Lockerer Luxus im Urban Loft Cologne
Aufgenommen: URBAN LOFT Cologne, Köln
Germany51 Min Das Video kommt von YouTube und lädt erst, wenn du auf Abspielen klickst.
„Von 10 Befragten haben mir 9 davon abgeraten. Und das war ganz klar der Punkt, wo ich sagte, okay, ich mache es.“
Miho Radic, 09:35
Miho Radic ist Host im URBAN LOFT Cologne, dem ersten Haus der Marke und seiner dritten Hoteleröffnung. Er erzählt, wie er als Hotelkind im Betrieb der Eltern anfing, mit 19 Jahren in Saarbrücken einen eigenen Laden pachtete und über Heidelberg, Bad Ragaz und Gstaad zu den Althoff Hotels kam. Dazu erklärt er das Konzept am Eigelstein: Loft statt Lobby, kein Hotel im Namen, 80 Prozent lokale Marke, Kooperationen mit der Privatbrauerei Gaffel und dem Weingut Schloss Ortenberg.
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Kernaussagen
- Mit 19 selbstständig: Nach der Hotelausbildung im Saarland pachtet Radic mitten in Saarbrücken einen reinen F&B-Betrieb mit 150 Sitzplätzen innen und 150 außen, Pachtvertrag 3 plus 2 Jahre. Von 10 Befragten raten 9 ab, danach läuft der Laden drei Jahre sehr gut.
- Loft statt Lobby: Im Namen steht bewusst kein Hotel, weil der Begriff für Radic eine Schwelle ist. Im Loft gibt es von 11 bis 23 Uhr Free Water and Coffee, einen Kiosk, eine Coffee Bar mit der Kölner Rösterei Schamong und Coworking ohne weitere Kosten.
- 20 Prozent Marke, 80 Prozent Köln: Urban Loft ist zu 20 Prozent Dachmarke und zu 80 Prozent lokale Marke, in Köln mit der Postleitzahl 50668 im Branding. Dazu kommen der Gaffelroom nach dem Vorbild des Gaffel am Dom und drei Cuvées namens Jair vom Weingut Schloss Ortenberg.
- Kunst und Pop-up im Wechsel: Jedes Quartal oder jedes zweite Quartal hängt ein neuer Künstler aus, zuletzt Daniel Lison mit Vernissage am 15.03. Der Pop-up-Store startete mit einem Unverpacktladen und ist jetzt beim fünften Partner.
- Host am Hospitality Desk: Die Rezeption heißt Hospitality Desk, Radic nennt sich Host und nicht Hotelmanager. Gäste können per Smartphone, am Terminal oder analog bei Kolleginnen und Kollegen einchecken, digital darf man, muss man aber nicht.
Shownotes zur Episodeaus dem Podcast-Feed
Ich kehre zurück ins Rheinland. Und quartiere mich im URBAN LOFT Cologne ein. Miho Radic empfängt mich, wie kann es anders sein, bei einem Kölsch der Privatbrauerei Gaffel.
Bereits mit 19 Jahren macht sich mein Gastgeber entgegen der Meinung vieler selbstständig. Die Welt der Hotellerie und Gastronomie lernt er früh kennen, sein Vater ein wichtiger Ratgeber bis heute.
Später führt sein Weg in die Schweizer Bergwelt, aber auch zum Studium nach Heidelberg. Das Haus im urkölschen Veedel Eigelstein ist bereits seine dritte Hoteleröffnung.
Die Liebe fürs Detail ist auffällig, überrascht mich aber nicht. Schließlich durfte ich mit der Althoff Villa Belrose, dem Althoff Hotel am Schlossgarten oder auch dem AMERON Zürich Bellerive au Lac bereits drei weitere Familienmitglieder der Althoff Hotels kennen und lieben lernen.
Wir vom HOTEL-PODCAST und unser offizieller Partner J.J. Darboven sagen Danke!
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Transkript öffnenTranskript schließen51 Min · Ronald M. Arndt und Miho Radic
Automatisch transkribiert mit AssemblyAI, Sprecher automatisch zugeordnet. Nicht redigiert.
- 00:03 Ronald M. Arndt
Was sagt man hier in Köln? Prost, oder was gibt es da noch für ein anderes Wort?
- 00:10 Miho Radic
Ja, wir sagen Prost.
- 00:12 Ronald M. Arndt
Dann sagen wir mal Prost.
- 00:14 Miho Radic
Prost, zum Wohl, herzlich willkommen.
- 00:16 Ronald M. Arndt
Miho, vielen, vielen Dank für die Einladung, dass ich beim Hotel-Podcast mal hier sein darf. Ich muss sagen, mal wieder in Köln sein darf, denn mein Leben hat sich auch schon zu größeren Teilen in Köln abgespielt. Wissen die wenigen. Aber so mit 18, 19 habe ich ein erstes Startup gehabt im Bereich Marsmode, Marshemden. Das war damals in Südstadt, Karthäuserhof, und war da über 2 Jahre hier sogar mit einer Firma angemeldet.
- 00:42 Miho Radic
Aber heute kein Marshemd mit dabei?
- 00:44 Ronald M. Arndt
Nee, du siehst, wäre ich jetzt bei einem der Althoff Hotels gewesen, hätte ich meine Fliege gar angezogen. Aber hier, wenn ich Miho schon mit Mütze sehe, dann denke ich, da reicht es auch im Pulli.
- 00:57 Miho Radic
Nichtsdestotrotz, wir gehören ja weiterhin zu den Althoff Hotels.
- 01:01 Ronald M. Arndt
Das weiß ich ja, das weiß ich. Wie viel Althoff steckt denn drin in Urban Loft?
- 01:07 Miho Radic
Also ich würde sagen, sehr, sehr viel. Als ich mich damals tatsächlich für das Produkt und das Objekt interessiert hatte, war es für mich ein kompletter Neuanfang. Also ich kannte die Althoff Hotels.
- 01:28 Ronald M. Arndt
Hast aber nie bei Althoff davor gearbeitet, glaube ich, ne?
- 01:30 Miho Radic
Habe tatsächlich noch nie für Althoff gearbeitet. Aber ich meine, Herr Althoff persönlich als auch die Althoff Hotels ist ja, sage ich mal, im deutschsprachigen Raum in der Hotellerie ein Riesenbegriff, ein total erfolgreiches Unternehmen. Und eigentlich ist es eine Ehre, irgendwie, irgendwo und irgendwann mal für die Althoff Hotels zu arbeiten. Und Man kennt die Werte von den Althoff Hotels. Und als ich mich kundig gemacht habe, dass ein neues Produkt in Köln, wo letztendlich der Standort der Althoff Hotels ist und der Ursprung, war ich so fasziniert, wo ich gesagt habe, okay, normalerweise sagt man ja immer, Schuster, bleib bei deinen Leisten, weil dann bist du erfolgreich. Und das hat mich so irgendwie so ein bisschen gecatcht, dass das führt mich auch irgendwie durch meinen kompletten Lebensgang. Wo ich dann sage, hey, ich bin auch ein Typ, der immer neue Challenges sucht und neue Herausforderungen. Und als ich das erfahren habe, dass man quasi eigentlich eine erfolgreiche Brand weiterentwickeln möchte und sich auch, sage ich mal, dem Markt anpassen möchte und auch mit der Zeit gehen möchte, dennoch die Werte von Althoff Und Althoff Hotels bewahrt im Sinne der Qualität, der Werte in Bezug zur Mitarbeiter— Mitarbeiterhandling und, und die Detailverliebtheit, was natürlich halt die Althoff Hotels letztendlich ausmacht.
- 03:10 Ronald M. Arndt
Also die Gastlichkeit in Person, die man von Althoff so kennt.
- 03:13 Miho Radic
Absolut.
- 03:14 Ronald M. Arndt
Das übertragen auf eine neue.
- 03:16 Miho Radic
Ja, absolut. Der hohe Qualitätsanspruch und, und, und. Und ich wusste, Von Beginn an, obwohl noch das Urban Loft Cologne noch in weiter Ferne war, wusste ich, okay, das kann nur ein Erfolgsprodukt werden. Dementsprechend war das für mich keine schwierige Entscheidung, letztendlich dann letztendlich hier das erste Urban Loft für die Althoff Hotels zu eröffnen.
- 03:37 Ronald M. Arndt
Ich höre die Faszination raus, die du von Anfang an gegenüber Urban Loft und dann auch natürlich Althoff hast. Ich sehe es auch in deinen Augen.
- 03:47 Miho Radic
Das Strahlen ist immer noch da.
- 03:48 Ronald M. Arndt
Das Strahlen ist nicht abhandengekommen. Seit wann bist du jetzt dabei? 2 Jahre, 3 Jahre?
- 03:55 Miho Radic
8.6.2020.
- 03:56 Ronald M. Arndt
8.6.2020.
- 03:58 Miho Radic
Also wird jetzt das Dreijährige.
- 04:00 Ronald M. Arndt
Das Dreijährige. Gut, dann schon mal herzlichen Glückwunsch. Weiter gibt es immer Gründe, hier in Köln anzustoßen.
- 04:05 Miho Radic
Aber definitiv, definitiv. Im Grunde genommen gibt es immer einen Grund, hier in Köln auf einen Kölsch. Dementsprechend, wir suchen uns nicht die Gründe, wir suchen uns die Momente. Und also man ist jederzeit herzlich willkommen, wie gesagt, ein Kölsch zu trinken, und die Uhrzeit spielt da keine Rolle, sondern State of Mind. Und wie gesagt, hat man Lust, hat man keine Lust, und wenn man eine gute Gesellschaft hat, trinkt es sich umso leichter und einfacher.
- 04:34 Ronald M. Arndt
Genau, Uhrzeit verraten wir jetzt nicht, aber ich mache auf jeden Fall da weiter, wo ich gestern Abend aufgehört habe. Und man trinkt ja hier auch sogar noch auf dem Weg vom Restaurant zurück zum Urban Loft dann noch ein Kölsch. Das ist ja auch so Usus, wie ich das eben damals mit jungen 18, 19 Jahren kennengelernt habe. Jetzt ist es ja oft so, dass eine Hotelbrand Personal suchen muss, wenn irgendwo was Neues aufgemacht wird. Bei dir höre ich jetzt raus, da war jetzt sofort so eine Anziehungskraft da, dass du gesagt hast, ich habe schon viel gesehen, warst ja überall schon unterwegs, auch in unterschiedlichsten Bereichen, auch viel in der Gastro, glaube ich.
- 05:10 Miho Radic
Gut, ich bin, ich sag mal, von der Pike auf bin ich ein Hotelkind und Gastrokind. Man hat ja irgendwo immer irgendwie eine gewisse Erinnerung, was war denn das Lieblingsessen früher. Und ich, so wie ich mich erinnern kann, als kleines Kind, ja genau, also meine erste Speise, an die ich mich erinnern kann und worauf ich mich halt immer gefreut habe, war, wenn ich dann zum Papa ins Restaurant kam und er mir dann Pommes frites gemacht hat. Und das war so irgendwie ein Kindheitserlebnis.
- 05:49 Ronald M. Arndt
Du bist zu deinem Vater ins Restaurant?
- 05:51 Miho Radic
Absolut, absolut. Und weil du eben angesprochen hast, ob ich so ein bisschen F&B-lastig bin und aus welcher Schiene ich letztendlich kam, bei mir lag es eigentlich nicht fern. Ich bin quasi dieser Apfel, der nicht so weit vom Stamm gefallen ist. Papa Hotelier, ja, eigenes Restaurant, eigenes Hotel gehabt, Mama mitgeholfen. Und von klein auf hat man halt immer mit im Restaurant und im Hotel mitgeholfen. Und also lag das eigentlich nicht fern, dass ich mich irgendwann dann auch für die Hotellerie und die Gastronomie dann auch entscheiden würde.
- 06:28 Ronald M. Arndt
Wie ging es dann weiter? Sprich, in den elterlichen Betrieb bist du aber glaube ich nicht mehr zurückgekehrt?
- 06:33 Miho Radic
Absolut nicht. Einer meiner Mentoren ist und war tatsächlich mein Papa, der dann gesagt hat, okay, während der Schulzeit ist das schön und gut, bei uns auszuhelfen, und wie das halt im elterlichen Betrieb halt ist. Oft war es dann früher mal ein Zwang, weil die anderen Kolleginnen und Kollegen und Freunde, die waren dann eher feiern, während ich dann bei den Eltern gearbeitet habe. Aber nach dem Abitur, dann ist es irgendwie ein Zwiespalt. Geht man jetzt studieren? Was macht man? Macht man eine Ausbildung? Und nach so einem Profiling-Test war dann auch noch mal kristallisiert worden. Okay, entweder wirst du Hotelier oder du wirst Banker, weil Mathematik war einer meiner Stärken, zahlentechnisch.
- 07:20 Ronald M. Arndt
Das lag ja auch an dem, was bei den Tests rauskam.
- 07:22 Miho Radic
Ja, absolut, absolut, absolut. Ich war selbst fasziniert.
- 07:25 Ronald M. Arndt
Oder Landschaftsgärtner war auch immer populär.
- 07:28 Miho Radic
Und ich habe mich dann tatsächlich für die Hotellerie entschieden und mein Papa hat gesagt, ja, er würde das unterstützen, aber nicht bei ihm im Betrieb, sondern ich sollte meine Erfahrungen dann woanders machen. Das habe ich dann auch so absolviert, habe dann meine Ausbildung, eine klassische Hotelausbildung gemacht im Saarland, komme gebürtig aus Saarbrücken. Und nach der dreijährigen Ausbildung habe ich natürlich wieder einen Rat von meinem Papa gesucht. Habe gesagt, okay Papa, wie sieht es denn aus? Was hättest du denn an meiner Stelle gemacht? Und ich muss auch sagen, klar, ich war, sage ich mal, meinen Kolleginnen und Kollegen war ich damals auch schon in der Ausbildung ein Stück weit voraus, weil ich die Praxis halt auch schon im elterlichen Betrieb letztendlich durchgeführt habe. Somit fiel mir die Ausbildung wirklich einfach und es ist einfach eine Passion für mich. Und mein Papa hat gemeint, oder er hat mir den Ratschlag gegeben, ja gut, es ist zwar schön, dass dein Ausbildungsbetrieb dich übernehmen möchte, das ist eine Ehre, und nichtsdestotrotz du eine Karriere voranschreiten möchtest, hast du jetzt die Möglichkeit, ins Ausland zu gehen oder eventuell mit einer Selbstständigkeit dir da auch Erfahrung zu sammeln. Und ich habe mich dann tatsächlich für die Selbstständigkeit entschieden und hatte meinen eigenen Laden dann tatsächlich mit 19 Jahren.
- 08:53 Ronald M. Arndt
Ach komm.
- 08:54 Miho Radic
Ja, das in Saarbrücken mitten in der Stadt, war rein F&B, gastwirtstechnisch, 150 Sitzplätze innen, 150 Sitzplätze außen.
- 09:03 Ronald M. Arndt
Okay.
- 09:03 Miho Radic
Und Und auch wieder eine Challenge mit 19 Jahren, große Bürde, viel Investition.
- 09:11 Ronald M. Arndt
Und hast ja gerade mal so eine Firma anmelden können, ne?
- 09:14 Miho Radic
Definitiv, definitiv. Klar, mit Unterstützung vom Papa, ob es jetzt finanziell war oder natürlich auch mit dem Know-how, spielt alles eine große Rolle, keine Frage. Es war ein Pachtobjekt, klar, bei der Größe.
- 09:29 Ronald M. Arndt
Nichtsdestotrotz, wie lange lief so ein Pachtvertrag? Ich meine, mit 19 Jahren, da musst du ja auch schon recht klar eine Birne sein, um zu sagen, das mache ich jetzt mal 5 Jahre.
- 09:35 Miho Radic
Also der Pachtvertrag lief tatsächlich 5 Jahre. Es war ein Anschlusspachtvertrag, wie man das halt so kennt. 3 plus 2, 3 Jahre fix plus 2 weitere auf Option, je nachdem wie erfolgreich der Laden ist. Und ja, ich, also vom Steuerberater, Betriebswirt hat man mir immer davon abgeraten. Man hat gesagt, okay, ist zwar ein guter Standort, Man braucht ein gutes Konzept und ich wäre doch so jung und ob ich mir dann dies zutrauen würde. Und also von 10 Befragten haben mir 9 davon abgeraten. Und das war ganz klar der Punkt, wo ich sagte, okay, ich mache es. Das war, wo ich sage, okay, ich möchte es mir beweisen, ich möchte es allen anderen beweisen. Und tatsächlich, nach, also wie gesagt, nach 3 Jahren, also das Objekt lief sehr, sehr gut, sehr, sehr gut. Und nach 3 Jahren gab es ja die Möglichkeit, noch um 2 weitere Jahre zu verlängern. Und für mich war aber der Weg dann auch dahin zu Ende, weil ich einfach eine Hotelfachausbildung gemacht habe, im Hotel groß geworden bin und ich einfach gesagt habe, okay, ich möchte meine, meine weitere Karriere auch im Hotel fortführen. Trotz der, trotz der Erfolge im Restaurant bin ich dann Schritt weiter und bin dann nach Heidelberg und habe dann dort auch studiert, eine der renommiertesten Hotelfachschulen hier in Deutschland. Und das ist auch so ein Anspruch, sage ich mal, von dem Arbeitgeber, wo ich jetzt bin. Althoff Hotels, hoher Anspruch und der Anspruch liegt auch bei mir, wo ich sage, okay, wenn dann zur besten Hotelfachschule. Ich möchte gerne die beste Ausbildung haben oder Fortbildung. Und so war das dann letztendlich.
- 11:20 Ronald M. Arndt
Und irgendwann ging es dann bis in die Berge, in die Schweiz, nach Gstaad, nach Bad Ragaz.
- 11:25 Miho Radic
Ja, wo die Hotellerie dich irgendwo hinführt.
- 11:28 Ronald M. Arndt
Auch nicht ganz unbekannt sind für Top-Hotellerie.
- 11:30 Miho Radic
Wo die Hotellerie dich irgendwo hinführt. Während der Studienzeit, ich muss auch sagen, ich war nie so der fleißigste Schüler, generell in der Schule als auch im Studium. Ich bin von Natur aus gottgegeben Autodidakt, also ich habe eine hohe Auffassungsgabe und bin auch ein Haptiker. Das heißt, ich schaue mir das an, mir wird das kurz beigebracht und im Endeffekt kann ich es direkt umsetzen. Und so war das auch im Studium und in der Schule. Ich saß im Unterricht oder während während der Vorlesungen. Ich musste kaum zu Hause lernen. Es war alles schon tatsächlich irgendwo im Gehirn gespeichert und habe mir dann auch die Zeit, in der ich quasi lernen sollte, rausarbeiten, schreiben musste etc., habe mir dann tatsächlich dann auch viel, viel Praxiserfahrung gesammelt während der Studienzeit auch. Und ein großes Dank auch an den Direktor der Hotelfachschule in Heidelberg, weil es gab schon das eine oder andere Gespräch aufgrund meiner Fehlzeiten. Ich habe mir aber einen Sinn dahinter gesteckt, indem ich quasi wie ein Schwamm alles aufsaugen wollte in der Zeit, wo ich sagte, okay, ich bin jetzt nicht fest gebunden an irgendeinen Arbeitgeber, an irgendeinen Standort und möchte von den Besten lernen und bin dann auch während der Studienzeit auch immer getravelt und durch Europa und war auch in den besten Häusern deutschlandweit, im Süden auch vorwiegend. Auch im ehemaligen Betrieb von Herrn Marrenbach, unserem jetzigen CEO in Baden-Baden, Brenners, und habe mir dann halt auch von den Besten, ob das Köche waren, F&B-Manager, das Beste halt auch angeeignet, damit ich dann letztendlich, wenn ich dann zurück wieder in die Branche komme als Festanstellung, damit ich quasi dieses ganze Wissen dann letztendlich schon intus habe. War dann auch 3 Jahre in der Schweiz, mein Bad Ragaz im Quellenhof, eins der besten Spa-Hotels in der Schweiz, 2 Jahre in Gstaad. Und das hat mich irgendwo über mein Leben hinweg, hat mich das auch geprägt. Also die ganzen Eindrücke und die ganzen, ich sag mal, Erfahrungen, die ich mit den ganzen Kollegen und Kolleginnen, ob das jetzt im nationalen Bereich war oder im internationalen internationalen Bereich. Und das hat mich dann letztendlich dazu gebracht oder zu dem, der ich heute letztendlich bin. Ich sag mal, alles prägt ja einen, ja. Und all diese Erfahrungen und all das, was ich erleben durfte, natürlich bringt mich zu dem, der ich heute bin, wie ich bin und wie ich letztendlich auch, sage ich mal, die Hotellerie im Jahre 2023 sehe.
- 14:34 Ronald M. Arndt
Also ohne jetzt schon groß auf Urban Loft eingegangen zu sein, ich glaube, wenn bislang noch jemand zuhört und noch nichts mit Hospitality zu tun hatte, wird er spätestens jetzt denken, das wäre doch vielleicht auch was für mich. Also dafür schon mal vielen Dank. Ich glaube, du bist dann ein wahnsinnig guter, inspirierender Botschafter für unsere Branche. Hat der Papa dann immer weniger Rückfragen bekommen, weil du gesagt hast, so, jetzt habe ich es verstanden, wie es läuft?
- 15:04 Miho Radic
Und ja, ich meine, ein Mentor bleibt ja ein Mentor, und das bleibt ja letztendlich ein Leben lang. Und selbstverständlich tauscht man sich immer wieder aus und erfragt Ratschläge und Ideen.
- 15:18 Ronald M. Arndt
Oder hat sich das Bild der Hotellerie irgendwie dann auch irgendwann geändert? Weil er ist natürlich in einer anderen Generation groß geworden. Ja, du schaust eher in die Zukunft. Du möchtest die auch mitgestalten.
- 15:30 Miho Radic
Definitiv. Definitiv. Ich denke mal, ein passionierter Gastronom, ein passionierter Hotelier hat es im Blut und wird es, hat es in den 70er, in den 80er, in den 90er Jahren und würde es auch in den 2000er und im jetzigen Zeitrhythmus dann auch genauso umsetzen. Es geht letztendlich um State of Mind. Das ist ganz, ganz wichtig und das ist auch einer der großen Punkte hier im Urban Love Cologne, State of Mind. Und vieles kann man umsetzen. Natürlich hat sich die Hotellerie verändert, wir haben uns verändert, die Gäste haben sich verändert, die Ansprüche haben sich verändert. Wir leben in einer Zeit, alles schneller, höher, weiter. Das wissen wir und wir sind jederzeit erreichbar. Es ist alles nachvollziehbar, auch durch das Internet, über Google. Also es ist kein Postamt, Postverkehr mehr, sondern E-Mail-Verkehr. Man ist in einem, ich sag mal, einem ähnlich wie einem Hamsterrad. Alles geht viel schneller, alles ist viel transparenter. Und natürlich hat sich alles verändert. Ich würde nicht sagen besser, schlechter. Es ist anders wie früher. Aber wenn die Einstellung damals positiv im Zuge der Hotellerie und Gastronomie war, die Einstellung wird sich auch in der Zukunft nicht ändern. Die Frage ist, wie stellen wir uns generell als Hoteliers oder als Gastronomen vor, oder wie stellen wir uns nach außen hin dar, um tatsächlich, weil du eben auch angesprochen hast, dass ich irgendwo ein Botschafter bin für neue Talente, für Rekrutierung etc. Es ist ein ganz schwerer Markt heutzutage. Ich meine, wenn wir mal sehen, dass bis vor 20, 30 Jahren viele noch eine Ausbildung begonnen haben und heutzutage viele direkt nach dem Abitur oder nach dem Fachabitur direkt anfangen zu studieren, ohne überhaupt einmal Berufspraxis zu schnuppern. Das ist auch, sage ich mal, eine große Herausforderung für unsere Branche. Und dann letztendlich nach, nach einer abgeschlossenen, nach dem abgeschlossenen Studium tatsächlich dann noch eine Gehaltswünsche und natürlich auch Stellenwünsche fordern, die wir uns damals erst erarbeiten mussten. Also die Zeiten haben sich schon geändert, keine Frage. Und wir müssen natürlich mit der Zeit gehen, aber wir dürfen nicht mit der Zeit gehen. Das ist, weil sonst gehen wir mit der Zeit in der Hotellerie. Und ich meine, wir dürfen mit Glück behaupten, dass sich natürlich auch die Tarifssätze jetzt auch in der Hotellerie auch jetzt geändert haben zum Positiven. Auch in Bezug der Auszubildenden. Das weiß ich noch damals, ich hatte 450 Euro im ersten Lehrjahr. Mittlerweile bekommt der Auszubildende über 1000 Euro im ersten Lehrjahr. Also die Art und Weise hat sich schon geändert. Ich sage nicht, dass das monetär ein Anreiz sein sollte für die Hotellerie, aber es ist ein Hilfsmittel.
- 18:40 Ronald M. Arndt
Ja, ich freue mich, dass meine Verbindung zu Althoff, ja, dass auch da meine Reise innerhalb der Althoff-Familie immer weitergeht. Ich war ja schon in Saint-Tropez letztes Jahr beim lieben Robert, der auch irgendwie mit 30 Jahren da runtergekommen ist und seitdem scheinbar nur noch Party macht. Genial, genialer Podcast, auf jeden Fall zu empfehlen. Oder ja, in verschiedensten anderen Häusern, heute jetzt bei Urban Loft für die dritte Marke, korrekt. Und jetzt eben in Köln hier und Berlin. Köln war aber zuerst, ne? Aufgrund dieser— oder Berlin?
- 19:17 Miho Radic
Ja, also—
- 19:18 Ronald M. Arndt
oder gibt es da einen internen Streit drüber?
- 19:20 Miho Radic
Nein, also generell gibt es internen Streit.
- 19:24 Ronald M. Arndt
Okay, ja, muss ja auch geben, oder? In den besten Familien gibt es doch einen Streit.
- 19:27 Miho Radic
Nein, ja, es gibt eventuell eine Meinungsverschiedenheit oder so, ja, aber wir streiten nicht.
- 19:33 Ronald M. Arndt
Gehen wir dann bei einem Kölsch wieder auf.
- 19:34 Miho Radic
So ungefähr, genau. Oder dann in Berlin mit dem Berliner Kindle oder so, ja. Nee, da fahren wir schon die gleiche Spur. Da sind wir schon auf gleicher Wellenlänge. Nee, tatsächlich, das erste Haus Urban Loft der Marke ist in Köln. Tatsächlich, da ist die Wiege der Urban Loft Hotels. Und ja, wir haben im September 2020 haben wir hier eröffnet. Nach einigen, wie man das halt kennt. Es war übrigens meine dritte Hoteleröffnung und ich kannte das ja mit den mit den Verschiebungen und mit den baulichen Herausforderungen und was alles noch für Herausforderungen generell bei Hotelöffnungen entstehen können. Nichtsdestotrotz komplex. Absolut, das ist recht komplex. Nichtsdestotrotz lief das tatsächlich richtig smooth. Also wir haben den Zeitplan leicht verschoben, aber haben dann auch im September 2020 auch eröffnet. War ein toller, toller, toller Eröffnungstag. War natürlich unter der, unter gewissen Einflüssen war das begrenzt durchführbar, weil in der Zeit war natürlich Corona und die Covid-Pandemie. Nichtsdestotrotz war das ein total gelungener Start.
- 21:03 Ronald M. Arndt
Ja, wo sind wir hier? Mitten im Eigelsteinviertel. Die Adresse ist Eigelstein 41, und wir trinken ja heute Kölsch aus noch einem anderen Grund, denn hier hatte die Gaffelbrauerei ihren Ursprung, und schon vor 200 Jahren, soweit ich weiß, waren hier in der Straße so 18 Brauereien und noch viel mehr Schenken. Ansässig. Also besseren Standort, um hier ein neues Gastlichkeitsformat und Konzept zu entwickeln, gibt es eigentlich gar nicht.
- 21:38 Miho Radic
Nee, definitiv. Also nachweislich ist seit 1300 wurde hier tatsächlich Bier gebraut. Und wie du es auch erwähnt hast, seit über 300 Jahren war dann letztendlich die Gaffel dann auch hier ansässig. Und als die Ausschreibung kam, war für uns auch ganz klar, dass das birgt auch unser Konzept mit, aber zu dem Konzept kommen wir dann auch nachher. Aber dass wir natürlich halt auch die Historie auch leben lassen im Urban Loft, was ja für uns ganz, ganz wichtig ist. Und dementsprechend mit der Privatbrauerei Gaffel sind wir sehr, sehr eng verbunden und spielen das auch letztendlich sehr viel hier im Urban Loft Cologne, weil Kölsch an sich ein Naturbräu hier in Köln ist und natürlich auch irgendwo ein Wiedererkennungswert und Marke ist in Köln. International ist Kölsch halt einfach überall bekannt. Und unsere neueste Kooperation mit Gaffel wäre zum Beispiel auch das Gaffelroom, das wir neu gestaltet haben. Gaffel an sich hat eine Gaffel Gaststätte, eine der historischsten, direkt vor dem Kölner Dom. Und unser Gaffelroom wurde quasi so aufgebaut, dass quasi das Gaffel am Dom mit der Theke und all den Faszinationen, was dieses Brauhaus tatsächlich ausmacht, das haben wir dann versucht, alles so in das Zimmer zu implementieren. Mit schöner Aussicht auf den Kölner Dom. Also ist definitiv eine Reise wert in Irmloch-Kolon und sich das einmal, das Gaffelzimmer anzugucken.
- 23:31 Ronald M. Arndt
Gibt es jetzt schon?
- 23:32 Miho Radic
Das ist schon ready.
- 23:34 Ronald M. Arndt
Da muss ich gleich nachher nochmal rein. Ich finde es schade, dass du mir das nicht gegeben hast.
- 23:38 Miho Radic
Das war leider schon gebucht. Und da du ja als Gast da bist und wir auch natürlich irgendwo auch finanziell Hat natürlich eine andere Rate gezahlt.
- 23:53 Ronald M. Arndt
Jetzt habe ich gedacht, und vielleicht kommt es ja noch, dass irgendwann noch die Straße aufreißt und so eine Pipeline legt dann vom Gaffelhaus direkt ins Gaffelroom.
- 24:01 Miho Radic
Ja, das ist tatsächlich eine berechtigte Frage, und zwar die bekommen wir auch von unseren Gästen mit, wenn sie dann die Geschichte erfahren, dass hier früher das Gaffel gebraut wurde, fragen die immer noch, ob die Kupferkessel dann unten noch im Keller sind und ob wir eine Standleitung haben zu Gaffel. Tatsächlich nicht mehr. Es wurde komplett grundsaniert, das Haus. Nichtsdestotrotz jederzeit frisches Kölsch zu haben. Aber wäre eine coole Aktion gewesen.
- 24:32 Ronald M. Arndt
Ja, ich glaube aber trotzdem, es hat Sinn gemacht, die Kessel rauszunehmen, denn es wurde ja Platz geschaffen für sehr viel Neues. Ihr habt ein Gym beispielsweise hier im Haus. Und allerhand weitere Annehmlichkeiten. Nicht zuletzt auch hier dieses Rondell mit dem offenen Kamin, wo wir jetzt gerade sitzen. Ihr bezeichnet das ja als lockeren Luxus, und als solchen habe ich ihn jetzt auch vernommen während meines Aufenthalts. Sag mal noch so 2, 3 Sachen. Klar, die Dachterrasse, da war ich vorher drauf. Das ist Luxus.
- 25:07 Miho Radic
Die ist schön, ne?
- 25:08 Ronald M. Arndt
Die ist schön, ja.
- 25:11 Miho Radic
Die ist nicht nur schön, die ist tatsächlich auch selten.
- 25:17 Ronald M. Arndt
So eine kleine Gaffelhütte ist da oben drauf.
- 25:18 Miho Radic
Korrekt, korrekt, korrekt.
- 25:20 Ronald M. Arndt
Das ist aber nicht der Gaffelroom, oder?
- 25:21 Miho Radic
Nee, das ist nicht der Gaffelroom. Der ist eine Etage tiefer. Und das ist schön, dass du das auch erwähnst, dass du während deines Aufenthalts, und du bist ja erst gestern Abend erst eingecheckt, dass du sehr, sehr viele Wiedererkennungswerte auch vorgefunden hast.
- 25:38 Ronald M. Arndt
Das ist ja das, da ist die Althoff-Handschrift dann doch und der Luxus definitiv auch hier zu vernehmen.
- 25:44 Miho Radic
Definitiv. Und ja, wir haben nicht nur, ich sage mal, hier das schöne Rondell, das wir unseren Gästen anbieten, oder oben unsere Rooftop-Area, die sehr selten ist in Köln. Was wir auch jetzt geplant haben, im späten Frühling, Anfang des Sommers wird die komplette Rooftop-Area komplett noch mal erneuert, wird ein mit einer Lounge-Atmosphäre geschaffen. Und was für uns ganz wichtig ist, was halt letztendlich Urban Loft auch ausmacht: Wir wollen keine exklusiven Räume, wir wollen keinen exklusiven Space haben. Wir wollen gerne alle mit dazu einladen, diesen Vibe zu spüren und natürlich auch diese Atmosphäre zu genießen. Und das ist, glaube ich, eins unserer Kernthemen im Urban Loft. Und ich glaube, das spiegelt sich auch im Namen Urban Loft dann letztendlich auch wider. Weil ich meine, klar, wir sagen immer, sure, we have beds, ja, das ist quasi ein Extra, das wir anbieten, keine Frage. Aber wir haben in unserem Namen auch schon kein Hotel mit eingebunden. Weil ich meine, ich als Hotelier kenne, das kennst du wahrscheinlich auch, ich meine, dass allein der Begriff Hotel ist ja irgendwo schon eine Schwelle für für jeden Passanten, für jeden Gast, wo man sagt, okay, ist man gut genug angezogen? Hat man das gewisse Kleingeld im Portemonnaie? Und diese Schwelle wollten wir einfach nehmen. Wir wollen, wir wollen und wir sind auch ein Teil der Nachbarschaft und wir sind quasi ein Miteinander. Das heißt, wir wollen natürlich, dass Passanten, Touristen, natürlich aber unsere Hotelgäste, unsere Corporates, dass die sich miteinander vernetzen, verbinden und dass die halt auch ihre Zeit hier auch miteinander verbringen und eine schöne und nette Geselligkeit hier haben. Ob das jetzt ein Kölsch ist, wir müssen nicht immer, sage ich mal, auf alkoholische Produkte eingehen, ja, sonst machen wir zu viel Werbung. Aber es geht ja um das Miteinander, ja. Und ich glaube, ich glaube, in der heutigen Zeit generell mit den sozialen Medien haben wir uns entfremdet, und das wollen wir irgendwo vermeiden, sondern wir wollen uns eigentlich verbinden. Ja, im natürlichen Sein. Und das bieten wir hier im Urban Loft. Und genau das haben wir dann auch in unserem Konzept auch eingebunden. Man kennt das ja auch von früher, dass man Minibars in den Hotelzimmern hatte und, und, und. Und alles das findet bei uns hier, wie du es auch gesagt hast, im Loft statt. Wir nennen das extra nicht Lobby, sondern Loft. Das heißt, du hast hier 12 Stunden am Tag von 11 bis 23 Uhr hast du Free Water and Coffee. Du hast einen Kiosk hier, du hast eine Local Coffee Bar. Auch wieder eine Kooperation mit einem lokalen Partner. Chamont, das ist die älteste Kaffeerösterei hier. Also alles Punkte, wo wir sagen, hey, wir wollen ein Netzwerk sein für all die, die auch netzwerken möchten. Aber wir wollen natürlich auch ein Mittelpunkt sein für die, die auch gerne mal, sage ich mal, zu Hause alleine sind und auch mal hier im Loft mal Coworken wollen, auch ohne weitere Kosten. Also wir sind ein, sage ich mal, neuerdings Place to be in Köln. Hey, komm rein, fühl dich wohl und sei herzlich willkommen.
- 29:14 Ronald M. Arndt
Ja, sind jetzt 2 Gedanken, also die du bei mir angeregt hast, wo ich mir sicherlich noch einen Kopf zu machen werde. Das eine war der Begriff des Hotels, und ist ja wirklich so, du kriegst so deine Check-in-Zeit 15 Uhr geschickt und im gleichen Zuge Check-out-Zeit. 11 Uhr, so ein in sich geschlossener Aufenthalt. Ich darf irgendwann kommen, muss aber auch irgendwann wieder gehen. Und das haltet ihr eben nicht, weil ihr setzt auf Geselligkeit auf einem öffentlichen Ort, ganz gezielt natürlich auch mit solchen Ecken, ob es jetzt hier unten das Rondell ist oder die Dachterrasse, auf Öffentlichkeit im Loft. Das passt ja sehr gut hier in diese Straße rein. Die eben immer schon und früher für ihre Schenken bekannt ist. Schenken, Kajüten, Schenken, Kajüten, Kajüten. Aber passt nicht zu Köln.
- 30:04 Miho Radic
Ja, Kajüte ist gegenüber.
- 30:07 Ronald M. Arndt
Da muss ich noch mal weiterlaufen. Und der andere Gedanke, du sagst, wir haben uns ein bisschen entfremdet in Bezug auf Social Media. Ja, stimmt. Ja, logisch, sehe ich auch so. Das heißt, wir legen da so Layers drüber und blablabla und erzählen die Geschichte hier und dort.
- 30:28 Miho Radic
Wir sind zwar nah mit Social Media, indem wir immer miteinander verbunden sind, aber physisch haben wir uns entfremdet.
- 30:36 Ronald M. Arndt
Aber physisch macht es eigentlich mehr Spaß, wieder so ein bisschen auf deinen Vater zurückzukommen, auf die Art von Gastlichkeit, wo halt der Gastgeber, der Host, wie es bei euch heißt, du bist der Host, Miho. Nah am Gast ist. Und ja, das macht am Ende den Unterschied.
- 30:55 Miho Radic
Definitiv. Ich meine, auch das Konzept wäre also an sich meine Position, der Host, der Gastgeber, ist ja schon mal noch mal was anderes, wie sagen, okay, ich stelle mich vor als Hotelmanager.
- 31:09 Ronald M. Arndt
Ja, und wieder Hotel drin.
- 31:12 Miho Radic
Genau, das ist das wieder. Und, und Genauso sehen wir das auch, sage ich mal, mit unseren Kolleginnen und Kollegen, die mit uns zusammenarbeiten. Und auch unser Open Space. Wir sitzen jetzt hier in dem Modell. Wir haben aber jederzeit einen Einblick in alle Ecken des Lofts. Man ist irgendwo immer mittendrin. Und das ist genau das Schöne. Und wir nennen, sage ich mal, unseren Ob die wie damals die Rezeption, nennen wir nicht Rezeption, das ist der Hospitality Desk. Also an sich, ja, wir sind komplett digital aufgestellt. Wir haben eine Digital Journey. Bei uns kann der Hotelgast mit seinem Smartphone einchecken, der kann zum Check-in-Terminal, der kann aber auch jederzeit zu unserem Kollegen oder zu unserer Kollegin analog einchecken. Was wir uns gerne wünschen, worauf wir auch noch arbeiten, weil ich sag mal, Wir sind, sage ich mal, von unserem Sein sind wir noch nicht so weit, komplett digital aufgestellt zu sein. Das sehen wir ja in allen, allen Kategorien unseres Lebens. Da sind wir eigentlich noch nicht so weit. Aber wir legen den Weg vor, wir legen den Weg vor. Das heißt, hey, bei uns kann der Gast alles digital erledigen. Er muss es nicht, er darf es. Wir helfen gerne. Und der Hospitality Desk oder der Kollege oder die Kollegin, die dort zur Verfügung steht, die sollte eigentlich oder ist in dem Punkt auch der Host. Hey, was kann ich denn tun in Köln? Hey, was gibt es denn für Informationen? Was kannst du mir denn empfehlen? Kann ich mir ein Fahrrad ausleihen? Was sind denn die besten Fahrradstrecken? Wo kann ich heute Abend essen gehen? Wie sieht es denn aus? Und, und, und, und dahin wollen wir. Wir wollen die Gäste mitnehmen und nicht außen vor lassen. So wie du es beschrieben hast, um 15 Uhr ist Check-in und um 11 Uhr ist Checkout und dann bist du für dich allein gesetzt und dann kannst du tun und lassen, was du willst. Und irgendwo, wenn man dann irgendwo neu in der Stadt ist, ist man dann auch irgendwo verloren. Man geht dann trotzdem hin und sagt, okay, gibt es eine Stadtkarte und, und, und, und, und diesen Schritt, den wollen wir entziehen und sagen, okay, wir gehen zu den Gästen hin, wir gehen zu unseren Freunden, zu den Nachbarn hin und sagen, hey, wie sieht es denn aus? Hättet ihr denn Lust? Möchtet ihr denn? Und, und, und.
- 33:34 Ronald M. Arndt
Vorher hast du gesagt, also Familie Becker, Gaffel hat sich entschieden rauszugehen hier aus dem Eigelstein. Es gab eine Ausschreibung, Althoff ist drauf eingegangen. Ist Althoff dafür bekannt, dann so eine Immobilie zu kaufen, oder wird die gemeinsam entwickelt und dann gepachtet?
- 33:53 Miho Radic
Das ist so eine gute, berechtigte Frage. Ich glaube, ich bin da jetzt in dem Fall, bin ich der falsche Ansprechpartner. Ja, ich meine, Deswegen sage ich, okay, hiermit bleibe ich bei meinen Leistungen. Ich kann dir alles über das Urban Loft erzählen und wie unser Vibe ist und was wir alles anbieten können. Development und alles drum und dran.
- 34:18 Ronald M. Arndt
Gut, bleiben wir beim Development. Was gibt es denn da schon zu sagen? Jetzt habt ihr einen Standort in Berlin und in Köln. Wie groß ist der Hunger?
- 34:27 Miho Radic
Der Hunger unsererseits oder der Hunger der Gäste, die danach verlangen, weitere Urban Loft zu besuchen?
- 34:34 Ronald M. Arndt
Welche Gäste haben denn schon wo nach einem Urban Loft gefragt?
- 34:38 Miho Radic
Ja, also die Gäste, die bei uns beherbergt wurden und bei uns Gast waren, als auch in Berlin, selbstverständlich fragen die auch nach, hey, in welchen Städten seid ihr denn noch vorhanden? Und dann sieht man, dass der Hunger nach so einer Gastlichkeit, nach so einem Vibe und nach so einem Produkt sehr nachgefragt ist. Ja, und also ohne jetzt zu spoilern, weiß ich, dass—
- 35:07 Ronald M. Arndt
Dafür ist der Hotel-Podcast ja auch da.
- 35:10 Miho Radic
Ja, genau. Es sind weitere Urban Lofts in Planung, weitere Standorte, soweit ich das auch gehört habe. Bin natürlich nicht im Development. Man wird natürlich nach Empfehlungen, Meinungen gefragt. Was kann man denn verbessern? Oder wo sieht man denn Urban Loft in 5 Jahren? Und, und, und. Und also es sollte europaweit sein, größtenteils deutschsprachig. Man könnte sich Österreich, man könnte sich Schweiz vorstellen, dann deutschlandweit. An sich Urban Loft kann man fast in jeder urbanen Großstadt letztendlich wiederfinden. Ja, das ist, und die Marke ist ja so aufgebaut, dass man sagt, okay, Urban Loft, das ist 20% die Dachmarke und 80% ist es die lokale Marke. Also wir sind hier Urban Loft Cologne, also spielt hier 80% Cologne einen Faktor. Ob das die Supplier sind, unsere Künstler, die wir einmal im Quartal aushängen. Momentan ist der Daniel Lison, da hatten wir die Vernissage jetzt zum 15.03.
- 36:24 Ronald M. Arndt
Das heißt, der Daniel darf dann, weil ich sehe da überall Kunst, auch hier wieder lockerer Luxus. Ist denn alles vom Daniel oder in dem Moment?
- 36:34 Miho Radic
In dem Moment korrekt. Also es ist ja einer unserer Brand Identifier, dass wir sagen okay, und das sind auch irgendwo auch die Werte der Althoff Hotels. Sehr kunstaffin, ja, immer einen Bezug zur Kunst haben, zur Kreativität und anders wie das, sage ich mal, in den regulären Hotels ist. Wir kennen ja, in jedem Hotel hängt ja irgendwas von irgendjemandem, aber das ist sehr statisch. Dann hängt irgendwas, aber das hängt dann für 20 Jahre.
- 37:06 Ronald M. Arndt
Genau.
- 37:07 Miho Radic
Und das ist Irmloff nicht. Das ist nicht unser Konzept. Das ist nicht unser State of Mind, sondern wir wollen uns verändern und wir wollen nicht statisch sein. Wir wollen dynamisch sein. Wir wollen unseren Kunden, Gästen, aber auch natürlich unseren Kolleginnen und Kollegen, die hier arbeiten, immer wieder eine neue Atmosphäre schaffen. Und das ist ja das Coole daran. Und indem wir sagen, hey, jedes erst, also jedes Quartal oder jedes zweite Quartal, je nachdem wie erfolgreich eine Vernissage ist, laden wir Künstler ein, indem wir sagen, okay, hey, das ist euer Schauspiel, euer Stellplatz und ihr dürft euch frei entfalten. Also komplett borderless. Also wir sind komplett offen und und Free Mind gesettelt. Das heißt, wenn der Künstler sagen würde, ich würde gern an der Decke irgendwas platzieren und das würde einen Wow-Effekt geben, wären wir die Letzten, die sagen, ja, nee, und das würden wir so nicht unterstützen, sondern im Gegenteil, wir sagen, coole Idee, ist mal was Neues, lass uns das noch mal probieren.
- 38:11 Ronald M. Arndt
Auch auf diese Art und Weise holt ihr natürlich die Nachbarschaft ins Haus. Schlau. Kluger Ansatz. Auch interessant die Aussage 20% Dachmarke, 80% Cologne. Ich glaube sogar hier ein Name in der Brand steht da 50668 Cologne, wahrscheinlich die Postleitzahl.
- 38:30 Miho Radic
Korrekt.
- 38:32 Ronald M. Arndt
Habt ihr damit reingepackt. In Berlin natürlich entsprechend anders. Und da habe ich mich jetzt aber nicht getraut vorbeizugehen. Ich glaube, irgendwie sogar ein Tattoo könnte man sich hier abholen. Mit der Postleitzahl wahrscheinlich.
- 38:47 Miho Radic
Mit der Postleitzahl tatsächlich. Ja, wir haben—
- 38:51 Ronald M. Arndt
dann kriegt man auch das Gaffelzimmer irgendwann.
- 38:53 Miho Radic
So sieht es aus.
- 38:54 Ronald M. Arndt
Und auch das Gaffellogo.
- 38:56 Miho Radic
Man könnte sich auch so ein Gaffel-Kölsch tätowieren lassen. Wäre auch ganz schlecht.
- 39:00 Ronald M. Arndt
Jetzt kenne ich die Kriterien fürs Gaffelzimmer.
- 39:04 Miho Radic
Ja, also mit den Annehmlichkeiten, die wir hier im Urban Loft anbieten, ob das die Coworking ist, ob das jetzt Betten sind zum Schlafen, ob das jetzt—
- 39:15 Ronald M. Arndt
Betten habt ihr auch?
- 39:15 Miho Radic
Betten haben wir auch, ja. 213 Zimmer übrigens. Nach der Zimmerzahl hast du ja noch gar nicht gefragt. So groß ist das. Von außen sieht man das gar nicht.
- 39:24 Ronald M. Arndt
Sieht man von außen nicht. Als ich da so gestern Abend davor stand, cool fand ich, dass ihr auf jeden Fall noch diese, wie nennt man denn die Steine, diese Backsteine, Backsteine, die habt ihr wahrscheinlich neu verbaut. Das ist halt nicht die alte Fassade.
- 39:38 Miho Radic
Das ist angelehnt an die alte Fassade, sind aber den—
- 39:43 Ronald M. Arndt
aber ich cool. Ja, das ist für mich halt Köln.
- 39:46 Miho Radic
Absolut, absolut. Ja, immer noch, wie gesagt, das Historische mit einbinden, aber eben im neuen Faktor.
- 39:54 Ronald M. Arndt
Und was hat das mit dem Tattoo-Studio auf sich? Weil ich glaube, es ist auch so eine Fläche, die immer wieder durchwechselt, oder?
- 39:59 Miho Radic
Korrekt, korrekt. Also wie gesagt, zu den Coworkings und all dem, was wir alles anbieten. Und in Betten haben wir auch einen Pop-up-Store, den wir auch natürlich immer wieder neu bespielen. Ja, und da suchen wir lokale, nationale Supplier, Partner, wo wir sagen, okay, wir trauen uns was, wir bieten was an. Und es ist immer wieder was Neues, auch für, sage ich mal, unsere Corporate-Gäste, die jede Woche zu uns kommen und sich hier auch wohlfühlen und die dann im Wechsel dann alle 3 Monate mal wieder was Neues erleben. Und in dem Pop-up-Store, wir haben damals mit einem Unverpacktladen angefangen, was ja auch irgendwo ein Brand Identifier vom Urban Loft ist. Sustainability, Nachhaltigkeit, das war uns ganz wichtig, dass wir das auch mit nach vorne bringen. Und das ist jetzt der 5. Partner, den wir jetzt drin haben, und wir haben uns auch über Wir machen uns ja auch unsere Gedanken und wir schauen ja auch, sage ich mal, über den Tellerrand hinaus und sagen dann okay, oder überprüfen dann okay, was gibt es denn eigentlich so noch nicht in den regulären Hotels? Weil wir wollen ja nicht nur sagen, wir sind anders, wir wollen tatsächlich anders sein.
- 41:21 Ronald M. Arndt
Ihr wollt auch zeigen, was es hier so in Köln und hier in eurem Viertel eben gibt.
- 41:24 Miho Radic
Absolut.
- 41:26 Ronald M. Arndt
Da seid ihr einfach die perfekte Plattform, so ein Eichelstein. Das ist jetzt so meine, ich meine, da war ich jetzt, als ich damals in Köln war, auch noch nicht in Anführungszeichen freiwillig unterwegs. Aber hier tut sich was. Ja, das hat ja einfach einen Türöffner.
- 41:40 Miho Radic
Definitiv. Also mit dem Hotelbau und der Hoteleröffnung und natürlich der jetzt mittlerweile zweieinhalb Jahren Eröffnung des Hotels hat sich das Veedel wertiger. Ja, das sagen, also das kriegen wir auch durch unsere Nachbarschaft mit. Und also der Standort an sich ist ja, ist ja Luxus pur, muss man wirklich sagen. Also man hat ja fußläufig, hat man den Kölner Dom in 200 Metern, man ist in 150 Metern am Hauptbahnhof, man ist in der Innenstadt in 250 Metern. Und an sich ist es ja eigentlich, sage ich mal, im Vorort, also oder Vorplatz von dem ursprünglichen Köln. Weil die Torburg, die Eigelstein-Torburg, liegt ja circa 300 Meter vom Urban Loft entfernt. Und früher war das ja so, dass quasi Kneipen, Prostitution und all das, was so ein bisschen, sage ich mal, verrucht war, es hat immer vor den Stadttoren einer Stadt stattgefunden. Und das ist quasi dieser Vorort, zum Stadteingang von der Stadt Köln gewesen. Und mittlerweile ist es ein wirklich, wirklich sehr attraktives Viertel, ein sehr innovatives Viertel. Natürlich spielt da auch die Stadt Köln auch mit eine Rolle. Bis vor 2 Jahren war die Straße komplett befahrbar. Mittlerweile ist sie nur noch teilweise befahrbar, einspurig. Und in 2 Jahren soll sie komplett nur noch mit Fußgängern und mit Fahrrädern zu betreten sein. Und es werden viele neue Konzepte mitentwickelt hier im Veddel.
- 43:23 Ronald M. Arndt
Wir haben, ich glaube, das ist eine Riesenchance für so eine Stadtteilentwicklung, den Verkehr da zu beruhigen oder ganz rauszunehmen mit der Zeit.
- 43:31 Miho Radic
Und man war mir gestern natürlich, ja stimmt, und man sieht das ja, sage ich mal, in Großstädten wie in Berlin, dass Viertel, Quarter, die früher sehr negativ behaftet waren, immer mehr zu Szenevierteln werden. Und genauso entwickelt sich auch hier das Eigelsteinviertel tatsächlich zu einem Szeneviertel. Und ich glaube, genau das und mit natürlich der Eröffnung von Urban Love Cologne ist das halt eine totale Wertigkeit für die Stadt Köln, für die Nachbarschaft und natürlich auch für Touristen, die dann letztendlich nach Köln kommen. Weil sie natürlich zwei Seiten sehen. Die sehen immer noch das Ursprüngliche. Wie war es und was macht Köln letztendlich aus? Aber die sehen natürlich auch die Entwicklung. Okay, was, was, was, was, was passiert hier und bekommen das hautnah auch letztendlich mit.
- 44:28 Ronald M. Arndt
Auch ganz spannend und auch für die Stadt natürlich interessant, so ein Urban Lofts als Kooperationspartner zu nehmen, um so ein Stadtviertel wieder einfach in neuem Glanz erscheinen zu lassen. Ja, das seid ihr wirklich Treiber einer positiven Entwicklung.
- 44:45 Miho Radic
Ja, also so gehen wir auch an den Start. Also wie wir auch mit Köln Tourismus oder mit dem Musical Dome und natürlich Köln ist eine Medienstadt, ganz klar. Ob das jetzt, egal, ich brauche jetzt keinen Sender zu nennen. Ja, die Sender kennen wir, die in Köln ansässig sind, mit denen kooperieren wir sehr, sehr stark. Und natürlich mit der Eröffnung Urban Loft und aber natürlich auch mit der Historie Althoff Hotels, die kein unbeschriebenes Blatt in Köln ist. Es ist eine Marke. Versuchen wir natürlich, den Standort Eigelstein, die Marke Urban Loft, aber natürlich auch das Unternehmen natürlich quasi nach vorne zu bringen. Und das bringt der Stadt was, das bringt der Nachbarschaft was, das bringt uns was. Und am Ende ist es eine Win-win-win-win-Situation.
- 45:36 Ronald M. Arndt
Absolut. Mio, mein, das Problem bei dem Kölsch, das ist so klein.
- 45:39 Miho Radic
Ah ja, das stimmt. Ja, aber für Nachschub ist gesorgt.
- 45:45 Ronald M. Arndt
Da würde ich auch sagen, gehen wir bald mal zum Nachschub über. Ja, ich habe mich jetzt mal richtig gefreut, dich als Mensch, als Person, als Host mit Leib und Seele kennengelernt zu haben. Dann neu kennengelernt zu haben, eine neue Marke aus der mir so liebgewonnenen Althoff-Gruppe, eben hier die Urban Lofts. Wünsche euch da und dem ganzen Team und Althoff alles, alles Gute für die weitere Entwicklung. Als ich vorher fragte, wie viel Althoff steckt denn drin, musste ich natürlich auch noch an das Weingut Schloss Ortenberg denken. Es gibt ja hier nicht nur Kölsch, sondern auch diese Ortenberg-Verbindung im Andreas Schmidt. Da muss ich übrigens auch mal vorbei, vielleicht mal so einen kleinen Wein-Podcast noch aufmachen, kurz davor.
- 46:35 Miho Radic
Schön, dass du das Weingut ansprichst.
- 46:40 Ronald M. Arndt
Und auch das ist ja auch dieses Unternehmerische bei Althoff.
- 46:44 Miho Radic
Definitiv, definitiv.
- 46:45 Ronald M. Arndt
Warum jetzt ein Weingut? Das kam damals, glaube ich, gerade mit dem Hotel-Podcast begonnen, beim Ulrich Schwer damals noch im Schlossgarten Stuttgart. Erstmal umgebaut wird. Aber da hatten wir dann eine gute Pulle Ortenberg auf dem Tisch und sind zum Bier übergegangen hier.
- 47:01 Miho Radic
Ja, aber wir können ja, ja, Bier auf Wein lass es sein und Wein auf Bier, von daher haben wir alles gegönnt dir. Genau, das ist alles. Also wir können ja gerne gleich zu den Ortenberg-Weinen gehen, weil es gibt eine nette Geschichte dazu, genauso wie wir die Kooperation jetzt, sage ich mal, mit Gaffel und Gaffel Kölsch. Du siehst ja, wir haben ja ein Craft Beer von Urban Loft.
- 47:23 Ronald M. Arndt
Da steht sogar Urban Loft auf der echten Gaffelflasche.
- 47:26 Miho Radic
Korrekt. Und genau diese Kooperation wollen wir dann auch letztendlich mit unseren Partnern auch im Urban Loft durchführen. Wir haben 3 Cuvées vom Weingut Schloss Ortenberg, wo wir auch im Urban Loft anbieten. Die Weine nennen sich Yeah.
- 47:43 Ronald M. Arndt
Okay.
- 47:43 Miho Radic
Ja, auch mal was Neues.
- 47:45 Ronald M. Arndt
Mal kurz verstehen. Yeah? Einfach nur, ja, ja, ja, ja, ja, ja.
- 47:50 Miho Radic
Also wir haben die nicht ursprünglich genannt, es ist, es ist ein Riesling oder es ist, es ist ein Cuvée aus Chardonnay und Müller-Thurgau, sondern die, die Weine nennen sich Jair. Die gibt es in Cuvée Rot, in Cuvée Weiß und Cuvée Rosé Ausführung, ja. Und die werden nur in den Urban Lofts auch angeboten. Also es sind speziell kreierte Cuvées, vom Weingut Schloss Anberg, natürlich von unserem Unternehmen, wo wir dann im Urban Loft tatsächlich dann auch spielen. Gibt es auch bei uns an der Bar.
- 48:22 Ronald M. Arndt
Aber es ergänzt ja perfekt deine Auffassung von Gastlichkeit.
- 48:25 Miho Radic
Absolut, absolut.
- 48:26 Ronald M. Arndt
Und mit deinem Gastro-Background, also was willst du mehr? Super, Miho, besten Dank für den gemeinsamen Hotel-Podcast. Und ja, halten wir die Regel doch ein, oder? Wein auf Bier, das gönne ich dir. Alles Gute euch weiterhin.
- 48:44 Miho Radic
Vielen, vielen Dank. Ich muss natürlich sagen, im Namen des gesamten Teams und den Althoff Hotels vielen Dank für die Einladung. Als die Anfrage kam, war nicht lange zu überlegen. Wir haben gesagt, klar, machen wir, sind wir super gerne mit dabei. Und wir haben uns gestern leider kurz verpasst, da hattest du einen Außer-Haus-Termin. Aber umso freudiger war, wie gesagt, die Begrüßung heute Morgen. Und ich bin froh, dass du das machst. Und wie gesagt, für dich alles Gute mit deinem Unternehmen und Podcast. Vielleicht komme ich ja irgendwann mal auf dich zurück bezüglich Maßhemden. Wer weiß, ob du da noch Kontakt hast. Aber was für mich wichtig ist, mein—
- 49:25 Ronald M. Arndt
da kommen alte Gefühle auf. Ja, wenn mich in Köln einer nach Maßhemden fragt, ich hoffe, da wartet keiner mehr auf seine Bestellung.
- 49:31 Miho Radic
Ach so, ja. Was für mich wichtig ist, weil du auch gefragt hast, ja, wie sieht es denn aus mit mit neuen Talenten und neuen Bewerbern und wie stellt ihr euch da auf? Ich glaube, sowas, wo wir sagen, okay, also das, was du machst, finde ich einfach klasse, weil ich meine, heutzutage muss man, ich sag mal, die jungen Menschen auch anders abholen. Ich meine, es gibt natürlich gedruckte Zeitschriften, Flyer etc. Natürlich gibt es unsere Social-Media-Kanäle, die wir alle kennen, wo wir den ein oder anderen Reel auch spielen können, was auch nett ist. Aber wenn sich ein junges Talent auch, ich sag mal, von, sage ich mal, mittelalten Hasen, wie wir es sind, ja, das ein oder andere auch mal nachhören kann, ne, finde ich das echt klasse. Und ich glaube, das wertet unsere Branche letztendlich auf. Und mach weiter so und wünsche viel Erfolg dabei.
- 50:37 Ronald M. Arndt
Genau deswegen mache ich das. Explore Hospitality.
- 50:40 Miho Radic
Korrekt.
- 50:40 Ronald M. Arndt
Danke dir. Danke. Alles Gute.
- 50:42 Miho Radic
Ciao.
- 50:43 Ronald M. Arndt
Ciao. Ciao.