Suche
Germany · Episode #143 · 28.04.2025 · 42 Min

Daniela Simic-Gül, MEININGER Hotels

Daniela Simic-GülMEININGER Hotels · Berlin
Episode hören42 Min Läuft weiter, während du auf der Seite stöberst

Aufgenommen: MEININGER Hotel Berlin Mitte Humboldthaus, Berlin

Standbild aus der Episode mit Daniela Simic-Gül Germany42 Min

Das Video kommt von YouTube und lädt erst, wenn du auf Abspielen klickst.

„Ich denke, das war die beste Entscheidung damals, dass sie das verkauft haben, weil sonst wären wir nicht da, wo wir heute sind.“

Daniela Simic-Gül, 11:29

Daniela Simic-Gül feiert zum Zeitpunkt der Aufnahme ihr Jubiläum: 24 Jahre bei MEININGER Hotels. Im Humboldthaus in Berlin erzählt sie Ronald M. Arndt vom Start im Hostel in der Meininger Straße mit Etagenduschen und Schülergruppen, von Reservierungen mit Bleistift und Fax und vom Verkauf des Unternehmens, der für sie die größte Herausforderung war. Dazu Nachhaltigkeit, QR-Codes statt palettenweise Flyer und der Comedy Club im Keller.

Die Audiodatei kommt beim Abspielen von Spotify for Creators. Vorher wird nichts geladen.

Kernaussagen

  1. Start im Hostel: Ein Gründer rief sie Anfang 2001 an und zeigte ihr das neue Hostel in der Meininger Straße: ein 200-Betten-Haus mit Etagendusche und WC, Mehrbettzimmer nach Etagen getrennt, hauptsächlich Schülergruppen. Sie kündigte ihren Job und stieg ein.
  2. Jeder macht alles: Montags fuhr sie mit dem Kastenwagen zum Zoologischen Garten und holte das Gepäck von 10 bis 12 Schülergruppen ab, damals der erste kostenlose Gepäckabholservice einer Hostel-Hotel-Gruppe, half beim Frühstück für 200 Schüler und auf Etage, dazu Reservierung mit Bleistift, Kugelschreiber, Fax und Telefon. Als die Chefs 2004 in München eröffneten, übernahm sie die Verantwortung in Berlin allein.
  3. Verkauf als Bruch: Der Verkauf durch die drei Gründer war für sie die größte Herausforderung: neue Investoren, ein Headquarter mit 200 Leuten, alles auf Englisch, Verantwortung abgeben. Rückblickend nennt sie es die beste Entscheidung, weil MEININGER sonst nicht so weit gekommen wäre.
  4. Digital schafft Zeit: Palettenweise Flyer sind durch QR-Codes ersetzt, und MEININGER arbeitet an einer Drei-Jahres-Roadmap, um gefühlt 30 Tools zusammenzuführen. Ihr Ziel: Online-Check-in und weniger Papierkram, damit am Empfang wieder Zeit für Gespräche mit dem Gast bleibt.
  5. Geduld vor Titel: Ihr Rat an junge Leute: geduldig bleiben, eine Sache lange machen und Lebenserfahrung sammeln, statt nach drei Monaten an der Rezeption Supervisor werden zu wollen. Dazu der Satz einer Kollegin, dass es nicht nur Häuptlinge braucht.
Shownotes zur Episodeaus dem Podcast-Feed

Yes, you heard right: Daniela Simic-Gül has been part of MEININGER Hotels for an incredible 24 years.

Her journey began in a Berlin hotel, where she met the future founders during her training. Shortly after, a completely new hotel concept emerged on Meininger Street – innovative, bold, and ahead of its time.

The vision of that time has more than been fulfilled: Today, MEININGER Hotels are active all over Europe. In Berlin alone, Daniela is responsible for six properties.

What were the early years like? And why did the later sale of the company present a particular challenge for her and many colleagues?

With nearly 1,300 employees from over 90 nations, MEININGER Hotels today not only bring together different generations of guests but also the whole world under one roof.

But how much has really changed over the years? Or has the company culture remained the same at its core despite growth and transformation?

One thing is clear: At the MEININGER Hotel Berlin Mitte Humboldthaus, progress continues. Not least because the Downstairs Comedy Club, with Felix Lobrecht, brings excitement every day.

Hats off to you, Daniela – for your impressive journey and for passing on your experience with such dedication to the next generation in the hospitality industry. The industry needs role models like you.

Keine Episode verpassen

Folge HOTEL-PODCAST dort, wo du sowieso hörst. Neue Episoden aus sechs Ländern kommen dann ganz von selbst. Oder tritt unserer WhatsApp-Community bei, um über alle Neuigkeiten auf dem Laufenden zu bleiben.

Weitere Episoden

Alle Episoden

Transkript

Transkript öffnenTranskript schließen42 Min · Ronald M. Arndt und Daniela Simic-Gül

Automatisch transkribiert mit AssemblyAI, Sprecher automatisch zugeordnet. Nicht redigiert.

  1. 00:00
    Ronald M. Arndt

    Schönen guten Morgen, Daniela, ich freue mich. Ich bin mal wieder bei MEININGER zu Gast, wieder in Berlin und heute im Humboldthaus. Ein schönes Haus, wo ich mich einmal mehr sehr jung fühle. Das macht ja ein bisschen auch das MEININGER-Konzept aus, kommen wir nachher noch drauf zu sprechen. Und du, Daniela, bist schon auch lange dabei im Unternehmen, ne?

  2. 00:19
    Daniela Simic-Gül

    Ja, erstmal herzlich willkommen, vielen Dank, dass du da bist, und ich freue mich heute auf den Austausch. Und ja, ich bin sehr, sehr lange schon bei MEININGER. Ich hatte jetzt Ich feiere diese Woche mein Jubiläum, bin jetzt genau seit 24 Jahren bei MEININGER.

  3. 00:36
    Ronald M. Arndt

    Und zählst immer noch, ja? Und bin immer noch da, ja, und bin sehr glücklich darüber.

  4. 00:41
    Daniela Simic-Gül

    Und ja, wie hat die ganze Reise begonnen? Da muss ich ein bisschen ausholen. Ich war so circa 17 Jahre alt und musste während der Schulzeit ein Praktikum machen und habe dann mich für die Hotellerie entschieden. Ja, dann habe ich mich halt in einem Hotel in Tiergarten beworben und da lernte ich damals einer der MEININGER-Gründer kennen. Der hatte damals studiert und hatte auch gejobbt. Ja, und so fing die ganze Reise an. Start in die Hotellerie und irgendwann war mein Praktikum vorbei und unsere Wege trennten sich.

  5. 01:28
    Ronald M. Arndt

    Ja.

  6. 01:28
    Daniela Simic-Gül

    Und ich hatte währenddann irgendwann meine Ausbildung gemacht als Hotelfachfrau und war dann auch Hatte dann einen festen Job und Jahre später, ich weiß gar nicht, 3, 4 Jahre später, hatte ich dann irgendwann mal einen Anruf bekommen von einer der Gründer und erzählte mir, hey Daniela, wie geht's dir? Lass mal treffen. Und ich sage, okay, cool, ja, machen wir. Und wir haben uns getroffen in Moabit in so einem Café und da erzählte er mir, dass er sich selbstständig machen möchte mit seinen Kumpels und erzählte mir, das ist so ein Hostel in der Meininger Straße und ob ich nicht Lust hätte, bei denen zu arbeiten. Okay. Dann dachte ich mir, okay, weiß nicht, Neugründung, war ein bisschen skeptisch und habe dann gesagt, na ja, vielen Dank für das Angebot und hatte erst mal abgelehnt. Ja, und das war so um die 2000, ja genau, '99 hatten die aufgemacht, so um Anfang 2000. Anfang 2001 bekam ich einen neuen Anruf und er hat gesagt, ja Daniela, wir sind jetzt, das Hotel ist offen, das Hostel ist offen, komm doch mal vorbei. Und er war total stolz und...

  7. 02:36
    Ronald M. Arndt

    Ja, das ist ja toll.

  8. 02:38
    Daniela Simic-Gül

    Weiß ich noch ganz genau wie heute. Dann sind wir dorthin, also ich bin dahin und habe mir das halt alles angeschaut und dann hatten wir uns halt noch mal unterhalten und dann kam eigentlich der Gamechanger, mit was er mich überzeugt hat. Ich bin dann, er fragte mich halt, Daniela, sag mal, wo siehst du dich denn in 10 Jahren? Und da habe ich gesagt, keine Ahnung, wo sollte ich mich mit Anfang 20 Und dann meinte ich, ja, weiß nicht, vielleicht irgendwo an der Rezeption. Hatte mir damals keine Gedanken gemacht. Ja, auf jeden Fall meinte er, okay, frag mich mal die Frage.

  9. 03:17
    Ronald M. Arndt

    Okay.

  10. 03:17
    Daniela Simic-Gül

    Und ich fragte ihn dann so, ja, wo siehst du dich denn in 10 Jahren? Und er war total, hatte seine Vision und Mission mit seinen Partnern und hat gesagt, na ja, ich sehe, dass das MEININGER ganz groß wird und dass MEININGER überall in Europa vertreten wird und erzählte mir das ganze Konzept. Und in diesem Gespräch, er überzeugte mich dann auch. Mich davon und ich dachte, krass, richtig clever und sowas gibt es noch nicht auf dem Markt. Und ja, und dann habe ich echt meinen Job dann gekündigt, bin dann zu MEININGER und so fing das dann halt alles an. Und noch mal zurückzukommen zu dem, der Start, das war wirklich ein Hostel mit Etagendusche-WC. Ja, das war so ein 200-Betten-Haus, ein ganz altes, und dann war das halt so unterteilt auf Etagen, weiß ich noch, so 5 Mehrbettzimmer.

  11. 04:05
    Ronald M. Arndt

    Mhm.

  12. 04:05
    Daniela Simic-Gül

    Und dann hat das dann mal am Ende des Ganges Ein paar Doppel- und Einzelzimmer und dann wurden die Schülergruppen, also es waren hauptsächlich Schülergruppen, die wir da unterbeherbergt haben. Das war so die Anfangszeit und dann war das halt, die nächste Etage war für Frauen, die nächste wieder für Männer und dann war das halt wirklich auf Etagen aufgeteilt und sehr spannend. Heute hat ja MEININGER 36 Hotels.

  13. 04:33
    Ronald M. Arndt

    Ist in ganz Europa präsent.

  14. 04:34
    Daniela Simic-Gül

    Genau.

  15. 04:35
    Ronald M. Arndt

    Die Vision wurde wahr.

  16. 04:38
    Daniela Simic-Gül

    In 26 Städten, ne, und wir haben jetzt auch in der Pipeline ganz viele Eröffnungen. Jetzt auch Ende des Jahres haben wir Barcelona und auch im nächsten Jahr haben wir Edinburgh und Tel Aviv, Kiel und auch Straßburg in der Pipeline. Und ich bin unheimlich stolz, wenn man sich halt jetzt noch mal zurückschaut, wo die Reise begann, und heute bin ich hier.

  17. 05:04
    Ronald M. Arndt

    Ja.

  18. 05:04
    Daniela Simic-Gül

    Mit 6 Hotels in Berlin und total stolz drauf.

  19. 05:08
    Ronald M. Arndt

    Ja, also 6 Hotels, die du heute verantwortest in Berlin.

  20. 05:10
    Daniela Simic-Gül

    Genau, richtig.

  21. 05:11
    Ronald M. Arndt

    Herzlichen Glückwunsch auf jeden Fall an der Stelle noch mal für auch die persönliche Reise, Karriere ganz klar, die du da zurückgelegt hast.

  22. 05:20
    Daniela Simic-Gül

    Ja.

  23. 05:22
    Ronald M. Arndt

    Wie hat sich denn die Rolle so entwickelt? Also von der sehr bescheidenen Haltung damals, ich sehe mich mal an der Rezeption vielleicht irgendwo im Hotel, bis jetzt zu einer Persönlichkeit, die 6 Hotels und ganz viele Mitarbeiter mitverantwortet.

  24. 05:37
    Daniela Simic-Gül

    Ja, das war auf jeden Fall, hat sich meine Rolle—

  25. 05:39
    Ronald M. Arndt

    Ging das so in großen Schritten oder wirklich peu à peu, wie man es auch nicht anders eigentlich erwarten kann?

  26. 05:44
    Daniela Simic-Gül

    Man ist irgendwie da total reingewachsen, ne. Also man muss sich ja auch vorstellen, das war ein Hostel und wir waren eine Handvoll Leute.

  27. 05:52
    Ronald M. Arndt

    Und wirklich ein ganz kleiner Kreis.

  28. 05:54
    Daniela Simic-Gül

    Ganz kleiner Kreis. Wir hatten damals, hat ja auch jeder alles gemacht. Ja, das war halt so, Montag war so ein typischer Anreisetag. Das weiß ich auch heute noch, da war das so, Das Ziel, wir müssen heute alle Gruppen einchecken. Wir hatten immer so 10 bis 12 Gruppen. Und was uns auch so besonders gemacht hat und warum auch MEININGER, glaube ich, so erfolgreich war, wir hatten halt als erstes Hostel-Hotel-Gruppe einen kostenlosen Gepäckabholservice. Das bedeutet, die Schülerklassen sind dann alle zum Bahnhof gefahren und das war damals noch der Zoologische Garten hier in Berlin.

  29. 06:30
    Ronald M. Arndt

    Ja.

  30. 06:31
    Daniela Simic-Gül

    Und dann hatten wir so ein Kastenwagen, so ein Jumper. Und dann bin ich montags immer los mit diesem großen Auto und hatte dann quasi eine Liste. Ich wusste, um 12:30 Uhr kommt die Gruppe aus Stuttgart, die nächste Gruppe aus Köln. Wir hatten hauptsächlich deutsche Gruppen.

  31. 06:47
    Ronald M. Arndt

    Aber Führerschein hast du dafür gehabt?

  32. 06:49
    Daniela Simic-Gül

    Ja, ja, damals konnte ich. Ich habe immer noch den Führerschein, kann die ganz großen Tonner fahren. Na ja, und auf jeden Fall, die Busse wurden auch irgendwann immer größer, weil wir immer mehr Gruppen hatten. Und na ja, auf jeden Fall war ganz interessant. Dann bin ich immer montags halt die Gruppen abholen gegangen und Das war ja auch ein Glück für die Gruppen, weil die konnten einfach nach Berlin reisen, hatten den ganzen Tag noch da, weil die mussten nicht ins Hotel. Ich habe die Koffer kostenlos abgeholt, habe die noch upgedatet. Ich so, na ja, seid ihr alle vollständig? Kommt ihr zum Abendessen und so weiter? Und dann bin ich zurück. Das war so klassischer Montag. So Dienstag, Mittwoch, Donnerstag war es dann eher so, Daniela, helf mal mit beim Frühstück. Da musste man erst mal diese 200 Schüler da abfertigen. Dann war es so, ach, kannst du noch mal schnell auf Etage für 1, 2 Stunden? Ja. Dann war ich dann oben und dann eigentlich so zur Mittagszeit hat man noch 2 Stunden Reservierung gemacht. Und das ist auch noch sehr interessant, kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen. Wir haben keinen Laptop gehabt, keine digitalen, dann hat man alles noch mit Papier und Stift und Fax und Briefe und Telefon. Und ich weiß noch, das Telefon klingelt und dann heißt es, ja, Daniela, hier, ich möchte gerne ein Zimmer buchen. Und dann war dahin. Herr Schmidt oder so dran und von Montag bis Dienstag. Und dann hat man mit Bleistift das eingetragen und dann, wenn er eingecheckt ist, mit Kugelschreiber überschrieben, dass man es ja nicht wegradieren kann. Und dann hatte man noch einen roten Kugelschreiber mit Betz bezahlt und hat das eingetragen. Und so war wirklich die Anfangszeit. Und dann natürlich hat sich das sehr schnell entwickelt. Dann irgendwann hatten wir ein Hotel, dann hatten wir noch ein Hotel und dann irgendwann wurde ich alleine gelassen in Berlin.

  33. 08:33
    Ronald M. Arndt

    Ja.

  34. 08:34
    Daniela Simic-Gül

    Also wir hatten damals schon 3 und dann das erste Hotel in München 2004. Da waren die Chefs dann dort und haben da aufgemacht und dann hat sich noch mal meine Rolle verändert, weil ich die ganze Verantwortung hatte. Ich musste dann Geld zur Bank bringen, die Verträge. Also man hat unheimlich viel Verantwortung bekommen und man war ja auch unheimlich jung.

  35. 08:55
    Ronald M. Arndt

    Ja.

  36. 08:56
    Daniela Simic-Gül

    Und ich glaube heute, man hat einfach alles learning per doing. Ja, und das ist, denke ich, ja, war sehr herausfordernd. Und wie gesagt, und heute bin ich hier.

  37. 09:10
    Ronald M. Arndt

    Aber die Verantwortung hat dich einfach auch nach vorne gebracht, ne?

  38. 09:12
    Daniela Simic-Gül

    Ja, also die Verantwortung, die Herausforderung. Die Herausforderung ist ja auch immer so da, dass man sagt, okay, schaffe ich es jetzt?

  39. 09:24
    Ronald M. Arndt

    Wenn ich es schaffe, bist du umso stärker.

  40. 09:26
    Daniela Simic-Gül

    Umso stärker als ein junges Mädel. Ja, und mach da irgendwie Deals mit Housekeeping, und Linnen und auch kümmert sich eigentlich um alles, ob es ein eigenes Hotel ist. Und die Jungs konnten sich halt auf mich, und wir waren eine kleine Gruppe, wir konnten uns halt hundertprozentig auf uns verlassen. Und das war schon eine Herausforderung für mich, aber auch dann die größte Herausforderung bei MEININGER war, glaube ich, dann der Verkauf.

  41. 09:55
    Ronald M. Arndt

    Okay.

  42. 09:56
    Daniela Simic-Gül

    Ja, der Verkauf, ja, du hattest deine gewohnte Umgebung, deine irgendwie, ja, mit denen du zusammengearbeitet hast, und auf einmal hattest du ein englisches Unternehmen da. Die Sprache änderte sich, das war auf einmal alles in Englisch.

  43. 10:16
    Ronald M. Arndt

    Also mit dem Sprung ins Ausland dann auch mal, oder?

  44. 10:18
    Daniela Simic-Gül

    Genau, auch, und dann wie gesagt, die konnten, die 3 Jungs haben es dann ja irgendwann verkauft, die Gründer, und die mussten das verkaufen. Ich habe die Welt nicht mehr verstanden und war für mich ganz schlimm, und ich dachte, wie kann man so ein Lebenswerk jetzt verkaufen? Und die Und wir meinten halt, na ja, wir kommen nicht weiter. Wir sind einfach nur, ja, das, also um MEININGER groß zu machen, muss man halt einfach andere Wege gehen. Und so kam der Verkauf von MEININGER und wir haben halt dann ein neues Portfolio, neue Chefs, neue Investor und so wechselte sich das schon für mich. Und das war für mich schon eine Herausforderung mit den ganzen Headquarter, mit den ganzen neuen Menschen.

  45. 10:59
    Ronald M. Arndt

    Die dann gar nicht mehr so vor Ort waren, also die man nicht persönlich dann wahrscheinlich zum Großteil getroffen hat.

  46. 11:05
    Daniela Simic-Gül

    Verantwortung abgeben, weil dann hat man auf einmal ein Headquarter mit 200 Leuten und jeder hat seine Verantwortungsbereiche und dann denkt man sich, okay, für was bin ich jetzt noch verantwortlich, wenn man alles halt auf einmal abgeben muss.

  47. 11:18
    Ronald M. Arndt

    Absolut.

  48. 11:19
    Daniela Simic-Gül

    Und es war schon alles sehr anstrengend, herausfordernd, aber immer noch sehr spannend und es macht immer noch sehr viel Spaß und man lernt unheimlich viel. Also ich bin total, also ich denke, das war die beste Entscheidung damals und dass sie das verkauft haben, weil sonst wären wir nicht da, wo wir heute sind.

  49. 11:35
    Ronald M. Arndt

    Ja, und nachdem du alle Bereiche kennengelernt hast und von Grund auf aufgebaut eigentlich hast, ne, bis jetzt natürlich auch eine Rolle, tagtäglich eben alles Gelernte weiterzugeben. Die Magda haben wir gerade kennengelernt, oder ich kennengelernt, unten jetzt hier das Haus im Humboldthaus eben verantwortet als Hotel— wie sagt der Manager wahrscheinlich, ne?

  50. 11:53
    Daniela Simic-Gül

    Managerin? Ja, dieses Jahr zieht Magda, ist die Hotelmanagerin hier. Genau, sie hat auch schon viele Abteilungen durchleben, und jetzt ist neu, seit November hat sie das Haus übernommen. Und ja.

  51. 12:04
    Ronald M. Arndt

    Würdest du schon sagen, dass die Kultur sich dann, Unternehmenskultur, über die Jahre, über die 24 Jahre schon auch so einfach immer auch mitentwickelt hat, ne? Verändert ja nicht, aber einfach auch erwachsen geworden.

  52. 12:16
    Daniela Simic-Gül

    Also genau, die Firmenkultur hat sich natürlich— steht, also die Firmenkultur ist geblieben, ja. Also auf jeden Fall finde ich, dass es familiär ist, dass der Spirit, dass einfach auch die Gästestruktur, und also das ist schon alles geblieben. Es hat sich grundsätzlich nicht verändert und Das ist schön zu hören.

  53. 12:41
    Daniela Simic-Gül

    Ja, ja, auch unsere Mission ist ja auch divers, so wie unsere Gäste.

  54. 12:47
    Daniela Simic-Gül

    Und wir haben ja 1300 Mitarbeiter und 90 verschiedene Nationalitäten. Und das zeigt einfach, wie kunterbunt, wie divers wir sind. Und wir haben auch, ich glaube, es sind 50 Mitarbeiter, die länger als 10 Jahre bei MEININGER sind. Und das spricht auch für uns noch mal. Eigentlich hat sich so viel verändert, aber auch irgendwie nicht.

  55. 13:12
    Ronald M. Arndt

    Ja, stimmt.

  56. 13:13
    Daniela Simic-Gül

    Und darauf bin ich auch unheimlich stolz, dass wir einfach so sind, wie wir sind und auch so authentisch. Und das ist auch nicht gespielt. Und hier gibt es einen bestimmten Spirit und das versucht auch gerade der Kern, gerade auch die 50 Leute, die so lange dabei sind, das immer weiterzugeben, dass das auch nicht verloren geht. Und das ist uns ganz wichtig.

  57. 13:34
    Ronald M. Arndt

    Also kann ich nur bestätigen. Also als Gast checkt man ein an der Rezeption und dann ist natürlich so der nächste Touchpoint Frühstück. Und ob ich jetzt hier war oder im anderen Haus von euch in Berlin, das war immer ein sehr, sehr, sehr, sehr freundlicher Empfang und immer ein breites Grinsen. Also von daher... Wir freuen uns auf die Gäste. Kann ich nur bestätigen. Sprich, an der Kultur hat sich nicht viel geändert, das Konzept hat sich nicht geändert, das war immer Einfach durchgezogen. Auch schön zu hören, ne? Wenn eine Firma sich natürlich über so viele Jahre auch da behauptet und die Positionierung gleich bleibt. Was magst du denn persönlich an dem Konzept? Sind es die— ist es das Klientel, was einfach besonders ist im Vergleich zu anderen Hotels, das so breit gestreut ist?

  58. 14:23
    Daniela Simic-Gül

    Persönlich, was ich mag, also das ist halt so, dass Persönlich mag ich halt, dass es auch noch alles so persönlich ist, ne.

  59. 14:37
    Ronald M. Arndt

    Okay, ja.

  60. 14:38
    Daniela Simic-Gül

    Dieses, ich kenne immer noch die Namen von den Housekeeping-Mitarbeitern, ja. Ich habe hier, wir arbeiten hauptsächlich mit Fremdfirmen, wir haben langzeitige Partner. Das ist uns auch, also gerade auch in Berlin, ne, wir sind einfach so lange schon an dem Standort, man hat sich halt als Partner auch, also Housekeeping-Partner, Linienpartner, also das ist für mich halt sehr, sehr wichtig, dass das alles so beibehalten, dass auch Flache Hierarchien auch, das ist halt, man hat kürzere Wege, obwohl wir so ein Riesen-Headquarter haben und ganz viele Leute.

  61. 15:10
    Ronald M. Arndt

    Ja.

  62. 15:10
    Daniela Simic-Gül

    Im Hintergrund ist es immer noch sehr persönlich. Man kann seine Ideen austauschen, man hat halt auch, ja, also man wird gehört und gute Ideen werden auch umgesetzt. Das ist, denke ich, Mir wichtig.

  63. 15:29
    Ronald M. Arndt

    Ja, und nicht zuletzt eben dann das Klientel, ne, bunt, kunterbunt, jung natürlich auch zumeist.

  64. 15:35
    Daniela Simic-Gül

    Ja klar, alles.

  65. 15:36
    Ronald M. Arndt

    Genieße ich wirklich, muss ich einfach noch mal betonen an der Stelle, wenn ich da morgens im Frühstücksraum sitze mit so vielen jungen Leuten, auch mit den Klassen oder aus unterschiedlichen Ländern. Französisch haben wir im letzten Podcast gehört, Frankreich euer größter Markt auch oder Auslandsmarkt, was wieder dazu führt, dass auch viele französische Gäste und Klassen eben nach Deutschland kommen. Also Ausgezeichnet. Die Gästeanforderungen, haben sich die Gäste so ein bisschen entwickelt, verändert, sage ich mal, über die Jahre? Kannst du da was sagen?

  66. 16:06
    Daniela Simic-Gül

    Ja, also...

  67. 16:06
    Ronald M. Arndt

    Wenn einer so einen Blick hat über 24 Jahre, ist schon was Besonderes.

  68. 16:10
    Daniela Simic-Gül

    Also, was hat sich verändert? Also der Gast an sich hat sich, glaube ich, jetzt nicht geändert so richtig, aber die Denkweise hat sich geändert. Also das Thema ganz groß ist Nachhaltigkeit, dass man da, ich meine, wenn ich jetzt zurückblicke, das war klassisch, dass man mal Plastikverpackungen auf dem Buffet hatte oder— Gott sei Dank hatten wir nie das, dass wir sagen, wir haben Nähzeug und irgendwelche Plastikbecher oder eine Minibar. Sowas hatten wir schon Gott sei Dank noch nie.

  69. 16:40
    Ronald M. Arndt

    Ja.

  70. 16:40
    Daniela Simic-Gül

    Und aber auch die Gäste wollen das ja auch, ne. Also die wollen, die schauen, dass das halt— wir haben ein plastikfreies Buffet. Wir versuchen auch mit unseren Suppliern, machen wir ganz viel, dass wir sagen, wir wollen große Verpackungseinheiten anstatt kleinen und alles abgepackt oder mit unseren Housekeeping-Firmen besprechen, wir auch, dass die halt weniger Chemie nutzen oder dass wir den Gästen auch sagen, also bitte das Handtuch nur auf den Boden legen, wenn es wirklich denn dreckig ist, weil wir das jetzt nicht jeden Tag austauschen wollen wegen Wäsche waschen und ja LKWs, dass die immer herfahren. Das sind schon Sachen. Ich meine, auch MEININGER hatte damals beim Verkauf auch schon immer zentral geschaut, dass wir halt einen deutschen Supplier hatten, dass er Getränke liefert.

  71. 17:29
    Ronald M. Arndt

    Hm.

  72. 17:29
    Daniela Simic-Gül

    Wir hatten dann den besten Preis in Getränke, in Housekeeping, in Linnen. Und irgendwann habe ich auch gesagt, ja, ist toll, dass wir so einen guten Preis haben, nur ist es, denke ich, besser, wenn ich einen regionalen habe, ne. Und dann bin ich irgendwann ausgestiegen. Und das sind auch, glaube ich, so Sachen, die auch unsere Gäste— also wir versuchen das auch nach außen zu zeigen, dass wir da Nachhaltigkeit— das ist ein ganz großes Thema. Digitalisierung, ne, das ist wichtig für die Gäste. Die wollen einfach— das war auch ein großer Gamechanger im Marketing. Komme ich mal kurz da, muss ich kurz mal ausholen.

  73. 18:02
    Ronald M. Arndt

    Gerne, gerne.

  74. 18:02
    Daniela Simic-Gül

    Ich weiß ganz genau, Ich weiß genau noch, wie viele palettenweise ich Flyer ins Haus geliefert bekommen habe. Und da war das halt so, man hatte eine ganze Wand mit Flyern und dann hattest du München als Flyer, dann hattest du Köln als Flyer, Frankfurt und so weiter. Und wenn sich irgendwas geändert hat, dann musste das alles weg in den Müll. Und dann, Gott sei Dank, gibt es keine Flyer mehr. Gott sei Dank haben wir keine Mülltonnen mehr.

  75. 18:25
    Ronald M. Arndt

    Hast du den Lastwagen wieder rausholen müssen, um den Müll abzuholen?

  76. 18:27
    Daniela Simic-Gül

    Genau, der Müll, das ist alles mit QR-Codes. Das ist auch ein Gamechanger für uns, auch mit der Lagerfläche. Und jedes Mal haben wir auch Ärger bekommen vom Marketing. Das ist das Ding, ne, dass Daniela, da sind immer noch die alten Flyer. Okay, haben wir schon wieder neue? Ja, und mit den QR-Codes und auch die Kommunikation. Und das ist auch dem Gast sehr wichtig, dass man sagt, okay, jetzt kann ich im Zimmer kurz mal ein QR da was scannen und dann weiß ich halt den aktuellen—

  77. 18:54
    Ronald M. Arndt

    Ja.

  78. 18:54
    Daniela Simic-Gül

    Haben wir heute eine Veranstaltung im Hotel oder was ist gerade los in der Stadt? Man kann immer die Webseite halt aktualisieren und das ist, glaube ich, also dieses ganze Digitale. Macht vielen Leuten Angst. Ich denke, dass das auf der einen Seite— kommen wir wieder zurück zum— also Deutschland, also generell ist ja alles sehr bürokratisch geworden und ich glaube, der ganze Check-in ist nicht mehr so authentisch, wie er mal war. Und das hat sich verändert. Man ist irgendwie hier noch Meldegesetz und da das noch ausfüllen und jedes und—

  79. 19:25
    Ronald M. Arndt

    Also viel Ablenkung.

  80. 19:26
    Daniela Simic-Gül

    Viel Ablenkung und man kann sich gar nicht mehr um den Gast kümmern. Hier Citytax und weiß ich nicht, was es alles gibt und dann irgendwie 10 Minuten vorbei. Ich finde es super, dass Die Zukunft Online-Check-in und vielleicht sogar ein QR-Code gleich aufs Zimmer. Dann kann man sich wieder mit dem Gast unterhalten. Was möchten Sie machen? Und das ist, glaube ich, und das hat sich geändert und kurzfristig ist es geschehen.

  81. 19:49
    Ronald M. Arndt

    Also du meinst, es ist schlechter geworden, also durch so viel Bürokratie?

  82. 19:53
    Daniela Simic-Gül

    Nee, es ist schlechter geworden.

  83. 19:55
    Ronald M. Arndt

    Es ist komplizierter geworden.

  84. 19:55
    Daniela Simic-Gül

    Es ist komplizierter geworden, aber jetzt wird es wieder vereinfacht durch digitale Möglichkeiten. Genau. Und auch MEININGER hat einen 3-Jahresplan, eine Roadmap in allen Abteilungen. Vor allen Dingen auch in der IT. Die haben, glaube ich, die größte Challenge gerade zu bewältigen. Und da ist es auch so, ich meine, MEININGER ist ja auch gewachsen. Wir sind von Kinderschuhen in die Erwachsenenschuhe. Und da ist es auch so, wir haben irgendwie, ich habe gefühlte 30 Tools, die ich gerade bedienen muss. Und irgendwann verliert man auch den Überblick. Und das ist halt gerade MEININGER ganz groß dran, das alles so ins eine Tool zu bringen, wenige Tools, sage ich jetzt mal, um halt Das dem Team einfacher zu machen vor Ort, den Gästen einen schönen Aufenthalt, dass wir mehr Events machen. Früher haben wir auch Kochevents gemacht und einfach mit den Gästen gebastelt. Machen wir immer noch, aber ich würde mir das wieder wünschen, das mehr zu machen. Und was hat sich noch so geändert? Kurzfristiges Geschäft. Also das Wetter ist toll, wir fahren nach Berlin, es ist ein Fußballspiel Hertha Stuttgart, dann kommen die Gäste.

  85. 20:57
    Ronald M. Arndt

    Erstmal nicht. Nein, erstmal nicht. Okay. Stimmt, die spielen nicht in der gleichen Liga, ne?

  86. 21:03
    Daniela Simic-Gül

    Egal, Freundschaftsspiel. Aber einfach Konzerte, ja, und man sieht halt einfach, der Trend geht dahin, spontaner reisen. Da konnte ich schon früher eine Longtime-Planung machen mit Staff, mit Lieferanten, und da fragt er mich, Daniela, was ist denn jetzt? Das ist jetzt ein bisschen kurzfristiger, aber ich sage immer, entspannt euch, Leute, wir werden sowieso wieder ausgebucht. Also immer planen, dass wir voll sind.

  87. 21:26
    Ronald M. Arndt

    Also immer voll, immer Kühlschrank voll.

  88. 21:28
    Daniela Simic-Gül

    Keine Panik.

  89. 21:30
    Ronald M. Arndt

    Wenn ich gerade so ein bisschen überlege, du hast vorhin gesagt, große Verpackungseinheiten, das müsste am Ende ja auch dazu, Vollauslastung hier immer nahezu, dazu führen, dass auch der ökologische Fußabdruck eigentlich pro Gast super niedrig ist im Vergleich eben zu anderen Hotelkonzepten, wo eben entsprechend kleinere Packungen sind, weniger Leute einfach zu Gast sind.

  90. 21:55
    Daniela Simic-Gül

    Ja, also wir versuchen, wie gesagt, also wir haben ja auch eine Abteilung, die Silvia kümmert sich Und sie machen eine Aufklärung, also die macht das super, ja, dass wir halt alle darauf achten. Wir haben auch ein M-Day in der MEININGER Gruppe, da ist so ein Aufklärungs—

  91. 22:13
    Ronald M. Arndt

    Okay.

  92. 22:13
    Daniela Simic-Gül

    Also da werden alle Mitarbeiter einmal im Jahr eingeladen auf ein Portfolio und da erzählt halt MEININGER, was wir für Projekte haben, und da ist Nachhaltigkeit ganz oben mit auf unserer Liste. Wir müssen erstmal die Gesellschaft dahin kriegen, auch uns. Natürlich ist es nicht immer alles einfach, aber wir optimieren fast täglich. Ja, es ist jetzt egal, ob der Wäschelieferant früher jeden Tag angeliefert hat und jetzt ist es vielleicht nur noch anstatt 5 Tage die Woche nur noch 3-mal die Woche, weil man halt versucht hat, Lagerfläche— also es sind so kleine Gamechanger. Oder von Mülltonnen, die wir auch täglich abgeholt haben. Bei 800 Gästen pro Haus ist das halt einfach eine Logistik, dass man gesagt hat, okay, Müllpresse, muss der denn jetzt jeden Tag durch die Stadt karren?

  93. 22:57
    Ronald M. Arndt

    Okay.

  94. 22:59
    Daniela Simic-Gül

    Es sind viele, viele Kleinigkeiten, die das große Ganze— wir sind noch nicht da, wo wir hinwollen, ja klar, also, und aber wir sind auf jeden Fall auf dem Weg und alle haben es verstanden. Und das ist, glaube ich, auch gerade im Facility Management, da ist auch ganz viel passiert mit unseren Lampen, die alle ausgetauscht worden sind, und auch, ja, also ganz viele andere Sachen einfach. Auch dieses ganze Lichtsystem, man geht in einen Raum und dann geht es auch mit ganz viel Zeitschaltuhren und so. Das war damals, wir haben Licht angelassen.

  95. 23:31
    Ronald M. Arndt

    In der Meininger Straße. Aber das ist ja das Unternehmertum. Man muss mal beginnen mit was, mit einer Idee, und es ist doch nicht alles von heute auf morgen perfekt. Genau, das zeichnet ja einfach auch Unternehmertum aus. Super. Da vielleicht noch mal kurz, du hast den QR-Code angesprochen, aber auch Kochevents, die ihr früher gemacht habt. Unten habe ich den QR-Code an der Rezeption natürlich auch gleich ausprobiert. Der führt dann zu verschiedenen Angeboten und Services. Gibt es da noch mal so einen Service oder Kochevent ist es vielleicht, wo du sagst, ja, das sollte wirklich bald in Zukunft mal wieder angeboten werden dem Gast?

  96. 24:03
    Daniela Simic-Gül

    Auf jeden Fall. Also wir machen das, wenn wir eine coole Gästeküche— also wir haben immer coole Gästeküchen, ich wollte jetzt nicht sagen, dass sie nur cool sind, aber die Größe macht es ja einfach zu klein, um ein Event— dann stehen da irgendwie 10 Leute hintereinander anstatt— ja, aber wir haben jetzt die neuen Küchen. Das ist uns in der Operation sehr wichtig, dass wir halt große Kochflächen haben, viele Sitzmöglichkeiten und dass wir sagen, ey, lasst uns heute zusammen Spaghetti kochen und dann gehen die Leute einkaufen. Der eine macht den Kuchen, der andere macht den Salat. Und das haben wir früher öfters gemacht. Deswegen meine ich ja, das ist ja auch Ressource. Ich meine, MEININGER ist ja auch ein Wirtschaftsunternehmen und wir müssen ja auch die Gäste, die zu uns kommen, wollen ja auch die beste Lage, den besten Preis.

  97. 24:49
    Ronald M. Arndt

    Haben wir hier, haben wir oft, haben wir überall, glaube ich, bei MEININGER.

  98. 24:51
    Daniela Simic-Gül

    Aber ich zahle auch die Miete oder wir zahlen die Miete genauso wie die 5-Sterne-Hotels nebenan. Aber der Gast ist natürlich— wir versuchen halt den Best Price zu geben. Und es ist, wir müssen immer gucken, wie kriegen wir das hin, auch mit dem Staff. Ich kann jetzt nicht da einfach mal 10 Leute mehr einstellen, um Kochevents zu machen. Ich muss das auch immer innerhalb meines Budgets und auch, ja, wie wird es, wie meine Kalkulation. Und das ist immer schwierig. Und deswegen meine ich, wenn die digitale Welt halt, also dieses alles einfacher wird mit einem Check-in und also dieses Boring Stuff.

  99. 25:25
    Ronald M. Arndt

    Dann haben die Gastgeber wieder Zeit für den Gast.

  100. 25:26
    Daniela Simic-Gül

    Zeit für den Gast. Das ist das, was ich glaube.

  101. 25:29
    Ronald M. Arndt

    Einfach der Trend, an dem alle da zusammen in Zukunft in der Hotellerie auch arbeiten müssen.

  102. 25:33
    Daniela Simic-Gül

    Wir haben auch spannende Projekte jetzt abends, dass man sagt, okay, da kommt ein DJ, der macht da ein bisschen Musik. Und wir hatten jetzt auch mehrere Events, Tattoo-Events, und dann haben wir einen, auch einen Kooperationspartner, der dann halt seinen Tisch aufstellt und da Tattoos macht und so. Also, weiß ich nicht, Fußball-Events, das ist schon wieder, man möchte wieder mehr Atmosphäre. Also nach der ganzen Corona-Geschichte war das auch alles einfach alles eingeschlafen und das wieder erstmal alles wieder aufzubauen dauert alles. Aber wir sind jetzt mit einer Planung, wir haben ja auch unseren Eventskalender, was wir halt mit Marketing auch sharen und das auch publish machen und verschiedene Events, die wir dann auch anbieten.

  103. 26:15
    Ronald M. Arndt

    Super. Sollen wir ein bisschen hier aufs Humboldthaus zu sprechen kommen?

  104. 26:17
    Daniela Simic-Gül

    Ja.

  105. 26:19
    Ronald M. Arndt

    Ich habe hier ein tolles Zimmer bekommen von euch, das ist ja schlossartig, hat ein Zwischengeschoss hier oben, da sitzt gerade mein Mein kleiner Sohn und schielt runter. Und wenn man da oben so liegt, hat man ja ein Riesenfenster, deswegen Schlossfenster eigentlich, mit zwei großen Vorhängen. Ja, also schon was Besonderes hier.

  106. 26:39
    Daniela Simic-Gül

    Ja, also das Haus ist auch was Besonderes. Wir sind hier mitten in der Oranienburger Straße. Hier hat auch mal der Alexander von Humboldt gelebt. Ich glaube, das war 1853, war er hier bis zu seinem Tod. Er hat auch unten, also der ist ja Naturforscher und hatte auch unten seine Bibliothek. Und irgendwann sind wir als Mieter hier rein vor 14 Jahren, haben gedacht, wow, was für eine Geschichte hier hinter. Und das ist auch, wenn man nachher am Gebäude steht, am Altbau, da ist auch eine Riesentafel.

  107. 27:09
    Ronald M. Arndt

    Ja.

  108. 27:09
    Daniela Simic-Gül

    Also ist jetzt alles richtig. Und das Haus hat natürlich das Design und auch die Geschichte, haben wir auch versucht, das wiederzuspiegeln im Haus vom Alexander von Humboldt, was er dann gemacht hat. Und ja, zu dem Haus würde ich gerne erzählen. Das muss man sich so vorstellen, das sind zwei Altbauten, ja, die zusammen sind, das Hotel. Man hat unten halt, wenn man rechts reinkommt, die Rezeption, und dann sind halt die Zimmer oben, und dann gibt es auf jeder Etage einen Durchbruch zum nächsten Gebäude. Und das ist so interessant. Und auch zu den Galeriezimmern zu kommen, jedes Zimmer ist unterschiedlich, ist halt ein Altbau und nicht dieses klassische Copy-Paste-Zimmer, wie man das in anderen Hotels hat, ne, in Neubauten.

  109. 27:56
    Ronald M. Arndt

    Mhm.

  110. 27:57
    Daniela Simic-Gül

    Es hat diese Charme, hohe Decken, man kann kreativ sein, wie man auch, also die Designer können kreativ sein. Und in diesem Zimmer, weil es relativ schmal ist, hat man sich überlegt, okay, eine tolle Deckenhöhe, und hat man sich halt überlegt, hier ein Galeriezimmer zu machen. Dann hat man halt die Toilette, Dusche hier unten und oben darüber halt das Podest mit den Betten. Wir haben sogar ein Zimmer mit 3 Stockbetten.

  111. 28:23
    Ronald M. Arndt

    Okay.

  112. 28:23
    Daniela Simic-Gül

    Ja, das ist halt auch in der Wand eingebaut, auch vom Tischler ganz schick, und die gerade Familien und Schülergruppen Das ist total spannend, da wie im Baum, wie sagt man, in so einem Baumhaus hochzuklettern. Ja, in einem Nook. Deswegen macht das halt das Haus so besonders. Und jetzt ist es so, dass wir hier eine Riesenrenovierung, also Zimmer wurde schon renoviert, wir haben jetzt hier ein bisschen Baustelle im Haus, aber wir sind fast fertig mit den Zimmern. Ich glaube, so noch 3, 4 Wochen und dann sind wir hier durch. Und dann haben wir ein ganz, ganz neues, tolles Projekt ganz unten. Wir haben vor, 3, 4 Jahren einen Anruf bekommen vom Eigentümer und er hat uns gefragt, ob wir nicht unten— da gab es ein Restaurant, das hieß der Aufsturz, und hat uns gefragt, das Aufsturz macht jetzt zu und der Vermieter wollte es an uns vermieten und wir haben gesagt, na klar, dann könnte man halt unten noch einen Durchbruch machen zwischen der Rezeption und dem Restaurant.

  113. 29:21
    Ronald M. Arndt

    Ja.

  114. 29:22
    Daniela Simic-Gül

    Leider ist, genau, kam Corona und musste der Pächter halt abgeben und ist leider krank geworden. Und ja, aber MEININGER hat gesagt, klar, wir wollen das. Dann hat man halt beide Gebäude komplett.

  115. 29:34
    Ronald M. Arndt

    Okay.

  116. 29:36
    Daniela Simic-Gül

    So, und was ist denn? Und da haben wir so ein kleines Schmuckstück im Keller. Da gibt es halt, im Aufsturz gab es halt so einen Jazzclub. Und man muss sich das so vorstellen, das war, der wurde 27 Jahre betrieben mit 100 Biersorten. Das war so ein Kultschuppen in Berlin und jeder kennt es und das auch gerade so für die Künstler, die hatten Ausstellungen Viele kreative Leute waren immer auch da unten in den Jazzclub, hatten verschiedene Künstler, hatten ihre Auftritte. So, jetzt war das zu und auf einmal kam MEININGER und hat hier die Türen aufgemacht, ein bisschen hier entstaubt, ein bisschen entrümpelt und es war Wahnsinn, wie viele Leute hier reingekommen sind. Ah, macht das Aufsturz wieder auf? Ich so, nee, das wird ein MEININGER. Ah, okay, schade. Was passiert mit dem Club? Und wir so, wissen wir noch nicht. Also es war so ein bisschen mal gucken, was passiert. Und die Grundidee war, jetzt quasi die Rezeption und das Restaurant zu verbinden, um dann eine größere Lobby zu haben. Und unten hatten wir die Idee, eine Schülerdisco reinzumachen. Und ich meine, hier, wir haben in Berlin, habe ich so viele Schülergruppen, dass man gesagt hat, wir helfen mal den Lehrern, damit die sich abends auspowern können. Die können hier abdancen, natürlich ohne Alkohol. Und das war die Grundidee. So, und irgendwann meine Kollegin Kathleen, Sie ist die Hotelmanagerin in der East Side Gallery, die ist begeisterte Comedian, also sie liebt Comedy und war damals immer Stammgast im Comedy Flash beim Jan, der ist da der Geschäftsführer, und erzählte halt von dem Projekt hier, was wir hier machen, und die hatten sich ausgetauscht. Und dann sagte er, ja, zeig mir den Club mal und so. Und dann war Jan da und total begeistert und meinte, na, hätten wir hier eine Möglichkeit, uns so anzumieten und wie auch immer. Und dann meinte sie, ich weiß nicht, Und dann auf einmal kam er mit Hans und Felix Lobrecht und meinten so, ey, wir wollen den Club haben, was müssen wir tun? Und das war für uns noch mal okay, neue Perspektive, neue Gedanken, daran hatten wir gar nicht gedacht. Und so kam eine Partnerschaft tatsächlich. Die 3 haben sich dann halt selbstständig gemacht und haben dann letztes Jahr das Downstairs eröffnet. Das ist ein Comedy-Club. Club, was sehr erfolgreich gestartet ist, ja, mit Felix Lobrecht, den kennt jeder, der steht ja auch für Spaß, er ist authentisch, er ist ein Entertainer und auch MEININGER ist ja auch, ja, step in and explore, ja, komm zu uns als Gast und erkunde die Stadt und erforsche und das ist, das machen die ja auch. Die wollen ja auch, dass die Gäste eine tolle Zeit haben, die tolle Erfahrungen fahren.

  117. 32:23
    Ronald M. Arndt

    Da freut sich der Herr Humboldter, wenn so viele Explorer hier zusammenkommen.

  118. 32:27
    Daniela Simic-Gül

    Genau, und so hat sich das, ja, die Kooperation, weil ich denke mir, wir sprechen die gleiche Zielgruppe an. Wir sind authentisch, wir sind lustig, wir sind hands-on, und das war wie so Faust aufs Auge. Und seit einem Jahr sind die sehr erfolgreich, haben mehr als 6 Shows pro Woche. Ja, und jetzt sind wir dran. Also die waren relativ fix, die haben das so toll renoviert, Die haben die Hightechnik da unten. Also, du bist sehr herzlich mal eingeladen, ne?

  119. 32:55
    Ronald M. Arndt

    Ja, gerne.

  120. 32:56
    Daniela Simic-Gül

    Dann können wir mal abends zusammen zur Comedy gehen. Genau, und jetzt muss MEININGER noch nachlegen, und ich hoffe, dass wir bis Herbst fertig sind mit unserem Restaurant, mit dem neuen Konzept, was dahinter steht. Wird sehr spannend. Ich verrate noch nicht so viel. Das wird unsere Marketingabteilung machen mit einem tollen Konzept.

  121. 33:12
    Ronald M. Arndt

    Dann komme ich wieder vorbei.

  122. 33:14
    Daniela Simic-Gül

    Kommst du wieder zum Essen, und dann gehen wir zusammen in den Club.

  123. 33:16
    Ronald M. Arndt

    Dann höre ich mir auch gerne deinen Podcast zu.

  124. 33:17
    Daniela Simic-Gül

    Genau, und hier schläfst du, dann machen wir ein schönes Paket für dich. Genau, und das ist so die ganze, mein neues Projekt, meine neue Herausforderung. Ich freue mich auch mit dem Team. So was hatten wir bei MEININGER noch nicht, aber das wird ganz spannend.

  125. 33:29
    Ronald M. Arndt

    Ja, und in welche Richtung es geht, auch so vom Look and Feel, das ist ja hier einfach schon auch erkennbar, auch wenn unten noch Baustelle ist gerade, aber auch noch mal ein weiteres Upgrade einfach der Marke, der Marke MEININGER.

  126. 33:41
    Daniela Simic-Gül

    Ja, genau. Für uns ist ja auch wichtig, dass das halt, jedes Haus hat seinen eigenen Charme. Bei einem Projekt war ich sehr involviert, auch in der Design oder ja, den Namensfindung oder die Idee. War in der East Side Gallery vor, wann war das, ja, vor 7, 8 Jahren. Und da weiß ich noch, das war ganz toll, da saßen wir alle an einem Tisch und dann war da halt Marketing, da war Projects, Facility Manager, also ganz verschiedene Leute am Tisch und auch die Designer.

  127. 34:12
    Ronald M. Arndt

    Mhm.

  128. 34:12
    Daniela Simic-Gül

    Und dann hat man überlegt, Was können wir denn jetzt hier den Namen geben? Das war so plakativ jetzt mal, also an der East Side Gallery zu sagen, ja, Mauer und Graffiti, und das wollten wir dann nicht. Und dann gab es so einen kleinen Workshop und da kam eine ganz tolle Sache raus: Come together, be united, weil die Mauer, der Mauerfall war ja dann und die Menschen sind ja dann zusammengekommen. Und das Thema im Hotel ist, also die Designerin hat es sich dann so vorgestellt, also Also wenn du mal in die East Side Gallery bist, musst du drauf achten. Jetzt wirst du wahrscheinlich— die Tische, also du hast keine klassische Rezeption, du hast halt Hochtische, die aneinander stehen und auch eine Lichterkette. Und das zieht sich durch die ganzen Räume. Also du hast halt quasi, und das kam dadurch, dass man gesagt hat, wir sitzen alle gemeinsam, egal ob es jetzt die Familie ist, die Schulgruppe, wir sitzen alle an einem Tisch.

  129. 35:05
    Ronald M. Arndt

    Cool.

  130. 35:06
    Daniela Simic-Gül

    Und das zieht sich quasi durch die Bar, in den Frühstücksraum bis zur Gästeküche. Also auch das Konzept ist wieder sehr individuell, sehr kreativ, aber auch total auf dem Punkt. Und das ist halt nicht so dieses Plakative. Ich mache mal jetzt ja die Mauer und die Graffiti. Auch jedes Haus hat seinen eigenen Charme, wie hier Humboldt, da das. Und das macht, glaube ich, MEININGER ganz gut, um einfach auch dieses Authentische nicht zu verlieren. Diese Copy-Paste-Hotelketten wollen wir nicht sein. Wir sind so divers und anders als andere. Und ich glaube, das kriegen wir hin.

  131. 35:36
    Ronald M. Arndt

    Jetzt haben wir schon erfahren, wie das sich bei dir alles so auch persönlich aufgebaut hat. Durchs einfach Tun, durch die Herausforderungen, die einem gestellt worden sind. Manchmal stellt mir so ein bisschen die Frage, was wäre der Ratschlag für dein jüngeres Ich? Den wirst du wahrscheinlich täglich geben, weil du ja viele junge Leute im Team hast, die bei dir lernen. Aber was ist so ein bisschen, was wissen die, auf was kommt es an?

  132. 36:04
    Daniela Simic-Gül

    Auf was kommt es an?

  133. 36:05
    Ronald M. Arndt

    Um auch am Ende zufrieden zu sein in der Arbeit. Viele teilen es ja heute auf, immer in Freizeit, privat und Arbeit.

  134. 36:14
    Daniela Simic-Gül

    Ja, also ich glaube, dass man geduldig sein sollte. Heute ist alles so schnelllebig und ich glaube, man sollte auch nicht so verbissen sein. Also klar soll man Ziele haben, ja, aber manchmal ist man so verbissen, ich muss jetzt das machen, Um das zu machen und weil das eigentlich auch durch die Social Media so geprägt ist, wie andere das alles machen, und dadurch setzen sich viele, gerade die jüngere Generation, total unheimlich unter Druck und die haben das Gefühl, jetzt habe ich jetzt meine Ausbildung, ich muss jetzt studieren, ich muss jetzt Angestellter sein, ich muss jetzt meine nächste Position erreichen und alles kommt so, wie es kommen soll. Also man soll alles ein bisschen entspannter nehmen und auch Einfach, wenn man was macht, das länger aus, also geduldig eine Sache länger machen. Ich gebe mal jetzt ein Beispiel: Rezeption, ja, dass man sagt, okay, ich bin heute Rezeptionist und nach 3 Monaten kommen die und sagen, ich möchte jetzt Supervisor werden, ich kann ja hier alles. Und darum geht es eigentlich gar nicht. Es geht gar nicht um die Prozesse, die man in dem Moment lernt, und es geht ja darum, dass du die Lebenserfahrung, also man muss ja einfach erstmal eine Lebenserfahrung lernen, um halt auch mehr Verantwortung zu bekommen. Man kann nur mehr Verantwortung bekommen oder lernen, wenn man halt mit Zeit in einer Sache lange gearbeitet ist.

  135. 37:41
    Ronald M. Arndt

    Gefestigt ist.

  136. 37:42
    Daniela Simic-Gül

    Und auch die menschliche, das ist ja, also ich meine, ohne Menschen funktioniert kein Job und ich glaube, das ist ganz wichtig. Arbeite doch erstmal mit Kollegen, wie arbeitet man zusammen, wie kann man sich gegenseitig unterstützen und das sind so alles Sachen, Was ich Leuten gerne immer auf den Weg gebe und sage, einfach geduldiger sein. Guck, dass du halt erstmal das, was du machst, sehr gut machst und lerne aus Erfahrung. Mehr kann ich eigentlich zu dem Thema nicht machen, weil ja, man muss halt einfach am Ball bleiben und immer eine Schippe drauf, also nicht stagnieren.

  137. 38:17
    Ronald M. Arndt

    Ja.

  138. 38:18
    Daniela Simic-Gül

    Das ist auch ganz wichtig, auch immer weiter, aber Aber auch, ich sage immer, oder es hat auch eine Kollegin von mir, Steffi, immer gesagt, wir brauchen nicht nur Indianer, nee, wir brauchen nicht nur Häuptlinge, wir brauchen auch Indianer. Und das ist auch okay, wenn man sich als Indianer in der Rolle in Ordnung fühlt und gut fühlt, soll man das auch machen und sich nicht zwingen, nur weil die Gesellschaft das möchte. Und alle sind wichtig im Rat. Und ich sage immer, und deswegen, und das versuche ich auch meinen Leuten immer zu sagen, alle sind gleich. Es ist keiner, nur weil er einen besseren Titel hat oder so, irgendwie anders. Wir sind alle auf einer gleichen Augenhöhe und jeder in In unserem Hotel zum Beispiel oder am Headquarter. Jeder hat eine wichtige Rolle und ohne diese Räder würde das alles gar nicht funktionieren. Und alle zu akzeptieren, so wie sie sind. Und wo wir auch vom Gedanken her, wir müssen— viele sind auch sehr egoistisch, dass man halt nur an sich denkt, dass man auch jetzt mal wieder so ein bisschen Empathie— das kam auch durch Corona leider, dass es halt so, jeder hat sein Ding gemacht, dass man dann sagt, okay, ein bisschen auch die anderen, auch Leute, die haben es nicht so einfach wie wir hier, die Leute zu integrieren. Leute haben auch Handicaps. Oder, oder, oder. Das ist auch eine Sache, was uns jetzt auch ganz wichtig ist für MEININGER, dass wir halt so nicht nur Inklusion in jeder Richtung auch machen und dass wir auch die Leute alle mitnehmen und sagen, ey, uns geht es allen so gut, ja, lasst uns auch noch mehr für die Gesellschaft tun und noch Leute mehr zu integrieren. Das ist auch so das, was ich den jüngeren Leuten mitgeben will und nicht dieses egoistische Denken. Schön.

  139. 39:48
    Ronald M. Arndt

    Wenn du dir jetzt noch einen MEININGER wünschen könntest, dürftest, welche Stadt, welches Land, welcher Kontinent wäre das? Da kommen ja sicherlich noch ein paar.

  140. 39:59
    Daniela Simic-Gül

    Ja, hoffe ich. Ja, da bin ich vielleicht so, ja, egoistisch, nicht egoistisch, aber meine Eltern kommen ursprünglich aus Ex-Jugoslawien. Meine Mutter ist in Belgrad geboren, leider schon verstorben, aber mein Wunsch wäre, dass vielleicht ein Haus in Belgrad. Ich glaube, da ist auch viel Geschichte dahinter, ist eine schöne Altstadt. Das wäre so ein Wunsch, ist auch in Europa, ist jetzt auch im Kommen, ne, also generell die Stadt. Und die zweite Stadt wäre Istanbul, auch mit dem Hintergrund, mein Mann kommt aus der Türkei, und ich glaube, das ist auch so, so ein bisschen unsere Elternwurzeln, wo man auch mal so vielleicht auch cool in der Stadt, wenn man mal sowieso Oma und Opa besuchen geht, zu einem Ganz früh habe ich immer gesagt, Istanbul werde ich eröffnen, ich als Hotelmanagerin. Darauf hätte ich auch noch mal Lust, ne, in einer fremden Stadt. Ich bin ja nur in Berlin, ich habe ein bisschen Heimvorteil.

  141. 40:58
    Ronald M. Arndt

    Da haben sich die Eltern gefreut, als du gesagt hast, du eröffnest eines Tages MEININGER Istanbul.

  142. 41:04
    Daniela Simic-Gül

    Genau, jetzt weiß ich nicht, ob ich dann noch die Nerven dafür habe, noch mal für eine Eröffnung, aber gerne unterstützen. Das sind so die 2 Städte, weil beide so Metropole und gute Lage Deswegen könnte ich mir gut vorstellen, da noch mal ein MEININGER zu sehen, irgendwann mal. Aber ich hoffe, dass ich noch mal so lange da bin. Vielleicht funktioniert es ja.

  143. 41:24
    Ronald M. Arndt

    Ja, dann hast du auf jeden Fall die, wie nennt man das, Rentenobergrenze, 45 Jahre übertroffen, wenn du noch mal so lange dabei bist. Hat mir riesig Spaß gemacht.

  144. 41:35
    Daniela Simic-Gül

    Mir auch.

  145. 41:36
    Ronald M. Arndt

    Wirklich, noch mal so tief und eigentlich an den Anfang der MEININGER-Story mit dir zu gehen.

  146. 41:44
    Daniela Simic-Gül

    Ja, ich glaube, ich könnte noch stundenlang erzählen.

  147. 41:46
    Ronald M. Arndt

    Die Gründer hast du überlebt.

  148. 41:47
    Daniela Simic-Gül

    Ich habe alle überlebt, ich weiß gar nicht, wie viele Chefs ich hatte, und ich bin immer noch da. Okay, vielleicht bin ich auch nicht mehr so kündbar, aber gut, wird teuer auf jeden Fall. Aber schauen wir mal, wo die Reise hingeht.

  149. 41:58
    Ronald M. Arndt

    Ausgezeichnet. Also dir persönlich alles Gute und natürlich der ganzen MEININGER-Familie. Ein paar Namen hast du ja schon erwähnt. Das zeichnet dich auch aus, einfach dass du ganz genau weißt, wer wo wie hier seinen Teil auf der Reise schon zu beigetragen hat. Und ich freue mich.

  150. 42:14
    Daniela Simic-Gül

    Ich freue mich auch.

  151. 42:15
    Ronald M. Arndt

    Auf unseren Comedy-Besuch dann.

  152. 42:17
    Daniela Simic-Gül

    Sehr gerne.

  153. 42:18
    Ronald M. Arndt

    Machen wir.

  154. 42:18
    Daniela Simic-Gül

    Spätestens Ende des Jahres.

  155. 42:20
    Ronald M. Arndt

    Ich freue mich. Bis dann. Ciao, ciao.