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Germany · Episode #166 · 26.02.2026 · 31 Min

Denis Mair, Blue & Red Water Hospitality Solutions

Denis MairBlue & Red Water Hospitality Solutions
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Aufgenommen: Showroom von Object Carpet, München

Standbild aus der Episode mit Denis Mair Germany31 Min

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„Produkte, die komplett austauschbar sind, eins gleicht dem anderen und der Kunde erkennt keinen Unterschied mehr, außer dass ein anderes Logo dran klebt. Ich glaube, die werden sich schwertun.“

Denis Mair, 15:18

Drei Jahre nach seiner ersten Episode ist Denis Mair zurück, diesmal als Managing Partner der Blue & Red Water Hospitality Solutions, die als interner Dienstleister unter der Solutions Holding Vertrieb, Reservierung, bauliches Projektmanagement und IT für 23 Hotels übernimmt. Er erklärt, warum die Gesellschaft bewusst im Hintergrund bleibt, wie neue Managementverträge über Villa Viva Hamburg, die Hollerhöfe und Villa Viva Berlin dazukamen und warum Nachfolge und Marktkonsolidierung solche Projekte antreiben. Dazu MASEVEN, das sich auf vier Häuser verdoppelt hat, Tante Alma als Conversion-Marke und der Münchner Markt.

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Kernaussagen

  1. Dienstleister im Hintergrund: Blue & Red übernimmt für die Hotelgesellschaften Vertrieb, Reservierung, bauliches Projektmanagement und IT, mit knapp 20 Mitarbeitern. Nach außen sollen die Hotels, ihre Marken und Teams stehen, Denis sieht sich als Zuarbeiter dahinter.
  2. Management ist neu dazugekommen: Neu übernimmt die Gesellschaft auch das Management von Häusern, für die Villa Viva in Hamburg, seit 1. Januar für die Hollerhöfe in der Oberpfalz und künftig für die Villa Viva in Berlin. Solche Verträge laufen rund zehn Jahre und sind Verhandlungssache.
  3. Nachfolge und Konsolidierung: Denis führt die vielen Anfragen darauf zurück, dass Nachfolgeregelungen in Familien nicht funktionieren und der Markt konsolidiert. Ein Managementvertrag ist für Eigentümer charmant, weil sie die Führung abgeben, ohne alles aus der Hand zu geben.
  4. MASEVEN hat sich verdoppelt: Aus zwei Münchner Häusern sind vier geworden, durch den Neubau in Frankfurt und die erste Übernahme in Stuttgart. Bremen ist als nächstes spruchreif, künftig soll es MASEVEN auch in abgespeckter, kleinerer Form geben.
  5. Gewinne bauen Brunnen: Bei der Villa Viva sieht Denis eine doppelte Verpflichtung, weil mit den Gewinnen des Hotels Brunnen auf der ganzen Welt gebaut werden. Deshalb ist es kein privates Spielfeld, sondern muss wirtschaftlich funktionieren.
Shownotes zur Episodeaus dem Podcast-Feed

Bei der ersten Aufzeichnung für HOTEL-PODCAST.COM vor drei Jahren war Denis Mair COO bei MASEVEN. Heute ist er als Managing Partner der Blue & Red Water Hospitality Solutions GmbH, dem Dienstleistungsunternehmen der Solutions Holding tätig, welche über 20 Hotels, vom Stadthotel bis zur Seniorenresidenz betreut oder als Manager leitet.

In dieser Episode erzählt Denis, wie er vom operativen Hoteldirektor zum Managing Partner des Münchner Unternehmens wurde, warum er Hotels unterstützt, ohne sie zu ersetzen, wie Eigenmarken wie MASEVEN und Tante Alma entstehen, von Übernahme bis Neubau, und wie soziale Verantwortung in Hotels wie Villa Viva aus dem Umfeld von Viva con Agua gelebt wird. Außerdem spricht er über aktuelle Trends und Herausforderungen der Hotellerie, von Digitalisierung bis Marktkonsolidierung.

Die Episode bietet Einblicke, wie Hotels, Marken und Services clever zusammengeführt werden können, ohne den Spirit der Häuser zu verlieren, und zeigt, wie Hotellerie in Deutschland, Österreich und darüber hinaus neu gedacht wird.

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Transkript

Transkript öffnenTranskript schließen31 Min · Ronald M. Arndt und Denis Mair

Automatisch transkribiert mit AssemblyAI, Sprecher automatisch zugeordnet. Nicht redigiert.

  1. 00:00
    Ronald M. Arndt

    Ja, Denis, ich habe gerade mal nachgeschaut im ICE, wann unsere erste und letzte Aufnahme war. Das war vor ziemlich genau plus minus 2 Tage 3 Jahren, damals im A7 in München. Ich bin wieder in München, wie man es unschwer erkennt, und freue mich, dass wir einmal mehr miteinander sprechen.

  2. 00:19
    Denis Mair

    Vielen, vielen Dank ebenso, und vielen Dank für dein Münchner Outfit heute. Ja, wirklich 3 Jahre sind vorbei, wir sind an einem anderen Ort, und in den 3 Jahren ist natürlich auch einiges passiert bei uns.

  3. 00:33
    Ronald M. Arndt

    Bei euch ist so viel los. Mittlerweile heißt es ja nicht nur Mar7, sondern Blue and Red Water Hospitality, dass wir heute gar keinen freien Meetingraum bekommen haben für die Aufzeichnung.

  4. 00:44
    Denis Mair

    Das stimmt.

  5. 00:45
    Ronald M. Arndt

    Umso mehr freuen wir uns heute, bei Optic Couple zu sein, im Showroom hier in München. Passt zwar auch gerade zu deinem aktuellen Leben, denn bei dir geht es ja auch privat gerade bunt her, oder?

  6. 00:57
    Denis Mair

    Das stimmt.

  7. 00:59
    Ronald M. Arndt

    Morgen Nachmittag, oder geht es wieder weiter?

  8. 01:01
    Denis Mair

    Ja, also ganze Wochenende und 3 Wochen haben wir noch vor uns. Ja, genau.

  9. 01:06
    Ronald M. Arndt

    Komm, verrate kurz.

  10. 01:07
    Denis Mair

    Ach so, ja, ja, ja. Ich bin zusammen mit meiner Frau das Faschingsprinzenpaar in München und seit 11.11. geht es natürlich rund für uns. Und bis Faschingsdienstag haben wir noch ein bisschen was zu tun. Ja, es macht uns unglaublich viel Spaß. Ist ein nettes Hobby, auf das wir viel trainiert haben. Und jetzt ist momentan anstrengend, halbnachts auf Bällen und morgens wieder im Büro.

  11. 01:36
    Ronald M. Arndt

    Der Podcast damals war Nummer 62 für alle Interessierten. Der hatte den Titel Der erste Geiger bei Mars 7. Da haben wir ein bisschen gewitzelt über deine Ursprünge in Richtung Astronaut und so weiter. Wollen wir heute nicht noch mal aufrollen. Aber du hast damals gesagt, irgendwann gibt es Service Apartments auf dem Mars und dann bist du natürlich ganz vorne mit dabei. Vielleicht kommen wir darauf noch mal zu sprechen. Aber heute Blue and Red Water. Das gab es, glaube ich, damals namentlich auch noch nicht, oder? Nein.

  12. 02:03
    Denis Mair

    Nein, 3 Jahre. Ja, die Blue& Red Water Hospitality Solutions ist im Endeffekt eine direkte Dienstleistungsgesellschaft unterhalb unserer Mutterholding, unter der Solutions Holding. Wir vereinen gewisse Bereiche, die davor, also zu meiner Zeit, als ich noch bei MarSeven war, die einzelnen Hotelgesellschaften— wir haben ja 23 Hotels unterschiedlicher Marken— alle selbstständig gemacht haben und ein Teil davon hat die Blue& Red übernommen. Das ist unter anderem der Vertrieb, die Reservierung, aber auch Themen, die hauptsächlich unter meiner Führung liegen, nämlich das ganze bauliche Projektmanagement und die IT.

  13. 02:51
    Ronald M. Arndt

    Über 20 Gesellschaften hast du gerade gesagt?

  14. 02:54
    Denis Mair

    Nee, Gesellschaft nicht, aber 23 Hotels.

  15. 02:56
    Ronald M. Arndt

    Hotels, also nicht einzelne Gesellschaften. Und da sind kleinere Häuser dabei mit um die 30 Zimmer, 33 in Innsbruck, bis hin zu My7, wie man es kennt, mit über 300. Genau, also auch recht bunt, das Portfolio.

  16. 03:12
    Denis Mair

    Ja, ich würde sagen, das meiste decken wir ab, vom Ferien, von der Ferienhotellerie über kleinere Stadthotelleriehäuser, dann die großen Service Apartments bis hin zu einer Seniorenresidenz haben wir mittlerweile auch im Portfolio. Also wir sind sehr breit aufgestellt.

  17. 03:31
    Ronald M. Arndt

    Und es geht um die Länder Deutschland und Österreich.

  18. 03:34
    Denis Mair

    Ja, Schwerpunkt.

  19. 03:35
    Ronald M. Arndt

    Schon ein drittes Land irgendwo?

  20. 03:36
    Denis Mair

    Es gibt noch einen kleineren Betrieb in Frankreich, aber grundsätzlich ist schon hauptsächlich Deutschland und Österreich.

  21. 03:45
    Ronald M. Arndt

    Woher kam der Name Blue Red? Wer ein bisschen BWL-Kenntnisse hat, kennt ja die Blue Ocean Strategie.

  22. 03:50
    Denis Mair

    Ja, genau. Es ist im Endeffekt—

  23. 03:52
    Ronald M. Arndt

    Da gibt es eben auch den Red Ocean.

  24. 03:53
    Denis Mair

    Ja, genau. Und so daher kommt es auch, also vom Vertrieblichen, das blaue und das rote Wasser, also im Endeffekt das noch unbestellte Vertriebsgebiet, das blaue, und das Rote, das Haifischbecken, wo hart drum gekämpft wird. Und das ist ja namens— so hat es zum Namen geführt.

  25. 04:11
    Ronald M. Arndt

    Und ihr könnt euch mit beidem anfreunden?

  26. 04:13
    Denis Mair

    Wir können uns mit beidem anfreunden. Wir müssen uns auch anfreunden.

  27. 04:16
    Ronald M. Arndt

    Auch gut, ihr müsst euch auch anfreunden.

  28. 04:18
    Denis Mair

    Ja, genau. Na, Hotellerie ist ja mehr zum roten Wasser, Haifischbecken geworden. Aber es gibt natürlich auch andere Bereiche, wo es noch das blaue Wasser ist. Und besonders für eine Gesellschaft, die jetzt recht jung ist. Wir beschäftigen uns hauptsächlich schon mit internen Gesellschaften, aber wir sind auch schon extern auf dem Markt und bieten gewisse Dienstleistungen an. Und da ist das manchmal das Wasser auch noch blau. Deshalb beides.

  29. 04:47
    Ronald M. Arndt

    Und auch die Service Apartments auf dem Mars, die werden auch eher—

  30. 04:50
    Denis Mair

    ja, die Anreise ist noch das Problem, dauert ein bisschen lang.

  31. 04:54
    Ronald M. Arndt

    ÖPNV, ja, das stimmt. Gib mal ein bisschen Einblicke in die Gesellschafterstruktur. Wer steckt dahinter bei Blue& Red?

  32. 05:01
    Denis Mair

    Na ja, also bei der Solutions Holding und bei all unseren Gesellschaften ist ja Professor Stefan Gerhardt Eigentümer und Gründer, und er ist auch der Geschäftsführer der Blue& Red Water Hospitality. Genau. Und ansonsten, wir sind knapp 20 Mitarbeiter, also aufgeteilt. Zum größten Teil arbeiten die Mitarbeiter im Vertrieb und in der Reservierung, und den Rest ist dann eben Projektmanagement bauseitig und die IT-Aufgaben, die wir übernehmen. Und dazu kommt jetzt noch, das ist das Neueste, das haben wir bis jetzt nicht gemacht, dass wir auch Management übernommen haben von Hotels, unter anderem für die Villa Viva in Hamburg und zukünftig die noch zu erbauende Villa Viva in Berlin. Und jetzt auch in der Oberpfalz für die Hollerhöfe, kam jetzt auch ganz neu zum Januar, ja, 1. Januar dazu.

  33. 06:00
    Ronald M. Arndt

    Genau, ja, die Villa Viva war auch schon im Hotel-Podcast, oder ich in der Villa Viva. Ich glaube, da gab es die Barbara-Schöneberger-Suite, wo ich geschlafen habe.

  34. 06:09
    Denis Mair

    Genau, ja. Hat dir hoffentlich gut gefallen.

  35. 06:12
    Ronald M. Arndt

    Hat mir extremst gut gefallen.

  36. 06:14
    Denis Mair

    Barbara Schöneberger und ich, wir stammen ja aus demselben Ort, von daher hat es dir hoffentlich gut gefallen. Aber wir kennen uns nicht.

  37. 06:19
    Ronald M. Arndt

    Wir kennen uns nicht, wollte ich schon sagen. Wahrscheinlich ist das noch bei deinem Faschingsthema mit dabei. Nein. Das heißt, Eigenmarken wie Mar7, Managementtätigkeiten kommen jetzt dazu.

  38. 06:33
    Denis Mair

    Ja, oder auch mit unserer Upside-Gesellschaft, auch wo wir das Delta Hotel in Offenbach betreiben, also auch Franchise.

  39. 06:40
    Ronald M. Arndt

    Da war ich auch schon mit unserem Co-Host, dem Alex, fällt mir gerade ein. Da wart ihr Gastgeber. War das, glaube ich, gerade eine Übernahme oder was?

  40. 06:48
    Denis Mair

    Ja, aber kurz danach. Genau, aber der Alex mit seiner Frau zusammen, Zeichnen Inn Architektonisch, ja verantwortlich für die Renovierung im Delta. Und war schön, dass ihr da bei uns zu Gast wart. Noch unrenoviert damals. Mittlerweile sieht es anders aus.

  41. 07:06
    Ronald M. Arndt

    Deswegen sage ich ja, in Übernahme damals. Ja, genau. Jetzt haben wir gerade von Übernahme gesprochen. Kommen da eher gerade mehr oder weniger Projekte auf den Tisch?

  42. 07:16
    Denis Mair

    Von Übernahmen im Managementbereich meinst du? Ja, da kommt durchaus vieles auf den Tisch momentan. Ist natürlich noch nicht alles spruchreif, aber in dem Feld bewegt sich durchaus einiges. Ja, das könnte sich in Zukunft stärker entwickeln. Aber wie es halt immer in der Hotellerie ist, solange die Tinte noch nicht trocken ist, passiert vieles. Aber es ist ein sehr, sehr interessantes Geschäftsfeld für uns. War ursprünglich tatsächlich mal nicht so geplant, aber ja, wie es immer so ist.

  43. 07:54
    Ronald M. Arndt

    Was sind die Hauptgründe, dass eben so viel gerade passiert?

  44. 08:00
    Denis Mair

    Tja, das ist ja Spekulation, aber es ist natürlich schon so, dass auf dem Markt, auf dem Hotelleriemarkt jetzt gerade in der Privathotellerie natürlich schon sich viel tut. Also es ist das eine, eine Thema ist mit Sicherheit, dass Nachfolgeregelungen nicht funktionieren in der Familie, dass man andere Gesellschaften benötigt. Aber auch natürlich, ist natürlich so eine Managementregelung, ist natürlich auch ein bisschen eine charmante Regelung. Man übernimmt die Führung des Hauses, aber derjenige, der Eigentümer, gibt halt nicht alles aus der Hand. Und dadurch glaube ich schon, da werden wir in den nächsten Jahren noch, noch vieles erleben. Marktkonsolidierung ist das eine, und wir Nachfolgeregelungen und das andere. Und von daher ergeben sich da durchaus Opportunitäten für uns.

  45. 08:45
    Ronald M. Arndt

    Wie lange laufen solche Managementverträge ungefähr? 10 Jahre.

  46. 08:49
    Denis Mair

    10 Jahre? Ja, ja, ist auch Verhandlungssache.

  47. 08:53
    Ronald M. Arndt

    Aber die Nachfrage, die ihr habt, sage ich mal, kundenseitig verteilt auf die verschiedenen Hotels, über 20 und Marken, kann man die auch schon irgendwie steuern? Ist das auch eine Lösung, dass man so ein bisschen die Kunden bündelt?

  48. 09:04
    Denis Mair

    Ach so, na ja, natürlich.

  49. 09:05
    Ronald M. Arndt

    Also ich meine, das ist natürlich schon sehr unterschiedlich, vom kleinen Waldhotel Tante Alma, glaube ich. Ja, so richtig.

  50. 09:11
    Denis Mair

    Habt auch Na ja, aber weißt du, es, es gibt natürlich jetzt z.B., wenn du dir Firmenkunden anschaust und, und, und Verträge mit Firmenkunden hast, die jetzt klassischerweise in einem großen Mar7 z.B. übernachten, die haben ja auch mal gerne eine Tagung, ein Seminar in einem touristischen Umfeld, in den Bergen z.B., wo wir auch viele Seminarräume und Sonstiges anbieten können und auch für Konferenzen, für Teambuilding-Maßnahmen oder Sonstiges. Von daher lassen sich da durchaus Synergien ausschöpfen. Auf der anderen Seite sind wir dadurch natürlich auf wesentlich mehr Städte verteilt in einem großen Portfolio, und da kannst du natürlich mehr anbieten, als wenn du jetzt den Vertrieb zum Beispiel wie damals zu meinen Mar7-Zeiten nur für ein Haus oder 2 Häuser hast. Da hast du natürlich keine Synergien, die du bei solchen Verträgen heben kannst, und das natürlich dann plötzlich jetzt anders geworden.

  51. 10:08
    Ronald M. Arndt

    Und genau solche Leistungen, Services könnt ihr in Zukunft eben zentral auch anbieten und über die verschiedenen Häuser verteilen.

  52. 10:14
    Denis Mair

    Also es ist einerseits natürlich zentral, auf der anderen Seite sitzen da auch Kollegen in den Häusern mit, je nachdem, das ist unterschiedlich gestaltet. Bei einem kleinen Haus natürlich eher weniger als bei einem großen, da kann man auch mal hin und her fahren. Aber grundsätzlich können wir dadurch einfach den Kunden mehr anbieten und für uns selber schwinden die weißen Flecken auf der Landkarte.

  53. 10:35
    Ronald M. Arndt

    Ich komme mal kurz auf Mar7 zurück. Vor 3 Jahren ging es da los und da haben wir uns auch kennengelernt. Da gab es 2 Häuser in München. Was hat sich bei Marseven die letzten 3 Jahre getan?

  54. 10:45
    Denis Mair

    Da hat sich sehr viel getan, weil Marseven hat sich verdoppelt. Also damals die 2 Häuser in Dornach an der Messe München und in Trudering, ebenfalls Messe München. Dann kam der Neubau in Frankfurt dazu, wo wir die Eröffnung im Gutleutviertel hatten, und die Übernahme in Stuttgart, sodass aus den 2 Häusern mittlerweile 4 geworden sind und weitere sind in Planung oder in Verhandlung. Das nächste Spruchreife wird dann sicher das Marcel in Bremen sein.

  55. 11:22
    Ronald M. Arndt

    Also toll, gute News. Geht's für mich diese Woche auch noch hin, fällt mir gerade ein. Am Mittwoch bin ich in Bremen.

  56. 11:28
    Denis Mair

    Sehr gut, kann ich dir aber noch keinen Konferenzraum anbieten.

  57. 11:32
    Ronald M. Arndt

    Das heißt, die Marke Marcel und das Konzept dahinter hat sich weitestgehend etabliert?

  58. 11:37
    Denis Mair

    Ja, auf jeden Fall. Es ist natürlich, noch sind es ja, wenn du die beiden Münchner Standorte zusammenrechnest, sind es ja erst 3 Standorte. Also da können wir jetzt noch nicht von irgendwie flächendeckende Präsenz sprechen, aber da tut sich einiges. Es ist natürlich bei solchen großen Marken, also wie jetzt Mar7, mit den großen Häusern besser gesagt, da dauert es natürlich auch gerne mal ein bisschen länger. Ja, also da dauert es ein bisschen länger, bis so ein Haus gebaut ist. Aber jetzt mit Stuttgart haben wir ja auch zum ersten Mal eine Übernahme für Mar7 gemacht. Der Rest ist alles Neubau gewesen. Von daher haben wir da jetzt auch Erfahrung gesammelt und Ja, das habe ich ja. Das ist jetzt eine gute Frage, die genaue Anzahl, weil da war ich schon nicht mehr bei Mar7. Aber Stuttgart ist ja auf mehrere Häuser aufgeteilt, liegt ja direkt am SE-Zentrum in Stuttgart. Aber wir bewegen uns ja immer so um die mindestens 200 Zimmer bisher. Es wird in Zukunft aber auch, oder gerade Stuttgart ist ein gutes Beispiel dafür, deshalb ist ja auch Mar7 Suites, weil die Zimmer von ihrer Grundanordnung natürlich schon wesentlich mehr Platz bieten als andere Häuser. Und es wird in Zukunft aber auch abgespeckte Formen geben, wo Mar7 auch mal in kleinerer Variante auftreten wird.

  59. 13:00
    Ronald M. Arndt

    Ja, im Blue Ocean. Ja, genau, ist ja spannendes, spannendes Feld, definitiv. Was sind da so gerade die, die Trends, wo du sagst, da müssen wir rein, müssen ein bisschen Auge drauf haben?

  60. 13:13
    Denis Mair

    Sag mir, naja, also sind weiterhin die Service Apartments der letzte? Naja, also ich meine, wir haben ja, wir haben ja, ich würde sagen, weitestgehend jetzt nicht in jedem Sternesegment, aber grundsätzlich haben wir ja weitestgehend die Segmente, die vorhanden sind, abgedeckt. Wo wir meiner Meinung nach gut für sprechen, natürlich auch mein IT-Thema ist natürlich ein ganz großes bei mir. Da muss man natürlich die Trends aufnehmen und erkennen. Ich meine, die jetzt überall präsent sind. KI und Sonstiges, weil wir natürlich dann erst unsere volle Effizienz als Blue& Red entfalten können. Weil das ist ja nicht so, dass du das nur mit mehr Mitarbeitern und Büroflächen und Sonstiges erschlagen kannst, sage ich mal, das Thema, sondern du musst in die, in die Technik investieren und du musst da in gewisser Weise auch natürlich konsolidieren, weil diese vielen, vielen Häuser in unterschiedlichsten Segmenten bringen natürlich eine unglaubliche Vielzahl an Systemen mit sich und es macht natürlich als zentralisiertes Organ sehr komplex.

  61. 14:20
    Ronald M. Arndt

    Da kommen wir nicht drumherum, wirklich auch eigenes Know-how in dem Bereich IT und Digitales aufzubauen.

  62. 14:25
    Denis Mair

    Absolut. Allerdings, das stimmt. Allerdings, also das auf jeden Fall. Aber ich bin schon ein großer Fan davon. Ich glaube, ich habe es damals auch schon mal gesagt: Schuster, bleib bei deinen Leisten. Also wir würden jetzt, wir sind jetzt nicht das Unternehmen, das jetzt anfangen würde, selber Programme zu bauen. Ich glaube, da gibt es wesentlich bessere. Aber zusammen mit Partnern Dinge auf unsere Bedürfnisse hin zu entwickeln, Halte ich für, für sehr, sehr wichtig. Ich glaube, grundsätzlich wird sich auf dem Markt auch noch ganz viel tun, weil der ein oder andere, den wird es in Zukunft auch nicht mehr geben an Systemen, und neue werden hinzukommen. Und da muss man, da muss man bereit dafür sein. Und das ist ja unglaublich schnelllebig, dieses Thema, im Gegensatz zur klassischen Hotellerie. Ich meine, da hat sich natürlich auch viel getan, aber jetzt nicht so sprunghaft wie in der Technik.

  63. 15:13
    Ronald M. Arndt

    Und was wird in Zukunft nicht mehr funktionieren an Hotelkonzepten? Was ist auch so ein Red Ocean?

  64. 15:18
    Denis Mair

    Na ja, also ehrlich gesagt habe ich das schon länger behauptet. Das ist ein sehr langwieriger Prozess, aber ich glaube, dass sich der auch aufgrund der wirtschaftlichen Lage jetzt ein bisschen beschleunigen wird. Also Produkte, die halt komplett austauschbar sind, eins gleicht dem anderen und der Kunde erkennt überhaupt keinen Unterschied mehr, außer dass ein anderes Logo dran klebt. Ich glaube, die werden sich schwertun. Also du musst, was immer leichter gesagt ist als getan, aber du musst dich auf dem Markt schon hervorheben. Und sei es nur durch Kleinigkeiten, aber hervorheben von der großen Masse, weil sonst werden die Überlebenschancen schwierig werden. Weil wir erleben natürlich schon auf vielen Märkten, in vielen Städten ist schon ein Überangebot da, oder zumindest ist der Markt gesättigt.

  65. 16:09
    Ronald M. Arndt

    3 Jahre ist es her, und das hast du 2, 3 Mal schon gesagt, als du damals noch bei Mar7 warst. Wird sich deine Rolle oder auch so ein bisschen Wie hast du dich weiterentwickelt in der Zeit? Naja, also du warst damals der Hoteldirektor, ursprünglich, nee, 25 Hours.

  66. 16:26
    Denis Mair

    Ach so, ach so, ja, ja, ganz vorher. Ja, ja, ich kam als, genau, ich kam als Hoteldirektor vom, vom 25 Hours, dann, dann zu Mar7, und Mar7 habe ich ja von null auf aufgebaut. Also es war ja wie, auch wenn ich nicht der, der Gründer bin, aber ich habe es ja von null auf quasi von der Baugrube, vom ersten Pachtvertrag an aufgebaut. Da springst du natürlich, gefühlt Tausenden von Themen, um das Ganze aufzubauen. Dann kam ja Corona-Krise dazu, das heißt, in vielen Bereichen konntest du gar keine Mitarbeiter erlauben. Das heißt, da habe ich ja alles gemacht. Das hat sich natürlich jetzt stark geändert, weil jetzt ist meine Rolle natürlich als Managing Partner bei der Blue& Red eine sehr— und verantwortlich für den Bereich Projektmanagement, Bau und IT— hat sich natürlich sehr stark auf diesen Bereich fokussiert. Ja, also ich bin jetzt nicht mehr derjenige, der dann, was bei Macewin ja auch passiert ist, der mal eine Schicht an der Rezeption übernehmen muss, weil es keinen anderen mehr gab, sondern dass ich tief in diesen baulichen und IT-Themen drin bin. Das heißt, das Feld insgesamt ist wesentlich kleiner geworden, aber dafür viel wesentlich tiefer in, in der, in der einzelnen Detail, im einzelnen Detail, in der Materie.

  67. 17:42
    Ronald M. Arndt

    Mhm, könnte trotzdem über die ganzen Hotels hinweg, Gesellschaften am Ende auch ein bisschen Spirit zusammenziehen, erkennen? Gibt's irgendwas Übergeordnetes? Oder sagst du, das ist die Blue Red, der Blue Red Spirit?

  68. 17:57
    Denis Mair

    Naja, also man muss da wirklich unterscheiden. Also wir sind also in erster Linie, und nach außen ist uns natürlich wichtig, dass die Gesellschaften stehen, ja, dass die einzelnen Hotelgesellschaften stehen, und die sollen natürlich auch individuell bleiben, ja. Wir übernehmen da einen Teilbereich der Arbeit, oder wir unterstützen. Wir sind, wie gesagt, der interne Dienstleister, der die Hotels unterstützt. Das heißt, es ist überhaupt nicht so wichtig, als Blue& Red grundsätzlich hier groß in den, in den Vordergrund zu treten, sondern die Hotels sollen in den Vordergrund kommen. Und wir erledigen gerne die Arbeit dahinter, ja. Also das ist jetzt aber auch so, wenn wir Managementverträge übernehmen, wir steuern das, wir übernehmen vertriebliche, Reservierungs- und IT und so weitere Themen. Aber in den Vordergrund steht die Marke und das Hotel an sich und deren Mitarbeiter, Hoteldirektor und so weiter. Wir sind da eher die Zuarbeiter im Hintergrund.

  69. 18:49
    Ronald M. Arndt

    Und das Team bleibt auch erstmal erhalten und soll erhalten bleiben. Ganz klar.

  70. 18:53
    Denis Mair

    Genau, genau. Wir wollen da, also wir nehmen ja auch, in den meisten Fällen haben wir ja auch den Gesellschaften überhaupt nichts weggenommen, sondern wir nehmen da eher dann Externen was weg, wenn wir, wenn wir mehr eigene Reservierungen, mehr eigenen Vertrieb und so weiter erzeugen, weil das in den kleinteiligen Strukturen, die wir teilweise haben, ja vorher gar nicht vorhanden war.

  71. 19:14
    Ronald M. Arndt

    Ich erinnere mich gerne an unsere 2, 3, 4 Eierliköre zurück damals auf der Exporeal. Mag wahrscheinlich 2 Jahre jetzt her gewesen sein, und am Ende ging es um Tante Alma und den Gründer und dich, mit dem ich die beiden eingenommen habe, die Liköre. Wann kam Tante Alma dazu?

  72. 19:32
    Denis Mair

    Tante Alma ist ein Produkt aus der Corona-Zeit tatsächlich. Ist während der Corona-Zeit, wo ich bei Marcel zu kämpfen hatte, weil gerade aufgebaut und eröffnet, in der Zeit ist Tante Alma an den Start gegangen. Das ist ein Conversion-Produkt, also eine Übernahme von Stadthotels, die, oder sagen wir mal bisher von Stadthotels, die mit dem besonderen Tante-Alma-Spirit, ja, es sind nicht nur Eierlikör, sondern auch Häkeldeckchen und so weiter, dann übernommen worden sind. Und es war alles auf Stadthotellerie fokussiert. Bis wir jetzt im vergangenen Jahr mit dem Hotel Sonnen, Tante Almas Sommerfrische in Sonnen, so heißt es genau, tatsächlich auch ein Leisure-Produkt mit hinzugenommen haben. Also es ist nicht mehr ein reines Stadthotellerie-Produkt.

  73. 20:26
    Ronald M. Arndt

    Ich glaube 5 Stück mittlerweile an der Zahl.

  74. 20:29
    Denis Mair

    Ja, und genau, und das ist, kann noch nicht sagen, aber es wird auch noch was dazukommen.

  75. 20:35
    Ronald M. Arndt

    Okay, wie blickst du auf die Marke? Also ich finde das unheimlich interessant.

  76. 20:39
    Denis Mair

    Also erstmal hohen Respekt vor Professor Gerhard und natürlich auch auch Marc Schlieber, der hier ebenfalls als Geschäftsführer von Tante Alma ist. Den Mut muss man haben in der Zeit. Ja, genau. Also in der, in der Zeit, ehrlich gesagt, wer, wer am Anfang die Idee hatte, das kann ich dir, kann ich dir gar nicht sagen. Aber als sie in diesen schwierigen Zeiten gesagt haben, wir machen hier ein neues Hotelprodukt und an den Start gehen, ja, das, das muss man, den Mut muss man auch erstmal haben. Genau. Und so hat sich, so hat sich weiterentwickelt, dass eben jetzt noch ein Leisure-Produkt dazu gekommen gekommen ist in derselben Marke. Das Geheimnis liegt drin, Conversion, ja, dass man eigentlich, ja, dass man sich viel, viel machen kann, ja, dass man sich im Endeffekt, naja, so wie, wie die Tante, wie man so, so Tante, Oma, Opa, wie auch immer, dass man sich so ein bisschen zurückversetzt fühlt in diese Zeit. Und es ist, das war damals nicht so im Fokus, aber man ist tatsächlich überrascht, dass das Produkt jetzt nicht nur junge Leute, die das teilweise gar nicht, also richtig junge Leute, die das teilweise gar nicht mehr kennen. So hat man sich das am Anfang eher gedacht, bis hin zu, ja, älteren Gästen, einer zunehmenden Anzahl an älteren Gästen, die das ja selber mal so erlebt haben, immer mehr zum Kundenkreis gehört.

  77. 22:03
    Ronald M. Arndt

    Ja, und dann habe ich noch das gesagt, die Webseite gehört mal wieder aktualisiert, also sehr schnell.

  78. 22:11
    Denis Mair

    Unsere eigene, meinst du?

  79. 22:12
    Ronald M. Arndt

    Oh ja, da hast du recht, weil sich so viel tut, da kommt man gar nicht mehr hinterher.

  80. 22:15
    Denis Mair

    Na, weil sich so viel tut und weil wir uns natürlich generell ein bisschen im Hintergrund sehen, deshalb ist es nicht so 100%ig im Fokus.

  81. 22:21
    Ronald M. Arndt

    Also ich habe noch was von Juist gelesen. Was hast du gelesen? Atlantik Hotel.

  82. 22:26
    Denis Mair

    Tatsächlich, das Atlantik Hotel Juist ist ein externes, ein externer Kunde gewesen. Da arbeiten wir aber nicht mehr. Zum Jahresende haben wir da die Zusammenarbeit beendet. Aber das war der, ja, das war der allererste externe Kunde.

  83. 22:44
    Ronald M. Arndt

    Ja, was auch mal sein darf. Genau. Und in Wien eine Residenz.

  84. 22:48
    Denis Mair

    Ja, Wien, das ist genau, das ist die Seniorenresidenz. Genau.

  85. 22:52
    Ronald M. Arndt

    Neues Segment dann eigentlich, ne?

  86. 22:54
    Denis Mair

    Ja, genau, neues Segment.

  87. 22:56
    Ronald M. Arndt

    Weitaus spannend unternehmerisch, sich damit jetzt zu beschäftigen, wenn man einen Fuß reinzusetzen.

  88. 23:00
    Denis Mair

    Sehr, sehr spannend. Und im Endeffekt ist die Seniorenresidenz in Wien, also ist es wie ein 5-Sterne-Hotel. Die Gäste haben ja auch Halbpension und so weiter, aber die leben da ja richtig. Ja, das sind jetzt auch, das ist ja auch kein Service-Apartment mehr, sondern das sind richtige Wohnungen. Vom vertrieblichen Ansatz ist es natürlich ganz, ganz, ganz was anderes als Hotel vor Ort. Wenn man jetzt, wenn du da jetzt reingehen würdest, würdest du sagen, das ähnelt schon sehr stark einem Grand Hotel. Aber von der Vermarktung her, also jetzt aus Blue-and-Red-Sicht, ist es natürlich ganz was anderes.

  89. 23:40
    Ronald M. Arndt

    Wie ist denn so die Zusammenarbeit mit Professor Gerhard? Trifft man sich da täglich?

  90. 23:47
    Denis Mair

    Nein, so ist es natürlich nicht. Nein, so ist es nicht. Na gut, gut, ich arbeite mit Professor Geer seit 25-Hours-Zeiten zusammen. Da haben wir uns damals kennengelernt, also noch Gesellschafter war, und seitdem natürlich bei Mar7 sehr eng. Er gibt einem unglaublich viel Freiheiten, also man kann unglaublich viel selber entscheiden. Aber gerade jetzt in meiner neuen Rolle bin ich ja wieder zurückgezogen, oder wir haben ja denselben Dienstsitz wie die Holding. Das heißt, man sitzt jetzt auch wieder näher zusammen, Und von daher gibt es natürlich einen großen Austausch. Man muss allerdings wissen, dass er natürlich das ganze Jahr ständig unterwegs ist und auf Reisen ist. Es ist jetzt auch nicht so, dass wir uns täglich im Büro über den Weg laufen würden.

  91. 24:35
    Ronald M. Arndt

    Dann machen wir noch mal einen Sprung nach Hamburg, Viva con Agua, auch unheimlich interessant, ne?

  92. 24:41
    Denis Mair

    Total interessant.

  93. 24:42
    Ronald M. Arndt

    Viva con Agua ist ja der Namensgeber mit.

  94. 24:45
    Denis Mair

    Richtig, richtig. Und mit einem der, mit dem Gründer von Viva con Agua arbeiten wir ja auch eng zusammen. Ja, ist natürlich, also es für Für mich natürlich ein Produkt, es wäre jetzt gelogen, wenn ich sagen würde, es ist eins zu eins, aber es hat natürlich unglaublich viele Ähnlichkeiten, wie ich es damals bei 25hours erlebt habe. Also ein unglaublich individuelles Produkt, Mitarbeiter, die sich zu 100% mit der Marke, mit der Idee des sozialen Hotels identifizieren. Und ja, das ist eine Riesenchance für uns, oder es macht mir unglaublich viel Spaß, da mitzuwirken. Natürlich einerseits jetzt der Einstieg in den laufenden Betrieb, der jetzt erfolgt ist zum Jahresende, und gleichzeitig die Villa Viva in Berlin am Holzmarkt aufzubauen, was schon alleine von seiner Architektur und von seiner Örtlichkeit natürlich unfassbar spektakulär ist und auch wird, mit diversen Herausforderungen. Ja, das ist natürlich kein Produkt von der Stange, da kann man jetzt nichts aus dem, aus der Schublade ziehen, mit unglaublich vielen kreativen Leuten dahinter, mit ja auch von Marketingseite. Also ich habe jetzt noch, es sind, habe schon einige Hoteleröffnungen erlebt, aber eine Hoteleröffnung mit riesiger Pressekonferenz und ohne den Fachmedien dazu nahetreten zu wollen, aber wo halt, ich sag mal, die normale Presse darüber berichtet und nicht nur Fachmagazine, das ist schon außergewöhnlich. Also man steht auch besonders natürlich im Fokus, ja, also Ja, ich sage immer so schön, wenn man sich da was leistet, dann stehst halt am nächsten Tag in der Bild-Zeitung mal überspitzt. Ja, das ist in anderen Hotels, das wäre jetzt bei Mar7, wäre das wahrscheinlich jetzt keine Schlagzeile wert. Also man ist unglaublich im Fokus und man arbeitet mit sehr kreativen und tollen Menschen zusammen. Das will ich gar nicht jetzt die anderen Häuser irgendwie despektierlich behandeln, überhaupt nicht. Aber es ist schon, ist schon wirklich ein besonderer Geist, der in diesem Unternehmen steckt, mit all seinem Für und Wider. Und wir werden da 2027 eine ganz, ganz tolle Neueröffnung erleben. Da kann sich wirklich jeder drauf freuen.

  95. 27:11
    Ronald M. Arndt

    Und eben weil diese Grundidee von Viva con Agua fast schon gesellschaftliche Relevanz hat, also kennt man halt, ja, und auf dem Thema eben die Aufmerksamkeit von vielen Leuten eben schon gelenkt hat, ja, und daraus jetzt ein Hotelprodukt zu bauen.

  96. 27:24
    Denis Mair

    Ja, im Endeffekt, ich meine, es gibt die, es gibt die Villa Viva ja, die allererste, das wissen ja viele gar nicht, die ist ja, wird man in Zukunft auch auf einer einheitlichen Webseite, wo du das Thema Webseite schon ansprichst, sehen. Die allererste Villa Viva ist ja in Kapstadt entstanden tatsächlich, aber das ist ja ein Produkt aus einem, ein Übernahmeprodukt aus einem bestehenden Hostelkonzept. Die Villa Viva in Hamburg war ja das allererste dann neu entwickelte Konzept von eben Viva war. Und in Berlin, wie es meistens so ist, wenn man dann mal ein Haus hat, dann lernt man natürlich auch aus Dingen, die vielleicht jetzt ja geändert werden müssen, wird natürlich in Berlin noch eins draufgesetzt. Und die Örtlichkeit, ich sag's immer so, der Holzmarkt, wer den in Berlin kennt, der hat ja einen besonderen Geist. Und die Zusammenarbeit auch dort, die Kollegen vom Holzmarkt werden ja auch die Gastronomie in der Villa Viva dann übernehmen, das ist schon was ganz Besonderes. Also hier haben sich zwei gefunden, ich glaube, die passen perfekt zusammen. Und dann auch noch die Örtlichkeit neben dem Holzmarkt mit Spreeblick, also das ist schon außergewöhnlich.

  97. 28:37
    Ronald M. Arndt

    Also höre ich raus, dass da auch eine langfristige Geschäftsbeziehung zu erwarten ist.

  98. 28:42
    Denis Mair

    Das ist das Ziel, ja.

  99. 28:43
    Ronald M. Arndt

    Und dass es sich jetzt hier einfach nicht nur um den Betrieb von ein oder zwei Häusern dreht.

  100. 28:48
    Denis Mair

    Das muss man sehen, aber das ist natürlich ein Hotelkonzept, das funktioniert auch nur oder sollte schon in besonderen Lagen sein. Also das ist jetzt kein Konzept, was jetzt in jeder Stadt funktionieren würde und was jetzt nicht ins die grüne Wiese setzen könnte. Aber dieser ursprüngliche Social-Business-Ansatz, der, ja, der ist natürlich, der ist natürlich, ah ja, der bleibt erhalten und der ist natürlich ganz, ganz wichtig. Also man muss ja wissen, das Haus, wir haben ja da eine doppelte Verpflichtung, nicht nur weil wir gut daraus hervorgehen wollen, sondern mit dem Gewinnen des Hotels. Also das Hotel ist jetzt in dem Sinn ein normales wirtschaftliches Unternehmen, aber mit den Gewinnen werden ja wieder Brunnen auf der ganzen Welt gebaut. Und von daher ist es natürlich enorm wichtig, dass das auch funktioniert. Ja, das ist jetzt kein, kein, ja, so ein privates Spielfeld, wo man mal schöne Dinge ausprobieren kann, sondern das muss auch wirtschaftlich funktionieren.

  101. 29:53
    Ronald M. Arndt

    Ja, vielleicht zum Abschluss noch 2, 3 Sätze zu München und dem München? Was tut sich hier gerade? Wo liegen die Herausforderungen?

  102. 30:03
    Denis Mair

    Naja, also am Münchner Markt, ich finde, man hat jetzt auch gesehen, wieder Hotelimmobilie des Jahres kommt aus München. Also tut sich einiges. Das haben ja auch mit 2 Neueröffnungen in letzter, in kürzester Zeit hier von Luxushotellerie, oder Wiedereröffnung und Neueröffnung, hat sich natürlich unglaublich viel getan. Aber der Markt steht im enormen Wettbewerb wie, wie andere auch, auch wenn München da immer durch die Wiesn und natürlich auch viele Messen natürlich grundsätzlich schon gut mit Veranstaltungen geschmückt ist. Aber es gibt natürlich auch eine unglaublich hohe Anzahl an Hotelbetten und es werden immer mehr. Von daher, also leicht ist der Markt nicht. Und das habe ich ja auch damals sowohl bei 25 als auch bei Mar7 erlebt. Von alleine ein Selbstläufer ist es nicht.

  103. 31:00
    Ronald M. Arndt

    Kommt nichts. So, dann werden wir jetzt nicht wieder 3 Jahre ins Land gehen lassen, bis wir uns wiedersehen. Und es tut sich einfach auch so unheimlich viel bei euch. Ja, danke dir erstmal für das heutige Update.

  104. 31:09
    Denis Mair

    Vielen Dank für die Einladung, hat mich sehr gefreut.

  105. 31:13
    Ronald M. Arndt

    Und wir sehen uns ja morgen wieder. Genau. Und dann bist du wieder on Tour. Also ganz, ganz viel Spaß dabei und bis ganz bald.

  106. 31:21
    Denis Mair

    Vielen Dank. Vielen Dank.