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Germany · Episode #163 · 11.02.2026 · 31 Min

Alexander Haas, KOKOMO Hospitality

Alexander HaasKOKOMO Hospitality
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Aufgenommen: Gondel der Wallbergbahn, Rottach-Egern

Standbild aus der Episode mit Alexander Haas Germany31 Min

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„The service of a 5-star Grand Hotel in Paris mixed with the atmosphere of a hostel in Melbourne.“

Alexander Haas, 25:09

Katharina Beatriz Varga und Julian Moers nehmen diese Episode in einer Gondel der Wallbergbahn am Tegernsee auf, zu Gast ist Alexander Haas, Gründer von KOKOMO. Er erzählt, wie aus einer Dachterrassenbar an der TU München über einen Private-Equity-Job das Haus im Tal und die Übermarke Anagram wurden. Dazu erklärt er, warum er als Holding statt als Fonds aufgestellt ist, warum Vier Sterne für ihn besser rechnen als Fünf und wann Rom, Tegernsee und Berlin aufmachen.

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Kernaussagen

  1. Holding statt Fonds: Das Kapital kommt von einer internationalen Investorenbasis, aber nicht in einen Fonds. Haas will die Flexibilität der Holding, weil ein Fonds mit seinem Investmentzyklus von etwa sieben Jahren für Immobilien und Hotellerie aus seiner Sicht nicht passt.
  2. Vier Sterne rechnen besser: Bei Limestone Capital hat er Häuser vor allem in Italien und im Fünf-Sterne-Segment eröffnet und gesehen, was für den Aufwand unterm Strich hängen bleibt. Seine Schlussfolgerung: Vier Sterne versteht er und ist darin nicht schlecht.
  3. Nachfolge schafft Einkaufschancen: Zinsschock und Nachfolgethematik treffen zusammen: Familienhotels haben Covid durchgezogen, die nächste Generation will oft nicht übernehmen. Haas verhandelt selbst, weil Verkäufer in Italien nicht den Investment-Heini, sondern den Betreiber vor sich haben wollen.
  4. Erst das Haus, dann die Marke: Das Münchner Haus hieß bewusst Haus im Tal und nicht Anagram, weil ein erstes Haus für sich stehen können muss. Jetzt bleibt der Name erhalten und bekommt Anagram als Übermarke für die weiteren Häuser.
  5. CRM selbst programmiert: Nach einer Phase, in der sie auf gute Produkte aus der Hospitality-Startup-Szene gesetzt haben, entwickeln sie wieder selbst: CRM und Training-Tool sind komplett eigene Programmierungen, damit der Service stimmt.
Shownotes zur Episodeaus dem Podcast-Feed

In der kleinsten Gondel der Wallbergbahn trafen unsere Hosts Katharina Beatriz Varga und Julian Moers auf Alexander Haas, Gründer der Kokomo Hospitality AG. Sein Weg vom Private-Equity-Experten zum Hotel-Visionär ist so ungewöhnlich wie inspirierend: Er führt von einer studentischen Dachterrassen-Bar direkt zur Eröffnung des Münchner „Haus im Tal“ und zur neuen Marke Anagram. Haas’ Philosophie bricht mit Konventionen: Er verbindet den exzellenten Service eines Pariser Grandhotels mit dem lässigen Vibe eines Melbourner Hostels. Durch technologische Eigenentwicklungen schafft er den nötigen Freiraum für das Wesentliche: echte Gastgeberschaft. Seine Häuser fungieren dabei als „Wohnzimmer der Stadt“, in denen Locals und Reisende ungezwungen aufeinandertreffen. Trotz volatiler Märkte setzt Haas mit seiner flexiblen Holding-Struktur auf Expansion: Bis 2027 folgen auf München neue Standorte in Rom, am Tegernsee und in Berlin – immer mit dem Ziel, die einzigartige Seele der jeweiligen Stadt atmen zu lassen.

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Transkript

Transkript öffnenTranskript schließen31 Min · Ronald M. Arndt und Alexander Haas

Automatisch transkribiert mit AssemblyAI, Sprecher automatisch zugeordnet. Nicht redigiert.

  1. 00:00
    Katharina Beatriz Varga

    Heute haben wir ein ganz besonderes Setting, Julian. Wir sind in der kleinsten Gondel, die ich, glaube ich, kenne.

  2. 00:06
    Julian Moers

    Wir machen den Hotel-Podcast heute auf kleinstem Raum.

  3. 00:10
    Katharina Beatriz Varga

    Ja, und sehr kuschelig.

  4. 00:11
    Julian Moers

    Dabei mit dem besten Blick.

  5. 00:14
    Alexander Haas

    Besser geht's nicht.

  6. 00:15
    Julian Moers

    Wir befinden uns in der Wallbergbahngondel auf dem Weg hoch zum Wallberg auf knapp 1720 Meter, glaube ich, und haben einen ganz besonderen Gast heute bei uns.

  7. 00:27
    Katharina Beatriz Varga

    Ja, und zwar dich.

  8. 00:28
    Alexander Haas

    Alex. Danke, danke, danke, dass ich da sein darf in der kleinsten Gondel, in der du als Österreicherin jemals warst.

  9. 00:34
    Katharina Beatriz Varga

    Ja, das ist wohl wahr.

  10. 00:36
    Alexander Haas

    Als Bayer hat man noch mal kleinere Gondeln erlebt.

  11. 00:39
    Katharina Beatriz Varga

    Wirklich? Das klingt aber Einzelgondeln, nicht zu dritt.

  12. 00:42
    Alexander Haas

    Zweier.

  13. 00:44
    Katharina Beatriz Varga

    Mit Candlelight Dinner und so?

  14. 00:46
    Alexander Haas

    Hatte ich noch nie, aber könnte man machen.

  15. 00:49
    Julian Moers

    Alex Haas, Gründer und Geschäftsführer von KOKOMO Capital.

  16. 00:54
    Alexander Haas

    Genau.

  17. 00:54
    Katharina Beatriz Varga

    There's a place called KOKOMO.

  18. 00:56
    Julian Moers

    Da kommen wir jetzt sofort drauf.

  19. 00:58
    Alexander Haas

    Ich finde gut, dass du gesungen hast. Noch mal.

  20. 01:00
    Katharina Beatriz Varga

    Ja, seitdem ich den Namen gehört habe, muss ich einfach an die Beach Boys denken.

  21. 01:03
    Alexander Haas

    Catchy Song.

  22. 01:04
    Julian Moers

    Die Frage klären wir sofort.

  23. 01:07
    Katharina Beatriz Varga

    Ja, gleich jetzt sofort? Sofort. Ja. KOKOMO, hat das was mit den Beach Boys zu tun? Bist du inspiriert durch die Beach Boys?

  24. 01:13
    Alexander Haas

    Ich habe mich nicht inspiriert, ich habe es geklaut einfach.

  25. 01:16
    Katharina Beatriz Varga

    Sehr gut.

  26. 01:17
    Alexander Haas

    Nee, die Geschichte dahinter ist, na ja, also erst mal, ich meine, wir machen Hospitality. There's a place called KOKOMO, also der Traumplatz und so weiter, ist natürlich jetzt Und wahrscheinlich gar nicht so schlecht. Und diese, ich sag mal, Investmentfirmen haben ja auch immer nicht so plakative Namen, deswegen da auch so ein bisschen eine Ecke drum, aber fand ich ganz gut. Aber ich habe das tatsächlich auch geklaut von, kann jetzt nicht sagen, welche Firma es war, aber eine relativ bekannte Firma. Ich habe davor im Private Equity gearbeitet, also Jahre davor, kurz nach dem Studium, und da haben Jungs, die eine Modefirma hatten, hatten das Projekt KOKOMO genannt und Wir haben uns alle, also ich dachte es mir schon, aber da haben sich alle gedacht, why? Und das war halt der Grund. Im Grunde war die Idee, sell and become rich and settle in Kokomo.

  27. 02:09
    Katharina Beatriz Varga

    Und werde ein Ohrwurm.

  28. 02:10
    Alexander Haas

    Und das ist am Ende auch mein Ziel.

  29. 02:13
    Katharina Beatriz Varga

    Ein Ohrwurm zu werden?

  30. 02:15
    Alexander Haas

    Nee, zu einem Ort, der Kokomo heißt, mich niederzulassen in Ruhe.

  31. 02:19
    Julian Moers

    Und für die Modekarriere hat es nicht gereicht, da fungierst du lediglich als Konsument, wie man wünschen kann.

  32. 02:24
    Alexander Haas

    Genau, da hat heute schon viel Diskussionsstoff, das habe ich dir Die flauschigen Stoffe heute ein bisschen übertrieben, aber ja, genau.

  33. 02:32
    Julian Moers

    Hast dich dafür aber für die Hotelinvestmentseite und Hotelbetreiberseite entschieden. Wie kam es denn dazu?

  34. 02:39
    Alexander Haas

    Ja, also ich bin so ein bisschen so ein komisches Gewächs auf eine Art. Ich habe also als Schüler immer schon, war ich immer unternehmerisch und habe klassische Studentenpartys, Schülerpartys und sowas gemacht und da irgendwie mein Taschengeld aufgebessert. Und dann in der Uni habe ich tatsächlich eine Dachterrasse Straßenbar eröffnet bei mir an der Universität und habe dadurch mein Studium finanziert. Aber ich war dann eigentlich unabhängig von meinen Eltern, was ganz cool war, aber auch so leider Gottes dann der Reichste unter meinen Kommilitonen, musste immer die Drinks ausgeben, nicht nur in meinem eigenen Laden leider. Genau, aber hatte immer einen Spleen für Gastronomie damals und es war aber immer so dieses, wer nichts wird, wird Wirt im Hinterkopf. Und also es wurde eigentlich auch immer so ein bisschen gesehen als, okay, wenn du jetzt irgendwie Gastro machst oder sowas, dann kommst du halt dann nicht mehr raus. Und das fand ich eigentlich, ich wollte auch immer was anderes dann noch sehen. Mir hat es total Spaß gemacht. Wie gesagt, wir haben da auch, also war auch sehr erfolgreich, aber ich bin dann nach dem Studium eben zu einem Private-Equity-Fonds gegangen und habe die Seite mal gelernt. Und auch da, ehrlich gesagt, erstens, ich habe TurmbWL studiert an der TU, da macht man Elektrotechnik und andere technische, also in meinem Fall war es Elektrotechnik, aber hauptsächlich eben BWL. Aber so richtig verstanden, wie Unternehmen funktionieren, habe ich dann erst in dem Fonds, weil da siehst du halt, keine Ahnung, pro Woche 10 Firmen, die komplette Bilanz und so weiter und so fort. Und ich als Junior denke dann immer, super. Und dann, keine Ahnung, kommt halt mein 60-jähriger, der 60-jährige Partner und sagt, na ja, aber was ist denn hiermit und so weiter und so fort. Also da habe ich erst so wirklich verstanden, wie Unternehmen eigentlich funktionieren, mit super vielen Unternehmern dann auch zusammenarbeiten dürfen, habe da so ein bisschen meine, ja, Passion für Unternehmertum ausgearbeitet, habe dann aber da in dem Fonds eigentlich auch relativ schnell gemerkt, also witzigerweise habe ich in der, das Café, also diese Bar habe ich weiter betrieben.

  35. 04:33
    Katharina Beatriz Varga

    An der Uni die Bar?

  36. 04:34
    Alexander Haas

    Ja, ja, genau.

  37. 04:36
    Katharina Beatriz Varga

    Gibt es heute noch?

  38. 04:37
    Alexander Haas

    Die gibt es nicht. Also ja, die gibt es auf eine Art noch. Wir haben die bis 2020 betrieben, tatsächlich, also relativ lang. Das ist jetzt tatsächlich ein Café der Studentenschaft, also nicht mehr so wirklich öffentlich. Genau, aber ich habe witzigerweise zu dem Zeitpunkt immer mehr verdient in dem Café als in meinem Job, in dem ich irgendwie teilweise 90 Stunden gearbeitet habe. Und dachte mir so, okay, wait a second, Natürlich als Junior, war mir auch klar, es geht eher ums Lernen. Aber auch als ich mir dann angeschaut habe, wo denn alle so die Partner und die, die jetzt über mir sind, landen, war das eigentlich nicht so das, was ich machen wollte, sondern ich wollte dann eigentlich wieder unternehmerisch sein. Und über Umwege tatsächlich habe ich dann dort, ganz kurzer Umweg, habe ich einen Modedesigner kennengelernt, habe in die Marke investiert, Kostas Moukoudis. Bin nach Berlin gegangen und habe das gemacht. Es hat leider nicht funktioniert. Und parallel dazu hatten wir aber immer, mein Mitgründer vom Vorhölzer damals und ich hatten immer die Idee, eine neue Art von Hotel zu machen. Damals war Uber so very en vogue und dann haben wir gesagt, okay, wir wollen jetzt tatsächlich, und Limehorn gab es tatsächlich noch nicht, also dieses, wir waren irgendwie alle gleiche Idee zum gleichen Zeitpunkt so ein bisschen, haben wirklich tatsächlich unsere Check-in-Lösung und so weiter selber programmiert, viel mit Upperleo, war glaube ich zweiter Kunde oder so, das muss ich Philipp und Frank von Appaleo, und daran viel gearbeitet. Leider hat dann— wir haben dann auch eine Immobilie gefunden, wo der Eigentümer verrückt genug war, das an uns zu vermieten. Der Umbau hat leider unglaublich lang gedauert, also wir haben dann zweieinhalb Jahre, fast 3 Jahre umgebaut.

  39. 06:15
    Katharina Beatriz Varga

    Und wann war das, Alex?

  40. 06:16
    Alexander Haas

    Ja, das haben wir— wir haben es dann 2019 eröffnet, letztendlich November 2019. Genau, aber die Idee war eben immer, ich sag mal, tech-supported Boutique-Hotel. Und gut, wir haben aufgemacht, dann kam Covid, war nicht so eine geile Zeit.

  41. 06:32
    Katharina Beatriz Varga

    Echt? Was war denn das?

  42. 06:35
    Alexander Haas

    Ja, vor allem, man muss dazu sagen, ich habe 2018 meine erste Tochter bekommen und ich habe mir echt viel Geld geliehen. Also ich habe ein bisschen Geld noch gehabt von der Vorhaltszeit, also von dem Café, was echt ganz gut funktioniert hatte, und habe mir da aber echt von Friends and Family Geld geliehen. Und dann stehst du da und hast irgendwie so einen Scherbenhaufen eigentlich vor dir und kommst ja natürlich, also ich konnte da im Nachhinein Natürlich konnte ich nichts dafür, aber who cares, ja. Und es war eine relativ harte Zeit, das dadurch zu bringen, aber wir haben halt auch gemerkt, dass dieses Konzept, das wir hatten, selbst so Krisenzeiten ganz gut übersteht, weil wir eigentlich dann, sobald wir mal aufmachen durften, haben wir eigentlich Geld verdient, waren Cashflow-positiv.

  43. 07:14
    Julian Moers

    Was man für den Zuhörer vielleicht noch hinterherschieben kann, ist, dass wir von einer zentral gelegenen Immobilie in München sprechen, ein tolles Haus unweit der Münchner Luxushäuser, und das hat dann natürlich ganz schnell wieder auf die Beine gefunden, oder?

  44. 07:27
    Katharina Beatriz Varga

    Den Brandnamen Können wir auch mal erwähnen, oder?

  45. 07:32
    Alexander Haas

    Also genau, das ist es. Also wir sind im Tal, ja, pass auf, so einfach ist es noch nicht.

  46. 07:36
    Katharina Beatriz Varga

    Ach so, gut, dass wir ein bisschen Zeit haben in der Gondel.

  47. 07:40
    Alexander Haas

    Wir sind im Tal, unweit vom Mandarin und so weiter, und unsere Idee war eben, die Lage bei einem besseren Preis anzubieten, mit in meinen Augen similar Service, ja, und das haben wir Witzigerweise zu der Zeit war zum Beispiel La Barraca recht populär und La Barraca war von Anfang an als Konzept gedacht. Und ich bin schon der Meinung, ich kenne auch Klaus von der Losteria ganz gut, ich glaube, du musst, wenn du anfängst, und vielleicht ein Learning an Leute, die da zuhören, musst du erstmal ein Haus aufbauen, das auch für sich stehen kann. Deswegen hatten wir das nicht Anagramm genannt, sondern Haus im Tal eben als Boutique-Hotel. Das eigentlich für den Ort steht, sehr münchnerisch ist und so weiter. Und genau, aber jetzt, weil Haus im Tal in Rom funktioniert nicht so gut, wie die das wohl aussprechen. Jetzt machen wir, also Haus im Tal bleibt erhalten, aber bekommt eine Übermarke und die ist eben Anagramm. Und damit machen wir jetzt mehrere Häuser auf.

  48. 08:47
    Julian Moers

    Damit haben wir dann auch gleichzeitig die Brücke zum Betreibertum geschlagen. War das Dein Wunsch war das, du hast gerade gesagt, du hast TUM BWL studiert. Für die Nicht-Münchner hast du es gerade noch mal erklärt, also es ist eine besondere Subform der Betriebswirtschaftslehre, sehr technisch, weil eben an der TU München gelehrt. Und was hat dich an der Hotellerie gereizt? Wie kam es dann, dass du gesagt hast, Mensch, das könnte was sein? Sind es die Gastgeber-Gene?

  49. 09:18
    Katharina Beatriz Varga

    Ja, weil von der Gastronomie dann doch Hotellerie, mit der ganzen Gastro-Erfahrung, die du ja gesammelt hattest.

  50. 09:24
    Alexander Haas

    Ja, voll. Also ich glaube wirklich, dass es eine Passion ist einfach. Die hast du oder hast du nicht.

  51. 09:30
    Katharina Beatriz Varga

    Das muss man wollen.

  52. 09:31
    Alexander Haas

    Ja, genau. Also ich habe, aber ich habe, also meine Eltern witzigerweise sind zum Beispiel, also meine Familie gar nicht Gastgeber. Also ich meine, wenn meine Eltern manchmal damit getriezt, dass ich Freunde und Bekannte eingeladen habe zu uns, bis heute eigentlich zum Grillen und so weiter, und dann die verfallen in eine schiere blanke Panik und wissen gar nicht was. Also auch beruflich, egal, weil ich komme aus einer reinen Architektenfamilie. Also bei mir vom Opa zu jetzt meiner Frau, zur Schwägerin, zu meinem Bruder, zu meinem Vater sind alle Architekten. Ja, ich glaube, also so wirklich kann ich es dir nicht beantworten. Ich glaube, ich kann es jetzt im Nachhinein beantworten, wieso ich es für relevant halte, und ich kann dir diese ganzen schlauen Sprüche, die man dann irgendwie danach identifiziert, aber im ersten Schritt ist es einfach mal finde ich das wahnsinnig spannend. Das fand ich auch im Vorhölzer immer wahnsinnig spannend. Ich mache also, oder angefangen auch mit den Schulpartys, ne, du machst, orchestrierst irgendwas und du weißt eigentlich nicht, wohin es geht. Und im Vorhölzer war das so spannend, ich bin da früh, relativ früh mal aufgestanden, habe dann da geholfen, dem Team geholfen, das aufzusetzen, bin dann in die Vorlesungen gegangen und als ich aus den Vorlesungen, und habe sozusagen also set the stage, ja, und als ich dann aus den Vorlesungen rausgekommen bin, War es da teilweise bumsvoll, teilweise total leer, dann sind Abende reingegangen und da haben sich halt dann Geschichten ereignet. Da haben sich Leute kennengelernt, da sind irgendwie Familien gegründet worden, so ungefähr. Also es ist halt einfach, und das ist halt spannend, also es menschelt sehr, ja. Und ich glaube, der Schritt zur Hotellerie ist schon auch, erstens hast du noch mal ein bisschen, was mich so ein bisschen gestört hat an der Gastronomie, ist, du hast dann eigentlich recht oft dieselben Gesichter. Und in der Hotellerie ist es, du hast halt immer neue Geschichten, es kommen immer neue Menschen rein.

  53. 11:13
    Katharina Beatriz Varga

    Der Fächer ist einfach breiter, ne?

  54. 11:14
    Alexander Haas

    Ja, auch viel internationaler. Und eigentlich auch eine intensivere Kundenbeziehung. Also es gibt, glaube ich, also ich meine, außer vielleicht das älteste Gewerbe der Welt, gibt es eigentlich kaum Gewerbe mehr, so eine nahe Kundenbeziehung. Also finde ich wahnsinnig, wahnsinnig spannend. Und ich glaube, jetzt auch relevanter denn je, ne? If everything is AI, was haben wir dann noch? Ja, und dann geht's halt um hier sowas hier, ist ja auch Hospitality auf eine Art und Weise.

  55. 11:39
    Julian Moers

    Zeig auf jeden Fall, dass du was zu trinken mitnehmen sollen in diese Gondel.

  56. 11:41
    Katharina Beatriz Varga

    Alle Gastgeber hier und wir haben es total vergessen.

  57. 11:45
    Julian Moers

    Genau das, genau das. Sparkling oder Glühwein ist heute die Frage. Aber das zeigt auf jeden Fall, dass du ein gesundes Maß an Leidensfähigkeit mitbringst. Das hast du dann mit dem Haus im Tal bewiesen und hast dann aber auch, du hast gerade erwähnt, du hast Covid mitgemacht und die vermeintlich härtesten Zeiten unserer Generation in der Hotellerie- und Hospitality-Branche, und hast dann aber trotzdem gesagt, damit soll es nicht genug sein, ich setze da noch mal einen drauf. Baue mir eine ganze Marke, eine ganze Plattform drumherum und ich skaliere das Ganze sogar noch mal.

  58. 12:21
    Alexander Haas

    Ja, also es gab zwei Zwischenschritte. Ich habe während Corona, also quasi während Corona 2021, habe ich ein weiteres Boutique-Hotel in München übernommen, das Flushing Meadows Hotel. Das wurde gegründet von Arnold Jäger-Werner, also zwei Architekten, und Nils, der K1X macht, die eigentlich alle mit der Hotellerie nicht so wahnsinnig viel am Hut hatten. Und dann zu Covid eben gesagt habe, hey, irgendwie, also das macht jetzt doch nicht mehr so viel Spaß und wir wollen da irgendwie einen Weg rausfinden. Und dann habe ich eben 2 der 3 ausgekauft und es klingt jetzt sehr groß, aber war ein sehr fairer Deal, war zu Covid-Zeiten auch, und habe eben das zweite Hotel, Boutique-Hotel genommen. Und was da witzig war, war zur Covid-Zeit, ich sage mal, jetzt ist mit unserem Vermieter im Hausenthal alles super. Und ich dachte mir, you know, can't get worse. Und dann komme ich in diese Vertragssituation und denke mir so, okay, die reden nicht mehr miteinander. Es ist absolute, also desaströs. Endzeitstimmung. Ja, und auch, und ehrlich gesagt hatte ich dann auch oft die, habe ich oft mitgekriegt, dass irgendwie Eigentümer, die wahrscheinlich gar nicht klassisch aus der Hotellerie kommen, ganz große, die haben aber Lust auf die hohen Mieterträge oder Umsatzpachtung, whatnot, aber die Feinheit der Hotellerie verstehen sie nicht. Und dann war bei mir der Moment, wo ich gesagt habe, boah, weil zu dem Zeitpunkt war eigentlich die Idee zu sagen, ich mache jetzt wirklich eine Marke, eine Betreibermarke. Ich miete in Deutschland mehrere Häuser, wir machen dann in Frankfurt, wherever auf. Und da habe ich einfach gemerkt, ich habe keine Lust, mich mit dann 10 Eigentümern irgendwie zu ärgern. Dafür ist mir das Leben echt zu wertvoll. Und genau, und habe dann für mich entschieden, das ist auf jeden Fall nicht der Fall. Und gleichzeitig, mal schauen, ob wir hier—

  59. 14:08
    Katharina Beatriz Varga

    ja, wir drehen jetzt mal kurz um, fahren wieder runter.

  60. 14:13
    Alexander Haas

    Aber ich meine, ich kann ja weiterreden wahrscheinlich, ne? Ja, das Video ist halt jetzt glaube ich ein bisschen dunkler, aber in meinem Fall nicht schlecht.

  61. 14:24
    Katharina Beatriz Varga

    Aber es geht ja gleich weiter.

  62. 14:29
    Alexander Haas

    Nee, und gleichzeitig ist was passiert, dass ein alter Bekannter von mir hat in 2017, jetzt will er was wissen, was wir machen. Danke. Einen Hospitality, Real Estate Hospitality Fonds gegründet, Limestone Capital, und hat zu dem Zeitpunkt dann gesagt, hey, hast du nicht Lust, bei uns anzufangen? Wir brauchen jemanden, der Hotellerie versteht, aber auch diesen Investment-Angle versteht und so weiter. Und eben aus der Erfahrung, die ich bei den 2 Hotels hatte, als auch kleine Tochter zu Hause, als auch irgendwie den Schock von Covid noch in den Knien, war das eine sehr— geht das? War das dann genau die richtige Position und auch die Möglichkeit, international zu arbeiten, muss ich auch ehrlich sagen. Und dann habe ich das, ja, habe ich knapp 2, 3, ja, zweieinhalb, 3 Jahre habe ich Erschwerte Bedingungen heute hier.

  63. 15:38
    Katharina Beatriz Varga

    Einmal kurz schneiden oder wir lassen es absichtlich drinnen, weil ich meine Gondelbedingungen beim Podcast.

  64. 15:43
    Alexander Haas

    Ich glaube, wenn man es sieht, ist es okay. Ich glaube, wenn man es sich hört, denkt man einfach, was zur Hölle machen die hier?

  65. 15:47
    Julian Moers

    An der Stelle noch mal eine herzliche Aufforderung: Schaut euch das ganze Video an.

  66. 15:53
    Katharina Beatriz Varga

    Ja, weil wenn man das nicht spürt hier, kann man sich das nicht vorstellen.

  67. 15:59
    Alexander Haas

    Habt ihr an anderen Orten schon mal so was gemacht oder war es immer relativ gesettelt?

  68. 16:03
    Katharina Beatriz Varga

    Wir machen die eigentlich meistens vor Ort in den Hotels, oder Julian, wir hatten ja auch die Erfahrung auf der Independent Hotel Show in München, was auch eine rein akustische Herausforderung war für uns, weil wir uns gegenseitig kaum gehört haben, was wir für Fragen stellen. Also die Antworten sind dann egal, aber ja.

  69. 16:22
    Alexander Haas

    Verstehst du? Ich rede einfach mal weiter.

  70. 16:24
    Katharina Beatriz Varga

    Mach einfach weiter, wir können dir, glaube ich, sehr lange zuhören, Alex.

  71. 16:26
    Alexander Haas

    Genau, also auf jeden Fall habe ich dann für Limestone sowohl auf der operational Seite als auch auf der Investmentseite Häuser in Europa eröffnet, hauptsächlich Italien, Und eher im 5-Sterne-Segment. Und ja, dann aber nach einer Zeit kam wieder das unternehmerische Verlangen durch und gleichzeitig auch die— ich habe ja gesehen, was meine Häuser verdienen, ne? Und dann fand ich es immer witzig, also jetzt nicht unbedingt Ethos per se, also das war die 5-Sterne-Marke, aber auch andere 5-Sterne-Hotels, die ich mir angeschaut habe, was da unterm Strich dann hängen bleibt für den Aufwand, den wir da betreiben, und dachte mir so, okay, Maybe ist 4 Sterne für mich eigentlich genau das Richtige, weil das verstehe ich und bin scheinbar auch nicht so schlecht darin. Genau, und dann habe ich Ende 2024 KOKOMO gegründet, war relativ lang alleine eigentlich. Wir haben das erste Haus in Rom gekauft, quasi Ende 2024, Mitte 2025, da gab es noch mal technische Unwägbarkeiten in Rom oder in Italien. Genau, haben jetzt erst relativ kürzlich ein Haus am Tegernsee gekauft, haben unser Münchner Haus und haben in Berlin ein Haus, aber ist allerdings ein Managementvertrag und kein— also haben wir nicht gekauft.

  72. 17:42
    Katharina Beatriz Varga

    Ja, wer macht ja viel gleichzeitig dann, ne? München, Berlin, Rom, Tegernsee.

  73. 17:47
    Alexander Haas

    Ja, du hörst dich jetzt an wie meine Frau.

  74. 17:52
    Katharina Beatriz Varga

    Ich hoffe, das ist okay und nicht so schlimm.

  75. 17:54
    Alexander Haas

    Nee, also klar, ja, da ist viel gleichzeitig. Aber auf der anderen Seite, also wir haben das nicht aus eigenem Kapital, wir haben eine ziemlich internationale Investorenbasis, auch mit Absicht. Also wir haben auch tatsächlich ein paar Investoren nein gesagt, weil wir, das wird jetzt ein bisschen technisch, aber wir sind eben kein Fonds, sondern wir sind eine Holding und will ich auch so haben, weil mir das die Flexibilität gibt zu sagen, okay, ich wachse jetzt weiter oder wir verkaufen oder was auch immer. Aber im Fonds ist das relativ streng vorgegeben, du hast so 7 Jahre Investmentzyklus, kannst dann vielleicht mal um ein paar Jahre erweitern, aber that's about it. Und ich fand halt das für Real Estate und für Hospitality nicht richtig. Genau, also es ist nicht mein eigenes Geld, das haben wir eben eingesammelt. Aber wenn du das einsammelst, dann machen die das nicht aus Nächstenliebe. Also die sagen zwar alle zum Glück, oder viele sagen, ich bin geduldig, aber hinter der Geduld muss schon auch eine Zahl stehen. Und das ist ganz realistisch und deswegen muss das Geld halt auch arbeiten. Genau, gleichzeitig ist es auch so, und das ist vielleicht auch kein Geheimnis, es ist ja auch gerade eine sehr spezielle Zeit im Immobilienmarkt und speziell auch in der Hotellerie, ne. Also du hast halt zwei Dinge, die aufeinandertreffen. Das zum einen eben diesen Zinsschock, ja, dass plötzlich Immobilien eigentlich die Hälfte oder ein Drittel weniger wert sind, und du hast diese Nachfolgethematik, die einfach dazu führt, dass viele Häuser, viele Hotelunternehmer, Familienhotels haben Covid durchgezogen, Und haben gesagt, okay, ich bringe es jetzt erstmal wieder auf ordentliche Beine. Ich, diese ganzen Hilfen und so weiter nehme ich an, aber das muss jetzt auf ordentliche Beine gestellt werden und dann übergebe ich an die nächste Generation oder schau, was passiert. Und oftmals sagt die nächste Generation jetzt, kein Bock mehr auf uns. Und das ist halt für uns eine ganz gute Gemengelage, weil wir einfach sehr attraktiv einkaufen können. Wobei das bei uns auch immer noch auf einem Level ist, in dem ich einfach vorne dran stehe und die auch, also in Italien ist es ganz oft so, die sagen halt so, okay, das ist halt jetzt nicht irgendwie Investment-Heini, sondern das ist der Typ, der es am Ende auch macht. Und das stimmt ja bei uns auch. Also wir sind halt auch wirklich, ich meine, am Ende sind wir klar Owner-Operator, aber ich würde sagen, in der Wertschöpfung mehr Operator als Owner. Also ist da natürlich auch ein interessanter Dialog mit bestehenden Hoteliers da, dass wir uns einfach über dieselben Probleme unterhalten können und so.

  76. 20:20
    Katharina Beatriz Varga

    Genau. Bevor wir jetzt unten ankommen—

  77. 20:24
    Alexander Haas

    Ist ja auch nicht neu, wir haben noch ein bisschen.

  78. 20:25
    Katharina Beatriz Varga

    Haben wir noch ein bisschen? Es ist so neblig, man sieht hier überhaupt nichts, aber es ist wunderschön. Ich könnte noch mal mit euch rauf und runterfahren. Die Zukunftspläne. Was sagt denn die Zukunft für KOKOMO?

  79. 20:36
    Alexander Haas

    Ja, also im ersten Schritt muss ich jetzt, da muss ich quasi schon sagen, jetzt müssen wir erstmal die Dinge auch wirklich umsetzen, die wir angefangen haben. Rom ist als Nächstes dran, das eröffnen wir 2026. Tegernsee ist eine nicht komplexe Baustelle, die wir Mitte 2027 eröffnen. Wir schauen uns Also interessanterweise, ich meine, uns kennt als Brand natürlich noch keiner, aber interessanterweise haben wir doch relativ viele Gespräche eben mit zum Beispiel familiengeführten Hotels, die noch nicht verkaufen wollen, aber sagen, okay, sie wollen langsam eine Lösung haben und es gibt eigentlich nicht die Marke dafür. Also da schauen wir schon rein, ob es da noch eine Opportunity gibt. Berlin ist jetzt nicht so ein Fall, aber Berlin ist genauso ein Fall, wo wir als, ich sage mal, pragmatischer Operator den Pitch gegen echt internationale gute Marken gewonnen haben und jetzt da auch witzigerweise nicht den klassischen Mietvertrag haben, sondern eher in die Richtung HMA gehen. Aber ich meine, für uns ist die Zukunft bright. Also ich freue mich total auf die Eröffnung. Natürlich, da ist dieses Gastgeberherz viel mehr da als jetzt irgendwie der Businessplan. Also ich freue mich einfach auf die Produkte. Wir arbeiten unglaublich viel an der Guest Experience und an der Marke. Also wir haben mittlerweile, wir haben jetzt eine Zeit lang, also am Anfang habe ich ja gesagt, wir haben viele Sachen selber entwickelt. Jetzt haben wir eine Zeit lang echt aufgehört, weil es einfach so gute Produkte am Markt gab. Also es gab eine sehr gute Hospitality-Startup-Szene, mit denen man auch reden konnte. Mittlerweile merken wir aber wieder, wir müssen echt viel wieder selber programmieren. Also wir haben uns das CRM komplett selber programmiert, wir haben unser Training-Tool komplett selber programmiert und Das ist für uns super wichtig, weil der Service eben sehr, sehr wichtig ist, aber gleichzeitig natürlich auch nicht irgendwie von vorgestern. Also da ist schon die Idee, durch Tech die Hotelerfahrung zu verbessern. Ja, also wir arbeiten echt immer noch nach wie vor an dem Produkt und versuchen da ein Setup zu finden, das ideal ist. Und ich glaube, da haben wir jetzt auch, weiß nicht, nach Covid ist immer erst mal so ein Schock auch für eine Brand oder einen Hotelbetrieb. Wir haben es da jetzt, glaube ich, echt sehr gut gefangen und haben ein super gutes Setup, ihr müsst mal bei uns schlafen, um es zu erfahren.

  80. 22:53
    Katharina Beatriz Varga

    Auf jeden Fall, vor allem bei dem Maßstab an Philosophie. Wie heißt es? To be the most beautiful and friendliest place in the world?

  81. 23:00
    Alexander Haas

    Interesting and friendly.

  82. 23:01
    Katharina Beatriz Varga

    Oh, the most interesting and beautiful place in the world.

  83. 23:04
    Alexander Haas

    Ich habe da schon um die Ohren gehauen bekommen. Ursprünglich war das von der— wir haben die, also die Marke Anagram ist in einem unglaublich langen Prozess entstanden. Erstens, weil es nicht so viele Marken gibt, die man schützen kann, leider. Also da muss irgendwie das Markenrecht ein bisschen reformiert werden, weil teilweise sind da tote Marken drin, die keiner benutzt. Also das war der eine Punkt. Und der andere Punkt war eben, eine Marke zu finden, die zur Philosophie passt, aber jetzt vielleicht nicht so super literal ist. Also wir hatten früher mal, hatten wir die Marke, die ist auch bei uns eingetragen, die heißt Other. Das hat irgendwann einfach nicht mehr, ich konnte es nicht mehr hören, ja. Und das ist natürlich ein schlechtes Zeichen für eine Marke, wenn du denkst, okay, ich kann die eigene Marke nicht mehr hören. Unsere Philosophie im Also in der Gasterfahrung ist schon ein Ort zu schaffen, an dem Austausch stattfindet. Und ich glaube auch, was ich gerade auch über AI gesagt hatte und auch so, ich sage mal, immer polarisierende Meinungsbilder, ist glaube ich auch sau wichtig. Also ich glaube dieses, und da kann halt Hospitality echt Wert schaffen, also dass du wirklich einen Ort schaffst, an dem die Leute sich begegnen, unterhalten können. Wir haben in München, haben wir jetzt zum Glück einen Nebenort, also unser Penthouse, in dem wir wirklich Workshops machen und Panels und so weiter. Und ich glaube, das ist, also ich hatte mal eine wahrscheinlich ausgelutschte Erzählung, aber ich hatte so einen Aha-Moment in ein paar Restaurants oder Bars oder Clubs, die wirklich, also da hat es wirklich gestimmt, the most interesting and friendly place on earth. Ich war mit 17 das erste Mal in Berghain und es war für mich Wahnsinn, weil es wirklich, es war super freundlich, super professionell, aber gleichzeitig halt eben Interesting. Und diese Kombination gibt es sehr, sehr selten.

  84. 24:51
    Katharina Beatriz Varga

    Ja, das ist reizvoll, ne?

  85. 24:52
    Alexander Haas

    Genau. Und uns wird es nicht gelingen, das jeden Tag, 365 Tage im Jahr in jedem Ort zu schaffen, aber das ist die Ambition, mit der wir eben starten wollen.

  86. 25:02
    Julian Moers

    Dann fasse doch mal bitte für unsere Zuhörer das Produktversprechen in einem Satz zusammen.

  87. 25:09
    Alexander Haas

    Sehr schwierig. Ich würde sagen, eine Also die sind viele Buzzwords jetzt, ja, aber eine authentische Erfahrung zu haben, also eine authentische Erfahrung mit dem Ort, an dem man ist, mit einem hohen Anspruch an Service zu einem erschwinglichen Preis. Ja, wir haben, ich habe früher immer gesagt, The service of a, you know, 5-star Grand Hotel in Paris mixed with the atmosphere of a hostel in Melbourne. Das trifft es eigentlich schon. Also ich glaube, es hat sich auch geändert. Also es gibt mittlerweile auch 5-Sterne-Häuser, die sehr interessant sind. Und auch Hostels, die sehr hochwertig sind.

  88. 26:02
    Julian Moers

    Genau. Also zusammenfassend einen niedrigschwelligen, sehr hohen Serviceanspruch. Um eine Community gebaut.

  89. 26:09
    Alexander Haas

    Ja, genau. Also Community ist auch wieder so ein Buzzword. What is it and what is it not? Ja, ich glaube, also das ist für uns sehr wichtig, ist für uns auch sehr wichtig, dass die Stadt bei uns verkehrt. Wir haben auch, wir launchen jetzt so ein Keyholder-Programm in München, wo wir echt wirklich Leuten aus der Stadt, die hier was bewegen, einen Raum bieten, um da auch was zu machen. Also einfach der Veranstaltungsraum halt für Workshops genutzt werden kann und wir dafür nichts verlangen, weil uns das wichtig ist, dass die Stadt Also ich habe eine Erfahrung, die die Marke vielleicht ganz gut beschreibt. Wir hatten bei uns im Haus einen P-Day-Workshop und da haben sich lauter Münchner irgendwie eingebucht und dann hatten wir 3 so, ich würde sagen, so 50-jährige Amerikanerinnen bei uns im Haus und die waren einfach 4 Tage in München und die waren dann irgendwann so, boah, ich will nicht mehr raus. Und beim Check-in wurde denen gesagt, wir haben so diesen Phaedra-Workshop. Und dann haben die gesagt, okay, heute nehmen wir da teil und wir verdienen damit ja nicht, also ein bisschen Geld, aber darum geht es nicht. Der Moment war so geil, in dem du gesehen hast, du hast irgendwie so diese 20-jährigen Münchnerinnen.

  90. 27:15
    Katharina Beatriz Varga

    Aber genau die Story nehme ich mir ja mit. Also das ist ja der Memory Moment.

  91. 27:19
    Alexander Haas

    And that's the brand. Also am Ende des Tages, dieser Facilitator zu sein, das passiert natürlich in abgeschwächter Form jeden Tag in der Bar und so weiter. Aber das hinzubekommen, das ist eigentlich die Marke und gleichzeitig aber eben haben die 50-jährigen Amerikaner Lust drauf, bei uns zu sein, weil der Service stimmt und weil alles stimmt. Aber sie haben trotzdem diese Begegnung, ja. Und das ist am Ende des Tages Enneagramm.

  92. 27:42
    Katharina Beatriz Varga

    Sehr schön.

  93. 27:43
    Julian Moers

    Dann, wir sehen die Talstation schon vor uns. Ich würde mal schätzen, vielleicht noch so anderthalb Minuten. Fass uns doch noch mal ganz kurz zusammen, wann wir wo welches Enneagramm-Hotel live erleben dürfen.

  94. 27:56
    Alexander Haas

    Idealerweise muss man dahinter sagen, weil Bau ja immer mit unglaublichen Unwägbarkeiten kommen. Also der Plan ist, also Stand jetzt natürlich München, ja, das ist schon eröffnet, da passiert gerade das Rebranding. Wir bauen jetzt gerade ein bisschen um, aber sehr, sehr, sehr leicht. Also genau, München jetzt, Rom, also ich muss, nagel mich jetzt nicht fest, aber hoffentlich noch zu 26, November, Dezember zu 26, und dann relativ schnell wahrscheinlich Tegernsee, ich würde mal sagen, so Mai 2027. Auf den Monat genau muss ich nicht achten. Dieses Video werde ich hassen, wahrscheinlich in 2 Jahren, weil ich immer noch keine— aber es ist einfach Bau, also Grüße an die Zukunft. Er hat nicht nach dem Monat gefragt, sondern nach der Reihenfolge. Genau, Tegernsee und dann Berlin Ende 2027. Aber es ist wirklich, ich meine, in Rom haben wir jetzt den Schlaghammer in der Hand und bauen und haben Genehmigungen für alles und so weiter. Da geht es schon los. Es ist einfach, also ich meine, am Ende das Interessante an meinem Job, aber auch das sehr Anstrengende an meinem Job, sind halt die zwei Hüte, die ich aufhabe. Und das eine ist halt eben Development und Bau und Finanzierung und alles, was eben, also ist ein Job für sich eigentlich.

  95. 29:11
    Julian Moers

    Bauen im Bestand ist nun mal eine Wundertüte. Das macht ihr ja. Genau. Und wenn du jetzt noch, die Zeit rennt und unsere Gondel fährt nicht langsamer, wenn du jetzt noch 3 Standorte nennen dürftest, die du danach unbedingt auf deiner Wunschliste hättest?

  96. 29:27
    Alexander Haas

    Als Marke oder als Investor?

  97. 29:31
    Julian Moers

    Sehr gut.

  98. 29:32
    Katharina Beatriz Varga

    Jetzt mach die Frage nicht länger als notwendig.

  99. 29:33
    Alexander Haas

    Nee, nee, aber das ist eine interessante Frage. Also als Marke würde ich unbedingt gerne Venedig machen. Als Investor kann ich mich wahrscheinlich abschminken. Und als Marke und Investor finde ich Florenz sehr spannend. Ich finde Palermo sehr spannend und ich finde Nizza sehr spannend. Das sind jetzt sozusagen, das sind witzigerweise auch die Orte, die wir uns genau anschauen. Da gehen wir mit, Julian, oder?

  100. 29:55
    Katharina Beatriz Varga

    Ja, sehr Italien.

  101. 29:59
    Alexander Haas

    Lastig. Aber als Marke noch mal, also gibt's tausend Orte, in denen ich gerne— ich bin Fan Istanbul.

  102. 30:04
    Julian Moers

    Aber an die Bestandshalter, an die Eigentümer da draußen, genau, you never know.

  103. 30:10
    Katharina Beatriz Varga

    Ach, war das schön mit euch.

  104. 30:12
    Alexander Haas

    Fahren wir nicht noch mal eine Runde?

  105. 30:14
    Katharina Beatriz Varga

    Ich könnte mich daran gewöhnen, noch mal eine Runde zu fahren.

  106. 30:16
    Julian Moers

    Man muss dazu sagen, wir sind die Letzten in dieser Gondel und auf dieser Fahrt hier, und eigentlich hat der das liebe Stationspersonal hier schon längst Feierabend und wir drehen eine Ehrenrunde. An dieser Stelle, wir bedanken uns, wir bedanken uns natürlich auch an die Wallbergbahn am Tegernsee und an unsere Zuhörer.

  107. 30:37
    Katharina Beatriz Varga

    Genau.

  108. 30:38
    Alexander Haas

    Danke euch.

  109. 30:38
    Julian Moers

    Danke. Super.