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Germany · Episode #123 · 18.11.2024 · 42 Min

Oliver Winter, a&o Hotels und Hostels

Oliver Wintera&o Hotels und Hostels
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Aufgenommen: a&o Hamburg, Hamburg

Standbild aus der Episode mit Oliver Winter Germany42 Min

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„Wenn du dich entscheidest für eine Gästeklientel, dann musst du die mögen. Und wir mögen Schulklassen und wir mögen diesen Trubel und wir bauen das auch alles so, dass es eben nicht stört.“

Oliver Winter, 16:26

Oliver Winter hat a&o im Jahr 2000 mit einem Hostel in Berlin gestartet, mit 24 Jahren und einem Privatmann als Partner, der in die Idee investierte. Im Gespräch mit Ronald M. Arndt und Katharina Beatriz Varga erklärt er, wie aus 164 Betten knapp 30.000 Betten in zehn Ländern wurden und warum Schulklassen und Sportgruppen gut die Hälfte des täglichen Geschäfts tragen. Dazu: wie der Fußabdruck von neun auf drei Kilo pro Übernachtung kam und was zwei Private-Equity-Partner verändert haben.

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Kernaussagen

  1. Gruppen tragen das Geschäft: Am Anfang waren Gruppen 80 Prozent des Geschäfts, später noch gut die Hälfte des täglichen Geschäfts, vor allem Schulklassen, Studentengruppen und Sportvereine. Montag bis Freitag sind es Gruppen, am Wochenende Paare und Familien, in Hamburg mit bis zu 1500 Check-in-Vorgängen am Freitag.
  2. Möglichst unkaputtbar: Die ersten Stockbetten von IKEA waren nach Tagen zerlegt, seitdem baut a&o robust: PVC-Laminatböden statt Teppich, kein Minibar- und Kühlschrank-Kram, Häuser so konzipiert, dass Trubel nicht stört.
  3. Neun auf drei Kilo: Seit 2015 lässt a&o den Fußabdruck jedes Jahr ausrechnen und auditen, von 9 Kilo pro Übernachtung ging es auf 3 Kilo runter. Hebel waren LED überall, grün eingekaufte Energie, Wassersparduschköpfe, One-Stop-Delivery und kürzere Lieferwege bei der Bettwäsche.
  4. Mindestgröße gelernt: Der übernommene Standort in Prag hatte 170 Betten auf rund 30 Zimmer und war auf Dauer nicht wirtschaftlich zu betreiben. Seitdem gilt: es müssen nicht 2000 Betten sein, aber mehr als 170.
  5. Software selbst gebaut: 12 Developer stehen auf der Payroll, weil sich für das Gruppengeschäft wenig von der Stange findet. Bei a&o lassen sich bis zu 100 Personen online in Echtzeit durchbuchen, dazu kommen eigene Schnittstellen zu Schulfahrten-Veranstaltern.
Shownotes zur Episodeaus dem Podcast-Feed

Mit knapp 30.000 Betten gehört a&o Hotels und Hostels zu den größten seiner Art – und zieht dabei eine ganz besondere Gästeklientel an.

Die Erfolgsgeschichte begann im Jahr 2000 mit einem ersten Haus in Berlin. Oliver Winter, damals erst 24 Jahre alt, ließ sich auf einer Weltreise ohne großes Budget von der Backpacker-Kultur inspirieren – und legte dabei den Grundstein für a&o.

In dieser Episode:

➡️ Woher kommt der Name a&o?

➡️ Wie war ein solch rasantes Wachstum möglich?

➡️ Welche neuen Märkte sind besonders spannend?

➡️ Wie schafft es das Unternehmen, seinen ökologischen Fußabdruck auf lediglich 3 kg CO₂ pro Übernachtung zu reduzieren?

Das Credo „Die Dinge möglichst unkaputtbar zu machen“ mag auf den ersten Blick im Widerspruch zu Design und Funktionalität stehen. Doch die langjährige Zusammenarbeit mit BWM Designers & Architects beweist, dass beides auch harmonisch miteinander vereint werden kann.

Hört rein und entdeckt die spannende Welt von a&o!

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Transkript

Transkript öffnenTranskript schließen42 Min · Ronald M. Arndt und Oliver Winter

Automatisch transkribiert mit AssemblyAI, Sprecher automatisch zugeordnet. Nicht redigiert.

  1. 00:00
    Katharina Beatriz Varga

    Welcome to the unscripted real talk.

  2. 00:03
    Ronald M. Arndt

    Ja, wir müssen ja Englisch oder Amerikanisch sprechen beim Oliver. Dann hat sich einiges getan, oder? Sind schon drauf.

  3. 00:11
    Katharina Beatriz Varga

    Ja, okay, wir starten mit den Fremdstädten dabei.

  4. 00:16
    Ronald M. Arndt

    Geht immer so los.

  5. 00:16
    Oliver Winter

    Wir können auch ins Englische, also gut, Denglisch kann ich sehr gut.

  6. 00:22
    Ronald M. Arndt

    Ja, bist doch eigentlich Lehrer, oder?

  7. 00:24
    Oliver Winter

    Nee, ich habe nicht fertig Lehramtsstudent, nicht zu Ende studiert. Genau, das Studium ist jetzt seit Wie lange ist es? 30 Jahren erfolgreich unterbrochen, sage ich mal. Das müsste ich noch, wir müssen noch mal hin und noch mal ein paar.

  8. 00:36
    Ronald M. Arndt

    Aber das BAföG läuft doch, oder?

  9. 00:38
    Oliver Winter

    Ja, nee, das hat, das, das, das war auch, kennt ihr dieses, wo Asterix, Obelix, weiß nicht, einer von den beiden da so einen Passierschein besorgen muss oder so? Und so kam mir das damals in dem BAföG-Amt vor. Da wurdest du von hier nach da und da. Nee, ich wurde dann schnell sozusagen auch dank ablehnenden BAföGs-Bescheid in die, ins Unternehmerische geschubst.

  10. 00:57
    Ronald M. Arndt

    Ja, jetzt sitzen wir hier mitten im Leben, muss man so sagen, kann man sagen. Ist auch schön, mal wieder in einer Lobby einen Podcast aufzunehmen, Katharina, in Hamburg. Und ich glaube, wir haben es gerade mal ein bisschen uns zeigen lassen, das Größte. In was das Größte? Whatever.

  11. 01:19
    Oliver Winter

    Ja, in, also sowohl in der Bettenanzahl, auch Quadratmeter, die wir hier bewirtschaften. Also es ist das größte A und O, was wir haben, und über 2000 Betten an diesem Standort. Das ist schon so, ja, wie eine ganz kleine Stadt sozusagen.

  12. 01:35
    Katharina Beatriz Varga

    Ja, das kann man sich schon zeigen lassen mit knapp 2000 Betten auf, habe ich gehört, knapp über 500 Zimmer aufgeteilt.

  13. 01:42
    Oliver Winter

    Ja, genau. Wobei das gar nicht, also wenn man dann erstmal im Gebäude, dadurch dass das so viele verschiedene Gebäudeteile sind und so, verliert sich das dann auch und ist jetzt nicht, also dass man vielleicht, wenn man es jetzt ja nicht sieht, sich nicht vorstellt, dass man hier direkt erschlagen wird. Läuft ja durch eine sehr großzügige Lobby und so weiter.

  14. 01:59
    Katharina Beatriz Varga

    Die Wege sind weit, aber die jungen Leute hier schaffen das schon.

  15. 02:02
    Oliver Winter

    Ja, ja.

  16. 02:03
    Ronald M. Arndt

    Und wenn irgendwo die Tür aufgeht, ist der Raum dahinter immer relativ groß. Also wir haben angefangen im Frühstückssaal, muss man ja sagen, ne, mit Erweiterungsmöglichkeiten, mit 1700 Frühstücken oder was, die da durchlaufen jeden Morgen. Ja, wir waren im, ja, Meetingräume gesehen, die groß waren, Zimmer natürlich, die groß waren. Rooftop-Bar, ja, alles groß. Und demnach habt ihr natürlich auch mit Gruppen höchstwahrscheinlich relativ viel zu tun.

  17. 02:32
    Oliver Winter

    Ja, das ist auf jeden Fall, haben wir sowieso, ne, als, also da kommen wir auch ursprünglich her. Also das, das war so am Anfang, war das 80% unseres Geschäfts. Heute ist es ein bisschen weniger als die Hälfte, aber nun noch gut die Hälfte unseres täglichen Geschäfts ist Gruppen. Und wenn wir über Gruppen sprechen, speziell Schulgruppen, ja, und Studentengruppen. Sport an dem Wochenende, sehr, sehr viele Sportvereine, Sportclubs auch, die uns nutzen. Und das hier ist natürlich mit der großen Bettenzahl und so ist ein prädestinierter, sehr beliebter Schulfahrtenspot sozusagen, absolut guter Ausgangspunkt für Schulklassen, die nach Hamburg fahren. Und dann Montag bis Freitag sind hier überwiegend Gruppen. Wochenende dreht sich das dann komplett, also Wir sind ja heute hier auf dem, nee, wollte gerade sagen auf dem Freitag, stimmt gar nicht, ne?

  18. 03:24
    Ronald M. Arndt

    Es ist ein wichtiger Morgen auf jeden Fall für die Welt, für die Weltgeschichte. Katharina wollte es raushalten.

  19. 03:32
    Oliver Winter

    Man fühlt sich schon wie Wochenende. Nein, wenn du hier auf dem Freitag sitzen würdest, dann hast du hier wirklich 1500 Check-in-Vorgänge, ne? Dann kommen hier wirklich die Wochenenden so, das sind dann Pärchen, Familien, Aber Check-in-Prozess heißt, alle checken an der Rezeption ein, oder ist es online auch möglich? Du kannst online sowieso vor— also du kannst online alles vorbereiten, inzwischen auch das ganze Thema Meldeschein schon erledigen, und dann geht der Check-in entweder an der Rezeption sehr schnell, oder du gehst an einen— hier stehen ja 10 von diesen Self-Check-in-Kiosken.

  20. 04:09
    Katharina Beatriz Varga

    Mit Karte?

  21. 04:10
    Oliver Winter

    Ja, oder mit der Buchungsnummer, einfach die Buchungsnummer da eingeben.

  22. 04:14
    Katharina Beatriz Varga

    Nein, nein, du kommst ins Zimmer mit einer Karte?

  23. 04:16
    Oliver Winter

    Ja, ja, die erstellt man sich dann dort. Die kolliert man sich am Kiosk.

  24. 04:20
    Katharina Beatriz Varga

    Oliver, was heißt denn a&o?

  25. 04:23
    Oliver Winter

    Also die mehr philanthropische Antwort ist Alpha und Omega, so Anfang und Ende, alles Umfassende. Und die ehrliche und simple ist Andreas und Oliver. Also Andreas war damals der Ideenpartner, mit dem ich das sozusagen wirklich so im Keller ausgeheckt habe. Und der hieß Andreas, ich heiße Oliver, und da kam dann a&o draus. Aber wir fanden es immer oder schnell dann griffig, haben auch gemerkt, also wir kommen ja, wir sind jetzt 25 Jahre fast alt, wir kommen noch aus einer Zeit, da ging es damals noch um alphabetische Rankings, wenn man so an Gelbe Seiten gedacht hat, oder also es ist ja alles noch gar nicht so lange her, überhaupt nicht, oder Messekataloge und so, und da standst du auch mit A Sonderzeichen, so, das standst du immer ganz oben, also das so, und außerdem hatten wir damals, hatten wir zwar das Internationale noch nicht so im Kopf oder im Visier, Aber wir hatten auch das Gefühl, wenn es sollte es mal international werden, diese Brand, dann ist das auch griffig. a&o geht genauso.

  26. 05:26
    Katharina Beatriz Varga

    Wie seid ihr denn überhaupt auf die Idee gekommen, Hotels und Hostels zu kombinieren? Diese Idee kommt ja aus der Hospitality, oder wie kam es dazu?

  27. 05:35
    Oliver Winter

    Also wir haben 2000, als wir angefangen haben, wirklich als reines richtig so Hostel, und damals hießen wir auch noch, also im ersten Jahr hießen wir a&o Backpackers. Ja, wir haben uns dann später erst in Hostels und dann kam zu dem Hostel das Hotel dazu. Das waren also so ein paar Entwicklungsschritte.

  28. 05:52
    Katharina Beatriz Varga

    Wird man auch besser gefunden mit all den Begriffen. Hostels, Hotel, a und o.

  29. 05:57
    Oliver Winter

    Ja, das stimmt, das ist wohl wahr. Und Backpacker haben wir ganz schnell gelernt. Also so haben wir auch angefangen. Wir hatten also das erste Haus, das a und o Friedhshain in Berlin, gibt es heute noch, heute auch sehr viel größer, damals mit 164 Betten. Da gab es ein einziges Doppelzimmer. Ein Twin mit, und das war auch das einzige Zimmer mit Dusche, WC. Ja, heute haben ja alle unsere Zimmer Dusche, WC, bis auf ganz, ganz wenige Ausnahmen. Und damals war das ganz klassisch, ne, das, also die Gemeinschaftsduschen am Ende des Ganges, ne, links Männchen, rechts Weibchen, so, und die Zimmer einfach nur paar Stockbetten drin, ganz schlicht, keine weiteren Möbel.

  30. 06:35
    Katharina Beatriz Varga

    Und in den Mehrbettzimmern sogar getrennt, WC und Badezimmer.

  31. 06:38
    Oliver Winter

    Heute, ja, heute, genau, genau. Das so 2000 sah das anders aus. Und dann haben wir relativ schnell gelernt von unseren englischsprachigen Kunden, dass Backpackers nicht positiv assoziiert ist. Da kriegen die Eltern Angst, wenn die Schulkinder sozusagen in einem Backpackers fahren, dass das, also da sitzt dann der GM mit Dreadlocks, spielt Gitarre und raucht Pot abends. So, das ist so dieses, ja genau, lässt die Tüte rumgehen. Also das, und das waren ja nie wir. Also ich, ihr seht mich ja, Dreadlocks hatte ich sowieso nie, Gitarre kann ich auch nicht spielen. Also dass wir gesagt haben, okay, das braucht auf jeden Fall einen seriösen Namen, und Hostel war eben einfach das, was wir dann rausgefunden haben, das Seriösere ist. Und ab 2004 kam dann das Hotelprodukt dazu. Das haben wir dann— wir sind eigentlich mutig geworden, das zu probieren, als mit dem Aufkommen der OTAs, damals noch Hotel.de sehr wichtig im Markt und dann Booking.com, und die waren ja eher gleichrangig, Expedia, und wir merkten also, dass unsere Kunden lernen, sich das selber zu organisieren, selber zu buchen, was heute alles selbstverständlich ist. Ja, so, aber dass das eben—

  32. 07:49
    Katharina Beatriz Varga

    Das ist auch noch nicht so lange her, das Selbstverständnis, dass es das gibt.

  33. 07:54
    Oliver Winter

    Und dann haben wir in dieser Zeit gesagt, Mensch, dann stellen wir, machen wir auch mal die Hälfte wirklich unser Zimmer, im nächsten Produkt machen wir die Hälfte unserer Zimmer wirklich als reine Twins und die andere Hälfte machen wir als Mehrbettzimmer. Lassen das mal als Hotel, stellen das rein, Budgethotel, und gucken mal, ob das über die Hotel-OTAs gebucht würde. Die waren bis 2004, waren wir da überhaupt nicht präsent auf diesen Kanälen, und das funktionierte. Und dann, so ist das dann, und irgendwann ist das immer mehr verschwommen. Heute versuchen wir ja die, unser liebstes Produkt ist, wir nennen das Vierer FA, also Vierer Family oder Familie. Das unser liebstes Produkt ist sozusagen dieses hybride Zimmer auch schon, wo du 2 Einzelbetten drin stehen hast und dann ein Stockbett. Weil Schulklasse kann es oder Sportgruppe oder so benutzt es als ein Vierer-Mehrbettzimmer. Und am Wochenende kannst du es entweder als Einzel- oder Doppelzimmer verkaufen oder die Familie packt die Kinder noch ins Stockbett. Und dann ist eher so dieser, der Kampf, wer darf oben schlafen?

  34. 08:53
    Ronald M. Arndt

    Jetzt haben wir relativ schnell vom ersten Haus gesprochen in Berlin. Aber dieser Gründungsmoment, diese Idee, wo kam die her?

  35. 09:01
    Oliver Winter

    Ich hatte das große Glück sozusagen, dass ich eine Weltreise machen konnte, und zwar musste ich ja noch Zivildienst machen, oder man hätte auch was anderes, Militärdienst, also wie nannt man das, Pflichtdienst, ne, oder Wehrdienst, so dann war das. Ich habe dann den Wehrersatzdienst gemacht, und dann ergab sich da eine relativ lange zeitliche Lücke, weil der Zivildienst war 15 Monate. Das war genau so, dass man eben nicht anschließend dann hätte gleich ins Studium gehen können. Und ich hatte während des Zivildienstes auch wirklich fleißig noch nebenher gearbeitet, habe dann dieses Zivildienstabfindungsgeld genommen und so weiter, bin dann aber wirklich eher, ich sage mal, Low Budget, sondern No Budget. Ja, also das waren glaube ich 5.000 oder 6.000 Mark, die ich hatte für 6 Monate inklusive Flüge. Also das war so, das war No Budget und viel mit dem Zelt unterwegs durch viele, viele Länder, einmal um den Globus. Und habe aber in den meisten Ländern dann so ein Hostelprodukt kennen und auch schätzen gelernt. Also das war für mich immer das Highlight nach so 4, 5 Tagen Camping, wenn dann die Sachen klamm wurden und man das Gefühl hatte, jetzt bräuchte man wieder mal eine warme Dusche und wäre auch nett, mal Leute wiederzutreffen, mit denen man so eine ganze Gemeinschaftsküche und so. Und da habe ich dieses Hostelprodukt, habe ich halt in Australien, Neuseeland speziell kennengelernt, auch dann an der Westküste USA. Da waren wir auch Seattle, San Francisco und so unterwegs, dann Vancouver hoch nach Kanada. Und immer, das war immer Highlight in der Stadt, war dann immer natürlich Hostels. Kannst sowieso nicht zelten mitten in der Stadt, war dann immer.

  36. 10:31
    Katharina Beatriz Varga

    Und dann wieder hier Studium angefangen und dieses, dann wolltest du noch Lehrer werden nach der Reise.

  37. 10:39
    Oliver Winter

    Und ich habe ja, es war dann eingeimpft. Die Idee war eingeimpft im Kopf und dann habe ich da parallel dran direkt gearbeitet. Hat mich da nicht mehr losgelassen. Und dann kam irgendwann die Chance, das umzusetzen. Und da habe ich dann das Studium geparkt, pausiert.

  38. 10:56
    Katharina Beatriz Varga

    Welche Fächer waren das denn?

  39. 10:58
    Oliver Winter

    Physik und Germanistik.

  40. 11:00
    Katharina Beatriz Varga

    Okay, also nicht mal Geografie oder sonst was?

  41. 11:02
    Oliver Winter

    Geografie und Sport, die Klassiker.

  42. 11:06
    Ronald M. Arndt

    Ja, jetzt schauen wir mal kurz ein bisschen auf die Gruppe mittlerweile, also springen wieder in die Gegenwart. Was kann man dazu sagen? 40 Standorte, glaube ich, 8 Länder, wenn ich richtig lese, 11 Länder, glaube ich, 10 oder 11.

  43. 11:20
    Oliver Winter

    Ja, wir streiten uns intern immer mal um 10 oder 11, weil unsere UK-Kollegen, wir haben einen Standort in Schottland, einen in England, und die UK-Kollegen sagen immer, das sind 2 Länder. Ich sage immer, das ist ein Land. Ja, also es gibt genug Separatismus in Europa, müssen wir jetzt das nicht noch als 2 Länder zählen. Aber also wenn wir UK als ein Land 10 sind wir in 10 Ländern und knapp 30.000 Betten an der Zahl. Ja, ganz genau, genau.

  44. 11:43
    Ronald M. Arndt

    Und somit wahrscheinlich einer der größten im Bereich Hostel, oder auch wiederum, oder?

  45. 11:48
    Oliver Winter

    Ja, glaub, glaube ich schon. Also in, in Europa auf jeden Fall, und auch USA oder so gibt es keinen größeren Player. Wir wissen jetzt nicht, was es in China oder so gibt, ne, aber ich, ich glaube schon, also private, independent, ja, einer der größten.

  46. 12:04
    Ronald M. Arndt

    Dann habt ihr in Berlin losgelegt und es ging dann auch relativ schnell ins Ausland erstmalig, glaube ich, nach Prag. Kann das sein?

  47. 12:11
    Oliver Winter

    Richtig, genau. Das war, glaube ich, 2005 oder so, ja, 2004, 2005 rum.

  48. 12:16
    Katharina Beatriz Varga

    Also ziemlich direkt nach Berlin Prag.

  49. 12:19
    Oliver Winter

    Ja, genau. Also Berlin erstmal wirklich das zweite Haus gemacht, dann das dritte Haus. Dann hatten wir also sozusagen gelernt, wie man eine zentrale Organisation macht, zumindest innerhalb einer Stadt. Also das lernst du ja quasi mit dem zweiten Standort. Da musst du dich ja entscheiden, was nimmst du immer mit in jeden neuen Standort? Und was zentralisierst du? Wir haben uns sehr schnell dafür entschieden, möglichst viel zu zentralisieren, um uns das auch einfach zu machen mit weiteren Standorten, ne. Und dann kam gleich Prag, ja, was ja von Berlin nicht so unlogisch ist, nicht weit weg, ne, ist 5 Stunden mit dem Zug oder zu der Zeit 5 Stunden mit dem Auto. Heute geht das in 3 Stunden. Ja, diesen Standort haben wir übrigens nicht mehr. Wir sind heute in Prag sehr erfolgreich unterwegs, aber damals, das war auch so ein Learning, Wir haben damals in Prag einen Standort übernommen mit 170 Betten, und das waren wahnsinnig wenig Zimmer, sehr viele große Zimmer eben von der Bettenanzahl, ja, 30 Zimmer, 32 Zimmer. Und das war so eine Größenordnung, die konnten wir nicht wirtschaftlich betreiben auf Dauer. Das war so zum Sterben zu viel, zum Leben zu wenig. Und da haben wir zum Beispiel gelernt, wir brauchen eine gewisse Größe. Es müssen nicht immer 2000 Betten sein, aber es muss mehr sein als 170 Betten.

  50. 13:34
    Ronald M. Arndt

    Aber ihr habt relativ schnell, also in 3, 4 Jahren bewiesen, dass das Geschäftsmodell einfach auf jeden Fall seine Daseinsberechtigung hat. 3 Häuser in Berlin, dann schnell im Ausland.

  51. 13:43
    Oliver Winter

    Ja, ja, und wir haben schnell Appetit bekommen, ne. Also wir hatten dann auch wirklich Spaß daran, mehr zu machen. Und ja, das Konzept die ersten 10 Jahre immer rein auch noch zur Miete. Also wir waren dann immer Mieter der Objekte, weil die ersten 10 Jahre war das auch eher noch Wenn ich mich so erinnere, auch du musstest immer erst mal deinem Gegenüber, also von dem du die Immobilie oder das bestehende Hotel oder was auch immer haben wolltest, du musstest immer erst mal erklären, was machst du eigentlich, was ist Hostel?

  52. 14:12
    Ronald M. Arndt

    Warst du damals schon alleine als Gründer unterwegs oder gab es da noch jemanden?

  53. 14:16
    Oliver Winter

    Nee, ich hatte einen Partner, der auch für mich Mentor war in der Zeit, weil 15, 20 Jahre.

  54. 14:23
    Ronald M. Arndt

    Nee, das war nicht der Arne.

  55. 14:24
    Oliver Winter

    Das war ein M, aber wir haben dann trotzdem, das war der Michael. Und der Michael hatte aber dann schlauerweise auch entschieden, dass es jetzt nicht schlau wäre, M&O zu machen, sondern dass wir das A&O lassen. Und er war Bauunternehmer und kannte sich natürlich auch hervorragend gerade mit dieser Immobilienseite. Und Hotellerie ist ja immer, weil, wisst ihr ja selber, hast du viel mit dem Thema Immobilie zu tun. Du bewirtschaftest ja auch jemand anderes Immobilie oder deine eigene, aber du bist eben ja immer auf, also das ist eins der entscheidenden Knackpunkte. Erstens, welchen Standort kriege ich, den Standort, wie kriege ich den, wie kriege ich den 20, 30 Jahre finanziert oder angelegt.

  56. 15:01
    Ronald M. Arndt

    Und dann erstmal umbauen etc.

  57. 15:04
    Oliver Winter

    Das ganze Thema Umbau, Genehmigung und so weiter. Genau, und das war mir komplett abgenommen und ich konnte zugucken und das lernen. Über die ersten 17 Jahre haben wir das zusammengemacht.

  58. 15:17
    Ronald M. Arndt

    Und in den 17 Jahren ist das gerade so weitergegangen, also wahrscheinlich so 2 Häuser im Jahr locker aufgemacht.

  59. 15:25
    Oliver Winter

    Das war so die PS-Zahlung.

  60. 15:28
    Katharina Beatriz Varga

    Kommst du selber aus einer Großfamilie, dann auch in solchen Menschengrößen oder Gruppen von Natur aus zu denken oder diese Idee zu reifen?

  61. 15:38
    Oliver Winter

    Also ich habe nur, wir waren 5 zu Hause, ja, also jetzt keine, schon eine größere Familie, aber jetzt ja.

  62. 15:49
    Ronald M. Arndt

    Na ja, aber hier geht es ja schon gut ab, wenn da die Hütte voll ist. Da sehe ich die Frage schon als berechtigt interessant.

  63. 15:58
    Katharina Beatriz Varga

    Die mir unter den Nägeln brennt. Crazy Story. Kannst du uns irgendwas erzählen, was hier schon— ich meine, es ist ja schon eine andere Gästegruppe mit der Altersgruppe schon.

  64. 16:09
    Oliver Winter

    Also, und ich sage immer, die sind dynamischer. Also natürlich ist—

  65. 16:18
    Katharina Beatriz Varga

    Ich könnte mir auch vorstellen, dass die sich sogar besser benehmen als erwachsene Hotelgäste vielleicht.

  66. 16:22
    Oliver Winter

    Oh nee, das würde ich nicht sagen.

  67. 16:24
    Ronald M. Arndt

    Anders.

  68. 16:26
    Oliver Winter

    Anders. Und ich glaube aber, was man auch merkt, und man muss einfach seine Gäste, und das gilt ja für jeden in der Hospitality, wenn du dich entscheidest für eine Gästeklientel, dann musst du die mögen. Und wir mögen Schulklassen und wir mögen diesen Trubel und wir bauen das auch alles so, dass es eben nicht stört. Und natürlich haben wir auch mal Gäste, die vielleicht sozusagen deren Erwartungshaltung eine andere war, wenn sie a&o gebucht haben, weil sie vielleicht gesagt haben, okay, ich habe die Hotelgäste dann wahrscheinlich auch, die wir ja auch gezielt ansprechen.

  69. 17:03
    Katharina Beatriz Varga

    So ist es nicht, ich möchte das Bad im Flur.

  70. 17:06
    Oliver Winter

    So, aber eben, wir machen die Dinge zum Beispiel, ich sag mal, möglichst unkaputtbar und so weiter. Am Anfang hatten wir zum Beispiel nicht eigengefertigte Stockbetten, sondern eben klar, die ersten haben wir glaube ich bei IKEA oder so, die waren nach Tagen zerlegt. Also mit Inbus und Taschenmesser und was weiß ich. Und bei uns wird auch mal ein Heizkörper abmontiert. Aber das ist eben, ich glaube, das ist eben—

  71. 17:30
    Katharina Beatriz Varga

    Der wird dann stehen gelassen oder mitgenommen?

  72. 17:33
    Oliver Winter

    Nee, wenn wir Glück haben, wird der stehen gelassen und nur das Zimmer geflutet. Also, oder es passieren mal so Geschichten, dass, was weiß ich, unter dem fließenden Wasser werden die Bierflaschen gekühlt in einer Duschtasse und irgendwann lösen sich natürlich, die gehen raus in die Stadt, kühlen das Bier da im Sommer. Klima haben wir ja nicht. Und Kühlschrank haben wir auch nicht im Zimmer. Und dann mit dem fließenden Wasser lösen sich die Bieretiketten ab, die Verstopfung von dem Ausguss, und dann läuft es durchs Haus. Aber gut, das haben wir alle mal gemacht. Haben wir alle gemacht, ganz genau. Und uns ist wichtig, dass wir die Häuser so konzipieren, dass auch die jungen Leute das Gefühl haben, sie sind hier gewollt, und auch die Familien. Und ich zum Beispiel, ich bin ja selber Ich hatte jetzt sozusagen 2 Familienzyklen, sozusagen privat, ja. Also ich habe 4 Kinder in 2 Kohorten sozusagen, 2 ältere, 2 heute jüngere, und ich reise mit den Kindern, gerade wenn sie jung sind, unheimlich gerne im Arndt rum, weil die einfach— ich brauche hier nicht aufpassen, dass sie irgendeine Ming-Vase runterschmeißen und irgendwas zerdeppern oder kaputt machen. Ihr habt vorhin in den Zimmern gesehen, wir haben diese PVC-Laminatböden zum Beispiel, da kannst du mit Knete drauf rumschmieren, du kannst auch mit dem Edding drauf rummalen, dann wischen wir es halt wieder weg, und wenn wenn Cola verschüttet oder irgendwas. Also ich gehe zum Beispiel ungern barfuß über keinen Hotelteppich dieser Welt, weil ich immer denke, wer weiß, was da alles schon ausgelaufen ist. Und so, das ist, das versuchen wir alles möglichst clean und so, und dann passt das auch und dann macht das auch Freude.

  73. 19:09
    Ronald M. Arndt

    Ja, funktional haben wir auch gemerkt. Also es ist alles da. Es ist viel über der Erwartung, wie du auch gerade gesagt hast, die wir so aus dem Leben kennen von früheren Hostelbesuchen. Ich war ja auch in Neuseeland und Australien unterwegs. Also wirklich einfach einen Schritt weiter gedacht. Und ja, von daher ist mir schon klar, warum das alles so gut bislang funktioniert hat. Dieses Jahr seid ihr, glaube ich, nach Belgien gekommen. Brighton kam dazu.

  74. 19:36
    Oliver Winter

    Genau, genau. Brighton, Strand, ein Strandhostel. Ja, genau. Und zieht es jetzt neuerdings an die See. Also jetzt Brighton, Antwerpen in Belgien. Ganz genau, das haben wir jetzt seit 5 Tagen. Übernommen seit 1. November, ist das jetzt ein A&O. Wir werden es noch umbauen und so, aber das ist auch klassisch eigentlich unser Approach, dass wir erstmal im laufenden Betrieb einfach das übernehmen, wie es ist, und dann werden wir es jetzt über den Winter eben rebranden und refurben und so weiter. Genau, auch das an der See. Rotterdam, schon eine unserer letzten Eröffnungen am Meer. Irgendwie zieht es uns gerade ans Meer.

  75. 20:13
    Katharina Beatriz Varga

    Und was steht an? Was ist noch so geplant?

  76. 20:17
    Oliver Winter

    Also grundsätzlich erstmal ist Europa unsere Spielwiese. Wir gucken uns ganz Europa an, wobei wir ein paar Schwerpunktländer im Kopf haben. Das ist unbedingt Frankreich, da sind wir noch gar nicht. Paris natürlich ist ein großer Wunsch von uns. Wir wollen in Spanien unseren— wir haben einen Standort im Bau in Barcelona. Wir wollen in Spanien mehr machen, wir wollen in UK unbedingt mehr machen, natürlich vor allen Dingen auch London. Das ist der wichtigste Markt, würde ich sagen, in Europa. Den, in dem wir noch müssen neben Paris. Und Italien ist auch etwas, was uns wirklich Spaß macht. Wir sind Florenz kurz vor Eröffnung, kurz vor Fertigstellung. Venedig sind wir schon. Also Italien haben wir auch schon ein bisschen Erfahrung jetzt. Da sehen wir uns auch noch in sehr viel mehr Städten.

  77. 21:02
    Ronald M. Arndt

    Und selbst in diesen Ländern ist kein Player irgendwie euch auf den Spuren, auf den Fersen und sagt—

  78. 21:07
    Oliver Winter

    Ah, na, wir haben schon auch Wettbewerb. Also wir haben in 2 Bereichen, wir haben so die, das wie wir machen, die Kollegen, Ja, von Meininger, vom Wombats Generator und so weiter, die sind da unterwegs und wir vertragen uns aber in allen Städten in Koexistenz sozusagen. Also es wäre jetzt nicht so, dass wir sagen, oh, die sind jetzt schon da, da können wir in die Stadt nicht. Die Städte, in denen wir alle unterwegs sind, sind groß genug und geben das her, dass verschiedene Brands auch im Hostelbereich da sind.

  79. 21:35
    Ronald M. Arndt

    Und es ist natürlich ein Segment und ein Preisniveau, das einfach Zukunft hat.

  80. 21:41
    Oliver Winter

    Denke ich auch, ja. Und, oder das sehen wir ja auch jeden Tag. Und, und wo wir immer drauf treffen, das darf man nicht vergessen, es gibt immer diesen Non-Commercial, also diesen, in Deutschland nennt man es den gemeinnützigen Bereich, ne, der immer schon da ist. Und also es gibt ja keine Stadt, in der es nicht eine DJH-Jugendherberge in Deutschland zum Beispiel gibt, oder auch dann 2 oder 3, oder vom Kolpingwerk etwas, oder YMCA, jetzt CVJM und so. Also du hast in in unserem Segment gibt es sehr viele Player auch, die eben, die da seit 50, 60, 70 Jahren oft auch in sehr guten Lagen und so ihre Häuser haben. Und also auch der Wettbewerb ist eh da.

  81. 22:21
    Katharina Beatriz Varga

    Wie sehr achtet ihr bei den Standorten auch auf den Wiedererkennungswert des Designs der Zimmer, des Konzepts, eurer Umsetzung, was identifiziert A und O?

  82. 22:35
    Oliver Winter

    Also bei den Zimmern und, also, oder generell, sobald du ein a&o betrittst, sollst du eigentlich einen Wiedererkennungseffekt haben, auch in der Lobby. Und also du siehst, also ihr habt jetzt das, ich weiß nicht, wie viele andere ihr schon gesehen habt, aber ihr würdet das wiedererkennen.

  83. 22:49
    Katharina Beatriz Varga

    In Salzburg, das kenne ich auch.

  84. 22:51
    Oliver Winter

    Ah ja, also du solltest eigentlich, denke ich, schon das Furniture und so weiter wiedererkennen, die Farben. Wir sind extrem flexibel in der Auswahl der Gebäude, weil wir die ja nicht custom made uns bauen lassen, sondern immer zu 99% Bestandsgebäude. Genau, wir gehen in den Bestand und dadurch hast du natürlich von hier Kontorhaus, Office Buildings sind es natürlich sehr oft. Wir haben auch Dänemark, Kopenhagen war es eine Schule zuvor, also die diversesten. Köln war es ein BND-Gebäude, sehr spannend mit 3 Tiefgeschossen und einem Durchgang unter der Straße.

  85. 23:29
    Katharina Beatriz Varga

    Es gibt große Frühstücksräume in Köln im Keller. Ja, ist auch aufgefallen hier in Hamburg, ehrlich gesagt, so wenig Tageslicht, wie da reinkommt. Wie gut das gestaltet ist, also dass das Wohlgefühl dort trotzdem halt bedacht wurde.

  86. 23:42
    Oliver Winter

    Und das ist zum Beispiel dadurch, dass wir in dem— heute baust du ja nicht mal mehr zwingend, heute ist, wenn du baust oder neu baust, ist der Keller die teuerste Fläche eigentlich, aber wenn du in den Bestand gehst, ist das ja eigentlich immer so eine Übrigfläche. Und deshalb, wenn es die Deckenhöhen und die Größen und so hergeben, haben wir immer gesagt, das ist die ideale Fläche eigentlich für den Frühstücksraum. Du hältst dich da in der Regel 30 Minuten auf, zum Frühstück oder 40 Minuten. Und warum sollst du? Und insgesamt gesehen ist so eine Fläche von 7 bis 11 Uhr aktiv und danach ist sie tot. Oder wir haben eben, oder wir gehen dazu über, dass wir die Lobby sozusagen fließend in den Frühstücksraum übergehen lassen. Und dann haben wir da aber auch diese Fläche eben 24 Stunden in Betrieb und können die aktivieren und da hat der Gast was von.

  87. 24:25
    Ronald M. Arndt

    Und ich finde es aber spannend zu erfahren, wie es dann der Gründer mit der Idee geschafft hat, die Sache groß zu machen. Du hast ja diesen Michael dann irgendwann gehabt, Bauunternehmer, der hat das abgedeckt, was man einfach braucht, aber du nicht konntest, vielleicht auch wolltest, weil du ganz andere Stärken hast. Wie ging es denn weiter an Partnern?

  88. 24:54
    Oliver Winter

    Also der Michael war am Anfang mein großes Glück, so Ja, nämlich jemanden, du brauchst ja immer jemanden, der in deine Idee investiert, und wir wissen es, du hast die Erfahrung auch mehrfach als Gründer. Wenn du erstmal nur eine Idee hast und noch kein Proof of Concept und so weiter, dann ist das extrem schwierig. Egal ob du jetzt schaffst, im Privaten jemanden zu überzeugen oder bei einer Bank noch schwieriger, gerade wenn du jung bist. Ich war, als wir gegründet haben, ich war 24, ohne nur meine blauen Augen hätte mir da keine Bank der Welt, das muss man dann auch erstmal lernen. Man denkt ja, man geht jetzt zu einer Bank und dann kriegt man da sein Geld. Ich habe eine Vision, das geht schon. Genau, das muss doch, das müssen doch alle verstehen und alle müssen doch auch dran glauben. Also ich hatte das Glück eben, dass ich da einen Privatmann gefunden habe, der selber sehr unternehmerisch schon auch sehr erfolgreich unterwegs war und schnell erkannt hat, hey, das kann funktionieren. Und dann haben wir das zusammen 17 Jahre sehr erfolgreich aufgebaut. Erst dann in 2017 war genau 65 Rentenalter erreicht. Hatte deshalb vorher eben schon so mit dem kommenden, okay, kommen dann irgendwann in ein Alter, ich muss dann überlegen. So, da hat er mir damals sehr fair auch eine Frage gestellt, fand ich super, und hat gesagt, so, Oliver, wir können das auch weiter darüber hinaus machen, also ich bleibe investiert, ich bleibe dein Partner, und wir, aber dann habe ich keine Lust mehr, hier jedes Jahr 2, 3 Standorte dazu, sondern dann bleiben wir in der Größe, tauschen vielleicht mal einen Standort aus, aber dann wächst das nicht mehr. Aber ich will dir auch nicht im Weg stehen, du bist deutlich jünger, oder ich verkaufe meine Anteile. Also, und da habe ich gesagt, na, dann bin ich eher für den Verkauf, damit es weitergeht, weil wir auch bis heute nur absolut noch nicht am Ende unserer Möglichkeiten sind. Und da haben wir dann uns auf die Suche begeben und damals dann 2017 TPG gefunden, ein Private Equity aus den USA, und die sind eingestiegen in das Business und haben uns dann vor allen Dingen geholfen, im Ausland Finanzierung zu bekommen. Also sowas, was du auch einmal erfolgreich in Deutschland, und dann vielleicht, dann haben wir es auch noch erfolgreich selber nach Österreich kopiert. Aber dann kommst du auch selbst als Erfolgreicher, du hast dann eben, was weiß ich, 20-mal einen guten Track Record in Deutschland, Österreich. Das heißt aber noch lange nicht, dass eine italienische Bank dann sagt, darauf habe ich jetzt gewartet und jetzt unterstützen wir dich, ja, oder in Spanien oder so. Und das ging dann mit TPG, wurde es deutlich internationaler. Da zu der Zeit sind wir dann, haben wir Ungarn, Polen, Dänemark, gemacht und haben eben ja die Brand wirklich über den deutschsprachigen Raum deutlich ausgeweitet. Das war so davon geprägt. Und was TPG auch geprägt hat, war dieses wirklich einheitliche Look and Feel. Wenn du 17 Jahre was aufbaust, du hast dann ein Potpourri aus Da gibt es noch die gelben Zimmer und die blauen Zimmer, so je nachdem, was du gerade für eine Phase und für einen Mut hattest über die 17 Jahre. Und das haben wir dann wirklich, da haben wir 2018, 2019, haben wir mal gemeinschaftlich viel Geld in die Hand genommen, haben so ein Rebranding gemacht, haben alles auf einen Stand und Standard gebracht und ein Design uns damals von BWM erarbeiten lassen. Und die arbeiten heute noch für uns daran, die haben das toll gemacht. Machen das immer noch toll. Wenn wir jetzt weitere Entwicklung machen, passen wir möglichst auf, dass wir da konsistent bleiben in dem, was wir tun.

  89. 28:23
    Katharina Beatriz Varga

    Und mit der Private Equity, ist es auch an der amerikanische Markt interessant? Also die Verbindung, was war so die gemeinsame Vision?

  90. 28:31
    Ronald M. Arndt

    Also dich in Europa erstmal groß zu machen?

  91. 28:33
    Oliver Winter

    Ja, wir haben uns immer entschieden, erstmal, weil wir haben, also wir haben so eine, so eine Key-Target-List intern, wo wir, wo wir über 50 europäische Städte noch drauf haben. Und wir haben gesagt, solange wir so viel hier noch zu tun haben und sagen, wir können hier noch in so vielen Städten wachsen, gibt es eigentlich noch keinen Grund, weil das strengt eine Firma auch extrem an.

  92. 28:54
    Katharina Beatriz Varga

    Auf einen anderen Kontinent zu gehen.

  93. 28:55
    Oliver Winter

    Genau, und das ist ja auch nicht mal einfach easy gemacht. Also dann sitzt dein ganzes Team alleine, stell dir vor, selbst wenn du das nächste Naheliegendste wäre vielleicht dann New York mit 6 Stunden Flug, aber auch das ist so, solange wir noch nicht in Rom sind und in Paris und in London, brauchen wir eigentlich nicht über New York nachdenken.

  94. 29:17
    Ronald M. Arndt

    Und die gemeinsame Vision von TPG oder die Idee von TPG war dann auch da wieder, maximal lange mit an Bord zu bleiben, oder war von vornherein das ein Investor, der gesagt hat, in ein paar Jahren fliegt er aber auch wieder raus?

  95. 29:30
    Oliver Winter

    Also so Private Equity investiert immer eigentlich auf 5, 6, 7 Jahre. Aus den 5 Jahren wurden 7, also TPG hat dann Ende letzten Jahres verkauft. Jetzt haben wir ein anderes Private Equity, ist eigentlich so, dass auch wieder amerikanisch, genau, und Klinke in die Hand gegeben, genau. Und das ist deren Geschäft, so wie unser Geschäft ist, jeden Tag neu das Bett zu verkaufen, ist deren Geschäft, eben Firmen zu helfen, ein Stück erfolgreicher und größer zu werden und dann das weiter wieder zu verkaufen.

  96. 30:03
    Ronald M. Arndt

    Das heißt, da hat sich wahrscheinlich TPG auch schon drum gekümmert, eben seinen Anteil einfach bestmöglich zu verkaufen und Genau, hast du nicht viel mit zu tun gehabt.

  97. 30:11
    Oliver Winter

    Das stimmt. Und die, also du hast so Phasen, ne, du hast so 2, 3 Jahre sozusagen die extreme Aufmerksamkeit in, wo können wir wirklich jetzt pushen, wo können wir der Firma helfen, sie noch erfolgreicher zu machen in dem, was sie, wo sie ja in der Regel schon erfolgreich sind, das zu boosten, sage ich mal. Dann wird das bewiesen, was man da gemacht hat und angestoßen hat, ne. Das dauert ja auch noch mal 1, 2 Jahre, und dann geht's eigentlich so 1, 2 Jahre in diese Deinvestmentphase, wo— und das stimmt, das wird aus London oder Dallas oder sonst wo gesteuert und geguckt, wer sind da die Richtigen.

  98. 30:50
    Ronald M. Arndt

    Okay, so, da habt ihr jetzt neue Power mit an Bord. Was sind so die Projekte?

  99. 30:55
    Katharina Beatriz Varga

    Genau, ein Thema interessiert uns ja auch noch, Ronald, ne. Also fühlt ihr oder spürt ihr die Challenge der jungen Generation der Gäste zu dem Thema Nachhaltigkeit, Digitalisierung etc.?

  100. 31:09
    Oliver Winter

    Spüren wir absolut. Also es ist wirklich gute Frage. Und die, also wir merken es, du siehst auch in Europa ein Nord-Süd-Gefälle, was das Thema angeht. Also die Nordics, ja, die skandinavischen Länder zum Beispiel, da sehen wir es zum Beispiel knallhart schon an Regularien, dass zum Beispiel eine skandinavische Schulklasse, die dürfen zum Beispiel nicht mehr fliegen zu unseren Destinationen. Das macht dann auch was mit den Destinationen. Dann kriegst du dann zum Beispiel einer Schulklasse aus Aarhus, kriegst du plötzlich schwierig Venedig verkauft als Standort, weil die natürlich dann sagen, ja, da sitze ich, keine Ahnung, weiß ich jetzt nicht, 20 Stunden im Bus. Das heißt, die reisen plötzlich nur noch erdgebunden. Ja, so, das macht konkret was mit deiner Landkarte, wo du denken musst, okay, wo kriege ich die noch hin und wo kann ich denen Destinationen bauen, dass ich das hinbekomme. Wir haben immer schon auf, das kommt uns natürlich mit dem Nachhaltigkeitstrend zugute, auch in Zukunft, wir haben immer schon auf extrem gute öffentliche Anbindung gesetzt, auf möglichst Hauptbahnhof oder zumindest Bahnhofsnähe, weil eher eigentlich ursprünglich getrieben aus dieser Geschichte, dass unsere Klientel entweder aus Altersgründen oder eben auch aus natürlich Einkommensgründen in der Regel ja gar kein eigenes Auto haben. Sondern mit den öffentlichen Verkehrsmitteln irgendwie anreisen. Und das kommt uns jetzt auch zugute. Und wir überlegen, also wir betreiben das Thema oder bearbeiten das ganze Thema der Nachhaltigkeit, des wann wollen wir Zero sein, ab wann sind wir Net-Zero, was sind unsere Antworten sozusagen an den Markt, ne? Für die, wir wissen, dass 25% ungefähr der, das wissen wir jetzt aus Umfragen, die auch veröffentlicht sind, von Booking.com zum Beispiel, dass 25% der Gen Z sagen, sie betreten aus Umweltgründen, aus moralischen Gründen eben kein Flugzeug mehr. Interessant ist wiederum, dass 75% der Gen Z mehr fliegen als ihre Eltern. Ja, so, also es ist ein sehr ambivalentes Verhalten. Aber jetzt willst du natürlich, also 25% ist ja so viel, dass du sagst, die kann ich ja nicht einfach ignorieren, sondern denen möchte ich auch eine Antwort geben. Und ich glaube auch, die 25% werden ja eines Tages 30, 35, 40% sein. So, das heißt, uns beschäftigt extrem, wie können wir eine Antwort geben, eine gute Antwort darauf, dass ich nicht nur budgetschonend reisen kann, sondern dass ich auch ohne, ohne jetzt mal aus Umweltgründen Travel-Scham, ja, also so ohne Reisescham verreisen kann und nicht irgendwann vielleicht, dass wir alle in 5 Jahren oder in 10 Jahren ein Problem haben, dass die Gäste sagen, die haben eigentlich da ein schönes Produkt, aber ich schäme mich eigentlich dahin zu fahren und das, ne, weil ja, ich das moralisch mit mir nicht verbinden kann, weil der Fußabdruck da einfach scheiße ist. Und deshalb haben wir dieses Thema zum Beispiel, wir gucken uns unseren und lassen uns unseren Fußabdruck seit 2015 schon jedes Jahr ausrechnen, werden da immer genauer, auch immer schneller in dem Tracking und Reporting. Wir lassen uns auditen und so weiter und verstehen immer besser auch, wie wir den verändern können. Und wir hatten, um das auch mal in Zahlen, wir hatten, als wir angefangen haben, den Wert uns das erste Mal anzugucken, hatten wir einen Fußabdruck von 9 Kilo. Pro Übernachtung, was übrigens deutlich unter dem ist, was du privat zu Hause hast.

  101. 34:26
    Katharina Beatriz Varga

    Ich wollte gerade sagen, das ist gar nicht so viel.

  102. 34:29
    Oliver Winter

    Zu Hause hast du 25 Kilo, wenn du einfach nur lebst. Irgendwo musst du ja auch wohnen und so weiter. Das heißt, es ist schon mal eh viel besser. Kündige deine Wohnung, komm zu a&o, wohn hier. Da tust du schon mal der Umwelt was Gutes. Und dann haben wir diese 9 Kilo, da haben wir gemerkt, da sitzen wir eigentlich eh schon auf so einem Schatz. Das kommt natürlich durch diese extreme Flächenoptimierung, dass bei uns eben 4, 5, 6 Leute in einem Zimmer sind, dass wir keine Minibar haben, keinen Bar und so weiter. Das haben wir eben produktbedingt gar nicht. Da haben wir einen Riesenvorteil natürlich. Es ist für ein 5-Sterne-Hotel viel schwieriger, diese Reise erstmal anzugehen. Trotzdem muss er das auch machen, weil der hat andere Themen. Und wir haben gemerkt, okay, wir sitzen da eh per se sozusagen produktbedingt schon mal auf einem Schatz. Und wie können wir diesen Diamant jetzt noch schleifen und feilen? Wir sind inzwischen bei 3 Kilo. Wir haben das also um 6 Kilo runtergebracht, die 9.

  103. 35:17
    Katharina Beatriz Varga

    Wahnsinn.

  104. 35:17
    Oliver Winter

    Ja, mit immer erstmal vor allen Dingen ja machbaren Maßnahmen, ne. Also so Aufmerksamkeit und zum Beispiel, das fängt damit an, dass wir beim Refurb irgendwie gesagt haben, okay, alles LED, ja, du wirst keine Glühbirne mehr finden bei Arndt. Wir kaufen die Energie grün ein, wir gucken, wo, wir haben diese Wasserspark-Duschköpfe eingebaut, ja, und also so in jedem Bereich irgendwas also installiert, implementiert. Haben die ganzen Lieferwege uns angeguckt, die One-Stop-Delivery anstatt mehrere Anfahrten, ja, gucken zum Beispiel heute auch, dass wir die Bettwäsche vielleicht eher, Tatsache, was so ein bisschen Arndt untypisch ist, dann einen Tick mehr ausgeben und dafür die Bettwäsche nicht ganz so weit herkommt, als zum Beispiel jetzt 200 Kilometer oder 300 Kilometer über die Autobahn gefahren wird. Also in allen Bereichen schauen wir uns das an und ja, sind da sehr erfolgreich und versuchen das eben jetzt auch möglichst zeitgemäß zu transportieren und zu kommunizieren, damit eben die Zielgruppe versteht, was wir machen. Das wird nicht einfacher, weil einfach dieses Thema Greenwashing, und dann weißt du auch, dass gerade die Lufthansa jetzt gerade von einer verklagt wurde, und du musst unheimlich aufpassen, wie kommunizierst du, was kommunizierst du, damit das nicht ein Bumerang wird und das eigentlich, was du alles und vor allem unsere Mitarbeiter ja an guten Anstrengungen erreicht haben und und wir die letzten 10 Jahre jetzt ja geschafft haben da auf dem Weg, dass wir das in der richtigen Weise dann auch transportieren und eben aufzeigen können, was waren unsere Anstrengungen, wo sind wir eben jetzt heute, ne, bei diesen sensationellen 3 Kilogramm pro Übernachtung, und wo geht die Reise hin, was ist realistisch, wo können wir in 10 Jahren sein von jetzt, ne.

  105. 37:06
    Ronald M. Arndt

    Die Katharina hat das Thema Digitalisierung angesprochen. Notwendigkeit, klar, aber ich glaube auch, dass es in eurem Segment Gruppenbuchung gar nicht so viel Standardlösungen gibt und gab, oder? Da müsst ihr wahrscheinlich auch irgendwie Vorreiter sein. Das stimmt, und da sind wir wahrscheinlich einer für die ganze Gruppe, die Sicherheiten da irgendwie leisten.

  106. 37:27
    Oliver Winter

    Also wir haben tatsächlich 12 Developer auf unserer Payroll, die Back-of-House und Web und so weiter developen, weil wir unheimlich vieles nicht von der Stange finden, ja, schon von Anfang an nicht. Das fing schon Ich erinnere mich 2004, als wir anfingen mit diesem Hotelprodukt und dann uns an die OTAs da anbanden, da war dann zum Beispiel, wir haben dann schnell gemerkt, okay, wir können doch jetzt hier nicht alle Stunde ein Fax schicken oder irgendwas uns einloggen irgendwo. Und dann haben wir angefangen, damals war das noch so Login-Seiten, und da hast du dann händisch deine verfügbaren Betten da aktualisiert und so weiter. Und dann haben wir die Seiten gescrapet, ja, also so ein Tool gebaut und haben das dann automatisch eintragen lassen und so weiter. Gab es dann irgendwann einen Anruf, ich weiß nicht mehr, war es HHS oder so, sagte, ja, ihr müsst aufhören, ihr schickt uns ja alle Viertelstunde ein Fax, wo wir sagen, wir schicken euch gar nichts, wir gehen auf eure Webseite und tragen da was ein. Und bei denen kam wirklich immer ein Fax raus oder ein Ausdruck. Also wir haben das komplett mitgemacht, diese ganze Digitalisierung, und haben immer schnell gemerkt, wir müssen uns die Anwendung selber bauen. Und sowas wie zum Beispiel diese Check-in-Journey, oder wir haben seit, ich glaube jetzt seit 10 Jahren, sehr erfolgreich als einer der ganz wenigen wirklich ein Gruppenbuchungstool. Also du kannst bei uns bis 100 Personen online Realtime buchen und nicht Anfrage starten, sondern du kannst wirklich, du kriegst deinen Preis, du kannst es durchbuchen, du kannst bezahlen, kannst fertig machen, brauchst ja auf nichts warten, also direkt durchbuchen.

  107. 38:55
    Katharina Beatriz Varga

    Das ist außergewöhnlich. Du musst normalerweise ab 10 Personen, geht es ja nicht mehr online.

  108. 39:02
    Oliver Winter

    Aber bei uns ist das ja unser Butterbrotgeschäft, ne, so, und deshalb haben wir auch gesagt, das müssen wir lösen, ne, und das haben wir. Das ist eine komplette Inhouse-Entwicklung zum Beispiel, und dann immer natürlich in Anbindung an die, an mit dem PMS- Hersteller, und dass man da dann die Schnittstellen schafft. Und wir haben zum Beispiel sehr, sehr viele individuelle Schnittstellen zu diesen Gruppen- oder Schulfahrten-Reiseveranstaltern. Da gibt es ja so ein paar Spezialisten, die diesen Markt bearbeiten, und die sehen zum Beispiel online, real-time unsere Verfügbarkeiten, können sich daran bedienen, sehen dann den Preis dahinter und können dann einbuchen.

  109. 39:38
    Ronald M. Arndt

    Was ist so deine persönliche Vision? Bis du dann irgendwann 65 bist?

  110. 39:42
    Oliver Winter

    Also auf jeden Fall möchte ich in naher Zukunft wirklich sagen, wir haben ein— ich habe jetzt gelernt, was ESG angeht, dass es ein wirkliches Zero wahrscheinlich gar nicht geben wird, sondern es gibt so ein, ich sag mal, unvermeidbares bis zu unvermeidbares Zero, weil du hast immer dann irgendeinen Wert, den musst du dann irgendwie kompensieren. Aber so weit möchte ich die Firma noch selber gerne unbedingt bringen, dass wir sagen können, wir haben ein Produkt, Produkt, dass das nicht nur dem Geldbeutel möglichst wenig schadet, sondern eben auch der Umwelt so wenig wie möglich schadet. Ja, also dass wir da in beiderlei Hinsicht sozusagen das attraktivste Produkt haben.

  111. 40:23
    Ronald M. Arndt

    Das würdest du so als das wichtigste Ziel sehen? Okay, gar nicht mal Anzahl, Standorte, Länder, Kontinente?

  112. 40:31
    Oliver Winter

    Nee, ach natürlich möchte ich gerne so diese Pace beibehalten von 2, 3—

  113. 40:36
    Ronald M. Arndt

    Was sagt der Amerikaner?

  114. 40:38
    Oliver Winter

    Auch, also naja, die wollen eigentlich auch mehr oder ein bisschen schneller, was uns auch freut.

  115. 40:45
    Katharina Beatriz Varga

    Wer weiß, was die ab heute sagen.

  116. 40:49
    Oliver Winter

    Aber nee, da sind wir schon absolut abgestimmt. Also 2, 3 Neueröffnungen im Jahr, das alte Credo. Das alte Credo, wieder zu dieser alten Pace sozusagen zurückzukommen. Das war ja durch Corona auch alles ein bisschen unterbrochen und ehe du dann so eine Pipeline wieder aufbaust, das dauert ja auch einen Moment.

  117. 41:09
    Katharina Beatriz Varga

    Wow, sehr schön. Ja, ich bin hoch beeindruckt. Diese Einblicke auch zu dem Konzept und a&o allgemein, das war mir alles gar nicht so klar.

  118. 41:18
    Ronald M. Arndt

    Danke. Vielen Dank.

  119. 41:20
    Oliver Winter

    Ja, ich danke, dass ihr mich eingeladen habt. Super, hat Spaß gemacht. Dankeschön.

  120. 41:24
    Katharina Beatriz Varga

    Danke für deine Zeit. Auf ein Wiedersehen.

  121. 41:28
    Oliver Winter

    Ja, würde mich freuen. Wir sind auch in Stuttgart, ne?

  122. 41:30
    Ronald M. Arndt

    Ich weiß, ich weiß, ich sehe es jeden Tag.

  123. 41:32
    Oliver Winter

    Ja, das war ein anstrengendes Gebäude.

  124. 41:35
    Ronald M. Arndt

    Das war ja so ein—

  125. 41:36
    Oliver Winter

    ich glaube, da war Danone drin oder so, ne? Das war also auf jeden Fall, haben haben wir da wirklich noch so Kellerbereiche, wo da waren dann die auf einer Seite, sage ich mal, die linksdrehenden Kulturen und auf der anderen die rechtsdrehenden. Und das ist unser, in Stuttgart Tatsache, in dem Gebäude ist unser Zentrallager für A&O Möbelsachen, weil wir eben da enorme Tiefgeschosse haben, die du mit Stapler befahren kannst, weil da eben einfach Molkereibetrieb war in dem Gebäude.

  126. 42:04
    Ronald M. Arndt

    Stark. Also Martin, alles Gute und bis zum nächsten Mal. Gerne, wir freuen uns.

  127. 42:07
    Katharina Beatriz Varga

    Oliver, danke dir.