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Germany · Episode #57 · 06.02.2023 · 33 Min

Vorhang auf für Arabella

Karl-Heinz PawlizkiArabella Hospitality
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Aufgenommen: The Westin Grand München, München

Standbild aus der Episode mit Karl-Heinz Pawlizki Germany33 Min

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„Ich habe 11 Golfplätze unter mir und spiele kein Golf, aber das geht trotzdem.“

Karl-Heinz Pawlizki, 13:24

Karl-Heinz Pawlizki, CEO von Arabella Hospitality, spricht mit Ronald M. Arndt im Westin Grand in München über seinen Weg vom Stammtisch im Restaurant der Eltern über 21 Jahre bei IHG und 7,5 Jahre bei Dorint bis zur Schörghuber-Tochter. Er erklärt die Arbeitsteilung mit Marriott, warum die Eigenmarke Arabella im Resortbereich wieder wachsen soll und welche Rolle Rosewood München und Schloss Fuschl spielen. Dazu 11 Golfplätze, die er verantwortet, ohne selbst zu spielen.

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Kernaussagen

  1. Marriott managt, Arabella pachtet: Die 12 Marriott-Hotels laufen als Managementhotels, Arabella ist Pächter der Immobilien und Betreiber, das Business managt Marriott. Auf dem Gehaltszettel steht Arabella, deshalb schaut Pawlizki morgens trotzdem auf Belegung und Pickup.
  2. Vom Tresen zum CEO: Vater Koch, Mutter Restaurantfachfrau, mit 12, 13 stand er im eigenen Betrieb am Tresen und bediente den Stammtisch. Danach Ausbildung zum Hotelkaufmann in Stuttgart, Night Audit in London, 13, 14 Stellen in 21 Jahren bei IHG, dann 7,5 Jahre Dorint, davon 4 als CEO.
  3. Schritt zurück für Schwung: Pawlizki hält solche Karrieren in der Hotellerie weiter für möglich, mit harter Arbeit, Glück und Menschen, die führen. Dazu gehört für ihn auch ein Hardship-Posting und manchmal ein Schritt zurück.
  4. Eigenmarke wieder wachküssen: Nach Double Branding mit Arabella Sheraton war die Marke eingeschlafen. Jetzt soll Arabella im Resortbereich mit 4 Sterne plus und Familienhotellerie zurückkommen, statt ein weiteres 650-Zimmer-Kongresshotel zu bauen.
  5. Golf trägt die Nebensaison: Auf Mallorca bilden 3 Hotels und 4 Golfplätze eine Symbiose, zwei davon Ganzjahresbetriebe. Wenn im Oktober und November die Hauptsaison vorbei ist, lebt man vom Golfgeschäft, Memberships und Green Fees nahmen über die Krise zu.
Shownotes zur Episodeaus dem Podcast-Feed

Mit nur 12 Jahren versorgt Karl-Heinz Pawlizki den Stammtisch im elterlichen Betrieb mit Nachschub.

Heute ist er der erste Mann im Hause Arabella Hospitality und empfängt mich mit viel Herz bei Kaffee und Kuchen im The Westin Grand Munich.

Gemeinsam versuchen wir seinen beruflichen Werdegang zumindest etwas nachzuzeichnen: Ausbildung zum Hotelfachmann, während seine Gäste schlafen entdeckt er die Welt der Zahlen. Später begleitet er rund 14 Positionen bei den IHG Hotels & Resorts.

Anschließend führt sein Weg in den Mittelstand und den Dorint Hotels. Vor gut einem Jahr tritt er in die Unternehmensgruppe von Familie Schörghuber ein, welche mit dem von Madeleine Marx geführten The Westin Hamburg, dem Neues Schloss Privat Hotel Zurich, Autograph Collection oder auch dem The St. Regis Mardavall Mallorca Resort immer wieder großen Geschmack beweisen.

Wie aber sieht es auf der Baustelle von Schloss Fuschl aus und wann treffen wir uns im neuen Rosewood München? Woher die große Lust, mit dem Arabella Alpenhotel am Spitzingsee oder dem Arabella Jagdhof Resort am Fuschlsee die eigene Marke wieder wachzuküssen?

Nicht gedacht hätte ich, dass heute selbst Golfplätze zum Wachstumstreiber werden können. Manchmal bedarf es eben einfach neuen Schwungs oder eines Schritts zurück.

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Transkript öffnenTranskript schließen33 Min · Ronald M. Arndt und Karl-Heinz Pawlizki

Automatisch transkribiert mit AssemblyAI, Sprecher automatisch zugeordnet. Nicht redigiert.

  1. 00:06
    Ronald M. Arndt

    Ich sehe, Sie haben Ihren Notizblock dabei, Herr Pawlizki. So viel zu erzählen heute im Hotel-Podcast?

  2. 00:12
    Karl-Heinz Pawlizki

    Nein, aber es kann ja sein, dass 2 Fragen sind, dann schreibe ich mir eine auf.

  3. 00:15
    Ronald M. Arndt

    Okay, also dass wir das dann nachreichen müssen. Ja, na ja, für mich ist auch was ganz Neues. Hotel-Podcast jetzt so ein bisschen über 50 Folgen, Episoden, viel schon gesehen, unterschiedliche Menschen natürlich gesprochen und getroffen, auch was Hotelgrößen angeht. Aber jetzt mal hier weit, weit, weit oben über den Dächern Münchens zu sitzen mit Ihnen, CEO von Arabella Hospitality, das ist dann auch für mich was Neues. Von daher die Frage, hätte ich nicht meinen Block mitbringen müssen mit ein paar Fragen? Aber mal schauen.

  4. 00:49
    Karl-Heinz Pawlizki

    Ja, ich glaube, wir bekommen das hin.

  5. 00:51
    Ronald M. Arndt

    Wir bekommen das hin. Und das ist ja auch so ein bisschen das neue Motto vom Hotel-Podcast. Explore Hospitality. Und ich glaube, da sind Sie ein Paradebeispiel, denn Ihr Lebensweg zeigt ja einmal mehr, wo man anfangen kann und wo man dann eben jetzt stehen kann. Das ist ja eine gewaltige Entwicklung. Da wird es schon schwer, in einer Episode Hotel-Podcast das alles mal so ein bisschen abzubilden.

  6. 01:17
    Karl-Heinz Pawlizki

    Ja gut, man kann es ja auch etwas zusammenfassen und etwas zusammenfassend strukturieren, dann ist es ein kleiner Teil von dem heutigen Gespräch.

  7. 01:26
    Ronald M. Arndt

    Da sind wir Werden wir uns darum bemühen, ganz genau. Ja, fast hätten wir uns ja in Fuschl getroffen auf der Baustelle, aber Sie meinten, das sei jetzt um die Jahreszeit noch ein bisschen zu zugig und zu windig.

  8. 01:41
    Karl-Heinz Pawlizki

    Und es ist auch noch nicht so richtig viel zu sehen. Okay, also deswegen hätte es sich nicht gelohnt, sich da heute zu treffen. Ich glaube, in einem Jahr sieht es schon ganz anders aus.

  9. 01:52
    Ronald M. Arndt

    Dann machen wir das. Heute sind wir dafür im Westin Grand hier in München. Auch da für mich, muss ich sagen, eine neue Dimension. Ich glaube, ein Haus mit über 600 Zimmern und damit höchstwahrscheinlich das größte bei Arabella im Portfolio, oder?

  10. 02:08
    Karl-Heinz Pawlizki

    Ja, das ist das größte im Portfolio und wir betreiben es ja auch zusammen mit dem Four Points by Sheraton gegenüber im Arabella Haus. Also wir haben hier über 1100 Zimmer. Im Verbund, die wir hier in Bogenhausen betreiben, was bei viel Geschäft toll ist und bei wenig Geschäft eine Katastrophe. Aber das bringen natürlich so große Häuser mit sich.

  11. 02:32
    Ronald M. Arndt

    Gehen wir da gleich mal so ein bisschen in Ihren Tag rein. Wie fängt so ein Tag bei Ihnen an? Hat man erst mal so die Belegungszahlen vor Augen, verteilt auf die verschiedenen Häuser? Ist das so?

  12. 02:43
    Karl-Heinz Pawlizki

    Ja, ich glaube, man muss ein bisschen unterscheiden, denn die 12 Marriott Hotels, die wir haben, die sind ja alle Management Hotels. Bei Marriott. Das heißt, eigentlich ist die, ist das Geschäft bei unserem Partner. Wir sind zwar Pächter der Immobilien und auch damit Betreiber, aber das Business wird von Marriott gemanagt. Dann haben wir noch 2 Arabellas, die machen was selbst. Und deswegen, eigentlich würde man sagen, ich schaue mir den Monatsabschluss an und bin im engen Austausch mit unserem Partner, aber das sind nicht unsere Betriebe. Jetzt ist natürlich die Realität eine andere. Es sind aber am Ende des Tages unsere Mitarbeiter, es ist unser Geld, und natürlich schaut man sich an, wie das Business ist. Also ja, man schaut sich die Belegung an am Morgen, oder den, wie wir sagen in unserer Branche, wissen Sie ja auch, der Pickup. Ja, und wir haben auch regelmäßige Gespräche mit Marriott. Also wir wissen schon ganz gut, was in unseren Häusern im laufenden Monat passiert.

  13. 03:44
    Ronald M. Arndt

    Marriott ist ja, soweit ich weiß, schon ganz, ganz lange auch Partner von Arabella, seit 1998, glaube ich.

  14. 03:51
    Karl-Heinz Pawlizki

    Also es hat ja angefangen mit Starwood und es gab ja eine lange Verbindung mit Starwood, auch ein Joint Venture, dann danach das Management. Und als dann Marriott Starwood übernommen hat, ist es natürlich dann auf Marriott übergegangen. Also wenn man es so sieht, dann gibt es eine jahrzehntelange Partnerschaft mit Starwood und jetzt Marriott.

  15. 04:12
    Ronald M. Arndt

    Super. Und jetzt würde ich mal sagen, steigen wir ein. Bei Ihnen als jemand, der gerade die Schule verlassen hat vor ein paar Jahren, wie ging es dann los? Wo ist der Funke zur Hotellerie übergesprungen? Da höre ich auch immer die schönsten Geschichten am Ende, wenn man dann einfach sieht, aha, und dann ist er dabei geblieben.

  16. 04:34
    Karl-Heinz Pawlizki

    Also ich glaube, bei mir ist es relativ klar vorhersehbar gewesen, weil mein Vater Koch war. Meine Mutter war Restaurantfachfrau und dann ist man natürlich in dieser Branche schon aufgewachsen. Wie es ist in der Branche, ist man relativ oft umgezogen. Als Kind ist man mitgegangen. In den 70er Jahren hat da jetzt auch noch keiner gefragt, wie es dir damit geht. Da ist es einfach passiert. Und dann im Endeffekt haben meine Eltern noch ein Restaurant gehabt, selbst in der Nähe von Stuttgart. Und dann bin ich im Endeffekt mit 12, 13 das erste Mal am Tresen gestanden. Habe den Stammtisch bedient und war eben am Samstag, Sonntag im Geschäft und habe gearbeitet. Und deswegen war das dann, nachdem das Abitur durch war, relativ klar, dass eine Hotelkaufmannsausbildung in Stuttgart naheliegend war. Also es gab eigentlich gar keine andere Thematik, als diesem Gastronomie-Hotelbereich zu folgen.

  17. 05:37
    Ronald M. Arndt

    Wusste ich jetzt noch nicht, aber deswegen sitzen wir zusammen, dass man da Parallelen hat. Ich komme aus Stuttgart. Heute Morgen angereist. Wo warst du da genau rund um Stuttgart?

  18. 05:46
    Karl-Heinz Pawlizki

    Im Korntal, in der Nähe von Stuttgart.

  19. 05:48
    Ronald M. Arndt

    Im Korntal, Korntal-Münchingen, ganz genau.

  20. 05:49
    Karl-Heinz Pawlizki

    Das ist ein großes Restaurant für mehrere Jahre, bevor sie dann noch in den Schwarzwald sind. Und dann hat man die Kommunionen, die Konfirmationen, die Hochzeiten.

  21. 05:59
    Ronald M. Arndt

    Das dann im eigenen Betrieb?

  22. 06:00
    Karl-Heinz Pawlizki

    Das war im eigenen Betrieb, genau.

  23. 06:02
    Ronald M. Arndt

    Im Schwarzwald. Und Ihre Hotelfachausbildung haben Sie auch im Stuttgarter Raum gemacht, oder?

  24. 06:08
    Karl-Heinz Pawlizki

    Genau, im altehrwürdigen Hotel Royal in Stuttgart, eine dreijährige Ausbildung zum Hotelkaufmann.

  25. 06:13
    Ronald M. Arndt

    Okay, genau. Und wie ging es dann weiter? Ich glaube, dann ging es Richtung Berlin.

  26. 06:18
    Karl-Heinz Pawlizki

    Ja, es ging dann erstmal nach London.

  27. 06:20
    Ronald M. Arndt

    Nach London, ja.

  28. 06:21
    Karl-Heinz Pawlizki

    Früher ist man nach der Ausbildung, ja, war ja relativ vorgezeichnet, man geht jetzt ins Ausland. London war dann auch ein Sheraton, damals noch ein ITT Hotel.

  29. 06:30
    Ronald M. Arndt

    Okay.

  30. 06:32
    Karl-Heinz Pawlizki

    Und dann auch ganz typisch in den Night Audit, und großes Haus am Flughafen, 440 Zimmer. Und habe dann da, bin dann da in die Buchhaltung gewechselt und habe dann erstmal verschiedene Stationen in der Buchhaltung dann gemacht.

  31. 06:45
    Ronald M. Arndt

    Okay, und sind also, naja, da vielleicht das erste Mal schon so zu den Zahlen gekommen. Das ist jetzt auch nicht ganz so typisch, oder?

  32. 06:53
    Karl-Heinz Pawlizki

    Was muss ich dann während der Ausbildung, oder das war nicht mehr die Ausbildung, aber dann schon. Nein, das war dann über die Nacht, ist man natürlich über den Night Audit, damals war das ja noch anders wie heute, hat man ja sehr viel händisch machen müssen und ist natürlich über die Zahlen dann irgendwo in die Buchhaltung gekommen, in der Nacht Zeit gehabt, um zu verstehen, wie das Hotel eigentlich so funktioniert, und hat dann über Income Audit und Cost Control und diese ganzen Themen die Chance gehabt, das dann in England alles mitzumachen. Und dann bin ich eigentlich danach in die ersten Stationen dann nach München gekommen, ins Holiday Inn, München-Süd. Und da haben dann 21 Jahre mit IHG begonnen. Okay, kann ich ganz kurz abreißen. 13, 14 verschiedene Stellen bei IHG, auch da übers Cost Controlling, Financial Controller in Heidelberg im Crowne Plaza. Bin auch mal zwischendrin in der Hauptverwaltung gewesen, die da damals noch in Wiesbaden, und habe mich dann im Endeffekt über ein General Manager Programm War in Birmingham, Food and Beverage Management, dann die Nummer 2, zweite Stelle in München im großen Forum bei InterContinental an der Gasteig, 600 Zimmer. Und bin dann aber anstatt in eine Hoteldirektorenposition, und das glaube ich war auch wichtig für meine Karriere, Zwischenschritt, und bin doch noch mal als Nummer 2 ins InterContinental Berlin zu Willy Weiland und habe da natürlich noch mal wirklich eins der großen, umsatzstärksten 5-Sterne-Hotels in Deutschland mitgeleitet, und bevor ich dann ein eigenes Haus in Hamburg im Crowne Plaza bekam. Dann gab es die erste Regionalposition für Deutschland, Franchise, 6 eigene Häuser, und dann der Wechsel schon in das Corporate Office nach London, Geschäftsführer in Frankfurt für Deutschland für IHG, und dann bis in eine globale Stelle als Vice President Global Operations London, auch Atlanta, also weltweit tätig. Und nach 21 Jahren war es dann vielleicht auch genug mit dem Weltweiten und mit IHG. Und dann bin ich zu einem mittelständischen Unternehmen, zu der Rindt, gewechselt.

  33. 09:10
    Ronald M. Arndt

    Zu der Rindt, genau. Und in der Zwischenzeit, wie gesagt, bei Arabella Hospitality. Ist eigentlich fast der Zeitpunkt, um Ihnen noch mal zum ersten Jubiläum zu gratulieren. Ich glaube, im Januar 2022 ging es hier los.

  34. 09:24
    Karl-Heinz Pawlizki

    Genau, das war jetzt das 1.1., war genau ein Jahr.

  35. 09:28
    Ronald M. Arndt

    Genau ein Jahr.

  36. 09:28
    Karl-Heinz Pawlizki

    Also nach 7,5 Jahren Dorint, genau, auch die letzten 4 Jahre als CEO, gab es diese Möglichkeit, natürlich hier das dritte Mal nach München zu kommen und für die Familie Schörghuber zu arbeiten, ein tolles Hotelportfolio zu übernehmen, tollen Partner mit Marriott, auch das Thema Rosewood direkt anzugehen mit dem Opening hier des Rosewood München. Dem Managementvertrag für das zweite Haus in Fuschl. Genau, wird ja auch ein Rosewood, wird auch ein Rosewood, wird das zweite Rosewood Schloss Fuschl.

  37. 10:04
    Ronald M. Arndt

    Und das ist dann kein riesiges Haus, hat glaube so knapp 100 Zimmer.

  38. 10:09
    Karl-Heinz Pawlizki

    Ja, genau. Also ja, das Rosewood München wird 132 Zimmer haben und das Rosewood Schloss Fuschl 98.

  39. 10:18
    Ronald M. Arndt

    Genau, und das sind beides Projekte, glaube ich, die jetzt noch dieses Jahr eröffnet werden. 2 Häuser.

  40. 10:23
    Karl-Heinz Pawlizki

    Das ist der Plan.

  41. 10:24
    Ronald M. Arndt

    Das ist der Plan.

  42. 10:25
    Karl-Heinz Pawlizki

    Ja, das ist der.

  43. 10:25
    Ronald M. Arndt

    Wir sind uns ja immer um große Aktualität hier immer bemüht im Hotel-Podcast. Gucken wir mal, sonst komme ich wieder im Dezember.

  44. 10:33
    Karl-Heinz Pawlizki

    Also im Dezember, wenn Sie wiederkommen, dann können wir schon ins Rosewood Munich gehen. Das hat dann schon auf. Okay, da bin ich mir ziemlich sicher.

  45. 10:39
    Ronald M. Arndt

    Weil es in Fuschl immer noch zu kalt ist?

  46. 10:41
    Karl-Heinz Pawlizki

    Ja, vielleicht in Fuschl wir die letzten Möbel einräumen, sagen wir mal so.

  47. 10:45
    Ronald M. Arndt

    Also okay, auf das Timing können wir uns einigen.

  48. 10:48
    Karl-Heinz Pawlizki

    Da einigen wir uns.

  49. 10:48
    Ronald M. Arndt

    Wenn ich das dann doch auch von Stuttgart bedeutend einfacher zu erreichen, weil hier hört ja irgendwann dann die Zugverbindung auf und dann geht's so gefühlt mit dem Bus weiter.

  50. 10:59
    Karl-Heinz Pawlizki

    Ja, geht auch nach Salzburg, geht auch Salzburg, aber dann, ja, ganz genau.

  51. 11:03
    Ronald M. Arndt

    Spannend. Ja, also die Karriere ist gewaltig, aber man sieht natürlich, wenn man da reinzoomt, wie viele unterschiedliche Positionen Sie da einfach hatten und wo sie gelernt haben. Und also ganz, ganz klar ersichtlich. Ja, sowas ist auch heute weiterhin möglich, oder? Spricht nichts dagegen.

  52. 11:30
    Karl-Heinz Pawlizki

    Na, ich glaube, dass—

  53. 11:32
    Ronald M. Arndt

    und da liegt ja dann auch der Reiz in der Hotellerie, dass solche Wege möglich sind.

  54. 11:37
    Karl-Heinz Pawlizki

    Ich glaube auch, die Hotellerie ist einer der wenigen Bereiche, wo solche— man kann jetzt übertreiben, vom Tellerwäscher zum Millionär, das ist vielleicht noch mal eine andere Geschichte. Aber hier sind die Möglichkeiten eben auch da, ja. Und auch, man kann auch, nehmen wir meinen Nachfolger bei Dorint, der Herr Böckerler hat es ja genauso gemacht, ist dann noch über Sydney, also ist jetzt auch CEO. Also deswegen, ja, diese Themen gehen. Aber natürlich harte Arbeit, bisschen Glück gehört auch dazu, und man braucht an gewissen Stellen natürlich auch Menschen, die einen führen in die richtige Richtung. Man braucht auch hier und da einen Protégé, der zur richtigen Zeit sagt, da gehst du jetzt hin. Und man muss vielleicht auch mal in ein Hotel oder in eine Rolle gehen, die auch ein bisschen schmerzhaft ist, ja, ein sogenanntes Hardship-Posting, um einfach auch sich da mal durchzukämpfen und irgendwo in der Karriere vielleicht auch mal einen Schritt zurückzugehen, um noch mal neuen Schwung zu holen. Aber ich glaube ja, dass in der Hotellerie sind solche Karrieren möglich.

  55. 12:35
    Ronald M. Arndt

    Ja, auch eine schöne Aussage. Mal einen Schritt zurückzugehen, um Schwung zu holen. Ja, das ist vielleicht auch so eine Sache, die, die heute gar nicht so im Trend ist, ne, heutzutage, weil es muss immer irgendwie immer vorwärts gehen, ansonsten hast du schon verloren.

  56. 12:48
    Karl-Heinz Pawlizki

    Und schnell muss es gehen.

  57. 12:49
    Ronald M. Arndt

    Und, und schnell muss es gehen. Ja, okay. Na ja, versuchen wir mal, Arabella Hospitality so ein bisschen zusammenzufassen in Zahlen, und dann können wir so ein bisschen auf die unterschiedlichen Tätigkeitsbereiche eingehen. 16 Hotels, Sie korrigieren mich, 1200 80 ungefähr Mitarbeiter, die Zahl, die ich gefunden habe, 3400 Zimmer und 11 Golfplätze. Spielen Sie Golf?

  58. 13:14
    Karl-Heinz Pawlizki

    Nein.

  59. 13:15
    Ronald M. Arndt

    Also war das jetzt nicht der Grund, von Dorint zu Arabella zu gehen, wegen den großen Auslagen?

  60. 13:19
    Karl-Heinz Pawlizki

    Also ich habe 11 Golfplätze unter mir und spiele kein Golf, aber das geht trotzdem.

  61. 13:24
    Ronald M. Arndt

    Und von den Ländern her aktiv in Deutschland, Schweiz, Mallorca als Land und Bundesland und Österreich. Genau, und Österreich jetzt vor allem, wie Sie vorhin schon erwähnt hatten, mit der eigenen, kann man sagen, Eigenmarke, wie nennt man das bei euch, Eigenmarke Arabella. Da wären eben das Alpenhotel, ja, ja, der Jagdhof, der Jagdhof natürlich am Fuschlsee.

  62. 13:51
    Karl-Heinz Pawlizki

    Genau, Spitzingsee ist das Alpenhotel, Fuschlsee ist der Jagdhof, und der Jagdhof in am Fuschlsee ist unser, jetzt nachdem Lenkries Brauneck ist ja raus, ist es unser zweites Arabella wieder mit der Eigenmarke. Also wir werden die Eigenmarke Arabella gerade im Resortbereich wieder zum Leben erwecken.

  63. 14:11
    Ronald M. Arndt

    Da bin ich jetzt nicht bewandert drin, aber gab es die Eigenmarke Arabella schon mal in der Vergangenheit?

  64. 14:19
    Karl-Heinz Pawlizki

    Also früher, als man mit Starwood zusammen war, gab es eben die dieses Arabella Sheraton, richtig, genau, das ist ein Begriff, ja, und also dieses Double Branding. Und auch zum Beispiel unser Haus auf Mallorca heißt noch Sheraton Arabella Golfhotel Mallorca. Aber über die Jahre jetzt natürlich ist einmal dieses Double Branding weggegangen, was sicher im Branding auch sinnvoll ist, und das eine oder andere Arabella Hotel ist dann auch weggegangen. In Südafrika gab es auch eins, das ist dann auch wieder zurückgegangen. Also deswegen ist schon eigentlich über die Zeit die Arabella-Marke, man kann sagen, etwas eingeschlafen. Ja, wenn man natürlich auch nicht in einem Wachstum ist, sondern eher in der Konsolidierungsphase, dann geht es vielleicht auch noch mal einen Schritt zurück. Aber jetzt, im Zuge dessen, dass wir nach vorne hin mit Wachstum wieder vorangehen wollen, ist eben auch, und vielleicht auch durch Corona, Das Thema Resort, Arabella, 4 Sterne plus, Familienhotellerie, Deutschland, Österreich, Schweiz, Spanien, aktuell für uns.

  65. 15:22
    Ronald M. Arndt

    Und wir sehen da schon Möglichkeiten davor, dass ihr da einfach einen Markt seht und neue Möglichkeiten, Opportunities. Spannend. Aber ich kann mir vorstellen, dass da so ein ganz neues, wieder, oder wird auch da sein, aber noch mal so ein Unternehmerspirit auf einmal aufkommt, wenn man sagt, hey, jetzt sind wir wieder mit einer eigenen Marke da und wir wollen auch mit der wieder eine gewisse Größe erreichen. Also ich kann mir vorstellen, dass das auch innerhalb des Konzerns, kann man ja auch sagen, noch mal ganz neue Gefühle auslöst.

  66. 15:49
    Karl-Heinz Pawlizki

    Ja, ich glaube, dass viele, und bei der Schörghuber Gruppe arbeiten ja auch viele Menschen schon sehr lange Zeit, und die können natürlich auch ganz tolle Geschichten über Arabella erzählen. Und wir heißen Arabella, und wir sind hier neben dem Arabella-Haus, und die Straße hier heißt Arabellastraße. Dieser Name ist ja präsent, ja, und wir sind ja auch die Arabella Hospitality. Die, aber natürlich, wir kommen aus einer schwierigen Zeit, wir kommen aus zweieinhalb Jahren Corona, jetzt haben wir die noch die weiteren Krisen. Also es ist ja nicht so, dass es einfacher geworden ist, ja. Und natürlich muss man sich schon die Frage stellen, was macht man mit den Hotels, was macht man mit Arabella, wächst man wieder. Viele Hotels gehören der Bayerischen Hausbau, unsere Schwester. Das heißt, wir haben ja einmal die Immobilien im Unternehmen, dann pachte ich die Häuser an und betreibe sie mit Marriott. Also da ist ja auch eine Wertschöpfungskette, die ist ja nicht zu vernachlässigen. Und man muss natürlich schon nach vorne denken. Dieses Unternehmen denkt ja in Generationen. Und was, wie geht man nach vorne? Wir sitzen hier im Westin, hat gerade 50 Jahre Geburtstag gefeiert, also das ist schon eine alte Dame. Und da ist es umso wichtiger, das nach vorne zu positionieren. Und deswegen war natürlich im Zuge jetzt meines ersten Jahres das Thema, welche Strategie verfolgen wir, wo geht's hin, was machen wir mit dem Bestand, wo wollen wir wachsen, was mit unserem Partner Marriott, welche Rolle spielt Rosewood. Also diese Themen haben uns beschäftigt in den ersten 6 Monaten, und wir haben eine Strategie entwickelt. Und ein Teil dieser Strategie ist eben zu sagen, wir müssen natürlich auch, weil wir hatten Krisen, und ich glaube, wir sind auch der Meinung, es werden wieder welche kommen, und dann ist es vielleicht nicht sinnvoll, ein weiteres 650-Zimmer-Kongresshotel irgendwo hinzustellen, sondern vielleicht ein Arabella Resort, ein Autograph und ein Residence Inn, um auch mal ein bisschen zu diversifizieren und für mögliche zukünftige Krisen etwas besser aufgestellt zu sein. Ja, das waren die Überlegungen, die natürlich in so eine Strategie mit einfließen.

  67. 17:58
    Ronald M. Arndt

    Okay, jetzt können wir uns mal ein Haus raussuchen aus Ihrem Portfolio, vielleicht das Westin in Hamburg. Ja, das ist ja auch ein Zufall. Um einfach mal ein bisschen der Zuhörerschaft vom Hotel-Podcast verständlich zu machen, wie sowas entsteht, also bis zu dem Tag der Eröffnung in der Elbphilharmonie, Wie sehen da so die Phasen davor aus? Und wie kommt Arabella an so eine— oder wie wandert so ein Haus ins Portfolio von Arabella? Vielleicht noch mal so einen kurzen Abriss.

  68. 18:35
    Karl-Heinz Pawlizki

    Also grundsätzlich muss man mal sagen, dass der Pachtvertrag für dieses Haus vor gefühlt langer, langer Zeit unterschrieben wurde.

  69. 18:42
    Ronald M. Arndt

    Stimmt, da war ein bisschen Zeit.

  70. 18:45
    Karl-Heinz Pawlizki

    Also erstmal wurde es unterschrieben, dann wurde gebaut, dann ist es ja bei der Elbphilharmonie, wie Sie wissen, hat es ja dann noch mal ein paar Jahre länger gedauert, bis das überhaupt aufmachte. Das heißt, wir haben auch ein Hotel gehabt, was komplett eingerichtet war und leer war. Stimmt, also da waren ein paar Jahre, wo nichts passiert ist. Nicht so schlimm wie jetzt vielleicht das Steigenberger in Berlin am Flughafen, aber da war ein paar Jahre Stillstand. Das heißt, zwischen jetzt den Pachtvertrag zu unterschreiben und bis der erste Gast reinlief. Es war jetzt nicht 3, 4 Jahre, das waren 6, 7, 8 Jahre. Also es hat lange gedauert. Aber natürlich damals, und wenn Sie sich das Arabella-Portfolio anschauen, das sind ja schon besondere und schöne Häuser dabei. Ich meine, das hier ist auch besonders, auch das St. Regis auf Mallorca, das jetzige Autograph in Zürich am Zürichsee. Also war ich auch vor kurzem erst, schönes Haus. Läuft auch super, sind wir sehr zufrieden. Aber ich glaube, das zeigt schon, dass Arabella schon versucht, schöne Hotels im Portfolio zu haben, auch besondere Häuser. Und logischerweise, ein Westin auf der Elbphilharmonie ist natürlich unglaublich, ja, und ist ein Flagship, und da sind wir alle auch stolz drauf. Und deswegen hat man das damals verhandelt, hat es auch bekommen, passt auch rein, glaube ich, auch mit der Westin- Marke passt es sehr gut. Und wir haben eine tolle Direktorin, die Madeleine Marx, auf dem Hotel. Und deswegen ist es für uns ein absolut Prime Flagship. Wir sind da sehr stolz drauf, haben auch dieses Jahr eine tolle Performance in dem Hotel. Und es ist natürlich auch für uns was Besonderes, auf der Elbphilharmonie in Hamburg zu sitzen. Ganz klar.

  71. 20:25
    Ronald M. Arndt

    Wenn Sie auf solche, ja, auf so eine Elbphilharmonie zugehen, Dann tun es ja noch ein paar andere, die da auch rein wollen. Aber wie präsentieren Sie dann Arabella? Also was ist da so euer Versprechen?

  72. 20:41
    Karl-Heinz Pawlizki

    Also ich glaube, man kann das vielleicht, wenn man das noch mal umswitcht und sagt, schauen wir mal nach vorne. Ja, und wir sind heute ja auch schon dabei. Wir haben gesagt, wir wollen wieder wachsen. Wir sprechen mit unseren Partnern, wir sprechen mit unserem Netzwerk, wir haben jetzt gerade einen Head of Development eingestellt. Der Christian Rieber ist jetzt bei uns im Team, kam von H-Hotels hier aus München, sehr erfahrener jetzt Kollege bei uns. Freuen uns sehr, dass wir ihn bekommen haben. Und jetzt nach vorne schauen wir natürlich, dass wir auch wieder in ein Wachstum gehen. Ja, und natürlich, was bringen wir mit in der heutigen Zeit? Also zum einen glaube ich, was wir mitbringen, ist Wir sind ein alteingestandenes Unternehmen, was Hotel kann. Ja, dieses Unternehmen wird geführt von Hoteliers. Mein CFO kommt aus dem Hotel, der Anton Reichl, und die Mannschaft darunter, ob das jetzt der Herr Rieber ist, wir haben alle Hotellerfahrung. Wir können Luxus und wir können also 4 und 5 Sterne. Ich glaube, das gibt eben auch nicht so viele, die das können. Viele fokussieren ja auch auf Budget und Midscale, was völlig legitim ist.

  73. 21:47
    Ronald M. Arndt

    Ist.

  74. 21:48
    Karl-Heinz Pawlizki

    Und wir sagen eben, unser Anspruch ist eben im 4- und 5-Sterne und mit Rosewood auch im Ultra-Luxusbereich. Wir sind ein sehr verlässlicher Partner. Es ist die Schörghuber Gruppe, steht dahinter. Wir sind eine Tochter der Schörghuber Gruppe, auch mit der Bayerischen Hausbau und mit Paulaner zusammen und mit unserer Fischzucht in Chile. Und deswegen also kommt natürlich da ein gutes Unternehmen dazu. Wir versuchen, vernünftige Verträge abzuschließen, schließen. Ja, das heißt Hybrid-Pachtverträge, wo beide Seiten was davon haben. Wir lernen alle aus der Krise. Natürlich bringen wir alle auch unsere Erfahrungen mit. Ich natürlich auch von Dorint und von IHG, der Herr Rieber von H-Hotels. Und deswegen glaube ich so, dass man da gemeinsam nach vorne gehen kann. Und was wir natürlich auch noch machen, wir bringen ja zwei gute Partner mit. Wir bringen Marriott mit, mit den Marken. Genau, wir haben ja mehrere Marken, von Aloft über Four Points bis Westin oder St. Regis und Sheraton und Luxury Collection, ist also alles dabei. Und dann haben wir natürlich noch einen strategischen Partner wie Rosewood für Europa, wo man natürlich auch sagt, da ist eine Vertrauensbasis da. Jetzt müssen wir natürlich die 2 Hotels erstmal aufmachen, ganz klar, aber auch in den Verhandlungen und wie wir heute miteinander umgehen, das sind schon natürlich ein Pfund, was man mitbringen kann und wo man man dann auch selbstbewusst in Verhandlungen gehen kann und sagen kann, wir sind guter und verlässlicher Partner für so was. Ich glaube, das sind die Ansätze, die wir mitbringen. Ja, und wir wollen es ja auch so machen, dass jeder dabei auch Geld verdienen kann. Das ist ja auch noch mal ein wichtiger Punkt.

  75. 23:17
    Ronald M. Arndt

    Klar.

  76. 23:18
    Karl-Heinz Pawlizki

    Und wir denken langfristig.

  77. 23:19
    Ronald M. Arndt

    Ja, haben Sie ja vorher gesagt. Also klar, in Generationen, aufgrund eben dieses Backgrounds der Schörghuber-Gruppe. Sie haben ja immer viel gearbeitet und das waren viele und unterschiedliche Positionen. Wie hat sich so ein Karl-Heinz Pawlizki da immer fit gehalten? Oder was war da so, um mal ein bisschen auf die Privatperson einzugehen?

  78. 23:45
    Karl-Heinz Pawlizki

    Ja, also ich glaube, dass die Arbeitsbelastung und die vielen Stunden, die man ja arbeitet und so langsam Spaß macht, das ist ja auch völlig okay. Da braucht man natürlich einen Ausgleich. Ja, und jetzt neben der Familie, verheiratet, meine Tochter ist 14 Jahre alt, ist natürlich das der eine Ausgleich. Und der andere ist Sport. Also das heißt, ich laufe Marathon, Halbmarathon und bin natürlich auch da. Wir haben bei Dorint, haben wir da auch viel für die mutigen Kinder gemacht, für eine Stiftung. Und auch hier auf Mallorca, mein erster Trip, gleich morgens um 7 mit dem Team über den Golfplatz gejoggt. Also das ist ein Thema, auch hier abends an der Isar, wo man dann das verarbeiten kann vom Tag. Und das ist ein ganz wichtiger Aspekt. Also Sport, Bewegung zum Abschalten und zum Verarbeiten gehört zum Tag dazu.

  79. 24:41
    Ronald M. Arndt

    Also der Golfplatz wird weiterhin erstmal genutzt zum Laufen?

  80. 24:44
    Karl-Heinz Pawlizki

    Momentan noch zum Laufen, wobei der Druck wächst. Mal schauen, wie lange ich noch standhalten kann, aber dann muss ich, glaube ich, dann doch mal irgendwann einsteigen.

  81. 24:52
    Ronald M. Arndt

    Wie kam es eigentlich zu den vielen Golfplätzen? Weil die sind ja nicht immer an ein Hotel gebunden.

  82. 24:57
    Karl-Heinz Pawlizki

    Nein, es ist, ich glaube, das entstanden ist es auch aus der Mallorca-Geschichte der Familie Schörghuber. Die Hotels dort sind ja bei uns im Besitz und die Golfplätze auch. Und deswegen damals, als die Familie Schörghuber diese Golfplätze auch gekauft und gebaut hat, gingen die natürlich in den Betrieb rein. Arabella Golf ist eine Marke, wir haben da Lizenzen, wir haben da Golfclubs, die da mitmachen bei uns hier in München auch, oder auch in Davos, und deswegen, oder jetzt auch in Fuschl. Und so ist es einfach entstanden. Für uns der Vorteil ist, auf der einen Seite ist ja Golf schwieriges Geschäft und jetzt auch nicht gerade, also es ist schwierig damit auch Geld zu verdienen. Ja, und auch gerade heute mit den Energiepreisen, den Warenpreisen, ist wirklich schwierig. Aber unsere 3 Hotels zum Beispiel auf Mallorca und die 4 Golfplätze, das ist ja eine Symbiose. Das heißt, wir haben dort auch 2 Ganzjahresbetriebe, und natürlich leben wir dann eben von der Verbindung mit Golf. Ja, das heißt, im Oktober, November, wenn die Hauptsaison vorbei ist, dann leben wir vom Golfgeschäft. Wir haben tolle Plätze, wirklich Top-Range. Und das ist dann eine Verbindung, wo wir auch vielleicht einer der wenigen sind, die Resort und Golf sehr gut miteinander können, jetzt mal explizit auf Mallorca bezogen. Und das ist auch was, wo wir in Spanien Wachstum sehen, wo wir uns gut positionieren können als 4-, 5-Sterne-Hoteloperator mit Golferfahrung. Und hier in München und Umgebung, das sehen wir das auch. Wir machen Charity Cups, wir zum Teil sind wir da auch eng verbunden und versuchen natürlich auch, dass dieses Thema Arabella Golf in diesem hochwertigen Bereich zu sehen. Und über die Krise zum Beispiel war Golf ja erfolgreich, ja, weil es ein Einzelsport, man ist draußen an der Luft, und da hat man schon gesehen, die Memberships nehmen zu, die Green Fees nehmen zu. Also es ist schon ein Thema, was wir eigentlich ganz positiv bewerten.

  83. 26:55
    Ronald M. Arndt

    Vielleicht kommen wir noch mal kurz auf Fuschl zurück, wenn wir das einmal von sprechen an der Baustelle. Inwieweit, oder was ist jetzt Ihr, Sie sind da auch weiter Pächter und nachher Betreiber mit Rosewood, und inwieweit kann man da schon mit der Baustelle irgendwie mitsprechen? Also fließen da die Interessen des Pächters dann unmittelbar mit ein, oder?

  84. 27:19
    Karl-Heinz Pawlizki

    Also das Die, das, das Schloss Wuschl ist ja in unserem Besitz, okay, der Familie Schörkuber.

  85. 27:27
    Ronald M. Arndt

    Und, und im Endeffekt ist es so, dann klärt sich das für mich, alles klar.

  86. 27:32
    Karl-Heinz Pawlizki

    Genau, also der Betrieb, der Betrieb war bei uns, ja. Und im Endeffekt ist es jetzt so, es war vorher ja ein Franchise-Vertrag mit einer Marke von Marriott, ja. Und jetzt, wenn man nach vorne geht, wo wurde eben auch, finde ich, zu Recht die Entscheidung getroffen, wir müssen das Haus noch mal anders positionieren, wir müssen jetzt auch noch mal investieren. Die letzte Investition ist 16, 17 Jahre her, und dann muss man natürlich schauen, mit welchem Partner. Und es liegt ja nahe, wenn man jetzt auch mit dem Rosewood Munich eine Partnerschaft eingeht, wo Rosewood das Haus für uns managen wird, dass natürlich auch ein zweites Haus in Ultra-Luxusbereich auch mit Rosewood sinnvoll ist. Wir haben uns auch andere angeschaut, wir haben auch mit anderen gesprochen, und aber wir haben schon auch das Gefühl, auch mit dem Rosewood Vienna oder Wien, was jetzt nichts mit uns zu tun hat, aber diese, diese Schiene Wien, Salzburg, Fuschl, München ist natürlich für diesen Ultra-Luxus-Reisenden schon ein wichtiges Thema. Und das bestätigt uns ja auch Rosewood und die und diese ganze Thematik. Das heißt, jetzt investieren wir in dieses Haus. Natürlich machen wir das ganz eng zusammen mit Rosewood. Ja, wir haben gemeinsame Designteams, wir haben gemeinsame Designer, wir haben jetzt gerade das Musterzimmer gemeinsam abgenommen. Also das ist ein stetiger Austausch, ist ein großes Team, ist ja auch eine große Investition, und deswegen wollen wir natürlich schon sicherstellen, dass wenn wir damit fertig sind Ende dieses Jahres, Anfang nächsten Jahres, dann wird da eins der besten europäischen Luxus-Resorthotels entstehen in diesem Markt. Ja, es kommt jetzt noch ein Außenpool dazu, die Gastronomie wird komplett überarbeitet, tolle Suiten, wir haben die Chalets. Also das, es entsteht wirklich jetzt noch mal ein Schritt nach oben, noch mal anders positioniert. Sie auch mit der Herausforderung, dass man damit auch Geschäft machen muss. Ja, und aber ich glaube, mit oben mit dem Arabella Jagdhof im 4-Sterne-Bereich, unten direkt am See das Schloss, ganz klar separat positioniert, haben wir da eine Symbiose. Das wird sehr gut funktionieren.

  87. 29:44
    Ronald M. Arndt

    Wenn man Fuschl hört, kommt ja automatisch die Frage auf, ob der Didi Mateschitz nicht auch Interesse daran hatte. Weiß man irgendwas darüber?

  88. 29:50
    Karl-Heinz Pawlizki

    Ich kann mir sicher vorstellen, er wird mal vorbeigeschaut haben. Wir sind ganz froh, dass es Red Bull dort gibt, weil die bringen uns auch gutes Geschäft, ja, auch im Jagdhof, und ist ja ein ganz wichtiger Arbeitgeber dort. Und deswegen, also wir leben da in sehr guter Partnerschaft. Aber ob er da mal Anforderungen gestellt hat, kann ich Ihnen nicht sagen.

  89. 30:09
    Ronald M. Arndt

    Ich habe jetzt erst in einem Podcast gehört, warum Red Bull nach Fuschl gegangen ist. Wohl weil er sich da früher als Manager noch für, wo waren wir denn, bei irgendeinem Zahnpasta oder was, Anbieter sich da als Manager auch immer ganz gut erholt hat, ja, in Nähe. Weiß nicht, ob es ein Hotel war oder ob es sogar Fuschl war damals. Und deswegen hat er dann die Zentrale da auch hingelegt, sehr gut hinverlegt. Spannend, spannend. Aber definitiv ein, ein, ein Riesenunternehmen, Arabella, mit ja über 1200 Leuten. Wie oft spricht so ein Karl-Heinz Pawlizki zu allen Mitarbeitern? Gibt es da so ein Format, irgendwie einmal im Monat, einmal im Vierteljahr?

  90. 30:53
    Karl-Heinz Pawlizki

    Ja, ich glaube, dass wir müssen immer versuchen, die Balance zu halten zwischen—

  91. 30:58
    Ronald M. Arndt

    Aber wir müssen auch differenzieren zwischen den Hotels.

  92. 31:00
    Karl-Heinz Pawlizki

    Wir müssen differenzieren. Aber es ist schon richtig, die Mitarbeiter sind unsere Mitarbeiter, sind angestellt bei der Arabella Hospitality, aber auch— aber es sind natürlich Mitarbeiter, die für ein Marriott Hotel arbeiten. Das heißt, der Tagesaustausch, die Tageskommunikation, das Intranet, die Themen, die sind bei Marriott. Nichtsdestotrotz, aber auf dem Gehaltszettel steht nachher Arabella. Auf dem Gehaltszettel stehen wir. Und ich glaube, das ist auch, und hier ist sicher ein gutes Beispiel in München, ganz viele Mitarbeiter haben da zwei Herzen in ihrer Brust. Auf der einen Seite der Stolz auch für die Arabella Hospitality und auch für die Familie Schörghuber zu arbeiten, und auf der anderen Seite für so tolle Marken, wie es eben hier gibt, ob das jetzt ein Westin ist oder welches auch immer. Und ich glaube, dass wir da zusammen mit Marriott auch die richtige Balance finden. Ja, also wir kommunizieren mit den Mitarbeitern, es gibt ein Jahresauftaktsschreiben, wenn irgendwas ansteht, was wirklich sich verändert. Jetzt hat gerade der Herr Schörghuber, also der Sohn von Alexander Schörghuber, ein Jahresauftaktsschreiben Video produziert. Das geben wir natürlich allen Mitarbeitern, weil es sind Mitarbeiter der Arabella Hospitality. Ja, wir sehen ja auch, die, für uns ist es auch ganz wichtig, dass wir die Verbindung da haben mit dem Hausbau, ja, und auch natürlich mit Paulaner, weil alles 3 sind traditionsreiche Unternehmen, die miteinander verflechtet sind. Hier im Haus haben wir Paulaner, auf Mallorca gibt es Paulaner Bier, ja. Also deswegen, das gehört jetzt zu Und das ist schon wichtig, dass die Mitarbeiter das verstehen.

  93. 32:33
    Ronald M. Arndt

    Genau, und das geht eben nur so, indem man einfach mit solchen Formaten dann auf alle geschlossen eben mal zugeht.

  94. 32:39
    Karl-Heinz Pawlizki

    Korrekt.

  95. 32:40
    Ronald M. Arndt

    Super, dann war das mal ein schönes erstes Update zu Arabella. Wir haben Ihre Person näher kennengelernt. Ich freue mich schon aufs Rosewood hier in München und und dann auf Fuschl. Und würde ich sagen, machen wir uns noch ein bisschen an den Kuchen ran, der jetzt warten musste. Aber Ihnen lieben Dank, Herr Pawlizki, dass Sie der Einladung gefolgt sind im Hotel-Podcast.

  96. 33:06
    Karl-Heinz Pawlizki

    Vielen Dank für die Einladung. Bis zum nächsten Mal.

  97. 33:07
    Ronald M. Arndt

    Dankeschön.