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Germany · Episode #68 · 03.04.2023 · 42 Min

Ein Talent für Hotelimmobilien

Andrea RotherChoice Hotels
Episode hören42 Min Läuft weiter, während du auf der Seite stöberst

Aufgenommen: Flughafen Frankfurt, Frankfurt am Main

Standbild aus der Episode mit Andrea Rother Germany42 Min

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„Du hast natürlich selten direktes Franchise, weil der Eigentümer ja immer einen Pachtvertrag will. Das heißt, du brauchst immer diesen Mittelmann in der Mitte.“

Andrea Rother, 22:31

Andrea Rother verantwortet bei Choice Hotels die Entwicklung in Zentral- und Osteuropa mit Fokus auf die DACH-Region. Am Flughafen Frankfurt erklärt sie Ronald M. Arndt, warum die drittgrößte Hotelgesellschaft der Welt in Europa kaum bekannt ist, wie die Marken nach einem Marktresearch neu positioniert wurden und weshalb Choice als reiner Franchisegeber immer einen White-Label-Betreiber zwischen sich und den Eigentümer braucht. Dazu ihr Weg vom Bayerischen Hof über die Malediven und Limehome in die Immobilienwirtschaft.

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Kernaussagen

  1. Groß, aber kaum bekannt: Choice hat über 7500 Hotels, davon knapp 6500 in Amerika. Deshalb kennen viele die drittgrößte Hotelgesellschaft der Welt in Europa nicht, der Fokus auf Europa kam erst nach Corona.
  2. Mittelmann statt Direktfranchise: Im deutschsprachigen Raum will der Eigentümer einen Pachtvertrag, Choice gibt nur Franchise. Also braucht es den White-Label-Betreiber dazwischen, und am Tisch sitzen immer drei Parteien, die sich einigen müssen.
  3. Freedom within the Framework: Pro Marke gibt es drei Hallmarks als Kern, die Design Guidelines drumherum sind anpassbar. Dadurch kann Choice bei Conversions auch spät im Projekt einsteigen und sich an das Gebäude anpassen.
  4. Kleine Häuser als Nische: Choice schaut sich Häuser ab 40, 50 Zimmern an, in Hamburg sogar ein Projekt mit 32 Zimmern. Die meisten großen Marken fangen erst ab 80 bis 100 Zimmern an.
  5. Umweg über Immobilienmaster: Nach Operative und drei Beratungspraktika empfahl ihr ihre damalige Chefin Kai Strobl bei Christie & Co den Master in Immobilienwirtschaft. Erst als Mittel zum Zweck gedacht, dann wurde sie Fan des Studiums.
Shownotes zur Episodeaus dem Podcast-Feed

Unsere Wege kreuzen sich am Flughafen Frankfurt. Andrea Rother ist auf dem Weg nach Amsterdam, ich nach Zürich.

Aus den USA kommend, haben die Choice Hotels in den Niederlanden ihre Zelte aufgeschlagen. Das Ziel ist Europa. Aber um welche Marken soll es dabei gehen? Unmöglich erscheint mir die Mission keinesfalls, schließlich findet im weitreichenden Portfolio (fast) jeder seinen Platz. Und das ab bereits 40 Zimmern.

Auf ihrem persönlichen Berufsweg macht sie im Hotel Bayrischer Hof in München Halt. Die Beckhams empfängt sie im One&Only Reethi Rah auf den Malediven. Später wird ihr ein Masterstudium der Immobilienwirtschaft ans Herz gelegt.

Dr. Josef Vollmayr von limehome ermuntert sie zur Teilnahme am MAT Award. Heute zählt sie zu den größten Talenten innerhalb der Immobilienbranche.

Bei der drittgrößten Hotelkette der Welt kann sie sich nun richtig austoben. Ein Vorbild dürfte hierbei Skandinavien sein, wo der Franchisegeber mit den Nordic Choice Hotels bereit fest im Markt verankert ist.

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Transkript

Transkript öffnenTranskript schließen42 Min · Ronald M. Arndt und Andrea Rother

Automatisch transkribiert mit AssemblyAI, Sprecher automatisch zugeordnet. Nicht redigiert.

  1. 00:07
    Ronald M. Arndt

    Und ich freue mich sehr, liebe Andrea, dass sich unsere Wege hier kreuzen. An einem, an einer Kreuzung kann man schon sagen. Hier ist der Flughafen Frankfurt, wo wir uns treffen. Du kommst gerade aus München, bist auf der Weiterreise nach Amsterdam, wenn ich das richtig weiß. Hast schon wieder deine Nationalfarben angelegt. Ich bin ein bisschen farbenblind, aber Geht mal in die Richtung der besonderen Farbgebung.

  2. 00:34
    Andrea Rother

    Heute ausnahmsweise mal in Farbe.

  3. 00:36
    Ronald M. Arndt

    Okay.

  4. 00:37
    Andrea Rother

    Nee, es ist mein Markenzeichen eigentlich.

  5. 00:39
    Ronald M. Arndt

    Dein Markenzeichen? Ich habe doch gedacht, ja, ja.

  6. 00:42
    Andrea Rother

    Ein ehemaliger Kollege hat mal zu mir gesagt, wenn du öfter als 3 Tage in Schwarz in die Arbeit kommst, dann weiß ich, ich muss mir wirklich Gedanken machen um dich.

  7. 00:49
    Ronald M. Arndt

    Okay, weil dann heißt das Abschied. Okay, na gut, dass man das weiß.

  8. 00:55
    Andrea Rother

    Also heißt, ich bin gut drauf heute.

  9. 00:58
    Ronald M. Arndt

    Ja, aber auch mit dieser 3-Tage-Regelung ist wichtig, dass man das bei Choice weiß.

  10. 01:02
    Andrea Rother

    Ja, weil, sage ich denen, muss man dich gar nicht fragen. Ja, wobei jetzt mit dem Homeoffice und so, ne, es ist ja nicht, das wäre jetzt die nächste Frage, einfach trackbar.

  11. 01:12
    Ronald M. Arndt

    Ja, richtig, richtig, richtig. Wie meinst du trackbar?

  12. 01:15
    Andrea Rother

    Naja, man sieht dann ja nicht, ob ich 3 Tage hintereinander schwarz trage.

  13. 01:19
    Ronald M. Arndt

    Wenn ich dann, kriegst du 3 Tage lang keine Anrufe, oder?

  14. 01:22
    Andrea Rother

    Natürlich, aber wenn ich im Homeoffice sitze, Aber nicht immer mit Bild.

  15. 01:27
    Ronald M. Arndt

    Und dann ist auch die Frage, ob man sich im Homeoffice immer schick macht.

  16. 01:30
    Andrea Rother

    Ja doch, muss man sich ja irgendwie auch für sich selber, oder? Sonst gammelt man so vor sich hin.

  17. 01:35
    Ronald M. Arndt

    Deswegen habe ich ja noch ein separates Büro in Stuttgart, wo ich dann auch wirklich über die Straße muss. Super. Ja, und ich bin auf dem Weg so irgendwie nach Zürich und morgen Bern. Und wir haben uns schon lange im Auge gegenseitig und ich freue mich einfach, dass wir es jetzt hier und heute mal geschafft haben in Frankfurt. Passt ja ganz gut, denn ich glaube, du bist ja in deiner Berufung, der du ja glaube ich jetzt auch schon fast anderthalb Jahre nachgehst, bei Choice Hotels doch auch ein bisschen unterwegs, ne?

  18. 02:05
    Andrea Rother

    Ja, also erstmal vielen Dank für die Einladung.

  19. 02:06
    Ronald M. Arndt

    Ja, jetzt habe ich wieder so lange geschwätzt.

  20. 02:09
    Andrea Rother

    Freue mich sehr, dass es geklappt hat. Wir schreiben ja wirklich schon seit 4 Monaten oder so, ne? Ja doch, ich bin tatsächlich viel unterwegs. Ich bin ja auch nach Amsterdam gezogen, wo unser Head Office ist, und Und ich würde gerne da mal mehr Zeit verbringen, weil es ist so eine schöne Stadt, aber ich bin da eigentlich gar nicht so oft.

  21. 02:26
    Ronald M. Arndt

    Ach, du bist fürs— fürs Scheuster nach Amsterdam gezogen?

  22. 02:29
    Andrea Rother

    Ja, also ursprünglich hatte ich zwar gesagt, ich bleibe in München, weil ich kann nicht ohne Berge leben. Ich bin ein Bergkind, aber dann war ich da und wollte nicht mehr weg.

  23. 02:39
    Ronald M. Arndt

    Okay, naja, so bergig ist es ja nicht in Amsterdam.

  24. 02:41
    Andrea Rother

    Dann dachte ich mir, die Berge laufen nicht davon, die sind in 5 Jahren auch noch da.

  25. 02:44
    Ronald M. Arndt

    Und da fällt mir ein, Viele Parallelen. Also heute trifft sich wirklich alles. Heute Abend treffe ich einen Amsterdamer Hotelier zum Abendessen in Zürich. Das heißt, der fliegt heute auch von Amsterdam nach Zürich. Michael Reiner von den Bunk Hotels, B-U-N-K, der war früher COO von CitizenM.

  26. 03:03
    Andrea Rother

    Okay, ja, die kenne ich gut.

  27. 03:05
    Ronald M. Arndt

    Und freut sich jetzt schon, heute Abend im CitizenM in Zürich einzuchecken.

  28. 03:08
    Andrea Rother

    Sehr cool.

  29. 03:09
    Ronald M. Arndt

    Und dann gut schweizerisch mit mir zu Abend zu essen. So, so viel dazu. Das haben wir schon mal festgehalten. Choice hat ein Büro in Amsterdam, und das bezieht sich wiederum auf welche Regionen?

  30. 03:26
    Andrea Rother

    Genau, also unsere Choice-Region ist EMEA, also Europe, Middle East and Africa, aber unsere Fokusregionen, unsere Core Markets, sind wirklich Deutschland, Österreich, also der DACH-Raum, Frankreich und UK.

  31. 03:39
    Ronald M. Arndt

    Okay, DACH-Raum, Frankreich und UK. Ist da so eine Besonderheit dabei? Naja, Spanien.

  32. 03:47
    Andrea Rother

    Spanien, also wir schauen uns natürlich auch alles an, aber man muss sich ja auf irgendwas fokussieren und es ist tatsächlich in meiner Region. Meine Region ist Central and Eastern Europe mit einem Fokus wirklich auf die DACH-Region, aber wir haben auch, wir schauen uns Projekte an in der Türkei, in Griechenland, in Tschechien mit unserem Partner CPI, mit dem wir 14 Hotels bereits haben in Tschechien. Also wir sind da recht offen, aber Man muss natürlich auch seine Schlüsselmärkte haben.

  33. 04:14
    Ronald M. Arndt

    Und dann fällt mir gerade noch ein, dass du ja ein bisschen davor bei Limehome warst und ich am Dienstag, als ich mit dem Zug nach München gefahren bin, dann im Bistro zusammen mit dem César saß. Genau, dachte ich mir, das hätte irgendwie alles ein bisschen einfacher sein können. Sprich, wir waren am Dienstag auch noch beide in München. Ja, stimmt, mit unserem Treffen. Aber gut, legen wir los.

  34. 04:38
    Andrea Rother

    Kommunikation ist key, ne?

  35. 04:39
    Ronald M. Arndt

    Kommunikation ist key. Vielleicht sollte man manchmal ein bisschen weniger schreiben und einfach telefonieren, miteinander sprechen. So, Choice, Büro in Amsterdam, aber eigentlich amerikanische Wurzeln, oder sehr amerikanisch, würde ich mal sagen.

  36. 04:52
    Andrea Rother

    Ja, sehr amerikanisch. Also war in der Vergangenheit, hatte natürlich immer einen extrem amerikanischen Fokus, und es passiert heute häufig noch, dass Leute sagen, ich kenne Choice Hotels eigentlich gar nicht, obwohl es die drittgrößte Hotelgesellschaft der Welt ist. Das muss man sich natürlich erstmal auf der Zunge zergehen gehen lassen nach Marriott und Wyndham. Und der Grund ist halt, dass die eben in der Vergangenheit immer sehr, sehr US-centric waren. Also wir haben insgesamt über 7500 Hotels, davon knapp 6500 in Amerika, und deswegen war irgendwie Europa oder auch APAC, die anderen Regionen, nie so der Fokus. Aber das hat sich tatsächlich seit Corona so ein bisschen gewandelt, aus verschiedenen Gründen. Zum einen stoßt man natürlich irgendwann in Amerika auch so an seine Wachstums- Wachstumsgrenze. Also wenn jedes 10. Hotel in Amerika ein Choice Hotel ist, wird es irgendwann schwierig weiter zu expandieren, weil ich kann natürlich nicht jedes Hotel zu einem Choice Hotel machen. Was da drüben natürlich noch möglich ist, ist über M&As, über Mergers and Acquisitions zu wachsen, wie zum Beispiel den Radisson-Deal. Also wir haben ja vor kurzem die Radisson Hotel Group Americas aufgekauft, wobei so Kurz ist es gar nicht mehr, war schon im Sommer. Genau, also die Möglichkeiten haben die dort natürlich noch zu wachsen, aber in Europa— jetzt habe ich den Faden verloren.

  37. 06:16
    Ronald M. Arndt

    Ist der Markt jetzt ganz anders in Europa oder ist der auch so gut verteilt schon?

  38. 06:21
    Andrea Rother

    In Europa kommt halt Franchising einfach immer mehr. Also wenn man sich diese HVS-Studie anschaut, habe ich ganz kürzlich wieder gesehen, Accor, Hilton haben in den letzten 5, 6, 7 Jahren ihren Franchise-Anteil im Portfolio von 30 auf 60, von, also Hilton glaube ich von 30 auf 60%, Accor von an die 40 auf, auf 55% oder so erhöht. Also Franchising ist allgemein am Wachsen und Choice war immer schon eine reine, reine Franchise.

  39. 06:52
    Ronald M. Arndt

    Also zur allgemeinen Verständlichkeit, Accor würde dann umso mehr eben Hotels nicht mehr selbst betreiben, sondern eben nur noch die Marke abgeben an einen Betreiber.

  40. 07:03
    Andrea Rother

    Genau, die Asset-Light-Strategie.

  41. 07:05
    Ronald M. Arndt

    Ja, ja, ich meine, wir sind ja, wir behandeln ja im Hotel-Podcast alle Themen, ging schon viele Hotels, kleine, große, die ganz schönen, familiengeführt oder auch nicht. Und jetzt ein bisschen, sage ich mal, so auch dringen wir dann in neue Materie vor. Deswegen freue ich mich auch so sehr auf den Podcast, denn da geht's jetzt auch stark so ein bisschen in den Ja, einfach in den Immobilien-Real-Estate-Markt rein. Und man hat mir gesagt, dass du ja so in dieser Branche auch eine recht angesehene Nachwuchskraft oder Persönlichkeit bist.

  42. 07:38
    Andrea Rother

    Ja, ich bin eh schon rot genug, oder werde ich noch röter, als ich schon bin?

  43. 07:42
    Ronald M. Arndt

    Deswegen haben wir die Kamera auf dich gerichtet. Ja, wir wollen ja die Menschen kennenlernen, ne? Also wir wollen Marken kennenlernen und verstehen, wie das alles so ein bisschen miteinander zusammenhängt.

  44. 07:53
    Andrea Rother

    Ja, stimmt.

  45. 07:54
    Ronald M. Arndt

    Aber natürlich auch die Andrea jetzt hier noch mal persönlich kennenlernen.

  46. 07:56
    Andrea Rother

    Kam tatsächlich diese—

  47. 07:56
    Ronald M. Arndt

    seit wann Darfst du dich so nennen?

  48. 07:59
    Andrea Rother

    Dieser MAD Award kam tatsächlich auch so ein bisschen über Limehome damals, weil Josef zu mir kam und gesagt hat, ich finde, du solltest dich da bewerben. Ich wäre selbst nie auf die Idee gekommen, mich für die 30 Under 30 in Real Estate zu bewerben. Aber genau, dann habe ich das gemacht, nachdem er die Idee hatte, und ja, habe den MAD Award bekommen.

  49. 08:23
    Ronald M. Arndt

    Super. Josef, eben der Gründer von Limehome. Der das heute mit dem César zusammen macht. Und ich glaube, Podcast Episode 47 war ich ja selbst bei Limehome in München. Das war wahrscheinlich dann in den neuen— Ja, das war so ein bisschen fürs Coverbild gestellt. Den Podcast haben wir natürlich in einer ähnlichen Umgebung aufgenommen wie hier an einem Tisch. Da war noch so die Luftballon— Da musste ich erstmal freiräumen, erinnere ich mich. Weil da waren noch so die großen Kartons mit Luftballons, weil sie davor die Fete gefeiert hatten. Nee, nee, war kurz nach der Fete, nachdem da die Kohle, neue Kohle rein floss.

  50. 08:59
    Andrea Rother

    Warst aber zu spät zum Podcast, dann hättest du vorher kommen müssen.

  51. 09:02
    Ronald M. Arndt

    Ja, genau, Bier war noch übrig, aber das fehlt jetzt hier heute, aber ist ja auch noch früh am Tag. Aber genau, so war das jetzt, um das mal zeitlich einzuordnen. Hast du da viel gelernt bei Limehome oder war das noch mal so ein Sprung für dich irgendwie?

  52. 09:15
    Andrea Rother

    Auf jeden Fall.

  53. 09:17
    Ronald M. Arndt

    Ich spüre das so raus, ja, gewisse Begeisterung ist da dafür da.

  54. 09:21
    Andrea Rother

    Nee, auf jeden Fall.

  55. 09:22
    Ronald M. Arndt

    Also erste Position war es ja nicht.

  56. 09:24
    Andrea Rother

    Genau, als ich damals angefangen habe bei Limehome, kannte Limehome ja noch niemand. Also ich weiß, ich war damals bei der Artinvest als Praktikantin, wollte damals eigentlich auch dort anfangen nach dem Studium und wurde angeschrieben von deren damaligem Head of Biz Dev, Business Development, und meine Kollegen meinten damals, Limehome, wer ist das denn? Kannte kein Mensch. Und ich fand es aber, ich fand das Team cool und ich fand es einfach eine Challenge, so ein Startup, das keiner kennt, irgendwie von null aufzubauen. Und das war spannend, muss halt echt sagen, dass du einfach wahnsinnig viel Verantwortung bekommen hast von Tag 1 an. Selbst als ich damals nur als Werkstudentin anfangs dort war, bin ich mit unserem Head of Business Development nach Berlin gefahren, hatte da ein paar Kontakte, die uns eingeladen hatten zur Signa und zu anderen großen Unternehmen. Und der meinte dann, naja, es waren deine Kontakte, also du pitchst das jetzt mal. Als Werkstudentin von Frank Blattl.

  57. 10:19
    Ronald M. Arndt

    Und da ging es um Standorte in Berlin oder generell einfach, weil Berlin war eben da? Die Verantwortung gesagt.

  58. 10:25
    Andrea Rother

    Die saßen in Berlin, ich weiß nicht mehr, um welche Projekte es ging, aber dann pitcht man da mal als Werkstudent vor dem Vorstand von einem Immobilienunternehmen.

  59. 10:32
    Ronald M. Arndt

    Immer wechseln seine Aufgaben.

  60. 10:34
    Andrea Rother

    Genau, und das ist natürlich cool, deswegen bin ich dann auch damals da geblieben und habe es auch nicht bereut. Es war eine super coole Zeit.

  61. 10:42
    Ronald M. Arndt

    Damals die netten Bayern, jetzt bist du bei den Amis. Gibt es da kulturell einen großen Unterschied, den man direkt so spürt? Kann ich dir jetzt so nicht sagen, weil wir haben ja auch dich denn so in Amsterdam, wenn du dann mal im Büro bist? Das ist mal die Frage.

  62. 10:55
    Andrea Rother

    Wir haben ja unser komplettes eigenes Unternehmen. Wir sind ja relativ wenig von Amerika abhängig.

  63. 11:02
    Ronald M. Arndt

    Habe ich auch gesehen, weil auch auf LinkedIn und so habt ihr immer EMEA dahinter stehen.

  64. 11:06
    Andrea Rother

    Genau, und es ist ja auch gewollt. Wir wollen ja hier auch unsere eigenen Entscheidungen treffen können und wir haben ja auch unsere Marken neu positioniert und die sind auch unabhängig von den Marken, relativ unabhängig von den Marken in Amerika. Das heißt, wir haben eigentlich keinen amerikanischen Flair, sage ich mal, aber trotzdem recht international. Also ich bin glaube ich die, nee, nicht mehr die einzige Deutsche, aber ich war anfangs die einzige Deutsche. Wir haben viele Briten, paar Holländer, gar nicht mehr so viele, Franzosen, alles ganz durchgemischt.

  65. 11:36
    Ronald M. Arndt

    Okay, bevor wir es vergessen, weil jetzt sind wir gerade an dem Nachwuchskrafttitel da hängen geblieben, dieses MAD, nicht MAT, wie sagst du?

  66. 11:46
    Andrea Rother

    Okay, hat aber jetzt nicht gezielt was mit Immobilien zu tun, sondern doch tatsächlich Immobilien, also gar kein Hotelfokus. Ich bin, war damals die Einzige, nee, noch mit einer, mit einer Branchenkollegin von Adina, die irgendwie sowas mit Hotellerie zu tun hat. Der Fokus liegt schon tatsächlich auf, auf wirklich Real Estate. Also wir haben, sind da auch in Thinktanks mit dem Bauministerium und allen möglichen Themen. Also dieses der Hotelfokus ist da eigentlich weniger gegeben. Aber dann auch Appell an alle Hotel-Real-Estate-Nachwuchskräfte da draußen: Die Mads freuen sich sicherlich auch immer ein bisschen über mehr aus der Richtung, weil der Fokus natürlich schon immer sehr viel auf klassischem Residential, Office und so weiter liegt in diesem Mad-Netzwerk.

  67. 12:35
    Ronald M. Arndt

    Aber du selbst hast ja auch schon mal wirklich im Hotel gearbeitet, ne?

  68. 12:39
    Andrea Rother

    Ja. Ja, verschiedensten, im Bayerischen Hof in München, im One-and-Only-Retira auf den Malediven. So hatten wir Gäste, es wurde ja schon mehrmals zum besten Resort der Welt ausgezeichnet. Da hatten wir Gäste wie Abramowitsch, Beckhams. Beckhams waren 2 Wochen da über Weihnachten. Also eher Luxushotellerie, aber war sehr spannend.

  69. 13:02
    Ronald M. Arndt

    Cool. Und wann war da der Moment gekommen, wo du gesagt hast, hey, dieses Thema Real Estate ist eigentlich auch ganz spannend, oder? Kombination beider?

  70. 13:09
    Andrea Rother

    Das ist tatsächlich ganz spannend. Ich habe dann, also ich war erst in der operativen Hotellerie, habe dann 3 Praktika in der Hotelberatung gemacht, bei Christie, also erst bei Treugast, bei Christie und EY. Und tatsächlich, der Knackpunkt war aber bei Christie Co damals, meine damalige Chefin, die Kai Strobl, die ja auch ein bunter Hund ist in der Branche, die mir damals empfohlen hat, naja, wenn du in Hotelberatung oder so in dem Bereich bleiben willst, dann macht es Sinn, Immobilienwirtschaft im Master zu studieren. Und damals dachte ich mir ehrlicherweise, also Immobilienwirtschaft klingt schon sehr trocken, hat mich eigentlich nicht interessiert, aber ich dachte mir, okay, mache ich als Mittel zum Zweck. Und da muss ich sagen, als ich dann an der ARBS war, war ich echt ein Riesenfan von dem Studium. Also ich hätte mir danach auch vorstellen können, theoretisch was anderes als Hotel zu machen. Also habe ich alles der Kai zu verdanken.

  71. 14:02
    Ronald M. Arndt

    So ein bisschen. Hört sich spannend an und kann mir gut vorstellen. Zurück zu Choice. Knappe anderthalb Jahre bist du jetzt da. Was war da, mit welcher Aufgabe ist man da eigentlich herangetreten damals? Ja, also Choice in EMEA vorgefunden, sage ich mal.

  72. 14:22
    Andrea Rother

    Genau, also so ein bisschen zum Hintergrund ist, glaube ich, ganz wichtig zu wissen, dass Choice gerade wirklich so eine komplette Unternehmenstransformation durchläuft. Also wir haben nach Corona wirklich angefangen, Joyce gibt es ja schon in Europa seit 50 Jahren, aber es war eben nie der Fokus. Und man hat jetzt dadurch, dass man eben wirklich—

  73. 14:39
    Ronald M. Arndt

    Ich habe mich auch wirklich angestrengt und bin so ein bisschen die Marken durchgegangen und alles. Aber bist du nicht hängen geblieben bislang? Genau, ich bin noch keine 50 Jahre hier auf dem Planeten, aber auch schon ein paar.

  74. 14:50
    Andrea Rother

    Nee, die wirst du jetzt in Zukunft öfter hören, kann ich dir versprechen.

  75. 14:52
    Ronald M. Arndt

    Ja, da gehe ich von aus.

  76. 14:54
    Andrea Rother

    Genau, aber wo waren wir gerade?

  77. 14:55
    Ronald M. Arndt

    Aber lass uns mal ein bisschen herleiten. 50 Jahre schon in EMEA. Die Firma an sich wird wahrscheinlich noch ein bisschen älter sein.

  78. 15:02
    Andrea Rother

    Joerg selber ist 100 Jahre alt.

  79. 15:04
    Ronald M. Arndt

    100 Jahre, okay, toll.

  80. 15:05
    Andrea Rother

    Genau, und ja, die Idee war eben wirklich nach Corona einfach wirklich den Fokus auf Europa zu legen. Wir haben angefangen mit einem Markt-Research, wirklich mal zu schauen, wie müssen die Marken eigentlich aussehen, um in Zukunft relevant zu sein für Gäste. Weil was in der Vergangenheit so ein bisschen versucht wurde, ist einfach die amerikanischen Marken zu nehmen, wie sie waren, damit in Europa zu expandieren. Und der europäische Hotelmarkt ist einfach ein anderer, ne? Da brauchst du Marken, die auf den Hotelmarkt und auf die Gäste zugeschnitten sind.

  81. 15:32
    Ronald M. Arndt

    Und deshalb, genau, also die, die irgendwie klar entsprechend positioniert sind, aber die auch schon mal so, ja, ja, genau.

  82. 15:38
    Andrea Rother

    Und das haben wir eben mit dem Marktresearch gemacht anfangs nach Corona und haben auf Basis dieses Marktresearches und der Findings dann eben die, die 4 Marken in, in 4 Core-Marken und eine Collection-Brand in der EMEA-Region neu positioniert oder gelauncht. Wir haben letztes Jahr 4 Marken—

  83. 15:57
    Ronald M. Arndt

    Das heißt, der Begriff, also die Marke an sich ist geblieben?

  84. 16:00
    Andrea Rother

    Genau, die Marken sind geblieben.

  85. 16:01
    Ronald M. Arndt

    Ihr habt geschaut, was gibt es in Amerika und was kann man brauchen für Europa? Was könnte funktionieren?

  86. 16:05
    Andrea Rother

    Genau, also es gab ja diese 4 Marken im europäischen Markt. Es wird eine neu eingeführt auf Basis des Marktresearchs, den wir durchgeführt haben. Und genau, das sind die Marken Comfort, Quality, Ascent, Clarion und Sleep wird eben neu eingeführt. Ascend ist eine Collection Brand, ist eine Boutique-Softbrand für Bürohotels.

  87. 16:27
    Ronald M. Arndt

    Lass den Fächer gerne mal durchgehen.

  88. 16:29
    Andrea Rother

    Alle mal einmal durch.

  89. 16:30
    Ronald M. Arndt

    Ja, ja.

  90. 16:32
    Andrea Rother

    Genau, also Comfort und Sleep sind tatsächlich Limited-Service-Brands.

  91. 16:37
    Ronald M. Arndt

    Also die heißen auch nur Comfort und Sleep?

  92. 16:40
    Andrea Rother

    Sleep heißt Sleep-in.

  93. 16:42
    Ronald M. Arndt

    Sleep-in, okay.

  94. 16:42
    Andrea Rother

    Genau, und die anderen hießen früher Comfort-in, Quality-in und so weiter, aber da ist das In nicht mehr da.

  95. 16:48
    Ronald M. Arndt

    Okay, alles klar.

  96. 16:48
    Andrea Rother

    Das haben wir auch rausgenommen, haben wir auch mit dem Marktresearch so ein bisschen rausgefunden, gefunden haben, das hat so einen amerikanischen Touch auch und den wollen wir eigentlich gar nicht. Wir wollen ja wirklich lokal.

  97. 16:57
    Ronald M. Arndt

    Das passt zu Sleep Inn definitiv, so gefühlt.

  98. 17:01
    Andrea Rother

    Ja, Comfort war immer so die Brot-und-Butter-Marke von Choice, wirklich so die effizient, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis in guten Lagen, aber einfach eine gute Flächeneffizienz, Personaleffizienz und da haben die, die hat einfach einen neuen Anstrich bekommen, wird bunter, hipper. Das Designkonzept heißt Energy of Color, also es wird alles sehr bunt und einfach jünger und was wir mit allen Marken gemacht haben, ist, wir haben sogenannte Hallmarks, also Markenzeichen, 3 Markenzeichen pro Marke, die wirklich so den Kern der Marke bilden. Das ist jetzt bei Comfort, ist es zum Beispiel der Comfort Hub, das ist so ein multifunktionaler Social Hub, wo einfach hier Frühstück mit Lobby mit Coworking und so weiter verbunden wird. Dann haben wir den Roaming Comfort Crewmember, der sich um die Gäste kümmert, aber der cross-trained ist, Bar gleichzeitig macht mit Rezeption und so weiter.

  99. 17:50
    Ronald M. Arndt

    Traummann einfach, alles kann.

  100. 17:53
    Andrea Rother

    Genau, und dann haben wir noch We Love Local, also wirklich auch so so ein Retail-Pop-up-Store mit wirklich lokalem, ja, einfach mit lokalem Fokus. Und diese 3 Markenzeichen, also solche 3 Markenzeichen gibt es für jede Marke, die wirklich den Kern eben bilden. Und darum herum sind die Brand Standards, die es natürlich geben wird. Aber wir wollen da wirklich der flexible Partner sein, wo wir sagen, okay, wir geben unseren Franchisees und Partnern das Freedom within the Framework, nennen wir es, um halt sich den lokalen Gegebenheiten anzupassen, weil wir uns schon hauptsächlich auf Conversions fokussieren. Also wir machen auch Neubauten, wir haben auch einige Neubauprojekte in der Pipeline, aber hauptsächlich, also jetzt gerade auch in der ganzen Marktlage und so weiter, macht Conversion halt am meisten Sinn und da braucht man die Flexibilität auf jeden Fall. Genau, das war Comfort, machen wir mit den anderen Marken auch noch weiter?

  101. 18:44
    Ronald M. Arndt

    Ja, ja, ja, ich stelle mir gerade die Frage, also die heißt ja nur Comfort, dass man sowas überhaupt markenrechtlich irgendwie schützen kann?

  102. 18:50
    Andrea Rother

    Naja, die gibt es ja schon.

  103. 18:51
    Ronald M. Arndt

    Aber ja, Comfort Inn, das ist ja noch irgendwie Komfort ist halt für mich so ein allgemeingültiges Wort, aber scheint ja geklappt zu haben.

  104. 19:00
    Andrea Rother

    Aber die Marken sind ja schon eingetragen seit 2016.

  105. 19:02
    Ronald M. Arndt

    Na ja, als Comfort Inn wahrscheinlich.

  106. 19:05
    Andrea Rother

    Das kann natürlich sein.

  107. 19:07
    Ronald M. Arndt

    Also Hotel-Podcast könnte ich jetzt glaube ich auch nicht eintragen lassen, weil das halt so allgemein ist. Aber wie gesagt, ihr und die amerikanischen Kollegen, die werden da schon ein bisschen mehr wissen als wir.

  108. 19:21
    Andrea Rother

    Okay, Comfort, jawohl, genau. Sleep Inn, dann SleepMy am Schluss, das ist unsere spannende neue Marke, die hebe ich mir bis zum Schluss auf. Quality ist eine Full-Service-Marke im Midscale-Segment, wirklich, ja, spielt mit solchen Themen, feel like home, make yourself at home, die Gastgeber sind Hosts, da ist alles also Contemporary Style ohne jetzt zu viel Fokus auf Design und Lifestyle zu legen. Also eine klassische Midscale-Full-Service-Brand, die einfach ein bisschen mehr Komfort bietet als ein Rompfass. Genau, das ist Quality. Dann Clarion ist wirklich am oberen Ende der Skala, also wirklich eine Design-Lifestyle-orientierte Full-Service-Marke, wirklich mit Fokus auf Individualität, auf, ja, auf Lokalität. Jeder Gast soll in einem neuen Clarion was Neues entdecken können. Das sind zum Beispiel Hallmark, das Hotel-Signature, also da soll es was geben, wofür das Hotel bekannt ist, auch außerhalb, also auch unter den Einheimischen zum Beispiel, wie ein 25 Hours mit den Rooftop-Bars oder so. Also so was, und zwar wirklich design- und lifestyleorientiert sein, ist da wirklich der Fokus. Genau, und Sleep ist die Marke, die neu eingeführt wird und die halt wirklich komplett auf diesem Marktresearch basiert, wo wir halt auch festgestellt haben, es gibt wirklich so ein Refocus auf Wellbeing, also gerade nach Corona, Wellbeing, Awareness, Balance, Natur, Nachhaltigkeit und so weiter. Und mit diesen Themen spielt Sleep und ist eine Limited-Service-Brand, aber Lifestyle, also Limited-Service-Lifestyle und spielt mit natürlichen Materialien wie Holz, wie Bambus, mit einer Yoga-Session in der Gym, healthy Grab-and-Go-Snacks an der Bar, also Also das zieht sich einmal komplett durchs Konzept durch und bleibt aber trotzdem halt auf der Immobilienseite immer noch flächeneffizient und immer noch personaleffizient, weil es immer noch Limited Service ist. Also es ist wirklich vom Interieur und vom FF&E wirklich ein hochwertiges Lifestyle-Produkt, aber gleichzeitig halt trotzdem Limited Service.

  109. 21:30
    Ronald M. Arndt

    Genau. Ja, das könnte manchmal anstrengend sein, so ein bisschen zu differenzieren, aber ja, es ist ganz klar. Wo sich die Marken unterscheiden. Genau. Wie und wo geht ihr denn dann auf Hotels zu? Also wie bahnt sich denn sowas an, eine Zusammenarbeit?

  110. 21:48
    Andrea Rother

    Wir haben natürlich viele bestehende Partner mit denen oder Franchisizees, mit denen wir arbeiten, indem wir auch uns die neuen Projekte wieder anschauen.

  111. 21:57
    Ronald M. Arndt

    Okay, also die schon was haben und die eben quasi unternehmerisch weiterentwickeln können.

  112. 22:00
    Andrea Rother

    Genau, in der Vergangenheit war es tatsächlich so, dass das Du bist in erster Linie für den Aufbau zuständig neuer Häuser? Genau.

  113. 22:07
    Ronald M. Arndt

    Okay, aber weniger Betreuung?

  114. 22:09
    Andrea Rother

    Nee, das macht Commercial.

  115. 22:11
    Ronald M. Arndt

    Aber das waren schon die Kollegen aus Amsterdam?

  116. 22:13
    Andrea Rother

    Auch aus Amsterdam, ja. Also wir haben komplett unsere ganze Entity, wir haben ja auch ein Office in den jeweiligen Core-Märkten. Also wir haben ein Office in München, wir haben eins in Frankreich, eins in UK, aber das Head Office ist eben in Amsterdam. Was war die Frage nochmal?

  117. 22:31
    Ronald M. Arndt

    Mit Aufbau der Häuser, aber wir müssen einfach noch mal eins zurück. Bin ich auch gerade durchs Reinquatschen ein bisschen durcheinander gekommen. Gar kein Thema. Wenn wir jetzt hier so ein Live-Publikum hätten, dann könnten sie einfach reinrufen. Wie ihr— nein, die Frage war, wie ihr auf Häuser zugeht.

  118. 22:54
    Andrea Rother

    Ja.

  119. 22:54
    Ronald M. Arndt

    Wie trifft man sich denn da?

  120. 22:56
    Andrea Rother

    Ja, genau. Also wie gesagt, wir haben natürlich die bestehenden Partner und in der Vergangenheit war es tatsächlich so, dass ChoiceHomer sehr viel mit Individualhotels gearbeitet hat. Also im Sinne von, es gibt halt so Pärchen, die halt ihr eigenes Hotel betreiben. Und das waren so die Hauptpartner eigentlich von ChoiceHomer, was wir natürlich auch weiterhin gerne machen. Aber wir fokussieren uns jetzt natürlich auch immer mehr auf die größeren Whitelabel-Betreiber, weil das ist natürlich wichtig, gerade im deutschen oder deutschsprachigen Raum. Du hast natürlich selten direktes Franchise, weil der Eigentümer ja immer einen Pachtvertrag will. Das heißt, du brauchst immer diesen Mittelmann in der Mitte, was die Whitelabel-Betreiber eben abbilden, um diese Lücke zu schließen zwischen den pachtaffinen Eigentümern und den pachterwerbenden Markengebern.

  121. 23:50
    Ronald M. Arndt

    Okay, ja, das ist ja, das heißt, ihr habt wirklich so eine Liste auch, sage ich mal, von größeren White-Label-Häusern.

  122. 24:00
    Andrea Rother

    Genau.

  123. 24:01
    Ronald M. Arndt

    Und die geht man ganz konkret an und sagt, hier, lass mal zusammensetzen und schaut mal an.

  124. 24:06
    Andrea Rother

    Ja, man hat natürlich, habe ich den Faden verloren?

  125. 24:12
    Ronald M. Arndt

    Nö, weiß ich nicht. Herausforderungen wolltest du vielleicht sagen, indem man jetzt eben White-Label-Häuser angeht?

  126. 24:17
    Andrea Rother

    Man hat natürlich so seine Partner, mit denen man immer Also meistens schon erarbeitet, weil man sich schon kennt und weil man weiß, es halt gut funktioniert bei manchen Projekten. Wir sind jetzt gerade auch dabei, ein Multi-Development-Agreement mit einem unserer Partner abzuschließen, wo wir uns halt wirklich committen, dass wir wirklich mehrere Projekte miteinander verfolgen wollen.

  127. 24:39
    Ronald M. Arndt

    Okay, das heißt, der andere Partner kommt dann irgendwie aus der Beratung und bringt euch dann—

  128. 24:45
    Andrea Rother

    Nee, nee, nee, nee, mit einem White-Label-Betreiber.

  129. 24:47
    Ronald M. Arndt

    Okay, alles klar.

  130. 24:49
    Andrea Rother

    Aber das ist natürlich keine Exklusivität, also wir arbeiten mit allen Partnern draußen zusammen, und das ist üblich, klar. Aber wir bekommen sie natürlich üblicherweise, die Projekte, angeboten von den klassischen Maklern oder direkt von den Entwicklern. Wir sind natürlich auch in Kontakt direkt mit den Entwicklern, mit den Investoren, die die Projekte an uns herantragen, oder wie gesagt, die Franchises direkt und die Makler. Aber üblicherweise, gerade wenn man mit den Institutionellen oder mit größeren Projekten arbeitet, die institutionellen Investoren gehören, die wollen ja keinen direkten Franchise, die wollen ja immer einen Pachtvertrag und dann arbeitest du immer mit einem White-Label-Betreiber zusammen.

  131. 25:26
    Ronald M. Arndt

    Okay, und wenn jetzt ein Haus neu entsteht, also wurde entwickelt und befindet sich im Bau, wann geht dann die Anfrage, wann kommt die Anfrage bei euch an als Franchisegeber? Ganz früh oder?

  132. 25:39
    Andrea Rother

    Das ist ganz unterschiedlich, also manchmal gibt es noch nicht mal eine Planung, da gibt es einfach nur ein Grundstück und die sagen, wie viel Wie viele Zimmer könnt ihr euch da vorstellen und unter welchen Brands oder mit Dual Brand und so weiter? Und manchmal ist ein Haus schon fertig und hatte schon einen Pachtvertrag, aber einer der Parteien hat sich irgendwie zurückgezogen und dann sagen, okay, wir brauchen einen neuen Betreiber. Dann ist es natürlich auch wieder spannend, weil wir eben einfach flexibler ein bisschen sind von den Anforderungen. Wir sagen nicht, wir brauchen jetzt wie MOXIE zum Beispiel genau die Zimmergröße, die Länge des Föhnkabels muss x sein, muss genau der Stuhl und der Tisch sein, sondern wir haben natürlich die Hallmarks, die eingehalten werden müssen. Wir haben natürlich auch da außenrum die Design Guidelines und so weiter, aber die sind halt anpassbar an die Gegebenheiten. Und deswegen können, haben wir die Möglichkeit, auch noch in einem relativ späten Stadium von dem Projekt einzusteigen, weil wir uns dann halt auch trotzdem immer noch an das Gebäude anpassen können.

  133. 26:34
    Ronald M. Arndt

    Ja, ich versuche die USPs von Choice so einfach in dem Segment zu verstehen, aber du sagst ja auch hier, Freedom in the Framework.

  134. 26:41
    Andrea Rother

    Genau, also Flexibilität.

  135. 26:42
    Ronald M. Arndt

    Die Flexibilität, und dann allein schon zu sagen, wir haben so und so viele Marken, also von dem Haus, was bislang von einem Ehepaar betrieben worden ist, eben bis zu einem größeren White-Label-Haus. Also da wird mir klar, wo die Stärke eben liegt von Choice.

  136. 26:57
    Andrea Rother

    Auf jeden Fall.

  137. 26:57
    Ronald M. Arndt

    Und in Zukunft auch liegen kann.

  138. 26:59
    Andrea Rother

    Genau, was wir aus Immobiliensicht halt auch noch ein bisschen anders machen als die anderen großen Player da draußen, ist, dass wir uns auch kleinere Häuser anschauen, also ab 40, 50 Zimmern. In Hamburg hatten wir uns letztens vor kurzem ein Projekt angeschaut, das hatte sogar nur 32 Zimmer, aber dadurch, dass Hamburg ein sehr starker Markt ist, hat es trotzdem noch funktioniert. Und die meisten großen Marken fangen ja immer erst ab 80, 100 Zimmern an, und da haben wir natürlich auch noch mal einen ganz anderen Markt, den wir ansprechen können, an kleineren Hotels, die sonst überhaupt keine Chance hätten, auch ja unter so ein Markendach zu kommen.

  139. 27:32
    Ronald M. Arndt

    Genau, die da gar keine Chance hätten. Hätten. Genau, genau, richtig, weil es das Angebot auf in dem Bereich vielleicht gar nicht, gar nicht gibt. Verstehe. Und habt ihr so eine Vorliebe für Stadthotellerie, oder?

  140. 27:44
    Andrea Rother

    Wir kommen natürlich klassisch aus der, aus der Stadthotellerie, Stadtenbusiness, und ist auch weiterhin der absolute Fokus auf jeden Fall. Aber wir wollen uns schon auch bisschen mehr in, in die Ferienhotellerie diversifizieren, wie auch die meisten machen momentan, ne. Wir haben einige Projekte, haben uns in einem Golfresort oder am Meer auch wirklich Resort-Hotels—

  141. 28:08
    Ronald M. Arndt

    Polster noch mal eine Marke, oder könnte man da schon sich vorstellen, welche Marke dann passt?

  142. 28:11
    Andrea Rother

    Auf jeden Fall, also für so Resort-Hotels passt Clarion ganz gut, wenn es wirklich ein Neubau-Lifestyle-Designhotel ist. Und was auch sehr gut passt, ist natürlich Ascent, was einfach, weil das gerade bei so Resort-Hotels einfach noch mal die Individualität ein bisschen rausbringt, ne. Und das ist ja wirklich eine Collection Brand, die wunderbar auch für Resorthotellerie passt.

  143. 28:38
    Ronald M. Arndt

    Gut, dann würde mich natürlich interessieren, wenn dann die Zusammenarbeit beschlossen ist, wie bringt ihr euch so in diese Unternehmung ein als Franchisegeber? Was ist euer Leistungsspektrum als Choice?

  144. 28:50
    Andrea Rother

    Also wir unterstützen natürlich von dem Tag der Unterschrift an im Prinzip auch mit mit unserem Construction-Team, Planung und so weiter, wenn da irgendwie der Bedarf da ist. Aber so die klassischen Franchise-Services sind natürlich, also du bekommst natürlich den Markennamen, du kannst den Markennamen verwenden und wirst einfach an das Distributionssystem angeschlossen. Du hast ja im Prinzip immer zwei mögliche oder zwei Hebel, im Prinzip dem Hotel zu helfen. Das eine ist Revenue steigern, Umsatz steigern oder Kosten senken. Und auf Umsatzsteigerungsseite ist einfach das ganze Distributionssystem. Wir haben 53 Millionen Loyalty-Member weltweit, die natürlich über das Programm auch die Hotels füllen. Wir haben ein eigenes Revenue-Management-Programm, wo unsere Revenue-Manager zusammen mit einem automatisierten System auch arbeiten und Empfehlungen abgeben.

  145. 29:48
    Ronald M. Arndt

    Da ist so eine Art Backoffice einfach abgebildet.

  146. 29:50
    Andrea Rother

    Fürs Pricing und so weiter. Wir haben ein professionelles Sales- und Marketing-Team, das natürlich auf allen Messen vertreten ist, um halt auch wirklich Corporate Business und so reinzubringen. Also das ist alles, was wir können.

  147. 30:02
    Ronald M. Arndt

    Also die gemeinsame Vermarktung, ganz klar, aller Choice-Partner.

  148. 30:06
    Andrea Rother

    Was wir auf der Revenue-Seite, auf der Umsatzseite unterstützen können. Und auf der Kostenseite kannst du natürlich Kosten senken, indem wir ganz andere Verhandlungsmacht gegenüber den OTAs auf dieser Welt haben, zum Beispiel Booking.com, Expedia und so weiter. Die haben ja Bei Individualhotels haben die ja häufig Provisionen von 18, 20%, ich glaube Expedia sogar 23 oder so. Und da haben wir natürlich eine ganz andere Verhandlungsmacht, um da für unsere Partnerhotels bessere Konditionen zu verhandeln. Und dann gibt es Möglichkeiten, Einkaufsplattformen, Mitarbeitertrainings und so weiter. Also das Spektrum ist groß.

  149. 30:46
    Ronald M. Arndt

    Webseite, wie schaut es da aus? Bekommt man eine Webseite von Choice?

  150. 30:48
    Andrea Rother

    Genau, die sind auf der Webseite von Choice dann natürlich auch vertreten.

  151. 30:51
    Ronald M. Arndt

    Also choice.com oder was und dann Slash und dann geht es weiter mit Stadt und Hotel. Okay, das ist die Leistung. Was muss das Hotel tun, um da mit dabei zu sein? Ist es eine jährliche fixe Fee oder ist es eine Umsatzbeteiligung?

  152. 31:05
    Andrea Rother

    Nee, das ist eine Fee, also die Franchise-Fee, die basiert auf den Umsätzen, also auf den Zimmerumsätzen auch nur. Chargen nicht auf die F&B-Umsätze zum Beispiel, obwohl wir auch unterstützen beim F&B-Konzept und so weiter, aber das liegt dann trotzdem alles beim Betreiber. Und genau, die müssen natürlich den Standards entsprechen, auch wenn wir flexibel sind, müssen die Standards natürlich, muss ja irgendwo ein Markenstandard gegeben sein, der halt auch zum Wiedererkennungswert führt. Dann, ne. Aber wir unterstützen ja auch, also gerade jetzt Individualhotels, auch finanziell beim Umbau oder beim Rebranding sozusagen. Wir haben da auch gerade von Amerika gute finanzielle Ressourcen bekommen, um die halt auch mit Key Money und so weiter zu unterstützen, damit der Umstieg halt auch leichter fällt, ne, weil es kostet natürlich auch immer.

  153. 32:03
    Ronald M. Arndt

    Jetzt hast du vorher gesagt, dass Accor traditionell Hotels betrieben hat und immer mehr Franchise rausgibt. Gibt's vielleicht aber auch einen anderen Trend, dass du sagst, bislang nur Franchise und man betreibt doch mal wieder was selber?

  154. 32:18
    Andrea Rother

    Nee, es kann ja nicht gleich zwei Gegensätze hier sein.

  155. 32:20
    Ronald M. Arndt

    Nee, nee, nein, nein, nicht im gleichen Haus, aber bei euch jetzt beispielsweise, dass ihr mal eher als Betreiber auftretet.

  156. 32:27
    Andrea Rother

    Dass wir selbst als Betreiber? So meinst du. Wir Wir sind durchaus am Überlegen, auch strategische Pachtverträge uns anzuschauen, aber es ist natürlich schwierig, weil wir haben 6.000, 7.500 Hotels und die sind alle franchised. Deswegen, es ist durchaus im Gespräch, aber es ist auf keinen Fall der Fokus. Also das wäre, wenn dann wirklich nur, man sagt, okay, wir haben jetzt hier ein absolutes Flagship-Hotel, das wir uns auf keinen Fall entgehen lassen wollen, könnte man sich das vorstellen. Aber generell ist das Businessmodell schon reiner Franchise.

  157. 33:05
    Ronald M. Arndt

    Jetzt hast du vom Rewards-Programm gesprochen. 56 Millionen, sagst du, glaube ich? 53.

  158. 33:12
    Andrea Rother

    53? Aber bald wahrscheinlich 56.

  159. 33:15
    Ronald M. Arndt

    Bald, übermorgen wahrscheinlich dann 56. Gewaltig. Und der Markus Lenert von Marriott, ich erinnere mich, als man den mal nach der wichtigsten Marke gefragt hat bei Marriott, hat er eben Bonvoy genannt. Interessant, ne?

  160. 33:31
    Andrea Rother

    Ja, ja.

  161. 33:32
    Ronald M. Arndt

    Ist die Denke bei euch ähnlich oder diese Wahrnehmung?

  162. 33:35
    Andrea Rother

    Ja, auf jeden Fall.

  163. 33:36
    Ronald M. Arndt

    Wie heißt das Programm?

  164. 33:37
    Andrea Rother

    Choice Privileges Programm. Es ist auf jeden Fall extrem wichtig. Wir bauen es halt in Europa auch gerade noch immer weiter aus.

  165. 33:45
    Ronald M. Arndt

    Also wenn ihr viele, sage ich mal, wenn ihr sagt 6500 Häuser in den USA, von insgesamt 7500 entsprechen auch die Gäste und die Kunden aus Die Großteil der Amerikaner, genau.

  166. 33:57
    Andrea Rother

    Wir haben auch sehr, sehr viele Choice Privilege Member in Skandinavien. Den größten Teil unseres Portfolios in Europa tatsächlich in Skandinavien. Sehr, sehr schöne Design-, Tagungs-, Konferenzhotels mit so 700, 800 Zimmern, tolle Hotels. Und da haben wir sehr viele Choice Privilege Member tatsächlich in den Ländern Schweden, ganz Skandinavien eigentlich.

  167. 34:22
    Ronald M. Arndt

    Ja, warum gerade? War da der Aufbau irgendwie— also meinst du Gäste?

  168. 34:28
    Andrea Rother

    Gäste, ja, aber auch Hotels.

  169. 34:29
    Ronald M. Arndt

    Und auch Hotels entsprechend? Genau, das eine bedingt das andere.

  170. 34:34
    Andrea Rother

    Der größte Anteil unserer Hotels ist in Skandinavien. Hat sich aus der Vergangenheit, Entwicklung so ergeben, aber natürlich mit unserem Partner Nordic Choice, die das als Master Franchise betreuen. Die da sehr erfolgreich waren.

  171. 34:52
    Ronald M. Arndt

    Richtig, das ist mir natürlich ein Begriff.

  172. 34:54
    Andrea Rother

    Genau, aber also wir expandieren da natürlich auch weiter, aber der Fokus jetzt momentan liegt schon wirklich auf Zentraleuropa.

  173. 35:03
    Ronald M. Arndt

    Spannend. Also ich habe das Gefühl, da gibt es viele tolle Sachen zu tun.

  174. 35:08
    Andrea Rother

    Ja, gibt viel zu tun.

  175. 35:09
    Ronald M. Arndt

    Es gibt auch lange nicht für alles die Antwort.

  176. 35:13
    Andrea Rother

    Bitte?

  177. 35:13
    Ronald M. Arndt

    Es gibt auch lange nicht für alle Fragen die eine Antwort.

  178. 35:16
    Andrea Rother

    Das heißt, du bist da wirklich in einer Nee, es ist halt wirklich so ein Learning-Prozess, Trial and Error ein bisschen. Also es ist auch schon ein bisschen wie ein Startup im Kopf, was ganz nice ist, weil man natürlich den finanziellen Background nutzen kann, aber trotzdem halt flexibel ist in unserem europäischen Konstrukt, weil wir, ich sitze direkt neben unserem CEO im Büro nebenan, da sind die Wege halt kurz. Ist jetzt nicht so, wie man sich das vorstellt in so einem Riesen-Corporate, sage ich mal, weil wir sind ja in Europa von der Struktur her relativ schlank.

  179. 35:54
    Ronald M. Arndt

    Und die Erwartungen der Amerikaner oder der amerikanischen Mutter, die sind realistisch, sage ich mal, was jetzt die Zukunft angeht, oder ist es so, ich keine Ahnung, ich habe noch nie mit Amerikanern zusammengearbeitet?

  180. 36:05
    Andrea Rother

    Die sind natürlich ambitioniert, aber Challenge accepted. Es sind natürlich ambitioniert, ganz klar. Wir wollen eine interne—

  181. 36:13
    Ronald M. Arndt

    weil ja nie so abschließend begreifen, wie der andere Markt dann wirklich sich zusammensetzt.

  182. 36:19
    Andrea Rother

    Das ist natürlich immer eine interne—

  183. 36:21
    Ronald M. Arndt

    also ich habe mal in Frankreich gearbeitet für Voyage Privé Südfrankreich und habe dann für die den Dachmarkt aufgebaut und repräsentiert. Und ja, da hat man schon einen Stolz natürlich in Frankreich gehabt auf das Erreichte im Heimatmarkt.

  184. 36:38
    Andrea Rother

    Ja.

  185. 36:38
    Ronald M. Arndt

    Aber es hat ja noch lange nicht bedeutet, dass man die gleiche Stärke auch sofort in Deutschland eben hat.

  186. 36:43
    Andrea Rother

    Ja, das stimmt. Nee, die Märkte sind komplett anders und Europa funktioniert komplett anders als die USA und wir sind da auch im regen Austausch, das uns gegenseitig halt auch bewusst zu machen. Aber genau deswegen haben die uns ja auch die Möglichkeit gegeben und die Freiheit gegeben, hier unsere eigenen Entscheidungen zu treffen, weil anders geht es gar nicht.

  187. 37:04
    Ronald M. Arndt

    Ja, Wahnsinn, richtig gut, richtig gut. Wo liegen gerade so in dem, in eurem Umfeld der, der Franchisegeber die Herausforderungen? Was, was, was ist da gerade so, wo drückt da gerade Schuh?

  188. 37:20
    Andrea Rother

    Der Franchisegeber?

  189. 37:21
    Ronald M. Arndt

    Ja, also was jetzt Choice angeht und, und in eurem Blickwinkel jetzt einnimmt, kommt zu wenig, kommt zu wenig rein, was man sagt, hier wollten nicht mit uns zusammenarbeiten, oder nee, gar nicht das Thema mit Franchisemodellen, oder wollen sich die Familienbetriebe nicht so schnell öffnen, wie man das gerne hat? Kapieren sie es nicht?

  190. 37:43
    Andrea Rother

    Im Conversion-Markt gibt es sehr viel momentan, weil also da ist sehr viel Bewegung. Neubau natürlich weniger wegen der bekannten Marktlage, ne?

  191. 37:52
    Ronald M. Arndt

    Nämlich jetzt einfach darum, das ein bisschen noch mal abschließend einzuordnen.

  192. 37:55
    Andrea Rother

    Ja, ja, nee, aber was tatsächlich natürlich immer ein Thema ist, ist, wenn du franchisest, wenn du selber nur Franchisegeber bist und immer diese dritte Partei brauchst, die den Mittelmann zwischen dem Vermieter und dem Markengeber spielt, dann bist du, dann sitzen natürlich immer 3 Parteien am Tisch, die sich einigen müssen. Und selbst wenn du dir mit einer Partei einig bist, heißt es noch lange nicht, dass die Partei sich mit dem Eigentümer einig wird. Also selbst wenn wir uns, sage ich mal, einen Franchisevertrag ausverhandelt haben, und unterschrieben haben, kann es immer noch passieren, dass der Mietvertrag halt nicht unterschrieben wird. Und je mehr Parteien am Tisch sitzen, umso schwieriger wird es halt, alle irgendwie unter einen Hut zu bringen. Und das ist glaube ich halt, wenn du rein Franchise machst, ein bisschen die Herausforderung. Aber du hast natürlich halt auch einfach aus Franchiseesicht oder aus Kundensicht haben wir halt den Vorteil, wir können uns halt auch wirklich rein auf unsere Franchisees fokussieren und auf deren Erfolg fokussieren. Fokussieren, während halt ein Marriott oder ein Aqua, die haben ihre eigenen Hotels, die sie managen, die sie betreiben, die sie franchisen. Da ist halt kein Fokus, also weniger Fokus da.

  193. 39:03
    Ronald M. Arndt

    Ja, also die Kräfte da zu bündeln, ist einfach bedeutend schwieriger.

  194. 39:07
    Andrea Rother

    Ja, genau.

  195. 39:08
    Ronald M. Arndt

    Und so ist es aber auch eine ganz klare Kommunikation nach außen. Was seid ihr? Was könnt ihr anbieten? Wen sucht ihr? Und so könnte das Match aussehen. Ja, das war jetzt genau die Antwort, die ich mir erhofft habe, einfach so, um nochmal eine Einordnung zu bekommen, wo Wo, was ist am Ende wirklich so, dass die, die, die, die Schwierigkeit, sage ich mal, noch mal, ja.

  196. 39:29
    Andrea Rother

    Aber mit den 3 Parteien, ganz klar, ja, ist halt so der Mittelmann, versucht alle zusammenzubringen.

  197. 39:35
    Ronald M. Arndt

    Genau, toll. Aber ich bin mir eigentlich sehr sicher, dass du da genau die Richtige für bist. Und ja, macht mir auch Spaß, dass du, dass du da Erfolge feiern wirst. Freue mich. Und Bewirbst du jetzt auch fürs nächste, für nächsten Award von Matt, oder bist du da jetzt raus?

  198. 39:52
    Andrea Rother

    Nee, wir sind ja, also wir, wir, nee, nee, also es ist ein laufendes Netzwerk. Also wir sind da auch immer ständig, wir bringen ja auch Whitepaper raus. Wir haben letztens erst wieder bei KPMG den KPMG Bulletin rausgebracht.

  199. 40:04
    Ronald M. Arndt

    Da muss ich da auch Jahr für Jahr beweisen, dass man noch Talent genug hat.

  200. 40:08
    Andrea Rother

    Ja, und wir sind da wie gesagt mit dem Bauministerium in diesen Thinktanks, also in verschiedenen Themen. Und bereiten aber halt jetzt zum Beispiel gerade die nächste MAD Award Verleihung vor. Also für die nächsten MADs. Aber das ist ein Netzwerk, das wachsen soll. Also es ist nicht so, dass es nur einmal ein Preis ist und dann hast du nichts mehr damit zu tun, sondern das ist schon ein ongoing project tatsächlich.

  201. 40:32
    Ronald M. Arndt

    Und hat eigentlich die junge Generation so auf manche Themen hier einen ganz anderen Blick, ganz andere Meinungen von irgendwas?

  202. 40:38
    Andrea Rother

    Ja, ich hoffe doch.

  203. 40:40
    Ronald M. Arndt

    Ja?

  204. 40:40
    Andrea Rother

    Also ja, gerade zu Themen mit Sustainability und so was haben wir bei uns im MAD Netzwerk auch einige. Unternehmer, junge Unternehmer, die es halt auch vorantreiben wollen. Und genau deswegen nehmen ja solche Leute oder solche Institutionen wie das Bauministerium, fragen uns halt auch nach unserer Meinung, weil wir eben hoffentlich auch mal einen anderen Standpunkt vertreten.

  205. 41:03
    Ronald M. Arndt

    Genau, explizit, genau da in solchen Netzwerken werden es dann wenige bis niemand geben groß, der eben solche Themen ausblendet oder sagt, ich muss noch ein paar Jahre und dann nach mir die Sintflut. Ist ja so, ihr gestaltet ja die Hotellerie und das Marktumfeld von morgen.

  206. 41:23
    Andrea Rother

    Ja, genau, also Immobilienwirtschaft von morgen.

  207. 41:26
    Ronald M. Arndt

    Ja, ja, genau, die Immobilienwirtschaft. Super, Andrea Rother, hat mir Spaß gemacht.

  208. 41:31
    Andrea Rother

    Danke dir.

  209. 41:31
    Ronald M. Arndt

    Cool, haben wir es hinbekommen hier am Frankfurt Flughafen.

  210. 41:37
    Andrea Rother

    Und dann zum Flug oder zum Zug?

  211. 41:41
    Ronald M. Arndt

    Zug, Zug, Zug. Ganz genau. Und da bin ich schon gespannt, wo, an welchem Bahnhof, welchem Flughafen.

  212. 41:46
    Andrea Rother

    Nächstes Mal in Amsterdam. In Amsterdam auf dem Boot in den Krachten. Wäre doch mal lustig. Das machen wir.

  213. 41:54
    Ronald M. Arndt

    Also hiermit verabredet.

  214. 41:55
    Andrea Rother

    Aber im Sommer bitte.

  215. 41:56
    Ronald M. Arndt

    Im Sommer, genau. Ich freue mich schon. Danke dir.

  216. 41:59
    Andrea Rother

    Danke dir.

  217. 42:00
    Ronald M. Arndt

    Merci.