Wo Augenblicke zu Erinnerungen werden
Aufgenommen: Kö59, Düsseldorf
Germany36 Min Das Video kommt von YouTube und lädt erst, wenn du auf Abspielen klickst.
„Meine Idealvorstellung ist, der Gast kommt bei uns rein, kann sein Gehirn ausschalten, braucht nicht mehr nachdenken, denn den Rest machen wir für ihn.“
Daniela Danz, 07:14
Daniela Danz führt seit gut einem Jahr das Kö59 in Düsseldorf, das frühere InterContinental, das unter der Hommage Luxury Hotels Collection neu eröffnet wurde. Sie erklärt, wie die Marke einen Rahmen setzt und die sechs Häuser ihn individuell füllen, und was es braucht, damit knapp 150 Mitarbeitende dieselbe Haltung gegenüber dem Gast leben. Außerdem geht es um ihren Weg über Kempinski, Rocco Forte und Jumeirah, das Restaurant mit Björn Freitag und die neue Bar The Golden.
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Kernaussagen
- Rahmen und Bild: Die Marke gibt Parameter und Strukturen vor, das Bild füllen die einzelnen Hotels selbst. Deshalb kann das Haus individuell auf Wünsche reagieren und eigene Angebote schnüren.
- Ein Jahr im Kö59: Das Haus hat am 1. Februar des Vorjahres als Kö59 eröffnet, Danz stieß am 1. Mai dazu. Vorher war es das InterContinental, das CEO Jörg T. Böckeler damals selbst als General Manager geführt hat.
- Größe des Hauses: 287 Zimmer, 14 Veranstaltungsräume und ein Ballsaal mit 760 Quadratmetern, dazu knapp 150 Mitarbeitende und externe Partner im Housekeeping. Von Montag bis Donnerstag dominiert Business, am Wochenende Leisure.
- Mitarbeiter empowert: Jeder darf eigene Entscheidungen treffen, ohne Absegnung durch sie oder das Executive Team. Wenn ein Mitarbeiter weiß, dass ein Gast Geburtstag hat und Cheesecake mag, soll er das umsetzen.
- Vorlieben der Stammgäste: Das Haus weiß, was Stammgäste gerne essen und trinken, bis zum Wasser mit oder ohne Kohlensäure. Beim zehnten Aufenthalt wird nicht wieder nachgefragt.
Shownotes zur Episodeaus dem Podcast-Feed
Heute führt mein Weg nach Düsseldorf zu Daniela Danz. Seit gut einem Jahr führt sie nun schon das Hotel Kö59, inmitten der berühmten Prachtmeile Königsallee gelegen.
Ihr bisheriger Weg ist beachtlich: Kempinski Hotels, Deutsche Hospitality, Rocco Forte Hotels, Jumeirah Hotels & Resorts und jetzt die erst im Jahr 2018 ins Leben gerufene Hommage Luxury Hotels Collection. Klar, dass sie mit den höchsten Ansprüchen ihrer Gäste umzugehen weiß, aber wie überträgt man diese Haltung auf das gesamte Team von mehr als 150 Mitarbeitenden?
Es mag Zufall sein, dass sich Jörg T. Böckeler vor Ort ebenfalls bestens auskennt. Immerhin hatte er hier selbst einmal das Sagen. Heute kümmert er sich bekanntlich um das Große und Ganze bei den Dorint Hotels & Resorts.
Mein Besuch in der rheinischen Metropole macht definitiv Appetit auf mehr: Hotel Nassauer Hof Wiesbaden, Parkhotel Bremen, Grand Tirolia, Söl'ringhof und Maison Messmer Baden-Baden, ich komme!
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Transkript öffnenTranskript schließen36 Min · Ronald M. Arndt und Daniela Danz
Automatisch transkribiert mit AssemblyAI, Sprecher automatisch zugeordnet. Nicht redigiert.
- 00:05 Daniela Danz
Zum Wohl!
- 00:07 Ronald M. Arndt
Dankeschön. Gestern Abend waren es noch Kölsch, da war ich noch auf dem Rhein unterwegs. Heute gibt es hier wohl kein Kölsch in Düsseldorf, sondern das Altbier. Das Altbier, ja, schon mal gehört. Aber ich bin jetzt gerade ab und an in Düsseldorf und freue mich. Heute Sie endlich mal persönlich kennenzulernen, Frau Vette, und natürlich auch im Kö 59 zu sein. Sagt ihr eigentlich 59 oder sagt ihr—
- 00:34 Daniela Danz
Ich wollte es gerade sagen, wir sagen Fifty Nine.
- 00:36 Ronald M. Arndt
Habe ich nämlich gerade schon gehört, Frau Prior meinte nämlich Fifty Nine, und da habe ich gedacht, warum Fifty Nine? Klingt es einfach cooler noch mal, oder?
- 00:46 Daniela Danz
Also es klingt cooler und wir sind natürlich auch international, und da kann der internationale Gast natürlich noch ein bisschen mehr mit anfangen.
- 00:53 Ronald M. Arndt
So vergisst er dann auch, wenn er abends aus der Altstadtkneipe kommt, muss er einfach nur sagen 59 und dann weiß jeder schon, wo es hingeht.
- 01:00 Daniela Danz
So ist es.
- 01:01 Ronald M. Arndt
Ich habe mich tatsächlich mal während dem Studium, da war ich mal längere Zeit in Shanghai unterwegs, also über Monate, hatte ja auch ein kleines Startup im Textilbereich und in der einen Partynacht wusste ich wirklich nicht mehr morgens um 4, wo ich wohnte. Mir war da nur Maidanlou eingefallen, das heißt McDonald's auf Chinesisch. Es hat funktioniert. Ich wurde zu einem der 3 McDonald's gebracht, die es damals in Shanghai gab, und es war der richtige, weil ich wohnte direkt nebendran.
- 01:30 Daniela Danz
Ja, so kompliziert ist es hoffentlich bei uns nicht.
- 01:33 Ronald M. Arndt
So, heute sprechen wir nicht von McDonald's als Marke, sondern wir bewegen uns in doch deutlich, deutlich höhere Gefilde, denn das KÖ59 gehört zur Hommage an Marke. Klingt schön, oder? Gefällt Ihnen Hommage als Begriff?
- 01:52 Daniela Danz
Ja, absolut. Also es ist ja unsere Hommage Luxury Hotels Collection, worunter mehrere Hotels fallen, unter anderem auch das KÖ59. Und ich finde es eine ganz, ganz tolle Marke. Es sind tolle Hotels, die in dieser Marke inkludiert sind. Wir haben unter anderem auch Nassauer Hof oder Parkhotel Bremen. In Kitzbühel haben wir ein ganz tolles Hotel aufgemacht. Sylt kennt, glaube ich, auch jeder und unser Maison Messmer in Baden-Baden. Also es ist eine Kollektion wirklich von tollen Hotels, die alle individuell sind. Und ja, jedes hat was ganz Besonderes.
- 02:21 Ronald M. Arndt
Und das gehört ja, ist ja auch Kern der Idee, einfach diese Einzigartigkeit von individuellen Hotels nicht sterben zu lassen, sondern ganz im Gegenteil wiederzubeleben. Und das ist wahrscheinlich auch einer der Gründe, warum man hier jetzt sagt, es ist das Kö 59 und nicht irgendwie das Hommage Düsseldorf.
- 02:43 Daniela Danz
Genau, also wie gerade gesagt, die Hotels sollen individuell bleiben und ja, jedes hat seinen USP und seine Besonderheit. Und die versuchen wir natürlich auch in den einzelnen Städten dann zu leben. Also unser, ja, ich sag mal Leitspruch, Leitbild ist der Satz, where moments make memories, und das versuchen wir ja an jedem Ort ganz individuell zu erfüllen.
- 03:04 Ronald M. Arndt
Ja, ich kam ja gestern Nacht etwas erschöpft, sage ich mal, über die Türschwelle, aber habe mich natürlich extremst darüber gefreut, was mich da so, na ja, sah ja ein bisschen so aus wie jetzt heute hier wieder, auf meinem Zimmer empfangen hat neben einer Neben sehr, sehr lieben und netten Grußworten. Auch dafür vielen Dank, Frau Vette.
- 03:26 Daniela Danz
Gerne.
- 03:28 Ronald M. Arndt
Das war so der zweite Moment, denn davor gab es natürlich einen sehr herzlichen Empfang schon, wie gesagt, Mitternacht. Und ja, von diesen Momenten hatte ich jetzt schon mehrere.
- 03:40 Daniela Danz
Toll, das freut mich zu hören.
- 03:41 Ronald M. Arndt
Wenn wir hier im Hotel-Podcast zusammensitzen. Und Ihnen darf ich noch nachträglich gratulieren. Das ist so ein gutes Jahr jetzt, glaube ich.
- 03:47 Daniela Danz
Ja, genau. Ja, 1. Mai, richtig.
- 03:50 Ronald M. Arndt
Hier mit an Bord sind. Und das KÖ59 an sich ist aber auch noch nicht als KÖ59 viel, viel, viel länger dabei.
- 03:56 Daniela Danz
Da haben Sie vollkommen recht. Also wir haben offiziell als KÖ59 eröffnet am 1.2. letzten Jahres.
- 04:01 Ronald M. Arndt
Okay.
- 04:02 Daniela Danz
Und ich durfte dann am 1.5. dazustoßen.
- 04:05 Ronald M. Arndt
Und was weiß man noch so über das KÖ59 oder das Gebäude? Was hat sich hier früher mal zugetragen?
- 04:12 Daniela Danz
Also es war ja, wie man natürlich weiß, das frühere Intercontinental Hotel. Und es ist ganz lustig, dass unser CEO, dass der Joerg Boeckeler. Der hat als GM unter Interconti dieses Hotel schon mal geführt. Das heißt, er hat da natürlich auch eine ganz persönliche Beziehung zu dem Hotel und kennt natürlich alle Stärken und Schwächen auch des Gebäudes und des Hotels. Und es ist natürlich ganz schön, dass wir das jetzt unter unserer Marke, also der Hommage Lachse Hotels Collection, führen dürfen und so natürlich auch von seinem ganzen Wissen partizipieren.
- 04:44 Ronald M. Arndt
Das heißt, der kennt ja jeden Kellerschacht. Der Herr Böckeler.
- 04:47 Daniela Danz
Wahrscheinlich.
- 04:49 Ronald M. Arndt
Na ja, wenn Sie von Schwächen sprechen, dann mag es vielleicht da unten irgendwo noch mal früher reingeregnet haben, wo jetzt gesagt wird, kann man machen.
- 04:55 Daniela Danz
Aber es gibt ja bei jedem Gebäude Herausforderungen. Also reinregnen glaube ich jetzt nicht, aber es gibt sicherlich immer Dinge, die man irgendwo an Gebäuden optimieren könnte.
- 05:03 Ronald M. Arndt
Ja, definitiv. Jetzt haben Sie ja schon mal ein bisschen die Landkarte aufgezeigt, von Sylt bis nach Tirol, 6 Stück glaube ich, gell? Aktuell. Und wenn ich mir, ich habe also ein bisschen nachgeschaut, wo die Frau Vette bislang schon tätig gewesen war, da war jetzt wenig dabei, was einen schlechten Namen hatte. Also im Grunde genommen gar nichts. Ich glaube, es war Kempinski, Jumeirah, Rocco Forte, wo ich ja auch letztens einen sehr schönen Podcast gemacht habe im The Charles in München.
- 05:38 Daniela Danz
Mit meinem ehemaligen Kollegen.
- 05:40 Ronald M. Arndt
Genau. Ach, waren Sie in— also Roccaforte?
- 05:43 Daniela Danz
Genau, richtig.
- 05:44 Ronald M. Arndt
Aus Roccafortesicht. Sie waren ja in Roccaforte in Frankfurt natürlich.
- 05:47 Daniela Danz
Genau, richtig.
- 05:48 Ronald M. Arndt
In der sagenumwobenen Villa Kennedy.
- 05:51 Daniela Danz
Genau, richtig. Ja, von 2014 bis 2019, also schon eine relativ lange Zeit. Habe dort gestartet als Director Sales und Marketing und war dann in meiner letzten Station dort Hotelmanager.
- 06:05 Ronald M. Arndt
Okay, also auch immer die Position als Hotelmanagerin, GM dann im weiteren Verlauf bei Jumeirah, immer schon auch ein bisschen im Kopf gehabt und verfolgt.
- 06:17 Daniela Danz
Das Jumeirah meinst du jetzt?
- 06:18 Ronald M. Arndt
Nee, generell einfach Director Sales Marketing und aber auch Malte Lerner.
- 06:22 Daniela Danz
Ach so, ja, das war für mich schon der Weg, den ich gerne gehen wollte. Also ich habe nach der Ausbildung ganz klassisch so im Convention Sales angefangen und habe dann Spaß auch so am proaktiven Verkauf entwickelt und habe mich dann über den Regional Sales Manager auch bei Kempinski zum Director Sales und Director Sales and Marketing dann auch in einem Kempinski Hotels weiterentwickelt. Habe dann die Position in der Villa Kennedy übernommen und ja, hatte immer schon ein Faible auch für die Operative, habe da immer gerne schon unterstützt, habe gerne immer mitgeplant und mehr gemacht, als jetzt vielleicht auch in der Verantwortung des Director Sales und Marketing war. Und dann lag das nahe und ja, man braucht natürlich auch da diesen Background, um irgendwann General Manager zu werden, und das durfte ich dann im GEMERA ausüben.
- 07:06 Ronald M. Arndt
Super. Und das Interesse war, soweit ich weiß, auch immer da, ein bisschen für die gehobene, die Luxushotellerie?
- 07:14 Daniela Danz
Ja, absolut. Ich finde es einfach wahnsinnig schön, dass man den Gästen so viele Wünsche erfüllen kann oder von den Augen ablesen kann. Also einfach dieses Fünkchen mehr zu machen. Also meine Idealvorstellung ist ja immer, der Gast kommt bei uns rein, kann so ein bisschen sein Gehirn ausschalten, braucht nicht mehr nachdenken, denn den Rest machen wir für ihn.
- 07:35 Ronald M. Arndt
Und wie überträgt man, sage ich mal, diese Begeisterung auf sein Team, oder muss man da einfach auch wieder Leute mit einem ähnlichen Charakter einfach finden?
- 07:43 Daniela Danz
Ich glaube, das ist beides. Sicherlich ist es wichtig, dass man da das richtige Team zusammenstellt, und Sie haben es gerade nett schon beschrieben.
- 07:50 Ronald M. Arndt
Ich glaube, 140, 150 Leute haben Sie auch.
- 07:51 Daniela Danz
Genau, richtig, genau, ja, knapp 150, und haben natürlich noch externe Partner, mit denen wir arbeiten, also Firmen auch gerade im Housekeeping. Aber Sie haben es gerade schön gesagt, Sie hatten schöne Momente, als Sie das Haus betreten haben, und das soll sich natürlich durch alle Abteilungen und durch den kompletten Aufenthalt ziehen. Und das kann nicht nur von mir kommen, das muss natürlich auch von meinem Team kommen. Und da ist es wahnsinnig wichtig, dass man sich ein Team zusammenstellt, die den gleichen Gedanken haben, die in die gleiche Richtung denken. Also ich habe wirklich ein ganz, ganz tolles Executive Team hier, die wiederum auch wieder tolle Abteilungsleiter haben und tolle Mitarbeiter in den einzelnen Abteilungen, die genau das gleiche Denken haben, die den gleichen Wunsch haben, dem Gast jeden Wunsch zu erfüllen und einen schönen Aufenthalt zu bescheren. Und sicherlich ist es was, was ich jeden Tag auch vorleben muss und auch möchte. Also mein Naturell ist schon so, dass ich ja mit viel Begeisterung und viel Motivation jeden Morgen zur Arbeit komme. Da freuen sich natürlich immer die Mitarbeiter, mit einem kleinen Augenzwinkern. Aber das ist natürlich was, was ich—
- 08:54 Ronald M. Arndt
Über was freuen sich die Mitarbeiter, wenn Sie—
- 08:56 Daniela Danz
Also wenn man natürlich als Chefin mal sehr motiviert ist und mit vielen neuen Ideen kommt, da freut sich natürlich jeder Mitarbeiter drüber. Nein, aber jetzt Spaß beiseite, das ist natürlich was, was sich auf das Team überträgt. Also ich gehe lachend durch die Hotellobby oder freue mich einfach auch, wenn ich die Gäste ein- und auschecken sehe, wenn ich sehe, dass sie einen schönen Aufenthalt gehabt haben und zufrieden das Haus wieder verlassen. Das überträgt sich auf die Mitarbeiter.
- 09:22 Ronald M. Arndt
Das Feedback, ganz genau.
- 09:22 Daniela Danz
Die Mitarbeiter kriegen tolles Feedback. Genau richtig. Und das motiviert uns alle jeden Tag.
- 09:26 Ronald M. Arndt
Und wo ist bei Ihnen damals mal zu Anfang der oder während Berufsfindung so der Funke übergesprungen? Haben Sie immer schon einfach gerne mit zu tun gehabt, denke ich mal.
- 09:36 Daniela Danz
Ja, das stimmt. Also das war relativ früh. Ich habe während meiner Schulzeit nebenbei gekellnert und das war in einem Brauhaus und die Geschäftsführerin hatte damals—
- 09:47 Ronald M. Arndt
Da muss ich mal kurz einen Schluck nehmen.
- 09:48 Daniela Danz
Ja, bitte. Zum Wohl!
- 09:51 Ronald M. Arndt
Auf Ihr Jubiläum!
- 09:52 Daniela Danz
Zum Wohl! Danke. Und sie war gelernte Hotelfachfrau und mit der hat man sich dann abends nach der Schicht dann auch mal unterhalten, hat ein Bierchen zusammen getrunken und dann hat sie erzählt und hat da wirklich das Interesse bei mir für die Hotellerie entdeckt und ja, dann hat sich das so entwickelt. Entdeckt oder geweckt? Geweckt. Und ich habe es entdeckt. Und ja, dann habe ich dort eine Ausbildung gemacht als Hotelfachfrau in Köln. Ja, und dann hat das Ganze seinen Lauf genommen und ich habe ziemlich schnell festgestellt, dass ich genau richtig in dieser Branche bin und dass es genau das ist, was mir Spaß macht.
- 10:33 Ronald M. Arndt
Und ich glaube, groß geworden sind Sie in Essen, also auch gar nicht so weit weg, und jetzt eher wieder über Frankfurt und Düsseldorf der Heimat.
- 10:43 Daniela Danz
Ja, das war jetzt mehr Zufall. Es ist nicht so, dass man sagt, man möchte wieder Richtung Heimat gehen. Ich habe mich in Frankfurt sehr, sehr wohl gefühlt. Ich habe 12 Jahre lang dort gelebt und gearbeitet, obwohl es eigentlich eine Stadt war, eigentlich habe ich immer gesagt, nee, in Frankfurt, da möchte ich nie arbeiten und nie wohnen. Es ist aber ein Ort, an dem man sich unheimlich wohlfühlen kann. Und ich mich auch gefühlt habe. Also das ist wirklich ein tolles Zuhause gewesen. Und Frankfurt, oder viele Menschen tun Frankfurt einfach unrecht, weil ich glaube, sie Frankfurt einfach nicht so gut kennen. Da kann ich aber auch nur anbieten, jeden mal mitzunehmen und die schönen Ecken zu zeigen, denn davon hat Frankfurt ganz, ganz viele.
- 11:18 Ronald M. Arndt
Genau, ich war letztens bei Rob Hornmann im Flemings, wunderschönen Ausblick auf die Skyline genossen. Restaurant. Habe auch dann ein weiteres Mal meinen Sohn mitgenommen. Der lacht sich heute noch mit seinen 4 Jahren kaputt über die grüne Soße, die es da gibt, und Handkäs mit Musik.
- 11:39 Daniela Danz
Das ist schon sehr speziell.
- 11:40 Ronald M. Arndt
Das ist schon sehr speziell, aber seit 4 Jahren lacht er sich halt immer wieder darüber kaputt und fragt dann, weißt du, was das ist, Handkäs mit Musik und so. Also ich habe auch eine, entwickle auch eine Liebe zu Frankfurt. Aber am Ende geht es ja auch immer darum, wen kennt man vor Ort und halt mit den Geschichten.
- 11:58 Daniela Danz
Absolut.
- 11:59 Ronald M. Arndt
Das macht am Ende den großen Unterschied. Und das macht natürlich auch, um da wieder ein bisschen auf das Thema zurückzukommen, den Unterschied zwischen den Hotels. Also das schönste Hotel ist halt am Ende dann auch nicht viel ohne die Menschen, die so diese Begeisterung und Begeisterung am Gast zu wecken einfach mit in sich tragen.
- 12:20 Daniela Danz
Ja, das haben Sie Schön gesagt, genauso ist es.
- 12:23 Ronald M. Arndt
Jetzt rede ich wieder zu viel hier im Hotel-Podcast. Das wird ja manchmal kritisiert, da höre ich dann immer drüber weg. Kommen wir noch mal ein bisschen auf Hommage zurück. Also ich persönlich mag die Marke auch sehr. Das hat auch ein bisschen mit meinem frankophilen Hintergrund zu tun, spricht mich einfach sofort an. Aber ich glaube auch, für jemanden, der jetzt hier dem Kö59 vorsteht und der Hommage-Marke, schon wichtig auch, dass man Dass man so selbst eine Verbindung und Nähe verspürt zu seinem Arbeitgeber.
- 12:56 Daniela Danz
Ja, unbedingt.
- 12:57 Ronald M. Arndt
Sonst geht, glaube ich, vieles auch nicht so leicht von der Hand.
- 13:00 Daniela Danz
Vollkommen richtig. Ja, also man muss meiner Meinung nach komplett dahinter stehen. Also es ist eine Marke, mit der ich mich zu 100% identifizieren kann. Die Werte, die Philosophie, wie wir mit Menschen, mit Gästen, mit Partnern, Businesspartnern umgehen, was für uns und was für die Marke wichtig ist, das lebe ich zu 100%. So bin ich aber auch von naturell und deswegen fällt es mir natürlich besonders leicht. Ich brauche mich nicht verstellen. Es ist natürlich schön, wenn man ganz authentisch sein kann. Und ich glaube, das merkt der Gast und das merkt der Mitarbeiter und auch die Partner, mit denen man arbeitet. Und ich glaube, dann kann das Ganze auch erst erfolgreich werden.
- 13:37 Ronald M. Arndt
Was ich mir schön vorstelle an Ihrer Position: Sie haben dann trotzdem ein individuelles Haus, also das mit Ihrem Namen, Ihrem Team unmittelbar verbunden ist. Was trotzdem eingebettet in einer, naja, es fällt mir gerade kein besseres Wort ein als Schicksalsgemeinschaft, aber eben unter einem Dach der Hommage, wo man sich einfach auf Ansprüche geeinigt hat. Und wie sieht dann so die Zusammenarbeit mit anderen Hotels aus, die wir vorher schon aufgezählt haben? Gibt es da einen regelmäßigen Austausch?
- 14:11 Daniela Danz
Ja, absolut.
- 14:12 Ronald M. Arndt
Gerade so im Vertrieb und so, ich meine, da kommt ja dann die Schlagkraft am Ende auch zustande?
- 14:17 Daniela Danz
Also wir sind da gerade auch mit den 6 Hommage Hotels schon eine eingeschworene Gemeinschaft, würde ich schon sagen. Also wir tauschen uns viel aus. Wir haben natürlich ähnliche Herausforderungen. Wir haben Best Practices, die wir sharen. Wir haben wöchentlich oder beziehungsweise alle 2 Wochen einen Call, in dem wir uns auch austauschen. Und es ist ganz, ganz wichtig, dass wir einfach Ideen oder ja bestimmte Topics, aktuelle Themen diskutieren und versuchen natürlich auch die Marke weiter nach vorne zu bringen. Natürlich hat man eine Marke und man hat eine Idee dahinter, aber es lebt, wie Sie es ja auch gerade gesagt haben, einfach von den Hotels. Und da versuchen wir natürlich auch mitzuwirken und die Marke weiter nach vorne zu bringen, Geschichten zu erzählen, neue Aktionen mit Mitarbeitern zu machen als Beispiel. Also da auch als Vorreiter in der Branche nach vorne zu gehen und somit natürlich auch die Marke zu stärken und zu positionieren. Das Schöne ist, Sie haben es gerade so richtig gesagt, man bekommt von der Marke, also jetzt von der Hommage Luxury Hotels Collection, ich sag mal, man bekommt einen Rahmen.
- 15:19 Ronald M. Arndt
Genau.
- 15:19 Daniela Danz
Und wir sind das Bild, was dann individuell von den einzelnen Hotels gefüllt werden kann und gemalt werden kann. Und das ist natürlich toll, ne. Also es gibt bestimmte Parameter, auf die wir zurückgreifen können, bestimmte Strukturen, auf die wir zurückgreifen können, sind dann aber doch sehr frei in dem Weg, wie wir es ausleben. Und das ist natürlich was, was unseren Gästen zugutekommt. Also wir können individuell auf die Wünsche eingehen, wir können ganz individuell reagieren, wir können individuelle Angebote schnüren, weil es einfach nichts von der Stange ist. Und das soll es auch nie sein. Und das macht natürlich Spaß.
- 15:53 Ronald M. Arndt
Ich glaube, am Ende wird man auch automatisch ein bisschen mehr zum Unternehmer, wie wenn man vielleicht, wie gesagt, Oma aus Düsseldorf wäre. Und dann gibt es wieder Hommage Köln. Also vielleicht ist man ja wirklich Unternehmer im Unternehmen dieser großen Welt von Dorint, weil es halt 6 Häuser sind.
- 16:15 Daniela Danz
Und so versuchen wir natürlich auch, die Hotels zu führen. Also das ist mit ganz viel Fingerspitzengefühl und natürlich auch Kostenbewusstsein, das ist ganz klar. Weil wenn man natürlich individuell reagiert, hat man Kosten, die vielleicht bei dem einen anfallen, die bei dem anderen aber nicht anfallen. Und da die gute Balance zu finden, zu finden in seinem Rahmen, wo wir jetzt wieder bei dem Bild wären, in seinem Budget da natürlich zu agieren und zu bleiben, aber trotzdem es so zu steuern, dass es zum Erfolg wird am Ende des Jahres oder am Ende des Monats, am Ende des Tages natürlich immer.
- 16:46 Ronald M. Arndt
Ich musste gerade an den Sir Rocco Forte denken. Es kam im Hotel-Podcast eben in München zutage, dass er selbst auch viel in Amerika unterwegs ist und so.
- 16:56 Daniela Danz
Ganz toll.
- 16:57 Ronald M. Arndt
Eigentlich da der beste Vertriebler ist für Rocco Forte.
- 17:00 Daniela Danz
Eine ganz tolle Persönlichkeit, das kann man nicht anders sagen. Also es gibt die Virtuoso Travel Week, die ist in Las Vegas einmal im Jahr, und ich hatte auch das Glück, mit ihm einmal da sein zu dürfen. Und es ist eine, also gerade im Sales, eine sehr stressige Veranstaltung. Man geht wirklich von Tisch zu Tisch und wiederholt 400-mal, Sie kennen es sicherlich, wiederholt man wirklich 300, 400-mal genau das Gleiche. Und das war eben im Bellagio, also ein Riesenkonferenzraum, und der war voller Menschen. Und dann ging wirklich die Tür auf und Sorocco kam rein. Und ich möchte nicht sagen, es war eine Ruhe in diesem Raum.
- 17:36 Ronald M. Arndt
Er hatte keine Lust, 400 Mal das Gleiche zu sagen.
- 17:38 Daniela Danz
Nein, aber dann kam er in diesen Raum und alle Menschen waren am Reden. Und dann merkte man, dass er diesen Raum betritt, und alle Agents, die in diesem Raum waren, kennen einfach auch Sorocco, haben ihn lieben gelernt und sind dann von den Tischen aufgestanden, haben ihre Gesprächspartner da sitzen lassen. Also er ist da wirklich jetzt nicht nur in Amerika, aber der ist da wirklich ja der beste Verkäufer der Marke. Also er lebt sie zu 100% und das war ein tolles Erlebnis.
- 18:05 Ronald M. Arndt
Cool. Kommen wir mal so auf ein paar so Pfeiler, sage ich mal, oder Verbindungen zwischen den verschiedenen Hommagehäusern zu sprechen. Ich glaube, es gibt immer ein Hommage— ich glaube nicht, ich weiß es, habe ich mir schon sehr detailliert angeschaut— ein Hommage-Salon. Den finde ich in jedem Haus?
- 18:20 Daniela Danz
Den finden Sie in jedem Haus, genau. Also es gibt natürlich, wie wir vorhin von diesen einzelnen Pfeilern und Rahmen gesprochen haben, gibt es natürlich Dinge, die man in jedem Haus wiederfindet. Und das ist ein Raum, der unseren Hausgästen, also die Gäste, die bei uns auch das Zimmer gebucht haben, einen kleinen Rückzugsort bietet. Also losgelöst von den Tagesgästen, die vielleicht vorbeikommen. Dort haben sie die Möglichkeit, sich einfach mal in Ruhe niederzulassen, ein bisschen Privatsphäre zu genießen, was zu trinken, was zu essen. Und diesen Rückzugsort gibt es für alle unsere Gäste.
- 18:53 Ronald M. Arndt
Finde ich einen schönen Ansatz, weil mittlerweile spricht man immer viel von Hotel als Ort der Begegnung zwischen Nachbarschaft und Gästen und offene Lobby und Restaurantkonzepte. Schön und gut, aber genauso einen exklusiven Ort einfach auch zu haben für den Gast. Sagt mir sehr zu. Werde ich nachher noch mal— vielleicht muss ich auch meine Süßigkeiten dann mit rübernehmen, wenn wir es jetzt während dem Hotel-Podcast nicht schaffen. Aber es ist genauso meins. 6 Häuser, was sagte Herr Boeckeler, was sagen die Kollegen? Sollen es mal noch ein paar mehr werden oder ist man da gerade so ganz mit zufrieden? Also Herr Boeckeler würde sicherlich sagen, Herr Boeckeler ist dann auch bald mal im Hotel-Podcast, da frage ich ihn dann nochmal.
- 19:41 Daniela Danz
Aber dann wollte ich gerade sagen, dann müssen Sie ihn selber einmal fragen, was er dazu sonst sagen würde. Nein, man schaut sich natürlich unterschiedliche Destinationen an und Städte an, und natürlich möchten wir weiter wachsen, aber es ist jetzt nicht so, dass es um jeden Preis geschehen muss. Also es muss einfach das richtige Produkt und ja, das richtige Projekt dabei sein.
- 20:04 Ronald M. Arndt
Jetzt lassen wir mal die Werbung mit Rocco Forte, wir sind ja hier bei Hommage. Aber mich würden schon noch ein bisschen auch die Synergien einfach, die Schlagkraft, die man eben hat, wenn man 6 Häuser ist, die unter einer Marke agieren, da die Synergieeffekte interessieren, gerade im Vertrieb. Ich kann mir vorstellen, so eine Art Grand Hotel, was Sie am Ende sind hier im KÖ59, das hat ja schon zu einem größeren Teil wahrscheinlich Individualgäste auch, mehr als die Hälfte, oder hängt es so ein bisschen von Resort und Stadt wahrscheinlich auch ab?
- 20:36 Daniela Danz
Ja, genau. Also wir sind hier mit 287 Zimmern natürlich schon sehr groß. Also das ist das größte Haus jetzt von den Zimmern gesehen der Omar Hotels. Wir haben einen unheimlich großen Veranstaltungsbereich mit 14 Veranstaltungsräumen. Wir haben unten einen Ballsaal mit, ja, ich gucke, sage jetzt gerade unten, weil ich schaue jetzt gerade runter. Wir sitzen hier auf der ersten Etage mit 760 Quadratmetern. Der natürlich auch eine Größe hat, die bespielt werden muss. Also für uns hier, für das Haus, ist es wichtig, dass wir eine gute Balance finden zwischen individuellen Geschäftsreisenden, Veranstaltungsgästen, die zu der Veranstaltung kommen, natürlich gewissen Corporate-Kunden, die jede Woche auch immer wieder kommen, und hauptsächlich am Wochenende auch unsere Leisure-Gäste. Also Düsseldorf ist schon so, dass sie sehr businesslastig ist, also die Stadt von montags bis bis Donnerstag, und dann gehen wir von Freitag bis Sonntag oder bis Montag dann auch in den Leisure-Bereich, was es für uns natürlich ganz spannend macht, weil das Haus sich immer so ein bisschen dreht.
- 21:32 Ronald M. Arndt
Ja klar.
- 21:32 Daniela Danz
Und das Gästeklientel anders wird, wir natürlich auch anders noch mal mit den Gästen oder auf die Gäste eingehen können und denen andere Wünsche erfüllen können.
- 21:40 Ronald M. Arndt
Das heißt, am Wochenende oder ab Donnerstag brauchst du dann ein bisschen mehr Platz für die prall gefüllten Einkaufstüten und Taschen.
- 21:47 Daniela Danz
Absolut. Also ich meine, mit der Königsallee vor der Tür.
- 21:50 Ronald M. Arndt
Die Prachtmeile hier direkt vor der Tür.
- 21:52 Daniela Danz
Da kommen viele Gäste schon bepackt wieder zurück ins Hotel.
- 21:56 Ronald M. Arndt
Und wie kann ich mir das so vorstellen? Also ich kenne Düsseldorf noch nicht so gut, aber wenn ich hier einmal hoch und runter laufe, dann werden Sie sicherlich fündig. Wird man wahrscheinlich fündig. Ganz genau. Und ich glaube, ganz am Ende, da habe ich Preuninger gesehen, bin ich heute Morgen vorbeigejoggt.
- 22:11 Daniela Danz
Ganz schön sportlich sind Sie.
- 22:13 Ronald M. Arndt
Hätten Sie das jetzt nicht gedacht?
- 22:14 Daniela Danz
Natürlich.
- 22:15 Ronald M. Arndt
Weil ich halt um die Uhrzeit schon wieder Bier trinke.
- 22:18 Daniela Danz
Nein, schön, aber es ist ja toll, finde ich, wenn man morgens in einer Stadt ist, die man vielleicht nicht ganz so gut kennt, und das durch eine Joggingrunde so ein bisschen erkunden kann.
- 22:28 Ronald M. Arndt
Genau, also so ist eigentlich, wenn ich unterwegs bin geschäftlich, so ein bisschen mein Rhythmus. Morgens die Stadt erkunden, in Ruhe frühstücken, mich ein bisschen in die Lobby setzen und da arbeiten, und dann aber auch schon einfach ja das Hotel und Ja, ein bisschen auch zu beobachten, damit ich dann pünktlich zum Hotel-Podcast gegen Mittag mit Ihnen, Frau Vette, gut eingestimmt bin.
- 22:55 Daniela Danz
Prima, das funktioniert doch super.
- 22:57 Ronald M. Arndt
Was ich sagen wollte: Breuninger, das muss an der Stelle noch erwähnt sein, hat ja sein Haupthaus, Gründungshaus in Stuttgart. Von daher gibt es ja hier auch die Verbindung am Ende der Der Kö.
- 23:11 Daniela Danz
Das ist schön. 10 Minuten Fußweg, also nicht weit.
- 23:15 Ronald M. Arndt
Nicht weit. Gibt es noch so eine andere Luxusmarke? Ich meine, Sie haben ja schon viele repräsentiert, wo Sie sagen, ja, die hat einfach auch noch mal eine Strahlkraft, da schaut man ab und zu drauf, gar nicht mal als Arbeitgeber oder so, sondern Ach, ich glaube— Ich finde es super interessant, dass ihr eine neue Luxusmarke entwickelt, also die noch keine 100 Jahre Geschichte hat und auch Geschichten zu erzählen hat. Sondern hier fängt man einfach noch mal beim weißen Blatt Papier an.
- 23:53 Daniela Danz
Ja, und das ist das Spannende, weil natürlich auch, ich sag mal, der Anspruch der Gäste und die Wünsche der Gäste verändern sich. Also sicherlich hat Corona da auch noch mal Das haben es übrige getan. Also Wünsche oder der Aufenthalt des Gastes sah vielleicht vor Corona noch mal ein bisschen anders aus als nach Corona. Man hat vielleicht noch mal andere Akzente gesetzt, andere Touchpoints und geht noch mal anders auf den Gast ein. Und mit einer jungen Marke ist es natürlich toll, dass man sich genau in der Zeit neu positionieren kann. Und man kann genau die Topics mit aufgreifen, die gerade wichtig sind für den Gast.
- 24:26 Ronald M. Arndt
Ohne Altlasten.
- 24:27 Daniela Danz
Ohne Altlasten. Und das ist natürlich ganz, ganz toll und ganz spannend. Also das macht mir unheimlich viel Spaß.
- 24:34 Ronald M. Arndt
Und das eingebunden in diese Dorint-Struktur, in den Kosmos von Dorint.
- 24:37 Daniela Danz
Genau, ja, richtig. Und wenn Sie mich jetzt nach anderen Hotelgruppen fragen oder Kollektionen, die ich spannend finde, ich würde da gar nicht eine herausgreifen wollen, denn ich finde, es gibt unheimlich viele spannende Konzepte. Also was Ruby da macht, finde ich unheimlich spannend und toll, was sie auf die Beine gestellt haben. Motel One, wie die performen. Also es gibt so viele unterschiedliche Konzepte, die alle, ja, oder die für jeden Gast was bieten. Im Luxussegment, in dem ich mich jetzt einfach auch besonders wohlfühle, gibt es auch ganz viele internationale Firmen, die auch nochmal Touchpoints haben, die sehr spannend sind. Aber das Schöne ist ja auch, sich das mal anzuschauen, was der eine macht oder was rechts und links passiert, um dann zu schauen, wie verhalten wir uns gerade, ist es der richtige Weg, was haben wir für einen USP, wie können wir noch weiter nach vorne kommen. Und da ist es natürlich wichtig, auch die ganzen Marktbegleiter einfach mit zu beobachten.
- 25:34 Ronald M. Arndt
Genau, und ich glaube, das Reizvolle, weil Sie jetzt Michael Struck erwähnt hatten, der auch kurz in dem Hotel-Podcast-Special zum Hotel des Jahres in Rust sich gemeldet hatte, oder auch Motel One natürlich, sind alles sehr unternehmerisch geführte Marken. Und da schließt sich ja auch hier wieder der Kreis, was wir gerade besprochen hatten, mit Hommage, mit eurer kleinen, einem kleinen schlagkräftigen Team.
- 25:58 Daniela Danz
Genau.
- 26:04 Ronald M. Arndt
Düsseldorf, oder sagen wir mal, bleiben wir noch hier im Haus, das gastronomische Angebot. Sie haben hier auch ein Herrn Freitag, sage ich mal. Vielleicht kommen Sie da noch mal kurz ein bisschen drauf zu sprechen.
- 26:18 Daniela Danz
Ja, sehr, sehr gerne. Also wir arbeiten mit Björn Freitag hier mit unserem Restaurantkonzept zusammen. Also das Restaurant nennt sich Kö 59 by Björn Freitag und es macht unheimlich viel Spaß. Also Björn Freitag ist jemand, der natürlich auch sehr präsent ist. Man sieht ihn, glaube ich, auf WDR fast jeden Tag irgendwo. Es ist ein, ja, er spricht einfach ein ganz, ganz tolles Publikum an. Und für uns ist es eine total schöne Möglichkeit, unser Restaurant so zu positionieren, dass wir natürlich auch für den Düsseldorfer sehr interessant sind. Sie haben es vorhin angesprochen, man hat irgendwie das Hotelrestaurant, man hat Tagesgäste, die kommen, oder auch vielleicht einfach die Nachbarschaft oder die Düsseldorfer, die das Angebot nutzen. Und wir freuen uns natürlich als Hotel ganz besonders, wenn der Düsseldorfer uns besuchen kommt, sei es in unserer neuen Bar, die wir jetzt renoviert haben, die im Dezember neu aufgemacht hat, The Golden, oder natürlich dann auch bei uns im Restaurant. Und das ist eine ganz, ganz tolle Partnerschaft, die wir da mit Björn Freitag haben, die sehr spannend ist. Wir lassen uns immer wieder was Neues einfallen, er kommt mit tollen Ideen, das Team hat unheimlich viel Spaß daran, die ganzen Ideen umzusetzen und mit Björn Freitag da immer an tollen Highlights zu arbeiten.
- 27:28 Ronald M. Arndt
Genau, also The Golden, ich glaube, da fand heute ein Cocktail-Tasting statt.
- 27:32 Daniela Danz
Genau, richtig.
- 27:33 Ronald M. Arndt
Das ist Ihre neue Bar, das heißt, sie wurde komplett neu konzipiert?
- 27:37 Daniela Danz
Genau, richtig. Also es gab früher hier eine Bar, die noch in Interconti-Zeiten geführt wurde, die dann auch über Corona geschlossen hatte und blieb dann die ganze Zeit zu. Wir haben sie komplett renoviert und letztes Jahr im Dezember eröffnet und sehr, sehr erfolgreich, wie ich da sagen kann. Es mischen sich unsere Hausgäste mit den Düsseldorf waren, die vor dem Essen, nach dem Essen, abends einfach nur, um vielleicht mal ein bisschen zu tanzen, am Freitag oder Samstag vorbeikommen. Also es ist eine ganz, ganz tolle Atmosphäre und wirklich schön zu sehen, wie sich das entwickelt hat.
- 28:13 Ronald M. Arndt
Wenn Sie jetzt 6 Häuser haben bei Hommage, die alle natürlich ja die Werte teilen und trotzdem natürlich auch einen gewissen Abstand zueinander haben, Kann ich mir vorstellen, dass man schon auch versucht, den Gast von Düsseldorf mal nach Sylt und von Sylt mal nach Österreich zu bringen.
- 28:31 Daniela Danz
Ja, unbedingt. Wir haben natürlich eine gemeinsame Website, das ist ganz klar. Also der Gast, der sich über das Hotel informiert, der sieht schon, ach, das Hotel gehört dazu und was gibt es noch für ein Angebot. Wir haben aber auch eine tolle Hommagezeitung, also die wir regelmäßig auflegen, wo wir natürlich auch dieses sogenannte Cross-Selling betreiben, was Sie gerade angesprochen haben, und natürlich auch die anderen Hotels vorstellen. Gar nicht so auf die verkäuferische Art und Weise, sondern einfach mit schönen Geschichten, die wir aus den Hotels zu erzählen haben. Sie haben gerade auch noch mal das Grand Tirolia in Kitzbühel angesprochen, was natürlich ja den direkten Bezug zu den Bergen hat, zu Urlaub. Mit Düsseldorf verbindet man vielleicht eher eine Stadt, wo mehr Geschäftliches stattfindet. Dann gehen wir über Bremen oder über Sylt. Also da hat so jeder Ort was ganz Spezielles zu bieten und das teilen wir dann natürlich auch gerne in der Zeitung und das ist für unsere Gäste ganz, ganz toll. Es ist ein tolles Medium, wo sie sich einfach über alle informieren können und so natürlich auch wahrnehmen, dass wir mehr sind als nur ein Hotel.
- 29:34 Ronald M. Arndt
Und nicht zuletzt bekommt natürlich auch der Mitarbeiter oder die Mitarbeiter aus den verschiedenen Häusern mit, dass man dann irgendwo Teil einer großen Familie ist.
- 29:42 Daniela Danz
Genau.
- 29:43 Ronald M. Arndt
Und ich glaube, das könnte auch sehr, sehr reizvoll sein, natürlich sich Hommage anzuschließen, mal einem Haus, und dann eben die Perspektive auch zu haben, andere Häuser noch kennenzulernen.
- 29:57 Daniela Danz
Und das sind natürlich Synergien, die wir nutzen. Also gerade als wir das Grand Tirolia in Kitzbühel eröffnet haben, haben wir—
- 30:03 Ronald M. Arndt
Wie lange liegt das zurück? Weil das war jetzt das letzte Haus.
- 30:06 Daniela Danz
Genau, letztes Jahr im Dezember haben wir natürlich auch mit unseren Teams unterstützt, wo wir konnten, und haben dann Crosstrainings gemacht. Mitarbeiter sind von da nach da gegangen, haben unterstützt. Man hat Trainings gemacht für die neuen Mitarbeiter. Also das war schon wirklich spannend. Und es ist natürlich schön, bei so einer kleinen Kollektion sprechen wir hier wirklich noch von einer Familie. Also ich glaube, viele Hotelcompanies versuchen immer so dieses Wort Familie aufzugreifen, und manchmal ist ist vielleicht auch einfach schon zu groß und zu groß gewachsen. Ich denke aber, von unseren Hotels und so, wie auch unsere Firma geführt wird, also wirklich jetzt im Ganzen gesehen, können wir hier wirklich von Familie sprechen.
- 30:49 Ronald M. Arndt
Und wie gesagt, es ging 2018 mit diesem weißen Blatt Papier los, und das führt am Ende zu Authentizität, weil einfach, ja, kommt ja kein Pinselstrich drauf auf dieses Gemälde von Omasch, der da erstmal nicht hingehört und keinen Sinn macht. Und ja, ich suche auch schon die ganze Zeit irgendwelche Parallelen, aber gefällt mir gut.
- 31:17 Daniela Danz
Ja, und es ist halt einfach wichtig, dass man auch flexibel bleibt. Also wenn man merkt, ach Mensch, das eine Topic funktioniert vielleicht nicht ganz so, wie wir uns das vorgestellt haben, dass man sagt, gut, man schaut sich noch mal was anderes an und man probiert. Und das ist natürlich auch das Schöne an einer Marke, dass es natürlich das alles, die Idee ist da und die Wege sind da. Wir sind aber ein sehr junges, dynamisches Team, die es einfach möglich machen, dass man noch mal schnell und flexibel reagieren kann.
- 31:46 Ronald M. Arndt
Leidiges Thema, doch nicht leidiges, falsches Wort, aber Thema Mitarbeiter, Mitarbeitergewinnung. 150 Personen sind hier, sind hier im Hause tätig. Wie sehr schlägt das manchmal so ab und auf den Magen?
- 32:01 Daniela Danz
Also ich kann das gar nicht als leidiges Thema sehen. Wir haben hier wirklich das große Glück, dass wir ja seit letztem Jahr, seitdem wir das Rebranding oder beziehungsweise das neue Branding haben, jetzt mit der Hommage Luxury Hotels Collection und als Kö59 hier an der Königsallee sind, eigentlich keine Probleme hatten. Also natürlich muss man sagen, Die Personalstruktur war zur Coronazeit natürlich auch eine andere und man hat das Ganze wieder aufgebaut. Aber dieses Interesse, was geweckt wurde von den Mitarbeitern für die Marke, für das Hotel, war einfach so groß. Und genau diese Punkte, die wir gerade aufgezählt haben, die so schön sind und so unique an dieser Marke, haben die Mitarbeiter erkannt und finden es ganz großartig, ein Teil davon zu sein, ein Teil zu sein, dieses Hotel weiterhin zu positionieren, zu festigen, selber Akzente zu setzen. Und jeder Mitarbeiter hat eine ganz, ganz eigene wichtige Rolle hier in dem Unternehmen. Und das ist auch das, was wir den Mitarbeitern jeden Tag vermitteln.
- 32:59 Ronald M. Arndt
Ich glaube, das ist dann am Ende wieder nochmal der Unternehmer im Unternehmen.
- 33:02 Daniela Danz
Genau, ja, genauso ist es. Und so versuche ich auch, das Unternehmen zu führen und unser ganzes Team zu leiten. Jeder hat hier seine ja, darf seine eigenen Entscheidungen treffen. Natürlich sollten sie überlegt sein, das ist ganz klar, aber es muss nicht alles von mir oder von dem Chef oder von dem Executive Team Member abgesegnet sein. Also die werden, unsere Mitarbeiter werden empowert und sie haben die Möglichkeit, hier das Besondere zu machen. Und natürlich, wenn ein Gast Geburtstag hat und sie wissen, der Gast isst gerne, jetzt nehmen wir mal einen Käsekuchen, einen Cheesecake oder Schokoladenkuchen oder oder.
- 33:40 Ronald M. Arndt
Das habe ich glaube niemandem verraten, aber ich esse wirklich sehr, sehr gerne Cheesecake.
- 33:46 Daniela Danz
Aber dann sollen sie das tun. Ja, oder wenn sie wissen, sie können dem Gast mit einer bestimmten Flasche Wein oder mit einem Glas Champagner oder, oder, oder, das sind jetzt alles nur Beispiele, eine Freude machen, dann sollen sie das tun. Ja, also da sind unsere Mitarbeiter ja so empowert, dass sie genau das machen sollen.
- 34:04 Ronald M. Arndt
Das ist ja am Ende das Grand Hotel. Das ist auch ein Begriff natürlich, der jetzt wirklich, muss ich sagen, auch weil er mir persönlich gefällt, doch häufiger fällt im Hotel-Podcast. Und bald bin ich auch in Bad Kastein, wo ja auch gerade wieder ein Grand Hotel entsteht. Die Frage ist nur, diese Wünsche, diese Vorlieben vom Gast, die werden dann auch bei euch dokumentiert?
- 34:33 Daniela Danz
Da muss man natürlich vorsichtig sein, also Thema Datenschutz und so weiter, wenn ich das jetzt da einmal anspreche. Aber natürlich wissen wir, was unsere Stammgäste gerne trinken, was sie gerne essen, ob sie lieber Wasser mit Kohlensäure oder ohne Kohlensäure haben. Also es sind halt diese Kleinigkeiten, die der Gast ja vielleicht nicht immer sofort wahrnimmt, aber er bekommt genau das, was er mag, und genau das, was ihm wichtig ist. Und das ist sicherlich auch ein Grund, warum er gerne wieder zu uns zurückkommt. Zurückkommt. Also wir wissen um die Vorlieben und wir wissen, wie wir dem Gast einfach da einen Gefallen tun können, ohne beim 10. Aufenthalt wieder hinzugehen und zu fragen, darf ich Wasser mit oder ohne Kohlensäure servieren, sondern das wissen wir einfach.
- 35:18 Ronald M. Arndt
Wunderbar. Also ich glaube, ich werde auch nicht das letzte Mal hier gewesen sein.
- 35:21 Daniela Danz
Das würde ich hoffen.
- 35:21 Ronald M. Arndt
Im Kö 59. Und dann mit ein bisschen mehr Zeit. Das wäre schön. Ohne Abstecher vorher nach Köln, dass ich dann eben noch mehr von meinem schönen Zimmer und von meinem schönen Bett habe.
- 35:36 Daniela Danz
Sehr, sehr gerne, jederzeit.
- 35:37 Ronald M. Arndt
Frau Phaedra, Ihnen ganz, ganz lieben Dank.
- 35:39 Daniela Danz
Ich danke Ihnen, schön, dass Sie da waren.
- 35:40 Ronald M. Arndt
Ich wünsche Ihnen für das anbrechende zweite Jahr hier im Kö 59, 59 jetzt, 59, alles Liebe und Gute und Ihrem Team natürlich.
- 35:51 Daniela Danz
Das ist ganz lieb von Ihnen, dankeschön, schön, dass Sie da waren. Danke.