz von ganzem Herzen eine ganz nette Frau, eine ganz nette Familie, sowas von gegroundet und normal und keine Allüren und wirklich also toll. Aber wir beide, wir sind danach ins Büro gegangen und haben nur noch gelacht und haben gesagt, ihr wart aber vorbereitet. Und dafür haben wir jetzt eine Dreiviertelstunde geübt und meine Güte und Majestät und nein und königliche Hoheit und Vorbereitung ist manchmal alles, ist alles genau. Und dann hatte sie keine Hand frei, um uns überhaupt die Hand zu geben. Also es war wirklich gut.
- 40:41 Katharina Beatriz Varga
Eine Story hattest du vorhin noch erwähnt mit Klitschko.
- 40:44 Britta Beringer
Ach so, ja, ja, genau. Klitschko. Klitschko hatte seinerzeit, als er noch aktiv Weltmeisterschaften geboxt hat, hier immer sein Trainingslager aufgebaut. Also unten unsere Tagungsräume, die wurden umgeswitcht in richtig Boxring, also diese wie nennt man die, die Box, was von der Decke da hängt, diese Boxsäcke, Boxsäcke, Boxsäcke, genau, wurden da installiert und der Ring wurde aufgebaut. Und dann kamen immer die Sparringpartner hier angereist, immer so 10, 12 Personen, die wurden dann ein bisschen vermöbelt, hatten dann alle blaue Flecke und sind dann wieder abgereist. Und dann kam die nächste, die nächste Truppe als Sparringpartner. Aber auch eigentlich ganz, ganz toller Mensch. Wenn man neben ihm sitzt, dann hat man so das Gefühl, man ist in so einer, ja, weiß ich nicht, wie ich das sagen soll, in so einer Aura, so einer Om-Zone. Also unglaublich.
- 41:36 Katharina Beatriz Varga
Das hört man ja auch über ihn, dass er so ein angenehmer Mensch ist.
- 41:39 Britta Beringer
Wirklich unglaublich. Das ganze Team um ihn herum. Also, und das sind so Momente, da, ja, die sind einfach toll. Also toll, mit dabei sein zu dürfen, toll, mit den Menschen arbeiten zu dürfen, Service zu leisten und, und Und darum ist man eben gerne in der Hotellerie, um solche Sachen eben zu erleben.
- 42:03 Katharina Beatriz Varga
Ich glaube, wir machen noch mal eine zweite Folge mit den ganzen tollen Geschichten. Und dann schreibst du ein Buch über die ganzen tollen Geschichten.
- 42:09 Britta Beringer
Eigentlich, man müsste viel öfter, weil wir auch, als wir kurz gesprochen haben, dann musste ich wirklich erst mal so ein bisschen in die Historie gehen, weil die Sachen vergisst man einfach wieder. Eigentlich müsste man da viel öfter aufschreiben und Stichpunkte machen oder gleich mitschreiben.
- 42:27 Katharina Beatriz Varga
Und wir haben eine Weihnachtsepisode vom Hotel-Podcast aufgenommen und haben ein Buch geschenkt bekommen, das Hotel Babylon. Kennst du das?
- 42:36 Britta Beringer
Vom Namen her sagt mir das was.
- 42:38 Katharina Beatriz Varga
Ja, es ist wirklich auch ganz toll geschrieben. Ich lese das gerade und das ist auch ein 5-Sterne-Hotelier aus UK, aus London, der ein Buch geschrieben hat über die ganzen Geschichten, die er so im Hotel erlebt hat, innerhalb von 24 Stunden halt zusammengefasst. Also es ist ein Tag im Hotel. Und das sind auch, ja, als Hotelier oder als Nicht-Hotelier ist dieses Buch einfach immer spannend zu lesen. Und es ist auch unglaublich teilweise, wo du denkst, das kann doch jetzt wirklich nicht wahr sein. Aber das sind richtige Geschichten. Also das Buch kann ich dir sehr empfehlen, oder ich schicke es dir im Nachgang.
- 43:13 Britta Beringer
Genau, genau. Nee, auf alle Fälle. Nee, das ist wirklich, ja, man muss, man war, wie gesagt, man muss es wirklich aufschreiben, weil es passiert so viel, dass man sich nachher, oder man muss mit den Leuten noch mal sprechen, mit denen man das zusammen erlebt hat, die kann sich noch daran erinnern, kann sich da, Mensch, ja stimmt, ja richtig, das war ja auch klar. Also ja, aber darum ist es einfach, Hotellerie ist schon eine tolle Geschichte. Das stimmt. Vor allen Dingen, wenn man es gerne macht und füllt einen immer wieder aus. Und mein Mann, der wartet auch immer abends schon darauf, dass ich wieder was zu erzählen habe.
- 43:51 Katharina Beatriz Varga
Also ich werde mich auf jeden Fall sehr, sehr gerne an unsere Aufnahme erinnern und hoffe, dass wir uns das noch mal machen können, wenn es noch mal neue Geschichten gibt und du welche gesammelt hast.
- 44:00 Britta Beringer
Super gerne, super gerne.
- 44:02 Katharina Beatriz Varga
Vielen, vielen Dank für deine Zeit. Es hat mich sehr gefreut und auch für die Möglichkeit, das hier aufzunehmen. Unsere erste Aufnahme auf Mallorca.
- 44:10 Britta Beringer
Oh super, Premiere.
- 44:11 Katharina Beatriz Varga
Genau, eine Premiere.
- 44:12 Britta Beringer
Super, super.
- 44:13 Katharina Beatriz Varga
Und ich würde sagen, bis bald, Britta.
- 44:15 Britta Beringer
Ja, vielen, vielen Dank an euch. Und wie sagt man so schön auf Spanisch? Hasta la vista, hasta luego.
- 44:22 Katharina Beatriz Varga
Hasta luego. Nos vemos.
- 44:23 Britta Beringer
Muchas gracias.
- 44:23 Katharina Beatriz Varga
Nos vemos. Encantada.
- 44:24 Britta Beringer
Danke.