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Germany · Episode #60 · 20.02.2023 · 46 Min

Zu Besuch bei Freunden

Cedric MadererStay KooooK
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Aufgenommen: Stay KooooK Bern City, Bern

Standbild aus der Episode mit Cedric Maderer Germany46 Min

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„Für mich gibt es keine geilere Branche, muss ich wirklich sagen.“

Cedric Maderer, 38:38

Cedric Maderer ist Product und Project Manager von Stay KooooK und zeigt Ronald M. Arndt das zweite Haus der Marke in der Berner Innenstadt, sechs Wochen nach der Eröffnung. Er erklärt, wie das Konzept das Beste aus vier Übernachtungsformen kombiniert, warum es keine Rezeption gibt und was in Leipzig, Nürnberg, München, Hamburg und Genf ansteht. Dazu sein Weg vom Familienbetrieb am Rhein über London und Zürich bis zur Gründung der prizeotel Schweiz GmbH.

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Kernaussagen

  1. Vier Übernachtungsformen: Stay KooooK kombiniert das Lokale und den Community-Gedanken eines Airbnb, Sicherheit und Service eines Hotels, die Flächeneffizienz von Micro-Living und das Moderne eines Hostels. Entstanden ist die Idee aus der Longstay-Erfahrung als Marriott-Franchisenehmer mit Residence Inn und Moxy.
  2. Hosts statt Rezeption: Es gibt keine Rezeption. Die Hosts nehmen Gäste in Empfang, geben Tipps zur Stadt und kochen auch mal mit den Gästen in der Gemeinschaftsküche.
  3. Alles über LikeMagic: Die inhouse entwickelte Web-App LikeMagic bündelt Check-in, Check-out, Türöffnen, den Chat mit dem Host und die Cola aus dem Kühlschrank. Maderer sagt, die Technik ersetze den Menschen nicht, sondern unterstütze ihn.
  4. Flächen ab der Etage: Das Haus von 1893 hat 85 Zimmer, drei Minuten zum Hauptbahnhof und zwei zum Bundeshaus; Wankdorf hat 62 Studios. Stay KooooK startet selten im Erdgeschoss und nutzt mit modularen Zimmern Innenstadtflächen, aus denen sich der Einzelhandel zurückzieht.
  5. Weg vom Familienbetrieb: Maderer wuchs im Rheinhotel Loreley in Königswinter auf, arbeitete im Brown's Hotel in London, eröffnete 2015 das Kameha Grand in Zürich mit, übernahm und verkaufte den Familienbetrieb vor Corona und gründete die prizeotel Schweiz GmbH.
Shownotes zur Episodeaus dem Podcast-Feed

Herzlich Willkommen im neuen und frisch eröffneten Stay KooooK. Herzlich Willkommen im Herzen von Bern, in nächster Nähe zum Bundeshaus, Hauptbahnhof und mit Blick auf den Waisenhausplatz.

Gastgeber und Projektmanager Cedric Maderer scheint auf den Geschmack gekommen zu sein. Gut, dass die nächsten Standorte bereits in Planung sind. Noch dieses Jahr eröffnet in Leipzig das erste Haus in Deutschland, gefolgt von München, Genf und Hamburg.

Dabei schon in einem Familienbetrieb aufzuwachsen und die Hotellerie im Blut zu haben, kann eine gute Voraussetzung sein. Viel wichtiger aber die weitreichende Erfahrung, welche er bereits in jungen Jahren im Londoner Brown's Hotel, einem Juwel der Rocco Forte Hotels, sowie im Kameha Grand in Bonn und Zürich, welches er miteröffnet, sammelt. Schließlich etabliert er als Geschäftsführer die Marke prizeotel in der Schweiz, bevor er zur SV Hotel gestoßen ist.

Die Grundidee von Stay KooooK und dabei das Beste aus vier Übernachtungsformen zu kombinieren, scheint bisweilen mehr als aufzugehen. Beat Kuhn, Patron von SV Hotel, darf zweifelsohne vom Sprung über den großen Teich träumen und Cedric Maderer sich noch auf das eine oder andere Projekt an spannenden Orten, sowie die Weiterentwicklung der Marke freuen.

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Transkript

Transkript öffnenTranskript schließen46 Min · Ronald M. Arndt und Cedric Maderer

Automatisch transkribiert mit AssemblyAI, Sprecher automatisch zugeordnet. Nicht redigiert.

  1. 00:07
    Ronald M. Arndt

    Ja, wenn ich heute vielleicht einen etwas unbeweglichen Anschein hier mache auf dem Sofa, dann liegt es ja nicht daran, dass das Bett hier irgendwie im StayCook in Bern in der Innenstadt schlecht war, denn ich habe noch gar nicht hier geschlafen, das kommt ja jetzt noch, sondern dass es irgendwie doch ziemlich kalt ist im Februar hier in Bern und ich vielleicht doch einen Schal hätte mitnehmen sollen. Ja, also irgendwie Aber wir machen das Beste draus. Absolut bequem ist es allemal hier im neuen Stay Cook. Wunderbar, ein Traum. Ja, vielen, vielen Dank, dass ich da sein darf.

  2. 00:35
    Cedric Maderer

    Sehr, sehr gerne.

  3. 00:37
    Ronald M. Arndt

    Eröffnet habt ihr im Dezember, glaube ich, noch vor Weihnachten.

  4. 00:41
    Cedric Maderer

    Korrekt, das ist so 10 Tage vor Weihnachten, haben wir noch unser Opening, unser neues Bijou hier an den Start gebracht.

  5. 00:47
    Ronald M. Arndt

    Jetzt ist Februar und habt ihr euch schon eingelebt ein bisschen?

  6. 00:51
    Cedric Maderer

    Absolut, die ersten Knapp 6 Wochen jetzt. Wir sind wahnsinnig gut gestartet, sowohl das Gästefeedback als auch die Auslastung. Wir sind absolut zufrieden.

  7. 01:01
    Ronald M. Arndt

    Und für Mittagsschläfchen reicht es ja auch noch ab und an, weil die Tür, die ist ja gewaltig. Also ich höre jetzt gar nichts mehr von draußen, vom größeren Community-Bereich.

  8. 01:09
    Cedric Maderer

    Das ist so, sollte man meinen. Wir haben sehr, sehr eindrucksvolle Türen, sehr, sehr eindrucksvolle Architektur generell hier im Haus, denkmalgeschützt. Aber fürs Mittagsschläfchen, es würde langen von der Ruhe her, aber von der Zeit meistens leider nicht. Die liebe Zeit, immer die Zeit, ne?

  9. 01:25
    Ronald M. Arndt

    Alle Voraussetzungen geschaffen hier im StayCook, aber Cedric Maderer hat einfach keine Zeit. Wünsche ich dir auch gar nicht, Cedric, denn es geht ja richtig voran, muss man sagen, mit StayCook. Ein Konzept, was vor 2 Jahren, so weitestgehend 2020, ja an den Start ging. Jetzt eben hier, Bern City heißt das, den zweiten Standort. Ich habe euch kennengelernt letztes Jahr, das war ja Episode, ich habe es mir aufgeschrieben, Nummer 14. Da war ich das erste Mal in Bern-Wankdorf und mit dem Hotel-Podcast, und mein Gegenüber war Kevin Kuckow. Kommen wir nachher noch mal kurz drauf zu sprechen. Ja, jetzt sind wir hier in der Innenstadt, das zweite Haus, und ich sage, es geht jetzt rasant voran, und deswegen hast du eben keine Zeit mehr, denn ich war auch schon auf der Baustelle in Leipzig.

  10. 02:16
    Cedric Maderer

    Das ist so, ja. Leipzig ist unser nächstes Projekt oder der Schritt nach Deutschland, auch nach Nürnberg.

  11. 02:22
    Ronald M. Arndt

    Ist ja nicht nur Leipzig, ist ja der Schritt nach Deutschland. Ganz genau, exakt, der Schritt nach Deutschland.

  12. 02:26
    Cedric Maderer

    Auch Nürnberg, München, Hamburg werden folgen.

  13. 02:28
    Ronald M. Arndt

    Okay, welche Baustellen gibt es gerade?

  14. 02:30
    Cedric Maderer

    Also Leipzig ist sicherlich die größte, weil Leipzig wird das größte Haus und insofern spannend, als dass wir mixen zwischen unseren beiden bisherigen Konzepten, wenn man so will, in Bern-Wankdorf, dem Long-Stay-Konzept, und hier in Bern City, dem Short-Stay. In Leipzig wird es beides geben, sowohl Studios als auch Zimmer zum Aufenthalt, ein relativ großes Gebäude, und da ist Leipzig momentan die größte Baustelle, gleichzeitig mit dem Schritt verbunden natürlich, dass wir nach Deutschland expandieren.

  15. 02:59
    Ronald M. Arndt

    Okay, das heißt, hier zwischen Wankdorf und Bern City, da differenziert ihr schon. Das eine eher Longstay, das andere Shortstay. Aber ich denke mal so, das eine oder andere Learning hat man schon mit rübernehmen können, auch vom ersten zum zweiten Haus.

  16. 03:12
    Cedric Maderer

    Absolut. Also wir haben eine Entwicklung gemacht im Designkonzept, in der Designsprache, definitiv hier in der Flat. Du hast es schon angesprochen, das ist unser Community-Bereich, räumlicher mehr getrennt. Wir sitzen Wir sitzen hier gerade in unserem Green Room, mein Lieblingsraum hier im Hotel.

  17. 03:26
    Ronald M. Arndt

    Und Lieblingsfarbe meines Sohnes, von daher.

  18. 03:30
    Cedric Maderer

    Absolut.

  19. 03:32
    Ronald M. Arndt

    Muss ich den bald mal mitnehmen.

  20. 03:33
    Cedric Maderer

    Definitiv, gerne jederzeit. Nein, haben da schon einen Entwicklungsschritt gemacht von Bern-Wankdorf, die Gästebedürfnisse noch besser umzusetzen jetzt in Bern City und entwickeln uns stetig weiter. Das ist ja auch mein Job, wenn man so will, als Product- und Project Manager.

  21. 03:48
    Ronald M. Arndt

    Ganz genau. Du hast es gerade schon verlauten lassen: The Flat. Als wir uns zuletzt auf der Baustelle in Leipzig getroffen haben, da war, glaube ich, noch nicht so klar, wie jetzt dieser Community-Bereich, also einfach die Fläche, die sich die Gäste dann am Ende teilen, heißen wird. Aber The Flat, ist es jetzt ein Begriff, der sich wiederum nur auf Bern City bezieht, oder wird er auch schon wieder nach Wankdorf zurückgespielt?

  22. 04:11
    Cedric Maderer

    Nein, also in Wankdorf ist es noch der Backyard.

  23. 04:14
    Ronald M. Arndt

    So habe ich es in Erinnerung von damals.

  24. 04:16
    Cedric Maderer

    Ganz genau, da kommen wir her. Aber zukünftig wird es The Flat sein bei den Projekten eben in Leipzig, dann auch in München, in Hamburg und auch in Genf, weil auch in der Schweiz geht die Entwicklung weiter. Da ist es jetzt The Flat.

  25. 04:29
    Ronald M. Arndt

    Wir springen ein bisschen. Was tut sich denn hier in The Flat? Also auf was kann ich mich freuen, wenn ich hier angekommen bin? Sind wir hier im ersten Stock, glaube ich?

  26. 04:38
    Cedric Maderer

    Ja, belle étage mit Blick über den Berner Waisenhausplatz. Genau. Also besser geht es nicht. Du darfst dich freuen, wenn du in die Flat kommst oder unsere Gäste zu uns. Nach Hause zu kommen in die Wohnung, das Synonym für The Flat. Du hast die Gemeinschaftsküche, den Community-Bereich, du hast viele Aufenthaltsmöglichkeiten, wo du arbeiten kannst, wo du zur Ruhe kommen kannst, ein Buch lesen kannst, dich unterhalten kannst, hier im Greenroom auch mal zurückziehen. Wir haben gleichzeitig einen Gaming Room, also man muss sich wie eine große Flat vorstellen.

  27. 05:09
    Ronald M. Arndt

    Es ist eine große Wohnung, es ist alles andere, also überhaupt nicht keinster Weise eine Lobby oder irgendwas, wie man es so vom typischen Hotel kennt, sondern es ist eine Wohnung. Ja, und du sagst hier schon Gaming Room. Ach, mein Genick. Hinten haben wir Spiele, Bücher, also Ecken und Winkel. Da kann man ja für jeden einfach ein Plätzchen dabei.

  28. 05:33
    Cedric Maderer

    Absolut. Und egal, was man machen möchte. Also im Gaming Room steht dann Kicker zum Beispiel, die Spielekonsole ist da. Hier, du hast es schon angesprochen, Bücher. Wir haben eine Musikecke. Wo man dann sich zurückziehen kann mit dem Ganzen. Also für jeden Gästewunsch ist was da. Und genau das, was du angesprochen hast, war auch das Ziel. Und so nehmen es unsere Gäste auch wahr, eben nicht in eine Hotellobby zu kommen, sondern wie in eine Wohnung zu Besuch bei Freunden und sich direkt heimisch zu fühlen.

  29. 06:01
    Ronald M. Arndt

    Okay, du bist ja nicht jeden Tag da. Nein, weil wir haben gehört, es gibt neue Standorte und es gibt schon Wankdorf und so weiter. Das heißt, du hast da Verantwortung für doch ein gewisses Portfolio. Was dann bis 2025, glaube ich, bis auf 7 Standorte, wenn ich so mal richtig durchgezählt habe, anwächst. Du hast gerade schon genannt, wo sich überall was tut. Persönlich jetzt heute Morgen noch nicht gesprochen, aber eine Gastgeberin habe ich auch schon irgendwo hier durchs Haus huschen sehen. Ja, wie heißt die Dame und was ist so ihr Tätigkeitsbereich?

  30. 06:36
    Cedric Maderer

    Das ist eine unserer Hosts gewesen, unsere Gastgeberinnen oder Gastgeber, die wir auch haben, die wir die zum Konzept existenziell dazugehören. Heute Morgen war es die Selina. Es gibt noch Cecil, die hier das Haus hauptbetreut, und weitere Kolleginnen und Kollegen in Wankdorf und an den Standorten. Die Hosts sind da, um die Gäste in Empfang zu nehmen. Es läuft vieles selber. Der Gast hat— der Claim von StayCook ist StayCook, StayYou, die Eigenverantwortung. Das heißt, alles kann, nichts muss. Und die Hosts sind da, um Tipps zu geben, was man in Bern machen kann, um zu helfen, Wenn natürlich mal was nicht funktioniert oder Fragen aufkommen, darf sich aber auch nicht das klassisch wie an der Rezeption vorstellen, sondern sie sind da, sie helfen und kochen auch mal mit den Gästen. Also es gibt solche Events bei uns, ganz, ganz in einer lockeren Atmosphäre, also wie nach Hause in eine Wohnung kommen oder zu Freunden zu Besuch.

  31. 07:31
    Ronald M. Arndt

    Also Gemeinschaftsküche ist ja— hast du vorher Gemeinschaftsküche gesagt?

  32. 07:34
    Cedric Maderer

    Richtig, ja.

  33. 07:35
    Ronald M. Arndt

    Ist ja jetzt keine Küche, wie man sie aus der Jugendherberge kennt, mit viel Gerusch und Durcheinander und allem. Sondern es ist wirklich so ein offener Küchenblock. Du sagst ja, also da wird sicherlich abends was los sein. Ja, und in Edelstahl. Also da könnte man ja sogar noch extern einfach die Küche bespielen und hier abends die eine oder andere Veranstaltung machen. Und wenn ich es jetzt richtig verstanden habe, ist das dann eben auch Aufgabe vom Host, von den Damen eben.

  34. 08:03
    Cedric Maderer

    Richtig, das ist so. Ja, also wirklich dieser Community-Gedanke, dass die Gäste mit den Hosts zusammen in Verbindung treten, in Kontakt kommen, dadurch was über StayCook erfahren und über die Stadt, in der, in der das Haus steht, hier jetzt in dem Falle Bern, und natürlich auch die Gäste untereinander. Also die Küche ist ja auch in einer Wohnung meistens ein, ein Begegnungsort, und so ist es auch hier als zentrales Element von, von The Flat, wo Gäste untereinander sich kennenlernen, sich austauschen, vielleicht auch mal zusammen kochen.

  35. 08:31
    Ronald M. Arndt

    Ja, okay, ich versuche gerade mal so ein bisschen im Hintergrund das zu assoziieren. Eigenverantwortung hast du gerade gesagt, und und übertragen auf Hospitality klingt so nach, da muss ich noch was tun dafür, dass ich hier bei StayCook buche. Aber ich glaube, es ist in die Richtung auch gedacht, dass man einfach sich dann auch, na ja, man fühlt sich hier heimisch und man hat irgendwo dann auch richtig Lust einfach und Zeit vielleicht auch. Und es inspiriert, sich mit der Umgebung, also mit Bern hier, mit dem Quartier hier, sagt man Quartier in Bern, Stadtteil, sage ich mal, zu beschäftigen.

  36. 09:11
    Cedric Maderer

    Richtig, ja, das ist eigentlich so. Und es ist dieses, die Eigenverantwortung soll nicht abschrecken, keinesfalls. Wir sind sehr digital unterwegs, aber gleichzeitig eben dieser Claim, wie angesprochen, dass man eben, StayCook lässt dich du sein, auf Reisen gerade. Und ich finde das sehr, sehr schön. Den Zusatz noch, weil das Leben einfach zu kurz ist für zu viele Kompromisse. Das spiegeln unsere Gäste wieder an uns und sagen, das ist einfach mal was Neues. Was Frisches. Und ja, gleichzeitig sind wir natürlich in Form der Hosts, oder ich auch immer wieder bei den Projekten da und bringen diesen Hospitality-Gedanken. Also der geht nicht verloren. Bei uns ist es kein Konzept, wo die Technik und das Digitale den Menschen ersetzt, ganz im Gegenteil, sondern unterstützt und das fordert und fördert.

  37. 10:00
    Ronald M. Arndt

    Du hast gesagt, hier ist die Belle Étage. Also kann ich ja nur bestätigen, bin jetzt ein paar Stunden hier. Allein das Parkett, also ist wunderschön. Irgendwo habe ich gesehen und gehört oder gelesen zumindest, dass Parkett da bis zu 180 Jahre, glaube ich, alt ist, was sich hier im Haus befindet. Genau, das Haus von außen, der Treppenaufgang, die Stuckdecken, ja, also muss man auch erstmal als Standort, sage ich mal, finden und bekommen.

  38. 10:31
    Cedric Maderer

    Ja, das ist so. Also wir haben hier wirklich, in Bern sagt man das, das Bijou Da sind auch viele, glaube ich, ziemlich neidisch auf uns, dass wir das bekommen haben.

  39. 10:40
    Ronald M. Arndt

    Aber es sind noch keine Eier jetzt gegen die Fensterscheibe geflogen?

  40. 10:42
    Cedric Maderer

    Das nicht, Gott sei Dank. Es wäre zu schade bei den Fenstern eigentlich.

  41. 10:46
    Ronald M. Arndt

    Auch das wäre natürlich so schade.

  42. 10:47
    Cedric Maderer

    Nein, das ist noch nicht passiert. Ganz im Gegenteil, ein sehr traditionsreiches Gebäude von 1893 und immer als Hotel geführt gewesen.

  43. 10:58
    Ronald M. Arndt

    Ich muss gerade schmunzeln, 1893 ist Wenn ich mich jetzt nicht blamiere, das Gründungsjahr vom VfB Stuttgart, also von meinem Fußballverein.

  44. 11:05
    Cedric Maderer

    Okay, gut, sehr schön.

  45. 11:07
    Ronald M. Arndt

    Ja, dann war 1893, nicht 1793. Steht ja im Logo, im Wappen drin.

  46. 11:13
    Cedric Maderer

    Ich kenne es von meinem. Bei meinem wäre es 1904, weil ich blute Blau-Weiß und bin Schalker durch und durch.

  47. 11:18
    Ronald M. Arndt

    Schalke, Schalke sagt mir jetzt gar nichts.

  48. 11:22
    Cedric Maderer

    Aber im Moment auch mehr ein Traum.

  49. 11:23
    Ronald M. Arndt

    Ich glaube auch in Deutschland.

  50. 11:26
    Cedric Maderer

    Nein, also das Gebäude wirklich sehr, sehr traditionsreich, auch in Bern. Und du hast schon vieles angesprochen, dass das 180 Jahre alte Parkett, der Aufgang, dieses Treppenhaus, ein Bijou, absolut. Gusseiserner alter Heizkörper, was auch wirklich ein Highlight ist.

  51. 11:42
    Ronald M. Arndt

    Und die habt ihr wieder intakt gebracht, oder ist das nur Dekoration?

  52. 11:47
    Cedric Maderer

    Das, nee, die gehen wirklich wieder. Und hier ist es in dem Raum, wo wir gerade sind, ein bisschen aufgearbeitet, aber du hast gewisse Zimmer, eine gewisse Zimmeranzahl. Da sind wirklich die alten mit diesen Verschnörkelungen, wie man das aus ganz, ganz alten Filmen oder Gebäuden kennt. Ja, und haben dann jetzt hier 85 Zimmer, was auch eine Hausnummer ist für Blattl.

  53. 12:06
    Ronald M. Arndt

    Lass uns mal kurz mit Wankdorf vergleichen.

  54. 12:07
    Cedric Maderer

    Aber Wankdorf sind 62 Studios, da ja wirklich auf Longstay. Und weil das das erste Haus dort ist, angesprochen 2020, da ist man mal ein bisschen vorsichtig gestartet, ganz neues Konzept. Und mittlerweile weiß man, dass die Marke oder unser Grundgedanke funktioniert. Das zeigt auch die Expansion. Und dann hat man hier gesagt, an so einem Standort mitten in der Lage, also 3 Minuten zum Hauptbahnhof, 2 Minuten zum Bundeshaus, da möchte man natürlich auch eine gewisse Zimmeranzahl. Und da sind wir mit den 85 recht gut aufgestellt.

  55. 12:37
    Ronald M. Arndt

    Okay, ja, du sagst 2020 erstes Haus, und man hat da mal geguckt, wie das alles so wird mit der Marke. Da denke ich jetzt gleich an den guten Beat Kuhn. Ist ja der Patron von, von SV Hotel. SV Hotel ist ja der Inhaber, der Eigentümer auch der Marke StayCook, der Initiator. Was besagt so die Legende? Weil du bist ja auch erst seit 2021, glaube ich, an Bord.

  56. 13:04
    Cedric Maderer

    Ziemlich genau ein Jahr jetzt.

  57. 13:05
    Ronald M. Arndt

    Ja, okay, okay, okay. Wie das alles so damals wurde mit StayCook?

  58. 13:11
    Cedric Maderer

    Also ich habe relativ viel natürlich, da ich ganz eng oder mit am engsten, glaube ich, mit Beatrice im SV Hotel Universum zusammenarbeite, als mein direkter Vorgesetzter sehr, sehr viel über die Historie und die Legenden und die Ideen hinter StayCook erfahren und trage die ja jetzt weiter und entwickle sie weiter mit. Man hat angefangen damals relativ früh, also man muss sagen noch früher eigentlich. Das erste Haus 2020 eröffnet, aber wie das nun mal ist, wenn man eine neue Marke und neues Konzept an den Start bringt, ist ganz, ganz viel Ideen und Research Jahre vorher schon. Also es geht noch mal 2, 3 Jahre zurück dann. Geflossen und gearbeitet worden. Und man hatte einfach den Grundgedanken, man kannte Longstay als Franchisenehmer von Marriott, und man betreibt ja, oder wir betreiben als SV Hotel auch einige Residence-Innen als klassisches Longstay-Produkt. Und man hat einfach gesagt, dann kamen die Moxies, wo wir auch welche von betreiben, gesagt, warum kann man Longstay oder ein Konzept Hotellerie einfach nicht neu denken und hipper machen, ähnlich wie es die Moxies Taxis schon machen, jünger, geschmeidiger, und das in einen Extended-Stay- oder Long-Stay-Bereich bringen. Und so ist eigentlich die Grundidee von StayCook geboren worden. Und man muss sich das so vorstellen: StayCook ist eigentlich, oder kombiniert, 4, oder das Beste aus 4 Übernachtungsformen. Wir haben dieses Lokale, diesen Community-Gedanken, den auch der Host lebt, eines Airbnb, was eine klassische Übernachtungsform ist. Man hat die Sicherheit und die Professionalität eines Hotels und Service. Man hat die Effizienz in der Fläche und die Effektivität eines Micro-Living, wie man das kennt oder wie es mehr an Innenstadtlagen, wir sind ja auch immer in Top-Lagen, sind. Und das Vierte ist eigentlich das Hostel, was auch ist das Moderne, auch wieder dieser Community-Gedanke, dieses Zusammenkommen und dieses Lokale in einer Stadt oder an einem Standort verwurzelt zu sein. Und das ist so der Kern von StayCook.

  59. 15:08
    Ronald M. Arndt

    Mhm, also das klingt nach so einer Traumwelt, die man sich gebaut hat.

  60. 15:14
    Cedric Maderer

    Ja.

  61. 15:15
    Ronald M. Arndt

    Und in Vorbereitung habe ich natürlich auch so ein bisschen noch mal geschaut, was da Beate Kuhn so die letzten Jahre, sage ich mal, gesagt hat. Und in der Hotel Revue meinte er, also was für ihn die Vorstellung von Glück sei, und da sagte er, ein selbstbestimmtes Leben. Eine sinnstiftende Aufgabe, wo er sich einfach voll entfalten kann, aber natürlich auch was bewegen kann. Und das Ganze noch ergänzt und gematcht mit Menschen, die er entwickeln kann und die ihm dann wiederum Energie zurückspielen. Also wenn ich dem Ganzen jetzt diesen 4, 5 Punkten da so ein, so ein Überbegriff geben würde, dann wäre das am Ende auch wieder Stakeholder, muss ich sagen.

  62. 15:55
    Cedric Maderer

    Das ist so.

  63. 15:56
    Ronald M. Arndt

    Also er hat sich, der letzte Punkt mit Menschen und die Energie zurückgeben, der bezieht sich natürlich dann auch auf dich, wenn du sagst, du bist so der, der engste Vertraute von Beat.

  64. 16:03
    Cedric Maderer

    Das ist so, also definitiv. Man, man kann wirklich sagen, und das spürt man auch in, in der täglichen Arbeit mit Beat einfach, dass er sich durch StayCook einen Lebenstraum erfüllt hat oder seine persönliche Vision von Glück. Macht wahnsinnig Spaß, die tägliche Zusammenarbeit. Und ich hoffe, wie du gesagt hast, das müsste man ihn wahrscheinlich persönlich fragen, dass ich ihm die Energie zurückspielen kann und wir zusammen jetzt die nächsten Jahre. Weil trotz dass das erste Haus jetzt 2020, da sind wir schon 3 Jahre zurück, hat es immer noch mit StayCook diesen Startup-Charakter, weil wir jetzt in die Expansion gehen, zusammen natürlich mit vielen anderen im Unternehmen das noch entwickeln. Beat nach wie vor brennt und ja, mit mir hoffentlich sein Mitspieler oder kongenialer Partner, was die Weiterentwicklung der Marke einfach, stetige Verbesserung, weil Stillstand ist Rückschritt. Das ist auch so ein Credo, was wir teilen, er und ich. Das vorantreiben.

  65. 16:56
    Ronald M. Arndt

    Ja, nee, nee, also wenn man was entwickeln möchte oder was einfach was wachsen sieht, dann ist es ja ein Pflänzchen, das schon mal ganz gut im Boden irgendwie Fuß gefasst hat. Aber passt jetzt auch wieder zum Greenroom. Aber da kann einfach eine schöne, schöne Geschichte, unternehmerische Geschichte am Ende auch draus werden. Die meisten werden es ja wissen, Und ich freue mich natürlich immens drüber, denn mein Weg, sage ich mal, mein persönlicher Weg, und sage auch Lebensweg, das ist mehr bei mir auch als beruflicher Lebensweg, der führte ja über den Hotel-Podcast letztes Jahr im März, dann auch irgendwie so per Zufall im Sommer dann letzten Jahres in Richtung SV und indirekt natürlich auch wiederum in Richtung StayCook. Denn du hast es vorher gesagt, Eigenverantwortung, aber Eigenverantwortung, ja, mal gucken, wie wir das zusammenbringen. Hier ist ein sehr, sehr großer Anteil, sage ich mal, des Hotelbetriebs automatisiert. Das ist so. Und auch da ist die SV Group eben damals mit der Eröffnung vom ersten Haus einen ganz neuen Weg gegangen. Ja, mal aus deinen Worten, was hat sich da so getan? Oder was kann man?

  66. 18:17
    Cedric Maderer

    Ja, man hat sich überlegt, dass man— es gab sehr, sehr viele Systeme gerade in der Hotellandschaft, das ist allen bekannt, an PMS und an Tools, die man verwendet.

  67. 18:27
    Ronald M. Arndt

    PMS, für alle, die jetzt nicht unbedingt in der Hotelleriebranche tätig sind, haben sie die Hotelsoftware, sage ich mal, die so auf dem Kasten auf dem großen Computer läuft hinter der Rezeption im traditionellen Hotel.

  68. 18:37
    Cedric Maderer

    Ja, genau richtig. Und bei uns wird das auch ein bisschen anders gedacht. Man hat sich überlegt, Wie bringt man diese ganz vielen Systeme, die es für alles gibt und alle ihre Berechtigung haben, zusammen? Findet man das Passende für StayCook eben? Und dann ist man eben auch hingegangen, ähnlich wie man StayCook entwickelt hat, oder aus der SV, das weißt du durch deinen Start bei uns jetzt oder deine Zugehörigkeit noch besser wie ich, hat man eben LikeMagic gegründet. Und LikeMagic ist unsere Web-App, wenn man so will, die alles verbindet. Wo unsere Hosts mitarbeiten, wo aber auch der Gast komplett eben diese Eigenverantwortung, diese Selbstständigkeit vom Check-in-Prozess bis hin zum Check-out und während des Aufenthalts, alle Prozesse, die es so gibt im Hotel, hat man darin vereint und vereinfacht gleichzeitig auch. Das ist ganz, ganz wichtig. Das meinte ich eben, dieses Zusammenspiel mit Technik, sowohl für die Gastseite als auch für die Betreiberseite oder für unsere Mitarbeiter.

  69. 19:35
    Ronald M. Arndt

    Für den Host am Ende.

  70. 19:37
    Cedric Maderer

    Korrekt, richtig.

  71. 19:38
    Ronald M. Arndt

    Win-win. Denn du hast ja gerade schon gesagt, es gibt hier keine Rezeption. Die gibt es nicht. Die gibt es nicht in der Form, sondern die gibt es einfach gar nicht. Und trotzdem ist ja das Versprechen, dass hier immer ein Gastgeber vor Ort ist, zumindest mal zu den Tageszeiten. Das ist so, genau. Und über die Technologie, die eben dann da inhouse entwickelt worden ist, gibt es eben die Möglichkeit natürlich für einen Gast jederzeit eben mit einem Gastgeber, dem Host, in Kontakt zu treten. Der kann ja in so einer Flat auch meistens nur ein Raum weiter sein.

  72. 20:09
    Cedric Maderer

    Ja, das ist so, genau, das ist so. Und er ist immer da und der Gast kann halt in Kontakt treten im direkten Chat oder eben viel auch selber machen im Haus. Also sei es, wir haben unser kleines F&B-Angebot, und wenn ich mir jetzt eine Cola aus dem Kühlschrank nehme, das läuft alles über die Web-App. Der Check-in, der Check-out, mein Zimmer öffnen, also da sind wir wirklich sehr, sehr fortschrittlich unterwegs.

  73. 20:31
    Ronald M. Arndt

    Ja, aber ein, ein, ja, wie du sagst, ein, ein weiteres Pflänzchen innerhalb von dieser Schweizer SV Group. Die kennen manche, kenne ich alle, aber ein, ein traditionelles Unternehmen, sehr traditionell, 100 Jahre alt, ja, als Stiftung aufgestellt. Und ja, da arbeiten dann eben solche Menschen und es kommen am Ende solche Ideen raus. Cedric, jetzt hast du nicht immer hier bei SV gearbeitet, aber trotzdem irgendwo und irgendwann mal deinen Weg in die Hotellerie gefunden. Wann war denn das und wo und zu welchem Alter?

  74. 21:07
    Cedric Maderer

    Also angefangen hat es mit meiner Geburt, wenn man so will. Ich bin einer von denen, der nie eine Chance hatte. Ich bin in die Hotellerie reingeboren worden oder nie eine andere Chance wollte, sagen wir es mal so. Ich bin in einer Hoteliersfamilie geboren, in einem Familienbetrieb in der Nähe von Köln-Bonn, Deutschland kommen.

  75. 21:24
    Ronald M. Arndt

    Irgendwie spüre ich das, ich weiß nicht.

  76. 21:26
    Cedric Maderer

    Gott sei Dank, das war immer das Ziel. Ja, vielen Dank. Direkt am Rhein, am Fuße des Rheins, genau genommen in Königswinter, unterhalb des Drachenfels. Das sagt vielleicht auch was. Ja, Loreley. Ja, das war der Name des Familienbetriebs, das Rheinhotel Loreley. Genau, der Loreleyfelsen ist leider ein bisschen weiter weg, aber das war auch—

  77. 21:43
    Ronald M. Arndt

    Aber aus Marketingzwecken hat es noch irgendwie gepasst. Ja, sehr historisches, denkmalgeschütztes Gebäude und kreisend bisschen größer zieht, wird der Kreis ein bisschen größer.

  78. 21:52
    Cedric Maderer

    Genau, das Gebäude übrigens damals auch von 1893, deswegen war ich vielleicht auch in das neue StayCook hier schockverliebt. Die Namen auch ähnlich, weil unser Familienbetrieb ist mal 1893 als Hotel Metropol Monopol eröffnet worden, und so hieß auch das Gebäude 1893 noch. Okay, als ich das erste Mal hier vorm Bauschild stand, dachte ich, okay, da gehörst du hin. Okay, das kleine Anekdote. Nein, bin dann ganz klassisch im Familienbetrieb in der Hotellerie groß geworden, von Kindesbeinen an. Also man muss sich vorstellen, als kleiner Stötz zwischendurch gelaufen, das ganze F&B, alles mitgemacht, die Ausbildung dort auch absolviert. Habe mich dann entschieden, ein Studium noch dranzuhängen, habe das an der IUBH in Bad Honnef, gerade im Nachbarort, also als International Hotel School auf Englisch absolviert.

  79. 22:39
    Ronald M. Arndt

    Habe ich mir auch damals angeschaut. Ja, das war hätten sich die Wege eventuell noch gekreuzt.

  80. 22:43
    Cedric Maderer

    Siehst du, das wären wir uns schon früher begegnet. Ja, um dann noch so ein bisschen Background zu schaffen, bin darüber dann, das war immer mein großer, großer Wunsch und mein großes Ziel, nach London gegangen zu den Roccoforte Hotels, ins Browns Hotel.

  81. 22:58
    Ronald M. Arndt

    Nein! Ja, guck mal, erst vor kurzem die Folge rausgekommen hier mit Roccoforte, das Charles Hotel in München.

  82. 23:04
    Cedric Maderer

    Korrekt, ja. Und dann eben dem Browns Hotel in London und Ja, okay, da wollte ich unbedingt hin. Und da führten meine Eltern mich nach England.

  83. 23:13
    Ronald M. Arndt

    Was war damals die Faszination für Rocco Forte?

  84. 23:15
    Cedric Maderer

    Einfach ein— also mich hat London und dann Rocco Forte, also es war eine Kombination, ein Dreiklang sozusagen. Also es war London ganz klar und es war aber auch Rocco Forte, weil mich hat die 5-Sterne-Hotellerie fasziniert und dann eben dieses Klassische.

  85. 23:29
    Ronald M. Arndt

    Und das noch inhabergeführt und ein Sir Rocco Forte. Ich habe mal wunderbare Podcasts damals in München Ja, also das glaube ich, das glaube ich. Da kribbelt's einem, da will man eigentlich gleich mitmachen.

  86. 23:41
    Cedric Maderer

    Ja, das glaube ich. Und so ging es mir dann auch. Ich hatte sogar das Vergnügen, ich durfte Sir Rocco in London natürlich im Browns Hotel dann auch persönlich kennenlernen, mit einer seiner Töchter zusammenschaffen. Ich habe damals im Sales and Marketing gearbeitet fürs Browns Hotel und ganz, ganz tolle Erfahrungen gemacht. Einfach, ja, hat mich weiterentwickelt, dass das Unternehmen London, die Zeit dort War wahnsinnig beeindruckend. Bin dann schweren Herzens, aber bewusst, habe ich mich dann noch mal entschieden, kurze Zeit zurückzugehen nach Deutschland. Habe dann in der Nähe der Heimat wieder gearbeitet, in einer anderen Form von 5-Sterne-Hotellerie und Leading Hotel, damals im Kamea Grand in Bonn, direkt am Rhein. Habe da Carsten Rath kennengelernt, und auch imposanter Hotelier, also nach Sir Rocco. Das zieht sich auch so ein bisschen durch meine Vita, immer sehr, sehr spannende Persönlichkeiten über mir und mit mir an der Seite gehabt.

  87. 24:38
    Ronald M. Arndt

    Kann man sagen, starke Charaktere.

  88. 24:40
    Cedric Maderer

    Absolut, definitiv, definitiv starke Charaktere in unserer Branche. Und habe dadurch die Möglichkeit bekommen, weil das war ein anderer Lebenstraum, immer mal in die Schweiz zu kommen. Ich kann gar nicht genau sagen warum, es war so ein bisschen so ein Sehnsuchtsort einfach. Vielleicht durch die Hotellerie war die Schweiz immer schon, ja, ja, natürlich so, ja, klar, ja. Und es ist nicht so weit weg von der Heimat, weil ich doch auch heimatverbunden bin. Wenn man, wenn man vom Rhein kommt, ist man das glaube ich automatisch.

  89. 25:09
    Ronald M. Arndt

    Und bin dann eben halt den Rhein bisschen runter, exakt, genau, den Rhein bisschen runter, irgendwann, irgendwann in die Schweiz, bin in Zürich rausgekommen.

  90. 25:19
    Cedric Maderer

    Und dann durfte ich eben 2015 das Kamea Grand in Zürich miteröffnen. Kennst Teil des Pre-Opening-Teams. Das war mein erstes Hotel-Opening.

  91. 25:28
    Ronald M. Arndt

    Okay, ganz spannend. Da dann wirklich auch schon damals von Anfang an dabei?

  92. 25:31
    Cedric Maderer

    Korrekt. Also auch, das habe ich gerade gehört, in Bonn nicht, da war es schon fertig, als ich kam. Aber dann Zürich, da lag noch keine Fliese auf dem Boden, als ich da ankam. Und dann als Teil des Teams das eröffnet, das ein paar Jahre gemacht. Dann kam der Ruf noch mal aus der Heimat, weil immer so ein bisschen, wenn man in der Hotellerie und dann in einem Familienunternehmen groß wird, der, der Wunsch nach der Selbstständigkeit oder der Traum, der immer noch in mir ist, keine Frage.

  93. 25:57
    Ronald M. Arndt

    War der jetzt, einen Familienbetrieb zu übernehmen, oder?

  94. 25:59
    Cedric Maderer

    Exakt, also sowohl als auch. Das mit dem Familienbetrieb ist jetzt Geschichte, weil dann bin ich noch mal zurückgegangen, habe das knapp dreieinhalb, 4 Jahre gemacht, umgebaut, geführt, übernommen, und dann schweren Herzens doch verkauft. Gott sei Dank noch vor Corona. Manchmal weiß man im Leben erst hinterher, wofür was gut ist, aber es war damals wirklich eine Kopf-über-Herz-Entscheidung, muss ich sagen. Und dann war für mich aber klar, okay, dann geht es wieder nur zurück in die Schweiz. Dann kam wieder ein sehr interessanter Charakter in mein Leben und rief mich an, ganz durch Zufall. Also ich kam wie die Jungfrau zum Kinde. Marco Nussbaum damals, Gründer von PriceStay.

  95. 26:35
    Ronald M. Arndt

    Der fehlt noch im Hotel-Podcast. Aber der drückt sich immer so weit im Norden rum, da komme ich selten vorbei.

  96. 26:40
    Cedric Maderer

    Der hat sich verzogen mittlerweile. Und der hat dann jemanden gesucht, der Price Hotel, die man damals wirklich nur in Norddeutschland kannte, ihr erstes Haus oder Price Hotel in die Schweiz zu bringen. Und dann bin ich als Geschäftsführer, da habe die Price Schweiz GmbH gegründet und habe 2020 parallel zum ersten StayCook, also da haben sich die Wege auch mit Beat Kuhn das erste Mal gekreuzt und mit der angeklopft, ja, so ungefähr, ja, weil wir in direkter Nachbarschaft Und damals dann eben das Price Hotel Bern eröffnet als größtes Hotel der Stadt und das zweieinhalb Jahre geführt.

  97. 27:15
    Ronald M. Arndt

    Also auch in Bern hier?

  98. 27:16
    Cedric Maderer

    Auch in Bern, ja. Ich bin in Bern jetzt seit fast 4 Jahren, dreieinhalb Jahren heimisch geworden. Und dann habe ich mich aber entschlossen, dass ich— dann kam die Pandemie, für uns alle eine schwierige Zeit. Und dann nach zweieinhalb Jahren brauchte es eine neue Herausforderung, die ich gesucht habe oder einfach auf dem auf der Suche war, nennen wir es mal so. Und dann, wie das in unserer Branche oft so ist, tauscht man sich aus. Beat kam auf mich zu, vieles kam gerade zusammen, und dann jetzt seit knapp einem Jahr super happy bei der, bei der SV Hotel und eben für StayCook verantwortlich. Und ja, neuer Charakter, wieder ein spannender Charakter, so schließt sich der Kreis. Anderes Konzept, andere Form von Hotellerie und halt mehr aus der Kooperativen raus und am Entwickeln, was einfach wahnsinnig Spaß macht und für die Zukunft das ist, ja, was ich mir wünsche und wo mir die Chance jetzt gegeben wurde.

  99. 28:09
    Ronald M. Arndt

    Super. Jetzt haben wir ein Problem. Ich glaube, der Beat träumt von einem StayCook in New York.

  100. 28:14
    Cedric Maderer

    Ja, und wie sehr.

  101. 28:16
    Ronald M. Arndt

    Und das ist jetzt nicht Bonn, das ist auch nicht Schweiz, das ist halt New York.

  102. 28:21
    Cedric Maderer

    Der Big Apple. Ja, der Big Apple. Und ich weiß, Beat hat den großen Traum. Hotel One hat es vorgemacht jetzt vor kurzem.

  103. 28:28
    Ronald M. Arndt

    Ich habe noch, glaube Anfang Januar, im Podcast gesagt, hey, ich wollte letztes Jahr auf jeden Fall mal einen englischen Podcast raushauen, weil der große Traum ist, dann mal einen Hotel-Podcast in New York zu machen. Also da wusste ich nichts vom, vom Beat und seinen Träumen da mit New York, aber wer weiß, ob wir— bewegen uns doch zusammen in die gleiche Richtung, kann man sagen. Absolut.

  104. 28:47
    Cedric Maderer

    Wer weiß, ob wir in ähnlichem Setting wie hier in Bern nicht in ein paar Jahren dann in New York zusammensitzen. Ist definitiv ein großer Traum. Generell die Expansion, ich hatte schon angesprochen, wir fangen jetzt erstmal über die DACH-Region an, dann ist Europa das nächste Ziel. Das Potenzial für unser Konzept sehen wir definitiv, das ist glaube ich außer Frage. Und dann ist New York, man soll sich die Ziele ja hochstecken, und ich gehe den Weg gerne mit, Beat. Also ich kann mir schlimmere Ziele vorstellen zum temporären Leben, dann vielleicht auch, wenn es dann Projekt gibt als New York, mal nach New York zu müssen. Definitiv. Also das, da wäre ich dabei, sofort.

  105. 29:26
    Ronald M. Arndt

    Ja, das wäre was. Ja, denn du hast ja vorhin schon LikeMagic erwähnt, eben das ganze Tech-Stack, wie man es nennt in der Branchensprache, ja, die Technologie, die hier im Hintergrund läuft oder auch für den Gast im Vordergrund. Dann wäre das ja auch spätestens dann, aber ich würde es mir zutrauen, dass wir es davor schaffen, der Schritt für LikeMagic nach New York und in die USA.

  106. 29:48
    Cedric Maderer

    Wahrscheinlich. Also ich würde es euch ehrlich gesagt auch zutrauen, dass ihr den Schritt vielleicht vor uns—

  107. 29:53
    Ronald M. Arndt

    also wir sind gerade schon in Südamerika, schon fast angekommen.

  108. 29:57
    Cedric Maderer

    Seid ihr uns einen Schritt voraus, habt ihr praktisch zwei uns überholt an der linken Spur vorbei.

  109. 30:03
    Ronald M. Arndt

    Da könnte ich euch schon mal den einen oder anderen Tipp vielleicht geben.

  110. 30:06
    Cedric Maderer

    Das Konzept könnte ich mir auch gut vorstellen.

  111. 30:08
    Ronald M. Arndt

    Lass mal wieder grün.

  112. 30:10
    Cedric Maderer

    Also so in Brasilien, das wird wahrscheinlich auch noch passen. Das wäre ziemlich cool. Nein, aber mit LikeMagic, also der Weg ist ja von Anfang an verbunden. Und ja, jetzt geht ihr schon 2 Schritte voraus, dann ziehen wir mal nach, so ungefähr. Und also das eine gibt es glaube ich nicht ohne das andere. StayCook wird es nie ohne LikeMagic geben.

  113. 30:28
    Ronald M. Arndt

    Wir kommen wieder zurück, man gibt sich ja gegenseitig Energie.

  114. 30:30
    Cedric Maderer

    Exakt richtig.

  115. 30:31
    Ronald M. Arndt

    So, jetzt haben wir den Beat erwähnt, wir haben den Cedric erwähnt, aber wir kennen natürlich auch neben den 2 Bestandshäusern jetzt die Expansionspläne und die Baustellen und Wie muss man sich das vorstellen? Wie viele Leute arbeiten also ungefähr für StayCook, sage ich mal, im Hintergrund? Und auf wie viele Menschen muss man dann noch zugreifen? Ist auch falsches Wort, aber sind da noch aus der SV heraus? Wie, gib mal so einfach einen Eindruck. Also, weil es ist ja alles kein Startup.

  116. 31:01
    Cedric Maderer

    Absolut, absolut, das nicht.

  117. 31:03
    Ronald M. Arndt

    Auch ist aber doch keine Hotelkette. Genau, aber es könnte recht rasch werden. Ja.

  118. 31:07
    Cedric Maderer

    Richtig, also das Feeling eines Startups, aber da arbeiten sehr, sehr viele Leute dran. StayCook innerhalb der SV Hotel, das Baby von allen, und der Fokus ist wirklich darauf. Beatrice Sommer hast du schon erwähnt, logischerweise als Kopf des Ganzen. Ich komme kurz dahinter, und das ist auch das Spannende an meiner Position eigentlich, dass ich mit allen, oder alle Fäden laufen zusammen, weil eben ganz, ganz viele Abteilungen im SV-Universum, also wir haben unsere eigene Development-Abteilung, auf die kommt es natürlich an. Die finden die Spots, die Locations, die relativ wichtig sind für unser Konzept. Also da geht es wirklich immer um Top-Innenstadtlagen. Wir haben unsere eigene Design- und Construction.

  119. 31:43
    Ronald M. Arndt

    Bleiben wir kurz dabei. Development, wie funktioniert so was in der Praxis? Geht man da auf Städte zu, auf Lagen zu und sagt, hier, da scheint gerade nichts drin zu sein, oder das kann man besser machen? Wie kann—

  120. 31:56
    Cedric Maderer

    schön wäre es, wenn es so funktionieren würde, sage ich mal.

  121. 31:59
    Ronald M. Arndt

    Oder hagelt es da E-Mails jeden Tag und die reisen sich alle nach StayCook?

  122. 32:03
    Cedric Maderer

    Das auch noch nicht, aber es wird mehr und mehr. Das ist wirklich der Fall. Enge und gute Zusammenarbeit mit natürlich Investoren und bestehenden Partnern.

  123. 32:11
    Ronald M. Arndt

    Es ist so, dass am Ende mit dem Eigentümer einer Immobilie, korrekt, das ist sagen kann, okay, das laufen auch, gibt es auch Netzwerke einfach, dass ja, und wir gehen rein.

  124. 32:21
    Cedric Maderer

    Und gerade was dein Vorteil ist, du hast das angesprochen, leere Läden Wir laufen vielleicht nicht, oder das Development läuft nicht durch die Städte und guckt in die Schaufenster.

  125. 32:30
    Ronald M. Arndt

    Und hängt so ein Zettelchen dran.

  126. 32:31
    Cedric Maderer

    Genau richtig. Please call me. Nein, aber es ist wirklich der Fall, dass gerade in Innenstadtlagen, da wo wir hinwollen, ja viel Einzelhandel sich zurückzieht oder rausgeht. Und da wir selten in einem Erdgeschoss anfangen, was auch ungewöhnlich ist für ein Hotelkonzept, sondern immer erst hier jetzt ab der Etage oder noch höher, sind das genau die Immobilien, die wir suchen oder die für uns interessant sind. Und wo wir natürlich auch mit unserem flexiblen Konzept, also alles sehr modular in den Zimmern, auf bestehende Grundrisse gut reagieren können. Das macht das Leben fürs Development dann ein bisschen einfacher, da die Spots zu finden.

  127. 33:07
    Ronald M. Arndt

    Da kommt dieser Wohn-Gedanke, sage ich mal, im Ganzen sehr zugute. Korrekt. Weil du halt einfach Marriott, Moxy haben wir erwähnt, müssen wir nicht so einen Standard einfach durchsetzen.

  128. 33:17
    Cedric Maderer

    Genau, wir sind frei.

  129. 33:19
    Ronald M. Arndt

    Wir sind frei, genau.

  130. 33:20
    Cedric Maderer

    Okay, ja, dann geht's weiter eigentlich mit der Design- und Construction-Abteilung, auch bei uns inhouse. Die Innenarchitekten, die, die Bauleiter so ein bisschen, mit denen ich dann auch gerade in der Pre-Opening-Phase sehr, sehr eng zusammenarbeite, die das Ganze umsetzen und koordinieren mit den, mit den Gewerken, mit den Handwerkern. Und nebenbei die klassischen Abteilungen: Wir haben unseren Sales, wir haben unser Marketing, die ganze Technik, die IT, Light Magic, weil weil das ist der Kern einfach des Konzeptes.

  131. 33:48
    Ronald M. Arndt

    Da sind wir jetzt einfach euer Partner. Ganz genau.

  132. 33:50
    Cedric Maderer

    Exakt richtig.

  133. 33:52
    Ronald M. Arndt

    Mittlerweile auch für andere Hotels bei LikeMagic. Das hat sich ja dann letztes Jahr im Sommer so dann spätestens herausgebildet, dass das gar nicht so doof ist, was man da für StayCooks sich überlegt hatte.

  134. 34:00
    Cedric Maderer

    Absolut, ja.

  135. 34:01
    Ronald M. Arndt

    Aber ist eine andere Geschichte.

  136. 34:03
    Cedric Maderer

    Ja, die Operative natürlich, die dann reinkommt, also die Hosts, das Recruiting, das Aufbauen des Ganzen spielt damit rein. Und ja, das ist mal so ein kleiner Ausblick, und das sind dann ganz, ganz viele Kollegen, die dahinter stehen, die, die mitschaffen und mitarbeiten an dem, bis so ein Projekt mal am Start ist. Meine Rolle ist dann immer, gerade wenn wir einen neuen Spot haben oder wissen, gehen wir mal zurück auf Leipzig jetzt, da startet dann jetzt die Pre-Opening-Calls, wo du dir dann vorstellen darfst, 20, 25 Leute aus allen Abteilungen, wir koordinieren, wir sprechen uns ab, Und ab einem gewissen Zeitpunkt, wo man sagen kann, okay, das dauert jetzt nicht mehr allzu lang, richtig, und jetzt kommen so mal die anderen Abteilungen dazu. Ja, richtig, genau. Und dann irgendwann sind wir vor Ort, ich relativ früh zu einem gewissen Zeitpunkt. Also ja, jetzt Leipzig dieses Jahr, da dürfen wir uns ja noch darauf freuen, da darf sich Deutschland darauf freuen auf das erste Set. Und da geht jetzt voller Fokus drauf. Und so darf man sich das vorstellen im Zusammenspiel. Also viel, viel läuft, haben wir wirklich die klugen Köpfe und die fähigen Hände intern, was auch das Leben viel einfacher macht in der Entwicklung eines Staycooks. Und sonst nimmt man sich auch noch die externen Partner dazu für das Innendesign zum Beispiel.

  137. 35:18
    Ronald M. Arndt

    Das heißt, ich kann mir das so vorstellen, dass es da ein Objekt gibt, egal jetzt mal ob neu oder Bestand. Es gibt einen Entwickler dessen, der es vielleicht auch umbaut oder neu baut. Gut, Leipzig ist ja auch ein altes Gebäude, aber Richtig, halt neu aufgesetzt, neu interpretiert. Der entwickelt, und dann ist aber StayCook, weil sonst wären wir nicht zusammen schon auf der Baustelle gewesen in Leipzig, sehr, sehr rasch dabei. Das heißt, dieser Entwickler hat sich für StayCook entschieden als späteren Pächter. Genau, weil SV oder StayCook ist ja kein, die besitzen ja keine Immobilien in der Form, sondern sind Pächter. Okay, sind aber früh im Boot.

  138. 35:57
    Cedric Maderer

    Exakt, genau.

  139. 35:58
    Ronald M. Arndt

    Und das macht alles Sinn, weil man den Pachtvertrag wahrscheinlich und ja auf sehr lange Zeit miteinander geschlossen. Sind das so 20 Jahre oder ungefähr?

  140. 36:07
    Cedric Maderer

    Das ist so der Klassiker und dann gibt es meistens noch so ein paar Jährchen dann Verlängerung beidseitig, die möglich sind und die meistens auch gezogen werden.

  141. 36:16
    Ronald M. Arndt

    Okay, okay. Und dann genau wird irgendwann eröffnet. Staycook ist Betreiber.

  142. 36:23
    Cedric Maderer

    Exakt.

  143. 36:24
    Ronald M. Arndt

    Und weitere Parteien sind da eigentlich nicht zu nennen. Richtig. Außer der Entwickler zieht sich irgendwann zurück und verkauft das Gebäude vielleicht noch mal an—

  144. 36:35
    Cedric Maderer

    exakt, das kann auch mal der Fall sein, ja, jemand anderes. Okay, genau. Und sonst schmeißen wir den Laden. Und ab dem Opening, oder wenn es offen ist, jetzt vor ein paar Wochen hier, dementsprechend bin ich dann noch immer ein bisschen danach da. Und dann ist eigentlich der Punkt, wo ich dann schon wieder weiterziehe zum nächsten Projekt zusammen.

  145. 36:53
    Ronald M. Arndt

    Genau, und irgendwann hockst du halt in New York.

  146. 36:56
    Cedric Maderer

    Hoffentlich, ja, ich würde mich freuen, ich würde mich freuen. Also dann schauen wir uns den Podcast noch mal an.

  147. 37:01
    Ronald M. Arndt

    Noch hast du Zeit. Jetzt sind wir deine beruflichen Stationen durchgegangen. Das ist immer, finde ich halt, in der Hospitality-Branche immer so spannend, ne? Triffst ja selten jemanden, der irgendwie jetzt sagt, ja, ich habe nur da und da gearbeitet, ja. Und das liegt ja nicht dran, dass man da irgendwie ein Springer ist und einfach ein Jahr irgendwas irgendwo aushält, damit er weiterzieht. Sondern viele fangen halt früh an, ne, mit einer Ausbildung. Auch gerade, wenn wir es vorhin hatten, der Fabian Arendt hat halt auch mit einer Ausbildung angefangen, Quellenhof in Aachen. Das heißt, das führt dann zu, klar, mehr Stationen. Jetzt aber verrate doch mal, was, wie viel Jahre hast du schon auf dem Buckel, Cedric? Also dann kann ich dir sagen, ob das mit New York noch was werden kann.

  148. 37:43
    Cedric Maderer

    Ich hoffe, es kann noch was werden. Also ich werde jetzt in, in gut 2 Wochen zu 32, und meine Vita haben wir schon so ein bisschen besprochen. Bei mir ist es relativ speziell, sage ich mal, weil ich wirklich, also meine Wiege, du hast ja mit 0123 begonnen, exakt korrekt. Ich habe immer gesagt, der Titel meiner Memoiren wird mal so ungefähr Die Wiege stand neben der Theke, so ungefähr. Und statt Milch gab es das erste Bier relativ früh. Und ganz sehr sympathisch, ich hoffe. Also wenn man in der Nähe von Köln geboren würde.

  149. 38:16
    Ronald M. Arndt

    Wäre hier ein bisschen mehr Personal unterwegs im StayCook, dann hätte man vielleicht gleich noch gefragt, ob es noch was sein darf, ein Bierchen oder so.

  150. 38:22
    Cedric Maderer

    Absolut.

  151. 38:22
    Ronald M. Arndt

    Schon Mittagszeit jetzt.

  152. 38:24
    Cedric Maderer

    Man könnte, man könnte, ja, wäre Zeit. Das ist so. Nein, also relativ früh angefangen und dann ja nie was anderes.

  153. 38:33
    Ronald M. Arndt

    Also ich bin ja eigenverantwortlich hier, also exakt, muss jetzt was selbst zum Kühlschrank bewegen.

  154. 38:38
    Cedric Maderer

    Das ist so, können wir gleich im Anschluss mal machen, dann stoßen wir noch an. Nein, absolut, dann wirklich nie, nie was anderes machen. Wollen. Du hast es vorhin angesprochen, ist für mich immer das schönste Kompliment, wenn Leute zu mir kommen und sagen, man spürt nach wie vor, auch jetzt mit fast 32, diese Leidenschaft, dieses Feuer für eben unsere Branche. Für mich gibt es keine geilere Branche, muss ich wirklich sagen. Entschuldige mir mein Wording.

  155. 39:00
    Ronald M. Arndt

    Es gibt da schon— der Podcast entwickelt sich ab und an so in die Richtung.

  156. 39:05
    Cedric Maderer

    Sehr gut.

  157. 39:06
    Ronald M. Arndt

    Aber das ist dann geschuldet einfach der Emotion und der Leidenschaft, wie du sagst.

  158. 39:11
    Cedric Maderer

    Richtig, genau, die, die Branche ja auch ausmacht.

  159. 39:14
    Ronald M. Arndt

    Und solche Beispiele braucht es am Ende auch, ich hoffe. Und die Frage ist ja, müssen wir jetzt heute nicht behandeln, aber bei einer anderen Episode vielleicht mal, wie kann so ein Cedric dann auch wieder diese Leidenschaft auf andere Menschen übertragen und so weiter? Weil das ist ja so ein bisschen auch noch, was Hotel-Podcast schaffen will. Er will ja einfach Bock machen. Explore Hospitality hatte ich mir jetzt so als Claimer überlegt, also immer Blick auf die auf alles geben, ja. Und dann kann man gucken, was, was dazu einem passt. Ich habe da reingequatscht, 32, ja, das wird noch was mit New York.

  160. 39:46
    Cedric Maderer

    Da bin ich froh, vielen, vielen Dank. Also keine Frage, das Ziel ist da, sicherlich nicht noch das Ende oder die letzte Ausfahrt hier, der Weg und das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht, sowohl mit StayCooked noch nicht als auch auf meinem persönlichen Weg. Und wenn sich das natürlich mit New York vereinen lässt, wäre das, wäre das wunderbar, zum Beispiel. Und ja, ich kann auch wirklich nur, du hast es gerade angesprochen, also ich habe deinen Podcast schon verfolgt, bevor wir uns über den Weg gelaufen sind, und es passt ziemlich gut, weil genau das ist ein Thema. Es macht Bock auf die, auf die Hospitality-Branche. Du hast spannende Gäste immer. Jetzt durfte ich auch mal, also ich fühle mich wirklich geehrt, muss ich sagen.

  161. 40:24
    Ronald M. Arndt

    Ich habe gewartet, bis ich das hier auch sehe, dass das zweite Haus auch funktioniert.

  162. 40:28
    Cedric Maderer

    Wunderbar, so soll es auch sein.

  163. 40:30
    Ronald M. Arndt

    Tut mir leid.

  164. 40:30
    Cedric Maderer

    Nein, alles gut, alles gut. Das ist, manchmal braucht es eine Zeit, das finde ich, finde ich super. Nein, aber er macht wirklich Bock mit den Gästen, die du hast, mit dem, was du rüberbringst. Und ich versuche auch immer da mit relativ jungen Jahren jetzt noch, und ich bin auch relativ engagiert, früher in der DEHOGA und jetzt eben hier bei der Hotellerie Suisse, um eben diesen Funken, wie du gesagt hast, im Team hier und auch nach außen zu tragen, weil es macht einfach Spaß in der Hotellerie gibt so viele Möglichkeiten da. Also man sieht auch meinen Weg, nicht nur weil ich darin geboren bin, wirklich von der klassischen operativen— ich habe in meinem Leben schon so viel Zimmer geputzt und Teller getragen und gespült, und Sie sich vorstellen können, richtig. Und das prägt auch, und man hat, man lernt so viele Menschen kennen in der Hotellerie, so viele unterschiedliche Kulturen. Man ist immer wieder, kein Tag gleicht dem anderen, man ist immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Das ist das, was es für mich ausmacht, auch jetzt in meiner Aufgabe zu entwickeln, Lösungen zu finden. So beschreibe ich eigentlich meinen täglichen Job.

  165. 41:26
    Ronald M. Arndt

    Ja, und Lösungen kann man sagen, würde ich auch sagen, du interpretierst ja die Hotellerie auch neu. Du baust sie dir ja irgendwie so, wie es dir passt. Beispiele gibt es hier zur Genüge. Aber am Ende des Tages hast du halt auch am ehesten Bock auf Gäste, mit denen eine gute Zeit zu verbringen. Denen eine gute Zeit natürlich auch zu schenken. Und ja, das, ich glaube, diese gestalterische Power, ja, und da verbunden, was da eben Zukunft noch kommen kann, da wirst du einen großen Anteil haben, die Hotellerie auch mit neu zu gestalten und nach vorne zu bringen, ja, dass es dann eben immer mehr Leuten auch wieder darauf Spaß macht. Jetzt haben wir von New York gesprochen, das ist Beards Traum, aber Hat der Cedric vielleicht noch eine andere Richtung, eine andere Stadt so auf der Landkarte, wo er sagt, ja, da könnte man ein paar Tage verbringen im Jahr?

  166. 42:22
    Cedric Maderer

    Also sicherlich ist natürlich, also für StayCook, wenn man vielleicht nicht direkt über den großen Teich nach New York geht, und ein Rückblick in meine persönliche Vita, nach wie vor hängt das Herz auch so ein bisschen an London.

  167. 42:33
    Ronald M. Arndt

    Okay, jetzt habe ich gedacht, du sagst Bonn oder so.

  168. 42:36
    Cedric Maderer

    Das auch, das auch, also definitiv. Eher Köln, glaube ich, wäre ein Standort.

  169. 42:41
    Ronald M. Arndt

    Würde sehr gut passen.

  170. 42:42
    Cedric Maderer

    Da gab es auch schon immer mal wieder ein schielendes Auge hin, definitiv. Und da gibt es sicherlich tolle, tolle Spots, wo ich mir ein StayCook sehr gut vorstellen könnte. Wäre natürlich schön, das wäre fast wie Arbeiten daheim wieder am geliebten Rhein. Aber ja, auch London, wie gesagt, wenn man da mal ein bisschen größer denkt, wie Bär es ja auch gerne tut, vielleicht nicht direkt nur New York, aber London und in Skandinavien könnte ich mir auch vorstellen, dass da sowohl StayCook funktioniert als auch, dass ich da mal ein paar Wochen oder Monate dann zubringe, um ein StayCook dort zu eröffnen. Das wären so kleine Träume auf den nächsten, ja, 1, 2, 3, 4, 5 Jahren. Mal sehen, wo die Reise weiter hingeht.

  171. 43:22
    Ronald M. Arndt

    Habe ich auch schon gelernt, dass sich oft im Leben der Kreis auch wieder schließt. Richtig. Man kommt da immer wieder zurück.

  172. 43:29
    Cedric Maderer

    Also genau.

  173. 43:30
    Ronald M. Arndt

    Lass es mal die Kölner-Bonner-Ecke sein, aber London natürlich wahrscheinlich, ja, und jemand mit einer Rockerforte-Vergangenheit.

  174. 43:38
    Cedric Maderer

    Richtig.

  175. 43:38
    Ronald M. Arndt

    Ich, haben Sie erwähnt, war hier mal im März zu Gast, und seit dem Sommer bin ich hier irgendwo Teil der Familie.

  176. 43:44
    Cedric Maderer

    Gott sei Dank.

  177. 43:45
    Ronald M. Arndt

    Ich freue mich, ich freue mich, ich freue mich über das Glück und würde aber auch sagen, dass wir jetzt mal das alles schon mal ganz gut irgendwo zusammengefasst haben. Was sich da bei StayCook getan hat, wie es entstanden ist, welche Menschen dahinter stehen, was man noch so vorhat. Und ja, dann gucken wir mal, wo es dann— Leipzig wird es sein, oder?

  178. 44:09
    Cedric Maderer

    Als nächster Standort wird der nächste Standort sein, definitiv.

  179. 44:12
    Ronald M. Arndt

    Dann lasse ich dich auch mal noch Leipziger öffnen. Ja, vielen Dank.

  180. 44:17
    Cedric Maderer

    Ich tue mein Bestes. Ja, du wirst auch da mal wieder vor Ort sein, nach der Baustelle, wo du ja schon warst.

  181. 44:22
    Ronald M. Arndt

    Was du halt machen musst in Zukunft, ich meine, was da irgendwie die Möglichkeit zu haben, Party, das ist geplant, das ist geplant.

  182. 44:32
    Cedric Maderer

    Ich darf jetzt hier in dem größeren Rahmen noch nicht verraten, wann, aber es wird keine, keine Monate mehr dauern.

  183. 44:37
    Ronald M. Arndt

    Da werden wir das Bijou hier mit einer richtigen Party, also es wird nicht übersprungen und es gibt erst in Leipzig Party, weil es ein bisschen günstiger ist als hier in Bern.

  184. 44:44
    Cedric Maderer

    Keinesfalls, nein, wir haben da, wir machen die Geldreserven noch mal locker hier in der Schweiz. Ist das sowieso nicht so das große Thema. Auch ein Grund, warum ich mich hier sehr, sehr wohl fühle und aus der Schweiz nicht mehr weggehe: die Lebensqualität und dass man eben auch Feste feiern kann. Das kenne ich aus dem Rheinland. Und dementsprechend, wir sind also, mein Team und ich, sind schon an der Planung, so viel darf ich verraten. Und da wird das hier, weil vor Weihnachten, da waren eh alle in Feierstimmung, und jetzt geht es Richtung Frühjahr, weil wir haben ja auch hier eine tolle Dachterrasse. Das hatte ich vergessen. Blick bis zu den Alpen, und das macht im Frühjahr dann natürlich mehr Spaß zu sein.

  185. 45:19
    Ronald M. Arndt

    Und mit steifem Hals und so weiter im Winter, nee, lass mal, lass mal gut sein. Du, ich freue mich aus mehreren Gründen auf den weiteren gemeinsamen Weg, Cedric. Ich auch, hat richtig Bock gemacht, und das wird gut. Wir auch, vielen, vielen Dank.

  186. 45:33
    Cedric Maderer

    Danke euch, danke dir, danke, ciao, ciao, ciao.